Vampirjäger [RPG]

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Vampirjäger [RPG]

(Das ursprüngliche Vampirjäger [RPG] )

        Vampirjäger RPG

Dieses RPG ist von Anna-Sofie

Einst nahm ein mächtiger Vampir die Krone, diese Krone sollte ihn zum König aller Vampire ernennen. Er nutzte jene Macht die mit der Krone kam um Böses zu tun. Hunderte, nein tausende unschuldige Menschen starben - doch keiner kannte den Grund. Der neu gekrönte König hielt sich im Verborgenen, lediglich die von ihm für würdig erklärten Menschen wurden zu Vampiren gewandelt und mussten nun an seiner Seite kämpfen. Sein Plan war Simpel:
Die Welt mit samt ihrer Einwohner sollte sein werden. Er wollte ein eigenes Königreich, so groß wie noch nie ein König es hatte. Stets mehr Vampire wanderten zum großen Schloss in den Wäldern. Für die meisten Menschen schien es nicht verdächtig, doch ein paar wenige verstanden:
Etwas Böses bahnte sich an.
Diese wenigen Menschen die zu verstehen schienen was geschah schlossen sich zusammen und wurden die ersten Vampirjäger.
Sie wussten von den Vampiren.
Sie wussten von ihrem Blutdurst. Sie wussten von allem.
Das Ziel der Vampirjäger war es die Vampire zurück zu drängen. Sie wollten verhindern dass die Vampire die Macht über die Menschheit niemals erlangen würde.

Der Krieg dauerte lange. Sehr lange. Beide Seiten hatten irgendwann Schulen errichtet um ihre nächsten Krieger auszubilden und für die ewige Schlacht zwischen Gut und Böse vorzubereiten. Weder die Vampire, noch die Jäger gaben auf. Immer mehr Krieger wurden ausgebildet, sowohl auf der Seite der Vampire, als auch der Jäger. Ihnen wurde alles beigebracht was sie an Wissen brauchten. So wurde das alte Wissen von Generation an Generation weiter gegeben.

Eines Tages jedoch reichte es einer jungen Frau, Sofie ihr Name. Sie arbeitete für den König, doch konnte und wollte sie nicht länger zusehen wie die Vampirrasse ausgerottet wurde. Nichts blieb unversucht um den König zu stürzen, doch es gelang ihr nicht. Bei ihrer Flucht aus dem Schloss ließ der König ihre gesamte Familie töten.
Leid, Trauer und Wut war alles was Sofie fühlen konnte als sie in der Schule der jungen Vampire ankam. Dort lernte sie Damon kennen. Den Sohn des Königs. Den Vampir, der ihr bei ihrer Rache half. Auch Damon empfand die Herrschaft seines Vaters als unmöglich und nicht tragbar.
Sofie und Damon kamen sich näher, zusammen erschufen sie bald schon einen Plan den König zu stürzen - und zu besiegen. Nach langem Kampf schafften sie es jedoch und töteten den Tyrann. Der Tod des Königs jedoch bedeutete für sowohl Damon als auch Sofie die Verantwortung zu übernehmen und die Vampire nun selbst zu leiten. Um den Jahrelangen Krieg zwischen Vampiren und Jägern zu beenden setzten sie sich die Leiter der Jägerschule, als auch König und Königin zusammen. Sowohl Leon, Viktoria, Damon und Sofie waren sich einig – der Krieg musste ein Ende finden. Zu viele unschuldige Menschen aber auch Vampire hatten schon mit ihrem Leben bezahlt. Zusammen schufen Vampire und Menschen einen Vertrag der den Frieden in die Welt zurückkehren ließ.
Einige Jahre später kehrte ein alter, starker Vampir ins Land ein. Silvan, der nur kurze Zeit später als Leibwächter der Königin dienen sollte. Doch nicht nur das war an ihm besonders gewesen, denn es hatte nur kurze Zeit gedauert bis er ihr Herz erobert hatte. Die Beziehung zwischen Damon und Sofie zerbrach - nur kurz darauf wurde Silvan ihr Ehemann. Einige Zeit verging und 2 Kinder segneten die Ehe der Vampire. Silvan hielt er sich stets im Hintergrund und überließ Damon und Sofie die Herrschaft über das Reich.
Nur wenige Monate waren vergangen bevor sowohl Damon als auch Silvan erfuhren dass sie Brüder waren, Trotz dieser Tatsache änderte sich nichts daran das Silvan sich im Hintergrund hielt.
Jahre des Friedens legten sich über das Land, doch stets war eine Spannung zwischen den Menschen und Vampiren zu spüren. Nur wenige Jahre waren vergangen doch schon sollte der Frieden erschüttert werden. Silvan und Sofies Kinder waren ermordet worden. Die Schuld lag bei den Jägern, den diese hatten sie ermordet.

In Sofie stieg die Wut auf, denn erneut hatte man ihr das wichtigste im Leben genommen. Doch nicht nur sie, auch Damon war wütend denn die Jäger hatten den Vertrag gebrochen.
Erneut merken die Schulen den Druck und die Spannung die sich über das Land legt. Erneut steht ein Krieg zwischen den Vampiren und Menschen bevor, doch dieses Mal scheint es keinen Ausweg zu geben diesen zu vermeiden.

Seit Anbeginn der Menschen gibt es auch die Vampire. Es hatte zwar keinen Grund, aber es musste ein Gleichgewicht herrschen. Markus ist der erste Vampir und wenn er stirbt, dann sterben auch alle anderen. Zumindest wird es so übermittelt. Damit Markus nicht alleine blieb, verwandelte er Emilia. Die beiden bekamen einen Sohn, Viktor.man weiß nicht genau, wie alt sie sind, aber sie leben schon so lange. Nach einigen Dekaden wurden ihnen die Welt zu langweilig und sie sorgten Dafür, dass jedes Land einen König und eine Königin hatten. Nachdem all das beendet war, legten sich 2 davon schlafen. Sie machten eine Regel, dass jeder nur 500 Jahre lang wach bleiben würde. Und bei der Auferstehung würde es ein Fest für das wiedersehen geben. Emilia ist die letzte, die geweckt wurde und sie hatte 3 Tage mit Markus zusammen. Er ist heute schlafen gegangen. Aber damit sie nicht so einfach gefunden werden, werden sie alle 500 Jahre an einem anderen Ort schlafen gelegt. Jedes Schloss hat eine Gruft und wird zufällig ausgesucht. Unten, tief in den Katakomben, liegt Viktor. Daher wird Emilia kommen und alles geben, damit ihm nichts geschieht. Das war eines der großen Geheimnisse, dass die Jäger nie erfahren durften. Aber noch schlimmer war, wenn sie einen der 3 Töten würden, so würde auch ihre Blutlinie vernichtet werden. Daher würden die Vampire alles machen um das Geheimnis zu hüten und dafür zu sorgen, dass die schlafenden Körper nie gefunden werden würden. Denn davon würde nicht nur ihr Leben abhängen.


          Vampire

Die Vampire in diesem RPG sind wie alle anderen Vampire. Stark, Sehr schnell und wunderschön. Allerdings können die Vampire dieses RPG auch im Sonnenlicht unterwegs sein, welches sie sehr schwer zu erkennen gibt. Wenn die Vampire in das direkte Sonnenlicht gehen, dann färben sich die Augen des Vampirs für 3 Sekunden rot. Doch da das nur die Jäger wissen, ist es kein Problem allen normalen Aktivitäten nach zu gehen. Die „neuen“ Vampire sind dann noch ein wenig unkontrolliert. Aber das legt sich meistens innerhalb von 2 Wochen wieder. Sobald sich der Körper umgestellt hat und sich damit zufrieden gibt, auch neben der normalen Nahrung die sie zu sich nehmen können, das Blut zu verarbeiten und somit den Organismus in Kraft zu halten. Das Blut erhalten die Vampire von der Vampirakademie. Welche dieses wiederrum von Spendern bezieht. Die sich dazu freiwillig und ohne Zwang bereit erklären ihr Blut zu geben. Der Tagesablauf eines Vampires sieht in etwa so aus: Natürlich haben sie auch Freizeit in der sie dann den verschiedensten Aktivitäten nachgehen können wie dann mit Freunden treffen, Shoppen, Party machen oder auch andere Sachen.

Zu einem Vampir werden kann man …
..wenn man von einem Wandler auserwählt wird und dann gebissen wird, oder durch einen höher gestellten Vampir wie den König oder die Königin. Dann verläuft alles über einen Blutaustausch (also eine Vermischung des Blutes indem sie zur selben Zeit das Blut des anderen trinken). Wie es dann bei Bissen so ist verursacht dieser einen kurzen Schmerz. Dieser hält nicht sehr lange an, da das Gefühl sehr schnell in ein Gefühl des puren Glückes umgewandelt wird. In diesem RPG ist es so dass die Vampire Kinder bekommen können. Diese wachsen und hören damit auf wenn sie 19 sind. Danach bleiben sie in ihrem Alter "stecken" und verändern sich vom Aussehen nicht mehr.


          Menschen

Die Menschen sind hier wie normal auch! Nur dass die Jäger natürlich besonderes trainiert sind. Sie sind stark und sehr geschickt. Sie werden bis an die Grenzen und weiter hinaus geführt und sind daher viel weiter was die Körperliche Kraft angeht als normale Menschen. Sie sind drauf angepasst Vampire –und damit sehr starke Wesen- zu bekämpfen. WO sie das alles auch brauchen. Sie brauchen jedoch wie jeder Mensch ihren Schlaf, etwas zu Essen und haben auch andere normale Bedürfnisse wie wir alle anderen auch. Die Menschen auf der Akademie sind alles Kinder von ehemaligen Generationen. Aber auch in diesem Fall gibt es einen Rekruter, der Menschen mit besonderen Talenten aussucht und diese für die Laufbahn als Jäger bestimmen kann. Als Jäger sind sie immer zu 2 unterwegs.

Alle Regeln der einzelnen Schulen sind in einem Vertrag festgehalten, der in jedem Falle befolgt werden muss.

Die Schulen

Der König und die Königin kümmern sich zusammen mit der Schulleiterin um die Ausbildung und um die Erstellung des Lehrplanes. Aber dazu haben sie dann auch noch andere Aufgaben wie den Bestand oder die Auswahl an Vampiren zu erhalten. Oder dann eben durch eigene Kinder fort zu setzten. Nach der Ausbildung können sich die Schülerinnen und Schüler in den Dienst der Königin und der Königs stellten indem sie einem der beiden einen Blutschwur leisten. Wenn dieser gebrochen wird, führt dies automatisch zum Tot des Betroffenen. Oder sie können sich an anderen Orten niederlassen oder wechseln. Soviel zu den Vampiren an der Akademie. Wie immer gibt es dann natürlich auch welche, die dann ihren eigenen Weg gehen. Diese werden dann ganz normal nach der 5. Klasse entlassen. Aber sind verpflichtet, das Geheimnis zu wahren. Der Unterricht findet nachts statt, da dann die Schule besser bewacht werden kann und es ein ungestörteres Umfeld bietet. Wo die Schüler dann auch eine bessere Konzentration haben sollten. Die Vampire besuchen die Akademie für ungefähr 5 Jahre. Aber auch mal mehr, wir kennen das ja, oder? Wobei die Klassen dann ab der 4 getrennt werden. Bis dahin sollten sich die Schüler dann entschieden haben welche der angebotenen Ausbildungen sie nehmen werden.

  • Wache: Hierfür sollten dann auch die Voraussetzungen erfüllt werden, denn leider ist nicht jeder dazu bestimmt eine Wache zu werden. Aber dies wird anhand eines Testes herausgefunden. Unterrichtet wird dies dann Im Palast durch den König.
  • Wandler: diese werden dann von der Königin unterrichtet. Aber meistens nehmen sie dann an dem normalen Unterricht teil, denn es sind dafür nur zusätzliche Stunden erforderlich
  • Lehrer (dürfte klar sein, oder?)

Hier findet der Unterricht tagsüber statt und auch hier wird der Lehrplan durch die Schulleiter Leon und Viktoria bestimmt wird. Diese planen zusammen den Ablauf der Abschlussprüfungen die jährlich stattfinden. Die Schüler besuchen die Schule in der Regel 8 Jahre und werden dann auch hier getrennt. Aber dann erst nach 6 Jahren. Sie können dann wählen zwischen

  • Aber natürlich können die Schüler dann auch nach der Beendigung der Schulzeit ihre eigenen Wege gehen. Aber wenn sie das machen sollten sie sich im Klaren sein, dass das Geheimnis gehütet werden muss!
  • Natürlich ist die Akademie für die Menschen freiwillig. Also könnt ihr dann auch als ganz normale Menschen spielen und somit nichts wissend der Gefahren um euch durch die Welt laufen


            Steckbriefvorlage

    Name des Spielers: User Name im HoN.
    Name: Eures Charas.
    Mensch oder Vampir: Ist glaube ich klar!
    Geschlecht: Männlich od. Weiblich?
    Alter: Bei einem Vampir auch das ewige Alter.
    Aussehen: Bitte einen Link der auch geht!!
    Aktuelle Situation: Bei einem Vampir: Schüler, Wache, Wandler, Lehrer, geht seine eigenen Wege. Bei einem Menschen: Schüler, Wache, Jäger, Lehrer, in der normalen Welt.
    Klasse: Vampir --> 1-5. Mensch --> 1-8.

    Steckis:
    Alle Steckis und Informationen zu diesem RPG sind in der dazu gehörigen Gruppe zu finden. Wir möchten jeden der bei diesem RPG mitmacht bitten beizutreten!

          R E G E L N
    • Natürlich gelten auch in diesem RPG die allgemeinen RPG- Regeln
    • Ich möchte euch auch bitten das beide Geschlechter vertreten sind und es nicht nur weibliche Charas geben.
    • Es wird immer der Name eures Charas über den Post geschrieben
    • Wir möchten euch bitten nicht nur einen Satz oder ein paar Worte zu schreiben, denn der Chara besteht nicht nur aus reden oder Dingen die er macht. Er fühlt und denkt auch. Wir wollen ja Geschichten schreiben und nicht nur Blutstropfen sammeln
    • Bitte achtet auf die Rechtschreibung und Grammatik die anderen User sollten schon wissen auf was sie antworten sollten und nicht erst rätseln was da steht oder wie das gemeint ist…
    • Es muss sich an die Story gehalten werden
    • Ich möchte euch bitten, dass es in dem RPG weder zu unnötigem Spam noch zu Beleidigungen kommt. Außer dass sie zum RPG gehören. Aber dann bitte nicht zu heftig
    • So wird geschrieben: Sagen "...". Tun und denken können so dazu geschrieben werden da wir in der Romanform schreiben. Also in der Ich- Form. Und Sachen die nicht zum RPG gehören bitte in () od. []

    Liebe Grüße, Anna-Sofie

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    Diskussion

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    Sofie
    Ich mochte es, wenn wir zusammen trainierten und auch wenn ich wieder sah, wie sehr er mir doch vertraute. Zeigte das nicht, dass er mich genau so liebte, wie ich ihn? Als er unsere Finger verschränkte, schaute ich auf seine Hand und drückte diese danach sehr leicht. Immerhin hatte er sich sehr verausgabt und ich wusste nicht, ob er noch viel an Reserve hatte. Aber das würden wir auch nicht weiter testen wollen. Nachdem wir im Flur waren, drehte ich mich zu ihm um und lehnte den Kopf ein wenig schief. "Wenn du möchtest, können wir uns auch ein kleines Haus suchen. Wir könnten sehen, dass wir was in der Nähe finden. Immerhin merke ich doch, dass es dir hier nicht gefällt. Uns würden doch bestimmt auch 4 Zimmer reichen, oder?" Ich zog ihn kurz in meine Arme und küsste danach seinen Hals, bevor wir uns auch schon auf den Weg über den Flur machten. "Ich finde bestimmt jemanden, der das hier bewachen kann und das mit den öffentlichen Terminen bekommen wir schon hin. Das ist ja nur einmal im Quartal auch wenn ich es liebe, dass ich dich in einem Anzug an meiner Seite habe." Ich grinste breit und drückte erneut seine Hand, bevor wir beide danach den Flur entlang gingen. Auch wenn er sagte, dass er es hier gut fand und auch das er damit zurechtkommen würde, aber ich wollte nur, dass er sich wohl fühlte und leider hatte ich das Gefühl, dass ich dazu nicht ausreichte. Auch wenn das hier gerade nicht um mich ging sondern darum, dass er sich wohl fühlte und das ohne sich zu verlaufen. Es dauerte nicht lange bis wir danach in unserem Schlafzimmer waren. Ich seufzte und streifte mir die Schuhe und danach auch die Hose und das Hemd abstreifte. Immerhin wollten wir doch duschen gehen, oder? Erneut stellte ich mich vor ihn und legte die Arme um seinen Hals, bevor ich mich auf die Zehenspitzen stellte und meine Lippen an sein Ohr legte. "Weißt du, wie sehr ich dich liebe?" Ich küsste die kleine Stelle hinter seinem Ohr und strich mit den Fingern über seinen Rücken, bevor ich erneut unsere Finger verschränkte. "Wollen wir dann duschen gehen?" Erneut küsste ich seine Lippen und drückte meinen Körper gegen den seinen und genoss den Moment, indem wir einfach nur uns hatten. Ich seufzte und liebkoste seinen Arm, bevor wir danach in Bad gingen. Ich schaute erneut seinen Körper an und seufzte einen Moment. "Möchtest du direkt duschen, oder möchtest du noch ein wenig mehr schwitzten?" Immerhin waren die Sachen doch schon versaut. Warum sollten wir da nicht weiter machen? Ich biss auf meine Unterlippe und versuchte die Fragezeichen zu erkennen, die ich in seinen Augen sah. Ich wusste nicht, ob er wirklich hier bleiben wollte. Aber ich wollte ihm einfach das Gefühl geben, dass er entscheiden konnte und auch das er nicht hier gefangen war. Ich knabberte an meiner Unterlippe herum und lehnte den Kopf seitlich. Es war so still, was mir ein wenig Unbehagen bescherte. Warum sagte er denn nichts? Oder hatte ihn das alles einfach nur überfordert?

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    Elijah Devaney
    Ich hatte noch nie wirklich gegen Sofie gekämpft. Ich hatte sie vielleicht mal angegriffen, aber so ein richtiger Kampf war es nie gewesen. Das war es jetzt natürlich auch nicht und trotzdem war es amüsant. Es war interessant. Ich sah ihre Tricks und sie auch meine. Ich vertraute sie ihr an und hoffte, dass sie diese einfach nicht weiter erzählte. Natürlich versuchte Sofie mich abzulenken und es war natürlich schon amüsant. So setzte sie sich auch auf mein Becken und drückte mir dieses entgegen. So ging es eine ganze Weile, bis Sofie dann meinte, dass wir doch aufhören sollten. Ich fühlte mich auch erschöpft. Ich war wirklich total erledigt, nur hätte ich ihr diesen Triumph nicht geben wollen. Ich seufzte leise und fuhr durch mein Haar, welches vom Schweiss her ziemlich nass war. "Das hört sich gut an", meinte ich und lächelte sie an. Nachdem was ich jetzt gerade alles raus geschwitzt hatte, würde wohl etwas zu trinken überhaupt nicht schaden. Ich war halt doch nur ein Mensch und das, was ich rausgeschwitzt hatte, müsste ich auch wieder zu mir nehmen. Ich wusste ja nicht, ob da bei den Vampiren anders war. Brauchten sie auch mehr Blut, wenn sie viel gekämpft hatten? Ich konnte es nicht einschätzen. Ich nahm ein Handtuch und strich mir damit über die Stirn. Ich nahm ihre Hand und verschränkte unsere Finger miteinander. "Gehen wir duschen", meinte ich und lächelte sie an. Immerhin hatte sie mich die ganze Zeit versucht anzumachen. Es war nicht so, als wäre das komplett an mir vorbei gegangen. Ich hatte es zu diesem Zeitpunkt einfach nur so gut wie möglich versucht zu verdrängen. Ich seufzte leise auf und ging aus dem Trainingsraum. Doch dann wusste ich auch schon nicht mehr weiter. "Wo geht es denn jetzt schon wieder hin? Gott, dieses Schloss ist einfach zu gross", murmelte ich leise und sah die Gänge nach unten und nach oben, aber ich wurde einfach nicht schlau. Für mich sah halt einfach alles genau gleich aus.

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    Beigetreten: 16.09.2010
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    Sofie
    Ich wusste nicht genau, was er vor hatte. Aber ich würde so schnell nicht aufgeben. Er wollte mir doch noch den einen oder anderen Trick zeigen. Auch wenn ich diese hoffentlich nicht im Richtigen Kampf sehen oder auch einsetzten musste. "Na, wir machen das so lange bis ich gewonnen habe. Was ist denn das für eine Frage?" Ich grinste breit und rollte danach mit den Augen, bevor ich auch schon auf der Matte lag und er sich über mich beugte. Im wahren Kampf hätte ich besser aufgepasst, aber nur so konnte ich auch seine Tricks sehen. Immer wieder schaute ich in seine Augen und merkte dass ihm das Spass zu machen schien. Aber wie denn auch nicht? Immerhin hatte wir beide eine Menge an Körperkontakt und es war, leider, nichts versautes. Ich grinste und beugte mich nach oben, bevor ich seinen Hals küsste und uns beide so drehte, dass ich rittlings auf ihm saß. Ich drückte das Becken kurz gegen das seine und legte den Kopf ein wenig schief..
    Wenn ich das richtig im Kopf hatte, dann trainierten wir beide noch sehr lange und auch ich merkte, dass es mich außer Atem brachte. Wie sollte es ihm dann erst gehen? Immerhin war er noch nicht so fit und ich konnte wetten, dass er seine Erschöpfung auch nicht so einfach zugeben würde. Ich schluckte und strich mir das Haar zurück. Würde ich schwitzen können, wäre ich bestimmt komplett durchnässt. "Wie wäre es mit einer Dusche und danach was zu trinken?" Ich strich mir das Shirt nach unten und musterte ihn erneut. Es war einfach viel in der Letzten Zeit passiert und ich hoffte sehr, dass wir beide endlich mal ein wenig an Zeit nur für uns haben können. Immerhin würde die Zukunft ja noch das eine oder andere bringen. Ich zog eine Schnute, da ich immer noch auf seine Antwort wartete. Zwar hörte ich, dass sein Herz wie wild schlug, aber konnte er so außer Atem sein? Wie wäre das erst, wenn wir richtig gekämpft hätten?

    Beigetreten: 31.07.2012
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    Elijah Devaney
    Mein erster Angriff ging direkt in die Hose, aber davon liess ich mich nicht ermutigen. Sofie hatte wohl sehr viel mehr Erfahrung wie ich. Ich war gerade mal ein bisschen älter als zwanzig Jahre und sie? Sie war mehr als fünfzig Mal so alt wie ich. Wenn nicht sogar hundert Mal. Sie hatte mir nie ein richtiges Alter angegeben. Ich vermutete, dass sie wohl ein bisschen heikel war, was das anging. Sonst hätte sie mir vermutlich schon lange verraten, wie alt sie denn nun wirklich war und nicht nach ihrem Aussehen. Ich biss die Zähne zusammen, als sie schmerzhaft meinen einen Arm nach hinten verdrehte und mir dabei sanft etwas ins Ohr flüsterte. Ihre Worte nahm ich aber noch nicht einmal richtig war, da sie nur da waren, um mich abzulenken und das wusste ich. Sie sollten mich ablenken und genau das würde ich ja nun nicht zulassen. Das schaffte sie vielleicht bei anderen Männer aber nicht bei mir. Ich hatte noch meinen Arm frei und rammte ihr dieser mit einer schnellen Bewegung in den Bauch. Es war nur eine winzige Sekunde, als sich ihr Griff ein bisschen lockere, aber das reichte mir. Ich entzog ihr meinen Arm und zog ihr den Boden unter den Füssen weg. "Ich entscheide selbst, wann genug ist", erwiderte ich breit grinsend und hob die Hände wieder zur Abwehr. Es waren keine Gegenstände im Spiel dabei. Nur unsere beiden Körper. Natürlich war sie mir vom körperlichen her total überlegen. Ich musste es mit gemeinsamen Tricks versuchen und Strategie. Anders ging es halt gerade nicht. "Wie lange willst du trainieren?", fragte ich sie, während mein ganzer Körper angespannt war. So leicht würde sie nicht gewinnen. Ich hatte ihren Wächter umgebracht und der war wohl wirklich auch schon ein bisschen älter gewesen. Ich hatte einiges an Erfahrung und Sofie hatte selbst schon gesehen, wie ich gekämpft hatte. Ich war kein schwacher Gegner und das wusste sie selbst. Ich wartete auf ihren Angriff und sah sie herausfordernd an. Wenn sie meinte, dass ich nicht provozieren konnte, dann lag sie falsch. Die meisten Vampire machten Fehler, weil sie sich ihrem Ego angekratzt fühlten oder was auch immer. Es war immer sehr amüsant, das zu betrachten. [Sorry, kurz.]

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Mir war klar das ich mich wiederholte. Natürlich wiederholte ich mich – es war mein innigster Wunsch einfach mein normales Leben zurück zu bekommen. Das Leben, dass ich geführt hatte bevor meine Eltern gestorben waren, bevor dieser Vampir mich entdeckt und ausgewählt hatte. Er sollte sich jemand anderes zum spielen suchen. Ich hatte doch noch nicht einmal eine Ahnung weshalb ausgerechnet ich nun sein Opfer spielen musste. Ich wollte es nicht sein, wollte nicht nach seinen Regeln spielen. Geschweige denn etwas mit diesem Monster zutun haben. Gerade aber ließ ich es doch klingen als wäre ich gegen alles und jeden. Das war ich nicht. Ich war nicht dagegen das er seine Schwester traf, dass er sich Hilfe holte. Es war gut so, denn alleine konnte er es wohl nicht schaffen. Frustriert schüttelte ich den Kopf, denn kaum erkannte ich seinen Blick hatte ich ein schlechtes Gewissen. "Das meinte ich nicht .. triff dich hier mit ihr, aber ich will nicht mit jemand Fremdes über .. das hier reden." Zumal ich mir ziemlich sicher war das sie mich nicht leiden können würde. Silvan hielt mich doch auch nur gerade so aus, und das tat er nur weil er sich selbst sagte das er mich nicht alleine lassen würde. Das er es nicht wollte. Was? Fragend sah ich ihn über meine Schulter an, wusch jedoch weiterhin jegliches Geschirr ab das noch übrig geblieben war. "Ich hatte gestern schon etwas davon. Iss und halt die Klappe," entgegnete ich ohne ihn anzusehen. Ich hatte bereits gegessen, er aber nicht. Er hatte lediglich Blut gehabt, und ein einziger Tag an dem ich nicht etwa irgendetwas Normales zu mir nahm spielte wohl auch keine Rolle mehr. Es würde mir –seinen Worten nach– helfen menschlich zu bleiben. Was? Und das sollte ich ihm nun glauben? Was sollte Essen denn schon großartig helfen mich normal zu machen? Nachdem ich alles abgewaschen hatte trocknete ich meine Hände ab, ehe ich mich Silvan zudrehte. Jäger. Die Regeln an die sich Vampire und Jäger halten mussten. Was zur Hölle waren das für bescheuerte Regeln? Was brachte es denn bitteschön jemanden im Wald nicht töten zu dürfen – sonst aber schon? Die Regeln aber waren noch nicht einmal das Schlimme an diesem Thma. Ich schluckte, runzelte die Stirn. Meinte er das Ernst? "Du dachtest .. das ich euch hasse?" Und das ich auf die Seite der Jäger wechseln konnte, wenn er mir von ihnen erzählen würde. Wirklich verstehen musste ich diese Worte nicht, oder? Weshalb dachte er bitte, dass ich sie hasste? Ich konnte Vampire doch noch nicht einmal mehr hassen, schließlich wäre ich wohl sehr viel mehr damit beschäftigt mich selbst als ein Monster anzusehen, als mein Ziel diesen Freak zu finden, zu erfüllen. Ich schüttelte knapp den Kopf. "Ich hasse euch nicht. Das habe ich nie." Vor allem aber hatte ich ihn nie gehasst. Das ging einfach nicht.

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    Silvan Kilton
    Arsen setzte wieder auf das gleiche Thema an. Ihr altes Leben, das wollte sie. Das war mir auch schon bewusst. Langsam reichte es mir auch es ständig zu hören. Es war mir mehr als klar wie beschießen diese Situation war. Ich tat hier mein Bestes. Ebenfalls war mir klar das es unfair war so zu denken. Arsen brauchte jemanden bei dem sie sich auskotzen konnte und das war nun einmal ich. Wenigstens behielt sie ihre Gedanken nicht für sich. Damit hätte ich niemals arbeiten können. „Ich weiß..“ sagte ich und wandte den Blick mal wieder von ihr ab. „Dann werde ich sie woanders treffen.“ Verstehen tat ich sie in dieser Hinsicht nicht. Lola konnte ihr sicher in einigen Dingen besser helfen als ich. „Na dann… das Thema Jäger.“ Arsen legte mir einen Teller vor mit ihrem Essen. Verwirrt blickte ich zu ihr „Das ist für dich Arsen. Ich brauche kein menschliches Essen. Du allerdings schon. Das wird dir nämlich helfen deine Menschlichkeit aufrecht zu halten.“ Erklärte ich ihr. Gut, Hunger hatte ich schon. Ich hatte in den letzten Tagen nur von Blut getrunken. „Also Jäger…“ fing ich schon wieder an „Vor vielen Jahren haben sich Menschen die über uns Bescheid wissen zusammengeschlossen. Ich denke da brauch ich dir nicht viel zu sagen. Ihr Ziel ist es uns zu jagen. Oder eher die zu jagen, denen sie begegnen. Sie hassen uns und es ist ihre Pflicht und zu töten. Allerdings gibt es auch für sie Regeln. Denn es herrscht so etwas wie Frieden. Sie dürfen uns nur töten, wenn wir uns außerhalb des Schulgeländers und den Grundstücken der Königsfamilie befinden. Das gleiche gilt für uns. Wenn ihr ihr Reich betreten dürfen sie uns sofort töten. So was nennen wir seit Jahren Frieden. Statt den Menschen die Angst zu nehmen und uns für den echten Frieden einzusetzen.“ Durch Arsen wurde mir mehr und mehr klar wie dumm unsere Gesetzte waren. Über diese Dinge hatte ich nie nachgedacht. Allein mein Wunsch Arsen zu schützen hatte diese Zweifel hervorgerufen. „ich glaube.. ich wollte dir von ihnen nicht erzählen..“ gestand ich schuldig ein „Ich hatte wohl Sorge du könntest meine Rasse so sehr hassen, dass du dich auf ihre Seite schlagen könntest.“

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Ich stiße ihn nicht von mir. Ich ging lediglich auf Abstand, um nicht irgendwelchen Gedanken zu verfallen, denen ich nicht verfallen sollte. Denen er ebenso wenig verfallen wollte wie ich – er hatte doch bereits gesagt was Sache war. Es wäre einseitig. Eine Bindung, wenn ich von ihm getrunken hätte. Weil er es nicht gewollt hätte. Dabei ging es noch nicht einmal mehr einfach nur um diese beschissene Bindung, die er sehr wahrscheinlich sehr lange mit seiner Frau gehabt hatte, die Frau die er gerade sehr detailiert beschreiben konnte. Der er gerade ein Gesicht gab, ohne es zu merken. Er war nicht über sie hinweg. Und ich hatte keine Chance gegen irgendetwas dergleichen. Einfach schon weil ich zu viel Arbeit war. Schulterzuckend sah ich ihn für den Bruchteil einer Sekunde an. "Weshalb sollte ich lügen?" Es gab tausend Gründe dafür. Ihm würde ich jedoch keinen davon nennen. Stattdessen würde ich einfach so tun als wäre es die Wahrheit. Als wäre die Tatsache dass das hier verdammt viel auf einmal war, der einzige Grund weshalb ich mich gerade so verhielt wie ich es tat. Ich rührte die Nudeln um, betrachtete die rote Flüssigkeit darin und roch bereits das Blut darin. Er hatte Blut daruner gemisch, und irgendwie hasste ich ihn dafür. Denn dadurch machte er es mir gerade wirklich nicht sonderlich leicht nicht einfach mein Gesicht in diesen dummen Topf zu schieben und alles aufzusaugen. Knapp nickte ich, schwieg zu diesem Thema. Es würde nichts weiter bringen darüber zu diskutieren, denn er war einer Ansicht und ich einer völlig anderen. Dieses Mal setzte sich Silvan in Bewegung, und auch wenn er näher kam ließ er Abstand zwischen uns. Zu meinem Glück, denn gerade war ich mir wirklich nicht sicher ob ich überhaupt in seiner Nähe sein wollte. Nicht wirklich – ich musste es aber wohl irgendwie doch tun. Ich musste meine Gefühle einfach beiseite schieben. Es war einfach nur die Tatsache das er für mich da war, dass er mich nun schon so oft vor einer dämlichen Situation gerettet hatte. Das er mich vor einem Monster retten wollte, dass schon längst gewonnen hatte. Das alleine war der Grund für meine Gefühle, zumindest redete ich mir das ein. Ich holte einen Teller heraus, rührte ein weiteres Mal um und seufzte. Was sollte es mir bringen mit seiner Schwester zu sprechen? Nein. Um ehrlich zu sein wollte ich diese noch nicht einmal treffen. Sie wüsste doch ohnehin sofort Bescheid. "Ich will mit niemandem sprechen, Silvan. Ich will lediglich mein altes Leben zurück, aber das kann ich nur wenn du mir endlich alles erzählst was ich wissen muss," und wenn er mir endlich lernte, was ich zu lernen hatte. Worum ich ihn gebeten hatte. Ich leerte die heißen Nudeln auf den Teller, drehte mich um und stellte ihm diesen vor die Nase. "Iss." Mit dieser Bitte, oder dem Befehl das er es tat, schob ich mich wieder zurück um den Topf abzuwaschen.

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    Silvan Kilton
    Ich war nicht sehr geduldig, denn es störte mich sehr wie Arsen ständig auf Abstand ging sobald es unangenehm wurde. Ich wusste damit nicht umzugehen, dennoch musste ich es zulassen. Ich konnte also nichts anderes tun als zu seufzten und der flüchtenden Arsen hinterher zu sehen. Wenigstens lief sie nicht raus und sprach noch mit mir. „Ach nein?“ Ich hätte sie provozieren können und ihr einfach nach laufen können. Doch ich tat es nicht. Anders als es unser kleines Abenteuer nämlich gezeigt hatte war ich schon wieder völlig erschöpft. Ich hatte mich noch nicht an all das gewöhnt. Nicht an den ständigen Streit, den Diskussionen, den Sorgen und der Verantwortung. Dann auch noch wenig Schlaf, es war kein Wunder das ein wenig Aktivität mich sofort wieder schlapp werden ließ. Zeigen wollte ich es jedenfalls nicht. „Ich hoffe doch dass es so ist und du ehrlich bist.“ Fügte ich hinzu und blickte rüber zur Küche. Dort machte sie sich am Essen zu schaffen. Hatte sie doch Hunger? „Okay, dann ist das geklärt, oder? Du bist nicht böse wenn ich gehe und ich entscheide mich nicht zu gehen. Dann ist doch alles gut. Es ist damit aus der Welt.“ Wenn es nur so einfach wäre! Arsen würde noch weiter darüber denken, genauso wie ich. Wir konnten es nicht lassen am anderen zu zweifeln. „Ich muss nicht gehen um irgendwelche Pläne zu erarbeiten. Es bringt auch nichts mich auf irgendetwas zu stürzten von dem ich keine Ahnung hatte.“ Ich stand von der Bank auf und ging zu Arsen. Zwischen uns ließ ich die Theke, so hatte sie noch einen Restabstand. „Wollen wir weiter machen oder willst du für heute eine Pause?“ fragte ich sie „Ich habe die Liste für meine Schwester soweit fertig und schicke sie ab. Sie wird sich melden wenn sie alles hat und dann werde ich sie treffen oder sie kommt hier her. Vielleicht willst du ja mal mit.. naja einer weiblichen Vampirin sprechen?“

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    War das sein Ernst? Für ihn schien das alles hier vollkommen normal zu sein, für ihn schien es wirklich alles einfach nur .. normaler Alltag zu sein. Über diese Dinge nachzudenken war für mich jedoch alles andere als Alltag. Ich hatte bis vor wenigen Minuten noch nicht einmal gewusst das es überhaupt König und Königin gab, geschweige denn das er rechtmässig ebenfalls Anspruch auf diesen Titel hatte. Das er eine verdammte Königin geheiratet hatte. Und nun wollte er sie noch nicht einmal mehr sehen, weil sie .. weiterlebte. Ziemlich schnell, um ehrlich zu sein, aber sie lebte weiter. Als wäre nichts gewesen. Ich konnte weder sie, noch Silvan verstehen. Mit ihm darüber zu diskutieren wer Schuld an was hatte, wer wen vorschob und wer sich hinter was versteckte, war jedoch wohl auch einfach nur Zeitverschwendung. Vor allem aber würde es doch ohnehin nur ein weiteres Mal im Streit enden. Das wusste ich schon jetzt, schließlich würde ich ebenfalls gereizt reagieren würde man mir irgendetwas über meine Eltern erzählen wollen – genau das versuchte ich hier gerade mit ihm und seiner Frau. Ex-Frau. Irgendeiner Frau, was auch immer er denn nun über sie dachte! Knapp nickte ich. Ich verstand es. Irgendwie zumindest, denn eigentlich tat ich es nicht. Meine Überzeugung war nun einmal das man nicht einfach aufhörte jemanden zu lieben. Da war immer eine Verbindung, und auch wenn sie ihn verletzt hatte, zutiefst enttäuscht, konnte sie ihm nun einmal nicht egal sein. So funktionierte die Liebe nicht. Aber wem erzählte ich das? Einem 600-Jährigen Vampir der scheinbar eine verdammt lange Zeit mit einer einzigen Frau verbracht hatte. Diese Frau klang seiner Beschreibung nach wirklich nicht nach jemanden, den ich unbedingt treffen wollte. Wahrscheinlich würde es ohnehin nicht sonderlich gut enden. Weder auf ihrer noch meiner Seite. Leise seufzte ich und nickte ein weiteres Mal. Ich hatte kein Recht ihm hier irgendetwas vorzugeben, hatte kein Recht ihm zu sagen was er zu denken und zu tun hatte. Vor allem nicht wenn es um seine Familie ging, die Frau die er irgendwann einmal geheiratet hatte. Vor langer Zeit. Gott wie zur Hölle konnte man gegen so etwas denn bitte ankommen? Das er es war der nun plötzlich ein Thema ansprach, über das ich nicht wirklich gerne sprechen wollte, machte es dann doch nicht besser. Es war mir unangenehm. Weil er absolut keine Ahnung hatte was er da überhaupt sagte. "Ich .. das tue ich doch gar nicht," murmelte ich leise. Schnell ging ich wieder auf Abstand, drehte mich dem Tisch zu. Ich betrachtete meine Hände, schob mich von meinem Platz hoch und begab mich in die Küche, dorthin wo immer noch die Nudeln von gestern am Herd standen, ohne auch nur irgendwie aufgewärmt zu werden. Wenigstens konnte ich so eine Ausrede liefern weshalb ich nun doch Abstand suchte. "Ich denke nicht das du ein Monster bist. Und ich hasse dich nicht," das tat ich wirklich nicht. Das Gegenteil war wohl eher der Fall. "Ich will nur das du weißt das ich dir nicht böse bin wenn du doch lieber die Welt retten willst als hier zu sitzen und mir irgendetwas lernst das ich selbst irgendwie erfahren kann," selbst wenn es durch irgendwelche Schulen wäre. Vielleicht versuchte ich mir ja doch einzureden das er gar nicht hier sein wollte, sondern einfach nur hier war weil er sich gezwungen fühlte. Dabei war dem nicht so. Und das wusste ich auch – trotzdem war es schwer sich das einzugestehen. Vor allem bei ihm.

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    Silvan Kilton
    „Mal sehen.“ Bemerkte ich schlicht. Es war einfach viel zu reden. Tatsächlich hatte ich doch keine Ahnung von all dem. Ich hatte mich nie in den Vordergrund gedrängt „Ich muss eh erst einmal herausfinden wie der Stand ist. Damon, mein Halbbruder, ist aktuell an der König. Vielleicht reicht es auch einfach mit ihm zu sprechen. Es würde es vereinfachen. Aber wie gesagt.. es wird sich zeigen.“ Sie wehrte sich natürlich gegen meine Aussagen. Es kam mir vor als wollte Arsen entweder keine Last sein oder mich loswerden. Egal was es war, ich fühlte mich doch schon schlecht genug. Ich wollte ihr helfen. „Ich schiebe hier gar nichts vor. Es ist meine Entscheidung was ich tu und wohin ich gehe. Ich will nun einmal jetzt hier sein.“ Sie musste es irgendwann akzeptieren und aufhören jeden von sich zu schieben. „Ich bezweifle dass es auf diese Situation passt Arsen. Meine Kinder sind vor meinen Augen gestorben und ich wurde für Tod erklärt. Ich denke ich kann mir eine Auszeit von einer Frau nehmen, die sich sofort einen neuen gesucht hat. Ich sage nicht dass es mich nicht wütend macht. Ich bin enttäuscht aber es ist nun einmal wie es ist. Verstehst du das?“ Sofie war mir egal. Meine Kinder waren tot und sie war es für mich auch. Dass ich einfach nur keine Lust hatte ihr zu begegnen und mit ihr zu reden war doch verständlich. Ich liebte sie nicht mehr… „In den letzten Monaten hatte ich so viel Zeit über alles nachzudenken… jeden Tag habe ich ein wenig an Gefühl und Zuneigung verloren. Ich kann für so eine Person nichts empfinden. Verrat ist eine Sache die ich nicht verzeihen kann.“ Erklärte ich knapp. „Nur eine Frau.“ Wiederholte ich „Arsen, Sofie ist 400 Jahre alt, hat bereits einen König getötet und sie weiß ganz genau wie sie die Leute um sich herum kontrollieren kann. Sie hat gute Seiten, ich lasse sie wohl schlechter aussehen als es sein sollte. Aber ich habe mich aus dem Kram raus gehalten und kann dann nicht einfach mich einmischen… Vampire sind an Traditionen gebunden. Es fällt jedem schwer sich zu ändern.“ Selbst ich sah es so. Ich hatte doch erst meine Ansichten angepasst, als ich tatsächlich mit Menschen zu tun hatte. Als Arsen in mein Leben getreten war. „Und sie war meine Frau. Sie ist es nicht. Ist mir egal mit was du kommst. Ich möchte sie nicht als meine Frau betrachten.“ Wollte Arsen unbedingt dass ich sie so sah? Dass ich zurück zu meiner Frau ging und mit ihr redete? Wollte sie mich wirklich wieder los werden? Ich seufzte laut „Hör auf damit.“ Nun wandte ich mich ihr vollkommen zu „Hör auf mich von dir zu schieben. Hör auf zu sagen dass ich nicht hier sein muss und hör auch auf dir selbst einzureden dass ich mich zwinge hier zu sein. Ich bin hier weil ich es will und weil du mir wichtig geworden bist. Ist es so schwer eine Freundschaft zu mir zu haben? Ist es so unvorstellbar für dich?... Du sagst du siehst mich nicht als Monster oder dass du mich nicht hasst. Aber es kommt mir vor als würdest du von mir gleich verlangen zu gehen.“

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Weshalb störte mich dieser Gedanke so sehr? Er war mit ihr verheiratet, und obwohl er eigentlich tot sein sollte, galt diese Ehe wohl doch noch immer. Er lebte – und eine Ehe war bis zum Tod oder der Scheidung gültig. Beides war nicht eingetroffen, weshalb er wohl doch immer noch mit ihr verheiratet war. Und nun dachte er darüber nach seinen rechtmässigen Platz einzunehmen – als König. Gott, das war doch einfach nur vollkommen verrückt. "Dann ändere etwas," das war wohl leichter gesagt als getan. Sehr viel leichter gesagt als getan. Ich seufzte leise, massierte mir die Schläfen. Das alles war einfach zu viel für meinen Kopf zu verarbeiten, und wirklich verstehen konnte ich es gerade ohnehin nicht. Ich war am wichtigsten? Oh, diese Ausrede hatte er nun bereits lange genug benutzt. Es ging mir gut, den Umständen entsprechend zumindest. Kopfschüttelnd sah ich ihn an und lehnte mich zurück, ignorierte die Tatsache das er seine Arme einfach ausgebreitet hatte und ich doch ganz genau wusste wie nahe er mir gerade wieder war. "Ich bin nicht das Wichtigste. In meinem Leben ja, aber nicht in deinem. Du bist nicht mein Bodyguard oder Wächter oder was auch immer. Ich will nicht das du meine Probleme vor deine schiebst," erklärte ich. Denn genau das hatte er die gesamte Zeit über getan, und nun saß ich hier und erfuhr erst jetzt davon weshalb er sich versteckt hatte. Weshalb er nicht gesehen werden hatte wollen. Ich lachte leise auf, ließ den Kopf in den Nacken sinken und sah zur Decke. Glaubte er das wirklich? "Wenn man über jemanden hinweg ist hat man kein Problem damit diese Person zu sehen," und das hatte Silvan. Er hatte ein Problem mit ihr, vielleicht mit ihrem Verhalten. Vielleicht auch einfach nur weil er nicht darüber hinweg war. Wie denn aber auch? Er hatte eine Bindung mit ihr gehabt, hatte sie aus Liebe geheiratet und eine Familie mit ihr gegründet. Und alles war einfach nur durch eine grausame Tat zerstört worden. Wahrscheinlich wären sie immer noch glücklich, wäre es niemals passiert. Dann wäre mein Leben sehr wahrscheinlich aber auch schon wieder völlig anders. "Du musst nicht damit aufhören für etwas zu kämpfen an das du glaubst, nur weil dir irgendeine Königin oder Frau sagt was du tun sollst. Was kann schon großartig passieren? Sie ist deine Frau Silvan, du hättest wahrscheinlich einfach nur etwas sagen müssen," stattdessen hatte er wieder zurückgesteckt und einfach so getan als wäre es in Ordnung. Dabei war es das nicht. Für ihn zumindest nicht. Er war kein Hausmann, sie hatte ihn aber zu einen gemacht. Diese Frau klang wirklich nicht wie der beste Fang. Schmunzelnd legte ich meine Hand für einen Moment an seine Wange, tätschelte diese. "Es ist in Ordnung. Ich erwarte nicht von dir hier ewig herumzusitzen und mir dabei zuzusehen wie ich ausflippe. Du hast dich lange genug versteckt," sagte ich. Ich wollte nicht das er ging, und auch wenn er es mir zum hundertsten Mal versprach wollte ich es doch nicht so wirklich glauben. Er hatte sein eigenes Leben, hatte doch ohnehin noch so viel vor. Er musste noch so viel tun, denn so wie er es klingen ließ waren die Vampire wohl doch sehr viel mehr Monster als zuerst gedacht.

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    Silvan Kilton
    „Neben ihr…“ wiederholte ich. „Eigentlich nicht.“ War das erste das raus kam. „Ich will kein Krieg oder etwas. Ich will sie auch gar nicht mehr sehen. Von mir aus würden wir sogar nur über Vermittler sprechen.“ Es war mehr ein Scherz als dass ich es ernst meinte „Ich will lediglich dass sich irgendetwas ändert. Das die Vampire sich ändern. Wenn ich dazu meinen Platz einnehmen muss… dann ist das vielleicht der beste Weg.“ Überzeugt klang ich nicht ganz richtig „Es ist einfach so kompliziert. Ich glaube ich bin eher der Typ diese Vampire bis in die Ewigkeit jagt und sie dann so erledigt. Aber das würde rein gar nichts an der Situation ändern.“ Ich erzählte Arsen hier lediglich von einigen Gedankengängen. Sie hatte gefragt und sich erneut beschwer ich hätte ihr zu wenig von mir erzählt. Das war das Beste das ich ihr geben konnte. „Ich sage doch es ist verdammt viel das in meinem Kopf ist… Ich konnte dir davon nicht sofort erzählen… nicht so viel auf einmal. Erst recht nicht, da du gerade am wichtigsten bist.“ So war es auch. Arsen stand plötzlich von ihrem Platz auf und kam zu mir rüber. Es verwunderte mich. Ich hatte eher erwartet sie wäre aus der Hütte wieder raus um sich eine Pause zu gönnen. Stattessen saß sie nun neben mich, ziemlich nah sogar. „Wir beide sind es wohl.“ Scherzte ich „Aber damit du eines verstehst… das scheint dich irgendwie zu verwundern – ich will nicht zurück zu Sofie. Ich will nichts mit ihr zu tun haben! Ich bin über sie hinweg und will sie auch nicht. Ich bin.. frei… dieses Gefühl habe ich schon so viele Jahre nicht mehr gehabt. Ich habe meine Kinder geliebt und auch sie. Doch ich habe gespürt dass ein braver Hausmann nicht zu mir passt.“ Ich schloss Liebe nicht aus, auch wenn ich gerade nicht daran denken wollte. Ich wollte nur nicht der Hausmann sein. „Ich bin über 600 Jahre durch diese Welt gewandert und habe nur getan was ich wollte. Plötzlich nehme ich die Arbeit als Wächter an und verliere das alles… So eine Bindung kann etwas gutes heißen. Aber nicht, wenn man sich selbst darin verliert. Ich habe früher für das gekämpft das mir wichtig war… und nicht weil jemand gesagt hat ich soll es tun.“ Ich legte meinen Arm auf die Armlehne hinter Arsen. „Ich… du bist mir wichtig und ich kämpfe für dich. Ich bin nicht hier weil ich mich schuldig fühle, sondern weil ich es will.“ Schuldig fühlte ich mich nur, weil ich es nicht richtig gemacht hatte. „Ich weiß du hast Angst ich verlasse dich.. aber ich versprach es dir gerne zum hundertsten Male. Ich werde dich nicht allein lassen.“ Selbst wenn wir stritten oder sie mich hasste konnte ich es nicht tun.

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Glaubte er etwa das es mir leicht fiel hier zu sitzen und ihm zuzuhören? Er sprach hier über meine Zukunft, über etwas das ich lernen musste um auch nur irgendwie eine minimale Chance zu haben mein altes Leben zurück zu bekommen. Es würde doch ohnehin viel zu lange dauern um mich endlich soweit kontrollieren zu können, dass ich wieder zurück konnte – zu lange um einfach nicht im Krankenhaus aufzutauchen. Meinen Job war ich doch ohnehin bereits los, denn wenn ich ihnen nicht einen verdammt guten Grund dafür nannte weshalb ich plötzlich einfach so für Wochen oder Monate vom Erdboden verschluckt gewesen war, hatte ich noch nicht einmal eine Chance meinen Job zurück zu bekommen. Ich hatte keine Chance mein altes Leben so zurück zu bekommen wie ich es kannte. Schluckend sah ich Silvan wieder an, konnte seinen Worten noch nicht einmal richtig folgen als er mir allen Ernstes alles erklären wollte was er mir bis jetzt nur angedeutet hatte. Wie konnte er sich da überhaupt noch auskennen oder ruhig schlafen?! Kopfschüttelnd rieb ich mir die Schläfen, musterte ihn. "Ich habe keine Ahnung wovon du sprichst Silvan!" Und das hatte ich wirklich nicht. Er ratterte alles herunter als wollte er es einfach nur schnellstmöglich loswerden und dann doch wieder vergessen. Mein Leben war kompliziert genug, zumindest hatte ich das gedacht – sein Leben klang dagegen jedoch wirklich wie das reinste Labyrinth! Dabei wusste ich gerade aber noch nicht einmal mehr wie ich denn nun darauf reagieren sollte. Langsam atmete ich ein, ließ mich wieder zurück sinken. "Du willst mir gerade erzählen das du darüber nachdenkst deinen Platz einzunehmen. Neben der Königin .. deiner Frau .. die schon darüber hinweg ist das es dich nicht mehr gibt," stellte ich leise fest. Oh wow, das war wirklich ein Schlag. Ich hatte zwar gedacht das er wirklich nicht ewig an meiner Seite sitzen würde, jedoch hatte ich dann doch nicht gedacht das er zurück in sein altes Leben wollte. Das hatte er doch die ganze Zeit über vermeiden wollen, oder nicht? "Und du willst mir gerade sagen, dass du denkst deine Frau .. die Königin, tut nicht das was sie tun sollte," oh wow was zur Hölle ging hier gerade ab? Langsam schob ich mich von meinem Platz auf der Bank hoch, bewegte mich in seine Richtung. Neben ihm ließ ich mich wieder auf die Bank sinken. "Du bist Irre," stellte ich fest. Ja das war er. Das hatte ich vorhin schon festgestellt. Warum zur Hölle sollte es ihn gerade wirklich interessieren was mit anderen passierte? Gott, er musste aufhören über andere nachzudenken, und sein Leben so leben wie er es wollte.

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    Silvan Kilton
    „ich lenke nicht ab!“ ich setzte mich gerade auf und blickte Arsen starr in ihre Augen „Genau deswegen habe ich dir nie alles auf einmal erzähl… Ich trage eine Menge Last mit mir. Es einfachen platzen lassen ist nicht einfach. Schon gar nicht nebenbei, wie du wohl bemerkt hast. Aber anders geht es nun einmal nicht mehr.“ Arsen wirkte schon wieder als wäre sie auf dem besten Weg erneut auszurasten. „Ich habe damals meine Mutter verraten, weil sie vor hatte meinen Ziehvater reinzulegen, meinen leiblichen Vater zu töten und durch mich den Thron zu bekommen. Damals wusste ich es nicht. Ich wusste nur das auf Verrat die Todesstrafe gilt und ich sah keinen Grund wieso so etwas böses geschehen sollte. Ich habe erst vor einigen Jahren erfahren das der ermordete König mein Vater war und dass ich noch einen halbbruder habe.“ Erklärte ich ihr ohne große Pause. „Es ist noch immer für mich ein riesen Schock. Ich habe den Thron abgelehnt, da ich absolut nicht als König leben will… es hat mir schon gereicht das meine Frau eine war.“ So war es tatsächlich. Es hatte mich sogar ein wenig genervt. Die Freiheit bei dieser Sache hatte gefehlt. „Ich habe erst in den letzten Wochen überlegt mein Recht doch in Anspruch zu nehmen… Das alles mit dir hat meine Sicht geändert. Ich finde es falsch wie die Vampire in dieser Welt leben und was sie tun. Solche Vampire wie dieses Monster hätte es nicht so einfach haben sollen. Doch leider haben Vampire mit den Menschen, die uns kennen, lediglich einen Vertrag über die Schulen und das Grundstück gelegt. Alles was außerhalb passiert ist da egal. Außer es betrifft die Königsfamilie. Das habe ich nie verstanden. Ich hatte ja auch nie mit Menschen zu tun. Ich wollte nur für mich und eine Familie leben…“ War es so schwer zu verstehen? Vermutlich schon, wenn man es nicht selbst erlebt hatte. „In den letzten Monaten habe ich gemerkt auf welchem Trip diese Leute gehen. Einzig sich selbst zu schützen und sich einen Scheiß um den Rest zu kümmern. Der alte König war vielleicht ein ziemlicher Dreckskerl und verdiente wohl den Tot.. doch unter ihm waren die Linien klar. Er hat sich um jeden Vampir gekümmert – wenn leider nicht aus guten Gründen. Ich denke einfach, dass man mit den Jägern sprechen kann. Der Hass den sie uns gegenüber empfinden ist verständlich, da sich keiner darum schert was außerhalb dieses Waldes passiert…“ Ich hatte den Herd zum Glück noch nicht eingeschaltet. Denn ansonsten wäre es jetzt sicher schon verbrannt.

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Es war zu viel. Die Situation wurde nur immer schlimmer, seine Worte machten es kein bisschen Besser. Er erzählte mir von Dingen, die ich eigentlich gar nicht hören wollte. Die ich wirklich nicht wissen wollte, und trotzdem irgendwie hinunterschlucken musste. Gott, konnte jemand die Zeit zurückdrehen? Wenn es Vampire gab, und Jäger vor denen ich scheinbar Angst haben sollte, dann musste es doch irgendeinen Weg geben um die Zeit zurückzudrehen! War Harry Potter real? Laut ausatmend ließ ich mich zurück sinken, schloss die Augen und lehnte meinen Kopf an die Wand hinter mir. Es ergab absolut nichts einen Sinn, und egal wie oft Silvan es mir erklären wollte würde ich es doch erst irgendwann mit der Zeit realisieren. Weshalb zur Hölle dachte er bitte, dass ich nicht begeistert von dem hier war? Kopfschüttelnd rieb ich mir über die Augen. Er war alt – natürlich hatte er ein Leben gehabt. Und natürlich hatte er geheiratet, hatte Kinder gehabt. Gott das war einfach nur komisch anzuhören. Dennoch verbiss ich mir jegliche Kommentare. Ich hatte ohnehin nicht das Recht etwas dazu zu sagen. Es war sein Leben gewesen, er war nur dabei mir meine Zukunft zu erklären. Und seine Vergangenheit. Er hatte was? Geschockt stieß ich mich von der Wand ab, etwas zu fest und landete mit dem Magen im Tisch. Es tat weh, überraschte jedoch nur sehr viel mehr als ich zuerst gedacht hatte. Irgendwie hatte ich mich wohl doch noch abfangen können ohne mich ernsthaft zu verletzen. "Moment! Das kann doch nicht dein Ernst sein!" Er wollte mir jetzt allen Ernstes sagen das er ein Recht auf irgendeinen beschissenen Thron hatte?! "Du willst mir jetzt einfach so, so ganz Zwischendurch erzählen das du nicht nur ihr Privatwächter warst, das ihr eine Bindung hattet, sie die Königin ist – oh, das sie deinen Worten nach bereits wieder anderweitig beschäftigt ist, und das ich dich die ganze Zeit über versteckt habe weil du ein Recht auf diesen beschissenen Thron hast?!" Oh das war eindeutig zu viel. Geschockt sah ich ihn an, öffnete den Mund ein weiteres Mal ohne ein Wort von mir zu geben. Was zur Hölle war das hier? Wollte er mich ernsthaft verarschen und machte sich lustig? "Lenk nicht vom Thema ab! Du kannst hier nicht so eine Bombe platzen lassen und dann über deine Eltern erzählen lassen!" fuhr ich ihn an. Ich wollte es nicht, und eigentlich hatte ich wirklich nicht ganz so schrecklich aggressiv klingen wollen, irgendwie hatte es dann wohl doch meine Lippen verlassen. Ich schluckte und schüttelte den Kopf, ließ mich zurück sinken. Das hier musste ich eindeutig erst einmal verdauen.

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    Silvan Kilton
    Nach meiner kleinen Erklärung wartete ich ab. Ihre Reaktion war wichtig. Als Mensch hatte ich ihr nur kleine Happen geben können. Nun musste ich ihr einige Dinge so schnell wie möglich erklären. Andernfalls würde man sie finden und noch zwingen in die Vampirschule zu gehen. Klar, es war keine so schlechte Idee. Dort lernte sie sehr viel. Doch etwas in mir sträubte sich dagegen ihr diesen Weg vorzuschlagen. Sie wäre dort für eine Weile und musste sich auch noch für einen Platz entscheiden. Da Arsen nur ihr altes Leben leben wollte, konnte sie es dadurch nicht schaffen. „Ja, das habe ich. Ich war zu Beginn ihr Privatwächter und musste es tun. So lauten die Regeln. Aber diese Bindung ist nicht mehr existent. Als meine Kinder und ich angegriffen wurden musste ich für einen Moment einen Herzstillstand gehabt haben. Anders kann ich es mir nicht erklären, denn die Bindung sind seit dem Tag verschwunden.“ Ansonsten hätte Sofie doch sicher mehr Skepsis an den Tag gelegt und mich gesucht. Vielleicht auch nicht. So schnell wie sie ein neues Leben begonnen hatte konnte man sich nicht sicher sein. „Ich bin auch nicht begeistert davon. Sie hat diese Bindung mit sehr vielen Wächtern gehabt.“ Ich lachte spöttisch. „Da ist es doch kein Wunder mehr wie schnell sie sich ablenken konnte.“ Ich blickte noch immer nicht zu Arsen. „Ich weiß.“ Stellte ich klar „Ich habe es nie getan, da ich glaubte es sei zu viel… und dass du nicht wirklich mehr wissen wolltest als es nötig war. Aber ich gebe auch zu, dass ich dir vieles nicht gesagt habe, da ich selbst dieses Leben noch nicht wieder leben wollte. Nach so vielen Monaten wieder da zu sein wird für eine Menge Wirbel sorgen. Zumal…. Ich ja auch einer der rechtmäßigen Könige bin.. wieder so eine komplizierte Sache..“ Nervös fuhr ich mir durch meine verwuschelten Haare. „Du kannst mich alles Fragen. Ich werde dich sicher nicht anlügen. Das habe ich noch nie getan.“ Lügen erzählen war noch nie meine Sache. Ich empfand es als eine lächerliche Ausrede um sich den Dinge zu stellen. „Habe ich dir die Geschichte meiner Eltern erzählt? Dass sie durch meinen Verrat gestorben sind? Eben weil ich nicht lügen konnte?“

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Es war zu viel. Jegliche Informationen die er mir gab, gemischt mit meinen ohnehin schon aufgeregten Gefühlen und Gedanken, waren zu viel um mich noch ruhig hier sitzen zu lassen. Wie sollte ich denn bitte reagieren? Ich wollte diese Dinge wissen – ich musste es wohl oder übel tun, schließlich musste ich von nun an damit leben, jedoch war es zu viel es von ihm erklärt zu bekommen. Nicht weil ich nicht wollte das er es war, der mir diese Dinge erklärte, sondern weil ich das Gefühl hatte als würde er mich dadurch anders sehen. Ich wollte von ihm nicht anders gesehen werden. Ich wollte nicht, dass er dachte ich sei ein Monster, ebenso wenig wie ich wollte das er dachte ich sei auf seine Hilfe angewiesen – obwohl ich es war. Ich brauchte ihn so sehr, wie ich noch nie in meinem Leben jemanden gebraucht hatte. Ein weiterer Grund weshalb das alles hier zu viel wurde. Gerade fragte ich mich wirklich, ob dass hier eine gute Idee war. Wir wussten doch Beide, dass wir uns scheinbar im Kreis drehten. In einem Moment teilten wir Gedanken und Gefühle die wir wohl doch einfach verdrängen sollten, im nächsten aber fühlte ich mich gänzlich verloren und absolut nicht wohl in meiner Haut. Es musste ihm doch genauso gehen! Frustriert schloss ich die Augen und rieb mir übers Gesicht, lehnte meine Stirn in meiner Handfläche ab. Die Tatsache das er hier gerade die Situation von vorhin ansprach, machte es nicht besser. Ich hatte mich nicht unter Kontrolle, und er hatte jedes Recht dazu mich abzuweisen – mir zu sagen, wenn ich etwas falsch machte. Ich hatte einen Fehler gemacht, nun musste er mir jedoch nicht erklären das er es getan hatte um mich zu schützen. Diese ganze Bindungs-Sache war doch einfach nur völlig abgedreht. Dabei wusste ich gerade aber nicht wirklich, weshalb ausgerechnet das verrückt klang – ich war ein Vampir. Eigentlich hätte ich schon da ausflippen sollen. Ich hätte schon vor Monaten ausflippen müssen, als ich Silvan im Wald gefunden hatte, halb ausgeblutet und absolut nicht in Kontrolle über das was er tat oder von sich gab. Ich nickte lediglich knapp, lehnte den Kopf zurück und schloss die Augen. Einerseits um ihm nicht in die Augen sehen zu müssen, andererseits weil ich einfach keine Ahnung hatte wie ich diese Informationen denn nun aufnehmen sollte. Gott ich konnte dieses Leben hier doch nicht binnen weniger Wochen lernen und mich unter Kontrolle haben, und wenn Silvan wirklich vor hatte mich die ganze Zeit über im Auge zu behalten und mir alles alleine beizubringen, würden Situationen wie am See doch nicht zu verhindern sein. Und irgendwann würde er es satt haben mir diese Dinge zu lernen. Oder ich würde es einfach nicht mehr lernen wollen, würde einfach nur mein altes Leben zurück wollen. Gerade hatte ich wirklich einfach nur Lust die nächsten Bäume zu zerschmettern. "Du hast die Bidnung mit deiner Frau eingehen müssen." Das war es doch, was er mir damit sagen wollte oder? Natürlich hatte er es tun müssen. Er war Bodyguard, oder was auch immer er denn nun als seinen Job ansah – und er hatte die Königin als Frau genommen. Also hatte er es wohl tun müssen, und es war sehr wahrscheinlich nicht einseitig gewesen. Gott ich wollte eigentlich gar nicht darüber nachdenken, schüttelte unmerklich meinen Kopf. Ich hatte so viele Fragen, und keine davon kam mir passend vor. "Du erzählst nie wirklich etwas über dich." Ein neues Thema. Wunderbar. Gerade kam ich mir wirklich verloren vor. "Ich meine .. du weißt ziemlich viel über mich, und ich weiß .. nicht sonderlich viel über dich," fügte ich hinzu. Diese Aufforderung von mir, über sich zu erzählen, machte die Situation wohl auch nicht wirklich sehr viel besser. Oder einfacher. Genau deshalb war ich verschwunden, genau deshalb hatte ich mich versteckt. Nur leider wusste ich, dass es dumm war. Das es ein Fehler gewesen war zu verschwinden, und trotzdem wollte ich gerade nichts mehr als genau diesen Fehler ein weiteres Mal zu begehen.

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    Silvan Kilton
    Ich hatte es fast schon ahnen können als welchem Punkt sie stocken musste. Sofie meine Frau und dazu noch eine Königin. Dabei war das echt keine große Sache. Viel mehr, dass sie lebte und ich mich dem noch stellen musste. Es wäre schwer für mich. Nicht sie wieder zu sehen… sondern sie zu sehen und den Tot meiner Kinder wieder zu erleben. Es würde mich stark beeinträchtigen. Also wollte ich es vermeiden. Ich nickte leicht „Ja, aber das ist etwas komplizierter.“ Ergänzte ich zu diesem Thema. Sie schien auch gleich einen anderen Weg einschlagen zu wollen. Ich fragte mich warum und was sie wohl darüber dachte. Mir war klar welche Geschichte dahinter steckte, sie noch nicht. „Okay.“ Sagte ich. Es war lächerlich wie ich sie an die Sachen führte. Es war nur so umfangreich und wichtig für sie zu wissen. „Es ist so, du kannst natürlich das Blut eines anderen Vampirs trinken. Es wird dich nicht töten. Es schmeckt sogar ein wenig.“ Fing ich an „Allerdings musst aufpassen. Das Blut eines anderen Vampirs kann dazu führen, dass man eine starke Bindung aufbaut. Eine die nur in Verbindung durch große Schmerzen gebrochen kann – oder den Tot.“ So wie bei mir und Sofie, schätzte ich. „Es passiert nicht immer, da dafür eine menge an Konzentration benötigt wird. Hättest du aber in dem Moment mein Blut getrunken, dann wäre es sicher passiert. Du weißt nicht wie du deine Erinnerungen zurück halten solltest. Da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt. Diese Verbindung zwischen zwei Vampiren entsteht durch die Mitteilung sämtlicher Erfahrungen und Erinnerungen. Hättest du von mir getrunken, hätte ich jedes Geheimnis, jeden Ausrutscher, jedes Gefühl und jeden Moment in deinem Leben in meinen Erinnerungen verankert. Ich hätte spüren können was du gerade tust… wo du bist, was du fühlst, wie es dir geht und so was. So eine Bindung gehen die wenigsten Vampire ein. Die meisten Wächter der Königin sind dazu verpflichtet es zu tun. Wer ihr dient, muss auch wissen wie er sie retten kann.“ Erklärte ich auf einem Schlag „Ich habe dich also nicht abgelehnt… sondern dich daran gehindert dich für immer an mich zu binden. Bis ich dich hätte mein Blut trinken lassen, wäre es nur einseitig gewesen. Paare gehen diese Bindung ebenfalls ein. Sie ist der größte Beweis für Vertrauen und Treue.“ Fügte ich schließlich hinzu. Währenddessen hatte ich an Sofie denken müssen. Damals hatten wir es getan, weil ich ihr Wächter gewesen war. Es war nötig gewesen. Ich bereute es und war froh die Bindung los zu sein. Ich hätte es nicht gebraucht jede Nacht spüren zu müssen wie sie einen anderen fröhlich vögelte, während ich halb tot in den Wäldern gelegen hatte. Ich blickte auf „Du darfst niemals jemanden von dir trinken lassen. Diese Bindung die dabei entsteht kann auch zu einer Last werden.“ Ich lehnte mich zurück und blickte nach oben „Hast du das alles unter Kontrolle und weißt dich zu beherrschen…Neigen Vampire dazu beim Sex vom anderen zu trinken… Es ist… sagen wir mal.. aufregend.“ Wie sollte man das auch einem neuen Vampir erklären? Zu spüren wie das Leben in einem anderen floss und sich mit einem vereinte… war verdammt heiß. „Wie gesagt… das kannst du nur tun, wenn du Erfahrung hast oder absolute Kontrolle hast es zu beenden, sollte es doch zu weit gehen.“

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Schnell schlüpfte ich in mein T-Shirt, dass nun schon die ganze Zeit hier an diesem Tisch auf mich gewartet hatte. Es war komisch zu wissen, dass Silvan und ich nackt durch den Wald gelaufen waren, einfach nur so und aus einer Situation heraus die wir dann wohl doch nicht völlig richtig eingeschätzt hatten. Die ich nicht eingeschätzt hatte. Ich hätte mich doch niemals darauf einlassen dürfen, schließlich wusste ich ganz genau wie schwer es mir fiel überhaupt irgendetwas zu tun ohne dabei an etwas zu denken, dass die letzten Tage über passiert war. Ich konnte noch nicht einmal sagen ob es nur ein einziges Mal passiert war, oder ob sich mein Kopf einfach nur an dieser Hoffnung festhielt. Dieses Monster hatte kein Recht dazu gehabt, und dennoch hatte er seine Fähigkeiten dafür genutzt mich willenlos zu machen. Und mir hatte es gefallen – die gesamte Zeit über die er seine Fähigkeiten und mich benutzt hatte, hatte mir gefallen. Alleine bei diesem Gedanken wurde mir wieder schlecht, und das Gefühl mich gleich ein weiteres Mal waschen zu müssen brodelte an der Oberfläche. Ich wollte mich nicht davon einschüchtern lassen, wollte nicht das mein Leben davon bestimmt wurde, und nun wurde es das doch. Ich konnte noch nicht einmal seine Berührungen genießen, wenn mein Körper doch ganz genau wusste das Silvan es war. Und das ich seine Nähe einzig und alleine aus freiem Willen genoss. Weshalb glaubte Silvan eigentlich, dass ich Hunger hatte? Ich wollte jetzt nichts essen, erst Recht nicht wenn es doch ohnehin nur wieder Blut beinhaltete und er mich so irgendwie an diese neue Seite an mir gewöhnen wollte. Ich schwieg. Seine Schwester würde uns mehr zu Essen bringen. Sie kam nicht hier her, oder? Ich wollte nicht ständig nur für Probleme sorgen, und genau das hatte ich nun wohl doch schon viel zu lange getan. Seufzend zog ich die Beine hoch, lehnte mich zurück und wandte meinen Blick meinen Knien zu. Er wusste nicht wo er anfangen sollte – Gott natürlich nicht, wo began man bei diesen Dingen denn auch? Er musste mir schließlich die gesamte Welt neu erklären. Knapp nickte ich, hob meinen Blick. Irgendwann musste er mir wohl so oder so alles erklären, jedoch war es wohl doch eine ganz gute Idee mit Dingen zu beginnen über die ich informiert werden wollte. Oh wow. Er sprach in Gegenwart. "Deine Frau ... ist die Königin," stellte ich leise fest. Oh natürlich war sie das gewesen. Um ehrlich zu sein: ich war sprachlos. Wie reagierte man denn bitte bei so etwas? Oh ach übrigens, meine Frau ist die Königin! So etwas sagte man doch nicht einfach so! "Vampirblut trinken?", fragte ich unsicher. Ich wollte nicht wirklich über seine Frau sprechen. Um ehrlich zu sein wollte ich gar nichts über diese wissen, und ich war mir ziemlich sicher das auch Silvan nicht sonderlich froh darüber war überhaupt etwas über sie preisgeben zu müssen, irgendwann aber musste er es mir wohl erzählen. Zumal sie die Königin war. König – oh nein. Schnell hob ich den Blick ein weiteres Mal, öffnete den Mund um etwas zu sagen, alles was jedoch herauskam war .. nichts. Königin und König. Die Königin war seine Frau, etwas was ihn automatisch .. oh nein, er log oder? Er wollte die Situation gerade nur etwas aufheitern und lockerer stimmen. Oder?

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    Silvan Kilton
    Irgendwann mussten wir mit diesem Theater aufhören und endlich klar kommen. Nicht nur miteinander, sondern auch mit uns selbst. Ich konnte nur ahnen wie schwer es ihr fiel mit sich klar zu kommen. Sie hatte nun einen völlig neuen Körper, ein neues Ich mit dem sie klar kommen musste. Dennoch war ich überzeugt davon, dass Arsen irgendwann mit sich zurecht kam und erkannte, dass ihr die Welt offen lag. Als Vampir konnte sie nicht nur einfach ein Leben zwischen den Menschen führen. Sie konnte sich wahre Träume verwirklichen. Ein Leben dass nicht jeder haben konnte. Ich würde es ihr zeigen und ihr dabei helfen. Arsen stieg kurz nach mir aus dem Wasser heraus. So anziehend ich sie auch fand, meine Stimmung war fürs erste dahin. Vielleicht war das auch gut so. Zwischen Arsen und mir durfte es nicht zu mehr kommen. Ich musste meinem Verstand diese Grenze verdeutlichen. Eine Wandlung hätte es nicht ändern sollen. So wie wir ständig aneinander gerieten, wäre es nicht einmal gut gegangen. Immerhin war sie dank mir in Gefahr geraten. Wir liefen den gleichen Weg durch den Wald zurück, der uns wieder zur kleinen Hütte brachte. Es kam mir viel zu lange vor… zwischen uns war erneut Stille eingekehrt. Immer wenn dieses Thema aufkam. Ich erinnerte mich auch gleich daran noch einmal nach Lolas Aufenthalt zu erkundigen. Um hier leben zu können und Arsen ruhig halten zu können musste ich genug Blut haben. Arsen würde vor Hunger sonst noch das Blut der Schule riechen. In der Hütte angekommen griff sich Arsen zuerst das liegende Handtuch. Ich wanderte geradewegs wieder hinein. Dort griff ich ebenfalls nach einer Shorts, um sie mir gleich wieder anzuziehen. „Was?“ Arsen saß mittlerweile am Tisch. Ich hingegen kramte in der Küche herum „Soll ich dir die Nudeln aufwärmen?“ fragte ich sie zur Ablenkung. „Meine Schwester wird uns mehr Sachen zum essen bringen.“ Ich hatte so viel wie möglich von Arsens Vorräten mitgebracht. Das frische Zeug mussten wir zuerst essen. Viel war es dennoch nicht. Ich nahm einen Topf heraus und kippte die Nudelmaße hinein. Sie musste nur aufgewärmt werden. Es musste nur mehr Blut als Tomate drin sein. „Ich muss zugeben.. ich weiß gar nicht wo ich überhaupt anfangen soll.“ Ließ ich hören. Ich setzte mich Arsen gegenüber „Ich weiß was. Ich sage dir ein paar Punkte und du sagst was du als erstes erklärt haben willst. Ansonsten werde ich noch bis morgen ziemlich durcheinander reden.“ Eine bessere Idee hatte ich nicht. Ich hatte das Gespräch so oft in meinem Kopf geführt und war dabei ständig in vielen kleinen Abzweigungen gelandet „Mal sehen.. König, Königin die auch meine Frau ist, Vampirjäger, Schulen, Regeln, Blutherkunft für unseren Hunger, Vampirblut trinken.. ich denke das sind die wichtigsten Themen…“
    (Ich wollte eigentlich mit ihm anfangen.. also dass er über sich erzählt.. Aber ich bin dann immer wieder gewechselt xD Zu viel Thema)

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Eigentlich hätte ich wissen müssen, dass das hier nicht einfach werden würde. Es war nun wirklich nicht so als wäre ich durch freien Willen verwandelt worden – dieser Freak hatte mir noch nicht einmal die Chance gegeben nein zu sagen, hatte seine Fähigkeiten und sein Vampir-Dasein ausgenutzt um mich um den Finger zu wickeln. Und es war ihm gelungen, denn obwohl ich nun noch nicht einmal mehr daran denken wollte, hatte er es doch geschafft mich Dinge wollen zu lassen die ich doch nicht gewollt hatte. Und sehr wahrscheinlich dachte dieses Monster doch das er völlig im Recht lag. Ich wusste, dass es Silvan war. Das er nichts tun würde, was ich nicht wollte und immer nachgab – völlig egal wie sehr er etwas wollte. Ich hatte es doch bereits so oft geschafft ihn zu Dingen zu überreden, und dass obwohl er doch keine Lust gehabt hatte. Und nun schrak ich vor ihm zurück, als sei er es gewesen. Obwohl ich ihn mochte, und die Gefühle die er in mir auslöste. Die die nichts damit zutun hatten was dieses Monster getan hatte. Kopfschüttelnd sah ich ihn an. Ich wollte nicht das er dachte ich hätte es wirklich Ernst gemeint. Und ich wollte nicht das er sich wirklich die Schuld daran gab was passiert war. Es war mein Fehler gewesen – ich war verschwunden, hatte die einzige Person hinter mir gelassen die mir hatte helfen wollen und sehr wahrscheinlich auch hätte können. Ich wollte nicht das er das Gegenteil dachte. Dennoch gab er sich die Schuld daran was passiert war. Nun wusste ich aber doch nicht so Recht wie ich ihn vom Gegenteil überzeugen sollte. Dazu gab er mir noch nicht einmal die Chance, stattdessen stieg er einfach aus dem Wasser und machte die Situation kein Stück weit besser. Wir hätten wohl wenigstens Handtücher mitnehmen sollen, stattdessen lagen diese nun immer noch in der Hütte – oder wohl eher davor am Boden. Ich schluckte schwer, wandte den Blick ab und kletterte ebenfalls aus dem Wasser. Das hier fühlte sich gerade wirklich sehr viel anders an als vor wenigen Sekunden noch, und dass nur wegen dummen Erinnerungen. Es war passiert, und niemand konnte das Ändern. Es sollte mich nun aber wirklich nicht von Dingen abhalten die ich wollte. Oder die ich mir wünschte. Er würde ihn finden. Nein, falsch. Ich wollte ihn finden. Ich wollte mich an ihm rächen, und Silvan sollte mir nur dabei helfen. Wahrscheinlich würde es doch so kommen das er ihm den Rest geben musste, weil ich einfach zu schwach dazu war. Gott, er war wirklich wütend. Ich schluckte erneut, biss mir auf die Unterlippe und nickte knapp. Da war die Sicherheit wohl doch wieder einfach verschwunden, und hinterließ das verängstigte Mädchen das ich gar nicht sein wollte. Schweigend folgte ich Silvan durch den Wald, den Weg zurück zur Hütte. Kaum kamen wir dort an hob ich das erste Handtuch vom Boden auf, schlang es um meinen Körper und fühlte mich dadurch doch nicht wirklich sehr viel besser. Es war wohl doch die Situation, und nicht die Tatsache das ich nackt war. Ich hätte mich wohl nicht so weit aus dem Fenster lehnen sollen, denn nun hatte Silvan doch nur noch mehr Grund um mich irgendwann für das hier aufzuziehen. "Tut mir leid," kurz sah ich Silvan an ließ mich aber auch schon am Tisch nieder und begann mich anzuziehen. Es tat mir leid. So ziemlich alles was passiert war, und für das er sich die Schuld gab. Es war nämlich nicht seine Schuld, sondern meine.

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    Silvan Kilton
    Diese ständigen Stimmungsschwankungen konnten den stärksten Mann zu schaffen machen. Wie sollte ich mit Arsen umgehen, wenn sie in einem Moment vollkommen offen war, herumalberte und lachte und im nächsten Moment plötzlich wieder eine Mauer hoch zog? Damit meinte ich nicht einmal diesen beschissenen Streitmoment, bei dem sie mir die Schuld an allem gegeben hatte. Nein. Daran dachte nicht um auch selbst nicht wieder wütend zu werden. Ich hatte ihren plötzlichen Sinneswandel genutzt und sie hier her gebracht. Dieser Wort war wunderschön und für einen frisch gewandelten Vampir bereits für die Sinne eine neue Erfahrung. Hier hatte noch kein Mensch einen Fuß rein setzten können. Doch Arsen war von meiner plötzlichen Nähe doch wieder zurück geschreckt. Ich hätte es wissen müssen und ihre Handlungen nicht als grünes Licht betrachten sollen. Leider konnte ich auch nach 600 Jahren nicht die Gedanken anderer lesen. Ich hatte es nicht riechen können und war enttäuscht von der Situation. Gleichzeitig fühlte ich mich schon wieder so unfassbar schuldig und traurig. Ihre Wandlung nahm sie mit, doch am ehesten wohl wie es dazu gekommen war. Es war verständlich.. Zumindest sollte es das sein. Meine Wut über ihre Worte und alles was passiert war ließ mich egoistisch denken. Hätte sie gehört, wäre sie nicht abgehauen und und und. Tatsache war, dass ich sie im Stich gelassen hatte. Diesen Kerl hätte ich eher finden sollen. Stattdessen hatte ich mich auf meine Gefühle fixiert und mich zu sehr von den Geschehnissen leiten lassen. Ich wollte gehen und ihr -vielleicht auch eher mir – wieder Freiraum geben. Doch Arsen hielt mich zurück. Ich schaffte es nicht einmal ihr in die Augen zu sehen. Sie meinte es sei nicht meine Schuld, das Gegenteil von dem sie vorhin gesprochen hatte. „Doch kann ich.“ Gab ich klar zurück. „Ich hätte ihn finden müssen. Bevor es überhaupt dazu gekommen wäre.“ Gestand ich „Stattdessen habe ich mich zu sehr auf mich selbst fokussiert. Ich bin ein Jäger und habe Erfahrung darin jemanden zu finden. Doch ich habe ihn nicht gefunden und das offensichtliche nicht gesehen.“ Genau so war es doch gewesen. Ich hatte mich nicht auf alle Informationen eingelassen. Die Zeit mit Arsen genossen und es als Ausrede genutzt ja nicht an meine Vergangenheit zu denken. Es hatte zwar geholfen die Dinge hinter mir zu lassen, doch letzten Endes hatte es ein Menschenleben gekostet. Ich ließ endgültig von Arsen ab und stieg aus dem Wasser wieder auf die kalten Steinplatten „Aber es ist egal ob ich nun die Schuld habe oder nicht. Ich werde ihn finden und er wird dafür bezahlen. Dieses Mal wird er mir nicht entkommen. Er weiß gar nicht was für einen Feind er sich mit mir angeschafft hat.“ Meine Hände ballten sich zur Faust, meine Muskeln spannten sich an. „Aber zuerst muss ich dir helfen. Du musst lernen ein Vampir zu sein. Wir fangen gleich heute an.“ Wir würden nach Hause gehen, uns etwas zu essen machen und dabei würde ich ihr erst einmal von Sofie erzählen müssen. „Also komm. Du brauchst etwas zu essen.“

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    Sofie
    Ich hätte alles wetten können, dass er genau damit kam. Wie konnte ich auch nicht daran denken, dass er mich mit dem Sex ablenken wollte? Aber wenigstens war ich nicht die Einzige, die daran Spass hatte. Ihm machte das manchmal mehr Spass, so hatte ich zumindest den Eindruck und er sollte mir nicht erzählen, dass er nicht immer wieder auf seine Kosten kommen würde. Gerade dachte ich daran, was ich später alles mit ihm anstellen würde. Er wollte ja meine Tricks lernen und zudem wollte er auch, dass ich keine Rücksicht nehmen würde. Natürlich konnte es dazu kommen, dass er sich leicht oder auch mehr verletzten würde. Auch wenn ich das bestimmt nicht zulassen würde. Ich würde ihm schon zeigen, dass er sich besser nicht mit mir anlegen sollte. Aber leider war er nur ein Mensch und ich hoffte sehr, dass ich ihn nicht zu sehr verletzten würde. ich war gespannt, was genau er machen würde und auch wie er mir den einen oder anderen Trick zeigen würde. Ich grinste, als er versuchte mich anzugreifen und legte den Kopf schief. Er rannte sehr schnell, aber das hatte mich noch nie aufgehalten. Ich schluckte und schloss kurz die Augen. So konnte ich mich einfach besser auf seine Atmung und auch seine Bewegungen einstellen. Ich machte die Augen erst wieder auf, als er fast schon bei mir war. Schnell drehte ich mich um und streckte den Arm aus. er rannte direkt dagegen und fiel auf den Boden. Ich dem Moment kam ich mir wie mein Wrestling vor. Aber am Ende war das hier ja auch nichts anderes. wir würden uns auf dem Boden rollen und versuchen den anderen zu besiegen. Meine Gedanken rasten und ich hoffte sehr, dass er so gute Reflexe hatte, wie auch all die anderen Jäger. Ich verschränkte die Arme vor der Brust, damit er wieder auf die Beine kam. Aber er musste lernen, dass man mich nicht direkt angreifen konnte. Wie wollte er denn so Überleben, wenn er alles direkt machte? Ich wusste, dass die meisten Jäger Gift im Blut hatten und auch das sie so die anderen Vampire locken konnten. Aber ich war da eben anders, auch wenn das ein wenig eingebildet war. Ich lehnte mich ein wenig schief und schaute mir seine Atmung und danach auch seine Körperbewegungen an. Ich konnte die Menschen im Kampf sehr gut einschätzen und so hoffte ich, dass er nicht lange warten würde, um mir seine Tricks zu zeigen.. Aber sollte ich nicht damit anfangen? Ich steckte mir das Haar hinten in das Shirt und zuckte kurz mit den Augen, bevor ich auch schon neben ihm stand. "Hey" hauchte ich an seinem Ohr und schnappte mir seinen Arm, bevor ich diesen verdrehte. "Sag mir, wenn ich aufhören soll" Meine Stimme war sehr sanft. Auch wenn ich im richtigen Kampf anders reagieren würde. Aber hier ging es nur darum, dass er wieder fit war und auch das er mir vielleicht noch das eine oder anderen beibringen konnte. Ich drückte sein Gelenk enger an die Gelenkkugel und drehte dabei den Arm nach innen. Ich konnte mir vorstellen, dass er ziehen oder gar Schmerzen würde. Aber er wollte trainieren und irgendwie mussten wir uns ja Aufwärmen, oder?

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    Elijah Devaney
    “Es geht mir noch nicht einmal darum, dass ich dich auf der Matte haben will. Ich bin einfach nicht der geborene Tänzer“, sagte ich zu ihr und grinste sie leicht an. Sie wusste genau, dass ich nicht besonders gerne tanzte. Ich meinte ja auch, dass ich es gar nicht gut konnte. Ich seufzte leise auf und erwiderte den Druck von ihrer Hand. Sofie rief den Kellner, worauf dieser die Rechnung brachte. Sofie zückte die Kreditkarte und beglich die Rechnung. „Du weisst schon, dass ich es nicht besonders gut finde, dass du immer zahlst?“, fragte ich sie und grinste sie kurz an. Ich wusste, dass sie vermutlich mehr Geld besass als ich jemals, aber trotzdem fand ich es einfach nicht ganz fair. „Ja, wenn du mir etwas brichst, schadest du dir nur selber, weil du je nachdem auf Sex warten musst“, meinte ich und zwinkerte ihr zu. Sie wusste genau, dass ich mich nicht heilen lassen würde. Wir standen auf und verliessen dann das Restaurant. „Mir spielte es keine Rolle“, meinte ich und lächelte sie an.
    Wir kamen kurz danach wieder zuhause und gingen in das Schlafzimmer. Sofie flocht sich die Haare zusammen und schlüpfte aus dem Kleid. Ich lachte leicht auf und fuhr mir durch das Haar, wobei ich kurz den Kopf schüttelte. Natürlich erwiderte ich den Kuss trotzdem. „Du willst mich doch nur ablenken“, meinte ich und seufzte leise auf. Ich zwinkerte ihr zu und sah ihr zu, wie sie sich umzog. Sofie trug nicht besonders oft T-Shirt und Hosen, daher war es fast schon ein bisschen ungewohnt, sie in dieser Kleidung zu sehen. Wir gingen nach unten und stellten uns dann beide auf die Matte. Ich musste grinsen und sah sie dann an. „Bereit?“, fragte ich sie, bevor ich gleich auch in den Angriff überging. Ihre Reflexe waren wohl wirklich stark genug, damit sie diesen mitbekam.

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Es war nicht seine Schuld. Silvan konnte nichts dafür – nicht hierfür und nicht für die Dinge, die dieses Monster getan hatte. Er hatte meine Eltern getötet, einzig und alleine aus dem Gedanken heraus das ich ihn sonst niemals akzeptieren würde. Das würde ich nicht. Ich hätte es niemals, und ich würde es niemals tun. Es gab keinen Grund für mich auch nur ansatzweise darüber nachzudenken ihn etwas werden zu lassen, dass er nicht verdient hatte. Der Tod war immer noch zu gut für ihn, das Leben jedoch nur noch viel besser. Er sollte in der Hölle schmoren, dort wo er hingehörte. Weggesperrt und nicht fähig auch nur irgendetwas zu tun. Irgendeinen Weg musste es geben ihn dafür nicht einfach töten zu müssen. Es nicht einfach zu tun. Ich schluckte schwer, denn auch wenn ich Silvan vorhin noch an den Kopf geworfen hatte das er Schuld daran gewesen war, dass ich geflüchtet war, war die Wut verschwunden. Zumindest soweit das ich wusste, dass Silvan sich doch die Schuld dafür gab was passiert war. Ich sah es ihm doch an! Leicht nickte ich. Er würde mir helfen ihn zu finden und büßen zu lassen. Sobald ich mich unter Kontrolle hatte, und sobald ich einfach nur die Hütte und den Wald verlassen konnte um ihn ausfindig zu machen. Sehr wahrscheinlich musste ich noch nicht einmal sonderlich lange suchen, musste mich einfach nur in meine Wohnung setzen und warten. Alleine. Erneut spannte sich jeder Muskel in meinem Körper an, und auch wenn ich es wirklich nicht wollte tauchten Bilder in meinem Kopf auf die ich schnellstmöglich verdrängen wollte. Es fühlte sich nicht besser an, als sich Silvan von mir löste und auf Abstand ging. Er tat es nur weil er dachte das ich es wollte – dem war nicht so. Ich wollte keinen Abstand von ihm, lediglich von den Gedanken und Erinnerungen die viel zu frisch waren um darüber hinweg zu sein. Knapp nickte ich, setzte mich ebenfalls in Bewegung. Anders als Silvan aber hielt ich doch noch einmal inne, zog ihn etwas zurück. "Es ist nicht deine Schuld." Das war ihm hoffentlich klar. Es war nicht seine Schuld, was passiert war. Er hatte Recht damit gehabt, was er gesagt hatte. Dieser Freak war Schuld an allem, er war das Monster. Und Silvan konnte rein gar nichts dafür. "Du kannst dir keine Schuld für das geben was passiert ist," fügte ich hinzu. Es wäre doch so oder so dazu gekommen, ob er nun in meinem Leben war oder nicht spielte keine Rolle. Dieser Freak hatte einen Weg gefunden, und ich war in seine Falle getappt. Darauf hatte er doch nur gewartet. Für einen Moment sah ich ihn an, setzte mich dann aber doch schon wieder in Bewegung und kletterte aus dem See.

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    Silvan Kilton
    Das war es dann auch gewesen. Gerade glaubte ich noch Herr der Situation zu sein. Einer wirklich guten und erregenden Situation. Ich hatte geglaubt Arsen würde es okay finden. Sich wohl dabei fühlen. Immerhin waren wir bisher her nicht einfach gesprungen. Außerdem hatte sie mich ebenfalls angefasst. Doch meine Berührungen mussten etwas in ihr ausgelöst haben. Ich nahm es nicht persönlich. Ich war lediglich überrascht eine derartige Situation zu erhalten, dass ich für einen kurzen Moment nicht zu reagieren wusste. Arsen packte meine Hand, die gerade noch über ihr Brustbein gewandert war. Sie griff sehr hart zu. Ich musste sie kalt erwischt haben. Ich ließ nun die Hand an der Mauer los. War ich zu weit gegangen? Sie brauchte einen Augenblick, dann sprach sie erst. Sie sprach über ihn, das Monster. Meine Berührungen hatten sie an das erinnert, was passiert war. Genau davor hatte ich vorher noch Angst gehabt. Ich war zu weit gegangen indem ich mich auf meine Emotionen eingelassen hatte. Ich nickte leicht… Arsen wollte ihn büßen lassen. Etwas dass ich ihr bereits versprochen hatte. Es war nie ein anderer Plan gewesen. Ihr zu helfen dieses Monster zu erwischen und ihn leiden lassen. So lange bis er daran starb. „Ich habe es dir versprochen.“ Fügte ich hinzu. „Er wird sich wünschen lieber tot zu sein!“ Mein Ziel war es nicht nur ihn umzubringen. Er würde für all das büßen müssen. Ein einfacher Tot würde ich ihm nicht gewähren. Ich konnte leider gerade keine Wut aufbringen.. ich fühlte wieder Schuld und das schlechte Gewissen. Es war nicht nur die Wandlung gewesen.. er hatte sie getötet und davor unmögliche Dinge mit ihr getan. Ich schob mich langsam von Arsen weg, entzog ihr jedoch nicht meine Hand „Wir sollten zurück gehen. Die Hütte sollte nicht zu lange ohne uns sein. Dort brennt das Licht und Essen ist dort auch. Am Ende locken wir noch irgendwelche Tiere an.“ Erklärte ich ihr. „Dann erzähl ich dir auch noch ein paar Dinge über die Vampire.“

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    Beigetreten: 09.02.2010
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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Natürlich war er der Richtige um mich zu trainieren. Es war nun wirklich nicht so als hätte ich eine Chance jemand anderes zu finden, und um ehrlich zu sein wollte ich es noch nicht einmal. Weshalb sollte ich auch? Ich kannte ihn. Und ich mochte ihn. Die Tatsache das mein Körper im Moment Dinge wollte, die ich einfach nicht zulassen konnte, war nicht seine Schuld. Er provozierte und reizte mich, jedoch glaubte ich doch nicht so wirklich das er es einfach nur so aus reiner Lust daran tat. Ich bildete mir doch ohnehin Dinge ein, hatte meine Mutter gesehen obwohl sie tot war. Obwohl ich wusste das sie tot war. Ich hatte aber auch gewusst das dort draußen ein verrückter Psychopath herumlief, und dennoch war ich verschwunden, hatte mich vor der einzigen Person versteckt, die mir sehr wahrscheinlich wirklich hatte helfen können. Und genau das tat er nun auch: er half mir dabei das hier unter Kontrolle zu bekommen. Dabei ließ er sich sogar meine Launen gefallen, tat so als wäre es in Ordnung. Zumindest irgendwie. Ich hatte noch viel zu lernen? "Ich bin auch nicht ansatzweise so alt wie du, natürlich habe ich noch viel zu lernen," gab ich ihm grinsend Recht. Es war eine weitere Stichelei, denn auch wenn ich nicht gerne darüber nachdachte das er verdammt nochmal sechshundert Jahre alt war, musste ich mir wohl doch eingestehen das ich bald schon ebenfalls so alt sein könnte. Das hieß, wenn ich so lange überlebte und keine Fehler beging. Oder wenn ich so lange leben wollte. Mit einem Mal veränderte sich die Situation ein weiteres Mal. An meiner Stelle war nun er, und obwohl ich es gerade gewesen war die begonnen hatte zu sticheln, ging das hier gerade doch zu schnell. Oder aber es erinnerte mich an etwas, an das ich einfach nicht denken wollte. Augenblicklich spannte ich mich an, und obwohl ich seine Berührung genießen wollte, ließ ich es doch nicht zu. Schnell schoss meine Hand zu seiner, legte sich um seine Finger und hielt seine Hand an Ort und Stelle fest. Mein Herz raste, das bedrückende Gefühl das ich zu unterdrücken versucht hatte, kehrte zurück. Ich wollte es vergessen, nicht daran denken. Mich nicht davon abhalten lassen. Und ich wollte meine Augen schließen – ich konnte jedoch nicht. Für einen Moment wandte ich den Blick ab. "Du musst mir helfen," und das würde er auch. Er hatte es mir bereits versprochen, hatte mir versichert das er mich nicht alleine lassen würde. Nicht als Mensch, und nicht jetzt. "Ich will das er spürt was er getan hat," erst jetzt hob ich meinen Blick wieder, mein Griff um seine Hand verfestigte sich etwas. "Ich will das er leidet," fügte ich hinzu. Es waren wohl Worte die ich absolut nicht aus meinem Mund hatte hören wollen. Die ich nicht erwartet hatte, jedoch war genau das nun einmal das, was ich wollte. Ich wollte diesen Irren leiden sehen, wollte ihn ebenso sehr leiden sehen wie er mich verletzt hatte. Wie er sehr wahrscheinlich noch so viele mehr Frauen verletzt hatte.

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    Silvan Kilton
    „Der richtige um dich zu trainieren?“ fragte ich sie. Zunächst verstand ich nicht was Arsen damit sagen wollte. Bemerkte dann jedoch ihr Grinsen. Sie hatte mich also falsch verstanden. Arsen dachte gerade viel zu verrucht und konnte daher nicht anders als ein verruchtes Angebot dahinter zu erkennen. Gut, ich hatte mich auch nicht klar ausgedrückt. Ich lächelte, behielt dabei jedoch meine Augen geschlossen. „Solche Dinge denkst du also.“ Ich ging ein wenig darauf ein. Ich konnte hören wie Arsen unter Wasser tauchte. Ebenso spürte ich den Sog des Wassers, den sie beim schwimme verursachte. Dadurch konnte ich spüren aus welcher Richtung sie auf mich zu kam. Sie hatte noch eine Menge zu lernen. Ich freute mich auch noch darauf es ihr zu zeigen. Sie war klug und ehrgeizig. Ich war mir sicher Arsen würde sich in kürzerer Zeit als eine gute Kämpferin offenbaren. Arsens Körper näherte sich mir gefährlich nahe. Dabei konnte ich nicht verhindern wieder daran zu denken wie verdammt gut sie aussah. Natürlich hielt ich meine Augen noch geschlossen. Ich musste es mir nicht noch schwerer machen indem ich den Grund meiner Begierde betrachtete. Leider war meine Kontrolle zu klein. Arsen tauchte aus dem Wasser genau vor mir auf. Sie war mir so nah, dass meine Augen sich einfach öffnen mussten. Sie warf mir vor nicht aufzupassen. „hm.. du hast noch sooo viel zu lernen.“ Stichelte ich. Sie wollte mich schon wieder provozieren! Ich konnte diesen Blick mittlerweile lesen. Sie riskierte es tatsächlich erneut. Ich schenkte Arsen ein Lächeln. Sie lehnte sich neben mich gegen das Ufer. Ein Moment den ich ohne nachzudenken nutzte. Hätte ich doch einfach nur meinen Verstand genutzt! Ich stellte mich rasch im Wasser vor ihr. Eine Hand auf den kalten Platten des Ufers und die andere an ihre zarte Wange. „Wir sind Raubtiere Arsen… Deine Sinne sind alle geschärft. Du brauchst nicht unbedingt deine Augen um zu sehen.“ Sagte ich und ließ meine Hand an ihrem Körper hinab gleiten „Oder willst du mir sagen, dass nur weil du nicht siehst was meine Hand tut, du auch nicht spüren kannst was sie tut?“ provokant tat ich ihr nach. Ich ließ meine Finger unters Wasser gleiten, mit der Absicht über ihren nackten Körper zu wandern. „Schließ deine Augen, wenn du dich traust.“

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Langsam aber sicher wurde es gefährlich, was diese Spiele zwischen uns anging. Es war schwerer sich zu beherrschen, und auch wenn ich schon als Mensch die letzten Tage die wir in meiner Wohnung verbracht hatten, nicht wirklich einen klaren Kopf hatte bewahren können, fand ich es mittlerweile doch schon sehr viel schwerer überhaupt an irgendetwas anderes zu denken als an ihn. Und den Körper, den ich gerade so sehr wollte, dass ich mich doch jedes Mal aufs Neue dabei ertappte ihn anzusehen und ein paar Minuten zu lange hinzusehen. Es war nicht fair, denn auch wenn ich doch nicht so Recht glaubte das es einfach nur daran lag das er ein Vampir gewesen war und ich nicht, hatte es wohl doch irgendwie etwas mit dieser Anziehungskraft die er auf mich hatte, zutun. Amüsiert zog ich die Stirn in Falten, drehte mich ein Mal um meine eigene Achse und sah zu ihm. "Wir müssen es trainieren?" Bitte was? Wir mussten es trainieren? Das glaubte er doch nun wirklich nicht etwa, oder? Natürlich wollte er mich damit nur noch weiter aufziehen, und auch wenn er nun die ganze Zeit über auf Abstand blieb –so wie ich auch– war mir doch klar das er nicht einfach nachgeben würde. Einer von uns musste dieses Spiel wohl aufgeben, um endlich Ruhe zwischen uns zu bringen. Wir tauschten wohl nur Plätze, denn anstatt ebenfalls im tiefen Wasser zu bleiben, schwamm nun Silvan ans Ufer und lehnte sich daran, schloss die Augen. Es gab viele solcher Orte – Orte die für Menschen nicht zugänglich waren, oder aber die auf Privatgründstück der Vampire lag. Wer bestimmte das bitte? Ich schürzte die Lippen, schwamm langsam näher ehe ich wieder still im Wasser blieb und ihn einfach nur ansah. Er bot mir doch wirklich zu viele Chancen ihm eine reinzuwürgen, um nicht zuzugreifen. Erneut tauchte ich unter, bewegte mich in seine Richtung. Kaum war ich nahe genug um ihn überraschen zu können tauchte ich wieder auf, brachte den letzten Abstand zwischen uns und schmunzelte. "Bist du dir sicher das du dafür der Richtige bist? Du scheinst immerhin nicht wirklich aufzupassen," zog ich ihn auf. Was er konnte, konnte ich schon lange. Nur das er dabei noch versuchte auf Abstand zu bleiben, etwas was ich wohl dann doch schon aufgegeben hatte. Zumindest für den Moment. Dabei wollte ich auch gar nicht auf Abstand bleiben. Es war wohl einfach nur die einzige Möglichkeit das hier nicht etwa in irgendeiner Katastrofe enden zu lassen, denn genau darauf lief es doch hinaus. Ich schob meinen Arm um seine Schulter, hinauf zum Ufer ehe ich mich zur Seite drehte und ebenfalls gegen die Felsen lehnte. "So alt und so schnell abgelenkt," zog ich ihn weiter auf, warf ihm ein amüsiertes Lachen zu.

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    Silvan Kilton
    Ich hätte nicht geglaubt das mein Leben so verrückt werden konnte. Innerhalb eines Jahres hatte ich viel erlebt. Grausame Momente, die ich sicher nicht vergessen konnte. Aber das verrückte an all de war, dass ich in diesem Moment nicht daran dachte. Es kam nicht in den Sinn über meine Kinder nachzudenken oder meine Ex Frau. Nicht an meine Aufgabe oder die Zukunft. In den letzten Wochen hatte ich daran gedacht mein Leben in den Griff zu bekommen, Arsen zu helfen und für sie da zu sein. Doch auch da hatte ich nicht daran gedacht was danach passieren sollte. Jetzt war ich hier mit einer gewandelten Arsen, deren Körper ich so sehr begehrte, dass es mir fast schon unangenehm war. Das konnte doch nicht echt sein. Wieso war ich ausgerechnet jetzt so scharf darauf Arsen zu provozieren und diesem Gefühl nachzugeben? Ich mochte sie und vergaß auch in diesem Augenblick den Streit. Aber es hätte sich nicht so verändern sollen. Dennoch legte ich es darauf an. Dachte nicht daran damit aufzuhören. „Dann müssen wir das wohl trainieren.“ Scherzte ich. Dabei versuchte ich nicht zu lange über dem Wasser zu Arsen zu starren. Es hätte nur noch mehr gereizt. Sie schien genauso zu denken wie ich, den sie hielt genauso den Abstand zwischen uns aufrecht. Sie schwamm kaum näher an mich. Ich wusste nur nicht woran es lag. Sie konnte genauso gut noch an den Streit denken und deshalb nicht in meine Nähe wollen. Kurzerhand schwamm ich ans Ufer zurück, wo ich mich anlehnte und die Augen schloss. „Es gibt viele solcher Orte. Viele die für Menschen verborgen geblieben sind, damit sie geschützt sind.“ Erklärte ich ihr. „Diese Höhle ist auf einem privaten Grundstück der Vampire. Daher wird hier kein Mensch seinen Weg hinfinden. Aber auch Vampiren ist der Zugriff verboten.“ Zum Schutz der Natur, hatte es damals geheißen. Eigentlich war es jedoch lediglich für geladene Gäste reserviert.

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Um ehrlich zu sein hatte ich wirklich nicht gedacht das Silvan so schnell auf Rache aus war. Ich hatte damit gerechnet, dass er irgendwann in den nächsten Minuten oder der nächsten Stunde etwas tun würde, aber doch nicht jetzt sofort. Mir war diese Situation gerade doch auch nur so gut vorgekommen weil ich wirklich nicht gewusst hatte was ich anderes tun sollte. Ich stand hier nackt vor ihm – nicht halb nackt, sondern ganz und gar so wie Gott mich geschaffen hatte. Und er tat nichts anderes, zeigte mir jeden Zentimeter seines Körpers ohne auch nur irgendwie mit der Wimper zu zucken. Das musste er auch wirklich nicht. Sein Körper war .. sehr viel schöner anzusehen als zuerst gedacht, und auch wenn ich ihn bereits mehrmals ohne T-Shirt herumlaufen hatte sehen, war es nun einmal doch etwas ganz anderes ihm nun nackt gegenüber zu stehen. Es war keine gute Idee. Ganz und gar nicht, denn wenn er auch nur irgendwie eine Ahnung davon hätte was sich in meinem Kopf gerade abspielte, hätte ich wohl doch schon längst verloren und er würde es mir unter die Nase reiben. So lief es nun einmal ab, und mittlerweile konnte ich es noch nicht einmal mehr auf die Tatsache schieben das er ein Vampir war, und diese Wirkung nun einmal normal war. Ich war selbst ein Vampir, und so funktionierte es nicht. Oder? Er wollte mir hoffentlich nicht irgendwann noch erklären dass das hier bloß eine Phase war, und dass ich ihn bald schon rein gar nicht mehr anziehend finden würde. "Du warst gerade noch im Wasser, natürlich bin ich überrascht darüber wenn du plötzlich vor mir stehst!" Das war eine Lüge. Ich wusste wie schnell er war, und mir war klar das ich es einfach nur als Ausrede dafür nutzte nicht etwa die Wahrheit darüber erklären zu müssen weshalb ich denn nun wirklich überrascht gewesen war. Die Wahrheit musste er nicht wissen. Seufztend ließ ich mich wieder bis zum Kinn zurück ins Wasser sinken, lehnte mich zurück und genoss die Sonne auf meiner Haut. Es war gut, dass er weiterhin auf Abstand blieb, denn genau konnte ich wirklich nicht sagen wie das hier denn nun enden würde, wenn wir nicht etwa irgendetwas gegen diese Situation unternahmen. Dabei konnte ich ihn sehr wahrscheinlich wirklich noch weiter reizen und dazu bringen zu vergessen, was vorhin noch passiert war. Ich wandte meinen Blick vom Wasser ab, sah wieder zurück zu Silvan. "Ich wusste nicht das es so einen Ort überhaupt irgendwo gibt," gab ich ehrlich zu. Mir war nicht bewusst gewesen wie schön manche Orte dieser Stadt sein konnten, dabei wusste ich aber auch nicht wirklich ob es überhaupt noch in der Nähe meines Zuhauses war oder nicht. Es war weit genug entfernt um keine Menschen anzutreffen, das hatte er mir versprochen und versichert. Erneut tauchte ich ins Wasser ab, schwamm weiter hinaus in den See. Immer noch auf Abstand, tauchte ich wieder auf und atmete tief ein. Ihm musste klar sein, dass ich hier extra auf Abstand blieb. Dabei tat er es mir gerade aber wirklich nur gleich, und machte nicht einmal Anstalten den Abstand zu verringern.

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    Silvan Kilton
    Ich konnte nicht anders als in lautes Gelächter zu verfallen, sobald auch nur mein Kopf aus dem Wasser ragte. Arsen warf mir vor irre zu sein. Ihr Blick zeigte sie dennoch nicht gereizt. Ich zwinkerte ihr zu. Sie hatte wohl geglaubt, dass ich sie einfach gewähren ließ ohne etwas zu tun. Es war nicht mal als eine richtige Racheaktion gedacht. Der Moment hatte sich geboten. Was für ein Mann ließ sich nicht dazu reizen? Arsen schwamm zurück ans Ufer, dann erst wandte sie sich mir wieder zu. Ich überlegte zuerst ihr nach zu schwimmen, ließ sie jedoch erst einmal dort alleine. Es war vielleicht besser ihrem nackten Körper nicht zu nahe zu kommen. Nicht so lange, ich Gefahr lief meine Erregung zu zeigen. Ihren nackten Körper zu spüren hatte mir den Rest gegeben. Ich hatte mich an sie gepresst. Gespürt wie sich ihre Haut anfühlte. Ich konnte die Wirkung nicht mehr leugnen. Selbst der Sprung ins Wasser hatte es nicht besser gemacht. Im Gegenteil. Im Wasser hatte ich sie doch erst richtig an mich drücken können, damit sie mir nicht entwischte. „Ach nein?“ ich schenkte ihr einen spöttelnden Blick. „Etwa überrascht gewesen?“ fragte ich sie und schwamm etwas im Wasser herum. Es war wirklich schön hier und dazu noch so ruhig. Durch die obere Öffnung konnte man den klaren Himmel sehen. Selbst das Wasser hatte eine schöne Farbe. Ich war froh hier nie mit Sofie gewesen zu sein. Ein weiterer Ort den ich mit ihr verband brauchte ich gerade nicht. Nach ein paar Sekunden blickte ich erneut zu Arsen „Wie gefällt es dir hier?“ Smalltalk zu halten um runter zu kommen war doch eine gute Idee! Ich kämpfte hier mit meinen Empfindungen und dem Bild das sie mir bot..

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Ich hatte ihn erwischt. Oh und wie ich ihn erwischt hatte! Ohne wirklich viel zu tun, oder mir auch wirklich Mühe zu geben, landete er mit einem lauten Platsch im Wasser und durchbrach die Oberfläche. Gänzlich ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen hatte dieser Plan dann doch nicht geendet. Grinsend sah ich ihn an als er wieder an die Oberfläche des Wassers auftauchte, Silvan aber ließ sich davon noch nicht einmal sonderlich beeindrucken. Stattdessen zog er sich aus dem Wasser, machte es mir nicht unbedingt einfacher. Schmunzelnd zuckte ich die Schultern. Fies war es wohl wirklich, jedoch würde ich ihn dafür wohl wirklich aufziehen können. Wobei ich mir dann doch nicht so sicher war ob ich ihm diese Situation hier immer und immer wieder unter die Nase reiben wollte oder nicht. Wahrscheinlich nicht, denn gerade war ich wirklich sehr viel beschäftigter damit ihn nicht einfach nur anzustarren und mich zu vergessen. Das Wasser das seinen Körper hinab lief, und eindeutig Stellen berührte die ich doch nur zu gerne mit meinen Fingern erwischt hätte. Oh ihm gefiel der Anblick immer noch? "Ich weiß," natürlich wusste ich es. Mir gefiel dieser Anblick schließlich auch – zu sehr sogar. Langsam ließ ich meinen Blick ein weiteres Mal über seinen Körper streifen, vergaß dabei wohl wirklich das ich ihn gerade ins Wasser gestoßen hatte. Nachdem ich ihn gereizt hatte. Binnen weniger Sekunden umhüllte mich das kalte Wasser, und trotzdem konnte ich immer noch Silvans Haut auf meiner prickeln fühlen. Schnell tauchte ich wieder an die Oberfläche, hustete etwas Wasser. "Du bist doch irre!", beschwerte ich mich bei ihm und wischte mir die Haare aus dem Gesicht. Gott das Wasser war eindeutig zu kalt um jetzt noch an etwas anderes zu denken! Erst als ich mich wieder umdrehte und sah wie Nahe mir Silvan immer noch war verschwand die Kälte etwas. Wenigstens etwas, sodass ich nicht mehr ganz so beschäftigt damit war mir Gedanken darüber zu machen – stattdessen glitten diese wieder zurück zur eigentlichen Situation. Ich schluckte, drehte mich schnell zur Seite und schwamm zurück ans Ufer. Aus dem Wasser zog ich mich dann aber doch noch nicht ganz. "Das war nicht sehr viel besser!", beschwerte ich mich bei ihm drehte mich wieder in seine Richtung. Es war absolut und gar nicht nett was er da gerade getan hatte. Und es machte das hier nicht leichter.

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    Silvan Kilton
    Arsen konnte es sich sicher nicht denken wie viel Kontrolle es mich kostete Abstand zu ihr zu halten. Wie schwer es war meinen Körper sämtliche Reaktionen auf sie und ihren Berührungen zu verbieten. Ansonsten hätten sie mich nicht bei jeder Gelegenheit gestreift, berührt oder auch nur angehaucht. Mittlerweile konnte ich meinem Verstand nicht einmal mehr auf andere Gedanken leiten. Da war nur ihr Bild und ihre Stimme. Nichts mehr. Das einzige das mir half einigermaßen Kontrolle zu halten, war der Gedanke an dem was Arsen gerade durch machte. Doch selbst dieser Gedanke verschwamm langsam. Besonders nachdem Arsen ganz plötzlich sich mir zuwandte, sich mir sehr nahe stellte und begann zu necken. Ihre Finger hinterließen eine feurige Spur. Es fühlte sich so intensiv an! Der Jäger in mir roch die Intrige, doch dem Mann war das egal. Ich begehrte Arsen so sehr.. es mir einzugestehen war einfach nur so verdammt schwer und noch dazu verboten! Ich sog die Luft um uns herum tief ein. Ich war erregt… Sie hatte definitiv Macht über mich. Macht die niemand hätte haben sollen. Arsen deutete ihr angebliches Ziel nur an, ließ mich beinahe schon für mehr wimmern.. Ich bemerkte nicht einmal wie sie uns langsam bewegte und mich de Wasser zuwandte. Es interessierte mich nicht, da ich nur sie haben wollte. Gerade war es um mich geschehen. Während Arsen Lippen meine Haut streiften spürte ich einen elektrisierenden Schlag durch meinen Körper rasen. In diesem Moment riss sie sich von mir los und warf mich einfach weg. Das kalte Wasser umhüllte mich augenblicklich. Sie hatte mich erwischt! Arsen hatte mich reingelegt. Sie hatte ich gereizt und dann eiskalt abgewiesen. Doch sie hatte mir einen Gefallen getan. Hätte sie mich nicht ins Wasser geworfen hätte sie gesehen wie sehr sie mich gereizt hatte. Das Wasser kühlte mich sofort wieder runter. Nach meinem Fall tauchte ich wieder an der Oberfläche auf. Natürlich suchte ich sie zuerst draußen „Das war fies.“ Ich gönnte ihr diesen Sieg. Aber auch nur in den ersten Sekunden. Sobald ich Arsen wieder erblickte half nicht einmal das kalte Wasser einen kühlen Kopf zu bewahren. Mit einem Ruck hievte ich mich aus dem Wasser heraus und setzte mich an den Rand. Den Blick auf Arsen gerichtet „Trotzdem gefällt mir der Anblick noch sehr.“ Ob ich eine Rache vornehmen würde? Ich wusste es nicht. Ich sah ihre Aktion als kleine Einladung. So schnelle s mir möglich war stand ich von meinem Platz auf, legte die Arme um Arsens nackten Körper und warf uns beide sofort ins Wasser. Damit war sie wenigstens auch nass.

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Ach nun sollte ich ihm das Gegenteil beweisen? Weshalb hatte ich gerade das Gefühl genau das auch wirklich tun zu wollen, nur um ihm wirklich eine reinzuwürgen? Das war doch wohl wirklich nicht mehr normal, vor allem aber sehr wahrscheinlich wirklich nicht gesund. Wir liefen nackt durch einen Wald, von dem ich noch nicht einmal ansatzweise besonders viel wusste. Hier war ich noch nie gewesen, und wirklich eine Ahnung wo wir uns denn nun genau befanden hatte ich auch nicht, für mich spielte es ja noch nicht einmal eine Rolle. Hauptsache weit genug von der Menschheit um nicht wirklich noch zu einem Monster zu werden; zu dem Monster das mich dieser Psychopath doch auch wirklich hatte machen wollen. Schmunzelnd schwieg ich, zuckte lediglich die Schultern. Sollte er doch denken was er wollte, letzten Endes war das hier nun wirklich nicht geplant gewesen, schließlich waren wir bis vorhin auch nicht wirklich sonderlich gut aufeinander zu sprechen gewesen. Zumindest hatte ich das gedacht, nun aber schien das bereits wieder völlig in der Vergangenheit verschwunden zu sein. "Und das erste Mal war ein Unfall!", verteidigte ich mich ein weiteres Mal ehe ich mir auf die Unterlippe biss. Genau diese Antwort erwartete er doch jedes Mal wenn er mich dafür aufzog, und ich gab ihm diese Reaktion auch noch. Kopfschüttelnd knirschte ich die Zähne, denn wenn ich eines wusste dann war es die Tatsache das ich mich hierfür noch rächen musste. Heute. Dabei war ihm dann nur hoffentlich klar das ich es noch nicht einmal böse meinte, sondern einfach nur genau das tat was wir wohl doch schon von Anfang an getan hatten. Ob ich mich traute? Nun war ich schon mitten im Wald, lief nackt hinter ihm her ohne darüber nachzudenken auf wen wir hier treffen konnten, und er fragte mich doch wirklich noch ernsthaftig ob ich mich traute? Schweigend trat ich an ihm vorbei, ließ dabei wirklich keine Chance aus ihm so nahe zu kommen wie nur irgend möglich. Besonders viel war hier nun aber dann doch nicht – zumindest für den kurzen Weg den wir durch die Dunkelheit hinter uns brachten, ehe wir an einem See ankamen. "Wow," murmelte ich leise und sah mich augenblicklich um. So etwas Schönes gab es in dieser Stadt? Schmunzelnd drehte ich mich um, sah Silvan an. Ich konnte ihn nun wirklich nicht einfach gewinnen lassen, selbst wenn er mich hier her mitnahm. Ich trat den letzten Schritt auf ihn zu, beugte mich etwas zu ihm vor. "Bist du dir sicher das ich dir beweisen soll, dass ich nicht prüde bin?", flüsterte ich leise an seinem Ohr und ließ meinen Zeigefinger über seine Brust streifen, hinab seinen nackten Bauch. Langsam setzte ich mich in Bewegung, ließ meinen Finger dabei weiterhin seine nackte Haut streifen. Schmunzelnd lehnte ich mich völlig in seine Richtung, legte meine Lippen ein weiteres Mal an seinen Hals. Nur das ich dieses Mal nicht vor hatte ihn zu beißen. Erst als ich ihn gänzlich in Richtung Wasser gedreht hatte, und mein Finger beinahe zu weit hinab gerutscht war, ließ ich von ihm ab und stieß ihn mit einem breiten Grinsen ins Wasser.

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    Silvan Kilton
    „Ach nein?“ fragte ich lachend „Beweis mir erst einmal das Gegenteil.“ Fügte ich hinzu und lief bereits schon in die Richtung in die der See sein sollte (Statt Fluss, damit man besser schwimmen kann.) Es war nicht sehr weit weg und noch in dem Bereich, indem sowohl Vampire als auch Jäger sich nicht aufhalten sollten. Es gehörte noch zum Teil der Schule, der Tabu für alle war. Tja, wie gut, dass mich Gesetze und Regeln gerade kein Stück interessierten. Erst recht nicht, wenn ich Arsen dadurch auflockern konnte. Selbst wenn das gerade nicht mein größtes Ziel war. Leider fühlte ich mich nämlich viel zu stark von ihr angezogen. Ein Gefühl das ich eigentlich schnell unter Kontrolle bringen hätte müssen. „Glaubst du echt es ist das letzte Mal?“ fragte ich sie mit einem erwartenden Grinsen. Dabei ließ ich erneut den Blick über sie wandern. Es war nicht sehr charmant schon wieder zu ihren Körper zu betrachten. Sie sah nur wirklich heiß aus! Außerdem Starrte ich ja nicht nur ihren Körper an. Arsen hatte ebenso ein wunder schönes Gesicht, dass ich gerne ansah. Besonders ihre Augen konnten einen mitten im Gespräch fesseln. „Immerhin ist es nun das 2 Mal schon! Und schon mehrmals im Handtuch.. hm…“ Provozierte ich sie weiter. Ich führte Arsen erst durch den dichten Wald, weit weg von einem Weg. „Wir sind gleich da.“ Vermutlich waren es keine 10 Minuten von unsere Hütte zum See. Zumindest im normalen Tempo. Ich hatte noch nicht raus gefunden ob Arsen ihre Schnelligkeit ebenfalls kontrollierte. Kurze Zeit später standen wir bereits vor einem großen Hügel, der einen Eingang nur leicht andeutete „Traust du dich?“ fragte ich sie noch während ich herunter hängenden Pflanzen beiseiteschob und ihr so den Eingang offenbarte. Es war wohl der einfachere Weg um zum versteckten See zu kommen. Aber es versicherte ihr ihre Privatsphäre. Ich ließ Arsen voran gehen, damit ich den Eingang verschließen konnte. Nackt durch den Wald zu laufen hatte ich nun noch nie getan. Bisher hatte ich auch noch keinen Grund gehabt. Für unsere Vampir Augen reichte das Licht gerade noch aus um durch den Tunnel zu gehen. Er war nicht besonders lang. Weshalb wir kurze Zeit später schon durch die Öffnung und sich der See vor unseren Augen erstreckte. „Ein Ort hier, den nicht jeder kennt. Es ist in einem Teil im Wald, der kaum berührt wurde.“ Erklärte ich ihr. Ich gab Arsen einen Moment Zeit.

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Eigentlich hatte ich gedacht so etwas hier nicht zu tun. Ich war nicht wirklich jemand der sich einfach so auszog, und erst Recht nicht wenn es einfach nur darum ging jemanden zu ärgern. Oder jemandem etwas reinzudrücken. Nun aber war ich mir noch nicht einmal mehr so wirklich sicher ob ich ihn hier überhaupt einfach nur aufziehen wollte oder nicht – der Anblick war dann doch schon zu gut um mich einfach kalt zu lassen. Und das obwohl ich mich dafür prügeln könnte überhaupt so zu denken. Amüsiert neigte ich den Kopf zur Seite, verdrehte die Augen. "Also bitte, nur weil ich nicht so alt bin und nackt herumlaufe wie du heißt das noch lange nichts," er wusste ganz genau das ich nicht prüde war. Er hatte es bereits gesehen und mitbekommen, demnach hatte er nun wirklich keine Grundlage mich damit aufzuziehen. Das konnte er nicht tun oder ernst meinen – ich wusste jedoch auch, dass er es gar nicht Ernst meinte. Gott warum gefiel mir das hier gerade so sehr? Ich spürte seinen Blick, sah ganz genau das er jeden Zentimeter den ich ihn hier präsentierte aufsog – und es gefiel mir zu wissen das ich seine Aufmerksamkeit binnen nur weniger Sekunden auf mich gezogen hatte. Dabei gab es hier noch nicht einmal sonderlich viel Konkurrenz was das anging. Das hier war doch einfach nur vollkommen bescheuert und verrückt! Amüsiert zog ich die Stirn in Falten und musterte ihn. Wahrscheinlich sollte ich mich wirklich zurückhalten und nicht einmal darüber nachdenken ihn hier irgendwie aufzuziehen. Gott mein Herz schlug hier gerade aber auch wirklich viel zu schnell. "Merk ihn dir lieber, oft wirst du mich so nicht sehen," antwortete ich leise lachend und verdrehte die Augen. Ihm war hoffentlich wirklich klar, dass das hier nur eine Einmalige Sache war. Oder nein, es sollte ihm nicht klar sein, denn so hatte ich wirklich sehr viel bessere Chancen ihn kalt zu erwischen. Genau konnte ich jedoch wirklich noch nicht sagen was ich denn nun tun würde, um ihn später immer noch dafür aufziehen zu können. Die Hitze in meinem Körper, die sich mit einem Mal anstaute, stieg mit jedem Schritt den Silvan näher trat. Das hier war wirklich nicht gut. Ich kannte dieses Gefühl, und in diese Richtung sollten wir wohl doch nicht gehen. Dabei spielte es gerade noch nicht einmal mehr eine besonders große Rolle. Schmunzelnd sah ich Silvan nach, betrachtete ihn von hinten während er auch schon began sich auf den Weg zu machen. Ich musste mir keine Sorgen machen? Die machte ich mir gerade auch wirklich nicht – überraschender Weise. "Oh und wenn dann hast du dafür zu sorgen das niemand sonst davon erfährt," lachte ich leise auf. Ich folgte ihm ohne zu zögern, lief so nahe ich konnte hinter ihm ohne ihn auch nur ein einziges Mal zu berühren. Ich musste mir wohl wirklich noch überlegen was ich tun konnte, denn wenn ich noch sehr viel länger über andere Dinge nachdenken würde, würde Silvan mich aufziehen können.

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    Silvan Kilton
    Ich fühlte einen kleinen Rausch durch einen Körper fahren. Es hatte sich nur eine Sache an Arsen verändert und schon benahm ich mich anders. Weniger Rücksichtsvoll und distanziert. Ich hätte es versuchen können. Hätte nicht so übertreiben sollen und sie nicht ärgern sollen. Jetzt war es passiert. Statt mich wieder zurück zunehmen und einen Gang zurück zu schalten forderte ich sie heraus. Und das obwohl ich eigentlich noch gar nicht über alles hinweg war. Arsen hatte mich schon davor verrückt gemacht. Sie hatte es immer geschafft mich Dinge tun lassen, die ich so nicht tat. Allein der Trip in einen Club oder den Wachhund an ihrem Bett zu spielen… Jetzt stand ich hier nackt und forderte sie dazu auf mich zu betrachten und baden zu gehen. Etwas dass ich niemals getan hätte, wäre ihr Blut noch menschlich. Ich musste ich krampfhaft daran hindern nicht vollkommen in der Hitze unter zu gehen. Sonst präsentierte ich ihr mehr als nur meinen einfachen nackten Körper. Ich bemerkte ihren Blick durch das Fenster. Sofort wandte ich mich ihr grinsend zu. „Na?“ Ich hatte keine Ahnung wie sie reagieren würde. Als Mensch hätte sie sich zwar provozieren lassen, doch solche Dinge sicher nicht ohne drüber nachzudenken getan. Jetzt war sie ein Vampir. Hemmungslosigkeit und pure Leidenschaft machten die ersten Wochen ihres Daseins aus. Allerdings war sie noch immer Arsen. Die Chancen, dass sie mich auslachte und auf andere Art und Weise bestrafte waren hoch. „Na dich!“ sagte ich und lachte mit ihr. Ihre nächste Aussage schreckte mich kurz ab. Ich war auf Abstand gegangen… Dazu hatte ich Gründe, mehr als ich es noch realisierte. Eine Wandlung war nicht gleich ein GO, um sich in irgendeiner Fantasie zu verlieren. Schon gar nicht wenn Arsen mich für all das irgendwann wirklich hassen konnte. Arsen sprach sofort weiter. Sie entfernte ihr Handtuch von ihrem makellosen Körper und warf es mir zu. Spätestens hier hätte ich wieder klar denken sollen. Sie dazu auffordern sich anzuziehen und mit mir über ihr neues Leben zu sprechen. Stattdessen musterte ich ihren nackten Körper von oben bis unten. Diese Frau war absolut die schönste Frau die ich je gesehen hatte – Dabei hatte ich solche Gedanken nie gehabt. Ich spürte wie sich mein Verstand vernebelte. „Warte warte.. Ich will doch erst einmal den Ausblick genießen.“ Gestand ich ihr. Es folgte ein herzhaftes Lachen. Kurzerhand überquerte ich die letzten Meter zu ihr, faste sie jedoch nicht ein. Es war anders sie so zu sehen. Denn obwohl ich deutlich das Verlangen nach ihr spürte und sie am liebsten gleich ihr auf der Terrasse nehmen wollte, hielt mich zurück. Arsen einfach anzufassen war nicht mehr erlaubt. Ich konnte sie nicht einfach irgendwo berühren ohne eine Reaktion ihrerseits zu erwarten. Schon die Berührung an ihrer Stirn hatte sie erschreckt. Ich lockerte meine Gedanken auf, schaute ihr in die Augen „Es ist nicht weit.“ Sagte ich und lief auf die Treppen zu. „Du brauchst auch keine Angst zu haben… es wird sicher niemand dich sehen.. niemand außer mir.“

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Sehr wahrscheinlich hatten diese Worte sehr viel mehr verändert als ich zuerst gedacht hatte – mir war klar, irgendwann hatte es zu dieser Situation kommen müssen. Jemand sagte etwas, dass er nicht so meinte und letzten Endes blieb man doch nur verletzt zurück. Sonderlich viel dagegen unternehmen konnte man nicht, zumal ich wirklich nicht nachgedacht hatte. Wie denn auch? Mein Kopf spielte verrückt, und meine Gefühle gingen ohnehin schon längst alle gegen mich an. Silvan war nicht unschuldig daran, und das wusste er ganz genau, jedoch war es dennoch falsch gewesen ihm vorzuwerfen das er der Grund dafür gewesen war das ich überhaupt abgehauen war. Nicht er war Schuld daran was passiert war, sondern ich alleine. Ich hatte die Situation nicht im Griff gehabt, hatte meine Gefühle nicht einfach Beiseite geschoben und weiterhin so getan als wäre alles in Ordnung. Zumindest soweit es nun einmal ging. Wir hätten auch einfach weitermachen können wie gehabt, hätten den Kuss vergessen oder wenigstens verdrängen können. Silvan hatte das wahrscheinlich sogar getan, nun aber kam ich mir doch ziemlich dumm war. Gott, ich bildete mir doch ohnehin die ganze Zeit einfach nur irgendetwas ein, hatte Gedanken die weder angebracht noch gesund waren. Er war ein Vampir – 600 Jahre alt und somit nicht nur ein klein wenig älter als ich. Dafür sah er aber doch sehr viel besser aus als manch 50-Jähriger dieser Zeit. Um ehrlich zu sein war er sogar sehr viel besser gebaut als manch normaler Mensch meines Alters. Oh wow – es war ihm also wirklich egal das er gerade nackt vor einer Hütte, mitten im Wald stand? Amüsiert und möglicherweise doch etwas überrascht darüber schob ich meinen Kopf zum Fenster neben der Tür und sah ihn schmunzelnd an. Nackt baden? Gott er hatte wirklich viel zu viel Spaß daran sich gerade über mich lustig zu machen! Irgendwie musste ich ihn doch zum Schweigen bringen können ohne mich dabei selbst lächerlich zu machen. "Wen nennst du hier bitte prüde?", fragte ich lachend und öffnete die Tür bereits. "Du bist doch derjenige der hier die ganze Zeit auf Abstand bleibt," was wahrscheinlich auch nichts besser machte. Den Abstand jetzt fallen zu lassen würde rein gar nichts verbessern. Ich grinste in mich hinein. "Ich wollte schon immer nackt schwimmen gehen," stellte ich fest und hob das Handtuch etwas hoch. Ich warf es ihm lachend zu, verdrehte die Augen und trat aus der Hütte. "Los, wo gehen wir schwimmen? Du kannst mir nicht ein Angebot machen und dann nichts tun," stellte ich grinsend fest. Gott ja – er hatte einiges zu bieten, und zu weit konnte ich wohl doch nicht gehen. Zumal ich wirklich nicht wollte dass das hier dann doch noch bloß ein Eigentor war. Was es sehr wahrscheinlich doch werden würde, schließlich stellte Silvan sich noch nicht einmal im Geringsten an.

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    Silvan Kilton
    Für ein paar Sekunden vergaß ich meinen Stolz und die merkwürdige Situation. Arsen zu ärgern fühlte sich normal an. Genau so, wie vor dieser ganzen Scheiße. Mir war klar das Arsen das Ganze nicht mit einem Lachen einfach aufnehmen konnte. Sie konnte es allerdings versuchen. „Angestarrt kann man das nicht nennen.“ Stellte ich fest. Doch sie hatte recht. In den wenigen Momenten, in denen ich realisiert hatte, dass das Handtuch weg war, hatte ich das Bild bereits gespeichert. Ihre animalische Art hatte mich angemacht und beinahe erregt. „Aber sie waren kaum zu übersehen!“ Ich zeigte auf ihre Oberweite. Zwar hatte ich Arsen schon immer als wunderschön und gut gebaut gesehen, es jedoch nie näher ausgeführt. Doch verdammt… sie war einfach heiß. Sie hatte nicht nur unglaubliche Augen, die ihre Ausstrahlung in Höhen trieb.. Sie war auch noch gut gebaut. Sie hatte eine schöne Figur und kein Gramm zu viel oder zu wenig. War das etwa Gene? Oder trieb sie heimlich Sport? Tatsächlich hatten wir nie über ihre Hobbys gesprochen. Ich konnte mir ein weiteres breites Grinsen nicht verkneifen. Es war keine gute Idee sie in diese Richtung zu treiben. Zwischen uns war die Luft bereits angeheizt und ich war auch noch der Typ Kerl, der auf starke Frauen stand. Dass ich überhaupt solche Empfindungen hatte überraschte mich. War ich über meine Ehe hinweg? Ich hatte absolut keine Ahnung. Arsen ging einfach an mir vorbei. Zuerst glaubte ich sie doch gekränkt zu haben, doch da entriss sie mir das Handtuch, dass gerade noch mein bestes Stück bedeckt hatte. Verdutzt schaute ich ihr nach. Sie verschwand in der Hütte. Ich hörte wie sie das Schloss umdrehte und mich somit aussperrte. Ich stellte mich kurz vor die Tür „Ach…“ machte ich und ging einen Schritt zurück. Es wäre zu einfach die Tür einfach raus zu reißen… oder ein Fenster einzuschlagen. Erst recht wenn sie eine derartige Bemerkung machte. Amüsiert lehnte ich mich gegen das Geländer der Terrasse „Es ist ein wirklich schöner Tag um sich zu sonnen. Komm doch raus und wir gehen nackt baden.“ Scherzte ich. Es hatte mich noch nie gestört nackt zu sein. Arsen schien das noch nicht bemerkt zu haben. Nach 600 Jahren sollte man dann doch schon über solche einschüchternden Gedanken und Meinungen hinweg sein. „Du willst also wirklich dass ich mir noch mehr Gedanken über deinen Körper mache?“ fragte ich sie „Ist es für dich etwa eine heiße Vorstellung zu sehen wie ein Mann scharf wird und etwas dagegen tun muss?“ Bisher hatte ich noch nie eine derartige Andeutung gemacht. Doch jetzt konnte ich mich nicht halten. „Hm.. aber ja.. ich denke gerne an dich.“ Meinte ich „An deine Kurven…Mehr Spaß hätte ich ja leider nur, wenn du mitspielen würdest!“ Grinsend schaute ich an mir hinab „Du hast doch bestimmt auch hingesehen was ich zu bieten habe! Also stell dich nicht so prüde hin.“

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Mir ging es gut. Gut war gelogen, schließlich hatte ich gerade versucht den Wald um uns zu zerstören, irgendwie war es mir wenigstens etwas gelungen, und nun hatte ich mich selbst auch noch fast erschlagen. Gut war eine Übertreibung, jedoch die Einzige Möglichkeit um Silvan davon zu überzeugen das es mir wohl doch einfach nur den Umständen entsprechend ging. Auch wenn ich bis jetzt nicht wirklich sagen konnte ob das nun auch wirklich gut war, oder nicht. Meine Finger schlossen sich für einen Moment um seine Hand, als er diese nach mir ausstreckte und mir half unter dem Ast hervor zu kriechen, ansehen wollte und konnte ich ihn aber trotzdem nicht. Und Silvan schien das wirklich als überaus amüsierend zu empfinden. Ich knirschte die Zähne, sah ihn nicht begeistert von diesem Versuch mich aufzuziehen an, und runzelte die Stirn. Er konnte es wirklich nicht bleiben lassen, stattdessen musste er auch noch an seinem handtuch rütteln. Ihm war hoffentlich schon klar das dieses Handtuch nicht festgeklebt war, oder? Eine falsche Bewegung, oder ein unbedachter Moment, und er wäre nackt. So wie ich es gewesen war. "Das war nicht Absicht! Du weißt ganz genau wieso das passiert ist!" Nicht weil ich gewollt hatte das er mich nackt sah! Dabei würde es mich wohl noch nicht einmal so stören, wenn ich nicht wüsste wie die Lage gerade stand. Es war angespannt genug, und seit diesem dummen Kuss war ohnehin alles irgendwie verdreht gewesen. Etwas, dass ich mir wohl doch nur selbst einbildete. Oh nein – jetzt zog er mich also doch wirklich mit dieser Tatsache, oder diesem dummen Unfall, auf. Augenblicklich schoss mir die Hitze in die Wangen, und schnell drehte ich mich von ihm weg. Meine Arme schob ich um mich, verdeckte so meine Brust als könnte er selbst durch meine Kleidung noch sehen was sich darunter befand. "Du hast meine Brüste angestarrt," stellte ich fest und zog somit ihn in den Dreck. Was er konnte, konnte ich schon lange – selbst wenn ich nackt vor ihm gestanden hatte, hatte er eindeutig starren müssen um mich später damit aufziehen zu können. Möglicherweise war es einfach nur ein Versuch die Situation irgendwie entspannter zu gestalten. Ach jetzt wollte er wieder zurück in die Hütte und kochen? Kurz knirschte ich die Zähne, da der Versuch die Situation etwas entspannter zu machen, wohl gescheitert war. Jetzt aber angespannt herum zu laufen wäre wohl das Falsche, auch wenn ich verstand weshalb es passierte. Ich hatte Dinge gesagt die ihn verletzt hatten. Und er hatte Dinge gesagt die mich verletzt hatten. Grinsend drehte ich mich um, lief schnell an ihm vorbei und zog ihm dabei das Handtuch von den Hüften. Ohne ihm auch nur die Chance zu geben irgendetwas dagegen zu unternehmen warf ich mich in die Hütte und die Tür hinter mir ins Schloss. "Ups, das war wohl der Wind!", rief ich ihm zu und lehnte mich gegen die Tür um ihn auch wirklich nicht hinein zu lassen. Wenn er Witze darüber reißen konnte das ich Nackt gewesen war, konnte ich es auch tun. Ich biss mir amüsiert auf die Lippe. Für eine Weile konnte er wohl dann doch noch dort draußen stehen, bis ich ihn auch wirklich damit aufziehen konnte. "Du kannst ja währenddessen weiter darüber nachdenken was natürlich schön an mir ist!", rief ich ihm durch die Tür zu. Leise lachte ich auf, wusste dabei aber doch das mir der Gedanke wohl doch ein klein wenig zu sehr gefiel. Das konnte wohl wirklich nur in Problemen enden.

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    Silvan Kilton
    Mir war herzlich egal was ich gerade an hatte. Das hatte ich Arsen mehr als einmal bewiesen. Ich war nicht so verschlossen was meinen Körper anging. Das hatte wohl auch etwas mit meinem Alter und meiner Erfahrung zu tun. Auch ein wenig damit, dass ich mich für gut gebaut hielt. Ego hin oder her.. Ich schoss aus der Hütte heraus und rief nach Arsen. Ich konnte sie vor Panik nicht sofort Auffindung machen. Wieder so eine Sache die neu war. Ich war es nicht gewöhnt jemanden der mir wichtig war suchen zu müssen. Sofie hatte ich durch unsere Verbindung aufspüren können und meine Kinder waren genauso einfach zu erreichen. Doch Arsen war ganz neu. Sie war nicht nur nicht mit mir verbunden.. sie hatte sich bereits einmal erfolgreich von mir versteckt. Damit war so viel Mist passiert, dass mich die Panik innerlich zerriss und ich mich nicht zusammen reißen konnte. Erst in dem Moment, indem Arsen sich unter einem dicken Ast regte und ihn von sich schob beruhigte ich mich. Sie war okay. Das sagte sie. „Gut..“ Antwortete ich und griff sofort nach ihr um ihr zu helfen. Arsen blickte mir nicht einmal in die Augen. In den ersten Sekunden glaubte ich dass es wegen dem war, dass ich gesagt hatte. Begriff aber bei ihren roten Wangen sofort dass es mein Anblick war. „Wirklich? Du hast mich schon unzählige Male so gesehen.“ Ich wollte nicht scherzen, da ich noch sehr angeschlagen war. Doch bei diesem Anblick war das unmöglich! Sie brachte mich durch ihre Art zum lächeln „Und mittlerweile habe ich dich sogar nackt gesehen. Ich bin wenigstens bedeckt.“ Gleichzeitig rüttelte ich an meinem Handtuch um sie zu ärgern. Das Bild schoss mir durch den Kopf. Ich hatte daran gar nicht mehr gedacht. Sie hatte mich angegriffen und war völlig durcheinander. Meine Sorgen hatten es gut verdrängt. Doch jetzt erinnerte ich mich. Es war wohl das erste Mal, dass mir eine Sache klar wurde. „Mir ist grad etwas eingefallen.“ Begann ich sichtlich amüsiert „Deine Brüste sind ja gar nicht gepusht oder operiert! Die sind ja echt so…“ Was war hier wohl das passende Wort? „Natürlich schön.“ Ich konnte es kaum erwarten zu sehen wie ihre Wangen knall rot färbten. Arsen war gut darin mich zu ärgern, aber das waren unsere Spiele. Es waren inhaltlose Witze gewesen, die mittlerweile sicher keine mehr sein konnten. Ich wusste dass es schwer wurde jetzt noch den Abstand zu wahren und nicht mehr zu wollen. Ihre Menschlichkeit hatte mich stets davor bewahrt Arsen als mehr zu sehen. „Ich geh wieder rein... Falls du nachkommst, kann ich uns etwas kochen. Dann zeig ich dir was in deiner Soße gestern war.“ Trotz meiner Witze spürte ich die Veränderung zwischen uns. Die Worte waren ausgesprochen und standen im Raum. Ich konnte nur nicht verhindern mich von ihr mitreißen zu lassen.

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Mir war klar das es einfach nicht fair war ihm diese Dinge vorzuwerfen, und dabei wirklich so zu tun als wäre es in Ordnung. Es war nicht in Ordnung, ganz und gar nicht. Was konnte ich denn aber sonst tun? Irgendwie musste ich meine Wut doch heraus lassen, und wenn Silvan nun einmal ständig da war, war klar das er es irgendwie abbekommen würde. Ich wollte ihn nicht verletzen. Nicht jetzt und auch nicht in Zukunft, und bereits jetzt tat es mir unfassbar Leid dass ich ihm überhaupt irgendetwas dergleichen vorgeworfen hatte. Alles was er gewollt und getan hatte, war für mich da zu sein, und wie bedankte ich mich dafür? Ich wollte ihn beißen, sein Blut und noch dazu warf ich ihm Dinge an den Kopf die er sich ohnehin schon selbst vorwarf. Gott ich musste mich wirklich einfach beruhigen und zu Verstand kommen! Durch meinen Wutanfall und die vielen Schläge gegen die Bäume in unserer Nähe, hatte ich noch nicht einmal gemerkt wie viel Zeit bereits vergangen war - geschweige denn wie zerstörerisch ich wohl doch war. Ich wollte kein Monster sein, und auch wenn ich keine Menschen angriff wurde ich wohl doch zu einem. Ich griff doch sogar die einzige Person an, die irgendwie etwas für mein Wohl tat. Erschrocken sprang ich zurück, schrie auf und wurde unter einem Ast begraben. Scheiße, war ich das gewesen? Um ehrlich zu sein wusste ich wirklich nicht so Recht was ich von meiner neu gewonnen Kraft halten sollte, es würde es aber wohl doch sehr viel einfacher machen diesen Psychopathen in den Boden zu stampfen. Dorthin, wo er hin gehörte, denn wenn ich Silvans Worten Glauben schenken konnte –oder wollte– war ich nicht die Erste die dieses Monster als sein wundervolles Opfer angesehen hatte. Erneut erschrak ich, zuckte zusammen und hob den Kopf etwas an. Silvan war da. Silvan war allen Ernstes wieder heraus gekommen - war er nackt? Für einen Moment blieb mein Herz stehen, ehe es ums doppelte schneller schlug. Wenn das überhaupt noch möglich war. „Alles gut,“ rief ich ihm zu und schob mich unter dem Ast hervor. Erwischt hatte es mich nicht, zumindest nicht so sehr dass ich wirklich unter Schmerzen stand oder dergleichen. Ich wandte meinen Blick noch nicht einmal vom Boden ab, einerseits wollte ich nicht wissen ob ich fantasierte, vor allem aber konnte ich Silvan jetzt ohnehin nicht in die Augen sehen. „Alles gut,“ wiederholte ich meine Worte und sah für den Bruchteil einer Sekunde zu Silvan. Oh. Schnell wandte ich den Blick wieder ab, biss mir auf die Lippe und räusperte mich. Mir war klar das er mich vorhin nackt gesehen hatte - etwas was jedoch nicht zwingend bedeutete das es mir nun ebenfalls so gehen musste. Gott ich wollte ihn noch nicht einmal nackt sehen! Gut doch, jedoch war das etwas anderes, schließlich hatte ich ihn vorhin noch beißen wollen.

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    Silvan Kilton
    In der Hütte zurück war ich froh über den Abstand zu Arsen. Es war wohl das aller erste Mal, dass ich das überhaupt gewollt hatte. Kein einziges Mal hatte ich daran gedacht Arsen alleine zu lassen oder Ruhe zu brauchen. In jeder Überlegung war sie dabei gewesen. Und das ohne Wenn und Aber. Doch jetzt fühlte ich mich… anders. Ich schätzte sie nicht weniger und doch fühlte ich mich anders. Ihre Worte hatten mich getroffen. Meine Schuldgefühle waren groß genug um meinen ganzen Körper auszufüllen. Auf keinen Fall würde ich Arsen im Stich lassen. Manchmal brauchte auch ich eine Minute für mich. Außerdem musste Arsen sich wirklich abreagieren. Ansonsten würde sie mich gleich wieder anfauchen. Da ich mittlerweile einiges geleistet hatte und diese schwüle Temperatur mich ebenso mitgenommen hatte, entschied ich mich duschen zu gehen. Draußen hörte ich einiges krachen. Ganz besonders gut zu hören war Arsen wie sie schrieb. Ich hoffte wirklich dass nicht rein zufällig eine Patrouille oder ein Jäger hier herum lief. Ich glaubte es zwar nicht, da ich diese Hütte mit Bedacht gewählt hatte.. doch sie schrie sehr laut. Es hatte keiner eine Chance gegen sie. Einen Vampiren würde sie niederstrecken, da diese keinen neuen Vampir erwarteten und einen Menschen zerfleischen. Auch wenn das nicht gerade ein gutes Ende für sie wäre. Sie war sicher. Im Bad verschwunden, löste ich den Wasserhahn in der Wanne für den Duschkopf. Meine Kleider landeten schnell in einer Ecke, viel hatte ich noch nicht. Also konnte ich nicht einfach ständig die Hose wechseln. Shorts waren zum Glück genug da. Unter dem laufenden Wasser schaffte ich es wenige Minuten zu entspannen, selbst obwohl ich Arsen noch immer laut und deutlich hörte. Sie riss sicher schon Bäume aus den Wurzel! Ich dachte über die Worte nach, die sie mir an den Kopf geworfen hatte und das was ich gesagt hatte. Ich hatte sie auch verletzt… Aber welche Wahl hatte ich? Arsen wollte kein Monster werden.. aber dafür musste sie aufhören sich für Dinge Schuld zu geben, für die sie nichts konnte. Ihr Leben war so viel mehr Wert. Das Bild meiner gebrochenen Arsen schimmerte vor meinen Augen. Wie sie auf der Couch gewimmert hatte.. voller Angst und ekel. Sie hatte Angst vor ihm gehabt. Und gleichzeitig hatte sie dieses Glänzen in den Augen. Er hatte sie gebissen und wie es nun einmal war, hatte es ihr gefallen. Ich war mir sicher, dass sie nicht wirklich Gefallen daran gefunden hatte. Er hatte ihr schreckliches angetan! Und doch hatte dieses Gift es ihr eingeredet. Mein Hass für diesen Mann war so enorm. Wütend schlug ich gegen die Wand der Dusche. Leider etwas zu stark. Das Holz brach etwas ein. „Mist..“ murmelte ich. Ich stellte das Wasser nach einem Waschgang ab und stieg aus der Dusche hervor. Ich wickelte mir ein Tuch um die Hüften. Da Arsen nicht hier war und ich sie draußen hörte dachte ich mir nichts dabei einfach das Bad zu verlassen und mir die Shorts aus der Tasche zu greifen. Dass ich im nächsten Moment jedoch einen völlig neuen Schrei von ihr hörte – einen wie den, den sie damals bei meinen Wutanfall hatte – hatte ich nicht glauben können. Das war definitiv kein gewollter Schrei! So schnell ich konnte rannte ich aus der Hütte heraus in den Wald hinein „Arsen?!“ fast schon panisch schrie ich. Ihr durfte nichts passiert sein. Verdammt.. nicht schon wieder! Nicht ihr! „ARSEN?!“

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    Sofie
    "Ich bin ja dafür, dass wir beide noch eine Runde tanzen und auch das wir die Zweisamkeit genießen. Aber wenn ich das richtig sehe, dann möchtest du mich schneller auf der Matte haben, als du zugeben möchtest." Ich wackelte mit den Augenbrauen und strich langsam mit den Fingern über die seinen, bevor ich breit lächelte. Ich mochte es einfach, wenn wir beide den anderen ansehen konnten und auch genau wusste, was wir gerade dachten. War das nicht eine gute Entscheidung, dass wir uns mit der Wandlung Zeit ließen? Ich drückte seine Hand und schaute danach auf, als der Kellner kam. Ich reichte ihm meine Karte und gab danach die Summe und auch das Trinkgeld ein. Aber wir beide mussten ja zuerst noch aufessen. Ich schaute auf mein Eis und strich mir erneut was auf den Löffel, wobei ich weiter in die Augen von Elijah schaute. Ich mochte es einfach, wenn ich darin versinken konnte und auch wenn der eine Augenblick einfach nur uns gehörte. Zu schade, dass wir das nicht immer haben würden. Aber es sagte ja auch einfach nur, dass wir mehr für den anderen empfanden und das die Liebe echt war. Was genau wollte ich eigentlich mehr haben? Ich strich mir gerade das letzte Eis auf den Löffel, als er auch schon fertig war. Aber sollte ich mir den Kommentar wirklich verkneifen? "Ich bin wirklich froh, dass du das Eis hattest. Dann kann ich dich besser jagen. Bleibt es dabei, dass wir das ohne Rücksicht machen?" Immerhin war er noch nicht zu 100% fit und da wollte ich ihn auch nicht überanstrengen. Ich wusste, dass der Arzt ihm das okay gegeben hatte.. aber sollte ich das wirklich ausnutzen? Immerhin hatte ihn der Sex schon richtig außer Atem gebracht. Ich hob erneut eine Augenbraue und drückte seine Hand, bevor wir auch schon aufstanden und ich mich enger gegen ihn drückte. "Was meinst du.. möchtest du im freien oder möchtest du lieber in der Halle trainieren?" So würde ich mich auch besser auf die Bedingungen einstellen können. Ich war ja schon gut,, aber ich wusste auch dass er viel versuchen würde und das nur um mich abzulenken.
    Nachdem wir zu Hause angekommen waren, machten wir uns in das Schlafzimmer. Immerhin konnte ich ja nicht einfach mit dem Kleid trainieren. Daher machte ich mir die Haare zusammen und flechtete diese danach zusammen. Ich mochte es einfach, wenn ich wie Lara Croft aussah. Danach zog ich das Kleid aus und machte mich auf den Weg zu ihm. Ich mochte es, wenn ich ihn auf diesem Wege ein wenig reizen konnte. Langsam legte ich die Arme um ihn und danach stellte ich mich auf die Zehenspitzen und legte meine Lippen auf die seinen. "Ich mag es, wenn wir alleine sind. Aber du musst ja unbedingt trainieren gehen." Ich seufzte und rollte die Augen, bevor ich mich in die Hose und auch das Oberteil machte. Wenn ich auf die Jagt ging, hatte ich immer was unbequemes an. Immerhin konnte ich mich so besser bewegen. Nachdem wir beide fertig waren, machten wir uns auf den Weg. Er hatte sich ja bereits ausgesucht, wo wir trainieren würden und ich dachte nicht, dass er sich da noch umziehen würde. Ich strich erneut über seine Wange und danach machten wir uns auf den Weg nach unten. Ich war gespannt, was genau er machen wollte. Immerhin hatte ich da sehr viel, was die anderen Wachen einfach nicht einsetzten. Ich stellte mich in Position und schaute erneut in seine Richtung. Mal sehen, was die Jäger so besonders machte, dass sie dachten, uns besiegen zu können..

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Ich hatte es verstanden. Und ich hatte es mitbekommen. Wenn er dachte das ich noch nicht einmal ansatzweise mitbekommen hatte was er gesagt hatte, irrte er sich. Ich wusste was er mir gesagt hatte. Und ich wusste das ich nicht darauf reagiert hatte – weil ich wütend gewesen war. Weil ich immer noch wütend war, dennoch war es nicht fair diese Wut an ihm auszulassen. Und dennoch ging er auf Abstand. Ob er diesen Moment einfach nur nutzte um das zu tun was er die ganze Zeit über schon hatte tun wollen, oder ob er das hier nur tat weil es das Beste war, wusste ich nicht. Ich wusste nur das ich absolut keine Ahnung hatte wie ich diese Situation denn nun einschätzen sollte. Ich durfte keine Vampire beißen, weil es zu gefährlich war. Weil es eine Bindung herstellen würde, die er nicht wollte. Er wollte nicht das ich jegliche seiner Erinnerungen teilte. Er wollte nicht das ich spürte was er spürte, dass ich wusste was er dachte – und er wollte es auch nicht wissen. Ich konnte es ihm nicht übel nehmen, denn um ehrlich zu sein war das auch nicht wirklich was ich damit gewollt hatte. Ich hatte ihn doch nicht einmal beißen wollen! Schweigend sah ich ihm nach, denn auch wenn ich ihm hier gerade jegliche Dinge aufzählen hätte können die er mir gesagt hatte, hätte es wohl doch nichts gebracht. Er ging auf Abstand, und das zu Recht. Weil sich das hier viel zu schnell veränderte. Einfach so. Damals hatte ich ihn verstehen wollen – das war der Grund dafür gewesen, weshalb ich ständig nach Dingen gefragt hatte, die er dann doch nicht mit mir hatte teilen wollen. Nun aber musste ich mich selbst verstehen, musste diese Dinge nicht einfach nur auf ihn biegen, sondern auch auf mich. Ich musste mich selbst verstehen, und um ehrlich zu sein machte mir das nun einmal sehr viel mehr Angst als sonst etwas. Weil er mir dabei nicht im Geringsten helfen konnte. Während Silvan bereits wieder in der Hütte verschwand, blieb ich einfach stehen. Für einen Moment sah ich ihm noch nach, dann aber tat ich was er gesagt hatte. Ich ließ meine Wut heraus, ich schrie und hämmerte, rannte und tobte mich aus – bis ich irgendwann nicht mehr konnte, bis ich irgendwann einfach absolut keine Wut mehr übrig hatte die ich in den Wald schreien konnte. Stattdessen ließ ich mich lediglich auf die Treppe der Hütte sinken, schloss die Augen und ließ mich zurück sinken. Silvan hatte Recht. Ich war nicht bereit für das hier, das würde ich jedoch auch niemals sein.

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    Silvan Kilton
    „Natürlich will ich sie dir nicht beibringen! Ich wollte es dir nie zeigen. Dieses Leben als Vampir, als das was du nicht sein willst und das was du so schrecklich findest. Ich will es dir nicht beibringen wollen. Ich wollte nie dass du zu einem Vampir wirst.“ Stellte ich klar „Aber es ist jetzt so und ich will dass du alles weißt damit du wenigstens weißt woran du bist und ich will dir helfen ein Leben unter den Menschen führen zu können. Du denkst immer noch es würde nicht gehen… aber das tut es! Sei es als Raubtier, wie dieses Vieh, oder als Bodenständiger Vampir. Du wirst nicht gezwungen Menschen zu töten oder besser zu sein als sie. Du kannst ganz normal unter ihnen leben. Du musst es nur lernen.“ Anders ging es nicht. Sie musste nicht für immer ein Monster sein. Ich hatte seit Jahren nicht mehr aus einem Menschen getrunken. So verlockend und lecker es auch sein konnte. Ich brauchte diesen Rausch nicht um mich gut zu fühlen. Das tat sie auch nicht. Dafür musste sie sich Kontrollieren und ihr Leben in den Griff bringen. Ein Vampir der sich selbst und seine Seele verlor endete so wie dieser Kerl. Arsen trat ein Schritt auf mich zu und entschuldigte sich. Ich rechnete es ihr hoch an, konnte sie dennoch nicht lange ansehen. „Ich habe kein Ärger nur weil ich dir helfen will. Du bedeutest mir etwas und deswegen bin ich für dich da.“ Damit ging ich wieder an ihr vorbei zur Treppe „Du musst noch eine Menge lernen. Du hast sicher nicht einmal die Hälfte von dem mitbekommen, dass ich dir vorhin über uns gesagt habe.“ Ansonsten hätte sie sicher darauf reagiert. Sie konnte doch nicht als Mensch auf jede Kleinigkeit von der Vampirwelt anspringen und nun als Gewandelte nicht einmal überrascht über diese Tatsachen sein. Wäre es so gewesen… hätte ich die neue Arsen neu studieren müssen. Denn dann wäre ich mehr als Überrascht über den Wandel ihres Charakters. „Wenn du soweit bist, kannst du kommen.. Ansonsten tob dich aus. Zerstör Bäume, zerschlag Steine. Lass deine Wut raus und lern sie in deine Kraft zu fixieren. Du wirst es brauchen.“ Ich war kühler zu ihr als ich es wollte. Doch so viel Preis zu geben und so viel Wut zu verspüren ließ mein Herz für einen Moment gefrieren. Ich wusste dass sie vor Wut einiges gesagt hatte und dass sie keine Wahl hatte. Sie musste ihre Wut raus lassen. Sie hatte verdammt nochmal das schlimmste überhaupt erlebt. Es war nur nicht leicht zu vergessen wem sie die Schuld für all das gegeben hatte. Zumal ich ihr dabei Recht gab.

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    So hatte es nicht enden sollen. Es hatte noch nicht einmal so weit kommen sollen, denn alles was ich versucht hatte irgendwie zu erreichen war .. ich wusste es noch nicht einmal. Ich konnte nicht wirklich sagen was ich damit hatte versucht zu erreichen, denn um ehrlich zu sein hatte ich wohl die ganze Zeit über nicht sonderlich viel nachgedacht. Ich hatte mich von meinen Gefühlen leiten lassen, hatte mich von der Wut auf dieses Monster und mich selbst treiben lassen – in eine Richtung in die ich gar nicht hatte gehen wollen. Dabei merkte ich noch nicht einmal wie sehr ich Silvan wohl eigentlich verletzte. Mein gesamtes Leben hatte nur daraus bestanden meine Eltern glücklich und stolz zu machen, weil es mich glücklich gemacht hatte. Nun waren sie nicht mehr da, und alles was mir übrig blieb war zu versuchen irgendwie etwas zu tun was mich an sie denken ließ. Ich wusste das Silvan Recht hatte – ich wusste es. Ich wollte es lediglich nicht hören. Warum sollte ich Schuld sein? Ganz einfach weil es nun einmal so war! Ich knirschte die Zähne, bohrte meine Nägel in meine Haut. Er wusste doch genauso das ich Schuld daran trug das meine Eltern nicht mehr hier waren! Augenblicklich verzog ich das Gesicht, wandte den Blick von meinem Spiegelbild im Wasser ab. Was wollte er damit bitte erreichen? Wollte er mir jetzt helfen oder dafür sorgen das es mir nur noch schlechter ging als ohnehin schon?! "Lass los!", knurrte ich ihn an. Silvan aber bewegte sich kein Stück. Gott er hatte doch absolut keine Ahnung was gerade los war! Wütend griff ich nach seiner Hand, Silvan aber ließ mich schließlich doch schon los. Sofort richtete ich mich wieder auf, drehte mich in seine Richtung. "Ich weiß das er sie getötet hat!" Das war es doch nicht einmal. Ich wusste es, und ich würde ihn dafür töten. Ich würde ihn finden, töten und leiden lassen. Für all die Dinge die er mir angetan hatte. Und das obwohl Silvan gesagt hatte das er es für mich tun wollte. Das er dieses Monster töten wollte, dass er ihn leiden sehen wollte bevor er ihm den Gnadenstoß gab. Kopfschüttelnd wandte ich mich wieder ab, da ich mittlerweile doch wirklich absolut nicht mehr wusste weshalb wir stritten – oder worum es denn nun ging. Es ging ihm schlecht. Und es ging mir schlecht. Trotzdem benahm ich mich hier gerade wirklich so als wäre ich die einzige Person mit Problemen. Als wäre ich die wichtigste Person überhaupt. "Es würde dir den Ärger ersparen mir Dinge zu lernen die du mir nicht lernen willst," oder die ich nicht lernen wollte. Schwer schluckend wandte ich den Blick in Richtung Boden. Das hier brachte doch nichts. Rein gar nichts. Schweigend trat ich wieder näher an ihn, schluckte die Wut die ich auf dieses Monster hatte hinunter. Es war nicht fair. Ihm gegenüber nicht, und dieses Monster sollte ruhig erfahren was er getan hatte. Er sollte leiden. "Es tut mir leid," murmelte ich leise, bewegte mich aber nun kein Stück mehr. Diese verdammten Stimmungsschwankungen mussten bald wirklich aufhören.

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    Silvan Kilton
    Ich hätte wissen müssen das Arsen diese Dinge wütend genug machten um ich anzugreifen. Dennoch war ich raus gegangen und hatte geglaubt sie würde drinnen für sich ausrasten. Es kam anders. Arsen folgte mir aus der Hütte, packte mich an meinem Arm und warf mich gegen einen Baum. Mein Rücken knackste heftig. Ein Mensch hätte das nicht überlebt. Ich holte tief Luft – Ich durfte mich nicht verlieren… Langsam baute ich mich wieder auf, renkte meine Knochen ein. Es führte zu einem schmerzhaften Stechen in meiner Wirbelsäule, dann war alles wieder okay. Dennoch spuckte ich Blut raus, da sie mich überrascht hatte und ich mir auf die Wange gebissen hatte. „Deine Eltern?“ ließ ich fast schon höhnisch hören. „Arsen, ich habe mit keinem Wort auch nur deine Eltern erwähnt. Das hast DU dir nur gedacht weil du weißt ich habe recht. Es war sofort dein erster Gedanke ohne dass ich es sagte.“ Schoss es heraus. „Sie waren alles was du hast. Jetzt nicht mehr.“ Stellte ich klar. Ich würde ich nicht von meiner Wut leiten lassen dürfen. Arsen musste runter kommen. „Hör auf damit!“ schrie ich sie an damit sie hörte. Langsam kam ich wieder auf sie zu „Warum solltest du bitte Schuld daran sein?“ es war eine ernst gemeinte Frage. Ich packte Arsen an ihrem Arm „Komm mit!“ knurrte ich und zerrte sie zu einem großen Regentonne, die am Fuß der Treppe stand. „Sieh da rein!“ Befahl ich ihr, sogleich drückte ich ihren Kopf runter, damit sie sich selbst im Wasser sehe. „Ein Monster hat deine Eltern getötet. Ein krankes Monster das sich von seinen animalischen Trieben leiten lassen hat. Ein Tier, dass sich nicht kontrolliert und es geil fand jemanden für sich zu haben. Nicht du!“ ich ließ sie weiter schauen bevor sie sich wehrte „Und wenn du nicht endlich begreifst dass deine Wut nicht gegen dich oder mich sein sollte oder dem was du geworden bist DANN kannst du auch verhindern dass du genauso wirst. DU hast Angst davor ein Monster zu sein? Dann hör auf dich so zu benehmen. Und begreif doch endlich das dieser Dreckssack sie getötet hat. Das du nichts damit zu tun hast. Du bist vermutlich nicht die erste und wirst nicht die letzte sein. Einzig erst ist schuld an diesem Scheiß. ER hat sie getötet. Er hat dir genommen was du liebst.“ Ich trat von ihr weg „Ein Vampir wie er ist nicht mehr menschlich. Sie haben sich verloren und wollen alles haben, dass ihnen vor die Füße tritt. Jeder der ihn auch nur anlächelt, abweist oder vielleicht nur schwarze Schuhe an hat kann diesen Trieb in ihn erwecken. Daran hat niemand Schuld außer er.“ Die Wut in mir klang ab.. ich verstand wieso sie sich so fühlte „Ich habe gesehen wie meine Kinder zerfetzt wurden Arsen. Sie wurden vor meinen Augen auseinander genommen. Ich weiß wie es ist Schuldgefühle zu haben. Ich weiß wie es ist zu glauben das eigene Leben sei nichts wert und warum sollte man selbst leben, wenn doch sie es nicht mehr können. Was bringt es dir nun dein restliches Leben auch noch zu ruinieren? Wer gewinnt? Sag es mir! Wer hat etwas davon wenn du dich entscheidest dich aufzugeben?“

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    ARSEN 'Grace' Joseph
    Ich hatte nie gewollt das wir stritten. Oder das wir aneinander gerieten, wegen Kleinigkeiten die wir wohl doch nicht so Recht meinten wie sie ausgesprochen wurden. Ich wollte Silvan keine Vorwürfe machen, im Moment aber sah ich nun einmal einfach keinen Grund dafür es nicht zu tun. Er wusste doch genauso gut wie ich das ich es nicht ernst meinte – das tat ich doch auch nicht, oder? Ich machte ihm keine Vorwürfe. Er hatte mich nicht verwandelt, er hatte mich immer nur beschützen wollen. Nun stand ich aber doch hier, war zu einem beschissenen, unkontrollierten Monster geworden das noch nicht einmal Ahnung davon hatte was morgen kam und wie ich mich dann schlagen würde. Ich wollte es noch nicht einmal wissen. "Ich habe nie gesagt du hast keine Ahnung von Vampiren!" Hörte er mir überhaupt zu? Nein. Nein, das tat er verdammt nochmal nicht. Er hörte mir nicht zu, und ich musste die Folgen dafür tragen. Dabei gab er mir ja noch nicht einmal wirklich die Chance meine Gedanken zu sortieren, stattdessen stand ich einfach nur da und .. wusste nicht weiter. Wie auch? Er warf mir Dinge an den Kopf die nicht wahr waren. Und er sagte Dinge zu mir die ich nicht hören wollte, wahrscheinlich aber musste. Und dann zog er meine Eltern mit ins Spiel. Ich spannte mich an, mein Magen drehte sich und mein Herz begann schmerzhaft zu pochen. Dachte er das er damit auch nur irgendetwas erreichen würde? Das er mich damit zur Vernunft bringen konnte? Er verletzte mich damit nur! Und ich zog seine beschissene Familie auch nicht in diese Situation! "Du bist ein gottverdammtes Arschloch Silvan!" Silvan aber schien wirklich nicht mehr angetan davon zu sein in meiner Nähe oder dieser Hütte zu sein, stattdessen begab er sich auch schon hinaus. Sofort folgte ich ihm, ließ mich noch nicht einmal davon beeindrucken das er schnellstmöglich einen Rückzug starten wollte. Schnell holte ich auf, packte ihn am Arm und stieß ihn in nur einem Ruck gegen einen der Bäume. "Wage es verdammt nochmal nicht meine Eltern auch nur irgendwie in diese beschissene Situation reinzuziehen! Sie sind tot, und sie waren verdammt nochmal alles was ich hatte!" Er hatte doch absolut keine Ahnung wie es für mich war. "Meine Eltern sind tot und das wegen mir! Weil ich irgendeinen beschissenen Psychopathen angeschleppt habe ohne es zu wissen!" fuhr ich Silvan an. Schnell stieß ich mich wieder von ihm weg, schüttelte den Kopf.

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