Mystic World [RPG]

Mystic World [RPG]

9861 Antworten [Letzter Beitrag]
Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 01.02.2011
Beiträge: 29220
Blutstropfen: 90168
Mystic World [RPG]

( Das ursprüngliche Mystic World [RPG] )

Angelbird hat dieses RPG übernommen. Meldet euch also bei ihr :)

Dieses RPG bietet die Möglichkeit jederzeit einsteigen zu können und seine eigene Geschichte zu schreiben - seid kreativ und helft uns eine Welt zu kreiieren, die die kühnsten Träume und Wünsche wahr werden lassen.

Story
Willkommen in Mystic World - ein Ort für magische Wesen, die im Alltag keinen Platz mehr finden oder einen Zufluchtsort brauchen, weil sie kein zu Hause mehr haben.
Mystic World ist ein riesengroßes, magisches Schloss, in dem die verschiedensten Wesen zusammen kommen und miteinander leben. (Achtung: Es ist KEINE Schule) Jeder hat sein eigenes Zimmer, das man mittels Vorstellungskraft einrichten kann, so wie man es möchte, die Schränke bieten eine unendliche Auswahl an Kleidung. Es reicht der bloße Gedanke an ein Kleidungsstück und schon erscheint es im Schrank in der passenden Größe. Mystic World ist aber nicht irgendein Schloss, es verändert sich - es wächst ständig mit und gibt jedem was das Herz begehrt, selbst die verrücktesten Dinge, die ganz eurer Fantasie überlassen sind.

Der Aufbau des Schlosses (einige Fixpunkte)
Die Eingangshalle bildet den zentralen Ankunftspunkt wenn man das Schloss betritt, von der aus eine breite Treppe in die oberen Stöcke führt. Durchquert man die Eingangshalle einfach führt eine Tür nach hinten wieder hinaus, die in den riesigen Garten führt, der verschiedene Bereiche hat (Irrgarten, Rosengarten, Außenpoolbereich usw.). Wendet man sich in der Eingangshalle der anderen Tür zu, die gegenüber der Treppe liegt, so betritt man einen riesigen Speisesaal (vergleichbar mit der großen Halle von Hogwarts), allerdings essen die Bewohner von Mystic World sehr unterschiedlich und meistens wird der Speisesaal eher als Raum für Parties oder Bälle verwendet. Durchquert man den Saal, so gelangt man in eine geräumige Küche, in der immer so gut wie alles zu finden ist, was man so benötigt. Es gibt verschiedene Kühlschränke mit den unterschiedlichsten Speisen und Köstlichkeiten, natürlich gibt es auch für die Vampire einen extra Kühlschrank, in denen das Blut verstaut ist.
Zurück zum Schloss im Allgemeinen: Es befinden sich verschiedenste Zimmer, wie bereits erwähnt im Schloss, wobei einige immer fix vorhanden sind:
Bibliothek
►Musikzimmer (hier ist jedes Musikinstrument vorhanden)
Kaminzimmer (großer PlasmaTV drin, mit einer großen Couch und allen möglichen Technikkrimskrams), hat aber auch eine eigene kleine Bar
Computerraum
Wellnessbereich mit Pool, Whirlpool, Dampfbädern, Sauna usw.
►riesiges Kellergewölbe mit Kerkern und Katakomben, der über eine kleine Seitentür in der Küche erreichbar ist, aber auch durch unzählige Geheimgänge
►Türme & Turmzimmer
►für Meerjungfrauen gibt es eine unterirdische Grotte, über die sie vom Meer aus zum Schloss gelangen (diese befindet sich versteckt im Wellnessbereich), damit sie sich nicht extra in Menschen verwandeln müssen
►Trainingshalle mit einem Bereich für Fitness, aber auch für ausgiebigen Sport
Home-Cinema
►Euch fällt noch was ein? Keine falsche Bescheidenheit, baut es ein und lasst der Fantasie freien Lauf...

Die Grundtypen von Wesen
Vampire
Ihr alle kennt einen Vampir, aber das besondere hier ist, dass ihr die freie Wahl habt, wie genau er sein soll: Glitzert er wie die Twilightvampire oder haben sie eine menschliche und unmenschliche Fratze, wenn sie zum Vampir werden wie in Buffy? Es ist ganz euch überlassen, aber die unterschiedlichen Vampirarten, sind dann eben verschiedene Stämme/Rassen. Was die Verwandlung anbelangt: Ihr könnte entscheiden, wie sich jemand in einen Vampir verwandelt (Blutaustausch, per einfachem Biss wegen einem Gift usw.) Außerdem könnt ihr auch entscheiden, wie der Biss eines Vampirs auf einen Nicht-Vampir wirkt und welche Gefühle geweckt werden. (Vampire unterstehen dem hohen Vampirrat, der Vertreter für jeden Vampir/Clan ist und sind natürliche Feinde der Werwölfe)

Hexen
Nungut, hierbei brauche ich glaube ich kaum etwas zu erklären, außer, dass Hexen sich Magie zunutze machen und zaubern können. Ihnen ist die magische Kraft angeboren, aber ihr dürft euch aussuchen ob es eine moderne Hexe sein soll oder eben eine ganz traditionelle mit Besen, spitzem Hut und solchen Sachen.

Werwölfe
Werwölfe sind Menschen, die sich zu jeder Zeit in normale Wölfe verwandeln können, aber an Vollmond werden sie zu fleischfressenden, aggressiven Monstern, die nichts anderes wollen außer morden und töten. Sie haben keine menschliche Seite an Vollmond und können sich meistens an nichts erinnern, wenn der Vollmond vergeht. Verwandlung: passiert durch einen Biss in Werwolfsgestalt oder einer Vererbung
(Werwölfe unterstehen dem Alpha-Wolf und Rudelführer, der Vertreter für alle Rudel und Versprengte ist und sind natürliche Feinde der Vampire)

Meerjungfrauen
Sie verwandeln sich erst wenn sie in Kontakt mit Wasser kommen und bekommen erst wieder Beine, wenn sie vollständig getrocknet sind. Das Aussehen ist euch überlassen (also Farbe der Flosse usw.) Die Gabe von Meerjungfrauen hat meist mit Wasser zu tun, sie können aber alle unter Wasser atmen und leben nicht im Schloss, sondern in einer Grotte im Meer, wobei ein unterirdischer Wasserkanal ins Schloss führt. Dort haben die Meerjungfrauen ebenfalls eigene Zimmer, die eben mit Wasser umgeben sind, aber auch im Trockenen liegen können und teils sehr modern sind. Der Vollmond hat auf Meerjungfrauen eine besondere Wirkung, da sie ihren Verstand fast verlieren und unberechenbar werden. Nur ältere Meerjungfrauen besitzen die innere Stärke um der Wirkung des Vollmondes zu widerstehen.

Feen
Feen sind als Feen geboren worden, sie können nicht andere in Feen verwandeln oder dergleichen. Sie sehen aus wie normale Menschen, können sich aber in Feen verwandeln: Sie bekommen Flügel und bei Bedarf/Lust ein eigenes Outfit. Sie haben besondere Gaben und können in menschlicher Gestalt nur wenig zaubern, außerdem ist Feenblut für Vampire besonders wertvoll und verführerisch.

Menschen mit besonderen Fähigkeiten
Normale Menschen, die aber eine Gabe besitzen und ebenfalls einen Platz in Mystic World haben.

Sonstiges
Euch sind die Grundtypen zu langweilig oder könnt euch nicht entscheiden? Dann gibt es eine einfache Lösung: erstellt einen Mischling (halb Vampir/halb Hexe, halb Fee/halb Werwolf usw.) oder erschafft euren eigenen Charakter. (Vielleicht habt ihr ja schonmal einen Film/Serie gesehen in dem/der ein Fabelwesen vorkam, das ihr schon immer einmal verkörpern wolltet -> Sailor Kriegerin, Dämon, Halbgöttin usw...)

Spielerzahl: unbegrenzt

Steckivorlage
Spieler: (euer HoN-Name)
Name: (Name des Charas)
Alter: (Wie alt ist der Charakter? Vampire usw. können auch älter sein)
Geschlecht: (weiblich oder männlich)
Wesen: (Fee, Vampir, Werwolf, Hexe, Mensch mit Gabe, Meerjungfrau oder der Name eurer eigenen Kreation usw...)
Aussehen: (bitte mit Link oder ausreichende Beschreibung)
Aussehen bei der Verwandlung (nicht notwendig bei Vampiren, Hexen und Menschen):
Gabe:
Beziehungsstatus: (Single, vergeben, usw.)

Alle Steckis und Informationen die ihr braucht findet ihr in dieser Gruppe ---> Gruppe
PS.: Wer in die Gruppe nicht reinkommt, soll bitte einfach auf beitreten klicken und ich werde ihn schnellst möglichst hinzufügen. Danke - Angel :)

Regeln:
*Es gelten die offiziellen RPG Regeln!*

1.) Stecki bitte mir als PN schicken
2.) Fähigkeiten dürfen nicht zu perfekt sein oder zu stark und auch nicht zu viele
3.) Streit wird nur innerhalb einer RPG-Story geduldet
4.) Es wird erst mitgespielt, wenn ich es erlaube - das heißt: wenn ich den Stecki bestätigt habe
5.) Schreibregel:
"..." - sprechen: "Hey, wie gehts dir?"
normale Sätze sind Beschreibungen was ihr tut: Ich ging in den Speisesaal um zu frühstücken.
//...//- denken: //Was soll ich bloß tun?//
(...) - alles was nicht zum RPG gehört: (Ich gehe jetzt off)
6.) Schreibt euren Namen bitte über euren Post.
7.) Um es für Euren Partner und euch selbst aufregender zu machen, werden mehr als 4 Sätze pro Post verlangt.
8.) Wenn ihr aus dem RPG aussteigen wollt, müsst ihr einfach Bescheid geben :)
9.) Bei Schwangerschaften und dem Tod eines Charas, muss sich eine Erlaubnis von mir eingeholt werden, ansonsten ziehe ich Konsequenzen.
10.) Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Schreiben!

You think that you know me..
⠀⠀⠀⠀⠀But you can’t see my lonely heart

Diskussion

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Carter war wirklich ein lieber Kerl. Er gab sich wirklich Mühe damit mich wegen meines vampiränlichen Wesens oder meines zu jugendlichen Körpers nicht verlegen zu machen. Er behandelte mich wie eine Gleichaltrige, auch wenn ich nicht so aussah. Gern wäre ich in einem Körper, mit dem ich ihn auch beeindrucken konnte - so wie Rose ihm seine Brüste entgegenstrecken konnte - aber so war es eben nicht und es war auch nicht schlimm. Ich wollte nicht unbedingt etwas von Carter, auch wenn ich ziemlich untervögelt war. Ich mochte ihn als einen Freund und er gab sich wirklich Mühe so zu tun, als wäre diese Freundschaft zwischen uns ganz gewöhnlich und problemlos. Allerdings war das nicht ganz die Wahrheit, denn ich konnte ja nicht einmal mit ihm zu seiner Arbeit, um ihm Gesellschaft zu leisten. Er arbeitete in einem Pub und wenn ich nachts dann wach war, konnte ich nicht einmal zu ihm gehen, weil ich so jung aussah, dass sie mich nicht reinließen, ohne Probleme zu machen. Das erste Mal rausgeschickt worden zu sein, war schlimm genug gewesen. Ein zweites Mal hatte ich mir das nicht antun wollen. Also ließ ich es lieber bleiben und wir trafen uns nach seiner Arbeit, auch wenn ich dadurch seinen gesamten Rhythmus durcheinander brachte. Ich hatte ihm bereits gesagt, dass es okay wäre, wenn er das nicht wollte, aber er blieb mir treu und so hatte ich zumindest wenige Stunden in der Nacht übrig, in denen ich etwas zu Lächeln hatte. Sonst wirkten die Nächte nur wieder so trostlos wie immer. Jagen und allein sein. Mehr tat ich ja nicht. So auch heute. Ich hatte den ganzen Tag herumgesessen und mich erst auf den Weg in die Küche gemacht, als ich auf der Uhr gesehen hatte, dass Carter jeden Moment kommen würde. Ich ging also runter und traf ihn in der Küche, wollte ihn schon von Weitem anstrahlen, doch etas trübte meine Laune. Rose stand direkt hinter ihm und lehnte an der Theke. Stirnrunzelnd ging ich zu der Kochinsel und lehnte mich dagegen. "Uhm... hi.", begrüßte ich auch ihn, warf aber noch einen prüfenden Blick auf Rose - fast so als könnte sie jeden Moment einen Überraschungsangriff starten - und sah dann wieder zu ihm. "Ich..." Mein Blick glitt herunter, als Carter sich nach vorn lehnte und sein Tshirt sich um seine Muskeln spannte. Gott wieso war er so breit und maskulin? Das war wirklich nicht fair! Ich ließ mir nichts anmerken und sah ihm wieder in die Augen, als Rose mich unterbrach. Moment, sie... was?! Entgeistert sah ich sie an, als sie den Kühlschrank öffnete, zwei BLutbeutel herausholte und sie mir reichte. "So nett bist du doch sonst nicht zu mir...", murmelte ich verbittert und knirschte leicht mit den Zähnen, als ich die Beutel betrachtete. "Äh... Danke.", sagte ich nur knapp und sah wieder zu Carter. "Kommst du? Du hast versprochen den Film mit mir zu sehen.", erinnerte ich ihn. Außerdem... wollte ich nicht hier unten bei Rose sein. Auch wenn sie gerade einen Nettigkeitsanfall gehabt hatte, wollte ich keine Zeit mit ihr verbringen. Also hielt ich mich von ihr fern, was ich aber nicht von Carter behaupten konnte. Er schien sie öfter in der Bar zu sehen, in der er arbeitete. Jedenfalls erwischte ich die beiden immer häufiger wie sie zusammen zurück kamen. Mir sollte es egal sein. Carter war ein freier Mensch und solange er sie nicht gegen mich ersetzte und mich komplett vergaß, sollte es mir egal sein. Auch wenn es mich zugegeben ein wenig wurmte die beiden Tag für Tag zusammen zu sehen. Rose interessierte sich doch sonst nicht für die Menschen!

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Die nächsten paar Tage gingen überraschend gut vorbei. Es gab keine unschönen Auseinandersetzungen mit Rose mehr, Wenn dann flirtete sie mit mir sobald sie mich irgendwo sah. Gemma ließ sich auch die nächsten Male nicht davon überreden mit mir baden zu gehen und allgemein wollte sie auch nicht raus, wir hielten uns also in den Aufenthaltsräumen auf oder in den Grotten, jedoch war nur ich da im Wasser. Am zweiten Tag war ich dann abends wieder raus aus Mystic World und hatte mich in Bars und Restaurants in der Nähe umgehört und tatsächlich, hatte ich bereits am ersten Abend meiner Suche eine irische Bar gefunden die mich als Barkeeper abends haben wollte, nachdem ich etwas Probe gearbeitet hatte. Die Bezahlung war in Ordnung, ich konnte nicht viel erwarten, Da es keinen offiziellen Arbeitsvertrag gab, ich konnte nicht das Risiko eingehen falls man mich doch suchte. Meine Schwester meldete sich nach wie vor, rief mich mindestens einmal täglich an, Aber ich brauchte es noch nicht über mich. Ich war erst knapp einen Monat komplett von zu hause weg, Aber ich könnte ihr auch nocht ewig aus dem weg gehen. Dem Besitzer schien meine schwarz Anstellung nicht viel auszumachen, Er freute sich über eine billige Arbeitskraft. Gemma war an einem Abend mitgekommen, Aber ich hatte Probleme mit dem Besitzer bekommen, Der gesagt hatte ich solle meine kleine Schwester nicht mitbringen, Da Leute unter 21 nicht in Bars durften. Das hatte mir für Gemma echt Leid getan, Aber so war ich die Abende in der Bar alleine. Das lief alles ein wenig blöd, denn gerade abends und bis Mitternacht war Genma dann auch wieder wach gewesen, Aber die Bar hatte mich eben nur dann gewollt. Ich blieb dann nach meiner Schicht noch etwas ihr zu liebe wach, sodass sich mein Schlafrhythmus auch total verschob, ich aber schon nachmittags aufstand, statt bis Sonnenuntergang zu warten. Apropos Sonnenuntergang. Circa eine Woche arbeitete ich schon, als eines Abends eine Gruppe von drei ziemlich blasen Leuten in die Bar kam und sich an einen Tisch setzte. Ich erkannte mittlerweile dass sie nicht menschlich waren und besonders eine Blondine erkannte ich. Ich glaubte ja nicht an Zufälle und besonders nicht, als ausgerechnet sie an die Bar kam, um für die Gruppe etwas zu bestellen. Bis dahin hatte ich nicht mal gewusst dass Vampire auch normale Getränke zu sich nehmen konnten. Rose hatte wie immer eine Menge geflirtet und ich die etwas die Augen verdreht, musste sie dann jedoch bedienen. Am ersten Abend hatte ich es noch für Zufall gehalten, Aber die nächsten Abende wiederholte sich das und sie ließ nicht locker, fing dann sogar an ein normales Gespräch mit mir zu führen, anscheinend hatte sie gemerkt, dass frontsles flirten zu nichts führte. Wenn wenig am Tresen los war, redete ich sogar mit ihr, versuchte heraus zu finden was sie wirklich wollte und ob hinter dieses Vampir Fassade nicht doch vielleicht noch eine halbwegs netter Person steckte. So kamen wir dann einige Abende ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass sie doch ganz nett war und sich für Geschichte interessierte, das mal sogar studiert hatte, Aber das war wohl schon Jahre her. Sie hatte also wirklich ein tiefgründiges Wesen, Wenn sie wollte. Heute war sie sogar bis zum Ende meiner Schicht geblieben und wir gingen gemeinsam wieder zurück zu Mystik World, direkt in die Küche, Weil ich einen mega Hunger hatte. Ich hatte gerade Zutaten für einen burger in die Mikrowelle, als Gemma in die Küche kam. Ich lächelte sie an und verschränkte die Arme. "Hi oder guten morgen." begrüßte ich sie und lehnte mich an die Kücheninsel. Ich behielt aus Reflex Rose im Auge, Aber in meiner Gegenwart nahm sie sich Gemma gegenüber meistens zurück. "Lust noch was zu machen? Oder musst du raus?" fragte ich sie. Ich sagte aus Prinzip nicht mehr "auf die Jagd" weil es mir dann doch etwas zu schräg war. "Oh du musst nicht jagen." kam es jetzt in neutralem Ton von Rose, Die von ihrem Hocker rutschte, zum Kühlschrank mit den Bkutkonserven ging und ihn öffnete. "Ich hab Jeremy gesagt er soll dir mal zwei übrig lassen, Vielleicht bist du dann nicht mehr so blass um die Nase wenn du mehr isst." fuhr sie fort und hielt Gemma dann zwei Beutel hin. Ich war zu sehr von der Situation überrascht, als dass ich mit Gedanken über Gemma ihre helle Haut machte, denn Rose war ja auch nicht dunkler. Was ging hier vor? Wieso war Rose auf einmal nett oder hatte ich mich vielleicht doch in ihr getäuscht?

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Ach er verstand das eben nicht! Natürlich nicht, wie sollte er auch? Kerle waren unkompliziert. Sie waren eben einfach.. stumpfsinnig. Eine Frau machte sich so viel mehr Gedanke dazu, ob man sie akzeptierte. Ich fühlte mich nicht weiblich, weil ich keinerlei weibliche Rundungen hatte. Wie sollte ich mich so also wohl fühlen? Vor allem, wenn mir Rose das jeden Tag vorhielt - auch wenn ich einen Scheiß auf ihre Meinung gab. Es waren Fakten, dass ich aussah wie ein Kind. Von ihr täglich daran erinnert zu werden, war also nicht gerade angenehm. Und Typen? Die würden das nie verstehen. Schon gar nicht Carter. Er hatte definierte Muskeln, markante Kiefer und so dichte, glänzende Haare. Er war der Inbegriff von Sexyness. Natürlich konnte er also nicht nachvollziehen wie man sich so minderwertig und abwertend betrachten konnte wie ich es nun einmal tat, wenn es um die sexuellen, körperlichen Aspekte ging. Er war nicht so untervögelt wie ich es war! Er musste nur mit dem Finger schnipsen und Frauen würden sich um ihn scharen, um mit ihm zu schlafen. Ich musste mir einen pädophilen Penner aus der Gosse zerren. "Ich bin nicht verklemmt.", grummelte ich leise und folgte ihm in die Grotte hinein, suchte mir einen glatten Felsen, auf dem ich bleiben konnte und setzte mich hin. Carter legte seine Sachen neben mir ab, zog sich Tshirt und Schuhe aus und sprang halbnackt wie er war in den kleinen, klaren See. "Nein, ich bleib hier." Natürlich sah das spaßig aus und wäre niemand hier, würde ich auch reinspringen, aber es waren eben genug Leute da, die sich fragen würden wo denn das Kind herkam, das in ihrer Grotte schwamm. Ich zog also die Beine an und lehnte mein Kinn auf meine Knie. "Du weißt schon, dass du hier kein Geld brauchst und es genügend Beschäftigung hier gibt? Es gibt viele Kaminzimmer mit Billardtischen und Schwimmbäder, Gärten und so weiter... Bist du dir sicher, dass du da arbeiten gehen willst?" Klar würde ich mitkommen, wenn er wirklich die Bars abklappern gehen würde, aber wieso sollte er freiwillig arbeiten gehen wollen, wenn er auch hier etwas tun könnte?

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Das war ja mal mehr als komisch gewesen. Wieso hatten wir auch anfangen müssen über ihren Körper zu sprechen? Wenn es eines gab, was ich bei Gemma nicht in Betracht gezogen hatte, dann war es sie als attraktiv oder unattraktiv zu bewerten. So war ich früher gewesen, auf der High School vielleicht, Da hatte ich direkt gesagt ob ich jemanden hübsch fand oder nicht, war oberflächlich gewesen. Seit dem hatte ich einiges gelernt und erlebt und wusste jetzt, dass es mehr gab das zählte. Außerdem war Gemma meine einzige Freundin hier, da sah ich sie nicht so an. Und selbst wenn, es könnte ja auch einfach sein, dass sie nicht mein Typ war, das hieß aber nicht dass sie einen hässlichen Körper hatte. Sie sollte aufhören sich da so einen Kopf zu machen und selbst wenn, Dann suchte sie sich besser eine weibliche Person um darüber zu sprechen. Ich seufzte bei ihren Worten und verdrehte die Augen, während wir nach unten gingen. "Dann hör auf dich so zu beschweren. Aber es war mein ernst." fügte ich hinzu und sah kurz zu ihr rüber. Es war die Diskussion nicht wert, Sie würde sich von mir nichts sagen lassen. Ich hatte ja keine Ahnung wie es war für immer in der Pubertät festzuhängen, also hatte ich auch nicht das Recht mich in ihre psychischen Probleme einzumischen. Sie schien nicht mal sonderlich begeistert darüber zu sein, dass sie die Füße wenigstens jns Wasser tunken konnte, Aber wie sie eben wollte. "Ach komm schon Gemma, sei mal nicht so verklemmt." neckte ich sie von der Seite und grinste etwas, hielt ihr dann die große Tür zu den Grotten auf und ließ sie vor mir hindurch. Es waren noch ein paar Leute hier, Aber die Grotten waren so groß und das Becken so lang, dass man sich auch in kleinen Gruppen ungestört reden konnte. Ich lief zu einem Felsen am linken Beckenrand und legte Da mein Handtuch ab, schlüpfte aus meinen Schuhen und zog mir das Shirt über den Kopf. Ich konnte sehen wie ein paar Mädchen zu mir schauen und tuschelten, mich musterten, was ich mit einem Grinsen abtat. "Sicher dass du immer noch nicht mit rein möchtest?" hakte ich nochmal nach, drehte mich um und machte dann einen Kopfsprung in das Wasser. Es war wunderbar warm und klar, roch nicht wie im Schwimmbad nach Chlor oder ähnlichem. Ich tauchte wieder auf und schüttelte meine Haare, so dass Gemma etwas nass wurde. Grinsend hielt ich mich über Wasser. "Du verpasst was." erinnerte ich sie und ließ mich dann auf dem Rücken treiben. "Weißt du, ich hatte vor mir außerhalb von Mystic World einen Job zu suchen, Beschäftigung und Geld haben noch nie geschadet. Lust mitzukommen? Ich werde erst mal ein paar Bars und Restaurants abklappern." sprach ich einfach meinen nächsten Gedanken aus. Sollte ich da nichts finden, würde ich in Supermärkten oder Lieferdiensten nach fragen, Aber da könnte Gemma nicht mit, Da sie ja tagsüber verbrennen würde. Keine Ahnung wie sie es ständig hier drin aushielt, ich hatte nach einem Tag schon alles gesehen und fand es gut hier, Aber ich würde es nicht aushalten immer hier zu sein.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Vielleicht sollte ich etwas sanfter mit ihm umgehen. Es war wohl nicht ganz fair, wenn ich ihn dafür anging, dass er mir vorschrieb wo ich besser essen sollte. Hey, er war der Einzige hier in diesem verdammten Schloss, der etwas mit mir zu tun haben wollte und er hatte eben keine Ahnung von Vampiren und dieser ganzen Welt hier. Für ihn war es eben nicht normal, dass wir in aller Öffentlichkeit Blut schlürften. Er hielt es für normal, dass man es versteckte und im dunklen Kämmerlein trank, um zu überleben. So lief das hier im Schloss aber nicht. Vampire hatten genausoviele Rechte wie andere Wesen auch! Sie mussten nicht extra verschwinden, um zu essen, nur damit sich keiner ekelte. Man akzeptierte einander hier. Bloß ich galt da irgendwie als Sonderregelung, weil ich zu keiner Spezies gehörte. Ich war wie immer die Gearschte. Aber wann war das in meinem Leben jemals anders gewesen? Ein wenig mürrisch setzte ich mich auf mein Bett und trank mein fades, kaltes Blut, ehe ich die Beutel entsorgte und bloß noch auf Carter wartete, der schneller da war als erwartet. Er holte mich wieder ab und ich schloss die Zimmertür hinter mir. Ich seufzte und verschränkte die Arme vor der Brust. "Nur zum mitschreiben.", griff ich seine Worte von vorhin auf. "Keine Frau will hören, dass ihr Körper in Ordnung ist oder ein Kerl "schon Schlimmeres gesehen hat". Das ist ja der Punkt." Ich sah aus wie ein Kind und das war demütigend, wenn man mal an mein geistiges Alter dachte. Seit fast fünfzig Jahren war ich nicht sexy oder anziehend für Männer und das obwohl ich mehr als reif genug dafür war es so zu wollen. Ich streckte mich ein wenig und folgte ihm die Treppen herunter. "Ich überlege es mir. Vielleicht stecke ich die Füße rein.", murmelte ich und folgte ihm zu den Grotten. Nicht einmal wenn hier mitten in der Nacht nichts los war und keiner in den Grotten war, ging ich nicht schwimmen, weil mich irgendjemand - vor allem Rose - nachher noch dabei sehen könnte. Sie hatte schon mehr als genug Gründe dafür mich fertig zu machen.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Ich verstand das hier alles noch nicht ganz, aber irgendwie hatte ich bereits jetzt das Gefühl, dass hier doch nicht alles so friedlich wirkte wie es sollte. Das hier war ein Zufluchtsort für übernatürliche die draußen Schwierigkeiten hatten oder nicht unter Menschen leben wollten, Aber wieso war es dann hier so komisch? Ja gut ich Verstand dass man eher mit der eigenen Art abging, Weil man mehr Gemeinsamkeiten hatte, Aber dann feindselig gegenüber anderen sein die zum Beispiel keine Gruppe hatten? Ehrlich gesagt kam mir so ein verhalten sehr kindisch und dumm vor. Gemma runter zu machen, nur weil sie alleine war und sich die Vampire dadurch besser fühlten? Ich wusste jetzt schon mal um wen ich einen Bogen machen würde, egal wie gut Rose aussah. Ich war früher auch ein Kerl gesessen der nur auf hübsche Frauen stand, Aber heutzutage war mir der Charakter auch wichtig und Rose war bis jetzt nicht gerade positiv aufgefallen. Aber Gemma sagte etwas anderes dass mir wichtig war, Dass ich hier die Gruppe der anderen Menschen fand und mich mit ihnen anfreundete, vielleicht gab es welche mit ähnlichen Gaben, das war bestimmt ziemlich interessant, wobei ich glaubte dass es nicht viele Menschen mit Gaben gab. Vampire die gebissen und verwandelt wurden, gab es da bestimmt mehr. Naja, das würde ich dann schon noch mitbekommen. Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, Weil Gemma sich so aufregte, Dass ich bloß gefragt hatte wo sie essen wollte. Ich hob aufwehrend die Hände und lächelte leicht. "Hey ganz ruhig. Ich hab kein Problem damit, ich dachte nur dass du vielleicht nicht dort essen willst, da ist es nass und so, kein Ort um zu essen, Aber wie du meinst." Ich zuckte mit den Schultern und ging dann also weiter in Richtung Treppe, wo wir dann hoch zu unseren Zimmern kamen. Mein Einfall mit dem Bikini brachte sie dann komplett in Rage und ich blieb überrascht vor ihrem Zimmer stehen. Okay, wow ich hatte also einen richtig wunden Punkt getroffen. Hatte ich mit meiner Vermutung doch richtig gelegen, Dass sie komplexe wegen ihrem Körper hatte. Sie war wohl unsicherer als ich gedacht hatte, dabei wirkte sie eigentlich ziemlich taff, Auch Rose gegenüber. Ich zog die Augenbrauen etwas zusammen und ließ meinen Blick kurz über sie gleiten, sah dann aber wieder schnell in ihre Augen. Ich hatte Gemma natürlich schon in Unterwäsche gesehen, das wohl schrägste Kennenlernen das ich je hatte, dementsprechend wusste ich dass sie dünn war und ihr Kurven fehlten, Aber ich hatte sie noch nie so betrachtet, Dass sie unsexy war oder ähnliches. Ich sah sie nicht so an, das hatte ich irgenwie nie, ich hatte sie wohl einfach gleich in die Freundschaftsschublade gesteckt. Natürlich musste sie sich nicht wegen ihrem Körper schämen, er war ja nicht abstoßend oder so, ich verstand ihr Problem also nicht. Typisch Frau, sich immer mit anderen vergleichen müssen und sich dann schlecht fühlen. Ich lehnte mich kurz an den Türrahmen ihrer Zimmer und zuckte wieder Schultern. "Ist ja gut, ich hab's verstanden. Und nur zum mitschreiben: dein Körper ist voll in Ordnung, ich hab schlimmeres gesehen. Außerdem haben andere hier Schuppen oder Flossen oder Flügel, da musst du dir keine sorgen machen. Ich geh mich dann umziehen und komm dann wieder hier her, bis dahin kannst du in ruhe essen." Mit einem letzten nicken ging ich also den Flur weiter zu meiner Tür, Schloss auf und ging direkt zum Schrank. Ich stellte mir eine dunkelblaue Badehose vor, öffnete eine Schublade und da war sie schon. Verrückt, einfach nur verrückt. Ich ließ mein T-Shirt noch an, zog lediglich meine Jeans aus und die Badehose an. Meine kurzen Boxershorts behielt ich an, Weil sonst alles in der lockeren Badehose herum baumelte und das war nervig. Keine Ahnung wie manche Kerle da nichts drunter ziehen konnten. Ich nahm noch ein Handtuch aus dem Bad und wieder mein Handy, sah kurz auf die Uhr. Es war schön nach elf, ich wollte nicht später als eins in Bett, damit mein Tag nach Rhythmus nicht total durcheinander geriet. Aber so ein entspanntes Bad in den warmen Quellen wäre bestimmt super vor dem schlafen gehen. Mit allem ging ich wieder zurück zu Gemma und klopfte, das war einfach eine Gewohnheit und ja vielleicht wollte ich sie insgeheim nicht beim Essen stören. Sie machte dann aber schon auf und ich lächelte sie an. "Bereit? Willst du wenigstens die Füße rein stecken? Kannst auch mein Handtuch dann benutzen." bot ich an, während wir uns wieder auf den Weg nach unten machten.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Was? Er würde nicht lange bleiben? Ich sah ihn kurz ein wenig wehleidig an. Er war der erste Freund, den ich hier gefunden hatte. Natürlich wollte ich nicht, dass er ging! Aber ich ließ es mir nicht anmerken. Wir kannten einander kaum und diese "Freundschaft" beruhte nur auf gegenseitigen Gefälligkeiten. Vielleicht würde sich noch herausstellen, dass wir einander nicht leiden konnten. Wer wusste das schon? Vielleicht wären wir sowieso in einer Woche kaum mehr als Bekannte, die sich auf den Fluren sahen. Deswegen ließ ich mir nicht anmerken, dass ich ihn hier behalten wollte. Niemand garantierte, was das hier werden würde. Er war ich Mensch und ich tötete seine Art. Das hier würde sowieso keine richtige Freundschaft werden. "Du verstehst das falsch. Die verschiedenen Arten dulden sich untereinander. Alle leben hier recht friedlich miteinander. Die Grüppchen sind eben bloß unter sich. Es gibt so viele Arten hier, aber ich bin die Einzige, die so ist wie ich. Deswegen finde ich nirgendwo Anschluss. Du bist ein Mensch mit Gaben. Dich werden die Menschen hier aufnehmen und selbst Rose scheint sich ja für dich zu interessieren. Du und alle anderen Tausend Wesen hier habt Glück. Ich hab eben einfach die Arschkarte gezogen. Das hat nichts mit dir oder diesem Ort hier zu tun, sondern liegt ganz allein an mir.", erklärte ich ihm. Es gab nicht viele Mischlinge hier, aber selbst die konnten eine Seite wählen. Man musste sich eben bloß für eine Front entscheiden. Mein Problem war, dass mich keine dieser Seiten haben wollte. Ich war kein richtiger Vampir, da ich nicht gebissen worden war und ich war kein Mensch oder Hexe mehr. Ich war wohl einfach... ein Sonderfall. Ich verdrehte die Augen, als er auf die Blutbeutel in meinen Händen zeigte. "Gott, find dich damit ab. Alle anderen stört das auch nicht, du wirst dich daran gewöhnen müssen. Aber keine Sorge, ich hatte nicht vor es mitzunehmen." Hatte er wirklich so ein Problem damit, dass ich Blut trank? Ich meine, es war ja schon tot! Er würde nicht drum herum kommen Vampire beim Trinken zu sehen. Besser er gewöhnte sich schnell daran, denn gerade machte er einen ziemlichen Aufstand wegen ein bisschen Blut. Als er mir vorschlug mir einen Bikini aus dem Kleiderschrank zu wünschen, seufzte ich tief. Wow, er war wirklich typisch Kerl. "Du verstehst wirklich nicht, worum es geht, oder? Scheiß auf Bikini, ich will einfach nicht halbnackt herumrennen. Falls es dir noch nicht aufgefallen ist... ich habe den Körper eines Kindes und wirklich weiblich sehe ich damit nicht aus. Das muss wirklich keiner mit ansehen, also dank mir einfach dafür dich und die anderen zu verschonen und geh deine Badehose holen.", seufzte ich und öffnete die Tür zu meinem Zimmer, um dort in Ruhe zu "speisen". Außerdem wollte ich dem Gespräch wirklich zu gern ausweichen.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Ich würde mir für die Zukunft merken, Dass ich nicht mehr um diese Uhrzeit in die Küche gehen würde, Wenn die Vampire sich hier ausbreiteten und dumme Sprüche rissen. Nicht dass ich vorhatte spät abends noch hier zu sein, ich aß viel früher zu abend und musste nicht auf den Sonnenuntergang warten so wie sie. Nur wegen Gemma war ich wieder hier runter gekommen und es war gut gewesen, Dass ich sie nicht hatte alleine gehen lassen, sonst hätte Rose vielleicht noch viel schlimmere Sachen gesagt. Nicht dass ich daran zweifelte, Dass sie sich nicht alleine behaupten konnte, Aber so hatte ich wenigstens noch die Möglichkeit gehabt Rose auch mal in die Schranken zuweisen. Aber so wie Gemma erzählte, war das alles hier eine viel größere Sache, Ja es ging um Hass unter den Arten. "So ist es hier also? Werde ich dann auch als schwach angesehen, bloß weil ich nicht super stark oder unsterblich bin? Ist es wirklich so, Dass man hier nach Rassen geht? Denn wenn das so ist, Dann bleibe ich hier nicht lange. Lieber bin ich da draußen ein Freak unter Menschen, als hier unter Rassismus zu leben. Ich hatte echt mehr von dem Laden hier erwartet, vor allem da wir doch alle sonst nicht wissen wohin." Ja ich war echt enttäuscht von dem Verhalten der Leute hier, Aber vielleicht sollte ich erst mal noch ein paar mehr Leute kennenlernen. Ich sah lächelnd zu Gemma rüber, als sie das Thema wechselte und wirklich zu den Grotten gehen wollte, obwohl sie nur daneben sitzen würde. Ich sah ihr an, Dass sie sich direkt aufrechter machte, sich nicht von den Sprüchen runter bringen ließ. Trotzdem zeigte ich auf ihre Blutbeutel, sie wollte ja bestimmt nicht damit dort hin gehen, wo andere badeten und bestimmt hatte sie auch Hunger. "Magst du nicht erst was essen...oder ähm trinken? Ich muss sowieso noch auf mein Zimmer eine Badehose und Handtücher holen, Wenn du willst kannst du währendessen...also naja in die Grotten würde ich sie nicht mitnehmen." schlug ich ihr vor, obwohl es mich nichts anging, wo und wie sie ihre Nahrung aufnehmen wollte. Ich blieb im Flur stehen wo es zu den Grotten ging und wartete wo sie nun hin wollte. "Oder vielleicht magst du ja doch in dein zimmer dich umziehen? Du kannst dir ja auch einfach einen schwarzen Bikini wünschen, du hast noch gesagt dass im Schrank alles auftauchen kann was man will. Also nichts da mit pinken Kinderbikinis, Die Ausrede zählt nicht mehr." grinsend verschränkte ich meine Arme. Das würde uns beiden jetzt bestimmt gut tun.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Natürlich glaubte er ich übertrieb! Ich versuchte ja auch Tag für Tag meinen jugendlichen Körper irgendwie zu verstecken. Ich trug übergroße Pullover, zog Schals vor meine Brust oder versuchte es mit lächerlichen Push-up BHs. Ich war eigentlich schon über 63 Jahre auf dieser Welt und seit fast fünfzig Jahren steckte ich im Körper einer Teenagerin fest, die noch nicht einmal die Hälfte der Pubertät hinter sich hatte. Mein Körper war nicht einmal vollständig ausgebildet! Ich könnte meine Unterwäsche immer noch in den Kinderabteilungen kaufen! Es war frustrierend, vor allem, wenn man geistig schon so weit war. Hatte er überhaupt eine Ahnung wie es für eine Frau war nicht wirklich weiblich zu sein? Ich hatte weder die Kurven, noch das sinnliche Gesicht einer Frau wie Rose! Neben ihr war ich bloß ein Kind und das obwohl ich so viel reifer war als sie. Ich würde mich also defintiv nicht zur Schau stellen, indem ich mich in einen Bikini schmiss. Ich mochte Carter und auch wenn er es vermutlich schon irgendwie wusste, wollte ich einfach nicht, dass er es sah. Ich sagte also nichts mehr dazu, dass er sagte, ich würde bloß übertreiben. Ich biss mir nur auf die Unterlippe und schwieg verhalten darüber. Genauso schwieg ich auch, als Rose versuchte mich wieder aufzuziehen. Sie provozierte mich, aber ich ging nicht darauf ein! Auf keinen Fall. Das würde nur zu Problemen führen und sollte ich ihr wirklich den Kopf abreißen, würde ich mein einziges und letztes Zuhause verlieren. Ich schnappte mir also Carter und wollte einfach nur gehen, als Rose ihn am anderen Handgelenk packte und ihn mir entziehen wollte, als wäre er ein verdammtes Spielzeug! Carter zog seine Hände zu sich und ich ließ ihn sofort los. Rose aber klammerte sich nahezu an sein Handgelenk, sodass er ihre Hand wegfegen musste. Meine Mundwinkel zuckten leicht in die Höhe, als Carter mit Rose sprach und sie eiskalt abservierte. Sonst traute sich niemand Rose zu widersprechen, da alle wussten wie es endete. Carter war aber ein Mensch und er hatte tatsächlich die Eier in der Hose sie abblitzen zu lassen. Das hieß wohl, dass ich von nun an besser auf ihn aufpassen müsste, aber das sollte kein Problem sein. Würde Rose ihm wirklich etwas antun wollen, hätte ich sie schneller handlungsunfähig gemacht, als sie gucken konnte. Selbst wenn ich dafür die Alchemie anwenden müsste, weil mein Körper gegen ihren nicht ankam. Carter stärkte mir den Rücken und ich würde ihn ebenso unterstützen. "Es ist schlimmer als das Verhalten der Menschen. Man beschränkt sich hier nicht nur auf Äußerlichkeiten, sondern auch auf die Rasse und Herkunft. Sogar die Blutlinie könnte ausschlaggebend sein! ...Aber dieses Schloss hat trotzdem so viel mehr zu bieten. Ich brauche das hier... deswegen lege ich mich nicht mit ihr an. Ich kann mir nicht leisten das hier zu verlieren.", erklärte ich ihm leise und verschränkte die Arme vor der Brust, die Blutbeutel vor meinem Bauch haltend. "Wenn du noch möchtest, können wir gern zur Grotte gehen, aber ich werde nur von der Seite aus zusehen.", schlug ich ihm vor und überspielte meine kurze Downphase, indem ich die Schultern straffte und ihm ein kleines Lächeln schenkte.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Und wieder mal hatte ich mit meiner Vermutung richtig gelegen. Nicht umsonst hatte ich Gemma gesagt sie soll sich etwa anderes anziehen und nicht im Schlafanzug nach unten gehen, denn die anderen würden etwas sagen. Und genau weil sie nicht wollte das jemand sie beurteilte oder auslachte, wollte sie keinen Bikini tragen. Meiner Meinung nach übertrieb Sie total, was das anging und war viel zu verunsichert, bloß weil sie eben jünger aussah. Gut ich hatte leicht reden, ich hatte keine Ahnung wie es war in dem Körper eines Teenagers zu stecken, obwohl man psychisch eigentlich schon weiter war... Eigentlich war es verständlich dass man da Komplexe bekam, Aber sich verstecken und keinen Spaß haben? Das war meiner Meinung nach doch etwas übertrieben. Sie gab vermutlich zu viel auf die Meinung der anderen, bestimmt gab es auch schöne Bikinis für sie die nicht rosa waren, Aber auch da hatte ich keine Ahnung und ich war auch nicht die richtige Person um mich darum zu kümmern, dafür bräuchte sie eigentlich eine beste Freundin. Ja genau! Das wäre bestimmt die Lösung von Gemmas Problemen, Gut nicht die Lösung an sich, Aber eine riesen Hilfe aus ihrer depressiven Stimmung raus zu kommen. Wenn sie eine weibliche Vertrauensperson hätte, Die ihr mit Rat und tat zur Seite stand, Dann hätte sie bestimmt wieder mehr Spaß. Vielleicht sollte ich ja versuchen ihr eine Freundin zu finden, denn bei manchen Sachen konnte und wollte ich einfach nicht mitreden, nicht als Kerl. "Ach ich bin mir sicher du übertreibst." hatte ich nur noch dazu gesagt, bevor das Gespräch beendet war, da wir in die Küche getreten waren, wo der Betrieb jetzt zunahm. Ich erkannte Rose direkt und sie mich auch, ließ ihren Blick lasziv über mich wandern und leckte sich die Lippen, Aber das ignorierte ich fürs erste, denn ich war nicht hier um zu flirten oder angegraben zu werden, sondern um Gemma zu helfen. Trotzdem verfolgten Die Vampire uns mit ihren blicken bis zum Kühlschrank, ich lehnte mich neben an an den normalen Kühlschrank und wartete. Was Rose zu Gemma sagte war wirklich das letzte, wie sie sie reduzierte und beleidigte, bloß weil sie kein gewöhnlicher Vampir war, statt ihr zu helfen weil sie alleine war. Waren die Vampire so versessen darauf wie sie unsterblich geworden waren, statt einfach darauf zu achten Wer die selben Probleme hatte? Das war ja noch schlimmer als an einer normalen High School wo man ebenfalls für seine Herkunft oder sein Aussehen verurteilt wurde. Dabei sollten die übernatürlichen sich hier doch gemeinsam vertragen und helfen, Weil sie es in der menschlichen Welt nicht geschafft hatten. Ich war gerade mal einen Tag hier und fand das Verhalten einfach nur krank, aber nun gut. Das Gebäude war groß genug dass wir solchen Leuten aus de weg gehen konnten. Ich schnaubte also bei Rose Kommentar nur, spürte aber innerlich den Drang mich vor Gemma zu stellen, Auch wenn das bestimmt total dumm gewesen ware, mich als Mensch zwischen zwei unsterbliche Wesen zu stellen. Aber Gemma knurrte ziemlich animalisch und ich war mir sicher, Dass sie sich auch sehr gut alleine hätte behaupten können. Ich war gerade wieder dabei zu gehen, beziehungsweise mich vom Gemma wieder mitziehen zu lassen, bevor ich etwas dummes zu den Vampiren sagte, Da wurde ich plötzlich von einer zweiten Hand zurück gehalten und drehte mich schnell um, nur um Rose zu sehen, Die schelmisch grinsend mich da behalten konnte. Einen Moment musste ich mir wirklich ein grinsend verkneifen, Weil ich hier einfach zwischen zwei Frauen stand, Die mich beide mitnehmen wollten, Aber dann wurde mir bewusst, Dass es zwei unsterbliche waren und sie mich vermutlich in der Mitte entzwei reißen könnten, Wenn sie sich um mich streiten würden. Ich entzog also beiden meine Arme, Auch wenn ich Rose ihre Finger von meinem Handgelenk pflücken musste. "Ich bleibe bestimmt nicht hier nachdem du so unhöflich warst, außerdem haben Gemma und ich was vor. Falls du wieder deine Manieren gefunden hast, Kannst du es nochmal versuchen." stellte ich klar, drehte ihnen allen den Rücken zu und gab dann Gemma einen kleine Schubs, damit sie endlich aus der Küche ging. "Oh und wie ich es wieder versuchen werde, Süßer!" rief Rose noch und jemand Pfiff mir tatsächlich noch hinter her. Ich verdrehte die Augen und lief wieder neben Gemma, sobald wir im Flur waren. "Wow, das war ja mal niveaulos. Und ich dachte solch ein billiges verhalten hätte nach der High School aufgehört. Tja, manche sind wohl unsterblich und lernen in all den Jahren trotzdem nichts dazu."

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Ich verdrehte die Augen, als er sich den Arm hielt und schmollte wie ein kleines Kind. Aua? Ich hatte nun wirklich nicht fest zu geschlagen! Er stellte sich wirklich unnötig an! "Nein, keine physische, aber psychische ist sowieso viel schlimmer. Nenn mich nicht Zwölfjährige, oder dein Arm fällt das nächste Mal einfach ab.", drohte ich ihm und stupste ihn mit der Schulter an. Na ja, meine Schulter landete zwar nur an seinem Oberarm, aber er verstand schon, dass es ein wenig Spaß war. Ich witzelte nicht oft herum. Mit wem auch? Ich war immer auf mich gestellt gewesen. Diese Gesellschaft war... neu für mich. Ich wusste gar nicht, ob ich noch gesellig war oder mich nicht doch schon absolut bescheuert aufführte. Es war fast Jahre her, dass ich einen wirklichen "Freund" gefunden hatte. Klar, Carter kannte mich noch nicht lange und er würde sicher auch irgendwann wieder gehen, aber er war mir schon in den wenigen Stunden, die er schon hier war, mehr Freund, als alle anderen Wesen in diesem Schloss in den letzten acht Jahren. "Wie wäre es mit einem Mittelding? Tu einfach so, als wäre ich in deinem Alter. Wenn du das aber auch nicht hinbekommst... dann wäre ich lieber eine 63-Jährige.", grummelte ich. Alles wäre besser als ein kleines Kind zu sein. Als alte Dame wurde man wenigstens respektiert. Gott, war mein Leben verkorkst. Ich hob eine Augenbraue, als er mir von den Meerjungfrauen vorschwärmte. Was? Glaubte er wirklich ich lebte Jahre hier und wüsste nichts von den Grotten und dem warem Wasser dort? Natürlich wusste ich davon und ich würde ja auch gern, aber... Nein. Das war einfach nichts für mich. Selbst wenn die Meerjungfrauen nachts schliefen und es dort leer war... nein... Ich knirschte mit den Zähnen, als er genau das aussprach, was mich so bedrückte. Natürlich schämte ich mich! "Ich ziehe einfach nicht so gern pinke Kinder-Bikinis an." Darin sah man doch nur, dass ich nicht einmal wesentlich mehr Brust hatte als ein Kind! Es war einfach nur peinlich und das wollte ich uns beiden wirklich ersparen! "Wie gesagt, ich kann dir dabei zusehen.", murmelte ich noch, ehe wir die Küche betraten und ich schnell zu dem Kühlschrank mit den Blutbeuteln ging. Rose und ihre... "Familie" ignorierte ich dabei einfach. Sie würde bloß wieder einen Streit anfangen, aber das würde sie wohl auch, wenn ich nichts sagte. "Hey, trinkst du kleines Etwas uns jetzt etwa auch noch das Blut weg? Fang dir lieber ein paar Kaninchen!", spottete sie hinter mir und ich knurrte nur animalisch, nahm zwei Blutbeutel heraus und knallte die Kühlschranktür wieder zu. "Komm wir gehen.", grummelte ich und packte Carter am Oberarm, um ihn wieder mit mir zu ziehen, als Rose sein anderes Handgelenk packte und ich mich ruckartig zu ihr umdrehte, sie warnend ansah. "Den Leckerbissen kannst du ruhig hierlassen." Gott, ich würde ihr den Kopf abreißen, würden wir hier nicht im Schloss sein und ich es nicht riskieren dürfte hier rauszufliegen. Das war mein letzter Rückzugsort. Das hier würde ich nicht wegen so einer Trulla verlieren!

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Gemma sollte nicht beleidigt sein, ich meinte ja nicht von dem was ich gesagt hatte böse, ich war nur eben sehr ehrlich und wollte ihr ja nur helfen. Ich müsste das hier ja nicht tun, niemand zwang mich. Ich könnte auch einfach mein eigenes Ding machen und mir andere Freunde suchen oder mich komplett neu erfinden können. Aber sie ist gestern sehr nett zu mir gewesen und es schien mir als habe sie nicht viele Freunde oder ein fröhliches Leben, also wollte ich mich revanchieren. Auch wenn das nur Tipps waren wie sie älter aussah oder sich Sprüchen von anderen entzog, fürs erste konnte ich nichts anderes machen. Bei ihrem Blut oder Unsterblichkeitsproblem könnte ich nichts machen, ich musste ja erst mal den Rest hier verstehen. Dass sie dann meinte mir ihre Kräfte zeigen zu müssen, brachte mich zum lachen, Aber es tat tatsächlich sogar etwas weh, Sie hatte wirklich mehr Kraft als man dachte, Aber das hatte ich gestern schon gesehen als sie mir nach unserem Zusammenprall ausgeholfen hatte. Ich hielt mir den Arm und sah sie gespielt verletzt an. "Aua. Ich hab dir auch keine physische Gewalt angetan." meckerte ich und steckte meine Hände dann wieder in die Hosentaschen. Bei ihren nächsten Worten zog ich die Augenbrauen hoch und sah sie schmunzelnd an. "Also, du hast die Wahl. Entweder ich behandel dich wie eine 16 jährige pubertierende, so wie du aussiehst oder ich behandel dich wie eine 63 jährige Greisin, so alt wie du eben wirklich bist." Sie könnte es sich aussuchen, Aber natürlich würde ich sie wie keine Oma behandeln, das ging wohl auch kaum. Ich versuchte sie ja so ziemlich auf meiner Augenhöhe zu betrachten, Auch wenn sie vom Äußerem her meine kleine Schwester sein könnte. Deswegen fragte ich sie auch, ob sie schwimmen gehen wollte, Leute in unserem alter machten das doch. Wir sollten das beste hier drin machen, hier war doch so gut wie alles möglich oder? Teile hier drin glichen dem Paradies, Die Grotten zum Beispiel. Sie waren wirklich wunderschön, magisch, so wie die Wesen im Wasser. Ich hatte ja immer geglaubt, Dass der Strand in Florida am schönsten sei, Weil ich eben damit aufgewachsen war, Aber die Höhlen hier waren ganz anders. Sie waren an den Wänden eigentlich kühl, während das Wasser durch unterirdische Quellen erwärmt wurde, das machte auch einige der Steine aussenrum warm und man konnte sich großartig drauf legen. Und die Lichter Die jemand im Wasser angebracht hatte, ließen alles ganz magisch wirken. Naja, bestimmt hatte auch alles mit Magie zu tun, wie sollten sonst Höhlen in einem Hotel entstehen. Sie schien davon jedoch nicht so begeistert. "Ach komm schon, sei keine Spielverderberin. Warst du schon mal im Wasser? Ich hab nur die Füße rein gesteckt und es ist herrlich warm. Und die Meerjungfrauen sind so cool. Ja ich weiß ich bin kein Mädchen das an Märchen glaubt, Aber es ist wirklich klasse dort. Oder hast du etwas komplexe was deinen Körper angeht?" hakte ich nach und zog eine Augenbraue hoch. Vielleicht schämte Sie sich... Mittlerweile waren wir um Erdgeschoss angekommen und gingen durch die Eingangshalle zu den Küchen. Es waren schon wieder mehr Leute unterwegs, Die Vampire und nachtakitcen standen jetzt auch auf, Aber es würde bald wieder ruhiger werden, Wenn die tagaktiven ins Bett gingen. Das war eigentlich ziemlich praktisch hier drinnen, so wurde es nie zu voll in den Küchen oder Aufenthaltsraumen. In der Küche angekommen, hatte sich eine Gruppe von Leuten an der Theke auf Stühlen verteilt und tranken etwas, Bei näherem heran treten erkannte ich dass alle ebenfalls Blut tranken, wie Gemma gestern Abend. Als sie sich zu uns umdrehen, waren auch alle im Gesicht sehr blass und hatten dunkle Pupillen, daran machte ich Vampire aus und besonders da ich eine blonde davon wieder erkannte.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 28.04.2012
Beiträge: 9101
Blutstropfen: 27914

Emily
''Ohne dich hätte ich mich wahrscheinlich schon längst in die Bibliothek verzogen und hätte Türme aus Büchern um mich gehortet. Trotzdem ist es eben noch die Frage, ob und wann wir etwas nützliches finden'', meinte ich seufzend. Seufzend fuhr ich mir durchs Haar, es war ein guter Vorschlag von Mark, nur war das eben schon der Fall. ''Klar können wir mit den anderen telepatisch kommunizieren, ob ich es gleich als Radio bezeichnen würde weiß ich nicht. Laut meiner Mutter wissen die anderen Engel schon bescheid, was los ist, aber keiner weiß so wirklich was los ist. Die anderen sind auch beschäftigt damit raus zu finden, was los ist und was wir machen können, aber bisher ist da eben noch keine Info'', erklärte ich. Alle waren beschäftigt das schlimmste zu verhindern, aber wer wusste, wie lange es noch dauern würde, bis es eine Lösung gab.
Während die beiden weiter trainierten schrieb ich einfach mal alle Sachen auf, die wir bisher wussten, ob es jetzt um die Angriffe oder die bereits entführten Engel ging. Wenn wir das mal aufgeschrieben hatten fiel uns vielleicht eher etwas auf, was uns vorher nicht auffiel. Durch die Musik auf meinen Ohren bekam ich nicht mal mit, dass die Jungs irgendwann mit ihrem Training fertig waren und duschen gingen. Erst als ich fertig war mit schreiben und mich streckte bemerkte ich, dass Mark auf der Coach saß. Ich legte die Sachen zur Seite und stand auf, lief zu Mark rüber und setzte mich zu ihm. Seufzend legte ich mich hin, sodass mein Kopf auf Marks Schoß lag. ''Hey, na fertig mit Training?'', fragte ich schmunzelnd.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Ich schminkte mich generell. Zwar meistens nicht viel, aber ich versuchte zumindest irgendwie die Blässe zu übertönen - was nie wirklich klappte. Ich hatte bisher nie wirklich einen Grund gehabt viel Makeup zu tragen, um älter zu wirken. Im Wald begegnete ich nur Beute und diese fiel nun einmal leichter auf mich rein, wenn ich aussah wie ein kleines, blasses Kind, das sich verirrt hatte. Und hier im Schloss? Da hasste mich doch sowieso jeder, also hatte ich mich hier auch nie für irgendejemanden hübsch gemacht. Jetzt... ich wusste auch nicht, was mich ritt. Klar, ich hatte mich frisch gemacht, weil ich nicht in Häschen-Kinder-Pyjamas in die Küche rennen konnte, aber ich hätte mir mit dem Makeup keine Mühe geben müssen. Ich hätte nicht versuchen müssen mich älter aussehen zu lassen. Zwar sah ich nun zwei oder drei Jahre älter aus, aber was hatte ich nun davon? Nur Carter war es, der mich wirklich ansah und ihn... wollte ich ihn denn beeindrucken? Vielleicht... Gott, ich war sexuell vielleicht ein wenig frustriert. Kein Wunder, oder? Ich war für alle nur das kleine Mädchen... Ich lief neben ihm her, als er seine Hände in die Hosentaschen schob. Ohne eine Vorwarnung ballte ich meine Hand zur Faust und boxte ihm ziemlich fest auf den Oberarm, als er mich so aufzog. "Schlägt eine Zwölfjährige so zu?", konterte ich und streckte ihm die Zunge heraus, ehe ich weiterging und tatsächlich von ihm angestupst wurde. Gut, seine Hüfte traf eher meine Taille, aber er brachte mich kurz ins Straucheln. "Vielleicht sollte ich mir doch nochmal überlegen. Du scheinst sehr unhöflich zu sein. Hat man dir keinen Respekt vor Älteren beigebracht? Ich bin immerhin genau dreimal so alt wie du!" Er war gerade 21 geworden und ich war 63. Es war krank, denn körperlich gesehen könnte ich seine kleine Schwester sein. Gott, ich hasste diesen Körper. Es war einfach nur irre führend. Ich schaute zu ihm auf und hob die Augenbrauen. "Du willst schwimmen? Bei den Meerjungfrauen? Hm... ich könnte dich begleiten, aber in einen Bikini kriegst du mich nicht." Ganz sicher würde ich mich nicht in einen rosa Kinderbikini schmeißen und mit ihm schwimmen gehen. Nachher würde ich ihn mit meiner weißen Haut noch blenden, das sollten wir lassen! Ich konnte ihm ja dabei zusehen wie er schwamm. Mir reichte es auch ein wenig auf den schwarzen Felsen zu liegen, denn die waren auch nachts immer so schön von den Sonnenstrahlen aufgewärmt...

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Ich war vielleicht ein Kerl der nicht viel über Mode wusste und erst seid gestern da war, Aber ich wusste einigermaßen was Mädchen in ihrem Alter trugen oder was eben gar nicht ging. Sie sah schon erschöpft und fertig aus, Da könnte sie doch wenigstens versuchen sich etwas zurecht zu machen, damit sie unten nicht komisch angesehen wurde. Mir war die Meinung der meisten eigentlich egal, besonders was Mode anging, Da trug ich meistens nur Jeans und T-Shirt, Aber bei ihr war das etwas anders. Sie war mitten Inder Pubertät stecken geblieben, als sie verwandelt worden war und demenstsroe jung sah sie jetzt aus. Dann noch die blässe und wie dünn sie war.... So sah sie nicht wie eine starke Frau aus. Und dann beschwerte sie sich dass Personen wie Rose sie nicht ernst nehmen? Sie war ja nicht hässlich, ganz und gar nicht, Sie war schon irgenwie süß, Aber naja, so würden Sie die meisten da unten nicht um sich haben wollen oder nur schlecht über sie reden. Ja im Grunde schien es hier ähnlich wie in einer Schule zu laufen, da musste man ein bestimmtes bild erfüllen um kein Außenseiter zu sein und sie schien mir nicht gerade viele Freunde zu haben. Wow, stand ich hier ernsthaft im Flur und analysierte ihr Aussehen und verhalten wie ein Psychiater? Sie war doch kein Spezialfall den ich betreuen musste. Ich schüttelte über mich selbst den Kopf und scrollte weiter durch mein Handy. So vergingen fast zehn Minuten und ich machte mir schon Sorgen, Dass sie sich einfach wieder ins Bett gelegt hatte, sobald ich aus der Tür raus war, da ging die Tür gerade wider auf und ich drehte mich um. Sie sah schon viel besser aus. Ich grinste und nickte, ignorierte dass sie leicht beleidigt klang, bloß weil ich so ehrlich gewesen war. "Viel besser, du siehst nicht mehr aus wie eine zwölf jährige die wegen der Grippe zu hause geblieben ist." zog ich sie auf und lachte, steckte dann meine Hände in die Hosentasche und schlug den weg nach unten ein. "Hey, nimm das nicht so ernst, ich bin eben eine sehr direkte Person und das war ja nur gut gemeint." Ich stupste Sie etwas von der Seite an, was doch etwas schwierig war, da sie viel kleiner war als ich. "Wenn du wieder bei Kräften bist, können wir morgen mal in die Grotten gehen. Ich war da vorhin eine Weile, hatte aber keine Badehose dabei. Du gehst doch schwimmen oder?" hakte ich nach. Darüber dass sie vorher einen Menschen töten musste um sein Blut zu trinken, wollte ich lieber nicht nach denken.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Ich schlang die Arme um meinen Bauch, als sich Carter einfach zwischen mich und die Tür stellte. Er blockierte mir den Weg? Wieso? Verwirrt sah ich zu ihm auf, da er um einiges größer war als ich, und zog die Augenbrauen zusammen. So wollte er mich nicht raus lassen? Hey, so schlimm sah ich nun wirklich nicht aus! Ich sah an mir herunter und biss mir auf die Unterlippe. Okay, vielleicht doch. Ich sollte definitiv aufhören mir Klamotten aus der Kinderabteilung zu kaufen, nur weil sie bequemer waren. "Bist du schwul oder wieso hast du solche Ahnung von Mode?" Die Hose ging gar nicht? Was sollte das denn heißen?! Ich seufzte und strich über meinen viel zu großen Pullover, ehe ich mich grummelnd umdrehte. Er schob mich bereits in Richtung Schrank und ich drehte mich noch einmal um, um ihn böse anzufunkeln, als er den Raum verließ. Gut, dann würde ich mich eben umziehen. Vermutlich würde ich mich dann auch gleich viel besser fühlen. Ich ging also ins Bad, öffnete den Dutt und bürstete meine Haare ordentlich durch. Als ich mein jugendliches Gesicht im Spiegel sah, erinnerte ich mich an Carters Worte von gestern Nacht. Ich sollte versuchen mich zu schminken, als wäre ich älter. Er hatte vielleicht Recht und man konnte einiges damit machen, aber ich hatte keine besonders guten Grundlagen dafür. Mein Gesicht war einfach zu... jung. Trotzdem versuchte ich es - wie schon so oft - und schaffte es zumindest mich zwei oder drei Jahre älter zu zaubern, als ich mein Spiegelbild ansah. Trotzdem nicht so ganz zufrieden drehte ich mich um und holte mir ein paar Klamotten aus dem Kleiderschrank, die öffentlichkeitstauglich waren. Eine schwarze Jeans und ein gestreiftes Shirt sollten reichen. Ich schnappte mir noch mein Handy und ging dann aus meinem Zimmer. "So besser?", fragte ich ein wenig schnippisch. Ich war einfach ein wenig beleidigt. Vermutlich würde ich selbst jetzt noch aussehen wie seine kleine Albino-Schwester. Gott, ich hasste diesen Körper!

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Ich verkniff mir ein Lachen, als sie sagte, Dass ich auch scheiße aussah. Wir wussten beide dass das nicht so war. Ich war noch braun gebrannt aus Kalifornien, machte mein Workout um fit zu bleiben und hatte mal wieder richtig geschlafen und was ordentliches gegessen, ich fühlte mich fast wie neu geboren. Fast zwei Wochen lang hatte ich in Motels oder Diner geschlafen und nur Fast Food oder ungesund gegessen, hier würde sich das ändern. Ich würde mir auch in der Stadt einen Job suchen, Auch wenn man hier alles bekam, ich wollte etwas zur Seite legen und hier ja nicht ewig bleiben. Wenn ich die gewisse Menge an Geld hätte und einen Plan wie es weiter ging, würde ich hier wieder verschwinden, denn alt werden wollte ich hier wirklich nicht. Es war nur eine Übergangslösung, vor allem bis sich die Sache mit meinem Vater geregelt hatte. Und während ich hier war, würde ich auch dem kleinen Trotzkopf hier helfen, damit sie nicht jedes mal so vor sich hin vegitierte, Wenn ihre Nahrung knapp wurde. Sie hatte mir gestern hier geholfen, also würde ich mich revanchieren. Meine Eltern waren zwar mit meinen Gaben nicht klar gekommen, Aber umso strenger waren sie in Sachen Manieren und Erziehung gewesen. "Okay, Dann gehen wir jetzt nachsehen." Als sie mir die Hand hin hielt, zog ich ohne zögern daran, hätte meine Kraft aber wohl etwas zügeln sollen, denn sie wog ja praktisch nichts. "Sorry." murmelte ich lächelnd und ließ sie wieder los. Unter anderen Umständen hätte ich gesagt, Dass sie unbedingt mehr essen musste, Sie war nämlich wirklich verdammt dünn. Aber da ihre Nahrung Menschen waren, so wie ich, sagte ich das besser nicht, immerhin wollte sie ja keine Mörderin sein. Wer wollte das schon? Ich hatte es mir auch nicht ausgesucht, es war Notwehr gewesen. Als Gemma nun direkt zur Tür ging, hielt ich noch kurz an. "Ähm willst du nicht was anderes anziehen oder dich etwas frisch machen? In der Küche wird jetzt schon mehr los sein." hakte ich nach. Sie wollte doch nicht für noch mehr Gesprächsstoff sorgen oder? Gerade wenn die Vampirin von gestern wieder da sein würden und allgemein hatte Gemma gesagt, Dass sie hier nicht gerade viele Freunde hatte, Wenn überhaupt, da sollte man doch schon etwas aus sich machen. Sie war ja nicht hässlich, Aber sie sah aus wie ein kleines Mädchen dass krank eben aus dem Bett gekrochen war und da unten waren mehrere Leute und ich stellte mir schon vor dass das hier etwas ähnlich wie in einer großen WG lief, Da wurde dann auch mal über andere geredet. Ich wollte ihr ja mir helfen, Auch wenn sie das bestimmt nicht wollte. "Wenigstens Die Hose, Die geht echt gar nicht Gemma." sagte ich schüttelte lachend den Kopf. Ohne groß nachzudenken schob ich sie von der Tür weg Richtung Schrank und machte ihre Zimmertür dann auf. "Ich warte solange vor der Tür." Dann ging ich also raus und lehnte mich gegen die Wand, während ich mein Handy auf Instagram durchscrollte. Meine alten Freude lebten alle ihr normales Leben, gingen weiterhin aufs College und fragen sich bestimmt wo ich hin verschwunden war...tja, Wenn die wüssten.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Ich war vielleicht gerade nicht die beste Gesellschaft. In diesem Zustand war mit mir so gut wie nichts anzufangen. Tja, ich würde ja jetzt jagen gehen und schauen, dass ich danach erst etwas mit Carter machte, aber so funktionierte das nicht. Er war die erste Person, die hier unvoreingenommen herkam und das wollte ich ausnutzen. Ich wollte Zeit mit ihm verbringen, mich mit ihm anfreunden, bevor Rose und die anderen Vampire ihm Gerüchte über mich in den Kopf setzten, damit ich weiter das einsame kleine Ding in Zimmer 3029 war. So lief das nicht! Das hier war mir wichtig. Natürlich war mir bewusst, dass ich so keine Gesellschaft war, aber ich könnte jetzt sowieso nicht jagen gehen. Ich war schwach. Würde ich einem Jäger wie gestern begegnen, würde ich sterben, noch bevor ich dazu kam mich zu sättigen. Also konnte ich Jagen von meiner Liste streichen. Ich musste mich erst stärken, bevor ich wirklich loszog und jagen ging, denn erst danach würde ich mich wieder wirklich... gut fühlen. "Wow, danke... Sehr freundlich von dir. Du siehst auch scheiße aus.", grummelte ich beleidigt und zog die Decke enger um mich. Natürlich sah er nicht scheiße aus! Nein, er sah perfekt aus! Er trug seine Haare perfekt, seine Haut war gesund gebräunt, er war muskulös und groß. Mir war klar, dass er Recht hatte, wenn er mir das ins Gesicht sagte, aber ich war immer noch eine Frau und wir nahmen sowas eben etwas anders auf. Ich schnaufte und ließ mich auf das Bett fallen, blieb einfach liegen, als er zu mir kam und auf mich herunter sah. Ich schürzte leicht die Lippen, als er plötzlich meinen Ernährungsplan aufstellte. "Ein Blutbeutel reicht erstmal. Dann kann ich... jagen gehen, wenn du dich hinlegst." So konnten wir die Zeit nutzen und... ich würde nicht hier liegen wie eine kleine wandelnde Leiche. Ich seufzte müde, als er mir die Hand hinhielt und sofort los wollte. Ich quengelte. Er hatte ja keine Ahnung wie beschissen und ausgelutscht ich mich fühlte! "Zieh mich hoch!", jammerte ich und schob meine Hand in seine. Entweder er hatte seine Muskeln nicht unter Kontrolle oder ich war wesentlich leichter als ich aussah, jedenfalls flog ich beinahe aus dem Bett und landete irgendwie zum Glück noch auf meinen Füßen, strich den Pullover glatt und sah nicht mehr an mir herunter. Mir egal! Für Rose war ich sowieso schon ein Kleinkind. Sollte sie doch meine Häschen-Pyjamahose sehen. Ich hatte eben nur eine passende in der Kinderateilung gefunden. Die Frauenkleider waren mir an den Beinen eben einfach... zu lang. "Okay komm.", nuschelte ich und rieb mir die Augen, als wäre ich gerade erst aufgestanden. Oh warte! Das war ich ja auch...

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Ich machte mir kurzzeitig echt sorgen, als ich mehrmals an Gemmas Tür klopfte und sie nicht aufmachte oder mich wenigstens herein bat. Hatte sie vergessen dass wir verabredet waren? Oder was sie auf die Jagd gehangen, sobald es dunkel geworden war, immerhin hatte sogar ich mit relativ wenig Ahnung gemerkt, Dass sie sehr hungrig und aushezehrt ins Bett gegangen war, Auch wenn ich mir über ihren speziellen Hunger lieber keinen Kopf machen wollte. Immerhin könnte sie jetzt gerade irgendwo draußen sein und in diesem Moment einen Menschen töten, sein Blut bis zum letzten tropfen aussaugen. Bei der Vorstellung lief es mir doch kalt den Rücken runter und ich zuckte kurz zusammen, als die Tür dann doch aufging, Da ich damit eigentlich nicht mehr gerechnet hatte. Was ich dann erblickte, war auch nicht gerade überraschend. Trotzdem, Sie sah schrecklich aus und das war noch ziemlich nett ausgedrückt. Denn eigentlich sah sie ziemlich...tod aus, Aber besser ich sagte ihr das nicht. Ich verzog besorgt den Mund und folgte ihr rein. "Ja so siehst du auch aus." Ich konnte ihre Haut kaum vom weißen Laken unterscheiden, Sie war nicht mehr nur blass, sondern mittlerweile auch noch aschfahl und hatte dunkelgraune Schatten unter den Augen. Mir hingegen ging es blendend, ich hatte mal wieder am Stück ordendlich durchgeschlafen und eine aufregende Tour durch Mystic World gemacht, während sie bestimmt eine schreckliche Nacht gehabt hatte. Ich hatte schon Mitleid mit ihr, fühlte mich aber nicht schlecht weil es mir so gut ging, Sie hätte sich ihre Nährungsaufnahme eben etwas anderes organisieren müssen, nicht dass ich davon viel Ahnung hatte und es ging mich eigentlich auch nichts an. Auf ihre Anweisungen hin setzte ich mich aufs Bett, ignorierte ihren Schlafanzug, der nur bestätigte wie schlecht es ihr ging, und sah sie besorgt an. Sie wollte wissen ob ich über die Vorräte in der Küche Bescheid wusste. Ich zuckte mit den Schultern. "Ich weiß nicht, Aber die Sonne ist noch nicht lange unter gegangen, wird also noch was da sein, es ist ja quasi morgen. Wenn du willst gehe ich mit dir nachsehen, Denn mal ehrlich, du siehst schrecklich aus." Das wusste sie vermutlich aber schon zu gut. Ich würde aber nicht runter gehen und ihr einen Beutel holen, Denn die Vampire waren mittlerweile wach und ich wollte keinen Streit riskieren oder ähnliches, Weil ich als Mensch für jemand Blut holte und da sie eh Gemma schon nicht leiden konnten, hatte ich darauf jetzt wirklich keine Lust. "Eine andere Möglichkeit bleibt dir nicht oder? Außer du gehst raus und....naja, ich kann nicht sagen dass du jemanden töten sollst, Aber du musst was essen." Sie war praktisch meine einzige Kontaktperson hier drin, ich konnte nicht dabei zusehen wie sie hier starb, obwohl das ging doch Garnicht oder? Vermutlich wollte ich das auch Garnicht herausfinden... Ich stand auf und hielt ihr die Hand hin. "Komm, dir bleibt nichts anderes übrig. Und wenn die hinfällst, fang ich dich auf." versicherte ich und lächelte etwas.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Es war schwer für einen Nicht-Vampir zu beschreiben wie es sich anfühlte, wenn man hungrig war, wenn man austrocknete. So vermutete ich lief es bei mir. Meistens verlor ich den Verstand, kurz bevor ich am Hunger zerfiel und griff wahllos irgendwelche Leute an, veranstaltete ein Massaker. Aber bis dahin litt ich. Es war vielleicht auch gar nicht möglich es etwa einem Menschen zu vermitteln. Es war... als hätte man tagelang durchgefeiert und getrunken und würde mit einem Mordskater aufwachen. Nur, dass dieser nicht wegging, wenn man aß und etwas trank, sich etwas bewegte. Es war ein andauernder Kater, der immer schlimmer wurde - mit jeder Minute, in der man kein Blut zu sich nahm. Meine Glieder schmerzten, ich fühlte mich so alt wie ich heutzutage vermutlich wirklich sein würde und ich war schwach. Das war das größte Problem. Ich war in der Phase, in der man kreidebleich im Bett lag und sich kaum auf den Beinen hielt. Ich wusste, was nach dieser Phase kam. Dann strömte das Andrenalin und der Selbsterhaltungstrieb wurde zur Überlebenswaffe. In dieser Phase konnte ich herumspringen und Menschen abschlachten, die dreimal so viel wogen wie ich. Gerade im Moment aber wachte ich alles andere als glücklich auf. Hey, ich hatte einen neuen Freund gefunden, der vor meiner Tür stand und etwas mit mir machen wollte. Das war die erste ehrliche Gesellschaft in Jahren! Und nun schlief ich, verpasste den Sonnenuntergang und kam kaum aus dem Bett, als Carter an die Tür hämmerte. Oder kam es mir nur so vor, weil ich so empfindlich war? Jedenfalls zog ich die Decke wie einen Umhang um meine Schultern und schlurfte zur Tür, öffnete diese un schaute zu dem großen, breitschultrigen Jungen hoch. "Sorry...ich fühl mich nicht besonders." Offensichtlich. Ich wollte gar nicht erst wissen wie ich aussehen musste. Meine Haare waren auf dem Kopf zu einem unordentlichen Dutt zusammengefasst, meine Haut war sicher noch blasser als sonst und ich trug einen Pullover, der mir über die Hände und Oberschenkel reichte, darunter eine bunte Pyjamahose mit Häschen drauf. Alles in allem könnte man wohl sagen, dass ich aussah wie ein Mensch, der die heftigste Grippe seines Lebens durchlebte - bloß dass kein Mensch so kalkweiß war wie ich. Ich ging wieder zurück zu meinem Bett, fiel nahezu auf die Matratze und zog die Beine in den Schneidersitz, als ich mich wieder zu Carter umdrehte. "Setz dich ruhig. Hast du gesehen, ob der Kühlschrank aufgefüllt wurde und die Vampire etwas übrig gelassen haben?" Ich konnte gerade an nichts anderes denken als daran meinen Durst zu stillen! Erst danach würde mit mir wohl wieder etwas anzufangen sein.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Die Empfangsdame, Meredith, beantwortete mir die meisten meiner Fragen, Auch wenn auf viele die Antwort war "Magie kann man nicht rational erklären". Vieles davon frustrierte mich, Aber es gab einfach keine Erklärungen dafür, wie das Gebäude funktionierte, insbesondere die Zimmer oder schränke die Gedanken lesen konnten. Außerdem hatte ich endlich die Erklärung dafür, Dass ich nichts hier bezahlen musste, solange ich zum Zusammenleben hier etwas beitrug, Vielleicht irgendwo half wo es nötig war und natürlich sollte ich niemanden hier töten. Die Rechnungen des Hauses wurden wohl von einigen reichen Sponsoren gezahlt, Die ebenfalls übernatürlich waren und ein Teil mal auch wieder durch Magie. Am besten ich fragte einfach gar nicht mehr, es hatte ja eh keinen Sinn. Leider war ich eben nicht von Natur aus jemand der Dinge einfach hinnahm, ich war es gewohnt immer skeptisch und vorsichtig zu sein, ein Ort an dem Mann einfach willkommen war und nichts zahlen musste, obwohl man quasi alles haben konnte, erschien mir zu schön um wahr zu sein. Anderseits da der größte Teil durch Magie erzeugt wurde, wurde auch niemandem etwas weggenommen oder jemand betrogen.... Ach, es würde eine Weile dauern bis das alles hier für mich selbstverständlich war. Ich bekam auch tatsächlich einen Plan des Geländes, Der aber nicht Maßstabsgetreu war, da die Stockwerke und manchen Räume ja in berschie eben lagen, so nannte Meredith das. Sie hatte auch gesagt dass ich vielleicht besser nicht springen sollte, da keiner die Lücke erklären konnte, Sie zumindest nicht, sollte ich es besser lassen. Ich nahm die Sache aber selbst in Hand und ging mit dem Plan in die Bibliothek, Die so beeindruckend war, Dass ich erst mal eine halbe Stunde nur durch die Gänge wanderte und sie bewunderte. Dann suchte ich den Gang heraus der Menschen mit besonderen Fähigkeiten betraf und suchte ein paar Bücher heraus, davon gab es hier nämlich Unmengen. Die Bibliothekarin sagte mir, Dass jedes Buch das verlegt wurde, hier erscheinen konnte, Wenn man es brauchte. Einige waren aber uralte Originalbände hnd Erstausgaben, Die Jahrhunderte zurück gingen und die Geschichte von übernatürlichen erzählten. Ich nahm mir fest vor hier viel Zeit zu verbringen und so viel wie möglich über die Welt, in die ich hier nun herein geriet, zu erfahren. Mit fünf dicken Wälzer ausgestattet ging ich wieder hoch auf mein Zimmer, was zu Fuß wirklich viel aufwendiger war und erst recht mit Büchern, Aber lieber das als irgendwo in nirgendwo zu landen und festzustecken. Ich legte die Bücher nur ab und ging dann in die Küche. Diese war diesmal nicht komplett leer, es waren mehrere Leute da, keine Vampire Da die Sonne noch draußen waren, und ich musterte einige, Aber auch ich wurde angesehen. Einige sagten Hallo oder lächelten, einige waren komisch und blieben unter sich. Gerne wüsste ich, wer noch menschlich war, Aber das sah man nicht auf Anhieb allen an, Vielleicht war es möglich an eine Liste zu kommen, Dann könnte ich vielleicht jemand treffen der so war wie ich. Jedenfalls ging ich zum Backofen, legte Zutaten für eine Pizza rein und unterdrückte meine beeindruckte Reaktion, als eine frische salamipizza heraus kam. Ich aß sie am Tresen und checkte währenddessen meine Mail und voralem die Nachrichtendienste meiner Heimatstadt, ob auf mich eine Fahndung angesetzt war, Aber ich fand nichts. Wollte meine Mutter dass wirklich einfach so unter den Teppich kehren? Ich hatte sie dann doch etwas mutiger eingeschätzt. Nachdem ich gegessen hatte, kramte ich meinen Plan wieder heraus und machte mich auf den Weg zu den Grotten und Höhlen. Ich setzte mich nur auf einen Felsen am Rand und beobachtete andere, Die fröhlich im Wasser planschten, ging dann aber näher ran, als ich eine Flosse sah. Tatsächlich hatten drei Mädchen eine fischflosse statt Beine und ich murmelte beeindruckt, woraufhin eine mich ansprach jnd fragte ob ich neu sein. Ich unterhielt mich kurz mit ihr, als ich dann auf mein Handy sah, war es schon halb zehn abends und ich machte mich auf den Weg zu Gemmas Zimmer. Gerne hätte ich noch mehr gesehen oder mit jemandem gesprochen, Dass alles hier war so faszinierend, Aber ich hielt immer mein Wort, Auch dieses Mal. Ich klopfte einfach mal an ihrer Tür, obwohl wir nichts genaues ausgemacht hatten. Nach dreimaligen klopfen passierte immer noch nichts. "Gemma, bist du da? Schläfst du noch? Es ist schon dunkel, also keine angst, du wirst nicht gegrillt."

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Ich hatte Recht behalten. Es war so gut wie unmöglich um diese Uhrzeit noch an Blut zu kommen. Ich hatte mich tatsächlich noch mal raus in den Wald gewagt. Ich war sogar bis an den Stadtrand gelaufen, um doch noch einen armen Menschen zu finden, der meinen Fangzähnen zu Leide fallen musste, aber ich hatte einfach niemanden angetroffen. Ich war also leer ausgegangen, als ich am Ende zurück ins Schloss hechtete. Die Sonne ging bereits auf, als ich in meinem Zimmer ankam. Ich hatte Glück gehabt, dass ich nicht ein paar Minuten später gekommen war. Ich hatte mittlerweile ein richtiges Gespür für die Sonnenzeiten entwickelt. Ich wachte auf, nachdem die Sonne weg war und ich wurde müde und erschöpft, wenn die Sonne drohte aufzugehen. Es war ein Gefühl, das sich dann in mir ausbreitete und ich hatte mich bisher nie getäuscht. Eigentlich brauchte ich nicht einmal mehr auf die Zeit zu achten, aber natürlich tat ich das trotzdem noch. Ich konnte nicht vorsichtig genug sein, wenn man bedachte, dass ich starb, wenn ich mich nur einmal um ein paar Minuten vertat. Ich fiel erschöpft und hungrig ins Bett. Die Vampire hatten mir nicht mehr als einen halben Blutbeutel übrig gelassen und natürlich reichte das nicht. Auch wenn ich nur ein kleines Persönchen war und man vermuten sollte, dass ich nicht viel brauchte. Aber selbst für mich war ein halber Liter einfach nicht genug. Ich brauchte mehr, aber jetzt würde ich nicht mehr an irgendetwas dran kommen. Ich war in meinem Zimmer gefangen und lag wie tot in meinem Bett. Ich hatte nicht einmal mehr Kraft meine Klamotten los zu werden und mich unter die Decke zu legen. Ich wühlte mich einfach in mein Bett und blieb liegen, sparte meine Kräfte, um in der nächsten Nacht definitiv etwas zu finden. Vielleicht würde ich Carter absagen müssen. Ich brauchte alle Zeit, um genug Blut zu bekommen. Ich wollte zwar gern etwas mit ihm unternehmen und vielleicht meinen ersten Freund hier am Schloss gewinnen, aber mein Leben war dann doch irgendwie wichtiger - auch wenn ich es hasste so wie es war. Selbst ich hatte einen Überlebenstrieb.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Ich ließ die Themen wie tagsüber wach zu sein und sich äußerlich so zu kleiden und schminken dass sie älter aussah erst mal auf sich beruhen. Ich war ja erst seit kurzem hier und hatte keine Ahnung wie ihr Alltag aussah oder wie das allgeimem bei ihr lief wenn sie zum Beispiel unter Menschen ging, wobei man bei ihr wohl eher von einer Jagd reden musste. Ich mischte mich schon wieder viel zu sehr in ihre Angelegenheiten ein, statt sich lieber mal um mein neues Zuhause zu sorgen und im meine eigenen Probleme zu kümmern. Außerdem hatten wir noch genug Zeit uns gegenseitig zu helfen, Wenn es nötig war. Nachdem ich ihr ebenfalls eine gute Nacht gewünscht hatte ging ich wieder zurück auf mein Zimmer, diesmal lief ich um mir den Weg zu merken, Auch wenn ich telepotiert viel schneller in meinem Zimmer sein könnte, Aber ich wollte mir den Weg einprägen und mein neues zu hause Kennenlernen. In meinem Zimmer betrat ich auch zum ersten Mal das Bad, das sah aus wie ein ganz normales Bad eben mit schwarz weißen Fliesen, einer dusche und Badewanne. Ob es so war weil ich so ein Bild im Kopf gehabt hatte? Ich wusste es nicht, ich würde Gemma morgen fragen. Zwei Handtücher hingen neben der Dusche und ich stieg direkt drunter und spülte den anstrengenden Tag von meiner Haut. Mit einem Handtuch auf den Hüften und einem anderen um die Schultern ging ich wieder ins Zimmer und stellte mich vor den Schrank. Ich sah auf die Schubladen unten und stellte mir Boxershorts vor, machte sie auf und darin lagen welche mit verschiedenen Karomustern. Ich schüttelte immer noch beeindruckt und gleichzeitig ungläubig den Kopf, zog eine an und packte meinen Rucksack dann noch aus. Ich hatte auf dem Handy wieder fünf entgangene anrufe meiner Schwester, ich ging aber nicht darauf ein. Sie wusste mittlerweile bestimmt dass unser Vater tot war und ich es gewesen war, Sie wollte mich entweder als Mörder oder Feigling bezeichnen, Weil sie es nicht verstehen würde. Je nachdem was Mutter ihr erzählt hat, vielleicht will sie mich auch an die Polizei ausliefern, ich wusste es nicht. Sie hatte sonst immer zu mir gestanden und meine Gaben akzeptiert, meinen Vater nicht verstanden. Aber er war eben immer noch ihr Vater und zu ihr war er auch deutlich netter gewesen als zu mir, Sie konnte also nicht Verständnis dafür haben. Deswegen hatte ich auch nicht zu ihr gekonnt, nach San Francisco, das wäre sonst die bessere Option gewesen als zwei Wochen lang in Motels, Bars und Dinern zu verbringen. Ich stellte schnell noch einen Wecker auf 15 Uhr, Dann könnte ich endlich mal wieder zehn Stunden ordentlich durchschlafen.
Ich wachte tatsächlich erst mit dem Wecker auf, denn es war überraschend leise in dem Gebäude, obwohl es mitten am Tag war. Bestimmt hatte das auch etwas mit Magie zu tun. Ich stand also auf und machte mich im Bad frisch, zog mich an, Mit Klamotten die ich aus dem magischen Schrank geholt hatte, schnappte mein Handy und ging runter in die Eingangshalle. Um die Uhrzeit war hier mehr mehr Betrieb ich sah die verschiedenen Personen an. Auf den ersten Blick sahen alle ziemlich normal aus, doch dann entdeckte man die Besonderheiten. Ein Mädchen hatte tatsächlich Flügel, ein Typ hatte rote Augen und eine Gruppe Jungs war breit gebaut und hatten alle lange Haare, Sehr merkwürdig. Einige sahen mich an und überlegten wohl ebenfalls was ich war, Aber so viele Wesen wie hier wohnte könnte unmöglich jeder jeden kennen. Ich ging auf die Rezeption zu und die Dame lächelte mich an. "Mr. Heathrow, ich dachte mir dass sie hier auftauchen, sobald Miss Gemma sie gehen lässt. Sie haben sicher einige Fragen." sagte sie freundlich. Ich schätzte Sie auf mit dreißig und fragte mich ob sie auch ein Mensch mit einer Gäbe war, immerhin konnte sie die Infos über mich ja quasi sehen wie Gemma erzählt hatte, Aber es könnte ja sein dass sie auch eine Art Magie benutzte. Hier war so gut wie alles möglich, Aber das war bestimmt zu persönlich. "Einen riesen Haufen Fragen." und dann sprudelte ich mit allem heraus. Wie funktionierte das Gebäude, musste ich etwas zahlen, welche regeln oder Hausordnung gab es, was musste ich wissen, was war verboten, und ganz dringen, gab es einen Gebäudeplan?

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Es war wirklich süß, dass er versuchte mir zu helfen. Es war nett... Sicher war er ein ganz reines Herz. Er hatte in seinem Leben nicht viel falsch gemacht. Nur den Mord, aber er hatte ja schon gesagt, dass es mehr oder weniger ein Unfall gewesen war. Im Gegensatz zu mir jedenfalls war er alle male ein besserer Mensch. Ich war ja nicht einmal mehr menschlich. Ich senkte den Blick auf mein Hände, die nervös ineiner verkeilt auf der Arbeitsplatte lagen, während ich immer noch auf dem Hocker saß und nicht so ganz wusste wohin mit mir. "Natürlich ist das Möglich, aber ich brauche tagsüber nicht auch noch wach sein. Ich habe die Nacht. Nur da kann ich jagen, also schlafe ich tagsüber. Und selbst wenn ich die Möglichkeit hätte auf Klo zu gehen, würde ich nichts essen wollen. Es würde mich genauso wenig reizen. Ich hab seit Jahren nichts mehr gegessen und ehrlich gesagt vermisse ich es nicht." Es würde mich nur an Zeiten erinnern, die vorbei waren. Ich würde mir damit vorgaukeln, dass ich normal sein könnte, aber so war es nun einmal nicht. Ich aß nicht, ich war nicht menschlich. Ich sollte aufhören es zu versuchen. Als er mir allen ernstes riet es mit Make-up und hohen Schuhen zu probieren, sah ich ihn ungläubig an. "Du denkst ich könnte mit Makeup und ein Paar Schuhen meine blasse Haut, meine Kindlichkeit, meine seltsam weißen Haare und meinen praktisch nicht vorhanden Busen kaschieren?", meinte ich und deutete an mir herunter. Ich füllte gerade einmal so ein A Körbchen und darauf war ich alles andere als stolz. Keine Zwanzigjährige dieser Welt konnte noch Bustiers aus der Kinderabteilung tragen. Ich seufzte und fuhr mir durch das Gesicht. Ich trug ja schon Makeup, damit ich nicht auch noch im Gesicht aussah wie ein Kind. "Die meisten sind nett zueinander, aber es passt ihnen halt nicht, dass mich die Leute "Vampir" nennen, obwohl ich mir diese Bezeichnung nicht "verdient" habe. Ich bin... nichts von allem und passe nirgendwo rein, das geht denen so gegen den Strich. Es gibt durchaus auch Arten, die sich untereinander verstehen, aber ich bin sowas wie ein Mischling und das... ist hier scheinbar einfach nicht gern gesehen." Ich konnte es ja selbst nicht erklären, jedenfalls war ich hier die Einzige, die so sehr auf Hass traf. Ich hatte bisher zumindest noch nicht gesehen, dass irgendjemand anderes hier so gegen Wände lief wie ich. Ich schaute auf, als er mir anbot tatsächlich Zeit mit mir zu verbringen, dass er jetzt aber schlafen gehen musste. Er wollte vorbeikommen, wenn die Sonne untergegangen war? Ich lächelte schwach und nickte. "Ja, das... wäre toll! Dann gute Nacht!", wünschte ich ihm noch, ehe er verschwand. Ich würde mir dann am besten wohl noch etwas Blut besorgen. Wie auch immer ich das anstellen wollte...

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Also Gemma war ja wirklich ein besonderes Wesen. Sie war kein Vampir und nicht gebissen worden, war nicht schneller als gewöhnlich Menschen oder hatte reinste Haut, so wie ich es bei Rose gesehen hatte, Aber dafür hatte ihr die Alchemie wohl alle Nachteile einer Untoten eingebracht. Sie hatte sich doch nur ewiges Leben gewünscht, warum könnte sie dann nicht in die Sonne? Zum überleben brauchten wir sie doch, wieso hatte man sie dann in die Dunkelheit verbannt? Das ergab für mich irgenwie keinen Sinn... Sie hatte es als Strafe bezeichnet, Aber mal rational betrachtet, obwohl ich das bei Magie und all diesen Dingen eigentlich gar nicht sollte, fand ich es etwas zu hart. Direktes Licht tötete Sie also? Das hieß sie saß in dem Hotel für mindestens 14 Stunden am Tag fest, je nachdem wie lange es im Sommer sagar hell war. Gut, ich wusste nicht genau was es hier alles zu machen gab, immhin schien es als könnte man sich mit Gedankenkraft quasi alles wünschen, Aber sie schien keinen Spaß daran zu finden. Und ich hatte gedacht ich hätte eine Schwerte Kindheit gehabt und wüsste nicht wohin mit meinen Gaben, Aber sie hatte es eindeutig viel schlimmer getroffen, Aber sie hatte ja auch mehr gewollt als ein normales Leben. Tja, das zeigte wieder einmal was passierte wenn man zu gierig war. Sie hatte ihr normales Leben nicht mehr gewollt, ich hätte alles getan um als gewöhnliches Mensch aufwachsen. "Dann manifestierte doch einfach dichte Vorhänge oder so, irgendwas was kein Licht durchlässt, muss doch möglich sein." schlug ich vor und zuckte mit den Schultern. Auf ihr bitteres lachen dann ging ich nicht ein, Auch wenn ich es traurig fand, wie sie das alles sah. Ich musterte sie nocheinmal und wollte sie ja nicht kränken, Aber scheinbar wusste sie mehr als deutlich, Dass sie sehr jung aussah. Ich verzog etwas mitgenommen den Mund und seufzte, wieso versuchte ich das überhaupt? Wieso machte ich mir ihre Probleme zu meinem eigenen? Ich war doch erst seit zwei Stunden hier und musste nicht jeden direkt retten wollen, nur weil sie mir etwas geholfen hatte, Aber ja so war ich eben. Ich war sehr hilfsbereit und half anderen wo ich konnte, ohne die Hilfe von Freunden und meiner Schwester hätte ich meine Kindheit auch wohl kaum überstanden. Ich wusste also wie es war mit seinem Problemen alleine zu sein, Auch wenn meine Schwester mir immer versucht hatte zu helfen, war es nicht dasselbe, Weil sie eben nicht genau wie ich war. "Hast du es mit Makeup, hohen Schuhen und so schon mal versucht? Du wärst überrascht, Aber heutzutage gibt es Mädchen die mit 14 aussehen wie 20." versuchte ich sie aufzumuntern, Auch wenn ich da vermutlich gegen eine Wand fuhr. Und ich behielt recht, denn auch als ich sie nach Gelegenheiten innerhalb der Mauern von Mystik World fragte, stieß ich auf Abwehr. Sie machte es einem aber auch wirklich nicht leicht. Anderseits hatte sie mehr Ahnung wie es hier ablief, Auch wenn mich ihre Schilderungen nicht gerade begeisterten. "Wirklich, wie in der High School mit Cliquen? Das ist nicht ihr ernst? Wir sind doch alle hier weil wir nicht wissen wohin und dann verhalten die sich wie Menschen, was soll denn der Scheiß?" Also wenn das so war, Dann würde ich nicht lange hier bleiben oder mit den anderen abhängen. Vermutlich würde es noch so sein, Dass man als Mensch nicht ganz als übernatürlich betrachtet wurde oder die Vampire sahen einen als wandelnde Blutquelle. Langsam wurde minder Ort unsympathisch, Aber ich würde mir erst mal ein eigenes Bild machen müssen. Ich winkte ab, als mich direkt zurück stieß, als ich ihr den Vorschlag gemacht hatte ihr hier drin zu helfen und lachte. "Mach dir mal keine sorge um mich, ich muss ja nicht alles komplett umstellen. Ich kann aber abends länger wach bleiben und wir können da etwas machen, wie du willst, war nur ein Angebot. Naja, ich würde dann aber wirklich gerne ins Bett, ich hab die letzte Nacht nicht sonderlich gut geschlafen." erzählte ich und lächelte Matt. Eigentlich hatte ich nur eine Stunde wenn überhaupt nicht geschlafen, Da ich in der Ecke eines 24 Stunden Imbiss herum gelungert hatte, während ich überlegt hatte ob ich hier her kommen sollte oder nicht. Jetzt stand ich auf und streckte mich gähnend, zog mein Shirt dann wieder zurecht das dabei hoch gerutscht war und sah sie dann an. "Ich werde bestimmt bis spät Nachmittag schlafen, mich dann noch etwas umsehen, Aber wenn du willst schaue ich bei dir vorbei sobald die Sonne untergegangen ist."

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Ich legte den Kopf schief, als er das sagte. Wow, er stellte sich das Vampirleben echt einfach vor, was? "Ich verbrenne ziemlich schnell. Bisher hab ich es nicht dazu kommen lassen, aber schau dir meine Haut an... ich denke nicht, dass es viel braucht, um mich zu verbrennen. Direktes Sonnenlicht hat mich bereits verletzt, ja. Ob es gespiegelt auch zählt, weiß ich nicht... Ich will es aber auch nicht ausprobieren. Ist nicht gerade angenehm. Und mein Bad hat Fenster, doch. Ich lasse nur die Rollos herunter. Wenn ich das aber mal vergessen sollte und pinkeln muss, weil ich meinte Apfelschorle trinken zu müssen, die mein Körper nicht braucht, dann... stecke ich ziemlich in der Scheiße.", erklärte ich ihm. Zu Essen und zu trinken würde vielleicht Spaß machen, ja, aber es würde mir genauso viele Nachteile einbringen. Und glücklich würde ich durch eine Pizza auch nicht werden. Ich führte ein Leben, das ich hasste und ich war allein, weil ich ein undefinierbares Wesen war, das nirgendwo zugehörte. Ich fuhr mir über die Stirn und räumte mein Glas in die Spülmaschine, die sich natürlich auch mit Magie anstellte und entleerte. Ich schüttelte bloß bitter lachend den Kopf, als er mein erbärmliches Leben darstellte. Ja, ich war nur hier, schlief oder lief im Wald herum. Was sollte ich auch anderes tun? "Hast du mich mal angesehen? Ich sehe immer noch aus wie ein Kind... Ich kann nicht mitten in der Nacht in der Stadt herumlaufen, ohne im Heim zu landen." Natürlich würde ich in meiner Verzweiflung und Einsamkeit feiern gehen, irgendwelche Menschen aus den Clubs locken, nur um nicht allein sein zu müssen, aber wie sollte das funktionieren? Keiner würde mich attraktiv finden und mit mir kommen wollen, sie würden höchstens das Jugendamt rufen. "Natürlich gibt es Aufenthaltsräume, aber es ist hier doch genauso wie in der Schule. Die einzelnen Wesen sind nur unter sich und ich gehöre nirgendwo hin. Ich bin weder Vampir, noch Mensch, noch Hexe. Keiner will sich mit mir abgeben, für die bin ich nur eine Missgeburt.", grummelte ich und knirschte mit den Zähnen. Irgendwie hatten sie ja recht. Das, was aus mir geworden war, war nicht gewollt gewesen. Wesen wie mich sollte es gar nicht geben. Ich hob den Blick und sah ihn ungläubig an. "Carter, du bist auch nur ein Mensch. Willst du wirklich deinen Tag-Nacht-Rhythmus umstellen und durch den Vitamin-D Mangel genauso depressiv und bleich werden wie ich? Lass gut sein. Freunde dich lieber mit Leuten an, die so sind wie du." Wir waren zwar beide keine Menschen, aber dennochlebten wir nicht in der selben Welt.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Im Nachhinein bereute ich es etwas sie so auf die Frage mit dem Blut angesprochen zu haben. Das war eindeutig etwas, Dass ihr Leben jetzt bestimmte und es gefiel ihr ganz und gar nicht. Sie wurde dazu gezwungen eine Mörderin zu sein und nur dadurch weiterhin in eine Ewigkeit voller selbsthass getrieben zu werden. Ich kannte sie jetzt noch nicht lange, Aber meiner Meinung nach verdiente Sie es nicht. Ja die Natur oder irgendeine übernatürliche Macht wollten sie bestrafen, Weil sie mehr gewollt hatte als ein normales sterbliche Leben, Aber sie so zu verbannen erschien mir doch zu hart. Sie könnte ja nicht mal raus gehen, Weil die Sonne die verbrannte, Ja das war doch kein richtiges Leben mehr. Natürlich würde ich ihr das nicht sagen oder vorhalten. Ich war zwar neugierig und manchmal sagte ich Dinge ohne nachzudenken, Aber ich war kein Arsch der sie an ihr tragisches Schicksal wieder und wieder erinnern musste. Ich nahm mir also vor sie möglichst normal zu behandeln, sie behandelte mich ja auch so und ritt nicht auf meinen Gaben herum. Ich wusste nichts mehr dazu zu sagen, Dass sie sich immer noch nicht an das Blut trinken gewöhnt hatte, was gab es da denn auch noch zu kommentieren? Sie wollte bestimmt kein Mitleid oder einen Rat von jemandem der keine Ahnung hatte, also Schloss ich das Thema ab. Wir blieben jedoch beim essen, während ich mein Sandwich fast fertig hatte und sie ihr Glas nicht gerade angetan austrank. Ich schluckte den letzten bissen herunter und fuhr mir dann über die Haare, stützte einen Ellenbogen auf und sah sie an. "Als ob du tagsüber nicht aus dem Bett kannst, im Bad sind bestimmt keine Fenster und im Schlafzimmer kannst du die Vorhänge zuziehen. Ich geh mal davon aus dass du nur von direkten Sonnenstrahlen brichst?" hakte ich nach und ging nicht weiter darauf ein, Dass sie nicht mal versuchen wollte sich mit leckerem Essen das Leben etwas schöner zu machen. Aber ich mischte mich mal lieber nicht weiter ein, ich fragte eh schon viel zu viel über ihre Vergangenheit nach, das war doch eigentlich ziemlich unhöflich. Nur noch eines wollte ich wissen, nämlich wie lange sie schon hier war. Dadurch würde ich nicht erfahren wie lange es den Ort schon gab, das interessierte mich nämlich auch. Ich hörte ihr nun aufmerksam zu und hatte meinen Kopf in meine Hände gestützt, lächelte leicht als sie sich auch an einem versuchte und zwang mich dann sie nicht mitleidig anzusehen. Wow, das war wirklich schade...sie vegetiere ja nur so vor sich hin, hatte niemanden der etwas wo sie hin konnte, das klang ja noch schlimmer als mein Leben. "Du willst mir nicht wirklich erzählen, Dass du immer nur schläfst, hier drin bist oder in den Wald gehst und das immer alleine? Gehst du nicht in die Stadt? Da ist viel mehr los und hier drin, gibt es da keine Aufenthaltsräume oder so? Ist jeder nur für sich? Mensch Gemma, also wenn du mich fragst, nutzt du dein Leben nicht richtig aus und da kannst du mir vertrauen, ich hab es ein paar mal schön zu gut gemeint." ich lachte und schüttelte den Kopf. "Ich mach dir einen Vorschlag: als Dank dafür dass du mir alles gezeigt hast, werd ich dir helfen wieder mehr Spaß zu haben. Was hälst du davon? Allerdings muss ich mich erst an die ganze Magie und so gewöhnen." grinste ich und machte eine armbewegung die das ganze Gebäude einschloss. Wenn ich hier aber erst mal klar kam, wüsste ich nicht was dagegen sprach, Dass wir beide Freunde wurden, immerhin hatte ich ihr schon eine Wunde verarztet.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Ich legte die Hände um das Glas. Einerseits um ihn von diesem Anblick abschirmen zu können und andererseits weil das Blut eiskalt war und absolut grauenhaft schmeckte. Es waren die letzten Reste, die die Vampire über gelassen hatten. Der Blutbeutel hatte schon einige Stunden offen dort gehangen. Es schmeckte abgestanden und kalt. Und es würde nicht annähernd reichen, um mich bis morgen zu sättigen. Ich schloss kurz die Augen, senkte den Blick nach unten und fuhr mir durch die weißen Haare. "Man gewöhnt sich nicht daran, Carter. Auch ich nicht. Ich habe das Glück, dass es frisch zumindest irgendwie schmeckt, aber... man gewöhnt sich nicht daran.", murmelte ich und drehte das Glas in meinen Händen. Ich war nicht von Natur aus ein Mörder. Ich hätte keiner Fliege etwas zu Leide getan. Auch heute hungerte ich noch bis zur letzten Minute, bis es nicht mehr ging. Ich war nie wirklich satt. Ich hielt mich bloß am Leben, gerade so. Ich hätte mehr als dreifach so viele Menschen getötet, würde ich so viel trinken wie ich wirklich wollte. Ich zog die Stirn kraus und sah ihn skeptisch an, als er mir versuchte das menschliche Essen wieder schmackhaft zu machen. "Ich will mich nicht menschlich fühlen. Ich weiß, dass ich es nicht bin, also will ich mir nichts vorspielen. Ich brauche kein Essen und keine Schokolade der Welt könnte mich wieder glücklich machen, also... spare ich mir die Zeit auf dem Klo danach. Wer weiß, ob mein Magen das noch verträgt? Außerdem schlafe ich tagsüber, weil die Sonne mich verbrennt. Ich habe also nicht die Möglichkeit wie ihr kurz auf Toilette zu gehen, wenn ich einmal im Bett liege." Ich zuckte leicht die Schultern. Glücklich würde es mich jedenfalls nicht machen. Es würde mir zwei Sekunden lang zeigen, dass vielleicht doch noch etwas Menschliches in mir steckte, aber danach wäre es nur noch schlimmer als sonst. "Ich war anfangs... allein. Ich hab im Wald gelebt, in Höhlen geschlafen. Sicher sieben Jahre hab ich wie eine Wilde gelebt.", erklärte ich ihm und lächelte ein wenig misslungen. "Danach hab ich von dem Ort hier erfahren und seitdem bin ich hier. Aber meistens bin ich nur tagsüber zum Schlafen hier. Ich habe nicht gerade sehr viele Freunde hier, also laufe ich lieber im Wald herum." Wow, wieso erzählte ich ihm das? Wirkte ich so nicht noch mitleidserregender? Ich fuhr mir über die Stirn und sah ihn kurz an. (Bei mir nicht besser :'D)

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Wir beide mussten schon ein komisches Bild abgeben, in dieses großen Küche die zu 80% aus glatten Edelstahloberflächen bestand. Sie zierlich und mit so heller Haut und Haar, Dass sie das durchscheinend wirkte, trank diese dunklelrote dickliche Flüssigkeit. Ich, Der braungebrannte muskulöser Kerl neben dran, Der sich über ein Sandwich her machte. Klang ja an sich nicht so ungewöhnlich, Wenn man die Einzelheiten bedachte. Sie trank Blut und mein Sandwich war durch Magie entstanden. Ja so verrückt war es mittlerweile schon geworden. Noch verrückter war, Dass mich der Anblick davon wie sie Blut trank nicht mal unbedingt anwiderte, solange ich es nicht trinken musste und sie es nicht gerade runter schüttete wie Wasser. Aber es musste doch total eklig schmecken, wie abgestandener Saft, Der nicht mehr ganz frisch war. Anderseits wollte ich mir über die Quellen von frischem Blut auch lieber keine Gedanken machen. Ich sah sie jetzt wieder direkt an, Da ich doch bemerkt hatte, Dass es sie etwas getroffen hatte, Dass ich davon sprach wie unnormal Blut in dem Glas aussah. Ich wollte ihr ja nicht das Gefühl gegen dass sie total schräg war, es war eher eine Feststellung gewesen. "Oh, das sollte kein Änderungswunsch sein, nur eine Bemerkung, naja ist vermutlich gewöhnungsbedürftig für Menschen außenrum." Da sie ja hier meine einzige Freundin bis jetzt war, würde ich mich daran gewöhnen müssen dass sie Blut aus Gläsern trank. Dass wir beide wohl nie zusammen etwas normales Essen würden, obwohl einem mit dem Kühlschrank ja alle Möglichkeiten offen standen, war schon schade. Und nur weil sie es nicht brauchte, aß Sie nichts mehr? Ich nahm noch Zweig große bissen von meinem Sandwich, Dann schluckte ich diesmal alles runter, ehe ich wieder sprach. "Nur weil es dir keine Nährstoff liefert, ist du es nicht? Die meisten Sachen die man isst bringen einem nichts, das ganze Fast Food zum Beispiel oder Schokolade, Aber sie schmecken gut und Dinge die gut schmecken machen glücklich, das ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Und wenn es nichts in deinem Körper verändert, wirst du auch nicht dick davon, also ich sehe da mehr vor-als Nachteile." brachte ich einige überzeugende Argumente hervor und zuckte dann mit dem Schultern. "Was ich dich auch noch fragen wollte, wie lange bist du schon hier?" [Sorry schlecht, bin mega erledigt]

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Ich fuhr mir gestresst über die Stirn und schaute auf das nicht einmal volle Glas herunter. Schon klar, ich war ein kleines Persönchen, aber diese winzige Menge an Blut reichte wohl kaum aus, um mich bis morgen zu sättigen. Ich hatte Hunger! Schon seit einigen Tagen und der kleine Ausflug heute hatte es nur noch schlimmer gemacht. Ich hatte einen Menschen getötet und es hatte mir nicht einmal den Arsch gerettet. Ich nahm einen Schluck aus dem Glas, leckte mir die Lippen sauber und schaute ihn an, als er seinen Kopf wegdrehte. "Uhm... tut mir leid. Ich wollte dich nicht verstören. Das nächste Mal fülle ich es in einen blickdichten Becher, wenn es dir lieber ist.", murmelte ich und biss mir auf die Unterlippe, leckte noch einen kleinen Tropfen des Blutes weg. "Die Beutel sind eine ziemliche Sauerei, ich wollte nur, dass es normaler ist oder sowas. Ich weiß, dass es nicht okay ist.", flüsterte ich und senkte den Blick herunter in mein Glas, in dem das dickflüssige, kalte Blut schwamm. Ich schluckte hart, hob vorsichtig den Blick zu ihm, als er mit dem Kühlschrank herumprobierte. "Nein, eigentlich musst du das nicht machen. Die Elfen stehen total auf Gartenzeugs. Die sind froh das machen zu dürfen und sie legen eigentlich auch alles in den Kühlschrank. Du musst also nur gucken, was da ist und überlegst dir, was du daraus machen könntest." Es war wesentlich einfacher, als es vielleicht klang. Und das merkte er ja auch, denn er probierte es direkt mal aus und zauberte sich ein Sandwich her, das er herzhaft verspeiste. Noch mit vollem Mund stellte er weiter Fragen an mich. Sowas interessierte ihn? "Ich kann schon. Aber ich tue mir diese ganze Toilettengeherei nicht an. Immerhin bringt mir normales Essen nichts als das." Ich könnte jetzt genauso wie er ein Sandwich essen und eine Cola trinken, aber es würde meinen Hunger nicht annähernd stillen. Es würde nur dafür sorgen, dass meine Organe wieder begannen zu arbeiten und sie aus meinem Körper wieder raus haben wollten. Und ich hatte definitiv genug Probleme, da brauchte ich nicht noch eine volle Blase, wenn ich tagsüber in meinem abgedunkelten Zimmer lag, damit ich nicht verbrannte.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Gemma hatte gedacht ich hätte eine Ahnung wie es hier lief? Woher denn? Es gab ja nicht sowas wie eine Broschüre oder einen geheimen Club der einem von Mystic World erzählte. Und als ob ich der Frau geglaubt hätte, Wenn sie mir von einem magischen Schloss und Zauberei erzählt hätte. "Mein Kontakt? Eine blasse Frau hat mir die Adresse zugesteckt, als sie mich bei Telekinese in einem Restaurant erwischt hat und gemeint ich sollte da mal hingehen, Wenn ich mehr Leute suchte die so wie ich waren. Unter den anderen Wesen wird einem vielleicht untereinander Bescheid gesagt, Aber da ich der einzige bin und niemand mit besonderen Fähigkeiten kenne, wer hätte mich da aufklären sollen? Und als ob ich dann an Magie geglaubt hätte, ich bin ja jetzt noch ziemlich ungläubig." erklärte ich ich ich auf dem weg nach unten, nachdem sie mir gerade hatte, Dass ich eigentlich nicht abschließen brauchte. An persönlichen Wertgegenständen hatte ich außer Handy und Geldbeutel auch nichtsejr dabei, ein paar Bücher, Kosmetik Sachen und Kleidung, wobei letzteres sich jeder in seinen Schrank wünschen könnte wie er wollte, das war wirklich verdammt praktisch. Gab aber auch jedem die Möglichkeit sich Designer Kleidung zu wünschen, wodurch die doch irgendwo ihren Wert verlor...naja, hoffentlich gab es hier überhaupt keine Cliquen wie in der schule wo man anhand deiner Kleidung verurteilt wurde... "Es kann sich also unendlich weit in einem kleinen Gebäude vergrößern? Das ist wirklich faszinierend..." murmelte ich. Ich sollte jedoch nochmal jemanden fragen, was die schwarze Lücke bei meiner Teleportation zu bedeuten hatte und ob ich schlimmsten falls dort stecken bleiben könnte. Auf dem weiteren Weg hörte ich mir an wie sie mir das Konzept der Küche erklärte. Hier gab es sogar einen Garten und Felder? Bevor ich überhaupt nach fragte, wie das hinter einem Motel möglich war, Schloss ich einfach mal darauf, Dass es ebenfalls Magie war. Mitten in der Stadt würde das ja sonst nicht gehen und allgemein so große Menge an Lebensmitteln zur Verfügung zu stellen wie sie für tausend von verschiedenen Wesen gebraucht würden, war sowieso rational gesehen nicht möglich. Dass angeblich Feen Die Sachen anbauten ließ ich mal außen vor, das war ja erst der Anfang des Eisbergs an ubernatürlichem Wesen die hier auf mich warteten. Sobald wir in der Küche ankamen, ich versuchte mir den Weg zu merken, sah ich mich um. Mehrere Kühlschränke, viel Edelstahl und sogar ein Herd, für die die wohl doch lieber selbst kochten. "Also muss ich nur Zutaten für ein Gericht in den Kühlschrank packen und mir dann ein wünschen, das war's?" Das klang ziemlich leicht, auch wenn man jedes mal überlegen musste was in einem Gericht drin war. Ob das auch für Sachen wie Gewürze galt? Musste man exat alles hineinstellen, denn wenn ja, war es doch aufwendiger. Ich würde mal irgendwann nachfragen. Jetzt sah ich Gemma dabei zu wie sie einen ganz üblichen Blutbeutel wie man sie in Krankenhäusern fand aus einem Kühlschrank nahm und nicht gerade glücklich wirkte. Ob ich wissen wollte wo diese Einrichtung hier das Blut her bekam? Vermutlich nicht... "Wieso füllst du es in ein Glas? Glaubst du dadurch wird des normaler? Wenn dann sieht es nur noch schräger aus, Weil Blut einfach in keine Gläser gehört." meinte ich und sah dann weg, nicht dass sie sich noch unwohl fühlte oder mir schlecht wurde. Stattdessen ging ich zu einem Kühlschrank und dachte an ein schönes Sandwich, Da ich aber nicht wusste was darin war, hatte ich keine großen Hoffnungen. Tatsächlich jedoch lag ein belegtes Toastbrot auf einem Teller bereit, als ich hinein sah. In den anderen Fächern lagen Obst Gemüse, Brot und Fleisch, natürlich keine abgepackte Sachen wie im Supermarkt, denn die könnten wir uns direkt aus frischen Sachen wünschen. "Das ist so cool." murmelte ich hnd betrachtete das Sandwich etwas genauer, drückte drauf, Aber es löste sich nicht in Luft auf oder war irgendwie komisch. Also zog ich mir einen Hocker heran und setzte mich. Ich biss herzhaft hinein und hatte den Mund noch nicht ganz leer als ich fragte "Kannst du eigentlich auch normale Sachen essen?"

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Amüsiert legte ich den Kopf schief und schmunzelte über seine offensichtliche Begeisterung für all das hier. Das war ja fast schon süß. Er war so unwissend und naiv. Vielleicht war das der Grund warum er sich überhaupt mit mir abgab - noch. Wer wusste schon, ob er überhaupt noch in meiner Nähe bleiben wollte? "Tut mir leid, ich dachte dein Kontakt hätte dir ein wenig mehr über diesen Ort hier erzählt. Normalerweise wissen die... Wesen, die hierhin kommen, bereits über die Dinge Bescheid, die es in der Welt dort draußen so gibt. Für die Wenigsten ist das hier noch ein Schock. Die meisten kommen hier und sind einfach froh darum. Ich war nicht darauf vorbereitet, dass du eine rationale Erklärung für all das suchst, denn die gibt es nicht. Das hier ist Magie und da ist nichts rational. Die Alchemie ist es, aber das hier... ist mit den Dingen, die du kennst nicht erklärbar." War das nicht immer so? Alle Dinge, die nicht erklärbar waren, waren doch Magie, oder nicht? Dieses Schloss hier war es jedenfalls. "Hast du Mal Harry Potter gesehen? Bei den Hexern funktioniert es ähnlich. So wie Hermines Tasche, in der sich unendliche Weiten an Zeugs befinden. So ist dieses Schloss." Ich wusste wirklich nicht wie ich ihm das in menschlichen Worten erklären sollte. Aber er brauchte auch keine Erklärung. Die anderen lebten auch hier und akzeptieren es, bewunderten es und waren dankbar dafür. Ich verließ sein Zimmer und er schloss ab. "Eigentlich ist es hier friedlich. Niemand klaut einem etwas und wenn doch, dann stellt es das Schloss wieder her. Na ja, nur dein Handy solltest du mitnehmen. Der Rest besteht ja sowieso nur aus Magie.", erklärte ich ihm und zuckte leicht die Schultern. Niemand würde ihm seine Klamotten klauen, denn wenn sie sie wollten, könnten sie sie sich in ihren eigenen Schrank wünschen. Hier hatte jeder, was er brauchte. Die einzige Regel, die es brauchte, war hier drinnen nicht zu töten. Weder andere Mitbewohner, noch Menschen oder Tiere von draußen. Ich ging vor, um herunter in die Küche zu gelangen. "Mit dem menschlichen Essen ist es einfach. Wir haben einen großen Garten, wo alles angepflanzt wird. Magie kann Dinge erschaffen, die wir brauchen, aber nicht die, die wir zum Leben brauen. Also Essen kann man nicht einfach erschaffen, auch in der Magie nicht. Da ist die Alchemie ähnlich. Die Elfen pflanzen Obst, Gemüse, Getreide und all das an. Wir haben auch eine kleine Farm mit Tieren, darum kümmert sich irgendwer anders, keine Ahnung. Jedenfalls werden die rohen Zutaten dann in den Kühlschrank gelegt und dann funktioniert es ähnlich wie mit deinem Zimmer. Wenn Obst da ist, wünschst du dir einen Obstsalat und du kannst ihn rausnehmen. Das Blut aber muss aufgefüllt werden." Ich ging die nächste Tür links und dann standen wir auch schon in der Küche. Es war keiner da. Es war immerhin mitten in der Nacht und die Vampire tranken meistens schon bei Sonnenuntergang. Deswegen war auch bloß noch ein halber Blutbeutel da, den ich seufzend aus dem Kühlschrank zog. Das würde nie im Leben reichen, aber es war nun schon viel zu spät, um noch jagen zu gehen. Die Sonne ging bald wieder auf. Ich nahm mir also ein Glas, schüttete das Blut hinein, doch es füllte nicht einmal mehr ein Glas auf. "Scheiße!", grummelte ich und pfefferte den Beutel in den Mülleimer.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Ich hatte schon einiges in meinem Leben gesehen, schlechte Eltern, Gewalt, Mord, verrückte übernatürliche Dinge, Aber das war eine Nummer krasser als alles was ich je gesehen hatte. Es war als würden Fantasien und Vorstellungen einfach so aus der Luft heraus wahr werden. Hatte man mich nicht vorwarnen können? Dass der Ort hier anders war, wenigstens als man mir den Schlüssel gegeben hatte? Jetzt wo Gemma mich endlich aufklärte, war ich immer noch nicht weniger beeindruckt und überrascht. Magie.... Ich hätte ja daran gezweifelt, Dass es sowas wirklich gab, wäre nicht Gemma selbst ein Beispiel dafür und dann das hier. Das war verrückt. Ich drehte mich immer und immer wieder im Raum um, suchte nach Macken, Aber alles war so wie meine Vorstellung von einem bequemen Zimmer eben war. "Hättest du nicht vorher was sagen können? Normale Menschen überrascht sowas. Aber wie geht das überhaupt? Du willst mir doch nicht erzählen, Dass Magie, etwas unsichtbares und nicht greifbares oder dieses Gebäude in meinen Kopf gucken kann? Was ist das Gebäude überhaupt? Ein Tor zu einer parallelwelt oder wie? Also sorry wenn ich mich wie ein Idiot anhöre, Aber rational betrachtet ist das nicht möglich." sprudelte es aus mir heraus. Ich hatte noch einen Haufen mehr fragen, Aber ich wollte ihr nicht auf die nerven gehen. Es würde hier bestimmt noch jemand anderen geben der Bescheid wusste, Die Empfangsdame zum Beispiel oder jemand der schon lange hier war oder einen Hexer. Oh wow, ich hatte noch so viel hier zu lernen, das würde vermutlich erst mal meine Hauptbeschäftigung werden. Ich meine wie ging das? Was wenn ich hier drin war wenn ich die Einrichtung ändern wollte und konnte ich mir auch andere Dinge hier drin wünschen? Konnte ich den Kleiderschrank mit allem möglichen füllen? Könnte irgendein Wunsch hier drin gefährlich werden? Ich drehte mich wieder zu ihr um, als sie meinte, Dass sie gehen wollte. Es klang so merkwürdig, Dass sie davon sprach, Dass sie jetzt raus gehen wollte um sich eine Menschen zu suchen dessen Blut Sie trinken konnte. Ob sie dem Menschen dabei töten musste wusste ich nicht genau, Ja vermutlich wollte ich nicht mal darüber genauer nachdenken. Ihr Vorschlag, dass sie mir dabei die Küche zeigen wollte, war nett gemeint, auch wenn mir bei dem Gedanken an große Edelstahlkühlschränke mit Blutbeuteln gefüllt etwas anders wurde, Aber daran müsste ich mich wohl gewöhnen. "Danke das wäre super, ich hab nämlich auch ziemlich Hunger...naja mir nicht auf Blut eben." Ich lächelte etwas und zuckte Die Schultern, von mir selbst überrascht dass ich sowas sonst sehr skurilles so einfach abtat, als würde sie normales Lebensmittel konsumieren. Da ich aber echt kohldanr hatte, nahm ich aus meinem Pulli auf dem Bett bloß mein Handy und fuhr mir durch die Haare, Dann hielt ließ ich sie vor mir aus dem Zimmer treten und zog die Tür zu. "Wie ist das hier mit dem abschließen, Kann man den Menschen oder Wesen oder was auch immer vertrauen?" Sicherheitshalber und weil ich neu war, Schloss ich doch mal ab und steckte den Schlüssel in meine hintere Hosentasche, ehe ich meine Hände in die vordem beiden steckte. "Du musst vorgehen, ich bin ja auf dem Hinweg nicht hier lang." erklärte ich grinsend und folgte ihr dann. Von dem Flur mussten wir links und dann war da sogar ein Schild dass zu den Treppen zeigte, gut dann würde ich in Zukunft auch ohne Gemma in mein Zimmer finden. "Wie ist das in dem Küchen, muss man selbst kochen und Sachen kaufen oder gibt es da auch Magie? So viele verschiedene Wesen wie hier ja anscheinend Leben sollen?" Es könnte schon mal nicht sein, Dass wir alleine kochen, das würde nicht gehen bei so vielen verschiedenen Bedürfnissen und wo kämen Die Lebensmittel her? Wer bezahlte sie? Oh Mann, Da ging die Fragerei wieder los...

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Ich seufzte und zuckte leicht die Schultern. "Schon okay. Dafür bin ich nicht so schnell aus der Puste.", erklärte ich ihm und schob die kalten Hände wieder in meine Bauchtasche. "Weißt du... ich kann vieles nicht, was Vampire können. Aber ich könnte dafür auch vieles, was sie nicht können, würde ich die Alchemie noch anwenden. Stell dich mich nicht als Vampir vor. Ich bin... stark, unsterblich, die Sonne verbrennt mich und ich trinke Blut, um zu überleben. Das sind die einzigen Dinge, die mich mit Vampiren verbinden." Zumindest grob gesehen. Denn dadurch, dass ich nicht schnell war, nicht gebissen worden war und theoretisch Kinder bekommen könnte, war ich bei den Vampiren unten durch. Ich gehörte nicht in ihren kleinen "Club" hinein und sie hassten es, wenn man mich als einen Vampir bezeichnete. Es war wie mit den Menschen, die mich genauso wenig als eine der Ihren anerkennen wollten. Ich war... nichts. Ich war irgendein Zwischending, das niemand haben wollte. Ich folgte ihm vorsichtig in den Raum hinein, als er sich umsah, als würde er gerade das erste Mal einen Dinosaurier sehen. Man hatte ihm wohl nicht viel von diesem Ort hier erzählt, als man ihn hergeschickt hatte, oder? Er jedenfalls konnte sich das alles nicht erklären. Gott, das war irgendwie süß. Er war so naiv und noch gar nicht in dieser Welt hier angekommen. "Das Schloss wurde von Hexern aufgebaut, Carter. Was meinst du wieso es von außen aussieht wie ein schäbiges Motel und hier drinnen Kristallkronleuchter hängen und alles fünfmal so groß ist? Das ist Magie. Du berührst den Türknauf, hast in deinem Kopf eine Vorstellung und das Schloss formt sich für dich danach. Es ist... gewöhnungsbedürftig, aber du wirst es bald sehr zu schätzen lernen.", erklärte ich ihm und lächelte schief, sah mich in seinem - scheinbar - Jugendzimmer um und nickte anerkennend. "Nett hast du's hier... Ich würde ja länger bleiben, aber ich war heute jagen, weil ich Hunger hatte und habe nur noch mehr Blut verloren, also... werde ich irgendwo noch etwas Blut herbekommen müssen, bevor die Sonne aufgeht." Wenn noch etwas in der Küche war, könnte ich ja sogar vielleicht bis morgen warten. "Du könntest noch kurz mitkommen und ich könnte dir die Gemeinschaftsküche zeigen. Dort gibt es oft auch noch Blutbeutel, wenn die Vampire etwas übrig gelassen haben." Meistens war ich nämlich der kleinste Wolf, der erst ganz zum Schluss noch etwas zu Fressen bekam.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Während ich auf Gemma wartete, dachte ich darüber nach was ich bisher über diesen Ort wusste. Es sollte hier über 4000 Zimmer geben, Wenn ich Rose ihrer Angabe vertrauete, Aber das war wirklich verdammt unrealistisch oder? Ein mehrstöckiges Hotel hatte vielleicht über 500 Zimmer, selbst das fand ich schon sehr unrealistisch und krass. Aber das Gebäude hier sah von außen nicht groß aus, Ja wie ein fünf stöckiges Mehrfamilienhaus vielleicht, Also stimmte hier irgendetwas nicht. Vielleicht erklärte dass auch die schwarze Lücke als ich hier her gesprungen war... Ich musste noch so einiges über den Ort heir heraus finden, bevor ich noch beim Telefonieren einen Fehler machte und sonst wo landete, wo ich besser nicht sein wollte. Irgenwie hatte ich jedoch schon den Verdacht, Dass es bestimmt keine logische Erklärung gab, sondern sie mir mit Magie oder so kommen würden... Genauso wie es bei der Anmeldung schon verlaufen war... Naja, Vielleicht war es ja ganz interessant was neues kennenzulernen und ich würde merken, Dass ich nicht der komischste Typ war den es hier gab. Nach circa zwei Minuten kam Gemma dann endlich um die Ecke und ich sah sie lachend an. "Oh echt? Ich dachte du wärst auch übernatürlich schnell, so wie du auch stark bist. Das erscheint mir irgendwie unfair. Tut mir Leid." Waren das aber nicht die Eigenschaften die man Vampiren zum Beispiel auch zusprach? Übernatürliche Geschwindigkeit und Stärke? Gut, sie war auch kein Vampire aber ich steckte sie irgenwie in die Schublade, besser ich gewohnte mir das erst gar nicht an, ihr gefiel das bestimmt auch nicht, immerhin war sie die einzige ihrer Art. "Na gut, Dann schauen wir doch mal was wir hier haben." murmelte ich, steckte den Schlüssel ins Schloss und machte die Tür auf. "Wow, genauso hab ich mir das vorgestellt!" Und das meinte ich wortwörtlich. Es war das gleiche Bett aus schwarzem Holz wie in meinem Zimmer zu hause, Die Wände waren blau, in meinem Elternhaus hatte ich mein Zimmer nie streichen dürfen. Die Nachttische waren ebenfalls schwarz, Die Lampenschirme waren weiß, Die Kommode ebenfalls schwarz. Vieles war gleich wie in meinem alten Zimmer, Weil eben daran gewöhnt war, Aber ich hatte mir einfach nur gewünschte, Dass es schöner war als in meinem alten Zimmer, mehr nach einem richtigen zu hause anfühlte. Sogar das gleiche David Guetta Poster hing über meinem Schreibtisch. "Wie, wie geht das? Hat die Frau von der Anmeldung das auch gesehen? Das sieht fast genauso aus wie mein altes Zimmer?" fragte ich Gemma und schmiss meinen Rucksack auf das Bett, ging zum Kleiderschrank und machte ihn auf. Darin hing die selben Dunkeln Hosen, Kapuzenpullover und Westen, wie in meinem alten Schrank nur dass diese neu aussahen. Ich nahm einen Pulli raus und sah ihn an. "Was geht hier vor?" Wie, wie ging das? Schaute jemand in meinen Kopf, was ging hier ab?

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Gott, ich hasste diese Bitch! Nur weil sie das Glück hatte genau im richtigen Alter verwandelt worden zu sein, hieß das nicht, dass sie mehr wert war als ich! Doch genau so behandelte sie mich. Als wäre ich ein Kind. Gott, ich hasste diesen Körper! Ich hasste es hier drin festzustecken! Ich verfluchte mein 16-jähriges Ich dafür so oft, aber es änderte nichts. Ich würde nie größer sein, meine schokobraunen Haare zurückbekommen oder Brüste wie Rose haben. Ein Doppel D würde ich nie erreichen und das war mir klar, auch wenn es mich unglaublich nervte. Ich grummelte verbittert und schob Carter weiter, weg von der Szenerei. Ich hatte gerade wirklich andere Probleme als diese Schlampe! Zum Beispiel, dass ich vor Hunger raus gegangen war und nur noch mehr Blut verloren hatte. Gott, ich hatte Hunger! Ich biss die Zähne aufeinander, als Carter oben an der Treppe angekommen stehen blieb und inne hielt. Er lachte. Was war daran bitte jetzt witzig? Ich hob die Augenbrauen, als mir klar wurde, dass er über Rose lachte. Oh wow... ich konnte den Typen von Sekunde zu Sekunde mehr leiden. "Sie ist jedenfalls über 100, also könnte sie dreimal deine Mutter sein." Wow, war ich jetzt so tief gesunken sie ihm schlecht zu machen? Ich war bei ihm auf dem besten Wege einen Freund zu gewinnen, ich wollte einfach nicht, dass mir das irgendjemand wegschnappte. Als er ein Wettrennen vorschlug, schüttelte ich den Kopf. Nein, das wäre nicht fair! Ich war zwar ein vampirähnliches Wesen, aber ich konnte nicht wie alle anderen schnell rennen oder sowas. Ich war klein, hatte kurze Beine und war genauso langsam wie ein Mensch. Doch ehe ich diskutieren konnte, löste er sich praktisch vor mir auf. Es war als würde seine Erscheinung sich plötzlich verpixeln und dann ploppten die einzelnen Pixel einfach weg, bis er komplett weg war. Stirnrunzelnd sah ich die Stelle an, auf der er eben noch gestanden hatte, bis ich mich daran erinnerte, dass das ja eine der Gaben war, die er hatte. Ich rollte mit den Augen, dann lief ich los. Ich joggte durch die Flure, bis ich wenige Minuten später dann auch endlich ankam und seufzte. "Also das machst du nicht nochmal! Ich bin nicht so schnell wie die Vampire, ich bin nur menschlich schnell und hab kurze Beine!", beschwerte ich mich. Dafür war ich wenigstens nicht aus der Puste, als ich ankam. Also etwas Gutes war doch daran tot zu sein.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Wow, ging es hier immer so zu? Kaum angekommen wurde man sofort als Neuling erkannt und von irgendwelchen Leuten, in meinem Fall Frauen, angesprochen und irgendwo hingeschleppt? Oder lag das nur speziell an mir, meinem Aussehen oder der Tatsache dass ich hier drin einem Menschen noch am nächsten kam? Es war schön etwas verrückt, auch wenn ich von Rose nicht unbedingt abgeneigt war. Wenn ich erst mal mehr über die Arten und Leute wusste die hier drin wohnen, was sprach dann gegen etwas Spaß? Solange ich mich dabei natürlich nicht selbst in Gefahr brachte, Aber es war ja die Hauptregel, Dass hier drin niemand getötet wurde, wie es jedoch damit aussah sich von jemanden zu ernähren war eine andere Sache. Also hielt ich mich besser erst mal von allen, bis auf Gemma etwas fern, erst die Arbeit und dann das Vergnügen, wie es immer hieß. Ich wollte mich also gerade von der untoten Blondine abwenden, als sie wirklich noch mit Gemma anlegte, ich aber nicht darauf einging, ich hatte keine Lust auf diese Streitereien und den Kindergarten, ich wollte einfach nur auf mein Zimmer und etwas schlafen. Tatsächlich musste ich aber lachen, Also Gemma Rose mit einem anderen Namen ansprach. Während ich dann also wieder Schritt fasste und mich dem Tempo anpasste, mit dem Gemma mich zur Treppe schob, kam von hinten noch die Bemerkung "Wenn du keine Lust mehr auf die Kinderbetreung hast, mein Zimmer ist 2580." Ich verdrehte die Augen und grinste immer noch, bis zum ersten Treppenabsatz ging das so weiter, Dann blieb ich jedoch stehen. "Heißt sie wirklich Rosamunde? Dann muss sie ja echt alt sein." lachte ich und schüttelte den Kopf. Dann hatte ich einen Einfall. "Willst du etwas cooles sehen? Wettrennen, wer zuerst vor meinem Zimmer ist." grinste ich und klimperte mit dem Schlüssel, Dann konzentrierte ich mich auf die Nummer und die Welt um mich herum verschwamm. Normalerweise sah ich die Welt um mich herum wie ganz schnell an mir vorbei laufen, hier jedoch war es kurz einen Moment schwarz, Ehe der Flur vor mir auftauchte. Komisch, als sei ich auf dem weg hier her einfach durch Schwärze gesprungen...das war mir noch nie passiert. Gott sei dank war ich dort nicht stecken geblieben, ich hatte mir schon ein paar mal sorgen gemacht, Dass wenn ich mich nicht richtig auf mein Ziel konzentrierte, ich einfach im Nichts landen könnte. Trotz des komischen Zwischenfalls war ich zuerst da und wartete auf Gemma. Ich hatte mich schon immer gefragt wie es von außen aussah, Wenn ich mich irgendwohin teleportierte. Einmal hatte ich es vor meinem Vater gemacht, als ich es wirklich nicht mehr ausgehalten hatte und er hatte mich dann als Geist bezeichnet, Der sich einfach in Staub auflöste und dann ganz verschwand, Aber das konnte ich mir mir schwer vorstellen.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Ich sah zu ihm hoch, als er mich tatsächlich wegen der Morde fragte, die ich bereits begangen hatte. Ob ich Strichliste führte? "Ich kenne jeden einzelnen Namen und das Alter der Personen, die ich getötet habe. Das bin ich ihnen irgendwie schuldig. Ich will nicht... so tun als wären sie nur Fremde oder ein Blutbeutel für mich." Ich wollte mich deswegen schlecht fühlen, das gehörte dazu menschlich zu sein und es half, wenn ich wusste, dass diese Toten Menschen mit einem Leben gewesen waren. Glückliche Menschen vielleicht. Es ar mir wichtig sie auch so zu behandeln. Ihr Tod war nicht fair gewesen, aber ich brauchte ihn, um zu überleben. Ich fuhr mir durch das blasse Gesicht, strich meine schneeweißen Haare zurück und schob meine Hände in die Bauchtasche meines Pullovers. Ich musste wirklich zu ihm hochsehen, wenn er mit mir sprach. Er war mehr als einen ganzen Kopf größer als ich. "Nein, ich habe es nicht nochmal versucht. Ich hab genug Schaden mit der Alchemie angerichtet. Und nein, ich kann nicht tauschen... Es muss ein Gleichgewicht sein. Durch das Blut töte ich Menschen und zähle ihre Jahre dafür auf meine hinzu. So ähnlich funktioniert es.", versuchte ich es ihm zu erklären. Er wusste nichts über diese Art der Magie und das war verständlich. Er wusste ja nicht einmal etwas von Vampiren. Allerdings war ich ja auch keiner. Zumindest sagten die Vampire das, die mich als solchen nicht akzeptierten. Sie behandelten mich wie meine Familie damals. Ich war weder Mensch, noch Alchemistin, noch Vampir. Ich war... bloß Dreck unter den Schuhen der anderen. "Es gibt hier nur eine Regel... Töte hier drinnen niemanden. Sonst werden die Straftaten hier eigentlich vergessen, aber ja. Sie sieht so ziemlich alles, was du bisher gemacht hast." Also egal wie lang seine Strafakte wäre, ab jetzt war sie vergessen. Ich lächelte ihn schief an, doch als dann eine Stimme erklang, die mir nur allzu bekannt war und er wegsah, sackte meine Laune deutlich in den Keller. Ich schaute weg, während Rose ihr altbekanntes Spiel mit dem Neuen abzog. Ich hoffte nur Carter wäre nicht so dumm darauf reinzufallen. Er aber schien kein interesse an ihren großen Brüsten und ihrem perfekten, blonden Haar zu finden. Ich grinste leicht in mich hinein, als er sie so abblitzen ließ. Gott, der Junge gefiel mir! Er nahm mir den Schlüssel ab und wollte schon vorangehen, als diese Bitch noch einen Spruch fallen ließ. "Halt's Maul, Rosamunde.", knurrte ich ihr animalisch zu. Ich wusste wie sehr sie ihren vollen Namen hasste und das reizte ich vollkommen aus, funkelte sie wütend an und schob Carter dann wieder in Richtung der Treppe. Sie würde mir meinen neu gewonnen Freund jetzt nicht wegschnappen! Sie sorgte ja schon dafür, dass mich alle anderen hier nicht leiden konnten. Carter aber hatte sie noch nicht infiziert. Er sollte sein eigenes Urteil bilden und mir hoffentlich zur Seite stehen. Ich brauchte einen Freund... ich konnte nicht länger allein sein.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Ich hatte mit meinen Gaben gewonnen? Hätte sie meine Kindheit durchlebt würde sie das nicht sagen, vermutlich hätte so ein kleines und zerbrechliches Ding wie sie es als Mensch gewesen war das gar nicht durchgestanden. Ich stieß einen leises Pfiff aus, als sie tatsächlich sagte, Dass sie vor 63 Jahren geboren worden war, wow. Sie sah keinen Tag älter als 16 aus, Ja wenn dann sogar noch jünger. Was sie schon erlebt haben muss und wie lange sie in diesem Körper schon feststeckte, für immer in der Pubertät, obwohl sie geistlich doch bestimmt schon viel weiter war. Ja ich war mir sicher, Die Unsterblichkeit war ein Fluch, das war wirklich grausam. Ich war dann jedoch etwas von mir selbst überrascht, Dass ich kein Stück davon erschrocken war, Dass sie schon so viele Menschen getötet hatte. "Führst du eine Strichliste?" fragte ich leicht spaßeshalber, Aber ob sie wohl jedes Opfer noch genau vor Augen hatte? Aber mal betrachtet, Dass sie seit über 45 Jahren so war, tötete sie im Schnitt nicht jedes Jahr einen Menschen. Okay wow.... Versuchte ich gerade wirklich zu ermitteln wie viele Morde im Schnitt okay waren? Ich war keine halbe Stunde hier und schon war ich total verkorkst. Ich hatte nur einen Menschen getötet und fand es grausam, wieso versuchte ich dann ihre zu rechtfertigen? Und trotzdem, ich hatte keine Angst vor ihr, auch wenn ich ebenfalls zu ihrer Beute gehörte... Komisch. Dass sie seit dem Vorfall keine Alchemie mehr betrieben hatte, überraschte mich wirklich. "Du hast es nie mehr versucht? Gar nicht? Ich hätte verzweifelt alles mögliche getan, nicht dass ich irgendeine Ahnung habe wie das funktioniert, Aber vielleicht kannst du irgenwie das Opfer tauschen, sodass du nicht mehr Blut trinken musst, sondern durch etwas anderes am Leben bleibst? Obwohl Blut da wohl wirklich das geeigneste ist..." Was redete ich da eigentlich? Ich hatte doch keine Ahnung von was ich sprach und sollte mich nicht in ihre Sachen einmischen, ich war nicht hier um ihre Probleme zu lösen sondern meine. Deswegen kümmerte ich mich besser mal darum dass ich hier ein Zimmer bekam und überhaupt verstand wie das hier funktionierte. Scheinbar kam ich erst gar nicht dazu meinen Namen oder ähnliches zur Anmeldung zu geben, denn wie Gemma mir sagte hatte auch die Empfangsdame eine besondere Gabe. Sie sah Also alles wichtige von Personen vor ihr? Aber wer entschied was wichtige war? Sah sie nur Stammdaten und ähnliches, wie bei einer Bewerbung oder sah sie auch die Verbrechen Die man im ganzen Leben schon begangen hatte? Denn bei mir war diese Liste lang, auch wenn keines der Verbrechen polizeilich geführt wurde...Das würde mich ja nur zu sehr interessieren. "Achja? Also kennt sie Quasi den Lebenslauf samt Strafakte oder wie muss man sich das vorstellen? Hat sie schon mal jemanden rausgeworfen, Weil er etwas richtig abartiges getan hat?" fragte ich gerade, Da flog auch schon der Schlüssel zu uns und Gemma hatte ihn gefangen, bevor ich auch nur dazu gekommen war. Mehr mussten sie also nicht wissen? Wie würde das hier bezahlt? Ich hatte so viele Fragen, Aber keiner hier schien sich um solche Formalien zu sorgen, das war wirklich total anders als in der menschlichen Welt. Ich sah jetzt auf Gemmas blasse Hand herunter und las die Nummer. 3045. "Gibt es hier über 3000 Zimmer? Wie groß ist das Ding überhaupt?" - "Oh hier Gibt's noch viel mehr als über 4000 Zimmer und es werden von Tag zu Tag mehr." sagte eine Stimme hinter uns und ich drehte mich zur Treppe um. Eine Blondine in schwarzer Lederhose und roter Spitzenbluse, die ziemlich viel sehen ließ, kam die letzten Stunden herunter und ich musterte sie einmal komplett. Ich musste nicht leugnen, Dass sie scharf war, Aber genau das wusste sie bestimmt auch. Sie blieb neben mir stehen und warf die Haare zurück und es sah einen Moment so aus, als würde sie einen Duft wahrnehmen. "Hmm, ein Mensch, interessant. Hast du dich verlaufen oder steckt da noch mehr hinter diesen heißen Muskeln?" schnurrte sie und ließ dabei übernatürlich lange und spitze Eckzähne in ihren Mundwinkel erscheinen. Bei ihr war ich mir ziemlich sicher, Dass sie ein Vampir war, Die blasse Haut war auch noch Ausschlag gebend und wie sie von mir als Mensch sprach ebenso. Ich hatte mir Vampire irgendwie anders vorgestellt, gruseliger, Aber anscheinend hielt die Realität sich wirklich ziemlich an das Drehbuch von Twilight und machte Vampire attraktiv, statt sie wie Dracula aussehen zu lassen. Und wow, Da ließ aber niemand was anbrennen und war ganz schön von sich überzeugt. An sich hatte ich nichts gegen selbstbewusste Frauen, Aber gerade hatte ich anderen Dinge im Kopf als mit ihr zu flirten. Ich blieb deswegen wenig beeindruckt, sah Startern kurz fragend zu Gemma. "Und du bist wer?" Sie grinste, als würde mein Widerstand sie erfreuen. "Oh entschuldige, wo sind denn meine Manieren, ich bin Rose, eine Vampirin, aber wage es nicht nach meinem alter zu fragen." gespielt empört schlug sie mir auf den Oberarm. Was passierte hier bitte? "Carter, Mensch mit übernatürlichen Fähigkeiten." meinte ich nur kurz angebunden, ich hatte jetzt echt kein Nerv auf ihre Spielchen, vielleicht wenn ich mich hier zurecht gefunden hatte. "Und wenn du uns entschuldigst, Wir wollten gerade mein Zimmer suchen." Ich nahm Gemma den Schlüssel aus der Hand, erst da schien Rose Gemmas Anwesenheit zu bemerken und musterte sie abschätzig. "Gemma. Kleine bist du dir sicher dass du ihm auch alles zeigen kannst?" In ihrer Stimme schwang eindeutig Verachtung und eine Herausforderung mit, sie nahm Gemma nicht ernst und so wie sie von alles sprach, meinte sie damit durchaus mehr als das Hotel.
(So sieht Rose aus : https://i.pinimg.com/736x/6d/3b/e2/6d3be2d54ee7c2a93d2e259bd471d055--bei...)

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Ich zuckte leicht die Schultern. Er war wirklich ein schräger Vogel. "Klar ist es praktisch. Du wurdest damit aber geboren und ich werde für etwas, das ich gar nicht will, zur Mörderin. Du hast also vermutlich gewonnen.", murmelte ich und knirschte leicht mit den Zähnen. Es hatte keine zwei Stunden gebraucht, bis ich es damals bereut hatte. Ich hatte die Regeln der Alchemie gekannt und ich hatte nicht gewusst, was für einen Schaden ich anrichten konnte, wenn ich sie brach. Ich hätte es aber wissen sollen. Wofür sonst waren Regeln da, wenn nicht um Leute zu schützen? Sowohl mich, als auch all die Leute, die ich in meinen Jahren hier auf der Erde getötet hatte. Ich sah mich in der großen Eingangshalle um und seufzte leise. "Na ja, eigentlich wäre ich heute 63...", gestand ich ihm und sah ihn an. Ewige Jugend wurde überbewertet. Wer wollte denn bitte für immer im Körper eines Kindes stecken, während der Verstand sich weiterentwickelte? Ich hatte nie Sex, ohne dass es komisch wurde. Ich wurde nie für voll genommen. Alle hielten mich für schwach. Ich hasste es! Ich hasste mein Leben so wie es gerade war, aber ändern konnte ich daran nichts. "Ich habe einmal die Regeln gebrochen und dafür mussten bereits 27 Menschen sterben, einschließlich mir..." Einige Male war ich drum herum gekommen und hatte mich von den Konserven hier in der Küche ernährt, aber irgendwann nahm mein Körper ieses Zeug nicht mehr an. Ich trickste damit das Spiel aus. Irgendwann aber musste ich doch rausgehen und frisches Blut trinken. Leider besaß ich aber nicht die Kräfte wie es Vampire taten. Sie konnten ihre Opfer vergessen lassen. Ich nicht. Entweder sie starben oder aber ich ließ sie so laufen und sie sorgten für Unruhe in der Stadt. Einmal hatte ich auch versucht jemanden festzuhalten, ihn als niemals versiegende Quelle zu halten, aber ich hatte es selbst zu grausam gefunden und hatte ihn letztendlich doch erlöst. "Ich könnte mit meinem Tod leben. Im schlimmsten Fall... ich weiß nicht, was passieren könnte. Ich habe seitdem keine Alchemie mehr praktiziert. Vermutlich würde die Unsterblichkeit auf jemand anderen überspringen. Ich kann ja keine Leben wieder zurückrufen. Es ist ein ewiges Tauschgeschäft. Ich müsste es also irgendjemandem aufladen." Ich müsste vermutlich die Sterblichkeit jemand anderes mit meiner Unsterblichkeit tauschen. Und das wollte ich niemandem antun. Dann tötete ich die Leute lieber direkt, damit hatten sie ein gnädigeres Ende gefunden. "Oh, du bist vermutlich schon angemeldet. Unsere nette Empfangsdame sieht alle nötigen Daten einer Person über ihren Köpfen schweben. Deswegen ist sie ja unsere Empfangsdame. Es ist wie... Gedankenlesen, nur dass sie eben nur die nötigsten Informationen über uns erfährt, ohne dass wir sie denken müssen.", erklärte ich ihm und zuckte leicht die Schultern, winkte ihr zu und sie nickte, nahm einen Schlüssel und warf ihn mir zu, sodass ich ihn geschickt auffing. "Zimmer 3045. Ebene 3.. Das ist ein paar Türen vor mir.", erklärte ich ihm schmunzelnd und reichte ihm den Schlüssel zu seinem - hoffentlich - neuen Zuhause.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Ja ich wusste, Dass ich schräg war, Weil ich Dinge mit meiner Gedankenkraft kontrollieren könnte, genau deswegen war, Aber ich hatte es mir ja nicht ausgesucht, sie hingegen hatte es darauf angelegt. Und ja ich war auch ein Killer, Wenn man es genau betrachtete, aber das war mir nur einmal passiert und da hatte ich die Kontrolle verloren, das würde aber nicht mehr passieren. Gut, Dass war vielleicht etwas hoch gepokert, ich wusste ja nicht in was für Situationen ich noch gelangen würde, aber ich tötete nicht aus Spaß. Ich musste es ja nicht um zu überleben, dafür beklaute ich eben Menschen oder Geschäfte, Aber dadurch wurde auch niemand sonderlich verletzt. "Hey, eigentlich ist das Dinge mit Gendanken zu bewegen noch ziemlich praktisch und sogar verdammt lustig in manchen Fällen. Und deine Heilungskräfte sind doch verdammt praktisch, auch wenn sie einen hohen Preis haben." So betrachtet würde ich keine Heilungskräftr haben wollen, Wenn ich dafür Blut von Menschen trinken musste. Aber hatten denn nicht alle Vampire das Problem damit oder allgemein jeder der unsterblich sein wollte? Eigentlich wollte doch jeder irgendwo lange leben und nie krank werden, keine schmerzen haben oder Verletzungen erliegen, das Verstand ich ja noch. Aber ewig leben konnte doch niemand wollen und für diesen Blutpreis schon gar nicht. Und was hatte sie jetzt für ein Leben? Sie war von ihrer Familie verstoßen worden und musste in einem Hotel voller übernatürlicher Kreaturen leben, es sah nicht gerade wie das Paradies aus. Ich stellte es mir auch ziemlich schwer hier vor, so viele verschiedene Arten auf engstem Raum, ich war ja immer noch sehr skeptisch. Naja, Ich sollte mir erst mal alles zeigen und erklären lassen, gehen könnte ich ja immer noch wenn ich wollte, wohin war dann eine andere frage. Also blieb mir nichts anderes übrig, als ihr durch die Flure zu folgen, Die aussahen wie aus dem frühen neunzehnten Jahrhundert. Ich versuchte mir den Weg zu merken oder wieder zu erinnern wie wir hierher gekommen waren, Aber es war vergebens, wir Bogen einfach zu oft ab. Wenigstens hatten die Zimmer und Stockwerke Nummern, sonst würde man hier wohl nie wieder raus kommen. Wo ich schon darüber nachdachte wie man aus Dingen wieder heraus kam, so leicht war es bei ihrem Deal wohl nicht. Sie hatte etwas opfern müssen? So funktionierte Also Alchemie? Klang für mich doch sehr nach Zaubern und irgendwelchen Kräften die dafür sorgen...aber ich hätte ja keine Ahnung davon. Trotzdem überraschte es mich, Dass sie es nie versucht hatte, was könnte denn schon groß passieren? "Was könnte denn im schlimmsten Fall passieren? Dass du stirbst? Und wie lange bist du schon so, Also seit wann bist du 16?" (Ist die nicht 17? :D) Ich hatte mich mit meiner Einschätzung Also nicht getäuscht, sie war wirklich so jung, Also noch ein Kind. Sie würde nie erwachsen werden...wow das war krass. Aber was für Eltern ließen ihr Kind in so jungen Jahren mit der Alchemie herum experimentieren? Ja gut meine Eltern waren auch scheiße gewesen, Aber sie hätten doch merken müssen dass ihre Tochter da etwas gefährliches tat... Aber was machte ich mir darüber überhaupt Gedanken, es war nicht meine Geschichte und ich konnte ihr dabei auch nicht helfen, Also mischte ich mich besser nicht ein und bohrte nicht in alten Wunden herum. Gut, Dass wir gerade wieder unten in der Eingangshalle ankamen, das war doch ein guter Punkt um anzufangen. Ich blieb stehen und sah mich um, Dann zeigte ich auf die Rezeption. "Sollte ich mich erst irgenwie anmelden oder so? Damit ich ein Zimmer bekomme?" fragte ich sie. Keine Ahnung wie das hier lief, Ob sie Geld wollten oder eine gewisse Gegenleistung? Ich bezweifelte dass jemand hier abreiten ging, Aber Strom und Wasser und alles berichten das Hotel ja auch...

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Ich strich meinen Pullover glatt, nahm mein Handy und ging mit ihm aus dem Zimmer raus. Ich zog die Tür hinter mir bloß zu. Wir lebten zwar alle unter einem Dach, aber hier konnte man den anderen vertrauen. Niemand würde jemals dem anderen etwas klauen, denn dann würde man auch aus dem Schloss geworfen werden und das wollte wirklich niemand hier riskieren. Wie gesagt, diejenigen, die hier lebten, hatten meistens auch nur noch das hier. Ich ging mir ihm die vielen verwinkelten Flure wieder zurück. Wir sollten bei der Eingangshalle starten, oder? Dann würde ich ihm die verschiedenen Aufenthaltsräume zeigen, die Bucht und auch den Garten. Eigentlich hatte ich noch keinen gesehen, der von diesem Schloss nicht beeindruckt gewesen war oder nicht hier hatte leben wollen. "Okay, Carter... du bist also ein Superbrain und hast damit gekillt.", fasste ich zusammen. Es war schon ein wenig beängstigend, dass er über all diese drei Fähigkeiten herrschte. Konnte er dann auch meine Gedanken lesen? Das war bei jedem Telepathen ja anders. Wenn er aber sowieso so viele Gaben beherrschte, hatte er dann auch eben meine Gedanken darüber wie einsam ich war gehört? Na hoffentlich nicht, denn dann würde ich wohl nicht mehr mit ihm befreundet sein wollen. Ich sah zwar schwach aus, aber ich tat einiges, damit man mir das nicht sofort vorwarf. "Na und die bewegst Dinge ohne sie zu bewegen, das ist auch schräg!", konterte ich. Er hielt meine schnelle Heilung für schräg? Wow, dann hatte er wirklich noch nicht sehr viele Vampire in seinem Leben getroffen - vermutlich auch gar keine. Wer wusste schon, wo er sich vorher so rumgetrieben hatte? Ich schob meine Hände in die Bauchtasche meines Pullovers und führte ihn in die Eingangshalle, in der ich ihn eben angerempelt hatte, weil er einen nicht sehr günstigen Platz zum Rasten ausgesucht hatte. "Unsterblich zu sein ist ja auch scheiße.", stimmte ich ihm zu. Man sah den Leuten, die einem etwas wert waren, beim Sterben zu. Nicht, dass ich so jemanden hätte, aber ich sah wie die Welt an mir vorbeizog und ich würde doch immer nur weiter irgendwelche Menschen töten und selbst nie zur Ruhe kommen. Selbst wenn, wo würde ich dann hinkommen? In die Hölle? Ins Nichts? Ganz sicher würde man mir keinen Platz im Himmel freihalten. Als er mich fragte, ob ich es nicht umkehren könnte, hob ich eine Augenbraue und sah ihn von der Seite an. "Meine "Magie" funktioniert ein wenig anders. Ich erschaffe nicht einfach Dinge, ich kann Dinge nur umwandeln. Wenn ich etwas erschaffen will, brauche ich dafür gewisse Opfer und man sieht ja, was die Unsterblichkeit für ein Opfer gefordert hat. Es umzukehren... ich will gar nicht wissen, was es dafür brauchen würde." Oder ob es überhaupt ging? Sicher würde ich dann die Jahre, die ich nicht gealtert war, aufgerechnet bekommen und am Ende einfach sterben, wenn ich die Sterblichkeit zurück wollte. "Ich war 16, dumm und naiv. Wie man ja sieht.", murrte ich und deutete auf... mich im Allgemeinen. Niemand würde sich freiwillig dazu entscheiden in diesem Alter stecken zu bleiben. Ich würde wohl nie für einen Mann ein Lustobjekt sein. Ich wäre immer das kleine Mädchen und könnte froh sein überhaupt Sex zu haben. Gott, dieses Leben war einfach nur schräg!

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 11.12.2011
Beiträge: 4734
Blutstropfen: 14730

Carter Heathrow
Ich drehte mich erst wieder vom Fenster weg, nachdem ich den Schrank und zu gehen gehört hatte und sicher war, Dass sie genug Zeit gehabt hatte sich anzuziehen. Tatsächlich hatte sie jetzt normale Kleidung an, naja so normal wie es eben an ihrer hellen Haut und Haaren aussah, jedenfalls besser als dieses komische Kleid dass sie angehabt hatte. Trotzdem sah sie immer noch ziemlich jung aus, ich schätzte Sie auf circa 16. Da stellte ich mir aber die Frage, wie sie so jung mit Magie oder was auch immer herum experimentiert hatte und jetzt immer so jung blieb...ich würdet Sie irgendwann mal genauer darauf ansprechen. Jetzt kannte sie ja nicht mal meinen Namen, Aber wichtiger war, Dass sie meine Gaben 'Die drei T's nannte'. Überrascht sah ich sie an. "Die drei T's? So betrachtet klingt es sogar echt cool. Und ja, Richtig eingesetzt kann es gefährlich sein, wie gesagt, Deswegen bin ich auf der Flucht. Achja, und mein Name ist Carter." hatte sie etwa Angst oder was? Ich war ja zum größten Teil noch Mensch, sie jedoch nicht und hatte viel gefährlicher Fähigkeiten, mal allem voran dass sie sich von Menschen ernährte, also praktisch von mir. Sie hatte also angst vor mir, einem fast normalen Menschen, Aber dann war es komisch, dass ich ihre Heilingskraft faszinierend fand? Ich lediglich die Schultern und verschränkte ebenfalls die Arme. "Warum? Ich sehe sowas zum ersten Mal, im Vergleich dazu wie Menschen und ich heilen, ist das echt schräg." Ich wäre an so einer Verletzung gestorben, vorausgesetzt ich hätte mich vorher nicht mit meinen Gaben gerettet. Nur weil sie unsterblich war, hieß das nicht dass es total normal war, naja vielleicht war es in Mystic World ja normal. "Ich glaube viele Menschen wünschen sich die Unsterblichkeit ohne es genau zu wissen, ich würde auch nicht unsterblich sein wollen." sagte ich ehrlich. Ja das munterte sie nicht auf, war mir klar, Aber sie selbst mochte es ja auch nicht. konnte sie sich nicht das Leben nehmen oder so? Es wieder rückgängig machen, sie hatte es ja auch schon mal in die eine Richtung geschafft. "Kannst du das nicht mit deiner Magie oder so umkehren?" fragte ich, während ich meinem Rucksack und Pullover nahm und ihr dann durch die Tür folgte. "Das war eine blöde frage, bestimmt hast du das versucht. Wie alt warst du denn als du so wurdest?" hakte ich dann nach und folgte ihr einfach erst mal, ehe ich dann noch fragen zu dem Ort hier stellen würde.

Gemma
Ich wunderte mich also, dass ich hier keine Freunde hatte? Wir alle hier waren seltsame Wesen, Kreaturen, die keiner mehr haben wollte, aber ich benahm mich zu all dem Übel auch noch schräg. Ich meine... wenn ich mich mit dem Neuen anfreunden wollte, um nicht mehr einsam zu sein, okay, aber musste ich ihn dann direkt bitten mir Holzsplitter aus dem Thorax zu ziehen? Ich musste auf ihn doch schon bescheuert genug wirken. ich meine... ich steckte im Körper einer Teenagerin, ich war kalkweiß und meine Haare waren ebenfalls komplett farblos. Meine äußere Erscheinung war also nicht besonders einladend. Es war außergewöhnlich und die Menschen mochten das, was sie nicht kannten nicht. Vielleicht hätte ich mich zurücknehmen sollen. Jetzt aber war es sowieso zu spät, oder? Und sonst war ich doch auch so großkotzig und laut. Ich sollte mich also einfach zusammenreißen und benehmen wie immer. Würde er sich von mir abwenden wie alle anderen auch, hätte sich doch nichts geändert, oder? Ich hätte es immerhin versucht. Ich schloss hinter mir die Tür und stieg in die Dusche, um mir all das Blut von der Haut zu waschen. Es verschwand viel rotes Wasser im Ausguss, ehe meine Haus wieder makelllos sauber und hell war. Auch einiges an Erde hatte ich aus meinen Haaren gewaschen, bis sie wieder sauber waren. Ich hatte gar nicht gemerkt wie sehr ich mich mit diesem Jäger scheinbar geprügelt hatte. Nach meiner Dusche trocknete ich mich also ab, wickelte mich in ein Handtuch und trat zurück in mein Zimmer und an meinen Schrank, während er sich ganz höflich weggedreht hatte. Na ja, er dachte vermutlich, dass ich noch ein Kind war und das irgendwie pädophil war. Ich seufzte leise und griff nach einem rosa Pullover und einer schwarzen Jeans. Ich würde wohl immer nur das kleine Mädchen bleiben, was? Das war die Strafe dafür, dass ich es damals nicht besser gewusst hatte und naiv gewesen war. Ich strich mir die nassen, weißen Haare aus dem Gesicht und zog mich an, ehe ich mich wieder zu dem Neuen umdrehte, dessen Namen ich immer noch nicht kannte. "Okay, Neuer, du beherrschst also gleich alle T's? Schon irgendwie beängstigend..." Ich fand es sicher nicht so toll, würde er mich mit seinen Gaben austricksen. Ich hatte zwar auch einiges drauf, aber diese Gaben waren mir schon immer irgendwie suspekt gewesen. Ich band mir die Haare zu einem Dutt hoch, damit sie mir nicht nass im Nacken hingen und verschränkte die Arme vor meinem Bauch. Ich sollte wirklich schnell an etwas Blut herankommen. Ich war losgezogen, weil ich bereits Hunger gehabt hatte und jetzt hatte ich nur noch mehr Blut verloren! "Und es ist schräg, dass du meine Wundheilung faszinierend findest..." Hatte er sowas denn noch nie gesehen? Immerhin gab es viele Wesen, die so heilten. Aber gut, er schien generell ziemlich neu zu sein, wenn er mich nicht sofort als Vampir eingestuft hatte. Ob ich unsterblich war? Oh wow, er war wirklich noch ein Anfänger. "Dummerweise ja. Die Unsterblichkeit ist nichts, was man sich wünschen sollte. Das ist eher ein Fluch.", grummelte ich leise und nahm mein Handy vom Nachttisch, ehe ich mit dem Kopf zur Tür nickte, damit er mir folgte. Besonders in meinem Fall war es ein Fluch für immer ein Mädchen zu sein, niemals zur Frau zu werden. Ich meine... ich war sowieso schon allein und ich konnte nicht einmal One Night Stands haben, ohne dass es für die anderen schräg war. Ich war zwar irgendwie tot, aber das hieß nicht, dass ich mich nicht auch nach Nähe sehnte...

Carter Heathrow
Sie hieß also Gemma, na bitte ging doch, auch wenn das ein ziemlich ungewöhnlicher Name war. Vielleicht weil sie älter war als es schien? Um Vampire kuriserte doch immer das Gerücht um unsterblichkeit, Vielleicht war es bei ihr genauso? Dass sie davor gesagt hatte, Dass sie Blut trank, ignorierte ich geflissentlich und konzentriere mich weiter auf ihre Wunde, auch wenn es da genauso viel Blut gab. Eigentlich schlug ich mich ganz gut, ich verspürte nicht mal den Drang zu würgen oder ähnliches, klar es war nicht gerade angenehm, Aber schlimm war es nicht. Dann viel das Thema wieder zu mir und meiner Art, für die es ja keinen Namen gab. Ich sah etwas zu ihr hoch und war nicht sehr überrascht, Dass sie einen telepathen kannte. Es gab bestimmt Menschen mit einer Gäbe oder einen bestimmten Talent, Aber jemanden mit mehreren Gaben gab es wohl nicht so häufig. "Telepathie, Telekinese und Teleportation." erklärte ich und verstummte wieder, als sie knurrte, Weil ich gerade einen größeren Splitter heraus zog. Kurz beobachtete ich ob sie mich anfallen würde, Aber sie blieb stark und so machte ich weiter, dabei versuchte ich nicht daran zu denken wie schräg das alles war. Nur gut, dass wir beide etwas einander zu erzählen hatten, so lenkten wir uns beide ab. Dass sie von ihrer Familie verstoßen worden war, deckte auch in mir einen Punkt ab. Ich war zwar nie verstoßen worden, Aber ich hatte mich auch nie zu hause gefühlt und war dann schließlich selbst abgehauen, bevor ich meinem Aschloch von Vater die Genugtuung gegeben hätte mich rauszuwerfen. Ich ging auch nicht weiter auf ihre Ausführungen ein, wie sie zu dem geworden war, was sie eben war und beendete die Arbeit in ihrer Wunde. Faszinierend war, Dass immer wenn ich einen Splitter entfernte das Gewebe darunter direkt nach wuchs und sich Schloss. So wurde die Wunde also immer kleiner, was echt gut war, denn so wusste ich wo ich noch nicht nach splittern gesucht hatte. Letztendlich verschloss sich die Wunde vor meinen Augen und ich sah fasziniert dabei zu, bis nur noch trockene Blutrückständs zurück blieben. Ja das war vermutlich wirklich nur mit Magie zu erklären, anders ging das nicht. Ich stand auf und trat zurück. "Das ist wirklich faszinierend." murmelte ich, sie hatte das ja schon gemerkt und zog den Handschuh aus, legte den und Pinzette auf ihr Nachttisch. Sie kam gerade langsam auf die Beine und kurz dachte ich, Dass sie umkippen würde, war schon bereit sie auch noch aufzufangen, Aber sie fing sich. Ich nickte auf ihre Worte hin und seufzte, sobald sie im Bad war. Wow, das war....verrückt. Ja ein anderes Wort fiel mir dazu nicht ein. Magie? Blut trinken? Worauf hatte ich mich hier nur eingelassen? Ich hatte ja keine Ahnung was ich hier genau erwartet hatte, aber Wesen wie sie in Filmen und Büchern vorkamen? Was wenn es hier gefährlich für mich würde? Draußen in der menschlichen Welt musste ich mir eigentlich keine sorgen wegen sowas machen, Ja vielleicht war es hier wo so viele Kreaturen waren viel gefährlicher als draußen. Während ich wartete sah ich mich ein bisschen im zimmer um und sah aus dem Fenster. Es wirkte viel höher als erwartet und musste auf der gegenüberliegenden Seite von Eingang sein. Wie viele solcher Zimmer es hier wohl noch gab? Vermutlich sollte ich dann doch nochmal runter an die Rezeption, vorausgesetzt ich fand den Weg oder aber ich teleportierte mich einfach. Als die Badezimmertür wieder aufging, drehte ich mich zuerst nicht um, aus Höflichkeit, wer wusste schon vielleicht war sie nackt. "Dann bist du also unsterblich, Ja?" fragte ich dann gegen das Fenster.

Gemma
Ich wusste selbst nicht, was ich mir hierbei gedacht hatte. Ich war es leid allein zu sein, aber ich war es nicht gewohnt Gesellschaft zu haben. Vermutlich stellte ich mich gerade aber auch nicht sehr geschickt an. Ich wollte Freunde finden und was tat ich? Ich ließ sie in meinen offenen Wunden rumpuhlen, um Holzsplitter zu finden. Es war klar, dass mich keiner leiden konnte! Ich war schräg, seltsam, nirgendwo zugehörig. Niemand wusste was genau ich war, ich wusste es ja selbst nicht. Ich wusste bloß, dass die Alchemie mich erst so geschaffen hatte und dass vor mir scheinbar noch nie jemand so dumm gewesen war Unsterblichkeit zu verlangen. Ich hielt die Augen geschlossen, während er mir der Pinzette die Splitter aus meinem Fleisch zog. Wieso mussten mich unbedingt alle mir morschen Holz angreifen? Am Ende musste ich immer suchen, bis alles wieder sauber war und ich heilen konnte. Ich biss mir auf die Unterlippe und blieb einfach still liegen. Der letzte der ihm gedroht hatte war der Grund wieso er fliehen musste? Oh, er war also ein Mörder? Für mich nichts neues. „Ich trinke Blut um zu überleben. Mord ist für mich nichts neues. Aber niemand hat davon gesprochen, dass ich die weh tun werde.“ Diese Bisse konnten auch ganz angenehm sein. Er war scheinbar neu auf dem Gebiet, ich wollte nichts überstürzen. Wie gesagt, ich suchte wirklich verzweifelt nach Freunden... „Oh, ich dachte du wolltest eine Bezeichnung für mein Wesen haben. Nein, ich bin Gemma.“ Ich wusste nicht, dass er mich als Wesen betitelt hatte. Das war wirklich unhöflich. Ich dachte er hätte nach den Wesen generell gefragt. Ich nannte ihn ja auch nicht Mensch! Egal... „Übernatürlicje Fähigkeiten, hm? Was denn zum Beispiel? Telepathie? Dann wärst du ein Telepath. Davon habe ich schon mal einen getroffen.“ Ich konnte ja nicht wissen, dass er gleich alle drei T‘s beherrschte! Im Nachhinein tat es mir echt leid ihn als halbwegs gewöhnlich abgestempelt zu haben. Ich knurrte kurz leise, als er einen etwas größeren Splitter herauszog und dadurch nur noch mehr Blut hervorströmte. Danach aber atmete ich tief durch. Bald war es vorbei. Ich konnte spüren wie einige Teile der Wunde bereits wieder heilten. „Uhm.. meine Familie hat mich ausgestoßen.“ Ich hatte immerhin eines der Tabus der Alchemie gebrochen. Sie hatten mich verstoßen. Ich nahm es ihnen nicht oben. Ich würde vor mir selbst fliehen, wenn ich könnte. „Sagen wir einfach mal... es ist so eine Art Magie, die mich zu dem hier gemacht hat. Alles andere wär für den Anfang wohl zu kompliziert.“ Es würde Stunden dauern ihm alles zu erklären. Ich seufzte wohlig, als er den letzten Splitter entfernte und meine Wunde sich rückstandslos verschloss. Weg war die Wunde, aber das Blut war noch da. Ich schluckte und richtete mich langsam auf. „Danke. Warte kurz hier, ich geh... eben duschen, dann führe ich dich rum.“, versprach ich ihm und kam taumelnd auf die Beine. Shit, ich müsste spätestens nächste Nacht irgendwo Blut herbekommen!

Carter Heathrow
Also sollte ich mich jetzt als Arzt oder Krankenschwester an ihr üben? So wie sie mir die Anweisung gegeben hätte, kam das auch noch öfter vor und sie hätte keinerlei Angst. Sollte mir recht sein, Hauptsache sie kam damit klar dass ich ohne Narkose in einer offenen Wunde herum stocherte. Wenn sie also sowas von mir verlangte, war es doch bar njxnr si abwegig, Dass ich wenigstens wissen wollte was für eine Kreatur mich anfallen könnte, Wenn die Schmerzen sie überwältigten, ich musste ja auch an mein eigenes Leben denken. Sie wollte mir ihren Namen nicht nennen? Kurz sah ich sie argwöhnisch an. Ich sollte ihr helfen, in ihrem Bauch herum puhlen, Und ich bekam nimmt mal einen Namen, was für eine kleine Zicke. Was sie dann sagte beruhigte mich nicht sonderlich, aber ich hätte schon sowas vermutet. Sie musste irgendein unsterblicher Wesen sein, Wenn sie mit einer stichwunde herumlief. Aber wie ein Vampir? Das war so schräg, ich hatte immer gedacht ich wäre der Freak schlecht hin. Komischerweise hatte ich aber keine angst....vielleicht stimmte mit mir ja wirklich etwas nicht oder ich verließ mich zu sehr darauf, Dass meine Gaben mir den Arsch retten würden. Mit einem letzten Blick auf ihr Gesicht, beugte ich mich über die Wunde und machte mir erst mal ein Bild. "Wegen dem letzten der mir gedroht bin ich jetzt auf der Flucht." ließ ich sie wissen, dass ich mich durchaus wehren könnte, sollte sie mich anfallen. Dann fing ich also an die Pinzette in die Wunde zu führen und achtete mit einem Auge auf ihre Reaktion, sie hielt sich tapfer. Während ich also alles was nicht nach Gewebe oder Knochen aussah aus der Wunde pflückte, löcherte sie mich mit Fragen. Das war echt lustig, immerhin hatte sie mir auch nicht gerade viel gesagt, nicht mal ihren Namen, was wirklich lächerlich war. Ich sollte sie ablenken? Dann war sie wohl doch nicht so tapfer wie ich angenommen hatte. Während die Anzahl an Splittern auf dem Handtuch zunahm, hielt ich meine Antworten auch relativ kurz, wie sie mir so ich ihr. "Ziemlich viele Fragen dafür dass du mir nicht mal deinen Namen sagst. Was ich bin, ich denke einen genauen Begriff gibt es da nicht, Mensch mit übernatürlichen Fähigkeiten ist wohl das am besten zutreffende, Aber ich hab noch keine anderen wie mich getroffen. Und wie schon gesagt, ich bin hier weil ich scheiße gebaut hab und keine Lust mehr habe wegzurennen." Mehr musste sie nicht wissen. Dass ich eine beschissene Kindheit hatte, geschlagen und beleidigt wurde, mein Vater ein mieses Arschloch und meine Mutter seine rückgratlose Sklavin gewesen waren, das alles hatte ich hinter mir gelassen. "Also wieso bist du hier? Und wie bist du dieses Wesen geworden ohne ganz Klischee Haft gebissen oder gestorben zu sein?"

Gemma
Ja, es war dreist und extrem bescheuert von mir den Fremden mit auf mein Zimmer zu nehmen und mir von ihm helfen zu lassen, aber er hatte es angeboten! Im Grunde waren wir hier doch alle gleich. Wir waren von der Gesellschaft Ausgestoßene. Niemand wollte uns, also hatten wir nur noch einander. Ich bezweifelte, dass es bei ihm anders war, denn sonst hätte er nie von diesem Ort hier erfahren. Nur die wirklich verzweifelten Kreaturen auf dieser Welt gelangten an das Mystic World. Es war die letzte Anlaufstelle, neben dem Tod. Entweder man entschied sich dazu sein jämmerliches Leben zu beenden oder aber man kam hierher. Hier wurde man empfangen, egal was für ein Wesen man war oder was man früher in seinem Leben alles getan hatte. Man wurde nicht verurteilt, sondern für das bewertet, was man in der Zeit tat, die man hier war. Jeder bekam hier eine Chance und für die meisten hier war es die letzte Chance, die sie im Leben hatten. Dieses Schloss war... wie ein Waisenheim für unmenschliche und übernatürliche Wesen. Auch er musste so eins sein, auch wenn ich mir nicht vorstellen konnte, dass er etwa ein Vampir war oder ein Werwolf. Danach sah er einfach nicht aus. Momentan aber war es mir auch egal, denn ich brauchte wirklich seine Hilfe. Auch wenn ich es mir nicht anmerken ließ, ich hatte Schmerzen. Natürlich, ein Pfahl hatte mich komplett aufgespielt und ich hatte mich nicht gerade sanft vom Baum schieben müssen. Es steckten noch Splitter in der Wunde, deshalb heilte ich nicht und verlor nur noch immer mehr Blut, wodurch ich noch hungriger und der Schmerz natürlich auch schlimmer wurde. Wäre ich jetzt komplett satt gewesen, hätte die Wunde nicht mehr als einen Kratzer für mich ausgemacht. Ich grub die Finger in die Decke unter mir und wartete darauf, dass er mit der Pinzette in meinem offenen Fleisch herumpuhlte - vielleicht kein besonders angenehmer Empfang, wenn ich das so sah - aber er hockte sich nur vor mich. Dass er nicht kotzen würde war ja ein guter Anfang, aber er schien wohl noch Informationen haben zu wollen, bevor er anfing. Was, war er jetzt Doktor und musste wissen auf was für einen Körper er sich einstellen musste, oder was? Ich seufzte leise. "Nein, es hat keinen Namen. Vermutlich bin ich das einzige Wesen meiner Art, aber wenn es dich beruhigt, könnte man es mit einem Vampir vergleichen, nur dass ich nicht gebissen oder verwandelt wurde... Reicht dir das? Denn je mehr Blut ich verliere, desto hungriger werde ich und dein hübscher, gebräunter Hals wird immer attraktiver für mich." Ich wollte ihn ja nicht hetzen, aber ich hatte keine Ahnung, ob ich verbluten konnte. Bisher war es noch nie so weit gekommen, dass ich es herausgefunden hatte. "Okay, dann bist du jetzt wohl dran. Selbe Frage. Lenk mich ein wenig ab, während du... die Holzsplitter herauspuhlst. Was bist du? Wie heißt du? Was führt dich her?", fragte ich und kniff die Augen zusammen, als das kühle Metall langsam in meiner Wunde herumstocherte. Gott, vielleicht war es eine blöde Idee gewesen ihn mir helfen zu lassen. Vielleicht hätte ich einen Vampir fragen sollen, aber die waren alle nicht sehr angetan von mir, weil ich nicht genau gleich war wie sie. Für sie gehörte ich nicht dazu. Eigentlich gehörte ich nirgendwo dazu. Weder zu den Hexern, noch zu den Vampiren. Ich war... ganz allein. Vielleicht war es also kein Wunder, dass ich mir den Neuen geschnappt hatte, bevor er sich ein Grüppchen gesucht hatte, in das er passte.

Carter Heathrow
Überrascht zog ich die Augenbrauen hoch. Was machte mich die kleine hier so dumm an? Ich hatte keine Ahnung was hier überhaupt abging und sie hätte meinen Pullover schmutzig gemacht! Außerdem war ja immer noch sie in mich hinein gerannt und nicht anders rum. Normalerweise entschuldigte man sich, zumindest war das so wo ich her kam, Aber ich wusste ja nicht wo oder zu welcher Zeit sie aufgewachsen war. Endlich machte es bei ihr wohl auch klick und sie sah ein, Dass ich hier neu war, jedenfalls bestätigte die Frau von der redet das auch noch, obwohl sie ja auch mich direkt hätte fragen können. Also wenn alle hier so zickig und überheblich waren, wie mein erster Eindruck von ihr war, Dann würde ich hier nicht lange bleiben. Mal ganz davon abgesehen, dass ich überhaupt noch nicht wusste, was für Wesen mich hier erwarteten. Ja ich hatte leicht reden, ich selbst war auch nicht gerade eine normaler Mensch und hob mich ab, Aber hier war ich auf viel krasser Dinge eingestellt. Und genau damit ging es schon los, denn bevor ich überhaupt reagieren konnte, packte sie mein Handgelenk und zog mich hinter sich her. Ich hatte gerade noch meinen Rucksack schnappen können und versuchte jetzt Schritt zu halten, während ich nicht mal versuchte meinen Arm zu entziehen, denn überraschenderweise lagen ihre schmalen Finger in eisernen Griff um mein Handgelenk herum. Ob ich angst hatte? Ich war schon beunruhigt, immerhin hatte sie zu viel Kraft für ihren Körperbau und lief mit einer Stichverletzung munter herum, wer wusste also wo sie mich hinschleppte oder was sie mir antun würde. Andrerseits hatte ich eh nicht viel zu verlieren und ich konnte meine Gabe aucj sehr wohl benutzen, mein größter Fehler hatte ja auch damit zu tun und notfalls konnte ich mich einfach vor das Hotel teleportieren. Sie schleifte mich also quer durch Ellen lange Flure und ich fragte mich wie ein Gebäude von vorne so klein wirkte, innen aber unendlich schien. Dann zog sie mich in ein Zimmer und ich blieb vor einem Bett stehen, während hinter mir die Tür zuging und ich mich schnell wieder umdrehte, ich war immer noch skeptisch, Wenn sie hinter meinem Rücken war. Ich ließ meinen Rucksack fallen und sah sie an, was hatte sie vor? Ich konnte sie ja nicht einschätzen, wusste nicht mal was für ein Wesen Sie war. Bevor ich meine frage stellen konnte, rückte Sie endlich mit der Sprache raus und trotzdem war ich kein Stück weiter, als sie in ein Nebenzimmer verschwand und mit ein paar Utensilien zurück kam. Okay, wow was ging hier vor? Das sah viel zu sehr danach aus, als wollte sie dass ich was an ihrer Wunde machte. Also ich würde helfen, Aber sollte sich sowas nicht ein Arzt ansehen? Ach nein ich vergaß, hier halten andere Grundsätze. Und das wurde mir bewiesen, als sie sich ohne Vorwarnung auszog, einfach so. Ein Gentleman hätte sich umgedreht oder wenigstens den Versuch gestartet nicht zu gucken, Aber da sie nichts gesagt hatte, ging ich davon aus dass es sie auch nicht störte, Außerdem war sie ja nicht ganz nackt. Und viel zu sehen gab es auch nicht, ich hatte einige Mädchen mit mehr Kurven gesehen, sie wirkte eben noch wie ein Teenager, mal ganz davon abgesehen, dass man fast keinen Unterschied zwischen ihrer Haut jnd Unterwäsche sah, was irgenwie verstörend wirkte mit der Dunkeln Wunde in ihrem Bauch. Ich sollte was?! Ich zog eine Augenbraue hoch und wartete, Dass sie mich verarschen wollte, Aber nein, sie meinte das ernst und wartete nicht auf eine Antwort, sondern legte sich aufs Bett. Dass sie mich dann herum führen wollte, war keine besonders verlockendes Gegenangebot, Die Frau von der Rezeption hätte es bestimmt getan, Aber na gut. Ich war in einem komischen mystischen Schloss und eine erstochen Teenagerin lag auf dem Bett vor mir und wollte dass ich Doktirspiele an ihr durchführte...aber sonst wohl ein ganz normaler Tag. Vermutlich sollte ich mich daran gewöhnen. "Ich werd garantiert nicht kotzen." murmelte ich, ich hatte schon andere Dinge gehen, als das, Dann zog ich links den Handschuh an und nahm die Pinzette ich die linke Hand, ging dann links neben das Bett und kniete mich hin. "Vorher zwei Sachen, bevor ich in deinen Eingeweide herum stochere. Was bist du und hat dieses Wesen einen Namen?" Ich hasste es nicht zu wissen mit wem ich es zu tun hatte, ich wusste immerhin gar nichts, nichts was hier abging. Ja vielleicht war es die reinste freakshow und alle liefen halb erstochen Rum, vielleicht hatte sie auch jemand von hier verletzt. Ich zweifelte ja immer mehr an dem Schuppen hier. Bevor es los ging, zog ich meinen Pullover noch aus und bei einem Blick auf meine Arme wurde mir nur zu deutlich bewusst, wie braungebrannt ich im Gegensatz zu ihr war. Tja, so war das wenn man en Florida aufwuchs.

Gemma
Gott, ich hasste diese Leute, die einfach kurz hinter einer verdammten Tür stehen blieben. Waren die dumm oder so? Ich meine... man ging durch eine Tür und dann zur Seite, um dort stehen zu bleiben. Nur Idioten blieben mitten im Weg stehen und hielten damit den ganzen Verkehr auf. Genau dadurch entstand Stau! Nicht, dass ich jemals ein Auto gefahren hätte oder sowas... Aber U-Bahn war ich gefahren und dort blieben die Menschen auch direkt hinter den Schranken stehen. Ja, manche Leute waren einfach dumm geboren worden. Nicht, dass ich dem Schnuckelchen hier vor mir vorwarf dumm zu sein. Er war vermutlich einfach abgelenkt gewesen. Was auch immer. Jedenfalls starrte er mich an, als wäre ich ein Alien. Er nahm meine Hand, zuckte aber zusammen, als ich ihn hochzog. Er wog vermutlich fast das doppelte von mir. Ich war dünn, zierlich, klein - eigentlich sogar winzig! Ich steckte im Körper meines kindlichen Ichs - ich hatte wohl Glück, dass ich relativ früh pubertiert hatte und wenigstens Brüste hatte - na ja, das, was ich halt zu der Zeit so gehabt hatte. Ich war damals echt ein Schwachkopf gewesen. Niemand wünschte sich die Unsterblichkeit! Das wusste ich nun auch. Ich seufzte und schaute auf, als der Typ vor mir wieder stand und mich immer noch angaffte. "Was starrst du mich so an?", fragte ich ihn patzig. Musste er mich so anstarren? Ich war kein scheiß Zootier! Schon klar, er war fast zwei Köpfe größer als ich, aber sicher hatte er schon kleine Menschen gesehen! Doch sein Blick glitt herunter zu dem Loch in meinem Kleid und der Wunde, die immer noch blutete, weil Holzsplitter darin steckten. Wenn ich die erstmal rausgepuhlt hatte, würde das alles von ganz allein wieder zusammenwachsen. Allerdings war der heutige Ausflug ein Reinfall gewesen. Statt meinen Hunger zu stillen, war er nur noch schlimmer geworden und jetzt fühlte ich mich sogar recht schwach auf den Beinen. Der Schmerz war mir egal, das war ich gewohnt. Er schien schockiert. Was? Das schockierte ihn schon? Er stand hier mitten im Schloss. Er sollte wesentlich seltsameres gesehen haben als etwas Blut. Gut, für Normalsterbliche war das vermutlich viel Blut. Ich wandte den Blick zu Geraldine, die hinter der Theke saß und den Typen musterte. "Neuling?", fragte ich sie und sie nickte. Ah! Okay, das erklärte so einiges. Ich nickte, sah wieder zu ihm, als er mich fragte, ob ich Hilfe brauchte. Ich grinste ihn breit an. "Also wenn du schon so fragst... Komm mit!", wies ich ihn an, legte meine blutige Hand an seinem Handgelenk um seinen sowieso schon versauten Pullover und zog ihn hinter mir hoch zu den zwei geschwungenen Treppenläufen. Ich führte ihn durch die verwinkelten Gänge, bis wir bei meinem Zimmer ankamen und ich ihn hineinstieß und hinter uns die Tür schloss. "Also Neuer, dann hör mir jetzt gut zu, wenn du schon so hilfsbereit bist.", erklärte ich und holte meinen Kulturbeutel aus dem Bad. Ich reichte ihm eine Pinzette, ein Handtuch und eine kleine Taschenlampe und zog dann ohne Vorwarnung mein schwarzes, nun durchlöchertes Kleid aus und stand dann bloß noch in weißer Unterwäsche vor ihm, die so gut wie keinen Kontrast zu meiner Haut darstellte. Die Wunde allerdings schon. "So, du suchst jetzt mit der Pinzette nach Holzsplittern und ziehst sie raus, okay? Kriegst du das hin ohne zu kotzen?" Wenn nicht würde ich jemand anderen fragen, aber er hatte sich doch so schön angeboten! Und so würde ich ihn schon mal an diese Welt hier gewöhnen. "Dafür führe ich dich danach dann auch rum!", versprach ich ihm und legte mich auf das Bett, sodass er gut arbeiten konnte.

Carter Heathrow
Ich war tatsächlich sprachlos und dass passierte nicht häufig, Ja eigentlich nie. Ich hatte sonst immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, wusste selbst ja den schwierigsten Situationen etwas zu sagen, das war schon immer eine meiner guten Eigenschaften gewesen, Aber gerade bekam ich nichts heraus. Das Foyer, Die Treppen und die Kronleuchter, ja vorallem diese fetten Kronleuchter, nahmen mich total ein. Mal ehrlich, war ich gerade durch ein Portal getreten und in einem anderen Zeitalter gelandet? Von vorne sah das Hotel wie die letzte Bruchbude aus und dann das? Ich hörte der Frau also kaum zu, als sie mich begrüßte, sondern sah mich immer noch im Raum um, bis sie mir mit der Hand vorm Gesicht herum schnippte, ich jedoch immer noch nicht reagierte und sie wieder zu ihrer Rezeption zurück ging. Wow, einfach wow. Alles was gehört hatte, war Mystic World. So hieß der Schuppen also? Wegen den mystischen Kreaturen die hier angeblich Leben sollten? Ich wollte gerade meinen Rucksack wieder aufheben, den ich in aller Ünerwältigung hatte fallen lassen, als ich von hinten plötzlich einen Schlag bekam und aus de Gleichgewicht geriet, nach vorn fiel und mich wenigstens noch etwas abrollen konnte, ehe ich liegen blieb und sofort in Alarmbereitschaft nach der Ursache sah. Ich rechnete mit allem, vielleicht versuchte mich ja jemand auszuknocken, ich hatte ja keine Ahnung wo ich hier gelandet war, Aber mit einem jungen Mädchen hatte ich nicht gerechnet. Und auch garantiert nicht mit einem solchen Mundwerk, Dass so gar nicht zu ihrer Erscheinung passte. Apropos Erscheinung, diese war sehr außergewöhnlich. Während ich aus Reflex ihrer Hand Griff und von ihrer Kraft überrascht war, musterte ich sie etwas. Ich hatte noch nie jemanden gesehen der so hell war und ich meinte haut und Haare und einfach alles! Sie war ja fast schon ein Geist! Bevor ich aber weiter darauf eingehen konnte, fiel mein Blick auf ihren Bauch und ihre Finger, durch die Blut hindurch lief. "Ach du scheiße." stieß ich aus und Wisch ein Stück zurück, mehr aus Schreck, als dass ich angst hatte etwas von ihrem Blut abzubekommen. Sie hatte eine blutende Wunde im Bauch und redete ganz normal mit mir! Klar ich hatte auch schon die ein oder andere Verletzung gesehen oder schlimmeres, aber es passte einfach nicht mit ihrer Erscheinung zusammen. Ich sah von der Wunde weg, als sie etwas von meinem Unterarm sagte und ich erst hinsah, dort war tatsächlich ein riesen Fleck. "Oh, Ach das ist halb so schlimm." meinte ich nur, wischte etwas darüber und ließ den Arm hängen, Dann sah ich in ihr Gesicht. Irgendetwas daran wirkte falsch oder passte nicht...inre Augen wirkten älter, etwas in ihren Blick wirkte härter und passte nicht zu ihrem jungen Auftreten. Fing es jetzt etwas schon mit den anderen Kreaturen an? Was sollte ich erwarten? Angeblich gab es hier ja alles, so wie der Portier und die fremde das zu mir gesagt hatten. "Ähm, gehts dir sonst gut? Brauchst du Hilfe?" hakte ich nach, statt panisch zu werden. Durch meine Kindheit und die letzten Wochen war ich auch relativ abgestumpft, was Gewalt und Verletzung anging. Sie war ja auch nicht sonderlich besorgt, Also würde ich auch nicht ausflippen, vielleicht kan das öfter vor oder war normal? Ich war für alles offen, angeblich war das ja ein Ort für besondere Menschen oder Kreaturen. Letzteres war ja wirklich ein komischer Ausdruck, als würden wir vier von Werwölfen und anderen Märchengestalten sprechen...sowas gab es doch nicht oder?

Gemma
Hunger. Es war ein widerliches Gefühl. Das hatte ich damals sicher nicht angestrebt, als ich von der Alchemie das ewige Leben wollte. Ich hatte zu viel verlangt und war deshalb sehr tief gefallen. Man konnte es wohl mit Ikarus vergleichen. Bloß war ich beim Fall nicht gestorben, nein, ich fiel immer noch. Ich fiel, bis mich jemand im Fall tötete. Erst dann würde dieser Hunger aufhören. Gewissermaßen hatte ich es also geschafft. Ich starb nicht. Ich lebte vermutlich ewig. Bloß steckte ich nun auch ewig in diesem Körper fest und musste mich vom Blut anderer Menschen ernähren. Wenn man das so von mir hörte, wenn man meine Fehler vor Augen geführt bekam, glaubte man vermutlich, dass ich eingebildet und skrupellos war, doch so war ich nicht immer gewesen. Ich hatte bloß das gewollt, was jeder Alchemist herausfinden wollte. Es war meine Gier nach Wissen gewesen, die mich so weit getrieben hatte. Jetzt war ich vorsichtiger, doch jetzt war es leider auch zu spät. Ich hatte bereits meine Strafe erhalten, die mich zum Monster gemacht hatte. Meine bloße Existenz machte mich zum Mörder. Ich wollte das nicht – wirklich nicht! – aber wenn ich dem Rausch des Hungers erst einmal verfallen war, konnte ich nicht mehr aufhören. Das konnte vermutlich niemand verstehen, der nicht in derselben Lage steckte. Ich hatte hier im Schloss schon einige Vampire kennengelernt, aber alle waren hochnäsig und zu stolz gewesen. Keiner hier teilte mein Leid. Keiner der anderen würde ihr Leben tauschen. Ich seufzte und band meine weißen Haare zu einem Zopf, ehe ich mein schwarzes Kleidchen glatt strich. Seit der Verwandlung waren die Farbpigmente aus meiner Haut und meinen Haaren beinahe ganz verschwunden. Die Sonne erreichte meine Haut nicht mehr ohne mich zu Asche zu verbrennen und meine Haare… was mit denen passiert war, hatte ich noch nicht so ganz raus. Aber egal. Einen Vorteil verschaffte mir mein zierlicher, jugendlicher Körper: Beute ködern. Wenn ich es richtig anstellte – diese dummen Kleider trug und kein Makeup auftrug – sah ich aus wie ein liebliches kleines Mädchen, das allein im großen Wald herumlief. Es klappte einfach jedes Mal. „Hey Kleine!“, kam es von links und ich drehte mich um, legte den Kopf schief und blinzelte. „Es ist gefährlich hier draußen. Vor allem nachts. Hast du denn nichts von den wilden Tieren hier gehört?“ Ein großer, robust gebauter Mann kam auf mich zu. Er trug eine dicke Daunenweste. Hätte ich auch nur eine Sekunde überlegt, hätte ich sicher gemerkt, dass er die nicht trug, weil es kalt war, sondern um Waffen darunter zu verstecken. Ich schaute zu ihm hoch. Mit meinen knapp 1,60m Größe reichte ich ihm nicht einmal bis zur Schulter. Verflucht sei dieser Körper! „Wilde Tiere?“, fragte ich leise und schaute ihn an, als wüsste ich nicht, dass er von Vampirangriffen sprach – von meinen Angriffen. „Ja. Sag mal, wo sind denn deine Eltern? Läufst du hier ganz allein rum? Du solltest zurück nach Hause gehen!“, wies er mich streng an und ich blinzelte mehrmals verständnislos. „Wohin?“, fragte ich mit beinahe tonloser Stimme. „Na nach Hause. Zurück in die Stadt.“ Oh wenn er wüsste. „Aber ich hab doch kein Zuhause. Ich lebe hier.“, erklärte ich ihm und drehte leicht den Kopf, als er die Augenbrauen zusammenzog. „Aber…“, stammelte er verwirrt. Ich drückte ein wenig auf die Tränendrüse und schniefte, warf mich an seine Brust und umschlang ihn mit den Armen. „Oh.. Okay… Komm, ich bring dich in die Stadt, ja? Da kümmert sich sicher jemand um dich.“, murmelte er und ich grinste an seiner Brust. Wie fielen die Menschen bloß immer wieder auf kleine, schluchzende Mädchen hinein? Er löste mich leicht von seiner Brust und lächelte, tätschelte meinen Kopf und drehte sich um. Idiot. Mit einem Hieb sprang ich auf seinen Rücken, zog seinen Kopf an seiner Schmalzlocke zurück und rammte meine Zähne problemlos in seine entblößte Kehle. Er hatte seine Deckung fallen gelassen. Leider aber bemerkte ich jetzt dann auch endlich, dass er ein Jäger war. Ich spürte den Pfahl, als er mich am Oberschenkel streifte. Im nächsten Augenblick steckte er in meinem Oberschenkel, sodass ich kreischte, mich aber nur noch mehr in seinem Nacken verbiss. Mit seinem vollen Gewicht warf er sich rückwärts gegen den nächsten Baum, sodass zwei meiner Rippen nachgaben und ich keuchte und damit meinen Mund öffnete und ihn frei gab. Kaum hatte ich dann mit meinen Füßen den Boden berührt, bohrte sich der nächste Pfahl durch meinen Rumpf und verkeilte sich im Baum hinter mir. Ich wimmerte kurz, griff um den Pfahl und hielt mich daran fest. Nur dieses dumme Stück Holz hielt mich über dem Boden und am Baum fest. Schwankend torkelte der Jäger von mir zurück, stolperte über einen kleinen Stein und fiel rückwärts mit dem Hinterkopf auf einen Baumstamm. Oh super… Jetzt konnte er es nicht mal zu Ende bringen und ich hing hier rum… Wortwörtlich. Es dauerte Stunden, bis ich mich gegen den Baum gestemmt und endlich befreit hatte. Den Pflock riss ich genervt heraus und warf ihn auf dem Boden. Die kleinen Splitter puhlte ich auf dem Weg zurück ins Schloss bereits raus. Ich lief durch den kleinen Empfang mit der abgewrackten Fassade, größte Harry, den Portier, und stieß die Flügeltür auf, hinter der irgendein Idiot direkt stand und in den ich so hineinlief. „Scheiße, steh doch nicht so dämlich hinter der Tür herum!“, fuhr ich ihn an und half ihm wieder hoch, während ich die Hand in die immer noch blutende Wunde drückte. „Der Fleck ist jetzt deine Strafe dafür!“, grummelte ich und deutete auf seinen Unterarm, wo ein Blutfleck von mir an seinem Pullover übrig geblieben war.

Carter Heathrow
Da stand ich also, pitschnass bis auf die Knochen in der Gasse neben dem kleinen Chinaimbiss, der die letzen zwei Wochen quasi mein zu Hause geworden war. Nur gut dass die hier 24 Stunden offen haben... Wo hätte ich denn auch sonst hingesollt? In dieser Stadt kosteten die Hotels viel zu viel und auch die billigen Hostels waren nichts für mich. Klar ich hätte mir irgendwo Geld klauen können, indem ich es aus der Kasse zu mir rüber schweben ließ oder nur mit Gedankenkraft jemanden den Geldbeutel aus der Tasche ziehen, hatte ich ja schon ein paar mal gemacht, Aber jetzt war das nicht mehr so einfach. Seit ich diese eine dumme Sache mit meinem Vater, so wollte ich ihn eigentlich nicht mehr nennen, getan hatte, konnte ich mich nirgends mehr blicken lassen. Und heutzutage waren ja überall Überwachungskameras. Bis jetzt war mir zwar noch nicht zu Ohren gekommen, Dass die Polizei mich suchte oder ähnliches, Aber ich wollte auf Nummer sicher gehen. Vielleicht hatte meine Mutter die Polizei nicht mal gerufen, weil sie kein Aufsehen erzeugen wollte, aber das war nicht länger mein Problem.
Jetzt sah ich also auf den zerknüllten zettel in meinen Händen wo die Tinte von den Regentropfen langsam anfing zu zerlaufen und überlegte, Ob ich es wirklich Wagen sollte. Sollte ich der Fremden glauben und mich zu dieser Adresse teleportiren, Weil dort angeblich, ich zitiere Sie "Ein Ort für Wesen wie mich wäre". Was glaubt sie bitte was ich war? Bloß weil sie gesehen hatte wie ich eine Packung Cracker aus dem Einkaufswagen von jemand geklaut hatte, ohne meine Hände zu benutzen. Ach was hatte ich denn schon zu verlieren? Also kramte ich meine Landkarte raus, konzentrierte mich auf die Stadt und schloss die Augen. Ich müsste sie nicht mal schließen, Da ich mich eigentlich keinen Meter bewegte, sondern viel mehr die Welt um mich herum sich veränderte, auch wenn ich wüsste dass ich mich natürlich bewegte. Mittlerweile machte ich mir keine Gedanken mehr darüber, Da ich sonst eh immer nur daran verzweiftle, wenn ich keine Lösung fand. Nicht mal eine Sekunde später, tauchte ich genau am Anfang der besagten Straße auf und lief bis zu der Adresse, Dann blieb ich vor einem Gebäude stehen, das nicht gerade einladend aussah. Und das war noch nett ausgedrückt. Das Gebäude sah aus wie ein altes verlassenes Hotel, ein paar Züge eines Schlosses hatte es auch noch, mal ganz davon abgesehen wie dringend es renoviert werden musste. Das sollte es sein? Der Ort für irgendwelche Wesen? Ich schulterte meinen Rucksack enger und als ich genauer hinsah, sah ich dass in einem Fenster unten rechts ein Licht brannte und sich jemand bewegte. Ach, es war einen Versuch wert, Wenn ich wenigstens ein Dach über dem Kopf hatte und dann könnte ich morgen weiter sehen, ob ich in dem abgeranzten Laden blieb. Also rannte ich über die Straße, wenigstens regnete es hier nicht, und tatsächlich ließ sich eine Tür der verstaubten Glastüren öffnen. Ich trat ein und fand in der kleinen Halle tatsächlich einen alten Portier, Der hinter einem Schreibtisch saß, nur von einer kleinen Lampe beleuchtet. Er sah auf und musterte mich. "Kann ich ihnen helfen, Sir?" fragte er und ich trat näher heran. Ich holte den zettel hervor und legte ihn auf seinen Tisch. "Mir wurde gesagt das hier wäre ein Ort für Menschen mit gewissen... Fähigkeiten." Was hätte ich denn sonst sagen sollen? Ich wusst ja selbst nicht genau was das hier war. Der Alter Mann mustert mich und zieht eine Augenbraue hoch. "Was sind sie denn Oder für was halten Sie sich?" fragte er mich ernsthaft und ich zog die Augenbrauen zusammen. Für was ich mich hielt? Ich hatte so einige Sachen gegoogelt, Aber ein richtiges Wort hatte ich bis jetzt noch nicht gefunden, Da sich in mir einfach zu viele Gaben vereinten. Freak war ich schon oft genannt worden oder Satanskind, Aber natürlich passte nicht davon. Statt es ihm also direkt zu sagen, ließ ich meine Stimme in seinem Kopf erklingen. Eine richtige Bezeichnung kenne ich nicht, Aber ich verfüge über einige übernatürliche Fähigkeiten. Telepathie wie sie sehen, Telekinese und Teleportation." Weil er bestimmt einen Beweis haben wollte, ließ ich seinen Stift kurz vor seinem Gesicht schweben und teleportierte mich dann vor die Tür, von wo ich ihm zuwinkte und wieder zurück. Ja das war verdammt schräg, denn bis jetzt hatte ich noch nie jemanden von meinen Fähigkeiten überzeugen müssen, ganz im Gegenteil, ich hatte sie immer versteckt. Der Mann schien nicht im geringsten überrascht, stattdessen sah er mich weiter an. "Und was erhoffen sie sich hier zu finden?" Da dachte ich jetzt nicht lange nach. "Ich hab ein paar Schwierigkeiten mit meinen Fähigkeiten verursacht und brauche einen Ort wo ich sicher bin und überleben kann wie ich mit meinem Leben weiter mache." Das war eben einfach die ehrliche Antwort. Er nickte und stand auf. "Dann sind sie hier richtig. Dieser Ort würde für besondere Wesen erschaffen und soll ein magischer Ort sein in unser heutigen normalen Welt. Hier gibt es ungeahnte Möglichkeiten und sie werden sich übernatürlichem bedienen können, das ohne helfen soll." erzählte, als hätte er es schon tausende male gesagt. Er ging voran zu einer großen zweiflügeligen Tür aus massivem Holz und zückte einen Schlüsselbund. "Ähm und was kostet das, was wollen Sie dafür." fragte ich, heutzutage war ja nichts umsonst und ich verstand immer noch nicht wo genau ich war. "Darüber machen Sie sich jetzt erst mal keine sorgen." meinte er nur, und trat von der Tür zurück. "Es wird ihnen alles erklärt werden." Dann deutete er auf die Tür und ich sag nur verwirrt zwischen ihm und ihr hin und her, Dann drückte ich die Klinke schließlich herunter und es verschlug mir den Atem. Ich fand mich in einer riesigen und imposanten Eingangshalle wieder, prunkvoll und luxuriös. Hier wuselten Menschen hin und her, tatsächlich gab es sogar eine Rezeption, von wo eine Frau auf mich zukam. "Jemand neues, herzlichen willkommen in Mystic World."

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 28.04.2012
Beiträge: 9101
Blutstropfen: 27914

Samuel
Ich musste einfach lachen, als Julie uns im Prinzip verbot ihr auch nur irgendwie zu helfen das alles wieder aufzuräumen. Es war nett, dass Julie das alles für uns machte, aber wir konnten ihr doch zumindest ein bisschen helfen. Die ganze Zeit hier nur rum zu sitzen war doch nicht so gut. Als Claire sich so an mich kuschelte gab ich ihr einen Kuss auf den Kopf, bevor ich Julie Sophie abnahm. Gut wahrscheinlich hatten wir mit Sophie in nächster Zeit noch einiges zu tun. Heute war sie noch ein braves, ruhiges Kind, aber wer weiß, wie lange das hielt. Spätestens wenn ihre ersten Zähnchen kommen würden würde es wohl nicht mehr so ruhig bleiben. Bis dahin war aber hoffentlich noch Zeit, in der wir auch noch selber mithelfen konnten. ''Ach komm Julie, wir sind doch jetzt nicht komplett untätig. Zumindest mit den Geschenken kann ich euch doch helfen. Sonst müsst ihr doch so oft die Treppe hoch und runter laufen'', versuchte ich Julie zu überreden. Julie schien etwas zu überlegen, bevor sie seufzend nachgab. ''Na gut, darfst helfen, aber ihr sollt auch eure Ruhe haben'', meinte Julie.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 10.01.2015
Beiträge: 6720
Blutstropfen: 20432

Claire
Ich lachte leise. ,,Wo du recht hast, hast du recht. Wollen wir das ganze Zeug morgen aufräumen oder jetzt noch?" Julie bedachte mich mit einem bösen Blick. ,,Du glaubst doch nicht wirklich, dass ih euch auf eurer eigenen Überraschungsparty aufräumen lasse, oder?" Ich hob abwehrend die Hände. ,,Tut mir leid, du warst beziehungsweise bist ja gerade beschäftigt." ,,Wehe du fässt hier irgendetwas an." Grinsend verdrehte ich die Augen und legte einen Arm wieder um Sam, lehnte mich etwas in seinen Arm. Oliver lachte ebenfalls. ,,Ds du überhaupt mit etwas anderem gerechnet hast ist ja schon ein Wunder." Julie kam auf uns zu und gab und Sophie wieder in die Arme. ,,Ihr könnt jetzt den Rest des Abends noch genießen und wir räumen hier auf. Die Geschenke bringen wir euch morgen mittag alle vorbei also macht euch mal keine Gedanken. Ihr werdet demnächst noch mehr als genug Stress haben." Sagte sie und wackelte grinsend mit den Augenbrauen. Ich hoffte zumindest , das wir all das packen würden. Aber Sophie war ja glücklicherweise auch ein relativ einfaches und ruhiges Kind.

YouTube: MenA´s Buchgestöber <3 Schaut vorbei ^^
-Fifty Shades Darker-

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Immer noch ein wenig angepisst, dass das alles wirklich so hatte enden müssen, strich ich über das Loch in meinem Kleid und überlegte, ob man es noch retten konnte. Es war nicht sonderlich teuer oder wertvoll, aber ich lebte wie gesagt in einem magischen Schloss und konnte nicht nachts shoppen. Wegen ersterem Problem konnte ich allerding auch nicht online shoppen. Welche Adresse sollte ich da auch angeben? Magisches Schloss im Wald? Natürlich! Ich hielt meine Sachen also schön beisammen und war sparsam. Leider klappte das aber nicht, wenn mir so irre Jäger einfach Pfähle durch den Rumpf stießen. Ich seufzte und ließ die Fetzen einfach hängen. Das Kleid war hinüber. Allein schon wegen all dem Blut, auch wenn es schwarz war. Ich schaute auf, als Meliorn mich fragte, ob ich ihm denn sonst irgendwie helfen könnte. Ich hob eine Augenbraue, als er stehen blieb und plötzlich anfing zu fliegen. Er war wohl ziemlich fußfaul, was? "Oh natürlich! Fliegen kann er auch noch! Wieso seid ihr Elfen eigentlich immer so scheißperfekt?" Ich seufzte und stapfte einfach neben ihm her, kam mir dadurch allerdings ziemlich trampelig vor, wenn er so elegant durch die Luft schwebte. Pah! "Keine Ahnung. Wenn du von mir nicht verlangst zu kämpfen... kann ich dir höchstens die Informationen geben, die ich gesammelt habe, bevor ich das Interesse an ihnen verloren habe. Allerdings glaube ich dennoch nicht, dass du dann eine Chance hast. Es könnte immerhin auch ein ganzes Nest sein." Dann wären er und seine Tochter so gut wie tot. Allerdings glaubte ich sowieso nicht, dass er ganz dicht war. Er verlangte immerhin einen Gefallen von mir, obwohl er glaubte, dass ich zur gleichen Spezies gehörte wie die Entführer seiner Tochter - bloß dass ich es nicht war. "Na ja, ich wurde nicht verwandelt. Ich bin nicht wirklich tot, so wie sie. Ich würde es dir ja erklären, indem ich dir sage, dass ich sozusagen nach ihrem Vorbild erschaffen worden bin, aber das wäre wohl gelogen, wenn man bedenkt, dass das, was mich erschaffen hat, älter als die Welt selbst ist." Die Alchemie hatte mich zu dem gemacht, was ich war, weil ich es von ihr verlangt hatte. Dafür hatte sie aber auch etwas nehmen müssen und deswegen war ich den Vampiren so ähnlich. Ich selbst lebte in Unsterblichkeit, während ich Sterblichen das Leben nahm. So waren die Waagschalen ausgeglichen. "Du bist ziemlich neugierig, weißt du das? Ich meine... nur weil ich dir einen Gefallen schulde, muss ich dir doch nicht alles über mich erzählen, oder?" Zu sich selbst hatte er immerhin noch kein Wort verloren, außer seinen Namen und dass er eine Tochter hatte.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 12.08.2013
Beiträge: 452
Blutstropfen: 1889

Meliorn

Als sie noch einmal nach meiner Tochter fragte, presste ich kurz und kaum merklich die Lippen aufeinander. Sie war meine Tochter, zumindest für mich. Doch sie wusste nichts davon, sie hielt mich immer für einen Bruder, der es sich mit ihrer Mutter verkracht hatte. Ihre Erinnerungen hatte sie selbst so verändert, dass es passte, denn sie wusste zwar, dass ich die Macht besaß sie zu heilen, doch das mein Leben ewig währte, das hatte ich ihr nie gesagt.
Doch es schien doch nur eine rhetorische Frage gewesen zu sein, denn schon wandte sie sich ab und schloss die Augen des Jägers mit einer gewisperten Entschuldigung, die schon fast routiniert aussah.
Sie ging in Richtung schloss und ich folgte ihr und lauschte gespannt den Worten die sie mir übermittelte.
Interessant, eine neue Art also, kein Vampir wie es bekannt war. Das brachte mich in eine missliche Lage.
"Könntest du mir denn anderweitig behilflich sein?" fragte ich sie, verzweifelt wie ich war, denn ich wollte sie dennoch nicht mit in die Lagerhalle nehmen. Ich wollte Tamara allein retten, und dabei nicht das Leben eines... Wesens aufs Spiel setzen, dessen Leben ich gerade erst gerettet hatte. Das widersprach einfach meiner Moral.
Ich wurde des Laufens müde und hielt kurz inne, um meine Flügel wieder erscheinen zu lassen, die ich der Zeit die ich durch den Wald gelaufen war habe verschwinden lassen, und flog ihr hinterher.
"Wie kann es sein, dass du wie ein Vampir bist, aber dennoch keiner? Dieser Umstand erschließt sich mir nicht ganz..." fragte ich neugierig, denn sie interessierte mich, als Wesen, weniger als Person. Ich hatte so schon nicht viele Begegnungen mit Vampiren, und die verliefen meist auch nicht gut, vor allem für mich.
Wie wurde jemand zum Vampir, ohne verwandelt worden zu sein?
Ich folgte ihr weiter, schweigend und eine Antwort abwartend, in Richtung des Schlosses.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Taking your own life. Interesting expression, taking it from who? Once it's over, it's not you who'll miss it. Your own death is something that happens to everyone else. Your life is not your own, keep your hands off it.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Die Allchemie war leicht zu verstehen. Wenn du etwas willst, musst du erst etwas geben. Du kannst keine Bäume wachsen lassen ohne Samen, Erde, Sonnenlicht und Wasser. Genauso konntest du auch kein Metall herstellen, wenn du nicht die Rohstoffe dafür hast. Du kannst kein Brot backen ohne Hitze, Weizen und Hefe. Es war wie eine Waage, die immer ausgeglichen sein musste. Deswegen war ich unsterblich, aber eben auch bereits tot. Die Waage musste ausgeglichen sein. So auch bei Leben und Tod. Verständlich, oder? Nach dieser Philosophie lebte ich und deswegen musste ich den Gefallen, den ich ihm schuldete, auch einlösen. Nie wieder würde ich den Fehler machen und etwas verlangen, ohne zu geben. Dafür bezahlte ich mein ganzes unsterbliches Leben lang. Ich klopfte vorsichtig die Erde von meinem schwarzen Kleid und schob meine weißen Haare, die sich aus dem Zopf gelöst hatten, hinter meine Ohren. Er wollte auch zum Schloss? „Ach wirklich?“, murmelte ich desinteressiert und drehte mich ein wenig, um zu schauen, ob ich all den Dreck vom Rock geklopft hatte, obwohl es ja aber zwei Löcher hatte und voller Blut war. Ich schaute auf, als er meinte, dass er meine Hilfe auf diese Art nicht wollte. Ich sollte die Entführer nicht ausmerzen? Moment… seine Tochter? Ich hob eine Augenbraue und musterte ihn. „Deine Tochter?“, fragte ich nach, obwohl es mich wohl absolut nichts anging. Es war mir auch egal. Mit diesen Naturfreaks hatte ich wohl nur wenig zu tun. Ich war ja sowieso allein. Die Leute interessierten sich nicht für mich und ich somit nicht für sie. Ich beugte mich nochmal herunter zu der Leiche, strich über seine Augenlider und schloss sie somit. „Tut mir leid.“, vollendete ich mein Ritual und ließ den toten Mann dann zurück, um wieder in Richtung Schloss zu gehen. „Weißt du, ich denke da kann ich dir nicht bei helfen. Ich bin kein Vampir im herkömmlichen Sinn. Ich lebe allein und töten kann man mich soweit ich weiß auch nicht wie sie. Ich weiß nicht mal, ob ich im Sonnenlicht verbrenne, keine Ahnung. Ich habe durch Beobachtung und Forschung herausgefunden, dass mein Organismus funktioniert wie der von Vampiren, aber trotzdem sind wir komplett unterschiedlich.“ Ich war sowas wie eine unerforschte Rasse. „Ich habe nur wenig über sie herausgefunden. Als ich gemerkt habe, dass ich anders bin, habe ich das Interesse verloren.“, erklärte ich ihm und zuckte die Schultern. Ich war nicht verwandelt worden wie sie, sondern war transformiert worden. Das war etwas Anderes.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 12.08.2013
Beiträge: 452
Blutstropfen: 1889

Meliorn

Schloss? Kurz durchkramte ich all meine Erinnerungen und hatte dann auch die richtige parat. Ich hatte dort auch einige Jahre gelebt, bis ich vor ein paar Jahren wieder etwas naturnaher leben wollte. Jetzt, wo ich so über diesen Ort nachdachte, wuchs so etwas wie Sehnsucht in mir. War das etwa Heimweh? Ich sortierte meine Gedanken und überlegte, wie ich ihr möglichst geschickt antworten konnte.
Ich ließ ein Lächeln meine Lippen umspielen, während ich sie das Portemoinnaie des Jägers suchen und durchwühlen ließ. Er war schließlich tot, sollte sie mit seinem Besitz tun und lassen was er wollte.
"Da wollte ich auch hin." antwortete ich schließlich, nach nur einer kurzen Pause, und selbstverständlich wahrheitsgemäß. Da ich dort nicht mehr lebte, konnte ich auch nicht behaupten es wäre mein Zuhause, doch da ich jetzt ein wenig über das Schloss nachgedacht hatte, wollte ich tatsächlich wieder zurück, was mir das nennen dieser Aussage möglich gemacht hatte.
Ich zog unwillkürlich die Augenbrauen in die Höhe, als sie lediglich die Identität des Jägers ausgemacht hatte und ihm dann das gefüllt Portemoinnaie wieder in die Tasche steckte. Interessant, an weltlichem Besitz war sie also nicht allzu interessiert.
Bei ihrer Mutmaßung musste ich kurz auflachen.
"Wir sind hier in keinem Actionfilm, ich hatte nicht unbedingt vor mit dir in diese Lagerhalle einzufallen." Ich lächelte über die Vorstellung, wie wir beide, an Seilen hängend, durch die Fenster der Lagerhalle eindringen und in einem Regen aus Scherben auf dem Boden landen, elegant auf beiden Füßen, während wir die Leute in der Lagerhalle niedermähten, ich Tamara befreite und als Held hervorging.
Doch das hatte ich nicht im Sinn.
"Ich brauche lediglich Informationen. Ich werde mir Tamara am Tag wieder holen, würdest du mich begleiten wäre das dein sicherer Tod. Nicht, dass ich dich betrauern würde, aber ich hatte nicht vor mein endloses Leben mit der Schuld zu verbringen die sich mir auferlegen würde. Ich wüsste gern alles über die Schwächen eines Vampirs, seine Stärken, seine Denkweisen. Nur so kann ich meiner Tochter helfen." Das Wort Tochter rutschte mir nur so heraus, aber da ich nur die Wahrheit sprechen konnte, musste ich wohl tief in mir wissen, dass Tamara meine Tochter war. Ich schüttelte den Gedanken ab, er war mir gerade nicht hilfreich.
"Am besten wir gehen gemeinsam zurück zum Schloss und besprechen das ganze, bevor die Sonne aufgeht und du jämmerlich verbrennst." sagte ich und blickte ihr lächelnd in die Augen. "Und dein Gefallen mit dir."
Ich hatte mittlerweile mitbekommen, dass es sie unheimlich reizte, dass sie in meiner Schuld stand, deshalb zog ich sie nur umso lieber damit auf.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Taking your own life. Interesting expression, taking it from who? Once it's over, it's not you who'll miss it. Your own death is something that happens to everyone else. Your life is not your own, keep your hands off it.

Benutzerbild
Offline
Beigetreten: 20.03.2012
Beiträge: 20342
Blutstropfen: 59609

Gemma
Ich war nicht stolz darauf ein Vampir - oder zumindest sowas ähnliches - zu sein. Das Leben hier war meine Strafe dafür zu viel von der Welt verlangt zu haben und im Gegensatz zu anderen Vampiren nahm ich es auch intensiv als Strafe wahr. Der erste Mensch, den ich getötet hatte, würde mir nie aus dem Kopf gehen. Ich hatte Tage lang geweint, weil ich die Schuldgefühle nicht hatte ertragen können. Zu dem Zeitpunkt hatte ich meinen Blutdurst nicht unter Kontrolle gehabt. Das hatte ich auch heute noch nicht so wirklich. Nein, ich war immer noch unkontrolliert, wenn ich wirklich Hunger hatte. Deshalb ließ ich es meistens gar nicht erst so weit kommen. Heute aber war das wohl schief gelaufen. Ich hatte getrunken, der Jäger hatte mich angegriffen und jetzt musste ich mich an ihm sättigen und ihn dadurch töten. Ich könnte mir nun einreden, dass es nicht meine Schuld war, aber so war es nun einmal. Hellhörig spitzte ich die Ohren - was für eine Ironie diese Wortwahl in seiner Gegenwart zu wählen - und lauschte bei dem Anruf mit, ließ den leer gesaugten Körper zu Boden sinken und wischte mir mit dem Ärmel meines zerstörten Kleides den Mund ab. Meliorn legte auf und schob das Handy zurück in seine seltsame Hose. Komisch. Er trug selbstgenähtes Zeug und sowas, aber folgte dem Trend ein Handy zu besitzen? Egal. Ich richtete mich langsam auf und klopfte mir in aller Ruhe die Erde von meinem Kleid und meinen nackten Beinen, ehe ich mich zu der Leiche hockte und begann seine Hosentaschen und seine Weste zu durchwühlen. "Ja, ich hab mitgehört. Aber nicht, weil du mich so übermäßig interessierst. Ich hab einfach ein sensibles Gehör", versuchte ich mich rauszureden. Er spekulierte doch aber darauf, dass ich ihn belauscht hatte. Ich schuldete ihm einen Gefallen und so wie das alles klang, würde ich mich dafür in Gefahr begeben müssen. Oh da hatte ich ja mal gar keine Lust drauf! "Ah!", rief ich aus und zog das Portemonnaie aus der inneren Brusttasche des Jägers, richtete mich auf und durchsuchte die Kreditkartenschlitze. "In dem Schloss weiter den Wald rein. Da wohnen doch die meisten übernatürlichen Wesen. Solltest du eigentlich von gehört haben.", murmelte ich konzentriert, als ich den Führerschein fand und so den Namen der Person herausfand, deren Leben ich gerade beendet hatte. Zufrieden merkte ich mir den Namen, setzte ihn auf meine abartig lange Liste von Leuten, die ich bereits ermodet hatte, schob die Plastikkarte zurück in den Schlitz und steckte das Portemonnaie zurück in seine Brusttasche ohne Geld oder weiteres zu entwenden. Diese Liste, die ich mental führte, sollte mich daran erinnern, was ich war und was ich alles getan hatte. Wie sollte ich sonst an meiner Menschlichkeit festhalten, wenn ich mordete und mit der Zeit alle verlor, die mir irgendwie an mein totes Herz wuchsen? Ich seufzte und drehte mich zu Meliorn um, um den kurzen Moment der Melancholie wieder zu beenden und mein falsches, arrogantes Lächeln aufzusetzen. "Du willst sicher von mir, dass ich mich in Lebensgefahr begebe und Seite an Seite mit dir in diese Lagerhalle einfalle, oder?" Dann hofften wir also besser mal darauf, dass es kein Nest war, sondern nur ein einzelner Vampir.