Live your life [RPG]

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Live your life [RPG]

Alohaaaaaaaaaa, das ist dann wohl MEIN RPG [ѕσℓαηgє]!
Wendet euch bei Fragen an mich! Die Steckbriefe und alles weitere müsst ihr an mich schicken!*-*thihi

Steckbriefe findet ihr alle in der Gruppe!
Infos werden im RPG selbst oder in der Gruppe gepostet. Bitte beachtet das =)

        Live your life RPG

        Das Leben ganz einfach…?

Ich fand, dass so ein RPG mal wieder kommen sollte =)
Hier habt ihr die freie Wahl wer ihr sein wollt und was ihr tun wollt. Lasst eure Charaktere die verschiedensten Sachen durchleben! Der Alltag ist doch das Wichtigste! Ihr könnt eine Liebesstory schreiben oder doch vielleicht ne Modelgeschichte? Wollt ihr euren Charakter vielleicht mal von ganz unten nach oben arbeiten lassen? Hier geht es nicht um Vampire oder Wölfe. Um Feen oder um sonst etwas Übernatürliches. So was gibt es hier nicht. Hier geht es allein um das echte Leben.;)

Im Text findet ihr einige Verlinkungen. Diese sollen euch ein wenig zeigen wie man sich etwas vorstellen kann. ABER ihr könnt gerne Sachen dazu erfinden. Es soll nur als Hilfe sein. Bis auf wenige Punkte [Die Schulen von außen und einige Orte im Park] ist alles frei gestaltbar. Bitte übertreibt nicht! Es ist keine Fantasiestadt >.< muss schon möglich sein=)


          Blueville…..

…..ist eine sehr große Stadt. Nicht nur ein Strand (Auch mit solchen Abschnitten lässt die Stadt zu einem beliebten Ort für die Einwohner oder Urlauber sein. Auch der See, der die Stadt in der Mitte teilt und gleichzeitig alle Viertel mit einander verbindet, scheint der Stadt einen Reiz zu geben. Was ich mit Viertel meine? Ganz einfach. Jede Stadt, also auch Blueville, hat so ihre Plätze die von einem bestimmten Status geprägt sind. Wie in New York, Chinatown oder das Getto. In vielen verschiedenen Bereichen findet man die unterschiedlichsten Kulturen. Da wäre das berühmte reiche Viertel, wo die Menschen sich kaum darum Sorgen machen ob sie am nächsten Tag noch genug zu essen haben. Oder das Viertel in dem jede Familie gerne wohnen würde, da die Gegend so sicher und ruhig scheint, zum Beispiel wie bei Desperate Housewifes die berühmte Wisteria Lane. Oder die Blockhäusern die man so kennt. Das Ghetto geprägt von den Menschen die kaum was haben und täglich darum kämpfen, dass sie das Leben bestehen und nicht nach der nächsten Ecke erschossen werden. Gibt es noch mehr Viertel die euch einfallen? Dann lasst sie raus.

        Um was geht es denn jetzt hier genau?

Spielt eine real life story! Lasst euren Chara durch das Leben gehen. Ihn durch den Alltag durch kommen. Ob reich oder arm. Berühmt oder unbekannt. Verbrecher oder brave Kirchentochter.


        Kleine Anregungen für euch

Eine Stadt wie wir sie kennen. Aber irgendwie auch nicht. Sie ist besonders. Denn hier könnt ihr alles rein erfinden dass ihr so kennt. Ob ein Freizeitpark, oder eine riesige Mall. Ein Schwimmbad oder ein Hallenbad oder ein großes Kino. Hier gibt es 4 Schulen! Die Mädchen Schule, die Jungenschule, die gemischte Schule und was nicht fehlen darf, die private Schule. Lasst euren Gedanken freien lauf. Aber denkt daran, dass es hier ein REAL LIFE RPG ist!

        Die Schulen & der Park

Bis auf die gemischte Schule, kann man in den anderen 3 auch studieren. Der Unterricht läuft ab wie in jeder Schule! Fächer könnt ihr euch aussuchen.

  • Die Schulen
    Außer der gemischten Schule hat jeder der anderen Schulen eine Uniformpflicht. Die Mädchenuniform, die Jungenuniform und die Uniformen für die private Schule. Die gemischte Schule ist für die Schüler, die es sich nicht leisten können auf extra Schulen zu gehen. Währenddessen die anderen Schulen für Schüler sind, deren Eltern eine ausgeprägter Ausbildung für ihre Kinder wünschen. Der Unterricht läuft normal ab. Ihr könnt jedoch Schulaktivitäten frei planen. Bei den Mädchen/Jungen & privaten Schule ist es so, dass man besondere Fächer hat. Auch diese könnt ihr euch ausdenken. Es ist so, das ihr dort mehr in bestimmten Punkten, die ihr euch aussuchen könnt, gefördert werdet. Die private Schule ist für die reichen Schüler! Nicht jeder wird ein Stipendium bekommen. Das wird nicht so oft vorkommen! Die Schulen liegen NICHT neben einander! Die Mädchenschule ist in der Nähe vom Park. Die Jungenschule liegt abseits von der Innenstadt. Die private Schule ist mitten in der City und hat den besten Platz um gesehen zu werden. Die gemischte Schule befindet sich etwas in der Nähe der Mädchen Schule. Sie liegt jedoch weiter weg vom Park in der Nähe des Strandes.
  • Der Park
    Ist die Zentrale der ganzen Stadt! Er befindet sich genau in der Mitte und verbindet dadurch die gesamten Gebiete mit einander. Im Park treffen also alle auf einander. Er ist wirklich verdammt groß! Man findet dort einen Skaterplatz, eine Bühne für Konzerte, einen See mit einem Steg und einige kleine Tretboten oder Schiffen und Kanus. einige chiller Plätze oder große Plätze die nur aus Wiesen/Bäumen/Blumenwiesen bestehen. Es gibt einige verschiedene Grillplätze und Toiletten Häuser. Auch verschiedenen Kiosks. Und vieles mehr! Seid kreativ. Er ist einfach der Ort, an dem die meisten Generationen oder Menschen aufeinander treffen, die sich normalerweise niemals treffen würden. Der große Park ist das Wahrzeichen der Stadt und wird dadurch immer in Takt gehalten. Der Park ist also der beliebteste Ort von allen. Jedoch könnt ihr auch außerhalb vom Park euch Sachen wie einen Skaterplatz vorstellen.

Steckivorlage:

Name in HoN: Wie heißt ihr in Houes of Night?
Name im RPG: Wie soll euer Charakter heißen?
Geschlecht: weiblich oder männlich?
Alter: Wie alt ist dein Charakter?
Aussehen (Link): Link ist erforderlich!
Charakter: Beschreibt die Persönlichkeit
Hobbys: Was macht er oder sie am liebsten?
Geschichte: Wie ist seine Lebensgeschichte?
Sonstiges:Besondere Merkmale? [Ob am Körper oder Gegenstände die man immer dabei hat?]

Mitglieder -> Steckbriefe

»Solange
»Skyfall
»Aѕнeѕ
»Miss Fabulous
»crazy_perfect
»B.salvatore
»ɢedαɴĸeɴloѕ
»Wamberly
»Sonnentänzerin
»Luxaa
»Luane
»Shairen
»Nyx_unsere_Nacht
»glueckschmerz
»Cassie.
»Harmony.
»Susilicious
»twn3
»Angelbird
»Sweedel
»Camille
»Limit of Soul
»Xayah
»Chubi
»Nymeria
»Satan.
»Mirabella.
»Amandla.
»Moodie.
»Troian
»Elderbrook
»angelacht


          Regeln

Die Grundgesetzlichen Regeln sind hier zu finden --> Grundsätzliche RPG Regeln

  • Kein Spam
  • Steckis an ѕσℓαηgє
  • Keine Beleidigungen es sei denn sie gehören zum RPG
  • Wenn jemand Probleme hat bei mir melden
  • Achtet auf eure Grammatik und eure Rechtschreibung. Auch mir passieren mal Fehler.. aber man kann wenigstens versuchen verständlich zu schreiben!
  • geschrieben wird in der Ich- Form.
  • Gesprochenes wird so wie hier geschrieben
  • Gedankensätze //Werden so// geschrieben
  • privates [wird so] oder (auch so) geschrieben
  • Bei Schwangerschaften/Hochzeit oder Tot müsst fragt mich bitte.
  • Es wird immer der Name eures Charas über den Post geschrieben.
  • Jugendfrei schreiben! D.h. kein Sex im RPG!
  • Kein Ein-Satz-Post! Sprich, es werden mehr als 4 Sätze verlangt.
  • Namensänderungen müssen mitgeteilt werden. Wenn ich das RPG aufräume und euch nicht finde, werden die Charas gelöscht, obwohl ihr ja aktiv mit diesen seit.
  • Have Fun♥

⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀I've been on the low
⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀I been taking my time
⠀⠀⠀⠀⠀I feel like I'm out of my mind
⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀It feel like my life ain't mine

Diskussion

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Camille Parker
Es war ziemlich schwer zu versuchen nicht nervös zu sein, während ich auf dem Weg zu Skye war. Ob ich mich etwas hinterhältig fühlte, weil ich gleich ganz normal mit ihm arbeiten würde, während ich mich später mit seinen Bruder traf? Ja definitiv. Ich fühlte mich jetzt nicht so, als würde ich ihn hintergehen, aber....es erschien mir irgenwie teilweise nicht richtig ihm das zu verheimlichen. Denn mal ehrlich, es wirkte so, als würden wir uns vor Skye verstellen müssen, verheilt müssen, dass wir uns irgenwie sympathisch fanden, weil er eben aktuell andere Probleme hatte. Ich war ja auch der festen Meinung, dass natürlich Skye vor ging, keine Frage, Raven würde alles für ihn tun. Da war ich doch etwas überrascht, dass er mit mir ausgehen wollte, dabei hatte er mir letzte Woche noch versichert, dass er keine Frau, Freundin oder Kinder haben würde, weil sein Leben komplett seinem Bruder galt. Was hatte in den paar Tagen seine Meinung geändert, dass er es jetzt doch versuchen wollte und das auch noch ausgerechnet mit mir? Der daher gelaufenen, jungen und unwissenden Praktikantin aus der Firma seines kleinen Bruders. Und von versuchen konnte man ja nicht mal unbedingt sprechen, wir wollten es ja nicht direkt miteinander versuchen, wir gingen bloß mal essen und wer weiß....Vielleicht würde es katastrophal laufen. Ich jedoch ging mit der Hoffnung dahin, dass wir uns etwas von Skyes Problemen ablenken und wieder lachen konnten. Mit Skye hatte ich die Skizzen ziemlich schnell durch, wobei er diesmal noch ein paar kleine Veränderungen wollte, die ich mir notierte, während ich einfach nur hoffte, dass ihm nicht auffiel, dass ich ein Kleid anhatte oder er sich fragen stellte. Mit ein paar neuen Ideen ausgestattet, packte ich um kurz vor elf meine Tasche wieder zusammen und versprach wie letzte Woche, wieder mal am Wochenende vorbei zu schauen, ehe ich meine schwitzigen Hände nochmal an meinem Kleid abwischte, meine Haare wieder nach vorn über meine Schultern legte und nochmal tief Luft holte, Dann ging ich raus. Zuerst sah ich Raven nicht, er stand nämlich natürlich nicht direkt vor der Tür, er wollte nicht dass Skye ihn sah und sich dann wunderte, also schloss ich die Tür hinter mir und drehte mich nach links, dann entdeckte ich ihn ein paar Meter weiter unten und blieb überrascht stehen. Ich zog die Augenbrauen hoch und musterte ihn einmal von oben nach unten, über das Jackett hinweg, dass ihn breiter und älter erscheinen ließ, über seine diesmal ordentlich gestylten Haare bis hin zur...Brille? "Wie, du siehst....anders aus." platzte ich heraus und würde im nächsten Moment am liebsten im Boden versinken. Super gemacht Camille. Ich strich mir eilig eine Strähne hinters Ohr und machte eine paar Schritte vor. "Ich meine du siehst gut aus. Nicht dass du sonst schlecht aussehen würdest, .... Kannst du irgendwas sagen, damit ich aufhöre noch mehr dummes Zeug zu sagen?" Wow, meine Nervosität war kurz davor die Oberhand zu gewinnen. Ich lächelte ihn etwas verlegen an und verschränkte meine Finger, bevor ich auch noch was dummes tat. "Ich wusste gar nicht, dass du eine Brille brauchst?" Aber sie stand ihm großartig, passte perfekt zu dem Jackett und seinem Bart, das ließ ihn klassisch und gebildet wirken. (Und so circa hab ich mir das Kleid vorgestellt :D https://lookastic.com/women/green-print-shift-dress/shop/high-neck-swing...)

Jessica Rose McDougall
Nach den Arbeiten die ich für die Uni erledigt hatte, hatte ich mir etwas Entspannung wirklich verdient. Mit meinem Handtuch und Handy ging ich also hoch und erst einmal in eine Sauna, wie praktisch dass man hier seine eigene kleine haben konnte, was viel besser war als wie üblich mit irgendwelchen alten Männern halb nackt herum sitzen zu müssen. Ich entspannte mich also erst etwas und dachte etwas über Arthur nach. Bisher lief unser Probelauf was quasi eine Beziehung angehen sollte, ziemlich gut. Wir hatten uns besser kennengelernt, Vielleicht sogar etwas zu gut, dann sonst hätte Arthur mich gestern nicht dazu gebracht so ehrlich zu ihm zu sein. Aber es war irgendwie auch...schön, dass er mich so gut kannte und verstand, auch wenn ich überrascht war, wie ruhig er blieb. Irgenwie wartete wohl ein Teil von mir immer noch, dass er plötzlich merkte, dass er doch keine Beziehung wollte und wieder zu seinen One Night Stands überging, denn bisher lief es ja fast schon zu gut. Vielleicht hatte ich aber auch einfach nur komplexe und war zu skeptisch, während ein anderer Teil in mir ja dann wieder eifersüchtig werden könnte. Ich fand mein Verhalten immer noch dumm und unerklärlich, aber es zeigt nur, wie wichtig Arthur mir schon war, dabei konnte ich es gar nicht mal genau in Worte fassen, aber mit ihm war es auf jeden Fall...lustiger und...besser. Das brachte mich dazu mir zu wünschen, dass er jetzt auch schon hier wäre und kurz griff ich zu meinem Handy, schrieb ihm dann aber nicht, Weil ich nicht wie die anhängliche Freundin wirken wollte. Nach der Sauna duschte ich mich ab und wollte dann als nächstes in einen Whirlpool, aber zuerst würde ich mir was zu trinken besorgen. An der Bar war wieder Sven, der attraktive blonde Barkeeper und grinste charmant, als er mich sah. Arthur und ich waren die Tage oft hier gewesen, er kannte uns also schon. "Einen Sex on the Beach?" Ich nickte grinsend und er machte meine Cocktail fertig. "Der geht aufs Haus." sagte er, als er ihn vor mir anstellte und zwinkerte mir zu. Er nutzt eindeutig diesen Charme, um bei den Gästen gut anzukommen und ordentliches Trinkgeld zu bekommen, ich wusste also dass er das bei allen tat, aber ich war da locker und ging auf seine Nettigkeiten ein. "Danke." Ich blieb noch einen Moment sitzen, Sven schien nicht viel zu tun zu haben und trocknete Gläser ab, was rein zufällig auf der Seite der Bar war an der ich saß. "Wo ist dein Freund heute?" fragte er und ich musste etwas grinsen. Arthur war nicht mein Freund, naja noch nicht, aber das war einfacher gesagt, als den Leuten die Wahrheit erklären zu müssen. "Muss arbeiten." - "Er geht lieber arbeiten, statt mit dir hier zu sein? Versteh mich nicht falsch, aber er muss ein Idiot sein." Ich lachte über Svens Worte, der jetzt eindeutig mit mir flirtete. "Er kommt hoffentlich bald wieder." Sven kümmerte sich um ein paar Sachen und ich spielte etwas am Handy rum, während ich meinen Cocktail leer trank. Bevor ich zum Pool geben würde, würde ich mir noch einen neuen mitnehmen. "Ja meine schöne? Noch einen Sex on the Beach?" kam es von Sven, als ich ihn zu mir rief. Ich schüttelte den Kopf. "Nein, ich will was anders probieren. Kannst du was empfehlen?" - "Hm, die Auswahl ist groß, aber ich kann dir auch was ganz eigenes kreieren. Komm kurz hinter die Bar, dann zeig ich dir was wir alles haben." schlug er vor. Ich dachte nicht lange nach, Vielleicht machte sich der erste Cocktail auch schon etwas bemerkbar und rutschte vom Hocker, um seitlich an der Bar durch das kleine Türchen zu gehen, dass Sven mir aufhielt. Dann zeigte er mir sein Reich und fragte mich nach verschiedenen Geschmäckern und Ehe ich mich versah zeigte er mir wie man Cocktails mixte. Dass er mich dabei auch abundzu berührte, wenn ich irgendwas falsch machte, störte mich dabei kaum.

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Mailin Dayo
Ich hatte damit gerechnet, dass Zed noch am Schlafen wäre. Er musste sich erholen, denn er hatte seinen Körper ziemlich beansprucht. Sein Körper hatte extrem viel durchgemacht in letzter Zeit. Es war hart, wenn man ein Körperteil verlor. Ich wusste noch, wie seine Hand ausgesehen hatte und es war wirklich kein schöner Anblick gewesen. Ich war wirklich froh, dass ich ihn einfach zum Arzt geschleppt hatte. Und trotzdem bereute ich es, dass ich es nicht schon früher getan hatte. Ich hätte ihn einfach packen sollen und ihn zum Arzt oder ins Krankenhaus bringen. Aber ich hatte es nicht getan und genau deswegen hatte er nun keine Hand mehr. Er müsste keine Antibiotika nehmen und hätte niemals eine so schlimme Nacht gehabt. Man konnte also sagen, dass ich an allem Schuld war. Trotzdem konnte ich nicht vergessen, dass er mich bedrängt hatte. Er hatte mich noch nicht einmal bedrängt, als er noch gar nichts gewusst hatte. Ich verstand einfach nicht, wieso er das getan hatte. Er hätte das besser nicht getan und das wusste er vermutlich auch selbst. Ich fuhr mir durch das Haar und machte mir einen Kaffee. Erst als ich diesen gemacht hatte, drehte ich mich um, um zu schauen ob Zed wirklich schlief oder ob ich ihn aufgeweckt hatte. Meine eine Augenbraue hob sich, als ich sah, dass er wach war und mich beobachtete - aber er hatte kein Wort gesagt. Er sah vor allem nicht so aus, als hätte ich ihn geweckt. "Ist was?", fragte ich ihn, da er mich so ansah und setzte mich an die Kücheninsel, wobei ich jeden Muskel in meinem Körper spürte. Ich wusste einfach gerade nicht, worüber ich mit ihm reden sollte. Wenn dann würde er doch sowieso nur weiter bohren, wieso ich Einzelheiten wusste, die ich eigentlich gar nicht wissen sollte. Aber da würde ich nichts erzählen. Er musste nicht wissen, wieso ich schon in diesem Alter die Inhaberin einer Unternehmung war. Dann wurde doch jeder skeptisch und hatte gleich das Gefühl, dass in der Familie irgendwas nicht in Ordnung wäre. Dieses Gefühl wollte ich Zed nicht geben. Er hatte seine Probleme und ich hatte meine Probleme. So war das Leben halt nun einmal und so schnell würde es sich auch nicht ändern. "Du siehst nicht so aus, als hättest du viel geschlafen", bemerkte ich zu ihm und sah durch die Wohnung. Es sah wirklich verdammt nochmal so aus, als hätte er die Wohnung geputzt. Ich drehte mich ganz zu ihm um und sah ihn an. "Hast du ernsthaft die Wohnung geputzt?", fragte ich ihn. Die Kleinigkeiten machten es aus und jetzt wo ich genauer hinsah, bemerkte ich das auch. Vereinzelt waren Sachen nicht mehr am gleichen Ort. Er musste doch einen verdammten Kater haben und dann hatte er nichts besser zu tun, als meine Wohnung zu putzen? Manchmal fragte ich mich schon, ob bei ihm im Oberstübchen alles normal lief.

Faith falls hard on our shoulders, but legends never die.

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Zander "Zed" Chamberlain
Zu putzen machte all das hier nicht besser. Ich fühlte mich trotz allem noch nicht wirklich wohl bei der ganzen Sache. Ich schuldete ihr so viel und gestern war ich ihr trotzdem noch in den Rücken gefallen. Ich sollte mich wirklich schämen und genau das tat ich auch. Ich fühlte mich schrecklich deswegen! Deswegen putzte ich ja erst. Putzen war das wohl langweiligste, was man tun konnte, aber es war momentan das Einzige, was ich für sie tun konnte. Ich hatte weder Geld, noch Erfolg, mit dem ich ihr etwas Gutes tun konnte. Ich war einfach nur ein absoluter Versager. Das sollte sie mittlerweile aber wohl auch schon gemerkt haben. Ich war nun ausgepowert. Ich hatte die ganze Nacht über den Boden geschrubbt und die Schränke abgewaschen. Alles blitzte und blinkte. Mehr konnte ich nun auch nicht tun. Das musste für's erste reichen. Ich würde gleich noch ihr Schlafzimmer und den Balkon putzen, wenn sie das zuließ, aber danach würde ich sie fragen müssen, was ich tun konnte, um es wieder gut zu machen. Jetzt aber brauchte ich erstmal eine kleine Pause. Mein Stumpf pulsierte schmerzhaft, da ich ihn wohl doch ein wenig zu sehr beansprucht hatte. Außerdem war ich immer noch verkatert von diesem scheiß Gin und Antibiotika Gemisch. Ich ließ mich also auf die Couch sinken, streckte mich darauf aus und nickte kurz weg. Mein Schlaf war leider so leicht wie immer und deshalb wachte ich auf, als die Tür zum Schlafzimmer sich öffnete und Mailin heraus kam. Ich war mir sicher, dass sie noch sauer war und nicht mit mir reden wollte. Ich wüsste auch gar nicht, was ich zu ihr sagen sollte. Nichts würde all das wieder gut machen. Ich drehte mich also nur träge auf die Seite und beobachtete sie eine Weile bei dem, was sie da in der Küche tat. Vielleicht würde sie ja zum Sport gehen und dann hätte ich Ruhe und Zeit, während ich ihr Schlafzimmer auf Vordermann brachte. Ich hoffte wirklich sie gab mir eine Chance mich bei ihr zu revanchieren. Irgendetwas musste es doch geben, was ich tun konnte. (Sorry ._.)

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Raven Aldren
Ich wusste nicht, ob es Skye aufgefallen war. Ich hoffte jedenfalls nicht, denn ich wollte nicht, dass er sich auf den Schlips getreten fühlte. Ich wusste, dass er es mir gönnte. Er sagte schon seit Jahren, dass ich endlich mal wieder ein Date haben, mich um mich selbst kümmern sollte. Genau das tat ich heute. Aber musste es dann unbedingt mit seiner Arbeitskollegin sein? Sie war nur eine Praktikantin. Das hieß sie wäre in ein paar Wochen sowieso nicht mehr seine Kollegin und es war ja auch gar nicht gesagt, ob das heute gut lief oder ich wirklich so eingerostet und stinklangweilig war, dass nichts darus wurde. Es war ein Date. Daraus entstanden ja keine Verpflichtungen. Ich würde schon nichts kaputt machen, denn so ernst war das alles ja nicht, oder? Na ja, es war mein erstes Date nach sieben Jahren, also musste Camille wirklich etwas Besonderes an sich haben, dass sie mich dazu umgestimmt bekam einen Abend mit ihr und nicht mit meinem Bruder zu verbringen. Es war ein Dienstag, also musste ich bis halb zwölf in der Grundschule arbeiten. In meiner Freistunde hatte ich eigentlich vor die Klassenarbeiten vom Vortag zu korrigieren, aber ich war einfach zu nervös gewesen. Wir hatten ausgemacht, dass wir uns um zwölf im Krankenhaus trafen, also hatte ich nicht wirklich Zeit gehabt mich noch großartig umzuziehen. Ich hatte einfach eines meiner etwas schickeren Arbeitsklamotten angezogen und hoffte damit nicht komplett daneben zu liegen. Ein Anzug wäre wohl sowieso übertrieben gewesen, also reichte das graue Jackett und das schwarze Tshirt darunter wohl. Als ich rüber ins Krankenhaus fuhr, hatte ich bloß eine Kleinigkeit vergessen... Ich trug noch meine Lesebrille, die ich auf der Arbeit brauchte. Ja, man merkte wohl, dass ich langsam einfach alt wurde. Ich brauchte Lesebrillen und vergaß sie noch, während sie auf meiner Nase saßen! In meiner Nervosität fiel es mir eben nicht auf und so wartete ich vor Skyes Zimmer auf Camille. Er sollte mich nicht hier sehen. Ich hatte ihm gesagt, dass ich heute dringend etwas nach der Arbeit erledigen musste und gelogen war es ja nicht unbedingt. Er musste wirklich nicht wissen, dass seine Arbeitskollegin diese wichtige Sache war... (Outfit komplett im Bild :'D Ist sogar der gleiche Kerl wie vom Aussehen whoop whoop :D)

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Camille Parker
Ich hatte den kompletten restlichen Tag noch über Raven nachdenken müssen, wieso er mich gefragt hatte, wieso ich hätte nein sagen sollen. Letzteres hatte mir einiges zu denken gegeben, insbesondere welche Auswirkungen des auf Skye haben könnte. War es schräg, wenn ich mit seinem Bruder ausging? Gott ja, das war es! Ich hatte Raven kennengelernt, als ich Skye besucht hatte, meinen Arbeitskollegen, der sich versucht hatte umzubringen. Ging es noch verrückter? Ich suchte also ziemlich angestrengt nach Ausreden, aber dann fragte ich mich immer wieder, was ich zu verlieren hatte. Skye war ein Kollege, aber mehr nicht. Ich konnte doch mit seinem Bruder einmal essen gehen, ganz unverfänglich, ohne dass es Auswirkungen auf meine Arbeit hatte. Natürlich durfte Skye davon nichts erfahren, zumindest noch nicht. Es stand in den Sternen, ob es noch zu einem weiteren Date kommen würde und wenn nicht, dann musste Skye ja nichts davon erfahren...oder? Bis Dienstag vergingen drei Tage, an denen ich verschiedenen Szenarien durch spielte, aber letztendlich dachte ich mir einfach nur, dass ich doch mal die Chance auf etwas Spaß nutzen sollte und vor allem Raven, hatte etwas Ablenkung verdient.
Als ich dann heute morgen aufwachte, war ich sofort etwas aufgeregt. Heute würden Raven und ich auf unser Date gehen, dafür hatte ich Skye gestern Abend Bescheid gesagt, dass ich um elf kommen würde um die neuen Skizzen zu besprechen. Ich rechnete damit, dass ich wieder circa eine Stunde dafur brauchen würde und danach konnten wir essen gehen. Den Vormittag über verbrachte ich hauptsächlich damit zu überlegen, was ich anziehen sollte. Ich wollte etwas anderes als bloß eine Hose und ein Oberteil anziehen, immerhin hatte Raven hätte gesagt dass es wirklich ein Date war, anderseits wollte ich mich nicht verstehen oder zu schick wirken. Letztendlich würde es einfach ein weißes Kleid mit grünem Blumenmuster und dreiviertel Ärmeln, ein schlichter Stoff und Schnitt, dazu zog ich Riemchensandalen an. Es war ein süßes Outfit, ohne übertrieben zu sein. Mit meinen Skizzen in der Tasche machte ich mich dann auf den Weg, dabei wuchs meine Nervosität immer weiter. Auf dem Weg hoch zu Skye versuchte ich alles wieder zu unterdrücken, damit er nichts merkte und wir uns auf die Arbeit konzentrierten konnten.

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Raven Aldren
Sie hielt inne und einen kurzen Augenblick sah es so aus, als wäre sie erschrocken oder gar geschockt. War das zu viel gewesen? Hätte ich das nicht fragen sollen? War das unangebracht? Ich meine... sie war ja nicht meine Arbeitskollegin, aber war es nicht viel schlimmer, wenn sie Skyes war? Anders betrachtet aber war sie ja nur wenige Wochen bei ihm in der Firma. Wenn sie also ihr Praktikum dort beendet hatte... war sie ja nicht mehr seine Kollegin. Oh Gott, sollte ich überhaupt über sowas nachdenken? Ja, ich genoss die Zeit mit ihr und ich hatte lang nicht mehr so viel gelacht, sie war wunderschön und gutherzig, aber... War das richtig? Sie war befreundet mit meinem Bruder und sie tat ihm gut. Sollte ich mich da nicht raushalten? Sogar nicht einmal mehr mit ihr einen Kaffee trinken gehen? Nahm ich Skye damit seinen einzigen Freund weg? Nein, oder? Himmel, wieso musste das so kompliziert sein?! Vielleicht hatte sie ja nicht einmal Interesse! Als sie aber fragte, ob das so eine Art Date sein sollte, kratzte ich mich leicht nervös am Hinterkopf. Gott, ich war seit locker sieben Jahren nicht mehr auf einem Date gewesen. Ich hatte doch keine Ahnung von sowas! "Wäre... wäre das denn schlimm? Ich bin mir sicher ich stelle mich sowieso so mies an, dass es kein zweites geben wird.", lachte ich leise und rieb mir immer noch nervös den Nacken, während wir zehn Meter weit voneinander entfernt standen und uns durch die halbe Straße über ein Date unterhielten! Gott, ich war echt ein Idiot. Ich hätte damit warten sollen, bis sie Skye wieder besuchen kam, oder? Ich hatte völlig vergessen wie kompliziert diese ganzen Date-Geschichten waren. Ich lachte leise, als sie mich wieder wegen meiner Wortwahl auslachte. "Oh keine Sorge! Ich werde dich in den ältesten, ranzigsten Laden Millavilles einladen, wenn es das ist, was du willst!", gluckste ich und hob die Hand, um ihr zum Abschied zu winken. Nun musste ich aber wirklich los und nach meinem kleinen Bruder sehen! Besser war wohl, dass ich vorher meine zittrigen Hände wieder beruhigte. Ich wollte wirklich nicht, dass Skye zu früh hiervon erfuhr und noch falsche Schlüsse daraus zog. Er konnte keine weiteren Rückschläge gebrauchen. (Du darfst dann springen xD)

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Camille Parker
Was war nur an Raven lachen, dass mich so faszinierte? Die Art wie er die Augen fast komplett schloss oder die kleinen Fältchen die sich in seinen Augenwinkeln bildeten? Jedenfalls war es ein Anblick, Der mich einen Moment fesselte. Vielleicht war es auch einfach etwas dass er dabei ausstrahlte, eine gewisse Erleichterung. Er stand ständig unter Druck und musste sich um Skye Sorgen, da war dein Lachen irgendwie viel...bedeutender, als bei Menschen die ständig lachten. Vielleicht stimmte aber auch einfach mit mir etwas nicht, vielleicht hielt ich mich zu lange in Krankenhäusern auf, man sagte ja, dass man dort selbst noch verrückt wurde. Während des Gesprächs dachte ich aber eben genau nicht mehr ans Krankenhaus. Klar, wir hatten gerade noch über Skye gesprochen und wie seine Tabletten eingestellt werden mussten, aber dann schafften wir es auch über ganz belanglose Dinge zu reden und es tat unglaublich gut einfach mal nicht über etwas ernstes zu reden. Vor allem fand ich meinen Spaß daran Raven aufzuziehen, vielleicht gefiel mir sein Lachen schon viel zu sehr. Ich selbst bekam aber irgendwann auch langsam schmerzen in den Wangen, So viel hatte ich schon lange nicht mehr gegrinst und gelacht. Klar mit meinen Freunden war es abundzu lustig und mit Sophia, meiner Mitbewohnerin und sowas wie bester Freundin hier, auch, aber mit Raven war es irgenwie leichter, Vielleicht lag es daran dass wir sonst mit Skyes Situation immer so gehemmt und vorsichtig sein mussten. Die Zeit verging wie im Flug und plötzlich war es schon drei Uhr nachmittags, als Raven anfing hibbelig zu werden und ich ihm ansah, dass er wieder zu seinem Bruder wollte. Ich würde ihn nicht länger aufhalten, ich könnte im Wohnheim auch noch einiges erledigen, morgen würde ich mich dann wieder an die Skizzen setzen. Vor dem Cafe verabschiedeten wir uns schließlich und ich versprach, Nach dem Wochenende am Dienstag wieder mal vorbei zu schauen, dann würde ich wieder ein ordentliches Stück geschafft haben. Ich wandte mich nach rechts Richtung Bushaltestelle, während Raven die Straße wieder überqueren musste, um zum Krankenhaus zu gelangen und wollte gerade in meiner Tasche nach meinem Handy suchen, als mich seine Stimme wieder inne halten ließ. Ich drehte mich also wieder um und....erstarrte. Mit seiner Frage hatte er mich richtig kalt erwischt und ich musste ihn einen Moment echt überrascht ansehen. Er...er wollte mit mir essen gehen? So richtig, immerhin fragte er vorher schon, statt es spontan zu machen, wie immer mit dem Kaffee trinken. Ich konnte nicht ignorieren, dass mein Puls sich kurz veränderte, ehe ich einfach etwas Lächeln musste. "Ist das sowas wie ein Date?" fragte ich gerade heraus und biss mir breit schmunzelnd auf die Unterlippe. "Und ich geh mit dir essen, aber nur wenn du mich in kein Laden einlädst, wo es bloß neumodisches Zeug gibt." fügte ich grinsend hinzu. Hatte ich gerade wirklich zugesagt? Einfach so? Ich würde mit einem Typen essen gehen, mit einem älteren Typen auch noch bemerkt. Ich war seit...puh über einem Jahr nicht mehr auf einem Date gewesen. Seit fünf Monaten war ich jetzt hier und davor hatte ich Stress mit den Abschlussprüfungen gehabt und davor hatte ich einen festen Freund gehabt, also...war es irgenwie komisch jetzt daran zu denken, dass ich mit einem Mann ausgehen würde. Vorausgesetzt er sah es überhaupt als Date, vielleicht würde er auch einfach wieder über Skye reden wollen oder so, ach, das war doch alles wieder so kompliziert.

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Raven Aldren
Ich schmunzelte leicht, als sie völlig offen und ehrlich über das alles sprach. Ja, ich verbrachte echt verdammt viel Zeit in diesem Krankenhauszimmer - vermutlich zu viel. "Ja... Sie haben seine Antidepressiva nun besser eingestellt, aber ich glaube nicht, dass das lange anhält. Die Tabletten machen ihn auch müde. Er wird sie wieder absetzen lassen, sobald er entlassen wird." Entweder das oder aber er nutzte seine Fähigkeiten und ließ die Pillen verschwinden, ohne sie zu schlucken. Skye hatte so seine Methoden. Er hatte nie zweimal direkt hintereinander versucht sich umzubringen, weil er mich so hatte leiden sehen. Er versuchte es immer wieder. Er versuchte für mich zu kämpfen, weil ich ihm Druck machte, dass ich es nicht ertragen würde ihn zu verlieren. Trotzdem gelangte er in seinem Leben leider viel zu oft an Punkte, an denen er absolut nicht mehr weiter wusste. Er kämpfte für mich und dann war es meine Pflicht für ihn zu kämpfen, wenn er gerade schwach war und es nicht konnte. "Oh entweder er hat sich gewöhnt oder ich habe ihm bereits die Augen aus dem Kopf gebrannt mit meinem Anblick.", lachte ich leise und hielt mir den Bauch. Himmel, ich hatte lang nicht mehr so gelacht. Auch ich hatte einen Teil meines Lebensmutes verloren seit es Skye so schlecht ging. Ich fand ihn bloß wesentlich schneller wieder. "Komm vorbei und besuche ihn, wann du magst, aber gib nicht deine ganze freie Zeit dafür auf." Sie hätte ja sogar Urlaub gehabt, aber arbeitete dennoch weiter. Es reichte völlig, wenn sie Skye damit beschäftigte und bei Laune hielt. Sie musste nicht auch noch die restliche Zeit hier verbringen, sie hatte ein eigenes Privatleben. Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile im Café, bis es ziemlich spät wurde. Es war bereits Nachmittag, als wir aufstanden und entschieden uns zu verabschieden, da ich nach Skye sehen wollte. So eine lange Zeit von ihm getrennt zu sein, machte mich von ganz allein nervös. Ichhielt vor dem Café nochmal an und verabschiedete mich von ihr, wollte mich bereits wegdrehen und gehen, als mir noch etwas einfiel. "Uhm... Hey! Hättest du vielleicht Lust mal mit mir essen zu gehen? Also das nächste Mal, meine ich. Du musst doch auch Hunger haben, wenn Skye dich wegen der Arbeit so zugetextet hat.", schlug ich vor. Ging das zu weit? Es war nur... Sie war so unglaublich zart und nett zu mir und ich war das einfach nicht mehr gewohnt. Ich war es nicht gewohnt zu lachen oder mich über mich selbst zu unterhalten. Ich genoss die Zeit mit ihr bloß so sehr. Ein Essen war da doch nicht unangemessen, oder?

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Camille Parker
Ob es komisch war, dass ich mit dem älteren Bruder meines Arbeitskollegen einen Kaffee trinken ging? Vielleicht. Ob es erst richtig komisch war, dass ich mit dem älteren Bruder meines Arbeitskollegen Kaffee trinken ging, der sich vor fünf Tagen hatte umbringen wollen? Definitiv. Aber ich hatte aktuell nichts besseres zu tun und Raven schien mir ziemlich nett zu sein, ja sein lächeln war sogar charismatisch und mit schien als könnte man einfach gut mit ihn sprechen. Außerdem hatte ich so das Gefühl, dass wir beide es nötig hatten, Nach einem Besuch bei Skye ruhig einen Kaffee zu trinken und über Dinge zu reden, die vielleicht neu aufgekommen waren. Es war irgendwie eine entspannende Art wieder in die normale Welt hier draußen zu kommen, denn im Krankenhaus erschien mir alles immer noch etwas surreal. Natürlich war es da für Raven ganz anders, Er war an all das gewöhnt und hatte seine Leben drauf eingestellt, dementsprechend war es für ihn normal ständig neben Skye am Bett zu sitzen. Es war ja nicht so, also wollte ich ihn hier überreden oder so, nie würde es mir in den Sinn kommen, dass er weniger Zeit mit seinem Bruder verbringen sollte. Aber ich hatte irgenwie das Bedürfnis ihn einmal mal eine andere Perspektive aufzeigen zu müssen, manchmal war es ja ganz gut bin jemand äußern stehenden einen anderen Blickwinkel zu erfahren. Ich lächelte ihn verständnisvoll an hjd strich mir eine widerspenstige Strähne hinters Ohr. "Hm, Ja das stimmt, immerhin ist es nicht wie auf einer geschlossenen Psychiatrie oder so. Aber auf mich hat er einen besseren Eindruck gemacht als vor ein paar Tagen, besonders Bein arbeiten. Naja, ich will mich nicht einmischen oder seinen Zustand einschätzen, jedenfalls wollte ich sagen, dass du dir auch gleich ein Bett neben dran stellen könntest, So häufig wie du hier bist." Ich schüttelte leicht grinsend den Kopf über ihn und lehnte mich mit meiner Tee Tasse etwas zurück. Als er dann über meine Worte lachte, leise nur aber eindeutig, musste ich ihn einen Moment anstarren. Er hatte ein schönes Lachen, tief und männlich, Aber vor allem war es auch ziemlich selten. Ich ließ mich davon also zum grinsen anstecken und sagte nur kurz sarkastisch. "Ob si viele Jahre reichen, um sich daran zu gewöhnen?" Vermutlich von seinem Lachen immer noch leicht überwältigt, hatte ich dann einfach weiter geredet. Mein Vorschlag Syke öfter zu besuchen, damit Raven mehr Zeit hatte um wenigstens Grundbedürfnisse wie essen und schlafen zu versorgen, war mir dann schneller rausgerutscht, als beabsichtigt. Da hatte mein gutes Herz wohl einfach schneller geplappert, als mein Verstand es hatte verhindern können. Über seine Antwort war ich etwas erleichtert, hätte er mich um Hilfe gebeten, wäre ich wirklich verpflichtet gewesen, So aber konnte ich kommen wann ich wollte, was mich etwas erleichterte. Dass er betonte, dass Skye sein Jahren schon versuchte sich umzubringen, ignorierte ich absichtlich. "Na gut, ich wollte es nur mal angeboten haben. Ich will Skye natürlich auch nicht nerven, das schaffst du vermutlich schon allein. " Ich zuckte möglichst lässig mit den Schultern und trank weiter von meinem Tee. (mir fällt nix mehr ein :D)

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Arthur Denaux
Rose schien wirklich total erledigt zu sein. Ansonsten schien sie eigentlich immer sehr früh schon fit zu sein. Sie war in den letzten paar Tagen sogar schneller aus dem Bett gewesen wie ich. Ich war es zwar auch gewohnt früh aufzustehen, aber genauso gerne lag ich noch fünf Minuten länger im Bett. Trotzdem stand ich auf und ging kurz ins Bad. Ich musste mich ja nicht gross stylen, wenn nachher sowieso wieder alles zunichte gemacht werden würde. Ich fuhr mir durch das Haar und ordnete dieses ein bisschen. Rose hatte nämlich meine Haare wirklich sehr zerzaust. Sie hatte überhaupt die ganze Nacht hervorragende Arbeit geleistet. Es war ja nicht so, als würde ich daran nichts merken. Aber dass ich mehr Sport trieb als Rose, kam mir in diesem Punkt wohl gerade zu Gute. Ich lächelte leicht und sah sie dann an, wie sie immer noch im Bett lag. Ich gab ihr einen Kuss und ging dann nach unten zum Frühstück. Ich ass richtig viel und ging dann zum Shooting. Das Shooting lief ungefähr so ab wie gestern. Cathy war wieder da und sonst war nicht irgendwas spektakuläres passiert. Ich machte meine Arbeit und sprach dann noch kurz mit Piedro, bevor ich wieder zurück ins Hotel ging. Das Hotelzimmer fand ich aber leer vor. Wo war sie denn hingegangen? Doch eigentlich war das nicht so schwer zu erraten. Rose mochte den Whirlpool. Das hatte ich schon gemerkt. Sie verbrachte gere ihre Zeit dort und es war wohl der Teil vom Hotel, der ihr am besten gefiel. Ich holte meine Badehose hervor und zog diese bereits an. Für den Weg in den Wellnessbereich zog ich dann aber doch noch ein Shirt über. Ich schnappte mir das Handtuch vom Hotel und noch meine restlichen Sachen, die ich benötigte. Damit fuhr ich nach oben mit dem Lift und begab mich in den Wellnessbereich. Ich zog das Shirt wieder aus und legte alles ordentlich. Ich verstaute alles und trat nach draussen. Das Shooting war ein bisschen länger gegangen wie gestern, aber Rose hatte vermutlich die Zeit eh total vergessen. Wenn sie so in ihrem Element war, dann konnte sie wirklich alles vergessen. Ich hatte es ja gestern gesehen, als sie total fasziniert gewesen war von dem Kleid. Da war sie noch viel besser gelaunt gewesen als danach. Aber wir hatten ihre Laune ja wieder zum positiven Anheben können.

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Raven Aldren
Das alles hier war so durcheinander und verwirrend. Na ja, eigentlich war es ja ganz okay. Es war zwar das erste Mal, dass einer von Skyes Kollegen ihn besuchen kam, aber eigentlich war sowas ja auch normal, oder? Wenn ein Kollege versuchte sich umzubringen, ging man ihn besuchen. Aber Skye war da wohl mal wieder die Ausnahme. Vermutlich kannten die Leute auf der Arbeit Skye nicht mal. Natürlich wusste jeder, dass Skye der talentierteste Programmierer in seiner Firma war und natürlich merkten die anderen, wenn er weg war - immerhin hatten sie dann einen Haufen Arbeit mehr - aber vermutlich wussten sie nicht einmal Bescheid, was passiert war. Urpsrünglich hätte Mr Sanchéz ja auch Camille nichts sagen sollen. Tja, aber da waren wir nun. Camille kam Skye besuchen und ich gab den großen, creepy Bruder ab, der mit ihr Kaffee trinken ging. Ob es daran lag, dass sie so unglaublich hübsch und großherzig war und dass ich ihr einfach dafür danken wollte, dass sie Skye besuchen kam? Ich ließ mich ihr gegenüber auf den Stuhl sinken und roch leicht an der Tasse, bevor ich sie ihr hinstellte. "Also ich weiß nicht... Chai Tee ist mir schon neumodisch und wild genug.", schmunzelte ich. Ich trank wie immer meinen schwarzen Kaffee. Es war nichts besonderes, aber vernünftig zubereitet und nicht aus der Krankenhaus-Cafeteria, schmeckte er auch gut. Ich lehnte mich zurück und schaute sie an, als sie ihre Beschützerinstinkte aufkommen ließ, die sie auch bei Skye bereits gezeigt hatte. Sie war ähnlich wie ich und vermutlich würde sie mit Skye das gleiche tun, wenn er ihr Bruder wäre. Ich zuckte leicht die Schultern und drehte die heiße Tasse in meinen Händen ein wenig. "Na ja, ich weiß nicht. Die Schwestern achten zwar auf ihn, aber er steht ja nicht unter Dauerbeobachtung oder so. Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn er sich etwas antut und ich nicht da gewesen bin." Die Schwestern taten ihr Bestes, sie konnten ja nicht ständig in seinem Zimmer hocken. Aber wenn er das ausnutzte und ich nicht da war... das könnte ich nicht ertragen. "Na ja, Skye kennt mein Gesicht seit seiner Geburt, also erschreckt er mittlerweile nicht mehr, wenn er meine geballte Hässlichkeit zu sehen bekommen.", lachte ich leise, als sie meinte, dass Skye vielleicht genug von meiner Visage haben könnte. Ja, das mochte sein, aber wenn ich ihm nicht vertrauen konnte, konnte ich ihn eben nicht allein lassen. "Oh nein! Es reicht schon, dass du in deiner Freizeit arbeitest, obwohl du das nicht müsstest. Du musst jetzt nicht auch noch täglich herkommen oder so. Wenn du gern öfter kommen möchtest, bist du herzlich willkommen, aber ich pack das auch ganz gut allein mit ihm. Immerhin hat es jetzt schon einige Jahre geklappt." So lange war mein kleiner Bruder schon vom Leben abgeneigt und doch lebte er noch. Ich bekam das hin mit ihm. Ich hatte noch Hoffnung, dass sich alles wieder ändern könnte.

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Camille Parker
Ich hatte nicht eine Sekunde daran gedacht, dass Raven vielleicht überreagierte und Skye dafür bestrafte, dass er sich umbringen wollte, indem er ihm jegliche Elektronik wegnahm, denn ich war der festen Überzeugung, dass er genau wusste was er tat. Was aber das merkwürdige war, War, dass ich unbewusst jetzt auch in diese Methode der Therapie hinein gezogen worden war, weil ich den Laptop mitgebracht hatte. So wie Raven es formulierte, klang es auch noch so, als wären wir Skyes Eltern und mussten uns in der Erziehung absprechen, es war einen Moment sonderbar, aber wenn ich mit Skye weiter arbeiten wollte, musste ich mich wohl an Raven Methoden gewöhnen. Naja, wie dem auch sei, das ließen wir erst mal hinter uns und waren ziemlich schnell drüben in dem Cafe. Ich hatte es beim aussteigen aus dem Bus immer schon gesehen, aber nie die Zeit oder Ruhe gehabt einzugehen. Raven erzählte jedenfalls, dass es da "neumodisches Zeug" gab, was mich einen Moment schmunzeln ließ. Er klang einen Moment wie ein älterer Mann. Ich ging mal davon aus, dass er Kaffeemischungen meinte oder eben so Dinge die bei Starbucks verkauft wurden. Gott sei dank, War aber das Kaffee schon mal kein Starbucks, ich mochte die Läden irgendwie überhaupt nicht, waren mir zu hipp und zu teuer, dafür dass sie furchtbar übersüßten Kaffee verkauften. "Neumodisch? Hm, da bin ich aber mal gespannt. Aber wenn ich ehrlich bin, hätte ich einfach nur gern einen Chai Tee, ich steh nicht so auf wilde Mischungen." grinste ich über meine Schulter, während ich uns einen Tisch in einer etwas ruhigeren Ecke suchte. Während Raven unsere Getränke holte, nahm ich mir die Zeit ihn von hinten zu mustern. Mit den frischen Klamotten und geduscht sah er gleich noch ein bisschen besser aus, als er es eh schon tat. Ich hatte es die Tage davor vielleicht verdrängt, aber er war schon ziemlich gut aussehend. Nicht auf die typische Art und Weise, so wie Models und Schauspieler, sondern...naja irgenwie eine entspannte und bodenständige Attraktivität. Egal, so sollte ich nicht über den Bruder meines Arbeitskollegen denken, schon gar nicht in Anbetracht der Situation. Sobald er wieder da war und wir beide mit Getränken versorgt, umschloss ich die Tasse mit meine Händen und lehnte mich etwas vor, um die Antwort auf meine Frage zu bekommen. Wie ich es vermutet hatte, verbrachte er jede Minute die er nicht in der schule war, im Krankenhaus. Er war eben sehr....besorgt, was ich verstehen konnte. Er hatte jede Minute angst, die er nicht bei Skye war, jedenfalls solange dieser allein war. Aber im Krankenhaus war er das ja eigenicht nicht. Amüsiert erwiderte ich sein schmunzeln und gab etwas Zucker aus dem Zuckerstreuer in meinen Tee. "Aber im Krankenhaus ist er doch nicht alleine, da könntest du doch ruhig häufiger nach hause. Solltest du die Zeit nicht nutzen, die Skye quasi im Krankenhaus noch in Sicherheit ist und...naja keine Ahnung, Sachen vorbereiten, für wenn er entlassen wird oder so. Außerdem bin ich mir sicher er würde sich auch etwas besser fühlen nicht immer deine Visage zu sehen, sobald er die Augen aufmacht." Ich sagte dass alles mit lockerer Betonung, ich wollte ihm ja keine Vorwürfe machen. "Und wenn das so ist, kann ich auch häufiger her kommen, ich sitze eh alleine in meinem Wohnheimzimmer oder der Bibliothek herum, meine Freunde sind in Urlaub und meine Mitbewohnerin bei ihrer Familie, ich hab eigentlich genügend Zeit." Lächelnd zuckte ich mit den Schultern. Hatte ich gerade wirklich angeboten auf Skye aufzufassen? Dass klang qusie als würde ich meinen älteren Kollegen babysitten... Und dabei hatte ich mich doch eigentlich aus alle dem raus halten wollen, aber irgenwie hatte ich das unerklärliche Bedürfnis Raven helfen zu müssen.

Jessica Rose McDougall
Ja gut, ich war wirklich teilweise selbst an meinem Muskelkater Schuld, aber ich hatte mich einfach so erleichtert gefühlt, dass er wegen meinem eifersüchtigen verhalten nicht böse gewesen war, dass ich meine Finger nicht hätte bei mir behalten können und er hätte mich ja auch Bremsen können. Ich wusste doch ganz genau, dass es ihn gefallen hatte. Dementsprechend erschöpft war ich aber immer noch und es gab ja noch morgen, da schien es mir einen so schlechte Idee zu sein, dass ich ja auch einfach liegen bleiben könnte, immerhin würde Arthur nachmittags wieder zurück sein und dann konnten wir noch gemeinsam Zeit verbringen. Ich war also erleuchtet, dass er mir nicht böse war, dass ich ihn alleine gehen ließ und lächelte etwas verschlafen, als er mir einen sanften Kuss gab. "Viel Spaß bei der Arbeit." murmelte ich und war schon dabei es mir wieder bequem zu machen, sobald er aus der Tür war. Ich breitete mifz im Bett etwas aus und schlief ziemlich schnell wieder ein, obwohl es mit einem warmen Körper neben mir noch besser gewesen wäre.
Ich hatte mir keinen Wecker gestellt, Aber ich würde nachdem ich einmal wach war so oder so keine Stunden mehr schlafen können, so war mein Körper eben und eine Langschläferin war ich noch nie gewesen, darauf hatten meine Eltern mich getrimmt. Also ich dann also das nächste mal aufwachte und auf mein Handy sah, war es neun Uhr und nachdem ich mich gestreckt hatte, ging ich ins Bad um mir eine entspannende und heiße Dusche zu gönnen. Danach setzte ich mich im Bademantel aufs Bett und ging ein paar Mails von der schule durch, ich speicherte die Skripte ab, die mir geschickt worden waren und las mir zwei sogar durch, ehe mir die Augen schon wehtaten und ich mich dazu entschied, dass es genug für heute war. Ich packte meinen Laptop zur Seite und schlüpfte stattdessen in einen Bikini, ich würde die freie Zeit zum entspannen nutzen und in den Wellnessbereich gehen, vorzugsweise in einen Whirlpool mit einem leckeren Cocktail in der Hand und wenn Arthur zurück war, würde er mir vielleicht Gesellschaft leisten.

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Madelaine Green
Ich war froh, dass er nicht weiter darauf einging. Ich war mir doch ziemlich sicher, dass meine Mutter zu Hause darüber geredet hatte, was der Arzt mir gesagt hatte. Sie war zwar nach außen hin die starke Person, aber in ihren eigenen vier Wänden sah das anders aus. Wenn Nicks Vater Augen im Kopf hatte, musste er sie weinen gesehen haben und sie hatte dann definitiv davon erzählt. Wie sollte sie auch nicht? Ihr Kind würde sterben - noch früher als die Ärzte es ihr damals gesagt hatten. Das nahm man nicht einfach so hin. Jedenfalls wollte ich nicht, dass Aaron das auch noch wusste. Er hatte genug mit sich zu kämpfen und ich wollte, dass er endlich wieder Spaß hatte. Wie sollte das funktionieren, wenn ich dabei war. So ein früher Tod war ein echter Stimmungskiller, deswegen wollte wohl auch Nick diesmal nicht darüber reden. Dass Nick nun unter "normalen" Verhältnissen leben musste, war schon amüsant. Er war es einfach nicht gewöhnt und wirklich schlecht lebte er nicht in unserem Haus. Wie gesagt, wir hatten das Gehalt meiner Mutter und eine riesige Abfindung von meinem Vater bekommen. "Nein, ich werde die Wohnung noch ein paar Monate behalten. So lange es eben geht. Danach... komme ich wohl oder übel zurück." Aaron glaubte, dass ich das mit dem Studium und dem Geld mit der Wohnung gleichzeitig nicht packte und das sollte er auch ruhig weiter glauben. Er hatte genug mit seinen momentanen Problemen zu tun und die sprach Nick nun auch indirekt an. Aber natürlich blockte Aaron wieder ab. Niemand außer mir wusste wie es ihm bei all dem wirklich ging. Aber Nick hatte es zum Glück drauf abzulenken und so stießen wir einfach mit etwas Sekt an, kurz bevor Aaron versuchte Nick zum Tanzen zu überreden, wobei ein Geheimnis herauskam, das ich so gar nicht kannte. "Titelverteidiger? Du kannst tanzen? So richtig?", fragte ich völlig ungläubig. Nicht, dass ich Nick nicht zutrauen würde seine Hüften gut einzusetzen, aber nicht für's Tanzen! Oder? Wow... Ich war... beeindruckt. Als Nick Aaron mit auf die Tanzfläche bringen wollte, strahlte ich. "Ja! Komm, das wird lustig!" Außerdem wäre es komisch mit Nick ganz allein zu tanzen. Damals war einfach so vieles geschehen, das wir beide noch nicht so ganz weggesteckt hatten. "Lass uns einfach zu dritt tanzen. Nur ein wenig.", schmollte ich und machte große Augen für Aaron. Wir konnten das Blatt noch wenden. Vielleicht hatte er heute Abend ja doch Spaß. Und auch im Rollstuhl konnte man tanzen, wenn man darin sogar Baskettball spielen konnte...

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• Aaron Archer.

Während ich aß versuchte ich dennoch einen interessierten aber nicht zu sehr ausgehorchten Eindruck auf die anderen beiden zu machen. “Schön wär’s. Mein Vater hat mir das gesamte Geld gestrichen. Ich denke das mit der Wohnung kann ich erst einmal abharken. Laut deiner Mutter lerne ich die wahren Dinge im Leben nicht schätzen. Seit dem ist das mit dem schöner Wohnung vorbei.“ Ups. Erschrocken viel mir die Gabel auf dem Teller und ich hustete. Beide sahen mich an. „Was?“, ich erhob die Hände. „Nichts für Ungut man. Hast du schon mal dein Auto gesehen? Andere in deinem Alter würden sich dafür Umbringen. Nicht das ich es schon versucht hätte. Just Saying.“ Nick verdrehte die Augen schmunzelte aber doch leicht. „Den gebe ich nicht ab. Da kennst du mich doch wohl falsch. Das ist der Deal. Ich versuche etwas normaler zu sein und die lassen mir die Dinge die ich noch habe.“ Ich nickte grinsend. „Der Teufel von Blueville unterwegs auf einem Drahtesel. Die Vorstellung wäre wirklich zu schön. Verzeih mir.“ Nick lachte leicht. Sein grinsen verschwand jedoch als der Blick auf Madelaine fiel. „Du kommst vorerst wohl nicht nach Hause hm?“ Himmel, mir war noch nie aufgefallen wie schwierig das ganze doch sein musste für die beiden. Schließlich waren sie jetzt fast sowas wie Bruder und Schwester. Dennoch wollte ich mich nicht zu sehr in ihre Privaten Dinge einmischen. Er sah hingegen mich an. „Hab von der Sache mit Bill gehört.“ Toller Themawechsel. „Er hat nicht meinen Kopf erwischt. Also: Mir geht es gut.“ Offensichtlicher konnte ich es nicht mehr machen nicht darüber reden zu wollen. Sein Blick schien sich jedoch nicht zu verändern. Gott, nahm jemand diesem Kerl bitte seinen Welpen Blick?! „Ich bin hier um ein bisschen Spaß zu haben. Ich wurde einen gesamten Monat mit dieser Hochzeit gefoltert. Und jetzt bin ich hier. Strengt euch mal ein bisschen mehr an.“ Nicks Mine hellte sich ein wenig auf. „Auf die guten alten Zeiten“, ich erhob eines der Sektgläser, die die Snops am Tisch hatten stehen gelassen und erhob es. Nick zögerte ehe auch er sein Glas in die Mitte hielt. Sah ich da einen Hauch von Dankbarkeit in seinem Gesicht?! War ich über die Zeit in der ich in diesem Rollstuhl saß wirklich so weich geworden? Wow. Kaum zu glauben das ich das noch mal erlebte. Madelaine, Nick und ich an einem Tisch und wir schlugen uns nicht die Köpfe ein. „Also- ihr werdet gleich tanzen hab ich gehört? Auf eure verütteten Familienverhältnisse? Ich mein das ernst, ich will was sehen.“ Ich legte Nick eine Hand auf die Schulter. „Wir haben hier den heißesten Kerl von Blueville der dieses Mädchen hier zum Hingucker machen wird. Hab ich schon mal erwähnt, dass unser Gute Alte Nicolas hier, damals bei Tanzveranstaltungen auf der Schule mitgemacht hat? Dreimaliger Titelträger.“ Nick seufzte und befreite seine Schulter von meiner Hand. Ich lachte auf: „Sei stolz auf das was du hast.“ Ich erhob die Hand und berührte Mütterlich seine Wange. „Okay. Okay. Ja von mir aus. Aber auch nur wenn du mitkommst.“ Verwundert sah ich auf? „Wohin?“, fragte ich irritiert. Hatte er war falsch verstanden. „Tanzen“

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Madelaine Green
Es nervte, dass das alles hier so schief gelaufen war. In meinem Kopf hatte das alles Sinn gemacht. Aaron kam vor die Tür, merkte, dass ein Rollstuhl gar nicht mal so schlimm war und die Leute ihn akzeptierten und er sah, dass seine Freunde sich trotzdem noch um ihn kümmerten. Eigentlich hätte alles so perfekt werden sollen! Scheiße, es hätte gut werden müssen. Er hätte Spaß haben sollen. Doch stattdessen glaubte ich alles nur noch schlimmer gemacht zu haben und sogar meine Laune, die ich seit dem Arzttermin vor einigen Tagen krampfhaft versuchte aufrecht zu erhalten, war in den Keller gesackt - dank Lizz. Ich konnte dieses blöde Miststück nicht leiden! Ich wäre also einverstanden damit, wenn wir doch früher verschwanden und uns einfach irgendwo etwas zu Essen holten oder ich etwas kochte. Mir egal, hauptsache ich konnte den Abend heute noch irgendwie retten. Aber Aaron hatte da scheinbar anderen Pläne, denn er füllte seinen Teller, legte ihn auf seinen Schoß und rollte nicht zurück in Richtung Lizz und Justin, sondern steuerte einen völlig anderen Tisch an. "Ich.. ich glaube nicht, dass er mich sehen will.", stammelte ich und wollte einen Schritt zurückgehen, aber Aaron fuhr einfach los. Mit zusammengebissenen Zähnen folgte ich ihm und ließ mich vorsichtig neben Aaron an den Tisch sinken. Nick schien absolut nicht angetan zu sein. Vielleicht sollte ich doch wieder gehen! Er hatte mich nicht umsonst gemieden seit der Party. Vielleicht hatte auch meine Mutter ihm etwas erzählt. Vielleicht hatte sie ihm gesagt, dass ich bald wieder zurückkommen musste. Ob er Bescheid wusste oder ob Mom nichts zu ihm gesagt hatte? Ich biss mir auf die Unterlippe, musste dann aber doch leise lachen, als Aaron die Angst vor langen Wörtern als eine Art Virus auslegte. Er hatte echt keine Ahnung, was dieses Wort bedeutete, oder? Ich kicherte leise und presste mir die Knöchel gegen die Lippen, als die anderen Gäste aufstanden und sich einen neuen Tisch suchten. Ups... Nun hatten wir sie einfach vergrault. Ich grinste den Leuten noch hinterher, als sich Nicks Stimme erhob und er mich mit seinen blauen Augen ansah. Meinte er mich? Nicht etwa seinen Kumpel, der nun im Rollstuhl neben ihm saß? Ob meine Mutter ihm wirklich etwas verraten hatte? Wieso nur sah ich da sonst etwas Sorge in seinen Augen aufflammen? So oder so, Aaron sollte davon nichts erfahren, also hob ich meine Mundwinkel und nickte leicht. "Gut... Ja, es geht mir gut. Und dir? Hältst du es mit den beiden in einem Haus aus oder suchst du schon nach Wohnungen?", wechselte ich lächelnd das Thema, während ich so tat, als wäre ich mit Essen beschäftigt. Ob Nick diese einfachen Unterhaltungen zulassen würde? Immerhin hatte er nicht gerade begeistert davon gewirkt uns beide hier zu sehen und an seinem Tisch zu haben.

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• Aaron Archer.

Madelaine hatte sich den gesamte Woche auf diese Hochzeit gefreut. Wieso zum Teufel musste auch sie mich jetzt mit diesen Enttäuschten Augen ansehen? Doch was erwartete sie? Ich war eine andere Schicht. Meine Freunde waren Idioten und ich konnte noch nicht einmal mit ihr tanzen. Sie hatte Besseres verdient als das. Leicht Gedankenverloren grübelte ich nach einer Notlösung die diesen Abend noch retten könnte. Aus den Augenwinkeln vernahm ich ein mir sehr bekanntes Augenpaar das genauso Lustlos auf seinem Stuhl saß und mich beobachteten. Um ihn herum irgendwelche Leute die genauso abgelenkt aussahen wie er. Doch man musste kein Genie sein um zu wissen das Nicolas sich unter seines Gleichen nicht wohl fühlte. Seine Gesellschaft war mir jetzt tausendmal lieber als das was sich an unserem Tisch abspielte. Gelangweilt von dem was sich um ihn herum abspielte und nahezu fasziniert sah er in unsere Richtung. Das es wegen Madelaine war musste man nicht erraten, es war mehr als offensichtlich. Nick.. Er hatte definitiv auch schon bessere Tage hinter sich gehabt. Aufmerksam wandte ich mich an Madelaine. „Ich sag ihnen, dass wir ein wenig Zeit für uns haben wollen. Schlimmer können sie nicht werden. Wenn hat man schon die Gelegenheit auf so einer kitschigen Hochzeit zu sein. Ich glaub es gibt da jemanden der sich um ein wenig Stimmung definitiv mehr erfreuen würde. Und ich hab gehört du wolltest heute noch Tanzen.“ Dieses Mal drehte ich mich etwas offensichtlicher zu Nick der sich etwas aufrichtete als er meinen Blick bemerkte. Ich schaufelte mir noch einen Löffel Kartoffel Gratin auf den Teller, legte den Teller auf meinen Schoß und beförderte den Rollstuhl eigenständig auf Nick zu. Dieser sah aus als würde er fluchtartig nach einer ausrede suchen aufzustehen, doch er blieb sitzen und mied meinen Blick. Die Leute um ihn herum sahen mich an. Eine Weile, so als wollten sie mich telepathisch in die andere Ecke des Raumes stoßen wollen. „Ist hier noch frei?“ Keine Antwort. Auch von Nick nicht. „Keine Einwände. Okay. Super.“ Ich knallte meinen Teller nahezu auf den Tisch neben Nick und drängte mich mit meinem Rollstuhl dazwischen. „Ich hoffe es stört sie nicht das ich so‘n bisschen erkältet bin.“ Ich schniefte laut. „Ich hab diesen Virus der mein Imunsystem angreift. Hippopotomonstrosesquippedaliomontrose. Oder so ähnlich war das doch oder?“, ich wandte mich an Madelaine. Das ich mir dieses Wort gemerkt hatte grenzte schon an ein Wunder.“ Nick verkniff sich ein schmunzeln. Ich sah in die Runde. Entgeisterte Gesichter. Nach und nach erhoben sich diese und der Tisch war leer. Bis auf Madelaine, Nick und mir. Und dieses Peinliche Schweigen. „Gerngesehen.“ Ich schaufelte mir die erste Gabel essen hinter die Zähne. “Wie geht’s dir?“ Zunächst hatte ich geglaubt das diese Frage an mich gerichtet war, es war jedoch Madelaine die er ansprach. Vielleicht hatten die beiden wenigstens ein wenig Spaß wenn sie sich wieder vertrugen. Was ich davon hielt war dahin gestellt. Nick war damals mein bester Freund gewesen. Gemeinsam hatten wir alles durch Dick und Dünn durch gestanden. Es gab auch gute Seiten an ihm und für heute könnte ich die kleinen Auseinandersetzungen auch mal vergessen. Besser wie die Leute an dem anderen Tisch war das hier alle Male.

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Mailin Dayo
Es war wohl kein Wunder, dass ich nicht gut schlief. Ich hatte mich um Zed gekümmert, wie ich es am Anfang noch bei meimem Vater getan hatte. Am Anfang, als das alles erst gerade angefangen hatte. Mit dem Alkohol hatte alles angefangen. So war es einfach. Ich hatte ihn von seiner vollgekotzten Kleidung befreit und hatte ihm hinterher geputzt. Obwohl ich in diesen Nächten nicht besonders viel geschlafen hatte, so war ich trotzdem am nächsten Morgen in die Schule gegangen. Ich wusste nicht, wie lange ich schlief. Ich schreckte mehrmals auf und schlief dann wieder ein. Es waren kleine Träume. Kleine, aber hässliche Träume. Alpträume. Diese Sorte, die ich gar nicht gerne hatte. Es gab normale Alpträume und es gab die Alpträume über meinen Vater. Der Film war zuende, als ich aufwachte. Der Laptop war inzwischen in den Ruhezustand gefahren und ich zog die Decke über mein Gesicht, als mich die Sonne blendete. Ich hatte nicht mehr daran gedacht, die Vorhänge zuzuziehen. Als meine Augen sich langsam an das Licht gewöhnt hatten, schob ich die Decke nach unten. Ich fühlte mich immer noch total erledigt. Es war nicht gerade besonders erholsamer Schlaf gewesen. Aber das musste ja niemand wissen. Ich stellte mich langsam auf die Beine und verzog das Gesicht, als ich den Muskelkater spürte. Ich hätte wohl besser nicht so viel Sport treiben müssen. Aber ich war wütend gewesen und hatte mich abreagieren wollen. Und es sah ganz danach aus, als würde ich nun dafür bestraft werden. Ich zog meine Jogginghose an und versuchte meine zerzausten Haare ein bisschen zu richten, bevor ich aus dem Schlafzimmer trat. Ich hatte immer noch keinen Blick auf die Zeit verloren. Ich ging zur Kaffeemaschine und schaltete diese erneut ein. Es roch nach.. Putzmittel. Noch mehr wie vorher. Vor allem hatte ich in der Küche nichts geputzt. Hatte Zed etwa geputzt? Nach allem was passiert war, hatte er geputzt? Das meinte er doch nicht ernst oder? Ich runzelte die Stirn, aber kümmerte mich dann zuerst einmal um meinen Kaffee. Leicht drückte ich in die Muskeln an meinem Bauch, wo ich auch Muskelkater hatte. Ich hätte wirklich ein bisschen weniger trainieren sollen und der Abend hatte mir dann auch noch den Rest gegeben. Daher würden die nächsten paar Stunden wohl aus Kaffee trinken bestehen. Ich verstand nicht, wie Zed einfach keinen Kaffee trinken konnte. Erst dann glitt mein Blick auf das Sofa. Ich war immer früher wach und nur schon deswegen hatte ich mich so ruhig verhalten wie sonst auch. Er brauchte den Schlaf dringender wie ich und so wie es aussah, hatte er die letzten paar Stunden nicht geschlafen.

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Madelaine Green
Natürlich. Oh natürlich musste Lizz da sein! Ich hasste dieses Miststück einfach über alles und natürlich kam sie mit Justin! Allerdings interessierte sich keiner der hier Anwesenden für mich, weshalb ich mich wenigstens nicht abmühen musste nicht angepisst zu wirken. Justin zu sehen war schon echt beschissen genug, aber Lizz? Auch wenn Aaron sie nun monatelang nicht gesehen hatte und ich nicht mal etwas von ihr hatte hören müssen, war ich immer noch eifersüchtig auf diese blöde Schlampe. Gott, solche Wörter nahm ich sonst ja nicht mal in den Mund! Ich biss fest die Zähne aufeinander, als die blöde Kuh es sich natürlich nicht nehmen ließ Aaron überschwänglich zu begrüßen. Himmel, sie hatte sich Monate lang nicht für ihn interessiert, wieso jetzt auf einmal!? Und natürlich gefielen ihr seine langen Haare! Grrr! Dieses Weib brachte mich noch zur Weißglut! Dieser Abend war auch für mich nicht besonders prickelnd. Justin und Lizz verdarben mir jeglichen Spaß, den ich mir für heute Abend gewünscht hatte. Ich wusste, dass diese Gefühle lächerlich waren, aber... ich war eifersüchtig auf Lizz. Sie kannte Aaron so gut und die beiden hatten so viel mehr Zeit miteinander verbracht, als ich sie mit Aaron je haben würde. Vor allem aber hatte sie gehabt, was ich von Aaron nie bekommen würde. Sie weckte alte Gefühle wieder, die ich versucht hatte zu begraben, als Aaron ins Krankenhaus gekommen war. Ich sagte nichts mehr dazu, öffnete nur meine Klappe, wenn Aarons "Freunde" es mit Sachen Rollstuhl einfach zu weit trieben. Ich wartete mit Aaron, bis der größte Andrang beim Buffet vorüber war und stellte mich dann an. Er balancierte den Teller auf seinem Schoß und ich tat mir selbst hier und da etwas auf, folgte ihm weiter - falls er bei etwas doch Hilfe brauchte. "Tja, ich habe auch nicht so viel Spaß wie erhofft, falls es dich tröstet.", erwiderte ich auf seine Worte. Ja, der Abend war ein Reinfall. Das war schade. Ich hatte wirklich geglaubt meine erste und einzige Hochzeit würde schön und romantisch werden. Na ja... romantisch im Sinne von zusehen wie sehr sich das Ehepaar liebte. Ich selbst... Na ja, ich hatte das mit der großen Liebe wohl spätestens da aufgegeben, als man mir gesagt hatte, dass mir noch weniger Zeit blieb als gedacht. "Wir müssen nicht länger hier bleiben, wenn du nicht willst. Ich rufe uns ein Taxi und koche dir zu Hause etwas.", schlug ich vor. Ich hatte auch keine Lust mehr darauf auch nur eine Minute länger in Lizz Gegenwart zu verbringen. Ich hatte ihre gehässigen Blicke zu mir sehr wohl bemerkt, wenn sie über Aarons miese Witze gelacht hatte. "Tut mir leid, ich wusste nicht, dass das so ein Reinfall wird...", murmelte ich leise und presste die Lippen leicht aufeinander.

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• Aaron Archer.

Doch kaum sprach Madelaine mit mir, waren meine Augen und Gedanken an was ganz anderes gebunden. Auf mich zu kamen nicht nur Rafe und Mike, nein auch Lizz mit (......) Justin?! Und irgendetwas gefiel mir an diesem Bild nicht. Sie liefen Hand in Hand. Und als mein irritierter Blick auf den von Lizz traf, schenkte sie mir nur ein süffisantes lächeln. Sie ließ Justins Hand los, ließ ihre Handtasche auf dem Platz gegenüber von mir sinken und kam auf mich zu. "Hey Großer.", begrüßte sie mich kam auf meine Höhe und schloss ihre Arme um mich. Ich konnte es nicht leugnen. Sie roch wie damals, vertraut und einfach wie mein Mädchen. Lizz trug zu ihren schwarzen perfekt liegenden Locken, ein schwarzes langes kleid und hohe Schuhe die ihre Figur in den Vordergrund stellte. Meine Augen lagen ungläubig an ihr. Ich war beinahe nicht in der Lage mich zu bewegen. Und erst jetzt blickte ich Justin an. Dieser jedoch tat gerade so, als sei wirklich alles in bester Ordnung und als würde ich gar nicht existieren. Lizz blieb auf meiner Höhe, sah mich an- lächelte und strich mit ihrer Hand durch mein Haar. "Gut siehst du aus. Diese Langen Haare stehen dir." Sie zwinkerte ehe sie zurück wich und sich an dem Tisch nieder ließ. Sollte ich jetzt ruhig bleiben? Fürs erste. Garantiert würde ich den Leuten hier nicht noch einen Triumph gönnen. Statt dessen jedoch wurde heiß darüber diskutiert wie ich es geschafft hatte mich in einen Rollstuhl zu befördern. Was sollte ich sagen, gerade hatte ich echt alles andere als Spaß. Die Zeit verstrich. Die Hochzeit wurde "eröffnet" und startete mit einem Eröffnungstanz von dem Brautpaar und dem Büffet. Die erste gute Sache diesen Abend. Die Leute waren mehr mit essen beschäftigt als darüber zu reden. Mit dem Teller stand ich vor Madelaine in der Reihe um mir etwas aufzutun. Wir waren später gegangen die anderen saßen bereits wieder an ihrem Tisch. "Noch mehr "Spaß" und ich brauche am Ende des Abends eine extra Dosis Schmerzmittel. Du schuldest mir wirklich etwas. Damit das klar ist."

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Madelaine Green
Er entspannte sich wieder ein wenig. Na wenigstens das schaffte ich einigermaßen. Ich lächelte ihn aufmunternd an. Hey, in diesem Zelt waren seine Freunde! Wenn er es mit ihnen nicht aushielt, mit wem denn dann? Immerhin waren es ja nicht umsonst seine "Freunde", oder? Ich ging davon aus, dass sie es verstehen würden und nicht weiter darüber redeten, weil sie merkten, dass es Aaron schwer fiel. So stellte ich mir zumindest eine Freundschaft vor. Ich erwartete nur Gutes von diesem Abend, aber ich war leider auch naiv. Und diese Naivität wurde direkt beim Eintreten schon zerstört. Ich hatte mich kaum um einen Tisch am Ausgang bemüht, um den Aaron mich gebeten hatte, als ein großer, breitschultriger Kerl auf uns zu kam. Ich schob Aaron währenddessen über den leicht unebenen Boden rüber zu einem der Tische und stellte einen Stuhl so weit von uns weg, dass es nicht auffiel, dass er hier weggenommen wurde. Aaron stellte seine Bremsen fest und ich ließ mich neben ihn auf einen der Stühle sinken. Als sein "Kumpel" dann aber fragte, ob Aaron das hier abzog, um labile Mädchen aufzureißen, hob ich nur meinen Mittelfinger und lächelte ihn zuckersüß an, als er sich an mich wandte. Als er dann endlich verschwand war ich zuerst froh, aber er wollte wohl noch mehr solcher Idioten anschleppen. Himmel, Aaron hatte wirklich keinen guten Freundeskreis gehabt damals, oder? Ich seufzte und schob meine Hand auf seinen Unterarm, zupfte fast schon neurotisch ein wenig an seinem Ärmel herum, bis dieser glatt war. "Ja, er ist ein Idiot. Heute beneide ich dich nicht mehr darum... Du musst nicht neben ihnen sitzen. Wenn du willst, mache ich einen auf Zicke oder Heulsuse und vertreibe sie." Ich wollte nicht, dass er den Abend heute bereute. Er sollte es genießen! Aber wenn er jetzt schlechte Erfahrungen hiermit machte, dann... würde er sich sicher auch demnächst nicht mehr aus dem Haus trauen. Das wollte ich um alles in der Welt verhindern.

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• Aaron Archer.

Keine Ahnung wieso aber ihre Worte beruhigten mich schon ein wenig. So, dass ich die Hände von meinen Reifen nahm und sie mich hinunter in das spektakle schieben konnte. Wir kamen durch den weiß geschmückten Zelt Eingang und automatisch lagen die Blicke auf mir. Was sollte ich tun? Was sollte ich sagen? Ich hatte keine Ahnung. Statt dessen sah ich nur hinter auf den Fußboden. "Such uns einen Tisch nähe des Ausganges bitte", bat ich Madelaine murmelnd. Ich hatte keine Lust zwischen irgendwelchen Fremden Menschen zu sitzen die mich die gesamte Zeit über nur anstarrten. Ich wollte auch gar nicht mit denen in Kontakt treten. Selbst nicht mit meinen alten "Freunden". Das wollte ich als aller letztes. Ich war die gesamte Zeit bestens ohne sie ausgekommen und auf einmal sollte es mich jucken. "Na wenn das nicht der keine A. Archer ist.", begrüßte ich eine Männerstimme und kam auf mich zu. Chris. "Alter wo hast du gesteckt? Ziehst mittlerweile die Mitleidsnummer ab um irgendwelche Weiber mit Psychosen abzuschleppen?" Er sah auf zu Madelaine. "Nichts für ungut." Er schlug mir seine Handfläche gegen die Brust. "Wie hast du das hinbekommen?" Woran merkte man nur das es MEIN Freundeskreis war? Wir waren nicht die Kultiviertesten und Anstand hatten wir auch nicht. Doch dieses mal sprang ich noch nicht einmal auf den Zug auf. Statt dessen blieb meine Mimik starr. "Nur ein Unfall. Ist Vorübergehend", brachte ich statt dessen heraus. Chris verzog sein Gesicht und lachte. "Hab von deinen Schulden bei Bill gehört. Also wenn dich das nicht ins Grab bringt tut er es. Aber hey- du bist sowas ja gewöhnt. Siehst gar nicht so scheiße aus dafür das man dich so lange nicht mehr gesehen hat."Wow. Noch so ein "Kompliment". Ich nickte nur und legte meine Hände auf den Runden Tisch der bis auf mir und Madelaine leer war. "Warte, ich hole die anderen und wir setzten uns zu euch. Wo sonst bleibt der Spaß? Hmmm?" Er drehte sich einmal um als würde er nach jemanden ausschau halten. "Geb mir eine Sekunde Alter." Und er verschwand. Ich sah Madelaine unbegeistert an. "Da geht es hin das Niveau. Kaum zu glauben das du mich um Freundschaften wie diese damals beneidet hast. Und kaum zu glauben das ich jetzt erst merke was für ein Idiot er ist." Vermutlich waren alle anderen auch hier, was für ein "Spaß". An diesem Abend würde ich mich an Madelaine richten.

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Madelaine Green
Das war meine erste Hochzeit und es würde höchstwahrscheinlich auch meine letzte sein, die ich jemals besuchen würde. Ich würde niemals selbst heiraten. Das alles war einfach nur deprimierend, also sollte ich den Abend heute genießen und das wollte ich auch! Es waren Aarons Freunde, die da heirateten. Er sollte sich freuen, aber er war einfach zu nervös, was wirklich schade war. Es waren doch seine Freunde! Sie würden ihm doch kaum etwas antun. War er nicht froh mal vor die Tür zu kommen und sie wiederzusehen? Sie hatten sicher auch eine Menge Fragen an ihn, immerhin war er nun einige Wochen von der Bildfläche verschwunden. Es wurde Zeit, dass er mal wieder anfing zu leben. Ich schob Aaron den kleinen Hügel herauf, sodass wir die Fläche erreichten, auf der die Feier ausgerichtet war, doch kaum waren wir wieder auf ebener Fläche, stemmte er die Handballen in die Räder und stoppte den Rollstuhl damit ziemlich abrupt. Erschrocken blieb ich stehen, schulterte meine Handtasche wieder gerade und ging um den Rollstuhl herum, um ihn ansehen zu können. "Underdressed? Aaron, du trägst ein Jackett! Du trägst sonst nie Hemden oder sowas. Wenn, dann bist du overdressed, für deine Verhältnisse.", schmunzelte ich beruhigend. Er lief sonst in zerschlissenen Jeans herum und zeigte null Interesse daran, dass die Leute aus dem Supermarkt ihn schräg ansahen. Zumindest war das früher so gewesen. Heute trug er ja nur noch Jogginghosen! Ich hörte wie unsicher seine Stimme war und dann sah ich seine Hände zittern, die immer noch krampfhaft die Reifen festhielten. Ich setzte die Bremsen fest, löste seine Finger von dem Gummi und nahm seine Hände in meine. "Aaron, niemand zwingt dich einen beschissenen Abend zu haben. Wenn du merkst, dass du dich dort absolut nicht wohl fühlst, dann gehen wir wieder, okay? Dann rufe ich uns ein Taxi und wir fahren. Aber versuch es doch wenigstens. Es sind deine Freunde, was soll denn passieren? Du könntest höchstens mal wieder ein wenig Spaß haben.", erklärte ich ihm ruhig und strich mit dem Daumen über seinen Handrücken, ehe ich leise seufzte. "Außerdem stehst du jetzt schon hier. Es hat uns sicher schon jemand gesehen und was glaubst du was sie denken, wenn du jetzt kneifst, als hättest du keine Eier in der Hose?" Vermutlich wären alle sowieso total begeistert, wenn er von der Schießerei mit Bill erzählte. Die Leute standen doch auf Action und Drama. Ich war mir so sicher gewesen, dass es gar nicht so schlimm werden würde...

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Zander "Zed" Chamberlain
Sie hatte mir nicht verziehen. Zumindest hatte sie es nicht gesagt. Aber wie sollte sie auch? Ich hatte immerhin ziemlichen Mist angestellt und das machte eine kleine Entschuldigung nicht einfach so wieder gut. Ich hatte gestern sehr viel Mist angestellt, den sie mir auch niemals verzeihen könnte. Ich hatte jeden Grund im Erdboden versinken zu wollen. Ich hatte jeden Grund mich zu schämen. Ich hatte ja nicht einmal eine Bestrafung dafür erhalten. Mein Vater hätte mich wohl sofort krankenhausreif geprügelt und was tat sie? Sie räumte noch hinter mir auf und ließ mich in ihrem Bett schlafen. Das war nicht richtig. Als sie also aufstand und in ihr Zimmer ging, packte mich das schlechte Gewissen. Ich konnte nicht ruhig hier liegen bleiben und schlafen. Trotz des Mordskaters, stand ich auf und fing an mich einfach um gewisse Dinge zu kümmern. Ich reparierte zum Beispiel die Auftaufunktion der Mikrowelle, beseitigte das Quietschen der Tür eines Hängeschrankes im Bad und fing dann an die ganze Wohnung zu putzen. Klar, das Wohnzimmer war dank meiner Kotzerei bereits von Mailin gesäubert worden, aber ich wischte eben nochmal drüber und nahm direkt alles andere noch mit. Ich wischte hinter dem Fernseher, wo die Kabel lagen, reinigte die Hängeschränke, die knapp unter der Decke hingen und wo der Zwischenraum ganz staubig wurde, weil Mailin einfach zu klein war. Ich begann in den Schränken für Ordnung zu sorgen, stapelte Töpfe und Teller nach Größen und sortierte die Gewürze nach ihrer nationalen Herkunft. Ich putzte die Fenster, entkalkte den Duschkopf, schrubbte die Toilette. Alles mit nur einer Hand und deswegen brauchte ich auch bis zum Sonnenaufgang, um all das zu schaffen. Damit war es immer noch nicht getan. Zwar ging es mir mit jeder Stunde ein klein wenig besser, aber das machte all das nicht einfach wieder gut. Aber mehr konnte ich jetzt gerade nicht tun, denn mein Stumpf pulsierte und schmerzte dann doch ziemlich. Ich hatte mich betrunken ständig auf ihm abgestützt, hatte den Verband sehr spät gewechselt und hatte mit ihm den Eimer mit dem Putzwasser immer neben mir hergeschoben oder -gezogen. Ich brauchte eine Pause und die nahm ich mir, als ich mich auf das Sofa fallen ließ. Heute würde ich mir noch ihr Schlafzimmer und den Balkon vornehmen, sobald sie weg war.

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• Aaron Archer.

Ich achtete schon gar nicht mehr auf so eine Kleinigkeit wie der Schlauch in ihrer Nase. Genauso wenig wie sie auf meinen Rollstuhl achtete. Bei mir war es vielleicht aber noch etwas anderes. Manchmal wusste ich einfach nicht, wieso ich sie überhaupt verdient hatte. Weil ich einfach ich war. Und ich war einfach schlecht darin jemanden Wertschätzen. Weil es meine Art war. Sie hingegen schien das mittlerweile durchschaut zu haben. Sie hauchte immer noch irgendwie Leben in mich, obwohl ich schon längst aufgebenen hatte. Klar, oft gab ich mich genervt, aber eigentlich war es genau das was ich brauchte. Ich schmunzelte als ich sah wie ihre Augen leuchteten und sie sich drehte so das ihr Kleid elegant über den Boden glitt. Ich nickte leicht. Ich würde auch mit ihnen an einen Tisch sitzen und es waren meine damaligen Freunde. Was sollte passieren. Es musste für alles ein erstes Mal geben und für dieses Mal war es eben raus an die Öffentlichkeit zu gehen. Erneut wurde mein Grinsen für einen kurzen Augenblick größer. "Sowas von Fishing nach Compliments meine Schöne", ich legte meine Hände an meinen Rollstuhl und wartete lachend auf irgendeinen Wiederspruch ihrerseits. Madelaines Mutter fuhr uns zu dieser Veranstaltung. Keine Ahnung ob es nur eine Einbildung war, aber schien deutlich netter zu mir zu sein jetzt wo ich an den Rollstuhl gefesselt war. So, als wäre ich für Madelaine keine Bedrohung mehr. Wer wusste schon was in ihrem Kopf vorging. Sie ließ uns an der Adresse raus die Natascha auf die Einladungen gedruckt hatte. Dort angekommen staunte ich nicht schlecht. Nat hatte nie von ihrem Traum Heiraten zu wollen gesprochen und jetzt so etwas. Es war gigantisch. Und nie hätte ich Gedacht das sie so viele Leute einlud. Sie kannte doch mehr Leute als man es annahm. Ein großes weißes Zeltauf einem Grundstück nähe des Rathauses in das man bei schlechten Wetter ebenfalls gehen konnte. Wow. "Underdresst. Ich fühle mich underdresst. Das ist keine wirklich gute Idee", sprudelte es aus mir heraus. Mad jedoch schob mich voran. Ich zögerte und drückte meine Hände mit alle Kraft in die Reifen so das sie stehen bleiben musste. "Mad. Umdrehen. Das ist eine wirklich dumme Idee. Wirklich. Ich hab noch nicht mal gesagt das wir kommen. Ich-" Ratlos suchte ich irgendetwas an das ich mich klammern konnte. Irgendeine Ausrede. Doch der Wagen von Madelaines Mutter fuhr im selben Augenblick die Straße herunter. Ich zitterte leicht und schluckte den großen Kloß in meinem Hals herunter. Himmel, wann war ich das letzte mal so nervös?! Das ganze war doch verrückt.

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Raven Aldren
Sie schien erleichtert zu sein. Hatte sie wirklich geglaubt ich würde sie jetzt anbrüllen, dass sie einen Fehler gemacht hatte? Ich war doch froh, dass sie überhaupt kam und sich um meinen kleinen Bruder kümmerte. Ich war froh, dass sie überhaupt versuchte ihn aufzuheitern, denn das hätten wohl die wenigsten getan. Das zeigte doch nur, dass sie sich um ihn sorgte und dass sie wollte, dass es ihm gut - oder zumindest besser - ging. Es bedeutete mir viel, dass es so war. Wir mussten eben einfach nur aufpassen, dass sie nicht zu viel tat und ihn dadurch in Gefahr brachte. Wie etwa, dass sie ihm etwas brachte, woraus er sich wieder etwas gefährliches basteln würde. Ich hatte nicht umsonst alle spitzen Gegenstände entfernen lassen und ließ ihn nur mit Wachsmalstiften schreiben. "Ist schon okay. Ich bin doch froh, dass du dich um sein Wohlbefinden kümmerst. Demnächst... könnten wir uns nur einfach ein wenig besser absprechen, wenn du sowas vorhast. Du musst nicht direkt komplett zurücktreten." Sie sollte ruhig weiter so machen. Es war beruhigend zu wissen, dass es dort draußen jemanden gab, dem Skye auch nicht völlig egal war. Selbst unser Vater zeigte nicht so viel Interesse an ihm wie sie. Skye brauchte das. Ich wäre ein Unmensch es ihr zu verbieten. Wir mussten eben nur vorsichtiger sein. Als sie zustimmte mit mir noch einen Kaffee trinken zu gehen, lächelte ich. Ich wollte einfach mehr über sie erfahren. Sie mochte Skye und Skye mochte sie definitiv auch. Ich war einfach neugierig, was er so an ihr fand - außer natürlich ihr großes Herz und ihre Schönheit. Ich grinste schief und folgte ihr aus dem Krankenhaus heraus und über die Straße. "Dort gibt es nicht nur Tassen, sondern auch mehr als bloß schwarzen Kaffee mit Milch und Zucker. Hier gibt es auch diesen neumodischen Kram mit Sahne und sowas." Wow... ich hatte echt lange nicht mehr mit einer Frau gesprochen. Neumodischer Kram? Cappucino und Latte Macchiato. Herrgott, ich trank sowas eben einfach nicht. Ich verschränkte die Arme hinter dem Rücken und folgte ihr langsam in das Café, ließ sie einen Tisch aussuchen und ging dann für uns beide an der Theke etwas kaufen. Als ich zurück kam, setzte ich mich ihr gegenüber und schob ihr den ewünschten Tee herüber. "Uhm... um ehrlich zu sein, ja. Ich bin so oft es geht bei ihm. Ich will ihn nicht aus den Augen lassen, also arbeite ich vom Krankenhaus aus, korrigiere Klausuren und bereite den Unterricht vor. Na ja, wenn es aber so ist wie heute und ich weiß, dass du bei ihm bist, kann ich auch mal beruhigt nach Hause fahren und duschen. Das war echt dringend nötig.", schmunzelte ich und strich mir die noch immer leicht feuchten Haare aus der Stirn.

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Madelaine Green
Er versank zu sehr in all dem Negativen. Klar, da war auch nicht allzu viel Positives, aber er konnte durchaus ein wenig... Optimismus zeigen. Er sagte doch immer, dass er bald wieder laufen könnte und er tat auch endlich etwas dafür. Er brauchte nur etwas Geduld. Himmel, er hatte immerhin mit dem Kiffen aufgehört, er war nun sicherer und es ging ihm auch besser als am Anfang. Er lebte bei mir, musste nicht unter einer Brücke schlafen oder schauen, dass er etwas zu Essen bekam. Er kam heute das erste Mal wieder raus und er sah fantastisch aus! Er aber sah nur, dass er nun in einem Rollstuhl saß. Ich schüttelte leicht den Kopf und deutete auf den Schlauch in meinem Gesicht. "Findest du, dass ich dadurch weniger schön bin?" Fand er denn, dass ich mit einem Schlauch in meinem Gesicht, der mich am Leben hielt, nicht mehr so schön war wie ich sein könnte? Denn es war genau das Gleiche wie mit ihm und diesem Stuhl. Es war nur ein Stuhl. "Die meisten werden heute Abend sitzen. Es macht doch keinen Unterschied. Alle werden am Tisch sitzen und du auch." Er saß bloß ein klein wenig länger als wir anderen. Dennoch würden die Leute mit ihm am Tisch sitzen und sie würden auf Augenhöhe sein. Er musste lernen das zu akzeptieren. Wenn er das heute hinter sich brachte, dann... konnte er es sicher auch wieder tun. Er musste nur lernen, dass es nicht so schlimm war wie er dachte. Als er so schlemisch grinste, stemmte ich die Hand in die Hüfte und sah ihn tadelnd an. "Nein, das ist kein Fishing for compliments. Ich frage dich nach deiner ehrlichen Meinung und hätte auch ein "Du siehst scheiße aus" angenommen.", widersprach ich ihm und lächelte schief, als er fortfuhr. Er schaffte es wirklich immer wieder, dass mir die Hitze in die Wangen stieg und ich mir bescheiden eine Haarsträhne hinters Ohr schob. "Du bist echt ein verdammter Schleimer, Archie.", schmunzelte ich nur immer noch leicht beschämt und stopfte irgendwie die Sauerstoffflasche in die möglichst kleine Tasche, die aber immer noch viel zu groß für mich war. Gott, es nervte immer so viel Gepäck mitzuschleppen. Bei der kleinen Tasche vergaß ich dummerweise auch meinen Inhalator, den ich für Notfälle wirklich gut gebrauchen könnte. Tja, dann musste ich wohl ohne auskommen, denn es fiel mir nicht auf, als wie die Wohnung verließen und zur Feier gingen.

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Arthur Denaux
Die Entwicklung von Rose war wirklich erstaunlich. Während sie vorhin noch eifersüchtig gewesen war und auch ziemlich schlecht gelaunt, war sie nachher eher so drauf, dass sie ihre Finger nicht bei sich behalten konnte. Wir gingen noch in den Pool und in die Saune und dort fing es bereits schon an. Es schien so, als hätte ihr dieses Gespräch wirklich gut getan. Ich wusste aber auch, dass - wenn ich sie nicht so dazu gedrängt hätte - sie immer noch mit schlecht gelaunter Laune in der Ecke sitzen würde. Sie brauchte halt manchmal einfach ein bisschen Druck, bis sie mit der Sprache herausrückte. Man musste sie provozieren. Ich hatte sie inzwischen gut genug kennengelernt, um das zu wissen. Rose bewies fast die ganze Nacht durch, dass sie ihre Finger nicht bei sich behalten konnte. Ich wusste, dass ich es am nächsten Morgen zutiefst bereuen würde, aber in diesem Moment interessierte mich das nicht. Ich wusste, dass ich Rose in dieser Sache wohl einfach nicht widerstehen könnte. Irgendwann fielen wir dann aber doch total erledigt ins Bett. Erstaunlicherweise dauerte es nicht besonders lange, bis ich eingeschlafen war und es dauerte noch weniger lange, jedenfalls fühlte es sich so an, bis mein Wecker wieder klingelte. Ich stöhnte leise und drehte mich auf den Rücken, bevor ich mich streckte. Ich war wirklich total erledigt und dabei hatte Rose gesagt, dass der Sex nicht an erster Stelle wäre. Aber da mussten wir jetzt nicht darüber diskutieren. Ich stand auf und fuhr mir durch das Haar. Erst jetzt meldete sich Rose, die leise stöhnte und sich auf die andere Seite drehte. "Du musst ja nicht", erwiderte ich und gähnte leicht. Der einzige, der hier aufstehen musste, war ich. Ich lachte leise auf. Sie hatte Muskelkater? "Ich war nicht derjenige, der nicht warten konnte", zog ich sie mit einem Zwinkern auf und begann mich umzuziehen. "Du bist also selbst für deinen Muskelkater verantwortlich", sagte ich zu ihr und grinste sie an. Ich drehte mich zu Rose um und schüttelte den Kopf. "Nein, natürlich wäre ich dir nicht böse. Wenn du lieber hier sein willst, dann bleib hier", sagte ich mit einem kleinen Lächeln. Ich ging ins Bad und brachte meine vom Schlaf zerzausten Haare wieder in Ordnung. "Ja, das Shooting wird wieder kurz bis nach dem Mittagessen gehen, wenn es so gut verläuft bis gestern", beantwortete ich ihre Frage, während ich mich im Spiegel betrachtete, um meine Haare zu ordnen. Ich setzte mich auf das Bett und strich ihr die Haare aus der Stirn. "Ich gehe jetzt frühstücken und dann zur Arbeit. Bis später, Schlafmütze", sagte ich zu ihr und gab ihr noch einen sanften Kuss auf die Lippe. Es sah zugegebenermassen süss aus, wie sie so ganz zerzaust und total verschlafen im Bett lag. Ich wäre zwar auch noch gerne ein bisschen länger liegen geblieben, aber ich war mir wenig Schlaf gewohnt. Ich warf ihr noch einen verschmitzten Blick zu, ehe ich aus der Tür trat und nach unten ging. Nach der anstrengenden Nacht hatte ich echt Kohldampf.

Faith falls hard on our shoulders, but legends never die.

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Jessica Rose McDougall
Ich fand es immer noch überraschend und faszinierend, dass Arthur einfach so akzeptiert hatte, dass ich eifersüchtig gewesen war. Er war keinen Moment sauer gewesen oder hatte mich ausgelacht, stattdessen hatte er bloß gesagt, ich solle mir nicht so viele Gedanken machen. Das war leichter gesagt als getan, aber ich glaubte ihm. Ich glaubte ihm, dass ich mir kein bisschen Gedanken machen musste, weil ich ihm vertraute. Es gab Unmengen Frauen da draußen, die sich noch an ihn ran machen würden, besonders da er ein bekanntes Model war, aber fürs erste wusste ich, dass sie es noch so sehr versuchen konnten, Arthur wollte nur mich und das, machte mich verdammt glücklich. Den restlichen Tag verbrachten wir im Pool und Sauna, obwohl es mir verdammt schwer fiel meine Finger bei mir zu lassen, nachdem was Arthur alles so gesagt hatte. Ich fühlte mich ihm noch ein Stück näher und dementsprechend bekamen wir in der folgenden nacht nicht viel Schlaf. Irgendwann war ich dann anstatt genug und auch erschöpft, um Arthur daran zu erinnern dass er morgen vor der Kamera stehen musste.
Der morgen kam dann umso schneller und als sein Handywecker klingelte, hörte ich es erst gar nicht. Erst als Arthur neben mir sich bewegte, kam ich langsam zu Besinnung und stöhnte müde. "Argh, ich will nicht aufstehen." murmelte ich ins Kissen und strich mir die Haare aus dem Gesicht, die bestimmt aussahen wie ein Vogelnest, ehe ich mich auf die andere Seite drehte und wieder stöhnte, weil meine Beine wehtaten, die letzte Nacht war nicht einfach so an mir vorbei gegangen. Dann erst Auge öffnete ich ein Augen und blinzelte Arthur an. "Ich hab Muskelkater in den Beinen und das ist deine schuld." Wir hätten doch besser warten sollen bis wir im Bett oder wenigstens auf der Couch gewesen wären, statt in der Dusche schon anzufangen. Ich streckte mich nocheinmal und gähnte, ehe ich mir etwas überlegte. "Wärst du mir böse, wenn ich heute hier bleibe? Ich würde mich gern etwas ausruhen, was für die Uni machen und ja vielleicht ist es gut, wenn ich Cathy einen Tag nicht sehe. Dein Shooting geht wieder bis nach dem Mittagessen? Dann komme ich morgen wieder mit." fragte ich Arthur langsam und sah ihn durch meine müden Augen an. Ohja, schlaf bräuchte ich unbedingt noch. Natürlich wäre es mit Arthur im Bett kuscheliger, aber einer musste ja arbeiten gehen.

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• Aaron Archer.

Mit hochgezogender Augenbraue musterte ich sie durch den Spiegel. "Ich wäre der best aussehenste Kerl wenn ich nicht in einem Stuhl sitzen würde", korrigierte ich sie ohne darauf eine Reaktion zu erwarten. Madelaine war wohl der einzige Mensch der sich an diesen Anblick gewöhnt hatte und es auch persönlich als nur halb so schlimm erachtete. Genauso wie mir ihre Sauerstoffflasche nicht mehr auffiehl, oder das diese auf Dauer ziemlich laute Geräusche von sich gab wenn sie arbeitete. Aber selbst wenn sie auf meinen Kommentar etwas gesagt hätte, es spielte doch eigentlich gar keine Rolle. Wir würden eh auf diese Hochzeit gehen. Vermutlich könnte nach Madelaines Ansicht die Welt in trümmern liegen. Sie hatte beschlossen ein wenig zu leben, doch leider kam dieser Geistes Wandel erst jetzt, wo es für mich vielleicht schon zu spät war. Ich hatte eben den Kürzeren gezogen bei der ganzen Sache hier. Auf ihre Frage wie sie mir gefiel, drehte ich mich das erste mal in meinem Rollstuhl von dem Spiegel weg und musterte sie. Sie trug ein blaues langes Kleid das ihrem Körper sehr schmeichelte. Der Ausschnitt war passend für ihre Oberweite und der schmuck war Dezent und nicht zu übertrieben. Dennoch war ich schon jetzt der Meinung das sie Natascha völlig in den Wind stellte. Egal was die Braut trug. "Fishing nach Kompliments meine Liebe", lachte ich und lächelte ehrlich. "Du siehst toll aus. Wirklich. Das Kleid sitzt dir wie auf den Leib geschneidert. Du wirst ihnen die Show stehlen, das ist dir klar?" Besser konnte man es wohl nicht ausdrücken. Ihre Roten Haare passten wirklich super zu dem Kleid was sie da trug. Ich lachte leise als sie ihren Sauerstofftank in der Handtasche verstecken wollte. Sie hatte sehr viel mehr selbst Bewusstsein als ich es hatte und das stand ihr verdammt noch mal besser als wenn sie wieder nur vor sich hin grübelte, weinte oder nichts mit sich anfangen zu wusste. "Denn kann es ja los gehen."

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Camille Parker
Na großartig, jetzt würde ich mir auch noch eine Standpauke anhören können, dabei war es sonst mit Skye so gut gelaufen. War ja klar dass ich irgendwas falsch gemacht hatte, immerhin war ich hier ja im Krankenhaus und besuchte jemand der vor fünf Tagen versucht hatte sich das Leben zu nehmen. Natürlich war es nicht so einfach wie ich gedacht hatte. Was bildete ich mir auch ein zu wissen wie ich mit so jemand umgehen musste? Jede Kleinigkeit könnte Auswirkungen auf seinen geistigen Zustand haben, ich wusste ja nicht wie labil er war. Ich war mir also ziemlich sicher, dass Raven mir sonst was an den Kopf werfen würde, immerhin musste es einen Grund haben, warum Skye den Laptop versteckt hatte. Ich war gerade dabei mich nochmal zu entschuldigen, während ich mir sonst was für Gedanken machte, als Raven plötzlich seine Hände auf meine Schulter legte. Ich hielt in jegliche Bewegung inne, immerhin war es komisch, dass er mich so anfasste, obwohl wir uns kaum kannten und sah zu ihm hoch. Er lächelte leicht, Vielleicht würde er mir doch nicht den Kopf abreißen. Ich stieß die Luft aus, die ich angehalten hätte, sobald Raven mir versicherte, dass er nicht sauer war. Das war gut, ich konnte zu all dem nicht auch noch jemand gebrauchen der wütend auf mich war. Aber das hieß noch lange nicht, dass ich mir keine sorgen machen musste und ich behielt recht, Raven war noch nicht fertig. Ich hatte recht gehabt mit meiner Befürchtung, es ging um den Laptop. Was Raven sagte, klang natürlich total plausibel und ich schallte mich selbst etwas, dass ich so mir nichts dir nichts einfach etwas mitgebracht hatte. Ich nickte zögerlich und zog die Augenbrauen zusammen, als Raven uns in dem einen Satz als wir betitelte, so als würden wir uns beide um Skye kümmern. "Ähm ja, du hast natürlich recht, tut mir Leid, dass ich da nicht so richtig nachgedacht hab. Ich hab ja keine Ahnung wie du das sonst immer machst, ich werde also erst mal nichts mehr mitbringen." Bestimmt nicht, ich hatte keine Lust auf noch so ein Gespräch oder dass sich wegen mir Skyes Zustand noch verschlechterte, ich würde mich also schön aus allem raus halten, komplett. Immer noch angespannt und abwartend, ob noch was kommen würde, fing ich an eine meiner Haarsträhnen zu drehen, als Raven sich sichtlich zu entspannen schien und dann grinste. Ich fand es immer wieder bemerkenswert, wie er in dieser Situation grinsen konnte und das Thema wechselte, als läge da drin nicht sein suizidgefährdeter kleiner Bruder. Ich starrte Raven einen Moment an, überrascht von seiner Einladung und dem plötzlichen Stimmungswechsel. Er wollte noch einen Kaffee mit mir trinken und das außerhalb des Krankenhauses? Wieso beschlich mich dabei so ein komisches Gefühl, dass wir eine Grenze überschreiten würden, sobald wir außerhalb des Krankenhauses einen Kaffee trinken würden? Das klang irgendwie nach....sowas wie einen Date...? Nein, ich musste mir da keine sorgen machen, Wir waren hier gerade noch im Krankenhaus und es ging bloß um einen dummen Kaffee, damit wir beide uns entspannten, ja genau da war nichts dabei. Ich ließ also meine Haare los und versuchte mich zu entspannen, Dann lächelte ich ihn leicht an. "Ich hasse diesen Geschmack nach Pappe." stimmte ich zu und rückte den Riemen meiner Tasche zurecht, ehe ich anfing den Flur entlang zu gehen. Desto weiter wir uns von Syke entfernten, desto mehr hatte ich das Gefühl mich entspannen zu können, aber gleichzeitig musste ich überlegen worüber ich denn jetzt mit Raven reden sollte. "Also...ich schätze du bist die meiste Zeit hier oder? Jetzt am Wochenende bestimmt erst recht. Lass mich raten, deine Unterrichtsvorbereitung machst du auch hier?" fragte ich ihn etwas amüsiert, während wir wieder das Treppenhaus ins Erdgeschoss nahmen und den Ausgang ansteuerten.

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Madelaine Green
Ich wusste ja, dass Aaron eigentlich nicht raus wollte, doch ich glaubte wirklich, dass ihm dieser Abend heute gut tun würde. Er würde all seine Freunde wiedersehen. Er erinnerte sich doch noch an die Leute, mit denen er vorher rumgehangen hatte, oder? Das konnte doch nur toll werden. Aaron weigerte sich Hilfe anzunehmen. Vielleicht würde er sie ja von ihnen annehmen. Vielleicht... wollte er bloß von mir keine Hilfe, weil er sich vor mir schämte oder mir nicht genug vertraute, was wusste ich denn?! Diese Leute hatten ihn jahrelang begleitet. Es wurde an der Zeit, dass er sie wieder sah und dass sie auch die Möglichkeit hatten ihm ihre Hilfe anzubieten. So stellte ich mir den Abend vor. Na ja... so und natürlich mit einer Menge Spaß. Ich meine... es war eine Hochzeit! "Gut, hiernach bekommst du eine ganze Woche Ruhe, versprochen!", lachte ich leise, während ich in meiner Schublade nach der richtigen Clutch suchte - natürlich keiner gerade kleinen Tasche, da ich dort Sauerstoff für den ganzen Abend lagern musste. Ein neues Kleid hatte ich mir kaufen müssen, immerhin konnte ich ja nicht in Jeans und Tshirt dorthin gehen, aber die Tasche konnte ich ja recyceln. Aaron starrte sich währenddessen nur selbst im Spiegel an, ehe er sich umdrehte und kneifen wollte. Es hatte Stunden gedauert ihn überhaupt zu überreden! Ich seufzte und ging auf ihn zu, beugte mich herunter und stemmte meine Hände auf die Armlehnen seines Rollstuhls, sodass wir auf Augenhöhe waren. "Du siehst heiß aus Aaron. Der Anzug steht dir verdammt gut und wenn du deine Haare ein wenig hättest schneiden lassen, wärst du heute sicher der bestaussehendste Kerl auf der ganzen Party.", erklärte ich ihm und fuhr automatisch ein wenig mit den Finegerspitzen durch seine dichten, dunklen Locken, aber ohne seine "Frisur" zu zerstören. Wenn er unbedingt wollte, sollte er sich eben die Haare wachsen lassen. Was konnte ich schon daran ändern? "Du kannst jetzt nicht kneifen! Das ist meine allererste Hochzeit! Und wer weiß, vielleicht ist es auch meine letzte!", schmollte ich. Er wusste immer noch nicht wie groß die Wahrscheinlichkeit war, dass das hier meine letzte Hochzeit sein könnte. Mir blieben vielleicht drei Jahre. Das waren fast fünfzehn Jahre weniger als er momentan noch annahm. Und das sollte auch so bleiben. Ich wollte ihn nicht noch zusätzlich beunruhigen. Er hatte wirklich genug mit sich selbst zu kämpfen und er arbeitete langsam auch wirklich an sich. Das wollte ich nicht kaputt machen. "Es gibt Alkohol und Essen umsonst. Wenn das kein Ansporn für dich ist, dann vielleicht dieses Kleid? Gefalle ich dir denn?", fragte ich ihn stattdessen, um ihn abzulenken. Ich ging zwei Schritte zurück und drehte mich einmal um mich selbst, ehe ich leicht die Schultern zuckte und die Sauerstoffflasche in meiner Hand etwas unbeholfen anhob. "Also... das verschwindet natürlich noch in meiner Handtasche.", erklärte ich ihm leise und suchte dann weiter nach genau dieser.

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Raven Aldren
Ich war nicht begeistert davon, dass Skye nun seinen Laptop wieder hier hatte. Ich hatte immerhin versucht ihn die letzten Tage nur für eine Weile mal von den ganzen Medien fern zu halten. Ich hatte es für wichtig gehalten, da er sonst immer so vollkommen in der Technik verschwand und er sich jetzt auf sich konzentrieren musste. Allerdings hatte ich ja heute auch schon nachgegeben, immerhin lag sein Gameboy in meiner Tasche und eigentlich hatte ich ihm diesen auch direkt geben wollen. Der Laptop änderte eigentlich nicht viel, aber irgendwie auch schon. Ich wollte einfach mit Camille darüber reden. Ich würde sie schon nicht blöd von der Seite anmachen, aber sie kannte Skye eben noch nicht lange genug und ich wollte nicht, dass sie sich hier... zu sehr einmischte. Na ja, ich hatte sie gern bei Skye, aber wenn sie aus eigenem Antrieb heraus handelte und vielleicht mal das Falsche tat, was ein absolutes Tabu in Skyes Nähe war, dann... Ich zerbrach mir einfach nur wieder den Kopf und als ich sah wie sie sich unwohl hin und her wandt und mir versuchte zu erklären wieso sie den Laptop mitgebracht hatte, taute ich wieder etwas auf und seufzte. Ich legte meine Hände auf ihre Schultern, damit sie den Blick hob und mich ansah, sodass ich sie leicht anlächeln konnte. Sie brauchte sich keine Gedanken machen. "Tut mir leid, ich wollte nicht, dass es so rüberkommt, als wäre ich sauer auf dich." Das war ich ja auch gar nicht! Ich war bloß mal wieder übermäßig besorgt und wusste nicht wie ich all das regeln sollte. Auch ich war eben mal überfordert, obwohl ich mich mein ganzes Leben lang schon um Skye kümmerte und hierauf vorbereitet war. "Ich habe es nur für wichtig gehalten, dass Skye die letzten Tage eben nicht die Möglichkeit hatte zu fliehen. Er rennt immer nur vor seinen Problemen weg, indem er spielt oder arbeitet und programmiert." Deswegen hatte ich mich geweigert ihm etwas mitzubringen. Ich ließ langsam die Hände von ihren Schultern sinken und zuckte meinte. "Er langweilt sich zu Tode, ja. Ich habe ihm heute auch seinen Gameboy mitgebracht, damit er etwas zu tun hat. Aber ich halte es für wichtig, dass wir ihm das Zeug nur für bestimmte Zeit geben, damit er auch Zeit für sich hat." Es wäre wohl besser, wenn sie sowas demnächst mit mir absprach und wir beide entscheiden konnten, was das beste war. Gerade in so einer heiklen Zeit war es wichtig, dass wir keine Fehler machten. Skye war einfach noch labiler als sonst und ich hatte Angst, dass diese perfekten kleinen Figürchen in seinen Spielen ihn daran erinnerten wie "unvollkommen" sein Leben war. Ich atmete tief durch und grinste schief. "Egal. Lassen wir ihm erstmal seinen Spaß mit dem Teil. Trinkst du noch einen Kaffee mit mir? Vielleicht im Café gegenüber. Da schmeckt es auch wesentlich besser als aus den Pappbechern hier.", schlug ich vor. Immerhin musste ich mich ja auch ein wenig dafür entschuldigen sie so in Panik versetzt zu haben, als würde ich ihr eine Standpauke halten wollen.

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• Aaron Archer.

Madelaine konnte mich vielleicht dazu zwingen, dass ich mich rasierte und ja, sie brachte mich vielleicht auch dazu das ich mir so einen verdammten Smoking über meine Sachen zog damit das gesamt Bild ein bisschen feiner aussah, aber sie brachte mich nicht um meine Gott verdammten Haare. Denn auch wenn sie in meinem "tief" der Verwahrlosung ohne Ende in die länge wachsten, fand ich mittlerweile echt ein wenig Gefallen daran. Zumindest wenn man ein wenig arbeit in das ganze steckte. Und auch wenn ich Madelaine versprochen hatte ich ginge mit ihr auf diese blöde Hochzeit, war das ganze für mich mehr als schwer. Immer noch hielt ich es für eine Blöde Idee. Es war mein alter Freundeskreis und mittlerweile hatte ich den Kontakt zu so ziemlich jeden abgebrochen. Geschwiege das sie wussten das ich jetzt in einem Rollstuhl saß. Mein Zustand hatte sich nämlich nicht gebessert. Trotz der Mühen die ich in die ganze Sache hineinsteckte. Trotz der ganzen Therapie Stunden im Krankenhaus oder der Hilfe von Robin. Selbst die Tabletten waren höher angesetzt. Das Kiffen- vorerst wegen ungünstiger Nebenwirkungen wie kotzenden Nächten- an den Nagel gehängt. Leicht nervös betrachtete ich mich in meinem Spiegel und betrachtete mich. "Ich hoffe diese ganze Sache verschafft mir eine ganze Woche Ruhe", murmelte ich etwas lauter so das sie es auch hörte. Vermutlich wusste sie gar nicht wie viel Überwindung mich das ganze kostete. Natürlich hatte sie es in der letzten Zeit auch des öfteren versucht mich aus dem Haus zu bekommen. Nach über einem Monat war das wohl der erste richtige Kontakt zur Außenwelt und irgendetwas sagte mir, dass das ganze absolut in die Hose gehen würde. "Ich fühl mich nicht wohl." Der Rollstuhl zerstörte mein gesamtes Bild. Mein Blick rutschte durch den Spiegel auf den Schatten hinter mir der hin und her huschte. Keine Ahnung was Madelaine da tat- vielleicht suchte sie eine passende Handtasche. "Das ist eine blöde Idee. Natascha hat uns noch nicht einmal persönlich eingeladen. Zudem ist es nicht die Art von Hochzeit die du dir jetzt vorstellst. Sie hat einen total niedrigen Lebensstandart." Doch egal was ich mir jetzt noch aus den Fingern saugte, Madelaine würde sich wohl nicht mehr zu einer anderen Meinung bewegen.

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Camille Parker
Die Zeit war wirklich schnell vergangen, sobald wir wieder mal in der Arbeit vertieft gewesen waren und man merkte Skye überhaupt nicht an, dass er mich vor ein paar Tagen versucht hatte sich das Leben zu nehmen. Was ich natürlich gut fand, ich hätte nicht gewusst wie ich mit einem total depressiven oder veränderten Skye hätte umgehen sollen. Es war also quasi wie auf der Arbeit gelaufen, er hatte mir seine Ideen gesagt und aufgeschrieben, ich würde sie dann auch ohne seine Anwesenheit umsetzen können und wenn ich fragen hatte konnte ich ihm eine SMS schreiben. Natürlich war es auf Arbeit irgendwie besser, aber ich wusste nicht wie lange er noch hier sein würde und ich bekam auch noch keine Antwort auf diese Frage von ihm, denn Raven war wieder zurück. Naja, im großen und ganzen waren wir ja auch fertig und ich hatte meine Anweisungen für die nächsten paar Tage und wenn sich was ändern würde, würde Skye mir bestimmt Bescheid sagen, Wir hatten ja jetzt jeweils die Nummer des anderen. Raven beantwortete meine Frage im nächsten Moment allerdings indirekt, als hätte er gehört wie ich sie Skye gestellt hatte. Dass Raven So....offen über die Antidepressiva seines Bruders sprach fand ich einen Moment komisch, aber für die beiden war es wohl Alltag und wenn ich weiterhin mit Skye zusammen arbeiten wollte, würde ich mich wohl daran gewöhnen müssen. Ich nickte also nur über Ravens Worte und sah nochmal zu Skye, um mich zu verabschieden. "Also ich schreib dir dann, Wenn ich fragen hab oder fertig bin. Bis dann." Ich wandte mich gerade leicht lächelnd vom Bett ab, als Raven mich etwas komisch ansah und dann fragte ob wir reden könnten. Mir rutschte das Herz natürlich sofort in die Hose und ich nickte steif. Ich hasste es, wenn Leute so fragten, denn es hieß immer nichts gutes. Man Malte sich sofort das schlimmste aus und machte sich Gedanken, was man falsch gemacht haben könnte. Jetzt war es an mir mir nervös auf die Unterlippe zu beißen, während ich Raven vors Zimmer folgte jnd wartete bis er die Tür zugezogen hatte. "Du bist doch nicht sauer, weil ich Skye seinen Laptop mitgebracht habe, oder? Ich hab gesehen wie er ihn versteckt hat und ich kann mir denken, dass du willst dass er sich erholt, aber er hat mir heschr dass ihm langweilig ist und ich dachte die Arbeit würde ihn auf andere Gedanken bringen, du hattest ja gesagt, dass er beim programmieren in einer anderen Welt verschwindet." platzte ich mit meinen ersten Bedenken raus und rang etwas unruhig mit meinen Händen. Was wenn er doch wollte, dass ich Skye nicht mehr besuchte? Wenn er glaubte ich störte Bei seiner Genesung oder so? Dann würde ich mir doch ein anderes Praktikum suchen müssen oder mich komplett auf einen neuen Kollegen umstellen und das alles bedeutete nur einen Haufen Stress, auf den ich keine Lust hatte.

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Madelaine Green
Ich seufzte tief, als Aaron wieder die selbe Haltung annahm wie immer. Er blockte meine Versuche mit ihm zu sprechen ab, er wehrte sich dagegen über seine Zukunft zu sprechen. Er tat einfach alles, um nicht darüber zu reden oder gar darüber nachzudenken, dass er nicht ewig so weitermachen konnte. Irgendwann würde Aaron lernen müssen damit umzugehen. Er würde irgendwann anfangen müssen etwas zu tun und für sich zu kämpfen. Vor allem aber musste er sich beeilen das endlich einzusehen. Ich wollte ihn bei all dem unterstützen. Sonst würde es ja niemand tun. Aaron hatte sonst niemanden, der sich um ihn kümmerte und der mit ihm durch diese ganzen Sachen gehen würde. Ich war die Einzige und ich würde es nicht mehr lange machen. Ich war ja jetzt schon aus der Puste, wenn ich ihn nur aus seinem Stuhl hob. Das würde ich nicht mehr lange machen, wenn ich nur noch drei oder vier Jahre hatte. Das letzte Jahr würde vermutlich nur noch daraus bestehen, dass ich im Bett lag, an tausende Schläuche angeschlossen oder gar künstlich beatmet. Es war abzusehen, dass ich irgendwann nicht mehr so viel Kraft hatte den ganzen Tag herumzurennen und ihn zu unterstützen. Ich zog die Augenbrauen leicht zusammen und grub meine Fingerspitzen in sein Tshirt, während ich mein Gesicht an seiner Schulter barg, nachdem er mich zum Schweigen gebracht hatte. Wenn wir jetzt nicht darüber redeten... wann dann? "Gut, dann... dann ruh dich aus.", murmelte ich leise an seiner Schulter und schmiegte mich an seine Seite wie ich es schon sehr sehr lang nicht mehr getan hatte. Vielleicht sollte ich morgen erstmal meine Mutter anrufen und sie informieren. Vielleicht könnte ich sie dann auch um Rat fragen, was Aaron anging. Irgendetwas musste ich doch tun, solange ich es noch konnte.

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• Aaron Archer.

Ein kleines mühsames nörgelndes Geräusch entfuhr mir, als sie weiterhin über die Tatsache sprach das ich bald anfangen musste zu kämpfen. Sie konnte das Thema nicht einfach so sein lassen und auch wenn sie es eigentlich nur gut meinte, wollte ich für heute nichts mehr davon hören. Es machte meine jetzige Situation einfach nicht besser und ich war kein Mensch der Vorrausschauend dachte. Ich wusste doch selbst nicht ob ichjemals den Willen aufbrachte zu kämpfen und den Arsch zusammen zukneifen. Das ganze war leichter gesagt als getan. Doch auch wenn es wahre Worte von ihr waren und alles so klang als würde ich nie wieder laufen können, wollte ich dennoch nicht einfach so aufgeben. Wenigstens legte Madelaine es so aus, als würde ich ohne mühe nicht wieder gehen können. Und um ehrlich zu sein hatte sie ja auch Recht. Doch es war so verdammt mühsam und es fehlte mir einfach an Ausdauer um zu kämpfen. Noch nie hatte ich um etwas Kämpfen müssen. "Um ehrlich zu sein keins von beiden", gab ich müde von mir und streckte meinen Oberkörper so gut es Schmerzfrei ging. Ich streckte die Arme ein wenig von mich und gähnte. "Wie wäre es wenn wir das wie schaffe ich es Aaron am besten zu ärgern auf morgen verschieben?" Denn auch wenn ich vermutlich nicht danach ausschaute oder den Eindruck machte, ich machte mir viel mehr Gedanken um die Zukunft als es aussah. Das hatte ich schon damals. Doch selbst da hatte es absolut nichts gebracht sich damit verrückt zu machen. "Lass und doch einfach die Augen zu machen und die Stille genießen ja?" Dieses mal war ich derjenige der Versuchte ihr meine Hand auf den Mund zu drücken. "Kannst du es fühlen?", fragte ich lachend und zog eine Augenbraue in die Höhe. Mit der anderen Hand legte ich mir meinen Zeigefinger auf die Lippen. "So fühlt sich stille an. Wenn du interessante Dinge über Sex wissen willst, denn guck die die Magazine in meinem Rucksack an. Aber kannst du das auch leise machen denn ich bin wirklich fertig. Robin hat mir eine höre Dosis Schmerzmittel verweigert. Mittlerweile hab ich das Gefühl er ist nur auf der Welt um mir das Leben noch härter zu machen", murmelte ich etwas leiser in mich hinein, ließ meine Hand von ihrem Mund sinken und zog die Decke höher.

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Madelaine Green
"Na ja, du bist einfach nicht so der künstlerische Typ. Woher soll ich wissen, ob du meine Metaphern verstehst.", erwiderte ich und zuckte leicht die Schultern, ehe ich mich ein wenig zu ihm herunterbeugte und langsam wieder zu Atem kam. Es war erschreckend wie leicht ich aus der Puste kam. Früher hatte es schon ein wenig mehr gebraucht, um mich außer Atem zu lassen. Ich nahm einen Stoß von meinem Asthmapümpchen und strich mir dann die langen, roten Locken hinter die Ohren. Er schob meine Hand weg, doch ich grinste nur und schob sie wieder in seine Richtung. "Aber ich mag dein Gesicht. Ach komm schon! Zwischen die Beine fasse ich dir sicher nicht!", lachte ich leise und strich sanft von seiner Stirn über seine Schläfe hinweg und bis zu seinem Kinn. Er war so ein hübscher Kerl... Wenn er jetzt nur nicht so stur wäre... Er könnte so viel erreichen in seinem Leben, wenn er nicht so verbittert an alles herangehen würde. Ja, er hatte viel Scheiße erlitten, aber das war kein Grund sich aufzugeben, denn genau das tat er. "Du gibst dich auf, Aaron. Du wirst nicht wieder laufen, wenn du dich dafür nicht anstrengst. Außerdem... was, wenn ich nicht mehr so lange da bin, bis du wieder läufst?" Was, wenn dieses Wunder, auf das er hoffte, nicht eintrat, bevor ich... weg war? In der Zwischenzeit musste er auf sich selbst achten. "Es schadet doch nicht, wenn du die Zwischenzeit nutzt. Bitte, Aaron... versuch es wenigstens. Ich kann dich nicht ewig aus dem Stuhl heben und wieder zurück." Es brachte doch nichts, wenn er einfach komplett aufgab und darauf hoffte, dass alles von allein kam. Wenn er wirklich wieder laufen wollte, dann musste er auch etwas dafür tun. Es würde sicher nicht einfach so entgegengeflogen kommen und zack könnte er wieder laufen. So oder so müsste er sich langsam aus dem Rollstuhl herauskämpfen und ich könnte ihm sicher nur noch wenige Monate zur Seite stehen, also sollte er diese Zeit noch nutzen. Oder? "Reden ist deine Vorliebe? Ach komm, Archie, das ist ja verdammt langweilig. Ich dachte ich könnte hier noch etwas von dir lernen!", jammerte ich und stieß ihn leicht in die Seite, was wohl eher kitzelte als weh tat. "Kultivierter? Achso, also willst du mit mir vielleicht über die psychischen Auswirkungen der Hippopotomonstrosesquippedaliophobie auf einen Menschen sprechen? Habe ich erwähnt, dass ich Psychologie überlegt habe als Nebenfach zu wählen? Ist wohl nichts geworden." Das Studium würde ich dann wohl sowieso demnächst abbrechen. Wenn ich nicht mal mit dem Studieren fertig werden würde, würde es sich nicht auszahlen einen Job zu lernen, den ich nie ausüben würde. "Also? Sprichst du jetzt lieber mit mir über Sex oder über Psychologie?" Ich könnte ihn wohl mit beiden Themen in den Schlaf langweilen.

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• Aaron Archer.

Es funktionierte so nicht. Und das stellte wohl auch Madelaine gerade fest und ließ sich keuchend neben mir auf den Hintern fallen. Ich blinzelte übertriebene Vier mal ehe ich die Augen leicht weitete. Beabsichtigt ihr einen kleinen geschockten Blick zu schenken. "Und du bist Blauäugig wenn du glaubst ich verstehe Metaphern nicht", murmelte ich eher mir selbst zu und grinste für einen sehr kurzen Augenblick als ich meinen Blick wieder von ihr nahm. Beinahe süß wie sie versuchte sich für mich ins Zeug zu legen. Dabei musste sie mir das wirklich nicht erklären. Ich hatte es verstanden, es juckte mich nur nicht wirklich nicht. Alleine die Vorstellung wie ich auf solche dummen Bewegungen und Übungen angewiesen war, kotzen mich einfach nur an. Dinge die ich nicht wahr haben wollte auch wenn es vielleicht notwendig war. Ich wischte ihre Hand von meiner Stirn als sie versuchte mir gegen die Stirn zu ticken. "Nicht immer ins Gesicht", murrte ich mit heiterer Stimme und verkniff mir ein lächeln. "Ich werde wieder laufen und ich werde auf gar niemanden angewiesen sein müssen." Wieso musste ich mir darüber jetzt schon Gedanken machen?! Der Arzt schloss ein "Wunder" nicht aus und auch die Ergebnisse waren nicht zu negativ. Die wenigen Hoffnungen die ich noch hatte, würde ich mir nicht nehmen, indem ich einfach damit abschloss. Dann würde nur wieder meine Angst überhand nehmen. Die Idee von der Vorstellung das es nur nackte Frauen brauchte, damit ich meinen Arsch hoch bekam war schon ganz nett nur nicht 1 zu 1 so umsetzbar. "Wenn es doch nur das wäre", gab ich theatralisch von mir und neigte meinen Kopf zu ihr. "Können wir über was anderes reden als Stabhochsprung, Pornos, Nackte Frauen und die Tatsache das ich vermutlich nie wieder laufen kann?" Diesen Satz brachte ich sogar ausnahmsweise ganz locker über die Lippen. "Meine Vorlieben?", begann ich lachend und schmunzelte in mich hinein. "Vermutlich alles was irgendwie im Auge des Betrachters als FSK 18 abgestempelt wird. Komm schon, ich mach doch nur Spaß. Wenn du noch nicht dahinter gekommen bist das ich gerne rede wenn der Tag lang ist, denn bist du diejenige die Metaphern nicht versteht." Ich ergriff eines der Kissen neben mir und schlug es ihr elegant ins Gesicht. "Man kann sich mit mir auch durchaus kultivierter unterhalten ob du es glaubst oder nicht."

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Arthur Denaux
Ich hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit dass Rose eifersüchtig wäre. Eigentlich hätte ich ihr diese Eigenschaft gar nicht zugesichert. Sie war aber anscheinend genauso überrascht darüber wie ich. Sie hatte nicht gedacht, dass sie solche heftige Gefühle zeigen würde, wenn eine andere Frau dabei wäre und das.. fand ich toll. Ich konnte es gar nicht anders sagen. Ja, ich fand es toll, dass Rose anscheinend doch stärkere Gefühle für mich hatte, als dass sie es hatte zugeben wollen. Ich zog sie auf meinen Schoss und strich ihr eine Strähne nach hinten. Rose reagierte immer zickig, wenn sie sich bedrängt fühlte. Das hatte ich nun auch schon öfters gemerkt. Sie hatte das Gefühl, dass ich dann früher locker lassen würde. Ich machte stattdessen nur weiter und hörte sicher nicht auf. Wenn sie so reagierte, dann wusste ich, dass sie irgendwas hatte, worüber sie nicht sprechen wollte. Aber nur weil sie nicht darüber sprechen wollte, hiess das nicht, dass sie auch nicht darüber sprechen sollte. Genau solche Sachen wie Eifersucht musste sie mir doch sagen. Es war ja nicht so, als würde es mich nicht betreffen. Rose war eifersüchtig, weil ich mit einer anderen Frau zusammenarbeitete. So konnte man es wohl am besten ausdrücken. "Das stimmt", stimmte ich ihr zu. Ja, ich war ein Player gewesen oder immer noch - keine Ahnung. Aber ich hatte nie etwas mit mehreren Frauen gehabt oder hatte die eine hintergangen. Ich hatte sowieso nur immer One Night Stands gehabt und da hatte ich immer klar gemacht, dass da nicht mehr zu holen wäre. Es wäre ein Abenteuer und damit war die Sache beendet. Wenn dann die Frau doch anders reagierte, war ich abgesichert und machte mich aus dem Staub. Ich konnte ihr Lächeln nur leicht erwidern und musste nicken. "Ja, du warst die Ausnahme, aber wir haben uns eigentlich auch schon vor der Arbeit kennengelernt, wenn wir es genau nehmen wollen", erwiderte ich und lächelte sie an. Ich lachte leise auf und schüttelte den Kopf. "Ich werde es dir schon sagen, wenn du mir zu anhänglich wirst", versprach ich ihr und ich strich ihr sanft über die Seite. Sie musste sich da wirklich keine Gedanken machen. Ich war schon immer direkt gewesen und das wäre ich auch bei ihr. Ich wäre vielleicht etwas sanfter, aber schlussendlich würde ich ihr genau das sagen, was ich dachte. "Na ja, ich finde wir sind bis jetzt auf einem guten Weg, wenn man es so sagen kann", meinte ich mit einem kleinen Schulterzucken, als sie meinte, dass wir nicht einmal richtig zusammen waren. Aber wir wollten es versuchen. Und gerade am Anfang, wenn man den Partner noch nicht so gut kannte, war man eher eifersüchtig, wie wenn man sich so richtig kennengelernt hatte. Sie musste sich da ja nun wirklich keine Gedanken machen. Ich lächelte leicht und fuhr mir durch das Haar, bevor ich ihr einen sanften Kuss auf die Lippen hauchte. "Du machst dir viel zu viele Gedanken", murmelte ich nahe ihren Lippen und küsste sie erneut.

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Raven Aldren
Ich konnte Skye normalerweise nicht allein lassen, ohne mir zu Hause tausende Gedanken zu machen. Wie sollte ich das auch nicht Mein kleiner Bruder versuchte seit Jahren sein Leben zu beenden und ich war alles, was ihn noch daran hinterte. Ich war alles, was er hatte und dank mir versuchte er es nur so "selten". Und selbst wenn er es versuchte, weil er wieder in einem Loch steckte und keinen Ausweg sah, war ich es, der ihn aufhielt. Ich hatte Glück gehabt es bisher immer geschafft zu haben. Das war immer bloß Glück gewesen. Wie sollte ich da also ruhig schlafen können? Im Krankenhaus stand er zwar unter Beobachtung, aber ich könnte es nicht ertragen, wenn sie einen Fehler machten und ich nicht da gewesen war. Sie saßen ja nicht rund um die Uhr in seinem Zimmer. Deswegen ging ich so selten wie möglich nach Hause und wenn ich dann da war, hetzte ich mich ziemlich ab. Das war die erste längere Dusche, die ich hatte seit Skye eingeliefert worden war. Es tat wirklich gut und ich genoss es eine Weile, da ich wusste, dass Skye bei Camille in Sicherheit war. Er würde sich nicht vor ihren Augen etwas antun. Ich aß noch schnell etwas, zog mich an und fuhr dann wieder zurück zum Krankenhaus. Diesmal hatte ich sogar Skyes kleinen Gameboy mit. Ja, er spielte sogar daran noch, auch wenn er es deutlich beschränkte, da der Gameboy ja fast ein historischer Gegenstand war. Aber er war die einzige "Konsole", die ich bereit war ihm mitzubringen, damit er sich ein wenig ablenken konnte. Er würde bei Donkey Kong schon nicht auf depressive Gedanken kommen. Ich fuhr also zurück zum Krankenhaus und als ich das Zimmer betrat, war Camille tatsächlich noch hier. "Stör ich? Seid ihr fertig? Es gibt nämlich gleich Mittagessen.", erklärte ich den beiden und schaute dann auf die Uhr. War Camille eine ganze Stunde hier gewesen? Wow, da hatten sie wegen der Arbeit wohl viel zu besprechen gehabt. Mir entging natürlich nicht, dass Skye den Laptop zugeklappt und ihn hinter sich geschoben hatte, als ich reingekommen war. Ich schaute zu Camille, als sie sich nochmal an Skye wandte, damit er etwas einwenden konnte, wenn er musste. "Na ja, allzu lange müsst ihr das ja nicht mehr machen. Sobald sie seine Dosis an Antidepressiva vernünftig eingestellt haben und seine Wunden gut verheilen, könnt ihr das wieder im Büro klären." Ich konnte mir gut vorstellen, dass das hier sehr umständlich und vor allem anstrengend für Camille war. Dennoch biss ich mir leicht auf die Unterlippe und sah zu Camille. "Kann ich dich kurz sprechen?" Das... sollte wirklich nicht allzu hart klingen.

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Camille Parker
Ich freute mich, dass ich Skye mit seinem Laptop eine Freude bereiten konnte, genau das war mein Ziel gewesen. Nur weil ich nicht in seine psychischen Probleme und Krankheiten mit hinein gezogen werden wollte, hieß das nicht, dass mir sein Wohlergehen egal war. In Krankenhäusern war es furchtbar langweilig, ich wusste das nur zu gut, als wir auf meinen Vater gewartet hatten, außerdem war die Atmosphäre hier drin so...deprierend, dass man eine Ablenkung nur zu gut gebrauchen konnte. Außerdem ging die Arbeit wegen der ich ja hier war, mit dem Laptop schneller voran und das merkte man. Skye konnte Vorschläge direkt notieren und wir besprachen seine Ideen zu dieser neuen Waffe, ich fotografierte die Datei von seinem Laptop ab und konnte dann zu Hause seine Wünsche genau umsetzen. Dafür würde ich erst wieder nach ähnlichen spielen und Stilen recherchieren müssen, aber ich hatte ja da schon meine Vorgehensweise mit der ich die Skizzen am besten umsetzen konnte. Alles in allem war ich fast eine Stunde bei Skye und hatte wieder einges um weiter arbeiten zu können, ich hatte also das gute Gefühl, dass wir ordentlich voran kamen, obwohl das hier alles andere, als normale Arbeitsumstände waren. "Okay, gut, dann hab ich erst mal wieder was um voran zu kommen. Weißt du...wann du hier raus kommst? Oder...wann du wieder arbeiten gehen wirst?" erkundigte ich mich vorsichtig, als ich meine Sachen wieder in meiner Tasche verstaute. Ich wusste ja nicht, ob er nach dem Krankenhausaufenthalt wieder direkt arbeiten gehen würde oder ob er in Therapie ging. Ich meinte mich aber zu erinnern, dass Raven erwähnt hatte, dass Skye jegliche Therapie verweigerte, also hatte ich nicht den blassesten Schimmer wie lange er noch auf Arbeit fehlen würde. Ich war gerade dabei, den Reißverschluss meiner Tasche zuzuziehen, als es an der Tür klopfte und kurze Zeit später Raven den Kopf herein steckte. Seine Haare hingen ihm etwas verwuschelt ins Gesicht und sie waren dunkler, vermutlich noch nicht ganz trocken von der Dusche Die er vor kurzem genommen hatte. "Stör ich? Seid ihr fertig? Es gibt nämlich gleich Mittagessen." Ich lächelte, so wie er und nickte langsam, Ehe ich zu Skye sah, ob dieser noch etwas einzuwenden hatte. "Wir haben alles besprochen, glaube ich und wenn es Essen gibt, werde ich eh nicht weiter stören." Also erhob ich mich langsam und hängte mir meine Tasche um. Na es war doch ganz gut gelaufen, wenn man außer Acht ließ, dass wir in einem Krankenhaus waren und warum genau Skye hier war. (Liegt an dir ob du schon auf Raven switchen willst und ob er Camille irgendwohin einlädt oder so :D)

Jessica Rose McDougall
Ich verfluchte Arthur dafür, dass er es geschafft hatte mir die Wahrheit für mein Verhalten zu entlocken. Ich hasste es über Gefühle reden zu müssen und mich erklären zu müssen, das war...schwer und konnte schnell kitschig werden, außerdem zeigte man dabei schnell wie verletzlich man war und das wollte ich alles überhaupt nicht. Dennoch, er hatte es mal wieder geschafft. Entweder ich ließ mich zu leicht von ihm beeinflussen, ich musste mir eingestehen dass kein Mann vor Arthur so eine Macht uber mich gehabt hatte, oder aber ich sah langsam ein, dass ich ihm vertrauen konnte, denn Teile von mir und meines Herzens waren sich da noch nicht ganz so sicher. Alles in allem wollte ich ja nur nicht, dass er sich von mir entfernte, bloß weil ich einen Moment die Kontrolle verloren hatte und mich wie eine Zicke aufgeführt hatte. Aber Arthur reagierte toll ruhig, vorsichtig und sanft, sodass ich mich dann schon auf seinem Schoß wieder fand. Meine Hände legte ich auf seine Schultern, während er mich schwach anlächelte. Seufzend nickte ich. "Ich weiß doch, dass du so ein scheiß nicht abziehen würdest. Du bist vielleicht ein Player oder du warst es, aber für sowas besitzt du dann doch zu viel Anstand." Ich hatte früher vielleicht gedacht, dass Arthur Die Frauen wechselte wie andere Leute ihre Unterwäsche, aber dass er eine Frau mit einer anderen betrog oder eine wegen jemand anderem verließ, dass hatte ich ihm nie unterstellt. Trotzdem meinte Arthur, dass er mir versichern musste, dass er Cathy nie außerhalb von Jobs getroffen hatte, was mich etwas zum lächeln brachte. "Achja du trennst Arbeit und Privatleben? Dann war ich wohl die Ausnahme, die die Regel bestätigt, was?" ich konnte es mir in dem Moment nicht lassen ihn damit aufzuziehen, Dann seufzte ich aber. "Glaub mir, ich weiß ja dass du nur noch ein paar Tage mit ihr abreiten musst, aber ein Teil in mir hat wohl einfach mehr Angst dich zu verlieren, als mir bewusst war. Ich weiß nicht, ob ich es gut finden soll, dass...dass ich jetzt schon so empfinde, ich meine, Wir sind ja nicht mal richtig zusammen. Vielleicht mutierte ich später zur totalen Klette, oh Gott."

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Madelaine Green
Ich verdrehte leicht die Augen, als er mich wieder falsch verstand. "Himmel, so meinte ich das doch nicht! Okay, wie drücke ich es sonst aus..?" Ich runzelte leicht die Stirn, während ich nach den richtigen Worten suchte. Er schien ja nur Stabhochsprung verstehen zu wollen und fühlte sich verarscht, weil der den Sport nicht mehr machen würde. Als hätte er das vorher hinbekommen! "Gut, also... wenn du deine Hände gegen die Knie drückst, während du mit Schwung aus dem Rollstuhl steigst, drückst du deine Beine steif. Das funktioniert dann wie ein Hebel, verstehst du? Du kippst radial um den Punkt, auf dem du stehst und fällst vorwärts ins Bett. Das ist... eine Hebelwirkung. Das mit dem Stabhochsprung war mehr eine Metapher, damit du es besser verstehst, du Miesepeter!", erklärte ich ihm und tippte leicht gegen seine Stirn, weil er immer nur so negativ dachte. "Ich versuche dir nur zu helfen und dir Möglichkeiten zu zeigen wie du ganz allein klarkommst. Wenn du das in der Zeit hinbekommst, in der wir noch zusammen hier wohnen können, musst du danach vielleicht nicht zu so einer komischen Schrulle ziehen, sondern kannst von den staatlichen Hilfen eine eigene Wohnung nehmen. Vielleicht könntest du sogar die hier übernehmen, wenn ich zurück ziehe." Ich versuchte ihm doch nur seine Perspektiven zu zeigen, die er haben könnte, wenn er sich mal ein wenig zusammenriss. "Gut, dann lasse ich mich von Robin beraten und schenke dir einen Porno, wenn du deinen ersten Sieg erzielt hast und allein ins Bett kommst. Das ist doch ein Deal. Wenn es nackte Frauen braucht, damit du deinen Arsch hochkriegst, hättest du es nur sagen müssen." Ich versuchte ihm dabei zu helfen, als er sich hochstemmte und versuchte in den Rollstuhl zu ziehen. Allerdings hing der untere Teil seines Körpers dabei ziemlich im Weg und zog an ihm wie ein nasser Sack. Ich... bekam es auch nicht hin. Wie gesagt, ich war nicht besonders stark, da ich nie Sport hatte machen dürfen und nebenbei ging mir ganz schön die Puste aus. Ich ließ mich keuchend zurück auf den Hintern fallen und sah zu ihm. "Gib mir kurz eine Minute. Danach versuchen wir es nochmal." Ich würde ihn schon dort hoch bekommen. Er konnte doch nicht die ganze Nacht auf dem Boden schlafen! Ich wischte mir über die Stirn und atmete tief durch, richtete den Schlauch in meinem Gesicht wieder aus und strich meine Bluse glatt. Wieso fühlte sich nur die kleinste Anstrengung an, als würde ich einen Marathon laufen? "Na gut... Erzähl mir davon. Du hast mir nie gesagt, worauf du stehst.", erwiderte ich atemlos und kramte in meiner Handtasche nach dem Asthmaspray. Während er mir einen Vortrag über seine Vorlieben hielt, würde ich wohl in Ruhe wieder zu Atem kommen können.

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• Aaron Archer.

Als sie sich zu mir legte runzelte ich die Stirn. Wie beim Stabhochsprung? Hörte sie sich eigentlich selbst zu? Meine Würde lag doch schon unter dem Boden der Tatsachen. Sie machte es durch so einen Spruch wenigestens nicht gerade besser. "Das klingt in der Tat als wäre ich ein größeres Opfer als du es mir zuschreibst. Tut mir leid. Ganz ehrlich Mad." Ich warf ihr einen kurzen knappen Blick zu ehe ich tief Luft holte. Sie ließ wohl nicht so leicht locker. "Hör auf mit solchen Geschichten. Ich bin echt nicht in Stimmung für sowas." Und das würde ich auch nie sein. Wenn sie mal nicht mehr da war. Was wollte sie von mir hören? War das eine neue Mitleidsnummer damit ich meinen Arsch zusammen kniff? Ich seufzte und streckte meine Arme nach dem Rollstuhl aus. Mit der freien hand ergriff ich nun auch ihren Arm und versuchte mich so gut ich konnte hochzuziehen. Im Krankenhaus hatte ich es auch mit Hilfe geschafft zu stehen, sollte also nicht all zu schwer sein, oder? "Ich bin auf dem Entwicklungsstand eines Achtzigjährigen. Er würde es begutheißen wenn ich Pornos schaue. Was meinst du was er tut. Der Kerl ist Singel und Lebt in der Pflege. Wenn er nicht unbedingt Frauen in Gesundheitsschuhen aufreißen will, bleibt ihm gar nichts anderes über." Mad griff mir unter die Arme und half mir. Nur leider stellte sich das ganze schwerer heraus als es war. "Siehst du, ich werde auf dem Boden liegen bleiben müssen. Blöd für dich. Jetzt muss ich Robin doch sagen das du mich aus meinem Rollstuhl gekippt hast", spaßte ich und gab es auf. Ich ließ meine Hand von der Fläche des Rollstuhles sinken und sank wieder zurück in den Kissen Haufen. "Natascha ist vergeben Schätzelein. Tut mir leid das ich dich enttäuschen muss. Wenn es etwas gibt worin sie besser ist als ich, denn ist es anderen Personen zu vertauen." Schließlich hatte sie schon viele Jährchen mit ihrem Macker auf den Buckel. Auch, wenn ich ihn noch nicht einmal richtig kannte. Ich fuhr mir durch die Haare, seufzte und sah an die Decke des Raumes. "Das auch gleich immer das schlechteste von mir erwartet wird. Vielleicht steh ich ja auch mehr so auf andere Dinge. Auf Dreckige Dinge."

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Madelaine Green
Hey, es war schon spät. Es war sicher schon kurz nach Mitternacht und wie er schon gesagt hatte: Es war mitten in der Woche. Klar, wir beide hatten morgen nichts vor, aber so oder so konnte er nicht noch die gesamte restliche Nacht hier liegen bleiben. Er hatte zwar schon geschlafen, aber er war auch querschnittsgelähmt. Er spürte doch gar nicht, wenn er mit der Hüfte falsch lag und sich irgendetwas ausrenkte oder sowas. Er redete zwar immer von dem Schmerz in seiner Wirbelsäule, aber das musste oberhalb der Verletzung sein. Darunter... war er so gut wie gefühlslos, wie die Ärzte herausgefunden hatten. Klar würde er dann keine Schmerzen dort spüren, aber eine Verletzung mussten wir ja nun wirklich nicht riskieren. Und das blieb ja nicht aus, wenn man auf dem harten Boden schlief! Kissen hin oder her! "Na ja, das Bett geht ja ein Stückchen runter. Mit etwas Übung könntest du sicher lernen deine Knie durchzudrücken und dich rüberfallen zu lassen. Wie mein Stabhochsprung, weißt du? Man könnte es ausprobieren." Ich wollte ihn doch nur ein wenig motivieren, damit er es wenigstens versuchte. Wenn ich erstmal nicht mehr da wäre, würde er es sicher nicht mehr machen. Ich kam ja schon kaum durch seinen Dickschädel. Ich seufzte und ließ mich auf den Hintern sinken. "Hör zu... das, was ich heute Nachmittag gesagt habe, meinte ich ernst... Ich weiß nicht wie lange ich noch hier sein und dir bei allem helfen kann. Lass uns die Zeit also nutzen, okay?" Er musste nicht wissen, dass mir nicht mehr viel Zeit blieb. Es reichte, wenn er glaubte, dass ich den Mietvertrag auflösen musste - ob wegen dem Mieter oder meiner Mutter... egal! Hauptsache er begriff, dass wir die Zeit bis dahin nutzten, damit er danach nicht zu irgendsoeiner komischen Tante ziehen musste, die ihn umsorgte, als wäre er nicht in der Lage sich selbst zu helfen. Das konnte er. Er musste es nur endlich lernen und sich zusammenreißen. "Nein, Robin ist schlau. Er weiß, dass ich dich keine Pornos gucken lasse. Das ist nicht gut für deine Entwicklung.", schmunzelte ich und strich ihm ein paar wirre Haarsträhnen aus dem Gesicht, während ich meinen Unterarm neben ihm aufstützte und zu ihm herunter sah. Müde strich meine Hand über seine Schulter hin zu seiner Brust und ich zeichnete das seltsame Muster auf seinem Shirt nach. Als er von Natascha sprach, seufzte ich verträumt und legte meine Hand flach auf seine Brust, ehe ich zu ihm hoch sah. "Also ist sie genauso verschlossen wie du. Hey, versuchst du mich mit ihr zu verkuppeln? Ich bin leider nicht lesbisch und ganz sicher würden wir, wenn, keine Show für dich aufführen.", grinste ich schief und legte meinen Kopf an seine Schulter, während ich mich neben ihn lehnte und meinen Arm um seine Hüfte legte.

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Dinario "Dino" Marquéz
Das, was ich heute sah, kam der alten Lucie, meiner Lucie, wesentlich näher als das, was ich in den letzten Tagen so von ihr gesehen hatte. Es hatte mir Angst gemacht und ehrlich gesagt hatte ich auch geglaubt, dass es sich so bald nicht ändern würde, aber scheinbar... war meine Lu doch stärker als ich anfangs geglaubt hatte. Als ich wiedergekommen war, war sie ein genauso schlimmes Wrack gewesen wie ich auch. Ich konnte nicht in sie hineinsehen, aber ich hatte ja gemerkt, dass sie manches versuchte vor mir zu verstecken. Vermutlich versteckte sie sogar noch mehr vor mir, als ich vielleicht glaubte. Jedenfalls sah ich, dass es ihr nicht gut ging und sie kaum aß, aber das hier? Ich wusste nicht, was plötzlich passiert war, aber auf einmal aß sie wieder. Ich sah wie sie sich den Salat in den Mund schaufelte und war einfach nur glücklich. So glücklich, dass ich den Kuss erwiderte, obwohl wir uns die letzten Tage kaum körperlich näher gekommen waren. Wir beide blieben noch auf Abstand, waren beide nicht bereit, aber an diesem Abend tat es doch recht gut sie in den Armen zu halten und ihre Lippen auf meinen zu spüren. Vermutlich hatte ich auch gebraucht, dass sie mir nochmal zeigte, dass sie mich trotz allem noch liebte. Es war gut, dass sie sich aber zurückhielt, denn hätte sie es nicht beendet, hätte ich mich wohl zurückgezogen. In dieser Nacht konnte ich das erste Mal ein wenig durchschlafen. Ein paar Stunden am Stück zumindest, weil ich mir nicht neben allem noch Sorgen um Lucie machen musste. Sie schlief neben mir, als ich morgens früh aufstand, um endlich wieder meine Prothese anlegen zu können. Ich hasste es immer noch sie nicht tragen zu können, aber ich sah ein, dass es nur noch länger dauerte, wenn ich mich nicht an die Regeln und Zeiten hielt, die ich das Teil tragen durfte. Ich joggte mit meinem nervigen Bodyguard und der Kapuze über den Kopf gezogen bis zu der Klinik, zog dort meine Physiotherapie durch und nahm die Prothese dann wieder ab, um im Fitnessstudio das Krafttraining durchzuziehen. Erst zum Rückweg legte ich sie wieder an und joggte auch den Weg zurück wieder. Himmel, es war befreiend wieder Sport zu treiben. Ich hatte monatelang nur gelegen und meine Muskeln waren jämmerlich verkümmert. Ich war nichts weiter als ein gebrechliches Skellett mit Haut gewesen, das Jay herausgeputzt hatte wie ein Mädchen und dann gedemütigt hatte. Ich wollte alles dafür tun, um das nicht mehr in meine Gedanken kommen zu lassen. Ich würde wieder zu dem Schrank von Kerl werden, damit niemand auch nur noch erahnte, was mal gewesen war. Ich würde mir einen Job suchen, für die teure Narbentherapie sparen und mein Leben wieder in den Griff bekommen. Ich plante alles genau durch, setzte mir hohe Ziele, auch wenn mir die Ärzte davon abrieten zu viel zu wollen. Mir war das egal. Alles, was zählte war, dass ich für meine Lu endlich wieder alles auf die Reihe bekam und stark war. Ich lief schnaufend die Stufen hoch. Es nervte echt immer im Langarmshirt Sport machen zu müssen, aber ich wollte eben verhindern, dass ich oder andere die Narben sahen, die meine Unterarme "zierten". Nassgeschwitzt und mit wild hochgebundenen Haaren betrat ich die Wohnung und fand Lucie tatsächlich in ihrem Arbeitszimmer. Atemlos grinste ich ein wenig und ging zu ihr. "Sieht aus, als hättest du die Zeit vergessen.", stellte ich schmunzelnd fest und strich ihr über den Kopf, ehe ich ihr von oben einen Kuss auf die Stirn drückte und mich auf ihrem Schreibtisch abstützte, um mir ihre Skizzen und Entwürfe anzusehen. Sie hatte mir nie etwas von ihren neuen Zeichnungen gezeigt. Seit ich wieder hier war hatte sie zwar gesagt sie würde daran arbeiten, aber bisher hatte ich es nie sehen dürfen. "Ich dachte du wolltest dir ein neues Atelier suchen, bevor du weitermachst.", stellte ich fest und schob die Blätter vor mir ein wenig auseinander, während ich mit der anderen Hand über meine leider noch sehr unregelmäßig wachsenden Stoppeln am Kinn strich. "Uhm... die Entwürfe sind echt gut, wirklich. Aber hast du jetzt vor nur noch männliche, einbeinige Kerle mit langen Haaren als Models einzustellen oder willst du mir damit etwas sagen?", fragte ich sie schmunzelnd, als ich mir die Skizzen genauer ansah. Gut, vielleicht war es mit den langen Haaren ein wenig weit hergeholt, immerhin gab es viele langhaarige Models, aber das Bein? So schemenhaft die Models ohne Gesicht auf ihren Skizzen auch waren, es fehlte ein Bein. Sie konnte nicht ernsthaft vor haben mich wieder laufen zu lassen, oder? So erst recht nicht! Nicht mit meinen noch übrigen weiblichen Zügen, meiner viel zu hohen Stimme, dem unregelmäßigem Bartwuchs, den Narben... Vor allem den Narben! Ich strich mir ein paar Schweißperlen von der Stirn und zuckte leicht die Schultern, ehe ich mich aufrichtete und nickte leicht. "Okay... wenn es wirklich dein Altes ist, dann nehme ich es gern. Aber auch wirklich nur, wenn du es nicht doch gekauft hast und noch mehr für mich bezahlst, okay? Ich suche mir bald einen Job und dann kann ich auch mal für dich sorgen.", sagte ich leise und nahm vorsichtig ihre Hand, an der immer noch mein Ring war. Der Ring, den ich ihr am Tag vor meiner Entführung gegeben hatte. Der Ring, mit dem ich ihr versprochen hatte für immer bei ihr zu bleiben, bis ich starb. "Irgendwann will ich genug haben um den ollen Ring hier gegen einen Vernünftigen auszutauschen, für den dein Dad mich nicht auslacht.", lächelte ich leicht. Ich wollte einen richtig protzigen, großen Klunker für sie, sodass selbst ihr Vater nur noch staunte. Das war es, was sie verdient hätte und das war es, was ich ihr irgendwann bieten können wollte.

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• Aaron Archer.

Die Vorstellung alleine war zugegeben auch ein wenig Witzig. Auch, wenn es eigentlich eher traurig sein sollte. "Ich schaffe es nicht mich auf Sachen zu werfen die eine Gewisse höhe haben. Am besten ist es wenn es runter geht." Und fallen war nun etwas wofür man wirklich keine Kraft brauchte. Vermutlich müsste alles auf meine Höhe angepasst werden wenn es wirklich darauf hinaus lief, dass ich nie wieder gehen könnte. Ein weiterer Gedanke den ich nicht ertrug. Doch darum ging es gerade ja auch gar nicht. Ich versuchte alles weitere an Gedanken um mich herum auszublenden um mich auf Madelaine zu konzentrieren. Mad löste die Bremsen meines Rollstuhls und beförderte ihn so dicht neben mich wie sie nur konnte. So dicht, wie es der Platz eben zu ließ. "Das ist Qutsch. Robin ist cool. Der wird vermutlich genau das richtige denken: ich habe mir den gesamten Abend über die Birne zugedröhnt und mir irgendeine Nackdokumentation Namens "Pornografie" im Fernsehn reingezogen." Ich schmunzelte, denn eigentlich war dies nicht so gewesen. Denn das Pogramm im Fernsehn ließ wirklich zu wünschen über. Vermutlich wäre ich Froh um irgendeinen Billig Porno gewesen. Statt dessen flimmerte irgendeine billige Kardashians Serie über den Bildschirm. "Wieso-", murmelte ich und lehnte ihre Arme ab als sie mir helfen wollte. Ich hatte geschlafen und ich wollte noch nicht wirklich zurück ins Bett. Ich schüttelte den Kopf und klopfte statt dessen neben mich. Was hatte sie gegen meine Selbst gebaute Kissenburg? Ich hatte Kissen- eine Decke- der Teppich unter mir war Bequem. Ich war wunschlos Glücklich. "Vielleicht verstehst du dich mit Natascha ja ganz gut. Ihr solltet mal öfter was zusammen unternehmen. Sie ist zwar kein Mensch der leicht Freundschaften schließt- geschweige das sie es zugeben würde- aber sie ist okay. Ich kenne sie seid meiner Kindheit." Genauso wie Nick. Doch im Gegensatz zu mir war sie damals wirklich ein wenig schleuer gewesen und hatte sich schon sehr viel eher von ihm los gerissen. Das hatte ihr wirklich eine Menge ersparrt. Eine Haftstrafe, um ehrlich zu sein und das verzog ich Nick bis heute nicht. Er hatte sich einfach so aus meinem Leben verpisst. Obwohl er mir hätte helfen können. Wie immer war ihm sein Titel und sein Leben als Reicher, Arroganter Schnösel wichtiger gewesen. Wirklich viel von ihm erwarten tat ich also nicht. Das hatte ich auch noch nie. Selbst jetzt empfand ich absolut kein Mitleid für ihn.

We all have two Lives
The Second One starts when
we realise we only have one ❤

-Tom Hiddelston
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Mailin Dayo
Er benahm sich ganz anders als sonst. Er hatte sich wohl noch nie unter der Bettdecke versteckt. Aber gerade tat er es und benahm sich dadurch wie ein kleiner Junge. Ich seufzte leise auf und fuhr mir durch das Haar. Er war kleinlaut und unterhalten tat er sich gerade auch nicht mit mir. Er schob mich eher immer mehr von sich weg. Ja, er hatte einen Fehler gemacht. Er hatte sogar mehrere Fehler gemacht, aber das hiess noch lange nicht, dass er sich so bescheuert benehmen musste. Es würde ja nichts bringen, wenn ich weiter hier sitzen würde, während er am liebsten unter der Bettdecke verschwinden würde. Dann konnte ich genauso gut einfach in meinem Zimmer sitzen und meinen eigenen Gedanken nachhängen. Und das tat ich dann auch. "Gute Nacht", erwiderte ich ebenfalls und stand auf. Ich ging in mein Zimmer und schloss die Tür hinter mir. Zed benahm sich gerade wirklich komisch und ich konnte jetzt schon sagen, dass mir dieses komische Verhalten nicht gefiel. Ich mochte den selbstsicheren Zed. Der, der immer eine Antwort bereit hatte. Aber dieser Zed hatte sich sehr zurückgezogen. Leider. Als allererstes zog ich meinen BH aus, den ich immer noch getragen hatte und schlüpfte aus meiner Hose. Nur noch mit Höschen und Shirt bekleidet, schlüpfte ich unter die Bettdecke und schnappte mir meinen Laptop. Mit Zed hätte ich es wohl nicht besonders länger ausgehalten. Ich setzte mich an das Kopfende von meinem Bett und lehnte mich mit dem Rücken an die Wand. Den Laptop setzte ich auf meinen Schoss und öffnete diesen, bevor ich nach einem Film begann zu suchen. Ich musste irgendwie auf andere Gedanken kommen. Schlafen könnte ich jetzt gerade nicht. Zed würde dies auf den Koffein schieben, aber so war es nicht. So war es definitiv nicht, sondern es hatte eine andere Ursache. Er hatte mich aufgewühlt. Er hatte mich mit seinem Verhalten aufgewühlt, welches mich so sehr an meinen Vater erinnert hatte. Ich fing einen Film an zu schauen und obwohl ich nicht schlafen wollte, schlief ich dann doch wieder ein. Der Film lief weiter und während der Laptop neben mir lag, schlief ich einfach ein. Dabei hatte ich wirklich nicht schlafen wollen. Nicht so lange meine Gedanken so aufgewühlt sind.

Faith falls hard on our shoulders, but legends never die.

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Madelaine Green
Oh... vielleicht war ich ein wenig zu forsch vorgegangen, denn als Aaron aufwachte, wirkte er ziemlich erschrocken. Ich hatte ihn nicht hochschrecken wollen. Na ja, es hatte nur so ausgesehen, als wäre er aus dem Stuhl gefallen und hätte sich verletzt oder so. Jetzt, als ich die ganzen Kissen sah, konnte ich mir aber denken, dass es nicht so gewesen war. Hatte er sich freiwillig auf den Boden fallen lassen und sich hingelegt? "Ich... dachte du wärst gefallen. Ich hab mir Sorgen gemacht, als ich dich hier hab liegen sehen. Hättest du dich dann nicht auf direkt ins Bett fallen lassen können? Ich meine... wenn du es schaffst dich auf den Boden zu schmeißen, ohne dir etwas zu brechen, dann könntest du das doch beim Bett auch direkt versuchen. Vielleicht klappt das ja sogar allein!", stellte ich hoffnungsvoll fest. Hey, ich würde vielleicht nicht mehr sonderlich lang auf ihn Acht geben können. Ich wollte nur dafür sorgen, dass er so viel wie möglich lernte selbstständig zu sein. Denn ich wusste ganz genau, dass er sich wieder hängen lassen würde, wenn ich ihn nicht damit nervte etwas zu tun. Wenn er also selbstständig war und er die staatliche Unterstützung annahm, könnte er doch selbst eine Wohnung haben, diese hier vielleicht sogar übernehmen. Wäre das kein Ansporn für ihn? Ich zog den Rollstuhl in unsere Richtung, kloppte die Bremsen in die Räder, während ich auf allen Vieren über ihm hing und setzte mich dann wieder zurück auf meine Fersen. "Du schläfst nicht auf dem Boden! Was soll Robin denn dann von mir denken?" Nachher hieß es noch ich hätte ihn wie einen Hund auf den Fußboden verbannt. Auch wenn es jetzt vielleicht noch bequem war, würde das sicher nicht mehr lange so sein. Er gehörte ins Bett und nicht auf den Boden. Ich lächelte schief, als er mich fragte, ob ich Spaß gehabt hatte. "Ja... ja, das hatte ich. Es war die Ablenkung, die ich heute gebraucht habe. Ab morgen... kannst du mich wieder völlig in Beschlag nehmen und mich zwingen langweilige Asi-Sendungen zu gucken.", versprach ich ihm und lächelte leicht, als ich mich in Position brachte, um ihm zu helfen, falls er sich nicht allein in den Stuhl gehievt bekam. Ich wollte nicht, dass er fiel und sich verletzte.

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Zander "Zed" Chamberlain
Das bewies doch nur ein weiteres Mal, dass ich eben einfach nicht so klug war wie vielleicht ein Schulabgänger mit Abschluss. Vielleicht lernte man sowas in der Schule nicht, aber man lernte es im Leben und da hatte ich mindestens genauso viel verpasst. Ich hatte nie eine richtige Familie gehabt. Ich hatte nie richtige Freunde gehabt. Und ich hatte nie die medizinische Versorgung bekommen, die ich nach Vaters Schlägen vielleicht gebraucht hätte. Ich hatte vieles im Leben versäumt und vieles auch nie gelernt. Dafür wusste ich eben von Dingen, über die kein normaler Mensch Bescheid wusste - was nicht unbedingt immer gut war. Ich senkte leicht den Blick, als sie abwehrte, dass das nichts mit schlau oder dumm sein zu tun hatte, aber wir wussten doch beide, dass es durchaus damit zu tun hatte. Ich wusste so einiges nicht, ich hatte nicht mal einen Schulabschluss. Ich wäre sicher um einiges klüger, wenn ich die letzten zwei Jahre noch durchgezogen hätte und wenigstens den niedrigsten aller Abschlüsse gemacht hätte. Hätte ich einen wirklich guten Abschluss für ein Studium haben wollen, hätte ich die letzten vier Jahre noch zur Schule gehen müssen. Es war doch klar, dass mir dadurch also ziemlich viel fehlte. Ich schlang die Arme um meine Knie und schaute geradeaus anstatt sie anzusehen. Gerade schämte ich mich einfach nur noch für das, was gestern alles abgegangen war. Ja, ich hatte mich dafür entschuldigt, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das alles nicht reichte. Ich schuldete ihr schon genug und dann versoff ich auch noch das Taxigeld, das sie mir netterweise noch mitgegeben hatte? Ich fuhr mir mit der Hand über die Stirn und schüttelte den Kopf. Als sie aufstand, schaute ich nur kurz zu ihr. Mein schlechtes Gewissen ließ mich immer weiter in den Sofakissen verschwinden. "Gute Nacht.", murmelte ich kleinlaut. Vermutlich war es wirklich besser, wenn sie ging. Dann könnte ich mir etwas überlegen, womit ich all das irgendwie wieder gut machen konnte, während sie endlich den Schlaf bekam, den sie verdiente und auch brauchte.

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Jeremio Tiyam
[Hast du meinen Post übersehen?]
Ich konnte gar nicht genug von ihr bekommen. Sonst schon hatte jede Faser meines Körpers nach ihr geschrien und als sie dann den Bademantel fallen liess, war es um mich geschehen. Aber natürlich reichte mir einmal nicht und vermutlich hätte das Neve genauso wenig gereicht. Wild, leidenschaftlich und zärtlich. All das war dabei. Am Schluss war ich dann aber doch am Ende meiner Ausdauer und meiner Kräfte. Trotzdem hatte sich das alles sehr gelohnt. Neve lag an mir gekuschelt. Ihr Kopf lag auf meiner Brust und ihre Hand auf meinem Bauch. Ich wollte sie gar nicht mehr los lassen. Ich fühlte mich müde und erschöpft. Am liebsten wäre ich jetzt einfach mit ihr in meinen Armen eingeschlafen. So wie es früher immer gewesen war. Aber wir wussten beide, dass das nicht möglich war. Wir mussten das jetzt noch für uns behalten. Eine ganze Weile. Es war wohl auch besser so, denn Bobby machte mir sonst schon genug Probleme. Ich seufzte leise auf, als sie sich von mir löste. Ich hatte gewusst, dass dieser Zeitpunkt kommen würde. Ich fuhr mir durch das Haar und sah zu ihr, als sie sich aufrichtete. Automatisch glitt mein Blick zu ihrer Brust, als die Decke nach unten rutschte und sie entblösste. "Zu schade", murmelte ich leise und sah dann wieder zu ihr. Ich lächelte leicht und schürzte die Lippen. Ich wollte wirklich nicht, dass sie ging. Ich seufzte auf, aber setzte mich dann ebenfalls langsam auf. Ich nickte bei ihrem Vorschlag. Ich sollte wohl wirklich noch eine Weile warten. Ich genoss den Kuss in vollen Zügen, genauso wie der zweite, den ich noch bekam. Ich wusste ja nicht, wann ich die Gelegenheit wieder bekommen würde, um sie zu küssen.
Neve verschwand und ich wartete noch ein paar Minuten. Dann stand aber auch ich auf und verliess das Zimmer. Ich ging in mein eigentliches Zimmer zurück und liess mich mit einem tiefen Seufzer ins Bett fallen. Am besten könnte ich schlafen, wenn nun Neve neben mir liegen würde. Aber nach dieser Menge Sex hatte ich nun wirklich kein Problem einzuschlafen. Ich legte mich hin, schloss die Augen und gleich darauf war ich auch schon eingeschlafen.
Am nächsten Tag stiegen wir aus dem Zug, kaum dass der Tag angebrochen war. Mit verschiedenen Taxi gingen wir in eine Pension, die einer alten Frau gehörte. Sie wirkte ziemlich nett. Sie bereitete uns sogar Mittagessen zu und nach dieser anstrengenden Nacht hatte ich richtig Appetit. Ich schlug zu, genau wie die anderen. Über den Vorschlag von Neve sagte ich nichts, denn ich hatte mich bis jetzt auch nicht damit ausgekannt und hatte immer brav meinen Mund gehalten. Die anderen beiden schienen damit einverstanden zu sein. Die Frage war jetzt nur noch, dass wir eine passende Farm fanden. Das war vielleicht etwas, bei dem ich helfen konnte. Ich kannte mich mit Häuser aus. Ich konnte einschätzen, ob der Preis okay war oder ob er total überrissen war. Doch ich würde mich nicht einmischen. Von Bobby würde so oder so nur wieder ein blöder Kommentar kommen.

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