Live your life [RPG]

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Live your life [RPG]

Alohaaaaaaaaaa, das ist dann wohl MEIN RPG [ѕσℓαηgє]!
Wendet euch bei Fragen an mich! Die Steckbriefe und alles weitere müsst ihr an mich schicken!*-*thihi

Steckbriefe findet ihr alle in der Gruppe!
Infos werden im RPG selbst oder in der Gruppe gepostet. Bitte beachtet das =)

        Live your life RPG

        Das Leben ganz einfach…?

Ich fand, dass so ein RPG mal wieder kommen sollte =)
Hier habt ihr die freie Wahl wer ihr sein wollt und was ihr tun wollt. Lasst eure Charaktere die verschiedensten Sachen durchleben! Der Alltag ist doch das Wichtigste! Ihr könnt eine Liebesstory schreiben oder doch vielleicht ne Modelgeschichte? Wollt ihr euren Charakter vielleicht mal von ganz unten nach oben arbeiten lassen? Hier geht es nicht um Vampire oder Wölfe. Um Feen oder um sonst etwas Übernatürliches. So was gibt es hier nicht. Hier geht es allein um das echte Leben.;)

Im Text findet ihr einige Verlinkungen. Diese sollen euch ein wenig zeigen wie man sich etwas vorstellen kann. ABER ihr könnt gerne Sachen dazu erfinden. Es soll nur als Hilfe sein. Bis auf wenige Punkte [Die Schulen von außen und einige Orte im Park] ist alles frei gestaltbar. Bitte übertreibt nicht! Es ist keine Fantasiestadt >.< muss schon möglich sein=)


          Blueville…..

…..ist eine sehr große Stadt. Nicht nur ein Strand (Auch mit solchen Abschnitten lässt die Stadt zu einem beliebten Ort für die Einwohner oder Urlauber sein. Auch der See, der die Stadt in der Mitte teilt und gleichzeitig alle Viertel mit einander verbindet, scheint der Stadt einen Reiz zu geben. Was ich mit Viertel meine? Ganz einfach. Jede Stadt, also auch Blueville, hat so ihre Plätze die von einem bestimmten Status geprägt sind. Wie in New York, Chinatown oder das Getto. In vielen verschiedenen Bereichen findet man die unterschiedlichsten Kulturen. Da wäre das berühmte reiche Viertel, wo die Menschen sich kaum darum Sorgen machen ob sie am nächsten Tag noch genug zu essen haben. Oder das Viertel in dem jede Familie gerne wohnen würde, da die Gegend so sicher und ruhig scheint, zum Beispiel wie bei Desperate Housewifes die berühmte Wisteria Lane. Oder die Blockhäusern die man so kennt. Das Ghetto geprägt von den Menschen die kaum was haben und täglich darum kämpfen, dass sie das Leben bestehen und nicht nach der nächsten Ecke erschossen werden. Gibt es noch mehr Viertel die euch einfallen? Dann lasst sie raus.

        Um was geht es denn jetzt hier genau?

Spielt eine real life story! Lasst euren Chara durch das Leben gehen. Ihn durch den Alltag durch kommen. Ob reich oder arm. Berühmt oder unbekannt. Verbrecher oder brave Kirchentochter.


        Kleine Anregungen für euch

Eine Stadt wie wir sie kennen. Aber irgendwie auch nicht. Sie ist besonders. Denn hier könnt ihr alles rein erfinden dass ihr so kennt. Ob ein Freizeitpark, oder eine riesige Mall. Ein Schwimmbad oder ein Hallenbad oder ein großes Kino. Hier gibt es 4 Schulen! Die Mädchen Schule, die Jungenschule, die gemischte Schule und was nicht fehlen darf, die private Schule. Lasst euren Gedanken freien lauf. Aber denkt daran, dass es hier ein REAL LIFE RPG ist!

        Die Schulen & der Park

Bis auf die gemischte Schule, kann man in den anderen 3 auch studieren. Der Unterricht läuft ab wie in jeder Schule! Fächer könnt ihr euch aussuchen.

  • Die Schulen
    Außer der gemischten Schule hat jeder der anderen Schulen eine Uniformpflicht. Die Mädchenuniform, die Jungenuniform und die Uniformen für die private Schule. Die gemischte Schule ist für die Schüler, die es sich nicht leisten können auf extra Schulen zu gehen. Währenddessen die anderen Schulen für Schüler sind, deren Eltern eine ausgeprägter Ausbildung für ihre Kinder wünschen. Der Unterricht läuft normal ab. Ihr könnt jedoch Schulaktivitäten frei planen. Bei den Mädchen/Jungen & privaten Schule ist es so, dass man besondere Fächer hat. Auch diese könnt ihr euch ausdenken. Es ist so, das ihr dort mehr in bestimmten Punkten, die ihr euch aussuchen könnt, gefördert werdet. Die private Schule ist für die reichen Schüler! Nicht jeder wird ein Stipendium bekommen. Das wird nicht so oft vorkommen! Die Schulen liegen NICHT neben einander! Die Mädchenschule ist in der Nähe vom Park. Die Jungenschule liegt abseits von der Innenstadt. Die private Schule ist mitten in der City und hat den besten Platz um gesehen zu werden. Die gemischte Schule befindet sich etwas in der Nähe der Mädchen Schule. Sie liegt jedoch weiter weg vom Park in der Nähe des Strandes.
  • Der Park
    Ist die Zentrale der ganzen Stadt! Er befindet sich genau in der Mitte und verbindet dadurch die gesamten Gebiete mit einander. Im Park treffen also alle auf einander. Er ist wirklich verdammt groß! Man findet dort einen Skaterplatz, eine Bühne für Konzerte, einen See mit einem Steg und einige kleine Tretboten oder Schiffen und Kanus. einige chiller Plätze oder große Plätze die nur aus Wiesen/Bäumen/Blumenwiesen bestehen. Es gibt einige verschiedene Grillplätze und Toiletten Häuser. Auch verschiedenen Kiosks. Und vieles mehr! Seid kreativ. Er ist einfach der Ort, an dem die meisten Generationen oder Menschen aufeinander treffen, die sich normalerweise niemals treffen würden. Der große Park ist das Wahrzeichen der Stadt und wird dadurch immer in Takt gehalten. Der Park ist also der beliebteste Ort von allen. Jedoch könnt ihr auch außerhalb vom Park euch Sachen wie einen Skaterplatz vorstellen.

Steckivorlage:

Name in HoN: Wie heißt ihr in Houes of Night?
Name im RPG: Wie soll euer Charakter heißen?
Geschlecht: weiblich oder männlich?
Alter: Wie alt ist dein Charakter?
Aussehen (Link): Link ist erforderlich!
Charakter: Beschreibt die Persönlichkeit
Hobbys: Was macht er oder sie am liebsten?
Geschichte: Wie ist seine Lebensgeschichte?
Sonstiges:Besondere Merkmale? [Ob am Körper oder Gegenstände die man immer dabei hat?]

Mitglieder -> Steckbriefe

»Solange
»Skyfall
»Aѕнeѕ
»Miss Fabulous
»crazy_perfect
»B.salvatore
»ɢedαɴĸeɴloѕ
»Wamberly
»Sonnentänzerin
»Luxaa
»Luane
»Shairen
»Nyx_unsere_Nacht
»colourful.death
»Cassie.
»Harmony.
»Susilicious
»twn3
»Angelbird
»Sweedel
»Camille
»Limit of Soul
»Xayah
»Chubi
»Nymeria
»Satan.
»Mirabella.
»Amandla.
»Moodie.


          Regeln

Die Grundgesetzlichen Regeln sind hier zu finden --> Grundsätzliche RPG Regeln

  • Kein Spam
  • Steckis an ѕσℓαηgє
  • Keine Beleidigungen es sei denn sie gehören zum RPG
  • Wenn jemand Probleme hat bei mir melden
  • Achtet auf eure Grammatik und eure Rechtschreibung. Auch mir passieren mal Fehler.. aber man kann wenigstens versuchen verständlich zu schreiben!
  • geschrieben wird in der Ich- Form und nicht anders!
  • Gesprochenes wird so wie hier geschrieben
  • Gedankensätze //Werden so// geschrieben
  • privates [wird so] oder (auch so) geschrieben
  • Bei Schwangerschaften/Hochzeit oder Tot müsst ihr MICH fragen!!!
  • Wer länger als 3 Tage nicht on kommen kann sagt mir Bescheid, damit ich euch eintragen kann als Entschuldigt!
  • Schreibt mind. 2x pro Woche. Wenn ihr länger nicht on seid dann gebt mir Bescheid!
  • Wer keine Lust mehr auf einen Charakter hat soll Bescheid sagen aber nicht einfach nicht mehr on kommen, das nervt und wird nicht geduldet!!
  • Es wird immer der Name eures Charas über den Post geschrieben!!
  • Jugendfrei schreiben! D.h. kein Sex im RPG!
  • Kein Ein-Satz-Post -.-! Sprich, es werden mehr als 4 Sätze verlangt!
  • Wer seine Namen ändert, dies mir aber nicht sagt, hat keine Erlaubnis in meinem RPG zu posten bis er mir bescheid gegebenen hat. Sorry Leute aber ich hab absolut keine Übersicht wenn ihr 1000 unnötige Male euren Namen ändert! Es nervt mich und es nervt eigentlich fast ALLE RPG Besitzer -.- Ihr habt keine Ahnung wie oft sich darüber beschwert wird!
  • Have Fun♥

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Beigetreten: 09.02.2010
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ALEJANDRA Maria Garcia
War Vertrauen wirklich etwas so unfassbar falsches, dass Mr. Connor noch nicht einmal genug Mut dazu hatte wenigstens seinem Stellvertreter in seinem eigenen Unternehmen –den Mann, den er selbst ausgewählt hatte weil er qualifiziert für diesen Job gewesen war– zu vertrauen? War es wirklich so Falsch zu denken, dass es dort draußen doch etwas Gutes gab, und dass man sich manchmal einfach nur entspannen und zurücklehnen musste, um nicht völlig verrückt zu werden? Um ehrlich zu sein: ich verstand Mr. Connor, wenn er sagte das man den meisten Menschen doch nicht vertrauen konnte, denn genau so war es. Den meisten Menschen konnte man nicht vertrauen, denn die meisten Menschen hatten entweder etwas zu verbergen, logen einfach nur unglaublich gerne, oder aber sie hatten doch kein Interesse daran anderen Menschen etwas Gutes zu tun. Dann gab es jedoch Menschen, denen man gerne Vertraute. Einfach nur so und weil man das Gefühl hatte, von ihnen nicht benutzt oder belogen zu werden – so wie bei Mr. Connor. Ich vertraute ihm. Ich vertraute ihm, weil ich wusste das er nichts tun würde um mich zu verletzen, mich irgendwie in eine dumme Situation zu bringen, vor allem aber weil ich wusste das er ein guter Mensch war. So war es anfangs nicht gewesen – anfangs hatte ich zugegeben etwas Angst gehabt, weil all die Männer die ich vor ihm kennengelernt hatte, die mich an ihn erinnert hatten, doch alle dieses gewisse Etwas an sich trugen. Mr. Connor hatte es auch, mittlerweile aber verstand ich das er das alles nur irgendwie als Fassade benutzte um nicht ständig von allem und jeden ausgefragt zu werden; weil er so versuchte wenigstens irgendwie das zu erreichen was er in seinem Leben erreichen wollte, und das mit einer Einschränkung von der die Welt niemals etwas erfahren sollte. "Es gibt jedoch Menschen denen man vertrauen kann," gab ich zurück und runzelte die Stirn. Er ließ es fast schon so wirken, als könnte man heutzutage so ziemlich niemandem vertrauen – er hatte ja auch Recht, er musste jedoch nicht unbedingt wissen, dass ich ebenso dachte wie er. Er dachte doch ohnehin, dass ich das Gute in dieser Welt sah, und zu gut war um ein einziges Mal einfach nur an mich zu denken, statt mir Sorgen um meine Geschwister oder die Menschen um mich machte. Diesen Eindruck wollte ich nicht zerstören, indem ich ihm Recht gab und somit doch in Erklärungsnot geraten würde. Er würde nicht fragen, weil ich es ebenso wenig tat, jedoch würde dann doch die Frage im Raum stehen weshalb jemand wie ich dachte, dass man den meisten Menschen doch nicht vertrauen konnte. Selbst wenn es eine unausgesprochene Frage wäre, und ich nicht zwingend –jemals– eine Antwort darauf liefern müsste, wäre da trotzdem das Wissen, dass er sich diese Frage stellte. Ich schürzte die Lippen, hob den Blick und sah dem Kellner dabei zu wie er unsere leeren Teller mitnahm, bevor ich meine Aufmerksamkeit wieder Mr. Connor zuwandte und die Schultern zuckte. Was hieß hier er wusste, dass er kein besonders guter Freund wäre? Für mich schien er all die Dinge, die er aufzählte, einfach nur zu erfinden um mir wiedersprechen zu können. Sehr wahrscheinlich war das hier aber ein weiteres Thema, über das wir diskutieren und doch keinen gemeinsamen Nenner finden könnten. "Sie wirken auf mich nicht wirklich desinteressiert," stellte ich fest und neigte den Kopf zur Seite. Woher wollte er denn bitte das Wissen nehmen, dass er zu desinteressiert war? Wir unterhielten uns doch. Er wirkte interessiert, und gab mir nicht ein Mal das Gefühl als müsste ich mich mit einer Wand unterhalten. Da war kein Desinteresse, oder auch nur irgendetwas in diese Richtung. Zumindest sah ich nicht das, was er von sich gab. Ich hatte selbst nie die Erfahrung gemacht, eine Beziehung zu führen. Na und? Hieß das etwas, dass ich nicht beurteilen konnte, was ich mir von einem Partner wünschen würde – und was ich sah, wenn er mir gegenüber saß? Ich betrachtete ihn nun wirklich nicht als jemanden, mit dem ich eine Beziehung eingehen würde, schließlich war er mein Arbeitsgeber und ich ohnehin nicht so an ihm interessiert, dass hieß doch aber noch lange nicht das wir uns nicht darüber unterhalten konnten. Oder? "Sie sind ein hartarbeitender, gutaussehender und kluger Mann dem es nicht am Arsch vorbeigeht was mit den Menschen um ihn passiert. Sie geben Menschen eine Chance sich zu bessern, wiedersprechen sich mit Ihren Worten und Handlungen aber doch irgendwie. Sie haben mir eine Chance gegeben und mir vertraut, dass ich Sie nicht enttäuschen werde, sagen aber das man den meisten Menschen nicht vertrauen kann. Und Sie sagen, dass Sie viel zu wenig Zeit haben, dabei müssten Sie sich nur einen Nachmittag erlauben zu entspannen und früher nachhause zu gehen. Ihr Unternehmen geht nicht den Bach runter, wenn Sie einen einzigen Nachmittag früher zuhause sind. Ihrer Meinung nach gibt es unglaublich viele negative Dinge an Ihnen, aber die sehe ich nicht. Die würde wohl niemand sehen, weil das alles nur Kleinigkeiten sind, die Sie noch lange nicht zu einem schlechten Freund machen würde," sagte ich und legte meine Hände auf den Tisch. "Möglicherweise bin ich kein Expert auf diesem Gebiet, dass liegt aber nicht daran das ich es nicht zugelassen habe. Ich hatte nie Zeit über so etwas nachzudenken," erklärte ich und wandte meinen Blick dabei dem Tisch zu. Ich betrachtete meine Hände und schürzte die Lippen. Ich würde mit ihm nicht darüber diskutieren, ob ich etwas falsches tat wenn ich dachte, dort draußen wäre möglicherweise doch niemand der es mit mir und meiner Situation aushalten. "Ich komme aus einem kleinen Dorf an der mexikanischen Grenze. Armut und Gewalt gehören dort an die Tagesordnung, Mr. Connor. Ich war selbst ein Kind, als meine Eltern angefangen haben ihre Probleme mit nachhause zu bringen, und irgendjemand musste sich um die Kinder kümmern, die zwei so verantwortungslose Menschen in die Welt gesetzt haben. Ich komme nicht aus einer Welt in der man adoptiert wird, und alles irgendwie besser wird. In meiner Welt musste ich tagtäglich dafür kämpfen, dass nicht plötzlich die Tür eingetreten wurde, weil meine Eltern wieder einmal nicht fähig waren ihr Leben auf die Reihe zu bekommen," sagte ich ohne dabei den Blick zu heben. Ich hatte noch nie mit jemandem darüber gesprochen, hatte es noch nie wirklich relevant empfunden, aber vielleicht verstand er mich dadurch ein wenig besser. Vielleicht verstand er dann, weshalb ich nie die Zeit gehabt hatte, auf Männersuche zu gehen. Ich hatte schon früh Mutter gespielt, hatte schon früh damit begonnen mich um andere Menschen zu sorgen und zu kümmern, und selbst heute änderte sich einfach nichts daran. "Ich könnte natürlich auch Ihre Mutter zur Hilfe kommen lassen, sollten Sie irgendwann einmal wirklich mit Grippe im Bett liegen und mich nerven," stellte ich fest und schmunzelte etwas. Ich würde es wohl kaum tun. Ich lehnte mich etwas vor, stützte meinen Kopf in meine Hand und musterte ihn. Knapp nickte ich. "Wir haben einen Deal. Das nächste Mal kleide ich Sie ein, und wir gehen ins China-Restaurant," antwortete ich lächelnd. Warum nächstes Mal? Ich war nur hier, weil das hier ein Test sein sollte ob er bereit für den Markt war, oder ob er noch etwas üben sollte – bis jetzt schlug er sich ungemein gut, und ich hatte wirklich keine Zweifel daran, dass er ziemlich schnell eine Frau für sich gewinnen könnte. Weshalb sollte er auch nicht? Selbst mit seinem gestörten und verdrehten Selbstbild könnte er noch so ziemlich jeden um den Finger wickeln – er musste nur seinen Charme spielen lassen, dabei war nun wirklich nichts dabei.

'cause he left scars,
I'm here to heal for you
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• Aaron Archer.

Endweder Madelaine versuchte zimlich gut zu überspielen das es ihr eigentlich schlechter ging, oder sie ihr ging es in der Tat nicht so schlecht. Wenigstens hatte sie ihr Lächeln und ihren Optimismus nicht vergessen. "Hallo? Krankenhaus essen ist eine wahre Feinkost", entgegnete ich ihr sarkastisch."Weiß da jemand das Gute essen nicht zu schätzen?", spaßte ich. Für meine Verhältnisse stimmte dies aber vielleicht sogar. Ich kannte es nicht anders, mich von schlechtem essen zu ernähren. Also so schlecht konnte das essen hier gar nicht sein. Meist aß ich Fast Food oder Dinge die man in der Mikrowelle warm machen konnte. Hier wurde wenigstens versucht richtig zu kochen. In der Zeit die ich bei Mad verbracht hatte, hatte ich wenigstens mal etwas richtiges zu essen bekommen. Ich zuckte mit den Schultern und lächelt ebenfalls. Es war schön sie mindestens mit so einer Kleinigkeit Glücklich zu machen. Es war nicht viel, aber es reicht aus um ihr ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. "Du weißt doch, ich gehe ungerne mit leeren Händen aus Häusern." So war es wenigstens zu Anfang gewesen wenn ich an die Spieluhr dachte. "Ich bin heute auch schon deiner Mutter begegnet. Ich lehne mich einfach mal ganz weit aus dem Fenster um zu behaupten, dass sie nicht sonderlich gut auf mich zu sprechen ist. Ich dachte schon, sie verlässt dein Zimmer nie." Und auch jetzt glaubte ich noch, dass selbst die Schwestern nicht sonderlich begeistert davon waren wenn ich hier war. "Offiziell bin ich gar nicht hier." Ich hielt mir die Hand vor die Augen. "Wenn die Schwestern mich sehen werden sie mich wahrscheinlich hochkantig raus werfen." Ich und Krankenhäuser waren eben nichts was gut zusammen passten. Blueville war nicht sonderlich groß und wie ich schon mal gesagt hatte, ich hatte in dieser Stadt schon einen Namen mit meinen Jungs. Wir waren das Grauen und Schrecken. Die vor denen die Leute ihre Töchter wegsperrten, damit wir sie Nachts nicht überfielen. So ein Schwachsinn, aber Leute redeten nun mal gerne und viel. Und das konnte man auch nicht einfach so abstellen, wenn man dem Nachbarn jeden Tag fast in das Fenster sehen konnte und jeden seiner Schritte nach verfolgen konnte. [Mad is so cute :3 ♥♥♥!]

Dont wait for the perfect moment
take the moment and make it perfect ♥

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Arthur Denaux
Ich wollte nur noch in mein Bett und daher duschte ich relativ zügig. Ich seifte mich mit dem Duschgel, spülte mich ab und trat nach draussen. Ich wollte nur kurz in Roses Schlafzimmer schauen gehen, ob auch alles da war. Frauen brachten doch immer länger beim Duschen oder? Aber anscheinend hatte ich mich getäuscht. Es war alles da und ich hatte mich umdrehen wollen und aus diesem Zimmer hier verschwinden. Sie hätte dann hier in aller Ruhe schlafen können und wir hätten uns frühestens wieder morgen früh gesehen. Aber Rose prallte in mich hinein, da sie anscheinend gerade aus der Dusche gekommen war - ebenfalls nur mit einem Handtuch bekleidet. Meine Arme legten sich hauptsächlich um sie, dass sie nicht umfiel, aber dadurch dass sie an mich gezogen wurde, viel mein Handtuch hinunter. Ich hatte kein Problem mit Nacktheit. Aber wenn ich mit einer Frau zusammen nackt in einem Raum war, dann hatte ich gewöhnlich auch Spass mit ihr. Rose wollte dies aber nicht. Sie weckte jedoch ein Verlangen in mir, wie schon seit langem nicht mehr. Aber ich hatte sie den ganzen Abend lang in diesem verdammt heissen Kleid gesehen. Beim Heimlaufen hatte das Kleid sogar an ihrem ganzen Körper geklebt und ihre Figur und ihre Kurven nur noch mehr zur Geltung gebracht. Und nun sollte ich mich immer noch zurückhalten können? Ich wusste noch zu gut, wie sich meine Hand auf ihrer Haut angefühlt hatte. Ich hatte jedoch keinen blassen Schimmer, wie es da bei ihr aussah. Sie hatte mich irgendwie schon den ganzen verdammten Abend angemacht und nun sollte ich in so einer Situation mich noch beherrschen können? Ich war vielleicht ein Player, aber schlussendlich war ich doch nur ein Mann, der halt auch ein Verlangen besass. Ihre Hände lagen auf meiner Brust, während sie immer noch fest gedrückt an mir lag. Ihr Tuch machte ebenfalls Anstalten hinunterzurutschten und sie drückte sich nur noch mehr an mich heran. Mehr mit dem Sinn, dass das Handtuch nicht hinunter rutschte als sonst etwas. Mein Herz hatte vor Schreck kurz ausgesetzt, als wir zusammen gestossen sind und dafür ging nun mein Atem ein bisschen schneller. Ich konnte das Duschgel auf ihrer Haut riechen, mit dem siegerade noch geduscht hatte. "Ich habe nicht gedacht, dass du so schnell fertig sein wirst", murmelte ich leise mit rauer Stimme. Eigentlich sollte ich mich los reissen und so schnell wie möglich aus diesem Raum verschwinden..., aber es ging nicht. Ich hatte gehört, wie atemlos ihre Stimme geklungen hat und das machte mich nur noch mehr an. Ihre Finger bewegten sich auf meiner Brust und es breitete sich ein Prickeln dort aus. Roses Worte nahm ich nicht mehr wahr, da mein Blut gerade wirklich an einem anderen Ort war als in meinem Gehirn. Ich spürte jedoch ihren Blick auf meinen Lippen. Ihr Blick schien wie fixiert zu sein. Das Verlangen nach ihr wurde jede Sekunde stärker und umso länger ich hier blieb, desto weniger würde ich von hier weg kommen. Wahrscheinlich half da der Alkohol in meinem Blut nicht noch viel mit. Er bewirkte wohl eher das Gegenteil. Aber wieso riss sie sich denn nicht los? Sie war doch diejenige, die immer so abgeneigt von mir war. Mein Widerstand bröckelte mit jeder Sekunde, in der das Verlangen wuchs. "Oh, verdammt, ich kann dir nicht widerstehen", murmelte ich schnell und leise. Das Verlangen überwältigte mich und ich konnte einfach nicht anders. Wenn sie es nicht wollte, dann würde sie mich schon weg schubsen. Ich glaubte nicht, dass sie sich nicht wehren würde. Ich senkte meinen Mund auf ihre Lippen und seufzte genüsslich auf, als unsere Lippen aufeinandertrafen. Ich drückte ihren Körper nur noch näher an meinen und küsste sie voller Verlangen. Da konnte man über mich sagen, was man wollte - ich hatte nicht bei jeder Frau so ein absurdes Verlangen. Ich drückte sie gegen die nächstbeste Wand, nur damit ich sie weiterküssen konnte. Gott, ich wollte diese Frau hier und jetzt auf der Stelle.

I've been crying with the wolves to get to you.

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Madelaine Green
Ich hätte mit allem gerechnet, aber nicht mit Aaron. Selbst wenn Jenny und ihre dämlichen Tussis hier aufgetaucht wären, um sich als meine Freunde auszugeben und in der Schule darüber jammern zu können wie schwer sie es hatten, da ich im Sterben lag oder so einen Scheiß. Selbst das hätte ich noch eher erwartet als Aaron hier auftauchen zu sehen. Er hatte sich mit keinem Wort bei mir gemeldet. Vier Tage lang. Ich hatte wirklich geglaubt er wäre über alle Berge, nachdem ich ihn das letzte Mal... Ich wusste ja selbst nicht so genau, was da passiert war. Ich hatte ihn abgewiesen und hatte mir Dinge von ihm gewünscht, die er mir nicht geben konnte. Ich hatte einfach zu viel Zeit mit ihm verbracht, hatte zu sehr auf ihm gehangen und war nicht mehr von ihm losgekommen. Dann war er verschwunden und nun tauchte er wie aus dem Nichts wieder hier auf? Ich sah ihn fassungslos an, als er anfing herumzuwitzeln. Na wenigstens er war so locker wie immer, während alle anderen um mich herum wegen meines Zustandes gestresst zu sein schienen. "Du hast das Fenster hoffentlich wieder geschlossen? Meine Mom wird sonst noch die Polizei rufen." Wenn ein Fenster offen stand und man fremde Fingerabdrücke fand? Ich wusste ja wirklich nicht, was er so für Dreck am Stecken hatte, aber vielleicht war er ja sogar in der Datenbank der Polizei drin und dann wären wir ganz schön am Arsch. Gedankenverloren sah ich auf die Maske, legte sie dann wieder über meinen Mund und meine Nase, da ich sie eigentlich gar nicht erst ablegen sollte. "Ob du es glaubst oder nicht, sie ist gemütlicher als die Schläuche in der Nase." Er sollte es mittlerweile doch schon gewohnt sein, dass ich ständig irgendetwas im Gesicht hängen hatte, da ich ohne nicht allein atmen konnte. Eine Maske war ja noch normal. Er hätte mich vor zwei Tagen sehen sollen, als man mir den Schlauch noch durch die Lufröhre in die Lungen geschoben hatte und ich künstlich beatmet worden war. Das wäre sicher ein sonderbarerer Anblick gewesen. "Na ja, das Essen ist nicht gerade V.I.P..." Nur weil ich ein Einzelzimmer hatte? Klar, die meisten bekamen ein Doppelzimmer, aber meine Mutter arbeitete so viel, um mir genau in solch einem Moment so viel Ruhe wie möglich bieten zu können. Stress wirkte sich nämlich nicht sonderlich gut aus, wenn ich schon hier landete. Ich schaute auf meine Finger, die nervös ineinander verhakt waren, als Aaron plötzlich sogar etwas ernster wurde. Oh das konnte er auch? "Uhm... ich wurde eigentlich nur mit einer Grippe eingeliefert und es hat sich zu einer Lungenentzündung entwickelt... Es tut weh und gut atmen kann ich nicht, aber es ging mir schon schlechter. Ich werde schon wieder...", erklärte ich ihm und lächelte schief. Ich ließ die irrsinnigen Kopfschmerzen, die Müdigkeit durch die Medikamente, die zwischenzeitlichen Schleim-Kotz-Anfälle und all das mal weg. Er hatte recht, ich jammerte wirklich zu viel. Außer wenn es ernst war. Genau in solchen Momenten spielte ich es wohl herunter, um nicht schwach zu wirken. Unsinnige Logik, ja ich weiß. Als mich etwas Pelziges kitzelte, sah ich auf und musste dann doch schmunzeln. "Du hast den Bären mitgebracht?", stellte ich amüsiert fest und zog das Stofftier an meine Brust, drehte mich vorsichtig auf die Seite und sah Aaron so ein wenig besser an. "Danke.", flüsterte ich lächelnd und zog die Decke über meine Schulter.

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• Aaron Archer.

Ihr Blick war unbezahlbar. Sie schaute mich für einen kurzen Augenblick sogar so an, als hätte sie einen Geist gesehen. War es so untypisch das ich hier war? Ich lächelte und neigte mich ein wenig nach vorne. "Ich hab dich gestalkt. Ich bin durch dein Zimmer Fenster geklettert, somit in dein Haus eingebrochen und hab deine Post gelesen. Was sonst, erwartest du was anderes von mir?", ich lachte. Wieder einmal zog sie dieses Sorgen Gesicht. Dieses Gesicht was sie eigentlich immer hatte wenn sie sich mit mir unterhielt. Weil sie wahrscheinlich manchmal einfach immer versuchte irgendwie schlau aus mir zu werden, wann ich einen Witz riss und wann nicht. "Wie Üblich also." Als würde sie dieses Verhalten von mir Überraschen. "Sieht echt Gemütlich aus Darth Vader. Das mit der Maske meine ich", ich lächelte als sie es sich von ihrem Kinn nahm und erhob die Hand als Begrüßung. "Hast es hier ja echt nett. Ist das der V.I.P Bereich?" Ein teil von mir wollte sie nur ein wenig auflockern. Ich konnte mir nur wage vorstellen, wie es ihr gehen musste hier in diesem Zimmer eingeschlossen zu sein, an all diesen Kabeln und Schläuchen. Mein Lächeln verschwand ein wenig. Madelaine sah es durch diese Witze nicht unbedingt besser aus. Es musste sie wirklich hart erwischt haben dieses mal. "Wie ist das passiert?" fragte ich nun etwas ruhiger während mein Blick weiter auf ihr lag. "Hat es dich hart erwischt?" Es musste am Wetter gelegen haben oder vielleicht doch an der Tatsache das sie eine ganze Weile mit mir in diesem blöden kalten Keller gesessen hatte. Ich hätte es von Anfang an besser wissen sollen. Ich hielt inne, griff nach meinem Rucksack und holte den Teddy heraus. "Ich dachte mir den willst du vielleicht haben. Muss ziemlich ätzend sein wenn man hier an das Bett gekettet ist." Ich setzte ihr den Bären auf den Bauch und nahm meinen Blick sachte von ihr. "Tschuldige", gab ich nun tonlos von mir. Mitfühlend war ich selbst in so einer Situation nicht, aber wie gesagt: Eigentlich musste sie es trotzdem von mir gewöhnt sein. Das letzte was ich wollte war, dass sie sich jetzt auch noch schlecht fühlte, nur weil ich es nicht zustande brachte einmal nett zu ihr zu sein. "Du weißt doch was ich meine." [Voll mau sry :x]

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Jessica Rose McDougall
So wie Arthur sich gab, machte es ihm überhaupt nichts aus, Dass er hier Oberkörperfrei herum lief. Einerseits konnte sich sein Oberkörper auch sehen lassen, anderseits zeigte dass nur vor wie vielen Frauen er so vermutlich rumlief und wie sehr er von sich überzeugt war. Naja, ich sollte ihm weiterhin keine Beachtung schenken, sondern zusehen dass ich unter die dusche kam und dann ins Bett, Auch wenn ich noch nicht wusste wo oder wie das Zimmer war. War mir eigentlich auch relativ egal, solange ich mein eigenes Bett hatte. Nicht dass ich oder Arthur dann noch auf falsche Gedanken kamen. Dabei schien die Tendenz dass er so ein Frauenheld war, Nicht von seiner Erziehung zu stammen, sondern von seinem Charakter. Ich hatte auch nie daran gezweifelt, Dass er schlecht erzogen worden war, hätte er keine Manieren wäre ich jetzt wohl kaum hier. Ich folgte Arthur dann den Flur entlang und die nächste Tür die er öffnete war ein Badezimmer, Er zeigte mir dass die andere Tür in das Schlafzimmer führte, in dem ich dann schlafen sollte. Er sagte mir nicht ob er wieder zurück kommen würde oder ähnliches, Er meinte nur ich könnte mir Zeit lassen, also wollte er wohl wieder zurück kommen. Warum, fragte ich erst mal nicht, vielleicht wollte er mir noch etwas im zimmer zeigen oder wegen morgen früh. "Okay, danke." sagte ich dann also nur noch. Sobald er die Tür zugezogen hatte, machte ich mich daran mein Kleid hinten zu öffnen und ausziehen. Es tropfte einfach und ich wringte es in der dusche aus, Ehe ich es über die Heizung legte. Einen BH hatte ich nicht angehabt, wie auch bei dem Rückenausschnitt und mein schwarzes Spitzenhöschen legte ich neben das Kleid. Dann stieg ich unter die Dusche und beeilte mich, nahm das Duschgel das da rum stand und entfernte meine schminke. Meine Haare wusch ich nicht, ohne Shampoo war das auch unnötig und sie mussten ja nur trocknen, dreckig waren sie nicht. Vielleicht würde Arthur mir noch einen Föhn geben, Dann würde das Bett nicht nass werden. Aus der dusche draußen wickelte ich mich in ein Handtuch und öffnete meine Haare wieder. Nass und gewellt fielen sie mir bis über die Brüste. Ich sah jetzt endgültig müde und erschöpft aus, so ganz ohne Schminke. Ich wollte nur noch ins Bett, nahm das T-Shirt mit, ich würde es anziehen wenn meine Haut getrocknet war. Also nahm ich die andere Tür, Die zu dem Zimmer angrenzte und sah einen Moment auf meine zerschundenen Füße, da prallte ich plötzlich gegen etwas hartes und ließ das Shirt fallen. Schnell realisierte ich dass ich gegen Arthur geprallt war, meine Hände hatten sich reflexartig an seine Brust gelegt und ich sag erschrocken zu ihm auf. Alles ging so schnell, Aber ich spürte nur, Dass seine Arme um mich lagen und ich nur deswegen aufrecht gehalten wurde. Fast wären unsere Gesichter zusammen geprallt, weswegen ich seinen Atem jetzt auf meinem Gesicht und besonders meinen Lippen spürte, zu seinen Augen Aufsehen musste, da wir so eng beieinander standen. Ich spürte wie mein Handtuch verrutschte und drohte zu rutschen, seines viel komplett runter, denn ich spürte wie es zu unseren Füßen lag. Oh Gott, war das hier peinlich! Ich wollte ihm nicht in die Augen sehen, Aber dann müsste ich auf seine Lippen sehen und das war auch nicht besser. Ihm schien das hier aber auch ziemlich unangenehm zu sein, denn er räusperte sich. Ich schluckte und versuchte mich nicht zu bewegen, damit mein Handtuch nicht komplett runter rutschte, wodurch ich aber auch nur weiter an an seine warme Brust gedrückt. Meine Hände lagen immer noch auf seiner Brust, Die sich zugegeben wirklich gut anfühlte. Ich sah einen Moment auf meine Hände bewegte meine Finger unbewusst, dann wieder hoch zu seinen Augen. "Und da dachtest du du kommst einfach mal halbnackt vorbei, hm?" fragte ich nach, es sollte eigentlich belustigt klingen, Aber meine Stimme war plötzlich belegt und leicht atemlos, ich war wie erstarrt, ich konnte nicht mehr klar denken bei so viel nackter Haut. Er half auch nicht dabei, indem er immer noch so nahm bei mir stand und sein Mund nur noch Zentimeter von mir entfernt war und dann auch noch die Tatsache dass er komplett nackt war! Ich müsste nur nach unten sehen um sein Gemächt zu sehen, was eindeutig die Privatsphäre überschritt. "Also..." murmelte ich planlos und sah weiterhin auf seinen Mund, da dieser fast direkt auf meiner Augenhöhe war. Wieso zur Hölle konnte ich keinen Schritt zurück machen? Was war mit meinem Körper los? Und wieso war mir heiß, obwohl ich nichts anhatte?

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Madelaine Green
Meine Mutter war weg. Sie war zwar sauer, weil ich sie nach Hause schickte, aber zumindest hatte ich so ein paar Stunden meine Ruhe. Meine Mutter war ständig nur am rummeckern, wenn sie hier war. Ich wurde nicht schnell genug gesund, die Ärzte arbeiteten nicht ordentlich genug oder aber sie bekam nichts mehr auf die Reihe, wenn ich im Krankenhaus lag. Das tat ich aber nun einmal oft und langsam sollte sie sich daran gewöhnt haben, es im Griff haben und nicht jede Minute hier sein wollen. Die Besuchszeiten wären sowieso in anderthalb Stunden vorbei gewesen. Ich drehte mich müde auf den Rücken und schaute an die Decke, schniefte und spürte wieder die Schmerzen in meiner Brust, da meine Lunge mir deutlich zu verstehen gab wie schlecht es ihr ging. Erschöpft schloss ich die Augen, wollte einfach nur ein wenig schlafen und den Sauerstoff durch die Maske, die über meiner Nase und meinem Mund lag, einatmen, ruhig bleiben, als die Tür sich erneut öffnete. Ich erwartete schon meine Mutter, die etwas vergessen hatte oder doch nicht gehen wollte, weshalb ich einfach ruhig liegen blieb. Doch die Stimme, die ertönte, gehörte eindeutig nicht meiner Mutter. Ich öffnete die Augen und schaute Aaron an, der ganz plötzlich einfach so mitten in meinem Krankenhauszimmer stand. Wie zur Hölle war er hergekommen? Wie hatte er es herausgefunden? Verwirrt sah ich ihn an, als er sich einen Stuhl heranzog und sich setzte, als hätte er vor länger hier zu bleiben. "Was machst du denn hier?", wisperte ich in die Maske hinein und klang dadurch wohl ziemlich gedämpft. Ich nahm das Teil also vorsichtig ab und schob es unter mein Kinn, hielt es dort fest, während ich ihn stirnrunzelnd ansah. Erst meldete er sich vier Tage lang nicht und dann tauchte er hier im Krankenhaus auf und kam mich besuchen? "Uhm ganz okay...", murmelte ich, als er mich fragte wie es mir ging. Gut wäre wohl die Überteibung des Jahres, aber ich hatte auch schon schlimmeres erlebt. "Woher wusstest du...?" Man sah mir wohl deutlich an, dass ich nicht erwartet hätte, dass irgendjemand hier auftauchen würde - schon gar nicht Aaron.

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Lion Teo Connor
Ich schaute auf und blinzelte sie überrascht an, als sie mir unterstellte so gut wie kein Vertrauen in Menschen zu haben. Das stimmte wohl. Meinen Stellvertreter kontrollierte ich wie ein kleines Kind, aber das hatte auch Gründe! Ich gab die Zügel nicht gern aus der Hand, ich brauchte die Kontrolle. Auf andere Menschen konnte man sich nur selten verlassen. Immerhin war die Person, der ich am meisten hätte vertrauen sollen, mir in den Rücken gefallen. Meine eigene Mutter war es gewesen, die mich und meinen Vater zum Sterben in einem brennenden Haus zurückgelassen hatte. Die Frau, die ich geliebt hatte, hatte mir mit einem Schläger das Bein zertrümmert, bis es nicht mehr zu retten gewesen war. Wegen ihr war ich heute ein Krüppel. Wegen ihr war ich nicht so stark wie ich es gerne sein würde. Ich kniff die Augen zusammen und schüttelte den Kopf. "Man kann den meisten Menschen nicht vertrauen.", stellte ich also trocken fest. Jeder Mensch war egoistisch. Mancher mehr als anderer. Aber so ziemlich jeder überlegte wie es für einen selbst am besten wäre. Man konnte sich nicht immer auf Menschen verlassen und ich hatte meinen Sinn fürs Vertrauen bereits verloren. "Ich kann mir denken, worauf es in einer Beziehung ankommt und dazu kann ich nur sagen, dass ich kein besonders guter Freund wäre. Zu wenig Zeit, zu desinteressiert und abwesend. Wie dem auch sei, Sie haben doch selbst nie etwas derartiges zugelassen. Wir sind also offensichtlich beide keine Experten, was das betrifft, hm?" Jetzt wollte sie mir sagen, was ich zu denken hatte, weil sie meinte ich hätte keine Ahnung? Sie war doch genauso wie ich noch nie in einer Beziehung gewesen wie sie mir gesagt hatte. Wir waren also beide unwissend, richtig? Vielleicht sollten wir es einfach gut sein lassen und aufgeben mich vermarkten zu wollen. Ich lachte leise auf, als sie versuchte mich aufzuheitern. "Dann spielen Sie weiter meine Mutter, die mir hinterherräumt und mich gesund pfelgt? Dann sollte ich wohl Gnade walten lassen und mir eine Freundin suchen. Das wäre die Hölle für Sie.", lachte ich leise und schüttelte den Kopf. Sie wollte ganz sicher nicht den Ersatz für eine Freundin spielen. Ich war bisher allein gewesen, also würde ich es auch weiterhin aushalten. Vor allem, wenn wir nun wirklich einen Hund adoptierten. Dann hätte ich sowieso mehr als genug zu tun. "Aber nur, wenn Sie mir dann Klamotten kaufen, denn für ein China-Restaurant, habe ich keine Garderobe.", schmunzelte ich und eröffnete ihr damit ein einmaliges Angebot mich in eine Jeans zu stecken.

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• Aaron Archer.

Ich wäre beinahe von meinem Stuhl gerutscht, als sich die Tür von Madelaines Zimmer schlagartig öffnete und ihre Mutter fluchend von dannen zog. Eine Schwester schüttelte über die nur den Kopf und wandte sich wieder der Arbeit zu, indem sie in einem anderen Zimmer verschwand. Madelaines Mutter neigte wohl dazu Dinge nicht ganz so locker zu sehen. Vermutlich war es hart, dass ihre Tochter jedes Mal beinahe in Lebensgefahr stand, doch glaubte sie nicht, die Ärzte taten ihr bestes? Sie waren schließlich da um zu helfen. Es war ihr vielleicht nicht bewusst, doch durch ihre Art und Weise machte sie Dinge nur Schlimmer. Madelaine merkte es doch wenn ihrer Mutter etwas nicht passte. Und vielleicht hatte Mad ja auch komplett andere Ansichtssachen über manche Dinge. Seufzend erhob ich mich und zögerte. Die Schwestern würden mich in Madelaines Nähe wahrscheinlich nicht länger als fünf Minuten dulden, ehe sie glaubten ich würde sie vergiften. Ich presste meine Lippen feste aneinander und fuhr mir durch mein Haar. Ein Versuch war es wenigstens wert oder nicht? Das schlimmste was sie tun konnten, war mich zum gehen auffordern. Gerade als keiner zu mir sah, nutze ich die Gelegenheit und klopfte an Madelains Zimmertür. Ohne ein Wort öffnete ich sie und sah wie Mad alleine in einem ganzen Patientenzimmer lag. Wahrscheinlich zahlte ihre Mutter dafür. „Hey“, kam es leise von mir und ich zögerte. Langsam schloss ich die Tür hinter mir und näherte mich ihrem Bett. Sie sah übel aus. Sie hing an vielen Kabeln, ihre Haut war blasser als sonst und ihre Lippen erschienen blau. „Wie geht es dir?“, fragte ich und schnappte mir einen Stuhl von der Seite. Ich schob ihn verkehrtherum an ihr Bett, ließ meinen Rucksack auf den Boden fallen und setzte mich. Meine Frage erschien überflüssig, sogar ein Blinder sah das es ihr nicht gut ging. Ich erhob mich zu einem kleinen aufbauenden Lächeln. Warum? Vielleicht wollte sie ja auch gar nicht, dass ich hier war. Doch für mich sprach absolut nichts dagegen. Es hatte weniger etwas damit zu tun das wir „Freunde“ waren so wie sie es nannte. So lange kannten wir uns ja schließlich noch nicht, es war eher die Tatsache, dass ich ihr wieder einmal auch einen „Gefallen“ schuldig war. Sie hatte mich so lange aufgenommen bei sich zu Hause, dass ich jetzt nicht einfach so tun konnte als wäre nichts gewesen. Sie war ein Guter Mensch, auch wenn sie das von sich selbst nie offen und ehrlich zugeben würde. Und auf Jeden Fall hatte auch sie es mal verdient, ein wenig Glück im Leben zu haben und etwas, woran sie sich erfreute. Und ich wusste das sie sich über Besuch freute.

Dont wait for the perfect moment
take the moment and make it perfect ♥

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Arthur Denaux
Anscheinend hatt Rose Glück gehabt und stand nicht in irgendwelche Hundekacke. Erstens hätte man das gerochen und zweitens hätte sie bestimmt ein erschrockenes Geräusch gemacht. So wie Frauen halt eben waren. Wir liefen durch meinen Garten, wobei sie es natürlich nicht unterlassen konnte, mich zu necken. "Natürlich. Die Frauenwelt muss doch mit attraktiven Männern versorgt werden", konterte ich, aber musste dazu lachen. Ich wusste, dass ich gut aussah. Ich war zwar manchmal arrogant, aber das hiess noch lange nicht, dass ich auch eingebildet war. Ich wusste sehr wohl, dass ich nicht der einzige Mann auf dieser Welt war, der gur aussah - und dennoch konnten die Frauen nicht genug von mir kriegen. Wir gingen in das Haus hinein und ich konnte sehen, wie sie sich in meinem Haus umsah. Ich hatte wirklich ein sehr geräumiges Haus. Es entsprach nach meinen Wünschen. Rose fand das vielleicht übertrieben, aber das spielte mir keine Rolle. Sie musste ja nicht hier wohnen, sondern war nur vorübergehender Gast. Sie konnte ja einfach froh sein, dass sie nicht vor ihrer Haustüre schlafen musste. Ich nickte leicht, als sie meinte, dass sie noch duschen gehen wollte. Sie sah zwar nicht so schlimm aus und das Make Up hatte relativ gut gehalten, aber dennoch würde eine Dusche nicht schaden. Es war immerhin sehr warm im Club gewesen und sie hatte sicher auch geschwitzt. Wir gingen in mein Schlafzimmer und ich zog mein Shirt aus, da es nicht besonders angenehm war. Halbnackt öffnete meinen Kleiderschrank und merkte dann, wie ihr Blick auf meinem Rücken lag. Ich konnte es zwar nicht sehen, aber ich konnte es spüren. Ich trat einen Schritt zurück und liess ihr die Auswahl. "Wie du schlafen willst, kannst du selber entscheiden", erwiderte ich breit grinsend und sah sie an. Sie konnte natürlich auch sehr gerne nackt in meinem Bett schlafen. Es wäre genug gross für uns beide. Schnell schob ich die Gedanken weg. Ich sollte nicht so denken. Ich schloss die Schranktür, nachdem sie sich ein Shirt genommen hatte. "Auch wenn ich vielleicht arrogant rüber komme, so haben mich meine Eltern sehr gut erzogen", erwiderte ich auf ihre Worte, dass das sehr gastfreundlich von mir war. Ich war kein schlechter Typ von grundauf und auf meinen Charakter hatten meine Eltern keinen Einfluss. Ich nickte bei ihrer Frage und trat aus dem Zimmer heraus, um sie in ihr Gästebad zu führen. Es würde sie wohl nicht wundern, wenn sie herausfand, dass ich mehr als nur ein Badezimmer hatte. "Lass dir ruhig Zeit. Ich gehe ebenfalls schnell duschen", sagte ich, nachdem ich sie ins Badezimmer geführt hatte. Ich schenkte ihr noch ein kurzes Lächelb und drehte mich dann um. Ich ging in mein eigenes Badezimmer, dass gleich an mein Schlafzimmer grenzte. Ich zog mich im Badezimmer aus und ging unter die Dusche. Ich duschte relativ kurz und trat dann auch schon wieder nach draussen. Ich trocknete mich einigermassen ab, rubbelte meine Haare trocken und wickelte das Handtuch um meine Hüften. Ohne gross nachzudenken, machte ich mich auf den Weg zu Roses heutigem Zimmer. Ich überprüfte kurz, ob alles vorhanden war und drehte mich dann um. Roses Badezimmer grenzte ebenfalls an ihr Schlafzimmer, aber ich hätte nicht gedacht, dass Rose bereits fertig geduscht hatte. Als ich mich nämlich umdrehte, prallte ich gleich mit ihr zusammen. Aus Reflex legte ich meine Arme um sie, damit sie nicht umfiel, während gleichzeitig sich mein Handtuch löste und zu Boden fiel. Ihr Körper war an meinen gepresst und ihre Mippen waren gefährlich nahe an meinen. Ich sah von ihren Augen auf ihre Lippen und räusperte mich verlegen. "Tut mir leid, ich hatte nicht gedacht, dass du schon fertig bist", murmelte ich leise, während meine Arme weiterhin um sie gelegt waren. Ich war kein Roboter und ich merkte, wie das Verlangen nach ihr in mir verwachte. Ich versuchte mich zusammen reissen, aber verdammt! Sie war genauso nackt wie ich. Ich schluckte hart und sah sie regungslos an. Ich musste mich gerade mit jeder Faser zusammenreissen, dass mich mein Verlangen nach ihr mich nicht überwältigte. [Hoffe, das passt dir so :3]

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Jessica Rose McDougall
Ich hatte echt Glück gehabt, Dass ich barfuß in nichts rein getreten war, das wäre erstens sehr eklig gewesen und auch etwas peinlich vor Arthur, Weil ich dann sonst was für einen Dreck in sein Haus tragen würde. Nicht dass in der teuren Gegend hier irgendwer seinen Hund vor dem Haus sein Geschäft verrichten ließ, hier war es immer Tip Top sauber, dementsprechend waren eben auch die Preise für Häuser und Grundstücke. Nicht dass ich es brauchte hier zu wohnen, eine normale Gegend tat es auch, vor allem wenn man noch so jung war wie wir beide. Wenig überzeugt sah ich Arthur auf dem weg nach drinnen an. "Noch mehr von deiner Sorte? Da freut sich die Welt bestimmt schon drauf." neckte ich zurück und schüttelte lachend den Kopf. Ich kannte ihn ja nicht gut genug um zu wissen, ob er der totale Familienmensch war, Aber er war jetzt jedenfalls noch viel zu jung und zu sehr mir anderen Sachen beschäftigt. Wie zum Beispiel Geld aus dem Fenster raus zu werfen, wie für die Einrichtung des Hauses. Alles sah sehr neuwertig und wie von einem Innenarchitekt entworfen aus, viel Glas und viel weiß. Hier und dort teuer aussehende Lampen oder abstrakte Skulpturen. Ich könnte bestimmt den Rest der Nacht noch umher laufen, alles betrachten und mir eine Meinung über seinen Geschmack bilden, Aber das würde letztendlich auch nichts bringen. Außerdem war ich hier um zu schlafen, Auch wenn das was ich vom Haus zu sehen bekam bis jetzt recht schön war. Ich drehte mich von meiner Musterung Der Eingangshalle wieder um, als er fragte ob ich duschen wollte. Ich zog eine Augenbraue hoch, das war ein natürlicher Reflex wenn ein Kerl danach fragte ob man sich bei ihm zu hause nackt und nass machen wollte. Da bei uns die Grenzen aber klar angesteckt waren, nickte ich. "Ja bitte, ich muss aussehen wie ein vergewaltiger Waschbär." seufzte ich und grinste zerknirscht, folgte ihm dann die Treppe nach oben. Dabei ignoriere ich schön, Dass sich unter seinem nassen Shirt beim laufen seine Muskeln anspannen und seine breiten Schultern nur noch mehr betont wurden. Innerlich seufzte ich, das war so unfair. Athur hatte eben einen guten Körper, das wusste er auch und deswegen verachtete ich ihn ein wenig. Wäre er irgendein fremder den ich heute Abend im Club getroffen hätte, hätte ich nicht gezögert. Bei uns waren die Umstände aber alles andere als leicht und deswegen war es richtig fies vom Schicksal mir so einen Leckerbissen vor die Nase zu setzen, den ich aber nicht haben durfte. Ich riss meinen Blick los, als er mir sogar Kleidung leihen wollte. "Du bist aber sehr gastfreundlich." stellte ich neutral fest. Nach wie vor konnte ich an seinen Manieren nichts aussetzen, das musste ich ihm lassen. Oben angekommen zuckte ich mit den Schultern. "Ich würde auch nackt schlafen, Aber dann erklälte ich mich bestimmt erst recht." Und da er mir ja nur etwas zum schlafen lieh und ich damit nicht raus gehen musste, war es egal, Hauptsache irgendetwas. Ich war kaum zwei Schritte in den hellen Schlafzimmer drin, musterte das große Kingsizebett, Da war er plötzlich Oberkörper frei. Wieder seufzte etwas in mir drin und ich scannte ihn ganz kurz nur ab, sah dann stattdessen wieder auf den Schrank, Aber da er mir den Rücken zukehrte, war es auch egal. Nicht dass dieser weniger unattraktiv war. Während er den Schrank öffnete, hängte ich seine Lederjacke über den nächst besten Stuhl, Dann bot er mir an sich in seinem Schrank etwas auszusuchen. Ich legte meine Tasche auf sein Bett, sah ihn amüsiert an und musterte seinen großen Schrank. "Du hast mehr Klamotten als ich und wer braucht so viele graue Anzüge?" Lachend sah ich ihn einen Moment über die Schulter an, Aber es war besser seinen Oberkörper nicht zu lange anzusehen, Auch wenn die Jeans verdammt tief auf seinen Hüften saß. Ich drehte mich wieder komplett um, sah weiter hoch auf ein Regalbrett, wo T-Shirts gestapelt waren. "Mir langt ein T-Shirt." ließ ich ihn wissen und streckte mich danach, Griff das was oben drauf lag, ein dunkelblaues. Mit diesem drehte ich mich dann wieder um und grinste. "Also das Bad?"

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Arthur Denaux
Es war kein gewöhnliches Angebot. Ich hoffte, dass sie sich das auch bewusst war. Ich nahm praktisch nie eine Frau mit nach Hause. Wenn dann ging ich zu ihnen. Es war halt einfach nicht mein Ding, dass eine Frau in meinem Bett aufwachen sollte. Nicht bei einem One Night Stand. Ich wusste, dass es ein bisschen eine verdrehte Art war, aber so war ich nun eben einmal. Man musste mich ja nicht verstehen. Bevor wir jedoch nach Hause gehen konnten, mussten wir meine Schwester versorgen. Ich hätte sie ja nach Hause mitgenommen, aber ich wollte mir morgen definitv nicht ihr Gejammer über ihren Kater anhören. Dazu wäre ich vielleicht mit meinem genug beschäftigt. Ich steckte sie in das Taxi, dass Rose für sie besorgt hatte und gab dem Taxifahrer genügend Geld, damit er Adrienne auch ins Hotel hineinbringen würde. Nachdem das Taxi los gefahren war, liefen wir los. Es fing an zu tröpfeln und ich hoffte, dass wir zuhause waren, bevor es wirklich fing an zu reden. Aber ich würde enttäuscht. Es fing an wie aus Eimern zu regnen und wir waren dementsprechend durchnässt. Mein Shirt klebte an meinem Körper und dasselbe passierte Rose bei ihrem Kleid. Es betonte ihre gute Figur nur noch mehr und ich musste mich - wieder einmal heute Abend - zusammenreissen, damit ich nicht auf dumme Gedanken kam. Ja, Rose war heiss und ich war halt irgendwo doch nur ein Mann. Ich reichte ihr irgendwann meine Lederjacke. Es war zwar nicht besonders kalt, aber ich wollte trotzdem nicht, dass sie sich noch erkältete. Ausserdem müsste ich sie dann nicht mehr in dem Kleid sehen, dass so unglaublich eng an ihrem Körper klebte. Ich hätte es wirklich versucht, wenn wir nicht gerade noch zusammen gearbeitet hatten. Ausserdem war ich immer noch ihr Kunde. Das wäre ein weiterer Konflikt. Daher liessen wir es besser sein, auch wenn es fast schon eine Verschwendung war. Ich musste grinsen, als sie die Schuhe auszog. Da hofften wir doch mal, dass sie nicht gleich in Hundescheisse treten würde. Es dauerte nicht mehr lange und wir standen vor meinem Haus. Ich tippte den Code ein beim Tor, worauf es sogleich auch aufsprang. Ich zuckte leicht die Schultern bei ihrer Frage. Wer hat, der hat. Also wieso sollte ich es nicht investieren? Das Geld auf der Bank brachte sowieso nicht viel, da es kaum Zinsen abwarf. "Wer weiss, vielleicht will ich mal eine grosse Familie gründen mit ganz kleinen Arthurs Jungs", zog ich sie auf und grinste sie an. Wer wusste schon, was das weitere Leben für mich bereit hielt? Ich lief mit ihr durch den Garten und öffnete dann die Tür für ins Haus. Ich schaltete das Licht ein und schloss die Tür hinter ihr sogleich wieder. "Willst du noch duschen gehen?", fragte ich sie und musterte sie. Sie wollte jedenfalls sicher noch ins Bad, denn sie wollte wohl kaum mit dieser Schminke im Gesicht ins Bett gehen. Ich deutete ihr, dass sie mir folgen sollte und lief die Treppe hinauf in den ersten Stock. "Ich geb dir frische Kleider, damit du wenigstens etwas zum Schlafen hast. Sind zwar nur Männerkleider, aber das muss dir wohl für heute reichen", meinte ich und lächelte sie an. Ich trat mit ihr in mein Zimmer und zog mein Shirt aus. Es war nicht besonders angenehm, wie es an meiner Haut klebte und wenn Rose ein Problem hatte, dann musste sie sich melden. Ich ging auf meinen gigantischen Kleiderschrank zu und öffnete diesen. "Such dir was aus", bot ich ihr an und musste kurz grinsen. Am liebsten hätte ich meine Jeans auch gleich ausgezogen, aber da musste ich mich wohl noch gedulden, bis Rose draussen war. "Ich zeige dir danach gleich das Bad und dein Schlafzimmer", erklärte ich ihr, bevor ich leicht meine Schultern rollte. Ich war müde und ich freute mich bereits jetzt schon auf mein Bett. Heute war definitiv ein langer Tag gewesen.

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Jessica Rose McDougall
Ich hatte mich gerade damit abgefunden, Dass ich doch tatsächlich bei Artur schlafen würde, den ich gestern Vormittag am liebsten noch eigenhändig erwürgt hätte. Tja, schnell konnte man Missverständnisse aus der Welt schaffen, obwohl das vermutlich Adrienne zu verdanken war, Die uns zu dem Essen überredet hatte. Jedenfalls konnten wir dann natürlich auch nicht so einfach zu ihn gehen, das klang in meinen Ohren einfach immer noch unnatürlich, sondern mussten noch Adrienne versorgen. Die hatte ordentlich über ihre Stränge hinaus geschlagen und als Frau und auch als Freundin konnte ich sie da nicht einfach in den Armen eines betrunken und schmierigen Playboy zurück lassen. Ja ich weiß, ich ging gerade mit so einem nach hause, Aber bei uns waren das ganz anderen Bedingungen, Auch wenn es für Außenstehende wohl ganz anders aussah. Die Models, zumindest die die noch da waren und einigermaßen klar denken konnten, hatten uns bestimmt auch gesehen und würden sich wieder die wildesten Geschichten zusammen reimen, nur gut dass ich die meisten von ihnen in nächster Zeit nicht mehr sehen würden. Sheila hatte mir ihre Nummer gegeben, Dass wir mal etwas unternehmen konnten wenn wir beide Zeit hatten, also würde sie bestimmt nicht lange ruhig bleiben und nach haken was da zwischen mir und ihren Boss war. Der Punkt war, Dass da gar nichts war, Ja unsere nicht vorhanden Streitigkeiten konnte man nicht mal als Freundschaft bezeichnen, dafür kannten wir uns nicht gut genug. Wir waren Bekannte oder Kunde und Dienstleister, mehr aber auch nicht. Meine Meinung über ihn hatte sich zwar gebessert, Aber nicht grundlegend geändert. Ja es war vielleicht nicht mal unbedingt sein Charakter der mich störte, obwohl er arrogant war, es war eher seine Lebenseinstellung oder sein Lebensstil der mich störte, Aber egal. Heute Abend hatten wir uns super verstanden und er half mir sogar bei dem Problem mit meiner Wohnung, dafür müsste ich ihn und Adrienne die nächsten Tage mal zum Essen einladen. Letztere geleitete Arthur nach draußen und ich rief ein Taxi, Dass keine fünf Minuten später schon da war. Arthur bezahlte vermutlich viel zu viel dem Fahrer, der sie sogar bis an die Tür bringen sollte, da war er wohl wirklich der überfürsorgliche große Bruder, der keine Kosten und mühen scheute um seine kleine Schwester in Sicherheit zu wissen. Er hätte sie ja auch mit zu sich nehmen können, Er hatte ja angeblich mehrere Schlafzimmer, Aber aus irgendeinem Grund tat er das nicht. Vielleicht weil er seine ruhe haben wollte, was mir aber auch lieber war. Es würde schon schräg genug sein überhaupt bei Arthur zu Gast zu sein, da brauchte ich nicht noch eine betrunkene Adrienne die den Rest der Nacht noch störte weil ihr schlecht war. Wir brachen dann also zu ihm auf, ich folgte ihm, Dass es zum reichen viertel ging wusste ich ja die ungefähre Richtung. Wir waren noch nicht lange unterwegs, da fing es an zu tröpfeln. Er ein bisschen und ich betete dass es nur eine kleine Wolke war, Aber dann fing es an aus strömen zu regnen und ich seufzte nur. Na toll, was war das denn bitte für eine Nacht? Erst das mit meinen Schlüssel und dann das? Dabei hatte der Abend so gut angefangen. Wenigstens war der Regen einigermaßen mild und es war nicht kalt, es herrschten eben noch die Spätsommer Temperaturen, wenigstens etwas. Ich hatte keine Anzeichen gemacht, Dass mir kalt war oder so, Aber trotzdem reichte mir Arthur irgendwann wortlos seine Jacke, ich grinste betröpfelt und nass wie ein Pudel, bedankte mich aber. Nass war ich zwar eh schon komplett ich trug ja auch nur ein Kleid, sodass viel mehr von meiner Haut nass wurde, Aber die Lederjacke hielt ich mir dann doch über den Kopf und die Schultern, meine Haare und makeup mussten ja nicht komplett zerstört werden, Dass ich wie ein Monster aussah und alles in schmieren davon lief. Als Arthur versicherte, Dass wir bald da waren, nickte ich. "Hoffentlich, ich will nicht krank werden." seufzte ich grinsend. Dann ließ ich meinen Blick kurz über ihn wandern. Das T-Shirt klebte viel zu sexy an seinem Oberkörper und betonte alles, seine Haare klebten ihm in der Stirn, Dass es mich unbewusst in den Fingern juckte sie ihm aus der Stirn zu streichen. Wieso sahen Männer nass nur so sexy aus? Es war nur Wasser, Aber es machte Menschen an sich attraktiver. Ich sah wieder weg, hatte aber gesehen dass er ebenfalls grinste. Ich wollte lieber gar nicht wissen wie ich überhaupt aussah, Die Hälfte meiner Haare war bestimmt auch dem haargummi wieder draußen und klebten mir im Gesicht, bestimmt sah ich einfach nur verdammt lustig aus. Meine Schuhe hatte dann auch den Moment erreicht, Dass sie völlig mit wasser gefüllt waren und ich blieb stehen, zog sie aus und meine Zehen wurden sofort mit Wasser umspült, Aber ich seufzte zufrieden. "Vielleicht trete ich in hundescheiße, Aber schlimmer als die schmerzen kann es nicht sein." lachte ich und beschleunigte meinen Schritt, kurz darauf kamen wir im reichen viertel an, das sah man direkt an den Häusern und den breiten Gehwegen, selbst nachts und bei dem Wetter sah alles besser aus. Dafür war jedes Anwesen umzäumt und hatte größere Tore, so auch dieses auf das wir jetzt ziehielten. Ich pfiff beeindruckt und blieb vor dem Tor stehen. Es war dunkel, Aber das Haus war riesig und modern, Ja es war das selbe dass ich in der Zeitung gesehen hatte. "Also versteh mich nicht falsch, das Haus sieht hübsch aus, Aber für was braucht ein allein stehender Mann so eins?" fragte ich, als wir das Tor passierten. Am morgen wenn es hell sein würde, würde man erst das gesamte Haus sehen können und wer wusste was da noch dahinter war.

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Leon Sergan
Ich wusste nicht, wieso sie mich so abblockte. Schlecht sah ich ja nicht wirklich aus und meistens kam man in diese Bar, um einen lockeren Abend zu haben. Man kam wohl kaum in diese Bar, damit man andere anmotzen konnte. Ich hob eine Augenbraue und sah von ihrem alten Handy wieder zu ihr hoch. „Jetzt noch? Um diese Zeit?“, fragte ich sie. Sie hatte wirklich ein total altes Handy. Wer lief denn heutzutage noch mit so einem alten Knochen herum? Konnte man diese überhaupt noch kaufen? Sie zündete sich noch eine weitere Zigarette an. Ab und zu rauchte ich. So wie ich gerade Lust hatte. Aber ich war nicht danach abhängig, wie ich es bei den Drogen war. Bei den Drogen hatte ich es einfach zu spät gemerkt und danach hatte ich es einfach nicht geschafft den Entzug durchzuziehen. Ich war einfach nicht stark genug. Ich hatte es beim ersten Mal nicht geschafft und würde es auch nachher nicht mehr schaffen. Ich musste leicht grinsen, als sie sich doch mir zuwandte. Ich hatte es doch gewusst, dass sie mir eigentlich gar nicht widerstehen konnte. Ich grinste sie breit an und nickte dann. „Ich habe dich jeweils noch nie hier gesehen“, meinte ich und zuckte die Schultern. Weder als ich klein gewesen war, noch jetzt. Allerdings würde ich mich vermutlich auch nicht an sie erinnern als Kind. Sie hatte damals wohl noch ganz anders ausgesehen als früher. „Darf ich?“, fragte ich sie und deutete auf ihre Zigarette. Ohne dass ich überhaupt eine Antwort abwartete, nahm ich ihr die Zigarette aus der Hand, nahm einen Zug und reichte ihr diese dann zurück. Ja, ich wusste, dass ich frech war. Aber damit war das Leben manchmal einfach erfrischender. Ohne Risiko hatte man keinen wirklichen Spass. Die, die kein Risiko eingingen, waren halt einfach Spassbremsen.

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NOVA North Jacobs
Ich hatte doch gar nicht gesagt, dass es so schlimm war von ihm eingearbeitet zu werden - das war wirklich nicht das, was ich damit hatte sagen wollen. Ich hatte nur nicht wirklich gedacht, dass er die Zeit dafür hatte, schließlich hatte er hier einen Film zu drehen, und das obwohl die Hauptdarstellerin für eine ganze Woche krank war. Ich konnte zwar immer noch nicht so wirklich sagen, ob Dejan hier gerade einfach nur versuchte einen kühlen Eindruck zu hinterlassen und innerlich kochte, oder aber ob es für ihn wirklich kein Problem darstellte. Heute würde er mich aber wohl ohnehin nicht einarbeiten, schließlich wollte er wirklich nachhause. So ließ er es zumindest klingen. Und Alisha folgte seinen Worten wirklich, holte nur ein paar Sachen und .. eine Willkommensparty? Wie zur Hölle hatte sie das denn bitte angestellt? Ich hatte noch nicht einmal lange genug zugesagt, sie hatte doch bestimmt schon vorher Bescheid gewusst. Ich lachte etwas auf und sah von Alisha zu Dejan. "So läuft das unter Freunden nun Mal," denn davon konnte ich ein Lied singen. Man musste nur James fragen, schließlich hatte er mich schon oft genug zu Dingen gebracht, die ich eigentlich gar nicht hatte tun wollen. Wie das hier - das hier war wieder etwas, dass ich eigentlich gar nicht hatte tun wollen. Und James hatte gewusst, dass Dejan verstehen würde, wie er mich dazu brachte zuzusagen oder diesen Job zu wollen. Ich nahm mir den Vertrag mit, ehe ich mich auf den Weg zurück zum Parkplatz machte und dort wieder auf James traf. Er war gemeinsam mit mir hier her gekommen, also hatte er auch gefälligst auf mich warten müssen. Sonst hätte er ein wirkliches Problem bekommen. Als er den Vertrag sah, breitete sich auf seinem Gesicht auch schon ein breites Grinsen auf. Ich verdrehte lediglich die Augen. Den ganzen Tag über verbrachte ich damit, James zu beruhigen und ihm klar zu machen, dass er mir wegen diesem ganzen Ich-schulde-Dejan-einen-Gefallen nun mir etwas schuldig war. Und er war es, der meinen Eltern erklären durfte, dass ich einen Job als Stuntwoman angenommen hatte. Dafür bekam er auch einige unfreundliche Schläge meiner Mutter, weshalb ich lediglich lachte. Das hatte er verdient, wenn er mich schon zu Dingen wie diesen hier brachte. Gegen Abend machte ich mich fertig, zog mir lediglich eine einfache Jeans und ein Tanktop an, ließ meine Haare offen und machte mich auf den Weg zu Dejans Haus. Alisha warf einfach in seinem Haus eine Party, und das obwohl sie noch nicht einmal wirklich Zeit gehabt hatte, diese zu organisieren. Schmunzelnd wartete ich darauf, dass man mir öffnete. Ich mochte dieses ganze Freundschaftliche hier wirklich, denn selbst wenn ich gerade erst zugesagt hatte, fühlte man sich doch gleich willkommen. Was möglicherweise daran liegen könnte, dass Alisha einfach eine Party schmiss. Ich lachte leise auf und verdrehte die Augen. Dejan sah eindeutig anders aus, als vor ein paar Stunden noch, deshalb aber nicht weniger attraktiv. "Nova reicht vollkommen aus," antwortete ich amüsiert und schob mich an ihm vorbei. So hatte man mich nun wirklich schon eine Weile nicht mehr begrüßt, könnte aber auch daran liegen das ich schon eine Weile nirgends anders mehr gewesen war, als an der Rennstrecke, und dort wusste jeder das diese Anmachsprüche –denn als etwas anderes benutzten diese Idioten es doch nicht– bei mir nicht zogen. Amüsiert nahm ich mir ein Bier und drehte mich zu Dejan. "Wieso braucht ein Mann so ein Haus? Dich wundert es hoffentlich nicht wirklich, dass Alisha die Partys in deinem Haus schmeißt?" Ich lachte leise und sah mich etwas um. Das hier war doch nie im Leben ein einziges Haus. Ernsthaft - was wollte ein einziger Mann mit so vielen Zimmern?

'cause he left scars,
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Alenica Salloa
Ich hätte nie gedacht, dass er nach seiner Gitarre fragen würde. Er hatte seine Musikinstrumente nicht mehr angefasst, seit er taub war - soweit ich wusste. Vielleicht hatte er aber seine Meinung geändert. Vielleicht wollte er es wirklich noch einmal versuchen. Ich hoffte aber wirklich, dass es ihm etwas bringen würde und er nicht mehr in ein Loch fallen würde. Er war ja sonst schon schlecht gelaunt! Obwohl er lächelte, er war nicht gut gelaunt. Ich hatte ja nur schon gesehen, wie er seine Auszeichnungen angeschaut hat. Er hatte es ja nicht einmal fertig gebracht, diese in den Keller zu räumen, sondern hatte sie mit in sein Zimmer genommen. Vermutlich standen sie immer noch dort, während er eine Auszeichnung erfolgreich zerstört hatte. Wir hatten inzwischen das Blut rausgewaschen und das Glas vom Bild ersetzt. Aber die Figur war nicht mehr zu retten gewesen. Ich schüttelte den Kopf. Ich wollte nicht nach Hause gehen. Nicht so lange ich noch hier bleiben konnte. "Nein, ich möchte noch so lange hier bleiben, wie ich kann", sagte ich auf seine Worte und sah zu ihm auf. "Ausserdem bist du sonst schon genug alleine, dann möchte ich dich nicht noch mehr alleine lassen", fügte ich hinzu und musterte ihn. Er wirkte blass. Man sah nicht wirklich eine Lebensfreude in seinen Augen und ich hoffte doch wirklich, dass ich es irgendwie schaffen würde, diese wieder zu erwecken. Ich seufzte leise auf und musste wieder lächeln. Ich wusste wirklich nicht, wieso ich das hier alles tat. Aber ich wollte nicht zuhause sitzen, während er alleine hier war. Ich konnte mir nicht vorstellen, ihn nicht besuchen zu gehen. "Ich bleibe noch", sagte ich fest entschlossen und drückte seine Hand. Wenn dann müsste er mich schon dazu zwingen. Freiwillig würde er mich hier nicht raus bekommen. Ich wollte hier so lange bleiben, wie ich konnte. Er langweilte sich doch sonst schon genug. Ich strich mir die Haare nach hinten. Ich hoffte wirklich, dass er wieder gesund wurde. Wenn er nicht gesund wurde, stieg nur das Risiko, dass er sich wieder versuchen umzubringen. Ein drittes Mal. Ich könnte es nicht ertragen, wenn er Erfolg hätte. Ich wusste nicht, wie viel er für mich bedeutete. Vielleicht sollte ich mir da mal ernsthafte Gedanken darüber machen. Aber Andy war eine unglaubliche Stütze für mich. Ohne ihn hätte ich den Entzug nie geschafft, obwohl er noch nicht einmal anwesend gewesen war. Da merkte er doch nur schon daran, wie sehr dass er mich unterstützte. Ohne ihn wäre ich mich am kaputt arbeiten, weil ich keine günstigere Wohnung bekommen hätte und nun wohnte ich sogar gratis. Ich verdankte ihm so viel und ich hatte keine Ahnung, wie ich ihm das zurückgeben konnte.

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Leandrew „Andy“ Nashfield
Ich hatte absolut keine Ahnung wie sich mein kleiner Wunsch auswirken würde. Ob Paul es erlauben würde? Würde er überhaupt zulassen, dass Alenica mir die Gitarre mitbrachte, die ich seit Monaten nicht mehr angefasst hatte? Ich war in einem labilen Zustand, jetzt mit der Querschnittslähmung noch zusätzlich angeschlagen. Vielleicht würde die Gitarre bloß einen weiteren Rückschlag bedeuten. Paul hätte dann wohl verständlicherweise Angst, dass das mir den Rest geben könnte. Aber ich ging hier ein! Ich war den ganzen Tag über allein, die Therapie ohne Fortschritte machte mich fertig und ich konnte nicht einmal fernsehen, da ich den Knopf für die Untertitel nicht fand. Ich war frustriert ohne Ende und ich wollte das Risiko einfach eingehen. Vielleicht würde mir meine Gitarre gut tun. Vielleicht würde das bekannte Gefühl der Stahlseiten unter meinen Fingerkuppen, des kühlen Holzes in meiner Hand und das Vibrieren des Korpus mir ja doch irgendwie gut tun. Selbst wenn ich nicht hörte, was ich spielte. Vielleicht würde allein das Gefühl des Instrumentes in meiner Hand, meine Seele ein wenig beruhigen. Oder aber es würde mich nur in ein noch tieferes Loch reißen, aus dem ich keinen Weg heraus mehr finden konnte. Es war beides möglich, aber ich war sowieso bereits verzweifelt. Eigentlich hatte ich nicht mehr wirklich viel zu verlieren, oder? Und ich vermisste meine Gitarre, so sehr! Ich nickte dankbar, als sie sagte, dass sie sie mitbringen würde. Ich drückte ihre Hand, sah wie sie gähnte und lächelte schief. “Geh nach Hause. Schlaf dich aus und komm morgen wieder, wenn du fit bist.“ Sie konnte nicht immer unterwegs sein. Erst war sie arbeiten, dann kam sie her, dann ging sie schlafen und wieder arbeiten. Sie brauchte einfach mal eine Pause! Ich kam auch einen oder zwei Abende ohne sie aus. Sie brauchte auch mal etwas Ruhe.

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Madelaine Green
Vermutlich schätzte mich Aaron ein wenig zu stark ein als ich wirklich war. Keine zwei Tage nachdem ich neben ihm im Keller geschlafen hatte, lag ich mit einer fetten Erkältung im Bett. Klar, an sich war das nicht schlimm, aber ich war auch kein Normalfall. Ich wartete nicht einfach ab und schlürfte Tee, bis wieder alles gut war. Nein, ich lag im Bett und bekam keine Luft. Zu dem viel zu dickflüssigen Sekret in meinen Lungen kam nun noch mehr hinzu. Wenn ich eine Erkältung bekam, war ich anfällig. Meine Lunge war schwach und kaputt. Genau deshalb musste es natürlich so kommen. Die Erkältung wurde zur Grippe und die Grippe zur Lungenentzündung. Meine Mom tat vermutlich das Richtige, auch wenn ich mich weigerte. Sie rief den Krankenwagen, als ich nachts nach Luft schnappend aufwachte. Ich wurde mitten in der Nacht abgeholt und ins Krankenhaus gebracht, meine Lunge wurde intubiert und sie beatmeten mich ein paar Stunden künstlich, bis sie mich soweit medikamentös eingestellt hatten. Erst am nächsten Tag zogen sie den Schlauch aus meinem Hals und ließen mich wieder allein atmen. Vorerst zumindest, denn die Atemmaske drückten sie mir trotzdem auf. Meine Mutter war rund um die Uhr im Zimmer, beobachtete die Ärzte und kritisierte sie, sodass ich sie am dritten Tag einfach nicht mehr aushielt und abends nach Hause schickte, unter dem Vorwand sie solle sich ausruhen und mir etwas kochen, das nicht so widerlich war wie das Essen hier. Tatsächlich ging sie auch und ließ mich endlich eine Weile allein. Ich war mies drauf und das nicht nur, weil ich krank war. Aaron hatte sich kein einziges Mal gemeldet und langsam glaubte ich wirklich, dass er einfach verschwunden war. Vermutlich hatte er nicht einmal mitbekommen, dass ich im Krankenhaus lag. Er hatte vielleicht nicht einmal versucht mich zu erreichen. Ich hatte ihn einfach zu sehr erdrückt. Kein Wunder also, dass er abgehauen war…

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ALEJANDRA Maria Garcia
Augenblicklich sah ich ihm an, dass ihm nicht gefiel, was ich ihm hier gerade vorwarf. Eigentlich tat ich ja aber gar nichts, zumindest nichts weiter als mich mit ihm über etwas unterhalten, von dem ich nur etwas oberflächlich mit ihm sprechen konnte. Ich kannte ihn noch nicht so lange um sagen zu können, dass er zu jeder Zeit, an jedem Tag nicht besonders positiv dachte, die letzten Wochen über aber war dem doch so gewesen. Ich hatte ihn nie wirklich sonderlich positiv gestimmt erlebt, und auch wenn er ab und zu gelacht hatte, war es doch nicht wirklich ein normaler Anblick. Er war viel mehr der steife Geschäftsmann, der sich lieber ohne jeglicher Gefühle unterhielt als sich darauf einzulassen einfach einmal richtig kindisch zu werden. Ich verstand ihn ja, und war mir auch ziemlich sicher das es Konsequenzen mit sich bringen würde, würde er plötzlich einfach so Spaß haben, aber das hieß nun wirklich nicht das er ständig alles negativ sehen musste. Selbst wenn es um seinen Job ging, dachte er doch ständig negativ. Weil er lieber vom schlimmsten Szenario ausging als sich falsche Hoffnungen zu machen, und irgendwie konnte ich diese Einstellung ja doch schon verstehen. Er hatte Recht, wenn er sagte das er dadurch wenigstens nicht enttäuscht wurde. Lachend verdrehte ich die Augen, denn auch wenn ich eigentlich nicht von seiner Arbeit gesprochen hatte, erklärte er mir seine Ansicht doch mit einem Beispiel eben dieses Teils seines Lebens. Einen anderen Teil gab es wohl nicht, denn besonders viel Privatleben besaß Mr. Connor nicht. "Wenn Sie aber vom Schlimmsten ausgehen, können Sie nicht besonders viel Vertrauen in Menschen haben," stellte ich fest. Das hatte er doch aber scheinbar auch wirklich nicht, schließlich hatte er nun seit dieser Vorfall mit seiner Prothese passiert war, ständig auf die Anrufe seines Stellvertreters gewartet, weil er diesem so wichtige Entscheidungen nicht anvertrauen wollte. Verständlich, immerhin war es Mr. Connors ganze Existenz die hierbei auf dem Spiel stand, aber wenn er nun einmal krank war, dann war dem so. Sollte er doch wenigstens jemanden einstellen, dem er genug zutraute um auch einmal ein paar Tage oder gar eine Woche nicht zur Arbeit erscheinen zu können. Dabei wiedersprachen sich die Dinge, die er tat jedoch. Einerseits versuchte er wirklich immer und zu jeder Tageszeit perfekt zu wirken, wie jemand der sein Leben gänzlich unter Kontrolle hat und nur durch die Disziplin und Luft zum Atmen durch den Tag kam – mir jedoch ermöglichte er etwas, wovon er doch nicht wirklich etwas hatte. Mir ermöglichte er etwas, obwohl er mir nicht sagen konnte, dass er mir so sehr vertraute. Er hatte mir bereits gesagt, dass er es tat, aber er gab eine Menge Geld für mich aus und auch wenn es ihm nicht weh tat – es war nicht normal, was er für mich tat. Möglicherweise sollte ich aber wirklich einfach tun was er mir sagte, und sein Geschenk annehmen. Wie dieses Kleid hier, dass ich in meinem Leben nie mehr wieder tragen könnte. Und möglicherweise sollte ich mir keine Gedanken machen, ob Mr. Connor sehr viel mehr positive Eigenschaften zu bieten hatte als er sich selbst zuschrieb. Tat ich aber nicht. Stattdessen lehnte ich mich etwas vor, runzelte die Stirn und musterte ihn. "Das kommt von jemandem, der in seinem Leben noch nie wirklich eine Beziehung zugelassen hat, oder?" Denn genau so kam es mir nun schon vor. Er band sich nicht gerne an Frauen, und ich verstand auch irgendwie weshalb die Medien ab und zu ihrer Fantasie freien Lauf ließen und Schlagzeilen fabrizierten die ihn in eine Beziehung zu einem anderen Mann zwangen, aber das hieß doch nun wirklich nicht das er kein guter Fang wäre. Und das kam von mir, verdammt! Ich lehnte mich wieder zurück, schüttelte etwas lachend den Kopf und aß weiter. "Wenn Sie keine Freundin finden, haben Sie aber auch immer noch mich." Schließlich war das mit die einzige Möglichkeit für mich, ihn wenigstens einen Teil von dem zurückgeben, was er mir mit einer Schulausbildung ermöglichte. Und dann wäre wohl auch ein zweites Date nicht so abwegig oder gar komisch. Dann wären es eben einfach zwei Freunde, die keine Beziehungen führen wollten oder konnten, und nicht ständig alleine zuhause sitzen wollten. Ganz normal eben. "Sie würden für mich in ein China-Restaurant gehen? Naw," zog ich ihn lachend auf und legte den Löffel in den leeren Suppenteller. Amüsiert musterte ich Mr. Connor. Ganz ehrlich, dieser Abend verlief doch irgendwie sehr viel angenehmer und besser als ich gedacht hatte.

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Alenica Salloa
Andy war nicht nur ein Freund für mich. Sonst hätte ich nicht all die Wochen an seinem Bett verbracht, während er im Koma gelegen war. Er hatte mir, wenn auch indirekt, geholfen mit dem Entzug. Er hatte mich zu sich nach Hause genommen, als ich stockbetrunken gewesen war. Und wir hatten zweimal miteinander geschlafen, obwohl immer einer von uns beiden betrunken oder high gewesen war. Ich wusste nach all diesen Wochen noch wie berauschend es sich angefühlt hatte. Aber was war er denn? Vor allem hatte ich keine Ahnung, was ich für ihn war. Ich ging jedoch davon aus, dass ich für einfach nur eine Freundin war, mit der er gut die Zeit vertreiben konnte. Sein Lächeln glückte ihm nicht ganz, aber er hatte es wenigstens versucht. Ich spürte einen leichten Druck an meiner Hand und lächelte ihn an. Wieder so ein Spruch, der mich verwirrte. Sah er in mir so etwas wie eine Schwester? Ich hatte keinen blassen Schimmer. Ich nickte jedoch leicht und schürzte die Lippen. Ich wusste nicht, ob er dieses heikle Thema irgendwann ansprechen würde. So lange er es jedoch nicht ansprechen würde, würde ich einfach denken, dass ich für nur eine Freundin war, mit der er halt nebenbei ein bisschen Spass gehabt hatte. Sonst würde er es wohl ansprechen oder? Er zeigte ja sonst auch keine Scheu zu sagen oder besser gesagt zu schreiben, was er dachte. Seit er mir gesagt, dass er nie wieder etwas reden würde, hatte er es auch nicht mehr getan. Ich fand es schade, vor alle hatte er sehr viel mit mir geredet und jetzt kroch er wieder zurück. Aber ich konnte ihn nicht dazu zwingen. Ich hob überraschend seinen Blick, als er mich nach seiner Gitarre fragte. Soweit ich wusste, hatte er seine Gitarre praktisch nicht mehr angefasst, seit er taub geworden war. War das jetzt gut oder schlecht? "Natürlich, werde ich machen", versprach ich ihm und lächelte ihn an. Vielleicht würde es ihm dann ein bisschen besser gehen. Ich hoffte jedoch nicht, dass es das Gegenteil bewirken würde. Ich müsste wohl Paul fragen, ob er mir mit der Gitarre helfen könnte, aber ich würde sie garantiert mitnehmen. Ich musste gähnen und hielt mir die Hand vor den Mund. Ich blieb meistens so lang wie ich konnte hier und dann ging ich direkt nach Hause schlafen. So war mein Tagesablauf auch die ganzen letzten paar Wochen gewesen. "Wenn ich sonst noch etwas mitnehmen soll oder sonst etwas ist, kannst du es mir morgen noch schreiben", sagte ich und lächelte ihn an. Ja, ich war wirklich müde, aber ich würde nicht von hier gehen, bis ich es wirklich musste.

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• Aaron Archer.

Vier Tage ließ ich nichts von mir hören. Ein Teil von mir hatte es einfach für besser gehalten den Kontakt zwischen Madelaine und mir ein wenig in die Länge zu ziehen. Die letzte Zeit hatten wir einfach zu viel aneinander gehangen. Als Endresultat hatten wir nur noch gestritten und das war etwas was ich nicht unbedingt in meinem Leben brauchte. Da gab es wichtigeres über das ich mir Gedanken machen musste. Die Zeit jetzt war ich tatsächlich bei Justin untergekommen, auch wenn seine Eltern nicht sonderlich begeistert darüber gewesen waren. Ich war eben der schlechte Einfluss für ihren Sohn. Wir überlebten es schon irgendwie. Und gemeinsam überlegten wir uns sogar eine Art und Weise wie wir an ein wenig Geld für mich kamen damit ich so bald wie möglich wieder in meine eigene Wohnung kam. Die Sache mit Lizz und Justin war- naja überspielt vergessen. Justin gab sich alle mühe. Doch was sollte es mich interessieren. Der Abstand zu Lizz war aus irgendeinem Grund gewollt. Nachdem ich mich einfach so aus ihrem Schlafzimmer geschlichen hatte in jener Nacht, war sie natürlich mehr als sauer gewesen. Am Mittwoch Abend beschloss ich jedoch mal spontaner Weise, bei Mad vorbei zu sehen. Denn auch wenn ich versucht gelassen nach außen hin wirkte hatte ich schon ein leichtes schlechtes Gewissen. Wenn sie nicht gerade vorgehabt hatte wieder einmal zu streiten, war sie ja tatsächlich ein sehr geselliger Genosse. Wie üblich nahm ich den Weg durch das Fenster. Doch auch nach mehren Klopfen tat sich nichts und auch die Lichter in ihrem Zimmer waren nicht an. Wie immer verschaffte ich mir nun also gegen ihren Willen einen einfachen Zugang in ihr Zimmer. Es wirkte so leer. Das Bett war gemacht, die Lichter erloschen und auch sonst im Haus wirkte es so leer. "Mad?" Keine Antwort. Beinahe Automatisch trugen mich meine Beine durch den Flur die Treppe hinunter in die Küche. Überrascht wandte ich mich an die Papiere auf den Küchentisch. Es schien eine Krankenhausrechnung zu sein. Eine, die Recht neu aufgelegt war. Das war vor zwei Tagen gewesen. Ich runzelte die Stirn und ließ die Papiere wieder sinken. Das Krankenhaus war einiger Straßen von hier entfernt. Zügig eilte ich die Treppen wieder hinauf in ihr Zimmer und wandte mich an das Fenster. Bevor ich jedoch ging, stopfte ich den Teddy vom Jahrmarkt in meinen Rucksack und fand genauso schnell wie rauf einen weg runter. Es dauerte fast vierzig Minuten bis ich endlich am besagten Krankenhaus ankam. An der Rezeption fragte ich nach ihrem Namen und mir wurde das Zimmer genannt. Madelaine lag also wirklich im Krankenhaus. Vor ihrer Zimmertür wurde ich jedoch beinahe von jemanden angerempelt. Ihre Mutter. "Kann man dir helfen?! Meine Güte die lassen auch wirklich alles hier in diesem Krankenhaus ein und aus was?" Beinahe patzig sah sie mich an. Statt mich jedoch aufmüpfig wie immer zu benehmen, schluckte ich es dieses mal einfach herunter. "Ich ähm. Ich denke ich habe mich im Zimmer versehen." Also ging ich in den Aufenthaltsraum von dem ich einen Guten Blick auf ihre Tür hatte und wartete. Eine Stunde. Zwei Stunden. Drei Stunden. Was machte ihre Mutter denn bitte so lange da drinnen?! Himmel. Ich rutschte immer tiefer in meinen Stuhl und warf meinen Blick auf meine Handyuhr. Musste ich mich hier wirklich vor ihrer Mutter Rechtfertigen?! Die Krankenschwestern mussten mich doch schon für einen kranken Stalker halten.

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Arthur Denaux
Ich hätte Rose nicht zu mir eingeladen, wenn es nicht eine wirklich blöde Situation gewesen wäre. Aber sie hatte ihren Schlüssel nicht dabei und um diese Zeit würde sie wohl kaum noch jemand erreichen. Wenn dann würde die ganze Sache nur extrem teuer kommen, weil sie ihr dann noch den Nachtzuschlag und alles mögliche dazurechnen würden. Das war die reinste Abzocke. Also konnte sie genauso gut zu mir nach Hause kommen und bei mir schlafen. Ich hatte mehr als genug Schlafzimmer und sie hätte sicher ihre Ruhe. Sie könnte dann am Morgen bei mir frühstücken und dann in aller Ruhe ihrem Schlüsseldienst anrufen, damit er ihr die Wohnung öffnen konnte. Da war wohl wirklich nichts dabei. Ich hatte keine perversen Ansichten oder irgendwas in dieser Art. Dennoch sah sie mich ziemlich skeptisch an, als hätte ich geplant, sie in mein Schlafzimmer zu sperren und mit ihr versaute Sachen anzustellen. Gott, diese Frau hatte wirklich eine schlechte Meinung von mir! Ich liess meine Hand wieder sinken, als sie diese nicht nahm, aber dennoch zustimmte. Ich nickte leicht und ich ging zur Tür voraus. Wir waren fast dort angekommen, als Adrienne auftauchte. Sie war stockbesoffen und der Typ an ihrer Seite sah nicht gerade besser aus. Ich verdrehte die Augen. "Da läuft gar nichts, Schwester - im Gegensatz zu dir", erwiderte ich und musterte den anderen Typen. Er machte nicht gerade einen besonders netten Eindruck. "Nur zu gerne", antwortete ich Rose, als sie meinte, dass ich meine Schwester mit nach draussen nehmen konnte. "Als hättest du noch nie einen Jacuzzi gesehen. Du weisst selbst, dass wir zuhause selber einen haben", sagte ich und packte mir ihre Hand und zog sie von diesem schmierigen Typen weg. Ich sprach jetzt noch von hier, sondern von unserem Zuhause in Frankreich. Dort hatten wir alles mögliche zuhause. "Wir werden keinen Spass haben", knurrte ich Adrienne an. Wieso musste sie sich aber auch so anstellen? Es war wohl wirklich nichts dabei, wenn Rose bei mir schlief - in einem anderen Schlafzimmer wohlbemerkt. Ich legte einen Arm um sie und zog sie nach draussen. Sie wollte sich zwar wehren, aber sie war so betrunken, dass es ein Kinderspiel war. Rose rief ein Taxi, das dann auch kurz darauf eintraf. Ich half Adrienne in das Taxi hinein und sagte dem Taxifahrer, wohin er gehen musste. Ich gab ihm ein extra Trinkgeld, für das, dass er meine Schwester bis zum Hoteleingang begleitete, damit sie nicht noch irgendwelche dumme Ideen hatten. Ich seufzte leise und warf die Tür zu, worauf das Taxi auch schon losbrauste. Dann sah ich zu Rose. "Komm, gehen wir", sagte ich und deutete in die Richtung, in der mein Haus lag. Wir waren noch nicht lange los gelaufen, da fing es an wie in Strömen zu regnen. Es durchweichte meine Kleidung und ich musste leicht grinsen. Es hätte zwar nicht unbedingt passieren, aber so war es nun halt einmal. Dennoch war es relativ frisch. Ich reichte Rose meine Lederjacke. Sie war immerhin diejenige, die mit einem rückenfreien Kleid herumlief und ich wollte echt nicht, dass sie morgen eine fette Erkältung eingeholt hatte. "Wir sind bald da", versprach ich und musste wieder grinsen, als ich sah. Die nassen Strähnen klebten an ihrem Gesicht und ihr Kleid klebte mehr an ihrem Körper, wobei es jede Rundung betonte. Gott, ich musste mich zuhause vielleicht wirklich ein bisschen besser zusammenreissen, als dass ich es gedacht hatte.

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ARIELLE Stonem
Für mich gab es unfassbar viele Orte in dieser Stadt, in denen man den Rest der Welt einfach vergessen konnte. Möglicherweise lag es einfach nur an mir, vielleicht aber lag es auch wirklich an der Gegend und Atmosphäre, in der wir uns hier befanden. Vielleicht war es aber auch einfach nur die Gesellschaft die ich mit mir gebracht hatte, und die mich nicht ein einziges Mal dafür verurteilte in meiner eigenen kleinen Welt zu leben. Fast so wie Alice lebte ich sehr viel lieber in meiner Fantasie, als in der realen Welt. Um ehrlich zu sein, gab es in dieser Welt einfach viel zu viel Schmerz und Wut und Hass, um mir wirklich gefallen zu können – mir war klar, dass es im Gegenzug mindestens genauso viel Liebe und Glück und Freundschaft gab, meist aber wurden diese Dinge einfach nicht mehr gezeigt. Die Menschen lebten lieber alleine und in ihrem grauen Alltag, als einfach ein einziges Mal für einander dazusein. Die meisten liefen ja auch an Obdachlosen vorbei, als hätten sie die Pest, und beachteten sie nicht ein Mal und das obwohl diese Menschen doch auch nur ein Mal so behandelt werden wollten, wie andere es taten: wie Menschen, die möglicherweise nicht die besten Chancen im Leben hatten, aber dennoch noch menschlich waren. Ich verstand die Welt manchmal nicht; sehr viel öfter als gedacht. Vielleicht war es mein Fehler, schließlich lebte ich doch so viel lieber in diesem Märchen als der Realität ins Gesicht zu blicken, dabei wollte ich doch eigentlich nur eines, und das war die bunten Farben mit der Menschheit teilen. Diese Ausstellung war der erste Schritt dafür, und wäre Illion nicht hier, hätte ich wohl noch Jahre darüber nachgedacht ob ich die richtigen Ideen hatte. Noch nie war mir etwas so wichtig gewesen, wie diese Ausstellung, und Illion schien es zu verstehen. Er merkte, wie wichtig es mir war, und legte sich für mich ins Zeug. Dafür war ich ihm unglaublich dankbar, vor allem aber zeigte es mir nur noch mehr das ich nicht einfach irgendeine Kundin für ihn war. Schmunzelnd lehnte ich meinen Kopf in meine Hand und musterte ihn. Was sah er mich denn so an, als hätte ich gerade irgendetwas gesagt? Oh wow – jetzt war es ihm auch noch unangenehm, dass ich sah wenn er mich anstarrte? Ich lehnte mich lachend zurück, legte den Kopf in den Nacken und sah zum Glasdach hinauf in den Himmel, der so unfassbar schön blau war, dass es fast schon nicht real wirkte. Illion machte wohl wirklich eine Wissenschaft daraus, sich einfach etwas zu bestellen. Zumindest wenn es ums Frühstück ging. Das Hausempfohlene Frühstück klang meiner Meinung nach aber dann doch schon nach einem guten Plan. Der Kellner brachte uns unsere Getränke, ehe er auch schon wieder vom Tisch verschwand und uns in unserer kleinen Ecke alleine ließ. Ich schürzte die Lippen und nickte. Gut, ich wollte wirklich nicht das irgendetwas passierte, oder das irgendetwas auch nur irgendwie dafür sorgte, dass diese Ausstellung unterbrochen wurde. "Man könnte immer noch sagen die Grinsekatze spielt mit uns und ist schuld an allem," stellte ich dennoch grinsend fest. Es gab immer einen Weg, aus einem Problem etwas zu machen das eingeplant und völlig zum Konzept dazu gehörte, selbst wenn dem nicht so war. "Danke das du dir so viel Mühe gibst," wieder stützte ich meinen Kopf in meiner Hand ab und lächelte. Ihm war wahrscheinlich wirklich nicht klar, wie viel diese Ausstellung für mich bedeutete. "Als Kind habe ich mir immer gewünscht, wie meine Eltern zu sein. Ich meine, nicht so wie sie, aber ich wollte auch immer irgendetwas machen was die Leute auf irgendeine Art und Weise zum nachdenken bringt, oder sie einfach nur von irgendetwas ablenkt," erklärte ich und lachte dabei etwas auf. "Oh! Bevor ich es vergesse, ich hab zuhause eine Überraschung für dich!" Eine die ich ihm entweder noch heute geben wollte, oder aber erst morgen nach der Ausstellung. Da ich jedoch glaubte, dass es nach der Ausstellung doch ziemlich knapp werden könnte, würde ich sie ihm wohl doch schon heute geben. Ich biss mir amüsiert auf die Unterlippe, hob meine Tasse an meine Lippen und trank einen Schluck. Das hieß wohl, er müsste nach der kurzen Shoppingtour noch mit zu mir. Ein besonders großes Problem dürfte das wohl nicht sein – ich hoffte nur, dass es ihm ebenso gut gefiel, wie mir.

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Chloé Viola
Lean war an mir interessiert. Sogar viel mehr als das. Das hatte er mir mehr als deutlich gemacht. Aber dennoch verwirrter er mich mit meiner Art. Sie war manchmal fast schon ein bisschen verdreht und dann wurde ich nicht ganz schlau aus ihm. Einmal war er ganz direkt und sagte geradeheraus, was er dachte und ein anderes Mal redete er ziemlich um den heissen Brei herum. Ich seufzte leise und schüttelte den Kopf. "Nein, ich finde das auch richtig, wenn man nicht teilt und noch andere Frauen oder in meinem Fall Männer nebenbei hat", stimmte ich ihm zu. Ich hatte es ja nicht so gemeint gehabt, wie er es so eben interpretiert hatte. Bei seiner nächsten Bemerkung war ich ein bisschen gekränkt und ich verdrehte die Augen. "Denkst du echt, dass ich so eine unprofessionelle Schauspielerin bin?", antwortete ich und sah ihn an, bevor ich einen Schluck von dem Wein an. Dachte er wirklich, ich konnte Arbeit und Privat nicht auseinanderhalten? Ich hatte meine Lektion bereits gelernt und seitdem war ich sehr gut darin geworden, die Arbeit und das Private getrennt voneinander zu halten. Natürlich war das Schauspielern etwas ganz anderes wie im Privaten. Aber da war wohl eher ich diejenige, die mehr wusste und nicht er. "Ich meinte, das ja eher auf dich bezogen", fügte ich hinzu und musterte ihn. Nicht alle Männern kamen damit klar, wenn ihre Freundin Schauspielerin war und in einem Film einen anderen Mann küssen musste oder sie eine Sexszene drehen mussten. Ich wollte nur schauen, dass ihm das auch bewusst war. Er schien eher der Besitzergreifende zwischen uns beiden zu sein. Ich grinste breit und legte den Kopf ein bisschen schräg. "Danke, aber der Unterschied ist mir sehr wohl bewusst. Ich wollte nur sicher gehen, dass dir das auch bewusst ist", sagte ich und lehnte sein Angebot damit indirekt ab. Natürlich hätte ich nichts dagegen, wenn er mir zeigen würde, was er so drauf hatte. Aber das hier war unser erstes Date und er hatte selbst gesagt, dass wir es ein bisschen langsam angehen lassen sollten. Bei seinen Worten wurde es in mir drinnen ganz warm und ich versuchte mich nichts anmerken zu lassen. Dieser Mann machte mich verdammt an und ich wusste nicht, woher er diesen Einfluss auf mich hatte. Ich räusperte mich leicht und konzentrierte mich auf seine Frage. "Wir hatten einmal in der Schule einen Ausflug. Dabei gehen wir zu einem kleinen Set und konnten dabei beobachten wie ein Film gedreht wurde. Seitdem begeisterte ich mich für die Schauspielerei", beantwortete ich seine Frage und lehnte mich nach hinten. "Meine Eltern waren nicht besonders erfreut darüber, aber sie haben sich damit abgefunden", sagte ich und zuckte mit den Schultern. Ich hatte schon immer meinen eigenen Willen gehabt und das würde Lean vielleicht auch noch zu spüren bekommen. Ich mochte es überhaupt nicht, wenn man mir etwas vorschreiben wollte. "Es ist nicht immer einfach, aber das ist für mich kein Grund zum Aufgeben", sagte ich überzeugt und lächelte ihn an. Ich war erst neunzehn Jahre alt und hatte noch mein ganzes Leben vor mir. Es war ja nicht so, als hätte ich noch nichts erreicht. Es lief halt manchmal nicht immer so, wie man es gerne hätte.

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Leandrew "Andy" Nashfield
Vermutlich sollte ich darüber jetzt gar nicht sprechen. Es gab immerhin Wichtigeres. Sie war hier und ich wollte die Zeit mit ihr eigentlich nutzen. Alenica war mir sehr ans Herz gewachsen und ich wollte mir gar nicht ausmalen wie die Welt ohne sie wieder aussehen würde. Irgendwann wäre die Zeit gekommen, dass sie wieder ausziehen würde. Sie würde ihre Ausbildung abschließen, ausziehen und wir würden uns viel seltener sehen. Und einige Wochen hatte ich schon im Koma verschlafen! Ich wollte meine Zeit mit ihr einfach nutzen. Ich verstand meine Gefühle ihr gegenüber selbst nicht so ganz, aber sie waren definitiv keine einfachen Freundschaftsgefühle. Es war mehr als das, aber ich wusste nicht so recht in welche Richtung das hier ging. Sie war... nicht wie eine kleine Schwester für mich, nein. Ich schlief nicht mit meiner Schwester - ich hatte ja auch keine. Sie gehörte aber zur Familie, bloß... anders. Verstehen tat ich es selbst nicht, also machte es auch keinen Sinn das anzusprechen. Das einzig wichtige war nun, dass ich meine Zeit mit ihr nutzte, denn sie blieb nur wenige Stunden, fuhr nach Hause, aß und ging wieder schlafen, um morgen wieder zu arbeiten und herzukommen. Ich drückte leicht ihre Hand und lächelte ein wenig misslungen, als sie fragte, ob sie mich nicht irgendwie aufheitern konnte. "Du bist hier. Das reicht mir vorerst." Sie hier zu haben und mit ihr zu reden war besser, als die Therapie. Also half sie mir ja schon, sie lenkte mich ja bereits ab. Dennoch... würde alles so viel einfacher sein, wenn ich meine Musik noch hätte. Ich würde einen Song aus dieser beschissenen Situation machen und wäre wieder frei und ausgelassen. Ich biss mir auf die Unterlippe, als ich darüber nachdachte das Risiko einzugehen. "Bringst du mir morgen meine Gitarre?" Natürlich hörte ich sie nicht, aber vielleicht würde mich einfach das Gefühl des glatten Holzes und der harten Seiten unter meinen Fingerkuppen beruhigen. Ich vermisste sie... Ob sie mich nun aufheitern oder noch tiefer in den Abgrund stürzen würde, wusste aber vermutlich keiner. Ich sollte es einfach mal... ausprobieren.

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Madelaine Green
Ich war von ihm abgewandt, als er selbst durchzudrehen schien. Ich hielt währenddessen mit einer Hand an der Wand fest, während sich alles drehte. Egal wie viel ich jetzt atmete, durch das Sekret würde so gut wie kein Sauerstoff in meinen Körper gelangen. Ich hielt mich fest und hustete erneut, drückte das Taschentuch auf meine Lippen und schloss die Augen, hielt die Luft an und selbst inne. Musste Aaron sich jetzt wirklich vor mir verteidigen? Natürlich war er wie er war. Er war ein Idiot, das hatte ich von Anfang an gewusst. Gefühle lagen ihm nicht, genauso wenig wie mir. Wir drückten es bloß auf verschiedene Weise aus. Er... indem er es versteckte und gemein zu anderen war und ich, indem ich es herunterschluckte und in einem Moment alles herausplatzte. Fakt war, dass wir beide nicht einfach aussprechen konnten, was Sache war. Aaron war nur ehrlich und direkt, wenn es um einfache Dinge ging und ich... schwieg eigentlich alles bloß tot, bis es zu viel wurde und überlief. Seine Worte verletzten mich, ich wusste nicht wohin mit mir, aber sie machten mir auch klar, dass ich mich absolut dämlich verhielt. Klar, hatte ich recht, was seine Art mit mir umzugehen anging. Ich war nicht so robust und stabil wie vielleicht Lizz es war, wenn er mit ihr umging, aber ich hatte kein Recht von ihm verlangen sich zu ändern und das hatte ich so auch nie gewollt. Nicht direkt zumindest. Ich hatte es mir nur viel leichter machen wollen, ohne daran zu denken, dass er eben einfach so war. Vielleicht wäre es gut, wenn wir uns seltener sahen, wenn er auszog. Wir würden so schnell nicht mehr Dinge sagen, die wir nicht so meinten. Außerdem würde ich... vielleicht von ihm loskommen, denn momentan hatte ich wirklich Angst vor dem, was sich in mir zusammenbraute. "Okay.." Ich sank vorsichtig auf meine Knie und lehnte meine Stirn an die kühle Wand. Dann sollte er gehen und sich eine Wohnung suchen, die er nicht bezahlen musste. Ich konnte ihn ja nicht wie einen Vogel im Käfig hier festhalten. Meine Einsamkeit hatte mittlerweile scheinbar ein ganz neues Level erreicht. Ich fing mir irgendwelche Typen von der Straße ab, quartierte sie in meinem Keller ein und versuchte sie zu formen wie ich sie brauchte, um überleben zu können. Ich schloss die Augen und versuchte meinen Atem wieder zu regulieren. Ich würde eine ganze Menge Sekret auskotzen, wenn er erstmal weg war. Aber dann sollte er auch gehen.

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• Aaron Archer.

Ich verkniff es mir, mit den Augen zu rollen. Wieder einmal redeten wir doch sowieso nur aneinander vorbei. Sie wollte doch eh nicht hören, was ich zu ihr gesagt hatte. Die gesamte Zeit über hatte ich ihr gesagt, dass es für mich in Ordnung war und ich sie trotzdem akzeptierte so wie sie war. Sie konnte nichts dafür das sie vergewaltigt worden war und genau deswegen stempelte ich sie nicht als einen Freak ab. Es war ihre Art und Weise. Ihe Art Dinge kontrollieren zu wollen. Doch jetzt kam sie wieder mit dem anderem Thema. Sie stellte sich als ein amres kleines Mädchen da. Auch das hatten wir schon oft genug gehabt. Und sie machte mich schuldig dafür, dass ich angeblich mit ihren Gefühlen spielte. Das hatte ich nie gewollt. Denn war ich schon mal Nett zu ihr und es war trotzdem falsch. "Ich bin so wie ich bin", verteidigte ich mich und erhob die Hände. "Was soll ich deiner Meinung nach tun? Ich bin nicht gut darin Gefühle zu zeigen okay? Das war ich nie und das werde ich auch nicht. Ich bin doch hier. Ich verbringe meine Zeit mit dir. Was soll ich anderes tun? Reicht dir das nicht? Soll ich einen Kuchen backen mit deinem Namen darauf?" Ich konnte absolut nicht nachvollziehen warum sie so sauer auf mich war. Wenn sie wüsste wie viel es schon bedeutete, dass ich immer und immer wieder hier her kam. Sie war nicht die Art von Mensch mit dem ich damals oft meine Zeit verbracht hatte. Nein, eigentlich hatte ich nie mit Menschen wie ihr Zeit verbracht. "Ich weiß gar nicht warum du dich so darüber aufregst?!" Denn schon wieder bekam sie einen halben Husten Anfall und stützte sich an der Wand ab. "Ich werde doch nicht vom Erdboden verschluckt." Musste ich ihr das zusätzlich noch aufmalen? Das ich nur ein wenig Freiraum für mich brauchte?! Gerade erschien es mir so, als würde sie mir aus allem einen Strick drehen. "Ich brauch Freiraum okay?", murmelte ich. "Es liegt nicht an dir. Auch das mit meinen Gefühlen. Ich bin ein Arsch und das weiß ich. Ich habe nie gelernt anders damit umzugehen. Wenn du das nicht so akzeptieren kannst wie es ist, denn tut es mir wirklich leid. Ich bin wer ich bin und ich kann mich nicht wegen dir zu einem anderen Menschen umpolen lassen der ich nicht bin."

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Madelaine Green
Ich schnaubte, presste die Sauerstoffflasche an meine Brust und biss die Zähne fest aufeinander. Ich sollte mich nicht aufregen. Ich durfte mich nicht aufregen. Meine Lunge machte schon einiges mit. Diese Nacht war ich auch noch ohnmächtig geworden! Ich musste es ruhiger angehen lassen. All der Stress war nicht gut für mich, war nicht gut für meine Lunge. Deswegen zog meine Mutter doch erst mit mir herum! Weil ich überall, in jeder Stadt Probleme bekam, die mein Körper nicht aufnehmen konnte. Genauso jetzt. Ich hatte einen Freund gefunden, den ich mehr mochte als ich sollte und ich stritt mit ihm. Immer und immer wieder. Das war einfach zu viel! "Du tust das für mich?! Was? Genervt sein? Mich schwach nennen? Nicht darüber nachdenken, was du sagst, weil ich verdammt sensibel bin und du mich damit verletzt?!", knurrte ich und ballte die Hände zu Fäusten. "Gott, ich weiß, dass du dir einen Scheiß aus Gefühlen machst, aber selbst ein stumpfsinniger, gefühlskalter Typ wie du sollte doch in der Lage sein zu verstehen, dass ich dich gern hab und du mir weh tust, wenn du solche Sachen sagst!", zischte ich. Ja, ich wusste, dass er nicht hören wollte, dass ich ihn mochte, aber er schien es anders ja einfach nicht zu begreifen! Er stellte meine widersprüchlichen Aussagen gegenüber und selbst dann begriff er nicht! "Gott, darum geht es doch gar nicht, du verdammter Idiot! Es geht hier nicht um meine Mutter, nicht um die Umzüge, das Haus oder den Fakt, dass du wie ein Penner unter der Brücke pennen würdest! Himmel, ich..." Ich brach kurz ab, hob den Arm vor meinen Mund und hustete in meine Ellenbogenbeuge. Das zähflüssige Sekret in meinen Lungen rasselte, stieg mir in den Hals, schnürte mir die Luft ab. Oh wow, das konnte ich gerade wirklich nicht gebrauchen. Nicht jetzt. Ich hustete, ließ die Sauerstoffflasche auf den Boden fallen und drückte mit der Hand die Nasenbrille in meine Nase und schirmte gleichzeitig meinen Mund ab, während ich weiter röchelte und hustete. Ich nutzte einen ruhigen Moment. "Verpiss dich, wenn du meinst es zu müssen. Dann mach doch was du willst." Ich drehte mich um zu den Kartons, die an der Wand gestapelt waren, zog ein Taschentuch aus meiner Hosentasche und brachte einen erneuten Hustenanfall hinter mich, bekam dabei kaum Sauerstoff ab und hielt mich an der Wand fest. Normalerweise wüsste meine Mutter, was sie jetzt tun könnte, um mir zu helfen, aber ich würde ihn jetzt sicher nicht danach fragen! Ich war sauer und verletzt... ich war verwirrt!

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• Aaron Archer.

In der gesamten letzten Zeit endete das zwischen ihr und mir irgendwie immer in einer Disskussion oder einen Streit. Aber wieso? Sie wollte nicht das ich ging, ich warf ihr irgendetwas an den Kopf und dann wieder sie mir. Ich lachte auf. Als ob sich jemals ein Mensch Gedanken über meine Gefühle gemacht hatte. Als ob es jemals jemanden gescherrt hatte. Selbst Lizz war es egal gewesen und bist jetzt waren wir auch gut damit ausgekommen. Sobald ich jemanden an mich heran ließ, endete es sowieso in einer Katastrophe. Soweit kam ich schon ganz gut alleine damit zu Recht, dass ich nicht die Fern analyse von ihr brauchte. Ich presste meine Lippen fest aneinander und atmete tief ein und aus. Wenn wir weiter so miteinander umgingen würde es das auch nicht besser machen. Wie immer war es wohl das beste den Kuss Tot zu schweigen. Fakt war, dass ich es ein weiteres mal nicht versuchen würde. Ich hatte ja schon keine Ahnung was mich gerade eben geritten hatte es zu tun. Mad selbst schien es selbst nur wieder in irgendetwas hinein zu interpretieren. Ihre Gefühle schwankten von einer Minute auf die nächste einfach um. Madelaine war mir ein Rätzel. "Ich tue das ganze auch wegen dir. Willst du es wirklich darauf anlegen?" Wahrscheinlich wollte sie das. Denn so wie sie sagte, wollte sie einfach nicht normal sein. "Neulich hast du noch zu dir mir gesagt, dass deine Mutter keine Rücksicht auf dich nimmt und jetzt ist es dir auf einmal egal?!" Vor allem war das heute morgen wieder einmal merh als knapp gewesen. Ihre Mutter könnte einfach so von Heute auf Morgen beschließen, dass sie weg ziehen würden und dagegen konnte Madelaine absolut nichts tun ob sie es wollte oder nicht. "Darf ich dich daran Erinnern, wie knapp das heute morgen gewesen ist? Das hätte auch ganz einfach in die Hose gehen können. Was hättest du dann gemacht hm?", fragte ich sie und sah sie erwartend an. Ging es ihr wirklich nur darum nicht alleine sein zu wollen?? War das der Grund warum ich hier war? Um sie zu bespaßen?! Dabei glaubte ich das Mad einfach noch nicht akzeptierte, was für ein Kerl ich war. So ein Typ wie ich, saß nicht Händschenhaltend auf der Couch und sah sich mit ihr lustige Filme an. Mit mir war man nicht befreundet. Oder man ging auch nicht mit mir ihr auf irgendwelche dämlichen Stadtfeste wie neulich. Ich war nur dafür zuständig für Probleme zu sorgen. Denn entweder ich machte sie oder hatte sie schon und rannte davor weg. So sah mein Leben aus!

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Madelaine Green
Manchmal war Aaron ganz schön schroff. Ich wusste nicht so recht, ob er kein Gefühl für sensible Menschen hatte oder nicht wusste, ob er mich damit ein wenig verletzte oder ob es ihm lediglich egal war, er mich vielleicht sogar auf diese Weise von sich stoßen wollte. Jedenfalls war er manchmal ziemlich... hart und das tat weh. Er war mein einziger Freund und ich verbrachte gern Zeit mit ihm, aber er hatte einfach keine Ahnung wie sehr ich mir seine Worte zu Herzen nahm. Vielleicht war es bei ihm anders und er sagte Dinge unüberlegt und machte sich nichts daraus, meinte es nicht so wie er es sagte, aber dennoch kam es bei mir so an. Erst recht, wenn er so genervt wirkte. War ich so nervig? Ich hatte ihm doch bloß versucht zu erklären wieso ich ihn von mir geschoben hatte. Ich seufzte leise und schüttelte bloß den Kopf. Sollte er mich doch so anfahren. "Ich mach mir zu viele und du machst dir keine - gleicht sich wenigstens aus.", grummelte ich eher zu mir selbst und stützte nun selbst genervt das Kinn auf meinen Knien ab. Er fand wirklich immer etwas an mir, worüber er meckern konnte. Wenn es ihn so sehr störte, warum war er dann überhaupt mit mir befreundet? Ich knirschte mit den Zähnen, während er dort mitten im Raum stand und meine Hand langsam von seiner rutschte. "Dann gib mir nicht ständig das Gefühl ich müsste es.", keifte ich leise zurück. Mein Selbstbewusstsein war durch all die Scheiße, die ich erleben hatte müssen, schon ziemlich angeknackst! Wenn er dann noch ständig so genervt wirkte, mich für eine andere Frau stehen ließ und mich als Freak beschimpfte, wie sollte ich da nicht zweifeln? Gott, das alles hier war doch scheiße! Ich schnappte mir meine Sauerstoffflasche und drückte sie an meine Brust, als ich aufstand. "Dann geh eben. Aber wenn du wieder unter der Brücke landest, wirst du schon sehen, dass ich Recht hatte." Ich versuchte ihn zu überreden hier zu bleiben, weil ich ihn gern hatte, verdammt! Ich fand ja selbst keine Argumente mehr wieso er sonst hier bleiben sollte. Meine Mutter würde es irgendwann merken und dann würde ich richtig in der Scheiße stecken. Also wäre es dämlich ihn hier zu behalten, aber... ich wollte nicht, dass er ging. Er war selbst zu blind, um das zu erkennen. Gott, ich brauchte ein wenig frische Luft!

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• Aaron Archer.

Als sie versuchte mich über ihre Lage aufzuklären, runzelte ich nur die Stirn. Mit solchen Gefühlsschnulzen war sie bei mir definitiv an der Flaschen Adresse. Ich konnte Null damit anfangen. "Tu dir und mir mal bitte einen Gefallen: Mach dir doch nur einmal nicht immer so viel Gedanken über alles, ja!?", entfuhr ich beinahe ein wenig entnervt. Das Leben war keine Rose rote Wolke mit Einhörnern die umhersprangen und ihre Welt mit Regenbögen erfüllten. Soetwas wie Liebe war Bullshit. Das und Lizz und mir war Unterhaltung. Nette Unterhaltung, denn auch wenn wir irgendwie zusammen waren, hatten wir uns noch nie die Liebe füreinander gestanden. Weil es so etwas nicht gab. Menschen neigten dazu sich in Gefühle hineinzusteigern. Ich tat einfach das, was sich gerade Gut anfühlte. Ich hörte auf meinen Bauch. Warum ich Mad geküsst hatte? Weil ich es in diesem Augenblick gewollt hatte. Weil ich mich in ihren Augen verloren hatte. Das hatte noch lange nichts zu bedeuten. Vor allem nicht das ich Mad irgendwem bevorzugte oder anders herum? "Und hör auf an dir selbst zu zweifeln." Denn eigentlich war sie wirklich ganz süß. Nur zerstörte sie das eigene Bild von sich selbst, indem sie Anfing an sich zu zweifeln und ständig Trübsal zu blasen. Madelaine griff nach meinem Handgelenk und ließ mich somit stehen bleiben. Ich sah sie an. Sie wollte wirklich das ich blieb? Doch was hatte ich davon? Musste ich nicht langsam anfangen hinter meiner Wohnung her zu gehen? Wollte ich mein Leben lang hier bleiben? Ich seufzte und mein Rucksack rutschte von meiner Schulter. "Und was ist mit deiner Mutter? Wie lange willst du das noch machen?" Wahrscheinlich würde ihre Mutter nur noch mehr durchdrehen, wenn sie heraus fand das ein fremder Kerl in dem Keller des Hauses schlief. Sicher war denn alles vorbei und sie und Mad würden sofort ihre Sachen packen und umziehen. Vor allem jedoch auch wenn sie erfuhr wer ich war und was ich nicht schon alles schon für Dinge auf meinem Buckel gehabt hatte.

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Madelaine Green
Natürlich hätte ich es gern erwidert. Auch wenn ich es nicht zugeben wollte, ich mochte Aaron. Es war peinlich, aber vielleicht war ich sogar ein ganz kleines bisschen in ihn... verknallt? Himmel, es war nicht so, dass ich auf ihn stehen würde. Ich wollte nicht mit ihm in die Kiste springen. Klar, er war ein echt gutaussehender Kerl. Er war attraktiv und muskulös und... Aber darum ging es ja gar nicht! Sicher übertrieb ich einfach. Vermutlich hatte ich ihn bloß gern und spielte das alles zu sehr auf. Er war der erste, der sich wirklich für mich interessierte und Zeit mit mir verbrachte. Vielleicht sah ich einfach Dinge, die nicht da waren. Ich war nicht verliebt oder sowas. Das war ja Schwachsinn! Trotzdem wollte ich aber nicht, dass er mit mir spielte. Er hatte dieses wunderhübsche, vollbusige Mädchen, mit dem er sich traf, mit der er schlief. Dann konnte ich nicht einfach zulassen, dass er mich küsste. Das Mädchen war mir egal! Ich wusste einfach, dass er mich damit verletzen würde. Das hier war nicht ernst. Dieser Kuss, das alles! Ich wusste nicht wieso er es tat, aber ich wusste, dass es mir früher oder später weh tun würde. Ob nun unbeabsichtigt oder nicht. Ich wollte mich nur selbst schützen. Er war nicht wirklich mit ihr zusammen... Gott. "Du schläfst mit ihr und ziehst sie mir vor. Sie ist also mehr als bloß ein Freund und ich bin bloß zweite Wahl. Ich will einfach nur nicht verletzt werden. Es ist okay, wenn du mich stehen lässt, aber das ist... zu viel. Ich bin nicht so stark wie du vielleicht glaubst.", flüsterte ich und biss die Lippen fest aufeinander. Ich war schwach und das wusste er genauso sehr wie ich. Er konnte mir nicht so viel Zuneigung zukommen lassen - die für Freunde übrigens sowieso unangebracht war - und am Ende gehen. Ich ertrug es, wenn er mich auf dem Stadtfest stehen ließ, aber nicht, wenn er das ganze vertiefte und ich dann doch nur... zweite Wahl war. Jetzt, wo ich wieder daran dachte, spürte ich wieder das beklemmende Gefühl in meiner Brust. Er stand auf, räumte seine Sachen zusammen und wollte wirklich gehen! Ruckartig schlang ich meine dünnen Finger um sein Handgelenk und hielt ihn fest, als er sich umdrehen wollte. "Bleib.", schoss es aus meinem Mund, bevor ich richtig denken konnte. Erst im Nachhinein überlegte ich mir wie ich es jetzt auslegte, dass es nicht so klang, als könnte ich ihn nicht gehen lassen. "Sei nicht dumm. Ich habe gerne Gesellschaft, du brauchst eine Unterkunft. Es hat doch bisher geklappt." Wollte er mich jetzt wirklich hier allein lassen? Das konnte er mir nicht antun...

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Lion Teo Connor
Nannte sie mich gerade einen Pessimisten? Wenn überhaupt war ich ein Realist! "Das hat einen ganz einfachen Grund, Miss Garcia. Ich kaufe zwar Firmen und schließe Partnerschaften, aber ich rechne immer mit dem schlimmsten Szenario. Genau das macht mich vermutlich auch erfolgreich. Ich plane immer so, dass selbst die schlechteste Möglichkeit dem Unternehmen nicht schadet. Ich denke realistisch und wäge alle Optionen einmal ab. Und die schlechten Optionen sind nun einmal auch da. Wenn ich vom Schlimmsten ausgehe, kann ich zumindest nicht enttäuscht werden, oder?" Es war also nicht unbedingt etwas schlechtes so zud enken. Das hatte ich nie gesagt. Es tat aber auf Dauer nicht immer gut. Das merkte ich ja selber. Wie man sicher merkte, war ich ja nicht unbedingt der glücklichste Mensch auf Erden. Ich hatte mehr als ich brauchte und das war gut, aber glücklich war ich dadurch noch lange nicht. Geld machte eben nicht glücklich. So war es nun einmal. "Sie sollen ja auch nichts gut machen. Nutzen Sie einfach die Chance." Wieso ich ihr sie nun gab war ja egal. Ich hatte zu viel Geld für mich allein und wenn ich die Chance hatte etwas Gutes zu tun? Jemanden glücklich zu machen? Wer würde das nicht, wenn man wirklich zu viel Geld hätte? Ich hatte doch alles, was ich brauchte und sogar mehr! Wieso also nicht etwas Gutes tun? Wenn sie bei mir anfangen würde zu arbeiten, hätte ich ja sogar noch etwas davon! Ich schürzte die Lippen, als sie meinte, dass meine Großzügigkeit mir nicht als einziges zu Gute kam. "Na ja, ich bin auf den ersten Blick vielleicht nicht gerade hässlich und ich habe Geld. Trotzdem hätte eine Beziehung mit mir wohl mehr Nach- als Vorteile." Wieso diskutierten wir überhaupt darüber? Ich wäre ein schrecklicher Freund und damit war gut! Ich musste ihr nichts erklären und sie musste mir nicht das Gegenteil einreden. Wir waren vielleicht irgendwie befreundet, aber wir waren eigentlich immer noch Arbeitgeber und -nehmer! Gott, das alles hier war absolut schräg! Ich schüttelte bloß den Kopf und aß meine Vorspeise. "Na ja, vielleicht... würde ich mich für ein zweites Date ja auch ein China-Restaurant einlassen... aber nur weil Sie es sind!" Selbst dort wäre ich wohl der bunte Hund, aber man würde mich ja sowieso überall erkennen. Ich war vielleicht kein Rockstar, aber man fand mich doch in einigen Zeitschriften hier in Millaville.

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• Aaron Archer.

Zunächst glaubte ich zu meinen, dass sie meinen Kuss erwiderte, doch dann löste sie sich beinahe schreckhaft von mir und wandte sich komplett von mir. Warum hatte ich das getan?! Auf ihre Worte senkte ich meinen Blick. Ich spielte doch gar nicht mit ihr! Wenn es etwas gab was ich nicht tat, denn war es das. Und das war etwas, was sie über mich mittlerweile wissen sollte. Ich gab mich mit ihr ab weil ich es wollte und weil mir egal war was die anderen von ihr dachten. Und ich hatte sie bis jetzt noch nicht einmal ausgenommen und beklaut. Zwar hatte ich es ganz zu Beginn vorgehabt, aber da hatte ich ja noch gar nicht gewusst, was für ein Mensch sie war. Und da sie mir bis hier her geholfen hatte, hatte ich auch nicht vor sie weiter aus zunehmen. Also warum tat ich das hier? Na auf jeden Fall nicht, weil ich mit ihr spielte. Wenigstens glaubte ich das zu wissen. Es war einfach nur so aus Reflex passiert und ihre Worte das ich mit Lizz zusammen war, machten es nicht gerade besser. "Ich bin nicht wirklich mit ihr zusammen", murmelte ich. Wenn ich eins wusste, denn war es, dass das mit mir und Lizz immer nur ein Spiel war. Was wusste ich schon was sie mit Justin trieb und wie viel ich ihr wirklich glauben konnte. Manchmal benahm ich mich zwar vielleicht wie ein Arsch, aber soetwas ging nicht einfach an mir vorbei. "Tut mir leid", ergänzte ich und nahm meinen Blick von ihr. Ich erhob mich und begann meine Sachen in meinen Rucksack zu stopfen. "Wie ich bereits sagte: Ich denke ich bekomme das da draußen schon irgendwie hin. Du kannst mich nicht Ewig hier im Keller verstecken." Und auch wenn ich wusste das sie es nicht gern hatte wenn ich da draußen herum irrte, war es immerhin nicht ihr Problem. "Vergiss das von gerade einfach. Ich meine, ich sollte jetzt wirklich gehen", ich erhob mich und klopfte mir den Staub von den Sachen. "Du kannst dich auf mich verlassen ich werde von dem was du mir gestern erzählt hast kein Wort verlieren." Denn auch wenn ich bemerkt hatte wie sehr sie sich dafür schämte, war es für mich kein Grund überall herum zu erzählen das sie Vergewaltigt worden war als Kind. Ich sah sie auch nicht mit anderen Augen, ich hatte einfach nur ein anderes Bild von ihr warum sie sich manchmal so seltsam benahm. Es musste ihr unglaublich schwer fallen anderen Menschen zu vertrauen. "Ich denke wir sehen uns dann." Ich schulterte meinen Rucksack und fuhr mir durch meine zerzausten Haare.

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Jessica Rose McDougall
Na toll, jetzt war meine Nacht auch noch ruiniert, es reichte ja nicht dass meine Füße schon total zerschunden waren. Heute war aber auch einfach zuviel los gewesen, Die ganze Hektik mit der Modenschau und dann war ich so aufgedreht gewesen und hätte schnell feiern gehen wollen, Dass meinen Schlüssel vergessen hatte. Ich hatte auch keinen Ersatzschlüssel unter der Fußmatte oder so, Weil das zu einfach war und andere Leute ihn dann nehmen würden und sonst gab es nichts im Treppenhaus unter das ich meinen Schlüssel hatte verstecken können. Es gab zwar bestimmt mehrere Schlüsseldienste, Aber ich wusste nicht ob einer auch nachts offen hatte und das am Wochenende. Ich hatte heute echt Pech und dabei hatte der Abend so gut angefangen und ich wollte jetzt doch einfach nur in mein Bett und den Rausch ausschlafen, mehr nicht. Genervt fuhr ich mir durch die Haare und ließ mich wieder nach hinten auf die Couch sinken. Was Arthur dann als nächstes sagte, überraschte mich total und ich sah verwundert zu ihm rüber. Hatte er mir gerade wirklich angeboten mich bei sich schlafen zu lassen? Er wollte mich mit nach hause nehmen, wirklich? Hatte er sich das gerade selbst sagen hören? Von vorne herein war klar gewesen, Dass er ein Frauenheld war, das hatte seine Schwester schon beim Abendessen betont und ich hatte in dem Moment gewusst als er in die Boutique gekommen war, Dass er sich die Frauen nur so aussuchen konnte und sie nicht schätzte, deswegen hatte ich von Anfang an die Einstellung gehabt nie etwas mit ihm anzufangen und er wusste auch dass ich das dachte. Und obwohl ich so überrascht war, glaubte ich nicht, Dass er mir das Angebot mit irgendwelchen Hintergedanken machte, immerhin betonte Er ja dass er noch mehrere Schlafzimmer hatte... Aber überschritt das nicht eine Grenze? Wenn er mich einfach so mit zu sich nahm, in seine private Umgebung, wo wir doch eigentlich nur beruflich miteinander zu tun hatten. Anderseits hatte ich aber auch wirklich keine Lust meine Tür eintreten zu müssen und den Schaden dann reparieren zu lassen... Arthur stand schon auf und fragte mich erneut, anscheinend wollte er auch gehen. Ich konnte mit gehen oder aber mir alleine noch den Rest Nacht um den Kopf schlagen. Ich seufzte also und stand ebenfalls auf. "Okay gut, danke. Sonst hätte ich vermutlich im Hausflur geschlafen." Ich zog mein Kleid wieder zurecht, hängte mir die Tasche um und folgte ihm zur Tür. Wir waren fast fast schon an der Tür, als Adrienne von der Seite plötzlich auftauchte. Sie sah ziemlich betrunken aus und der Kerl der an ihr klebte, immer noch der vom Beginn der Party, sah auch nicht besser aus. "Ihr geht schon? Und das zusammen? Ich wusste es." lallte sie und schwankte etwas. Ich sah zu Arthur und schüttelte grinsend den Kopf. "Du hast zu viel getrunken Adrienne. Am besten wir rufen dir ein Taxi, so lassen wir dich nicht hier." Der Typ würde sie nur mit zu sich nehmen und sonst etwas mit ihr anstellen, Sie war schon viel zu betrunken um klar zu denken, Männer nutzten das nur aus. "Nimmst du sie mit raus? Dann rufe ich währenddessen ein Taxi." wandte ich mich an Arthur und kramte schon nach meinem Handy. "Aber ich will noch nicht gehen, James will mir noch seinen Jacuzzi zeigen." quengelte Sie und besagter James grinste dreckig und legte ihr eine Hand auf die Hüfte. Ich verdrehte die Augen und schon den Typen von ihr weg. "Du mein Freund gehst heute alleine nach hause, mach en Abflug." Er war zwar nicht begeistert, so betrunken wie er jedoch war und vermutlich auch eingebildet, sah er uns nur genervt an und torkelte dann weg. "Das ist nicht fair, ihr dürft Spaß haben und ich nicht, ich bin doch kein Kleinkind mehr..." jammerte Adrienne weiter, Aber ich verdrehte nur die Augen und bedeutete Arthur dass wir raus gehen sollten, ich suchte auf dem weg schon die Nummer des Taxiunternehmens und hielt es mir an Ohr sobald wir draußen waren.

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Illion Tyrone
Ich ließ mich entspannt in die Lehne sinken. Entspannt hatte ich nun schon eine Weile nicht. Das lag aber auch nicht an diesem Auftrag. In den letzten Monaten hatte ich kaum einen Tag frei gehabt. Die Aufträge mussten aufgearbeitet werden. Da wollte ich nicht mitten drin einfach weg sein. Ich war in einem guten Weg aufwärts. Hatte gute bis sehr gute Aufträge und wollte kein Risiko eingehen. Weshalb ich solche Momente, wie gerade im Cafe mit Arielle gelernt hatte zu genießen. Der Job machte mir Spaß! Daran war nicht zu zweifeln. Doch es war nun einmal Arbeit und zog Stress mit sich. Ich hoffte das der Kellner mir schnell den Kaffee besorgte, damit ich diesen Moment perfektionieren konnte. Wenn schon, dann richtig. Dachte ich mir in solchen Momenten. Mein Blick huschte über den Raum hin und her, bis ich Arielles Augen traf. Mal wieder blieb ich in dieser atemberaubenden Farbe hängen. Sie war einfach bildschön. Es gab ja wirklich viele schöne Menschen. Aber Arielle war einzigartig. Das konnte niemand leugnen. Ein Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht aus. Ich merkte schnell wie dämlich ich wohl wirken musste. Verlegen blickte ich wieder zum Tisch runter, fuhr mir durch mein Haar, dass ich wie immer zu einem Bündel am Kopf zusammen gebracht hatte. Dabei fiel mir ein idiotischer Gedanke ein. Zum einen war es echt Zeit mal wieder die Länge zu kürzen und zum anderen hatte ich wohl in den letzten Wochen gar nicht mehr drauf geachtet wie ordentlich ich vor Arielle gewirkt hatte. Sie hätte sonst was denken können. Ich sah wie die Karte von ihr zu mir geschoben wurde. „Stimmt ja..“ murmelte ich. Der Plan war hier auch etwas zu essen. Neugierig und hungrige öffnete ich die Karte. Es war nicht viel Auswahl, genau das gefiel mir. Es gefiel mir nicht zwischen dutzenden von Gerichten wählen zu müssen. „Ich denke ich nehme jetzt einfach ein gutes Frühstück zu mir. Es ist zwar schon Vormittag… aber der Tag ist noch lang. Da kann ich einen überfüllten Magen nicht gebrauchen. Ich nehme alsooooooo… Das Haus empfohlene Frühstück.“ Stellte ich ungefragt fest. Dann schaute ich wieder zu ihr auf „Ja! Stell dir vor morgen würde ein Bild runter fallen. Nicht nur das es beschädigt sein könnte, am Ende würden die Leute sich darüber den Maul Zereisen. Und wenn wir mitten drin dann dahin gehen um es zu reparieren ist natürlich das feeling unterbrochen.“ Erklärte ich ihr. „Oder wenn ein Stecker nicht richtig steckt. Es könnte zu einem Kurzschluss kommen.. Die Konsequenzen sind mir zu extrem. Naja.. ich mache diesen Job ja schon eine Weile. Da habe ich gelernt das es sicherer ist.“

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Lean Collens
Ich war zwar gerne direkt.. aber so offen über meine Absichten und meine Gelüste sprach ich nicht. Zumindest nicht so schnell wie ich es gerade mit Chloé machte. So manch andere Frau glaubte mich dann unter Kontrolle haben zu können. Aber das gefiel mir überhaupt nicht. Ich forderte Respekt, wenn jemand auch von mir Respekt erhalten wollte. Wer also glaubte mit mir spielen zu können, würde mich nicht wieder sehen. Vermutlich ließ ich es deswegen auch bei ihr drauf ankommen. Ich wollte wissen was sie tat. Wie sie reagierte. Chloé faszinierte mich und weckte die Neugierde. Da konnte ich nicht wiederstehen. Aber ich musste eine Sache zugeben… Ich war doch schon bemüht sie nicht direkt zu verschrecken. Ein Grund sie mit meiner Persönlichkeit nicht direkt zu überfordern. „Ich finde man sollte nicht teilen müssen, nur weil man in keiner offiziellen Beziehung ist.“ Ich schloss natürlich keine ernste Beziehung aus. Nur beim ersten Date direkt von einer Beziehung zu sprechen taten nur naive Menschen. „Oder würde es dir gefallen, wenn wir einen Schritt weiter wären und ich nebenbei aber noch andere hätte? Zu wissen das meine Hände nicht nur deinen Körper erkunden? Ich stehe auf klare Verhältnisse“ ( es ist echt schwer in direkt wirken zu lassen und gleichzeitig ihn nicht direkt `du bist jetzt meins` sagen zu lassen xD) Ihr Konter empfand ich mal wieder als amüsant „Konflikt? Willst du mir etwa sagen das du etwa eine gespielte Zärtlichkeit nicht von einer echten unterscheiden kannst?“ fragte ich sie „Dann muss ich dir wohl den Unterschied noch beibringen!“ lächelnd nahm ich mein, mittlerweile gefülltes, Glas in die Hand. Ich konnte schwer beschreiben wie ich drauf war. Einerseits nahm ich mir was ich wollte aber andererseits war ich keiner diese Kerle die eine Frau nicht zu würdigen wusste. Ich mochte einfach wenn man auf mich hörte. Das Chloé zu erklären war schwer. Ich wusste ja nicht einmal wieso ich versuchte es ihr zu erklären. Das hatte ich noch nie getan. Ich zeigte es einfach sofort. Aber bei ihr hatte ich das Gefühl es doch anders angehen zu wollen „Heute geht es mir aber nur um dich. Weshalb ich auch mehr über dich wissen will Chlóe.“ Sagte ich und trank einen Schluck aus meinem Glas, dann lehnte ich mich leicht nach vorne. „Es soll hier nicht darum gehen was meine Bedürfnisse sind. Denn die stehen offen zwischen uns. Wären wir bei mir zu Hause.. dann würde kein Tisch zwischen uns sein.“ Ich lächelte sie an. „Also, wie kam es denn eigentlich zu deinem Traum eine Schauspielerin zu werden?“ fragte ich sie mit dem Wissen die Unterhaltung von Erotischen Gedanken zurück zur Realität geführt zu haben. Irgendwann hätte ich sie sonst noch dazu gebracht sich auf meinen Schoß zu setzen. Denn ich wollte ihre Nähe gerade verdammt stark spüren.

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Madelaine Green
Ich verdrehte leicht die Augen, als er so protzig behauptete auch ohne Geld auszukommen. Er war ein Idiot, wenn er glaubte, dass das immer so funktionieren würde. Irgendwann würde er an Grenzen stoßen. Das war er ja bereits! Er war aus seiner Wohnung geworfen worden, weil er sie nicht bezahlt hatte. "Du würdest nicht hier sitzen, wenn du ohne Geld auskämst, Aaron. Unter einer Brücke zu schlafen zählt nicht als "hinbekommen"." Immerhin hatte ich ihn genau dort aufgegabelt. Er hatte im strömenden Regen unter der Brücke schlafen wollen, weil er kein Geld gehabt hatte, um irgendwo anders unter zu kommen. Nicht einmal bei seinen Freunden. Er wäre also wohl kaum hier bei mir gelandet, wenn er eine andere Wahl gehabt hatte. Er kam ohne Geld nicht einfach so aus. Er musste Hilfe annehmen, auch wenn er es nicht wollte. Ich seufzte und zog die Beine an die Brust, legte die Arme auf den Knien ab und sah ihn bloß weiter mit gerunzelter Stirn an. Ich verstand nicht, was ihn jetzt so sehr interessierte, ob mir der Kuss gefallen hatte. Ja, es war ein Klasse Kuss gewesen und ich mochte Aaron mehr als ich sollte, aber das musste er mir nicht noch unter die Nase reiben. Ich gab mir die größte Mühe zu verstecken, dass ich an ihm klebte wie ein Welpe. Gott, ich war so kindisch und idiotisch! Er hatte eine Freundin. Eine große, blauäugige Brünette mit perfekten Kurven und dem nötigen Selbstbewusstsein. Selbst wenn sie nicht wäre, wäre das alles hier lächerlich. Ich war nun einmal... ich. Außerdem wollte ich doch gar keine Beziehung! Und so gern hatte ich ihn nun auch wieder nicht! Ich erstarrte, als er plötzlich wieder über mir hing, seine Hand in meinen Nacken schob und seine Lippen meine berührten. Ganz plötzlich war er mir wieder so nah und sofort schoss mir das Blut in den Kopf und mein Gesicht wurde heiß. Ich reagierte nicht. Ich wollte... Ein Teil meines Bewusstseins sagte, dass er eine Freundin hatte und das hier nur mit mir machte, weil er es liebte mit Schwachen zu spielen. So waren Typen wie er nun einmal. Er spielte mit mir, bis ich uninteressant war, dann ging er mit seiner Freundin vögeln. Der andere Teil meiner selbst aber wollte sich in den Kuss lehnen, seine Lippen aufschieben und ihn auf die Matratze drücken. Während dieser Streit in mir vorging, machte ich absolut nichts. Ich saß bloß da und... erstarrte länger als bloß ein oder zwei Sekunden. Dann jedoch riss ich mich zusammen und entschied mich dazu mich selbst zu schützen. Ich hatte genug durchgemacht. Ich sollte endlich Sicherheit haben und die konnte Aaron mir nicht bieten, wenn er wieder zu seiner Lizz zurücklief und mit mir fertig war. Ich schob meine Hand an sein Kinn und schob ihn sachte von mir. "Du hast eine Freundin. Spiel nicht mit mir.", bat ich ihn leise und fiel wieder in meine vorherige Position zurück - Beine angezogen, die Arme um die Knie geschlungen.

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• Aaron Archer.

Sie kannte mich wohl noch nicht gut genug, wenn sie nicht wusste wozu ich alles in der Lage war. Ich machte mir nichts aus Diebstahl oder Dingen die man eigentlich nicht tun sollte. Vom Drogen Deal bis anderer Kriminellen Aktivitäten hatte ich in meinem Leben schon alles durch gehabt. Madelaine jedoch schien immer an die Guten Seiten eines Menschen zu denken. Das es nicht immer so war, sei dahin gestellt. "Es gibt nichts auf der Welt Mad was man nicht auch ohne Geld wieder hinbekommen kann.", entgegnete ich ihr. So war ich Groß geworden. Es mochte vielelicht klingen als wäre das was ich sagte total unreal, aber das spielte für mich in diesem Augenblick keine Wirklich Große Rolle. Für mich war nie um Geld gegangen und das obwohl die Welt so Grausam und Geizig geworden war. Egal ob es Drogen waren oder die Miete meines Haueses. Ich war hoch verschuldet und es würde wahrscheinlich mehr als Tausend Dollar brauchen um mich aus dieser Nummer wieder heraus zu holen, aber solange ich noch am Leben war, war die Miesere für mich nur halb so schlimm wie sie klang. Selbst wenn ich später noch einmal dafür in den Knast müsste. Ich legte die Waffel in meiner Hand zurück auf den Teller. Mein Hunger war auch schon mal Größer. Als sie mir auf meine Frage mit dem Kuss antwortete, fühlte ich mich schlagartig als hätte man mir mit der Bratpfanne eines über den Schädel geschlagen. Dieses mal war sie wohl diejenige die am langen Hebel saß und die Fragen nur halb so Ernst meinte als ich. Meine Augen hingen an ihr. "Ja, es war okay für mich. Wie sollte es auch nicht?", hatte sie mir geantwortet und beinahe aus Reflex neigte ich mich zu ihr und legte meine Lippen auf ihre. Der Zeitpunkt sie zu küssen war zwar nicht der beste, aber aus irgendeinem Grund konnte ich diese Gelegenheit nicht einfach so ignorieren. Wieso ich es tat? Verlangen? Als Entschuldigung? Aus Mitleid? Um ehrlich zu sein, ich hatte keinen blassen Schimmer. Vielleicht aus Dank oder Verzweiflung? Mit Lizz hatte ich so ziemlich alles was ich wollte und dennoch ließ ich mich jetzt im Augenblick von Madelaine um den Finger wickeln und brachte mich in weitere Schwierigkeiten. Zudem war Mad nicht High und ich wusste nicht wie sie hier rauf reagieren würde oder ob es ihr egal war .Es war nicht Richtig. Aber im Augenblick war mir aus irgendeinem Grund so ziemlich alles egal und ich wollte nur das tun was ich gerade tat.

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ALEJANDRA Maria Garcia
Ich hatte doch gar nicht gemeint, dass ich für den Rest meines Lebens alleine bleiben würde. Vielleicht gab es dort draußen ja wirklich jemanden, der auf der Suche nach jemandem wie mir war, dass hieß aber noch lange nicht das ich diese Person innerhalb der nächsten Tage, Wochen, Monate oder gar Jahren finden würde. Wer wusste schon, ob ich überhaupt jemals den Mann finden würde, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen wollte - ich konnte doch nie sicher sagen, dass ich nicht möglicherweise doch den falschen Mann gefunden hatte und nun jemand anderes unglücklich machte. Es gab so viele Menschen - wie erkannte man da bitte, ob man der richtigen Person gegenüber stand? Sollte er jemanden finden, wäre für mich wohl auch jemand drin? Wie genau sollte ich das jetzt bitte verstehen? Ich konnte wirklich nicht sicher sagen, ob er gerade sucg selbst als sehr viel schlimmer darstellen wollte als er war, oder aber ob er mich damit unbemerkt beleidigen wollte. Ich glaubte kaum, dass er auch nur irgendwie im Sinn hatte mich vor den Kopf zu stoßen – dazu war er zu nett, obwohl er doch auch eine ganz andere Seite an sich hatte, die er nicht besonders oft zeigte. Zumindest nicht, wenn ich um ihn war. Möglicherweise versuchte er aber auch einfach nur, nett zu sein und mir nicht etwa das Gefühl zu geben, als wäre ich sehr viel schlechter als andere. So oder so konnte ich es gerade nicht wirklich verstehen, tat es aber auch sonst nicht. Ich wusste ja noch nicht einmal, weshalb wir so plötzlich Freunde waren und gemeinsam Essen gingen, obwohl ich eigentlich nur seine Putzfrau sein sollte. "Wenn nicht, habe ich immer noch meine Geschwister," antwortete ich Schulterzuckend. Er war doch auch nicht so alleine, wie er dachte oder wie er tat. Er hatte doch auch seine Eltern – Adoptiveltern, die die sich seiner angenommen hatten. Die Mutter, die sich viel zu große Sorgen um ihn machte, und der Vater der nicht wirklich besonders Wortgewandt war. Möglicherweise hatte er ja nicht wirklich den Jackpot damit geknackt, aber er war sehr viel besser dran als andere. Außerdem hatten seine Adoptiveltern –die er wohl einfach nur als seine Eltern sah– ziemlich gute Arbeit geleistet, was ihn anging. Ich lachte leise auf und runzelte die Stirn. War ihm gerade klar, dass er mir hier sagte das ich zwar keine Prinzessin werden würde, dafür aber schon hübsch war? "Das sagen ausgerechnet Sie! Ich denke zu 95% meines Lebens positiv, Sie hingegen? Nicht so." Das war ihm doch hoffentlich auch klar. Mir war es nämlich klar – ich dachte positiv, wann auch immer ich konnte, und selbst wenn es eigentlich nicht wirklich angebracht war, er hingegen nicht wirklich sonderlich oft. Vielleicht gab er mir aber auch einfach nur deshalb eine Chance; eine die ich sonst wohl nie bekommen hätte. Wer hätte mich denn bitte schon eingestellt? Ich hielt mich und meine Familie lediglich mit Jobs über dem Wasser, die doch niemand machen wollte – und dabei versuchte ich wirklich, einfach nur irgendwie Fuß zu fassen. Mit diesem Job bei Mr. Connor aber hatte ich es wohl irgendwie doch geschafft, noch dazu kam nun aber auch noch das er mir meinen Schulabschluss bezahlen wollte – damit ich bei ihm im Unternehmen arbeiten konnte, und nicht weiterhin Böden schrubben müsste. Nie mehr wieder. "Es gibt genug Menschen, die es im Leben nicht leicht hatten und trotzdem eine gute Erziehung erlebt haben, Mr. Connor. Das hat nichts zu bedeuten - Sie geben mir trotzdem die Chance mehr aus mir zu machen, und das kann ich nie gut machen," sagte ich und meinte davon auch wirklich jedes Wort so. Er wusste wahrscheinlich gar nicht, wie dankbar ich ihm eigentlich dafür war, dass er mir wirklich das alles hier einfach so ermöglichte. Dabei wollte er noch nicht einmal etwas dafür – es war ja noch nicht einmal seine Idee gewesen, dass ich mich mit ihm beschäftigte wenn ihm langweilig war. Nicht er war auf die Idee gekommen, er hatte mein Angebot einfach nur angenommen. Außerdem glaubte ich doch wirklich nicht, dass das alles war was ihm auch nur irgendwie zu Gute kam. Das konnte gar nicht stimmen – er sah doch aber ohnehin alles so viel negativer als er sollte. "Das sollten Sie nicht zu laut sagen, am Ende hört es noch jemand aus Ihrem Unternehmen und Sie können keine Grippe mehr als Ausrede benutzen, weshalb Sie fehlen." Denn eine fette Erkältung gehörte zu so ziemlich jeder Grippe dazu. Ich glaubte jedoch sowieso nicht, dass er wirklich dachte es würde besser sein eine dämliche Grippe als Ausrede zu nutzen. Es war in seinen Augen besser, als die Wahrheit an die Oberfläche kommen zu lassen, eine Grippe aber ließ ihn doch irgendwie sehr viel schwächer wirken als er war. Das wusste er aber wohl auch selbst. "Außerdem gibt es sehr viel mehr, was Ihnen zu Gute kommt," stellte ich amüsiert fest. Ich hatte es ihm doch bereits ein Mal gesagt - er war der gutaussehende, unerreichbare Bachelor den er die Welt sehen ließ, und eben dieser hatte verdammt viele Eigenschaften für die die Welt verrückt spielte. Irgendwann würde ich aber wohl doch eine Erkälting miterleben, aber er würde wohl kaum so schlimm werden wie Kinder. Selbst wenn er wirklich einer dieser Männer war, die dachten sie starben an einer einfachen Erkältung. Ich schob mir einen Bissen vom Brot in den Mund, lehnte mich etwas zurück und nickte. Meiner Meinung nach klang es nach einem Plan, sich am Wochenende einfach einmal zu informieren. Sich zu informieren, ob wir einem Hund nicht wirklich schaden würden, würden wir ihn immer herumreichen, war wohl aber auch sehr viel besser als sich einfach einen anzuschaffen. "Ich weiß wo Sie wohnen, es dürfte kein wirkliches Problem sein," stellte ich schmunzelnd fest und trank einen Schluck. Ich verstand ja wirklich, weshalb er dieses Restaurant hier ausgesucht hatte, immerhin war schon alleine die Vorspeise gut genug um Mc Donalds und Co aus dem Ring zu boxen, dass bedeutete nicht das man es gleich so kompliziert machen musste. Keine zehn Pferde würden ihn zuMc Donalds bringen? Was war denn so schlimm daran? Lachend runzelte ich die Stirn und musterte ihn. "Soll das heißen Sie wollen ein zweites Date?" So war es nicht gemeint – eigentlich war ich mir ziemlich sicher, dass das hier eine einmalige Sache bleiben würde. Wir waren befreundet, und Freunde gingen ab und zu einfach etwas Essen. Oder etwa nicht? Doch, dass klang doch nach einer normalen Freundschaft. "Mit einem China-Buffet könnte ich aber wohl auch leben," fügte ich lachend hinzu. Wer konnte mit einem China-Buffet auch nicht leben?

'cause he left scars,
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Alenica Salloa
Es musste unglaublich deprimierend sein, wenn man nur hier liegen konnte und man die Hälfte von seinem Körper nicht bewegen konnte. Ich wollte gar nicht wissen, wie deprimierend, dass es für Andy sein musste. Er war doch sonst schon so deprimiert wegen seiner Taubheit, dass er sich bereits zwei Mal hat versucht umzubringen. Es war nicht gerade beruhigend, dass man sagte, alle gute Dinge sind drei. Würde er es noch ein weiteres Mal versuchen? Würde er mich hassen, wenn ich ihn nochmal retten würde? Das erste Mal hatte ich ihn gerettet, ohne dass er es gewollt hatte und er war damals nicht besonders erfreut darüber gewesen. Beim zweiten Mal..., da wurde ich einfach nicht schlau daraus. Er hatte sich die Adern aufgeschnitten und gleichzeitig war er nach unten gekommen, weil er doch nicht hatte verbluten wollen. Ich hatte ihn nie gross danach gefragt, denn er wollte vermutlich gar nicht darüber reden. Ich konnte hören, wie er mit den Zähnen knirschte und sah ihn mitfühlend an. Ich konnte mir denken, dass er kein Mitgefühl haben wollte. Aber verdammt, er tat mir leid, wie er hier halb gelähmt seit Wochen in diesem Krankenhausbett lag! Ich seufzte leise, als ich seine Worte las. Das klang nicht gerade vielversprechend. Es würde aber nichts nützen, wenn ich zu den Ärzten gehen würde und selbst einmal nachfragen würde. Andy und Paul hatten zwar etwas anderes gesagt, aber für die Ärzte gehörte ich nicht zur Familie, egal wie oft ich denn nun hier war oder nicht. Ich würde auch nie zu dieser Familie gehören. Die Familie bestand aus fünf Brüdern und ich passte da nicht wirklich hinein. Wir verstanden uns zwar gut und kamen miteinander klar, aber sie hatten ja eigentlich gar keine Wahl. Ich wusste immer noch nicht, wieso Andy mir damals dieses Angebot überhaupt gemacht hatte. Inzwischen glaubte ich jedoch, dass es besser gewesen wäre, wenn ich es nie angenommen hätte. So viel ich wusste, hatte er sich vorhin nie versucht umzubringen. Das alles war erst passiert, nachdem er mich kennen gelernt hatte. Das war wohl genug deutlich, um zu zeigen, was für einen schlechten Einfluss ich auf ihn hatte. "Kann ich irgendwas tun?", fragte ich ihn und musterte ihn. Ich wollte ihm so gerne helfen, aber ich wusste nicht wie. Es war zum Verzweifeln. "Kann ich dich vielleicht irgendwie aufheitern oder so?", fragte ich weiter mit einem schwachen Lächeln, obwohl ich nicht glaubte, dass er das wollte. Er war eher dieser Typ, welcher weiterhin lustlos im Bett sass und nichts tat. Gedankenverloren zeichnete ich kleine Muster auf seinen Handrücken, während ich ihn ab und zu ansah. Ich wollte ihn doch nur irgendwie beschäftigen, damit die Zeit für ihn hier schneller herumging. Aber das war viel leichter gesagt, als getan.

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Edward "Nash" Amisville
Ich rutschte am Kopfteil des Bettes noch ein wenig herunter, bis mein Kopf im Kissen lag und ich tief durchatmete. Mein gesamter Arm fühlte sich kribbelig und taub an. Hofften wir einfach, dass wir die Blutvergiftung hier irgendwie in den Griff bekamen. Normalerweise klappte es mit dem Schießpulver ganz gut die Wunde auszubrennen, aber scheinbar war ich diesmal einfach zu langsam gewesen und zu viel des Schwarzpulvers war in meine Wunde gedrungen. Wie auch immer, jedenfalls mussten wir das in den Griff bekommen. Die Medikamente würden es hoffentlich regeln und den Rest... Na ja, sollte es wirklich gefährlich werden, würde ich eben hier sterben. Klar wäre das scheiße, aber ich würde nicht ins Krankenhaus kommen, denn dort würde man mich erkennen. Ich war nicht versichert, ich trug genau die Wunden eines Mörders, der landesweit gesucht wurde und bezahlte alles bar. Entweder ich würde im Gefängnis landen oder hier abkratzen. Dann wählte ich lieber die zweite Option. Ich schluckte und schüttelte bloß langsam den Kopf. "Flash ist gut, ich bin böse, schon vergessen?" Ich rettete mit Hypergeschwindigkeit keine Menschen, ich tötete sie. Zwar nur die, die wirklich böse waren, aber dennoch sagte Ayla ja, dass es falsch war. Ich gähnte erschöpft und drehte den Kopf zu ihr, kniff die Augen zusammen und funkelte sie an. "Lass es mich nicht bereuen dir meinen Namen verraten zu haben." Eddie? Was fiel ihr ein mich so nennen zu wollen? Ich war doch kein Siebenjähriger! Ich war doch kein Hund! Ich musterte sie vorsichtig, betrachtete ihr Profil und fragte mich wie sie einen Mann wie ihren abbekommen hatte. Sie hätte Besseres verdient. Klar, er hatte ihr ein Haus geboten, aber sonst? Er hatte sich nie wirklich um sie gekümmert, dabei war sie ein so zartes Geschöpf. Er hätte besser auf die Acht geben, sie besser behandeln müssen. Dann hätte er vermutlich nie so einen Scheiß angestellt, dass ich mich dazu entschied ihn auszumerzen, da die Welt ohne ihn besser war. Hätte er sich auf sie eingelassen, hätte Ayla ihn vermutlich retten können. Vermutlich könnte sie mit ihrer Art jeden retten. Vielleicht sogar... mich.

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Lion Teo Connor
Ich sah sie stirnrunzelnd an, als sie mir ihre Ansicht auf die Welt erklärte. Sie glaubte also daran, dass es für jeden einen Partner gab, aber man ihn vielleicht nie fand, man den falschen wählte und damit alles durcheinander brachte. Das konnte schon sein. Wer wusste schon wie die Welt eigentlich funktionierte? Ich lehnte mich zurück, schob ein Bein über das andere und zurrte das Hosenbein wieder herunter und über meinen Knöchel der Metallprothese, die zusätzlich ja noch durch die dunklen Socken verdeckt wurde. Ich war eben einfach sehr vorsichtig. Nachdenklich rieb ich mir leicht über das Kinn und die Lippen, ehe ich bloß die Schultern zuckte. "Wie auch immer die Welt funktioniert, niemand muss am Ende allein sein, oder? Also sollte ich jemanden finden, wird für Sie auch jemand drin sein." Glaubte sie denn wirklich, dass sie niemals eine Beziehung führen würde? Niemals jemanden hätte, der sie unterstützte und verstand? Sie hätte es zumindest verdient. Bei allem, was sie für ihre Geschwister und ihre Mitmenschen tat, sollte sie einen Mann an ihrer Seite haben, der ihre Geschwister genauso sehr liebte wie sie und der sie ausreichend unterstützen konnte. "Es braucht keine Fee, um Sie in eine "hübsche Prinzessin" zu verwandeln. Eine Prinzessin werden Sie höchstwahrscheinlich nie sein und für ersteres braucht es nun wirklich keine Magie mehr. Sie sollten nicht so negativ denken." Sie war eine schöne, clevere, liebevolle und gutmütige Frau. Wie sollte sie denn kein Mann lieben? Ich kannte vielleicht nicht all ihre Geheimnisse, aber ich glaubte kaum, dass irgendetwas davon ihr so zur Last fallen könnte, dass sie niemand wollte. Das war lächerlich! Ich seufzte leise. "Ich hatte es selber nie leicht und bin gut erzogen worden. Eine Chance haben Sie verdient. Das ist vermutlich aber auch das Einzige, das mir zugute kommt." Sonst war ich doch kein besonders toller Fang. Niemand tat sich einen sich überarbeitenden, gestressten, herumnörgelnden und anstrengenden Freund selbst an. Mal ganz davon abgesehen, dass ich nur ein Bein hatte und die Intimitäten damit ganz schön kompliziert wurden, weil ich... nie wirklich loslassen konnte. "Nun, hoffen wir, dass Sie eine Erkältung nie miterleben müssen.", schmunzelte ich. Es war diese typische Männergrippe, nicht wahr? Ich verstand nicht wie Frauen es aushielten, wenn ihre Atemwege verstopft waren. Wie atmeten sie weiter? Wie hielten sie diese Kopfschmerzen aus? Wie konnten sie damit noch vernünftig arbeiten gehen? Ich schüttelte bloß den Kopf. Es war unverständlich! "Dann sollten wir uns am Wochenende einmal kurzschließen und einen Termin ausmachen, wo wir uns informieren." Waren wir wirklich dabei einen Hund zu adoptieren? Gemeinsam? Es ergab zumindest Sinn. Wir beide überlegten einen anzuschaffen und wir hatten beide nicht genug Zeit dafür. Also teilten wir uns alles. Eigentlich... eine ganz gute Idee, oder? "Selbst zehn Pferde kriegen mich nicht nach McDonals.", erwiderte ich und schmierte ein wenig Kräuterbutter auf das Stück Brot. "Mit einem All you can eat China-Buffet könnte ich mich noch abfinden.", bot ich ihr an. Moment... ein nächstes Mal?

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Leandrew "Andy" Nashfield
Es nervte hier im Krankenhaus zu leben, während ich eigentlich bloß nach Hause wollte. Auf jedem zweiten Sender wurde immer noch über meinen Unfall berichtet. Es war mittlerweile schon einige Wochen her, dass ich den Unfall gehabt hatte und trotzdem gab es immer wieder neue Updates und Biler, die auftauchten. Manchmal glaubte ich wirklich, dass die Presse mehr über diesen Unfall wusste als ich. Während diese Leute gar nicht genug davon bekommen konnten, wollte ich einfach nur, dass es vorbei war. Ich lag im Krankenhaus, musste dämliche Therapien machen, die nichts brachten und konnte die komplette untere Hälfte meines Körpers nicht bewegen. Ich konnte nicht mal allein auf Klo gehen, weshalb sie mir einen verdammten Schlauch... Wie auch immer. Jedenfalls hatte ich langsam nicht mehr so die Hoffnung, dass ich irgendwann wieder laufen sollte, wie es die Ärzte behaupteten. Ich machte doch keinerlei Fortschritte! Ich seufzte und rieb mir leicht über die Schläfen. Ich sollte den Ärzten sagen, was los war? Das machte ich doch schon! Natürlich verlangte ich, dass sie eine richtige Therapie mit mir anfingen, damit ich aus diesem Bett und dem beschissenen Rollstuhl herauskam, aber es hieß ständig bloß, dass ich noch nicht soweit war. Aber wann würde ich es denn auch sein!? Wenn sie die Therapie nicht anfingen, würde ich nicht plötzlich irgendwann wieder laufen und "bereit" sein. Ich knirschte leicht mit den Zähnen und sah zu Alenica auf, ehe ich wieder schrieb. Vielleicht sollte sie wirklich die Gebärdensprache lernen. Ich wollte immerhin nicht, dass sie ging und wenn sie meine Sprache beherrschte, wäre es sehr viel leichter für mich mit ihr zu sprechen. "Habe gefragt. Bin noch nicht bereit, sagen sie." Es war einfach scheiße. Ich wollte bloß wieder auf meinen Füßen stehen und nach Hause gehen. Sonst drehte ich irgendwann noch durch.

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Arthur Denaux
Natürlich kam so ein Spruch von Rose. Etwas anderes hatte ich gar nicht erwartet. Aber es war ja total normal, dass man lockerer drauf war, wenn man getrunken hatte. Das war bei ihr auch so. Man achtete halt nicht mehr so gut darauf, was der andere sagte. Das hiess nicht, dass man nicht zuhörte, aber man nahm nicht mehr alles so Ernst. Man liess eher etwas durchgehen und hatte es danach oft schnell wieder vergessen. Also was war schon dabei? Oder man ignorierte einfach die Frage, so wie ich es vorhin getan hatte. Ich nickte zustimmend. Es wäre auf Dauer wirklich ungesund und es würde sich wohl nicht besonders positiv auf die Meetings auswirken, wenn ich betrunken auftauchen wurde. Manchmal ging ich gemeinsam mit den Geschäftspartnern essen und dann gab es natürlich ein bisschen Wein. Aber das alles war immer noch in einem sehr gesunden Mass. Ich lehnte mich zufrieden zurück und betrachtete Rose. Sie war wirklich eine wunderschöne Frau. Hätte ich nicht mit ihr sowas wie zusammengearbeitet, dann würde ich es vielleicht versuchen. Aber sie hatte so eine schlechte Meinung von mir, dass sie sich wohl kaum darauf einlassen würde und von daher liess ich es lieber sein. So etwas würde nur Komplikationen verursachen und dafür hatte ich beim besten Willen keine Zeit. "Ich habe ja nicht behauptet, dass du nur zur Uni gehst", erwiderte ich auf ihre Worte und grinste sie an. Ich wusste ja selbst, dass sie neben der Uni noch arbeitete. Die Tanzschule aber das war mir neu. Das erklärte wohl, wieso sie so gut tanzen konnte. Sie tat das freiwillig. Ich dagegen war von meinen Eltern praktisch dazu gezwungen worden. Meine Eltern waren an sehr viele Hochzeiten eingeladen gewesen, als wir noch klein gewesen waren und da hatten die Eltern natürlich wollen, dass wir einen guten Eindruck machten. Wir hatten schon in jungen Jahren den Walzer üben müssen und noch diverse andere Tänze. Ich hatte zwar damals keine grosse Lust gehabt, aber nun fand ich es okay. Lieber hatte ich es damals gelernt, als wenn ich es jetzt noch lernen müsste. Rose fing an in ihrer Tasche etwas herumzukramen und meinte dann, dass sie nach Hause gehen wollte. Ich runzelte jedoch die Stirn, als sie plötzlich begann ihre ganze Tasche auszupacken. Hatte sie etwas verloren oder wieso packte sie denn plötzlich alles aus? Sie verteilte es shön auf dem Tisch und ich sah sie fragend an. Sie hatte den Schlüssel vergessen. Ich glaubte kaum, dass sie jetzt um diese Zeit noch einen Schlüsseldienst erreichen würde. "Hey, komm doch einfach zu mir nach Hause. Ich glaube nicht, dass du um diese Zeit noch jemand erreichst und ich habe genug Schlafzimmer", bot ich ihr kurzerhand an. Ich wusste zwar nicht, was mich in diesem Moment genau ritt, dass ich sie einfach einlud, bei mir zuhause zu übernachten. Aber was wäre schon dabei? Ich hatte genügend Gästezimmer, also müsste sie nicht mit mir in einem Bett schlafen. Sie würde doch noch irgendwann ins Bett kommen und ansonsten könnte es sicher bis in den Morgen dauern. Ich stand auf und sah sie fragend an. "Und?", fragte ich nach und sah sie fragend an. Sie war ehrlich gesagt selber dumm, wenn sie dieses Angebot ablehnen würde. "Ist ja nichts dabei", meinte ich und zuckte die Schulter. Sie konnte sich fast schon ein bisschen geehrt fühlen. Ich nahm praktisch nie eine Frau zu mir nach Hause mit Ausnahme von meiner Schwester - und nun Rose. Ich streckte ihr meine Hand entgegen und wartete darauf, dass sie diese ergriff.

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Jessica Rose McDougall
Ich wollte damit nicht sagen, Dass Arthur nüchtern unerträglich war, obwohl es da einige Momente gegeben hatte die echt schwer gewesen waren, Aber er war gedeckter und strenger. So wie er heute war und besonders jetzt wirkte er jünger und viel angenehmer im Umgang, vielleicht lag es aber auch daran dass ich betrunken war und mich dann nicht so schnell über Dinge aufregte die er sagte. Ich sagte so aber auch einfach vieles was ich dachte ohne darüber nachzudenken und bei uns konnte das schnell wieder gefährlich werden, also versuchte ich mich wieder zusammenzureißen. Ich lachte bei seinen Worten und nickte. "Nein das kannst du nicht, wäre auf Dauer auch ungesund." stimmte ich zu. Wenn ich ihn in Zukunft sehen würde, würde er wieder der strenge Geschäftsmann sein und ich musste ihn wie einen Kunden unserer Boutique behandeln, normal und höflich. Es würde so sein als hätte es diese Woche nie gegeben, Auch wenn das die spannendsten und verrücktesten Tage gewesen waren die ich seit langem erlebt hatte. Es würde bestimmt noch ein Nachspiel haben, immerhin war LMNTRIX auch bekannt und die Modenschau würde noch lange in den Medien und im Internet besprochen werden, meine Arbeit in der Boutique würde zunehmen und ja vielleicht würde man auch nach mir fragen, Aber Arthur würde dabei keine Rolle mehr spielen. Er war ja nicht derjenige der mir einen Job angeboten hatte, ich war nicht bei ihm unter Vertrag, also würden wir uns nur noch sehen wenn er etwas kaufte oder wir wieder Models von ihm buchen würden. Wenigstens hatten wir uns wieder einigermaßen vertragen und konnten die Zeit so noch gut ausklingen lassen. Ich sah wieder zur Tanzfläche, Die einige schon verließen, es war auch schon fast drei Uhr und ich sollte mich wohl auch besser langsam auf den Weg machen. Arthur fragte mich dann nach meinem weiteren Leben und ich grinste etwas. Wie er das sagte, Studentenleben, es klang etwas gelangweilt und abwertend, als glaube er es wäre langweilig wenn er mich nicht wieder zu irgendwas überredete. "Ich gehe ja nicht nur zur Uni. In der Boutique wird nach der Modenschau auch wieder mehr los sein, da werde ich mich rein hängen und mehr engagieren. Dann hab ich noch Tanzschule, aber ja, ich gehe wieder in meinem Rhythmus zurück." Apropos zurück, ich kramte mein Handy aus meiner clutch und sah auf die Uhr, Ja ich sollte gehen. Ich nahm meine Füße also wieder runter und schlüpfte in die Schuhe. "Ich werde dann auch langsam gehen, ich bin echt erledigt und will nur noch ins Bett." sagte ich und ließ meinen Blick auch mal über ihn schweifen, Er sah auch erschöpft aus, ausgepowert vom tanzen und der Alkohol machte einen irgendwann auch müde. Als ich mein Handy wieder einsteckte, sah ich einen Moment verwirrt in die Tasche, holte alles raus und legte es auf den Tisch. "Oh scheiße" fluchte ich und durchsuchte auch meinen Geldbeutel, drehte die Tasche um, Aber es war nichts mehr da. "Ich hab meinen Schlüssel vergessen, verdammt." seufzte ich und fing wieder an die Tasche einzuräumen. Ich hatte ihm in meiner Handtasche gelassen, vergessen ihn umzustecken als ich nach der Modenschau in meine Wohnung gegangen bin. Na super. "Dann kann ich entweder die Tür eintreten oder hoffen dass ich einen Schlüsseldienst erreiche Der offen hat." Ich lehnte mich frustriert wieder zurück. Klasse, Dann würde es noch viel später werden bis ich ins Bett kam und einen Haufen Geld würde mich das so oder so auch noch kosten, denn der Hausverwalter der Ersatzschlüssel hatte schlief natürlich auch und den konnte ich jetzt nicht einfach aufwecken, Vorallem weil er auch nicht in der Nähe wohnte. Und dabei war der Abend sonst so gut gewesen.

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Arthur Denaux
Heute war wirklich ein gelungener Tag gewesen. Die Modeschau war ein voller Erfolg gewesen. Das hatte man nur schon an der vielen positiven Rückmeldungen gemerkt. Dazu kam noch, dass das neue Gesicht, sprich Rose, ein bisschen frischen Wind in die Sache hineingebracht hatte. Auch wenn ich sie dazu gezwungen hatte, so war es eigentlich keine schlechte Sache gewesen. Es hatte vermutlich dem Label sogar noch geholfen. Ich glaubte jedoch nicht, dass Rose das auch nur schon ansatzweise zugeben würde. Wir verstanden uns mittlerweile ziemlich gut, aber dennoch war das ganze ziemlich wackelig. Jeder musste immer noch aufpassen, was er sagte. Doch momentan schien die Atmosphäre ziemlich locker zu sein. Sonst hätte sie mich wohl kaum gefragt, ob ich mich mit ihr hinsetzen möchte. Ich hatte nichts dagegen. Ich war genug lange gestanden und ausserdem nahm ich nur ein bisschen Abstand von diesen verrückten Frauen. Es waren Schlampen, anders konnte man es nicht ausdrücken. Es gab einen Unterschied, ob der Mann sich die Frau schnappte und er die Frau verführte oder ob die Frau, sich jedem Mann an den Hals warf. So wie sie angezogen waren, hatte das schon alles ausgedrückt. Ihre erste Frage ignorierte ich jedoch gekonnt. Sie hatte keine Ahnung, wie ich mit Frauen umging. Sie hatte es nur gehört und vor allem war sie jetzt nicht gerade meine beste Freundin. Dann würde ich sie garantiert nicht über meine Bettgeschichten informieren. Sie würde mich doch nur wieder so abschätzend betrachten und denken, was für ein schlechter Mensch ich doch eigentlich bin. Ich musste grinsen, als Rose ihre High Heels anzog. Diese Dinger sahen wirklich verdammt heiss an Frauen aus. Aber sie taten mir manchmal wirklich leid, wenn sie den ganzen Tag damit herumlaufen mussten. Doch die meiste Zeit taten sie es ja freiwillig. Es war kein Muss gewesen, dass man für diese Party High Heels trug. Ich hatte mein Blick gerade von ihren Lippen gelöst, als sie mit ihrer Zunge darüber fuhr. Machte sie das extra? Wollte sie mich herausfordern? Ich riss mich zusammen und liess mich nichts anmerken. Ich sah sie an und musste dann wieder leicht lachen. "Tja, ich kann halt nicht die ganze Zeit betrunken sein", erwiderte ich auf ihre Worte. Vielleicht hätten wir dann wirklich weniger Streitigkeiten gehabt, aber so war es nun einmal nicht. Ich war halt nicht immer so locker. Ich war halt derjenige, der alles genaustens durch geplant haben wollte und halt weniger der spontane Typ. Wenn sie nicht damit klar kam, dann war es nicht mein Problem. Ich sah durch den Club. Die ersten Leute gingen langsam nach Hause, aber es war auch schon reichlich spät. Ich seufzte leise und sah dann zu Rose. "Und du lebst ab morgen einfach wieder dein normales Studentenleben weiter?", fragte ich sie und betrachtete sie. Sie sah wirklich verdammt sexy aus in diesem Kleid, aber sie würde es weiterhin anbehalten. Vermutlich wollte sie eh irgendwann nach Hause gehen und dann würden sich unsere Wege für eine Weile trennen. Ich glaubte kaum, dass wir so etwas wie Freunde werden konnten.

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Jessica Rose McDougall
Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß gehabt und war so ausgepowert vom tanzen wie heute. Natürlich ging ich abundzu mit Freunden aus der Uni weg, ich war ja keine Außenseiterin oder so, Aber seit ich seit letztem Jahr den Job in der Boutique hatte, arbeitete ich auch am Wochenende manchmal und Vorlesungen waren Samstags auch, also hatte dann nicht wirklich Lust mich samstags abzuschießen um dann an meinem einzigen freien Tag Sonntag total verkatert zu sein. Die Tanzschule musste ich auch noch irgendwo unter bringen und ich ging nicht gern verkatert oder sogar noch betrunken in die Vorlesung morgens, so wie andere es machten. Ja ich weiß dass ich erst 21 war und das Studentenlebem voll auskosten sollte, das hatte auch in den ersten beiden Jahren Uni getan, jetzt konzentrierte ich mich lieber auf die Arbeit, Auch wenn manche das vielleicht als verklemmt ansahen. Vermutlich war das auch der Einfluss meiner Eltern, Sie waren auch die totalen Arbeitsmenschen, es war ja schon eine sensa wenn sie mal beide gleichzeitig zu hause waren und nicht einer der beiden im Krankenhaus. Naja, zurück in die Gegenwart, heute war also wieder mal eine Ausnahme und morgen würde ich den Alkohol bestimmt merken, Aber gut dass ich für morgen keine Pläne hatte und mich ausruhen konnte. Meine Füße würden dass auch dringend nötig haben, denn bestimmt würde es blasen geben, Sie wie meine Ferse wehtat, meine kleine Zehen spürte ich ja kaum noch. Deswegen fragte ich auch ohne nachzudenken einfach Arthur ob er sich mit mir setzen würde. Wieso auch nicht? Ich verlangte nichts außergewöhnliches von ihm, ich wollte nur nicht alleine langweilig herum sitzen und er war ja auch nicht mehr mit seinen Groupies beschäftig, vielleicht tat eine Pause ihm auch gut. Dass er meine erste Frage einfach ignorierte störte mich nicht sonderlich, vermutlich fühlte er sich nur angegriffen. Verstand er denn kein Spaß? Nicht mal unter Alkohol? Egal. Mit meinem Drink folgte ich ihm dann also auf eine der vielen Ledersofas und seufzte zufrieden, sobald meine Füße nicht mehr mein Gewicht tragen mussten. Trotzdem wollte ich wenigstens kurz meine Schuhe ausziehen, also zog ich mir die High Heels aus, stellte sie neben dir Couch auf den Boden und legte sie auf einen Hocker, natürlich nicht in Arthurs Richtung, sondern von ihm weg, so dass sich keine daran störte oder es eklig fand, ich war ja immerhin gut erzogen worden. Ich schloss einen Moment die Augen, denn die Lichter waren dann doch auch eine Herausforderung mit der Zeit. Clubs waren an sich anstrengend, außer man war richtig betrunken und einem war alles egal. Ich war betrunken, Aber auf einem anständigen und zurechnungsfähigem Level, ich kannte meine Grenzen ja. Ich sah zu Arthur, als er mich fragte ob ich Spaß hatte und betrachtete ihn, seine Haare sahen noch verwuschelter aus als zu Beginn des Abends, seine Augen glänzten und seine Haut war besser durchblutet durch den Alkohol. Es war interessant ihn so zu sehen, entspannt und mit der Welt im reinen, Wenn ich ihn sonst nur perfekt gestylt und akkurat kannte. Ich grinste ebenfalls und fuhr mir mit der Zunge über die Lippen, von Alkohol wurden die immer komisch trocken. "Und wie, Auch wenn meine Füße vermutlich abgestorben sind, das war mal lange wieder nötig, sonst hab ich nicht die Zeit dazu." zufrieden lehnte ich den Kopf zurück, legte ihn etwas schief, damit ich Arthur noch ansehen konnte. "Und du? Es ist faszinierend dich mal so zu sehen, du wirkst so viel jünger. Nicht dass du sonst ein alter Sack bist, Aber hätten wir uns so kennengelernt, hätte es vielleicht keine Streitigkeiten gegeben." sagte ich über die Musik Hinweg jnd zuckte Die Schultern. So wie er heute Abend war, könnte er auch einfach ein Typ aus meiner Uni sein

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Madelaine Green
Das mit dem Geld bekam er schon irgendwie hin? Wie stellte er sich das vor? Dass er ein paar tausend Dollar auf der Straße fand und damit ein paar Monate um die Runden kam? So funktionierte das nicht und das wusste er auch. Er konnte nicht auf gut Glück zurück gehen und seine Wohnung zurücknehmen, obwohl er sie nicht bezahlen konnte. Kein Vermieter würde das mitmachen. "Sei nicht dumm und bleib hier. Hier bekommst du doch alles, was du brauchst und das umsonst. Zumindest so lange, bis du dir einen Job gesucht hast. Ohne Geld keine Wohnung, so einfach ist das.", sagte ich und riss noch ein Stückchen meiner Waffel ab, die ich in kleinen Happen aß. Versuchte ich gerade wirklich ihn dazu zu überreden bei mir zu bleiben? Gott, hoffentlich klang das alles nicht so erbärmlich wie es sich gerade anfühlte. Ich hatte keine Freunde, außer ihn und er war momentan rund um die Uhr hier. Zumindest, wenn er nicht gerade bei Freunden oder seiner Bitch war. Oh hatte ich sie gerade Bitch genannt? Na ja, irgendwie war sie das ja auch. Nachdenklich zerstückelte ich weiter meine Waffel, hatte aber nach der Hälfte keinen Appetit mehr, als er fragte, ob ich wusste, dass er mich geküsst hatte. "Du meinst, als du mich unter Drogen gesetzt hast? Ja, ich war ja nicht komplett besinnungslos." Natürlich wusste ich das noch. Tatsächlich war es mir sogar ziemlich intensiv im Gedächtnis geblieben. Im Gegensatz zu dem anderen Scheiß, den ich an diesem Tag angestellt hatte. Ich blinzelte und schaute verwirrt zu ihm auf, als er mich fragte, ob das okay für mich gewesen war. Was redete er denn da? Das hatte ihn bisher doch auch nicht interessiert. Immerhin hatte ich den Kuss doch erwidert, oder? "Was genau willst du jetzt von mir wissen? Ob du gut küssen kannst? Ob ich den Kuss nur erwidert habe, weil ich mich bedroht gefühlt habe wie von meinem Vater? Oder ob das mein erster Kuss mit einem etwa Gleichaltrigen gewesen war, vielleicht?" Was wollte er wissen? Ob der Kuss okay gewesen war oder ob ich es unter "meinen Umständen" hatte ertragen können? "Ja, es war okay für mich. Wie sollte es auch nicht?", murmelte ich leise und schaute auf meine Hände, um seinem Blick nicht zu begegnen. Merkte er denn nicht, dass ich ihn viel zu gern um mich hatte? Ich nämlich schon und dabei schrillten die Alarmglocken in meinem Kopf doch ziemlich auf. Ich hatte diesen Idioten viel zu gern. Vor einigen Monaten hätte ich ihn bei Möglichkeit gern aus dem Haus geworfen, damit er in seine eigene Wohnung ging, aber jetzt? Gott, langsam begann ich ihn wirklich zu mögen - so wirklich! - und das war echt nicht gut. Vermutlich würde er nur lachen, seine Freundin genauso. Ich sollte mittlerweile gelernt haben, dass es für mich so nicht funktionierte.

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Blutstropfen: 81567

Arthur Denaux
Rose schien mein Kompliment nicht ernst zu meinen, aber das war mir egal. Wenn sie keine Komplimente annehmen wollte, dann musste sie das auch nicht. Es war zwar ernst gemeint, aber sie dachte da wohl eher anders drüber. Wir trennten uns, während ich zu den Frauen ging, die Rose anscheinend ein Dorn im Auge waren. Sie hatten ziemlich offensichtlich hinüber gestarrt und waren anscheinend nicht zufrieden damit, dass ich mit Rose getanzt hatte und nicht mit ihnen. Die beiden Frauen benahmen sich jedoch einfach zu billig. Ich unterhielt mich mit ihnen und wir tranken ein paar Drinks zusammen. Irgendwann wurden sie mir aber zu viel und definitiv zu aufdringlich. Sie konnten sich gerne an einen anderen Typen hier so billig ranschmeissen, aber ich würde definitiv nicht darauf reinfallen. Besonders solche Frauen waren schlussendlich doch eh nur hinter dem Geld her. Ich entschuldigte mich bei ihnen, worauf sie dann auch schon wieder nicht glücklich aussahen. Aber wenn sie sich damit nicht zufrieden geben konnten, war das nicht mein Problem. Ich mischte mich wieder unter die Menge und hielt insgeheim Ausschau nach Adrienne und Rose. Adrienne konnte ich nirgends finden, was komisch war. Die Party war noch im vollen Gange. Vielleicht war sie aber auch schon mit diesem Typen abgehauen. Die Models gaben ziemlich Gas und rissen die anderen gleich mit. Ich tanzte mit diversen Freunden, wobei einer immer zwischendurch an die Bar ging, um neue Drinks zu besorgen. Natürlich wurde viel Alkohol getrunken, aber so erging es gerade jedem. Ich war gerade dran, mit den neuen Drinks holen, als mein Namen gerufen wurde. Ich drehte mich zu der Stimme um und hob eine Augenbraue, als ich sah, dass Rose mich gerufen hatte. Sie sah ziemlich betrunken aus, aber nicht so als hätte sie es übertrieben. Ich nahm meinen Drink und bat den Barkeeper, dass er die restlichen meinen Freunden brachte. Ich drückte ihm dafür ein extra Trinkgeld in die Hand und ich begab mich zu Rose. Ihre erste Frage beantwortete ich gar nicht. Immerhin hatte sie es nur gehört, wie ich mit den Frauen umging und zweitens ging mein Sexleben sie überhaupt nichts an. Zudem war sie ziemlich betrunken und hatte darum noch ein loseres Mundwerk als sonst. Ich senkte meinen Blick kurz auf ihre Füsse, als sie davon sprach. Ich wusste echt nicht, wieso sich Frauen so etwas antaten und solche Schuhe anzogen. Ich sah sie bei ihrer Frage erstaunt an, aber nickte dann. Ich hätte nicht erwartet, dass sie mich so etwas fragen würde. Wir warteten, bis sie ihren Drink hatte und begaben uns danach in die Sitzecke. Mit einem Seufzer liess ich mich ins weiche Sofa sinken und fuhr mir durch das Haar, während ich Rose betrachtete. Einzelne Strähnen hingen ihr im Gesicht, die Lippen war leicht geöffnet und ihre Wangen waren gerötet. Sie sah echt verdammt heiss aus. Ich hob schnell wieder meinen Blick von ihren Lippen und sah ihr in die Augen. "Du scheinst dich gut zu amüsieren", meinte ich und grinste sie an. Ich stellte meine Füsse auf den Hocker vor mir und lehnte mich zufrieden nach hinten. Von mir aus war diese Party ein ganze Erfolg. Alle amüsierten sich. Was wollte man noch mehr?

I've been crying with the wolves to get to you.