The Hamptons [Revenge] RPG

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The Hamptons [Revenge] RPG

Aloha, dieses RPG eröffne ich für Troian.

THE HAMPTONS ʸᵒᵘʳ ᶤᵐᵖʳᵉˢˢᶤᵒᶰ

Hier geht es zur offiziellen Gruppe!

Unsere Geschichte:
In einer Reihe von Millionen-Dollar-Strandhäusern und den reichsten Familien der Nation herrscht eine Fülle von Leben, die Menschen verändert - und du hast die Möglichkeit in den Hamptons, an Barbecues, Partys und gesellschaftlichen Ereignissen sowie dem restlichem puren Luxus teil zu haben. Doch sei auf der Hut, auf den Hamptons scheint jeder Bewohner etwas zu verstecken und etwas zu wissen was nicht ans Licht kommen soll. Deine Nachbarn sind nicht die die sie vorgeben zu sein. Die bekanntesten Leute auf der Insel ist die Familie Grayson, die nicht davor scheuen zu prahlen was sie alles an Vermögen besitzen. Werde Teil an dem Leben der New Yorker Halbinsel und vielleicht bekommst du ja sogar ein Ehrennamen und darfst in das Geheimnis der mysteriösen Ereignisse der Familie Greyson schnuppern oder aber du versucht dir dein eigenes Leben auf zu bauen und dich aus allem fern zu halten. Versuchst die Typischen Probleme wie Geldsorgen oder Probleme im Liebes Leben zu meistern. Eines sei gesagt: Ruhm, Macht, Ehre, Geheimnisse und Gerüchte können Menschen verändern. Die Hamptons sind groß und die Graysons haben ihre Finger überall im Spiel.

Euer Geheimnis:
Was verbirgt sich hinter eurer Person? Die Hamptons sind bekannt als einer der Reichsten Insel New Yorks und so sind auch dessen Bewohner. Doch nicht alle sind die die sie vorgeben zu sein. Hinter der scheinbaren Glitzerwelt stecken auch ihre Schattenseiten. Wie seid ihr an euer vermögen gekommen? Zum Beispiel war auch Daniel Grayson der Sohn der Familie für eine bestimmte Zeit im Knast da er wegen Körperverletzung eingebuchtet wurde. Im Gefängnis lernte er jede Menge Leute kennen denen er durch die Verbindung seines Vaters ohne sein Wissen Geld zu kommen ließ. Vielleicht seid ihr eine von ihnen und nutzt die Gelegenheit um euch in der Sonne auszuruhen nachdem ihr in den Genuss der Freiheit gekommen seid. Vielleicht arbeitet ihr Illegal auf der Insel als Stripper oder Drogen Dealer. Ein verloren geglaubtes Mitglied einer der High-Society Familien oder du bist ein verwandter/bekannter der Familie Grayson. Denn auf den Hamptons ist nicht alles so glamourös wie es scheint. All dies sind Geheimnisse die euren Namen unrein waschen könnten. Und wer will schon in der Nahrungskette ganz unten stehen?

Geschichte der Serie:
Emily Thorne ist für den Sommer zurück auf die Hamptons gekehrt und mietet das leer Stehende Haus neben der hoch angesehenen Grayson Familie. Was niemand weiß, Emily war schon mal in den Hamptons wo sie noch ein kleines Mädchen war. Was niemand ahnt: In Wirklichkeit ist Emily Throne: Amanda Clarke, dessen Vater für ein Verbrechen das er nicht begangen hatte festgenommen und ihm im Gefängnis dafür das Leben genommen wurde. Sie wurde dauerhaft von ihrem Vater durch eine Nervenklinik getrennt und sah ihn nie wieder. Amandas Vater im Gefängnis zu Tode verurteilt durch gefälschte beweise von Victoria Grayson. David Clarke hinterließ seiner Tochter eine Kiste mit Beweisen die seine Unschuld belegten, die ein gewisser Nolan Ross ihr überreichte. Amandas Vater wusste das der Tag seines Todes vor ihrem Neunzehnten Geburtstag einbrechen würde. Amanda nutze ihren Aufenthalt in der Klinik in dem sie mit einem Mädchen Namens Emily Throne die Identität tauschte um verdeckt zu bleiben. Doch nun, wo Amanda als Emily zu den Hamptons zurückgekehrt ist, hat sie sich den Vorsatz Rache an denjenigen zu nehmen die sie und ihren Vater damals ungerecht behandelt haben. Ganz oben auf ihrer Liste stehen die Graysons. Victoria Grayson, die Mutter in der großen Familie und die Frau die Amandas Vater liebte und ihn dann für einen 'Mord' den er nicht begannen hatte verriet. Als Emily ihrer Pläne immer weiter versucht in Bewegung zu setzen merkt sie nach und nach wie viel Wut doch in ihr Steckt und das sie auch bereit wäre über Leichen zu gehen. Doch nicht nur ihre Feinde stehen ihr im Weg sondern auch ihre Freunde (wie z.B. die Porters aus ihrer Kindheit) Eines steht für Amanda jedoch steht fest, sie steht zu der Unschuld ihres Vaters, auch wenn er sie in einen Brief gebeten hatte zu verzeihen.

„Das ist keine Geschichte über Vergebung...es ist eine Geschichte über Rache..!“ - - Amanda Clarke / Revenge 01x01

Charakter aus der Serie:
Victoria Grayson → FREI
Aiden Mathis → FREI
Emily Throne/Amanda Clarke →FREI
Nolan Ross → FREI
Amanda Clarke/Emily Throne → FREI
Conrad Grayson → FREI
Tyler Barrol → Little J.
Lydia Davis → FREI
Charlotte Grayson → FREI
Ashley Davenport → FREI
Declan Porter → FREI
Daniel Grayson > FREI
Patrick Osbourne → FREI
Padma Lahri → FREI
Jack Porter → FREI
David Clarke → FREI

Aktive Mitglieder(zul. Aktualisiert 25.03.2017)
Troian.
➤ Cassian Winters.
➤ Cedric Winters.
➤ Chord Heard.
➤ Jared Padelaki.
.Invisible.
➤ Christian Hale
➤ Nikki Carlson
Harmony
➤ Leah Jenkins
➤ Derek Castaneda
colourful.death
➤ Lillian Adams
Silver
➤ Samantha Williams
Miss Fabulous
➤ Samantha Williams
➤ Chloé Lookwood
➤ Elizabeth 'Liz' McDarren
Gedankenlos
➤ Micaela Ramírez
Sternenkind.
➤ Faith Barrol

Steckbriefvorlagen:
...für selbst gemachte Charaktere, die in das Leben der Hamptons eintauchen:
Name: [Wie heißt ihr im HoN?]
Name im RPG: [Wie soll euer Charakter heißen. Vor/Nachname ?]
Geschlecht : [Männlich oder weiblich ? ♂ / ♀]
Alter: [Wie alt ist euer Charakter?]
Aussehen : [Bitte mit Real Life Link]
Charakterzüge/Art/Verhalten: [Beschreibe den Charakter deines Charas in Sätzen!]
Hobbys: [Was macht eurer Chara so in der Freizeit ?]
Etwas wissenswertes über die Familie?:[Reich/Arm/Allein lebend/ usw..]
Vorgeschichte : [Was hat er /sie bis jetzt schon alles erlebt?]
Sonstiges:[Besonderheiten Talente oder Merkmale seinen Charas?]
Hat dein Chara ein Geheimniss?: (Muss nicht ausgefüllt werden! )

Regeln:
- natürlich gelten zuerst einmal die Allgemeinen RPG-Regeln
- mindestens einmal in der Woche im RPG schreiben/melden
- in Ich-Form schreiben
- Namen eures Charas oben drüber
- Sachen die nicht zur RPG gehören bitte in Klammern (…)
- Gedanken bitte so //….// oder in kurviger Schrift
- Gesprochenes wird so „…“
- keine Beleidigungen und kein Streit, außer im RPG zwischen Charakteren
- Wenn ihr längere Zeit nicht on kommen könnt, sagt bescheid. Wenn ihr euch länger als einen Monat unentschuldigt nicht mehr meldet wird euer Chara wieder frei.
- Und zu Guter Letzt: Spaß haben.

⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀I've been on the low
⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀I been taking my time
⠀⠀⠀⠀⠀I feel like I'm out of my mind
⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀It feel like my life ain't mine

Diskussion

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Joaquim Jenson
Ich raufte mir aufgebracht die Haare, als sie mich nicht gehen ließ, sondern noch weiter argumentierte. „Himmel, siehst du?! Du raffst es einfach nicht!“, knurrte ich und drehte mich zu ihr um. Sie wollte es ja nicht einmal begreifen. Sie versuchte nicht mal zu verstehen, was hier abging und was es bedeuten würde. Sie wollte es nicht und den Grund nannte sie mir kurz darauf auch schon. „Hier geht es nicht um deine Gefühle! Es geht auch nicht um meine oder Rosalies! Das hat nichts mit Gefühlen zu tun, okay?“ War sie jetzt verletzt, weil ich eine andere heiratete? Das hatte schon bei meiner Geburt festgestanden. Sie wusste doch wie meine Familie tickte. Zumindest hatte ich das geglaubt. „Mann!“, brüllte ich, als ich wieder etwas gegen den Kopf geworfen bekam, das deutlich fester war als ein Kissen. Fest genug, um mir das Metallgestell der Sonnenbrille ins Gesicht zu donnern, sodass meine Augenbraue leicht aufplatzte und ich schnaubte. „Herrgott, seit du wieder hier bist, donnerst du mir nur Zeug an den Kopf, obwohl du weißt, dass ich nicht ausweichen kann! Und du behauptest mich zu lieben!“, knurrte ich und rieb mir leicht die Stirn mit der winzigen, kleinen Wunde, die ich morgen sicher meinem Vater erklären durfte. „Du hattest eine Schwärmerei für mich, als wir Kinder waren. Mehr auch nicht. Du glaubst vielleicht etwas für mich zu empfinden, aber das tust du nicht. Das kann ja auch nicht. Du bist vielleicht einfach ein wenig eifersüchtig. Falls es dich tröstet: Wäre deine Familie nicht schon auf unserer Seite, hätten sie mich sicher mit dir verheiratet. Wie gesagt, es hat nichts mit Gefühlen zu tun, okay?“, erklärte ich ihr. Es ging ums Geschäft und um meine neue Chance. „Diese Hochzeit muss absolut nichts zwischen uns ändern, wenn du es nicht gerade tust.“ Wenn sie sich so aufführte, würde dieses seltsame Band zwischen uns definitiv reißen, aber sonst würde sich doch nichts ändern. Rosalie Doe würde meinen Nachnamen tragen und wir würden sicher in ein neues Haus ziehen, aber dann würde ich mich mit Noelia eben hier bei ihr treffen, so wie Rose sicher zu ihren Freunden gehen würde. Es dürfte eben nur niemand mitbekommen und der Sex war tabu. Zwischen Noelia und mir änderte das nur sehr wenig, außer sie würde ein riesiges Ding draus machen und alles kaputt machen wegen einer völlig unbegründeten Eifersucht.

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• Noelia Taraneh Chaplin.

Als er sich erhob lachte ich bitter auf. Das brachte das Fass nur noch weiter zum Überlaufen. Er konnte sich wirklich nie in andere hinein versetzen. Er wusste doch über meine Gefühle für ihn. Und er glaubte vermutlich, ich wäre nur ein kleines bisschen eifersüchtig. Oder gönnte ihm das alles nicht. "Weißt du was dein Scheiß Problem ist!? Deine fucking Arroganz!" Ich griff nach etwas und warf es ihm hinterher als er sich zu mir drehte rümpfte ich die Nase. "Ich verstehe dich wirklich nicht. Und ja, du bist ein Arschloch. Du würdest alles für deinen verbitterten Vater tun. Selbst wenn er dich umbringen würde. Du siehst es nicht und tanzt in einer Tour nach seiner Pfeife. Ich dachte mal du wärst besser wie er, aber du wirst genauso. Seid dem ich wieder hier bin hast du dich nicht einmal um mich geschert. Obwohl, dass hast du noch nie. Der Kuss war dir egal. Ich bin dir egal. Ich war dir immer egal! Du hast deine Zeit lieber mit irgendwelchen Tussis und Bettgeschichten verbacht! Und ich durfte immer dabei zusehen. Darüber hast du dich amüsiert. Sei doch ehrlich, du weißt wie sehr ich dich mag. Du würdest lügen wenn du es verleugnest, richtig? Es gefällt dir- Und jetzt bekommst du auf einmal so was wie ein schlechtes Gewissen?! Du machst dich am laufenden Bande darüber lustig. Du hast mich immer nur ausgenutzt und mit mir gespielt. Hast es genossen. Und jetzt?! Wenn es nicht um dich geht, denn ist es auch nicht bedeutsam. Hast du vielleicht Angst davor das ich dich weniger Gut finden würde? Das ich aufhöre dir in deinen Arsch zu kriechen?! Ich würde alles für dich tun und würdest es eiskalt ausnutzen- Wieso sollte ich mich für dich freuen? Weißt du was das für uns beide heißt? Sie wird einen Keil zwischen das hier treiben. Aber nötig ist das sowieso nicht mehr. Was auch immer das hier ist, es ist einseitig Joaquim. Und das wird es auch immer bleiben." Fasste ich es, das sich mit ihm diskutierte? Er hörte mir doch sowieso nicht zu. "Ich bin dir mehr als dankbar das du mir mein Leben gerettet hast. Wirklich. Aber wieso kriechst du ausgerechnet jetzt in mein Bett? Entweder du machst dir selbst nur etwas vor, oder du versucht mich mächtig mit irgendeiner Masche über den Tisch zu ziehen. Wieso zum Teufel brauchst du meinen Segen wenn du eine Frau heiratest, die mit der gesamten Stadt vögelt?" Die beiden würden sich wirklich super ergänzen. Dennoch wollte ich nicht das er ging. Was wollte ich bitte mit meinem Bruder?! Ich wollte das er bei mir blieb. Denn immer noch schien es mir nicht wirklich gut zu gehen. War das normal das ich mich so Fremd in meinem eigenen Körper fühlte seid dem die Sache mit Del passiert war? Ich wollte einfach nur schlafen und mich in sicherheit wiegen. Das alles war ein Albtraum.

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-Tom Hiddelston
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Joaquim Jenson
Ich hatte doch gewusst, dass sie es nicht verstehen würde. Sie wuchs nicht in einer Mafiafamilie auf. Ihr Vater war für die Sicherheit zuständig. Niemanden interessierte es wen sie heiratete, solange es kein Skandal war. Natürlich lebte auch sie unter Beobachtung, aber sie hatte einfach wesentlich mehr Freiheiten als ich. Sie musste nicht darauf achten der Familie möglichst wenig Schaden, sondern eher noch Gewinn einzubringen. Jede Entscheidung, die ich traf war politisch und wichtig für alle im Kartell. Als Sohn des Bosses waren alle Augen auf mich gerichtet und wenn ich ständig nur feierte und nie meinen Pflichten nachging das Kartell zu stärken – nachdem ich es ja sogar geschwächt hatte – würde mir niemand mehr folgen. Sie verstand nicht, dass das mehr als bloß eine Hochzeit war. Es war der Beweis dafür, dass ich nicht schwach war, sondern verantwortungsbewusst und reif. Die Leute wüssten, dass wir nun die Doe’s hinter uns stehen hatten und wir damit nur noch gestärkter waren. „Ich bin also ein Arschloch, ja?“, schnaubte ich, als sie mir mit der flachen Hand gegen die Brust schlug. Wieso konnte sie sich nicht einfach mal für mich freuen? Ich war verlobt! Ich würde heiraten und endlich das bekommen, was ich mir von meinem Vater wünschte – Anerkennung. Zumindest dafür sollte sie sich doch für mich freuen, oder? Ich seufzte tief und schüttelte den Kopf. Was hatte ich auch von ihr erwartet? Sie würde sich nicht für mich freuen. „Vergiss es einfach. Du verstehst das nicht und wirst dich auch nicht für mich freuen, das war klar. Ich dachte nur du würdest es wenigstens akzeptieren, aber wenn du nicht mal das kannst… dann hat das hier doch keinen Sinn mehr. Ich werde Rosalie heiraten. Keine Ahnung was du dir aus deinen negativen Worten gerade versprichst, aber du wirst mich nicht umstimmen. Ich kriege das, was ich immer wollte, also musst du dich damit arrangieren oder du lässt es ganz. Diese Chance werde ich doch nicht aufgeben.“, knurrte ich und schüttelte nur fassungslos den Kopf. Und sie glaubte wir wären Freunde? Wenn sie mir nicht einmal zu meiner bevorstehenden Hochzeit gratulierte, war das sicher keine Freundschaft. „Wer sagt, dass ich fremd gehe? Ich krieg seit dem Unfall nicht mal einen hoch! Ich kann froh sein, wenn ich es überhaupt hinkriege Rosalie zu schwängern.“, schnaubte ich und stand auf. Es war dumm gewesen es ihr heute Abend noch zu sagen. Ich hätte bis morgen früh warten sollen. Dann wäre ich sowieso gegangen. „Ich schicke Mika her. Er soll die Nacht hier bleiben und neben dir schlafen.“ Ich würde sicher nicht hier bleiben und mir meine größte Chance von ihr ausreden lassen.

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• Noelia Taraneh Chaplin.

Skeptisch sah ich ihn an. Seine Worte machten es nicht gerade besser. Im Gegenteil. Es regte mich nur noch mehr auf! Er wollte mir die Sache also wirklich als etwas ungeheuerlich tolles verkaufen. Er heiratete ein Misstück. Es war mir egal was er von Rosalie hielt, ich hatte mein Bild von ihr. Davon wie "Toll" sie war, musste er mich nun wirklich nicht überzeugen. Ich war alles andere als zufreiden damit. Es würde ein Keil zwischen unsere Freundschaft schlagen, dass musste ich mir nicht auch noch schön reden. "Ich weiß, dass es dir wichtig ist deinem Vater zu Beweisen, dass du ein Gehorsames Arschloch bist. Ja schon in der Tat und es gelingt dir jedes Mal immer wieder Zweifelsfrei." Er hatte Recht ich sollte aufhören mich so daneben zu benehmen, das stimmte schon. Klar wusste ich auch das er solche Worte aus meinem Mund nicht unbedingt gerne hörte, aber es war nunmal so. In letzter Zeit tat er alles für seinen Alten, dabei vergaß er sich selbst total. So konnte es nicht weiter gehen. Sah er denn nicht, dass er nur ausgenutzt wurde? Von seiner eigenen Familie. Er wurde gezwungen diese Frau zu heiraten, die er gar nicht liebte und diese Entscheidung würde seine ganze Zukunft bestimmen. Merkte er denn gar nicht, dass es sich alles nur um seine Familie drehte? Das sie ihn nur ausnutzten um selbst besser da zu stehen? "Ich meine ich verstehe es einfach nicht", entfuhr es mir erneut. Er konnte Froh sein dass ich überhaupt noch nett zu ihm war und so gefasst reagierte. Denn auch wenn ich versuchte meinen Puls etwas wieder runter zu schreiben, gelang es mir einfach nicht. Versucht ruhig atmete ich ein und aus und strich mir meinen Pferdeschwanz aus dem Gesicht, da meine Haare mich kitzelten. "Glaubst du ich freue mich jetzt für dich, weil du eine ganze Zeit lang einen Freifahrtsschein hast fürs Vögeln mit einer dürren Blondine, bis du es nicht mehr schaffst Treu zu sein?!", fragte ich ihn irritiert und runzelte die Stirn. "Was glaubst du bitte? Oh mann Joaquim", kam es nun aus mir heraus geplatzt wie ein Wasserfall und ich schlug mit meiner flachen Hand auf seinen Körper. "Du weißt doch noch gar nicht, was davon alles abhängt. Willst du wirklich mit diesem Mädchen- mit einem Fremden Mädchen, Kinder in die Welt setzten? Weißt du was für einen ausmaß hat?" Ich drehte mich mit meinem Oberkörper zu ihm und sah ihn an. Wenn er nur wüsste, wie ich ihn gerade ansah? Sollte er und denn so, als würde es sich anfühlen wie Tausend Messerstiche. Machte er sich in keinerlei Gedanken? Hatte er keine Zweifel das irgendetwas in dieser "Fake" Ehe schief ging? Die beiden kannten sich doch nicht einmal wirklich. Nagut, vielleicht übertrieb ich auch ein wenig aber ich glaubte eben immer noch eine Glückliche Ehe die auch Ehrlich war.

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Joaquim Jenson
Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, um es besser zu machen. Sie hatte mir ja gerade mehr als deutlich zu verstehen gegeben, dass sie Rosalie nicht leiden konnte. Das war schon ziemlich bitter. Ich hatte Noelia mein ganzes Leben an meiner Seite gehabt und es für selbstverständlich gehalten. Sie war eben immer da gewesen und hatte mich vergöttert und auf Händen getragen. Ich hatte nie darüber nachgedacht wie es wäre, wenn das irgendwann mal nicht mehr sein würde. Sie war mir ja immer hinterhergelaufen, auch wenn ich sie von mir gestoßen hatte. Das hier jetzt aber war eine andere Situation. Ich wusste ja, dass Noelia ein kleines bisschen auf mich stand und für mich schwärmte. Das war nichts ernstes, aber sie war eben doch etwas eifersüchtig. Sie hatte nicht wirklich einen Grund dazu. Ob ich nun sämtliche Frauen in mein Bett einlud oder mich nur mit einer beschäftigte. Ich musste damit wohl eher kämpfen. Für mich wurde es jetzt ernst. Meine Eltern würden mehr von mir verlangen als vorher. Ich konnte nicht mehr so weitermachen wie bisher. Ab jetzt würde ich ehrenvoll sein müssen. Ich würde niemanden mehr in mein Bett lassen, außer Rosalie. Ich würde keine Frau mehr anmachen, mit keiner mehr flirten. Ich würde eine Familie gründen und Verantwortung übernehmen müssen. Ich bekam eine zweite Chance, trotz der Blindheit. Zwar würde ich wohl nie über dem Würmchen stehen, das bald mein Bruder sein sollte, aber zumindest wäre ich nicht nur sein Handlanger. „Du musst das nicht verstehen. Du musst sie auch nicht lieben lernen. Ich will nur, dass ihr miteinander auskommt. Durch diese ganze Scheiße will ich unsere Freundschaft nicht verlieren.“ Ja, ich hatte gesagt ich hatte keine richtigen Freunde, aber auch nur weil ich niemanden an mich heranließ. Ich hatte ihr doch eben gesagt, dass sie für mich war wie eine Schwester. Also… wie ein Geschwisterkind, das ich auch liebte und nicht verabscheute, weil es mir alles wegnehmen sollte, was ich mir versucht hatte aufzubauen. „Du verstehst das nicht, okay? Ich wusste schon als kleiner Junge, dass mein Vater meine Braut aussuchen würde und Rosalie ist da wirklich die angenehmste Wahl. Das ist mir wichtig… Ich kann versuchen alles wieder geradezubiegen und ich kann meinem Vater beweisen, dass ich nicht komplett nutzlos bin. Bitte, Noel, du weißt, dass mir das wichtig ist.“ Es kam mir zwar alles etwas zu früh und zeitlich ungelegen, aber diese Chance nahm ich an. Sie hatte eh die Schnauze voll davon sich wegen mir verrückt zu machen? „Noelia, was soll denn das? Du wusstest doch, dass es irgendwann so kommt. Es war klar, dass es ein geschäftliches Bündnis geben würde. Das ändert doch nichts zwischen uns.“ Wieso war sie so patzig und log mir vor, dass sie sich für mich freute? Ich war auch nicht aus dem Häuschen vor Stolz und Freude, aber es musste nun einmal getan werden. So würden wir allen zeigen, dass wir immer noch die Fäden zogen und genauso stark waren wie zuvor.

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DEVON FERRERA:
Ich musste mir vor Augen führen, dass das was Ich tat Falsch war (denn so ein Kerl war Ich nicht!) War ich wirklich ein arogantes Arschloch, das Junge Mädchen um ihr Glück brachte nur um selbst Glücklich zu werden? So schlecht konnte es mir gar nicht gehen. Geld spielte für mich keine bedeutende Rolle. Nikki reichte mir Ihre Hand und stellte sich vor. Sie wusste nicht, dass ich bereits wusste, dass sie Nikki hieß (woher sollte sie auch?) Das ich schon so viel von ihr kannte. So schnell schien Sie also nachzugeben. Von dem kleinen stillen Mädchen zur Plaudertasche. "Devon. Devon Ferrera. Freut mich und ja ich schätze Ich nehme das Angebot an. Wir wurden wohl beide versetzt. Du von deiner Freundin und ich von meinem Glück. Die besten Vorausetzungen für einen Schönen Abend." Locker zuckte ich mit den Schultern und lächelte ebenfalls. Kurz schüttelten wir einander die Hände, dann blätterte Sie auch schon wieder in ihrer Bestellkarte herum. Vermutlich interessierte Sie das ganze was ich so von mir gab auch gar nicht. Oder Sie hörte es sich einfach an, weil es auf eine Gewisse Art und Weise unterhielt. Ich war ein trotteliger Kerl, ohne Geld der in einem Café saß und einer beinahe Fremden Person sein Herz auschüttete. Was erwartete man von mir? Bemitleidenswert genug für Sie. "Mein Traum ist es irgendwann auf einer Großen Bühne in New York zu tanzen. Vor Leuten die die Sache wirklich ernst nehmen und sich nicht darüber lustig machen. Ich habe eine Zeit in Montaione eine eigene Tanzgruppe geleitet, der Gedanke in New York Groß raus zu kommen war vermutlich echt überheblich. Vor kurzem habe ich noch über die Leute gelacht die im Fernsehn versuchen Ihre Träume zu verwirklichen und dann nach wenigen Tagen schon die abreise wieder antreten mussten. Jetzt sieh mich an, Ich bin selbst so ein Idiot." Was ich mit meiner Leidensgeschichte nicht wieder gut machen konnte, dass machte meine Witzige und Charmante Art wieder weg. Die Leute liebten das an mir. Manchmal sahen sie mich an und hatten automatisch ein Grinsen um Gesicht (war nicht immer zum Vorteil). "Klar wieso nicht. Und weißt du was? Dafür das ich deine Zeit in Anspruch nehme, lade ich dich ein." Karten auf den Tisch, sie ließ sich nur mit mir ein weil ihr Abend ohne Begleitung Langweilig aussehe. Nicht, dass sie schwierigkeiten gehabt hätte eine neue zu finden. Doch sie schien wohl wirklich ein Magnet für Schwierige Typen zu haben. Wenn man das ganze mit einer Lupe betrachtete, war ich ja selbst einer von Ihnen. "Das wird schon gehen. So pleite bin Ich nun auch nicht. Bestelle dir was du möchtest." Ich schlug mit der Flachen Hand auf die Karte.

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• Cassian Winters.

Nachdem ich im Supermarkt ein paar billige Lebensmittel organisiert hatte, machte ich mich wieder auf dem weg nach Hause. Mein Zuhause. Den Ort den wir jetzt für eine kurze Zeit "Zuhause" nennen mussten. Bis jetzt sahen einen die Leute noch normal an. Die Frage war wie es in wenigen Tagen aussah. Ich wollte es mir gar nicht ausmalen. Nachdem ich wieder beim Bunker angekommen war, schloss ich die Tür auf, hinter mir wieder zu und schien dabei Micaela geweckt zu haben. Diese Richtete sich nämlich auf und war immer noch ziemlich benommen. "Du bekommst einen ziemlich trockenen Mund", teilte ich ihr mit und wies noch einmal auf die Wasserflasche hin. "Das ist nicht gut. Sonst bekommst du hier unten noch Halsschmerzen." Es war Dunkel. Auch hier drinnen konnte man fast nichts erkennen. Hier drinnen hatten wir noch nicht einmal sowas wie Strom. Ich tastete nach einer ecke und schaltete sowas wie eine Lichterkette an. Keine Ahnung wie lange diese hier schon hing. Man hatte nur die Batterien austauschen müssen. Das alles hatte ich versucht vorzubereiten, bevor ich Micaela hier her geholt hatte. Und as alles nur um ihr den Aufenthalt ein wenig angenehmer zu machen. Die Lichterkette begann leicht vor sich hin zu schimmern und das ganze wirkte nahezu nett, wenn die gegebene Situation nicht wäre. Auch Decken und Kissen waren hier zuhauf verteilt falls ihr Kalt werden würde und neue Kleidung. "Hast du einigermaßen gut geschlafen?", informierte ich mich nach ihrem Zustand und warf meinen Rucksack mit den Chips und den Dingen die man auch kalt essen konnte vor sie. "Du kannst dir etwas aussuchen. Viele Möglichkeiten haben wir nicht. Hier läuft kein Strom mehr. Aber ich habe versucht das beste aus der Sache zu machen und das zu organisieren was du auch magst." Ein wenig etwas über ihr Essverhalten hatte ich ja bereits erfahren können über die Zeit in Spanien und die Zeit in der ich bei ihr Wohnen durfte. Ich hingegen aß in letzter Zeit nicht sonderlich viel. Strom würde den Ort hingegen nur noch besser machen. Ich nahm mir die Schachtel mit den Keksen aus dem Rucksack, riss sie auf und begann auf einem herum zu knabbern. Immer noch war ich irgendwie versucht Smalltalk mit ihr zu halten. Auch wenn ich wusste, dass sie darauf nicht einging. Doch blieb mir etwas anderes über? Ich fuhr mir durch die dichten Locken und musterte mein Gegenüber für eine kurze Zeit. Wieso konnte sei nicht einfach normal mit mir reden, dass würde es mir um einiges Einfacher machen. "Willst du eine Salbe gegen die Wunden an deinem Handgelenk? Ich bin mir sicher das es Hilft." Wahrscheinlich wollte sie meine Hilfe nicht, aber gerade spielte das doch gar keine bedeutsame Rolle. Es war nur Wichtig für sie da zu sein und das war alles was zählte. Gemeinsam überstanden wir die Guten und auch schlechten Tage!

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• Noelia Taraneh Chaplin.

Joaquim wurde bleich im Gesicht. Bekam er jetzt sowas wie einen Nervenzusammenbruch? Hatte ich etwas falsches gesagt. Gut, vielleicht hätte ich nicht wie ein Wasserfall auf ihn einreden sollen. Vielleicht hatte er es ja auch einfach nur gut gemeint und mir versucht zu verklickern, dass er sich dieses mal wirklich in ein Mädchen verguckt hatte. Nicht, dass es mir gefallen hätte. Ganz im Gegenteil. Bei einem Mädchen wie Rosalie Doe, war mir lieber das Joaquim sich weiterhin mit einer Putze vergnügte. Doch darauf hatte ich wohl und übel einfach kein Einfluss. Das war eine Tatsache die ich schon vor längerer Zeit akzeptiert hatte. Als er mir wiedersprach, bildete sich mir ein riesiges Fragezeichen in meinem Gesicht. Sein Vater war Stolz, er hatte alles richtig gemacht, er hatte seid der Sache mit dem Unfall keinen Sex gehabt? Na das war doch super, auch wenn ich nicht wusste was die letzte Sache mit dem Rest zu tun hatte. Ich suchte nach einem Wort ehe Joaquim mir erneut zu vorkam. Joaquim Jenson war nicht in der Lage an Sex zu denken? Es musste ernster sein, als ich es mir ausgemalt hatte. Ich wollte mich aufsetzen. Nadchem ich es geschafft hatte seinen anderen Arm leicht von mir zu nehmen, tat ich dies auch. Ich verstand die ganze Sache nicht. Wieso sollte Joaquim mir Rosalie schön reden, wenn doch absolut nichts passiert war? Was interessierte mich dieses kleine Biest. "Okay, ich komm nicht ganz mit. ich meine das ist doch super. Das ist das was du wolltest. Dein Vater ist Stolz auf dich und die ganze Nummer von vorher ist vergessen." Ein kleines grinsen bildete sich auf meinem Gesicht. Ich freute mich wirklich für ihn. Was gab es besseres als das? Joaquim setzte sich ebenfalls ein wenig auf. Das Fragezeichen in meinem Gesicht wurde in der Tat noch größer. Musste ich jetzt irgendetwas mit Fassung aufnehmen, oder warum bekam er diese leichten angespannten Falten im Gesicht. Ich legte den Kopf ein wenig schief und runzelte ebenfalls die Stirn. "Das ganze ist echt Gruselig Joe. Was soll das werden?", fragte ich ehe er nach Luft schnappte. Ich sollte ihn reden lassen und ihm nicht ständig das Wort nehmen. Die Worte die danach aus seinem Wort folgten, waren genauso wenig lustig, wie realistisch. "Du- wirst sie heiraten? W-Was?Du verarscht mich doch!?", fragte ich lachend nach und schluckte den Kloß in meinem Hals herunter. Er verarschte mich doch. Hatte er sich also doch in sie verliebt? Oder ging es hier um irgendein Bündnis das ich nicht verstand? "Sie ist ein guter Fang echt? Wow", wiederholte ich skeptisch seine Worte und stieß einen lauten seufzter von mir. Das war schlimmer als das was ich erwartet hatte. Unruhig rieb ich mir meine Schläfe. Warum machte er sich da Sorgen um mich? Es juckte ihn doch sonst auch nicht. Ich nickte nur und war völlig vor den Kopf gestoßen. "Das ist toll", log ich. Bekanntlich hörte man dies sofort und das war ja auch meine Absicht. "Und da machst du dir auf einmal sorgen um mich weil? Wie waren deine Worte noch gleich ich habe keine richtigen Freunde?" ich verschränkte die Arme vor der Brust. Das hatte er so gesagt. Keine Ahnung warum ich ihm das jetzt ausgerechnet vor den Kopf werfen musste. "Ich meine ich freue mich für euch, das ist ja ganz toll. Denn könnt ihr ja da weiter machen wo dein Vater aufhört. Mit der ganzen Unterdrückung und Sklaverei. Und zusätzlich bekommst du Sex von einer heißen Frau ohne den Macho raus hängen zu lassen. Klingt wirklich toll. Das ist doch die Zukunft die du dir erwünscht hast, richtig?" So hatte ich ihn wenigstens in den nächsten Jahren gesehen. Ein Wunder, dass es wirklich Eintraf. Vermutlich würden unsere Wege so auch auseinander gehen. Denn er war ja jetzt schließlich "erwachsen" und "reif". "Denn kann ich in Zukunft ja wenigstens aufhören mich so verrückt mit dir zu machen. Hatte die Schnauze eh voll." Ich ließ die Schultern hängen und rutschte mit meinem Hintern ein wenig höher so das ich die Wand in meinem Rücken hatte. Ich musste einfach die Ruhe bewahren, dass ganze war halb so wild und wenn Joe es mit so viel Fassung trug und es ihm gefiel, denn sollte es mir auch gefallen. Erneut seufzte ich und sah ihn an. Meine Fassade bröckelte etwas. "Ich meine...ich freue mich für euch wenn du dich freust und wenn du es willst. Denn ist es natürlich okay." Was sollte ich dazu sonst sagen?

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-Tom Hiddelston
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Nikki Carlson
Erneut streckte ich meinen Hals nach Esther. Meine gute Freundin war aber irgendwo hinter der Theke verschwunden. Um ehrlich zu sein wollte ich gar nicht wissen was sie dort tat. Die Trennung von ihrem Freund hatte ihr wirklich nicht gut getan. Ganz toll. Wo blieb jetzt mein Getränk? Denn müsste ich mich eben selbst um meine Getränke kümmern. Dieser Abend hier war doch zum Scheitern verurteilt. Wenn da dieser nette Kerl nicht vor mir sitzen würde. Ich traute der Sache nicht, aber er war wirklich nett. Wenn das stimmte was er zu mir sagte tat er mir sogar ein wenig leid. Er musste seinen Traum aufgeben. Dabei sah er wirklich ein kleines bisschen so aus wie ein Straßenmusiker. Zu den Hamptons passte er jedenfalls nicht so wirklich. "Ich bin übrigens Nikki. Nikki Carlson", stellte ich mich vor und reichte ihm meine Hand über den Tisch. "Und das dahinten ist oder war meine Freundin Esther. Wenn du mir schon deine ganze tragische Lebensgeschichte hier ausbreitest, sollte ich wohl ein wenigstens etwas netter zu dir sein." Nachdem ich ihm kurz meine Hand gereicht hatte, ließ ich wieder los und griff nach der Getränke Karte. Frustirert seufzte ich und blätterte in dem kleinem Häftchen herum. "Ich schätze denn bist du für heute meine Begleitung." Ich sah auf um mir seine Reaktion genauer anzusehen ehe ich weitersprach: "Aber bilde dir ja nichts darauf ein. Ich werde dir auch nichts von meinem Leben erzählen, Traumtänzer." Das grinsen in meinem Gesicht war eindeutig, wenn er nicht gerade eine Niete darin war Frauen zu verstehen wusste er, dass ich das was ich zu ihm sagte gar nicht so Streng meinte. Ich war eben nur Vorsichtig und hier in New York konnte man gar nicht Vorsichtig genug sein. "Also es gibt wirklich ganz nette Pubs hier in der Gegend und dieser Laden hier, hat auch einiges zu bieten wenn Festivals vor der Tür stehen. Das könntest du schon von deiner Liste streichen. Die Hamptons hat den Strand und eine wirklich angesagt Diskothek nicht weit von hier. Du musst wissen das hier wirklich nur die Reichen Kids rum hängen und Stars wie Paris Hilton. Der Unterschied zu New York sind die vielen Protzer mit ihren Sportwagen und Yachten. Wenn du dich bewustlos trinken willst, bist du hier genau richtig." Die Hamptons waren für New York City sowas wie der Ballerman für Mallorka. "Wie sieht dein Traum aus?", erkundigte ich mich und erhob die Hand um eine der wenigen Bedinungen zu erhaschen die nicht gerade mit Esther beschäftigt waren. "Willst du auch was trinken? Geht auf mich."

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Joaquim Jenson
Ich war noch nicht bereit dafür. Das stand fest. Hochzeit? Mit gerade einmal 22 Jahren? Ich war noch total unreif. Ich war ein Vollidiot, der jedes Wochenende feiern ging, sich betrank und Drogen konsumierte, um danach mit Frauen in die Kiste zu springen, die er kaum kannte. Zumindest war ich vor dem Vorfall so gewesen. Und ich fühlte mich immer noch so. Ich war der gleiche Kerl, nur etwas... ängstlicher wohl. Ich kam mit der jetzigen Situation nicht mehr klar und ich fürchtete mich tatsächlich davor auf offener Straße nochmal angegriffen zu werden. Es war schwachsinnig, aber so war es nun einmal. Ich ging seitdem nicht mehr auf Parties, aber auch nur, weil ich nicht wusste wie. Vielleicht war ich doch nicht mehr der Selbe... So oder so, ab jetzt musste ich erwachsen werden. Ich würde bald heiraten und wie ich meinen Vater kannte, würde er keine zwei Jahre damit warten. Das Bündnis musste besiegelt werden. Ein paar Monate würde ich wohl noch haben, bis er alles in Ruhe und neben seiner Arbeit vorbereitet hatte, aber dann würde sich alles verändern. Ich würde eine Frau bekommen, ich würde zum Oberhaupt einer eigenen kleinen Familie werden und einen Nachkommen zeugen, damit die nächste Generation gesichert war. Ich würde alles tun, was ich als Ehemann eben zu tun hatte, um den Leuten zu zeigen wie perfekt das alles funktionierte und das war immer das, was ich gewollt hatte. Ich war so erzogen worden, dass Vater mir irgendwann eine Braut suchen würde und ich der perfekte Ehemann werden würde, aber gerade hatte ich einfach nur noch mehr Angst zu versagen. Vor allem, weil ich irgendwie befürchtete, dass Noelia nicht auf meiner Seite wäre und mir dabei helfen würde das durchzuziehen. Ich strich sanft über ihren Rücken, während sie in meinen Armen lag. Ich sollte es ihr sagen. Je früher, desto besser. Umso eher würde sie sich damit abfinden und mir vielleicht dabei helfen ein gescheiter Kerl zu werden. Oder aber ich müsste es allein machen. Ich war ja kein Kind mehr. Als sie ihren Redefluss begann, fand ich kaum mehr Anschluss. Ich musste es ihr sagen. Sie verstand das alles vollkommen falsch! Unruhig biss ich mir auf die Unterlippe und spannte mich leicht an, als sie sich in meinen Armen drehte und sich mir zuwandte. Musste sie mich jetzt so anstarren? Ich fuhr mir über die Augen und schüttelte nur den Kopf. "Nein... Nein, Noel, so ist es nicht. Ich habe nicht mit ihr geschlafen und ich habe auch nichts versaut. Ich habe... alles richtig gemacht. Mein Vater ist stolz auf mich und alles. Ich habe seit dem Vorfall keinen Sex mehr gehabt, Noel." Das mochte jetzt vielleicht ein Schock für sie sein, aber seitdem hatte ich mich nicht einmal mehr getraut eine Frau einzuladen. Klar hatte ich Angebote bekommen, aber jedes einzelne hatte ich abgelehnt. "Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich noch einen hochbekomme. Ich hab gerade echt andere Dinge, um die ich mir Gedanken machen muss. Es wundert mich ja selbst!" Joaquim Jenson war nicht nach Sex. Das war so völlig unmöglich, dass es schon gruselig war. Ich atmete tief durch und richtete mich etwas auf, da ich irgendwie erwartete, dass sie mich sonst von sich stieß. Sie musste es erfahren, bevor es nachher hieß ich hätte nicht mit ihr darüber geredet oder so ein Schwachsinn. So waren Mädchen doch... oder? "Ich werde sie heiraten... Wir haben uns verlobt.", sprach ich es also einfach geradewegs aus. Bevor sie allerdings den Schock überwand und auf mich losging, schnitt ich ihr das Wort ab. "Es ist das Beste für alle. Rosalie ist ein guter Fang und sie wird eine gute Ehefrau sein. Sie liegt deutlich über dem, was mir unter den jetzigen Umständen noch zustehen würde. Wir haben einen Geschäftspartner an Land gezogen und ich werde meine Chance bekommen einen Platz im Kartell zu haben. Dadurch werde ich alles wieder gut machen können, was ich vermasselt habe." Sie musste das verstehen. Sie sollte sich für mich freuen, oder? Klar war es gerade alles verwirrend und etwas viel auf einmal, aber ich bekam eigentlich eine riesige Chance. Ich könnte alles wieder gut machen, ich würde die rechte Hand meines Vaters werden, bis mein Bruder alt genug war und ich würde Stärke nach außen hin ausstrahlen. Mal abgesehen davon, dass ich eine echt heiße Braut bekam.

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• Noelia Taraneh Chaplin.

Jetzt wo ich in seinem Arm lag, konnten wir uns vielleicht nicht mehr ansehen während wir miteinander sprachen, aber es langte um dieses Thema vermutlich Vorauszusetzen. Wenigstens konnte ich nachvollziehen warum er unbedingt wollte das ich Rosalie toll finden sollte. Vielleicht führte er das Thema auch gerade jetzt weiter, weil ich ihn nicht ansah. Joaquim Jenson war so ein Schisser. Musste ich sie jetzt Toll finden weil er sie wieder gesehen hatte und sich sofort in sie verliebt hatte? Am besten ich Druckte mir ihren Namen auf ein Shirt. War das genug Fan Servies für ihn? "Und das rätst du mir weil sie auf einmal deine Traumfrau geworden ist?", witzelte ich und bewegte mich kurz unruhig in seinen Armen. "Oh Gott. Erzähl mir nicht du hast sie gesehen, ihr habt euch verliebt und ihr seid zusammen in der Kiste gelandet." Ich ging einfach davon aus. Ansonsten würde Joaquim mir die Sache nicht als so unschuldig verkaufen. "Du hast es getan", stellte ich schockiert fest. Das lachen in meiner Stimme war verschwunden. "Mann Verdammt Joaquim du sollst dich doch an das halten was Phillipe zu dir gesagt hat. Mann", am liebsten wäre ich ausgetreten, wenn ich nicht gewusst hätte das er verletzt gewesen war. Ich kannte Joaquim. Hätte es mich überrascht, wenn er anders gehandelt hätte? Er war ein Hormon Gesteuertes Alphamännchen. Dafür brauchte ich ihm gar nicht ins Gesicht zu sehen. Er war so ein verdammt schlechter Lügner. "Entschuldige, aber manchmal denkst du echt nur mit deinem Schwanz, könntest du deine Bedürfnisse auch nur einmal zurück nehmen. Ich meine, du kennst sie kaum. Sie ist vielleicht nett, aber weißt du, ob sie wirklich nett nett ist. Nur weil jemand nett im Bett ist, muss das nicht heißen, dass sie es auch als Perosn ist." Er konnte das gar nicht beurteilen, er hatte sie doch Jahrelang nicht gesehen. Wieso nahm er sie so in den Schutz. All diese Dinge sprudelten aus mir heraus wie aus einem Wasserfall. Jetzt ergab auch vieles Sinn. "Und jetzt hast du ein schlechtes Gewissen das die Does den Deal mit deinem Vater absagen", fasste ich zusammen als wäre mir ein Licht aufgegangen. Ich drehte mich in seinen Armen. Es wurde unruhig, da ich zunächst das Gefühl hatte, dass Joe es nicht unbedingt wollte das ich ihn ansah. Doch ich tat es trotzdem. Das ganze wirkte auf mich halb so wild. War das das Ding um das er sich sorgen machte? Doch was genau war daran so schlimm? "Darum bist du so komisch drauf. Du hast es versaut- ist es das?", fragte ich nach ohne ihn erneut zu Wort kommen zu lassen. "Aber hör mal das ist halb so wild. Zugegeben Rosalie ist schon sehr hübsch. Dein Dad wird das verstehen. Das ist eine Kleinigkeit. Ich meine ihr hat es doch gefallen. Sie wäre ein ganz schöner Idiot wenn es ihr nicht gefallen hätte. "Warum redete ich gerade ununterbrochen? Lag es daran, weil ich mich vor dem anderen Thema abwenden wollte und ich viel besser darin war das natürliche, glückliche Mädchen zu spielen? Das musste es einfach sein. Aber warum der ganze Stress?

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Joaquim Jenson
Ich seufzte tief, als Noelia leise lachte. Ich wusste, dass sie Rosalie noch nie hatte leiden können. Die beiden waren zueinander nicht gerade nett gewesen. Ich wusste, dass ich der Grund dafür war. Rosalie hatte mich zu der Zeit als einzige mehr als einmal ins Bett bekommen und Noelia war vermutlich einfach genervt gewesen, weil ich damals weniger Zeit mit ihr verbracht hatte oder sie vielleicht gern mit Rose getauscht hätte. Jedenfalls hatten die beiden aus mir unbekannten Gründen um meine Aufmerksamkeit gerungen und dadurch eine Abneigung gegeneinander entwickelt. Und das tat mir echt leid. Rose war diesen Sommer damals abgehauen und Noelia war geblieben. Trotzdem war es jetzt Rose, die ich heiraten würde und irgendwie fühlte es sich komisch an. Aber Noelia würde verstehen wieso ich es tat, oder? Sie wusste ja, dass ich es nur um tat meiner Familie zu helfen. Klar konnte ich Rose gut leiden, aber ich liebte sie nicht. Ich liebte niemanden. "Noel... Rosalie ist nicht so schlimm wie du denkst, okay? Wir waren damals alle Teenager, unreif und eifersüchtig. Ihr solltet wirklich lernen miteinander klar zu kommen." Zumindest, wenn Noelia noch weiterhin mit mir befreundet sein wollte. Rose würde nicht mehr gehen. Im Gegenteil. Diesmal würde sie auf ewig an mir kleben. Noelia sollte lernen sie zu akzeptieren und damit klarzukommen. Ich wollte nicht, dass wegen so etwas Dummem diese Bindung zwischen uns zu Bruch ging - obwohl ich bisher ja immer geleugnet hatte, dass es sie gab. Ja, Noelia und ich waren Freunde. Okay? Sie war meine einzige wirkliche Freundin und ich wollte das nicht aufgeben, nur weil sie mit meiner Verlobten nicht klar kam. Sie konnte lernen sie zu mögen. So schlimm war Rose ja nun wirklich nicht. Ich seufzte leise und legte die Arme um Noelia. Diese Nähe hätte ich so früher niemals zugelassen, aber mir war bewusst, dass das hier wohl meine letzte Chance war. Letzte Nacht hatte ich sie genauso gehalten, doch dieses Mal waren wir beide bei Bewusstsein und taten es von uns aus. Es war die letzte Nacht wo es noch ging, auch wenn ich Rose ja nicht betrog, indem ich mit Noelia hier lag und schlief. Trotzdem... bald würde es nicht mehr möglich sein. Ab morgen würde sich alles ändern und morgen sollte ich es Noelia wohl auch sagen. Je mehr Zeit die beiden hatten sich aneinander zu gewöhnen, desto leichter würde es auf der Verlobungsfeier werden. Es wäre schlimm genug sich alle anderen Leuten zu stellen.

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• Noelia Taraneh Chaplin.

Ich verkniff es mir aufzulachen. Von Anfang an hatte ich ja schon gewusst was er von Rosalie hielt. Für ihn war sie eben mehr als eine Blonde Puppe auf zwei Beinen. "Ist sie nicht?" Es war kein Geheimnis, dass Mrs. Doe und ich uns nicht unbedingt gut leiden konnten. Joaquim war Jung gewesen und hatte vor lauter Titten den Realitätsverlust verloren, doch jetzt- vielleicht würde er es ja später noch bemerken wie sie eigentlich drauf war. Das mit Rosalie und mir glich schon immer einem Revalen Kampf. Nur war sie Blond und Schlank wie ein Grashalm und ich war naja, schon eher das unaufällige Mädchen von neben an. Auch wenn ich versuchte dem nicht gleich zu kommen. "Du hast einen wirklich Fragwürdigen Männergeschmack Joe, nur damit ich das mal klar stellen darf." Als er versuchte mir zu erklären, dass das Mafia Business gar nicht mal so leicht war, seufzte ich. Das war etwas was ich so unterschreiben würde. Ich war zwar selbst nicht so sehr in die Sache intigriert wie Joe es war, aber ich bekam es in vollen Zügen mit. Wir kooperierten mit den Jensons schon mein gesamtes Leben lang und gelegentlich war das Leben auch für mich sehr unangebracht. Ich war wie seine kleine Schwester. Ja Wow. Das war ja ganz schön ..... nett von ihm. Dennoch verkniff ich es mir darauf zu reagieren. Dafür war ich einfach viel zu geschafft. Statt dessen legte ich mich einfach zu ihm in den Arm ohne auch nur für einen kurzen Moment zu zögern. Wer wusste schon, wann er wieder normal wurde und diese Nähe zu mir nicht mehr brauchte. Ich war dankbar für alles was ich kriegen konnte und das hier war normalerweise nichts was Joaquim tun würde wenn alles in Ordnung war. Wir waren beide zwei Idioten die ihre Probleme lieber in sich hinein fraßen als es in die Öffentlichkeit hinaus zu tragen. Aber wenn es so war, denn war es eben so. Das ich seine kleine Schwester war, war demnach wohl das netteste was er jemals zu mir gesagt hatte. Ich sollte aufhören wegen etwas sauer zu sein, wozu ich gar keinen Grund hatte. Er hatte schließlich auf mich aufgepasst und mir sogar mein Leben gerettet. Auf eine Verdrehte Art und Weise. Ich lächelte leicht und legte mich in seine starken und muskellösen Arme. Vorsichtig kuschelte ich mich an ihn und kam nicht drum herum zu bemerken wie warm er doch war. Er hatte mich auch so gehalten als ich betäubt gewesen war, dass war etwas an das ich mich noch gut daran erinnerte.

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Joaquim Jenson
Sie gab mir ihr Wort und damit musste ich mir keine Sorgen mehr darum machen, dass Noelia mir irgendetwas verschwieg. Sie kannte meine Familie und wer den Jensons sein Wort gab, der stellte sich unter sowas wie einen Eid. Sein Wort zu brechen war ein schweres Vergehen - zumindest in unserer Familie. Beruhigt nickte ich und drückte kurz ihre Finger, ehe ich mich auf dem Bett ein wenig drehte und wendete, bis ich vernünftig auf der Seite lag und der blöde maßgeschneiderte Anzug nicht mehr zwickte. Ich hielt die Augen eine Weile geschlossen, da die Schmerzen so geringer waren. Bei Noelias Worten jedoch wurde mir kurz flau im Magen. Sie mochte Rosalie nicht? Oh Himmel, das würde noch ein Drama geben! Gut, dass ich es ihr noch nicht gesagt hatte. Ich würde mir wohl noch überlegen müssen wie ich ihr das beibrachte - wobei ich eigentlich nicht dazu verpflichtet war ihr Rede und Antwort zu stehen. "Sie ist keine Ziege.", seufzte ich tief. Sie war meine Verlobte, meine Familie. Und sie war wirklich nicht so schlimm. Von allen Frauen, die ich hatte, war sie wohl am wenigsten schlimm. Sie war nicht nur eine Bitch, sie hatte manchmal sogar ein Herz - so wie heute. Sie hätte auf mich Rücksicht genommen, hätte ich mich gegen die Verlobung gesträubt. Rosalie war... echt in Ordnung. "Nicht, wir... ich sollte dafür sorgen, dass sie mit ins Geschäft einsteigen. Es war nichts, was ich früher nicht schon bereit gewesen wäre zu tun. Es war einfach nur ein wenig anstrengend und ich bin jetzt müde. Verhandlungen sind nicht so einfach wie man immer glaubt, weißt du? Die Mafia ist kompliziert.", seufzte ich und schob mich achte etwas höher, bis mein Kopf in den Kissen lag und ich vorsichtig meine Augen wieder öffnete. Die Nachttischlampe stand direkt hinter ihr, wodurch sie gut beleuchtet wurde und dunkle Schatten warf. Es war alles verschwommen, aber... ich sah graue Schatten vor meinen Augen. Ich konnte ihr Gesicht zwar nicht erkennen, weil es so dunkel war, aber ich sah genau ihren Umriss, erkannte sogar ein klein wenig ihrer dunkelblonden Haare im Licht. Das war das erste Mal, dass ich wieder einen Ansatz von Farbe wahrnahm. Aber je mehr ich mich anstrengte sie scharf und hell vor mir zu sehen, umso stärker wurden die Schmerzen. Ich kniff die Augen zusammen und rieb mir über die geschlossenen Lider, als Noel ihre Hand an meine Wange legte. "Es gibt keinen Grund sich Sorgen um mich zu machen, okay?" Und das meinte ich ernst. Ich würde heiraten und meine Braut war wirklich nicht zu verachten. Ich bekam mehr als ich verdiente, also sollte ich wohl froh sein. Es war bloß so früh und so ein ungünstiger Zeitpunkt. Ich war noch ganz verwirrt mit mir selbst und allem. Es war einfach noch schwer. "Kein Ding. Du bist wie eine kleine Schwester für mich, Noel. Ich pass auf dich auf, okay? Komm her.", murmelte ich und streckte die Arme ein wenig aus, um sie zu mir zu ziehen und sie in meine Arme zu schließen. Vermutlich war das die letzte Nacht, die ich mit einer anderen Frau als mit Rosalie in einem Bett verbrachte - ob nun sexuell aktiv oder nicht. Bald wäre das alles so nicht mehr möglich. Dann wäre ich verheiratet und gebunden. Keine Parties, kein Fremdenverkehr, keine Drogen mehr. Ich wäre Oberhaupt einer Familie, die mein Vater sich wohl sehr bald nach der Hochzeit wünschen würde. Ich seufzte und schob das gerade einfach alles weg. Diese Nacht war ich noch frei. Diese eine Nacht würde ich mir noch gönnen.

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• Noelia Taraneh Chaplin.

Zustimmend reichte ich ihm meine Hand. Unsere Hände berührten sich für einen kurzen Augenblick ehe ich lächelte. "Du hast mein Wort", gab ich nach und meinte es auch so. Wenn es jemanden gab, mit dem ich über das Geschehen von Gestern reden würde, denn war es auf jeden Fall Joaquim. Irritiert verzog ich dennoch das Gesicht als er weiter sprach. "Die Does?", fragte ich verwundert und runzelte die Stirn. Musste ich das verstehen? Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass diese wieder in der Stadt waren. Was hatte seine Familie denn bitte mit den Does zu tun? Gab es etwas, was die Familie den Jensons bieten konnte? Irgendetwas spezielles? "Ist das nicht die Familie von der hochnäsigen Blonden Ziege?" Ich merkte wie Joaquims Gesicht sich ein wenig verzog. "Ich meine- Verzeihung, von Rosalie?" Ich wusste ja bereits das Joaquim und Rosalie eine besondere Bindung zueinander gehabt hatten. Schon damals. Sie hatte hatte er wenigstens angesehen. Was auch immer zwischen den beiden gelaufen war. Doch vermutlich war ich nur wieder zu unrecht eifersüchtig. Man konnte Rosalie schon beinahe als sowas wie seine Ex-Freundin bezeichnen. Trotzdem war das ganze schon ein wenig seltsam. "Was wollte dein Vater was du tust?", fragte ich neugierig. Wenn Joaquim sich schon über seinen eigenen Vater beschwerte, denn musste es etwas wirklich schlimmes sein und was auf sich haben. Trotzdem würde ich auch verstehen, wenn er nicht darüber reden wollte. Genauso wenig wie er mich also zwang würde ich ihn zwingen. Ehrleichtert atmete ich aus, als er zustimmte bei mir zu bleiben. Ohne zu fragen legte ich vorsichtig meinen Kopf auf seiner Brust ab. Aber auch nur für einen kurzen Augenblick. Er nahm die Sonnebrille von seinem Gesicht und legte sie auf den Nachttisch neben sich. Ich erhob mich kurz und legte mich auf die Seite. Er tat es mir nach. Dies zeigte mir das er wohl einigermaßen wieder klar kam mit seinen Schmerzen. Es freute mich zu sehen, dass er so langsam damit klar kam. Er öffnete seine Augen und sah mich an. Keine Ahnung ob er irgendetwas erkannte. Vielleicht tat er das ja sogar. Das Nachttisch licht warf einen angenehmen Schimmer in den Raum. Vermutlich war es Hell genug, dass er wirklich ein wenig erkennen konnte. Wir sahen uns direkt in die Augen. Diese Augen. Selbst in diesem Zustand waren sie in der Tat bemerkenswert. Meine Mundwinkel schoben sich leicht in die Höhe. Es schien wirklich etwas nicht zu stimmen. Musste ich mir jetzt sorgen um Joaquim machen? Ich erhob meine Hand und legte sie an sein Gesicht. "Ich mach mir gerade etwas mehr sorgen um dich. Du weißt das es nichts bringt mich anzulügen. Ich kann dich durchschauen." Ich atmete tief ein und hielt für einen kurzen Augenblick die Luft an. "Du gibst wirklich dein bestes mit allem. Ich kann dir gar nicht sagen wie Froh ich bin das du hier bist. Du bist der einzige, auf den in momentan zählen kann. Danke wirklich dafür." Keine Ahnung ob es ihn Nervte das ich immer wieder so emotional wurde, aber ich behandelte Joaquim einfach immer wie einen sehr guten Freund. In seiner Nähe ging es mir einfach besser.

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Joaquim Jenson
Es wurde ruhiger und das nachdem ich eben ein wenig lauter geworden war. Es wurmte mich einfach so sehr, dass das alles gestern überhaupt geschehen war. Wie hatte ich das zulassen können? Wie hatte Del das tun können? Himmel, ich war einfach angespannt und nach der ganzen Sachen beim Geschäftsessen eben... ging es mir nicht gerade besser. Ich war noch aufgewühlt. Es war nicht so, dass ich die Hochzeit nicht wollte - ich hatte ja schließlich immer gewusst, dass es mal so kommen würde und hatte mich auch immer darauf gefreut meiner Familie diesen Gefallen zu tun - aber gerade war es einfach so viel. Ich war selbst noch ganz durcheinander durch den Angriff auf mich und kam selbst noch nicht ganz mit mir und der neuen Situation klar und dann das. Es war für den Moment eben einfach zu viel. Ich rieb mir erschöpft über die Augen, die wieder schmerzten und brannten, als würde die Hölle darin toben. Dass Noelia zu mir kam und sich an meine Brust lehnte, gab mir ein wenig Trost. Sie mied mich also nicht. Sie gab mir nicht die Schuld für das, was gestern fast passiert wäre. Sie erinnerte sich also daran, dass nichts passiert war? Ich schloss die Augen um sie und drückte sie kurz fest an mich. "Ich mach mir aber einen Kopf. Also versprich mir mit mir zu reden, wenn etwas sein sollte. Ich will dein Wort darauf haben." Und für mich war jemandem das Wort zu geben mehr als ein Versprechen. Ich war in einer Familie mit Ehrgefühl aufgewachsen. Man log nicht, wenn man sein Wort gab. Man tat alles, um seine Schulden zu begleichen. So war das nun einmal. "Ich hätte ihm wohl mehr angetan. Er kann von Glück reden, dass Pete ihn aufgemischt hat und nicht ich. Ich wünschte trotzdem ich wäre früher da gewesen.", murmelte ich an ihrem Haarschopf und hielt die Augen eine Weile geschlossen, bis sie mich herunter auf das Bett drückte. Noelia kannte mich seit wir Kinder waren und so sehr ich sie auch immer von mir gehalten hatte, sie hatte eine zu gute Auffassungsgabe, um nicht mitzubekommen, wenn etwas nicht stimmte oder anders war als sonst. "Ich..." Musste sie jetzt nach dem Essen fragen? "Es ging um Geschäfte mit den Doe's. Ich durfte heute Abend Dad's Handlangern spielen und es war einfach... anstengend.", erklärte ich und log damit wohl kein bisschen. Ich ließ nur einige Dinge aus, die wir zu späteren Zeitpunkten noch besprechen konnten. Jetzt war es einfach noch zu früh dafür. Ich war nicht bereit es jetzt sofort publik zu machen, dafür war noch Zeit bis zur Verlobungsfeier, auch wenn Noelia es wohl vorher und von mir erfahren sollte. "Ich... Ja. Ja, ich würde gern eine Nacht hierbleiben, wenn das geht. Mein Vater wird morgen aber wohl einen ziemlichen Palaver machen. Also muss ich früh wieder los, damit er erst gar nichts mitkriegt." Auf keinen Fall wollte ich noch Stress mit ihm anfangen. Es würde schon reichen, wenn ich früh zurück war und er mich ins Arbeitszimmer schleppen konnte, um mir seine Pläne für mich und meine anstehende Hochzeit mitzuteilen. Ich atmete tief durch, als sie leicht meine Schultern massierte. Vermutlich sollte ich das hier nicht tun. Ich war jetzt verlobt und ich war ein Mann der Ehre, aber andererseits... das hier war ja kein Betrug an meiner Verlobten. Himmel, Noelia war nur eine Freundin. "Ich bin eben niemand, der nur entspannt. Ich funktioniere unter Druck am besten.", murmelte ich und ließ mich müde in das Bett sinken, streifte mir nur die Schuhe von den Füßen ab und blieb im Anzug einfach auf dem Bett liegen. "Okay, ich bleib hier. Du musst die Nacht nicht allein hier verbringen.", versprach ich ihr, schob meine Hand über die Bettdecke, bis ich auf ihre stieß und hielt sie einfach eine Weile in meiner, während ich mich langsam auf die Seite drehte und die Sonnenbrille abnahm und auf den Nachttisch legte.

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• Noelia Taraneh Chaplin.

Er hatte ja auch Recht, aber wie zum Teufel sollte ich das anstellen. Es war nicht gerade leicht in der Haut einer Tochter eines Super-Bodyguards zu stecken. Wir konnten uns den zusätzlichen Stress einfach nicht leisten. Ich konnte mir nahezu nichts erlauben. Sobald ich einen Fehler machte und die Öffentlichkeit davon mitbekam war es vorbei. Es war okay solange es um mich ging, aber mit der Nummer zog ich nicht nur meine Familie sondern auch die Familie von Phillipe in den Dreck. Ich sah auf. Kaum zu glauben das Joaquim sowas mal von sich gab. Es überraschte mich wirklich. War das endlich mal eine Weiche Seite von ihm? "Mach dir um mich keine Sorgen. Ich kann mich an nichts erinnern. Er hat es nicht getan. Es war halb so wild. Keine Große Sache. Wirklich. Mach dir darüber keinen Kopf." Ich ging auf ihn zu und legte meine Arme um ihn. "Ich weiß deine Sorge aber echt zu schätzen Joaquim." Eine Umarmung war genau das was ich gerade brauchte. Auch wenn Joaquim kein Großer Fan von Umarmungen war. Auch wenn er sich nicht bewegte. Ich schloss für einen kurzen Augenblick die Augen, atmete tief ein und genoss die Wärme die von ihm ausging. Ich war so froh das er gestern dort gewesen war. Wer konnte schon sagen was passiert wäre, wenn er nicht Rechtzeitig aufgekreuzt wäre? "Ich bin wirklich Froh das du gestern da warst und auf mich aufgepasst hast. Auch wenn du Del dafür die Zähne raus geschlagen hast. Gut, vermutlich hat er es auch ein kleines bisschen verdient. Trotzdem Danke." Ich erhob meinen Blick. Es war immer witzig so ganz ohne Hohe Schuhe neben ihm zu stehen. Schließlich war ich einen ganzen Kopf kürzer als Joaquim. Warum war er so versteift? "Hey", fragte ich mit einer sanfteren Stimme. Der einzige Weg ordentlich mit Joaquim umzugehen war von Thema abzulenken. Er konnte mir zumindest nichts vor machen. "Eine andere Frage: Wie geht es dir?", fragte ich vorsichtig. "Wie war das Treffen mit deinen Eltern?" Wenn es etwas gab über das ich mich tausendmal lieber unterhielt, denn war es das. Ich erinnerte mich an nichts und was würde es bringen, in meinen Gedanken herum zu kramen. "Du bist so angespannt", bemerkte ich. Natürlich nicht anders wie sonst, nur dieses mal schien wirklich etwas los zu sein. Ich erkannte es sofort wenn etwas nicht stimmte. "Ist alles in Ordnung? Brauchst du was? Willst du eine Nacht hier bleiben?", bot ich ihm an. Ich wusste ja, dass Joaquim auch nicht unbedingt mit der Sprache heraus rückte wenn ihm etwas beschäftigte, aber wie immer würde ich ihn nicht alleine lassen. Ich legte meine kleine Hand in seine und zog ihn sanft mit mir zum Bett. "Das ist das mindeste was ich für dich tun kann." Und alleine sein wollte ich auch nicht. Vermutlich war das, dass was ich nicht zugeben wollte. Alleine in meinem dunklen Zimmer zu liegen und mir Gedanken über Gestern zu machen. Ich kletterte auf das Bett und neigte mich hinter Joaquims Rücken. Danach legte ich meine Hände darauf und begann seinen Nacken ein wenig zu massieren. Er war wirklich mächtig verspannt. "Du setzt dich mit der ganzen Sache ziemlich unter Druck." Das war für niemanden ein Geheimnis und soeben hatte er es ja auch irgendwie zugegeben. Ich seufzte und meine Hände glitten langsam von seinem Hemd. "Okay, zugeben. Ich könnte auch ein wenig Gesellschaft gebrauchen. Ich bin ungerne alleine im Augenblick zugegeben. Ich- ähm.....bitte?"

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Micaela Ramìrez
Nichts mehr war so, wie es gewesen war. Natürlich wünschte ich mir auch, dass alles noch so wäre in Spanien. Trotzdem hätte ich meinen Bruder vermisst. Schlussendlich ging es aber darum, dass ich die Entscheidung selbst getroffen hätte, ob ich mit ihm mitgehen wollte oder nicht. Aber jetzt, jetzt hatte Cas mir diese Entscheidung einfach genommen. Er hatte sie mir genommen und hatte mich einfach entführt. Er stand auf und meinte, dass er etwas besorgen würde. Für ihn schien das alles total normal zu sein und gerade verstand ich nicht, wie er sich einfach so normal verhalten konnte. Ich zuckte nur leicht mit den Schultern. Seine Worte deuteten an, dass er länger hier wohnen wollte. Hier in diesem verdammten Raum ohne Fenster? Ich vermisste die Sonne ja jetzt schon und er wollte noch länger hier unten bleiben? Spätestens wenn mein Bruder eine Vermisstenanzeige gemacht hatte, könnte ich erst recht nicht mehr nach oben gehen oder besser gesagt, Cas würde es nicht zulassen, dass ich nach oben gehen würde. Mein Blick folgte ihm, wie er den Schlüssel hervorholte und ich sah sehnsüchtig zur Tür, als er diese aufmachte und wenigstens dann ein bisschen Sonnenlicht hineindrang. Ich fragte mich immer noch, woher er diesen beschissenen Bunker kannte. Aber eigentlich spielte das ja keine Rolle. Ich schluckte hart, als die Tür wieder ins Schloss fiel. Die Sonne wurde wieder ausgesperrt und dieses Mal war ich alleine. Erst jetzt wo Cas weg war, drängten sich die Tränen in meine Sicht. Was hatte er sich nur dabei gedacht? Er hatte mich weg gesperrt, als wäre ich so ein Ding. Hatte er nicht gesagt, dass er mit mir versuchen wollte, eine Beziehung zu führen? Stattdessen zog er diese Scheisse hier ab. Ich versuchte die Tränen wegzublinzeln, aber es klappte nicht ganz. Ich konnte nicht verhindern, dass einzelne Tränen über meine Wangen liefen. Wenigstens sah es er nicht. Obwohl mein Magen leer, so verspürte ich kein Hungergefühl. Ich würde wohl jetzt gerade keinen Bissen hinunterkriegen und da war nur er schuld. Ich fröstelte leicht und griff nach der Decke, auf der ich lag. Ich zog sie über mich und bettete mein Kopf wieder hin. Wie lange wollte er mich noch ans Bett gefesselt lassen? Es war nicht besonders bequem zum Schlafen - es war gar nicht bequem. Trotzdem führten die pochenden Kopfschmerzen und die Müdigkeit dazu, dass ich in einen unruhigen Schlaf fiel. Aber es war kein Wunder, dass ich nicht gut schlief. Keiner hätte bei dem, was ich gerade durchmachte, gut geschlafen. Irgendwann schreckte ich auf und schnappte nach Luft, während mein Handgelenk schmerzhaft fing an zu brennen, da ich beim Aufwachen zu fest an den Handschellen gezogen hatte. Mein Handgelenk war ganz wund und es wurde immer schlimmer, aber das schien ihn genauso wenig zu interessieren. Es schien ihn gerade überhaupt nicht zu interessieren, wie es mir ging.

Faith falls hard on our shoulders, but legends never die.

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Joaquim Jenson
Ich seufzte tief und ging ein paar Schrittchen tiefer in das Zimmer hinein, tastete zur meiner Linken nach dem Bett und setzte mich auf den Rand, als ich es endlich fand. Ich schob meine Sonnenbrille tiefer in mein Gesicht. Ich wollte nicht, dass sie mir jetzt noch irgendetwas von den Augen ablas, worüber ich noch nicht sprechen wollte. Spätestens bei der Verlobungsfeier würde sie es ja erfahren, aber bis dahin hätte ich mich auch selbst damit arrangieren können, also brauchte ich das gerade wirklich nicht. Vor allem hatte sie gerade wesentlich größere Probleme als ich. Del hatte sie vergewaltigt - oder es zumindest versucht - und sie wollte nichts dagegen unternehmen? "Wenn sie es wüssten, wäre ich wohl nicht hier, Noel.", gab ich genauso patzig zurück. Meine Eltern wollten nicht, dass ich das Haus öfter verließ als ich musste. Vor allem nicht am Abend meiner Verlobung, wo es noch so viel zu besprechen gab. Ich war mir sicher, dass sie es bemerken würden. Auch wenn sie sonst nie nach mir sahen, heute würden sie wohl noch mit mir sprechen wollen und besser wäre es wohl, wenn ich bis dahin wieder zurück war. Aber ich würde nur zurück gehen, wenn wir das hier geklärt hatten und ich sicher gehen konnte, dass es ihr gut ging. Aber Noelia war wie immer. Sie spielte das taffe Mädchen, aber in ihrem Inneren herrschte pures Chaos. Ich kannte diese Frau mittlerweile einfach zu gut. Es war gruselig wie viel Zeit ich bereits mit ihr verbracht hatte ohne sie weiter von mir zu stoßen wie die anderen. "Deine Schuld?!", fuhr ich sie laut an und schüttelte bitter lachend den Kopf. "Himmel, Noelia! Du hast doch nicht geschrien "Komm her, betäub mich und vergewaltige mich"! Du hast an all dem noch am wenigsten Schuld, kapiert?!" Del trug die meiste, danach ich, weil ich nicht bemerkt hatte, dass mit ihr etwas nicht stimmte und weil ich nicht schnell genug gewesen war. Ich fuhr mir über die Augen und seufzte tief. "Nun sei doch vernünftig! Du musst es ja nicht direkt der Presse sagen, aber ruf Phillipe an und sag es ihm!" Sie konnte doch nicht einfach zulassen, dass Del das tat und einfach so davon kam. Klar... ihm fehlte nun ein Zahn und sein Gesicht sah aus wie ein aufgequollener Leichnam, aber das würde ihn nicht abhalten es wieder zu tun. Er war einfach krank im Kopf, sonst hätte er es gar nicht erst versucht. "Himmel, ich... Gut, von mir aus sprich nicht mit ihm darüber. Sag nichts, aber... sei wenigstens ehrlich zu mir. Es geht dir nicht gut und wenn du das in dich reinfrisst, bist du genauso dumm wie ich." Woah... hatte ich das gerade wirklich gesagt? Ich schluckte kurz hart und nahm mich etwas zurück. Was hatte ich da gerade von mir gegeben? "Okay, ich will damit nur sagen, dass du mit mir reden sollst. Sag mir woran du dich erinnerst und woran nicht und ob du damit klar kommst oder ich dir jemanden suchen soll, mit dem du reden kannst. Das ist nichts, was man.. was man einfach so wegstecken sollte, okay? Ein Wort und ich bringe Del zur Strecke." Ich würde mit Pete bei ihm vor der Tür auftauchen und dem Wichser auch noch den Rest geben. Und diesmal würde ich nicht hier sitzen und mich raushalten.

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• Noelia Taraneh Chaplin.

Joaquim wollte mir doch gerade nicht Ernsthaft weiß machen, dass er sich um mich sorgte? Es konnte ihm doch egal sein ob ich ihm eine SMS schrieb oder nicht. Was hatter er davon? Mich vor Joe so Schwach zu zeigen war etwas, was ich nicht wollte. Das er mich bemitleidete ebenso wenig. Mein gesamtes Leben versuchte ich vor ihm das kesse und aufgeweckte Mädchen zu spielen, dass sollte daran jetzt nicht scheitern. "Es geht mit gut. Wissen deine Eltern das du hier bist?", log ich mit einer nahezu abtuender Stimme und machte wenige Schritte um mein Bett herum. Was erwartete er von mir was ich anderes gesagt hätte? Ich würde mir vor ihm sicherlich nicht die Blöde geben. "Ich hab es vergessen okay? Keine Große Sache", gab ich nach als er wieder mit dem Anruf anfing. Ich zog die Gardinen meines Fensters zu nachdem ich einen Blick hinaus geworfen hatte. Joaquim konnte von Glück sagen das er Blind war, ich hatte mich bereits in meine Bequemsten Sachen geworfen die nicht unbedingt Sexy waren. Ich seufzte und drehte mich zu ihm. Ich stützte mich hinter der Fesnterbank ab. Klar ließ er die Sache nicht einfach so auf sich sitzen? Aber warum? Es ging hier nicht um seine Würde. Sondern um meine. "Hör zu: Ich werde nicht darüber reden Joe. Es ist nichts passiert und damit hat sich die Sache", ich zuckte die Schultern. Ende und Aus. "Diese Geschichte will keiner hören und sie wird mir auch keiner glauben. Ich bin das Mädchen die andere Kerle ins Bett verführt um sie dann am nächsten morgen einfach so links liegen zu lassen. Das gestern war ein Unfall. Ich habe zu viel getrunken und Del hat die Situation ausgenutzt. Ich habe selbst Schuld. Ich habe ihm schöne Augen gemacht. Du kannst die Situation gar nicht beurteilen. Wenn ich Phillipe erzähle das Del versucht hat mich besoffen zu Vögeln gefärde ich nicht nur meinen Ruf sondern die Freundschaft zwischen ihm und meinem Vater. Die Sache ist nicht so leicht. Bist nicht du der jenige der immer sagt das man Risiken für die Familie eingehen sollte? Das hier ist so ein Fall. Und du hast absolut nichts damit zu tun. Es ist meine Sache und für mich hat sich die Sache erledigt okay?" Hatte sie sich natürlich nicht und vermutlich konnte man das sogar an meiner Stimme erkennen, doch was blieb mir denn groß anderes über. Ich würde mit Joaquim nicht darüber streiten. Himmel, das alles war wirklich zu viel für mich. Ich setzte mich auf mein Bettrand und schloss für einen kurzen Augenblick die Augen. Es war, als würde dieses komische Gift das meinen verstand betäubt hatte immer noch durch mein Blut fließen. Mir war einfach nur Schlecht. Doch das einzige was ich gerade tun konnte um auf Distanz zu gehen war Zickig zu sein. Nur so bekam ich Joaquim einigermaßen wieder weg von diesem Thema. "Was interessiert es dich eigentlich auf einmal was in meinem Leben abgeht? Schlagartig? Du hast dich Vier Monate lang nicht hören lassen als ich fort war und jetzt soll ich etwas tun was du für richtig hälst?" Es war zum Haare raufen.

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Joaquim Jenson
Das alles war doch verrückt. Heute Morgen noch sorgte ich mich um Noelia, weil Del sie beinahe vergewaltigt hatte - oder es vielleicht sogar getan hatte - und dann kam ich nach Hause und wurde dazu gezwungen mich zu verloben. Mit einer Frau, die ich seit wir Teenager gewesen waren, nicht mehr gesehen hatte. Jahre lang hatte ich sie nicht mehr gesehen und nun kam sie her und ging darauf ein mich zu heiraten? Wieso auch immer sie das tat, es sollte mir egal sein. Ich könnte mit dieser Hochzeit wieder gut machen, was ich angerichtet hatte und das war gerade alles, was zählte. Oh... Nein, ich korrigiere: Es war alles, was am Nachmittag gezählt hatte, denn als die Doe's sich am Abend in ihr Hotel zurückzogen, befahl ich Pete mich zum Haus der Chaplins zu fahren, während eben diese und meine Eltern im Arbeitszimmer verschwunden waren und noch diverse Dinge bespachen. So bekam keiner mit, dass ich abhaute, denn sicher hätte mein Vater das nicht gewollt. Er würde es ja nie erfahren müssen. Ich fuhr also mit Pete zum Haus der Chaplins, Smithers öffnete mir die Tür und begleitete mich zur Treppe, von wo aus ich dann allein weiter wollte. Auch Pete ließ ich an der Treppe stehen. Ich nahm die Stufen, hielt mich dann an der Wand fest, während ich nach der zweiten Tür tastete, hinter der Noelias Zimmer lag und bemerkte, dass sie bereits offen stand. Ich hielt mich am Türrahmen fest und zuckte selbst zusammen, als Noelia plötzlich die Stimme erhob und irgendetwas fallen ließ, was wie Holz klang, als es auf das teure Parkett traf. "Äh... entschuldigung, ich hab die Tür nicht gefunden, wie hätte ich da Klopfen sollen?", fragte ich sie und schüttelte leicht den Kopf. Himmel, ich war von dieser ganzen Verlobungsfeier - die ja nicht mal eine richtige Verlobungsfeier gewesen war, weil die Richtige noch folgen würde - noch ganz durch den Wind. Heute Morgen noch war ich ein ganz normaler 22-jähriger Kerl gewesen und nun war ich verlobt und würde jemanden heiraten, den ich nicht mal als Teenager richtig gekannt hatte. Aber sie war heiß, klug und sie stand auf mich, also war es doch mehr als ich hätte erwarten können, oder? Ich rieb mir unter der Sonnenbrille wie so oft die Augen. Ich hatte das Gefühl die Schmerzen wurden mit jedem Tag irgendwie schlimmer. "Ich habe doch gesagt, dass du dich bei mir melden solltest - mir simsen oder mich anrufen. Du hast dich nicht gemeldet, also komme ich nochmal vorbei, um nach dir zu seh-... Na ja, um mich zu vergewissern, dass es dir gut geht." Mein Vater hatte mich heute Morgen ja ziemlich grob aus dem Zimmer gezerrt und ich war den ganzen Tag nicht für sie da gewesen. "Wir sollten darüber reden, was gestern passiert ist. Wir werden nicht einfach so tun, als wäre nichts gewesen. Vermutlich ist Phillipe ziemlich sauer, weil Pete Del windelweich geprügelt hat. Du solltest ihm sagen was war und wieso sein Sohn dringend weggeschickt gehört." Egal wohin. Ins Gefängnis, in die Klapse, ins Erziehungsheim. Mir egal, aber der Kerl gehörte weit weg von Noelia.

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• Cassian Winters.

Sie war sicherlich müde. Micaela wollte nicht mit mir reden und das war auch in Ordnung fürs erste. Irgendwann würde sie sich einfach daran gewöhnen. So wie in Spanien. Wir hatten einfach nur kein Geld zur Verfügung das war alles. Doch selbst diese Verhältnisse würden uns nicht davon aufhalten zusammen zu sein, so viel stand fest. Ich war mir sicher, dass wir unser "Problem" wieder lösen konnten. Sie konnte ja schließlich nicht Ewig sauer auf mich sein. Ich nickte nur. Mir blieb nichts anderes über als die Sache hier von der besten Seite zu sehen und zu versuchen die Dinge die mich gerade Störten, zu ignorieren. Ich presste meine Lippen feste aufeinander und zögerte ehe ich mich von dem Bett auf dem ich saß erhob. "Ich geh denn kurz und schau mal was ich uns organisieren kann. Du hast später bestimmt Hunger." Es sollte ihr hier bei mir Gut gehen. Ich schob die Kapuze meiner Jacke hoch und wandte mich zu meinem Rucksack. "Ich komme so schnell wie möglich wieder. Es fehlen uns nur ein paar Kleinigkeiten hier unten. Und glaub mir, ich mache es uns gemütlich. Wir werden es hier schön haben." Das wir hier jedoch keinen Strom hatten, machte die Sache auch nicht besser. Ich schulterte die Tasche und drehte mich noch einmal zu Micaela. Sie konnte nicht fort gehen. Sie würde mich nicht einfach so verlassen. Ich kramte den Schlüssel aus meiner Tasche und schloss die Große Tür vor uns auf. Eine Menge Licht drang für einen kurzen Augenblick in den Raum, ehe ich hindurch schlüpfte und die Tür hinter mir wieder ins Schloss fallen ließ und sie abschloss. Es fühlte sich nicht gut an. Ich liebte diese Frau und ich sperrte sie ein. Man sollte nichts festhalten was man liebte und ich erzwang es. Klar war mir das bewusst, aber ich wollte doch nur das beste für sie. Bereits ein mal hatte ich es mit ihr versaut. Ich war zu stürmisch an die Sache heran gegangen, diesen Fehler würde ich nicht noch einmal machen. In der Tat nicht, aber genau aus diesem Grund blieb mir blieb nichts anderes über als so zu handeln wie ich handelte. Sie durfte mich nicht einfach so verlassen! Die Leute hier draußen durften mich nicht erkennen. Soweit ihr Bruder Thiago noch keine Vermisstenanzeige geschaltet hatte- und das würde er sobald die ersten Tage vorüber waren- konnte ich mich zwar noch etwas freier bewegen, aber diese Zeiten waren auch bald vorbei. Ich kratze das letzte Kleingeld aus meiner Hosentasche zusammen und machte mich auf den Weg zum nächsten Supermarkt um Verpflegung für die Tage zu besorgen. Soweit mein Geld dafür eben reichte.

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• Noelia Taraneh Chaplin.

Die Party lag immer noch in meinen Knochen. Ich hatte weder meine Geschenke angerührt, noch etwas vernünpftiges gegessen. Mika war wie ein verrückter hinter mir her getrottet und hatte gefragt ob alles in Ordnung gewesen war. Solange bis ich ihn aus meinem Zimmer verbannt hatte. Gerade brauchte ich es einfach allein zu sein. Del hatte versucht mich zu vergewaltigen. Und ich wusste selbst nicht, ob er es getan hatte. Unter der Dusche hatte ich mich eine Weile begutachtet, doch ich fand leider nichts was darauf hinwieß. Der Gedanke jedoch war mehr als ekelig und abstoßend. Aus irgendeinem Grund fand ich es sogar noch abstoßender, dass ich so Dumm gewesen war, es mit mir machen zu lassen. Die Leute hielten einfach nicht viel von mir und die Jungs benutzten mich einfach nur. So, wie ich sie gelegentlich benutzte. Ich war wirklich ein Idiot. Meine Eltern waren vor wenigen Stunden auf ein Geschäftsessen verschwunden. Um ehrlich zu sein hatte ich noch nicht einmal zu gehört, als sie mit mir sprachen. Sie sollten tun und lassen was sie wollten, sie waren schließlich alt genug. Ihre ganzen Geschäftspartner kannte ich eh nicht und solange ich sie nicht auf eines dieser treffen begleiten musste, war alles in bester Ordnung für mich. Ich wollte einfach nur meine Ruhe. So verschwanzte ich mich also in mein Bett und laß ein wenig. Das gedämmte Licht in meinem Zimmer machte mich schnell müde und ich erhob mich ein weiteres mal. Ich setzte mich vor meine Kommode und musterte mich im Spiegel. Ungeschminkt sah ich aus wie jedes gewöhnliche Mädchen. Meine grauen Augen, meine blasse haut und meine spröden viel zu hellen Lippen. Ich seufzte und begann meine braunen glatten Haare durchzukämmen. War ich eigentlich langweilig? So langeweilig und billig das man mich einfach nur herum schubste? Selbst mein "bester" Freund schubste mich herum und es kam nicht über meine Lippen ihm auch nur einmal meine Meinung zu sagen. Eine Gänsehaut überkam mich als meine Gedanken erneut bei Del landeten. Würde ich jetzt ewig einen Gedanken an diesen Furchtbaren Geburtstag verschwenden? Nur wegen einem Idioten wie ihm? Es ging mir gut. Es war alles bestens. An meiner Stelle sollte ich aufhören mich zu beschweren. Es gab Mädchen die Wirklich Vergewaltigt worden waren und die machten sicherlich nicht so ein Drama wie ich gerade. Ich hatte noch nicht einmal meinen Eltern was davon erzählt. Auch wenn sie mir sicher nicht geglaubt hätten. Oder Phillipe. Er hätte es verstanden. Es war sein Sohn und schließlich war er es, der mit irgendwelchen Betäubungsmitteln seines Dads herum handtierte. Bestimmt war ich nicht mal das erste Mädchen, mit dem er das durchgezogen hatte. Der Gedanke alleine war Furchtbar genug. Total in Gedanken versunken sah ich erst jetzt durch den Spiegelbild das jemand hinter mir in der Tür stand. "Um Himmels Willen Joaquim", fauchte ich und meine Bürste fiel zu Boden. Mein Herz war mir in die Hose gerutscht. "Kannst du nicht klopfen oder so?!" Keine Ahnung wie er es anstellte aber er bewegte sich trotz der Tatsache das er Blind war, wie eine Raubkatze durch die Gegend. Oder vielleicht hatte ich ihn auch einfach nicht gehört. Ich hob die Bürste auf und band mir einen Zopf. Warum fühlte es sich so komisch an mit ihm in einem Raum zu sein? Er hatte das Ereignis von letzter Nacht mitbekommen. Ich fühlte mich dreckig. Er sollte gar nicht hier sein. "Was willst du hier? Es ist schon Spät. Ich wollte gerade schlafen gehen", ließ ich ihn wissen und versuchte mir nichts anmerken zu lassen. Natürlich ging es mir nicht gut. Alles war so seltsam und das nur weil ich ein einziges mal nicht aufgepasst hatte. Es war nicht immer von vorteil auf sein Äußerliches zu achten und andere für Sex zu benutzen. Vielleicht hatte ich das aus der Sache gelernt. Auf jeden Fall hätte ich mir am liebsten meine eigene Haut vom Körper gerissen.

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Micaela Ramìrez
Cas ging ein paar Schritte zurück, aber das änderte nichts daran, dass ich meinen Körper gegen die kalte Wand presste. "Auf dumme Gedanken?", fuhr ich ihn erneut an und zerrte an den Handschellen. Das kühle Metall berührte meine sonst schon aufgeschürften Handgelenken und ich verzog das Gesicht. Mir fielen bei seiner Frage fast die Augen aus dem Kopf. Er wollte etwas nettes organisieren? War das sein Ernst? Ich war angekettet an ein Bett! Er hatte mich betäubt und nun hatte er mir meine Bewegungsfreiheit genommen. "Ich habe auf gar nichts Lust", erwiderte ich nur tonlos und schloss die Augen. Das Wasser lehnte ich ab. Er wollte mir nicht weh tun? Das hatte er bereits schon. Ich hatte Kopfschmerzen des Todes und meine Handgelenke brannten unangenehm, aber das würde nichts daran ändern. Doch ich würde nichts trinken, nur damit er sich besser fühlen würde. Ich schnaubte laut. Was er für mich tun konnte? Er konnte diese verdammten Handschellen wieder öffnen, aber ich wusste selbst, dass es so weit nicht kommen würde. Er würde sie nicht öffnen, weil er Angst hatte, dass ich abhauen würde. Dabei wäre ich sogar vielleicht freiwillig mit ihm gekommen, wenn er nur mit mir darüber geredet hätte! Aber das hatte er nicht getan. Stattdessen hatte er impulsiv gehandelt, so wie es für ihn üblich war, wenn er unter Druck war. Ich starrte an die Decke und versuchte, Cas so gut wie es ging zu ignorieren. Er hatte es nun wirklich nicht verdient, dass ich ihm noch aufmerksam schenkte. Meine freie Hand lag in meinem Schoss, während die andere Hand auf dem Bett lag, so gut wie es die Handschellen zuliessnen. Ich hätte echt nicht gedacht, dass ich mal in so eine beschissene Situation kommen würde. Nicht hier in Amerika und trotzdem sass ich hier angekettet auf einem Bett in irgendeinem beschissenen Bunker. Was dachte denn nur mein Bruder? Mein Bruder dachte sicher, dass ich mit ihm durchgebrannt wäre oder so. Andererseits wusste mein Bruder auch, dass ich ihn nie einfach so ohne etwas zu sagen, zurücklassen würde. Nicht nachdem er so viel für mich getan hatte. Das wussten wir beide. Mein Bruder hatte Cas gedroht und Cas entführte mich. Sah er denn nicht, dass das noch alles viel schlimmer machte? Ich hätte mit meinem Bruder reden können und vielleicht hätte ich ihn wieder zur Vernunft bringen können. Cassian hatte das aber nun alles zerstört. Cas könnte nie mit mir zurück zu meinem Bruder. Nur fragte ich mich gerade, ob ich jemals überhaupt zurück zu meinem Bruder könnte. Würde ich das Tageslicht überhaupt jemals noch zu sehen bekommen? Ich konnte es jetzt gerade wirklich nicht sagen. Erneut legte ich mich wieder hin und legte die Hand unter mein Kopf. Falls Cas von mir erwartete, dass ich nun Smalltalk mit ihm führen würde, dann lag er ziemlich falsch. Ich würde mit ihm gar nichts mehr reden. Cas Worte vorhin hatten sich angehört, als wäre er besessen von mir und das machte mir eine verdammte Scheissangst. Deshalb wollte ich gerade auch so viel Abstand wie möglich zwischen uns bringen. Jetzt gerade.. vertraute ich ihm einfach nicht mehr. Er hatte mein Vertrauen zu ihm ausgenutzt und mich entführt. Das konnte ich so schnell nicht mehr einfach vergessen. Er hatte mir das letzte von meiner Familie weg genommen und das, nachdem mir diese Person das Leben gerettet hatte und sein eigenes aufs Spiel gesetzt hatte. Cas wusste doch gar nicht, was er getan hatte!

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Joaquim Jenson
Hey, ich war blind, okay? Und in diesem Flur war ich es wirklich. Auch wenn ich sonst grobe Schatten und Umrisse erkennen konnte, um mich halbwegs zu orientieren, so konnte ich es hier nicht. Ich drehte mich in die Richtung, aus der ich glaubte ihre Stimme zu hören und beschämender Weise war es leider nicht ihre Richtung, sondern ich war von ihr abgewandt und machte scheinbar der Wand einen Antrag. Himmel, ich hatte ja Selbstbewusstsein ohne Ende, aber gerade wäre ich wirklich gern im Erdboden versunken. Ich hatte wohl Glück, dass Rosalie so locker drauf war. Einige andere Zicken, die ich kannte, wären beleidigt abgestampft oder hätten gelacht. Bei ihr hatte es ja noch etwas liebliches, dass sie mich darauf hinwies und den Ring dennoch nahm. Zumindest wurde er mir aus den Fingern gezogen. Ich ging also mal davon aus, dass sie ihn sich selbst ansteckte, bevor ich noch den falschen Finger nahm oder sonst etwas vermasselte. Sie klopfte mir auf die Schulter und wies mich an aufzustehen, was ich nur zu gern tat. "Wieso nur bin ich für alle plötzlich eine Drama Queen?", grummelte ich leise und klopfte mir kurz die Knie ab, falls dort doch etwas hängen sollte. Ich wollte mich heute nicht nochmal blamieren, einmal reichte mir. Ich legte die Arme um ihre Hüften, als sie zu mir kam. "Unseren rechtmäßigen Platz? Du willst meinen Vater stürzen? Das wäre Selbstmord, Rose. Es ist gut so wie es ist. Ich bin gar nicht in der Lage ein ganzes Kartell zu leiten. Ich kann ja nicht einmal eine einzige Übergabe vernünftig planen." Offenbar war ich einfach nicht der Richtige. Ob nun blind oder sehend. Ich atmete tief durch, als sie schon anfing mich wie eine Ehefrau herumzukommandieren. "Ich weiß wie eine Ehe funktioniert. Gemeinsame Entscheidungen, Ehrlichkeit und so weiter. Schon klar.", stimmte ich ihr zu. Ab jetzt dann wohl auch keine wilden Knutschereien oder Spielchen auf irgendwelchen Parties. Die Zeiten waren wohl nun vorbei. Ich musste erwachsen werden und wiedergutmachen, was ich verbockt hatte. Und das würde ich. Um jeden Preis. Ich schob meine Finger zwischen ihre, als sie meine Hand nahm und ich hörte wie sie die Tür wieder öffnete. Ich konnte mir vorstellen, dass nun alle Augen auf uns gerichtet waren, doch Rose führte mich völlig unbeirrt wieder zu meinem Platz und wir beide setzten uns, während es so still im Raum war, als wäre gar niemand hier. "Sie hat ja gesagt.", verkündete ich dann und hob ihre Hand, an dem der nicht gerade dezente Ring meiner Großmutter prangte. "Ich bin stolz auf dich, mein Sohn. Einen Toast auf das Paar! Es gibt etwas zu feiern!" Und schon war ich verlobt und das mit gerade einmal 22 Jahren... Allzu lange würde die Feier wohl nicht auf sich warten lassen.

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• {Rosalie Doe.}

Es hätte mich schlimmer erwischen können. Joaquim war sowas wie meine Jugendliebe. Alle Mädels hatten auf ihn gestanden und auch ich war Verrückt nach ihm gewesen. Ihn zu heiraten war das Goldene Los. Selbst wer sich selbst als sehr viel weniger Wer empfand. Dieser Unfall machte ihn nicht zu einen anderen Menschen. Für mich war er immer noch der Bad Boy von damals. Und keines der Worte die er sagte würde dies ändern. Es überrascht mich nur das er sich so leicht damit zufrieden gab. Es war für mich eher kaum zu glauben das Joaquim mich wirklich heiraten wollte. Auch, wenn ich mir noch nicht sicher darüber war ob er Hundert Prozentig hinter dem Stand was er da sagte. Für ihn war ich doch immer nur eine kleine Spielerei gewesen. Er könnte jede haben und entschied sich für mich? Nicht das wir kein heißes Pärchen abgeben würden. Wir passten umwerfend zueinander. Seine Eltern setzten ihn unter Druck. Jeder hätte das Getan was er tat. Einfach nur um der Familie wieder etwas Recht zu machen. Dabei hatte er es gar nicht Nötig. Und auch die Geburt seines Bruders würde nichts daran ändern. Wenn jemand diesen Platz verdient hatte, denn war es Joaquim Jenson. "Ich bin mir nicht sonderlich klar ob das Fenster dir eine Antwort schenken wird." Ich grinste, da das Bild wie Joaquim sich vor mich kniete und den Ring an mir vorbei reichte, zu entzückend war. Ich nahm den Ring jedoch trotzdem und klopfte ihm auf die Schulter. "Steh auf", meinte ich kichernd. "Sei nicht immer so Drama Queen." Er gab sich gerade wirklich alle Mühe. Er konnte wenn er wollte eben auch ein richtiger Gentleman sein. Ich folgte seinem Blick und grinste heimlich. "So schnell ist man bei dir also Geschichte, da sollte ich wohl besonders Gut auf dich acht geben. Aber ja. Ich will, mit einer Bedingung: Wir holen uns unseren Rechtmäßigen Platz." Ich reichte ihm meine Hand, schob ihn zu mir hoch und legte meine Arme um seine Schultern wie ich es bereits in seinem Zimmer getan hatte. Immer noch wirkte Joaquim total angespannt. "Und hör auf dich vor mir zu verstellen. Wenn ich deine Frau werde, denn will ich das du ehrlich zu mir bist. Und wir treffen alle Entscheidungen zusammen. Verstanden?" Ich stellte mich auf Zehenspitzen und verband unsere Lippen zu einem Kuss bevor er mir überhaupt eine Antwort schenken konnte. Als ich merkte das er darauf einging, zog ich ihn ein wenig zu mir herunter und löste auch den letzten Zentimeter zwischen uns auf. Langsam löste ich mich wieder von ihm und strich ihm über seine Wange. "Denn sagen wir mal den schlimmsten Eltern der Welt Bescheid. Sie werden sich sicherlich freuen." Ich nahm den Ring und steckte ihn mir an den Finger. Himmel, er sah wirklich Teuer aus. Vermutlich konnte man mit diesem Ring ein ganzes Haus bauen lassen. Plus Inneneinrichtung und Pool. "Der Ring ist unglaublich schön", ließ ich ihn wissen. Er hatte ihn vermutlich schon mal gesehen auch wenn er sich nur noch wage daran erinnerte. Vorsichtig nahm ich seine Hand. Ich würde ihn nicht führen wie einen seiner Angestellten, aber ich würde trotzdem auf ihn aufpassen ob er wollte oder nicht.

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Joaquim Jenson
Ich wusste nicht was los war, als sich diese Stille ausbreitete. Was ging hier ab? Nickte sie? Schüttelte sie den Kopf? Weinte sie? Keine Ahnung! Ich konnte nicht sehen, as vor mir abging, alle Schatten schienen wie eingefroren zu sein und wirklich erkennen konnte ich hier nichts. Ich fühlte mich verdammt hilflos in dem Moment. Na ja, wie hatte ich mir einen Heiratsantrag auch anders vorgestellt? Der Kerl ging immerhin ein volles Risiko ein, oder? Und ich riskierte hier gerade noch mehr als jeder gewöhnliche Kerl. Wenn ich das hier verkackte, dann... ich wollte mir gar nicht ausmalen, was dann geschah. Als Rosalies Stimme dann aber ertönte, sie lachte und das alles einen Witz nannte, wusste ich echt nicht weiter. War ich so eine schlimme Wahl als Ehemann? Klar, ich war blind und verkrüppelt, aber ich brachte verdammt viel Macht, Geld und Einfluss mit in diese Ehe hinein. Noch nie hatte sich etwas mehr nach einer Zurückweisung angefühlt als gerade, dabei... war es nicht einmal eine, als ich sie weiter reden hörte. Sie wollte sich nicht herumkommandieren lassen? Völlig verwirrt ließ ich mich von ihr vom Stuhl ziehen und folgte ihr, bis sie stehen blieb. Ich blinzelte, aber hier im Flur - zumindest klang es von der Akustik her so - war es viel zu dunkel, um auch nur ihren Umriss erkennen zu können. Ich schloss die Faust fest um den dicken Verlobungsring und zuckte leicht die Schultern. "Hätte es etwas geändert? Mir war das oben auch noch nicht ganz klar. Mein Vater hat es mir selbst erst kurz vor dem Essen direkt gesagt." Glaubte sie wirklich er hätte mich in irgendeine seiner Entscheidungen mit einbezogen nach dem, was ich bei der Übergabe angerichtet hatte? Seitdem stand ich doch ganz außen vor! Aber ich ließ das jetzt erstmal an mir abperlen. Ich musste den Eindruck machen, den jetzt jeder von mir erwartete. Ich grinste also schief. "Du vergötterst mich?", wiederholte ich ihre Worte, aber kurz darauf sprach sie wieder über so ernste Themen, die das alles hier kaputt machen könnten. Wollte sie mich denn heiraten? Es hatte doch so geklungen, oder? Wieso also zögerte sie dann? "Rose, ich werde niemals das Oberhaupt der Familie werden. Wenn du das heiraten willst, wirst du wohl noch 18 Jahre warten müssen. Das neue Balg meiner Eltern wird meinen Platz einnehmen. Ich werde immer nur Nummer Zwei sein, also... wenn du damit klar kommst, dann..." Ich kniete mich hin, ganz traditionell. Vielleicht würde ich sie so umstimmen können. Himmel, keinen interessierte wie es mir hierbei ging. Für mich wr die Heirat nichts Besonderes. Ich hatte nie erfahren was richtige Liebe war und ich hatte von Anfang an gewusst, dass ich irgendwann eine Frau heiraten würde, die Macht hatte und die mein Vater mir aussuchen würde. Das hier war genau das, worauf ich immer vorbereitet worden war. "...versuchen wir es einfach nochmal. Ich frage dich und du wirst ehrlich antworten." Ich stellte ein Bein raus, hob den Ring zwischen meinen Fingern dummerweise nur nicht gerade zu ihr, sondern neben sie, als ich den vernünftigen Antrag machte. "Willst du meine Frau werden?" Das hier wäre sicher sogar ein wenig romantisch gewesen, wenn ich nicht völlig abgewandt von ihr stände und der Vase neben ihr den Antrag machen würde.

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• {Rosalie Doe.}

Ein wenig überrumpelt sah ich erst in die Augen meiner Eltern, denn in das der Jensons und letzendlich in das Gesicht von Joaquim das keinerlei Regung zeigte. "Das ist doch ein Witz?", fragte ich und sah mich um. Die Gesichter um mich herum veränderten sich von Stolz in Verblüffen. Hatten sie nicht erwartet, dass ich zögerte? "Ihr wollt das wir-", ich lachte kurz auf. Jetzt wurde mir auch alles klar. Diese dummen Traditionen und Bündnisse. "Warum hast du mir gerade nichts gesagt?", murmelte ich Joaquim zu. Wenigstens würde ich dann nicht so dämlich hier sitzen. Erwarteten alle das ich etwas sagte? Ich konnte bereits von hier sehen das die Hutschnur meines Vaters Platzte. "Ähm natürlich ist es mir eine Ehre diese Tradition fortzuführen." Ich machte eine kurze Pause und blickte in die Runde. Lauter Fragender und Schockierter Gesichter. "Wir befinden uns jedoch nicht im Achtzehnten Jahrhundert. Mom-Dad." Ich warf ihnen einen Vorwurfsvollen Blick zu. "Ich hätte nie Gedacht das ich einen Verlobungsring bekomme, während die gesamte Nation anwesend ist. Vor allem durch tränkt von so viel ...... Politik." Ich zögerte ehe ich meine Hand an Joaquims Unterarm legte. "Es ist unsere Zukunft. Also will ich selbst von Joaquim hören ob er es will. Und ich will ein bisschen mehr Privatsphäre. Ihr hättet gleich die ganze Stadt einladen sollen", meinte ich sarkastisch. Mein Vater versank mit seinem Hochroten Kopf beinahe unter dem Tisch. Während meine Mutter ihre Hand besorgniseregend auf seine Schulter legte. Auch die Jensons schauten, als hätte sich gerade jemand zum ersten mal gegen die Gestellt. Dabei sagte ich garantiert nicht nein. Es war nur alles sehr viel auf einmal und es ging für um mehr als um eine Verlobung. Es war das Geschäftliche. "Und eine Vorwarnung wäre nett gewesen." Doch was redete ich, für meine Eltern war das hier das leichteste. Ich presste meine Lippen feste aufeinander und seufzte. Ich drehte mich zu Joaquim. Ich nahm den Ring und legte ihn in seine Handfläche zurück. "Du weißt wie sehr ich dich mag. Nein, nicht nur mag ich vergöttere dich", ich schmunzelte leicht. Er sollte es sich jedoch gut überlegen. "Es liegt also an dir." Und er sollte sich nicht von seinem Vater unterdrücken lassen. Ich ergriff seine Hand und führte ihn nach draußen vor die Tür. Ich schloss sie hinter uns uns spürte auch wie überrumpelt Joaquim mit meiner Reaktion war. "Was denn?", fragte ich lachen. "War das vergöttern zu viel? Komm schon. Sieh mich nicht so an. Hast du davon etwa gewusst? Und pack das Ding weg. Unsere Eltern können nicht mit uns umspringen wie sie wollen. Bald haben wir das sagen. Du wirst das Oberhaupt der Familie Joaquim. Wenn du mich nicht heiraten willst, musst du es nicht. Du wirst einen Guten Job machen. Ich hab dich zu gerne um dich in etwas hinein zu stecken, was du nicht willst. Aber wir könnten zusammen auch was ändern. Wenn wir es nicht sind die etwas ändern, werden es unsere Kinder auch nicht. Hast du es nicht auch satt das deine Familie dich herum kommandiert? Wir sind nur Marionetten und was ist in den nächsten 30 Jahren? Sie werden Alt und Grau und Hässlich und wir diejenigen denen die Welt zu Füßen liegt." Auf wie viel musste ich wetten das unsere Eltern da drinnen gerade einen Nervenzusammenbruch erlitten. Ratlos sah ich ihn an. "Was machen wir jetzt?"

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Joaquim Jenson
Was auch immer das alles hier sollte, mir war klar, was mein Vater von mir wollte. Ich wusste was ich zu tun hatte. Seit meinem 16. Lebensjahr steckte ich komplett mit in dem drin, was mein Vater machte. Ich wusste wie das Geschäft ablief und gerade nach einem so heftigen Niederschlag wie meinem, mussten wir zeigen, dass wir umso gestärkter an vorderste Front kämpfen konnten. Mein Vater würde alles tun, um unsere Familie zu stärken, um sie aus der Asche aufstehen zu lassen. Aber auf keinen Fall durften wir schwach wirken und deswegen war jedes Bündnis, das wir eingingen, wichtig. Und die Doe's waren ein solches Bündnis. Na ja, zumindest könnten sie zu so einem werden. Die Frage war nur was mein Dad ihnen dafür geben wollte, dass sie ab nun für uns arbeiteten. Und scheinbar war das ich. Ich war ein anständiger Kerl, ein erwachsener Mann, der durchgreifen konnte. Ich wäre ein guter Fang gewesen und hätte sicher noch größere Kartelle an Land ziehen können mit meiner Hochzeit, aber jetzt war ich blind und entstellt. Ich war kein so guter Ehegatte mehr wie vor diesem Unfall und deswegen versuchte mein Vater mich schnell an eine Frau zu bringen. Schnell und an die Frau mit der größten Gefolgschaft. Das wurde mir unter der Dusche klar. Hier ging es doch nie und nimmer nur um eine kleine Liebelei oder dass ich der Tochter unserer Geschäftspartner schöne Augen machen sollte. So hatte das früher noch geklappt, aber jetzt nicht mehr. Das hier war ernster - wesentlich ernster. Ich atmete tief durch, aber irgendwie hingen meine Gedanken immer noch bei Noelia. Was war diese Nacht nur passiert? Oh wenn ich doch hätte sehen können, ob er es zu Ende gebracht hatte oder nicht... Ich fuhr mir durch die Haare, stieg aus der Wanne und trocknete mich ab, ehe ich das Hausmädchen rief, die sich dann um die Wunden kümmerte. Um überhapt ein Tshirt tragen zu können, mussten diese ja doch abgekebt werden. Ich ließ mir die Sachen geben, die meine Mutter rausgesucht hatte und zog mich an, ehe ich meine Nachrichten abhörte, aber keine war von Noelia oder Mika gekommen. Ich beschloss das jetzt erstmal zu vergessen und ging stattdessen mit dem Hausmädchen runter in die Eingangshalle, wo mein Vater scheinbar auf mich wartete. Er legte seine Hand an meinen Rücken und schob mich - wie er es seit dem Unfall immer machte. Er war der Einzige, der mich nicht führte, sondern schob. Irgendwo hielt er dann an und drehte mich zu sich herum. "So, mein Sohn, es ist soweit. Heute kannst du wiedergutmachen, was du der Familie für Schaden angerichtet hast. Wir waren geschwächt nach deinem Versagen, aber du hast jetzt die Chance uns stärker zu machen denn je. Das Bündnis mit den Doe's muss bestehen und es muss ewig bestehen. Hier, mein Sohn. Du weißt, was zu tun ist, wenn ich es ankündige.", sagte er und drückte mir eine kleine Schachtel in die Hand. Ich strich mit dem Daumen über den samtenen Bezug der kleinen Box und senkte leicht den Kopf. "Ja, Vater." Rosalie war eine wunderschöne Braut und ich hatte sie ja auch früher gemocht. Für meine jetzigen Verhältnisse war sie noch viel zu gut für mich, also hatte ich sogar eigentlich noch Glück. Wieso nur fühlte es sich dann nicht so an? Ich hatte immer auf den Tag gewartet, dass mein Vater mir die Aufgabe erteilte die Familie zu stärken, erwachsen zu werden und ein Bündnis zu besiegeln, aber jetzt? Es fühlte sich so ganz anders an als immer erhofft. Mein Vater übergab mich scheinbar wieder an Pete, der mich dann in den Speisesaal führte, damit mein Vater es nicht tun musste. Pete brachte mich zu dem Stuhl, ich setzte mich hin und schob die Fingerspitzen über die Tischkante. So wie ich meinen Vater kannte saß zu meiner linken meine Mutter, am Kopfende und neben Mom dann er und links von ihm und uns gegenüber damit die Doe's. Rosalie würde wohl neben mir sitzen und damit blieben noch zwei Plätze am Tisch frei. Zumindest glaubte ich das. Mein Vater begrüßte alle einzeln. Noelias Eltern waren auch hier? Natürlich... Sie waren unsere Sicherheitsleute. Sie würden wohl einiges zu besprechen haben, wenn die Verlobung wirklich funktionieren würde. "Meine Freunde, es ist mir eine Ehre euch heute hier begrüßen zu dürfen. Lange haben wir nichts mehr voneinander gehört und es ist mir eine Freude den wunderbaren Grund verkünden zu dürfen wieso wir uns heute hier einbefunden haben. Ein Bündnis zweier geschäftlicher Parteien und ein Bündnis zweier junger Menschen. Joaquim, mein Sohn, zeige ihr doch das Erbstück deiner Großmutter. Der Ring wurde Generationen über in unserer Familie weitergereicht an ie Zukünftige des Erstgeborenen. Rosalie wird die Ehre haben diese Tradition fortzuführen." Ich zog das kleine Samtstück aus meiner Hosentasche, öffnete die Klappe und griff vorsichtig nach der Hand, die ich auf dem Tisch nur ganz grob erkennen konnte. Es war Rosalies. Zum Glück, es wäre wohl mehr als peinlich gewesen, hätte ich nicht die Richtige erwischt. Ich legte ihre Hand in meine und platzierte die kleine Schachtel mit dem gewaltigen Diamantring meiner Großmutter in ihre Handfläche.

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• Cassian Winters.

Ich entfernte mich wieder wenig Schritte von ihr. Es tat mir wirklich im Herzen weh. Doch mir blieb keine andere Wahl und bis sie das nicht verstand, mussten wir das einfach durchstehen. Micaela war nicht Dumm, sie laß mich wie ein offenes Buch. Sie musste doch sehen was das hier für einen Sinn und Zeck hatte. Das wir gemeinsam besser dran waren. "Wir müssen uns irgendwie die Zeit vertreiben und ich möchte nicht das du auf dumme Gedanken kommst." Vermutlich würde ich sie nie wieder sehen wenn sie jetzt diese Vier Wände hier verließ. Sie war alles was ich noch hatte. Ich setzte mich wieder auf eines der Holzbetten und rümpfte die Nase. Der Geruch hier unten war in der Tat nicht sonderlich angenehm. Es roch nach nassem Holz und es war ein wenig Stickig. "Ich wollte uns für heute Abend was nettes zu essen organisieren. Auf was hast du Lust?" Keine Ahnung ob sie mir darauf eine ordentliche Antwort geben würde. Sie wirkte noch vollkommen vor den Kopf geschlagen. Vermutlich brauchte sie erst ein paar Minuten um wieder bei Verstand zu kommen. Doch lange konnte sie diese Zickige Nummer nicht abziehen. Ich war mir sicher sie wollte sich hier in diesem Gebäude frei begwegen und das konnte sie nur, wenn sie aufhörte mich so anzuschreien. "Du bist wirklich so Naiv wie du tust hm? Ich glaube wir haben es verbockt? Sieh sie dir an. Sie will uns nicht mehr.", erneut diese Stimme. Anders wie sonst, Antwortete ich jedoch. "Es spielt keine Rolle. Wir gehören zusammen. Das ganze ist nur passiert weil ich getan habe, was du von mir verlangt hast!" Ein lachen. Ein kaltes eisiges lachen. "Du glaubst also wirklich immer noch das alles mit dir in Ordnung ist?" Ich rieb mir meine Handgelenke und schluckte laut. Diese Stimmen würden mich noch in den Wahnsinn treiben. Wieso gab es nicht einfach einen Ausschalter dafür. Ich wollte doch einfach nur gemeinsam mit Micaela meine Ruhe haben. "Ich kann das verstehen. Du bist verwirrt und Müde. Ich lasse dir alle Zeit die du brauchst. Wenn es etwas gibt was ich wirklich für dich tun kann denn musst es nur für mich sagen." Natürlich sprach ihre Freilassung erst einmal nicht dazu. Vielleicht konnten wir ja auch einfach gemeinsam abhauen und irgendwo hin gehen. So wie Bonny und Clyde. Sie war schon einmal mit mir nach Spanien gegangen es würde sicherlich noch ein weiteres mal funktionieren. Geld würde ich uns schon irgendwie organisieren. Ich ließ die Beine ein wenig baumeln und blickte auf sie hinab. Warum konnte sie nicht einfach wieder für mich lächeln? Oder mich so ansehen wie damals? Hatte ich es jetzt komplett versaut? Dabei wollte ich nur das beste für uns beide. Auch für Micaela. Sie hatte es nie sonderlich leicht in ihrem Leben gehabt. Es könnte aber alles wieder besser werden. Dafür würde ich sorgen.

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• {Rosalie Doe.}

Ich schlenderte gemütlich die Treppen hinunter als mir meine Eltern förmlich entgegen flogen und dahinter die Eltern der kleinen Milf von nebenan. Wie war ihr Name doch gleich? Dieses seltsame Mädchen mit dem Joaquim seine Tage verbrachte. Als Ablenkung. Weil ihm langweilig war. Bis heute war es mir ein Rätzel, warum man sein Kind bewusst nach einer Duschcremé benannte. Noelia. Sie war so langweilig wie niemand sonst. Sogar ihr Gesicht war Ausdruckslos. "Rose Darling. Steh doch nicht so krumm. Warum hast du nicht eines deiner Guten Kleider angezogen?" Hatte ich was verpasst? "Das Kleid ist sehr teuer und neu. Ich bin ziemlich zufrieden damit. Wo ist das Problem?" Meine Eltern taten so als würde jeden Augenblick eine Berühmtheit hier durch das Haus schreiten. Oder vielleicht hatten meine Eltern auch einfach ihre Beruhigungsmittel vergessen. Ich unterdrückte mir eine Patzige Antwortund schüttelte den Chaplins Ordnungsgemäß "liebemädchen"-like die Hand. Ich verstand bis heute nicht warum diese Bündnisse so wichtig waren. Hatten wir kein Geld mehr? Waren wir fast pleite? Mussten wir uns wirklich mit diesen Menschen zusammen schließen. Wofür waren die Chaplins gut? einen Wachschutz konnten wir uns auch ohne ihr Auswahlsverwahren leisten. Musste ich nicht verstehen oder? Ich seufzte und wurde kurz darauf gemeinsam mit meinen Eltern von einem Angestellten in den Speisesaal geführt. Der Tisch, herrlich geschmückt mit sämtlichen Speisen und Getränken. Es gab sogar Champus und Sekt. "Ich hab doch hier irgendetwas verpasst", meinte ich zu meiner Mutter als ich mich setzte. "Seid wann wird ein Geschäftsessen so groß aufgespielt?" Meine Mutter schlug mir gegen das Bein um mir zu vermitteln, dass ich doch bitte leiser reden sollte. "Seid dem dein Vater und ich beschlossen haben das uns ein paar neue Freunde uns wirklich gut tun würden. Wir müssen das jetzt nicht ausdiskutieren. Wenn die Jensons so nett sind und uns zum Dinner einladen, benehmen wir uns anständig." Toll. Wenn meine Eltern von so einem Dinner sprachen, denn hieß das das wir die nächsten zwei Stunden die Klappe halten mussten um das essen in vollen Zügen zu genießen. "Hör mal Mom. Ich glaube das wir bei den Jensons zu einer ungünstigen Zeit reingeplatzt sind. Glaubst du nicht, sie wollen erst mal ihre Ruhe vor sowas- vor Leuten wie uns?" Vor allem wenn ich an Joaquim dachte. Er hatte gewirkt, als wäre etwas wirklich furchtbares passiert und man musste echt kein Genie sein um zu wissen das es nichts mit seinem Unfall zu tun hatte. Wir hatten einfach einen Falschen Tag erwischt und er war auch ein Teil dieser Familie. Die Chaplins sahen mich schräg von der Seite an. "Schhh. Keine Wieder Worte jetzt. Tue deinem Vate rund mir einmal einen gefallen und benehme dich. Wie ein kleines Kind mit mir reden konnten sie auf jeden Fall. Das hatten sie bestens drauf.

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Micaela Ramìrez
Ich war einfach überfordert an dieser Situation. Cas war es auch, nur wollte er es nicht zugeben. Er hatte mich betäubt, narkotisiert oder wie man das auch am besten betiteln sollte. Er hatte mich tatsächlich entführt! Vermutlich hatte er noch nicht einmal mit der Wimper gezuckt. Ich hatte nicht einmal ansatzweise etwas gemerkt, dass er so eine beschissene Idee gehabt hatte. Erneut knirschte ich mit den Zähnen. Er hörte mir gar nicht zu! Er redete einfach weiter. Es brachte nichts, wenn ich irgendwas dazu sagen würde. Er hörte gerade nur das, was er hören wollte und von mir wollte er gerade nur hören, dass ich diese ganze Aktion hier toll fand. Aber das würde ich nicht sagen, denn es war eine Lüge. Mein Schädel brummte immer noch und ich hatte das Gefühl, als würde es auch nicht so schnell vorbei gehen. Ich presste die Lippen aufeinander und schwieg einfach, während er wieder in einer seiner Vorträge fiel. Wie oft hatte ich mir das schon angehört? Aber es änderte nichts daran, wenn er immer in der Vergangenheit herum stocherte. Man konnte an der Vergangenheit nichts mehr daran ändern. Sie war passiert und man konnte nichts mehr ungeschehen machen. Aber es brachte nichts, wenn man in der Vergangenheit hing. Man musste in die Zukunft blicken, aber das tat er nicht. Er dachte nur immer daran, wie scheisse das alles gewesen war. Ich seufzte leise und fuhr mir durch das Haar. Er wollte mich nicht verletzen?! Er hatte mich zwar nicht angegriffen, aber er hatte mich gefesselt und mein Kopf brummte von diesem verdammten Mittel. Meine Handgelenke waren aufgeschürft und die Haut brannte unangenehm. Ich sah, wie er zum Rucksack ging und darin fing an herumzukramen. Mein Blick fiel auf die Wasserflasche und danach auf die Handschellen. Meine Augen weiteten sich und ich rutschte wieder an die Wand. "Nein, tue das nicht, Cas!", meinte ich erschrocken und sah ihn an. Das meinte er doch nicht wirklich ernst! Aber doch... das tat er. Er kam auf mich zu. Ich entzog ihm meine Hand, ich versuchte mich zu wehren, aber es ging nicht. "¡Maldito imbécil! ¡Aléjate de mí!", fuhr ich ihn an. [Du verdammtes Arschloch! Geh weg von mir!] Das hielt ihn aber nicht davon ab, dass er mich tatsächlich an das Bett fesselte. Als er mir die Wasserflasche reichen wollte, drehte ich den Kopf weg. "Ich hab keinen Durst", widersprach ich ihm. Dabei war mein Gaumen ganz trocken und meinem Kopf hatte hätte es wohl auch nicht geschadet. Aber diesen Gefallen würde ich ihm nicht machen. Ich presste die Lippen zueinander. "Nicht so", murmelte ich leise. Ich streckte meine Hand aus und versuchte durch die Handschellen hinauszurutschen. Sie waren zwar lockerer wie die Fesseln, aber sie waren nicht locker genug. Ich fluchte leise und liess den Kopf gegen die Wand sinken. Ich seufzte auf und schloss die Augen. So hatte ich es mir garantiert nicht vorgestellt. Ich hatte es mit ihm tatsächlich versuchen wollen, aber doch nicht indem ich mit Handschellen an ein Bett gefesselt war und er mir sagte, was ich tun sollte. Denn so würde es garantiert nicht klappen.

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DEVON FERRERA:
Wenn ich eines aus der Sache heraus hörte (und wir unterhielten und erst seid kurzem), denn war es das Nikki Carson nicht auf einen nebensächlichen Flirt aus war. Wie stellen ihre Eltern es sich denn bitte vor? Sollte ich mich wie ein Privat Dedektiv auf die Lauer legen und auf die ungünstigste Situation warten? Sie blockte männlichen Kontakt ab und schien ihrem Verlobten mehr als Treu zu sein. So Treu, dass sie sich mit mir noch nicht einmal in einem öffentlichem Café zu reden während ihre beste Freundin einem Kelner die Zunge in den Hals steckte. "Sowas nennt man Smalltalk", steuerte ich bei und sah sie aufmerksam an. Eigentlich war sie wirklich ein hübsches Ding. Sie nahm kein Blatt vor dem Mund. Sie war alles, was ich im Realen Leben niemals haben würde. Meine Freundinnen spielten in einer anderen Liga als sie. Für mich war sie Vorweg auf jeden Fall viel zu Hübsch. "Mein eigentlicher Plan war es hier in New York groß raus zu kommen und meinen Traum zu verfolgen. So wie es viele Traumtänzer erzählen. Ich habe leider nur viel zu spät bemerkt, dass mehr im Leben dazu gehört, als der Wille. Das Geld zum Beispiel. Oder genügend Talent." Ich zweifelte mein Talent nicht an. Im Gegenteil, ich war sogar ziemlich von dem Überzeugt was ich konnte. Leider gab es hier in New York nur zu viele Leute die das selbe Taten und sie waren besser als ich. "Und jetzt heißt es schon bald wieder Goodbye New York und Welcome Back im Niemandsland." Montaione (Als ob jemand diesen Ort kannte). Dort war ich nur einer von vielen. Nahegelegen Italien, ein ziemlich verkümmertes Stück Land (doch es hatte gute sowie schlechte Seiten). Die Menschen dort waren dankbar für das was sie hatten. Sie waren nicht so depremiert und verbittert, wie Menschen die jeden Tag alles bekamen, was sie wollten. Alleine die Erfahrung war es wert nur einmal hier gewesen zu sein. Im Hinterkopf hatte ich natürlich immer noch, dass ich weiterhin nicht aufgeben wollte. Doch wenn das hier meine letzte Möglichkeit war um an Geld ran zu kommen um mich über Wasser zu halten, denn wollte ich gerne darauf verzichten. Wieso sollte ich anderen ihr Glück nehmen, nur weil ich selbst scheiterte? "Eine normale tragische Geschichte von einem wirklich naiven armen Kerl", ergänzte ich. Doch dieses Mal mit etwas mehr Farbe in der Stimme. Ich sah das alles viel zu verbittert, ich sollte darüber lachen und ein neues Kapitel aufschlagen. "Spielt auch keine Rolle. Kennst du denn einen dieser Orte? Scheint ja ziemlich Geheimnisvoll zu sein wenn du keine direkten Namen nennen kannst. Du kannst sie mir auch verraten, ich schweige wie ein Grab. Ich meine, du kommst schließlich von hier. Oder nicht?"

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Joaquim Jenson
So wenig Lust ich hierauf auch gerade hatte, mein Dad hatte mir gesagt, dass ich es nicht versauen durfte. Das hier war meine einzige Chance diesen ganzen Scheiß hier gerade zu rücken. Ich konnte wieder gut machen, was ich angerichtet hatte und das war mir wirklich wichtig. Ich würde für meinen Vater nie wieder der Junge sein, auf den er stolz sein konnte. Die Sonnenbrille und die Narben würden ihn immer daran erinnern was für ein Schandfleck ich in der Familie war. Es würde immer so sein, aber zumindest gegenüber ihm konnte ich es wieder gut machen, indem ich einfach nett zu Rosa war. Mein Vater wollte sich mit ihrer Familie zusammentun, die Clans zusammenlegen und mehr Macht besitzen. Im Grunde wollte er, dass die Doe's sich uns unterordneten und sowas klappte meistens durch ein Bündnis zwischen den Familien. Bei meinen Eltern war es auch so gewesen. Sie waren einander vorgestellt worden und ihre beiden Familien hatten sich zu einem großen Kartell zusammengelegt. Vermutlich lief es bei mir jetzt genauso, oder? Ich konnte Vaters Geschäfte nicht mehr ausführen, also nutzte ich ihm wohl nur noch so etwas. Es war wohl naiv von mir zu glauben, dass er mich nicht verheiraten würde. Ich glaubte in dem Moment wirklich daran, dass es nur um eine kleine Liebelei ging, aber ich hätte es besser wissen sollen. Ich seufzte und klemmte mir die Klamotten unter den Arm. Ich wollte wirklich erst duschen und mir die Nacht vom Körper waschen. "Ich war der heißeste Kerl der High Society. Und ich bin es immer noch, solange ich mein Shirt nicht ausziehe." Mein halber Körper war entstellt. Meine gesamte Seite war versengt und verbrannt, die Haut dort war verhärtet und verschmort. Sie glaubte nicht wirklich, dass das heiß war, oder? Ich trug gerade wirklich nicht dazu bei, dass sie mich mochte. Scheiße, konnte ich nichtmal das richtig machen? Andererseits fuhren die Frauen für gewöhnlich drauf ab, wenn ich sie von mir stieß. Dann wollten sie mich nur umso mehr. Bisher hatte es doch auch immer so geklappt und sogar bei Rose hatte es damals geklappt. Ich schloss die Augen und seufzte leicht, als Rose Hand in meinen Nacken fuhr und diese mich dort leicht massierte. "Mhhh... Vielleicht solltest du nach dem Essen mit in mein Zimmer kommen und mich mal ordentlich durchkneten. Danach geht es mir sicher besser, hm?", raunte ich. Genau das wollte sie doch hören, oder? Es war meine Pflicht ihr das zu geben, was sie sich wünschte. Außerdem war Rose nie zu verachten gewesen. Ich hatte wohl Glück mit der Wahl, auch wenn ich sie nicht mehr sehen konnte, um mich an ihrem Anblick zu erfreuen. "Aber zuerst muss ich wirklich duschen. Es war eine lange, harte Nacht und ich brauche einfach etwas heißes Wasser, um das wegzuspülen. Ich komme danach sofort runter zu dir.", versprach ich und nahm ihre Hand, hauchte einen Kuss auf ihren Handrücken und drehte mich dann um, um vorsichtig den Weg ins Badezimmer zu finden.

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• Cassian Winters.

Wie schön ihre Worte für mich auch waren, für mich ergab davon einfach nichts Sinn. Mein Kopf drohte jeden Augenblick zu explodieren. Er qualmte nahezu. "Aber wir kriegen das nicht so einfach hin", entgegnete ich ihr nun wieder mit etwas fester Stimme. Mit etwas mehr Druck in der Stimme um ihr klar zu machen das das hier keine Sache aus dem Bilderbuch war. Das Zittern in meiner Stimme war ein wenig verschwunden. Es würde kein wunder vom Himmel fallen oder auf einmal gut werden. In meinem Leben funktionierte das nicht so. Meine Uhr lief anders! Das hatte ich ihr doch schon so oft versucht klar zu machen. Auf all meine wenn auch seltsamen Hinweise hatte sie gar nicht Reagiert. Nicht ein einziges Mal. Ich hatte es doch nur getan um sie zu beschützen, auch wenn es ihres erachtens nur kleinigkeiten waren. Immer noch war meine Stimme ein wenig hekitsch. "Niemand bekommt das in den Griff. Glaubst du es hätte irgendetwas geändert!? An der Tatsache, dass mich alle komisch ansehen und mich für einen Freak halten?! Ich bin ein Freak! Ich saß mein gesamtes Leben lang in einer Psychatrie. Ich lebe dort. Habe mich von Pillen und irgendwelchen Diagnostiken ernähert. Sie haben mir etwas vor gemacht. Glaubst du denn wirklich sie haben einen Fortschritt gemacht?! Das es durch ein wenig Schlaf besser wird?! Seid dem ich dort bin halten sie mich hin. Reden mit mir, als wäre ich ein Psychopath. Solange bis es mir wieder besser geht. Bis ich der Sache nachgebe. Meine Goldenen Stunden erlebe um mich wie ein normalen Menschen zu geben der in der Gesellschaft nicht auffällt. Der, der ich gar nicht bin!" Ich rieb mir meine Handgelenke und erhob mich aus der Hoche. "Ich habe mich nur in Spanien das erste mal so richtig wohl gefühlt, aber sie lassen mich nicht in Ruhe! Sie halten mich für gefährlich und sperren mich weg. Das werden sie wieder tun sobald ich einen Fuß nach draußen setzte. Was war das für ein Leben in der Klinik? Ich durfte das Gelände nicht verlassen. Du hast es doch selbst gesehen. In den Sitzungen die du da warst. Sie kontrollieren mich. Meine Kleidung, nach Waffen. Meine Verhaltensweisen. Sie sagen man könne mir nicht mehr helfen und lachen über mich hinter meinem Rücken!" Es war dabei ein Teil von mir und ich konnte doch nichts dagegen tun. Zu Beginn hatte ich Angst davor gehabt - und man konnte behaupten ich hatte es immer noch- doch man gewöhnte sich daran und ich hatte keine andere Wahl. Ich lebte mit all den Stimmen und den Schmerzen in meinem Körper. Ich hatte keine andere Wahl. So konnte ich überhaupt leben. Es konnte gehen und es konnte einfach so wieder austauchen. "Ich wollte von Anfang an nicht das du mich für einen Freak hälst. Ich hab sogar versucht sich auf Abstand zu halten. Doch du bist wie eine zweite Besessenheit in meinem Kopf und ich krieg dich nicht aus meinem Verstand. Ich denke Pausenlos über dich nach. Ich will dich nicht verletzen. Ich wollte dich nicht verletzen und ich verzeihe mir auch nicht das ich dich in die Enge getrieben habe. Aber wir müssen jetzt zusammen bleiben. Auch wenn du das noch nicht verstehst." Ich bewegte mich auf einen Teil des Raumes zu, in dem ein Rucksack stand. Ich kramte und kramte bis ich eine Wasserflasche und eine Handschelle heraus holte. "DU wirst es sicher verstehen. Nur noch nicht jetzt. Ich verspreche es dir, dass ich das ganze hier unter Kontrolle habe." Wie oft ich diese Worte auch sagte, ich erhoffte mir wirklich eine Besserung. Ich sah sie an und bewegte mich auf sie zu. Ich ergriff einen Arm und auch wenn sie sich dagegen wehrte schaffte ich es, eine ihrer Hände in eines der Handschellen zu drücken und es wieder am Bett zu befestigen. Sie Kooperierte noch nicht. "Das ist nicht so eng wie die Fesseln", erklärte ich ihr sanft und reichte ihr ebenfalls die Wasserflasche. "Du musst viel trinken." Ich ließ mich neben ihr auf dem Boden nieder und lehnte mit dem Kopf gegen die Wand. "Ich tue es wirklich nur für uns", flüsterte ich in den Raum. "Du willst das doch auch. Ein uns oder?" ich schluckte den Kloß in meinem Hals herunter. Sie konnte sich gar nicht vorstellen wie viele Gedanken gerade in meinem Kopf herum schwirrten.

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• {Rosalie Doe.}

Was konnte ein Jenson am Besten? Kritik ausüben und wenn nicht an anderen, denn wohl an sich selbst. Als ob sein Leben davon abhing, das er etwas sah oder nicht. Meines Erachtens, musste Joaquim nie wieder einen Finger krumm machen. Seine Eltern hatten doch genügend Geld. Er konnte reich abtreten und hinterließ vermutlich sogar noch was für seine Nachkommen. Warum also war er so versessen darauf in die Fußstapfen seines mürrischen Vaters zu treten. Nicht, das es mich interessierte. Joaquim war Gut aussehend. Er würde nie aus dem Rennen fallen. Solange er im Gespräch war, rissen sich die Leute auch um ihn. Für mich z.B. reichte es dass er diesen unglaublich starken Körper hatte. "Es ist wirklich erstaunlich. Du klingt mittlerweile genau so verbittert wie dein Vater", musste ich fest stellen während ich so mitbekam, wie er über sich selbst Urteilte. Wenn es nicht beinahe schon traurig war. "Deine Wunderbaren und Gut aussehenden Leibwächter haben mich rein gelassen. Ich dachte wir lassen alte Zeiten wieder aufleben, reden ein bisschen, lernen und kennen und ich wollte sicher gehen ob die Gerüchte stimmen. Das Joquim Jenson der heißeste Typ in der High Socitiy ist. Ich wurde nicht enttäuscht." Ich warf elegant meine Beine übereinander. "Muss ein harmloses nettes Mädchen sich etwa dafür Rechtfertigen? Scheint mir fast so, als hättest du unsere guten Alten Zeiten vergessen. Ich meine, komm schon die Tür stand offen. Das ist wie eine Einladung." Ich setzte mich auf sein Bett und sah ihm dabei zu wie er neue anziehsachen aus dem Schrank nahm. Sein gesamter Körper schien unter Strom zu stehen. Wo war er denn mit seinen Gedanken? Musste ich das nachvollziehen? Der alte Joaquim hätte mir wenigstens nicht den Rücken gekehrt. Er stand doch auf Blonde Vollbusige Frauen oder nicht? Er konnte zwar nicht mehr all zu viel erkennen, aber er wusste doch das ich schon immer ein Hingucker gewesen war. "Und diese Zeiten waren in der Tat wirklich sehr Erinnerungswürdig wenn du mich fragst." Ich nickte während ich sprach und legte den Kopf schief um irgendeine Reaktion von meinem Gegenüber zu erhaschen. Leicht verwundert darüber wie er drauf war, erhob ich mich und bewegte mich vorsichtig auf ihn zu. Im Hinterkopf war bei mir immer noch das er jetzt ja schließlich Blind war und vermutlich die Nadel im Heuhaufen nicht erkennen konnte. "Bist du dir wirklich sicher das alles in Ordnung ist? Ist der Zeitpunkt ungünstig? Du wirkst komplett verspannt und so als wärst du mit dem Kopf ganz wo anders", fragte ich nun auch etwas mitfühlender. Er konnte es mir ruhig sagen. Es war ja nicht so als ob ich ihn jetzt komplett für mich beanspruchen musste. Doch vielleicht war er mit Gedanken ja auch einfach bei wem anders vielleicht? Joaquim Jenson kannte man nicht unbedingt als Liebevollen sich Sorgen machenden Kerl, doch irgendetwas an seiner Art war komisch. Er wirkte so Gedankenverloren. Ich strich mit meinen Händen über seinen Rücken und blieb an seinem Nacken hängen. Diese knetete ich einmal ehe ich wieder von ihn ließ. "Du bist ja ganz verspannt. Naja. Ich dachte wenigstens du würdest dich ein kleines bisschen mehr freuen mich zu sehen." Das tat er ja vermutlich auch denn kurz darauf folgte ja auch schon eine Entschuldigung. Ich seufzte leicht. "Das klingt nach einer Idee. Ich werde mich dann mal aus dem Staub machen und mich nach unten in den Speisesaal setzen, damit du für dich sein kannst. Wenn etwas ist, schreie einfach." Selbst wenn ich es vermutlich nicht gehört hätte. Ich griff während ich mich zur Tür drehte nach meiner Handtasche, die auf der Kommode neben der Tür stand und erhob die Hand.

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Joaquim Jenson
Was hatte ich mir da nur eingebrockt? Pete führte mich zum Wagen, drückte meinen Kopf runter, damit ich mich nicht stieß und stieg dann nach mir auf die lederne Rückbank. Mein Vater saß vermutlich auf dem Beifahrersitz, während einer der Bediensteten fuhr. Die ganze Fahrt über war es still. Ein unangenehmes Schweigen breitete sich über das ganze Auto aus und ich saß bloß unbehaglich da und wusste nicht so recht wie ich mich entschuldigen sollte. Erst wenige Minuten vor der Ankunft, klärte mein Vater mich über das nötigste auf. "Die Doe's sind wieder in der Stadt. Sie haben gerade einen großen Geschäftspartner an Land gezogen und es ist wichtig, dass wir uns mit ihnen verbünden. Das wäre ein enormer Zuschuss von Macht, für beide Parteien. Es wird wohl so sein, dass du da eine größere Rolle spielen wirst. Wir würden unsere Familien gern vereinen. Ihr Vater hat bereits zugestimmt, also verärgere sie nicht, klar? Du kannst dein Versagen wieder gut machen und bekommst gleichzeitig eine gute Frau an die Seite gestellt. Das ist mehr als du verdient hättest, Joaquim." Der Wagen hielt und schon hatte mein Vater die Tür geöffnet und war verschwunden. Pete zog mich kurz darauf auch schon am Ellenbogen aus dem Wagen und führte mich zum Haus. Hatte ich das richtig verstaden? Sollte ich Rosalie jetzt schöne Augen machen, damit unsere Familien miteinander arbeiteten? Sollte ich eine... Beziehung mit ihr führen, vielleicht sogar mehr? Das stand ja alles noch nicht fest, immerhin... musste sie ja auch damit einverstanden sein und ich war wie gesagt nicht mehr wirklich der gute Fang. "Geh dich duschen, Junge. Zieh dich um und mach dich für das Essen bereit.", wies mein Vater mich an und ich nickte, ließ mir von Pete die Stufen hochhelfen und schickte ihn oben dann weg, da ich den Weg von hier allein kannte. Dreiunddreißig Schritte den Flur runter, dann links und dort war meine Tür. Ich öffnete sie, trat wenige Schritte ins Zimmer und kam mit dem Zählen durcheinander, als ich plötzlich zusammenzuckte, als ich eine Stimme hörte. "Ernsthaft, du lauerst einem Blinden auf?!", keifte ich sie zuerst an, da ich glaubte es wäre irgendein neues Zimmermädchen oder sowas. Allerdings kam mir die Stimme dann doch zu bekannt vor. Nur irgendwie war sie... anders. Die Art wie besagte Stimme dann aber mit mir umging, ließ mir ziemlich schnell klar werden, wer das war. "Es ist Jahre her, wie sollte ich da deine Stimme erkennen? Ich wurde vorgewarnt, also ja, ich weiß wer du bist.", sagte ich ehrlich. Hätte Dad nichts gesagt, hätte ich sie wohl nicht erkannt. Ich sah sie ja nicht und ich prägte mir Stimmen scheinbar nicht allzu gut ein, wenn ich sie die letzten Jahre nicht gehört hatte. Ich seufzte tief, als sie anfing mir durch die Haare zu fahren, meine Schultern zu berühren. Ich sah nur wenige Schatten vor meinen Augen tanzen. Ihren kurzen Kuss ließ ich einfach geschehen, aber tat auch nichts dafür oder dagegen. Als sie sich von mir löste, bewegte auch ich mich erst wieder. "Wie gesagt, es ist Jahre her. Es hat sich einiges verändert seit du weg bist. Ich hab mich wirklich gut gemacht... und dann habe ich alles versaut und jetzt bin ich blind und mein halber Körper besteht aus Brandnarben. Gut, also da das geklärt ist, was machst du in meinem Zimmer?", fragte ich sie gerade heraus und wohl nicht besonders begeistert. Ich fuhr mir durch die Haare und ging vorsichtig ein paar Schritte zur Seite, spürte meinen Schreibtisch und konnte mich daran neu orientieren. Ich fand den Weg zum Schrank und zerrte wie immer ein Tshirt und eine Jeans heraus. "Ja, es war eine lange Nacht. Deswegen würde ich auch gern duschen und mich fertig machen. Du solltest doch erst heute Abend mit deinen Eltern kommen.", erinnerte ich sie. Also wieso hockte sie in meinem Zimmer? Ich war gerade echt nicht in der Stimmung alte Flammen wieder erwachen zu lassen. Ich atmete tief durch und drückte fest die Klamotten in meiner Hand. Ich durfte das hier nicht versauen. Mein Dad hatte mich nur um eines gebeten. Damit könnte ich alles wieder gut machen, also... Ich zwickte mir mit Daumen und Zeiefinger in den Nasenrücken und seufzte. "Es tut mir leid, ich... bin halt nicht gut drauf. Die Nacht war echt hart und... lang, also lass mich kurz duschen gehen und danach können wir von mir aus noch was reden bis zum Essen, okay?" Nur hatte ich gerade echt keine Lust auf irgendwelches Gefummel oder Geknutsche.

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Micaela Ramìrez
Das hier war gerade einfach zu viel für mich. Mein Bruder war für mich in der schlimmsten Zeit für mich da gewesen. Er hatte verhindert, dass ich zum Tode verurteilt wurde und er hatte die Familie zurück gelassen. Ich hatte auch einfach alleine gehen können, aber er hatte sich aufgeopfert und war mit mir gekommen. Nun hatte Cas mich meinem Bruder einfach entrissen und ihm noch nicht einmal etwas gesagt. Was würde er denn nun denken? Er hatte ihm gedroht und nun würde er sicher die Polizei verständigen. Die Polizei würde uns suchen, aber ich hatte ja sowieso keine Ahnung, wo wir waren. Er würde es mir vermutlich noch nicht einmal sagen und erst recht wusste ich nicht, wann ich hier wieder rauskommen würde. Hier unten gab es kein einziges Fenster. Kein Sonnenlicht drang hier nach unten und das passte mir nicht. "Du lässt ja gar nicht zu, dass man dir hilft! Sonst hättest du mir gesagt, dass du jede Nacht nie durchschläfst", widersprach ich ihm und sah ihn an. Er hatte es mir nie gesagt, aber ich hatte es halt einfach gemerkt. Ich hatte es ihm nie gesagt, dass ich es gemerkt hatte, aber nun war es mir raus gerutscht. Das passiert halt manchmal, wenn ich wütend wurde und gerade war ich mehr als aufgebracht. Ich wusste nicht, was mich hier erwartete und ich war gerade mehr als verunsichert. Ich hielt meine Klappe, als er mir erneut sagte, dass ich meine Klappe halten sollte. Vielleicht sollte er selbst einmal die Klappe halten. Ich knirschte laut mit den Zähnen und warf ihm einen genervten Blick zu. "Du sagst immer, dass ich es nicht verstehen würde! Vielleicht würde ich es verstehen, wenn du endlich mal mit mir darüber reden würdest! Wie soll ich es verstehen, wenn du mir nichts darüber sagst?!", fuhr ich ihn an und hob eine Augenbraue. Gedanken lesen konnte ich ja wohl wirklich noch nicht. Das würde ich wohl auch nie können, also musste er mit mir verdammt nochmal reden! Wieder bekam ich an den Kopf geworfen, dass ich nichts verstehen würde. Ich schnaubte frustriert und fuhr mir durch das Haar. "Warten? Willst du mich also einfach hier unten behalten für eine halbe Ewigkeit, bis sich alles dort oben beruhigt hat?", fauchte ich ihn an. "Oh Gott", murmelte ich leise und senkte den Blick auf meine Hände. Wie sollte man das denn nur verstehen? Ich sah Cas ungläubig an, als er tatsächlich fragte, ob noch alles zwischen uns in Ordnung war. Ich zuckte leicht die Schultern und seufzte tief. "Ich weiss es nicht. Diese ganze Aktion hier ist einfach nur bescheuert", meinte ich und schüttelte den Kopf. Ich konnte ihm nicht sagen, ob zwischen uns alles gut war. Gut war gerade wirklich nichts an dieser Situation. Ich blieb in meiner Ecke sitzen, während Cas auf dem Boden kauerte. "Das ändert auch nichts daran", meinte ich mit leiser Stimme und zuckte erneut die Schultern. Ich legte mich hin und zog die Beine an meinen Körper, bevor ich die Augen schloss. "Es ändert nichts, wenn du über Sachen redest, die wir hätten tun sollen", meinte ich und stiess die Luft aus. Ich drehte mich auf den Rücken und starrte an die Decke, während ich über meine Handgelenke rieb. Niemals hätte ich gedacht, dass ich an ein Bett gefesselt aufwachen würde.

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• Cassian Winters.

Ein Teil von mir akzeptierte nicht, dass das alles hier meine Schuld sein sollte. Statt dessen war ich einfach nur Hilflos. Es war auch ihre Schuld! Was glaubte sie denn?! Ich wollte doch nur das alles so "Perfekt" blieb. Doch ich hatte mehr als nur einen Fehler gemacht, wieso sollte sie mich also weiterhin so ansehen wie sie es getan hatte bevor ich sie mit hier her genommen hatte. Ich packte das Messer wieder in meine Hosentasche und sah sie an. Es war em besten ihr jetzt nicht näher zu kommen, dass war was ich mir denken konnte. Sie musste sich erst beruhigen und lernen zu verstehen. "Ich hab dich mehrere Male gewarnt. Ich bin nicht ich selbst. Ich meine, weiß nicht was ich tun soll und ich bin krank und komm nicht klar. Aber keiner kann mir helfen", meinte ich mit zittriger Stimme. Als wäre das eine Entschuldigung für etwas was ich ihr angetan hatte. Doch gerade wusste ich einfach nicht wohin mit mir und erst Recht nicht, was ich tun sollte. Meine Augen weiteten sich ein wenig. "Hör auf mich so anzuschreien! Bitte. " Ihre Hektik machte es für mich nicht gerade besser. Ich musste mir war überlegen. Wenn es nicht schon alles zu spät war und ich den Teufel an die Wand gemalt hatte. "Du wärst nicht mit mir gekommen. Du hättest es nicht verstanden. Du verstehst nicht was mit mir nicht stimmt. Ich weiß nicht wie ich klar denken soll. Ich hab diese Blackouts und diese Dinge in meinem Kopf und ich tue es ohne nachzudenken." Von dem alten Cassian war wenig über. Von dem Cassian aus Spanien war wenig über. Ich war wie damals, der Kerl der in seinem Zimmer gesessen hatte und sich seine Gesichter aus den Fotos geritzt hatte. Aus Reue. Aus Angst und aus Rache an mich selbst. Ich war der Kerl, der seinen Bruder in als Tausch für sich in die Anstalt gesteckt hatte, der der seine Bewegungen und Gesichtszüge eins zu eins kopiert hatte. Der sich endlos in ein wunderschönes Mädchen verliebt hatte, die seine Liebe niemals akzeptieren würde. "Ich wollte nicht das er uns was antut. Wir brauchen einander doch. Du hast es selbst gesagt. Ich brauche dich. Du verstehst das nicht", wiederholte ich und sah sie an. Meine Beine zitterten leicht und ich spürte wie mir das Herz in die Hose rutschte. Ich ging in die Knie und kauerte nun auf dem Boden wie ein kleines Kind. "Aber es wird alles gut. Ich hab das unter Kontrolle", murmelte ich. "Wir müssen nur warten und alles wird gut." Mein Mund wurde trocken un dich erhob meinen Blick. "Mit uns ist doch alles in Ordnung oder?" Ich musste es aus ihrem Mund hören. Es brachte nichts, wenn ich mir ständig etwas einredete. Was sollte ich sonst auch tun? Meine ganze Welt stand Kopf und ich wusste nicht wo ich Anfangen sollte. Auf gar keinen Fall wollte ich Micaela etwas tun. Sie war alles was ich noch hatte, aber wenn ich sie gehen ließ, würde sie nie wieder zu mir zurück kehren, dass wusste ich! Sie würde mich anlügen und mich verlassen. "Ich hatte nie vor dir etwas zu tun. Es tut mir so unendlich leid. Ich war verzweifelt. Ich hatte Angst. Ich hab immer noch Angst." Dennoch glaubte ich kaum das diese Worte irgendetwas wieder Gut machen könnten. Ich hatte ihr Vertrauen missbraucht. "Wir hätten Spanien bleiben sollen", warf ich mit kratziger Stimme in den Raum. Von mir aus hätte ich dort mit ihr auf der Straße gelebt aber diese Straßen in denen ich nun wieder zurück gekehrt war, sie waren einfach nicht gut für mich. Sie waren Gift für meine Seele und meinen Körper. Hier würde ich nie meine Ruhe finden. "Dieser Ort hier ist nicht gut für mich." Wie ein Häufchen Elend blieb ich einfach in mitten des Raumes gekauert und sah zu Micaela herüber, die sich ebenfalls nicht von der Stelle bewegte und blass wirkte. Wie ging es jetzt weiter? Das ganze machte mich fertig. Dabei wollte ich nichts böses.

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Micaela Ramìrez
Nun zeigte sich endlich etwas Regung in seinem Gesicht. Aber das machte mir nur noch mehr Angst. Er wusste doch selbst nicht, was er tat! Ich sah ihm an und das machte mir eine verdammte Scheiss Angst. Ja, ich hatte Angst und meine Angst äusserte sich in Wut. Ich würde ihm nicht zeigen, dass ich gerade am liebsten schreiend davon rennen würde. "Nicht durchdrehen?!", fuhr ich ihn wütend an. Am liebsten hätte ich mir die Haare gerauft, aber diese waren ja an das Bett gefesselt! Wie paradox war denn gerade diese ganze Situation? Das war doch alles total gestört! Ich presste die Lippen aufeinander und sah ihm in die Augen. Er hatte alles unter Kontrolle? Er konnte sich doch selbst verarschen! Er hatte gar nichts unter Kontrolle. Das war eine spontane Aktion gewesen, wie damals als er seinen Bruder aus der Klinik geholt hatte und an einen verdammten Stuhl gefesselt hatte. Das war genauso eine beschissene Situation wie damals. Er schien das aber nicht zu verstehen. Seine Stimme klangen hektisch und man merkte einfach die Panik. Man sah sie in seinen Augen. "Du hättest mir das auch einfach sagen können. Es ist mein Bruder!", fauchte ich ihn an, während ich auf 180 war. Ich war noch nie im Leben so wütend auf ihn gewesen. Er konnte sich das gar nicht vorstellen. Aber ich war nicht nur wütend. Ich war auch enttäuscht. Dafür dass er einfach gehandelt hatte und nicht mit mir darüber geredet hatte, obwohl es meinen Bruder betraf! "Was denkst du denn, was mein Bruder jetzt tut? Er droht dir und du haust mit mir ab?!" Ich funkelte ihn wütend an und riss immer noch an diesem bescheuerten Bett, damit ich endlich meine Fesseln los werden konnte. Aber ich schaffte es nicht. Anscheinend hatte Cas irgendwo wirklich gut gelernt, wie man Fesseln zusammenbindet. Ich funkelte ihn nur wütend an, als er sich entschuldigte. Seine Entschuldigung änderte wohl wirklich überhaupt nichts daran. Ich zuckte dann aber doch zusammen, als er mich plötzlich anschrie. Aber das würde ich mir nicht Gefallen lassen. "Du hast alles unter Kontrolle?", schrie ich ihn zurück an. "Gar nichts hast du unter Kontrolle, denn sonst wäre ich nicht an ein verdammtes Bett gefesselt!", entwich es mir und ich starrte ihn wütend an. "Und darum nimmst du dir einfach das Recht, mich von der einzigen Person, die mir von meiner Familie übrig blieb, zu trennen?" fragte ich ihn und sah ihn an. Woher nahm er sich denn einfach nur dieses Recht? Als er dann aber das Klappmesser hervorholte, sackte mir das Herz in die Hose und ich versuchte nach hinten zu fliehen. Aber nach hinten hielt mich die Wand auf. Mein Herz hörte für einen kurzen Moment auf zu schlagen, als er das Messer aufklappte. Ein riesiger Stein fiel von meinem Herzen, als er nur meine Fesseln aufschnitt. Kaum hatte er mich befreit, rutschte ich an das Ende vom Bett und rieb mir über die aufgeschürften Handgelenken. "Ich soll kein Theater machen? Was soll denn das hier?", fragte ich ihn scharf zurück und sah ihn an, während er sich neben das Bett setzte. Wie... konnte er sich gerade nur so total normal verhalten? Das hier war alles andere als normal!

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• {Rosalie Doe.}

Meine Eltern und die Jensons hatten sich bereits zu einem netten kleinen Brunch in das riesige Haus der Jensons verzogen. Es war ewig her gewesen als ich das letzte mal einen Fuß auf dieses Grundstück gesetzt hatte. Schon zu viele Partys hatten wir hier gefeiert nachdem wir weg gezogen waren. Und jetzt waren wir wieder hier. Meine Eltern hatten sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen sich gleich wieder ein wenig ins Rampenlicht zu setzten und siehe da, schon hatten wir ein treffen mit den Guten alten Freunden der Familie. Die Jensons und die Doe's standen sich schon immer unglaublich nahe und bei mir und Joaquim war es nichts anderes gewesen. Ich konnte es kaum erwarten zu sehen wie der kleine Teenager zu einem stattlichen Mann heranwuchs. Auch wenn ich wusste was mit ihm passiert war. Es tat nicht an der Tatsache ab, das er Heiß war. Darauf hatte mein Daddy mich angerufen und mich darüber in Kenntnis gesetzt, dass auch Joaquim bald von der netten kleinen Party zurück kehren würde. Ich wartete bereits in seinem Zimmer und hatte es mir auf seinem Bett gemütlich gemacht. Auch dies weckte Erinnerungen. In der Tat. Während die Erwachsenen im Arbeitszimmer also kräftig damit beschäftigt waren Schiffe versenken zu spielen, wartete ich bis eine mir bekannte Stimme hörte. Es war Joaquim der gerade seinen Diener weg schickte. Er tastete sich einen Weg voran und schritt durch die Tür. Ich piff. Also wenn dieser Kerl nicht zu einem Mann heran gewachsen war. "Na wen haben wir denn da", meinte ich und erhob mich. "Joaquim Jenson in voller Pracht und Himmel, du gefällst mir Süßer." Ich schritt auf ihn zu und blieb vor ihm stehen. Er konnte mich vielleicht gerade so noch erkennen. "Weißt du noch wer ich bin?", fragte ich, auch wenn ich es als Pfandfrage in den Raum stellte. Es war Jahre her gewesen. Wir waren Teenager gewesen und jetzt ergab sich uns ein Komplett anderes Bild. Oder eher mir. Das mit seinen Augen war wirklich tragisch. Der Sex mit Joaquim war in der Tat etwas was ich nicht so leicht vergaß und er sicher auch nicht. Nächte am Strand, in der Öffentlichkeit, dieser Kerl wusste die Tabus zu brechen und gemeinsam hatten wir beinahe alles durchgezogen. Wir waren ein Dream Paar gewesen auch wenn wir nie so wirklich zusammen gewesen waren. "Groß bist du geworden und männlich", bemerkte ich, lächelte und legte meine Arme um seine Schultern. "Hast du deine Zunge verschluckt?", fragte ich leise und strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Du siehst ziemlich fertig aus. Eine Lange Nacht?" Das ich Joaquim so berührte was nichts neues. Er kannte mich zu gut und ich wusste wie ich meine Reize ein zusetzten hatte. Ich stellte mich ein wenig auf Zehenspitzen, neigte mich nach vorne und legte seine Lippen auf seine. Nur kurz, ehe ich versuchte durch seine Sonnenbrille zu sehen. "Keine richtige Begrüßung also? Das habe ich aber anders in Erinnerung. Die langen Partys machen sich aufs Alter bemerkbar hm?", flüsterte ich und ließ von ihm. Ein leichtes schmunzeln lag auf meinen Lippen als ich mich wieder einen Schritt von ihm entfernte.

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• Cassian Winters.

Ich sprang auf und sah sie panisch an. Meine Reaktion war wohl tausend mal zutreffender als ihre ersten Worte als sie zu sich kam. Denn ihr die Frage zu beantworten wo wir waren, konnte ich nicht. "Dreh bitte nicht durch", flehte ich nahezu und blieb in der Mitte des "Raumes" stehen. Ich zuckte zusammen als ihre Stimme ein wenig lauter wurde und erhob die Hände als zeichen dafür das ich ihr doch gar nichts tun würde und ich diese Situation doch eigentlich gar nicht beabsichtigte. Wieso war sie so wütend auf mich? Ich versuchte ihr doch gerade klar zu machen, dass ich hierfür absolut nichts konnte. "Es wird alles gut. Versprochen ich hab das unter Kontrolle. Du musst nur aufhören zu schreien", bettelte ich erneut und spürte wie kratzig meine Stimme doch im Vergleich zu ihrer war. "Ich hatte keine andere Wahl", begann ich und fing erneut an unruhig an meinen Handgelenken herum zu fummeln. "Dein Bruder hat mir gedroht. Ich wusste nicht was ich tun sollte. Er hätte mich zurück gebracht, meinen Bruder geholt und du wärst nicht- wenn ich gesagt hätte was los ist. Sie hätten mich nur unter Drogen gesetzt und mich in dieses seltsame Zimmer gesperrt", nur in Bruchstücken versuchte ich ihr irgendwie meine Lage zu erklären. Sie musste absolut keine Ahnung haben wovon ich redete. Vielleicht hätte ich ihr auch einfach davon erzählen sollen. Von der Sache mit ihrem Bruder. Dabei war ich mir gerade gar nicht mehr so sicher, ob sie einfach zuhause geblieben wäre. Sie hatte mir so oft geholfen. Dieses eine Mal wäre sie sicher auch mit mir gekommen. Wie kam ich auf den Gedanken das sie mich im Stich gelassen hätte?! "Lass mich nachdenken", ich fasste mir an den Hinterkopf. "Ich krieg das wieder hin. Es tut mir leid ich-" Doch sie hörte nicht auf. Ihre Stimme wurde lauter und agressiver. "HÖR AUF DAMIT MICH ANZUSCHREIEN", entfuhr es mir nun auch etwas lauter während ich mich zu ihr drehte. "Ich kann mich so nicht konzentrieren. Sie sind zu laut. Sie sind alle zu laut. Das alles hier wird wieder gut, ich hab das unter Kontrolle. Das alles wird wieder gut, ich hab das unter Kontrolle", murmelte ich in mich selbst hinein während ich unruhig Schritte auf und abwärts ging. Ich blieb stehen und musterte sie. Ihr Blick lag auf mir. Ich zögerte ehe ich mich auf sie zu bewegte und in einer Gewissen Distanz neben sie hockte. "Du musst mir diesen Fehler nur verzeihen. Sieh mich an. Du bist mir wichtig Micaela. Ich will dich nicht verlieren und ich will nicht das uns irgendwer trennt, okay? Dein Bruder hätte uns getrennt. Du hast seine Augen nicht gesehen. Du hast nicht das gehört was ich gehört habe." Doch ich konnte sie nicht los machen. Vermutlich wäre sie wirklich durch gedreht. Ich erhob mich wieder. Obwohl Micaela selbst dann keine Chance gehabt hatte, ich hatte die Tür verschlossen. Und nur ich hatte den Schlüssel. Sie hatte gegen mich ja wohl keine Chance. Ich zögerte ehe ich ein Klappmesser aus meiner Hosentasche holte, mich wieder zu ihr beugte, es auf zücken ließ und die Seile durchschnitt. "Mach jetzt keinen Theater", meinte ich als die Seile zu Boden fielen. Sie war nicht die Art Mädchen die jetzt sofort auf mich los ging, dafür kannte ich sie einfach zu gut. Ich war Stärker wie sie und Risiko freundlich war sie noch nie gewesen, auch wenn ich sah wie sie mit dieser Situation zu kämpfen schien. Dennoch machte ich vorsichtig zwei Schritte Rückwärts. Meiner Meinung nach, vertrug sie das ganze viel gefasster als Gedacht. Die Frage war nur, für wie lange.

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Joaquim Jenson
Es ging ihr nicht gut. Das spürte ich doch. Ich konnte sie vielleicht nicht sehen, aber ich spürte sie, okay? Ich spürte ihre Tränen auf meinen Fingern, ich fühlte wie er erschöpfter Körper in meinen Armen zusammensackte. Ich war hier und wusste, dass es ihr verdammt nochmal nicht gut ging! Del hatte sie einfach betäubt und... hier rauf geschleppt. Er hatte sie ins Bett geworfen, ihr den Bikini von den Hüften gerissen und wollte... oder hatte...? Ich biss die Zähne aufeinander und hielt sie fest, während ihre Atmung sich beruhigte. Sie wurde ruhiger, sie schlief ein. Ich gab keinen Laut mehr von mir, bewegte mich nicht mehr. Ich wollte ihr die Ruhe geben, die sie brauchte. Sie musste schlafen und sich ausruhen, ihr Körper musste das Gift bekämpfen und es aus ihrem Körper schaffen. Ich lag die halbe Nacht wach und passte auf. Ich hielt sie fest, falls sie krampfen würde. Ich wollte vorbereitet sein, wenn ihr Körper vielleicht nicht mit dem klarkam, was Del ihr verabreicht hatte - vermutlich hatte er es aus irgendeinem Schrank seines Vaters geklaut! Doch es passierte nichts - zum Glück. Noelia lag einfach ruhig da und schlief, erholte sich und ich konnte auch irgendwann entspannen. Ich stand immer noch unter heftigen Medikamenten, hatte immer noch Schmerzen und hatte jeden Tag mit meiner Blindheit zu kämpfen. Auch ich brauchte schlaf und ab einem gewissen Punkt schaffte ich es einfach nicht mehr wach zu bleiben. Mika war irgendwann dazugekommen. Er würde schon noch auf sie aufpassen. Ich nickte also weg und wachte erst wieder auf, als ich Mikas Stimme hörte und spürte, dass Noel weg war. Panisch riss ich die Augen auf, tastete gleichzeitig aber schon nach meiner Sonnenbrille auf dem Nachttisch, die ich mir schnell auf die Nase schob. Kurz darauf erklang aber Noelias Stimme und ich entspannte mich. Sie war auf den Beinen, es ging ihr gut, sie war noch hier. Ich fuhr mir durch die Haare und schob mich vorsichtig aus dem Bett zu ihr. Ich griff nach ihr und bekam ihre Oberarme zu fassen. "Scheiß mal ne Sekunde auf meinen Vater und seine Geschäfte. Geht es dir gut?", fragte ich sie stattdessen und vernahm ein Räuspern an der Tür. "Joaquim Jenson, du wirst jetzt mit mir mitkommen und dieses Treffen nicht verpassen.", hörte ich die Stimme meines Vaters und spannte mich augenblicklich an. Er hatte das gerade gehört? Ich biss die Zähne aufeinander, schluckte hart und ließ sie los. "Schreib mir oder ruf mich an. Ich komm sofort vorbei, wenn das heute zu Ende ist, okay? Ich komm wieder.", versprach ich ihr und stand auf, wurde dann schon am Arm gepackt und von meinem Vater aus dem Raum geführt - oder eher gezerrt. Ich folgte ihm stolpernd, fiel beinahe die Treppe herunter, als er mir keine Vorwarnung gab und wurde dann scheinbar wieder an Petes Ellenbogen gehängt. Das alles war gerade echt zu viel!

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Micaela Ramìrez
Zwischen Cas und mir war es kompliziert. Ich versuchte mir so gut wie möglich nichts von seiner ‚Krankheit‘ anmerken zu lassen. Ich wusste immer noch nicht, was denn nun genau zwischen uns war. Ehrlich gesagt, konnte ich mir sogar ziemlich gut vorstellen dass Cas sich einfach aus dem Staub machen würde. Es wäre nicht das erste Mal. Er hatte schon mehrmals einfach den Kontakt zu mir abgebrochen. Dabei brauchte er doch genau in dieser Zeit jemanden, der ihm zur Seite stand! Es war ganz komisch gewesen. Wir hatten gemeinsam etwas gegessen und danach war ich sehr müde gewesen. Ich schob es aber einfach auf die vielen Nächten, in denen ich immer aufgewacht war, weil Cas nicht mehr in meinem Bett gewesen war. Ich schlief wie ein Stein. Ich war wie tot und anscheinend brauchte mein Körper gerade einfach diese Erholung. Doch als ich langsam aufwachte, war das erste komische, dass ich feststellte, die Kopfschmerzen, die schmerzhaft hinter meiner Schläfe pochten. Wieso hatte ich denn nun Kopfschmerzen? Ich blinzelte gegen das Licht an, welches einfach nicht das gewohnte Licht von meinem Zimmer war. Ich vernahm Cas‘ Stimme und ich richtete meinen Blick auf ihn, während mir die Gegend wirklich total unbekannt vorkam. „Wo sind wir?“, murmelte ich und wollte mich aufsetzen. Doch etwas hielt mich zurück. Erst jetzt glitt mein Blick zu meinen Händen, die tatsächlich gefesselt waren – an das Bett! Auf einmal war ich hellwach und jeder einzelne Muskel meines Körpers war angespannt. „Was hast du gemacht, Cassian?“, fragte ich mit scharfer Stimme und sah ihm in die Augen. Ich hob eine Augenbraue, während die Wut in mir hoch schlug. Ich hatte nicht von alldem mitbekommen. Ich hatte nicht mitbekommen, dass ich irgendwie hierhergekommen war. Aber ich hätte doch sicher aufwachen sollen! Ausser… ausser Cas hatte etwas dagegen unternommen. Vielleicht waren die Kopfschmerzen und dass ich gestern so schlagartig müde geworden war, ein weiterer Beweis dafür. „Ich soll nicht schreien?!“, fuhr ich ihn wütend an und merkte, wie meine Stimme lauter wurde. „Du hast mich betäubt oder was auch immer du zum Teufel gemacht hast! Verdammt, was ist denn in dich Gefahren!“, zischte ich ihn wütend an und zog an den Fesseln, aber es klappte nicht. Stattdessen scheuerte es meine Handgelenke auf, doch ich war voller Wut. Ich war wütend auf Cas und das sollte er auch z u spüren bekommen. „Was hast du getan?!“, kreischte ich ihn an, wobei meine Stimme immer lauter und schriller wurde. Ja, irgendwo in mir brach so etwas wie Panik in mir aus. Ich lag gefesselt auf einem Bett und das schränkte meine Bewegungsfreiheit ein. Cas war einmal zu weit gegangen und wenn ich ihn nicht davon abgehalten hätte, wäre er weiter gegangen. Jetzt konnte ich mich aber nicht wehren und was wäre, wenn er es jetzt tun würde? Ich könnte nichts dagegen unternehmen. „Binde mich los und ich schwöre bei Gott, ich werde dir die Augen auskratzen“, fauchte ich ihn an, während das Temperament mit mir durchging. Was hatte er sich denn nur dabei gedacht?! Er hatte mich eiskalt entführt und ich sah in seinen Augen nicht einmal ein kleines bisschen Reue. Gar nichts. Seine Augen waren ausdrucklos und genau das war es, was mir Angst machte. Ich würde ihm aber nicht zeigen, dass ich Angst hatte. War es nicht genau das, was er erreichen wollte? Ich zerrte weiter an den Fesseln. Die Haut an meinen Handgelenken platzte leicht auf, doch ich nahm den Schmerz gerade noch nicht einmal richtig war. Ich wollte einfach nur noch von hier weg. Cas machte mir gerade einen Heidenangst. Wenn er irgendwohin hatte gehen wollen, dann hätte er mich ja einfach fragen können! Ich war mit ihm ja auch nach Spanien gegangen. Nur schon von daher hatte ich das Gefühl, dass er etwas ganz anderes geplant hatte.

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• Noelia Taraneh Chaplin.

Klar realisierte ich, dass ich irgendwie etwas falsch gemacht hatte. Auch gegen Joaquims Worte. Es ging die gesamte Zeit um Del? Hatte ich? Hatte er?! Hatten wir? Hatte dieser Idiot mich unter Drogen gesetzt. Diesen Gedanken wollte ich gar nicht aufbringen. Ich wusste es nicht. Ich schluckte und presste meine Lippen aufeinander. Wieso machte mich der Gedanke so unruhig. Um ehrlich zu sein hatte ich gar nicht vorgehabt mich zu erinnern. Genauso wenig wie ich vor gehabt hatte zu weinen. Es war einfach nur eine Reaktion aus Angst. "Es geht mir gut", redete ich mir selbst zu. Die Müdigkeit überann mich trotzdem. Es dauerte nicht lange und ich verfiel in einen tiefen Schlaf. Und das, obwohl ich mich eigentlich noch mit Joaquim unterhalten wollte. Als ich die Augen wieder öffnete schien ich wieder etwas klarer beim verstand zu sein. Nur die Übelkeit blagte mich. Ich sah auf. Joaquim schien zu schlafen. und auch Mika lag in seinem Partyoutfit neben mir. Die beiden Jungs kümmerten sich einfach immer viel zu süß um mich. Doch war genau war passiert? Hatte Del mir irgendwelche Drogen gegeben und mich vergewaltigt? Hatte er?- Die Übelkeit in meinem Körper wurde stärker. Fühlte man sich so wenn man- ich hatte doch selbst Schuld! Vermutlich hatte ich Del in jeder Situation gereizt. Doch hatte er mich deswegen wirklich betäuben müssen. Langsam strich ich mir die Decke vom Körper und versuchte aufzustehen, ohne das es jemand der Jungs mitbekam. Meine Dünnen Beine trugen mich wackelig voran. Bei der Tür angekommen legte ich auch das Jacket ab das über meine Schultern gelegt war. Ich fühlte mich als hätte ich den Karter meines Lebens. Die Musik war verstummt. Es war bereits acht Uhr Morgens. Irritiert stellte ich fest das auch die Einganshalle mit den ganzen Erwachsenen leer war. Ich orientierte mich am Treppengeländer und erschrack als sich auf einmal eine Tür hinter mir öffnete. Es war Mr. Jenson. Kam er gerade aus dem Büro meines Vaters? "Noelia? Was schleichst du hier denn so durch die Gänge? Du bist ja ganz Bleich, kann ich was für dich tun?" Er kam auf mich zu doch ich entfernte mich automatisch ein wenig. Er begriff den Hinweis und blieb stehen. "Hast du meinen Sohn gesehen?"Er ist doch aber noch bei Verstand oder? Ich hätte ihn vorwarnen sollen. Das macht einen schlechten Eindruck. Wir bekommen heute noch reizenden Besuch von der Familie Doe. Du kennst die kleine doch auch noch oder? Joaquim konnte eine Zeit lang die Augen nicht von ihr lassen. Sie werden zurück in die Hamptons ziehen. Das wird dem Business sicher nicht schaden." Ich musste nicht lange überlegen. Rosalie, Rose oder auch Rosa Doe war das Mädchen, dass schon als kleines Mädchen den Jungs die Köpfe verdreht hatte indem sie Kopfüber am Klettergerüst gehangen hatte, ihre hochgepushten Titten präsentiert hatte oder sich schon mit Dreizehn begann zu schminken. Zudem war die die Tochter eines wahnsinnig erfolgreichen Waffenhändlers. "Ich werd es ihm sagen", brachte ich verwirrt über die Lippen und Joaquims Vater schritt an mir vorbei die Treppen hinunter. Total überfordert mit allem drehte ich wieder um in mein Zimmer. Ich stolperte leicht und Mika war der erste der den Kopf hob. "Oh mein Gott ist alles okay? Geht es dir gut? Was brauchst du, bleib liegen." Ich weigerte mich jedoch, mich von ihm stützen zu lassen. "Es geht mir Gut Mika. Es ist alles okay." Ich setzte mich neben Joaquims Füße ans Bettende. Sollte es mir komisch vorkommen, dass Joaquims Vater um diese Zeit noch bei uns war? War das nennenswert? Ich stieß Joaquim an. "Joe. Dein Vater sucht nach dir. Er meint es dir dringend. Ihr bekommt heute besuch." Es war das beste wenn ich überspielte wie es mir wirklich ging. Dabei machte ich mir gerade wirklich nur sorgen ob ich mit Del geschlafen haben könnte. Was wenn auch wiederwillig? Doch deswegen rum zu heulen würde mir jetzt nicht weiterhelfen.

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Joaquim Jenson
Ich glaubte, dass ich sie jetzt nicht allein lassen sollte. Sie stand unter irgendwelchen Drogen und könnte an ihrer Kotze ersticken oder sowas. Aber selbst wenn, wohin hätte ich denn gehen sollen? Ich war nicht mehr in der Lage Pete dabei zu helfen Del aufzumischen. Ich konnte nichtmal die Party beenden, weil ich vermutlich noch mit einem Busch reden würde. Und ich konnte ihr kein Wasser holen, ohne mich selbst auf die Schnauze zu legen. Es war ein Wunder wie ich die Treppen überhaupt hochgekommen war. Wenn ich schneller gewesen wäre, dann... Oh Gott, ich hätte mhr verhindern können. Ich wusste ja nicht einmal wie weit Del es geschafft hatte. Hatte er es geschafft sein widerliches Teil in sie zu schieben? Oder hatte ich sie noch früh genug erwischt? Ich konnte es nicht sagen, ich hatte ja nichts gesehen! Ich atmete tief durch und schob mich hinter Noelia an das Kopfteil des Bettes. So saß ich, lehnte mich mit dem Rücken an das Kopfteil und sie lag zwischen meinen Beinen, mit ihrem Rücken gegen meine Brust, ihren Kopf gestützt an meiner Schulter. So konnte ich besser auf sie achten und spürte, wenn sie sich anspannte, aufstehen wollte oder vielleicht krampfte. Wenn sie Krämpfe bekam, müsste ich sofort den Notarzt rufen können. Ich strich ihr die Haare aus dem Gesicht, nahm sie zurück und begann sie fest an ihrem Hinterkopf zu flechten - ja, das hatte mir irgendwann mal jemand beigebracht und es hatte sich zu einem meiner verborgenen Talente entwickelt - sodass der Zopf erstmal selbst halbwegs hielt. Ich hatte ja kein Haargummi, aber so würde sie zumindest nicht in ihre Haare kotzen. "Um Himmels Willen, nein. Nein, du hast nichts Dummes gemacht, Noel. Du hast absolut nichts falsch gemacht.", flüsterte ich und strich vorsichtig über ihre Schultern, damit sie sich entspannte. Ich wollte gar nicht wissen, was Del mit ihr angestellt hatte. Wie weit war er gekommen? Hatte er es durchgezogen? Sollte ich sie vielleicht doch ins Krankenhaus bringen für die Pille danach? Aber nein, sie nahm ja die Pille, oder? Ich fuhr mir aufgebracht durch die Haare. Wie konnte sie entspannter sein als ich?! "Nein, du hast... Noel, du hast nichts falsch gemacht, okay? Del ist hier der Penner und er wird das definitiv noch heute Nacht bereuen. Wir reden da morgen drüber. Jetzt ruh dich erstmal aus, das ist wichtiger.", wies ich sie an und zog die Decke weiter über sie, sodass sie nicht fror. Sie zitterte, aber das lag vermutlich eher an den Drogen, die sie intus hatte. "Doch, er meinte es genauso wie er es gesagt hat. Ich kann nicht für dich sorgen. Ich kann ja nicht sehen, was die fehlt.", grummelte ich, als ich hörte wie die Tür sich schloss. "Ich, uhm... Das Wasser.", hörte ich Mikas Stimme. Ich ließ den Kopf nach hinten sinken. Natürlich musste der Junge genau in dem Moment kommen und mich hören. Ich streckte die Hand aus, nahm die kleine Wasserflasche und nickte. "Und jetzt geh und hilf Pete. Sag ihm er soll ihn nicht totschlagen.", wies ich Mika grob an und hörte wieder Schritte, also verschwand er wohl wieder. Ich seufzte, schraubte die Flasche auf und fuhr langsam mit meiner Hand über ihre Schulter nach vorn, sodass ich ihr Kinn zu fassen bekam, ohne ihre Augen auszustechen. Ich schob die Flasche nach vorn, tastete mit meinem Zeigefinger an ihrem Kinn nach dem Flachenrand und bekam es irgendwie hin ihr ein wenig Wasser in den Mund zu gießen, ohne alles zu verschütten. Das hätte ich mir wohl selbst kaum zugetraut. Aber mit meiner Hand an ihrem Kinn spürte ich nun auch die Tränen. Ich schraubte die Flasche zu und legte sie ihr in den Schoß, ehe ich vorsichtig über ihre Wangen strich und die Tränen beseitigte. "Hey, nicht... Kopf hoch. Du bist nicht schwach, okay? Du stehst über der Sache. Del wird dich nie wieder auch nur ansehen." Ich konnte mit heulenden Mädchen nicht umgehen. Das war einfach nicht meine Stärke. Vor allem aber schien sie sich doch nicht zu erinnern, oder? War das nicht eigentlich gut? Wieso weinte sie dann?

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• Noelia Taraneh Chaplin.

Eine ..... Party. Mein Geburtstag, richtig! Da draußen waren eine Menge Leute und ich war so abgestürzt? Was um Himmels Willen war hier passiert. Ich checkte einfach gar nichts mehr. Wenn meine Eltern hier von erfuhren, war die Party schneller vorbei als es mir lieb war. Ich spürte ein rascheln neben mir und sah sie Joaquim sich zu mir legte. Ein Traum- vermutlich. Wenn da nicht ständig die aufbrausende Stimme von meinem Bruder gewesen wäre der versuchte Dinge wieder ins Lot zu bringen. "Del?", gab ich das wieder was mein Kopf gerade noch so aufschnappte. Wieso gab mir hier keiner eine Verdammte Antwort?! Wieso redete Joaquim nicht mit mir?! Mein Körper war heiß und zitterte immer noch doch so langsam begann ich die Dinge um mich herum wieder zu erkennen. "Hab ich was Dummes angestellt?", fragte ich und konnte meinen Kopf immer noch nicht richtig heben. Nein, dem war nicht so. Das wusste ich ohne das Joaquim etwas sagen musste. Was auch immer hier passiert war ich war vermutlich nicht daran Schuld gewesen. "Ich fühl mich immer noch nicht all zu Gut", teilte ich Joaquim mi der ein wenig hoch rutschte um mich besser zu halten. Für einen Blinden machte er das wirklich gut. Auch wenn ich keine Ahnung woher ich diese Gedanken jetzt nahm. Ich kuschelte mich einfach an ihn und unterdrückte die Tränen die einfach hervor stachen. Die Stimme meines Bruders Verstummte. Er musste sich wohl an Joaquims Worte gehalten haben. "Ist alles okay?", fragte ich als ich spürte wie angespannt Joe doch eigentlich war. "Hey", langsam hob ich meinen Kopf und sah in Joaquims Gesicht. "Sprich mit mir", forderte ich ihn leise auf. "Hab ich zu viel getrunken?", fragte ich und ließ meinen Kopf müde gegen seine Brust fallen. "Das gerade meinte mein Bruder nicht so." Glaubte ich wirklich ihn in so einer Situation in den Schutz nehmen zu müssen? Vermutlich. Ich konnte selbst in so einer Situation nicht abschalten. Um ehrlich zu sein war ich gerade einfach nur müde und alles andere war zu viel für mich. Ich blinzelte müde und merkte wie mir die Augen wieder zu fielen. Auch wenn ich noch wach gewesen war. Ich hatte einfach nicht die Kraft meine Augen offen zu halten. Dieser Vertraute Geruch von Joaquim zwang mich einfach in die Knie. Ich lächelte leicht. Ein Lächeln, das mit den Tränen auf meiner Wange vermischte. Was sollte ich sagen. Irgendwie schien ich wohl noch nicht ganz auf der Spur zu sein. Das Lächeln jedoch war nur auf meinen Lippen, weil ich es so genoss in seinen Armen zu liegen. "Du bist schön warm", sprach ich meine Gedanken aus und schlang meinen Arm um ihn. Am liebsten wollte ich ihn nie wieder los lassen. Er war mein persönlicher lebender Teddybär. Es war einfach nur rührend wie er sich um mich kümmerte. Auch wenn ich wusste, dass er es sonst hasste sich um andere zu kümmern. Was auch immer ihn hier hielt, ein kleines bisschen schien ich ihm wohl auch wichtig zu sein.

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-Tom Hiddelston
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Joaquim Jenson
Das alles hier wäre so viel leichter, wenn ich sehen könnte, was ich da tat. Ich köntne ihr besser helfen, wenn ich sie sehen würde, aber ich war absolut blind bei diesem Licht. Ich konnte nichts weiter tun als zu ertasten. Ich spürte, dass sie total heiß war und ich wusste, dass sie benommen war. Ihr ganzer Körper war wie eine Marionette, der man die Fäden durchgeschnitten hatte. Sie war vielleicht sogar bewusstlos, ich hatte keine Ahnung! Ich wusste nur, dass dieses Gift aus ihr raus musste und dass wenn ich sie nach vorn lehnte, ihr nichts passieren konnte, wenn ihr Körper den Rest erledigte. Ich spülte meine Hand mit der Handbrause der Badewanne ab und versuchte grob auch ihre Kotze wegzuspülen, aber ich spritzte dabei wohl zumindest ihre Beine mit nass. Ich wusste ja nicht was ich da tat, ich konnte nur instinktiv handeln! Nach einer Weile fing sie dann endlich an zu zittern. Das war gut. Das war eine verdammte Reaktion von ihr! Ich zog sie zu mir an den Wannenrand, aber da fing sie an meine Hände von sich zu stoßen, mich von sich zu schubsen. Ich brauchte eine Weile, bis ich wieder auf den Beinen war und sie mir praktisch in die Arme fiel. Unvorbereitet stolperte ich ein paar Schritte zurück, aber fing sie auf, zog sie fest in meine Arme und hielt sie fest, während die Brandnarben auf meinem Rücken sich meldeten und auch ihren Senf dazugaben. Sie wollte in ihr Bett. Ih Magen war leer, vermutlich sollte sie wirklich schlafen. Also ging ich erneut, Schritt für Schritt, ganz langsam rückwärts zurück in die Richtung aus der wir gekommen waren. Indem ich rückwärts ging, würde ich Noelia schützen und sie nicht noch verletzen, sondern zuerst mit dem Rücken gegen ein Hindernis stoßen, auch wenn das mir wohl ziemliche Schmerzen verursachen würde mit den Brandwunden. Aber gerade gab es wichtigeres. Ich legte sie auf dem Bett ab, tastete um mich herum nach der Bettdecke und schob sie schnell über sie. Sie lag in meinem Jackett dort, ich packte sie unter der Decke ein und setzte mich neben sie. Auf keinen Fall würde ich sie so hier allein lassen. Ich war zwar blind und konnte ihr wohl von allen am wenigsten helfen, aber... ich wusste wie ich bei einer Überdosis zu handeln hatte und das hier war doch ganz ähnlich, oder? Keine Ahnung was Del ihr eingeflößt hatte. So langsam wurde sie wieder klar, schien mich zu erkennen. Ich tastete nach ihrer Hand und drückte diese fest. "Alles gut. Du bist in Sicherheit, okay? Niemand tut dir etwas.", versprach ich ihr, auch wenn ich nicht wusste, was Del ihr bereits angetan hatte, als ich angekommen war. Hatte er es geschafft sie zu..? Ich schluckte hart, als die Tür sich öffnete und ich mich anspannte. Als ich aber Mikas Stimme hörte, entspannte ich mich wieder etwas, auch wenn seine Worte in mir wieder Wut auslösten. "Ich sehe es doch eh nicht?!", keifte ich ihn an und drehte meinen Kopf ungefähr in seine Richtung. "Ich bin blind, aber nicht blöd, Mika! Ich kümmer mich um deine Schwester, geh du nach draußen zu Pete und kümmer dich mit um Del." Normalerweise wäre das mein Job. Ich sollte dort draußen stehen und den Wichser windelweich prügeln, aber ich konnte es nicht. Ich war nutzlos und konnte nur hier sitzen und versuchen... dass es ihr besser ging. Mika sollte nun die Eier haben und seine Schwester verteidigen, sie rächen. "Ich krieg das wieder hin. Das meiste ist aus ihrem Körper wieder raus und den Rest bekämpft ihr Körper schon. Sie braucht Ruhe und viel Wasser und Schlaf, dann wird das schon wieder." Ich würde ihm nochmal verzeihen, dass er mich gerade so angefahren hatte. Er war emotional durcheinander, aber wenn er nochmal so über meine... Blindheit sprechen würde, dann würde ich ihm schon zeigen, dass er sich das demnächst lieber sparte. Ich zog meine Sonnenbrille von der Nase, legte sie auf dem Nachttisch, den ich ertastete und schob mich hinter Noelia ins Bett. Ich schob mich hinter sie, zog sie hoch zu mir, sodass sie an meine Brust lehnte und ihm Halbsitzen verweilte. So konnte ich schneller reagieren, wenn sie doch nochmal kotzen sollte oder Wasser brauchte. "Bring eine Flasche Wasser hoch und beende die Party. Wenn es ihr in einer Stunde nicht besser geht, rufen wir Phillipe." Ganz sicher würden alle sich die Mäuler zerreißen, wenn mitten in der Nacht ein Krankenwagen vor ihrer Tür stand und herauskam, was hier heute passiert war. Das wollte ich Noelia wirklich ersparen. Vor allem, wenn Del es wirklich geschafft hatte ihr etwas anzutun. Niemand sollte von der Nacht hier heute erfahren.

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• Noelia Taraneh Chaplin.

Mein ganzer Körper schien zu schlafen. Es war, als hätte ich einen Filmriss erlitten. Ich wusste nicht wo ich war und warum ich hier war. Mein Körper und mein Verstand waren still gelegt und ich war nicht in der Lage zu realisieren, was um mich herum passiert war. Ich befand mich von jetzt auf gleich in einem friedlichem langem Schlaf. Solange, bis eine Übelkeit mich überkam. Ein ziehen das meinen gesamten Körper durch zog und einem Schmerz nachkam dem ich nachgeben musste. Es blieb mir gar nichts anderes über als mich zu übergeben. Völlig verschwommen vernahm ich einen Schatten als ich mich zwang die Augen zu öffnen. Ein Gesicht das mir mehr als bekannt vor kam. "M-mika?", war das erste was ich murmelte, nachdem meine Augen nahezu automatisch wieder zu fielen. Mein gesamter Körper war wie eine Puppe. Er fiel in sich zusammen und ich hatte selbst wenn ich es gewollt hätte keinerlei Kontrolle darüber gehabt. Erneut zwang ich mich meinen Kopf zu heben und die Augen zu öffnen. Es war nicht mein Bruder der mich hielt. Es war irgendwer. Ich konnte niemanden erkennen. Es war schwer zu erklären aber für mich war die Person vor mir Gesichtslos, während sich alles um mich herum drehte. Wo befand ich mich eigentlich? Ein schaudern durch fuhr mich und die Übelkeit in meinem Körper wurde erneut erweckt. "Was hast du mit mir gemacht?", fragte ich heiser und spürte wie mein Körper versuchte gegen ein Gift anzukämpfen das sich in mir befand. Leicht erschrocken stieß ich auf, nahm mit einem Mal meine Kraft zusammen und stieß die Hände die mich hielten von mir. "Lass mich!", lallte ich patzig und wollte mich erheben. Doch ich hatte keinerlei Kraft in mir. "Fass mich nicht an", knurrte ich. "Ich hab gesagt fass mich nicht an!" Erneut schlug ich die Arme von mir und das obwohl ich es noch nicht einmal schafft eigenständig zu sitzen. Alles um mich herum war verschwommen. Dieses mal schaffte ich es mich mit einem Ruck Ich stand wieder einigermaßen auf den Beinen. Diese zitterten jedoch und ich hielt mich keine Minute aufrecht. Ich kippte sofort wieder zurseite direkt in die Person hinein die versuchte mich zu halten. Diese konnte mich gerade so noch auffangen und kippte ebenfalls ein wenig zur Seite. "Ich bin müde. Ich will nur schlafen....bitte", teilte ich wem auch immer mit leiser Stimme mit. Ich wusste das irgendetwas mit mir nicht stimmte und ich wusste auch das ich nicht der Verursacher dafür war. Wer auch immer hier mit mir war musste Schuld daran gewesen sein. Oder die Person die es war, war schon weg und ich war in den Armen eines anderen gelandet. Wer auch immer bei mir war, er sollte mich einfach nur ins Bett schaffen. Mein Gehirn wollte gerade einfach noch nicht verarbeiten was passiert war. Die Nummer hier war einfach zu krass. Ich wusste nur, dass ich mich jetzt gerade nicht so fühlen wollte und ich nur ins Bett wollte. Langsam streckte ich meine Hand aus und versuchte an der Person die gerade mit mir hier war zu erkennen um wen es sich handelte. Meine Hand erfühlte einen leichten Bart. "Bring mich ins Bett. Mir ist kalt. Bitte", meine Stimme brach ein wenig und ich bekam nur noch mit, wie mich jemand zu sich hoch zog und ziemlich lange dafür brauchte, mich anscheint in mein Bett zu legen. Ich sank in die Matratze und versuchte erneut zwanghaft etwas zu erkennen. Es war Joaquim. Aber Joaquim war doch nicht dafür verantwortlich, dass ich mich so fühlte. Oder? "Joe?", fragte ich leise und streckte meine Hand nach ihm aus. Meine Hand fiel schlaff wie sie war aus dem Bett heraus. "Was ist passiert?", fragte ich und spürte wie eine Träne aus meinem Gesicht rann. Warum hatte ich gerade Angst? Vor was hatte ich Angst? Ich war vielleicht auch einfach nur High oder hatte irgendwelche Drogen genommen die ich meinem zierlichen Körper selbst zugemutet hatte. Oder ich hatte zu viel getrunken und zum Ersten mal einen wirklichen Ausmaß dessen gespürt. Es konnte doch alles so offensichtlich sein, wieso verbreitete mein Körper mir also das Gefühl das etwas nicht in Ordnung war. Das alles an mir weh tat? So langsam schaffte ich es auch wieder meinen Kopf anzuheben. Die Umrisse um mich herum nahmen wieder Gestalt an. Ich hörte Schritte und kurz darauf, wie jemand hektisch zu stehen kam. "Pete hats mir gesagt. Ist alles okay? Hat- er ? Noel?" Zwei mir bekannte Augen die beinahe so aussahen als würde ich in einen Spiegel sahen beugten sich zu mir. Es war mein Bruder. Er legte eine Hand auf meinen Arm, doch ich konnte ihn nicht wirklich bewegen. Er wandte sich zu Joe. "Ihr geht es doch gut oder?! Ach was frag ich dich- du siehst es doch eh nic-", er wirkte aufgebracht, hielt aber während seines Satzes inne. "Ach was solls." Joe konnte doch nichts dafür, vermutlich hatte er mich hier gefunden und sein bestes getan um mir zu helfen. Wenigstens konnte ich mir nicht vorstellen das er mir sowas antat. "Sollen wir einen Arzt rufen?", fragte er ehe ich mit meiner Hand ein wenig distanz zwischen uns brachte. Mika sollte mich nicht so anstarren. "Es geht mir gut", murmelte ich leise in mich hinein auch wenn es eine Lüge war. Es sollte hier nur nicht so ein Drama gemacht werden wenn ich selbst nicht wusste was genau los war mit mir.

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Joaquim Jenson
Es war mir scheißegal wie der Typ drauf war, er hatte nicht das Recht so mit mir zu reden. Mit mir! Wie konnte er es wagen?! Ich würde ihm das Leben zur Hölle machen, diesem ekelhaften Wichser. Was fiel ihm eigentlich ein mich zu behandeln wie einen Idioten und mir durch die Haare zu wuscheln, als wäre ich nichts weiter als ein Kind? Der ganze Abend war versaut. Ich versuchte wirklich um Noelias Willen ein wenig Spaß zu haben oder wenigstens so zu tun, aber meine Gedanken hingen bei diesem Dreckskerl und immer wenn ich seine Stimme aus der Menge herausstechen hörte, stieg die Wut in mir auf. Wie oft musste Mika mich zurückhalten, wenn ich irgendwo meinen Namen hörte oder auch nur Dels blöde Stimme? Ich hatte mich irgendwann auf die Liegen verzogen und bloß so getan, als würde ich mich sonnen. Ich spürte die Sonnenstrahlen noch auf meiner Haut, also ging vermutlich gerade erst die Sonne unter, aber ich sah nicht mehr wirklich etwas, also war es wohl schon recht dunkel. Dunkel genug für mich um nicht zu bemerken woher Noelia kam, als sie betrunken praktisch in meinen Schoß fiel. Auch ich war nicht gerade nüchtern, als ich ihr schmunzelnd sich wieder aufzusetzen. Sie schien echt gut gelaunt zu sein und das freute mich. Allerdings benahm sie sich viel zu aufgedreht. Ich kannte Noel und ich kannte sie vor allem betrunken. Aber diese Art von Rausch kannte ich so nicht unbedingt von ihr. Sie konzentrierte sich sonst meist auf eine Person, die sie an dem Abend ins Bett kriegen wollte oder mit der sie einfach nur ein wenig Spaß haben wollte und ließ sich nicht von der Menge so feiern, wenn sie herumgröhlte wie gut es ihr ging. Stirnrunzelnd ließ ich sie los, als Del sie von meinem Schoß zog und mitnahm. Vermutlich hatte er Recht. Ich konnte mich nicht um sie kümmern, immerhin sah ich nichts und würde sie nicht einmal sicher reinführen können. Allerdings konnten wir ihr doch auch zu zweit helfen. Jedenfalls wollte ich sie ungern mit Del allein lassen - er war einfach ein Sackgesicht und es wäre keine Überraschung, wenn er ihr Scheiße über mich erzählte, um sie von mir fernzuhalten. Ich... wollte ihn einfach nicht aus den Augen lassen - metaphorisch gesehen zumindest. Als ich Pete am Pool stehen ließ, ging ich vorsichtig rein. Ich hielt mich am Türrahmen fest, ging über die Schwelle und orientierte mich dann an den äußeren Wänden im Raum, da ich so nicht fallen oder mich verlaufen könnte. "Noel?" Hier war doch niemand. Del hatte sie doch hersetzen wollen, oder? Ob er sie nach oben brachte? Hier jedenfalls war sie nicht, sonst würde sie ja antworten. Anstatt also auf Pete zu warten, der ausnahmsweise mal nicht wie den restlichen Abend wie eine Klette an mir klebte, tastete ich nach dem Geländer der Treppe und huschte die Stufen hoch, stolperte beinahe, als ich oben war und noch eine Stufe erwartete, fing mich aber. Dann legte ich meine Hand rehts an die Wand, tastete nach der zweiten Tür an dieser Wand und legte mein Ohr an das kühle Holz. Ich machte mir nicht die Mühe zu klopfen, sondern stürmte einfach rein. "Alter, verpiss dich! Raus hier!", hörte ich Del keifen und hatte im nächsten Moment ein Kissen im Gesicht. Moment.. was?! Ich hörte die Matratze unter seinem Gewicht knarzen und dann wie er seinen Gürtel entweder öffnete oder vermutlich eher schloss. War er...? Nein, Noel wäre nie mit ihm hochgekommen und hätte sich von ihm vögeln lassen. Dann würde sie mich doch jetzt genauso versuchen rauszuwerfen. Und er hatte sie ja offensichtlich nicht unten abgesetzt, sich eine andere Dame genommen und vögelte sie nun in Noels Bett. War das Noelia unter ihm? Die nichts sagte? Die einfach nur dalag? Schnell stolperte ich die paar Schritte vor, hörte wie Del etwas Abstand zwischen uns brachte. Ich legte meine Hand aufs Bett und spürte den warmen Körper unter meinen Fingern, hörte den unregelmäßigen Atem und auch Noelias leichtes Keuchen. "Du Dreckskerl! Was fällt dir eigentlich ein?!", brüllte ich, als Del mich schon am Hals packte und ausnutzte, dass ich seinen Angriff nicht sah. Kein Problem, denn ich holte zum Schlag aus und verfehlte diesmal nicht. Ich traf sein Gesicht und er winselte wie ein Baby, als ich Schritte im Flur hörte. "Mr Jenson!", keuchte er, als er ins Zimmer stürmte. "Kümmer dich um diesen Scheißkerl, Pete. Erteil ihm eine Lektion, die sich gewaschen hat!", knurrte ich und hörte wie Pete Del scheinbar aus dem Raum zerrte. Ich tastete mich derweil zum Bett vor, griff darüber hinweg zu Noelia und bekam ihren Arm zu fassen. Vorsichtig zog ich sie hoch, bis sie aufrecht saß. Ihr ganzer Körper war schlaff und reglos. War sie überhaupt bei Bewusstsein? Ich legte meine Hand an ihre Schulter und spürte gar nicht mehr den Träger ihres BHs unter meinen Fingern. Vosichtig tastete ich danach und fand ihn auf ihrem Oberarm. Ich schob ihn wieder zurecht, zog mein Jackett aus und legte es ihr um die Schultern, als mir auch das Bikinihöschen auffiel, über das ich beinahe stolperte. Fassungslos versuchte ich ihre Beine wieder in das Höschen zu führen, zog es hoch bis über ihre Hüften und hob sie dann vom Bett. Nur ganz langsam schob ich meine Füße über den Boden, drückte Noel an mich, um bloß mit nichts zu kollidieren. Ich fand das Bad, setzte Noel vorsichtig auf dem Boden ab und tastete mich erst selbst bis zur Badewanne vor, ehe ich sie hineinlegte und ihren Oberkörper nach vorn legte. Was auch immer er ihr eingeflößt hatte, sie stand völlig neben sich, sonst hätte sie längst etwas gesagt. Ohne zu Zögern schob ich ihr meine Finger in den Hals, hörte sie würgen und erst als mir ihre warme Kotze über die Hand lief, hielt ich ihre Haare fest und sorgte dafür, dass das ganze Gift ihren Körper wieder verließ. Sie war weit genug nach vorn gelehnt, sodass sie sich eigentlich nicht unbedingt hätte anspucken können. Dennoch würde ich ihr gleich etwas zum Umziehen geben, sobald sie wieder zu sich gekommen war. Hatte er es zu Ende gebracht? Ich hatte ihr Bikinihöschen irgendwo auf dem Boden gefunden. Hatte er... War er so weit vorgedrungen? Hatte er es geschafft sie...? Ich konnte es nicht einmal aussprechen.

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