Gossip Girl [RPG]

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Gossip Girl [RPG]

Aloha, dieses RPG eröffne ich für Dina Westwick :) Wendet euch für Steckbriefe, Informationen und alles andere an sie.

Hier geht es zur Gruppe, in der ihr die Stecki's usw. findet :)

Story:

Guten Morgen Upper East Side! Gut geschlafen? Hier ist Gossip Girl, eure einzig verlässliche Quelle über das Leben von Manhattans Elite.
In diesem Moment werden wohl zu jedem von euch Crossaints, heiße Schokolade und sämtliche andere Leckereien an das Bett gebracht, welche man zuerst genießen kann und später wieder loswerden muss. Tja meine Lieben. Die Speckrolle unterm’ Kleid kann man sich in dieser Klasse nicht leisten.
Ich hoffe ihr habt euch gut erholt, denn der Sommer ist vorbei, und unsere Lieblinge kehren zurück aus den Hamptons, oder wo auch immer sie sonst ihre Ferien verbracht haben! Das neue Schuljahr beginnt, und ich hoffe ihr kommt gut in Fahrt, denn es war in letzter Zeit wirklich ein wenig langweilig.
Doch ich bin mir sicher, die neusten, schmutzigsten Intrigen und Geheimnisse lassen nicht lange auf sich warten.
Wer ich bin? Das wird wohl das einzige Geheimnis sein das ich nie Lüften werde.
Ihr wisst ihr liebt mich.
xoxo, Gossip Girl

Gossip Girl wie wir sie kennen und lieben, oder sollte ich eher sagen hassen? Denn hier, in Manhattans Upper East Side, wo Tratsch und Klatsch regieren und nur die Reichen wohnen, schafft genau Sie es, anzusprechen was uns alle bewegt, oder eher gesagt brennend interessiert.
Die Jugendlichen besuchen Privatschulen, führen Luxus-Leben und besitzen genug Einfluss, Geld und Macht um den Großstadtdschungel New York voll und ganz auszukosten. Inmitten dieser High Society lebt unser „Gossip Girl“ – und wer ihren allseits berüchtigten Klatsch-Blog verfolgt, ist bestens informiert: Sie weiß immer, was die Teenager der oberen Zehntausend zwischen den Eliteschulen und dekadenten Luxus-Partys in Manhattan treiben.
Was vielleicht daran liegt, das genau wir ihr diese Informationen geben. Ein Foto, eine SMS oder Mail mit neuen Gerüchten und schmutzigen Tatsachen an die anonyme Bloggerin, und mit ein wenig Glück wird alles auf ihrem Blog veröffentlicht, für jeden zugänglich, man muss nur von ihr wissen. Wobei sie viele ihrer neuen Kenntnisse jedoch auch über E-Mail und SMS an alle User verschickt.
Neue Romanzen (und auch nicht so neue) erblühen und verwelken, Skandale lauern hinter jeder Ecke, und Bündnisse verändern sich so schnell, dass Gossip Girl mit den Updates bald gar nicht mehr hinterher kommt. Die Reputation mancher Familie wird zerstört und wieder gekittet – Vermögen werden verloren und Gewonnen. Und selbst die besten Freundschaften kommen auf den Prüfstand.

Und wer dann noch sagt, das Leben eines Elite-Teenagers sei einfach, der sollte sich erstmal in den Pool legen, sich einen Martini von der Haushälterin bringen lassen und gründlich nachdenken.

Natürlich gibt es auch die Gettos, die Armenviertel und die Streetstyler in New York, die jedoch nicht viel haben, abgesehen von ähnlichen Problemen. Welche aber niemanden einen Dreck scheren, da diese Leute eben nicht populär genug sind!
Manche haben deshalb Angst aufzusteigen, andere streben die Welt der Intrigen an, bereit zu Riskieren das ihre kleine Titanic an dem Eisblock zerbricht. Wird so was gut gehen? Oder wird es Sternschnuppen regnen?

Wieso solltest nicht auch DU bald auf dem beliebten Blog von GG stehen, vielleicht mit der Überschrift Sex, Drugs & Rock’n’Roll?
Denn mal ehrlich, eines haben wir alle gemeinsam: Wir sind süchtig nach den vernichtenden Beiträgen der unbekannten Fremden.

Steckbriefvorlage:

Name im HoN:
Name im RPG:
Spitzname: (Falls vorhanden)
Geschlecht:
Aussehen:
Alter:
Familie:
Charakter: (Bitte mehrere Sätze)
Stärken und Schwächen:
Vorlieben und Abneigungen:
Lebenslauf: (mindestens 8 Sätze)
Besondere Merkmale: (Talente, äußerliche Auffälligkeiten, etc. Auch Vermerkung ob z.B. Eine von Blairs Hofdamen oder ein verloren geglaubtes Mitglied einer der High-Society Familien, und und und …)

Gossip Girl: ...wird von allen gespielt. Jeder darf in der Woche 2 Updates von ihr verfassen, welche fett und GROß geschrieben werden. Aber bitte nur wenn etwas wirklich wichtiges passiert. Ihr müsst keinen GG Post machen, wenn bei euren Charas nichts passiert, was heißen soll das keiner posten MUSS wenn er nicht will. Aber sowas banales wie "Blabla hat Dingens getroffen" will ich nicht sehen! Nur Dinge die es wirklich wert sind.

Regeln:

• Es gelten die grundsätzlichen RPG-Regeln
• die Steckbriefe werden mir als PN geschickt. Sonst nehme ich sie nicht an
• 4, höchstens 5 Charas pro Spieler. SEHR aktive Schreiber nach Absprache 6.
• Es wird nicht geschrieben bevor ich den Stecki bestätigt habe
• kein Spam
• sprechen so: ’…’
•denken so: //…//
• außerhalb des RPG’s: (…)
• Jeder schreibt wenn er off geht
• immer bei mir melden wenn man längere Zeit nicht on kommen kann
• Es wird im Romanstil in der Ich-Perspektive geschrieben, und das in Präteritum
• mindestens einmal pro Woche schreiben
• über eurem Beitrag muss der Name eures Charas stehen
• bitte auf Rechtschreibung und Grammatik achten, und Satzzeichen setzen!! (ihr glaubt nicht was man hier so sieht)
• Wenn man einen Chara nicht mehr will, oder ganz aussteigen möchte bitte Bescheid sagen!
• so genannte Mary-Sues will ich hier nicht haben, die machen einfach nur Kopfschmerzen und sie werden gelöscht, bzw. gar nicht erst angenommen
• da unsere lieben Serien-Chara's sich gern mal beschimpfen, missachten usw. dürft ihr das machen, aber nur im RPG und keine zu harten Ausdrücke
• die Punkte Schwangerschaft und/oder Tod werden vorher mit mir abgesprochen
•Wer über einen Monat ohne Abmeldung nicht on war wird gnadenlos GELÖSCHT wenn er vorher nicht Bescheid gesagt hat. Ich möchte euch nicht wie eine Irre hinterher rennen -.-’

⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀Unterschreibt die Petition und rettet HON.de!
⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Diskussion

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Tamara

Natürlich entgegen mir nicht, wie Felix auf mich reagiert. Aber ich reagierte genauso auf seinen Körper. Wir waren uns sehr lange nicht mehr nachgekommen, so eine große Trockenphase hatten wir wahrscheinlich in all den Jahren unserer Beziehung nicht einmal gehabt. Wir waren immer so ein paar, die kaum die Finger voneinander lassen konnten und es war keine Woche vergangen, in der wir nicht miteinander geschlafen hatten. Aber mittlerweile, hatten wir schon über einen Monat nicht mehr miteinander geschlafen. Dies war auch zu merken , denn auch ich reagierte heftig auf seinen sexy Anblick. Im Gegensatz zu mir, hatte Felix nämlich seinen sexy Body behalten.
Als mich Felix auf sich zog, war der Film schnell vergessen. Wozu einen Film schauen, wenn ich hier den tollsten Mann der Welt vor mir hatte. „Unser eigener Film? Wir haben schon lange keinen mehr gemacht.“ sagte ich lächelnd und erwiderte seinen Kuss. Ich genoss es in vollen Zügen ihn endlich wieder auf diese Weise zu küssen und zu berühren. Das hatten wir viel zu lange nicht gemacht und wir durften es uns nicht verbieten, denn das würde unsere Beziehung nur kaputt machen, aber das wollte ich auf keinen Fall.

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Felix
Ich konnte nicht drum herum, dass sich in mir etwas regte als Tamara ins Bett krabbelte. Auf mich strahlte sie schon immer total viel Sexappeal aus, dass es mich jetzt eigentlich auch nicht überraschen sollte. Aber da wir uns so lange nicht mehr so nah gewesen waren, traf sie mich mit voller Wucht.
"Hm... Du darfst es dir aussuchen", murmelte ich halb in Trance, während ich meinen Arm unter sie schob und sie über mich zog. Wir waren jung und ja, wir hatten etwas traumatisches erlebt, aber wir durften nicht vergessen, dass wir ein Liebespaar waren. Und ich begehrte sie nach wie vor.
"Oder wir drehen unseren eigenen Film", fügte ich hinzu, während ich meine Hand in ihr Haar schob und meine Lippen auf ihre legte. Automatisch drängte ich meinen Körper gegen ihren und ich rollte innerlich mit den Augen, dass ich jetzt schon so heftig auf sie reagierte.

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Tamara

Als Felix aus dem Badezimmer verschwunden war, begann ich mich zu waschen. Als ich damit fertig war zog ich den Stöpsel, dass das Wasser aus der Badewanne abfließen konnte und trocknete mich danach ab und machte mich für das Bett fertig. Als ich schließlich fertig war, ging ich ins Schlafzimmer, wo Felix auch schon auf dem Bett auf mich wartete. „Na mein König.“ begrüßte ich Felix grinsend und legte mich zu ihn auf das Bett. „Und was hast du für einen schönen Film ausgesucht?“ fragte ich lächelnd und sah zu Felix. Mir ging es eigentlich weniger um den Film, ich wollte endlich wieder eine schöne Zeit zusammen mit Felix verbringen. Alles um mich herum vergessen, so wie ich es damals auch immer getan hatte.

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Felix
Ich seufzte zufrieden, als sie zustimmte. Ich stand auf und machte mich dann ins Schlafzimmer. Dort schaltete ich den Fernseher an und suchte einen Film raus. Während Tamara noch im Badezimmer war, rubbelte ich mir meine Haare trocken und legte mich ins Bett. Ich wusste nicht, ob wir beide bereit waren, uns wieder körperlich so nah zu kommen, aber für den Fall legte ich mein Handtuch um die Hüften nicht ab.
Ich sah auf, als Tamara kam und lächelte zufrieden. Sie war einfach wunderschön und ich war froh, dass sie mein war und wir das alles zusammen auf die Kette bekommen würden. "Komm her, meine Königin."

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Tamara

Es würde sicherlich noch eine ganze Weile dauern, bis ich die Berührungen von Felix wieder so genießen konnte, wie ich es damals getan hatte. Aber es war schon ein Anfang, dass ich es überhaupt zulassen konnte. Am Anfang hatte ich ihn gar nicht richtig an mich heran lassen können. Ich war froh, dass Felix es genauso sah. Er hätte genauso gut abblocken können, weil er einfach noch nicht soweit war. Aber ich war froh, dass wir jetzt wieder mehr miteinander machen könnten. Wir mussten es nur wirklich umsetzen. Ich nickte, als Felix meinte, dass wir jetzt den Film anschauen sollten. „Ich wasch mich nur noch eben.“ sagte ich und griff zu meinem Duschgel und Shampoo. „Du kannst ja schon mal einen Film aussuchen.“ sagte ich leicht lächelnd und küsste ihn nochmal.

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Felix
Es war schön, dass Tamara meine Berührungen zuließ und sich auch etwas entspannte. Auch wenn ihre Bauchpartie noch ziemlich empfindlich zu sein schien. Ich verstand das, schließlich war dort ein Leben entstanden und dort war auch eins zu Ende gegangen. Es war für uns alle schwer, aber wir würden das schaffen. Irgendwie. Hoffentlich.
"Dafür bin ich auch", stimmte ich ihr zu und liebkoste ihre Brust. Ich wollte nur, dass es ihr gut ging und ich hoffte, dass wir beide das wieder hinbekommen würden. "Lass uns ins Bett gehen, einen Film sehen und ein bisschen entspannen", schlug ich vor und gab ihr einen sanften Kuss auf die Wange, während ich weiter meine Hand über ihren sinnlichen Körper gleiten ließ. Ich hoffte, dass wir wirklich wieder zueinander finden würden und auch, dass wir irgendwie zusammen über den Verlust über unserer Tochter hinweg kommen würden.

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Tamara

Ich wusste, dass Felix mit meine Reaktion nicht zufrieden war. Aber mein Hemmungen waren nicht von jetzt auf gleich verschwunden. Ich musste mich zuerst daran gewöhnen und aufhören mir so viele Vorwürfe zu machen. Aber das würde Zeit in Anspruch nehmen. Felix stand wieder auf und nahm mich in seine Arme. Er sagte die drei schönsten Worte zu mir. Diese drei Worte hatten wir In letzter Zeit viel zu selten zueinander gesagt. „Ich liebe dich auch, Felix.“ sagte ich ich.
Schließlich müssen wir uns voneinander und ich stieg in die Badewanne. Felix stellte sich der Weile schnell unter die Dusche. Ich legte mich in die Badewanne und genoss das warme Wasser. Es tat einfach gut und ich konnte mal wieder abschalten. Schließlich war Felix fertig und kann auch wieder zu mir und begann meinen Körper unter Wasser zu streicheln. Immer wenn er mit seiner Hand an meinem Bauch angelangt war, zuckte ich im ersten Moment ein bisschen zusammen. Wie gesagt, die Hemmungen schließlich müssen wir uns voneinander und ich Stück in die Badewanne. Felix stellte sich der Weile schnell unter die Dusche. Ich legte mich in die Badewanne und genoss das warme Wasser. Es tat einfach gut und ich konnte mal wieder abschalten. Schließlich war Felix fertig und kann auch wieder zu mir und begann meinen Körper unter Wasser zu streicheln. Immer wenn er mit seiner Hand an meinem Bauch angelangt war, zuckte ich im ersten Moment ein bisschen zusammen. Wie gesagt, die Hemmungen verschwanden nicht so schnell, aber sie wurden weniger und ich begann immer mehr die Berührungen zu genießen. „Lass uns nicht mehr so aneinander vorbei leben.“ sagte ich zu Felix. Klar, wir hatten unsere Tochter verloren, aber durften wir uns deshalb nicht mehr auf sexueller Ebene betrachten?

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Felix
Tamara antwortete nicht, was mich frustrierte. Aber was sollte ich denn machen? Ich wollte ihr einfach das Gefühl geben, dass sie für mich nach wie vor die schönste Frau weit und breit war und auch, dass ich sie noch immer auf sexueller Weise begehrte. Dieses Gefühl würde sicher niemals aufhören.
Langsam stand ich auf und nahm sie in meine Arme. "Ich liebe dich", flüsterte ich und küsste sie auf den Kopf. Dann ließ ich sie los, um das Wasser in der Badewanne auszumachen. "Dann los, mein Schatz", ermutigte ich sie und half ihr in die Badewanne. Ich betrachtete sie noch einen Moment sehnsüchtig, bevor ich mich dann selbst unter die Dusche stellte.
Meine Dusche dauerte natürlich kürzer als Tamaras Bad, weshalb ich früher wieder auf der Matte stand, diesmal aber mit einem Handtuch um den Hüften. Lächelnd betrachtete ich sie und kniete mich neben die Badewanne. "Tut das gut?" fragte ich vorsichtig und fing an, ihren schönen Körper unter Wasser zu streicheln.

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Tamara

Diese Hemmungen waren in der letzten Zeit immer weiter in mir gewachsen. Auch aus dem Grund, weil Felix und ich uns in dem letzten Monat nicht auf sexueller Weise näher gekommen waren. Wir hatten einfach aneinander gelebt. Waren wie gefühlslose Zombies durch die Gegend gelaufen. Jetzt war es das erste Mal, dass wir uns auch wirklich wieder betrachteten und es war mir einfach unangenehm. Ich wusste, dass Felix meinen Körper geliebt hatte. Meinen damaligen. Mein jetziger Körper hatte nicht mehr viel mit meinem damaligen Körper gemeinsam.Trotzdem kann der Felix mich viel zu gut und bemerkte meine Hemmung. Er kam auf mich zu und wir dann mich langsam ausziehen. Als ich schließlich nackt vor ihm stand, sagte er mir, dass ich wunderschön war. Diese Worte hatte ich wirklich gebraucht. Felix kniete sich vor mich und küsste meine Narbe. Im ersten Augenblick zuckte ich ein bisschen zusammen, aber dann gewöhnte ich mich daran und erinnerte mich daran, wie gut es getan hatte, als mich Felix berührt hatte. Felix bat mich darum, dass ich mich nicht vor ihm verstecken sollte. Ich konnte es versuchen, aber ich musste mich selbst erst daran gewöhnen und mich selbst wieder in meinem Körper wohl fühlen. Wenn ich in den Spiegel sah, sah ich einfach nicht mehr mich selbst. Ich sah nur eine fremde Person, die das Leben ihres Kindes auf dem Gewissen hat.

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Felix
Ich legte meine Klamotten in den Wäschekorb der im Badezimmer stand und sah dann zu Tamara auf. Ich wurde doch tatsächlich etwas rot, als sie mich so genau musterte. Sie schaffte es wirklich immer, dass ich mich gut fühlte und irgendwie auch männlich.
Leise seufzte ich, als Tamara fast schon Anstalten machte sich auszuziehen. Ich ging vorsichtig auf sie zu und küsste ihre Stirn. Dann zog ich ihr das Oberteil über den Kopf und zwang sie quasi, sich nicht zu rühren. Ich öffnete in aller Ruhe die Hose und streifte sie ihr von ihren sinnlichen Beinen. Offen betrachtete ich meine Frau. Sie war einfach wunderschön, auch wenn eine Narbe ihren Körper zierte und sie noch immer ein paar Kilos von ihrer Schwangerschaft auf den Hüften hatte.
"Du bist wunderschön, Tamara", flüsterte ich und klickte ihren BH auf, bevor ich mich vor sie kniete. Sanft legte ich meine Hände auf ihre Hüften, streichelte sanft darüber und küsste vorsichtig ihre Narbe auf dem Bauch. "Man kann dich gar nicht entstellen", flüsterte ich und vergrub das Gesicht an ihrem Bauch, der jetzt viel weicher war als noch vor ein paar Monaten. "Versteck dich bitte nicht vor mir", bat ich sie und sah zu ihr hoch.

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Tamara

Ich lächelte, als mir Felix zustimmte. Felix begann sich auszuziehen und einen kleinen Moment beobachtete ich ihn dabei. Ich hatte ihn schon so oft nackt gesehen, aber ich sah mir seinen Körper einfach immer noch so gern an, wie am Anfang unserer Beziehung. Im Gegenteil zu meinem Körper. In letzter Zeit fühlte ich mich wirklich unwohl. Ich hatte immer noch einige Kilos zu viel auf den Rippen und dann war da auch noch die Narbe von der Operation nach dem Unfall. Ich hatte so ziemlich mein Selbstbewusstsein für meinen Körper verlassen. Klar hatte mich Felix nackt gesehen in letzter Zeit, aber ich hatte es nie wirklich zugelassen, dass er mich genauer betrachten kann beziehungsweise länger. Deshalb zögerte ich nun auch im ersten Moment mich auszuziehen.

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Felix
Ich war froh, dass Tamara so schnell zustimmte und es zu gefallen schien, was ich vorschlug. Es machte endlich mal wieder Sinn etwas zu tun, nämlich um uns beide ein bisschen glücklicher zu machen. Es war wirklich an der Zeit, dass wir anfingen wieder zu leben und nicht weiter vor uns her dümpelten. Das bedeutete ja nicht, dass wir Aurora jemals vergessen oder aufhören würden zu lieben.
"So machen wir es", stimmte ich ihr zu und gab ihr einen Kuss auf die Lippen, bevor ich mir das Oberteil auszog sowie meine Hose. Ich schälte mich aus meinen Socken sowie meiner Unterhose. Wir waren verheiratet, nackt hatte sie mich schon oft gesehen, weshalb ich auch kein Problem damit hatte, mich vor ihr auszuziehen.

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Tamara

„Du kennst mich doch.“ sagte ich breit grinsend, als Felix meinte, dass ich mir das Beste heraus suchte. Zusammen gingen wir ins Badezimmer, wo mir Felix sagte, dass er noch nicht baden gehen konnte wegen seinem Tattoo. Er schlug mir aber vor, dass er bei mir bleiben könnte, wenn ich baden ging. „Dann gehst du duschen, leistest mir dann Gesellschaft und dann zum Schluss Creme ich dein Tattoo ein.“ sagte ich lächelnd und sah Felix dabei zu, wie er mir das Badewasser einließ. Felix bemühte sich wirklich, dass für uns wieder ein bisschen Normalität einkehrte und ich genoss es sehr. Endlich kamen wir uns wieder ein bisschen näher, nachdem wir eine ganze Zeit nur aneinander vorbei gelebt hatten.

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Felix
"Ach, das ist meine schlaue Frau. Holt aus allem das Beste heraus", neckte ich sie lächelnd und gab ihr noch einen Kuss auf die Stirn, bevor ich sie dann ins Badezimmer führte. Allerdings fiel mir dann etwas ein. "Ich sollte mit dem frischen Tattoo noch nicht baden gehen. Aber ich kann bei dir bleiben, wenn du das möchtest", schlug ich vor, während ich ihren liebsten Badezusatz in die Badewanne goss während bereits das Wasser einlief. Ich hatte so einen Beipackzettel bekommen und darauf stand, dass ich in der ersten Zeit nur duschen sollte. "Ich kann nebenbei duschen, wenn du magst. Danach darfst du mir das Tattoo eincremen, wenn du das willst", sagte ich. Dabei war ich immer darauf bedacht, dass ihre Wünsche an erster Stelle stehen.

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Tamara

Wir ließen uns das Essen schmecken und ich genoss das Stück Normalität. Ich wollte einfach nicht mehr die ganze Zeit an Aurora denken. Klar, sie würde die ganze Zeit in meinem Herzen bleiben und es wird kein einziger Tag vergehen, an dem ich nicht an sie dachte. Aber ich konnte doch nicht die ganze Zeit trauern.
Schließlich waren wir fertig und räumten den Tisch auf. Als wir fertig waren, fragte mich Felix, was wir machen wollten. „Wie wäre es einfach mit beidem?“ fragte ich lächelnd. „Wir gehen baden und danach schauen wir uns noch einen schönen Film im Bett an.“ sagte ich lächelnd und küsste Felix auf die Wange, als er mich umarmte.

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Felix
Ich war froh, dass Tamara meine Lasagne schmeckte. Es war jetzt nicht so super aufwendig oder schwierig, umso schöner war es, dass sie es genauso wertschätzte wie ein Drei-Gänge-Menü.
Nachdem wir fertig mit essen waren, räumten wir zusammen den Tisch ab und machten die Küche wieder sauber. "Wollen wir einen Film sehen?" fragte ich meine Liebste, als ich sie von hinten umarmte. Wir beide brauchten einfach ein bisschen Normalität. "Oder möchtest du baden gehen?" fragte ich und vergrub das Gesicht in ihrem weichen Haar.

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Tamara

Felix und ich blieben einfach noch die restliche halbe Stunde auf dem Sofa liegen und kuscheln miteinander. Es tat gut wieder einmal so mit ihm hier zu liegen. Es war fast so wie vorher. Irgendwann war aber auch die halbe Stunde zu Ende und wir standen wieder auf. Wir gingen zusammen in die Küche, wo Felix die Lasagne aus dem Ofen holte. Es roch wirklich köstlich und es war mal wieder eine Abwechslung zu dem Essen, was wir in der letzten Zeit so hatten. Felix teilte die Lasagne auf die Teller auf und nachdem wir uns gegenseitig einen guten Appetit gewünscht hatten, begannen wir auch schon zu essen. „Es schmeckt richtig lecker.“ sagte ich lächelnd und nahm wieder einen Happen in den Mund.

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Felix
Ein Lächeln legte sich auf meine Lippen, als sie ein Teil unseres Ehegelübde wiederholte. Es stimmte. In guten wie in schlechten Zeiten. Wir würden alles zusammen schaffen, da war ich mir nach den letzten Wochen wirklich sicher. Tamara zu heiraten war die beste Entscheidung meines Lebens gewesen.
Nachdem wir noch etwas gekuschelt hatten, stand ich auf. "Zeit für Lasagne", sagte ich lächelnd und stand auf um in die Küche zu gehen. Dort zog ich mir jedoch erstmal mein Oberteil wieder an, bevor ich mich ums essen kümmerte.
"Willst du heute baden gehen? Etwas Entspannung wird uns gut tun", schlug ich vor, als ich das Essen auf den Tisch stellte und anfing, uns jeweils ein Stück auf die Teller zu legen. Natürlich klappte das nie wie in der Werbung, sondern es war ein rechteckiges Stück was langsam auseinander sickerte. Aber dafür würde es bestimmt besser schmecken als aus diesen ach so perfekten Tüten.

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Tamara

Ich lächelte, als Felix meinte, dass er nun über mich gelernt hatte, dass ich auch mit kürzeren Haaren und einer anderen Farbe darin gut aussah. „In der Hinsicht habe ich auch etwas Neues über mich gelernt.“ sagte ich lächelnd. Ich sah mit dieser Frisur einfach reifer aus. Aber nicht im schlechten Sinne. Ich sah einfach nicht mehr wie eine reiche Tussi aus, denn diese war ich schon lange nicht mehr, dank Felix.
Ich genoss es einfach bei Felix zu sein und seine Berührungen genoss ich umso mehr. „Ich liebe dich auch, Felix. Für immer und ewig. In Guten sowie in schlechten Zeiten.“ sagte ich lächelnd. Und ein ganz klares Zeichen, dass unsere Liebe echt ist, war die Tatsache, dass wir es durch diese schwere Zeit geschafft hatten. Zusammen.

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Felix
Ich grinste schief und kuschelte mich anschließend mit meiner Frau aufs Sofa. Ich schmiegte mich an sie und streichelte sie liebevoll. "Ich lerne dich auch immer ein Stück mehr kennen... Zum Beispiel siehst du fantastisch aus wenn deine Haare kürzer sind und eine andere Farbe haben", sagte ich lächelnd und küsste ihren Kopf. Meine Hand fand ganz automatisch den Weg unter ihr Oberteil. Sie hatte es also nicht verlernt. Sanft streichelte ich ihre Seite entlang und genoss es, ihre warme Haut unter meiner zu spüren.
"Ich liebe dich, Tamara. Daran wird sich nie etwas ändern", flüsterte ich und löste mich etwas, damit ich sie ansehen konnte.

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Tamara

Ich grinste breit, als Felix meinte, dass er viele verborgene Talente hatte. „Und ich hätte gedacht, dass ich meinen Ehemann voll und ganz mit seinen Geheimnisse kenne.“ sagte ich grinsend und erwiderte seinen Kuss. Es fühlte sich gut an und das erste Mal konnte ich wieder Glücksgefühle in mir spüren. Zusammen mit Felix ging ich ins Wohnzimmer, wo wir uns zusammen auf das Sofa kuschelten. So bewusst hatten wir es schon lange nicht mehr gemacht. Sonst hätten wir uns einfach fest gehalten, weil wir nicht allein sein wollten und irgendeinen Halt gesucht hatten. Wir hatten einfach ein bisschen aneinander vorbei gelebt, weil wir beide einfach viel zu sehr mit unseren Gedanken beschäftigt gewesen waren. Aber jetzt war es das erste Mal, dass es auch wieder um Liebe ging beziehungsweise Liebe in der Luft war.

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Felix
Ich musste schmunzeln, als sie sagte, sie wusste nicht, dass ich auch noch zeichnen konnte. "Ich habe viele verborgene Talente", neckte ich sie und streichelte über ihren sinnlichen Rücken, den ich am liebsten jetzt sofort mit unendlich vielen Küssen bedeckt hätte. "Aber ich hatte Hilfe. Effy und ich haben früher einen Kunstkurs belegt... Unfreiwillig aber ja. Sie hat mir geholfen, in den Feinheiten ist sie einfach besser. Das Meiste kommt aber von mir", meinte ich und gab ihr einen Kuss auf die Lippen. "Lass uns noch ein bisschen auf die Couch gehen bevor es essen gibt", schlug ich vor und verschränkte unsere Finger miteinander, damit wir zusammen zum Sofa gehen konnten. Wir hatten noch eine halbe Stunde Zeit und gerade hatte ich das Bedürfnis mit ihr zu kuscheln.

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Tamara

Ich nickte, als mich Felix fragte, ob es mir gefiel. Es war eine wirklich schöne Erinnerung an unsere kleine Prinzessin und so war sie irgendwie immer bei uns. Ich ließ mich von Felix in seine Arme ziehen und genoss es in seinen Armen zu liegen. In letzter Zeit hatte ich es für zu selbstverständlich genommen oder hatte es nicht richtig genießen können, weil ich mir zu große Vorwürfe gemacht hatte. Wir waren auf einem guten Weg alles langsam zu verarbeiten. Wir würden Aurora niemals vergessen, aber wir konnten langsam wieder einen normalen Tagesablauf angehen. Wir konnten langsam wieder leben. Ich war erstaunt, als mir Felix offenbarte, dass er es selbst entworfen hatte. „Ich wusste gar nicht, dass du auch zeichnen kannst.“ sagte ich zu Felix und musste es mir gleich nochmal ansehen.

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Felix
Ich war froh, dass Tamara nicht ausrastete und sich anscheinend... zu freuen schien. Wir hatten alle andere Verarbeitungsweisen und ich fand nicht, dass ich mit dem Tattoo einen Schlussstrich zog, sondern dass ich Aurora so immer bei mir haben konnte. Mir war das Herz ein bisschen leichter, denn so würde ich sie niemals vergessen. Davor hatte ich die ganze Zeit Angst gehabt, aber jetzt wusste ich, dass ich sie niemals vergessen würde.
"Gefällt es dir?" fragte ich und legte meinen Arm um sie. Sanft zog ich sie enger an mich und küsste ihre Stirn. Ich hoffte, dass sie nicht böse war, dass ich es nicht mit ihr abgesprochen hatte. Aber ich hatte es einfach nicht gekonnt, weil ich selbst noch daran gefeilt hatte bis in letzter Sekunde. "Ich habe es selbst entworfen."

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Tamara

Lasagne. Das hörte sich gut an, für das erste selbst gekochte essen, welches wir seit Wochen wieder zu uns nehmen würden. Aber es würde noch eine Weile dauern, bis sie fertig war und diese Zeit wollte Felix anscheinend nutzen, um mir etwas zu sagen. Ich hatte mich schon gefragt, was Felix am Wochenende für einen Termin haben könnte. Ich hatte damit gerechnet, dass es ausnahmsweise von der Arbeit ein Termin gewesen war. Da hatte ich mich anscheinend geirrt. Felix zog sich sein Shirt aus und ich wunderte mich im ersten Moment schon, wozu er das machte. Doch als er sich zur Seite drehte, sah ich das Tattoo auf seiner Schulter. Es war eines zur Erinnerung an unsere Tochter. Als ich es sah, stiegen mir leicht die Tränen in die Augen. Wahrscheinlich hatte Felix damit gerechnet, dass ich ausrasten würde, aber so war es nicht. Jeder hatte andere Wege um es zu verarbeiten und wenn Felix damit alles verarbeitete, sollte er es machen. Ich wäre nur ausgerastet, wäre er so dumm gewesen und hätte sich meinen Namen auf die Haut stechen lassen. Das machte man einfach nicht. Ich fuhr um das Tattoo herum und sah es mir an. Es war wunderschön. „Wir hatten wohl beide eine Veränderung nötig.“ sagte ich und lächelte leicht.

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Felix
Tamara musste schon einiges machen, damit sie nicht mehr schön aussah. Da konnte eine Frisur nicht wirklich viel verbocken.
"Du hast immer gute Ideen, hm?" fragte ich und gab ihr noch einen Kuss. Ich vermisste sie wahnsinnig wenn sie nicht bei mir war. Allerdings hatten wir beide einfach oft mit unseren Gedanken zu kämpfen, weshalb unser Eheleben etwas auf der Strecke blieb.
"Ich habe uns Lasagne gemacht. Es wird noch so eine halbe Stunde dauern", erklärte ich und streichelte über ihre Wange. Okay, jetzt oder nie.
"Schau mal... ich hatte heute morgen einen Termin. Raste bitte nicht aus, aber für mich war es genau das Richtige", sagte ich und löste mich von ihr. Ich zog mir mein Oberteil aus und drehte ihr meine linke Schulter hin. Dort war ein -noch gerötetes- Tattoo. Es waren mehrere Bilder zu sehen. Im Zentrum war eine Sanduhr, in der oben eine richtige Uhr war mit der Uhrzeit an der Aurora auf die Welt gekommen war. Hinter der Sanduhr waren Engelsflügel und unten an der Uhr stand in zarter Schrift der Name unserer Tochter.

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Tamara

Ich war mir sicher, dass ich Felix erst mal an meine neue Frisur gewöhnen musste. Schließlich hatte er mich all die Jahre nur mit meinen ganz langen Haaren und wasserstoffblonden Haar gekannt. Aber ich hoffte, dass es ihm irgendwann gefallen würde. Ich ging durch den Flur und sah, dass Felix in der Küche stand. Anscheinend war es für ihn auch an der Zeit Veränderungen vorzunehmen. Er hatte nichts bestellt, sondern hatte selbst gekocht. Sollte es wirklich ein Anfang dafür sein, dass wir wieder ein relativ normales Leben führen konnten? Felix kam zu mir und begrüßte mich. Er meinte, dass meine neue Frisur zwar ungewohnt, aber schön war. Bei diesen Worten musste ich lächeln. Als er mich fragte, ob es geplant war, schüttelte ich meinen Kopf. „Nein. Ich habe es heute früh beschlossen.“ sagte ich leicht lächelnd und legte meine Arme um seinen Hals. „Und du? Was hast du schönes zum Essen gemacht?“ fragte ich lächelnd und küsste ihn nochmal kurz.

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Felix
Tamara war nicht da, als ich nach Hause kam. Hatte sie mir gesagt, was sie machen wollte? Ich wusste es nicht mehr. Allerdings war ich froh, noch einen Moment mit meinen Gedanken alleine zu sein. Trotzdem vermisste ich sie. Ich vermisste sie immer, wenn sie nicht bei mir war.
Kurz nachdem ich die Einkäufe verstaut hatte, fing ich an zu kochen. Es war jetzt schon einige Wochen her, seitdem ich aufwendig gekocht hatte. Wir hatten zwar wieder Appetit, allerdings bestellten wir oft und verballerten so unser ganzes Geld. Aber das sollte jetzt ein Ende haben. Ich wollte nicht, dass unsere Tochter uns so aus dem Himmel beobachten musste.
Ich schob gerade die Lasagne in den Ofen, als Tamara zur Tür hinein spazierte. Ich musste zweimal nachsehen, als ich sie erblickte. Sie war definitiv beim Friseur gewesen und ich wusste noch nicht, ob es mir gefiel.
"Hey", begrüßte ich sie und legte das Handtuch weg, ging zu ihr. Sanft legte ich meine linke Hand an ihre Hüfte, mit der anderen berührte ich ihre neue Frisur. "Sieht schön aus. Ungewohnt, aber schön. War das geplant?" fragte ich und gab ihr einen sanften Kuss auf die Wange.

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Tamara

Ein Monat war schon vergangen, aber ich fühlte mich immer noch wie eine Mumie. Eine Hülle, aber das innere war leer. Felix ging wieder arbeiten und auch ich hatte mein Studium wieder aufgenommen. Der Alltag war wieder eingekehrt, aber es war noch lange nicht alles wieder in Ordnung. Dennoch hielt ich es nicht mehr aus. Ich machte mir einfach so große Vorwürfe, für den Tod unserer Tochter verantwortlich zu sein. Wäre ich an diesem Tag einfach nicht los gemacht und hätte auf Felix gehört und Zuhause geblieben, dann wäre das alles nicht passiert. Es war Samstag und Felix hatte heute trotzdem einen Termin und musste relativ früh los. Ich blieb noch eine Weile im Bett, bevor ich aufstand. Als ich ins Badezimmer ging und in den Spiegel sah, konnte ich dieses Bild einfach nicht mehr ertragen. Ich konnte mich nicht mehr sehen und brauchte einfach eine Veränderung. Also machte ich mich schnell fertig und machte mich kurzerhand auf den Weg in die Stadt. Wie hieß es immer so schön, wenn eine Frau eine Veränderung durch machte, musste auch eine neue Frisur her. Zu krass wollte ich die Veränderung dann doch nicht, aber ein ganzes Stück an Haaren kam ab. Vorher waren meine Haare so lang, dass sie mir bis zur Hüfte gingen und jetzt fielen sie mir gerade noch über die Brust. Auch an der Farbe hatte sich einiges geändert. Ich hatte nicht mehr die ganz grellen hell blonden Haare. Jetzt hatte ich meine dunkle Naturhaarfarbe als Ansatz und unten hatte ich ein schönes Ombre. Ich hoffte wirklich, dass Felix die Veränderung gefiel, schließlich hatte er meine Haare immer regelrecht geliebt. Aber es war ja nicht so, dass ich sie mir ganz kurz geschnitten oder bunt gefärbt hätte. Als ich schließlich fertig war, machte ich mich wieder auf den Weg nach Hause.

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[Klar können wir machen.]

Felix
Vier Wochen. Ein ganzer Monat. Und noch immer waren die Wunden nicht verheilt. Es fühlte sich an, als sei es gerade erst passiert. Es gab keinen Tag, an den ich nicht an Aurora dachte. Vor allem die ersten Arbeitstage waren schwer, da jeder mir sein Mitleid aussprach und sich anbot, falls etwas sein sollte. Diese Angebote ließ ich immer links liegen. Was brachte es schon, zu reden? Das brachte mir mein Kind auch nicht wieder zurück. Es wurde nicht einfacher, sondern die Schmerzen waren jetzt etwas dumpfer als zuvor.
"Baby... ich muss los", flüsterte ich und gab Tamara einen Kuss auf die Wange. Wir lagen noch im Bett, wieso auch nicht, es war schließlich Samstag. Allerdings hatte ich noch einen Termin, weshalb ich heute auch früh raus musste. Tamara wusste nicht, wohin ich ging. Sie wusste nur, dass ich weg musste. Unsere Ehe war in den letzten Wochen eher ein aneinander klammern damit wir nicht zusammen fielen wie ein Kartenhaus. Manchmal glaubte ich, dass Tamara mich kaum ansehen konnte weil sie sich wegen dem Tod unserer Aurora solche Vorwürfe machte. Doch das war totaler Schwachsinn und eigentlich wusste sie das auch.
Erst gegen Mittag kam ich zurück in unsere Wohnung, die ich mittlerweile noch mehr verabscheute als noch vor ein paar Wochen. "Tamara? Ich bin zurück!" rief ich und ging mit den paar Einkäufen die ich getätigt hatte in die Küche. Ob sie da war, wusste ich nicht mal. Ein toller Mann war ich!

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Tamara

Wir hatten beide weder Appetit noch Hunger, das wusste ich. Aber wir mussten Essen. Schließlich mussten wir bei Kräften bleiben und das ging nun mal nur mit Nahrung. Also gingen Felix und ich widerwillig zum Buffet und suchten uns dort etwas Essbares. Felix entschied sich eher für die süßen Speisen. Wobei ich mich im Gegenteil zu ihm, bei den herzhaften Sachen bediente. Ich nahm mir ein Häppchen und etwas Gemüse. Dann gingen wir auch schon wieder an unsere Plätze. Als ich das Essen vor mir auf dem Tisch sah, wurde mir wieder regelrecht schlecht, aber es musste rein. Deshalb zwang ich mich zu essen und steckte mir nach und nach etwas in den Mund und aß es. Ich hoffte in diesem Moment einfach, dass wir irgendwann ein wenigstens halbwegs normales Leben führen könnten. Das die Schmerzen, die der Verlust unserer Tochter ausgelöst hatte, weniger werden würden. Ich hoffte es einfach so sehr.
[Wollen wir vielleicht springen, es wird ja nicht mehr viel passieren oder? ;)]

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Felix
Ich sollte etwas essen. Natürlich, dass sah Tamara ähnlich. Wenn sie etwas nicht tun wollte, dann musste ich wenigstens mitmachen damit sie nicht alleine war. Normalerweise hätte ich sie geärgert und aufgezogen, allerdings konnte ich das gerade nicht. Ich war viel zu erschöpft und wollte mich eigentlich nur noch hinlegen, schlafen und warten bis dieser Tag vorbei war... Oder bis der Moment gekommen war, an dem es aufhörte so sehr weh zu tun.
"Dann los", sagte ich lahm, legte den Arm um meine Frau und ging mit ihr zusammen zum aufgebauten Buffet. Mir wurde allein beim Anblick schon schlecht, weshalb ich mich gleich nach etwas süßem umsah. Ich entschied mich für einen Muffin der in Schokolade getunkt war. Lustlos knibbelte ich ein Stück ab und schob es mir in den Mund. Es war die erste Nahrung an diesem Tag, trotzdem wollte ich sie am liebsten wieder hervorwürgen. Aber ich musste wenigstens für Tamara stark sein.

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Tamara

Ich sah zu Felix auf, als er mir sagte, dass ich etwas sollte. Ich hatte wirklich keinen Hunger und wenn ich das Festtagsessen auf dem Tisch sah, wurde mir einfach nur schlecht. Es kam mir einfach falsch vor, dass wir solches gutes Essen heute an diesem Tag essen sollten. Es gab doch nicht zu feiern! Es war der schlimmste Tag meines Lebens und an diesem Tag wollte ich eigentlich nicht so fein essen. Aber ich wusste, dass ich etwas essen musste. Wir brauchten die Energie, gerade jetzt. „Ich esse nur etwas, wenn du auch etwas isst.“ sagte ich zu Felix. Denn er musste auch etwas essen. Er versuchte die ganze Zeit für mich dazu sein und auf mich aufzupassen, aber genau so musste ich auf ihn aufpassen. Er hatte auch schon eine ganze Weile nichts gegessen und ihn konnte etwas im Magen sicherlich auch gut tun. Anders würde ich ihn wahrscheinlich nicht zum Essen bringen. Ich wusste, dass er genauso wie ich nichts essen wollte. Aber wir mussten. Auch wenn es falsch war oder uns falsch vorkam. Aber wir konnten nicht ewig nichts essen. Aurora würde immer ein Loch in unseren Herzen hinterlassen, das Loch würde vielleicht kleiner werden, aber es würde nie voll ständig verheilen. Es würde immer und immer wieder weh tun, wenn wir an sie dachten. Aber damit mussten wir nach und nach klar kommen.

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Felix
Ich hatte nicht mal ein schlechtes Gewissen, dass ich mit meiner Schwester eine Zigarette geraucht hatte. Ich war einfach nur fertig und das Nikotin half ein bisschen dabei, um diesen Tag zu überleben. Tamara würde mir das nicht böse nehmen, da war ich mir in dieser Situation wirklich sicher.
"Iss etwas, mein Schatz", bat ich sie, nachdem ich mich neben Tamara gesetzt und meinen Arm um sie gelegt hatte. Sanft streichelte ich über ihre Seite und küsste ihre Schläfe. Ich wusste, dass sie keinen Hunger verspürte. Bei mir sah es genauso aus. Aber ich wollte sie zumindest ermutigen, damit sie etwas zu sich nahm. Aber ich hatte auch überhaupt keine Lust etwas zu essen, weshalb ich mich nur an Tamara lehnte und sie festhielt. Mehr konnte ich gerade nicht tun.

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Tamara

Ich fühlte mich so leer. Ich saß einfach am Tisch und bekam nicht wirklich mit, über was sich die anderen unterhielten. Ich saß einfach nur da und starrte ins Leere. Ich bekam nur am Rande mit, wie mir meine Mutter einen Teller mit etwas zum Essen vor mich stellte. Aber ich hatte keinen Hunger. Ich hatte schon lange keinen Hunger mehr verspürt und besonders jetzt in diesem Moment, hatte ich wirklich keinen Hunger. Wir hatten gerade Aurora beerdigt und würden sie nie wieder sehen. Ich hatte mich so sehr auf unsere kleine Familie gefreut, aber daraus würde nie wieder etwas werden. Aurora war gestorben und wir würden sie nie wieder in unseren Armen halten können.
Irgendwann kamen Effy und Felix wieder rein. Er roch nach Rauch und ich hätte ihn sicherlich in jeder anderen Situation dafür angeschissen, aber gerade nicht. Es war seine Art damit klar zu kommen und ich akzeptierte es, solange er bald wieder damit aufhörte. Schließlich wusste er, dass ich es nicht mochte, aber gerade war nicht der Zeitpunkt darüber nachzudenken, jetzt ging es um Aurora und ich war froh, dass Felix seine Arme um mich legte. Das brauchte ich gerade und da war es egal ob er nach Rauch roch oder nicht.

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Felix
Der Rauch in meinen Lungen tat mir gut, er betäubte das beklemmende Gefühl in meinem Brustkorb. Ich konnte kaum daran denken, dass in diesem Moment mein Kind begraben wurde und wir sie tatsächlich nie wieder sehen würden. Meine Prinzessin wurde zum Sternenkind... Es war einfach nur schrecklich.
Effy redete ein bisschen mit mir, aber ich bekam es kaum mit. Sie versuchte mich abzulenken, was lieb war, aber ich konnte ihr nicht wirklich folgen.
Nachdem wir beide fertig geraucht hatten, sammelte ich die Stummel auf und ging mit meiner Schwester zurück zu unseren Gästen. Ich schmiss den Rest der Zigaretten weg und wusch mir die Hände. Danach ging ich zu Tamara und legte meinen Arm um sie. Wir beide wussten, dass wir etwas essen mussten. Allerdings fragte ich Tamara nicht ob sie etwas essen wollte. Ich war mir sicher, dass Tamara auch keinen Hunger hatte.

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Tamara

Wie gerne hätte ich den Anlass für diese Feier geändert, aber es ging nicht. Wir sollten unsere Tochter heute nochmal vollkommen im Ehren halten. Auch wenn die anderen sicherlich sogar wie keine Erinnerungen an Aurora schaffen konnten, weil sie die kleine niemals kennenlernen dürften, hatten Felix und ich umso mehr Erinnerungen an sie. Felix meinte, dass er raus müsste und ging kurz darauf nach draußen. Ich blieb drinnen bei den anderen und versuchte wenigstens ein bisschen ein Gastgeber zu sein, obwohl mich meine Mutter immer weg schickte. Ich sah, dass Felix draußen rauchte und es gefiel mir überhaupt nicht, aber ich wusste auch, dass er es brauchte. Es war seine Art damit umzugehen und sich zu beruhigen.

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Felix
Ich wünschte einfach, dass es diesen Tag niemals gegeben hätte. Aber es war so, wie es war und auch wenn es schrecklich war, so konnten wir es nicht mehr ändern. Auch wenn ich wirklich alles dafür geben würde, um es rückgängig zu machen.
Sanft gab ich meiner Frau einen Kuss auf die Schläfe, bevor ich ihre Hand los ließ. Ich konnte einfach nicht in diesem Raum stehen mit unseren Angehörigen, die unserer Tochter nach trauerten. Es tat unfassbar weh. "Ich muss mal raus", sagte ich als Erklärung und steuerte die Terrasse an. Ich atmete die kühle Luft ein und versuchte einfach zu verarbeiten, dass unser Baby gestorben war.
"Hier", sagte meine Schwester und hielt mir ihre Packung Zigaretten hin. Ich haderte einen Moment mit mir selbst, bevor ich mir eine nahm und anzündete. "Es ist so unfair", flüsterte ich und ließ zu, dass Elisabeth sich in meine Arme drückte und mir den Rücken streichelte. Ich hätte es nie zugegeben, aber es tat gut, dass sie da war.

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Tamara

Auch wenn ich mich freute alle anderen wieder zu sehen, wie zum Beispiel meine Großeltern, die ich schon seit der Hochzeit nicht mehr gesehen hatte, weil sie nun mal in Kapstadt wohnten, war mir nicht wirklich zum Freuen zu mute. Wie auch? Es war kein schöner Anlass. Lieber hätte ich sie alle zu einer Babyparty eingeladen, weil Aurora endlich auf der Welt war. Aber statt dieser Babyparty hatten wir nun eine Beerdigung bekommen. Ich wollte diesen Tag einfach nur über mich ergehen lassen. Ich wollte mich an Aurora erinnern und um sie trauern, so wie sie es verdient hatte. Klar, jetzt würden viele sagen, dass ich nicht viele Erinnerungen an sie haben konnte. Aber doch, das hatte ich. Ich erinnerte mich noch an ihren ersten Tritt. Ich erinnerte mich wie sie immer in meinem Bauch getanzt hat. Dies waren alle so schöne Erinnerungen an die ich jetzt gern zurück dachte, um nicht daran zu denken, dass wir sie gerade zum Grab getragen hatten.

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Felix
Der Tag hatte gerade erst begonnen und er war einfach der Horror. Ich vermisste unsere kleine Aurora jetzt schon, wollte sie wieder bei mir haben, sie halten und lieb haben. Doch das ging nicht, leider nicht. Und das war einfach nur schrecklich.
Wir fuhren zusammen zu Tamaras Eltern. Allerdings hatte ich darauf überhaupt keine Lust. Ich wollte mich am liebsten nur verkriechen und warten, bis dieser schreckliche Tag vorbei war. Doch das konnte ich Tamara nicht antun, ich musste für sie da sein und ihr alles geben, was sie brauchte. Ich musste ihr Mann sein. Punkt. Und ich hoffte, dass ich das auch schaffen würde.
Wir gingen zusammen ins Haus, wo schon etwas zu essen aufgebaut war und leise Musik dudelte im Hintergrund. Ich entdeckte meine Eltern, doch gerade wollte ich wirklich mit keinem reden.

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Tamara

Felix stimmte mir zu und zusammen gingen wir Hand in Hand los. Wir warfen noch einen letzten Blick auf das Grab von Aurora und gingen dann zusammen mit Lisa und Maik zu ihrem Auto. Layla hatten bereits meine Eltern mitgenommen und so hatten Felix und ich die Rückbank für uns. Wir stiegen ins Auto und fuhren dann auch schon los zu meinen Eltern. Auf der Fahrt dahin schmiegte ich mich an Felix und verdrückte nochmal ein paar Tränen bei den Gedanken daran, was in der letzten Stunde passiert war. Ich wollte es nicht wahr haben und hoffte, dass ich vielleicht gleich endlich aus diesem Alptraum aufwachte. Aber es war wahr. Es war kein Traum! Leider. Schließlich waren wir bei meinen Eltern angekommen und gingen ins Haus, wo sich soweit schon alle um den Tisch versammelt hatten. Auch Felix seine Eltern waren immer noch da. Aber ich war froh über jeden einzelnen der hier war. Es waren nur die, die uns wirklich am nächsten standen und es war schön zu wissen, dass so viele Menschen hinter uns standen und uns halt geben wollten, in dieser schweren Zeit.

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Felix
Es war einfach nur der Horror und ich wünschte, der Tag wäre schon vorbei. Es sollte einfach aufhören, so doll wehzutun.
Nachdem alle nach und nach gingen, wollte auch Tamara gehen. Leise seufzte ich und umarmte sie nochmals fest. Der Gedanke schmerzte einfach, dass unser Baby gleich unter der Erde liegen und nicht friedlich in ihrem Bettchen schlummern würde. Ich wollte nur, dass es aufhörte.
"Dann los", stimmte ich ihr zu, nahm fest ihre Hand und zusammen gingen wir mit Lisa und Maik zum Auto. Ich hätte jetzt auch nicht mehr fahren können, dazu war ich viel zu erschüttert.

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Tamara

Wir blieben stehen und alle verabschiedeten sich nach und nach. Es war wirklich schrecklich. So sollte es nicht sein. Es sollten sich nicht die Eltern von einem Kind trennen müssen. Das war gegen die Natur. Trotzdem wurde uns sowas angetan. Wir hatten unsere Kleine verloren und konnten nichts mehr daran ändern. Schließlich hatten sich alle von Aurora verabschiedet und die ersten kehrten auch schon zu ihren Autos zurück. Es würde noch eine kleine Trauerfeier bei meinen Eltern geben und dort mussten wir hin, aber Felix sah nicht so aus, als würde er bald von hier weg gehen wollen. Ich wollte auch nicht weg, aber wir mussten. Wir würden wieder kommen, ich hatte mir vor genommen wirklich so oft wie auch nur möglich hierher zu kommen. "Lass uns gehen." sagte ich leise und nahm Felix seine Hand. Fast alle waren schon weg. Nur meine Schwester und Maik warteten auf uns. Meine Eltern waren schon vor gefahren, weil die Trauerfeier schließlich bei ihnen statt fand. Jetzt würden wir bei Maik und Lisa mitfahren.

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Felix
Jetzt mussten wir tatsächlich Abschied nehmen. Abschied von unserem Kind, was wir niemals hatten kennenlernen durften. Es war einfach nur schrecklich.
Wir stellten uns neben das Grab, sodass sich unsere Familien auch noch von unserer Kleinen verabschieden konnten. Es war logisch, dass wir einfach am meisten trauerten. Obwohl... nein... das alles hier war unlogisch. Es war unlogisch, dass unser Baby gestorben war. Es war unlogisch, dass sie vor uns sterben musste. Es war einfach alles unlogisch, nichts machte mehr einen Sinn.
Nachdem sich alle verabschiedet hatten, gingen viele zurück zu ihren Autos, da wir noch bei Tamaras Eltern beisammen sitzen wollten. Ich wusste jedoch nicht, ob ich schon weg konnte.

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Tamara

Ich sah zu Aurora herab und wünschte mir nochmal einen kleinen Augenblick, dass das alles nicht passiert wäre. Aber es war zu spät, wir würden sie nie wieder in unseren Armen halten, das wurde mir in diesem Moment wieder klar. Aber eins wusste ich, ich würde sie niemals vergessen und sie würde immer in meinem Herzen bleiben. Sie würde immer in unseren beiden Herzen bleiben. Wir sahen noch einmal in das Grab und machten dann Platz und traten neben das Grab, damit die anderen auch zum Grab treten konnten und sich verabschieden konnten. Ich beobachtete wie sich auch Felix seine Eltern von Aurora verabschiedeten. Sollten sie wirklich eingesehen haben, dass sie einen tollen Jungen haben, egal was er nun beruflich machte. Ich fand es schön, dass sie an dem schwersten Tag für Felix da sein wollten. Vielleicht würden sie wirklich ein besseres Verhältnis haben. Jedenfalls hoffte ich es für Felix, es würde ihn sicherlich gut tun.

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Felix
Ich hatte es nie verstanden, wie Frauen immer von Liebeskummer sprachen, davon, wie ihr Herz brach. Doch ich glaubte nicht, dass deren Herzen jemals wirklich gebrochen wurde. Ich wusste erst jetzt, was es bedeutete, wenn das Herz in Eintausend kleine Teile brach. Diese wieder zusammen zu setzen... das würde ewig dauern, wenn es überhaupt jemals gehen würde.
Tamara und ich gingen zusammen vor zum Grab, nahmen uns die Rosenblätter und einige weiße Rosen. Langsam wurde der Sarg hinab gelassen, woraufhin Tamara ihre letzten Worte zu unserer Tochter sprach.
"Wir lieben dich, Prinzessin. Du wirst immer bei uns sein", flüsterte ich und legte die Rosen auf den Sarg, bevor ich den Arm enger um Tamara legte. "Sie ist immer bei uns."

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Tamara

Das war der schlimmste Tag meines Lebens. Ich hatte mich noch nie so schlecht gefühlt. Mein Herz war gebrochen. Eigentlich hatte ich immer gedacht, dass es nichts schlimmeres wie Liebeskummer gab, aber sein eigenes Kind zu verlieren, war auf jeden Fall schlimmer. Wir gingen hinter Felix und Maik her, die Aurora zu ihrem Grab trugen. Schließlich waren wir an ihrer letzten Ruhestätte angekommen, dort nahmen die Männer von hier den Sarg ab und ließen ihn herunter in das Grab. Felix kam zu mir und nahm mich in seine Arme. Wäre er nicht spätestens jetzt zu mir gekommen, dann wäre ich wahrscheinlich jetzt zusammen gebrochen. Ich brauchte Felix. Ohne ihn wäre ich sicherlich nicht durch die letzte Woche gekommen. Ich war froh, dass ich ihn an meiner Seite hatte und hoffte wirklich, dass wir das zusammen durchstehen würden. Ich wollte mir wirklich vorstellen, dass es Aurora gut ging. Ich hoffte es wirklich. Felix und ich blieben so einen ganzen Augenblick stehen, bis wir uns leicht voneinander lösten und dann Arm in Arm zu dem Grab gingen um Rosenblätter auf den Sarg herunter zu werden und unsere letzten Worte zu Aurora zu sprechen. "Du wirst immer unsere kleine Prinzessin bleiben." flüsterte ich und warf die Rosenblätter runter.

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Felix
Wir kamen am vorgesehenen Grab an. Dort wurde uns der Sarg abgenommen, damit er gleich runter in die Erde gelassen werden konnte. Schniefend wischte ich mir die Tränen von den Wangen, klopfte Maik dankend auf die Schulter und ging zurück zu meiner Frau. Ohne zu zögern nahm ich sie in den Arm und küsste ihren Kopf. "Es geht ihr gut", flüsterte ich und versuchte sie aufzuheitern. Sanft hielt ich sie fest und küsste immer wieder ihren Kopf. Wir mussten füreinander da sein und ich war froh, dass ich sie hatte. Wir beide würden das hier zusammen durchstehen. Der Schmerz würde vermutlich noch ewig andauern, allerdings würden wir lernen damit zu leben.

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Tamara

Noch bevor die beiden Männer nah genug an dem Sarg waren um ihn zu tragen, war Felix auch schon aufgesprungen um ihn selbst zu tragen. Ich konnte ihn verstehen, er wollte unsere Kleine auf diesem letzten Weg zu ihrem Grab begleiten. Aber ich hätte ihn auch gern bei mir gehabt, aber Aurora ging in diesem Moment vor. Es war gut, dass er bei ihr war. Zum Glück hatte ich immer noch meine Eltern, an denen ich mich stützen könnte. Also trugen Felix und Maik unsere Kleine zu ihrem Grab. Alle anderen folgten ihnen. Ich konnte mich mittlerweile überhaupt nicht mehr zusammen reißen. Ich weinte. Ich weinte um unser kleines Baby. Viel lieber hätte ich sie in meinen Armen. Aber jetzt mussten wir Abschied nehmen. Schließlich standen wir an Aurora ihrer letzter Ruhestätte. Ich wollte sie nicht gehen lassen. Es brach mir mein Herz. Aber wir mussten los lassen. Aber nein. Sie würde immer in unserem Herzen bleiben. Sie würde immer unsere kleine Prinzessin bleiben.

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Felix
Nach einigen Liedern und einer sicher schöner Reden des Pfarrers, kamen zwei junge Männer, die meine Tochter tragen wollten. Ich wusste nicht wieso, aber ich hatte unwillkürlich das Gefühl, dass ich rebellieren musste. Deshalb stand ich auf, noch bevor die Männer mein Mädchen erreichten. Ich wusste, dass Tamara mich brauchte und ich sie halten sollte, aber das ging nicht. Ich musste bei meiner Kleinen sein, konnte sie nicht von irgendwelchen Männern tragen lassen! Das ging für mich einfach nicht. Also nahm ich selbst eine Seite des Sarges. Es war wirklich ein hübscher Sarg mit einem wunderschönen Baby darin. Aber das war so widernatürlich, dass ich unwillkürlich wieder ein paar Tränen vergoss.
Überraschenderweise, kam Maik an meine Seite und packte an der anderen Seite des Sarges an. Seine Augen funkelten feucht und ich war gerade unfassbar froh, dass er an meiner Seite war.
So gingen wir zusammen mit dem Pfarrer und unserer Familie nach draußen zu dem Grab, an dem unser Kind ihre letzte Ruhe finden sollte.

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