Beyond the Woods (RPG)

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Beyond the Woods (RPG)

Dieses RPG eröffne ich für Ciara Black Schickt also alle Steckbriefe und Fragen per PN an sie =)

Vorgeschichte:

Vor vielen Jahrhunderten wurde das Königreich Simbarja gegründet. Nach vielen Machtkämpfen konnte sich Alistor Devonmour als Herrscher durchsetzen. Sein älterer Bruder Christopher fühlte sich übergangen und beschloss, trotz großer Gefahren in den Wäldern am Rand des Königreichs seines Bruders sein eigenes Reich zu gründen. Sein Bruder fühlte sich davon sehr bedroht, als die Anstrengungen seines Bruders mehr Erfolg zeigten als seine und immer mehr Leute in die Wälder zogen. So beschloss er seinen Bruder und alle die ihm gefolgt waren, umbringen zu lassen. Trotz großer Wiederstände wurden die jungen Siedler überfallen und viele von ihnen fanden dort ihr Ende. Doch viele Legenden entstanden rund um diese Tat. So glauben bis heute viele, dass der Bruder des Königs und einige andere überlebten. Alle von ihnen sollen über starke magische Begabung verfügt haben und sollen auch sehr Natur verbunden gewesen sein. So munkeln noch heute viele, dass diese tapferen Frauen und Männer das Volk der Wolfskinder gegründet haben. Dieses Volk zeichnet sich durch die starke magische Begabung und die Naturverbundenheit aus. Der Name rührt daher, dass Christopher Devonmour und viele der Überlebenden sich mit Wölfen verbunden haben sollen. Diese Mythen wurden über Jahrhunderte hinweg weitergegeben.

Sechzehn Jahre zuvor:

Seit fünf Jahren herrschte eine verhängnisvolle Dürre über das Königreich Simbarja herein. Sowohl die königliche Familie Devonmour als auch das Volk verzweifelten. Langsam gingen auch die letzten Vorräte zur Neige und die letzten noch lebenden Pflanzen schienen nun auch der unerträglichen Hitze zu erliegen. Das von kalten Wintern und heißen Sommern gebeutelte Volk wurde immer ungehaltener und gabt der Königsfamilie die Schuld für die Katastrophe, obwohl dieser alles getan hat um seinem Volk zu helfen. Doch keines der Schiffe oder der Boten, welche er regelmäßig auf Wasser- und Landsuche in die Wälder und auf das Meer schickte, kam je mit guten Nachrichten zurück, falls sie überhaupt zurückkamen.
Diese Notsituation nutzte die adlige Familie Atholl. Sie brachten das Volk gegen die regierende Familie auf und versprachen, dass sie die Dürre mit der alten Magie, die mit der Zeit sehr immer schwächer wurde und fast vollkommen verschwand, beenden würden. Das verzweifelte Volk glaubte ihnen und erhob sich gegen die Devonmours. Die Devonmours versuchten alles das Volk zu besänftigen, aber alles war vergebens. Die Atholls hatten das Volk in der Hand. Schließlich schafften sie es die Garde der Devonmours auf ihre Seite zu ziehen und die Devonmours wurden in den Tower gesperrt. Der Tower war ein dunkler feuchter Turm, aus dem noch nie jemand entkommen war. Deshalb ist der Tower mit Abstand das gefürchtetste Gefängnis, da es bei allen mit einem unausweichlichen Tod in der Einsamkeit verbunden war. Kurz darauf kam der langersehnte Regen. Das Volk sah bestätigt, dass die Atholls die wahre Königs Familie war. In einem Scheinprozess, den sie zur Absicherung des Vertrauens des Volkes und des Adels brauchten, sicherten sie schließlich ihre Macht in dem den König und die Königin zum Tod verurteilt. Der Prinz, welcher durch seine Jugend nicht zum Tod verurteilt werden konnte, wurde in die Wälder verbannt, was allerdings einem aufgeschobenen Todesurteil gleichkam. Nur das jüngste Kind der Familie entkam dem Prozess. Die Tochter wurde von einer Dienerin zu einer königstreuen Familie gebracht.

Gegenwart:

Seit der Machtergreifung der Atholls sind 16 Jahre vergangen. Die junge Prinzessin ist inzwischen 16 und weiß nur Bruchstücke vom Schicksal ihrer unglücklichen Familie. Von ihrem Bruder, welcher inzwischen 25 wäre, hat man Jahre lang nichts gehört und somit für Tod erklärt. Das Volk bereut inzwischen die Ungerechtigkeit die man den Devonmours angetan hat. Die Atholls bemerkten diesen Wandel und versuchen diesen Wandel seither zu unterdrücken. Egal was es ist, die Atholls würden alles tun um ihre Regentschaft weiter durchzusetzen. So erhöhen sie die Steuern und lassen die Garde regelmäßig Aufrührer in den Tower sperren oder sogar hinrichten. Vor allem jede Art von Magie wurde verboten, da sie die größte Bedrohung für die Atholls und ihre Macht darstellen, da sie mit einem leeren Versprechen die alte Magie wieder zu bringen an die Macht kamen. Deshalb wird jede Art der Magie – selbst ein harmloser Liebeszauber – aufs härteste bestraft. So geht es dem Volk sogar noch schlechter als während der großen Dürre. Einige planen deswegen wegzuziehen und sich in den unwirtlichen Wäldern ein neues Reich aufzubauen, sowie es Christopher Devonmour getan hat. Die Familie von Lyanna Devonmours Familie schließt sich dieser Bewegung an, doch einige hören, wer sie wirklich ist und wollen sie auf den Thron sehen. Doch die Atholls hören von diesen Plänen und wollen sie durchkreuzen. Dazu brauchen sie jedoch die Hilfe von den anderen Adligen. Zeitgleich versuchen sie eines ihrer Kinder mit den nächsten Verwandten der Devonmours zu verheiraten, da sie glauben so ihren Machtanspruch weiter zu festigen. Auch munkeln viele, dass der junge Prinz Edward seine Strafe überlebt hat und nun ein Teil der Wolfskinder ist oder sie vielleicht sogar anführt.

 Simbarja und die Wälder 

Simbarja besteht aus einer großen Stadt am Meer und einigen kleinen Dörfern am Rand der Wälder. Dazwischen liegen viele große Felder. Der Mittelpunkt von Simbarja ist der Königspalast. Er stammt noch von den Devonmours und wird jetzt von den Atholls bewohnt. Doch im Gegensatz zu den Devonmours sehen die Atholls den Palast als eine Festung um sich vor dem Volk zu verstecken. Deshalb sind jetzt rund um den Palast Soldaten verteilt, die ein Attentat auf die königliche Familie verhindern sollen. Der Palast steht in der Mitte der Stadt und ist von einem großen Garten umgeben. Heute sind weder der Palast noch der Garten dem Volk zugänglich. Der schöne Palast steht im kompletten Gegensatz zu der dreckigen Stadt, welche stets unter einer Rußschicht liegt, welche von der beginnenden Industrie herstammt. Nur wenige Häuser sind aus Ziegeln gebaut und verputzt. In den schönen Häusern wohnt der Adel oder wohlhabende Grundbesitzer. Die meisten Leute wohnen in kargen Steinbauten. Sie haben kein fließendes Wasser und auch sonst kaum Zugang zu irgendeinem Luxus. Nur während des großen Festes zur Macht Ergreifung der Atholls wird die Stadt geschmückt und erstrahlt in verschiedenen Farben. Auch in den Dörfern gibt es nur ärmliche Behausungen, obwohl es den Leuten hier ein wenig besser geht, so lang die Grundbesitzer ihnen erlauben einen Bruchteil der zu bestellenden Fläche für ihren Eigenbedarf zu nutzen.
Die Dörfer grenzen meist an direkt an die Wälder, welche jedoch nur in Zeiten größter Not betreten werden. In den Wäldern ist es unwirtlich und viele wilde Tiere, wie Bären, Wölfe und auch andere Kreaturen lauern dort auf Jäger und Sammler. Da den Bauern nach dem Sturz der Devonmours das Tragen von Waffen verboten ist, ist an Jagt auch nicht mehr zu denken. In diese Wälder wurde der 9 jährige Prinz Edward, genannt Ed, verbannt. Gerüchten nach gaben ihm einige Bauern Waffen um ihm wenigstens irgendwie zu helfen, doch im Allgemeinen gilt der Prinz als Tot. Allerdings haben sich im Lauf der Zeit noch weitere Legenden mit der des Prinzen vermischt. So erzählt man sich hinter vorgehaltener Hand der Prinz lebe und habe die Legenden umwobenen Wolfskinder als Untertanen gewonnen.

Magie und magische Wesen 

Viele Bewohner von Simbarja glauben an Magie, aber nur die wenigsten wissen, wie man sie anwendet. Die Magie von Simbarja ist sehr mit der Natur verbunden und wild genauso wild, also kaum zu bändigen. Nur sehr begabte Menschen können sie kontrollieren und nutzen richtig. Magie ist sehr vielfältig, so können viele kleine Liebeszauber oder ähnlich schwache Zauber verwenden, aber nur einer unter den Hundert talentiertesten Magiern kann auch in die Natur eingreifen und zum Beispiel Regen heraufbeschwören. So starke Magier wurde jedoch seit Jahrhunderten nicht mehr angewendet. Seit die Atholls an der Macht sind, ist das anwenden von Magie verboten und Magier werden in den Tower gesperrt um der neuen königlichen Familie nicht gefährlich zu werden. Die wenigen freien Magier praktizieren nur noch im Schutz der Wälder. Die Wälder sind im Glauben an die besonders wichtig. Die Wälder sind voller magischer Orte und in ihnen leben auch viele magische Kreaturen.

Adlige Familien in Simbarja 

Es gibt viele adlige Familie in Simbarja. Dabei wird vom Hochadel und dem niedrigen Landadel unterschieden. Der Landadel hat die Aufgabe die Bauern zu beschützen und das Land, welches ihnen die Atholls zur Verfügung stellen, zu verwalten. Sie müssen auch die Steuern eintreiben. Hier unterscheiden sich die Mittel. Während einige ihren Bauern gegenüber gnädig zeigen und lieber vom Hochadel abschätzig behandelt werden, weil sie den Atholls nicht die gewünschten Steuern bringen, treiben andere ihre Bauern an den Rand des Möglichen nur um den Atholls zu gefallen. Der Hochadel hingegen besitzt Manufakturen und zum Teil auch schon erste Fabriken, welche von kohlebetriebenen Dampfmaschinen betrieben werden. In diesen Fabriken werden die Arbeiter meist ausgebeutet. Dies Wissen jedoch die wenigsten Adligen. Sie überlassen nämlich die Leitung ihrer Betriebe den wenigen wohlhabenden Bürgern.

Bekannte Familien sind:

  • Campford
    Eine erst seit kurzem adlige Familie, welche sich ihren Titel erkauft hat
  • Montagu
    Sind treue Anhänger der der Atholls, gehören zum Hochadel und sind die reichste Familie im ganzen Reich
  • Cavendish
    Ist eine der ältesten adligen Familien im Reich, steckt aber in großen finanziellen Schwierigkeiten
  • Devonshire
    Sind die nächsten Verwandten der Devonmours, zählen aber zum niederen Landadel und haben ihren Anspruch auf den Thron bis jetzt noch nicht geltend gemacht
Was wird geschrieben?

Hier könnt ihr alles verkörpern von Bauern die rebellieren wollen, von den Herrschenden über die Adligen die mehr Macht wollen. Was geschehen wird oder nicht, liegt in euren Händen und in eurer Fantasie. Schaffen es die Leute in den Wäldern ein neues Reich und ein neues Leben auf zu bauen? Seid ihr fähig die alte Magie zu kontrollieren und einzusetzen? Gehört ihr zu den legendären Wolfskindern und wollt Edward auf den Thron helfen? Was auch immer ihr machen wollt, fast alles ist möglich ;)

Steckbriefvorlage

Euer Name im House of Night: (Wie ist Euer Name in HoN?)
Name eures Charakters: (Wie heißt euer Charaktere?)
Geschlecht: (weiblich oder männlich?)
Alter: (Bitte nicht nur Teenager! Ein Land besteht nicht nur aus 16 jährigen!)
Position: (Seit ihr Bauer, Adliger, Seefahrer…?)
Charakterzüge: (Wie ist euer Charakter? Was zeichnet ihn aus? Bitte GANZE Sätze und nicht nur: nett, liebenswürdig, fies oder so. Wäre schön, wenn es mehr als 2-3 Sätze wären – Begründungen wären toll und können gern mit Geschichte kombiniert werden ;) )
Geschichte: (Gebt einen kurzen Einblick in die Geschichte eures Charakters. Was hat er bereits erlebt? Gab es schlimme einschneidende Erlebnisse in seinem Leben?)
Talente: (Was kann euer Charakter besonders gut und dadurch besonders nützlich für den König oder die Aufständigen?)
Aussehen: (Bitte nur mit funktionierendem Link! Keine Animebilder!)
Ziele: (Hat euer Charakter irgendwelche besonderen Ziele? Wie weit wärt ihr bereit zu gehen um sie zu erreichen?)
Besonderheiten: (Hier könnt ihr alles loswerden, was ihr noch loswerden wollt)

Charaktere (wird ca. einmal im Monat aktualisiert, die aktuellsten Infos gibt es in der Gruppe):

Regeln:

1. Es gelten die offiziellen RPG Regeln!
2. Das RPG ist an die frühe Neuzeit angelehnt, was bedeutet, dass es keine Elektrizität und nur in sehr reichen Familien fließend Wasser gibt. Lediglich über ein Abwassersystem verfügt die Stadt um Seuchen vorzubeugen.
3. Kein Spam!
4. Mindestens einmal pro Woche schreiben - geht das nicht, sagt bitte Bescheid.
5. In Ich-Form und Vergangenheit schreiben.
6. Kein Streit & keine Beschimpfungen, außer es gehört zum RPG und auch hier achtet bitte auf die offiziellen RPG-Regeln!
7. Alles was nicht ins RPG gehört in Klammern setzen! (Ich muss off) - [Ich muss off] - {Ich muss off}
8. Bei einem Regelverstoß, der wirklich deutlich gegen das RPG und die Regeln geht, werdet ihr von mir einmalig ermahnt- passiert es nochmal, könnt ihr auch aus dem RPG fliegen. Das gleiche gilt für wochenlange Inaktivität, da ihr auch eurem Schreibpartner schadet!
9. Achtet bitte auf die Rechtschreibung! Es muss nicht perfekt sein, aber verständlich!
10. Jeder Spieler darf maximal 4 Charaktere haben.
11. Schwangerschaften, Hochzeiten oder der Tod eines Charakters bitte erst mit mir besprechen!
12. Keine Ein-Satz-Posts! Bitte schreibt mehr als vier Sätze! Jeder braucht genug Input um weiterzuarbeiten! Auch wenn ihr einen schlechten Tag habt, denkt bitte an euren Schreibpartner ;)
13. Kinder-/Jugendgerecht schreiben - wenn ihr das unbedingt über Sex oder etwas Ähnliches schreiben wollt, wechselt bitte in eine PN!
14. Viel Spaß^^

⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀I've been on the low
⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀I been taking my time
⠀⠀⠀⠀⠀I feel like I'm out of my mind
⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀It feel like my life ain't mine

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Emilia-Marie Cavendish

Ich wusste, dass ich diese Nacht nicht schlafen würde. Zu groß war die Angst, dass ich nicht anwesend wäre, wenn das Herz meiner Großmutter vielleicht zum letzten Male schlägt. Ich wollte einfach bei ihr sein, ihr beistehen, wenn sie wirklich ihre letzten Momente hier bei uns verbringt. Dennoch hoffte ich einfach, dass sie diese Nacht überstehen würde. Ich wollte nicht, dass sie von uns ging. Wir hatten sie doch gerade erst aus dem Tower befreit und sie konnte ihre wieder errungene Freiheit noch nicht wieder genießen. Sie musste einfach bei uns bleiben. Ich wollte sie noch nicht gehen lassen, ich wollte noch so viel mehr von ihr lernen und so viel mehr schöne Momente mit ihr verbringen. Ich hoffte einfach, dass ihr die Medikamente halfen. Aber genauso hoffte ich auch, dass sie keine Schmerzen hatte und somit die Mittelchen halfen, die wir von der netten alten Dame bekommen hatten.
Auch wenn ich nicht schlafen würde, wollte ich einfach nicht allein sein und deshalb hatte ich auch Kiran gebeten zu mir zu kommen. In seine Nähe konnte ich mich wenigstens ein bisschen beruhigen. Auch wenn es in diesem Moment falsch war, schließlich lag meine Großmutter neben uns und kämpfte um ihr Leben, trotzdem fühlte ich mich sofort in Kiran seinen Armen wohl und hoffte, dass er mich nicht mehr so schnell wieder los lassen würde. Wenn all das überstanden war, dann mussten wir dringend über uns reden. Von meiner Seite aus waren Gefühle da und es bedeutete mir etwas mit ihm hier so liegen zu können, aber ob es Kiran genauso fühlte wusste ich nicht.

[Kein Problem, habe im Moment auch ziemlich viel um die Ohren. ;)
Also ich würde sie noch am Leben lassen, zumindest noch ein bisschen und vielleicht könnten wir ja ein bisschen Springen, dahin, wo es ihr dann wieder ein bisschen besser geht. Weil jetzt werden sie sich ja hauptsächlich um sie kümmern. ;)]

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Kiran Bailey

Ich war überrascht, wie schnell sie sich an mich kuschelte. Ihr Duft schoss mir sofort in die Nase. Müde schloss ich die Augen. Vorsichtig legte ich meinen Arm um sie und verlagerte mein Gewicht. Es dauerte einige Momente, bis ich wirklich bequem mit ihr an meiner Seite zum Liegen kam. Obwohl mir vollkommen klar war, dass ich diese Nacht nicht schlafen würde, ließ ich die Augen geschlossen. Aus Emilias Atem wurde ich nicht ganz schlau. Sie atmete sehr ruhig, aber es war anders als wenn sie schliefe. Auch konnte ich mir nicht vorstellen, dass sie hier wirklich vollkommen ruhig schlief. Es überraschte mich schon, dass sie hier so ruhig lag. Ich wusste allerdings nicht mal, was ich mir genau erwartet hätte. Vielleicht, dass sie weinte? Vermutlich hatte ich das wirklich erwartet… Diese Frau machte mich wirklich vollkommen verrückt. Doch was sollte ich tun? Ich wusste es nicht… Also lag ich stumm neben ihr und strich über ihre Hand. Dabei viel mir auf, dass sie noch immer meinen Ring trug. Für einen Moment setzte mein Herz aus, bevor es etwas zu schnell weiterschlug. Sie trug den Ring noch immer! Zu den ohnehin verwirrenden Gefühlen, welche in mir tobten, kam eine unbändige Freude. Hatte ihr die Hochzeit etwas bedeutet? Oder war es nur ein Zeichen für unser Bündnis? Ich wusste es nicht, aber schon die Tatsache, dass sie ihn noch trug, verschaffte mir ein Hochgefühl, dass schwindelerregend war. Dennoch fühlte es sich auch irrsinnig falsch an. Ihre Großmutter lag im denkbar schlechtesten Zustand neben uns! Es gab wirklich wichtigeres, als den Ring an ihrem Finger… Oder?

(Ich würde das ganz dir überlassen, wie lange die Großmutter noch lebt ;) Und sry, dass es wieder so lange gedauert hat, aber ich dachte, dass ich schon gepostet habe und hab erst jetzt bemerkt, dass es doch nicht so war...)

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Emilia-Marie Cavendish

Mir war bewusst, dass ich mit meiner Frage, ob Kiran nicht bei mir schlafen wollte, ihn ziemlich überraschte. Ich bemerkte wie er in meine Richtung sah, das konnte ich in der Dunkelheit gerade so erkennen. Erst dann stand er aus seinem Bett auf und kam ganz leise zu mir ans Bett. Gerade als er sich auf das Bett setzte, fing meine Großmutter wieder an zu husten. Bei jedem Husten hatte ich Angst, dass es vielleicht das letzte Husten war und sie danach nicht mehr weiter atmete. Ich hoffte so sehr, dass sie diese Nacht überlebte und vielleicht doch nochmal auf die Beine kommen würde. Aber noch viel mehr hoffte ich, dass sie im Moment wirklich keine Schmerzen hatte. [Was wollen wir eigentlich machen? Wollen wir sie sich nochmal erholen lassen?] Aber zum Glück war es noch nicht ihr letztes Husten gewesen, denn danach atmete sie wieder weiter. Zwar wurde es immer schwerer, aber ich hoffte wirklich, dass meine Medikamente halfen. Als meine Großmutter wieder weiter atmete, nahm Kiran meine Hand und legte sich mit ein bisschen Abstand neben mich und streichelte meinen Handrücken. Ich spürte, dass er es mir überlassen wollte, ob er näher kommen durfte oder nicht. Und das durfte er. Ich wollte wieder in seinen Armen liegen und mich so fühlen, wie da. In seinen Armen fühlte ich mich schließlich richtig wohl. Außerdem hatte er sich nur eine dünne Decke mitgebracht, weshalb ich entschied ihn auch mit meiner Decke zuzudecken. Also rückte ich näher und legte meine Decke auch über ihn, bevor ich mich leicht an ihn kuschelte. Schließlich wollte ich auch nicht, dass es ihm zu viel werden könnte. Ich wusste schließlich nicht, wie er über unsere Hochzeit dachte. Auch wenn sie eigentlich nur zur Ablenkung war, war sie für mich wunderschön gewesen und es hatte sich richtig angefühlt.

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Kiran Bailey

Ich war hell wach und achtete auf jedes Geräusch, dass ich von Emilia bekam. Sie schien tatsächlich etwas zu essen. Zwar wusste ich nicht, ob sie es mir zu liebe, ihrer Großmutter zu liebe oder aus irgendeinem anderen Grund – wobei ich bezweifelte, dass sie wirklich hungrig war – tat, aber es war ungemein beruhigend. Die Kälte spürte ich kaum. Dafür war ich viel zu fokussiert auf alles, was Emilia tat. Irgendwann schien sie sich hinzulegen. Einen Moment war nur das ruhige Atmen von Emilia und mir sowie das schwere Atmen ihrer Großmutter zu hören. Mir graute beim Gedanken, dass dieses Geräusch vielleicht irgendwann heute nach einfach ausbleiben könnte. Doch dann passierte etwas Unerwartetes. Emilia fragte mich, ob ich zu ihr kommen wollte. Überrascht öffnete ich die Augen. In der Dunkelheit versuchte ich sie zu finden. Tatsächlich erkannte ich ihre Umrisse – das glaubte ich auf jeden Fall. In dem spärlichen Licht war es schwer zu sagen, ob das wirklich der Fall war. Vielleicht starrte ich auch nur auf den Tisch. Egal. Langsam schälte ich mich aus den Decken, nahm die dünnste an mich und ging zu ihr. Dabei vermied ich es etwas zu sagen oder laut zu sein. Zum einen wegen Emilias Großmutter, sie sollte ruhig schlafen können, und zum anderen wollte ich Emilia nicht wissen lassen, wie nervös ich war. Es war nichts Schlimmes bei ihr zu schlafen, bei Gott, sie hatte schon in meinen Armen gelegen! Doch jetzt… Falls es wirklich diese Nacht so weit sein würde, wie würde sie reagieren? Dieser Gedanke machte mir Angst. Ich hatte selbst schon genug Menschen in meinem Leben verloren, aber beim Gedanken, dass es ihr auch so ergehen könnte… Ich wollte sie davor beschützen um jeden Preis. Doch ich konnte sie nicht schützen. Nicht hiervor. Es gab keine Möglichkeit sie hiervor zu beschützen. Langsam setzte ich mich neben sie. In diesem Moment veränderte sich die Atmung ihrer Großmutter leicht. Sie hustete kurz und ihr Atem schien wieder etwas schwerer zu gehen. Meine Kehle schnürte sich zusammen. Manchmal war das Leben einfach verdammt unfair. Das hatte sie nicht verdient! Weder Emilia noch ihre Großmutter! Sie hatten so viel mehr verdient. Ich tastete nach Emilias Hand und legte mich mit etwas Abstand neben sie. Ich wusste nicht, wie Nah ich ihr wirklich kommen sollte oder auch konnte… Also überließ ich es ihr und beließ es fürs erste dabei mit meinem Daumen über ihren Handrücken zu streichen.

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Emilia-Marie Cavendish

Ich folgte Kiran seiner Hand, die auf ein Bett ganz hinten in der Ecke des Raumes deutete. Sie war so weit vom Ofen weg, dass es dort hinten sicherlich total kalt werden würde. Aber Kiran meinte, dass er immer dort schlafen würde. Also nickte ich und versuchte wenigstens ein bisschen zu Lächeln, als Kiran mir eine Haarsträhne hinters Ohr legte und mir einen Kuss auf die Wange gab. In seiner Nähe fühlte ich mich wirklich wohl und aus dieser kleinen Geste konnte ich wieder ein bisschen Energie schöpfen um mich um meine Großmutter zu kümmern. „Danke.“ flüsterte ich Kiran zu, der meinte, dass Wasser und noch etwas zum Essen auf den Tisch standen. Dann beobachtete ich noch kurz wie er sich in sein Bett legte. Ich aß wirklich noch etwas, aber nicht weil ich Hunger hatte, nein, weil ich wusste, dass ich Energie brauchte. Für meine Großmutter. Als ich mich dann auch nochmal kurz um sie gekümmert hatte, legte ich mich auch in mein Bett. Ich wusste, dass ich nicht schlafen würde. Dazu war ich viel zu aufgewühlt und wollte einfach schnell genug bei meiner Großmutter sein, wenn etwas war. Irgendwann hatte ich es satt in die Dunkelheit zu starren, denn alle schönen Erinnerungen kamen hoch, die mich nur noch trauriger machten. „Schläfst du schon?“ flüsterte ich deshalb in die Dunkelheit und hoffte, eine Antwort von Kiran zu bekommen. „Kommst du zu mir?“ fügte ich gleich noch hinzu. Ich wollte einfach nicht allein sein und in der einen Nacht, als ich in seinen Armen gelegen hatte, hatte es sich einfach so gut angefühlt und ich hoffte, dass ich dadurch ein bisschen abgelenkt wurde.

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Kiran Bailey

Ich zuckte die Schultern und deutete auf eine kleine Ecke etwas weiter hinten im Zimmer. Dort kam die Wärme des Feuers nicht mehr allzu gut hin und es zog fürchterlich. Doch in dieser kleinen Nische hatte ich beinahe mein ganzes Leben geschlafen und an den Rest konnte ich mich beim besten Willen nicht erinnern. Immerhin war ich… drei oder vier, als ich bei meinen Großeltern gelandet war. Wo ich bei meinen Eltern geschlafen hatte, war also nicht sonderlich relevant.
„Dahinten, wie immer eigentlich“, erklärte ich und zuckte die Schultern. Ich fühlte mich irgendwie unwohl, als mir plötzlich einfiel, wo Emilia sonst immer geschlafen hatte. Mit soviel Luxus hätte ich beim besten Willen unter keinen Umständen mithalten und am besten war es mit Sicherheit, wenn ich es gar nicht erst versuchen würde. Dennoch ärgerte ich mich, dass ich nicht wenigstens versucht hatte ein paar der Lacken oder irgendwelche anderen Kleinigkeiten mitzunehmen. Das war mir jedoch gar nicht eingefallen. Nun mir wäre es wohl auch nie eingefallen etwas, dass nicht mir gehörte an mich zu nehmen, auch wenn es den Leuten wohl gut genug ging. Mit einem Schlag fragte ich mich, was Emilia wohl von allem dem denken mochte? Immerhin hatte sie das alles hinter sich gelassen nur um nun in einer armseligen Hütte am Rand eines ebenso armseligen Dorfes zu leben. Wieder fragte ich mich, ob sie sich überhaupt bewusst war, gegen was sie ihr altes Leben da eingetauscht hatte. Aber ich fragte nicht nach. Ich wollte es nicht wissen. Außerdem würde ich alles tun, damit sie sich hier wohl fühlte. Wehmütig spürte ich das Gewicht meines Ringes – nein, meines Eheringes am Finger. Sie sollte mein sein und ich ihr.
Ihre Großmutter hustete leise im Schlaf und ich lächelte ihr schwach zu. Vorsichtig strich ich ihr eine Haarsträhne hinters Ohr und gab ihr einen kurzen Kuss auf die Wange.
„Ich bin dann mal dahinten, falls du irgendetwas brauchst. Wasser steht am Tisch und auch noch etwas essen“, flüsterte ich ihr leise zu, damit ihre Großmutter ruhig weiterschlafen konnte. Mir war aufgefallen, dass sie kaum gegessen hatte und verstand auch warum. Dennoch bedrückte es mich und ein kleiner Hinweis in die Richtung war wohl nicht zu schlimm. Ich ging und legte mich auf meinen Schlafplatz. Mir war bewusst, dass ich nicht schlafen würde. Stattdessen lauschte ich auf jedes noch so leise Geräusch, dass ich von Emilia und ihrer Großmutter aufschnappen konnte.

(Tut mir leid, dass ich wieder so extrem lange gebraucht hab... Nur war bei mir diesen Monat einiges am schieflaufen, dass ich regeln musste und viel Zeit verschlungen hat :/)

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Emilia-Marie Cavendish

Ich wollte meine Großmutter nicht verlieren, aber anscheinend musste ich los lassen. Die Chance war klein, dass sie nochmal auf die Beine kam. Auch wenn ich es immer noch nicht wahr haben wollte. Dennoch war es nicht umsonst gewesen. So ist sie wenigstens nicht allein, wenn es zu Ende geht. Aber das Beste was mir dieser Plan gebracht hat, war Kiran. Er gab mir das Gefühl nicht allein zu sein, wenn meine Großmutter nicht mehr ist. Wäre ich Zuhause bei meinen Eltern geblieben, wäre ich allein gewesen. Sie interessierten sich nicht für mich. Für sie war es nur wichtig gewesen mich an einen reichen Mann zu verheiraten und deshalb wieder an Geld zu erlangen. Was sie nicht wussten, dass Kiran überhaupt nicht reich war. Trotzdem war es das Beste was mir geschehen konnte, ihn zu heiraten. Zwar war es inzidiert gewesen, trotzdem war es für mich so, als hätten wir wirklich geheiratet. Vor Gott haben wir uns das Wort gegeben. Hoffentlich sah es Kiran genauso.
Ich genoss es in Kiran seinen Armen zu liegen. Er gab mir die Kraft, die ich im Moment brauchte. Schließlich löste sich Kiran wieder von mir und meinte, dass er noch was erledigen musste. Ich nickte lächelnd. Er hatte Recht, ich sollte die Zeit, die ich noch mit meiner Großmutter zusammen hatte genießen. Also ging ich wieder zurück in die Hütte und setzte mich zu meiner Großmutter. Ich blieb nicht lange allein. Leute aus dem Dorf kamen zu uns. Sie waren so nett und hilfsbereit. Sowas kannte ich nicht aus der Stadt, aber ich fand es toll. Ich fühlte mich sofort von ihnen aufgenommen. Ich hatte mir zuerst Sorgen gemacht, dass sie mich nicht mögen würden. Aber da hatte ich mir umsonst Sorgen gemacht. So verging die Zeit wie im Flug. Meine Großmutter schlief mittlerweile und die Anderen waren gegangen. Ich hatte ihr das Mittel gegeben. Sie sollte keine Schmerzen haben. Trotzdem hoffte ich, dass sie morgen wieder aufwachen würde. "Und wo schläfst du?" fragte ich Kiran, als er mir eine Schlafstätte neben meiner Großmutter hergerichtet hatte.

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Kiran Bailey

Ihre Reaktion war mehr als nur verständlich. Vermutlich wollte einfach alles in ihr daran glauben, dass sich ihre Großmutter hier nochmal erholen würde. Ein Teil von mir wünschte sich das auch. Nicht weil ich ihre Großmutter so sehr mochte – sie schien nett zu sein, aber viel wusste ich ja nicht über sie. Doch ich wollte nichts mehr als Emilia diesen Wunsch zu erfüllen. Jeden Wünsch wollte dieser Teil in mir für sie erfüllen. Doch ich konnte das nicht. Der logische Teil in mir machte mir Ungestüm klar. Als bei ihr die Tränen zu fließen begannen, war ich einen Moment komplett überfordert. Ich wollte etwas sagen, aber ich konnte es nicht. Stattdessen nahm ich sie einfach in den Arm. Es fühlte sich richtig an. Vorsichtig strich ich ihr über den Rücken ohne etwas zu sagen. Jedes Wort wäre jetzt ohnehin fehl am Platz gewesen. Langsam drückte ich sie nach einigen Minuten von mir. Eigentlich wollte ich nichts mehr als sie weiter im Arm zu halten. Doch es gab jetzt wichtigeres als mein Bedürfnis sie im Arm zu halten.
„Du solltest wieder reingehen und die Zeit nutzen. Ich hab hier noch etwas zu erledigen“, erklärte ich und deutete mit einem Nicken zu meinen Tieren. Dann zog ich mich langsam – langsamer als nötig gewesen wäre – zurück und begann die Tiere zu versorgen und mit Hilfe von etwas Magie einige frische Beeren wachsen zu lassen. Dabei entging mir nicht, dass auch einige der Älteren in meine Hütte gingen. Es kostete mich einiges an Anstrengung, aber auch für sie ließ ich einige Früchte gedeihen. Dann legte ich alles in einige Körbe und ging nach drinnen. Vier Leute tummelten sich neben Emilia und ihrer Großmutter in dem kleinen Raum. Kaum zu glauben, dass so viele Leute hier reinpassten. Ich stellte alles auf den Tisch und begann einen Eintopf für alle zu kochen. Die Früchte ließ ich am Tisch stehen, die anderen würden sich schon bedienen. Als alles fertig war, verteilte ich das Essen. Als erstes bekam Emilia ihre Portion und die ihrer Großmutter. Dann die anderen und schließlich nahm auch ich mir eine kleine Portion. Ich war nicht sonderlich hungrig. Eine der alten Damen hatte Emilia ohne Scheu in die Arme genommen und ihr beim füttern ihrer Großmutter geholfen. Sie alle blieben lange. Erst als ich für Emilia eine Schlafstelle neben ihrer Großmutter herrichtete, verabschiedeten sie sich nacheinander.
„Ein interessantes Mädchen hast du dir da gesucht. Lass sie dir bloß nicht wegschnappen“, flüsterte einer der Männer. Ich sah ihn überrascht an und nickte dann. Das würde ich auf keinen Fall zu lassen.

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Emilia-Marie Cavendish

Ich hatte wirklich Angst meine Großmutter zu verlieren. Sie war so schwach und so zerbrechlich. Ob sie es wirklich schaffen würde? War die ganze Mühe umsonst? Obwohl, so konnte sie wenigstens von uns gehen und war nicht ganz allein. So konnte ich im ruhigen Gewissen sein, dass ich bei ihr war, als sie ihre letzten Stunden unter uns verweilt hatte. Hier hat einfach ihre Hand und flüsterte ihr schöne Sachen zu. Irgendwann brachte mir Kiran Brei für sie. Ich bedankte mich bei ihm und fing an meine Großmutter damit zu füttern. Dabei bemerkte ich, wie Kiran ziemlich unbeholfen durch die Hütte ging. Er wollte uns anscheinend unsere Privatsphäre lassen. Dabei hätte ich überhaupt nichts dagegen, dass er sich zu und setzen würde. Wir hatten keine Geheimnisse. Beziehungsweise ich hatte keine Geheimnisse vor ihm, ich wusste ja nicht wie es bei ihm aussah. Oder doch, ein Geheimnis hatte ich. Ich hatte ihn noch nicht gesagt, wie ich wirklich ihm gegenüber fühle. Aber das würde ich sicherlich bald nachholen. Am Abend bat er mich nach draußen. Dort zeigte er mir ein Fläschchen, erklärte mir, dass darin ein Schlaftrunk für meine Großmutter war, so das sie keine Schmerzen hatte. Also dachten sie auch, dass sie diese Nacht mehr überleben würde. Aber ich hoffte es so sehr. Sie sollte nicht mehr völlig gesund werden, aber soweit, dass sie noch ein paar letzte Tage genießen könnte und dann einfach einschlafen könnte. „Danke.“ sagte ich und nahm das Fläschchen in die Hand. Es war schrecklich zu wissen, dass es andere auch dachten. Gab es wirklich keine Chance mehr. Ich sah das Fläschchen an und mir liefen die Tränen die Wangen runter. Ich wollte sie nicht verlieren.

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Kiran Bailey

Emilia gab ihrer Großmutter irgendein Mittel. Ich hatte keine Ahnung, was es war. Ob es ihrer Großmutter auch helfen würde? Es fiel mir schwer daran zu glauben. Vielleicht war es auch unmöglich daran zu glauben. Außer man wünschte sich so sehr, dass es nochmal gut gehen würde. Immerhin hatte ihre Großmutter auch wirklich besseres verdient. Dennoch… Mir war nicht ganz wohl hier mit Emilia und ihrer Großmutter zu sein. Noch immer war es einfach unwirklich und viel zu intim, als dass ich hier etwas zu suchen gehabt hätte. Also hielt ich mich im Hintergrund und begann in der Küche herum zu hantieren. Es war noch Brei vom Vortag da. Zusammen mit einigen frischen Früchten erhitzte ich alles und rührte es zu einer möglichst glatten Masse. Dabei versuchte ich möglichst nichts zu hören, was Emilia möglicherweise zu ihrer Großmutter sagen könnte. Als ich der Meinung war, dass der Brei so warm war, dass Emilias Großmutter ihn ohne Probleme zu haben essen konnte, gab ich ihn Emilia. Dann trat ich wieder an die andere Seite des Raumes, wo ich unbeholfen herumstand. Ich begann mehr und mehr einfache Haushaltsaufgaben zu erledigen. Dabei hielt ich Abstand, so gut ich eben konnte. Als es Abend wurde, bat ich Emilia kurz nach draußen. Das Fläschchen wog wieder tausend Pfund in meiner Tasche.
„Hier. Das ist ein Schlaftrank. Er nimmt deiner Grany die Schmerzen für heute Nacht… Aber ich weiß nicht ob sie damit die Nacht auch durchhält. Wie gesagt es ist keine Medizin, sondern nur ein Schlaftrank“, erklärte ich langsam und unbeholfen. Nervös hielt ich es ihr entgegen und wartete auf ihre Reaktion. Ich hatte keine Ahnung worauf ich eigentlich wartete…

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Emilila-Marie Cavendish

Es machte mich so traurig meine Großmutter so zu sehen. Das konnte es doch nicht gewesen sein. Wir hatten sie doch nicht aus dem Tower geholt, damit sie nur ein paar Tage überlebt. Ich hatte so gehofft, dass sie ihre letzten Tage genießen könnte und nochmal durch den Wald gehen könnte. Aber nun lag sie hier. Total schwach und dem Sterben nah. Sicherlich war es besser hier zu sterben, als im Tower. So war sie nicht allein und wir hatten uns nochmal gesehen, aber ich wollte es nicht. Ich wollte nicht, dass sie von uns ging, jedenfalls noch nicht. So sollte nochmal das Leben genießen können. Ich nickte kaum merklich, als Kiran meinte, dass er ein bisschen Wasser holen wollte. Ich war so beschäftigt eine Lösung zu finden, die meine Großmutter am Leben halten könnte. Also versuchte ich es zumindest mit den Sachen, die ich aus der Dtadt mitgebracht hatte. Ich hatte ein paar Medikamente aus der Apotheke dabei. Es waren viele gute Kräuter dabei, aber ob sie halfen? Ob sie meine Großmutter am Leben halten könnten? Ein Versuch war es wenigstens Wert. Also nahm ich meine verzauberte Tasche in die viel mehr hinein passte, als man denkte und suchte die Medikamente heraus. Vielleicht würden sie ein Wunder bewirken. Mir war klar, dass sie nicht mehr so fit werden würde wie früher, aber sie sollte wenigstens ein bisschen was machen können und nicht die ganze Zeit am Bett gefesselt sein. Schließlich kam Kiran zurück in die Küche. In der Hand hatte er den Becher Wasser. Er hatte sehr lange gebraucht, aber ich war mir sicher, er hatte sich extra viel Zeit gelassen um meiner Großmutter und mir ein bisschen Zeit allein zu schenken. Ich war ihm so dankbar, dass er mir geholfen hatte und mir nun immer noch zur Seite stand. Es gab niemand besseren wie ihn. Ich hatte noch nie einen Mann getroffen, der so ein großes Herz wie er hatte. Schließlich nahm ich das Wasser und gab meiner Großmutter die Medizin zusammen mit dem Wasser. Ich hoffte so sehr, dass es half. Ich wollte nicht aufgeben und meiner Großmutter einfach so beim Sterben zu sehen.

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Kiran Bailey

Ich fühlte mich absolut unwohl. Was war hier eigentlich los? Dieser Moment sollte ganz allein Emilia und ihrer Großmutter gehören. Da störte ich doch nur! Oder etwa doch nicht? Dieser intensive Blick ließ mich stocken. Vielleicht… Nein, dieser Moment würde nur Emilia und ihrer Großmutter gehören. Ohne meinen Blick von ihr zu lösen, stand ich langsam auf und griff nach dem Becher, welcher zu ihrer Rechten stand. Leise, weil jedes zu laute Geräusch den Moment zerstört hätte, stand ich auf.
„Ich… ähm… hole etwas Wasser“, stotterte ich tölpelhaft und schaffte es erst nach einigen Sekunden mich von der alten Frau zu lösen. Ich drückte Emilia nochmal an mich und ging dann einige Schritte zur Tür. Dort stockte ich nochmal kurz, riss mich aber dann zusammen und ging dann nachdraußen zum Brunnen. Eigentlich ein kurzer Weg. Doch ich ließ mir alle Zeit der Welt. Ich zählte die Schritte bis zum Brunnen und holte einen zusätzlichen Eimer Wasser hoch. Vorsichtiger und langsamer als gewöhnlich – um jedes Geräusch nach Möglichkeit zu vermeiden – wechselte ich das Wasser für mein Vieh. Dann füllte ich den Becher und stockte. Sollte ich den Trank einfach hineingeben ohne ihnen etwas zu sagen? Ich schüttelte den Kopf. Das Fläschchen in meiner Westentasche schien Tonnen zu wiegen. Es war feig, das wusste ich mit Sicherheit, aber trotzdem würde ich mich vor dieser Entscheidung so gut ich konnte drücken. Außerdem erschien es mir unfair Emilia im Dunkeln zu lassen. Also ließ ich das Fläschchen wo es war und ging wieder in meine kleine Hütte. Vor der Tür blieb ich nochmal kurz stehen. Noch immer fühlte es sich so falsch an einfach hinein zu gehen, aber was sollte ich sonst tun? Klopfen? Das war doch viel zu albern… So schlüpfte ich wieder in den Raum und ging zu Emilia und ihrer Großmutter.

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Emilia-Marie Cavendish

Nachdem wir die falschen Spuren gelegt hatten, machten wir uns auch schon auf den Weg durch den Wald zu Kiran nach Hause. Ich freute mich so sehr endlich meine Großmutter wieder zu sehen, aber gleichzeitig hatte ich auch wirklich Angst davor. Wie ging es ihr? Sie sah schon im Tower so schlecht aus und die lange Reise hier in das Dorf mitten im Wald, hatte zu ihrer Gesundheit sicherlich auch nicht sehr viel beigetragen. Dennoch war ich auch froh, endlich bei Kiran zu sein. In seiner Nähe fühlte ich mich einfach völlig anders. So hatte ich mich noch nie gefühlt. Ich hatte ein Kribbeln im Bauch und mir wurde warm ums Herz. Auch wenn ich es noch nie gefühlt hatte. Diese Liebe. War ich mir ganz sicher, dass es sich bei Kiran um Liebe handelte. Anfangs hatten wir nur einen Pakt geschlossen, aber er war mehr als nur mein Komplize. Ich hatte ihn kennengelernt und er ist mir ans Herz gewachsen.
Zusammen gingen wir durch den Wald. Wir rannten sogar regelrecht. Kiran hatte es anscheinend auch eilig. Aber wahrscheinlich tat er es für mich. Er wollte nicht, dass ich eine Minute mit meiner Großmutter verpasste, schließlich konnte jede die letzte sein. Und das er so reagierte, zeigte mir, dass es wirklich schlecht um das Leben meiner Großmutter stand. Sie war alt und in diesem Alter sowas noch zu überleben, war eigentlich ein Wunder. Schließlich kamen wir endlich bei Kirans Haus an. Anscheinend hatte Kiran Hilfe bekommen, in seinem Haus waren Stimmen zu hören und als Kiran die Tür öffnete sahen uns mehrere Damen an. Eine der scheinbar ältesten Damen nahm mich direkt an der Hand und führte mich zum Bett in dem meine Großmutter lag. Sie sah wirklich schlecht aus und als die Damen zusammen mit Kiran nach draußen gingen wusste ich, dass es sehr schlimm war. Mir stiegen direkt die Tränen in die Augen. Wie meine Grany schlafend im Bett lag, konnte man fast denken, dass es zu spät war, weil sie so blass war. Nur das leichte Auf und Ab ihrer Brust zeigte, dass sie wirklich noch am Leben war. Schließlich kam Kiran zurück ins Haus und setzte sich zu mir. Es tat gut, dass er mich im Arm hielt. So wusste ich, dass ich nicht ganz allein wäre, wenn ich meine Grany verlieren würde. Als er sich gerade wieder fortbewegen wollte, wachte meine Großmutter scheinbar auf und sah direkt zu Kiran.

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Kiran Bailey

Als alles präpariert war, zog ich sie schnell in die Richtung meiner Hütte. Dabei pochte mein Herz bis zum Hals. So viel auf einmal hatte ich noch nie gefühlt. Ich war unendlich froh sie endlich an meiner Seite zu wissen, gleichzeitig aber machte ich mir Sorgen ohne Ende wegen ihrer Reaktion. Ihrer Großmutter ging es so schlecht, dass ich für den Moment wirklich nur hoffte, dass meine Emilia (inzwischen konnte ich das sogar denken und nicht rot anlaufen) nicht alles umsonst auf eine Karte gesetzt hatte. Stumm bogen wir auf die Zielgerade ein. Ich griff nach ihrer Hand und zog sie etwas schneller mit mir. Ich konnte mir nicht helfen. Mein Magen krampfte sich zusammen, als ich die Hütte sah. Kein Wort kam über meine Lippen. Ich schielte nur aus den Augenwinkeln zu ihr. Sie spürte meine Anspannung mit Sicherheit. So wie ich mich jetzt verhielt, musste sich schon unzählige Horror Szenarien ausmalen.
Meine Hühner begrüßten uns lautstark, als wir mit großen Schritten an ihnen vorbei hetzten. Vor der Tür blieb ich stehen. Innen war leises Gemurmel zu hören. Unwirsch stieß ich die Tür auf und mehrere Augenpaare richteten sich auf uns. Ich sah sie nervös an. Eine der ältesten Damen schüttelte den Kopf. Sie nahm Emilias Hand und zog sie zum Bett ihrer Großmutter. Wenn sie sprach konnte man sie kaum verstehen, aber die Geste war eindeutig. Emilia sollte sich zu ihr setzten, während ich von mehreren Anderen nach draußen mitnahmen. Dort gingen wir einige Schritte von der Hütte weg. Sie wollten offensichtlich vermeiden, dass sie uns hören könnte.
„Was ist los?“, wollte ich nervös wissen.
„Es sieht schlecht aus. Es… Nun ja, es würde uns alle überraschen, wenn sie morgen noch bei uns wäre“, erklärte eine der Ältesten und ich schluckte und nickte. Es war keine zu große Überraschung. Ich seufzte und nickte. Kurz dankte ich allen und bekam ein Fläschchen mit einem Schlaftrunk. So würde sie wenigstens keine Schmerzen haben. Nach einem kurzen Abschied ging ich in den Raum. Ich setzte mich zu ihr und legte einen Arm um Emilia. Ihre Großmutter schlief und… Sie sah so schwach aus, als würde sie einfach für immer schlafen. Doch dann schlug sie ihre Augen auf. Ich wollte weg. Emilia und sie sollten ihre Privatsphäre haben. Der Blick von ihrer Großmutter hielt mich jedoch an Ort und Stelle.

(Ein ganz großes Entschuldigung, dass ich dich so ewig lang hab warten lassen!)

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Emilia-Marie Cavendish

Ich fing an mir wirklich Sorgen zu machen, als Kiran meinte, dass wir schnell zu meiner Großmutter sollten. Mir war klar gewesen, dass es ihr nicht ganz so gut ging, aber ihr schien es wirklich schlecht zu gehen. Vielleicht würden ihr die Mittelchen helfen, die ich extra mitgenommen hatte, weil ich schon geahnt hatte, dass es ihr schlecht ging. Zusammen liegen wie schnell dich den Wald, bis Kiran stehen blieb. Er meinte, dass wir falsche Spuren legen sollten. Das war eine gute Idee, so würden sie wahrscheinlich nicht weiter nach mir suchen. Ich sah lächelnd zu dem Kleid, welches mir Kiran hin hielt. Ich hatte zwar durch meine Zaubertasche sehr viel Kleidung mit, aber das Kleid, dass er mir hinhielt war wunderschön. Ich hätte nicht gedacht, dass es so ein schönes Kleid in dem Dorf gibt. „Das ist wunderschön.“ sagte ich, aber dann konzentrierte ich mich auch wieder. Schließlich müssten wir uns beeilen. Ich zog mir kurzerhand mein Kleid über den Kopf und zerriss es auch schon, damit sich Kiran um das Blut kümmern könnte, während ich das neue Kleid anzog.

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Kiran Bailey

Wenn sie nur wüsste… Für einen Moment wollte ich nichts weiter als sie für den Rest des Tages zu umarmen und einfach mal all meine Sorgen vergessen, doch dass ging nicht. Wir mussten schleunigst ins Dorf zurück. Sie sollte unbedingt nochmal mit ihrer Großmutter reden können. Ich schluckte schwer und griff nach ihrer Hand. „Komm. Wir sollten uns beeilen. Ich… Naja…“, drückte ich herum und wusste nicht genau, wie ich ihr sagen sollte, dass es ihrer Großmutter so schlecht ging. Mit flotten Tempo liefen wir los. Am Rand eines Dorfes blieben wir stehen. Ich ließ ihre Hand los und deutete auf eine dichte Hecke. „Ich glaub hier könnten wir gut ein paar Stofffetzten mit „deinem Blut“ platzieren. Dann nehmen sie hoffentlich an, dass du von Wölfen getötet worden bist“, nuschelte ich verlegen und zog eine Phiole mit Schafsblut aus meiner Hosentasche. Ich hielt es nämlich nach wie vor für besser, dass alle glauben sollten, dass Emilia tot war. Dazu musste sie jedoch ihr hübsches Kleid opfern. Dafür hatte ich schon ein hoffentlich passendes Kleid für sie mitgenommen. Zu klein war es auf keinen Fall, aber vielleicht zu groß… Egal. Nervös sah ich zu Emilia. Das Kleid war wirklich schön. Außerdem entsprach dieser neue Plan überhaupt nicht unserem alten Plan. Doch so war es vielleicht sicherer. Dennoch machte mich der Gedanke an Emilia die ihr Kleid zerriss irgendwie nervös. Generell machte mich der Gedanke, dass sie jemanden zu viel Haut zeigen konnte wütend, nervös und noch vieles mehr. Tausende Gefühle strömten in diesem Moment durch mich. Zu meiner großen Schande musste ich auch noch zugeben, dass ich irgendwie neugierig darauf war, wie sie aussah. Nun ja… War das nicht normal für einen Ehemann?

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Emilia-Marie Cavendish

Nach den drei Tagen machte ich mich dann wirklich auf den Weg zum Wald. Bewaffnet mit meiner Tasche. Von außen sah sie ganz normal aus, aber eigentlich passte in sie viel mehr rein wie gedacht. Was ein bisschen Magie alles möglich machte. Es waren unzählige Sachen darin verschwunden. [Harry Potter ;D] Sachen für mich, meine Großmutter und auch Kiran. Schließlich hatte er mir so sehr geholfen und jetzt durften wir auch noch bei ihm wohnen, deshalb war ich auch der Meinung, dass er auch etwas bekommen sollte. Zum Glück machte die Magie auch wett, dass die Tasche eigentlich richtig schwer sein musste. Ich war wirklich gespannt, wie es meiner Großmutter ging. Zur Sicherheit hatte ich einige Medikamente und andere Sachen zu ihrer Genesung mit eingepackt. Ich freute mich auf sie, endlich hatte ich sie wieder bei mir, aber ich freute mich mindestens genauso sehr auf Kiran. Wir hatten vielleicht nur einen Packt, aber irgendwie war es auch mehr für mich. Ich hatte Kiran wirklich lieb gewonnen, er war einfach ein wundervoller Mann. Ganz im Gegensatz zu Montagu.
Am Waldrand angekommen sah ich mich um. Sofort viel mir ein Bettler auf, der auch auf mich zukam. Ich erkannte sofort, dass sich unter der Kapuze Kiran versteckte. Sofort musste ich lächeln und mein Herz fing wie verrückt an zu pochen. Ich konnte nicht anders, als ihm um den Hals zu fallen, als er endlich bei mir war. "Da bist du ja." sagte ich lächelnd. Weit und breit war niemand zu sehen, weshalb ich das auch machen konnte. Sonst würde es ziemlich komisch aussehen und auch verdächtig, wenn ich einen armen Bettler umarmte. Langsam löste ich mich von ihm, aber trat noch nicht zurück. Ich sah ihn an und als ich sah, wie müde er aussah legte ich direkt eine Hand an seine Wange. "Du siehst müde aus." stellte ich fest und sah ihn fast schon besorgt an.

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Kiran Bailey

Nie in meinem gesamten Leben hätte ich vermutet, dass drei Tag sich so sehr in die Länge ziehen konnten. Das lag wohl daran, dass ich selbst zu meinem alten Tagesablauf zurückkehren musste und wieder Obst und Gemüse zog. Dies hatte eigentlich auch nur einen Grund. Die Leute, welche sich um Emilias Großmutter kümmerten – inzwischen waren es noch immer drei – mussten in irgendeiner Form entschädigt werden und frisches Obst und Gemüse bot sich gerade perfekt an. Inzwischen war es nämlich so kalt, dass man nur noch Lagerfrüchte wie Äpfel, Birnen oder Kürbisse verwenden konnte. Ein paar frische Erdbeeren oder im Fall der alten Nancy Johannisbeeren, waren eine willkommene Abwechslung. Auch weil man so seine Vorräte etwas schonen konnte. Hier konnten die Winter lang und hart werden – selbst ich hatte einen ordentlichen Vorrat angelegt und stockte ihn um alle haltbaren Lebensmittel die ich in die Finger bekam auf. Obwohl ich nicht mehr ganz so zuversichtlich war, dass ich es auch wirklich brauchte. Der Zustand von Emilias Großmutter war schlecht. Die lange und mühsame Flucht hatte da nicht geholfen. Dennoch hoffte ich auf das Beste – oder das sie wenigstens durchhielt bis Emilia kam. Emilia hatte so viel riskiert, dass ich ihr nicht sagen konnte, dass ihre Großmutter… Allein der Gedanke daran schnürte mir die Kehle zu. Wie musste es dann erst bei Emilias Reaktion werden. Nein daran wollte ich so gar nicht denken.
Doch dann war es endlich so weit. Nach drei endlosen Tagen machte ich mich auf wieder ins Dorf zu gehen. Diesmal als Bettler verkleidet. Mein Herz pochte – obwohl ich in meiner Verkleidung nicht wieder zu erkennen war – immerhin hatte ich dieses Mal die besten Spezialisten an meiner Seite gehabt. Dennoch war ich so Nervös wie nie. Was wenn sie es sich anders überlegt hatte? Was wenn sie nicht kommen würde? Was wenn ich ihr… Ich schluckte und verdrängte all diese Gedanken. Immerhin war das alles für sie gewesen. Und sie hatte mich ja auch geküsst… Ganz egal konnte ich ihr also nicht sein, oder?

(Sry, dass ich mal wieder so lang gebraucht hab, aber bei mir ist zur Zeit das reinste Chaos -.-)

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Emilia-Marie Cavendish

Ich nickte lächelnd, als Kiran meinte, dass wir uns in genau drei Tagen wieder sehen würden und er mich hier abholen würde. Ich freute mich jetzt schon riesig darauf endlich von hier weg zu können und mit Kiran zu gehen. Jetzt hielt mich nichts mehr an diesem Ort. Was mich bis jetzt an diesen Ort gehalten hatte, war nun auf dem Rücken von Kiran und verschwand mit ihm zusammen in den Wald. Ich sah den beiden noch nach, bevor ich mich wieder auf den Weg zurück zu meinem Zuhause machte. Meinen Zuhause, bis jetzt. Dort würde ich unsere Lügengeschichte einfach weiter spinnen. Ich kam unbemerkt zurück in mein Zimmer. Dort würde man am nächsten Tag bemerken, dass Kiran weg war und mich allein zurück gelassen hatte. So war es auch. Die ganze Stadt war am nächsten Tag im Aufruhr, weil Kiran so plötzlich verschwunden war. Das meine Großmutter ebenfalls aus dem Tower verschwunden war, bemerkten sie anscheinend nicht so schnell. Zu dieser Erkenntnis kamen sie erst ein paar Stunden später, als schon der erste Tag vergangen war. Ich spielte die verlassene Ehefrau und drückte kräftig auf meine Tränendrüse. Das fiel mir nicht mal schwer, ich stellte mir einfach vor, dass mich Kiran wirklich verlassen hatte, denn das machte mich wirklich traurig. Kaum zu glauben, aber Kiran war mir schon so sehr an mein Herz gewachsen. Über die Tage packte ich unbemerkt immer mehr Sachen zusammen. In eine kleine Tasche, die mit Hilfe von ein bisschen Magie nicht mehr so klein war, weil eine ganze Menge hinein passte. Ich packte Kleidung zusammen für mich, aber auch für meine Großmutter, es war sogar Platz für Sachen für Kiran. Er hatte mir so sehr geholfen und ich dachte, dass ich ihm damit vielleicht eine kleine Freude machen konnte. Aber ich packte auch ein paar haltbare Lebensmittel ein und eine ganze Menge anderer Sachen.
Niemand schöpfte verdacht, dass ich etwas mit dem Verschwinden meiner Großmutter und Kiran zutun haben könnten. Sie vermuteten, dass Kiran sie geholt hatte, weil er auch Magier war und nur durch mich an sie heran kommen wollte und heraus finden wollte, wo sie genau war. So vergingen die drei Tage wirklich schnell und es war endlich soweit. Ich würde wie immer unbemerkt in den Wald gehen können. Meine Eltern würde es sowieso nicht interessieren. Sie versuchten einen neuen Ehemann für mich zu finden und waren damit voll und ganz beschäftigt. Was sie nicht wussten, dass ich keinen neuen Ehemann brauchte. Auf dem Weg zum Wald fragte ich mich, ob Kiran mich auch so mochte, wie ich ihn. Ob für ihn unser Kuss die gleiche Bedeutung gehabt hatte. Eins konnte ich sagen, ich mochte ihn wirklich sehr und schon bei der Vorstellung, dass er mein Ehemann war, fing alles in mir an zu Kribbeln, auch wenn es vielleicht keine wirkliche Ehe war.

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Kiran Bailey

Unschlüssig sah ich zu Emilia. Was sollte ich nun tun? Wir hatten gerade das Verbrechen des Jahrhunderts begannen – nun ja, ich fühlte mich jedenfalls so als hätten wir das getan – und nun? Emilia würde zurückkehren und unser Lügengebilde weiterspinnen, bis sie zu uns kommen konnte. Ihre Großmutter auf meinem Rücken stöhnte leise, ihr schien alles noch mehr zu zusetzten als mir. Vorsichtig verlagerte ich ihr Gewicht ein wenig um es für sie erträglicher zu machen. Dann lächelte ich Emilia an.
„Wir sehen uns in genau drei Tagen. Ich komme und hol dich ab“, versprach ich und machte einige Schritte in den Wald. Kurz wollte ich ihr noch einen Kuss geben, aber entschied mich dagegen. Irgendwie kam es mir falsch vor, nachdem was wir gerade taten. Immerhin hatte ich ihre Großmutter auf den Rücken, die dringen ins Warme musste! Also ging ich durch den Wald, darauf bedacht keine Spuren zu hinterlassen. Immerhin wollte ich nun nicht mehr gefunden werden. In meiner Hütte angekommen, versorgte ich zuerst Emilias Großmutter. Ich machte mir Sorgen um die alte Dame. Selbst wenn sie jetzt frei war, wie sollte ich sie aufpäppeln? Mit Krankenpflege kannte ich mich nicht wirklich aus. Zu meinem Glück bemerkten einige andere aus dem Dorf, dass ich zurück war. Keine Stunde nach unserer Ankunft waren die Ältesten hier und hielten mir die Standpauke des Jahrhunderts, wie unvorsichtig und dumm ich doch war. Gleichzeitig kümmerten sie sich jedoch auch darum, dass jemand des besser mit der Krankenversorgung war zu mir kam und sich Emilias Großmutter annahm. Noch nie hatte ich dieses Dorf so sehr geliebt, wie in diesem Moment. Obwohl sie mich ziemlich zur Schnecke gemacht hatten, halfen sie so gut sie konnten.
Blieb nur noch die Frage, wie gut sie auf Emilias Ankunft reagieren würden… Wobei mir eine der alten Damen immer wieder Fragen zu „dem Mädchen“, wie sie Emilia nannten, stellte und am Schluss verschwörerisch mit einigen anderen zu tuscheln begann. Was das wohl zu bedeuten hatte?

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Emilia-Marie Cavendish

Meine Großmutter war wirklich schwach. Früher hatte sie vielleicht sogar ein paar Kilos mehr auf den Rippen, aber jetzt hat sie ein paar Kilos zu wenig auf den Rippen. Ich hatte fast schon Angst, dass sie sich verletzen würde, wenn Kiran sie auf den Rücken hob. Aber zum Glück ging alles gut. Zusammen machten wir uns auf den Weg zurück nach unten. In der Hälfte blieb Kiran stehen. Ihm schien es wirklich an Kraft zu kosten, dass er meine Großmutter auf dem Rücken trug. Da konnte ich voll und ganz verstehen, dass er nicht auch noch genug Kraft für Magie hatte. "Mach dir keine Sorgen, ich schaffe das schon." sagte ich lächelnd und strich ihm kurz über seine Wange. Dadurch, dass wir gerade meine Großmutter retteten, hatte ich gerade noch mehr Energie. Endlich ging ein Wunsch in Erfüllung, den ich schon jahrelang hatte. Ohne Kiran hätte ich es nicht geschafft. Ich war ihm wirklich so dankbar dafür. Zusammen gingen wir weiter runter und ich hielt die ganze Zeit den Verbergungszauber aufrecht. Schließlich hatten wir es wirklich geschafft. Wir hatten meine Großmutter aus dem Tower gerettet. Ich begleitete die beiden noch bis zum Stadtrand. Ich hoffte wirklich, dass sie den restlichen Weg auch noch schaffen würden. Weil es kalt war, hatte ich extra noch eine Decke eingepackt, die ich nun über meine Großmutter legte. Ich küsste sie kurz auf ihre Wange. "Ich komme in ein paar Tagen nach." flüsterte ich. Bis dahin würde ich auch noch ein paar Dinge zusammen packen, die ich mitnehmen würde. Ich wollte schließlich nicht, dass Kiran alles für uns besorgen musste. Dann wandte ich mich zu Kiran. "Danke, dass du das alles für mich getan hast." sagte ich lächelnd. Sollte ich ihn zum Abschied küssen?

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Kiran Bailey

Es kostete mich einen Moment bis ich mich überwand an Emilia vorbei zu schreiten und ihre Großmutter auf meinen Rücken zu laden. Doch nicht weil ich mich vor ihr ekelte oder etwas Derartiges. Ihr Zustand machte mir Angst. Ich konnte wirklich nicht sagen, ob sie die Reise, die vor uns lag überstehen würde. Noch mehr Angst machte mir jedoch der Gedanke, dass vermutlich eine kleine falsche Bewegung von mir sie verletzten könnte. Dennoch mussten wir weiter. Deshalb ging ich so vorsichtig wie nur möglich mit ihr auf meinem Rücken die Stufen hinab. Leise keuchte ich Emilia zu: „Kannst du den Verbergungszauber aufrechterhalten, bis wir ganz unten sind? Sonst wird’s schwierig.“ Mühsam drehte ich dabei den Kopf so, dass ich Emilia sehen konnte. Mit einer alten gebrechlichen Frau auf meinen Rücken war das gar nicht so leicht zu bewerkstelligen. Doch ich schaffte es und sah ihr fest in die Augen. Ich hoffte, dass ich nicht so gehetzt aussah, wie ich mich fühlte. Denn ich wollte einfach nur auf schnellsten Weg hier raus. Wie es erst Emilias Großmutter gehen musste… Ich hätte hier drinnen wohl längst den Verstand verloren. Nicht mal einen Tag würde ich hier drinnen sein wollen. Hoffentlich waren wir bald weit weit weg von hier…

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Emilia Marie Cavendish

Kiran und ich liefen zusammen durch die Stadt zum Tower. Auch wenn wir nicht die Hauptstraße dazu nutzen, kamen uns sehr viele Leute entgegen. Die meisten waren zu betrunken um etwas zu bemerken. Am Tower angekommen gingen wir unauffällig Arm in Arm um den Tower um und einen Überblick zu verschaffen. Dann meinte Kiran, dass ich warten sollte. Ich beobachtete wie er die Wachen mit einem ganz einfachen Trick vom Tower weg lockte. Mit Alkohol konnte man sie immer bestechen. Besonders mit kostenlosen Alkohol. So waren zwei Wachen schnell verschwunden und nur noch ein sehr müder Wache blieb zurück. Schnell war er eingeschlafen und Kiran und ich konnten den Tower betreten. Dort schlugen wir uns durch die verschiedenen Stockwerke und versteckten uns jedes Mal, wenn die Wachen vorbei kamen. Auf dem Weg dahin waren wir zum Glück auch an einem Schlüsselkasten vorbei gekommen, so wäre es ein leichtes die Tür zu öffnen. Schließlich waren wir im obersten Stockwerk angekommen, wo wir meine Großmutter fanden. Ihr Anblick ließ mir sofort die Tränen in die Augen schießen. Sie sah so schlecht aus. Sie war abgemagert und ziemlich schwach. Als ich mich zu ihr vor das Gitter hockte Strecke sie ihren Arm nach mir aus. "Ist das nur ein Traum?" fragte sie leise und ich schüttelte meinen Kopf. "Nein, ich wirklich hier." sagte ich leise und nahm ihre Hand. Wie lange hatte ich auf diesen Moment gewartet. "Du bist noch viel schöner geworden. Aber sag mir nicht, dass du heute Montagu geheiratet hast." sagte sie immer noch leise. Ich schüttelte wieder meinen Kopf. "Nein. Ich habe Kiran geheiratet." sagte ich und nahm meine andere Hand um Kiran zu uns zu ziehen. "Er wird uns helfen dich hier raus zu bekommen und wird dich auch mit zu sich nach Hause nehmen." erklärte ich ihr immer noch leise. Aber ich wollte keine Zeit verlieren, wir durften nicht erwischt werden, also zückte ich den Schlüssel und öffnete die Tür, so leise wie möglich.

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Kiran Bailey

Der Weg durch die Engen und verwinkelten Straßen zog sich länger als gedacht. Vor allem, da wir uns von den Hauptstraßen verhielten. Natürlich war es bereits kurz vor Mitternacht, aber es waren noch immer viele Leute unterwegs – und nicht alle waren von der Hochzeit vollkommen betrunken. Es war also sicherer sich von diesen Straßen fern zu halten – auch wenn das hieß, dass wir einen großen Umweg machen mussten. Schließlich erreichten wir unser Ziel. Galant einen Arm um meine Frau – sie so zu nennen, gefiel mir irrsinnig gut – geschlungen, umkreisten wir den Tower. Die Wachen am Eingang waren angeheitert und schienen sich kaum um ihre Aufgaben zu kümmern. Es würde nicht schwer sein sie von hier weg zu bekommen. Doch was mir Sorgen bereitete, was wartete innen auf uns? Es gab nur einen Weg das herauszufinden. Ich bedeutete Emilia am Eingang einer Seitenstraße zu warten, dann schlich ich mich an die Wachen heran und verstellte meine Stimme. Tiefer und ältere Stimmen waren vertrauenswürdiger, also versuchte ich es damit.
„Mann, ich kann nicht glauben, dass sie noch mehr Bier und Wein verschenken. Meine Söhne sind schon mit drei Fässern zurückgekommen“, erzählte ich meinem imaginären Gesprächspartner. Die Worte brauchten einige Sekunden um zu ihnen durchzudringen, dann verschwand der Erste schon in die Richtung aus der wir gekommen waren. Der Zweite trat unruhig von einem Bein aufs andere. Dann schrie er einen Namen und verschwand, aber ein junger Mann – sogar jünger als ich – nahm ihren Platz ein verdammt. Aber er war müde und nach wenigen Minuten, war er auch schon eingeschlafen. Schnell holte ich Emilia. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals, als wir das nasskalte Gebäude betraten. Jetzt gab es kein Zurück mehr.
Wir waren bereits im zweiten Stock – die ersten beiden hatten sich als leer erwiesen – als wir im dritten Stock waren, sah ich die ersten Gefangenen. Ich schauderte. Es grenzte an ein Wunder, dass sie noch am Leben waren. Hoffentlich war ihre Großmutter in einem besseren Zustand. Wir schafften es in den obersten Stock – die Wächter die hier und da Wache hielten, waren nicht sehr aufmerksam und wir mussten uns nur in kleine Einbuchtungen an der Wand drücken und sie liefen an uns vorbei. Dann fanden wir endlich ihre Großmutter mir stockte der Atem. Es war wirklich kein schöner Anblick…

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Emilia-Marie Cavendish

Dieses Kleid war dafür gemacht, dass in der Hochzeitsnacht der Mann das Kleid aufmachen musste. Ich hatte also keine Chance alleine aus dem Kleid raus zukommen. Ich musste Kiran einfach um Hilfe bitten. Kiran war schon fast aus dem Fenster geklettert und kam nun wieder rein um mir das Kleid zu öffnen. Dabei wurde mir seine Nähe nur umso mehr bewusst. Ich hielt den Atem an, da ich wusste, dass ich nur unregelmäßig atmen würde, weil mein Herz wie bei der Trauung anfing wie wild zu klopfen. Ich freute mich schon so sehr, wenn wir dies alles hinter uns hatten und wenn nicht nur meine Großmutter, sondern auch ich bei Kiran im Wald sein würde. Ich konnte mir mittlerweile nichts besseres mehr vorstellen und das nicht nur weil meine Großmutter dann endlich wieder auf freiem Fuß war, sondern weil ich auch bei Kiran sein würde. Er war mir wirklich ans Herz gewachsen und jetzt waren wir auch noch verheiratet. Ich hoffte nur so sehr, dass er genauso fühlte wie ich. Als mir Kiran schließlich mein Kleid geöffnet hatte ging ich wieder weiter in mein Zimmer und zog mich um. Ich zog mir bequemere Sachen an in denen die Rettungsaktion auch besser möglich war. Als ich fertig war ging ich zu Kiran an das Fenster. Ich nahm seine Hand und lächelte, als er meinte, dass wir meine Großmutter nun befreien würden. "Auf in den Kampf." sagte ich lächelnd und Kiran half mir im nächsten Moment auch schon aus dem Fenster. Ich hoffte wirklich, dass die Wachen auch ordentlich ins Glas geschaut hatten und wir ohne große Probleme meine Großmutter befreien konnten und wenn wir das geschafft hatten, hoffte ich, dass ich auch bald schon ohne Probleme zu Kiran und meiner Großmutter in den Wald konnte.

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Kiran Bailey

Schwer schluckte ich. Eigentlich war ja nichts dabei, wenn ich ihr das Kleid öffnete. Vor allem wenn man bedachte, was wir eigentlich hier… Nein, daran durfte ich jetzt gerade nicht denken. Unser Plan stand jetzt im Mittelpunkt. Langsam kletterte ich wieder in den Raum und stellte mich hinter Emilia. Meine Hände zitterten leicht, als ich mich daran machte ihr Kleid zu öffnen. Bevor ich überhaupt an den Reißverschluss kommen konnte, musste ich einige Knöpfe öffnen. Es dauerte länger als ich es gewollt hätte, doch ich schaffte es bei einigen Knöpfen erst beim vierten oder fünften Versuch eben diesen zu öffnen. Mein Atem ging flach und ich versuchte überall hin zu sehen, nur nicht auf Emilias Kleid, dass immer mehr ihrer Haut freilegte. Als ich schließlich auch den Reißverschluss hinuntergezogen hatte, drehte ich mich schnell um und ging ans Fenster. Ich hörte entfernten Gesang und fragte mich, wie betrunken die Leute am Fest wohl schon waren. Eigentlich war es vollkommen egal. Wichtig waren nur die Wachen. Wenn sie betrunken genug waren, konnten wir uns schnell rein schleichen und wieder verschwinden. Hoffentlich. Irgendwie beschlich mich langsam das Gefühl, dass es doch nicht so einfach werden würde. Nervös kratzte ich mich im Nacken. Würden sich die Wachen wirklich so sehr betrinken, wie wir es uns erhofften? Seufzend setzte ich wieder einen Fuß aufs Fensterbrett und kletterte hinaus. Sich jetzt den Kopf zu zerbrechen war sinnlos. Wir mussten endlich zur Tat schreiten.
Während ich mir so meine Gedanken machte, hörte ich das Rascheln von Emilias Kleidern. Eigentlich hätte ich nur allzu gern zugesehen, wie sie sich umzog – das musste ich mir wohl oder übel eingestehen. Doch allein der Gedanke daran war meiner Meinung nach irgendwie schäbig. Erst als ich glaubte, dass genug Zeit vergangen war und sie wohl umgezogen war, drehte ich mir und hielt meine Hand durch das Fenster.
„Na dann, lass uns deine Granny da rausholen“, versuchte ich zuversichtlich zu sagen. Und dann holen wir schnellst möglich dich von diesen Verrückten weg – noch bevor sie dir etwas antun können, fügte ich in Gedanken hinzu, blieb aber stumm. Ich wollte sie nicht beunruhigen. Und jetzt mussten wir endlich los!

(Sry, dass ich wieder so lange gebraucht habe... Ich verusche so bald wie möglich wieder regelmäßig onlilne zu kommen...)

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Emilia Marie Cavendish

Ich bemerkte, dass Kiran damit nicht gerechnet hatte und regelrecht erstaunt war, aber er erwiderte den Kuss. Zuerst war der Kuss wirklich zurückhaltend und klassisch. Aber das änderte sich auch schnell. Der Kuss wurde intensiver und ich genoss jeden Augenblick davon. Vielleicht war das unser erster und letzter Kuss, aber daran wollte ich jetzt nicht denken. Schließlich lösten wir uns voneinander. Wir mussten los und durften uns jetzt nicht mehr zu lange hier aufhalten. Dennoch lächelte ich, als mich Kiran auch nochmal kurz küsste. Es hatte sich wirklich so gut angefühlt und ich spürte immer noch seinen Geschmack auf meinen Lippen.
Ich nickte lächelnd, als Kiran schließlich meinte, dass wir uns auf den Weg machen sollten. "Du hast Recht." sagte ich lächelnd. "Aber ich bin mir sicher, dass hier heute niemand mehr rein kommt und nach sehen wird." sagte ich lächelnd. Schließlich wurde gedacht, dass wir neue Nachfahren produzieren würden. Niemand würde denken, dass wir durch das Fenster abhauen würden um meine Großmutter aus dem Tower zu holen. Aber Kiran hatte auch damit Recht, dass ich mich noch umziehen sollte. Ich hatte mir extra Kleidung hier versteckt, die dafür geeignet war. Aber vorher musste ich erstmal aus diesem Kleid raus kommen und das war allein einfach nicht möglich. "Kannst du mir den Reißverschluss bitte auf machen?" fragte ich und drehte mich mit dem Rücken zu Kiran. Es war sicherlich ungewohnt, aber ich musste ja irgendwie aus dem Kleid raus kommen und ich persönlich hatte nichts dagegen, dass er mir das Kleid aufmachte. Da wäre es wesentlich schlimmer, wenn wir gewisse andere Leute das Kleid öffnen würden.

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(Ich muss jetzt off, vl komm ich später noch mal on ;))

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Kiran Bailey

Ich erstarrte für einen Moment. Was wollte sie jetzt machen? Auf keinen Fall hätte ich damit gerechnet, dass sie mich auf einmal küsste. Ich hatte damit gerechnet, dass sie sich umziehen würde oder Kleidung für ihre Großmutter packen würde. Doch meine Überraschung verflog schnell. Jeder Gedanke verflog aus meinem Gehirn und ich küsste sie einfach zurück. Der Kuss war zu Beginn zurückhaltend, wurde jedoch schnell feuriger. Schwer atmend löste ich mich von ihr und sah sie an. Meine Entschlossenheit hier einfach abzuhauen geriet ins Schwanken. Ich gestattete es mir sie nochmal kurz zu küssen, bevor ich einen Schritt zurücktrat. Leise räusperte ich mich und sah zur Seite.
„Wir sollten uns auf den Weg machen. Nicht das sie… Naja noch nachsehen… ähm…“, stotterte ich zusammenhangslos vor mich hin. Langsam ging ich auf das Fenster zu und öffnete es. Es war kein Problem hier raus zu klettern. In der Nähe war auch kein Mensch zu sehen, also konnten wir aufbrechen. Schnell schwang ich mich hinaus und hielt Emilia die Hand hin. Mein Hirn klärte sich in der kalten Nachtluft und ich sah sie mir nochmal an. In dem Kleid sah sie zwar umwerfend aus, aber ich wusste jetzt wieder, warum ich geglaubt hatte, dass sie sich umziehen wollte. In dem Kleid konnte sie nämlich kaum irgendwo runterklettern oder schnell laufen.
„Und vielleicht solltest du dich noch umziehen. Nicht das dich noch jemand als eine wunderschöne Braut beschreibt… Falls sich morgen irgendjemand noch an diese Nacht erinnern kann“, erklärte ich leise und setzte mich auf die Fensterbank. Dabei drehte ich ihr den Rücken zu. Auch wenn wir offiziell verheiratet waren, kam ich mir beim Gedanken, ihr beim Umziehen zuzusehen, wie ein verrückter Spanner vor. Ich wollte ihr ihren Freiraum geben und sie nicht in eine unangenehme Situation bringen…

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Emilia Marie Cavendish

Kiran nahm meine Hand, bevor wir uns zum Priester umdrehten. Es fühlte sich gut an. Er fühlte sich gut an. Klar, wir heirateten nur zum Schein, aber irgendwie fühlte es sich echt an. Ich konnte mir keinen besseren Mann wie Kiran vorstellen. Er war einfach völlig anders, er war etwas ganz besonderes. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Ich konnte dem Priester gar nicht wirklich zuhören, viel zu aufgeregt war ich. Ich bemerkte, dass es Kiran anscheinend genauso ging. Dennoch wurden wir schließlich zu Mann und Frau erklärt. Wir tauschten die Ringe und sie waren wirklich wunderschön. Ich fragte mich wirklich, woher er diesen wunderschönen Ring her hatte. Dieser Gedanke war aber schnell wieder vergessen, als ich seinen Spruch dazu hörte. Ich lächelte ihn an und wusste, dass er der Richtige war. Ich wusste schon vorher, dass er etwas besonderes war und ich ihn mochte. Aber jetzt wusste ich auch, dass ich mich in ihn verliebt hatte und ich mir niemanden anderes als ihn an meiner Seite vorstellen konnte. Klar, am Anfang hatten wir uns nur kennengelernt um meine Großmutter zu befreien, aber ich hatte ihn auch so besser kennengelernt und auch lieben gelernt. Schließlich begann auch schon die Feier. Die Feier war ausgelassen und die Leute waren schneller in einem betrunkenen Zustand wie gedacht. Deshalb wurden wir beide auch schon relativ früh in ein Zimmer gebracht. Niemand würde denken, dass wir meine Großmutter nun frei lassen würden, alle würden denken, dass wir uns hier in diesem Zimmer vergnügen würden. Ich nickte lächelnd, als Kiran fragte, ob ich bereit war. "Aber ich muss noch etwas machen." sagte ich und sah ihn an. Ich wollte ihm einfach zeigen, dass ich das alles nicht nur mehr machte um meine Großmutter zu befreien, ich wollte ihn auch zeigen, dass er mir wichtig geworden war, deshalb ging ich auf ihn zu und küsste ihn einfach. Das musste einfach sein und ich hoffte wirklich, dass er es genauso empfand wie ich.

[Kein Problem ;)]

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Kiran Bailey

Breit grinste ich sie an. „Nicht so umwerfend wie du“, antwortete ich leise und griff nach ihrer Hand. In diesem Moment war es mir vollkommen egal, ob man das tun durfte oder nicht. Es fühlte sich einfach viel zu gut an, um es nicht zu tun. Dann drehten wir uns zum Priester. Während dieser irgendwelche Formel runter rasselte, die mir wage bekannt vorkamen. Doch ich hörte kaum zu. Immer wieder glitt mein Blick über Emilia. Sie war wirklich eine wunderschöne Braut. Ihr zukünftiger Mann konnte sich glücklich schätzen. Bei diesem Gedanken durchzuckte mich ein Stich. Ich wollte sie nie wieder hergeben. Sie gehörte zu mir und ich zu ihr… Auf jeden Fall bis wir ihre Großmutter gerettet war. An alles was danach noch kommen sollte, wollte ich in diesem Moment nicht denken. Alles was zählte war, dass sie hier war. Mit mir. Niemand sonst. Bei diesem Gedanken schwoll mir die Brust. Zu minderst für diesen Moment waren wir zusammen. Während ich so über Emilia nachdachte, verging die Zeit rasend schnell. Schon tauschten wir die Ringe. Nach meinem Schwur, wisperte ich ihr noch zu: „Ein Ring genauso ungewöhnlich und bezaubernd wie du.“ Breit grinste ich sie an und zwinkerte ihr zu. Auch ich bekam einen Ring übergestreift. Dann drehte wir uns zu der Menge hinter uns um. Das Fest begann. Fest drückte ich ihre Hand und lächelte sie zuversichtlich an. Nicht mehr lange und ihre Großmutter würde frei sein.
Wir wurden zum Fest geführt, dass schnell in ein massiges Gelage ausartete. Schon lange vor Mitternacht – eigentlich hätte ich geglaubt, dass wir erst danach gehen konnten – wurden wir in Emilias Schlafzimmer gebracht. Erleichtert stellte ich fest, dass niemand mit uns in dem Raum kam.
„Bereit?“, fragte ich und sah sie mit ernstem Blick an. Ich war bereit alles für sie zu riskieren.

(Sry, dass es wieder so lange gedauert hat... Aber ich hab leider einige Prüfungen nicht bestanden und muss jetzt ordentlich pauken :/)

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Emilia Marie Cavendish

Ich hatte mich zu früh auf das Abendessen gefreut. Meine Eltern vermasselten es mal wieder richtig. Kiran und ich hatten somit keine einzige Minute für uns allein. Auch am Abend und am nächsten Tag ergab sich kein Zeitpunkt in dem wir mal allein unter vier Augen sein konnten. Wir waren immer umgeben von Wachen oder Hofdamen. Der einzige Lichtblick war der Diener, der mir immer und immer wieder Nachrichten von Kiran brachte und meine zu ihm. So konnten wir unseren Plan doch ganz gut planen. Es war alles besprochen.
Somit verging die Zeit wie um Flug und schon war der Tag der Tage da. Heute würde die Hochzeit von Kiran und mir statt finden. Es war eigentlich keine richtige Hochzeit. Eigentlich schon, jeder dachte es zumindest. Aber Kiran und ich wussten, dass wir das nur taten um unseren Plan umzusetzen. Dennoch fühlte es sich für mich wie eine richtige Hochzeit an. So hatte ich es mir immer vorgestellt. Ich stand schon kurz davor einen anderen Mann zu heiraten und da hatte es sich nicht so angefühlt. Es fühlte sich gut an und ich war auch total aufgeregt. Ich freute mich ihn zu heiraten und in ein paar Tagen zu ihm in den Wald zu kommen. Ich freute mich natürlich auf meine Oma, aber ich freute mich auch auf Kiran. Ich hatte ihn in dieser kurzen Zeit einfach so sehr in mein Herz geschlossen. Schon früh wurde ich geweckt. Ich hatte einen ganz schönen Marathon vor mir. Zuerst musste ich baden, dann wurden mir meine Haare gemacht, das Makeup, wo ich mich durch setzte, dass es wieder nur dezent sein sollte. Ich mochte es einfach nicht, wie sich meine Mutter und alle anderen Frauen schminkten. So sahen sie gar nicht mehr wie sie selbst aus. Schließlich zog ich das Kleid an und dann war ich auch schon fertig. Endlich. Ich sah mich in den Spiegel an und sah mich so, wie ich es mir immer vorgestellt hatte. Ich hatte ein langes weißes Kleid an, welches mit Spitze versehen war. Es war elegant, aber dennoch nicht zu schick. Es war einfach perfekt. Schlicht aber dennoch schick. Schließlich machten wir uns auch schon auf den Weg zur Kapelle. Mein Herz schlug immer mehr und immer mehr. Ich dachte kurze Zeit schon, dass ich einen Herzinfarkt bekommen würde, aber schließlich stand ich vor der großen Tür und wartete darauf, dass sie endlich geöffnet wurde und ich zu Kiran konnte. War ich vielleicht wirklich in ihn verliebt? Ob sich Kiran auch so fühlte?
Endlich öffnete sich die Tür und ich sah Kiran in seinem schicken Anzug, er sah wirklich atemberaubend aus. Sofort musste ich lächeln und betrat zusammen mit meinem Vater die Kapelle. Er führte mich zum Altar und überreichte mich dort an Kiran. "Du siehst gut aus." flüsterte ich lächelnd.
[ach kein Problem ;) mach dir keinen Stress]

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Kiran Bailey

Das Abendessen war schlichtweg nervenaufreibend. Während Emilias Vater nur über irgendwelche Geschäfte sprach, plapperte ihre Mutter nur von irgendwelchen Kleidern. Langsam fragte ich mich wirklich, wie Emilia so lange hier durchgehalten hatte ohne auch so zu werden. Diese Leute waren doch einfach verrückt! Wie überlebte man so eine Familie nur? Nach dem Abendessen ergab sich leider keine Möglichkeit nochmal mit Emilia zu reden. Auch am nächsten Morgen nahm ihr Vater so viel Zeit ein, dass ich Emilia nur wenige Minuten und leider unter Aufsicht sehen konnte. Doch einer ihrer Diener überraschte mich. Er brachte ohne zu Fragen jede meiner Nachricht zu Emilia. So konnten wir wenigstens unseren Plan so weit schmieden, dass wir es wohl schaffen konnten. Viel zu schnell kam schließlich auch schon der Tag aller Tage.
Nervös stand ich in der kleinen Kapelle. In wenigen Minuten würde Emilia meine Frau werden. Doch gegen jede Logik gab genau das mir die Zuversicht, dass unser Plan aufgehen würde. Trotzdem verlagerte ich mein Gewicht von einem Fuß auf den Anderen um mich irgendwie abzuregen. In meiner Brusttasche spürte ich eine kleine Schachtel nur all zu deutlich. Die Ohrringe waren heute Morgen angekommen. Ich freute mich darauf sie ihr überreichen zu können. Der Ring hingegen lag auf einem dicken roten Samtkissen und schimmerte mich an. Bei seinem Anblick wurde ich irgendwie ungeduldig. Ich wollte Emilia endlich sehen.
Langsam öffnete sich endlich die Tür und Emilia betrat den Raum. Mir stockte der Atem. Sie sah umwerfend aus. Jetzt konnte ich es wirklich kaum noch erwarten, dass unser Theater vorbei war und wir in meiner Hütte zusammenleben konnten. Egal ob wir nun wirklich verheiratet waren oder nicht…

(Sry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber bei mir ging’s etwas drunter und drüber... Deshalb ist der Post auch so kurz... Aber es sollte sich alles bald eingependelt haben und die Posts wieder länger werden :))

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Emilia Marie Cavendish

Das es nicht so sehr auffiel, dass wir uns den Tower zu genau ansahen, meinte Kiran laut genug, dass es auch die Wachen hören konnten, dass es sowas nicht gab wo er her kam. Das konnte ich mir sehr gut vorstellen. Im Wald herrschte kein herzloser König, der alte Frauen in den Tower warf. Das war alles nur passiert, weil er uns die Magie verbot, weil er die Angst hatte gestürzt zu werden. Eigentlich wäre das keine schlechte Idee. Aber das wäre mir sowieso egal, denn schon bald würde ich nicht mehr hier sein. Wie jedes Mal, wenn ich hier vor dem Tower stand, zog sich mein ganzer Magen zusammen. Bevor meine Großmutter hier eingesperrt wurde, hatte ich dem Tower nie wirklich große Beachtung geschenkt, aber jetzt sah ich jedes Mal auf, wenn ich hier war. Jedes Mal stellte ich mir vor, wie schlecht es meiner Großmutter gehen musste. Sie musste da drin unbedingt raus, ich könnte es mir nicht verzeihen, wenn sie ihre letzten Momente da verbrachte. Ich wusste, dass sie nicht mehr sehr lange Zeit hatte, sie war eben auch nicht mehr die Jüngste, aber aus diesem Grund musste sie ja auch unbedingt da raus. Anscheinend schien auch Kiran zu bemerkten, dass ich ganz schön in meinen Gedanken versunken war und schob mich weiter. Wir waren nicht mehr lange unterwegs, da waren wir auch schon wieder bei mir Zuhause angekommen. Natürlich warteten vor dem Tor schon meine Eltern. Seit wann sorgten sie sich nur so um mich? Sonst war ich ihnen doch auch egal. Es fiel ihnen nicht mal auf, wenn ich stundenlang im Wald gewesen war. Aber jetzt sahen sie nur das Geld, was sie aber nie bekommen würden. Kiran blieb mit mir wenige Meter vor meinen Eltern stehen, er meinte, dass wir das schaffen würden. Ich lächelte. Ich hoffte es wirklich. Als er mir einen Kuss auf die Stirn gab, musste ich nur noch mehr lächelnd. Es fühlte sich gut an. Er fühlte sich gut an.
Dann trennten sich leider unsere Wege. Meine Mutter hatte Pläne. Sie wollte unbedingt die letzte Anprobe des Kleides machen. Sonst war ich immer genervt davon und es war mir fast egal was ich anzog, aber jetzt war es doch wichtig. Ich wollte Kiran gefallen. Ich wusste nicht warum, aber ich freute mich sogar ihn zu heiraten. Auch wenn wir eigentlich nur zur Tarnung heirateten, dass die ganze Stadt abgelenkt war, aber es fühlte sich irgendwie echt an. Ich freute mich auch schon darauf mit Kiran Zeit zu verbringen, wenn ich erst im Wald war. Schließlich hatte ich die letzte Anprobe des Kleides auch überstanden ohne von einer Nadel gestochen zu werden. Es mussten nur noch kleine Änderungen am Kleid vorgenommen werden, dann würde es perfekt sitzen. Ich hoffte wirklich es würde Kiran gefallen. Ich musste immer und immer wieder an ihn denken. Ich dachte auch auffallend oft daran wie es war in seinen Armen zu liegen in seinem Bett. Es hatte sich einfach so gut angefühlt und ich sehnte mich danach wieder in seinen Armen zu liegen.
Schließlich war es Zeit für das Abendessen. Heute würden wir alle zusammen im großen Saal essen und Kiran würde auch da sein, deshalb freute mich nur darauf.

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Kiran Bailey

Emilia zeigte mir die ganze Stadt. Beim Tower sah ich mich interessiert um. Dann bemerkte ich den Blick der Wachen. Ich lehnte mich zu Emilia. „Ich hoffe es verwundert Euch nicht, dass ich so hinaufstarre, aber so einen solchen Ort gibt es in meiner Heimat nicht“, erklärte ich bewusst so laut, dass mich auch die Wachen hören konnte. Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken, als ich zu diesem kalten düsteren Ort hinaufsah. Zum ersten Mal fragte ich mich, ob unsere Mission wirklich gut gehen würde. Dabei sorgte ich mich weniger um das Drumherum, als um die Gesundheit ihrer Großmutter. Wie lange war sie schon da drinnen? Wenn es länger als ein Jahr war, wunderte es mich wirklich, dass sie überhaupt noch lebte. Dieser einfache Ort schien alles Leben auszusaugen. Selbst hier unten konnte ich das deutlich spüren. Ob er wohl mit einer speziellen Magie versehen war, die dieses Gefühl hervorrief? Für mich schien das auf jeden Fall so zu sein. Sonst konnte ich mir einfach nicht erklären, wie ein einfaches Gebäude eine solche Ausstrahlung haben konnte. Oder lag es einfach daran, dass ich wusste, was darin geschah? All diese Gedanken schossen mir durch den Kopf, während ich langsam meinen Arm um Emilia legte und sie sanft von dannen zog. Ich hielt es nicht für klug noch länger hier zu sein. Vor allem für Emilias Gefühlwelt schien es mir das Beste zu sein weiterzugehen. Doch als wir am Anwesen ihrer Eltern ankamen, hatte ich den festen Entschluss gefasst, alles in meiner Machtstehende zu tun um Emilia wenigstens ein wenig von diesem Schmerz zu nehmen.
Am Tor erwarteten uns auch schon ihre Eltern. Wie nervig waren die denn bitte? Einige Meter vor ihnen blieb ich mit Emilia stehen und beugte mich zu ihr. Langsam strich ich ihr eine Haarsträhne hinters Ohr. „Wir schaffen das, ok?“, hauchte ich ihr zu und drückte ihre Hände nochmal sanft. Vorsichtig drückte ich ihr noch einen Kuss auf die Stirn – den konnte ich mir beim besten Willen nicht verkneifen, trotz des Publikums. Dann nahmen uns ihre Eltern in Empfang und ihr Vater führte mich fort. Ob Emilia wohl schon ein Kleid hatte? Ihr Vater führte mich nämlich zur Kleideranprobe. Wir unterhielten uns oberflächlich als mir noch eine Idee für den Ring kam. Ganz unschuldig fragte ich, ob noch Schmuck von ihrer Großmutter vor Ort war. Denn ich wolle mit meinem ersten Ehering ihre Familie und Vorfahren ehren und durch eine leichte Veränderung – wie dem Aufsetzten eines Edelsteines, meine Familie und ihre auf ewig verbinden. Dabei ließ ich auch durchsickern, dass ich glaubte, dass die alte Dame tot sein müsse. Ihr Vater stieg ein. So hatte ich schon bald einen wundervollen Ring auf den ich nur noch die Perle aufsetzten lassen musste. Als ich wieder allein in meinem Zimmer war, übergab ich den Ring und die Perlen einem Diener, der für mich zu einem Goldschmied gehen würde. Eine Perle würde auf den Ring aufgesetzt werden und die anderen zu Ohrringen gearbeitet. Hoffentlich waren die rechtzeitig zur Hochzeit fertig... Ich wollte nämlich unbedingt ihr Gesicht sehen, wenn ich sie ihr schenkte und danach… Nun ja, wer konnte schon sagen, dass alles gut ging?

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Emilia Marie Cavendish

Irgendwie schien Kiran nicht wirklich mit meinem Plan unsere Anhängsel los zu werden einverstanden zu sein. Ich fragte mich zwar was sein Problem war, aber ich konnte auch verstehen, dass er vielleicht Angst hatte, dass unser Plan schief gehen könnte, weil wir gegen die Regeln meines Vaters spielen. Ich nickte schließlich lächelnd, als Kiran vorschlug, dass wir nach Hause laufen könnten und er sich auf dem Weg ein bisschen die Stadt ansehen könnte. Das war keine schlechte Idee. Er hatte bis jetzt ziemlich wenig von der Stadt gesehen, aber schon in zwei Tagen musste er sich zum Tower finden und auch wieder raus aus der Stadt. So könnte ich ihn einiges zeigen. Also hackte ich mich an seinem Arm unter und ging mit ihm zusammen los. Es fühlte sich gut an, an seinem Arm eingeharkt zu sein. Allgemein fühlte ich mich in seiner Nähe wirklich wohl. So wohl wie ich mich bis jetzt bei noch niemanden gefühlt hatte. Es war eigentlich fast Schade, dass wir nur heirateten um den Plan meine Großmutter zu befreien umsetzen konnten. Kiran würde ich auch freiwillig heiraten. Sogar gerne. Ich konnte mir eigentlich keinen besseren Mann an meiner Seite vorstellen. Kiran war einfach er selbst. Mit ihm konnte ich reden, Spaß haben und auch ganz normal umgehen. Bei allen anderen Männern, die ich bis jetzt kennengelernt hatte, hatte ich mich total unwohl gefühlt und konnte nur steife Unterhaltungen mit ihnen führen. Aber bei Kiran und mir stimmte einfach die Chemie. Jedenfalls hatte ich das Gefühl. Nach einem kurzem Weg waren wir auch schon in der Innenstadt. Ich tat die ganze Zeit so, als würde ich so oder so die ganzen Sehenswürdigkeiten erklären und zeigen, dass es nicht so auffallen würde, wenn ich Kiran den Tower zeigte. "Das ist der Tower." sagte ich und sah die Mauer hinauf. Ich hatte immer das Gefühl, dass mich vielleicht meine Großmutter durch eines der Fenster ansah. Aber ich konnte es mir auch nur einbilden.

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Kiran Bailey

Müde lächelte ich Emilia an. Ich verstand, dass sie noch nicht zurückwollte. An ihrer Stelle würde ich auch so lange wie es nur irgendwie möglich war außer Haus bleiben. Für sie bedeutete das ja auch eher vergnüglichen Dingen nachzugehen und nicht wie bei Leuten wie mir, harter Arbeit nachzugehen. Nun ja, im Moment bedeutete es auch für mich Vergnügen und keine Arbeit. Dennoch war ich unglaublich müde. Vielleicht hätte ich doch etwas mehr Handeln sollen. Dann hätte ich nicht ganz so viel Magie anwenden müssen… Allerdings hatte ich das, was ich wollte. Es hatte sich also doch gelohnt. Vor allem wenn die Ringe Emilia gefallen würden… Ein breites Lächeln von ihr würde das bisschen Magie locker aufwiegen. Allzu gern wäre ich ihrem Vorschlag unsere Anhängsel loszuwerden nachgekommen. Doch das ging im Moment leider nicht. Eine Auflösung der Verlobung wollte ich unter keinen Umständen riskieren. Außerdem tröstete mich der Gedanke, dass ich so viel Zeit wie ich wollte mit Emilia verbringen konnte, sobald sie erstmal bei mir war. Naja, dann musste ich sie zwar mit ihrer Großmutter teilen, aber im Gegensatz zu hier wären wir zu dritt und hätten nicht ein dutzend anderer Leute im Nacken. Also überlegte ich einen Mittelweg, was sich schwerer gestaltete, als gedacht. Langsam schlenderten wir weiter und ich merkte, wie sich der Erwartungsdruck immer weiter aufbaute. Ich brauchte eine Idee… Dann hatte ich sie!
„Lass uns doch zu Eurem Anwesen zurücklaufen. Ich möchte mir wirklich gern die Stadt anschauen. An einem so schönen Tag sieht man sicher allerlei interessantes“, schlug ich vor. Die Wachen traten sofort näher. Ups, hoffentlich hatte ich nichts Falsches gesagt… Was allerdings noch viel wichtiger war, Emilia verstand hoffentlich, dass ich die Stadt sehen wollte wegen unserer geheimen Mission. Galant hielt ich Emilia meinen Arm hin und wartete so auf ihre Zustimmung. Das kleine Säckchen drückte gegen meine Brust. Hoffentlich würden sie den Ring mögen… Da fiel mir ein, dass ich ja auch noch einen Goldschmied brauchte. Immerhin musste ich die Perlen noch fassen lassen. Vielleicht würde ich auf unserem Spaziergang auch noch einen solchen auftreiben. Hoffte ich auf jeden Fall…

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Emilia Marie Cavendish

Anscheinend schien Kiran mit meiner Idee spazieren zu gehen einverstanden zu sein. Er weitete meine Idee sogar aus und schlug vor, dass wir uns mit einer Kutsche zum Strand fahren lassen könnten. Zwar hätten wir das auch zu Fuß geschafft, aber so war es auch in Ordnung. Wir aßen ganz gemütlich unser Frühstück weiter und redeten einfach wieder über Gott und die Welt miteinander. Es war einfach so entspannt mit ihm. Mit ihm konnte ich über alles reden und konnte auch Spaß haben. Mit allen anderen Männern, die ich vor ihm kennengelernt hatte war es nie so gewesen. Es waren immer so steife Unterhaltungen gewesen. Nach mehreren Unterhaltungen mit den Anderen kam es mir immer noch so vor, als hätte ich mich mit fremden Menschen unterhalten. Aber bei Kiran war das ganz anders, ich hatte das Gefühl ich würde ihn schon eine ganze Weile kennen. Eigentlich kannte ich ihn schon ein paar Tage länger, als offiziell hier bekannt, aber dennoch nicht allzu lang. Dennoch mochte ich ihn jetzt schon so sehr und das nicht nur, weil er mir mit meiner Großmutter helfen wollte. Obwohl ich ihn dafür auch wahnsinnig dankbar war. Es war auch körperlich etwas ganz anderes mit ihm. Ich hatte mich gestern bei ihm im Bett wirklich wohl gefühlt und sehnte mich jetzt nach seiner Nähe. So ein Gefühl hatte ich vorher noch nie gehabt. Kiran war eben etwas ganz besonderes.
Nachdem uns mein Vater bei dem schönen Frühstück unterbrochen hatte, machten wir uns auf den Weg zum Strand. Natürlich schickte mein Vater, Wachen und Hofdamen mit. Seit Kiran hier war, tat er so, als wäre er der Übervater. Dabei konnte ich mich sonst stundenlang in den Wald schleichen. Kiran und ich gingen schließlich an der Promenade entlang. Es war so schön hier. Ich liebte das Meer und ich konnte mir nur gut vorstellen wie es für Kiran sein müsste, endlich das Meer bei Tageslicht zu sehen. Schließlich waren wir am Schiffdock angekommen, wo sich Kiran entschuldigte. Also wartete ich mit meinen Hofdamen und den Wachen darauf, dass er wieder kam. Schließlich kam Kiran nach einigen Minuten wieder zurück. Er sah ziemlich müde aus. Hatte er Magie verwendet? Aber das konnte ich ihn hier nicht so offen fragen. Also sagte ich nichts und machte mich einfach mit ihm zusammen auf den Weg zurück zur Kutsche. "Ich möchte noch nicht nach Hause. Was wollen wir jetzt machen? Am besten müssten wir unsere Anhängsel los werden." flüsterte ich Kiran leise zu und grinste ihn an.

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Kiran Bailey
Ich nickte stumm und legte die Stirn in Falten. Welche Art von Ringen dem alten Herren wohl vorschwebte? Wahrscheinlich irgendetwas pompöses… Am besten machte ich mich gleich an die Suche. Ein oder zwei Edelsteine sollte ich schon auftreiben können. Das Emilia einen Spaziergang vorschlug, kam mir hier ganz gelegen. Freundlich lächelte ich sie an und nickte.
„Ein Spaziergang hört sich hervorragend an, Liebste. Wie wäre es, wenn wir uns mit einer Kutsche an den Strand begeben?“, führte ich ihren Vorschlag fort. Dabei nahm ich einen der Äpfel, die der Diener auf den Tisch stellte. Mir kam nämlich gerade eine Idee. Eine der Frauen in unserem Dorf hatte einen besonderen Stein am Finger. Perle oder so nannte man den Stein darauf. So etwas sah man nicht oft und der Gedanke gefiel mir. Ein besonderer Ring für eine besondere Frau. Wir unterhielten uns weiter über belangloses, als ihr Vater reinplatzte. Für ihn war es wohl noch immer viel zu früh. Sein Gesicht war verschwollen. Offenbar hatte er gestern noch einen oder zwei über den Durst getrunken. Nach zwei kleinen Seitenhieben gegen schnöde einfache Ringe und seine Trinkerei, konnten wir uns auf den Weg machen. Unter strengster Bewachung, natürlich… Am Meer zog ich sofort die würzige Luft ein. Dann half ich Emilia aus der Kutsche. Wir schlenderten die Promenade entlang. Die Sonne stieg immer höher und zeigte nochmal so richtig, was sie konnte. Langsam begann ich zu schwitzen, und das obwohl es schon Herbst war!
Schließlich kamen wir bei einigen Schiffdocks an. Dort entschuldigte ich mich für einige Minuten. Emilia blieb mit den Wachen und einigen ihrer Hofdamen zurück. Ich fand bald einen Kapitän, der gerade seine Ladung verlud. Tatsächlich hatte er bereits einiges der Ladung begutachtet und konnte mir einige Perlen zeigen. Schnell hatten wir einen Tauschhandel arrangiert. Obst und Gemüse in rauen Mengen gegen das kleine Säckchen mit sieben Perlen. Mit etwas Magie hatte ich alles schnell erledigt. Ich schickte drei Seemänner zu „meinen Feldern“ außerhalb der Stadt. In dem Dorf, wo die Felder lagen, wohnte schon lange niemand mehr. Die Felder lagen also brach und dank meiner Magie gab es dort nun alles was der Kapitän wollte und noch mehr. Geschlagen und müde kehrte ich zu meiner Verlobten zurück. Von den Perlen erzählte ich nicht. Ich wollte sie damit überraschen. Doch sie merkte sicher, wie müde ich plötzlich aussah… Hoffentlich glaubten alle, dass das von den „anstrengenden“ Verhandlungen kam. Ich hatte ja doch einige Zeit gebraucht – dabei hatte ich jedoch 90% für die Suche nach einem Handelspartner gebraucht.

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Emilia Marie Cavendish

Ich musste nicht lange auf der Terrasse warten, bis Kiran Von einem wachen ebenfalls auf die Terrasse geführt wurde. Er setzte sich zu mir und fing eine belanglose Unterhaltung an. Ich wusste ganz genau, dass er nicht über die Sache reden würde, solange einer der Diener hier am Tisch stand. Da war ich mir ganz sicher. Er wartete darauf, dass er verschwand. Deshalb fand er eine gute Ausrede um ihn weg zu schicken. Er meinte, dass wir keine Äpfel auf dem Tisch hatten. Der Teena dachte wirklich, dass Kiran ein Mann mit viel Einfluss war, denn im schien es direkt etwas peinlich zu sein und verschwand sofort um die Äpfel zu holen. Dies nutzte Kiran direkt um mit mir über die Hochzeit zu sprechen. Er fragte mich, was erbe achten musste um nicht von meinen Eltern davon gejagt zu werden. "Ich glaube nicht, dass sie dich verjagen würden, schließlich bist du jetzt meine einzige Hoffnung noch verheiratet zu werden." sagte ich leicht grinsend. "Ich denke fast, dass deine einzige Aufgabe bis zur Hochzeit ist, dass du die Ringe besorgen musst. Schließlich soll das andere ja erst nach der Hochzeit geklärt werden." sagte ich lächelnd. "Mach dir keine Sorgen. Wir schaffen das." fügte ich hinzu und legte meine Hand aufmunternd auf seine. Seine Hand fühlte sich gut an. Genauso gut wie gestern Abend, als wir Hand in Hand über die Gänge geschlichen waren. Es hatte sich aber noch besser angefühlt, als wir aneinander gekuschelt in seinem Bett gelegen hatten. In diesem Augenblick kam auch schon der Diener mit den Äpfeln zurück, das war es wohl mit dem Gespräch unter vier Augen. "Lass uns nach dem Frühstück einen Spaziergang machen." sagte ich lächelnd.

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Kiran Bailey

Ich brauchte einen Moment um zu begreifen, wo ich mich befand. Meine Hände strichen vorsichtig über die weichen Lacken und ich richtete mich langsam auf. In so einem weichen Bett hatte ich noch nie geschlafen. Seit es klar war, dass ich die Tochter des Hausherren heiraten würde, war ich noch überwältigter von all dem Luxus, den mir Emilias Eltern zukommen ließen. Fast hätte ich laut gelacht, als ich daran dachte, dass für mich schon das Zimmer der letzten Nacht Luxus gewesen war. Ein Dienstbotenzimmer, wie mir allmählich klar wurde. Seufzend stand ich auf und begann mich zu waschen und anzuziehen. Allein das ich das Wasser nicht ins Haus schleppen musste und auf dem Herd aufwärmen musste, war purer Luxus. Ob Emilia überhaupt klar war, wie das Leben bei mir sein würde? Solchen Luxus wie warmes Wasser auf dem Zimmer gab es nicht. Ich zog etwas einfachere, aber trotzdem noch übertrieben teure Kleider an. Dann machte ich mich auf den Weg zu Emilia. Es war schon hell. Ich nahm einfach mal an, dass sie schon wach war.
Vor Emilias Zimmer standen zwei Wachen und ein Diener. Er verbeugte sich vor mir und öffnete die Tür. Mann, das wars wohl mit dem ruhigen Gespräch unter vier Augen… Auf einer kleinen Terrasse wartete Emilia schon auf mich. Der Diener rückte mir den Stuhl zurecht und ich setzte mich. Freundlich grinste ich Emilia an und begann eine belanglose Unterhaltung. Der Diener stand noch immer hinter mir. Ich brauchte einen Moment, bis ich alles vor uns erfasst hatte. Die Auswahl war unglaublich. Nur keine Äpfel... Schnell winkte ich dem Diener und ließ ihn ein paar Äpfel holen. So schnell war man also doch allein…
„Also was muss ich für die Hochzeit alles beachten, dass sie mich nicht davonjagen?“, kam ich schnell zu dem Punkt, der mich im Moment am meisten beschäftigte.

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(Mein Antwort kommt im lauf der nächsten Tage... Muss für jetzt erst mal off :/ )

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Emilia Marie Cavendish

Ich war wirklich so froh, dass Kiran hier bei mir gewesen war. Ich wollte mir gar nicht ausmalen wollen, was passiert wäre, wenn er nicht hier bei mir gewesen wäre. Dann hätte er mich im schlimmsten Fall noch mehr berührt, wie ich mir jemals vorstellen hätte können. Kiran war wirklich mein Held. Er war wie ein richtiger Verlobter. Er schmiss ihn raus und kam dann direkt wieder zu mir um mich zu fragen ob alles in Ordnung war. Natürlich war auch mein Vater zur Stelle. Er tat so als wäre er ein besorgter Vater. Wäre ich eine Außenstehende hätte ich es ihm vielleicht geglaubt, aber so wusste ich, dass es nur gespielt war. Aber bei Kiran wusste ich, dass es wirklich echte Sorgen waren. Ich war so froh ihn zu haben. Ich würde glatt sagen, dass ich mich sogar freute ihn zu heiraten. Schließlich verließen die beiden wieder mein Zimmer. Leider. Kiran hätte ich so gern bei mir behalten. Ich lauschte noch an meiner Tür, wie er sich mit meinen Vater unterhielt. Seine Worte waren wirklich süß und irgendwie hoffte ich, dass seine Worte wahr waren. Schließlich ging ich in mein Bett und schlief irgendwann ein, obwohl ich durch den Überfall von Montagu ziemlich aufgekratzt war. Am nächsten Morgen wachte ich auf und freute mich riesig zusammen mit Kiran frühstücken zu können. Allein. Nur wir beide. Also machte ich mich am Morgen schnell fertig und ging auf die Terasse, wo der Tisch schon für uns beide gedeckt war mit leckeren Speisen. Da würde sich Kiran sicherlich drüber freuen.

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Kiran Bailey

Als er sie fast berührte, reichte es mir. Ich packte ihn an der Schulter und knallte ihm eine. Dann schliff ich ihn aus dem Zimmer und warf ihn auf den Gang. Einige Wachen kamen zu uns gestürmt. Dicht gefolgt von dem Vater meiner Verlobten. Was er hier machte, wollte ich gar nicht wissen. Wahrscheinlich wollte er sie nur wieder zusammenstauchen. Schnell ging ich wieder in Emilias Zimmer. Vorsichtig setzte ich mich zu Emilia aufs Bett. Ich lächelte sie vorsichtig an und griff nach ihrer Hand.
„Alles in Ordnung?“, erkundigte ich mich. Dabei musterte ich sie. In mir kochte noch immer Wut. Am liebsten hätte ich dem Typen – mir war noch immer nicht klar, wer er war – verprügelt. Doch ich überließ ihn den Wachen. Ich kümmerte mich lieber um meine Verlobte. So etwas fand ich passender. Der Blick ihres Vaters sagte nur allzu deutlich, dass ich das richtiggemacht hatte. Er spielte auch den besorgten Vater. Ich hätte es ihm sogar fast abgekauft, aber ich wusste zu viel über ihn, m es wirklich zu glauben. Deshalb blieb ich bei Emilia, bis es wirklich nicht mehr anders ging und auch ihr Vater das Zimmer verließ. Ich drückte ihr noch einen Kuss auf die Stirn bevor ich ging. Draußen musterte mich ihr Vater.
„Ihr werdet mir sicher erlauben zu fragen, wozu ihr hier wart. Es war sicher ein Segen, wer weiß, wozu es sonst gekommen wäre, aber es ist doch etwas… Fragwürdig“, erklärte er und sah mich misstrauisch an. Ich lächelte leicht.
„Um die Wahrheit zu sagen, ich wollte mir die Schönheit Eurer Tochter nochmal einprägen um die Nacht besser von ihr Träumen zu können. Auch wollte ich sie um eine Unterredung zu zweit beim morgigen Frühstück bitten, da ich es wichtig finde meine Verlobte jeden Tag wenigstens einige Minuten zu sehen und ihr so meine Aufwartung zu machen“, erklärte ich mich und hoffte, dass Emilia das nicht hört. So kitschig wie das klang…
Er schien dies als Antwort zu akzeptieren, er versicherte mir sogar, dass ich bis zur Hochzeit jeden Morgen mit ihr Frühstücken konnte. Das war gut. Mit einem breiten Grinsen schlief ich schließlich ein…

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Emilia Marie Cavendish

"Selbst mit Stroh in den Haaren wirst du keine schlechte Figur machen." meinte ich lächelnd und ließ mit den leichten Morgenmantel über die Schultern legen. Wie ein Gentleman begleitete er mich nun zu meinem Zimmer. Dabei hatten wir unsere Finger miteinander verschränkt. Es fühlte sich so gut an. Es wäre ein Traum mit ihm wirklich verheiratet zu sein. So stellte ich es mir vor. Solche Gefühle sollten in mir geweckt werden, wenn mich ein Mann anfasst. Kein Ekel, einfach nur gute Gefühle, dies versprühte ich nur bei Kiran. Sonst ekelte ich mich sofort, wenn mir ein Mann nur zu nah kam. Aber bei Kiran schlug mein Herz schneller, aber das war ein gutes Zeichen und ein schönes. Als wir gerade vor meiner Zimmertür angekommen waren, hörten wir auf dem Gang Schritte. Schnell gingen wir in ein Zimmer, wo sie Kiran hinter einem Aufsteller versteckte und ich mich schnell in mein Bett legte und so tat als würde ich schlafen. Es war sicher mein Vater. Aber da hatte ich mich getäuscht. Es war Montagu Junior. Oh Nein. Was wollte er hier. Ich bemerkte sofort an seinem Schwanken, dass er betrunken war. Das bestätigte sich, als er etwas vor sich hin seidenste. "Was willst du hier? Verschwinde!" rief ich laut. "Ich will nur meine Verlobte endlich mal besuchen." sagte er. "Nichts Verlobte. Ich bin es nicht und war es auch nie gewesen. Verschwinde bevor ich die Wachen rufe und sie dich raus schmeißen." sagte ich. Doch er kam immer.näher. Langsam bekam ich Angst. Man wusste nie zu was die Betrunkenen in der Lage waren. Ich hatte meinen Vater schon oft betrunken erlebt und es hatte mir immer so viel Angst gemacht. Bevor er mich anpacken konnte war Kiran zur Stelle. Ich war so froh das er hier war. Was wäre gewesen, wenn ich alleine gewesen wäre?

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Kiran Bailey

Ich begann leise zu lachen. Die Stelle an meiner Wange, an der mich ihre Lippen berührt hatten, prickelte angenehm und ich war mir sicher, dass mir das Grinsen niemand so schnell austreiben würde.
„Daran erinnere ich dich, wenn du mich mal in Unterwäsche und mit Stroh im Haar siehst“, lachte ich schlüpfte in meinen geliehenen Morgenmantel. Als guter Verlobter würde ich sie natürlich bis vor ihre Zimmertür begleiten. Vorsichtig legte ich auch ihr einen leichten Morgenmantel um die schmalen Schultern. Dann griff ich nach ihrer Hand und verschränkte unsere Finger miteinander. Langsam schlichen wir über die Gänge und ich musste mich zusammen reißen sie nicht in jede Nische zu ziehen und dort zu küssen. Doch das traute ich mich nicht wirklich… Immerhin könnte ihr Kuss ja auch nur ein Zeichen der Freundschaft oder der Dankbarkeit sein… Also genoss ich einfach, das Gefühl von ihrer Hand in meiner. Vor ihrem Zimmer seufzte ich und ließ sie langsam los. Laute Schritte ertönten hinter uns. Verdammt… Schnell schlüpften wir beide in den Raum. Die Schritte kamen direkt auf uns zu. Oh je… Fast schon panisch sah ich mich um. Dann entdeckte ich einen Aufsteller, hinter dem sich Emilia wohl sonst umzog. Gerade als ich hinter dem Ding in Deckung ging, wurde die Tür hart aufgestoßen und ein großgewachsener Mann kam in das Zimmer. Moment mal, den kannte ich doch oder?
Fieberhaft überlegte ich, wer der Typ war. Doch es fiel mir einfach nicht ein. Deshalb beobachtete ich ihn und Emilia einfach. Unbewusst spannte ich mich jedoch schon an. Ich wollte nicht, dass er Emilia irgendetwas tat. Ich musste sie einfach beschützen.

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Emilia Marie Cavendish

Kiran rückte näher und legte seine Arme um mich. Er versicherte mir, dass ich ein guter Mensch war. Schon allein, weil ich immer noch hier bei meinen Eltern war, obwohl sie so schlecht zu mir waren und das nur für meine Großmutter. Als Kiran dann schließlich meinte, dass er mit am liebsten einpacken und mitnehmen wöllte, müsste ich leicht grinsen. "Warum nimmst du mich nicht einfach mit?" fragte ich genauso leise. Aber eigentlich würde er es ja machen. Schließlich würde ich auch in den Wald kommen, wenn hier der Trubel vorüber war. Es fühlte sich gut an in seinen Armen zu liegen. Ich fühlte mich sicher und geborgen. Dieses Gefühl hatte ich immer nur bei meiner Großmutter gehabt. Dennoch fühlte es sich auch ein bisschen anders an. Es fühlte sich fast noch besser an und mein Herz schlug mir bis zum Hals. Noch nie hatte ich so einem Mann in den Armen gelegen. Ich hatte mich immer davor gefürchtet. Mir wurde bei der Vorstellung regelrecht schlecht, dass ich so in den Armen von Montagu liegen würde. Aber in Kirans Armen fühlte ich mich wohl. So wie ich es mir wünschte, wenn ich jemanden heiraten sollte und jetzt machten wir allen nur etwas vor und machten eine vorgetäuschte Hochzeit daraus. Schließlich löste er sich wieder von mir und meinte, dass ich gehen sollte, schließlich müssten wir die nächsten Tage ausgeschlafen sein. "Du hast Recht." sagte ich lächelnd und war dann etwas überrascht, als er mir einen Kuss auf die Wange gab. Aber es fühlte sich gut an. Ich küsste ihn auch auf die Wange, bevor ich mich auf setzte. "Auch wenn du nur mein falscher Verlobter bist, bist du immer noch der Beste den man sich vorstellen kann." sagte ich. Am liebsten wäre ich hier geblieben, in seinen Armen zu liegen hatte sich wirklich gut angefühlt.

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Kiran Bailey

Ich erstarrte förmlich, als sie ein kleiner zierlicher Körper zu mir unter die Bettdecke legte. Über ihren Scherz konnte ich nicht lachen. Auch wenn wir verlobt waren, war dies wohl kaum förderlich für unseren Plan. Als sie mich plötzlich fragte, ob sie ein schlechter Mensch sei schnaubte ich empört. Das konnte sie nicht ernst meinen! Oder doch? Vorsichtig legte ich meine Arme um sie. Darauf bedacht, sie nicht irgendwie zu verschrecken. Immerhin war unsere Verlobung nicht echt.
„Sag sowas – nein, denk sowas nie wieder! Du bist ein wundervoller Mensch, alles klar? Allein das du noch hier bist, nur für die alte Lady, das allein zeigt, was du für ein toller Mensch bist! Am liebsten würd ich dich einfach einpacken und mitnehmen“, erklärte ich ihr nachdrücklich. Allerdings war ich mir aber nicht ganz so sicher, ob es sich wirklich so nachdrücklich anhörte, wie ich es gerne gehabt hätte. Denn ich flüsterte ihr das alles nur ins Ohr, da ich noch immer in Sorge war, dass man uns belauschen könnte. Doch während ich sprach drückte ich sie noch ein wenig enger an mich. Sie würde mich schon versehen. Da war ich mir ganz sicher. Stumm blieben wir noch eine Weile eng aneinander gekuschelt liegen. Es hatte etwas Tröstliches so hier zu liegen. Plötzlich wurde ich mir ihrer Nähe allzu bewusst. Mein Herz hämmerte wie wild in meiner Brust. Als ich das Gefühl hatte, es nicht länger auszuhalten, löste ich mich langsam von ihr.
„Du solltest lieber gehen. Die nächsten Tage werden für uns beide hart und lang. Da werden wir beide unseren Schlaf brauchen. Lass uns morgen zu zweit frühstücken und da zusammen Pläne schmieden“, raunte ich ihr zu. Einen Kuss auf die Wange konnte ich mir dabei nicht verkneifen. Ich hatte keine Ahnung, was in mich gefahren war. Doch es fühlte sich wirklich gut, obwohl es ein harmloser Kuss auf die Wange war. Was das nun wieder bedeuten sollte?

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Emilia-Marie Cavendish

Ich beobachtete wie Kiran erstaunt auf das Meer sah. Es freute mich, dass er zum ersten Mal das Meer sah und ich dabei sein konnte. Da wir nicht ganz allein waren und er nicht auffallen wollte, erzählte er mir wilde Geschichten was er schon auf der See erlebt habe. Es war wirklich erstaunlich was er sich so ausdenken konnte. Er war wirklich so kreativ. Das mochte ich so an ihn, er konnte mich unterhalten und zum Lachen bringen. Bei ihm konnte ich wirklich ich selbst sein und musste mich nicht verstellen. Wäre die Hochzeit wirklich echt, wäre es mit ihm wahrscheinlich wunderschön.
Leider wurden wir von meinem Vater unterbrochen, er hatte uns verfolgt. Er führte uns zurück zum Haus, wo er mich direkt auf mein Zimmer schickte. Der Ball war so gut wie vorbei und ich wusste ganz genau, was er jetzt machen wollte. Mein Vater wollte mit Kiran über die Hochzeit sprechen, aber eigentlich auch nicht. Er wollte über das Geld reden. Ich ging widerwillig in mein Zimmer und machte mich dort für das Bett fertig und versuchte zu schlafen. Aber ich konnte nicht. Ich wollte unbedingt wissen was die beiden beredet hatten. Also schlich ich aus meinem Zimmer, als alles im Haus ruhig war. Ich schlich zum Trakt in dem die Gästezimmer waren und öffnete leise die Tür zu Kirans Zimmer. Er schreckte direkt hoch. "Pssst, ich bin es." flüsterte ich, schloss leise die Tür hinter mir und ging zu seinem Bett und schlüpfte zu ihm unter die Decke. "Jetzt schau nicht so, wir sind verlobt." scherzte ich leise, aber wurde gleich wieder ernst. "Was hat mein Vater gesagt?" fragte ich und sah ihn an. Aber eigentlich konnte ich mir diese Frage schon selbst beantworten. "Aber lass mich raten, er hat mit dir über das Geld gesprochen." sagte ich ein bisschen traurig. "Bin ich wirklich so ein schlechter Mensch, dass man mich an den Mann verheiraten muss, der das meiste Geld dafür bietet?" fragte ich und sah ihn an.

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Kiran Bailey

Verblüfft sah ich einen Moment auf die Weite vor uns. Das Meer lag zwar in einiger Entfernung und in der Dunkelheit war es schwer auszumachen, aber trotzdem konnte ich durch das fahle Mondlicht die Bewegung des Wassers ausmachen. Vollkommen erstaunt zog ich den Anblick in mich auf. Bis mir einfiel, dass ich es ja schon bereist hatte – oder das man das von mir dachte. Also begann ich für Emilia irgendwelche wilden Geschichten zu erfinden, was ich denn nicht alles schon erlebt hätte. Sicher war sicher. Im Moment konnte ich niemanden trauen – außer Emilia. Es bestand dadurch wohl durchaus die Möglichkeit, dass wir belauscht wurden. Tatsächlich erschien ihr Vater nur einige Minuten nachdem ich meine abenteuerliche Geschichte auf ihren Höhepunkt getrieben hatte. Nur widerwillig ließ ich mich von ihm wieder nach drinnen führen. Doch er hatte recht, dass es bereits spät wurde und Emilia wohl ihren Schlaf brauchte. Hier war ich mir sicher, dass er das nicht aus Herzensgüte sagte. Dem Mann war seine Tochter so wichtig, wie mir das ich teure Kleider trug. Lächerlich. Als Emilia auf ihr Zimmer geschickt wurde – anders konnte man es schlecht nennen – kam auch schon der wahre Grund, aus dem er mich hier hergebracht hatte.
„Nun mein lieber Sohn, es geht um die Mitgift meiner Tochter und um die Festivitäten – für die wir natürlich aufkommen werden. Nun beginnen wir mal ganz von vorne. Wir hätten bereits nächste Woche den Termin festgelegt. Zwar mit einem anderen Bräutigam, aber…“, begann er zu faseln. Am Schluss wusste ich nur zwei Dinge, dass er wollte, dass ich mich mit einer mehr als nur großzügigen Summe an seinen Geschäften beteiligte – die, wie selbst ich feststellen konnte, absolut unmöglich umzusetzen waren – und das Emilia und ich so schnell wie möglich heirateten. Um genau zu sein. In drei Tagen. Das Finanzielle wollte er danach regeln. Ein wahrer Glücksfall. In gewisser Weise. So musste ich ihm lediglich einen Ring besorgen, mit dem ich Emilia zu meiner Frau machen würde. Das würde mir schon gelingen. Doch es brachte mich auch in Zugzwang. Immerhin hatten wir dann nur noch drei Tage um die Rettung von Emilias Großmutter zu planen… Am besten würde ich alles morgen Früh – am besten noch bevor ihre Eltern wach wurden – mit ihr besprechen.

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