The Acting Debut (RPG)

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The Acting Debut (RPG)

Hey hoo =) Dieses RPG eröffne ich für Laufmasche - Fragen, Steckis etc. an sie.

HIER findet ihr die Gruppe zum RPG.

Story
Wir schreiben das Jahr 2010.
Ein gutes Jahr für die Schüler an der Schauspielschule TAFE in Südaustralien. Jährlich schaffen es nicht mehr als 40 verschiedene junge Leute an der Schule angenommen zu werden, meist auch nur die reichen und schönen, immerhin verdient sich die Schule an ihnen ihr Geld. Die TAFE gilt als eine der besten und angesehensten Schauspielschulen auf der Welt, auch in diesem Jahr finden Auswahlprüfungen statt, wer wird sie wohl meistern?
Der Druck, unter dem die angehenden Schauspieler/innen stehen, ist enorm hoch. Da wird schon mal die ein oder andere Pille eingeworfen um dem Stress zu entkommen und der ein oder andere Schluck Alkohol zu viel getrunken um Spaß zu haben, schließlich sind es auch nur Menschen.
Wie in jeder guten Geschichte muss es auch hier die bösen Jungs geben, sie sorgen immer wieder für Intrigen, Lügen und Skandale, jedoch werden diese immer nur in der Schule weitergegeben, es scheint so, als würde kein gesprochenes Wort welches in der Schule fällt je hinter die Türen der TAFE gelangen, was gut für den ein oder anderen zu sein scheint. Immerhin ist nicht alles aus Gold was glänzt.
Doch auch die Lehrer scheinen es faustdick hinter den Ohren zu haben, es spricht sich herum dass der ein oder andere sich schon mal an Schülern vergriffen hat. Oder war es vielleicht umgekehrt und die Schüler machen die Lehrer verrückt?
Was ist mit dir? Wirst du dem Druck standhalten können und die Schule meistern? Oder wirst dran kaputt gehen und zum Schluss in'ner Klinik landen?

Die TAFE :

Eine Schauspielschule in Südaustralien, hier wirst du ganz besonders unter Schauspiel und Tanz unterrichtet Doch natürlich gibt es noch andere Fächer. Eine Ausbildung dauert 3 Jahre und ist ziemlich anspruchsvoll, in der Schule stehen dir angrenzende Häuser zur Verfügung die genutzt werden können sofern man nicht zu Hause bleiben kann/will/darf. Der Unterricht beginnt um 8 Uhr morgens und endet erst um 15 Uhr nachmittags, auch Samstag ist Unterricht jedoch nur von 9 bis 14.30 Uhr.
Danach haben die Schüler und Lehrer Freizeit und können machen was sie wollen. Geregelte Bettzeiten gibt es an dieser Schule nicht da keiner der Schüler unter 19 Jahre sein darf.

Stundenplan

Mo. Di. Mi. Do. Fr.

  1. Tanz
  2. Körper – Stimm Training
  3. Improvisationstheater
  4. Theatergeschichte
  5. Gesang
  6. Schauspiel
  7. Pause (1. Std.)
  8. Bühnenkampf

Sa.

  1. Fechten
  2. Körperschule
  3. Schauspiel
  4. Bühnenkampf
  5. Pause (30. min.)
  6. Sprecherziehung
  7. Musik

Charaktere :
Schüler/innen
Sie dürfen nicht jünger als 19 und nicht älter als 21 sein, wenn sie auf die Schule aufgenommen werden. Entweder leben sie in der Schule oder zu Hause bei ihren Eltern. Meist sind es Kinder reicher Eltern, da ihnen der Platz gekauft wird oder aber man hat ein Stipendium und ist wirklich durch sein Talent auf dieser Schule.

Lehrer
Die Lehrer auf der Schule dürfen nicht jünger als 27 und nicht älter als 45 sein. Viele der Lehrer wohnen auch in der Schule. Einfach weil es für die meisten praktischer ist. Außerdem können sie folgende Fächer unterrichten.

  • Schauspiel
  • Tanz
  • Fechten
  • Musik
  • Bühnenkampf
  • Improvisationstheater
  • Theatergeschichte
  • Sprecherziehung
  • Körperschule
  • Körper – Stimm Training

Kein Lehrer darf mehr als 3 Fächer unterrichten.

Steckbriefvorlage :

(bitte auch Lehrer spielen, ich weiß, dass es mit Schülern mehr Spaß macht, aber ohne Lehrer geht’s leider nicht.)

HoN Name : Wie heißt ihr im HoN?
Rollen Name: Wie soll euer Chara heißen?
Geschlecht : Ist euer Chara männlich oder weiblich?
Alter: Wie alt ist euer Chara?
Schüler/in oder Lehrer?: Was seid ihr?
Aussehen (Link): Wie seht ihr aus?
Wie kam er/sie auf die Schule?: Reiche Eltern oder Stipendium?
Klasse: 1. 2. o. 3 Klasse
Charakter/Eigenschaften ( 4 – 6 Sätze sollten reichen) : Welche Eigenschaften besitzt euer Chara?
Stärken : Was sind eure Stärken?
Schwächen : Was sind eure Schwächen?
Geschichte : Was hat euer Chara alles vorher erlebt?
Extra Informationen : Ihr wollt noch etwas sagen? Hier ist Platz!
Fach (nur für Lehrer) : Welche Fächer unterrichtet der Lehrer?

Regeln ! :
- Erstmal gelten die  Allgemeinen RPG Regeln !
- Nochmals Steckbriefe, Fragen etc. bitte nur an mich.:)
- Keine richtigen Beleidigungen, es sei denn sie gehören zum RPG – aber auch dann, keine zu harten !
- Keine MarySues !
- Es wird in der Ich – Form geschrieben. Gesprochenes in „ - “. Gedachtes in ' - ' und Sachen die nicht ins RPG gehören bitte in ( - )
- Achtet bitte auch auf Groß- und Kleinschreibung. Damit das Geschriebene auch gut rüber kommt und es nicht zu monoton klingt.
- Versucht nicht all zu viele Rechtschreibfehler mit reinzubringen. Ein paar sind voll ok, aber man sollte nicht überlegen müssen, was der andere gerade geschrieben hat.
- Bitte zwei – bis dreimal die Woche im RPG vorbeischauen :)
- Falls wer in den Urlaub fährt, wegen Schulstress nicht on kommen kann etc. möge doch bitte mir, einem anderen Mitspieler oder gleich im RPG schreiben.
- Bitte immer Bescheid geben wenn man off geht, ein einfaches 'muss off, bye' reicht.
- Keine zu kurzen Sätze. Mehr als 5 wären schon schön.
- Wenn jemand gegen die meisten Regeln immer wieder verstößt und er sich nach mehrmaligem Ermahnen noch immer nicht dran hält wird er aus dem RPG gelöscht !

⠀⠀⠀⠀⠀And they say that I am the sick girl...
⠀⠀⠀Easy to say, when you don't take the risk.
⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀Welcome to the narcissism...
⠀⠀⠀where we're united under our indifference

Diskussion

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Rodrigo da Moura Brandão
Einerseits war die Zeit total schnell vergangen. Ich hatte mich gefühlt, als wären wir mit einem riesigen Tempo durch die Vereinigten Staaten gereist. Andererseits kam es mir vor, als hätte ich Hae-Sung eine Ewigkeit nicht mehr gesehen. Ich vermisste sie. Sehr sogar. Ich vermisste sie im Bett. Ich vermisste sie beim Frühstück und ich vermusste es, mit ihr herumzualbern. Es waren all diese kleine Dinge, aber genau diese waren es doch, die eine glückliche Beziehung ausmachten. Ich wusste nicht, ob es Hae-Sung noch rechtzeitig hierher schaffen könnte. Sie hatte mir nie eine richtige Antwort gegeben und hatte diese immer weiter hinausgeschoben. Ich hatte einfach gedacht, dass es daran liegt, dass sie so viele Termine selbst hatte, um die sie sich kümmern musse. Aber mit dem, was dann kam.. damit hatte ich nicht gerechnet. Ich öffnete die Hoteltüre und trat in mein Zimmer - oder besser gesagt Suite. Man hatte wirklich nicht gespart. Ich schloss die Tür hinter mir und schaltete das Licht ein. Ich drehte mich um und meine Augen weiteten sich, als Hae-Sung vor mir stand. In Person. "Du.. du bist hier", sagte ich fast schon ein bisschen fassungslos. Ich ging ebenfalls auf sie zu und legte meine Arme um sie. Ich drückte sie fest an mich und vergrub meine Nase in ihrem Haar. Tief atmete ich ihren Duft ein und seufzte zufrieden auf. Ich hatte das hier so fest vermisst. Ich hatte sie so sehr vermisst. Ich war einfach nicht komplett, wenn sie nicht bei mir. Oft hatte ich mir vor dem Einschlafen gewünscht, dass sie doch momentan neben mich liegen würde. "Und ich dich erst", ich hatte sie so sehr vermisst, dass ich es gar nicht in Worte fassen konnte. Man könnte ja meinen, dass ich so viel zu tun gehabt hatte, dass ich gar keine Zeit dazu gehabt hätte. Aber das war total falsch. Ich hatte ununterbrochen an Hae-Sung gedacht. Ich schob sie leicht von mir, damit ich sie betrachten konnte. Ein breites Lächeln zierte meine Lächeln. Sie wusste gar nicht, wie gut dass ich mich fühlte! Ich legte meine Lippen auf ihre und zog sie wieder näher an mich heran. All das hier hatte ich in den letzten paar Wochen so sehr vermisst. Ich seufzte leise zufrieden auf und strich ihr die Strähnen nach hinten, als wir uns voneinander gelöst hatten. "Ich hatte definitiv mit dir nicht schon heute Abend gerechnet", sagte ich ehrlich. Ich führte sie zu meinem Bett, setzte mich hin und zog sie sogleich auf den Schoss. Wir waren zwar sechs Wochen getrennt gewesen, aber das hiess nicht, dass sich etwas zwischen uns geändert hatte. Ich liebte sie immer noch so wie zuvor. Ich legte meine Hände an ihr Gesicht und betrachtete sie. Ich hatte dieses wunderschöne Gesicht in den letzten paar Wochen definitiv zu wenig gesehen. "Du kannst nicht glauben, wie glücklich ich bin, dass du hier bist", murmelte ich leise und zog sie auch sogleich wieder in meine Arme. Es war zwar eine schöne Zeit gewesen, aber Hae-Sung hatte trotzdem gefehlt. Sie war halt einfach ein Teil von mir. Ohne sie könnte ich nicht leben. Ich fuhr sanft mit der Hand über ihre Wange. "Wir gehen nachher noch etwas trinken, kommst du mit?", fragte ich sie und musterte sie. "Ich kann mir zwar vorstellen, dass du müde bist", fügte ich hinzu und drückte ihr noch einmal einen Kuss auf die Lippen. Ich hatte davon ein ziemliches Defizit. Ich seufzte leise auf. Sie hatte heute wirklich einen langen Tag gehabt. Dennoch würde ich mich sehr freuen, wenn sie mitkommen würde. "Ich hätte nicht mit ihnen abgemacht, wenn ich gewusst hätte, dass du heute kommst", sagte ich und lächelte sie leicht entschuldigend an. Aber die Leute waren wirklich in Ordnung und ich war mir sicher, dass Hae-Sung sich super mit ihnen verstehen würden. Jedoch würde ich es ebenfalls verstehen, wenn sie lieber irgendwann mal ins Bett wollte. Dann wollte aber ich ebenfalls lieber hier bleiben. Sie war schliesslich nicht hierhergekommen, dass sie schlief und ich in der Bar hing. Eher würde ich den anderen absagen.

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HAE-SUNG 'Rian' Kang
Sechs Wochen. Sechs lange Wochen hatte ich nun ohne ihn verbringen müssen, und sechs lange Wochen hatte ich tagtäglich darüber nachgedacht ihm einfach zu folgen. Ich hatte es gelassen, einzig und alleine weil ich wollte das Rodrigo sich nur auf diese Chance hier konzentrierte – dass er einfach nur das tat, was er so sehr liebte, und dass war nun einmal das Tanzen. Er bekam eine zweite Chance, und schaffte hiermit sein Comeback. Wahrscheinlich konnte er sich gar nicht vorstellen, wie unfassbar stolz ich eigentlich auf ihn war. Er hatte immer gesagt, dass er gerne Lehrer war – natürlich war er gerne Lehrer, aber das hier war nun einmal das was ihn so viel glücklicher machte als sonst irgendetwas anderes. Hatte er denn wirklich gedacht, er würde einfach für den Rest seines Lebens irgendwelche Schüler unterrichten, und ihnen Dinge beibringen die sie doch nur wieder vergessen würden weil es sie entweder doch nicht so wirklich interessierte und sie nur durch das Geld ihrer Eltern oder Sponsoren an diese Schule gekommen waren, oder aber sie würden es verschlingen und dann doch wieder vergessen weil sie einen besseren Weg fanden berühmt zu werden und etwas im Leben zu erreichen. Hatte Rodrigo wirklich gedacht, er könnte für den Rest seines Lebens an dieser Schule verbringen und so tun, als wäre er zufrieden und gänzlich glücklich mit der Situation? Dem war doch nicht so, und wir hatten nun schon so oft darüber gesprochen – dass er nun wirklich sechs lange Wochen mit irgendjemandem durch Amerika gereist war, und dass obwohl wir gerade erst offiziell zusammen gezogen waren, machte mich Stolz. Weil er das tat, worum ich ihn gebeten hatte: er ließ sich nichts entgehen, nur weil er Angst hatte ich könnte darunter leiden, oder es würde sich irgendetwas verändern. Das tat es doch auch nicht! Ich war immer noch ebenso verliebt in ihn wie zuvor, würde immer noch die Welt bewegen nur um ihn lächeln zu sehen, und selbst nach diesem ewiglangen Flug war ich nicht ansatzweise müde, sondern aufgeregt Rodrigo zu überraschen. Er wusste nicht, dass ich es wirklich geschafft hatte zu kommen – er wusste aber auch nicht, dass ich seinen letzten Auftritt gesehen hatte. Es war schwer gewesen nicht einfach zu ihm hinter die Bühne zu gehen. Ich war mir ziemlich sicher, dass sie mich zu ihm gelassen hätten, um ehrlich zu sein machte das hier es aber so viel besser. Hier waren wir alleine, und hier konnte ich ihm einfach Nahe sein. Selbst wenn ich ihn einfach nur für eine halbe Stunde umarmen würde, weil ich ihn so sehr vermisst hatte. Die Tür wurde geöffnet und schnell stand ich auf, legte mein Handy auf dem Tisch ab und verkniff mir ein fröhliches Lachen. Kaum schloss Rodrigo die Tür hinter sich und machte das Licht an, hob ich die Hand und winkte ihm zu. "Hey," sehr viel mehr konnte ich gerade ohnehin nicht sagen. Ich lächelte bis über beide Ohren, brachte den Abstand zwischen uns hinter mich und schlang augenblicklich die Arme um ihn. Gott, er konnte sich gar nicht vorstellen wie sehr ich ihn vermisst hatte – am schlimmsten waren jedoch die Nächte und der Morgen gewesen. Jedes Mal hatte ich alleine einschlafen müssen, und jedes Mal war ich alleine aufgewacht. Es war gut so, denn so lebte Rodrigo einfach seinen Traum und machte dort weiter wo er aufgehört hatte, dass hieß jedoch nicht das ich ihn nicht vermissen konnte. Ich vergrub mein Gesicht an seinem Hals, zog ihn fester an mich und atmete seinen Duft ein. Das Gute daran die ganze Zeit über zuhause gewesen zu sein war wohl wirklich einfach nur die Tatsache, dass ich mir einfach eines seiner T-Shirts hatte anziehen können. Mir war es wohl wirklich besser ergangen als ihm. Trotzdem hatte ich mehrmals das Gefühl gehabt, fast an meiner Sehnsucht zu sterben. "ich hab dich so vermisst," flüsterte ich leise und schloss genüsslich die Augen. Es hatte sich wohl noch nie in meinem Leben so gut angefühlt jemanden zu umarmen.

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Rodrigo da Moura Brandão
Es war nun schon einige Zeit gewesen, dass wir in unsere erste gemeinsame Wohnung gezogen waren. Dabei war der Umzug gar nicht so einfach gewesen. Vor allem das Kaufen der Möbel hatte mich manchmal wirklich viel Nerven gekostet. Hae-Sung konnte wirklich sehr beharrend sein, wenn sie etwas wollte Aber am Schluss konnte ich sagen, dass es wirklich verdammt gut gepasst hatte. Die Wohnung gefiel mir - gefiel uns. Es war unser neues Zuhause, auch wenn wir manchmal mehr unterwegs sein würden, anstatt unser Zuhause zu geniessen. Aber so war das Leben halt einfach, wenn man berühmt war. Das hatten wir von Anfang an gewusst. Mein Comeback war besiegelt und es wurde fleissig dafür Werbung gemacht. Bald würde mein erster Auftritt seit langem wieder stattfinden. Natürlich kam danach das ganze Theater mit den Interviews und den Fans und allem. Ich tanzte zwar viel lieber, aber ich kannte es noch von früher und ausserdem war ich erst gerade kürzlich bei Hae-Sung an ihrer Premiere dabei gewesen. Die Fans konnten wirklich sehr aufdringlich sein, aber konnte man sie dennoch nur gerne haben. Ich hatte wenigstens nicht so viele Fans wie sie. Wenn ich meistens auftrat, dann lag der Fokus auf die Hauptperson und die war meistens nicht ich. So wie es nun geplant war. Ich würde eine Sängerin auf ihrer Tour durch die Vereinigten Staaten begleiten. Danach würde man schauen, wie die Aufträge hineinkommen würden. Natürlich mussten wir vorher gemeinsam trainieren und das war auch der Grund, wieso ich das erste Mal unsere gemeinsame Wohnung verlassen musste. Ich flog nach Miami, wo auch das erste Konzert beginnen würde. Hae-Sung hatte geplant, dass sie ebenfalls für ein paar Tage nach Miami kommen könnte. Aber sie war nun halt eine berühmte Persönlichkeit und musste daher schauen, wie sie sich das einrichten konnte. Der Flug kam mir wie eine Ewigkeit vor und bereits in der ersten Nacht vermisste ich Hae-Sung. Das Bett kam mir ohne sie einfach viel zu leer vor. Die nächsten Tage verbrachte ich mit den restlichen Tänzern um die Schritte und die Choreographie einzuüben. Es hatte die eine oder andere Herausforderung und ich war wirklich froh, dass ich mich die letzten paar Jahre so fit gehalten hätte. Dennoch waren alle gefordert. An den Konzerten musste alles sitzen. Wir könnten uns keine Fehler wieder leisten. Wir hatten ein sehr gutes Verhältnis untereinander. Das war relativ wichtig, denn wenn man nicht zusammen harmonieren konnte, dann würde die Performance nie klappen. Wie so oft stammten die Tänzer aus aller Welt. Das war nichts neues und überraschte mich nicht besonders. Die Zeit verging wie im Flug und wenn ich mit Hae-Sung über Skype sprach und mit ihr regelmässig telefonierte, vermisste ich sie einfach. Es dauerte nicht lange und dann stand das erste Konzert an. In Rekordzeit reisten wir durch die ganzen Vereinigten Staaten. Ein Konzert nach dem anderen. Ab und zu hatten wir einen, maximal zwei Tage Pause aber danach ging es auch schon weiter. Es war anstrengend und dennoch gefiel es mir, wieder auf der Bühne zu stehen. Die Zuschauer und Zuhörer mit dem Tanzen zu begeistern, sie dazu animieren mitzumachen. Es war immer verdammt heiss auf der Bühne. Nach dem Konzert war man total nass geschwitzt und total kaputt. Das hatte jedoch nur den Vorteil, dass ich schlief wie ein Baby. Auch wenn wir viel herumreisten.., so fühlte ich mich zuhause. Dennoch war es nicht dasselbe, wie wenn Hae-Sung hier wäre. Wenn Hae-Sung hier wäre, dann wäre es mehr als nur perfekt. Das letzte Konzert fand ich Los Angeles statt. Hae-Sung hatte vorgehabt, ein paar Tage nach Los Angelesz zu kommen, damit wir dann auch noch ein paar Tage für uns hatten, wenn die Tour erstmal zu Ende war. Doch sie musste ebenfalls schauen, wie das ganze passen würde. Sie war nun eine berühmte Persönlichkeit und ich war mir sicher, dass sie mehr als genug Termine hatte. Dennoch vermisste ich so sehr, dass ich am liebsten gleich zurückgeflogen wäre. Ich war nun sechs Wochen ununterbrochen unterwegs gewesen und manchmal hatten wir es so stressig gehabt, dass ich nicht einmal Zeit hatte, um mit ihr zu telefonieren. Ich hoffte wirklich, dass sie nach Los Angeles kommen könnte und sonst würde ich das nächstbeste Flugzeug nach Hause nehmen. Total kaputt ging die ganze Truppe zu ihrem Hotel. Geduscht hatten wir inzwischen, aber dennoch waren alle sehr müde. Das hielt uns jedoch nicht ab, dass wir heute noch ausgehen würden. Wir hatten die Tour zu ende und das konnten wir auch feiern. Mehr oder weniger war alles gut gelaufen und man war wirklich zufrieden mit uns. Wir fuhren in den obersten Stock und trennten uns dann voneinander. Ich ging zu meinem Zimmer und fuhr mit der Karte durch das Türschloss, worauf ich dann schon die Tür öffnete. Ich seufzte zufrieden und fuhr mir durch das Haar. Kurz ein bisschen ausruhen und dann würde es weitergehen - das war mein Plan. [Kannst ja sonst machen, dass HS dort auf ihn wartet und am nächsten Tag finden dann die ganzen Interviews statt, etc. :3]

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Rodrigo da Moura Brandão
Normalerweise war ich derjenige, der auf sie zuging, wenn es um Sex war. Es war nicht so, als würde sie mich abblitzen lassen, aber sie war meistens nicht diejenige, die auf den anderen zuging. Daher war es schon ein bisschen verwunderlich, dass sie gestern bereits eine zweite Runde gewollt hatte und dann noch der Sex heute Morgen. Während Hae-Sung total wach war, wäre ich am liebsten gleich wieder ins Bett gekrochen. Aber das konnte ich vergessen. Heute war Unterricht angesagt und ich konnte die Schüler nicht einfach sitzen lassen. Ich sollte ja als Vorbild vorangehen oder etwa nicht? Ich nippte schnell an meinem Kaffee, da Hae-Sung mich wirklich total versäumt hatte. Ich hatte zwar noch ein paar Minuten übrig gehabt, nachdem der Wecker geklingelt hatte, aber sie hatte diese Minuten alle aufgebraucht und sogar noch mehr davon. Sie hatte so gut wie all von meinen Minuten aufgebraucht. "Das hätten die Schüler wohl gerne", erwiderte ich grinsend, als sie meinte, dass Pünktlichkeit nicht alles ist. Die Schüler würden sich freuen, wenn ich erst später in den Unterricht kommen würde. Aber nur weil ich kündigen würde, wollte ich nicht meine Arbeit schleifen lassen. Ich schob mir den Resten vom Brötchen in den Mund und nickte dann. "Bis später", rief ich ihr zu. Ich bekam noch einen kurzen Kuss und dann war sie auch schon verschwunden. Ich ass noch schnell ein weiteres Brötchen und trank meinen Kaffee aus. Ich nahm mir noch eine Minute, um meine Haare wenigstens ein bisschen in Ordnung zu bringen und eilte dann auch schon zu meinem Unterrichtszimmer. Ich war wirklich einer der letzten der eintraf, was eigentlich so gar nicht typisch für mich war und dementsprechend sahen mich die Schüler an. Ich liess mir noch ein paar wenige Minuten zum Vorbereiten und dank fing ich auch schon mit dem Unterricht an. Nach der einen Klasse folgte dann auch schon die nächste und so ging der Tag relativ schnell vorbei. Nach der Schule zog ich mich um und machte mich auf den Weg in den Fitnessraum. Hae-Sung hatte mich heute Morgen erfolgreich vom Sport zurückgehalten, auch wenn wir anderen Sport erfolgreich betrieben hatten. Dennoch war es halt einfach nicht der gleiche Sport. Ich trainierte gleich wie sonst, aber es war anstrengender wie sonst. Vermutlich lag das daran, dass Hae-Sung mich total kaputt gemacht hatte. Nachdem ich fertig war mit dem Fitness, stellte ich mich sogleich auch unter die Dusche. Ich seufzte genüsslich auf, als das warme Wasser über meinen Körper rann. Was gab es schon besser als eine warme Dusche? [Handypost ._.]

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HAE-SUNG Rian Kang
Sex war nie ein unglaublich großer Anteil meines Lebens gewesen. Es war da, und gehörte nun schon beinahe täglich zu meinem Leben, das hieß jedoch nicht das ich sonderlich oft wirklich viel für unser Liebesleben getan hatte. Meist war Rodrigo es gewesen, der Sex hatte wollen, und ich hatte nicht nein gesagt - wie sollte ich auch? Er wusste ganz genau, was mir gefiel und wie er mich in die Gänge bringen konnte. Möglicherweise wollte ich einfach einen Ausgleich dafür schaffen, dass er bis jetzt immer so unglaublich erfolgreich darin war mich von anderen Dingen abzuhalten - vielleicht wollte ich Rodrigo auch einfach nur zeigen, dass ich mindestens genauso aktiv sein konnte wie er. Es in so kurzer Zeit zu tun, war möglicherweise doch nicht wirklich die beste Lösung, und das obwohl ich mir keinerlei Sorgen oder Gedanken darüber machte, dass es zu viel war. Ich schlief gerne mit Rodrigo; gerne auch mehrmals nach einander. Schmunzelnd ließ ich mich an den Esstisch sinken, schob meine Haare hinter meine Ohren und sah Rodrigo dankbar lächelnd an. Wenigstens ein paar Schlücke Kaffee vor dem Verlassen der Wohnung waren immer ein großes Pluss, dieses Mal aber gar nicht erst notwendig - ich war wacher denn je, und das lag nur an unserer sportlichen Aktivität. Ich nahm mir ebenfalls eines der Brötchen und bestrich es. Er würde heute zum Direktor gehen und kündigen. Das hieß wohl wirklich, dass er das Angebot annehmen, und ich ihn ab da an nicht mehr ganz so oft sehen würde wie gewollt. Um ehrlich zu sein konnte ich es mir noch nicht einmal vorstellen, wie es war wenn wir uns nicht täglich sahen oder neben einander einschliefen; aneinander gekuschelt und mit dem Wissen das die Person die man liebte, direkt neben einem lag. Irgendwie aber würden wir es schaffen, diese Beziehung hier auch wirklich zum funktionieren zu bringen. Diese Beziehung musste funktionieren, und das würde sie auch. Selbst wenn es hieß, dass wir Opfer bringen mussten, und auf irgendetwas verzichteten. Ich lachte etwas auf und lehnte mich zurück. Oh ich war also schuld daran? Das glaubte er doch wohl nicht selbst. "Es gibt wichtigere Dinge als pünktlich zu sein," für einen Lehrer aber möglicherweise doch nicht so wirklich. Selbst für mich nicht, und trotzdem war ich schon spät dran. Das dachte er wirklich nicht. Amüsiert biss ich in mein Brötchen, warf einen flüchtigen Blick auf mein Handy und verzog das Gesicht. Ich war wirklich schon ziemlich spät dran, und daran war niemand außer ich schuld. "Okay ich muss los, wir reden später," dann wenn wir auch Beide Zeit hatten. Ich stand auf, schlüpfte in meine Converse, nahm meine Tasche in dem ich noch Schlüssel und Handy verstaute, ehe ich Rodrigo einen kurzen Kuss gab. "Wir sehen uns," mit diesen Worten nahm ich mir auch schon das Brötchen das ich mir bestrichen hatte und verließ die Wohnung. Zu spät zu kommen kam wirklich nicht gut an. Ein Glück, dass ich heute keine wirklichen Termine hatte, und nur im Büro meines Managers sitzen musste.

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Rodrigo da Moura Brandão
Hae-Sung war so aktiv am Morgen, wie sie es schon lange nicht mehr gewesen war. Auch wenn ich am liebsten einfach liegen geblieben wäre, so konnte ich ihr wie sonst auch nicht widerstehen. Ausserdem hatte ich sowieso schon eine Morgenlatte, also konnte sie mir auch dabei behilflich sein, diese zu beseitigen. Und das war sie auch. Sie liess sich neben mir ins Kissen sinken, während ich die Augen schloss, um mich zu erholen. "Du bist unglaublich", murmelte ich leise. Ich wusste wirklich nicht, wieso sie so sehr nach Sex lechzte. Es war auch erst seit gestern so schlimm. So lange ich jedoch noch mithalten konnte, hatte ich absolut kein Problem damit. Ich lachte leise auf, als sie sagte, dass wir essen mussten. Wusste sie überhaupt, wie schön es war, diesen Satz aus ihrem Mund zu hören? Das hörte sich so zuversichtlich an. Es gefiel mir zu sehen, wie sie es sich wirklich angewöhnt hatte zu essen. Sie schien aber auch wirklich wieder ein Hungergefühl entwickelt zu haben. Ich drehte den Kopf und sah auf die Uhr. Ich fluchte leise, als ich sah, dass es schon reichlich spät war. Wir mussten wirklich etwas essen - und zwar schnell. Ich setzte mich auf und bekam noch einen Kuss von Hae-Sung. "Ich liebe dich auch, du Sexsüchtige", zog ich sie auf und grinste sie an. Ich erhob mich ebenfalls aus dem Bett und zog mich an. Ich war ja schon froh, dass wir keine Vorschriften hatten, was das Tragen von Kleidung anging. Ich hatte definitiv keine Lust die ganze Zeit in formellen Kleidern herumzulaufen. Daher zog ich eine gewöhnliche Jeans an und ein weisses Shirt. Danach bega ich mich auch schon in die Küche, denn die Stunde würde schon bald anfangen und ich als Lehrer konnte wohl nicht schlecht zu spät kommen. Ich holte für uns nur ein paar kurze Sachen aus dem Kühlschrank heraus. Wir mussten heute wirklich einkaufen gehen, denn es war nur noch das nötigste im Kühlschrank. Ich schaltete die Kaffeemaschine ein und machte für uns beiden einen Kaffee. "Ich gehe heute zum Direktor und werde meinen Job kündigen", sagte ich an Hae-Sung gewandt, während ich bereits ein Brötchen für mich bestrich. Ich hatte immerhin eine gewisse Kündigungsfrist und die konnte ich nicht einfach wegfallen lassen. Die Schule brauchte ja auch Zeit um einen entsprechenden Nachfolger zu finden. Ich fuhr mir durch das Haar, welches vom Schlaf und vom Sex total verwuschelt war. Ich stellte uns beiden den Kaffee hin und nippte sogleich vorsichtig an diesem. Wie erwartet war er viel zu heiss, aber ich hatte nicht gerade die nötige Zeit, um den Kaffee abkühlen zu lassen. "Du hast mich versäumt", sagte ich ein bisschen vorwurfsvoll an Hae-Sung gewandt, musste aber grinsen. Ich hatte es ja selbst genossen, also konnte ich mich nicht gross beschweren.

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HAE-SUNG Rian Kang
Müde zu sein, war möglicherweise Dauerzustand bei mir. Es gab keinen Zeitpunkt an Tag, an dem ich mir nicht wünschte, wieder zurück im Bett zu sein. Früh morgens war ich noch nicht wach, etwas was sich bis Mittags hielt, und sich selbst durch einige Tassen Kaffee nicht änderte, und Mittags war ich bereits wieder müde weil ich von einem Termin zum Nächsten hetzte. Es war schwer genug dabei genug Zeit zu finden, um ein paar Minunten Pause einzulegen, geschweige denn etwas zu Essen, mittlerweile aber hatte ich den Dreh heraus. Für gewöhnlich hätte ich jede Chance genutzt, nur fünf Minuten länger im Bett liegen zu bleiben und die Augen zu schließen - normalerweise war es aber auch Rodrigo der vor mir wirklich wach war. In letzter Zeit jedoch war ohnehin ziemlich viel nicht einfach so normal, oder gar so wie wir es gewohnt waren. Heute Morgen war wohl Beweis genug, möglicherweise hatte aber auch die Doppelrunde von gestern Abend schon ausgereicht. Ich wusste zwar selbst nicht so Recht, weshalb ich ausgerechnet jetzt so viel Sex brauchte, um ehrlich zu sein aber störte es mich nicht wirklich. Würde es Rodrigo stören, würde er mir schon etwas sagen - er war nicht schüchtern, und ich war mir ziemlich sicher das er mich wissen lassen würde, wäre etwas nicht in Ordnung. Außer Atem ließ ich mich neben Rodrigo in die Kissen sinken, schloss die Augen und streckte einen Arm zur Seite. Ich war erschöpft, und der Frühsport war eindeutig schuld daran, dass ich heute den ganzen Tag mit der Müdigkeit zu kämpfen hätte, um ehrlich zu sein war es mir das jedoch wirklich wert. Ich drehte mich etwas in seine Richtung und lachte leise. Sehr wahrscheinlich würde er einen fabelhaften Tag verbringen - einen ebenso schönen Tag, wie ich. Auch wenn ich nicht so Recht wusste, ob ich sonderlich viel Spaß an Meetings mit meinem Manager haben würde. Ich hauchte ihm einen zarten Kuss auf die Schulter, atmete tief ein und sah zur Decke. Ja, ich hatte wohl wirklich Glück so unwiderstehlich zu sein. "Wir müssen essen," stellte ich leise fest als ich einen flüchtigen Blick auf die Uhr warf, und schmunzelnd zu Rodrigo sah. Entweder wir würden jetzt noch schnell etwas Frühstücken und gemeinsam essen, oder aber wir hätten wenigstens etwas mehr Zeit um uns fertig zu machen, und konnten das Frühstück heute Abend beim Essen wieder ausgleichen. So oder so, blieb nicht mehr wirklich sehr viel Zeit jetzt noch im Bett herumzuliegen. "Ich liebe dich," lächelnd küsste ich ihn kurz, ehe ich mich auch schon vom Bett hochschob und aus dem Schrank frische Klamotten herauszog. Das tolle an Heute war wohl wirklich, dass ich mir nicht sonderlich viel Mühe geben musste bei meinem Outfit - heute wäre ich ohnehin nur bei meinem Manager im Büro, und wir würden über Filmangebote sprechen. Und eines davon wäre eine Fortsetzung zu meinem Film mit Clyde.

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Rodrigo da Moura Brandão
Es wunderte wohl niemand, wenn ich schlief wie ein Stein und genau das tat ich. Hae-Sung hatte mich gestern total ausgelaugt. Sie hatte mich total fertig gemacht. Das war vermutlich auch der Grund, wieso ich am nächsten Morgen nicht aufstehen wollte. Lieber wollte ich noch ein bisschen im Bett herumgammeln. Das tat ich sonst nie und das wusste sie. Doch diesen Morgen hasste ich den Wecker, als er anfing zu klingeln. Ich schaltete ihn aus und vergrub das Gesicht an Hae-Sungs Hals und küsste noch total verschlafen ihren Hals. Sie selbst schlief noch wie ein Stein. Etwas anderes war ich mir gar nicht gewohnt. Hae-Sung könnte sogar in einem Wettbewerb mitmachen, wer am längsten schlafen konnte. Sie wäre eine ernstzunehmende Konkurrenz gegenüber den anderen Kanditaten. Ich örte sie brummen und ihre Arme schoben sich eng um mich. Ich seufzte zufrieden auf und schmiegte mich näher an sie heran. Ich wollte gerade echt nicht aufstehen. Erstaunlicherweise war Hae-Sung diejenge, die sich ein bisschen hoch und ihren Kopf auf meine Schulter legte. Ich bekam ebenso einen Kuss auf den Hals und brummte zufrieden auf, während ich die Augen geschlossen hielt. Dann schob sie sich aber noch weiter nach oben und ihr Bein schob sich zwischen meins. Sie war erstaunlich aktiv für heute Morgen und ich fragte mich, was sie wohl vor hatte. "Hmm..?", fragte ich sie bei ihrer Frage zurück, denn ich war viel zu müde, um jetzt zu überlegen. Ihre Finger glitten über meine Arme, während sie begann meinen Hals mit Küssen zu übersäen. Ich schlug die Augen auf, als sie mir ins Ohrläppchen auf und sah sie dann verwundert an, als sie ihre Frage mit dem Wort Frühsport beantwortete. Ich kam nicht mal dazu, etwas zu sagen, denn ihre Lippen lagen schon auf meinen. Ich seufzte leise auf und legte meine Arme um sie. Was war los mit ihr, dass sie gerade so auf Sex aus war? Wir hatten erst gerade vor wenigen Stunden kurz hintereinander zweimal Sex gehabt, aber das schien sie nicht zu interessieren. Ihr Körper schob sich auf mich und ich stöhnte leise auf, als sie diesen an meinen Körper drängte. Man kannte ja wohl das morgendliche Problem eines Mannes. Ich drückte ihr mein Becken entgegen und zog ihre Lippen wieder auf meine. Ich wusste zwar nicht, wieso sie so ausgehungert war, aber ich hatte gerade nichts dagegen. Ich seufzte leise und meine Hände begannen über ihren Körper zu wandern, bevor sie langsam ihre Beine ausdrückten. Wenn sie schon den Frühsport wollte, dann konnte sie dieses Mal auch oben sein und den grösstenteil der Arbeit übernehmen. Meine Finger wirbelten über ihre Brustwarzen und ich grinste an ihren Lippen. "Du kannst froh sein, dass du so unwiderstehlich bist", raunte ich leise an ihren Lippen, während ich es mir zwischen ihren Beinen bequem machte.

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HAE-SUNG Rian Kang
Am frühen Morgen durch jemanden, oder etwas geweckt zu werden, dass man liebte, war sehr viel angenehmer als durch einen dummen Wecker aufstehen zu müssen. Es war angenehm, schön und so viel besser als jede Begrüßung die es gab. Der Tag konnte dadurch nur noch besser werden, da er ohnehin schon toll begann. Für mich war es so - wann auch immer ich durch Rodrigo geweckt wurde, war da nicht wirklich viel von meiner morgendlichen schlechten Laune, und auch wenn ich dadurch nicht mehr ausgeschlafen war, fühlte ich mich doch jedes Mal besser. Rodrigo ließ mich jedes Mal länger schlafen, und versuchte mich doch nicht zu wecken; selbst wenn er wusste das ich morgens raus musste um irgendetwas zu erledigen.Er ließ mich so lange schlafen, bis fast zu wenig Zeit war um mich fertig zu machen. Heute aber nicht. Er blieb liegen, und bewegte sich nicht wie sonst immer sofort unter der Decke hervor, stattdessen hauchte er mir einen sanften Kuss an den Hals, der mich behutsam aus dem Land der Träume zog und in die Realität zurückzog. Müde brummte ich, schob meine Arme eng um ihn und drehte mich zur Seite, um mein Gesicht im Kiss zu verstecken. Nur kurz, und nur weil ich doch noch nicht ganz so bereit dazu war aufzustehen. Ich war eigentlich nicht wirklich bereit dazu, aufzustehen. Vorsichtig schob ich mich etwas hoch, legte meinen Kopf an seine Schulter und hauchte ihm ebenso einen sanften Kuss auf den Hals. Zuerst nur einen, ehe ich mich weiter hochschob und mein Bein zwischen seines schob. "Weißt du was wir schon lange nicht mehr gemacht haben?", fragte ich leise und ließ meine Fingerkuppen seinen Oberarm entlang gleiten, meine Lippen liebkosten dabei immer noch seinen Hals. Grinsend biss ich ihm in sein Ohrläppchen und zog sanft daran. ""Frühsport," antwortete ich auch sogleich auf meine eigene Frage und löste mich etwas von ihm. Ich sah ihm in die Augen und schmunzelte amüsiert, legte meine Lippen auf sogleich auf ihn. Die Müdigkeit wäre egal - die würde mir heute doch sowieso nichts mehr bringen. Lächelnd leckte ich ihm über die Lippen, schob mich gänzlich über ihn und drängte meinen Körper an seinen. Gott, ich sollte wirklich darüber nachdenken was nicht mit mir stimmte, wenn wir gestern doch viel zu müde ins Bett gefallen waren - nach zwei Runden Sex, und nun war ich doch schon wieder dabei, ihn dazu zu bringen mehr zu geben. Lächelnd vertiefte ich den Kuss. Vielleicht sollte ich wirklich darüber nachdenken, was nicht mit mir stimmte. Ich konnte doch nicht wirklich schon wieder Sex wollen.

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Rodrigo da Moura Brandão
Die erste Runde hatte mich schon fertig gemacht, vor allem weil Hae-Sung mich so sehr gereizt hatte und nun? Nun war ich so kaputt, dass ich es nicht einmal mehr beschreiben konnte. Ab und zu gab es eine zweite Runde aber nicht immer. Immerhin hatten wir fast täglichen Sex. Das würde sich aber in Zukunft ändern, wenn ich das Angebot angenommen hatte. Ich würde oft unterwegs sein und Hae-Sung würde auch oft unterwegs sein. Wenn sich dann alles noch überschneiden würde, dann würden wir uns echt eine lange Zeit nicht mehr sehen. Da klang dann der Telefonsex doch relativ verlockend, auch wenn ich es noch nie ausprobiert hatte. Ich wusste ja nicht, wie Hae-Sung da dabei war. Sie war die versautere von uns beiden und vielleicht hatte sie das auch schon ausprobiert. Doch ich wollte gerade nicht mehr reden als nötig, denn ich war viel zu müde dafür. Ich hörte Hae-Sung lachen und sie drehte sich auf die Seite. Ich drehte mich auf den Rücken und meine Brust hob und senkte sich immer noch unregelmässig. Diese Frau... sie war manchmal einfach zu viel. Ihr Kopf bettete sich an meine Schulter und sie meinte, dass ich mir das auch verdient hatte. Das hatte ich definitiv! Ich hatte die Augen geschlossen und war bereits am wegdriften. Ich spürte, wie Hae-Sungs Lippen meine Haut berührten und noch am Rande bekam ich mit wie sie mir gute Nacht wünschte. "Boa noite", schaffte ich es noch leise zu murmeln, bevor ich dann auch schon weg war. Das gab es manchmal. Auch im Halbschlaf redete ich manchmal Portugiesisch und nicht Englisch. Portugiesisch war halt einfach meine Muttersprache. Ich war damit aufgewachsen und ich hatte sie gelernt. Englisch hatte ich erst viel später gelernt und auch wenn ich sie nun einwandfrei beherrschte, so war es dennoch nicht meine Muttersprache und das würde es auch nie sein. Als ich am nächsten Morgen wieder aufwachte, wollte ich gar nicht aufstehen. Heute war Arbeit angesagt und ich wollte nicht wirklich gehen. Ich zog Hae-Sung näher zu mir heran und vergrub mein Gesicht in ihrem Haar. Ich wollte lieber den Tag im Bett verbringen oder irgendwas tun, worauf wir beide Lust hatten. Aber ich würde sie schon genug früh bald wieder nicht mehr sehen und dann wollte ich meine Zeit eigentlich nicht noch mit der Schule verschwenden. Ich musste sowieso noch mit meinem Boss über die ganze Kündigung reden und dann war da immer noch die Frage, wie schnell dass wir hier raus mussten. Ich drückte Hae-Sung einen Kuss auf den Hals, während ich weiterhin neben ihr liegen blieb.

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HAE-SUNG Rian Kang
Gegen eine zweite Runde hatte ich nun wirklich nichts einzuwenden. Entweder, ich hatte die letzten Tage zu wenig von ihm abbekommen, oder aber ich sorgte gerade einfach nur vor, wenn er dieses Angebot seines alten Managers wirklich annehmen sollte. Er hatte gesagt, dass er es annehmen würde, und das würde bedeuten dass wir uns nicht etwa mehr tagtäglich sehen würden. Das hieß nicht etwa mehr täglichen Sex, und auch nicht mehr neben einander einzuschlafen oder aufzuwachen - es machte mir nichts aus, weil ich wusste, dass Rodrigo dadurch glücklich wäre, weil er genau das tun konnte was er so sehr liebte, jedoch wusste ich nicht ob ich die ersten paar Monate nicht doch meine Probleme damit hätte, alleine zu sein. Genau so war es schon nach einer kurzen Woche gewesen, in der ich ihn nicht etwa hatte sehen können. Ich wollte nicht, dass diese Beziehung hier auch nur irgendwie ins Wackeln kam, und genau das würden wir auch irgendwie zu verhindern wissen, schließlich hatte Rodrigo bereits gesagt, dass er sofort ins Flugzeug steigen würde, sollte ich mit allem nicht klar kommen. Oder aber ich folgte ihm, weil ich viel zu viel Zeit zum nachdenken hatte. Die zweite Runde –mit der er es mir eindeutig hatte heimzahlen wollen– schaffte es doch, mich müde in die Kissen sinken zu lassen. Ich atmete tief ein, die Hitze immer noch zwischen meinen Beinen pulsierend, und schob meine Arme um Rodrigo. Er war wohl noch sehr viel müder, als ich. Ich lachte leise auf, drehte mich zur Seite und bettete meinen Kopf an seiner Schulter. "Den hast du dir gerade auch verdient," antwortete ich leise grinsend. Ich hätte ihn auch vorher schon schlafen lassen - wirklich, dann hätte ich die zweite Runde eben auf morgen früh verschoben, und wäre dafür extra früher aufgestanden. Vielleicht sollte ich morgen aber trotzdem noch früher aufstehen, und ihn davon ablenken, dass er zur Arbeit musste - ich wollte auch wirklich nicht mit meinem Manager über irgendwelche Filmangebote sprechen. Viel lieber wollte ich hier im Bett bleiben, und Rodrigo um mich haben. Lächelnd vergrub ich meine Nase an seiner Haut, schloss die Augen und atmete ein weiteres Mal tief ein. Ich war eindeutig zufrieden mit der zweiten Runde. Und Rodrigo wohl auch - auch wenn er die ganze Arbeit gehabt hatte. Zwar hatte ich damit wirklich nicht gemeint, dass er die ganze Arbeit haben sollte, aber scheinbar hatte er wirklich nicht mehr ganz so viel Energie wie ich gedacht hatte. Oder wie er gesagt hatte. Ich hauchte ihm einen sanften Kuss auf die Schulter. "Gute Nacht," flüsterte ich leise, da ich noch nicht einmal mehr sicher war ob er nicht schon eingeschlafen war.

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Rodrigo da Moura Brandão
Ging sie wirklich davon aus, dass ich nicht mehr fit wäre für eine weitere Runde? Dennoch hätte ich auch nichts dagegen, wenn wir einfach gemeinsam schlafen gehen würden. Aber Hae-Sung hatte heute wohl wirklich Heisshunger. Sie dachte im Moment überhaupt nicht ans Schlafen. Sie rollte sich über mich und stützte sich neben mir ab. Ein Grinsen legte sich auf meine Lippen und ich betrachtete sie. "Oh, ich beweise dir das sehr gerne", sagte ich breit grinsend und sah sie an. Ihre Lippen legten sich auf meine und sie liess ihre Hüften über mir kreisen. Diese Frau brachte mich irgendwann noch um den Verstand! Ihre Zähne gruben sich in meine Lippen und ich seufzte leise auf. "Dann beweise ich dir das nur zu gerne", murmelte ich leise an ihren Lippen. Ich drehte sie um, dass sie unter mir lag. Ich gab ihr einen leidenschaftlichen Kuss und meine Hände begannen ihre Brustwarzen zu liebkosen. Dann lösten sich meine Lippen von ihren und wanderten über ihren Oberkörper. Meine Lippen ersetzten meine Hände, während diese weiter hinunter wanderten und ihre Beine auseinander drückten. Ich würde es zwar nicht so ausführlich und ausgiebig machen, wie sie aber sie hatte es sich dennoch verdient. Ausserdem war sie diejenige gewesen, welche vor allem auf die zweite Runde aus gewesen war und die würde sie nun auch bekommen. Ich grinste leicht und hob meinen Kopf. "Gefällt es dir?", fragte ich süffisant und glitt weiter hinunter. Ich senkte wieder den Kopf, der sich gleich darauf zwischen ihren Beinen beifand. Ich hätte ihr so oder so nicht widerstehen könnte. Ihre Wirkung auf mich war einfach zu gross. Ich wusste auch nicht, wie diese Frau diese Leidenschaft in mir erwecken liess. Aber ich wollte es gar nicht vermissen. Es fühlte sich zu gut an. Hae-Sung bekam ihre zweite Runde ich zeigte ihr wirklich, dass ich noch bereit war für eine zweite Runde. Aber danach war ich wirklich total müde und einfach nur fertig. Ich liess mich auf sie sinken und atmete tief ein. Jetzt wollte ich definitiv nur noch schlafen. Ich strich sanft Hae-Sungs Haare ein bisschen zurück, damit sie mir nicht in den Weg kamen. "Aber jetzt will ich nur noch schlafen", murmelte ich leise und schloss die Augen. Ich war viel zu erschöpft, als dass ich mich irgendwie noch bewegen wollte. Mein Körper war ausgelaugt und vor allem die zweite Runde hatte mich echt fertig gemacht.

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HAE-SUNG Rian Kang
Ich glaubte kaum, dass Rodrigo mir wirklich abkaufte, dass ich Unschuldig war. Um ehrlich zu sein musste er das aber auch gar nicht - er, und wirklich nur er, wusste wie falsch die Leute mit ihrer Erwartung lagen mir die Rolle der unschuldigen, hübschen Schauspielerin zuzuschieben. Ich wusste noch nicht einmal wirklich, wer damit begonnen hatte, schließlich hatte ich immer die Rolle der zickigen Diva übernommen, und die waren doch nie so Recht unschuldig, oder täuschte ich mich da? Für mich spielte es wirklich keine Rolle, denn auch wenn ich mir manchmal fast schon wünschte das die Menschen ein klein wenig mehr über mich als Person wüssten, fand ich es doch schon angebracht, dass diese Dinge nur Rodrigo von mir wusste. Ich mochte es, dass wir unsere Geheimnisse hatten, die wir mit nichts und niemandem teilen würden. Lächelnd zuckte ich die Schultern. Er konnte also doch noch? Das glaubte ihm nicht so ganz, wenn er sich hier gerade fertig machte um ins Bett zu gehen. Es war doch auch seine Idee gewesen, dass alles ins Bett zu verlegen - wobei er nicht gesagt hatte, was er mit das hier gemeint hatte. Ich lachte auf, und sah Rodrigo an als er doch schon zu mir unter die Bettdecke gekrochen kam. Hätte mich beinahe schon gewundert, wenn er wirklich nichts gegen eine zweite Runde hätte. Oh das hatte er wohl doch nicht so ganz - Gott, ich wusste ja noch nicht einmal, weshalb ich heute so unersättlich war. Für gewöhnlich reichte eine Runde, und ich war müde genug um einfach schlafen zu gehen, möglicherweise aber war es auch einfach nur die viele Zeit die wir sonst nicht zur Verfügung hatten, die mir doch zeigte wie sehr ich mir wünschte meine Zukunft mit Rodrigo zu schaffen. Grinsend drehte ich mich mit einer fließenden Bewegung über ihn, stützte mich neben ihm in die Matratze und sah auf ihn hinab. "Willst du das nur sagen, oder auch beweisen?", kaum hatte ich diese Worte ausgesprochen lagen meine Lippen ein weiteres Mal an diesem Tag auf seinen. Meine Finger legten sich erneut in seinen Nacken, liebkosten diesen ehe ich ihm in die Haare fuhr und meine Hüften kreisen ließ. "Eine zweite Runde klingt doch wirklich toll," murmelte ich an seinen Lippen, biss ihm sanft in diese und grinste etwas. Ja doch, eine zweite Runde klang doch wirklich sehr viel besser als jetzt schon schlafen zu gehen. (Stimmt doch gar nicht XD)

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Rodrigo da Moura Brandão
Hae-Sung sah mich unschuldig an, nur konnte ich ihr das nicht ganz abkaufen. Sie konnte zwar sagen, was sie wollte, aber dennoch war ich mir sicher, dass es schon ein bisschen darauf abgesehen hatte. Vielleicht nicht gleich von Anfang an, aber sie hatte es dennoch darauf abgesehen. Und genau deswegen würde sie es auch zurückbekommen. Ich wusste ja selbst, dass sie nichts dagegen hätte, wenn sie es zurück bekommen würde. Ich lachte leise und schüttelte den Kopf. "Versuch du dich nur rauszureden", erwiderte ich mit einem breiten Grinsen. Dennoch war das Sofa doch ein bisschen schmall für uns beide und ich wurde langsam echt müde. Das war halt nun einmal so. Wir Männer waren immer müde nach dem Sex und nach der ganzen Arbeit konnte sich Hae-Sung auch nicht wirklich darüber beschweren. Sie war immerhin auch auf ihre Kosten gekommen. Ich stand auf und begann die Kleider aufzuheben, die über den ganzen Boden verteilt waren. Hae-Sung blieb auf dem Sofa liegen, bis ich ihr die Hand entgegen streckte. Erst dann stand sie auf und ich verdrehte bei ihrem Kommentar die Augen. "Ich werde nie gegen dich ankommen", meinte ich grinsend. "Nicht einmal wenn ich es wollte", sagte ich lachend und sah sie an. Ich wurde von ihr ins Schlafzimmer gezogen, wo sie unsere Kleider auch schon wieder auf den Boden fallen liess. Ich legte die Arme um sie, als sie mich küsste, aber dann zog sie mich auch schon Richtung Bett. Ich lachte leise auf und kletterte über sie, als sie im Bett lag. "Denkst du wirklich, dass ich keine zweite Runde mehr schaffen würde?", fragte ich sie grinsend und begann ihr Gesicht mit Küssen zu bedecken. Sie dachte wohl wirklich, dass ich jetzt bereits schlapp machen würde oder? Da war sie bei mir definitiv an der falschen Adresse. Dennoch schlüpfte ich auch zu ihr unter die Bettdecke. Ich legte meine Arme um sie und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn, als ich sie näher in meine Arme zog. "Also ich kann schon noch eine zweite Runde, wenn du auf das aus bist", kam ich wieder auf das Thema zurück und grinste sie an. Tief atmete ich ihren Duft ein. Ich könnte zwar noch eine Runde und ich hätte auch nichts dagegen einzuwenden, aber dennoch würde ich am liebsten einfach einschlafen, während sie in meinen Armen lag. Es war eines der besten Gefühle, wenn ich sie im Arm halten konnte. Ich fühlte mich einfach so, als wäre ich zuhause. Als wäre ich dort angelangt, wo ich hingehörte. [Schlecht ._.]

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HAE-SUNG Rian Kang
Es war eine unglaublich gute Massage gewesen - ja, diese Antwort hatte ich fast schon erwartet, schließlich war ich selbst ebenso dieser Meinung. Schmunzelnd zuckte ich die Schultern, ehe ich unschuldig zu Rodrigo aufsah. Ich hatte es doch nun wirklich nicht die ganze Zeit darauf abgesehen - ich hatte lediglich die Chance genutzt, um Rodrigo zu zeigen wie sehr ich ihn liebte, und wie sehr ich ihn doch wollte. Selbst nach so langer Zeit, und so vielen Problemen die wir nun hier uns gebracht hatten. Ich schlang meine Arme um ihn, atmete tief ein und schloss genüsslich die Augen. Ich mochte Abende wie diese, an denen wir einfach nur an einander gekuschelt dalagen und nicht einmal mehr einen Film oder eine Serie in unser Leben ließen. Es gab nur uns, und das war mir vollkommen genug, um glücklich zu sein. Wahrscheinlich wäre es aber auch ziemlich komisch, bräuchte ich Filmabende um glücklich zu sein. Davon gab es aber auch einige. Ich lachte leise auf. "Ich habe doch gar nichts getan. Du wolltest massiert werden, ich habe deiner Bitte Folge geleistet," und trotzdem wusste ich schon jetzt, dass ich es wirklich zurückbekommen würde. Einfach nur, weil wir uns nie etwas schuldig blieben. Er mir nicht, und ich ihm nicht. So lief es nun einmal zwischen uns. Amüsiert ließ ich den Kopf an die Lehne sinken, und betrachtete Rodrigo. Das hier wäre eindeutig besser im Bett aufgehoben - seiner Meinung nach sollte man ohnehin gleich nach dem Sex schlafen, aber dass waren wohl wirklich so ziemlich alle Männer. Ich nickte knapp, denn auch wenn ich noch etwas Zeit mit Kuscheln verbringen konnte, ehe ich einschlief, wusste ich doch schon dass ich es doch tun würde. Einfach nur, weil ich mich in seinen Armen viel zu wohl und behütet fühlte, um nicht einzuschlafen. Ich erwiderte den Kuss nur kurz, ehe Rodrigo auch schon wieder aufstand und begann die Klamotten vom Boden aufzusammeln. Lächelnd beobachtete ich ihn dabei, schob mich erst vom Sofa hoch als er mir seine freie Hand entgegenstreckte. "Und du sagst ich schlafe viel," zog ich ihn lachend auf und zog ihn mit ins Schlafzimmer. Amüsiert zog ich ihm die Sachen aus der Hand, ließ sie doch wieder auf den Boden fallen und legte meine Lippen wieder sanft auf die seinen. Ich wusste das ich viel schlief. Und lange. Und ich war mir ziemlich sicher, dass es irgendwann noch ungesund werden würde, fürs Erste aber war es das nicht. Lächelnd schob ich meine Hand wieder in seinen Nacken, und zog ihn zurück zum Bett. "Wir gehen schon schlafen, keine Sorge," beruhigte ich ihn grinsend und ließ wieder von ihm ab. Grinsend ließ ich mich ins Bett sinken, und kletterte auch sogleich unter die Bettdecke.

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Rodrigo da Moura Brandão
Ich war total fertig und erst recht ausser Atem. Es war jedes Mal unglaublich leidenschaftlich, egal ob es nun schneller und heisser Sex war oder sanft und zärtlich. Ich liess mich auf Hae-Sung sinken, während sich meine Brust unregelmässig hob und wieder senkte. Ich seufzte leise auf und versuchte meinen Atem wieder unter Kontrolle zu bringen. Das war aber gar nicht so einfach, nach dem man so unfassbar guten Sex gehabt hatte. Unsere Lippen fanden wieder zueinander, während ich immer noch mit meinem totalen Gewicht auf Hae-Sung lag. Dann drehte sie sich aber auf die Seite, damit auch ich Platz auf der Couch hatte. Ich wusste nicht, wie oft wir denn nun schon auf dieser Couch zusammen geschlafen hatten, aber an das Bett kam es nicht ganz heran. Schlussendlich war das Bett halt doch besser. Dabei waren wir beide sehr erfinderisch, wobei Hae-Sung das noch ein bisschen mehr war. Immerhin war sie auf die Idee gekommen, dass wir Telefonsex machen könnten, wenn wir beide unterwegs waren. Unter ihrer unschuldigen Fassade war sie halt doch sehr versaut. Das dachte wohl fast niemand von ihr und genau das gefiel mir. Dass ich etwas von ihr sah, was nicht jeder über sie wusste. Ich legte meine Arme um sie und wollte gerade ihre Frage beantworten, als meine Lippen auch schon wieder von ihren verschlossen wurden. Seufzend erwiderte ich den Kuss und lächelte sie dann an. "Oh ja, es war eine verdammt gute Massage gewesen", sagte ich breit grinsend und sah sie an. "Aber gib zu, dass du es die ganze Zeit darauf abgesehen hast", fügte ich hinzu und grinste sie breit an. Ich fuhr mir durch das Haar und drückte ihr einen Kuss auf ihr Schlüsselbein. Ich seufzte tief und nickte dann ebenfalls. "Das stimmt. Aber ich verspreche dir eines, dann wirst du genau das zurückbekommen", versprach ich ihr und grinste sie breit an. Ich strich ihr die Haare ein bisschen zurück und musste dann gähnen. Es war nichts neues, dass ein Mann müde nach dem Sex war. Hatte wohl etwas mit den Hormonen zu tun, die wir dabei ausschütteten. "Vielleicht sollten wir das hier mal ins Bett verlegen", kommentierte ich und grinste sie an. Sonst würde ich nur noch auf dem Sofa einschlafen und da war das Bett doch wesentlich bequemer. Am nächsten Morgen würde nur noch mein Nacken steif sein und es war auch nicht gerade gesund für den Rücken. Ich lächelte leicht und drückte ihr einen festen Kuss auf die Lippen. Dann rappelte ich mich langsam auf und begann unsere Kleider aufzuheben. Danach streckte ich ihr meine Hand hin, damit sie diese ergreifen konnte, während ich in der andere Hand unsere Kleider hatte. So etwas konnte man wirklich gerne wiederholen. [Das ist hinterlistig xD sorry, der ist nicht so gut :o]

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HAE-SUNG Rian Kang
Ich wusste, dass Rodrigo es mochte wenn ich zeigte, dass ich doch nicht ganz so unschuldig war, wie ich es immer aussehen ließ. Er war mit der Einzige auf dieser Welt, der überhaupt wusste was in meinem Kopf so vor sich ging - versaut und nicht versaut. Er kannte mich, sehr viel besser als jemand anderes es jemals tun würde. Früher hätte es mir Angst gemacht, früher hätte ich augenblicklich den Abstand gesucht um ihn möglichst nicht in meinen Kopf sehen zu lassen, mittlerweile jedoch war es anders. Es machte mir keine Angst mehr, und anders als erwartet fand ich es sogar gut, dass es jemanden gab der mich wirklich zu verstehen schien. Jemanden, der ebenso dachte wie ich - zumindest was einige Dinge im Leben anging, so wie unsere Beziehung. Er dachte ebenso darüber wie ich, machte sich im Moment ebenso wenige Sorgen wie ich - normalerweise war es aber ohnehin ich, die sich Gedanken und Sorgen machte, schließlich waren Zweifel ein ebenso großer Teil meiner Persönlichkeit wie das Verlangen nach Rodrigo. Im Moment jedoch hatte ich keine Zweifel - es gab nichts worüber ich mir Sorgen oder Gedanken machen musste, geschweige denn konnte. Erschöpft ließ ich mich zurück sinken und atmete laut aus. Es gab nichts an dieser Beziehung, was ich ändern würde. Es gab nichts, was ich jemals ändern wollte - ich liebte ihn, und diese Beziehung funktionierte so unglaublich gut für uns, dass es schon fast beängstigend war. Meine Lippen fanden ein weiteres Mal seine, meine Finger strichen sanft über seine Wange und ich seufzte wohlig in den Kuss. Ich zog ihn eng an mich und genoss das wärmende Gefühl, dass er jedes Mal aufs Neue in mir auslöste. Dabei war es vollkommen egal was er tat. Vorsichtig drehte ich mich zur Seite, um Rodrigo Platz auf der Couch zu machen und schmunzelte amüsiert. „Zufrieden mit meiner Massage?“, fragte ich gab ihm aber gar keine Chance zu antworten, sondern küsste ihn ein weiteres Mal. Ehrlich gesagt kannte ich die Antwort darauf schon längst - er war zufrieden, ebenso zufrieden wie ich es auch war. Lächelnd schob ich ihm die Haare aus der Stirn, legte den Kopf zurück und atmete tief ein. „Das kann man wiederholen,“ sagte ich. Oh und wie man das wiederholen konnte. Zwar konnte eine Massage etwas Unschuldiges sein, aber nicht bei uns. Zumindest nicht im Moment, denn im Moment schien doch alles so unglaublich gut zu laufen, wie sonst nie. (Wartet man auf einen Anruf & die rufen doch bei der zweiten Nummer an XD komm mir schon leicht verarscht vor XD)

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Rodrigo da Moura Brandão
Wir hatten schon viele gemeinsame Dinge ausprobiert. Wir hatten keine Hemmungen davor, wenn wir etwas falsch machten. Was war schon dabei? Natürlich machte man sich vielleicht darüber lustig, aber schlussendlich war es dann schon wieder vergessen. Wir mussten uns gegenüber von dem anderen wirklich nicht schämen. Hae-Sung machte es wirklich gut und dennoch kam ich sehr bald auch schon auf andere Gedanken. Ich zog sie zu mir hinunter und ich legte ihre Lippen auf meine. Sie hatte so eine Wirkung auf mich, dass ich nicht mal gegen eine Massage resistent war. Sie hatte es aber auch mit dieser ganzen Küsserei. Sie wusste immerhin ganz genau, dass ich ihr nicht widerstehen konnte – auch nach all dieser Zeit. Sie hatte immer noch die gleiche Wirkung auf mich seit eh und je und das sollte sich gar nicht ändern. Ihre Lippen lösten sich von meinen, aber nicht von meinem Körper. Sie glitten meinen Hals hinab, während ihre Hände über meinen Oberkörper wanderten, welche erst über dem Hosenbund anhielten. Ich lachte leise auf und sah sie an. „Du bist so versaut, aber das mag ich sehr an dir“, erwiderte ich mit leicht rauer Stimme und seufzte leise auf, während ihre Hand in meiner Hose verschwand. Natürlich reagierte ich augenblicklich auf ihre Berührungen. Wann war es jemals anders gewesen? Es war von Anfang an so gewesen. Wir hatten gegenseitig dem anderen nicht widerstehen können. Stück für Stück verschwanden die restlichen Kleider von meinem Körper, während ihre Hand weiter bei meinem Gemächt ihre Arbeit tat. Gott, wusste sie überhaupt, wie gut sich das anfühlte? Als sie dann auch noch ihre Hände durch ihre Lippen ersetzte, war es mit meiner Beherrschung vorbei. Ich stöhnte auf und meine Hand glitt in ihr Haar. Ich wusste nicht, wie schnell oder wie langsam die Zeit verging. Jedoch zögerte sie es sehr lange heraus, bis ich mich wirklich zusammenreissen musste, um ihr den ganzen Spass nicht zu verderben. Aber genau solche Sachen machte sie gerne. Nur war ich nicht besser als sie. Ich hatte sie auch schon oft überreizt, bis sie mich angewimmert hatte, dass ich sie endlich erlösen würde. Irgendwann konnte ich nicht mehr und packte sie. Ich drehte sie unter mich und zog sie schnell aus. Für ein Vorspiel war definitiv keine Zeit mehr, denn dazu hatte sie mich zu fest gereizt. Ich drängte mich zwischen ihre Beine und sah sie mit hungrigem Blick an. Ich war kein Egoist. Ich würde ebenfalls schauen, dass sie auf ihre Kosten kommen würde, aber nun.. nun wollte ich sie einfach nur noch spüren. Ihr Name kam über meine Lippen, während wir unserer Lust freien Lauf liessen. Das würde sie irgendwann zurückbekommen und das wusste sie auch. Ich wollte nicht, dass sich der Sex irgendwann zwischen uns änderte. Das konnte von mir aus ruhig so bleiben.

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Wann auch immer er mich einfach machen ließ, wann auch immer er mich Dinge versuchen ließ, wusste ich das er mich vertraute. Ich wusste es, weil er mich einfach machen ließ, weil er sich noch nicht einmal ansatzweise Gedanken machte, ob ich möglicherweise nicht doch vollkommenen Schwachsinn bauen würde - so lief das bei uns. Wir versuchten neue Dinge, ich versuchte neue Dinge, und Rodrigo ließ es zu. Um ehrlich zu sein hatte ich noch nie in meinem Leben jemanden massiert, und wusste auch wirklich nicht so Recht ob ich mich vielleicht doch völlig zum Affen machte, Rodrigo aber schien es zu gefallen. Zumindest so sehr, dass er mich einfach machen ließ. Für eine Weile zumindest, ehe er sich einfach zu mir umdrehte und die Massage unterbrach. Ich sah für einen Moment auf ihn hinab, wurde jedoch auch sogleich zu ihm gezogen. Ich mochte es, wenn er das tat. Ich mochte es wenn er mich einfach bei irgendetwas unterbrach, nur um mich zu küssen oder mir zu sagen, dass er mich liebte. Das musste er nicht tun, aber jedes Mal aufs Neue war da diese Wärme um mein Herz, die binnen kürzester Zeit meinen gesamten Körper erreicht hatte. Ich lächelte, und erwiderte den Kuss. Immer noch saß ich auf ihm, genau das tat ich aber ohnehin ziemlich oft. Ich mochte es nun einmal, wenn ich Rodrigo einfach so nahe sein konnte wie ich wollte. Grinsend löste ich meine Lippen wieder von seinen, und wanderte zu seinem Hals hinab. Meine Hand ließ ich sanft seinen Oberkörper hinab wandern, streifte mit meinen Fingerkuppen seine Haut ehe ich vor seinem Hosenbund innehielt. „Entspann dich einfach. Du wolltest eine Massage, und die bekommst du,“ flüsterte ich leise an seinem Ohr. Ich verteilte hauchzarte Küsse auf seiner Haut, schob meine Hand in seine Hose und ließ meine Lippen auch sogleich tiefer sinken. Ich wollte ihn verwöhnen, wollte das er sich einfach entspannte und nichts weiter tat als meine Berührungen zu genießen. Er hatte eine halbstündige Massage gewollt, die würde er nun such bekommen. Vielleicht anders, als er erwartet hatte, aber wen interessierte das schon großartig? Ich schob ihm die restlichen Klamotten vom Körper, rutschte dabei wieder von seinem Schoß und tiefer, meine Lippen aber liebkosten immer noch seine Haut, meine Hand immer noch seine Mitte. Nur langsam bewegte ich mich tiefer, sah noch einmal kurz zu ihm hoch ehe ich meine Hand durch meine Lippen ersetzte. Ich liebte ihn - er konnte sich wahrscheinlich noch nicht einmal vorstellen wie sehr. (Handypost XD)

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Ich hatte es mehr als Spass gemeint, dass sie mich massieren sollte und als nichts ernstes. Dennoch schien sie nun überzeugt zu sein, dass sie das tun wollte. Ich sagte ihr aber dennoch, dass sie es nicht tun musste, wenn sie es nicht wollte. Sie wusste genau, dass ich sie nie zu irgendwas zwingen würde und ansonsten könnten wir immer noch in eine Massage gehen und uns dort beide massieren lassen. Das wäre vermutlich gar nicht so eine schlechte Idee. Ihre Fingern wanderten über meine Wange und ich schloss entspannt die Augen. Das war eigentlich fast schon besser wie eine Massage selbst. Wenn wir einfach zusammen sein konnten und das tun konnten, was wir gerade tun wollten. Ich lachte leise auf, als sie meinte, dass sie sich immer anstrengte. Na ja, es kam immer darauf an. Beim Packen heute Morgen hatte sie sich nicht ziemlich fest angestrengt. Aber das war ja keine Sache, bei der man sich anstrengen musste. Ich hatte mich ja auch nicht anstrengt, ich hatte mir ein bisschen mehr Mühe gegeben. Sie meinte, dass sie mich massieren wollte und dann legten sich ihre Lippen auf meine. Dann kletterte sie aber auch schon von meinem Schoss und ich legte mich auf den Bauch, bevor sie dann bereits wieder auf mich kletterte. Sie beugte sich hinunter. Ihr Atem streifte meinen Nacken, wobei sogleich ihre Lippen die Stelle berührten. Ich seufzte leise auf und schloss die Augen. Die Frau wusste wirklich, wie man mit einem Mann umgehen musste. "Du kannst dir denken, dass ich das nicht will. Im Moment kann ich mich noch beherrschen", erwiderte ich und ein Grinsen legte sich auf meine Lipen. Ich konnte spüren, wie sie sich wieder aufrichtete und anfing zu massieren. Sollte ich ehrlich sein? Ich hätte nicht gedacht, dass sie so gut massieren kann. Sie machte das wirklich verdammt gut. Langsam fragte ich mich aber schon, was denn Hae-Sung abgesehen von dem Packen nicht konnte? Ich hatte die Augen geschlossen und genoss es, wie ihre feine Hände meinen Rücken massierte. Dann hielt sie inne und beugte sich wieder zu mir hinunter. Ihre Lippen berührten dieses Mal die Stelle hinter dem Ohr und ich öffnete die Augen. Ich liebte es, diese Worte von ihr zu hören. Ich wusste und sie wusste auch, dass wir es nicht die ganze Zeit sagen mussten, damit der andere Bescheid wusste. Wir wussten auch sonst Bescheid. Aber ich hörte es trotzdem immer wieder gerne von ihr. Ich genoss noch ein bisschen die Massage, aber dann war es mit meiner Selbstbeherrschung auch schon vorbei. Ich drehte mich um, so dass ich auf dem Rücken lag und zog sie zu mir hinunter. Kurz bevor ihre Lippen auf meine trafen, hielt ich ihne. "Ich liebe dich", wiederholte ich ihre Worte von vorhi und sah ihr dabei in die Augen. Dann überbrückte ich die kleine Lücke zwischen unseren Lippen, indem ich sie noch ein bisschen weiter hinunterzog. Eine Hand hatte sich in ihr Haar verirrt, während die andere sich auf ihre Hüfte legte. Diese Frau brachte mich immer noch um den Verstand. Vermutlich würde ich mich nie daran gewöhnen, aber damit hatte ich nicht wirklich ein Problem.

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Rodrigo zu massieren, war mir noch nie in den Sinn gekommen. Möglicherweise lag das daran, dass ich nicht wirklich viel Ahnung davon hatte, vielleicht aber lag es auch einfach nur daran, dass ich wirklich zu faul dazu war. Wahrscheinlich war ich für ziemlich viele Dinge zu faul, aber wenigstens etwas Mühe wollte ich mir wirklich geben. Ich wollte Rodrigo nicht verlieren, und auch wenn er nie gesagt hatte, dass ich ihm zu wenig tat, oder dass ich viel zu viel Zeit im Bett verbrachte –mit schlafen– wusste ich doch, dass es wahrscheinlich gar nicht erst gesund war. Außerdem wollte ich Rodrigo einfach zeigen, wie sehr ich ihn liebte. Und wenn er mir nun wirklich schon das Angebot gemacht hatte, dass wir zusammen ziehen konnten - wenn wir wirklich diesen großen Schritt machten, wollte ich das er auch wirklich wusste, wie viel er mir bedeutete. Ich wollte es ihm nicht nur sagen, sondern wollte mir auch die Mühe machen es ihm zu zeigen, und das jeden Tag aufs Neue. Vielleicht war dass das Geheimnis einer guten, langanhaltenden Beziehung die selbst tausende von Kilometern überstand. Ich wusste es nicht, wollte es jedoch herausfinden. Oder zumindest wollte ich es ändern, und ihn einfach wissen lassen das es mir wirklich Ernst mit ihm war. Vorsichtig ließ ich meine Fingerspitzen seine Wange entlang wandern, spürte seinen Atem auf meiner Haut und lächelte. Das Shirt war bereits am Boden gelandet, denn so störte es wirklich nicht. Leise lachte ich auf und runzelte die Stirn. "Ich strenge mich immer an," antwortete ich leise und legte meine Hand in seinen Nacken. Lächelnd sah ich ihm in die Augen, ehe ich nickte. Ich musste ihn nicht massieren. Nicht, wenn ich es nicht wollte. Ich hatte ihm doch heute morgen schon gesagt, dass er mich nur heute Abend daran erinnern musste. "Ich weiß, ich will es aber," antwortete ich ehe ich meine Lippen ein weiteres Mal auf seine legte. Schmunzelnd kletterte ich von seinem Schoß und schob ihn zur Seite weg, sodass er sich auf den Bauch legte. Ich kletterte wieder auf ihn, beugte mich zu ihm hinunter und hauchte ihm sanfte Küsse in den Nacken und auf die Schultern. "Ich kann es auch lassen wenn du nicht willst," fügte ich leise hinzu. Ich konnte es wahrscheinlich wirklich nicht so gut, aber wenigstens versuchte ich es ohne mir dabei dumm vorzukommen. Das tat ich bei Rodrigo aber ohnehin nicht. Bei ihm .. versuchte ich Dinge einfach, und wenn es ihm gefiel war es gut, wenn nicht ließ er es mich auch wissen. Schmunzelnd schob ich mich wieder etwas hoch und betrachtete Rodrigo für einen Moment, ehe ich meine Hände über seinen Rücken gleiten ließ, und begann ihn zu massieren. Es machte mir nichts aus, ihn zu massieren. Auch nicht nach dem Flug, und auch nicht weil es schon spät war. Wir hatten heute doch ohnehin nicht wirklich viel getan, und müde war ich auch nicht. Erneut beugte ich mich über ihn und hauchte ihm einen sanften Kuss hinters Ohr. "Ich liebe dich," flüsterte ich ihm leise ins Ohr. Gott ich liebte ihn wirklich. So, wie ich noch nie in meinem Leben einen Menschen geliebt hatte. Und es fühlte sich unglaublich gut an.

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Rodrigo da Moura Brandão
Es machte mir nichts aus, wenn ich die Koffer für sie packte. Natürlich war das Einpacken vor der Anreise viel schöner. Da war die Vorfreude noch so gross und man wusste, dass man in die Ferien ging. Das Einpacken, wenn man nach Hause ging, war weniger motivierend. Dennoch war ich aber auch oft froh, wenn ich einfach wieder in meinem eigenen Bett schlafen konnte. Das eigene Bett war halt einfach besser wie die Hotelbetten - fand ich jedenfalls. Natürlich ging ich gerne in den Urlaub und genoss auch die freie Zeit dort. Das Bett konnte aber noch so bequem sein, es war einfach nicht das gleiche wie zuhause. Zuhause war es einfach besser, weil es das zuhause war. Nachdem ihr Koffer gepackt war und bereits bereit vor der Türe stand, machte ich mich daran, meinen Koffer zu packen. Hae-Sung ging in dieser Zeit nach unten, um sich etwas essen zu holen. Das beruhigte mich. Ich wusste aber auch, dass sie mich nicht mehr anlügen würde. Als sie wieder nach oben kam, war ich fast schon fertig mit dem Packen. Ich holte noch meinen Rasierer und so aus dem Badezimmer und schloss dann auch meinen Koffer. Lange blieben wir nicht mehr im Hotel. Ich hatte das Gefühl, die Zeit verging viel zu schnell und dann sassen wir auch schon im Flugzeug. Der Flug dauerte nicht besonders lange, da es ja eigentlich auch nur ein Inlandflug war. Auch wenn es kein langer Flug gewesen war, war ich trotzdem froh, als ich die Türe zu meiner Wohnung aufschloss. Bald würden wir eine gemeinsame Wohnung haben. Wir packten die Koffer mehr oder weniger aus, wobei die gebrauchte Wäsche vorerst mal im Wäschekorb landete. Die Kleider würden wir garantiert nicht mehr heute waschen. Der beste Teil des Abends kam, als ich frisch geduscht war und mich auf das Sofa fallen liess. Hae-Sung folgte sogleich nach, wobei sie es sich auch schon auf meinem Schoss bequem machte. Manchmal hatte ich wirklich das Gefühl, dass dies ihr Lieblingsplatz war. Ich hatte aber überhaupt nichts dagegen einzuwenden. Ich erwiderte den Kuss von mir und zog sie näher an mich heran. Im Fernsehen lief irgendein Film, aber wie so oft beachteten wir gar nicht, was im Fernseher lief. Meistens waren wir mit uns selbst beschäftigt und nicht mit dem Film, der gerade lief. Wieder einmal glitten ihre Hände in meine Haare und ich musste grinsen. "Ja.., das wäre sehr nett", erwiderte ich dicht vor ihren Lippen, als sie meinte, dass ich ja noch eine Massage wollte. Ihre Zähne gruben sich sanft in meine Unterlippe, während sie gleichzeitig mein Shirt hochschob. "Das habe ich auch nicht erwartet. Ich erwarte nur, dass du dich anstrengst", sagte ich leicht necckend und grinste sie an. Sanft legte ich meine Hände auf ihre Hüfte. "Du musst mich nicht massieren, wenn du nicht willst. Das weisst du schon?", fragte ich einfach zur Sicherheit nochmal nach. Immerhin waren wir heute nach Hause gereist und vielleicht wäre sie einfach zu müde dazu. Ich hätte sicher nichts dagegen einzuwenden, wenn sie mich trotzdem massieren würde. Aber sie müsste nicht das Gefühl haben, dass sie das unbedingt machen musste. Das wusste sie selbst, aber ich hatte es einfach nochmal sagen wollen. [Natürlich :D]

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HAE-SUNG Rian Kang
Ich hatte es wenigstens versucht selbst zu tun. Eigentlich sollte er froh sein, dass ich ihn nicht gleich die Arbeit hatte machen lassen, denn mit dem Wissen, dass ich es doch ohnehin nicht schaffen würde meinen Koffer reisetauglich zu machen, hätte ich ihn eigentlich schon von Anfang an dazu verdonnern können, das Packen zu übernehmen. Rodrigo tat es so ziemlich jedes Mal - das für die Reise packen fiel mir nie so schwer wie das Klamotten wieder einpacken, nachdem ich sie benutzt hatte. Konnte wohl einfach daran liegen, dass ich die Klamotten einfach nur aus dem Schrank ziehen und in den Koffer legen musste. Gut: möglicherweise stellte ich mich wirklich einfach nur dämlich an, weil ich wirklich keine Lust dazu hatte wieder nachhause zu fliegen, geschweige denn morgen schon wieder im Büro meines Managers zu sitzen und mit ihm über einen weiteren Film zu sprechen, jedoch war das so ziemlich mein Leben. Und ich liebte es, manchmal aber fragte ich mich ob ich nicht auch mit einem gewöhnlichen Job glücklich sein könnte. Ich verstand Rodrigo, wenn er darüber nachdenken musste das Angebot anzunehmen, oder ob er nicht weiterhin einfach nur ein normaler Lehrer mit Vergangenheit bleiben wollte. Mich störten diese Paparazzi und Journalisten und wildgewordenen Fans schon jetzt, zumindest dann wenn ich einfach nur meine Ruhe vor diesen Leuten wollte, denn einfach zuhause und im Bett konnte ich an diesen Tagen auch nicht bleiben. Natürlich würde er mich zuhause daran erinnern, immerhin hatte er wieder einmal meinen Koffer gepackt, weil ich selbst zu faul oder einfach nur zu dämlich dazu war. Während er sich an seine Klamotten machte, holte ich mir selbst etwas von unten zu Essen. Sonderlich lange brauchte er nicht, wirklich lange blieben wir aber auch nicht mehr im Hotel. Das tolle an Tagen wie diesen hier war jedoch wirklich das nachhause kommen, und dass obwohl wir morgen wieder zur Arbeit mussten, und nicht weiterhin einfach tun konnten was wir wollten. Noch dazu kam die Tatsache das wir nun wirklich eine gemeinsame Wohnung suchen mussten, etwas was möglicherweise nicht ganz so schwer sein durfte, da wir nicht wirklich beschränkt waren was die Mittel anging - vor allem aber lebten wir ohnehin schon zusammen. Seufzend ließ ich mich frisch geduscht neben Rodrigo aufs Sofa sinken und kletterte zu ihm hoch, legte meine Lippen auch sogleich auf seine. Ich mochte diese Abende, an denen wir einfach nur auf dem Sofa kuschelten und irgendwelchen dämliche Filme sahen und dabei doch nicht wirklich etwas mitbekamen, weil wir uns doch nicht darauf konzentrierten was denn nun passierte. Ich drehte mich auf seinen Schoß, schob dabei meine Hand in seine Haare und schmunzelte an seinen Lippen. "Du wolltest eine Massage," hey in ein paar Sekunden hätte er mich sowieso daran erinnert. Ich biss ihm sanft in die Unterlippe, und schob sein Shirt hoch. "Ich kann dir nicht versprechen das ich es genauso gut kann wie du," fügte ich leise hinzu. Ich konnte wirklich nicht versprechen, dass ich genauso gut darin war Leute zu massieren wie er. Wahrscheinlich war aber auch niemand so gut darin, wie er. Zumindest nicht wenn es darum ging, mich einfach entspannen zu lassen - und das schaffte er verdammt oft. (Hoffe ist okay so XD)

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Rodrigo da Moura Brandão
Es klang vielleicht ein bisschen gemein, aber es sah wirklich nicht so aus, als hätte sie sich Mühe gegeben, was das Packen anging. Sie hatte es versucht, das stimmt. Aber wirklich einen Willen, dass sie es auch schaffte, hatte sie nicht wirklich gezeigt. Daher stellte ich mich zur Verfügung, setzte mich hin und begann ihren Koffer zu packen. Es machte mir nichts aus, dass ich ihre Koffer packte. Aber ich fand es immer wieder amüsant, wie sie Probleme hatte die Koffer zu packen. In Brasilien war es eine riesige Tortur gewesen. Immerhin waren wir da mehrere Wochen gewesen und wir hatten beide viel Kleider mitnehmen müssen. Aber sie hatte die wieder einpacken wollen.. das war ja überhaupt nicht gegangen. Auch da hatte ich ihr geholfen und plötzlich hatte alles wundersamerweise in ihren Koffer gepasst. Ich lachte leise und schüttelte den Kopf. "Nein, dein Koffer ist definitiv nicht zu klein", widersprach ich ihr mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Das stimmte überhaupt nicht. Sie hatte nur schon einen riesigen Koffer für die paar Tage hier in Sydney mitgenommen. Dabei hatte sie vermutlich nicht einmal die Hälfte davon gebraucht. Wieso mussten Frauen aber auch immer so viel Kleider mitnehmen? Am Schluss musste es nur noch der Freund tragen, weil ihr Koffer zu schwer war. Dabei hatten sie selber so viel eingepackt. Ich faltete die Kleider zusammen und legte diese schön ordentlich und strukturiert in den Koffer. Es war jetzt wirklich nicht schwierig, diese Koffer zu packen. Hae-Sung wollte es einfach gar nicht machen. Irgendwann war dann ihr Koffer gepackt und drehte mich zu ihr um. Dafür hatte ich nun aber wirklich eine Belohnung verdient. Ich glaubte nicht, dass sie mich massieren würde - weder jetzt noch später. Dazu war sie einfach selbst viel zu faul und hätte lieber selbst eine Rückenmassage. Ich fuhr mir durch das Haar und legte einen Arm um sie, als sie sich auf dem Boden sinken liess. "Das werde ich", versprach ich ihr breit grinsend, als sie meinte, dass ich sie heute Abend zuhause nochmal erinnern sollte. Dachte sie wirklich, ich liesse die Chance auf eine Belohnung von ihr entgehen? Aber wenn wir es jetzt durchziehen würde, würde es wirklich ein bisschen knapp werden. Ich hoffte, dass sie noch etwas ass und ich hatte selbst noch einen Koffer zu packen. Ich beugte mich vor und gab ihr einen kurzen Kuss, bevor ich wieder aufstand. "Dann werde ich mich wohl mit meinem Koffer amüsieren", meinte ich und ging zu diesem hinüber. Ich hievte den Koffer auf mein Bett und begann die Kleider zu packen. Ich hatte definitiv weniger Kleider dabei gehabt wie Hae-Sung. Aber es wäre wohl auch komisch, wenn der Mann mehr Kleider dabei hatte wie eine Frau oder etwa nicht? Schlussendlich musste es aber für jeden selbst passen. Jeder trug seinen Koffer selber und musste auch selbst für das Gewicht schauen. Solange es für jemanden selbst stimmte, sollte man nicht rein reden. Und das war jetzt nicht nur aufs Kofferpacken bezogen.

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HAE-SUNG Rian Kang
Ich hatte mir Mühe gegeben. Zumindest hatte ich es versucht, denn um ehrlich zu sein war Koffer packen nun wirklich keine meiner Lieblingsbeschäftigungen - noch dazu ganz bestimmt nicht früh morgens, kurz nach dem aufstehen. Ich schlief gerne und lange, und ich brauchte selbst wenn ich schon aufgestanden war meine Zeit um wirklich wach zu werden; manchmal dauerte es länger, bis ich Lust hatte auch nur irgendetwas zu tun, andere Male war ich schneller auf den Beinen und bekam so viel mehr getan. Ich konnte zwar bis jetzt nicht wirklich sagen weshalb es an manchen Tagen einfacher war aus dem Bett zu klettern und wirklich produktiv zu sein, und ich an anderen Tagen gar nicht erst aus dem Bett wollte, aber mittlerweile schaffte ich es wohl ziemlich gut meine Lustlosigkeit für eine Weile zu überspielen, bis ich doch froh darüber war aus dem Bett gekrochen zu sein. Selbst wenn ich den ganzen Tag über nur mit Rodrigo im Bett hätte liegen können. Ich lachte leise auf. Ich hatte mir seiner Meinung nach also keine Mühe gegeben? Er hatte ja Recht, sonderlich viel Mühe hatte ich mir nicht gegeben, aber ich hatte es wenigstens versucht - und war es nicht der Gedanke, der zählte? "Mein Koffer ist eben zu klein," verteidigte ich mich grinsend. Mein Koffer war eindeutig nicht zu klein. Vor allem nicht für diesen ohnehin schon verdammt kurzen Aufenthalt hier in Sydney. Ich war nicht einmal drei Tage hier, und trotzdem brauchte ich mehr Sachen als manch anderer. Vielleicht mochte ich auch einfach nur die Auswahl zu haben, was ich anziehen konnte. Es konnte mir doch niemand erzählen das man mit nur einem T-Shirt und einer Hose verreisen konnte, selbst wenn es nicht lange war. Das ging nicht, zumindest nicht für mich. Lachend verdrehte ich die Augen. Ich wusste wohl wirklich nicht wie man sparsam packte, dass hatte ich aber auch nie von mir behauptet. Dafür konnte Rodrigo es umso besser. Wenigstens ein Part dieser Beziehung konnte packen - vielleicht sollte ich es ihm überlassen, und nicht jedes Mal aufs Neue versuchen meinen Koffer selbst zu packen. Schmunzelnd sah ich auf Rodrigo hinab, als sich dieser letzten Endes zu mir umdrehte, weil er mein Chaos bereits beseitigt hatte. Das ging eindeutig schneller als ich gedacht hatte. Oh er forderte eine Belohnung dafür mir geholfen zu haben? Amüsiert ließ ich mich auf den Boden ziehen, schob meine Hand seinen Hals hinauf und zuckte die Schultern. "Erinner mich heute Abend noch einmal daran," jetzt würde ich hier ganz bestimmt niemanden eine halbe Stunde massieren. Er musste seinen Koffer noch packen, ich musste noch etwas Essen und irgendwann mussten wir auch los. Wir hatten zwar noch genügend Zeit, ich würde ihn aber trotzdem nicht massieren. Zumindest nicht jetzt. Sollte er sich merken und mich heute Abend noch einmal fragen –oder wohl eher eine Belohnung verlangen– hatte er wohl sehr viel bessere Chancen als gerade jetzt.

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Rodrigo da Moura Brandão
Normalerweise waren die Lehrer an der TAFE viel älter als ich. Ich war eine der jüngsten Lehrer dort. Das lag vermutlich aber auch daran, dass meine Karriere missbraucht worden war und ich danach gar nicht mehr an die Oberfläche gekommen war. Ich hatte die Chance genutzt, um gleich ganz abzutauchen. Die meisten jedoch kamen erst hierher, wenn ihre Karriere an Erfolg verlor. Dann zogen sie sich allmählich zurück und kamen dann an diese Schule, um ihr Wissen weiterzugeben. Meine Karriere war jedoch überhaupt nicht am Abflauen gewesen und dennoch hatte ich mich einfach aus dem Staub gemacht. Es hatte um diese Zeit eine Menge Gerüchte gegeben. Ich wusste also, wie es sich anfühlte, wenn über jemand diskutiert worde. Wenn falsche Gerüchte in die Welt gesetzt wurden. Und nun taten die Medien genau das gleiche wieder. Sie wiederholten immer und immer wieder das gleiche Schema. Wurde ihnen das nicht langweilig? Früher hatte ich es jedes Mal gehasst, wenn Hae-Sung wieder in ihr Zimmer hatte gehen müssen und sie nicht bei mir hatte übernachten können. Und nun war es sogar schon total normal, dass ich mit ihr in meinen Armen einschlief. Besser hatte ich es wohl wirklich nicht treffen können. Ich lächelte sie leicht an. Ich fand es toll, wie sie zu mir stand. Allerdings würde ich auch immer zu ihr stehen. Sie sollte das machen, was sie glücklich machte und nichts anderes. Ich war mir sicher, dass unsere Beziehung das durchstehen würde, wenn wir gegenseitig genug offen voneinander waren. Wenn wir miteinander reden würden und uns nicht irgendwelche Sachen verheimlichten. Ich lachte leise auf und knuffte ihr leicht in die Seite. "So demotiviert wie du die Kleider aufeinander geworfen hast, hast du dir sicher keine Mühe geben", meinte ich lachend und liess mich auf den Boden sinken. Augenblicklich schoben sich ihre Hände in meine Haare. Das tat sie immer, wenn sie es konnte. Sie schien dieses Gefühl wirklich zu lieben. Ich machte mich währenddessen daran ihren Koffer zu packen. Ich faltete ihre Kleider ordentlich zusammen und eins nach dem anderen landete in ihrem Koffer. Der Stapel wurde immer kleiner und ihr Koffer wurde dafür ordentlich gefühlt. Ich schüttelte leicht den Kopf bei ihrer Aussage, wobei sich ihr Kopf auf meinem mitbewegte. "Nicht wirklich. Du weisst einfach nicht, wie man sparsam packen kann", sagte ich grinsend. Ich brauchte zwar noch eine Weile, aber hatte dann ihre Kleider im Koffer verstaut. Er war zwar gut gefüllt, aber dadurch dass alles so schön zusammen gelegt war, konnte man den Koffer ohne Probleme schliessen. Besserwisserisch grinste ich sie an und drehte mich zu ihr um, während ich auf dem Boden sitzen blieb. "Dafür erwarte ich aber eine Belohnung von dir", forderte ich und zog sie zu mir ebenfalls auf den Boden. "Wie wäre es mit einer halbstündigen Rückenmassage?", sagte ich breit grinsend, bevor ich anfangen musste zu lachen. Sie wusste, dass ich sie damit nur ein bisschen aufziehen wollte. Natürlich musste sie mich nicht massieren und ich glaubte auch nicht, dass sie das tun würde. Denn sie war immmer noch Hae-Sung und dafür war diese definitiv zu faul.

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HAE-SUNG Rian Kang
Es hatte nie eine Frage im Raum gestanden, ob ich von nun an bei Rodrigo schlafen würde oder nicht. Früher hatten wir es immer versteckt, und wann auch immer es abends wurde hatte ich zurück in mein Zimmer gemusst, und das nur weil er mein Lehrer gewesen war - heute aber spielte es keine Rolle mehr. Nicht für mich und ihn, und erst Recht nicht für irgendjemand anderes. Ich war mir ziemlich sicher das es Menschen gab, die behaupteten Rodrigo hätte mich um den Finger gewickelt und wäre schon damals schlecht für mich gewesen, letzten Endes war es aber wirklich nicht wichtig was andere Menschen dachten. Sollten sie diese dämlichen Gerüchte doch in die Welt setzen, sollten sie doch ihre Zeit damit verbringen sich Gedanken über eine Beziehung zu machen, die sie doch nichts anging und gar nicht zu interessieren hatte - es war mir egal, denn ich wusste das Rodrigo mich nicht einfach um den Finger gewickelt und verführt hatte. Es war viel komplizierter gewesen, und das hier war ohnehin nicht so wie normale Fälle. Ich war erwachsen gewesen, als ich an die Schule gekommen war. Ich war erwachsen gewesen, und hatte meine Schulausbildung bereits hinter mir gehabt - an der TAFE war man doch nur, wenn man sich weiterbilden wollte. Wenn man eine Ausbildung zum Schauspieler wollte, so wie ich es mir gewünscht hatte. Es sollte noch nicht einmal ein wirklich interessantes Thema für die Leute sein, da er zwar mein Lehrer gewesen war, aber nie wirklich ein Lehrer-Schüler Verhältnis entstehen hatte müssen. Es sollte egal sein was er früher gewesen war, und es sollte egal sein ob ich –einige Jahre– jünger war als er. Das hier konnte gar nicht falsch sein, für mich war es das aber auch nicht. Es war nicht falsch. Lächelnd sah ich Rodrigo an. Nur, wenn ich nichts dagegen hatte. War ihm denn selbst jetzt noch nicht klar, dass ich nichts mehr wollte als ihn glücklich zu sehen, selbst wenn das bedeutete das er durch die Welt reiste und für die Menschen tanzte. "Ich weiß wie viel dir das Tanzen bedeutet, ja. Genau deshalb will ich, dass du das Angebot annimmst," sagte ich. Ich hatte schon von Anfang an gewollt, dass er dieses Angebot annahm. Er hatte diese zweite Chance verdient, und er sollte sie nicht wegen unserer Beziehung –die dieses Angebot überleben würde– vorbeiziehen lassen. Das konnte er nicht, denn letzten Endes würde er es mir irgendwann nur vorhalten. Und ich würde das gleiche tun. Lachend blinzelte ich Rodrigo entgegen. Oh er bekam also Schmerzen davon mir beim Packen zuzusehen? Amüsiert folgte ich ihm zu meinem Koffer, der wirklich nicht sonderlich gut gepackt aussah. "Ich hab mir Mühe gegeben!", verteidigte ich mich und schob dabei meine Finger in seine Haare. Das war das tolle, wenn er mit etwas anderem beschäftigt war - das auch noch am Boden war. Sonst war nämlich immer ich die Kleinere in dieser Beziehung. Ich war ja auch kleiner als er, trotzdem fuhr ich ihm gerne durch die Haare und spielte mit diesen. "Ich verstehe wirklich nicht, wieso das nicht alles reinpasst. Ich bin genau mit dem Koffer hier her gekommen," beschwerte ich mich und schlang meine Arme um seine Schultern, meinen Kopf legte ich dabei auf seinem Kopf ab. "Diese Koffer schrumpfen," denn gekauft hatte ich hier nichts. Zumindest nicht das ich wüsste.

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Rodrigo da Moura Brandão
Ich war total erleichtert, als sie sagte, dass sie es eine gute Idee fand. Das Zusammenziehen wurde immer als grosser Schritt angesehen und das auch wenn wir eigentlich schon seit Wochen in meiner Wohnung wohnte. Ihre Kleider waren sogar in meinem Schrank zu finden! Ich freute mich wirklich darauf, dass wir nun bald offiziell zusammenziehen würden. Vom Leben her sonst würde sich allerdings nicht viel verändern. Es wäre immer noch gleich wie vorher. Wir würden im gemeinsamen Bett schlafen, im gleichen Bad duschen, gemeinsam essen und gemeinsam kochen. Ebenso wie wir es bis jetzt getan hatten. Ausserdem würden wir so nur die Chance vergrössern, dass wir uns auch wirklich sehen würden. Eine gemeinsame Wohnung auszusuchen..., das würde bestimmt toll werden. Wir könnten beide unsere Ansprüche aussprechen und diese auch wahr werden lassen. Denn an Geld mangelte es uns beiden nicht. Ich gab nicht damit an, aber ich hatte wirklich genug Geld. Ich lebte halt einfach nicht so prahlerisch wie andere Promis. Da ich eine Wohnung an der Schule hatte, kostete diese fast nichts und ob es man glaubte oder nicht, der Lohn war gar nicht mal so schlecht an der TAFE. Es war eine der besten Schulen der Welt, also gab es auch einen entsprechenden Lohn. Es gab immerhin sehr viel an diese Schule, die durch nur ihre reichen Eltern an diese Schule gekommen waren. Die mussten dann ein relativ hohes Schulgeld hinlegen, aber die interessierte das gar nicht. Die meiste Zeit dachten sie wohl einfach, dass sie froh waren, dass sie sich nicht selbst um ihre Kinder kümmern mussten. Ich spürte ihre Hand in ihrem Nacken und genoss den Kuss. Wir würden uns unser gemeinsames Zuhause erschaffen. Natürlich würde ich mit ihr irgendwann in einem gemeinsamen Haus wohnen, dass wir vielleicht auch nach unseren Wünschen gebaut hatte. Das wäre dann unser richtiges Zuhause. Aber auch diese Wohnung wäre nur schon eine gemeinsame Wohnung. Es wäre unser Anfang. Hae-Sung fragte sofort nach dem Angebot und ich lächelte sie an. "Aber nur wenn du wirklich nichts dagegen hast", erwiderte ich und lächelte sie an. Sanft strich ich ihr über die Wange. "Du weisst selbst, wie viel mir das Tanzen bedeutet", murmelte ich leise und sah ihr in die Augen. Darum hatte ich es auch nie sein lassen können. Tanzen war für mich immer das Wichtigste gewesen. Egal, ob ich traurig, glücklich, deprimiert, enttäuscht oder was auch immer gewesen war, ich war dann immer tanzen gegangen. Danach hatte ich mich immer besser gefühlt. Ich konnte so meine Emotionen ausleben und verarbeiten. Ihre Lippen berührten meinen Hals und ich drückte sie noch einmal leicht an mich. Bei ihrer Frage dann musste ich leise auflachen. Ich hatte schon gedacht, dass sie mich irgendwann noch danach bringen würde. "Natürlich helfe ich dir. Es tut nur schon weh, dir dabei zuzusehen", zog ich sie ein bisschen auf. Ich grinste sie breit an, stand dann aber auf und fing an ihre gestapelten Kleider ein bisschen in Ordnung zu bringen. Es wunderte mich nicht, dass sie diesen Turm von Kleider nicht in ihre Koffer brachte. Ich grinste leicht und fing an ihre Kleider ordentlich zu packen. Wieso mussten die Frauen aber auch immer so viele Kleider mitnehmen? Sie packten immer viel mehr ein, als dass sie eigentlich brauchten. Jedoch schienen das die Frauen einfach nicht zu verstehen oder nicht einschätzen zu können, wie viel Kleider sie denn nun wirklich brauchten.

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HAE-SUNG Rian Kang
Eine gemeinsame Wohnung, war ein großer Schritt in einer Beziehung, und dass wusste ich. Für uns jedoch wäre es wohl nicht wirklich anders als zuvor, schließlich schlief ich nun schon seit ich mit Clyde Schluss gemacht hatte, bei Rodrigo. Ich hatte all meine Sachen bei ihm, und trotz der Tatsache das ich noch nicht offiziell bei ihm eingezogen war –die TAFE wäre wohl kaum so glücklich darüber– lebten wir nun schon eine Weile zusammen. So war es eben einfach geworden. Wir schliefen im selben Bett, duschen im selben Badezimmer, kochten gemeinsam und aßen gemeinsam. Rodrigo hatte mir ja sogar Platz in seinem Schrank gemacht, damit ich nicht ständig aus meinen Koffern leben musste. Es war nie eine Frage gewesen, ob ich bei ihm schlafen würde oder nicht, es war einfach so. Eine gemeinsame Wohnung zu suchen wäre jedoch etwas vollkommen Neues. Nicht, weil wir es nicht gewohnt waren so viel Zeit miteinander zu verbringen, sondern weil es ein ziemlich ernster Schritt in eine gemeinsame Zukunft war. Sehr wahrscheinlich würden die Medien sich über diese Story werfen wie die Alligatoren, um ehrlich zu sein wollte ich mein Privatleben aber weiterhin nur mit Rodrigo teilen, und nicht etwa mit der gesamten Welt. Das hatten Clyde und ich getan, und ich hatte es doch nie wirklich gemocht. Diese Beziehung ging nur Rodrigo und mich etwas an, und all die Menschen die etwas darüber wissen wollten, oder die sich ein Urteil bilden wollten, sollten sich ein eigenes Leben suchen. Ich war Schauspielerin, und kein Clown der tagtäglich vierundzwanzig Stunden damit beschäftigt war, die Welt zu unterhalten. Das wollte ich noch nicht einmal sein, denn ich brauchte meine Auszeit von all dem Rummel und all den Leuten. Lächelnd nickte ich und schob meine Hand wieder in seinen Nacken, strich ihm ein weiteres Mal sanft über seinen Haaransatz. Eine gemeinsame Wohnung klang toll. Ich nickte lediglich knapp, erwiderte den Kuss aber auch sogleich. Konnten wir das Packen nicht später tun, und jetzt einfach noch eine Weile hier sitzen bleiben? Sich bald nach einer Wohnung umzusehen, klang nach er würde das Angebot annehmen. Ich lächelnd und zog meinen Kopf etwas zurück, sah Rodrigo an. "Das heißt du versuchst es noch einmal mit deinem alten Manager und dem Tanzen?" Natürlich hieß das, dass er das Angebot annehmen würde. Lächelnd schlang ich meine Arme um ihn und küsste seinen Hals. Ich war glücklich, dass er sich doch dafür entschied. Es würde nichts ändern, nichts an unserer Beziehung und nichts an meinen Gefühlen. Ich würde ihn vermissen, keine Frage, jedoch würde ich nicht wieder Schluss machen. Das konnte ich nicht. Ich drehte mich erneut seufzend um, löste mich von Rodrigo und zog ihn vom Sofa hoch. "Los hilf mir bei dieser Tortur. Ich kann es immer noch nicht," danach konnten wir immer noch auf dem Sofa sitzen und darüber reden, was wir in unserer gemeinsamen Wohnung unbedingt haben wollten.

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Es war einfach nur amüsant, Hae-Sung beim Packen zuzusehen. Es war nicht so, als würde ich mich über sie lustig machen. Aber es war dennoch lustig, ihren verzweifelten Blick zu sehen und man konnte ihr förmlich ansehen, dass sie darauf keine Lust hatte. Ich lächelte leicht und ass mein Frühstück, während sie weiter packte. Es sah zwar nicht wirklich nach packen aus, sondern eher als würde sie ihre Kleider ausmisten. Ich hatte irgendwann mein Frühstück aufgegessen und liess mich zurück in das Sofa sinken. Jetzt war ich definitiv satt. Ich wusste nicht, was sie von meinem Angebot halten würde. Vielleicht fand sie es noch zu früh. Vielleicht wäre sie aber auch total begeistert davon. Sie hatte mir selber zugeredet, dass ich das Angebot annehmen sollte. Dann könnte ich nicht weiter in der Lehrerwohnung wohnen. Also konnten wir doch auch gleich zusammenziehen oder? Ich wusste noch nicht einmal, ob sie eine eigene Wohnung hatte. Sie war die letzten paar Wochen immer bei mir zuhause gewesen. Sie hatte sich richtig eingenistet und dennoch hatten wir nie darüber geredet. Es war einfach so passiert. Wir hatten nie offiziell darüber geredet und daher wusste ich auch nicht, was sie davon hielt. Sie drehte mich um und sah mich fragend an. Ich nickte leicht und lächelte sie an. War das nun eine gute Sache oder nicht? Sie sah ein bisschen überrascht aus von der Frage, daher konnte ich es nicht einschätzen, ob das jetzt positiv oder negativ war. Aber irgendwann wäre diese Frage sowieso gekommen oder etwa nicht? Wir waren nun auch schon eine Weile zusammen und wir verbrachten sowieso jede freie Minute miteinander. Sie stand auf und setzte sich neben mich. Gut. Das klang.. nicht ganz so überzeugt. Sie verbesserte dann aber ihre Wortwahl und als sie mich küsste, wusste ich, dass sie nichts dagegen hätte. Ich erwiderte den Kuss nur zu gerne und zog sie ein bisschen näher zu mir heran. Sanft löste ich mich wieder von ihr und strich ihr über die Wange. "Dann sollten wir uns aber vielleicht langsam ein bisschen umschauen", murmelte ich leise, aber küsste sie dann einfach wieder. Sie hatte selbst gesagt, dass ich das Angebot annehmen sollte. Und wenn ich die Stelle kündigen würde, müsste ich dann auch aus der Wohnung raus. Also sollten wir wirklich langsam anfangen, eine neue Wohnung zu suchen. Ich fand die Idee grossartig. Dann wären wir offiziell zusammen gezogen. Wir würden uns eine Wohnung suchen, die uns beiden gefiel und an der wir beide Freude hatten. Natürlich war meine jetzige Wohnung nicht schlecht gewesen. Aber es war dennoch etwas anderes, wenn man die Wohnung gemeinsam aussuchte und man sich gemeinsam freute, dort einzuziehen.

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[hat jemand Lust zu schreiben?:)]

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Packen gehörte wirklich nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Ich reiste gerne und viel, aber das bedeutete nicht das ich meine Zeit gerne damit verbrachte darüber nachzudenken was ich mitnehmen wollte, und was ich nicht gebrauchen konnte. Ebenso wenig wie ich meine Zeit damit verbringen wollte alles am letzten Tag wieder in meinen Koffer zu stopfen. Eigentlich sollte es verboten sein so viel Zeug mit sich herumzuschleppen, oder es sollte irgendetwas geben was es einfacher machte zu packen. Rodrigo hatte zwar gesagt, er könnte mir helfen, aber ich konnte wohl noch Koffer packen! Seufzend betrachtete ich meine Klamotten und schob sie etwas in meinem Koffer herum, bis es wenigstens annähernd so aussah als würde ich diesen gleich noch geschlossen bekommen. Das war das Gute daran, wenn man jemanden hatte, der für einen packte. Um ehrlich zu sein wusste ich nicht so wirklich, ob ich überhaupt im Stande dazu gewesen wäre all meine Sachen mit nach Australien zu nehmen, schließlich hatte ich alles in die Koffer packen müssen. Gut, ich hatte die Koffer nicht gepackt, weil man bereits gewusst hatte, dass ich es doch nicht schaffen würde ordentlich zu sein. Es war ja noch nicht einmal wirklich ein Problem für mich Ordnung zu halten - Ordnung halten war für mich einfach, aber Koffer waren etwas ganz anderes. Und eigentlich sollte man fast schon denken man wurde mit der Zeit besser darin, also entweder hatte ich wirklich nie Lust darauf oder aber es war für mich wie das Tanzen und Singen. Ich lernte es nie, weil ich einfach nicht gut darin war. Mittlerweile tanzte ich zwar gerne, aber Choreografien waren immer noch nichts für mich. Ich wollte mir noch nicht einmal Gedanken darüber machen müssen, wie ich dabei aussah. Ich tat es einfach nur gerne, weil es Spaß machte, und das hatte mir Rodrigo und unser Brasilienaufenthalt erst so richtig gezeigt. Fragend hob ich den Blick und drehte mich etwas. "Du meinst..?" Fragte er mich gerade wirklich, ob wir zusammenziehen wollten? Wenn er das Angebot annahm, konnte er nicht weiterhin an der TAFE wohnen, und ich könnte nicht weiterhin einfach bei ihm schlafen. Genau das tat ich nämlich nun schon die ganze Zeit, also eigentlich waren wir schon zusammengezogen. Dieses Mal aber wäre es offiziell. Ich lächelte bis über beide Ohren und nickte. "Gemeinsame Wohnung klingt gut," schmunzelnd schob ich mich vom Boden hoch und ließ mich neben ihm aufs Sofa sinken. "Gemeinsame Wohnung klingt toll," besserte ich mich selbst aus und legte meine Lippen auf seine. Ja gemeinsame Wohnung klang wirklich toll. Wir wohnten zwar ohnehin schon zusammen, aber somit wäre es offiziell, und offiziell war immer besser. Und um ehrlich zu sein mochte ich diesen Gedanken einfach viel zu sehr.

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Rodrigo da Moura Brandão
Ich hatte es gehasst, als ich mir das Bein gebrochen hatte. Ich war ziemlich eingeschränkt gewesen. Ich hatte nicht so trainieren könne, wie ich es gewollt hatte un ich hatte gar nicht laufen gehen können. Es war komisch, wenn man sich nicht so bewegen konnte, wie man wollte. Ich betrieb gerne Sport, auch einfach nur schon um mein Energie zu nutzen. Ansonsten würde ich nur noch übermütig werden und als ich dann das Bein gebrochen hatte, war es wirklich nervig gewesen. Am schlimmsten war es im Krankenhaus gewesen. Ich war den ganzen Tag nur da gelegen und hatte mich keinen Millimeter bewegt. Zum Glück war aber dieses ganze Theater nun vorbei. Ich würde mich selbst ohrfeigen, wenn ich mir noch etwas brechen würde. Ich wollte nicht wieder so eingeschränkt sein. Ich würde nur übermütig werden und damit würde ich Hae-Sung nur noch nerven. Darum hatte ich mich auch nicht an die Anweisungen vom Arzt gehalten. Ich wusste, dass diese wussten, was sie sagten und dass auch wahres dran war. Aber ich hatte ja irgendwie meine überschüssige Energie irgendwie los werden müssen. Wäre das in Brasilien passiert, hätte ich gar nicht das Geld gehabt, um zum Arzt zu gehen. In den Slums versuchte man zu überleben. Wenn man sich irgendwie verletzte oder krank wurde, dann hoffte man einfach, dass es vorbeigehen würde und man wieder gesund würde. Man hatte kein Geld um zum Arzt zu gehen. So etwas wie ein Solidaritätsprinzip gab es in Brasilien nicht. Da dominierten die Reichen und die Mafia. Was sie sagten, wurde auch so umgesetzt. Ich war beruhigt, als sie meinte, dass es nicht nochmal passieren würde. Ich hoffte das wirklich, denn es war wirklich heftig gewesen, als sie einfach so zusammen geklappt war. Sie wusste vermutlich gar nicht, was für eine Todesangst ich gehabt hatte. Ich hatte Angst gehabt, dass ich die Person, die mir am meisten bedeutete in meinem Leben, verlieren könnte. Es wäre unerträglich gewesen und ich könnte mir das gar nicht einmal vorstellen. Ich fand es süss, wenn sie die Augen verdrehte. Es wirkte so unschuldig, obwohl sie das nicht wirklich war. Ich lächelte sie an. "Das stimmt", stimmte ich ihr zu und lächelte sie an. Ich gab ihr noch einen Kuss und ging dann nach unten, um mir mein wohlverdientes Frühstück zu holen. Ich belud meinem Teller mit allem, was ich mochte und ging dann nach oben. Ich trat in das Zimmer ein und sah Hae-Sung auf dem Boden sitzen. Ich lachte leise los, als ich sah, wie sie ihre Kleider eins nach dem anderen auf einen Stapel war. Der Stapel wuchs aus ihrem Koffer hinaus und wurde immer grösser. Sie packte wirkte katastrophal. Ich setzte mich hin auf das Sofa und fing an zu essen, während ich dem Spektakel von Hae-Sung zusah. Ich war eher der ordentliche Typ, was das Packen anging. Am Schluss kam es eh fast auf das gleiche hinaus. Ob man sich nun Mühe gab, jedes Kleidungsstück sorgsam zusammenzulegen oder man alles hineinwarf und danach damit kämpfte die Koffer zu zu bringen. Da spielte es wohl wirklich keine Rolle mehr. Es war jedoch sehr amüsant zuzuschauen. Vor allem sah man sehr gut, wie Hae-Sung total keine Lust hätte. "Was hältst du davon, dass wir uns eine gemeinsame Wohnung suchen? Wenn ich das Angebot annehme, kann ich dort sowieso nicht länger wohnen. Und es würde mir gefallen, wenn wir wirklich richtig zusammen wohnen würden", meinte ich und lächelte sie an. Eigentlich hatten wir das jetzt schon getan. Sie hatte bei mir übernachtet, bei mir geduscht und alles. Aber dennoch war sie nie richtig bei mir eingezogen. Und falls ich das Angebot wirklich annehmen würde, bräuchten wir sowieso eine neue Wohnung. Ich schob mir einen weiteren Bissen von dem Pfannkuchen in den Mund und sah sie fragend an. Ich wusste ja nicht, aber vielleicht wollte sie das noch nicht machen und fand es zu früh? Ich wusste es nicht.

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HAE-SUNG Rian Kang
Mit gebrochenen Beinen war man eingeschränkt. Davon konnte Rodrigo wohl ein Lied singen, schließlich hatte er ein gebrochenes Bein erst hinter sich gebracht, und ich war mir ziemlich sicher dass das Schlimmste für ihn gewesen war, nicht so trainieren zu können wie er es gewollt hatte. Er war eingeschränkt gewesen, weil er sich das Bein gebrochen hatte, war aber trotzdem ins Fitnesstudio gegangen um sich fit zu halten. Trotz der Tatsache, dass der Arzt ihm wahrscheinlich Ruhe vorgeschrieben hatte. Rodrigo ließ sich aber sowieso nichts sagen; noch nicht einmal von mir, und ich meinte es immer nur gut mit ihm. Das Schlimmste, würde ich mir jedoch ein Bein brechen, wäre wohl etwas ganz Anderes. Er hatte sich das Bein gebrochen, als wir nicht zusammen gewesen waren, und ich hatte ihm nichts vorschreiben können. Würde ich mir jedoch jetzt ein Bein brechen, war ich mir ziemlich sicher das Rodrigo alles tun würde um mich ruhig zu stellen. Ich musste schließlich tun was die Ärzte sagten, er aber nicht. Das war etwas, was ich nicht wirklich verstand. Was gab ihm das Recht einfach zu überhören was jemand, der wirklich Ahnung hatte, ihm sagte - ich aber durfte genau das Gleiche nicht tun? Möglicherweise würde ich ihn in diesem Fall nie verstehen, aber dass musste ich noch nicht einmal. Dafür verstand ich ihn sonst sehr viel besser, als sonst irgendeinen Menschen. Schmunzelnd nickte ich. Ich würde mir kein Bein brechen, und auch keinen Arm. Zumindest war das wirklich nicht der Plan, mein Leben verlief aber sowieso nie nach Plan. "Es passiert nicht noch einmal, versprochen," beruhigte ich Rodrigo lächelnd. Ich würde mich nie wieder so weit runterhungern, dass ich von nur ein paar Schlücken Alkohol und etwas Bewegung umfiel. Ich würde nie mehr wieder die Worte anderer dafür sorgen lassen, dass ich mich schlecht fühlte. Zumindest nicht dabei, denn ich war nicht hässlich und ich war nicht dick. Und ich musste mich nicht selbst für etwas bestrafen, dass ich sowieso niemals ändern könnte. Mein Leben war chaotisch, und damit musste ich zu leben lernen. Vielleicht würde es sich irgendwann verändern, im Moment jedoch war es nun einmal so, und im Moment lebte ich einfach damit. Denn ich wollte leben, und nicht schneller im Grab landen und das nur weil Menschen sagten, ich musste dünn und wunderschön aussehen. Es ging mir nicht mehr um die Menschen, sondern darum das ich mir gefiel. Und das ich Rodrigo gefiel, und das tat ich nun einmal. Er hatte schon früher gesagt ein paar Kilo mehr auf den Hüften würde mir nicht schaden; es würde mich nur noch attraktiver machen. "Du musst nicht noch einmal warten," dafür würde ich sorgen. Als Erstes würde ich aber wohl wirklich alle Krankenhäuser wissen lassen, dass er ins Zimmer konnte, sollte jemals etwas passieren. Wenn notwendig, gab ich ihn sogar als Notfallkontakt an. Seine Bedenken dass ich nun aber keinen Hunger hatte, verstand ich fast schon. Er wollte nicht, dass ich wieder in alte Muster verfiel, genau das tat ich jedoch auch nicht. Ich verfiel nicht in alte Muster. Ich hatte einfach nur noch keinen Hunger. Amüsiert verdrehte ich die Augen. Jetzt dachte er ich hätte kein Selbstbewusstsein, weil ich eingestand das ich nun einmal sehr viel nicht sonderlich gut kann? "Ich weiß das ich Dinge gut kann, Rodrigo," amüsiert strich ich ihm über die Wange. "Das heißt aber nicht das es nicht auch Dinge gibt, die ich besonders schlecht kann," sagte ich. Dazu gehörte nun einmal auch das Koffer packen. Am Ende schaffte ich es ja doch immer, einfach war es aber nicht. Außerdem landete letzten Endes doch sowieso der größte Teil der Wäsche im Wäschekorb, weshalb sollte ich mir dann noch die Arbeit machen alles schön ordentlich zu falten? Es wäre einfacher, aber für mich übertrieben. Wen interessierte es schon ob ich in meinen Koffer alles einfach nur stopfte, oder ob ich allen Ernstes sorgfältig alles einpackte so gut ich konnte. Er würde sich also einfach nur etwas hoch holen und hier essen. Ich mochte es, wenn er jede freie Sekunde mit mir verbringen wollte. Selbst wenn er Hunger hatte und sich dafür etwas zu Essen holen musste, und das nur um mir Gesellschaft zu leisten. "Okay," erwiderte ich leise und sah ihm noch nach, als er auch schon aus dem Zimmer verschwand um sich etwas zu Essen zu holen. Verhungern würde er nicht. Dafür aß er aber immer ziemlich viel. Amüsiert ließ ich mich auf den Boden sinken und zog eine einfache Jogginghose und einen dünnen Pullover an, ehe ich wirklich damit begann sämtliche Klamotten auf einen Haufen im Koffer zu werfen. Ich würde es schon irgendwie schaffen alles unterzubringen. Dazu brauchte ich keine Hilfe.

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Rodrigo da Moura Brandão
Jeder Mensch hatte Personen oder Sachen gegen die er ankämpfen musste. Bei Hae-Sung schien es aber so, als würde eins nach dem anderen folgen. Kaum hatte sie gegen eine Person erfolgreich angekämpft, folgte auch schon die nächste. Das war wirklich nicht immer leicht. Dafür hatte sie wahrscheinlich eine bessere Kindheit gehabt wie ich. Ich wusste, dass sie immer auf das Geld hatten schauen müssen. Sie hatten aber wenigstens Geld gehabt. Wir haben unser Geld grössenteils gleich wieder ausgegeben. Und nachdem meine Mutter gestorben war, war es mit Sergio nur noch bergab gegangen. Es war so weit gegangen, dass ich ihn nicht mehr als Vater sah. Er war mein Erzeuger. Mehr nicht. Ich würde ihm nie verzeihen, dass er mich in den Slums hatte festhalten wollen und das nur weil er zu selbstsüchtig war. Wenn das die Medien wüssten, würden sie auch nicht über mich schreiben, dass ich gewalttätig sei. Denn dann würde Sergio dran kommen. Aber was brachte das nach all den Jahren noch? Ich redete nicht gerne darüber und es würde vermutlich sowieso nichts bringen. Also wieso sollte man das alles wieder auffrischen? Es gab nun wirklich Dinge, die mussten die Medien nicht wissen. Die hatten das zwar absolut nicht gerne und sie taten alles, um die grössten Geheimnisse herauszufinden. Dies würden sie aber nicht herausfinden. Es wusste nur Sergio, Hae-Sung und ich. Sergio würde es sowieso nur auf seine Weise erzählen, die total unglaubwürdig wäre. Er würde es so darstellen, dass ich der schlechte hier wäre. Hae-Sung vertraute ich. Sie würde das nicht einfach so in den Medien erzählen. Sie dachte vielleicht, dass ich das alles verarbeitet hatte. Das war nicht immer der Fall. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass mich die Vergangenheit einholte. Zum Glück hatte ich nur selten Alpträume und bis jetzt hatte es sich immer so getroffen, dass dann Hae-Sung nicht da gewesen war. Ich wollte sie nicht damit belasten. Sie hatte andere, wichtigere Dinge, um die sich kümmern muss. Das ganze lag schon mehrere Jahre zurück und es war schon anstrengend genug gewesen, darüber zu denken. Doch vergessen könnte ich es nie, da auch die Narben nie verschwinden würden. "Das finde ich gut. Sonst wärst du nur noch irgendwie eingeschränkt", meinte ich grinsend und zwinkerte ihr zu, wobei ich ihr einen Klapser auf den Hintern gab. Sie wusste genau, was ich damit meinte. Ja, wir waren beide ein kleines bisschen versaut. Aber für wen spielte das eine Rolle? Unser Sexleben war mehr als ausgefüllt und uns musste es passen - und das tat es total. Ich seufzte leise und strich über ihre Handfläche. "Das hoffe ich. Das Warten war unerträglich gewesen", murmelte ich leise und sah sie an. Ich war fast verrückt auf dem Gang geworden. Ich hatte da einfach nur sitzen oder auf und ab laufen können, während ich darauf gewartet hatte, dass ich endlich zu Hae-Sung könnte. Ich hatte noch nicht einmal schlafen wollen, weil ich keine Ahnung gehabt hatte, was mit ihr los war. Zu sehr hatte es mich bedrückt. "Okay", sagte ich beruhigt, als sie meinte, dass sie später noch etwas essen würde. Ich wollte nicht den Polizist spielen. Alles was ich wollte, war, dass sie gesund war. Ich könnte es nicht ertragen sie zu verlieren. Sie kletterte von meinem Schoss und ich stand ebenfalls langsam auf. "Das stimmt gar nicht. Hey, ein bisschen mehr Selbstbewusstsein", sagte ich leicht lächelnd und knuffte ihr in die Seite. "Denk daran, was du alles gut kannst. Das hast du vorgestern erst gerade selbst bewiesen", sagte ich zu ihr. Und das war auch so. Wenn man nur immer an das negative dachte, dann sah man irgendwann auch nur noch das negative. Ich seufzte leise und nickte leicht, musste dann aber auch wieder lachen. "Nein, verhungern würde ich schon nicht. Aber ich hole mir etwas zu essen und dann komme ich wieder hoch", klärte ich sie auf. Dann wurde ich auch schon zu ihr gezogen und sanft erwiderte ich den Kuss. Als er geendet hatte, legte ich meine Lippen noch einmal kurz auf ihre. Ich konnte davon einfach nicht genug kriegen. "Bin gleich wieder da", murmelte ich an ihren Lippen, löste mich dann und machte mich auf den Weg nach unten. Kurz bevor ich aus dem Zimmer ging, drehte ich mich nochmal und lächelte ihr zu. Danach ging ich nach unten, holte mir etwas zu frühstück und begab mich mit dem überladenen Teller wieder nach oben.

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HAE-SUNG Rian Kang
Mein gesamtes Leben bestand aus einem ewigen Kampf. Anfangs hatte ich es einfach hingenommen und gedacht, dass ich damit leben konnte. Ich hatte meine Mutter gehabt, die immer für mich dagewesen war, und die alles für mich gegeben hatte. Sie war es gewesen, die auf mich aufgepasst hatte, vor allem aber war sie es gewesen die mir gesagt hatte ich solle meine Träume verfolgen und niemals aus den Augen lassen. Sie war der Grund, weshalb ich nun hier saß und nicht etwa in London Fenster putzte, Böden schrubbte oder einfach nur Tische abräumte. Vielleicht hätte ich es auch als Verkäuferin geschafft, schließlich hatte ich einen Schulabschluss und nicht zwingend schlechte Noten. Meine Mutter aber war es gewesen, die mir gesagt hatte ich solle es wagen zu träumen. Sie war es gewesen, die mir gesagt hatte, ich solle darum kämpfen ein besseres Leben führen zu können, und Dinge tun zu können die sie niemals tun hätte können. Ich vermisste sie, und wünschte mir jeden Tag aufs Neue sie könnte mir dabei zusehen wie ich meine Träume erreichte, aber das ging nicht. Sie war nicht mehr hier, und ich hatte fast schon den Verdacht das Mr. Blake sie absicht so sehr getrieben hatte. Er hatte ständig Dinge von mir verlangt, hatte ständig gesagt ich müsste mehr und mehr und mehr können, und letzten Endes war es meine Mutter gewesen die darunter gelitten hatte. Er war schuld daran, dass ich meine Mutter nicht bei meiner Hochzeit dabei haben könnte. Er war schuld daran, dass ich meiner Mutter niemals ihre Enkelkinder vorstellen könnte, sollte ich jemals welche haben. Und er war der Grund dafür, weshalb ich nicht bei meiner Mutter hatte sein können, als sie friedlich eingeschlafen war, wohlwissend das ich es geschafft hatte wenigstens einen kleinen Teil meines Traumes zu verwirklichen. Wahrscheinlich hatte sie sogar Radio gehört, im Wissen das ihre Tochter es geschafft hatte. Mein ganzes Leben lang hatte ich nun schon gekämpft, und selbst jetzt hatte ich noch Dinge für die ich kämpfen wollte. Völlig gesund zu werden. Die Welt ein klein wenig verändern. Den Menschen zu zeigen, dass es in Ordnung war zu träumen. Rodrigo für den Rest meines Lebens an meiner Seite zu haben. Ich hatte noch so viel, wofür ich kämpfen wollte, und wahrscheinlich gab es nichts was mich jemals davon abhalten würde. Nicht Clyde und kein Mr. Blake. Kein heimtückischer Vater der dachte er müsse seinem Sohn das Leben zerstören, obwohl er das schon mit seiner Kindheit getan hatte. Manchmal vergaß ich, wie schwer Rodrigo es in seinem Leben gehabt hatte. Er ließ es sich noch nicht einmal anmerken, oder aber er hatte einfach nicht wirklich damit zu kämpfen. Es war so, es war die Vergangenheit - mehr aber auch nicht. Der Vergangenheit konnte man entfliehen, so wie ich es mit meiner eigenen Dummheit und Naivität getan hatte. Es hatte lange genug gedauert, aber letzten Endes war ich nun einmal so weit gekommen weil es Rodrigo gegeben hatte, der mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hatte. Er hatte es nicht extra gemacht - glaubte er etwa, dass ich das dachte? Schmunzelnd schmiegte ich meine Wange in seine Hand und zuckte die Schultern. Ich hatte nicht geglaubt, dass er sich das Bein extra gebrochen hatte. "Ich verzichte auf gebrochene Beine. Oder Arme," lachte ich. So hatte ich das Ganze doch gar nicht gemeint. Es war schlimm gewesen, dass er sich das Bein gebrochen hatte, aber nicht so schlimm wie irgendetwas anderes was passieren hätte können. Ich nickte sanft. "Ich lass die Krankenhäuser auch wissen, dass sie dich reinlassen dürfen sollte irgendwann einmal etwas passieren," ich wollte nicht das er wieder völlig aufgeregt im Wartezimmer platz nehmen müsste, nur weil niemand wusste ob er wirklich hinein durfte oder nicht doch ein Verrückter war. Es war gut, dass sie so streng waren, aber in diesem Fall dann doch einfach nur übertrieben. Er war es doch gewesen, der mich ins Krankenhaus gebracht hatte. Und man hatte eindeutig gesehen, dass er sich nicht einfach nur so Sorgen gemacht hatte. Lächelnd nickte ich. Dachte er etwa, ich verfiel in alte Muster, nur weil ich ein Mal nicht sofort essen wollte? "Wirklich. Ich esse später noch, versprochen," ich wollte gesund werden. Und dafür musste ich essen, und meine Gedanken vergessen. Und Rodrigo half mir dabei jeden Tag. Ich lachte auf und sah zu den Koffern, kletterte langsam wieder von seinem Schoß. "Es gibt eben verdammt viele Dinge in denen ich nicht gut bin," antwortete ich und zuckte die Schultern. Singen. Tanzen. Koffer packen. Es gab wirklich verdammt viele Dinge, in denen ich lausig war. Ich zog ihn schmunzelnd mit mir zurück in Richtung der Koffer. "Du kannst dir auch etwas aufs Zimmer holen und mir zusehen. Du verhungerst wahrscheinlich noch, wenn du mir helfen musst und nicht bald was zu Essen bekommst," wir wollten schließlich nicht das er hier noch verhungerte, und das nur weil ich noch keinen Hunger hatte. Ich ließ mich wieder auf die Bettkante sinken, zog Rodrigo zu mir und legte meine Lippen sanft auf seine. Er konnte sich auch einfach Essen aufs Zimmer holen. Meinetwegen konnte er aber auch unten essen, und musste nicht etwa auf mich warten oder mir helfen. Ich konnte das hier. Ich würde es schon schaffen die Sachen in unsere Koffer zu stopfen. Anziehen musste ich mich doch sowieso auch noch.

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Rodrigo da Moura Brandão
Hae-Sung hatte viel durchgemacht, seit sie an die TAFE gekommen. Zuerst hatte sie gegen mich angekämpft. Ich wusste noch, wie sie mit allen Mitteln gegen mich angekämpft hatte und ich war sogar noch darauf eingestiegen. Ich hatte mich auf dieses ganze Spiel mit ihr eingelassen. Andererseits wären wir vermutlich nun auch nicht hier, wenn ich mich nicht darauf eingelassen hatte. Ich hatte ihr geholfen die Schritte beizubringen und dennoch hatte insgeheim gegen mich weiter gekämpft. Sie hatte sogar ein Video von mir, wie ich tanzte, in die Medien geschickt. Doch all das war Geschichte. Doch kaum hatte sie aufgehört gegen mich anzukämpfen, hatte sie mit Mr. Blake zu kämpfen gehabt. Er war ein Arschloch, der sie nur ausgenutzt hatte. Dieser Manager hatte aber auch nie einen wirklich hervorragenden Ruf gehabt. Er hatte eher einen berüchtigten Ruf gehabt und die meisten hatten gewusst, dass man sich besser nicht mit ihm einliess. Als dann auch diese Fehde beendet gewesen war, war ich nach Amerika gegangen und sie hatte sich um ihre Karriere gekümmert. Da war sie mit Clyde zusammen gewesen. Ich war wieder zurück gekehrt und damit war auch alles wieder drunter und drüber gewesen. Dann hatte sie sich noch gegen Clyde für ihr Verhalten rechtfertigen müssen, obwohl es mir schien, als hätte der es immer noch nicht kapiert. Es spielte aber auch keine Rolle. Hae-Sung war an meiner Seite und so schnell würde sich das nicht ändern. Das würde sich auch nicht ändern, wenn ich das Angebot annehmen würde. Ich hob meinen Kopf, als sie von damals fing an zu sprechen, als ich mein Bein gebrochen hatte. "Das ist ja schon ewig her", erwiderte ich leise lachend und sah sie an. Wie kam sie denn nun auf dieses Thema? Sie liess ihre Finger über einen Hals gleiten und ich erwartete darauf, dass sie weiter sprach. Sie hatte mir nie erzählt, wieso sie damals ins Krankenhaus gekommen war. Sie und Clyde waren damals das Pärchen gewesen und jedes ihrer Bilder hatte meine Eifersucht von neuen aufflammen lassen. Ich musste leise lachen, als in mir wieder die Erinnerung aufkam, wie sie in dem übergrossen Teddybären in mein Zimmer gewartet war. Der Teddy war grösser als sie gewesen und zuerst hatte ich damals wirklich nicht gewusst, wer das sein könnte. Ich legte sanft meine Hand an ihre Wage und lächelte sie beruhigend an. "Ich habe das ja nicht extra gemacht", meinte ich und lächelte sie beruhigend an. "Ich werde das ganze sicher nicht einfach wieder so machen", meinte ich und grinste sie an. Ich lachte dann leise auf. Ich hatte mir also nur das Bein gebrochen? Das war ja ein Klacks. "Brich du dir zuerst einmal das Bein, dann kann ich dann auch sagen, ist ja nur ein Beinbruch", witzelte ich und grinste sie an. Aber ich wusste, wie sie sich gefühlt haben musste. Mein Herz war stehen geblieben in dieser Minute, als sie plötzlich an der Party zusammen geklappt war. Als ich dann noch die Worte von dem Arzt gehört hatte, waren meine Ängste nur noch schlimmer geworden. Sie war wirklich nahe dran gewesen, ihr eigenes Grab zu schaufeln. "Aber du darfst mich auch nie wieder so erschrecken", murmelte ich leise und gab ihr einen sanften Kuss. Ich könnte so einen Schock nicht einfach nochmal so ertragen. Ich hatte Stunden auf sie gewartet, wobei ich keine Ahnung gehabt hatte, was los war. Ich hatte bei ihr ja keine Auskunft bekommen, was denn nun mit ihr los war. Sie lehnte ab und ich hob fragend eine Augenbraue. Sie verzichtete aber hoffentlich nicht auf das Essen, weil sie sich dick fühlte oder so? "Wirklich?", hackte ich nach und sah sie an. "Ich kann mir sonst auch etwas aufs Zimmer holen", schlug ich vor und lächelte sie an. "Oder ich kann dir beim Packen hilfen. Das ist nicht gerade dein Ding", meinte ich lachend und grinste sie an. Darin war sie wirklich nicht gerade ein Talent. Es sah mehr aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen, als dass sie wirklich gepackt hatte. Ich nahm ihre Hand und fing mit den Fingern an zu spielen. "Wähle du aus, was dir am besten passt", sagte ich breit grinsend und küsste jede ihrer einzelnen Fingerspitzen.

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HAE-SUNG Rian Kang
Ich hatte nie eine wirkliche Beziehung geführt, als ich noch unter Mr. Blakes Fuchtel gestanden hatte. Er hatte so ziemlich jeden Aspekt meines Lebens bestimmt, hatte gesagt wann ich mit wem ausgehen musste, und mit wem die Paparazzi mich intim sehen mussten, um weiterhin attraktiv für die Medien zu sein. Er hatte es mir gelernt, mit den Medien zu spielen, und ich war ihm beinahe schon dankbar dafür all diese Dinge gelernt zu haben, die ich sonst wohl niemals verstanden hätte. Ich hatte ihn Jahrelang beobachtet, hatte mir seine Tricks abgesehen und konnte sie selbst ebenso gut benutzen, wie sonst kein anderer - deshalb war ich ihn los geworden, denn hätte ich mich einfach nur im Stillen von ihm und seinem Management getrennt, wäre ich wohl heute nicht hier sondern müsste irgendwo Tische abräumen. Mr. Blake hatte mich an die TAFE geschickt, weil er gedacht hatte mich somit abschreiben zu können. Er hatte gedacht, ich würde nach einer Weile einfach Ruhe geben, hatte gedacht ich wäre irgendwann nicht mehr interessant für diese Leute - geschweige denn interessant genug um überhaupt noch irgendwelche Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Genau das wäre jedoch auch passiert, schließlich hatte er mich in einer Branche eingesetzt in der ich nicht einmal sein hatte wollen. Ich hatte keine Sängerin sein wollen, hatte nicht Teil eines Girlgroup sein wollen - ich konnte mir ja noch nicht einmal eine einfache Choreografie merken, da ich die Schritte doch jedes Mal durcheinander brachte. Ich hatte jedoch noch nicht einmal an den Proben teilgenommen, hatte nie wirklich Interesse daran gezeigt etwas zu tun, und das alles nur weil Mr. Blake mir eine Rolle zugeteilt hatte, die mir entsprechen hatte sollen. Letztens aber hatte ich dieser Rolle entsprechen sollen, und nicht anders. Er hatte mich zu seiner Puppe gemacht, und ich war so dumm gewesen es zu akzeptieren; nur weil meine Mutter gestorben war, und er mit der einzige Erwachsene in meinem Leben gewesen war, der sich um mich gekümmert hatte. Er war zu keinem Ersatzvater geworden, jedoch hatte er immer dafür gesorgt das es mir gut ging. Bis ich nicht mehr interessant genug gewesen war, und er mich einfach hatte austauschen wollen. Wahrscheinlich saß Mr. Blake nun in London und kratzte sich die Augen aus, weil er so dumm gewesen war mich hier her zu schicken und dann doch einfach gehen zu lassen. Er hätte wissen müssen, dass ich mehr Talent im Schauspielern hatte, schließlich war er tagtäglich Teil meiner Show gewesen. Es war fast schon eine Genugtuung zu wissen, dass ich es Mr. Blake und all den Menschen die gedacht hatten ich würde es doch ohnehin niemals schaffen, gezeigt hatte. Das mein Leben nach Mr. Blake aber nicht zwingend einfacher werden würde, war nicht der Plan gewesen. Ich hatte nicht vorgehabt mit Rodrigo zu schlafen, oder Gefühle für ihn zu entwickeln. Ich hatte nie vorgehabt etwas mit meinem Lehrer anzufangen, und ihm letzten Endes doch das Herz zu brechen weil ich noch nicht einmal eine Woche ohne ihn überstand. Ich hatte nicht geplant gehabt, dass ich Clyde beim Dreh wiedertreffen würde, und möglicherweise Gefühle für ihn entwickelte, die selbst heute nicht ansatzweise an das rankamen was ich schon damals für Rodrigo gefühlt hatte. Aber so war es nun einmal geworden, und dann war es doch alles nicht mehr ganz so verlaufen wie ich gedacht hatte, dass es werden würde. Rodrigo war zurückgekehrt, und mit ihm waren da all diese Gefühle gewesen die ich nicht einfach hatte verdrängen können. Die ich nicht verdrängen hatte wollen. "Weißt du noch, als ich dich im Krankenhaus besucht habe?" Woher dieser plötzliche Themenwechsel kam, wusste ich nicht. Ich hatte ihm aber wohl nie gesagt, woher ich gewusst hatte das er im Krankenhaus war, geschweige denn weshalb ich gekommen war. Er konnte es sich denken, aber erzählt hatte ich es ihm nie. Sanft ließ ich meine Finger seinen Hals streifen, ehe betrachtete ihn. "Mirabell hat mir an dem Tag eine SMS geschrieben, dass du anscheinend ins Krankenhaus eingeliefert wurdest. Ich war damals gerade am Weg nachhause. Du glaubst mir nicht wie schnell ich dem Fahrer gesagt habe er soll zum Krankenhaus," ich schmunzelte etwas. "Gegenüber vom Krankenhaus war ein Spielzeugladen. Ich wusste nicht wirklich ob du mich überhaupt sehen wolltest, deshalb habe ich diesen übergroßen Teddy gekauft und dann in deinem Zimmer gewartet," ich lachte etwas auf und beugte mich zu ihm hinunter, legte meine Lippen auch schon wieder auf die seinen. Ich hatte ernsthaft gedacht, er hätte sich wirklich verletzt. Mirabell hatte nicht gesagt das er sich nur das Bein gebrochen hatte, und die SMS hatte sehr viel dramatischer geklungen als es eigentlich abgelaufen war, aber damals hatte ich wirklich panische Angst das Rodrigo etwas ernsthaftes passiert war. "Das kannst du nie wieder tun. Ich habe einen halben Herzinfarkt bekommen, weil ich dachte dir ist etwas Schlimmes passiert. Mirabell hat nicht gesagt das du dir nur das Bein gebrochen hast," nun lachte ich doch wieder etwas und schüttelte den Kopf. Es war fast schon peinlich darüber nachzudenken wie sehr ich mir Gedanken gemacht hatte, bis er aufgewacht war. Und das, obwohl ich zu dieser Zeit mit Clyde zusammen gewesen war. Seufzend lehnte ich mich etwas zurück und betrachtete ihn. Natürlich hatte er schon wieder Hunger und fragte nach Frühstück. Dieses Mal aber schüttelte ich knapp den Kopf. "Ich esse später. Du kannst schon vorgehen, sonst verhungerst du hier noch," oder aber er bestellte sich etwas hier hoch und sah mir dabei zu wie ich die Koffer mit den Klamotten vollstopfte, weil ich das Koffer packen bis heute nicht wirklich gelernt hatte. Und das, obwohl ich verdammt oft aus einem Koffer lebte.

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Rodrigo da Moura Brandão
Ich verstand echt, wieso sie Clyde nun verteidigte. Er hatte sie auch nicht verteidigt, als die Medien über sie hergezogen waren! Nein, er hatte sie sogar noch unterstützt und sie dazu angeregt weiter zu machen. Und nun redete sie davon, dass er nur hatte helfen wollen und dass sie mal Freunde gewesen waren? Irgendwie kaufte ich das ganze einfach nicht ab. Ich war einfach zu misstrauisch dazu. Zuerst tat er so, als würde er sie hassen und dann sorgte er sich plötzlich wieder um sie? Gott bitte, er sollte sich mal wirklich für eine Variante entscheiden. Er benahm sich ja schlimmer wie eine Frau bei der Kleiderwahl. Dennoch verstand ich nun auch das Verhalten von Hae-Sung gerade nicht. Gestern hatte sie noch total anders über Clyde geredet. Sie hatte gesagt, dass sie es sich momentan nicht vorstellen könnte, ein Film mit ihm zu drehen. Nun redete sie so von ihm, als wären sie bereits wieder die besten Freunde. Sie sah mich mit zusammengezogenen Augenbrauen an und lachte dann auf, während ich sie leicht irritiert ansah. Ich zuckte leicht die Schultern und sah sie an. Man fragte ja nur. Ich könnte es mir ehrlich gesagt schon noch ein bisschen vorstellen, dass sie mit einem Problem zuerst zu Clyde gehen würde, als mit mir darüber zu reden. Vor allem wenn es um unsere Beziehung ging. Das Dumme daran war nur, dass Clyde alles daran setzen würde, damit er unsere Beziehung zerstören könnte. Also würde er ihr auch keinen objektiven Rat geben, sondern nur seinen eigenen subjektiven Rat. Man könnte es gar nicht ernst nehmen, weil er immer noch wütend auf mich war. Er war wütend auf mich, weil ich wieder zurückgekommen war und ihm somit Hae-Sung wieder entrissen hatte. Schlussendlich aber hatte Hae-Sung diese Entscheidung immer noch selbst getroffen. Ich hatte sie weder dazu gezwungen noch dazu überredet. Sie hatte diese Entscheidung aus freien Stücken gefällt. Ich nickte bei ihren Worten leicht. Der zweite Film würde ihrer Karriere noch einmal grossen Aufschwung ermöglichen und das war auch gut so, da sie momentan so richtig am durchstarten war. Ich seufzte leise und sah sie an. "Ja, da hast du Recht. Aber ihr müsst euch auch nicht gegenseitig gleich mit offenen Armen empfangen", meinte ich immer noch ein bisschen skeptisch und sah sie an. Dennoch wollte ich nicht unbedingt weiter über Clyde reden. Lieber genoss ich noch ein bisschen unsere gemeinsame Zeit. Ich lachte leise, als sie meinte, dass das ein Stimmungskiller gewesen sei. Ich strich ihr sanft über die Wange. "Na ja, wir könnten es auch hinausschieben, aber ich möchte nicht, dass wir nachher Stress haben", sagte ich und lächelte sie an. Wenn wir gepackt hatten, könnten wir immer noch ein bisschen die Zeit zusammen geniessen. Vielleicht sollten wir aber auch vor dem Packen noch frühstücken gehen. Ich war schon eine Weile wach und hatte noch nichts gegessen. Ich wusste ja nicht, wie sie das sah, aber ich hatte langsam Hunger. "Oder möchtest du zuerst frühstücken gehen?", schlug ich daher vor und sah sie an. Wir hatten immer noch ein bisschen Zeit, bis wir uns auf den Weg machen müssten.

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HAE-SUNG Rian Kang
Clyde zu verteidigen, war möglicherweise nicht angebracht. Er war es immerhin gewesen, der die letzten Wochen schlecht über mich gesprochen hatte, und das obwohl ich wirklich nicht vorgehabt hatte, ihm das Herz zu brechen. Ich hatte nie vorgehabt ihn auch nur irgendwie zu verletzen, aber so war es nun einmal abgelaufen, und er hatte jedes Recht gehabt wütend zu sein. Das hatte ihm jedoch noch lange nicht das Recht gegeben mich fertig zu machen, und mir das Gefühl zu geben als wäre ich der schlimmste Mensch dieser Welt, denn das war ich nicht. Ich war kein schlechter Mensch. Nicht, weil ich meinem Herzen gefolgt war und mich für Rodrigo entschieden hatte, und nicht weil ich mir Mühe gab was meine Karriere anging. Trotzdem hatte Clyde mir genau dieses Gefühl vermittelt, und nun saß ich doch hier und verteidigte ihn. Weil wir Freunde waren, und man Freunde vergab. Dieses ganze Drama war möglicherweise aber auch einfach nur unglaublich kindisch. Es hatte nicht funktioniert, es war dumm gelaufen und nun war es vorbei. Die Medien sollten es nicht breit treten und dadurch irgendwelche Vorteile schöpfen, denn aus so etwas sollte man gar keine Vorteile schöpfen können. Mit zusammengezogenen Augenbrauen sah ich Rodrigo an, ehe ich meine Hände an seine Wangen legte und auflachte. Er dachte wirklich ich würde zu Clyde gehen, wenn ich Probleme hatte? Gott, so hatte ich das doch gar nicht gemeint! "Natürlich komme ich mit meinen Problemen zu dir Rodrigo! Du bist mein Freund und ich habe es dir versprochen," antwortete ich. Fast so, als wäre es das verrückteste was er jemals gesagt hatte schüttelte ich den Kopf. Das konnte doch nicht wirklich sein Ernst sein. Meinte er das Ernst? War er jetzt eingeschnappt, weil Clyde gesagt hatte, ich könnte zu ihm wenn ich Probleme hatte? Ich seufzte leise, denn das alles hier war doch gerade wirklich nicht Ernst. Diese Leute logen wieder einmal, und machten damit alles so viel schwerer als es eigentlich war. Zwischen Clyde und mir lief nichts, und dafür sollten die Medien mittlerweile genügend Bilderbeweise haben. Alleine die Bilder von gestern im Zoo sollten dafür ausreichen, um zu zeigen wie glücklich Rodrigo und ich eigentlich waren. Ich schmunzelte etwas und zuckte die Schultern. Ich hatte keine Ahnung ob zwischen Clyde und mir die Dinge irgendwie besser wurden, oder ob wir irgendwann einfach nur normale Freunde sein könnten. "Wir haben immer noch einen Film zu drehen. Irgendwann müssen wir wohl damit anfangen wieder zu reden und uns nicht die Augen auskratzen, oder?" Genau das lief doch nun schon seit Wochen. Er gab etwas von sich, ich wehrte mich nicht weil ich nicht dachte das Recht dazu zu haben, und so lief es nun einmal. Dabei hatte ich einfach nur versucht glücklich zu werden, und genau das war ich nun einmal. Ich hob den Blick und sah zu unseren Sachen, die noch in die Koffer gepackt werden mussten. "Das ist ein Stimmungskiller," lachte ich leise. Ich hatte wirklich keine Lust, auch nur irgendetwas zu packen.

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Rodrigo da Moura Brandão
Ich nahm sie nur zu gerne wieder auf meinem Schoss auf. Ich konnte ihr einfach nicht lange böse sein. Wieso sollte ich auch? Daran würde sich auch nichts ändern, was denn nun passiert war. Man konnte es nicht rückgängig machen und es gab wirklich schlimmere Sachen als das, was gestern passiert war. Ich hörte ihren Worten zu, aber dennoch war ich ein bisschen verwirrt. Verteidigte sie ihn jetzt gerade wirklich? War das ihr Ernst? Wieso verteidigte sie ihn? Er hatte sie runter gemacht. Er hatte sie als Flittchen bezeichnet, nur weil sie ihrem Herzen gefolgt war. Und nun verteidigte sie ihn ernsthaft? Obwohl sie sagte, dass sie ihn nicht verteidigen möchte, tat sie genau das. Ich seufzte leise und schüttelte leicht den Kopf. Er hatte auf sie aufgepasst, als ich ihn Amerika gegangen war. Er hatte auf sie aufgepasst, nachdem sie mit mir Schluss gemacht hatte. Das machte sicher auch noch etwas aus. Er war da gewesen für sie, als ich es nicht gekonnt hatte. Aber nach alldem wie er über sie geredet hatte, hatte sie dennoch nicht wirklich das Recht dazu, ihn zu verteidigen. Ich schnaubte leicht, aber sagte nichts dazu. Ich machte ihm immer noch Vorwürfe, aber das würde ich ihr jetzt nicht sagen. Er hatte kein Recht dazu, sich um sie zu kümmern. Aber anscheinend meinte er wirklich, dass er sich da reinmischen musste. Konnte er es nicht einfach sein lassen? Ich hob eine Augenbraue und sah sie an. „Ich hoffe jetzt mal, wenn du Probleme hast, dann du zuerst zu mir kommst und nicht gleich zu ihm rennst“, sagte ich fast schon ein klein bisschen gekränkt. Wie würde sie denn reagieren, wenn ich ihr das gleiche erzählen würde mit meiner Ex? Dann würde sie das vermutlich auch ein bisschen komisch finden oder etwa nicht? Ich wusste nicht, ob sie das verstand, aber ich fand es nicht richtig von ihm. Ich nickte leicht und sah sie an. Das hiess dann wohl, dass sie nun auch wieder Freunde sein konnten oder? Das wollte sie mit dieser Aussage wohl ausdrücken? „Dann ist also das ganze wieder lockerer zwischen euch?“, fragte ich sie und betrachtete sie. Ich schlang meine Arme um sie und zog sie ein bisschen näher zu mir heran. Dann wäre sie wohl auch weniger abgeneigt, einen zweiten Teil mit ihm zu drehen. Denn gestern hatte sie noch ganz anders darüber geredet. Aber so schnell konnte sich die Meinung von den Leuten ändern. „Vielleicht sollten wir langsam anfangen zu packen“, meinte ich zu ihr und lächelte sie schwach an. Ich gab ihr einen Kuss auf die Lippen. Ich wollte nicht noch in den Stress kommen, weil wir jetzt zu lange über etwas diskutierten, was diese ganze Zeit gar nicht wert war. Dann kuschelte ich lieber noch ein bisschen mit ihr auf dem Sofa herum und fing dann mit ihr an zu packen. Aber weiter darüber reden wollte ich mit ihr nicht mehr unbedingt. Für mich war das Thema Clyde somit erfolgreich beendet. Dieser Typ war es für mich nicht wert, meine Zeit zu verschwenden.

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HAE-SUNG Rian Kang
Seufzend rutschte ich vom Stuhl hoch, und kletterte auf Rodrigos Schoß. Er kannte mich, und er wusste das ich ihn diese Dinge nicht verheimlichte weil ich ihm damit etwas böses wollte, sondern weil ich wirklich dachte das es keine Rolle spielte. Und das tat es ja auch nicht wirklich, schließlich waren Rodrigo und ich zusammen, und daran würde sich nichts ändern. nicht wegen den Medien, und nicht wegen irgendwelchen Clyde-Geschichten. Ich legte meine Hand in seinen Nacken, strich ihm sanft über den Haaransatz und zuckte die Schultern. Clyde mischte sich ja nicht wirklich in unsere Beziehung ein. Er versuchte dadurch nicht irgendwie uns auseinander zu bringen. Das tat er wirklich nicht, und auch wenn ich es nicht fair von ihm fand das er mich die letzten Wochen über nun fertig machen hatte wollen, verstand ich ihn doch ein klein wenig. "Er ist nicht so schlimm wie du denkst, Rodrigo. Ja er benimmt sich nicht unbedingt so, als wäre er besonders nett, aber er war immer für mich da. Und er hat immer auf mich aufgepasst," es war nicht alles schlecht gewesen. Es war nicht so gewesen wie mit Rodrigo, aber es war nun einmal auch nicht alles schlecht gewesen. "Damit will ich ihn nicht verteidigen oder etwas, aber du wärst doch auch wütend gewesen. Er kommt sich verarscht vor, und genau das habe ich doch auch die ganze Zeit getan, und es war ihm gegenüber nicht fair," denn auch wenn ich Gefühle für Clyde entwickelt hatte, war es doch nur ein Versuch meinerseits gewesen Rodrigo irgendwie zu ersetzen. Und das hatte auch funktioniert, bis ich Rodrigo wieder gesehen hatte. Bis er wieder in meiner Nähe gewesen war. Lächelnd schüttelte ich den Kopf. "Mach ihm keine Vorwürfe, okay? Er war wütend. Das wärst du auch. Ich wäre auch wütend," ich konnte Clyde verstehen, schließlich hatte er doch gesagt dass diese Gerüchte, dass er mir einen Antrag gemacht hatte, gar nicht so schlimm waren. Er wäre bereit dazu gewesen, aus diesen Gerüchten die Wahrheit zu machen, und das machte mir Angst. Ich hatte ihm wohl wirklich das Herz gebrochen, ohne es auch nur irgendwie zu merken. Seufzend lehnte ich mich an Rodrigo, legte meine Arme um ihn und schüttelte den Kopf. "Er meinte nur das ich zu ihm kann, wenn ich Probleme habe," erklärte ich. Und ich wusste, dass er es ernst meinte. Ich könnte jederzeit zu ihm, wenn ich Probleme mit Rodrigo hätte. Das hatte ich aber nicht. Ich war mir noch nicht einmal mehr so sicher, ob Clyde das Angebot dieses zweiten Filmes nicht doch annehmen würde. Zuerst hatte ich gedacht, er würde mich zu sehr hassen, mittlerweile war ich mir gar nicht mehr so sicher. Ich legte mein Kinn an seiner Schulter ab, schloss die Augen und atmete tief ein. "Da läuft nichts mehr zwischen uns, versprochen. Wir waren Freunde, bevor wir ausgegangen sind." Und das obwohl er mich im Gruselhaus einfach hatte stehen lassen. Und obwohl ich ihm gesagt hatte, dass ich niemals etwas von ihm wollen würde.

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Rodrigo da Moura Brandão
Es war nicht das erste Mal, dass wir diese Diskussion führten. Es war schon mehrmals passiert, dass sie etwas für unwichtig empfunden hatte und dann war es doch eher wichtig gewesen. Es war ja nun nicht so, als wäre es total schlimm oder so. Aber ich hätte es dennoch lieber von ihr erfahren als über so eine behinderte Zeitung. Es wäre ja sowieso nichts passiert und sie wusste ja selbst, dass ich nicht lange wütend auf sie sein konnte. Also was war schon dabei, wenn sie es mir gleich gestern gesagt hätte? Es wäre überhaupt nichts passiert. Ich wäre ein bisschen genervt von Clyde gewesen, weil er einerseits Hae-Sung runtermachte und dann doch nicht die Finger von ihr lassen könnte. Aber damit wäre die Sache auch schon erledigt gewesen. Wir hätten trotzdem noch einen genauso schönen Tag verbringen können. Das hätte nichts daran geändert. Aber nun war ich schon ein bisschen enttäuscht von ihr. Dennoch könnte ich nicht lange auf sie böse sein. Das konnte ich einfach nicht. Ich seufzte leise und sah sie an. „Dennoch ist etwas wahres dran“, erwiderte ich und sah sie an. „Ich weiss, du denkst immer, dass es nicht wichtig ist“, fügte ich hinzu und seufzte leise. Sie dachte das immer, das war auch der Grund, wieso wir immer diese Diskussionen hatten. Sie liess sich auf den Stuhl neben mir sinken und entschuldigte sich nochmals. Ich streckte meine Arm nach ihr aus und deutete ihr, dass sie sich auf meinen Schoss setzen sollte. „Genug entschuldigt“, ich lächelte sie leicht an. „Sag es mir einfach lieber – für das nächste Mal. Ich möchte nicht, dass der Typ sich noch mehr in unsere Beziehung einmischt, als dass er es sonst schon getan hat“, meinte ich und strich ihr sanft über die Wange. Ich schaffte es nicht. Ich konnte einfach nicht lange auf sie sauer sein. Natürlich fand ich es nicht gerade toll. Aber schlussendlich war Clyde daran schuld, weil er die Finger von ihr nicht lassen konnte. „Clyde soll sich endlich für eine Seite entscheiden“, meinte ich ein bisschen verärgert und sah sie an. „Entweder trauert er dich richtig hinterher oder er macht dich nieder. So oder so hat er dich nicht verdient“, erzählte ich einfach weiter. Ich wollte sie jetzt einfach noch ein bisschen in meinen Armen halten. Ich wollte jetzt nicht mit ihr streiten, während wir heute wieder nach Hause gehen mussten. „Hat denn Clyde sonst noch etwas gesagt? Wegen dir? Wegen euch?“, hackte ich vorsichtig nach. Ich wollte einfach den aktuellen Stand wissen. Ich hatte ihr einmal gesagt, dass sie sich zwischen Clyde und mir entscheiden müsse. Damals hatte sie sich für mich entschieden. Ich glaubte zwar nicht, dass sich das geändert hatte, aber ich fragte lieber mal nach. Sie würden in Zukunft sicher mal wieder zusammen arbeiten und wer wusste, vielleicht würde dann wieder eine alte Flamme aufflammen. Die Liebe war unberechenbar und auch wenn ich sie nicht verlieren wollte, so würde ich sie nicht aufhalten. Mein wichtiges Ziel war, dass sie glücklich war. Wenn ich dabei unglücklich war, spielte das nicht so eine grosse Rolle. Sie war noch jung und sollte glücklich sein. Ich war schon so lange alleine gewesen, da spielte es auch keine Rolle mehr.

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HAE-SUNG Rian Kang
Es war Falsch von mir gewesen, nicht gleich etwas zu Rodrigo zu sagen. Letzten Endes kam doch ohnehin immer alles an die Oberfläche, und letzten Endes stand ich doch jedes Mal als der Dumme da, weil ich wieder einmal eine falsche Entscheidung getroffen hatte. Nicht nur, dass nun Gerüchte herumerzählt wurden, dass Rodrigo doch nicht so harmlos und liebevoll war wie alle dachten, nun dachten auch noch alle, dass das alles hier einfach nur ein dummer Zirkus war. Dass ich mich in einen Mann verliebt hatte, der mich schlug und zwang die Menschen anzulügen, und das war nicht die Wahrheit. Er schlug mich nicht. Er zwang mich nicht, irgendjemanden anzulügen. Er zwang mich noch nicht einmal irgendetwas zu tun, was ich nicht wollte - Rodrigo war der rücksichtsvollste, liebevollste Mann den ich in meinem Leben jemals getroffen hatte. Er war nun einmal Brasilianer, und nur ein einziges Mal war er wirklich wütend geworden. Und damals war es sein Vater gewesen, der ihn wütend gemacht hatte. Wüssten die Menschen jedoch, weshalb Rodrigo so reagiert hatte wie er es nun einmal getan hatte, wären keinerlei Gerüchte entstanden. Dann hätte man sich um Sergio gekümmert, und nicht etwa versucht Rodrigo irgendetwas unterzuschieben das nicht stimmte. Und nun dachte Rodrigo, dass ich ihn anlog und ihm Dinge verheimlichte, weil ich nicht wollte das er davon erfuhr. Ich sah doch noch nicht einmal einen Grund dafür, weshalb er es zwingend hätte erfahren müssen. Es war doch einfach nur Schwachsinn, um den Rodrigo sich keinerlei Gedanken machen musste. Es spielte keine Rolle, und veränderte rein gar nichts. Gott natürlich hatte ich nicht gedacht, dass davon etwas in den Medien auftauchen würde - ich dachte doch noch nicht einmal soweit, dass mir diese Leute auch schon auf Toiletten folgten, und genau das hatten sie ja scheinbar getan. Zwar war das Foto vor dieser entstanden, aber spielte das eine Rolle? Nein. Sie hatten mich verfolgt, und allen Ernstes gedacht es wäre angebracht, mich selbst auf die Toilette zu verfolgen. Und so sollte es nicht sein, verdammt! "Ich dachte doch wirklich nur, dass es nicht wichtig ist Rodrigo. Ja dort waren Paparazzi, aber wir wissen doch Beide was die für Schwachsinn schreiben. Deshalb habe ich doch gar nicht erst gedacht, ich müsste es dir sagen. Clyde war nur da weil er wissen wollte, ob du mich gut behandelst. Mehr war da nicht," und da war auch schon das Problem. Clyde sollte es nicht interessieren, immerhin war er derjenige der mich ohne auch nur ein falsches Wort zu sagen, beleidigte hatte. In aller Öffentlichkeit, und in Interviews bei denen ich neben ihm sitzen hatte müssen. "Es tut mir leid, okay? Ich dachte nicht, dass es wichtig ist," so wie ich schon des Öfteren gedacht hatte, dass etwas nicht wichtig genug war um es laut auszusprechen. Ich lernte nun einmal gerade erst, was Wichtig war und was nicht. Seufzend ließ ich mich auf den freien Stuhl sinken und strich mir die Haare zurück. "Es tut mir leid," wieder einmal. So wie immer, wenn ich wieder einmal einen Fehler begangen hatte. So wie jedes Mal, wenn ich etwas falsch gemacht hatte, und das kam oft vor.

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Rodrigo da Moura Brandão
Die Medien schrieben sehr viel. Ich hatte mal etwas flüchtiges gelesen, wie sie darüber geschrieben haben, dass ich anscheinend nicht der harmloseste sein. Ich wusste nur eine Person, von der diese Information kommen könnte. Von Sergio. Er wollte anscheinend einfach nicht aufgeben, mein Leben zu ruinieren. Dabei stimmte es ja überhaupt nicht, dass ich irgendwie gewalttätig war oder so. Na gut, dort im Büro war ich ausgerastet, aber manchmal ging einfach mein Temperament mit mir durch. Ausserdem hatte ich niemanden verletzt! Ich hatte ihn vielleicht ein bisschen fester gepackt, aber davon hatte er vermutlich nicht mal einen blauen Flecken abgekriegt. Sergio war dazu nicht viel besser als ich. Ich hatte selbst als Kind gesehen, wie sein Temperament mit ihm durchgeht und er herumschrie. Er hatte auch meine Mutter angeschrien, wenn sie Streit miteinander gehabt hatte. Aber er hatte ihr nie weh getan. Jedenfalls konnte ich mich nicht daran erinnern, aber ich hatte auch nicht immer alles als kleiner Junge mitbekommen. Ich führte mein normales Fitnessprogramm durch und nahm mir danach ein bisschen Zeit, die Zeitung durchzublättern. Ich hatte nicht erwartet, dass ich irgendwas spannendes finden würde, aber genau das tat ich dann doch. Hae-Sung hatte sich gestern mit Clyde unterhalten. Im Zoo! Sie hatte mir einfach nichts gesagt, sondern hatte einfach so getan, als wäre nichts vorgefallen. Ich hatte gemeint, dass wir uns darauf geeinigt hatten, dass wir keine Geheimnisse vor dem anderen hätten. Sie hatte selbst gesagt, dass sie es eingesehen hätte, dass es uns nur auseinander spaltete. Denn der andere fing dann sich selbst an etwas zusammenzureimen und das war dann oft noch schlimmer, als dass es eigentlich war. Und nun hatte sie es getan. Sie hatte mir einfach wieder etwas verheimlicht. Was wollte sie damit erreichen? Ich sah eine Weile einfach nur das Blatt vor mir an, bis ich hörte, wie sie aufstand. Ich drehte mich um und schenkte ihr ein schwaches Lächeln. "Ganz normal", erwiderte ich und sah, wie sie zu mir hinüber kam. Sie wollte sich gerade auf meinem Schoss niederlassen, als sie das Bild sah. Sie zog die Zeitung und überlas den Text. Mein Blick lag auf ihrem Gesicht, damit ich ihre Stimmung deuten konnte. "Hast du etwas dazu zu sagen?", fragte ich, als sie mich ansah. Ich verschränkte die Arme vor der Brust, als sie meinte, dass es nicht so wäre, wie es aussah. Das sagte jeder, wenn man ihn beim Lügen erwischte. Ebenso der nächste Satz. "Gut, dann erkläre es mir", forderte ich von ihr und sah sie an. Sie trat einen Schritt zurück, was ich mit einem Stirnrunzeln zur Kenntnis nahm. Er wollte sich versichern, dass es ihr gut ging? Woher nahm er sich auch schon nur das Recht, dass er wissen wollte, dass es ihr gut ging? Er hatte sie indirekt als Flittchen bezeichnet und nun liess sie das sogar zu? Und sagte mir nichts? Ich seufzte leise und sah sie an. "Und weil du gedacht hast, dass es nicht wichtig sei, hast du es nichts gesagt. Aber hast du nicht daran gedacht, dass irgendwas in der Presse stehen würde? Du wusstest doch selbst, dass überall Paparazzis waren", meinte ich und sah sie an. Es hätte unseren Tag nicht versaut. Ich wäre vielleicht kurz verärgert gewesen, aber schlussendlich wäre nichts dabei gewesen. Sie war immer noch meine Freundin und Clyde hätte weiterhin in ihrem Leben nichts zu suchen. Aber nun? Nun war ich mehr verärgert, wie wenn sie es mir einfach gesagt hätte. Ausserdem wäre ich dann auf Clyde verärgert gewesen. Auf den war ich auch immer noch wütend, aber nun war ich auch enttäuscht von ihr. Sie konnte das doch nicht einfach selbst als unwichtig abstempeln und mir nichts sagen. Das hier war keine einseitige Beziehung. Indirekt war immer noch um uns beide gegangen, also konnte sie mich wohl auch involvieren.

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HAE-SUNG Rian Kang
Der freie Tag war so viel schneller vergangen, als erwartet. Zuerst hatte ich ja fast schon gedacht, es würde sich anfühlen wie eine Ewigkeit, schließlich hatten wir selbst entscheiden können wann wir was taten. Keine Termine, und niemand der uns von A nach B trieb, nur damit wir einen guten Eindruck hinterließen oder als überpünktlich abgestempelt wurden. Es tat gut, einen ganzen Tag einfach nur tun und lassen zu können, was wir wollten, gänzlich ohne irgendwelche Verpflichtungen oder irgendjemandem der uns im Nacken saß. Ich hatte fast schon wieder vergessen, dass Clyde einfach im Zoo aufgetaucht war - zwar fragte ich mich immer noch, weshalb er gewusst hatte, wo wir denn nun waren, aber letzten Endes erfuhr ich ebenso schnell wo Clyde sich denn nun aufhielt wenn ich Facebook und Twitter durchforstete. Die Tatsache, dass Clyde aber nicht einfach durch Zufall im Zoo aufgetaucht war, und wirklich dachte Rodrigo wäre nicht gut für mich, machte mir Sorgen. Wenn er es schon dachte, würde bald die ganze Welt die schlimmsten Dinge von Rodrigo denken, und das obwohl er der wohl liebevollste Mann war, den ich in meinem Leben jemals getroffen hatte. Er war gut zu mir, er unterstützte mich wo er nur konnte, würde sogar einfach ein Angebot ablehnen das er nur ein einziges Mal in seinem Leben bekommen würde - niemand konnte mir erzählen, dass auch nur irgendetwas Schlechtes in ihm steckte. Selbst nach der Aktion im Büro meines Managers, sah ich nichts davon. Er hatte temperament, und ließ dieses möglicherweise auch heraus wenn es nun einmal nötig war, jedoch bedeutete das doch nicht, dass er gefährlich war. Vor allem nicht für mich! Seufzend drehte ich mich zur Seite, schob meinen Arm unter das Kissen und schlug die Augen langsam auf. Rodrigo war –wie erwartet– bereits auf den Beinen, und so wie es aussah hatte er wohl wirklich schon sein tägliches Morgenritual hinter sich gebracht. "Hey," murmelte ich leise und lächelte. Ich mochte es aufzuwachen, und ihn als erstes zu sehen. Selbst mit diesen verrückten Gerüchten, und den Paparazzi die uns ständig verfolgten. Ich rieb mir müde übers Gesicht, gähnte und schob mich langsam aus dem Bett. Das tolle an Tagen wie diesen war, dass man sich nicht stressen musste aufzustehen. Und Rodrigo ließ mich jedes Mal so lange schlafen, wie ich wollte, wenn ich die Möglichkeit dazu hatte. Ich schlüpfte in ein T-Shirt, schob mir die Haare über die Schulter und ging zu Rodrigo rüber an den Tisch. "Wie war Fitness?", fragte ich. Gerade wollte ich mich auf Rodrigos Schoß setzen, als ich einen Blick auf die Zeitung am Tisch warf. Oh. Scheiße, ich hatte vergessen, dass die Paparazzi es jedes Mal aufs Neue schafften Dinge so aussehen zu lassen, wie sie es sich wünschten. Und das da, sah eindeutig nicht nach glücklich mit Rodrigo aus. "Oh," ich zog die Zeitung etwas in meine Richtung und musterte das Bild, ehe ich den Text überflog. Und er hatte es durch irgendeine dämliche Zeitung erfahren, und nicht etwa durch mich. Schnell sah ich Rodrigo an und runzelte die Stirn. "Das ist nicht so, wie es aussieht," und genau das war das, was ein jeder sagte, wenn es darum ging eine Beziehung zu retten. "Ich kann das erklären, wirklich," ein weiterer Satz den jemand benutzte, wenn man etwas falsch gemacht hatte. Und das hatte ich ja auch, immerhin hatte ich Rodrigo verschwiegen das Clyde im Zoo aufgetaucht war, und das obwohl wir gesagt hatten das wir keine Geheimnisse vor einander haben würden. Und das ich mit ihm sprechen würde. "Er war gestern nur da, weil er Gerüchte gehört hat und sich versichern wollte, dass es mir gut geht," erklärte ich und trat einen Schritt zurück. Ja ich hätte es ihm eindeutig sagen sollen. "Ich meine .. du weißt was für Gerüchte. Und Clyde war immer schon leichtgläubig was diese Dinge angeht. Ich dachte nicht, dass es wichtig ist," das hatte ich ja wirklich gedacht. Außerdem hatte ich unseren Tag nicht mit irgendetwas versauen wollen, und Clyde hätte genau das getan.

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Rodrigo da Moura Brandão
Ich dachte mir nichts dabei, als Hae-Sung länger auf der Toilette brauchte. Ich vertraute mir und ich wusste, dass sie mir alles erzählen würde. Wir hatten keine Geheimnisse voneinander und das war auch gut. Denn Geheimnisse brachten uns nur auseinander. Es hatte noch nie etwas gebracht, wenn man in einer Beziehung Geheimnisse hatte. Schlussendlich kam doch irgendwie alles immer wieder an die Oberfläche. Vor allem wenn man so ein Leben lebte wie wir zwei. Die Medien fanden heutzutage alles raus. Jedoch schienen sie manchmal auch alles dafür zu riskieren. Es war manchmal richtig krank, wie sich die Medien benahmen. Ich könnte so einen Job nicht ausüben. Ich würde es auch nicht besonders gerne machen. Ich hatte in den letzten paar Tagen nicht geschaut, was alles in den Medien über uns geschrieben wurde. Hae-Sung wusste da wohl besser darüber Bescheid. Aber ich hatte nicht dieses zwingende Gefühl, dass ich wirklich darüber informiert sein müsste. Meistens waren es sowieso nur irgendwelche Gerüchte, die man dann doch wieder nicht ernst nehmen konnte. Ich nickte bei ihrem Wunsch und wir machten uns auf den Weg zum Affengehege. Manchmal war es wirklich erstaunlich, wie ähnlich diese Tiere zu uns waren. Manche versuchten es zwar immer wieder abzustreiten, aber irgendwas Wahres war dann doch dran. Wir blieben nicht lange bei den Affen und begaben uns wieder Richtung Hotel. Wir waren heute wirklich ein gutes Stück gelaufen. Ein wenig später waren wir beim Hotel und machten uns noch einen gemütlichen Tag. Morgen würde es nach Hause gehen und dann wären wir auch schon wieder ein bisschen mehr in der Realität. Am nächsten Morgen war ich wie gewohnt vor Hae-Sung wach. Ich ging ins Fitness, duschte danach und zog mir bequeme Kleider an. Für den Rückflug mussten wir nun wirklich nicht schön angezogen sein. Mir war es lieber, wenn wir bequem waren. Ich holte mir unten eine neue Tageszeitung und setzte mich auf das Sofa. Es war nicht eine besonders seriöse Zeitung, sondern fast schon mehr ein Magazin. Ein paar Informationen würde sie dennoch hoffentlich enthalten. Ich fing sie an zu lesen, während ich darauf wartete, dass Hae-Sung auch noch irgendwann aufwachte. Wir hatten keinen Stress und der Flug ging erst am späteren Nachmittag, also konnte sie wohl auch noch ausschlafen. Ich wusste ja, wie gerne dass sie schlief. Man konnte schon fast sagen, dass es ein Hobby von ihr war. Ich blätterte weiter durch die Zeitung und blieb dann an einem Bild hängen. Auf diesem Bild waren Hae-Sung und Clyde. Das musste ein älteres Bild sein, aber dennoch kam mir der Hintergrund dazu ein bisschen zu bekannt vor. Ich überflog den Text. Sie sprachen von einer Wiedervereinigung von dem neuen Hollywood Pärchen. Es klang alles frei erfunden, bis geschrieben wurde, wann und wo sie sich getroffen hätten. Gestern. Im Zoo. Von Sydney. Mir fielen fast die Augen aus dem Kopf und nun wusste ich auch wieder, woher mir dieser Hintergrund so bekannt vorkam. Sie hätte tatsächlich Clyde im Zoo getroffen! Dieses Mal logen die Medien noch nicht einmal. Es war ja nichts schlimmes, wenn sie ihn getroffen hat. Ich fand es eher schlimm, dass sie mir nichts von alldem erzählt hatte. Wir hatten gestern den ganzen Tag miteinander verbracht. Ich lehnte mich zurück und seufzte leise. Wieso hatte sie es mir nicht gesagt? Ich glaubte nicht, dass da wieder etwas mit Clyde lief. Oder etwa doch? So wie sie erst gerade kürzlich über ihn geredet hatte, glaubte ich das nicht. Dennoch war ich ein bisschen skeptisch, was das ganze anging. Wenn sie sich wirklich für mich entschieden hatte, wieso erzählte sie mir nichts davon, dass sie ihn getroffen hatte? Stattdessen verheimlichte sie es mir. Ich war enttäuscht von ihr, das musste ich zugeben. Ich seufzte leise und sah zum Bett. Sobald sie aufwachen würde, würde ich sie danach fragen.

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HAE-SUNG Rian Kang
Was zur Hölle war das jetzt schon wieder gewesen? Sah ich etwa so schlecht aus, dass sich sogar Clyde schon Sorgen um mich machte, und das nur weil er irgendwelche Gerüchte von irgendwelchen Medien gehört hatte? Ich wusste, wie leichtgläubig Clyde war - dazu kannte ich ihn nun einmal zu gut. Nicht ein einziges Mal hatte ich ihm nicht erklären müssen, dass zwischen irgendeinem Reporter oder irgendjemandem und mir nichts lief, wenn irgendwelchen intimen Fotos in den Medien aufgetaucht waren. Dabei wusste Clyde ganz genau, dass ich ihn niemals betrogen hätte. Das hatte ich selbst mit Rodrigo nicht getan, wahrscheinlich aber hätte ich es, hätte Rodrigo nicht etwa gesagt ich musste mich zwischen ihm und Clyde entscheiden. Und ich hatte mich entschieden - Clyde hatte es nicht zwingend als etwas Positives aufgenommen, hasste mich dafür das ich ihn vor der ganzen Welt zu etwas gemacht hatte das er nicht war, und trotzdem tauchte er hier auf weil er sich Sorgen um mich machte? Was war bitte in ihn gefahren, dass er wirklich dachte Rodrigo würde mich schlagen, oder schlecht behandeln? Sollte man nicht endlich kapieren, dass an diesen Gerüchten nichts lag, schließlich hatte ich Rodrigo schon gestern zum Premiere-Termin mitgenommen, und nun waren wir ganz entspannt im Zoo. Wahrscheinlich würden die Medien es aber doch wieder als etwas darstellen, dass nicht der Wahrheit entsprach. So etwas wie Ein Versuch die Wahrheit zu verstecken? würde morgen wahrscheinlich sowieso irgendwo in einem Konspirations-Blatt stehen. Schmunzelnd sah ich Rodrigo an und zuckte die Schultern. "Mh, vielleicht noch einmal zu meinen Geschwistern im Affengehege, bevor wir gehen," antwortete ich amüsiert und schob ihm meine Hand in den Nacken. "Aber dann können wir gehen," mit diesen Worten senkte ich meine Lippen ein weiteres Mal auf seine. Das war das wohl tollste daran, eine in der Öffentlichkeit bekannte Beziehung zu führen - man durfte diese Dinge tun, ohne auch nur irgendwie einen dummen Blick abzubekommen. Es interessierte mich noch nicht einmal was die Welt von unserer Beziehung dachte, oder ob sie es als komisch empfanden das er mein ehemaliger Lehrer –aber doch auch nur kurz!– war. Es interessierte mich nicht, weil ich meine Gefühle für Rodrigo kannte. Und ich wusste, dass er ebenso empfand. Ich löste mich wieder von Rodrigo, und zog ihn schließlich auch schon wieder mit in Richtung des Affengeheges, zu dem wir als Erstes gegangen waren. Danach konnten wir aber wirklich zurück zum Hotel, denn um ehrlich zu sein war ich fertig, und meine Beine begannen mittlerweile auch schon weh zu tun. Trotz der Sneaker. Wir gingen noch zu den Affen, machten uns dann aber doch schon wieder auf den Weg zurück zum Hotel. Der Zoo war wohl wirklich eine der besseren Ideen gewesen, vor allem aber war ich mir ziemlich sicher, dass wir irgendwann noch einmal in einen gehen würden. Und das nur, um uns über einander lustig zu machen und unseren Spaß daran zu finden. (Kannst gerne zum nächsten Morgen springen XD)

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Rodrigo da Moura Brandão
Wenn man etwas schönes tat, verrann die Zeit immer schneller. Wenn man dagegen etwas tun musste, was man nicht so gerne tat, dann verlief die Zeit manchmal weniger schnell. Genauso war es auch jetzt. Die Zeit verging wie im Flug, während wir unsere gemeinsame Zeit im Zoo genossen. Wir genossen die Zeit, indem wir uns immer gegenseitig mit Tieren verglichen. Der andere versuchte jeweils zu kontern und so ging dieses Spiel praktisch die ganze Zeit wie im Ping Pong hin und her. Das mochte ich besonders an ihr. Man konnte es mit ihr lustig machen und auch mal einen dummen Spruch fallen lassen, ohne dass sie gleich beleidigt war oder das zu ernst nahm. Ich mochte diese Frauen nicht, die dann gleich alles begannen zu hinterfragen und sich ernsthaft mit diesem Tier zu vergleichen, ob da etwas dran war. Dabei war dann doch alles nur zum Spass gewesen. Diese Frauen sorgten nur für unnötige Streitigkeiten und dennoch wollten die es manchmal einfach nicht kapieren. Andere Frauen spielten aber für mich auch keine Rolle mehr. Für mich spielte nur noch die Frau neben mir eine wichtige Rolle. Ab und zu wurden wir von ein paar Leuten angesprochen, ob wir mit ihnen ein Foto machen könnten. Es war das erste Mal, dass sie von uns beiden ein Foto gemeinsam machen wollten und das freute mich. Hatte nicht vor allem Hae-Sung deswegen Bedenken gehabt? Dass sie als Schlampe oder so hinüber kommen würde, weil sie nun mit mir zusammen war und nicht mit Clyde? Dabei musste sie sich auch gar nicht rechtfertigen. Liebe konnte kompliziert sein. Jeder hatte wenigstens einmal selbst eine Erfahrung gemacht, wie kompliziert die Liebe sein kann. Aber Frauen hatten oft die schlechteren Karten gezogen. Hätte Clyde jetzt einfach so mit einer Reihe Frau geschlafen, so wäre er vermutlich noch lange nicht so kritisiert worden wie sie. Die Frauen hätten ihn vermutlich nur noch mehr angehimmelt und für die Medien wäre es okay gewesen, da sie einen neuen Frauenheld zum Darstellen hätten. Aber wenn es eine Frau tat, sah das ganze wieder anders aus. Brav lächelten wir in die Kamera, die anderen bedankten sich überschwänglich und dann ging es auch schon weiter. Fotos machen war noch ganz gut. Aber wenn sie uns jetzt die ganze Zeit hinterher gelaufen wären und mit uns den ganzen Tag verbringen möchten, dann wären sie an der falschen Adresse. Dieser Tag gehörte nur für uns beide. Wir wollten die Nähe des anderen geniessen. Um die Nähe der Fans könnten wir uns ein anderes Mal kümmern. Hae-Sung musste auf die Toilette und ich wartete draussen. Wir wussten, dass die Paparazzis auch hier waren. Natürlich waren sie hier. Die hatten ja gar kein anderes Hobby. Ich wusste nicht, wie manchmal sie uns in diesem Zoo schon fotografiert hatten und eigentlich war es mir auch egal. Man musste ja schon in den Medien ein bisschen mitverfolgen, was so aablief, aber man musste dazu immer schauen, ob sie es auch nicht zu übertrieben darstellen. Das war nämlich total ihr Ding. Ich konnte mir gut vorstellen, dass sie sogar Workshops in ihren Firmen ablegten, damit auch lernten, wie man die Geschichten von berühmten Personen, die schlussendlich auch nur Menschen waren, übertrieben darstellte. Welche übertriebenen Adjektive man brauchte und so weiter. Ich runzelte die Stirn, als Hae-Sung immer noch nicht herauskam. Sie brauchte relativ lange. In diesem Moment kam sie aber auch schon hinaus. Ich lächelte sie an und erwiderte den Kuss. Ich nickte leicht und nahm aus reiner Gewohnheit ihre Hand. Ich hatte mir das so sehr angewöhnt, dass ich es vermutlich gar nicht anders könnte. "Möchtest du sonst irgendwo noch hin?", fragte ich sie lächelnd und zog sie ein bisschen näher zu mir heran. Von mir aus könnte jeder Tag so ablaufen. Leider würde das nicht so sein. Erst recht nicht wenn ich das Angebot von meinem ehemaligen Manager annehmen würde.

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