Shadow Falls Camp-Academy [RPG]

Shadow Falls Camp-Academy [RPG]

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Shadow Falls Camp-Academy [RPG]

Wegen der Abwesenheit von Avery übernimmt Nijana die Leitung. Meldet euch bei Fragen bei ihr. =)

Story:

Was bis jetzt passiert ist ..
Wer bin ich? Die Frage die keiner beantworten kann. Die Frage die sie sich stellt, seitdem sie hier ist. Kylie wurde für den Sommer in’s Shadow Falls Camp geschickt. Warum? Ihre Mutter denkt es sei ein Camp für Junge Kriminelle, was jedoch fast keiner weiß, ist dass es ein Camp für übernatürliche Wesen ist. So wie Kylie. Doch was dort passiert, bringt ihr keine Antworten. Tiere werden ermordet, was dazu führen kann, dass das Camp geschlossen wird. Erst nachdem Kylie und Derek die Mörder erwischt haben, ist das Camp sicher. Und nun, nun wird es auch noch in ein Internat umgewandelt. Und dort beginnt das RPG.

Wer das Buch nicht kennen sollte kann hier die Storyline lesen.

Allgemeine Infos:
Shadow Fall Camp ist ursprünglich ein Camp für Übernatürliche Wesen und wurde von Holiday Brandon und Sky Peacemaker gegründet. Dort gehen Vampiren, Werwölfen, Gestaltwandlern, Hexen und Feen bzw. Elfen hin. Natürlich gibt es noch weiterer solche Camps, doch dieses ist etwas besonderes. Es ist allgemein bekannt, dass die Arten unter einander Streit haben. Teilweise hassen sie sich auch. Dies gilt jedoch nicht für alle Übernatürlichen Wesen! Und hier kommt das Camp in einsatz. Dies ist spezial dafür gedacht, dass die Arten lernen miteinander friedlich umzugehen und ihre Vorurteile zu vergessen. Auch dient es dafür, Leuten die nichts von ihren Übernatürlichen Zweigen wissen, in diese Welt einzuführen, und ihnen von Anfang an die Vorurteile zu nehmen.
Doch nun ist es zu einem Internat um funktioniert wurde. Dies ist natürlich sehr praktisch, da die Wesen nun 24 Stunden mit einander auskommen müssen und somit mehr über die Gewohnheiten der anderen erfahren.

Nicht jeder kommt in das Internat, weil die Eltern denken, sie seien Drogensüchtig! Viele werden von ihren Eltern geschickt, da diese das Internat für eine gute Idee halten und manche, damit ihre Kinder im Internat für Randale sorgen, damit es schließt!

Das Internat:
Das Internat ist ein riesiges altes Gebäude, welches von einem riesigen Wald umgeben ist. Im Ostteil des Gebäudes Schlafen die Jungs und im Westteil, die Mädchen. Das ganze RPG würde im Internat und in der umliegenden Stadt, in welcher die Schüler nach Unterrichtsschluss hin gehen können. Dies jedoch nur bis 22 Uhr, danach muss jeder im Schulgebäude sein! Der Unterricht ist jeden Tag gleich, weshalb jeder denselben Stundenplan hat.

Der Tag beginnt mit einer Kennenlern Stunde. In dieser wird die Gruppe in zwei geteilt. Der eine Teil zieht die Namen der anderen. Sobald jeder einen Namen gezogen und zu seinem Partner gefunden hat, haben diese eine halbe Stunde Zeit um sich kennen zu lernen. Der Zweck dieser Stunde ist, dass die Verschiedenen Rassen sich kennen lernen können und eventuell ihre Vorurteile vergessen.
Anschließend haben die Schüler Geschichte. Dort lernt man wie die Arten entstanden sind. Themen sind beispielsweise der Grund des Krieges zwischen den Werwölfen und Vampiren. Dazu kommt natürlich auch die Allgemeine Geschichte der Menschen.
Die Dritte Stunde ist Mathematik. Was das ist, brauche ich wohl nicht zu erklären, da es jeder bereits hatte, bzw. hat.
Darauf folgt die Artenkunde. In diesem Fach lernt man etwas über die verschiedenen Arten. Natürlich nicht so etwas wie: „Wie töte ich einen Vampir.“ Man lernt wie man z.B. ein Vampir wird, was Feen alles für Gaben haben und und und.
Nach diesen Stunden kommt eine einstündige Mittagspause, in der die Schüler machen können, was sie wollen. Dabei darf man jedoch nicht das Schulgelände verlassen.
Trainieren der Fähigkeiten ist das nächste Fach. Hierbei trainieren sie, wie der Name schon sagt, ihre Fähigkeiten. Sei es das Vampirische Gehör, die Verwandlung in einen Wolf oder das Hexen. Dieses Fach findet individuell statt, d.h. Nur die Feen haben zusammen Unterricht und auch nur die Werwölfe. Genauso die Hexen.
Das letzte Fach ist Naturwissenschaft. Es ist aus den Fächern Chemie, Physik und Biologie zusammengesetzt. Dabei geht es genauso um den Menschen, als auch um die Vampire oder der anderen Wesen. Der Körper jeder Spezies wird durch genommen, sodass die Schüler auch wissen, wie es zu ihren Mitschülern kommen konnte.

Die einzelnen Arten:

Allgemein
Jedes der Wesen stammt von Göttern ab. Welche ist nie wirklich klar, doch je näher die Blutlinie an einen Gott heran kommt, desto mächtiger ist die Person. Dies erkennt man an der Kraft der Person. Ist ein Vampir z.B. stärker als manch anderer, so ist seine Blutlinie näher an die eines Gottes. So ist es auch bei den anderen Wesen. Je stärker eure Fähigkeit ist, desto näher liegt eine Blutlinie. Es gibt jedoch nur wenige, dessen Blutlinie nahe der Götter liegt, also kann nicht (!) jeder von euch so mächtig sein!

Vampire
Vampire kennt ihr ja alle. Sie sind wie das Klischee sie beschreibt. Die 2 Möglichkeiten um zu einen Vampir zu werden sind einmal durch einen Biss oder durch ihre Gene. Das Gen ist rezessiv, d.h nur manche in der Familie werden Vampire. Sollte man dieses Gen haben, muss man in Kontakt mit einen anderen Vampir kommen, damit es ausbricht. Nach und nach verändert sich der Körper. Diese Prozedur ist sehr schmerzhaft und passiert nicht mal eben so in einem Tag. Die Körper-Temperatur sinkt und man wird blasser. Vampire brauchen mindestens 1 Liter Menschenblut im Monat. Reine Vegetarierer, also Tier Blut trinkende Vampire gibt es nicht. Wenn man im Camp ist, gibt es jeden Morgen ein Ritual an dem die Vampire teilnehmen können, dabei trinken sie zusammen Blut. An dem kann man jedoch nur teilnehmen, wenn jemand (z.b. der Zimmernachbar) dieses Blut gespendet hat.

Werwölfe:
Werwölfe kennt ihr ja. Für die, die sie nicht kennen: Es sind Menschen die sich in Wölfe verwandeln können. Dies geschieht nur bei Vollmond. Viele denken, dass sie sich in diesem Zustand nicht beherrschen können, was jedoch falsch ist. Jeder Werwolf weiß nach seiner Verwandlung genau was er oder sie tut.
Werwölfe leben in Rudeln. Sollten sie das nicht tun, sind sie abtrünnig, was im schlimmsten Fall zur Verhaftung führen kann. (Es tut mir Leid, wenn ich das aus dem Buch falsch interpretiert habe. Sollte es jemand genau wissen, kann er/sie mich gerne drauf hinweisen :))

Hexen:
Hexen können, wie jeder weiß, Zaubern. Sie leben nach einer Hierarchie, in der es in jeder Familie eine Hohepriesterin gibt. Entweder übernimmt diesen Job die Tochter der derzeitigen Hohepriesterin, oder die mächtigste Hexe der Familie.

Feen,Elfen ect.
Ich denke mal jeder weiß was diese Wesen sind. Bei ihnen könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen. Es kann alle möglichen Kombinationen geben. Jedes dieser Wesen hat eine bestimmte Gabe. Welche müsst ihr entscheiden.

Gestaltwandler:
Diese Wesen können ihre Gestalt je nach Belieben ändern. Wenn sie dies tun, erscheinen überall funken und man fängt an zu leichten. Dabei verformt sich der Körper. Wie genau er verformt wird, sieht keiner. Die Leute die zu schauen sehen und die leuchtende Gestalt.

Es werden nur die Wesen gespielt, die ich hier aufgezählt habe. KEINE eigen Kreationen! Jedes dieser Wesen kann bis zu 150 Jahre alt werden, danach sterben sie wie Menschen. Sie schlafen ein und sterben. Je älter sie werden, desto schwächer werden sie, bis sie schließlich den Tod finden. Natürlich kann man auch vorher sterben, indem man getötet wird. Dazu kommt, dass es KEINE Mischlinge gibt. D.h. man kann nicht halb Fee und halb Werwolf sein. Sollten eine Fee und ein Werwolf zusammen finden, so bekommt das Kind nur
eine der Gaben der Eltern.

Das Lesen.
Jedes übernatürliche Wesen kann ein anderes Lesen. Dabei zuckt die Augenbraue der Person, die liest nach oben. Wenn man jemanden liest, erfährt man was für ein Wesen der oder die andere ist. Bei manchen Leuten klappt dies jedoch nicht. Das kann daran liegen, dass man so eine Enorme Physische Kraft hat und es verhindert (nur bei Feen oder Elfen mit solchen Fähigkeiten) oder das Gehirn hat dies Automatisch gemacht. So etwas kommt vor und kann nur durch hartes Training aufgehoben werden. Das Lesen macht man automatisch. Dabei ist es egal wer vor einem steht, man sieht die Person an und zieht die Augenbraue hoch. Für viele wirkt dies komisch, jedoch ist dies unter den Wesen ganz normal.

Steckbrief

Name: (Dein HoN-Name)
Name deiner Figur:
Alter deiner Figur: (Alle Figuren altern langsamer als normale Menschen, haben also kein ewiges Alter)
Wesen:
Aussehen: (Link!)
Charakter/Eigenschaften: (Nicht nur ein paar Wörter dahin geschrieben.)
Besonderheiten: (Hat deine Figur ein besonderes Talent? Zu diesen Sachen gehören nur Dinge wie singen.)
Vorgeschichte: (Was ist im Leben deiner Figur passiert? Bitte mehr als nur einen Satz!)
Aus welchem Grund ist er/sie hier? (Denken seine/ihre Eltern ihr Kind wäre Drogen abhängig?)
___
Was für Kräfte hat deine Figur? (Nur für Feen/Elfen)

Rollen aus dem Buch:
Kylie Galen
Lucas Parker
Della Tsang
Derek Lakes
Miranda
Fredericka
Perry Gomez
Helen Jones
Holiday Brandon
Burnett James
Sky Peacemaker

Gefällt euch ein Charakter aus dem Buch? Wenn ja, macht einen Steckbrief dafür und schickt ihn mir!

Mitglieder:
Mitglieder werden, in die Gruppe geschrieben. Jeder darf maxi. 4 Charas machen. Wenn jemand mehr möchte, soll er die Mentoren fragen.

Regeln:
Die offiziellen RPG-Regeln
• Bei Anfragen oder sonstigem bitte an mich wenden.
• Ich nehme nur ausführlich formurlierte Steckbriefe an, also gebt euch Mühe!
• Es wird im Romanstil geschrieben das heißt:
Ich ging los, um mir ein Glas Milch zu holen.
- wörtliche Rede:
„hey! Wie geht’s dir so?“, sagte ich.
- gedanken:
*Ok, das ist komisch*, dachte ich.
- Der Name eines Charakters wird über den Post geschrieben!
- Dinge außerhalb des RPGs werden in Klammern geschrieben:
(ich geh off) oder [ich geh off]
• Wie schon bei der Spieleranzahl geschrieben, max. nur 4Charaktere.
• Man muss Bescheid sagen, wenn man offline geht. Man will ja nicht die ganze Zeit auf einen Post warten, oder?!
• Wäre gut mind. 2-mal pro Woche zu posten. Wenn man mal nicht Bescheid sagen kann ist es nicht so schlimm. Ich versteh das :)

Ich mag meine Fassade! Sie ist stabil & zeigt mich immer lächelnd :)

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Nate Hampton
Sobald Arizona aufgelegt hatte, warf ich mein Handy bei Seite und starrte einfach nur auf den Bildschirm von meinem Fernseher. Ich hätte gerne etwas anderes zu ihr gesagt, vor allem als sie dann so leise sprach, aber was hätte ich schon sagen können ohne das es ... ja, was überhaupt? Ohne das es klang als wollte ich sie unbedingt zurück? Denn genau das tat ich. Aber sie hatte mir die Kette zurück gegeben, hatte gesagt es wäre im Moment nicht gut. Also sollte ich das auch so akzeptieren, nicht? Frustriert fuhr ich mir über das Gesicht. Das war doch zum kotzen!
Der Tag zog nur langsam an mir vorbei, ich wusste ihr nicht was ich alles tun könnte um mir die Zeit zu vertreiben. Mir war nicht danach Klavier zu spielen und auf Gesellschaft hatte ich eigentlich auch nicht besonders Lust, aber wer meine Geschwister kannte, wusste, das sie da ganz anders waren. Dementsprechend schleppten sie mich zum einkaufen, sodass wir später zusammen kochen konnten. Naja Asher und lustig würden kochen, denn die waren wirklich gut darin, Mike Sila und ich setzten uns an die Theke und sahen dabei zu. Der Abend war also doch noch ganz entspannt, lustig, aber ich war auch froh als ich irgendwann wieder alleine war und ins Bett gehen konnte.

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Arizona Deveraux
Nate sagte nichts zu meinem Vorfall mit Mandy mehr und irgendwie tat das weh. Es schien als würde er sich nicht für mich interessieren, als wären wir nicht gerade erst ein paar gewesen. Ich wusste ja nicht mal was wir jetzt waren... Und so schnell würde ich das jetzt wohl auch nicht herausfinden, denn Nate sagte, dass er nicht zurück kommen würde, zumindest noch nicht. Ich konnte nicht sagen was das in mir auslöste, ich war erleichtert und gleichzeitig litt ich. Ich wollte ihn sehen und wieder auch nicht, meine Gefühle fuhren Achterbahn. "Ähm...okay..." hauchte ich bloß und wieder wurde es eine Weile still zwischen uns und die ganze Zeit über biss ich die Zähne zusammen, um nicht alles zu sagen was in mir vorging. Dabei war es sonst immer so leicht gewesen, ich hatte gar nicht nachdenken müssen was ich sagte oder wie er es aufnahm. Ich war nicht überrascht, als er auflegen wollte, bestimmt war es leichter so. Mittlerweile hatte sich ein Kloß in meinem Hals gebildet und bestimmt hörte er es auch als ich "Mach ich doch immer." sagte und er sich dann nach einem Moment der stille verabschiedete. Kein "Wir hören uns" oder "Bis dann", nichts was darauf schließen ließ, dass wir bald wieder voneinander hören würden. Als wären wir fremde.... "Du auch." flüsterte ich. "Ich liebe dich." hauchte ich, aber er hörte es nicht, denn ich hatte schon aufgelegt. Ich starrte noch einen Moment auf mein Handy, ehe ich mitten in der Eingangshalle auf der Treppe in Tränen ausbrach, obwohl ich eigentlich in den Unterricht musste. "Gott ich hasse Beziehungsdramen." hörte ich Justins Stimme hinter mir, der anscheinend oben aus dem Jungstrakt kam. Kurz darauf legte er den Arm um mich und zum zweiten mal heute wurde ich an seine Brust gedrückt. Diesmal jedoch ließ ich es zu und heulte mich aus, obwohl wir gestern noch darüber gelacht hatten, dass ich genau das nicht tun würde.

Im Hafen sind Schiffe am sichersten, aber dafür sind Schiffe nicht gebaut.

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Nate Hampton
Einen kurzen Moment lang dachte ich, dass ich vielleicht lieber nicht hätte anrufen sollen. So miteinander zu reden war viel schlimmer als gar nicht miteinander zu reden und das würde mir gerade auch schmerzlich bewusst. Ich wusste überhaupt nicht wie ich mich verhalten sollte, was ich sagen konnte und was nicht und das machte mich wahnsinnig, denn normalerweise war es nie ein Problem für mich zu reden. Ganz im Gegenteil.
Ich erwiderte nichts mehr zum Thema Justin. Ja, er tat mir den Gefallen auf sie zu achten, sie leiden konnte er aber auch, daß war nicht gelogen. Auch zum Thema Mandy sagte ich nichts mehr. Was sollte ich schon sagen? In diesem Moment war Arizona nicht mehr meine Freundin, also konnte ich auch nichts darüber sagen. Stattdessen konzentrierte ich mich auf ihre Frage. "Ja, seit gestern" meinte ich und seufzte. "Ich werde auch erst mal hier bleiben" fügte ich noch hinzu. Auch wenn es nicht gerade angenehm war das zu denken, aber ich war mir sicher das Arizona diese Info erleichterte. Ehrlich gesagt erschien es mir so oder so als würde sie mit der Situation besser klar kommen als ich. Vielleicht hätte es mich nerven sollen und vielleicht hätte ich versuchen sollen es zu überspielen aber Arizona wusste so oder so schon alles von mir, also war es unnötig sich zu verstellen. Ich wusste auch nicht was ich noch sagen sollte, weshalb ich beschloss das Gespräch hier zu beenden. "Naja ... pass auf dich auf, ja?" sagte ich also. Fast wäre mir ein 'ich liebe dich' rausgerutscht, aber zum Glück war es nicht passiert. "Machs gut" fügte ich also stattdessen hinzu und wartete, ob sie noch was darauf erwiderte.

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Arizona Deveraux
Ich konnte nicht leugnen, dass mein Herz wie verrückt schlug, auch wenn er am Anfang gar nichts sagte. Allein schon zu wissen dass er am anderen Ende der Leitung war, reichte aus um ein mulmiges und kribbeliges Gefühl in meinem Bauch auszulösen. Und als er dann sagte, dass er mich vermisste, zog sich meine Brust einen Moment ziemlich eng zusammen. Ich schluckte und verkniff mir mit aller kraft nicht "ich dich auch" zu sagen. Oh Gott und wie ich ihn vermisste, es grenzte fast schon physische schmerzen. Ich wusste darauf nichts zu antworten und er wechselte sowieso das Thema, auch wenn seine Stimme nun viel sachlicher klang. Seine Worte brachten mich zum lachen, aber es war kein fröhliches lachen, eher trocken und ungläubig. "Justin kann mich leiden? Er macht das nur für dich und das wissen wir beide." stellte ich klar, allerdings in einem ebenfalls neutralen Ton, vielleicht schwang sogar etwas Erschöpfung mit. Verdammt war es schwer dieses Gespräch so distanziert zu halten! Wieder zog sich meine Brust zusammen, als er sich um mich sorgte. Ich seufzte und schluckte wieder einen Moment, fuhr mir dann mit der freien Hand übers Gesicht. Gerne hätte ich gesagt wie schrecklich es mir ging, wie unvollständig ich mich ohne ihn fühlte und wie sehr ich ihn brauchte um hier nicht durchzudrehen, aber....aber dann wären wir wieder in der selben Situation wie bei seinem Verhör. Ich konnte das alles gerade nicht zulassen, dann würde ich zusammenbrechen. Und das Problem mit seiner Familie war noch nicht vorbei, Mandy war noch nicht vorbei. Vermutlich würde es uns besser tun, wenn er sich keine sorgen um mich machen musste. Ich war ein paar Sekunden still gewesen und räusperte mich jetzt. "Nate ich hab mich nicht zum ersten mal geschlagen und Mandy hat mehr gelitten. Muss nachsitzen, aber das wars wert." sagte ich mit fester Stimme. Mir war durchaus bewusst, dass er vermutlich wissen wollte wie es mir innerlich ging, aber es war besser er wusste es nicht. "Und du....bist wieder zu Hause?"

Im Hafen sind Schiffe am sichersten, aber dafür sind Schiffe nicht gebaut.

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Nate Hampton
Es war vollkommen egal wie ihr Tonfall war, es reichte mir schon das sie ran gegangen war und ich ihre Stimme hören konnte. Ich hatte es die letzten Tage gut verdrängen Mut allem was geschehen war aber jetzt spürte ich deutlich, wie sehr ich sie vermisste. Und das tat ich sehr. Ich wartete einen Moment mit meiner Antwort, aber nicht so lange das sie dachte ich wäre nicht dran. "Vielleicht hab ich dich ja auch einfach nur vermisst" war dann das erste was ich sagte und bestimmt hätte ich mich selbst für bescheuert gehalten, wenn es sich nicht um Arizona handeln würde. Allerdings räusperte ich mich jetzt leise und setzte erneut an. "Ja, hat er, auch wenn ich es nicht petzen nennen würde. Er kann dich nämlich gut leiden, weißt du?" meinte ich, mein Tonfall klang überraschend neutral, was allerdings auch gar nicht so einfach war. "Bist du okay?" fragte ich dann schließlich das, weshalb ich überhaupt angerufen hatte. Es machte mich ganz krank das ich sie nicht vor Mandy beschützen konnte, auch wenn mir natürlich bewusst war, dass Arizona sich gut selbst schützen konnte. Trotzdem änderte das nichts an der Tatsache, dass bei ihr mein Beschützerinstinkt meilenweit über 100% lag. Wenn Uhr jemand was tat bekam er es nun mal mit mir zu tun, so einfach war das und wenn ich Mandy das nächste mal sehen würde wusste ich nicht ob ich mich da zurückhalten könnte. Nicht gut wegen Arizona sondern auch wegen ihrer verdammten Familie.

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Arizona Deveraux
"Das ist das zweite mal, dass ihr euch schlagt, mitten in der Cafeteria. Was seid ihr, zwei wilde Hunnen?" brüllte Burnett und fuhr dann mit der üblichen Predigt über die Moral der Schule fort. Dass wir hier waren um genau das zu verhindern, friedliches zusammen leben, bla bla bla. Ich machte ihm jedoch relativ schnell klar, dass es hier um mehr ging als Hass zwischen zwei Arten oder der Tatsache, dass sie ein Miststück war. Natürlich konnte ich Burnett nicht alle Details erklären, aber er nahm auf, dass es mit ihrer Familie und Nate zu tun hatte. Mandy wehrte sich damit, dass sie ja gar nichts gegen mich hätte und ich mich in keine Werwolf Angelegenheiten einmischen sollte. Das artete wieder in einem Streit aus, den Burnett wütend beendete. "Okay das reicht! Ihr beide habt scheinbar Probleme die nichts mit der Schule oder euch beiden hier zu tun haben, sondern mit euren Familien oder Freuden. Das sind private Sachen, also regelt sie außerhalb der Academy, aber nicht hier. Hier sollt ihr friedlich zusammen leben und wenn ihr das nicht schafft, dann geht euch gefälligst auf dem weg. Noch ein Streit und ihr werdet beide suspendiert, haben wir uns verstanden?" Wir verdrehten beide die Augen und murmelten zustimmend, während Mandy sich weiterhin ein Taschentuch unter die Nase hielt. Mir ging es soweit gut, außer dass meine Wange immer noch brannte und ich vermutlich eine Beule am Kopf bekommen würde. "Ihr werdet beide einen Monat nachsitzen und Arizona dein Training mit Holiday wird von einer Stunden auf zwei verlängert." - "Was, zwei?! Und nachsitzen?! Ist ja nicht so als hätte man noch ein Privatleben!" beschwerte ich mich, während Mandy schon einen Abgang machte. "Kein Privatleben, keine Zeit Schlägereien anzuzetteln." kam von ihm und ich ging mur seufzend aus dem Büro. Irgendwie hatte er ja recht, ist ja nicht so als hätte ich einen Freund oder eine Familie die meine Zeit brauchten. Vielleicht war es sogar besser so, dann hatte ich nicht so viel Zeit um über Nate und andere Probleme nachzudenken. Nachdem ich bei Burnett war, durfte ich auf mein zimmer und mich umziehen, duschen musste ich auch, denn ich hatte über all Milch oder Orangensaft. Dafür ließ ich mir Zeit, obwohl ich zum Unterricht musste. Ich war gerade auf dem Weg zur vierten Stunde, als mein Handy klingelte und sich mein Bauch, sowie Brust, sofort zusammenzog, als ich den Namen sah. Ich hatte nicht erwartet, dass er sich melden würde, nicht nachdem was ich gesagt hatte. Was wollte er? Vielleicht sagen, dass er wieder zu Hause war? Oder er hatte schon von meiner Schlägerei Wind bekommen. Eigentlich hatte ich jetzt keine Zeit und Kraft um mit ihm zu sprechen, aber ich war auch nicht zu kaltherzig um ihn zu ignorieren, ich liebte ihn natürlich immer noch. Seufzend ging ich ran und setzte mich auf die Treppe. "Lass mich raten. Justin hat gepetzt?" fragte ich also, um eher genervt, als verletzt zu klingen, denn das war wirklich besser.

Im Hafen sind Schiffe am sichersten, aber dafür sind Schiffe nicht gebaut.

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Nate Hampton
Wenn mir die Sonne nicht irgendwann so stark auf dem Kopf gebrannt hätte, dann wäre ich sicherlich noch länger joggen gewesen, aber leider war es nun mal so. Ich hatte die letzten Tage so an mir vorbeiziehen lassen, dass ich ganz froh darüber war mich wieder mehr bewegen zu können. Naja, so ungefähr. Unser Anwesen war nach wie vor voll mit Rudelmitglieder und ich wurde doppelt und dreifach bewacht. Wenigstens hatte ich meine Ruhe beim Joggen und auch wann immer ich in meinem Haus war, wo ich für gewöhnlich so oder so die meiste Zeit steckte. Dort ging ich auch gerade wieder hin, als mein Handy klingelte. "Hey, was gibt's?" fragte ich Justin, während ich mir aus dem Kühlschrank eine Flasche Wasser holte. "Rate wer sich mal wieder geschlagen hat?" stellte er eine Gegenfrage. Fast hätte ich geseufzt, doch stattdessen ließ ich es und setzte mich lieber. "Geht's ihr gut?" fragte ich also, woraufhin Justin seufzte. "Ja, es war eher Mandy die mehr einstecken musste. Ich hab Arizona von ihr weggezogen aber Burnett war natürlich schneller. Sie und Mandy sind jetzt schon seit einer Weile bei ihm" erzählte er. "Weißt du worüber genau sie sich gestritten haben?" - "So genau hab ich das nicht mitbekommen aber als ich Arizona weggezerrt habe hat sie davon gesprochen das Mandys Familie an allem Schuld sei." Oh man ... wir war schon klar gewesen, dass es Aufruhe bringen würde, aber ich wollte nicht das Arizona da mit reingezogen wurde. "Ich versuch sie später mal anzurufen" sagte ich, überrascht von mir selbst, doch Justin schien das nicht zu wundern. "Ja, tu das" sagte er bloß, dann legte er auf. Ich ging nach oben ins Bad, nahm mir zeit zu duschen und mich anzuziehen, bevor ich wieder nach unten ins Wohnzimmer ging und mich dort nach einer gefühlten Ewigkeit dazu brachte endlich Arizona anzurufen.

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Arizona Deveraux
Zwei Tage waren vergangen, seit ich aus Nates Zelle gegangen war und die Kette bei ihm gelassen hatte und damit praktisch unsere Beziehung. Seit dem bekam ich die Welt um mich herum nur noch verzögert mit, wie ein Zombie. Mich kümmerte kaum noch der Unterricht und das traning mit Holiday ließ ich auch aus, was sie aber verstand, zumindest für den Moment. Sie und Burnett waren über Nates verbleiben informiert und Holiday versuchte mich zu schonen, sie wusste dass meine Gabe alles noch schwerer machte. Und tatsächlich schien es als spüre ich plötzlich jedes kleine Gefühl, jede aufkochende emotion um mich herum viel stärker und es viel mir verdammt schwer mich dagegen abzuschirmen, weil meine Konzentration kaum vorhanden war. Tom war nicht mehr an Dr Academy gewesen seit er mich abgesetzt hatte, er war sehr in den Fall vertieft, aber er hatte mir versprochen zu schreiben sobald es neues gab oder Nate freikam. Aber was würde passieren wenn er entlassen wurde und hier her zurück kam? Ja ich hatte gesagt wir machten eine Pause und er könnte mir die Kette dann wieder geben, aber bereits nach zwei tagen fühlte ich mich als würde eine riesige Kluft oder ein Meer zwischen uns klaffen und wenn er wieder da sein würde, wäre nichts wie vorher. Natürlich blieb das an der Academy auch nicht unbemerkt. Über Nate kursierten sowieso schon die wildesten Gerüchte nachdem er vor zwei Wochen nach Hause gefahren war, bestimmt hatten die Werwölfe da die Gerüchteküche ordentlich angeheizt, und jedes mal wenn ich seinen Namen in der Mensa oder auf dem Flur hörte, spürte ich einen Stich. Mandy hatte mir schon Blicke zugeworfen und war heute morgen mit dem Kommentar "Na, wollte der Laden seine Kette zurück?" an mir vorbei gegangen. Am liebsten hätte ich sie erwürgt oder ihr so ins Gesicht geschlagen, dass ihr hören uns sehen verging. Mia hatte mich zurück gehalten, aber es war knapp gewesen. Gott sie machte mich so sauer! Sie ritt auf meinen Problemen rum und das schlimmste war ja noch, dass Nate wegen ihrer Familie im Knast saß, weil sie sich rächen wollten oder irgendeinen beknackten Standpunkt klar machen wollten. Das war alle so frustrierend, ich schlief schrecklich, wenn ich überhaupt schlief. Abends als ich von der Mensa in mein laufen wollte, stieß ich mit niemand geringerem als Justin zusammen. Anscheinend war er auch wieder von den Angelegenheiten zurück... Vielleicht hieß das, dass Nate frei war? Aber nein, dann hätte mein Dad mir sofort geschrieben. "Oh hey, zu dir wollte ich." sagte Justin und hielt mich weiterhin an den Oberarmen fest, da ich sonst von unserem Zusammenprall umgefallen wäre. Ich sah nur wenig interessiert, eher erschöpft, zu ihm auf. "Du siehst beschissen aus." kam als erstes von ihm. "Wow, danke." Er seufzte und sah mich weiterhin an. "Ich hab nicht mit Nate gesprochen, aber du hast mit Sila telefoniert, also du und Nate... das ist scheiße." Ich sah wieder runter auf den Boden und nickte nur. Ich hatte vor zwei Tagen kurz nachdem ich wieder hier angekommen war mit Sila gesprochen, sie hatte alles wissen wollen und dementsprechend hatte ich ihr auch gesagt, dass ich zur Zeit nicht anders konnte als etwas Abstand zu nehmen. "Bist du hier um Seelsorge zu spielen, erwartest du dass ich mich bei dir ausheule?" fragte ich zurück und versuchte amüsiert zu klingen, aber ich glaubte er durchschaute es, auch wenn er nicht den fürsorglichen raus hängen lassen wollte. "Tz, das hättest du wohl gern. Aber mal Spaß beiseite. Nate hat mir gesagt dass ich während seiner Abwesenheit nach dir sehen soll und du bist ihm nach wie vor nicht egal. Ihr steckt beide in einer schweren Phase und so, ich weiß, aber ihr seid echt ätzend, wenn ihr beide solche Trauerklöße seid. Vor allem Nate, verhält sich dann wie ne Pussy." Hatte Justin gerade wirklich gesagt, dass er sich um mich kümmern würde und ihm wichtig war, dass Nate und ich glücklich waren? Wow, anscheinend spielten nicht nur bei mir die Emotionen verrückt... "Ähm okay...Danke?" gab ich bloß zurück und er klopfte mir mit seinem typischen grinsen auf die Schulter. "Nichts zu danken, kleine Fee." Dann verschwand er wieder.
Am nächsten morgen wurde ich noch vor meinem Wecker von meinem Handy geweckt, dass mir eine Nachricht von Tom anzeigte. Darin hieß es, dass Nate heute gehen gelassen würde und sofort hüpfte mein Herz, gefolgt von einem Stich und aufkeimender Angst. Was wenn er zurück kam? während ich mit darüber den Kopf zerbrach, ging ich zum Frühstück, schnappte mir Saft und Müsli, als mich jemand anrempelte und beides auf meinem Shirt, meinen Schuhen und dem Boden landete. "Oh hoppla, ich bin aber auch so ungeschickt." sagte Mandy zuckersüß und ging kichernd weiter, beugte sich jedoch nochmal zu meinem Ohr. "Du solltest dich wieder sauber machen, jetzt wo Nate wieder auf freiem Fuß ist. Aber glaub nicht dass es vorbei ist, mein Cousin (der fru kerl) wird an dem Fall festhalten und dafür sorgen, dass die Hamptons nicht ungestraft davon kommen." flüsterte sie und genau in dem Moment, indem ich das Tablett fallen ließ, brannte in meinem Kopf eine Sicherungen durch. Ich griff nach dem nächstbesten das ich finden konnte, ein Gals Saft auf dem Tisch neben mir, und kippte es Mandy über den Kopf, als diese lachend verschwinden wollte. Ich konnte sie nicht mal beschimpfen, ich war so sauer, dass ich keine Worte dafür fand. Ja ich war blind vor Wut. Der Raum war verstummt, Mandy drehte sich knurrend um und ihre Augen glühten. "Das hast du nicht getan." fauchte sie und sprang schon auf mich zu, ja wirklich sprang. Sie warf mich um und wir landeten beide auf dem Boden, mein Kopf schlug etwas unsanft auf und als nächstes bekam ich schon einen Schlag auf die Wange. Mandy hockte über mir und knurrte, ich wehrte mich reflexartig, zog an ihren Haaren und trat irgendwie nach ihr, indem ich ein Beim in ihren Bauch stemmte. So schaffte ich es irgendwie auch uns zu drehen und sie unter mich zu bringen, sodass ich ihr jetzt eine verpassen konnte und verdammt, ich genoss den Schmerz in meiner Faust, als sie ihre Nase Traf, jedoch fing sie dann meine Hand ab. Bevor sie jedoch weiter machen konnte, kam ich mal auf die Idee meine Gabe einzusetzen. Und schon fasste sie sich an den Kopf, hörte auf sich zu wehren wand sich vor Schmerz. "Ich hab dich so satt Mandy, so sehr! Es ist die Schuld deiner Familie!" rief ich frustriert und genoss es tatsächlich sie leiden zu sehen, ja ich musste den Schmerz der letzten Tage irgendwo hin stecken und es war gut ihn in Wut zu verwandeln. Wie an jeder Schule griff natürlich niemand ein, sondern alle gafften nur oder trauten sich einzugreifen, weil sie Angst vor mir hatten. "Arizona! Hör auf!" Arme packten mich um die Taille und hoben mich in die Luft, ich wehrte mich, aber es half nicht. "Hör auf zu strampeln! Du benimmst dich wie ein wütender Terrier." Jetzt erkannte ich Justins Stimme und wurde von seinen starken Armen gegen seine Brust gedrückt, trotzdem gab ich nicht auf und ließ mandy noch etwas leiden. "Ihre Familie ist Schuld!" - "Ja ich weiß, aber du machst es nicht besser." erinnerte er mich und ich ließ endlich ab. Sie blutete aus der Nase und ließ sich von zwei Freundinnen aufhelfen. "Ihr beide, in mein Büro." donnerte Burnett durch die gesamte Mensa und ich wusste, diesmal würde ich nicht davon kommen. Aber das war mir egal, denn ich genoss es und würde jede Bestrafung dafür in Kauf nehmen.

Im Hafen sind Schiffe am sichersten, aber dafür sind Schiffe nicht gebaut.

Beigetreten: 31.07.2012
Beiträge: 27272
Blutstropfen: 80071

Basil Skander
Ich wusste, dass sie nicht sonderlich gerne bei mir schlaf. Sogar nach allem was in ihrem Zimmer vorgefallen war, schlief sie lieber bei ihr. Einfach weil bei mir noch ein anderer Typ in der Wohnung war. Es war ja nicht so, als würde ich mit ihm das Zimmer teilen. Doch sie wusste genau, dass ich sie zu nichts zwingen würde. Cassandra öffnete die Fenster und ich setzte mich in der Zwischenzeit auf ihr Bett. Ich streckte mich ein bisschen und dann kuschelte sie sich auch schon an meine Brust. "Ja, das können wir. Hast du irgendwelche Vorschläge?", fragte ich sie und sah sie an, während ich ihr sanft über die Haare strich. Diese Frau würde ich nie einen Wunsch abschlagen können. Ich würde einfach alles für sie tun.

Save your advice, 'cause I won't hear. You might be right, but I don't care.

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Beigetreten: 22.04.2014
Beiträge: 2497
Blutstropfen: 7607

Nate Hampton
Es kostete mich eine menge Kraft einfach liegen zu bleiben und an die Decke zu schauen, während Arizonas vertrauter Duft fast sofort den ganzen Raum einnahm. Aber das vergaß ich ganz schnell, als sie anfing zu reden. In mir wurde es immer leerer. Bis eben dachte ich noch der Tag konnte nicht schlimmer werden und das ich einfach nur schlafen wollte, aber sie schaffte es ihn schlimmer zu machen. Jetzt kostete es mich mehr Kraft mich überhaupt aufzusetzten und die Kette anzusehen, die sie mir hinhielt, bevor ich sie entgegen nahm. Ich sah sie nicht an. Ich sah sie auch nicht an, als sie wieder ging. Eine ganze Zeit lang saß ich da, mit der Kette in der Hand, bevor ich mich wieder hinlegte und die Augen schloss. Ihre Abwesenheit fühlte sich an als wäre ich von eisklatem Wasser umschlossen und als würde mir die Luft wegbleiben, je mehr die Zeit voranschritt.
Am nächsten Morgen wurde ich früh geholt, aber das kümmerte mich nicht, ich hatte so oder so kein Auge zugetan. Noch einmal fragten sie mich den halben Tag aus, ich bekam gelegentlich mit worüber sie sich vor der Tür unterhielten. Offenbar hatte Arizona ihnen gesagt das ich nicht log und jetzt gleichten sie das, was ich heute alles gesagt hatte mit dem, was ich gestern schon alles gesagt hatte ab. Wahrscheinlich um zu überprüfen ob ich irgendetwas anders oder verdreht sagte, was darauf deuten ließ, ich würde lügen. Aber natürlich tat ich das nicht und das konnten sie mir auch nicht nachweisen. Der einzige, der im Endeffekt Stress machte, war bloß dieser eine bestimmte Agent, der immer überall dabei sein und sich einmischen wollte. Dass das noch keiner Hinterfragt hatte wunderte mich hier schon gar nicht mehr, ich versuchte aber auch niemanden darauf aufmerksam zu machen.
Nach zwei weiteren, langen Tagen, ließen sie mich gehen. Sie hatten nichts mehr gegen mich in der Hand, zumindest nichts was darauf schließen könnte, dass die Anschuldigungen der Andersons berechtigt waren. Mein Vater höchst persönlich war gekommen um mich abzuholen, aber natürlich nicht ohne noch mal einen Aufstand zu machen. Nicht mit gegenüber, sondern der FRU und wäre ich nicht so niedergeschlagen und müde, hätte ich mich sicherlich darüber amüsiert. Aber gerade wollte ich einfach nur nach Hause und ins Bett. Als ich dann auch da war und jedem versichert hatte das es mir gut ging, ich einfach meine Ruhe wollte, legte ich mich ins Bett und griff nach meinem Handy. Einen kurzen Augenblick lang öffnete ich den Chat mit Arizona und ich hätte ihr gerne geschrieben, seis auch nur das ich wieder Zuhause war, doch dann erschien mir das Gewicht der Kette in meiner Hosentasche plötzlich fiel zu schwer und ich schloss den Chat wieder. Stattdessen ließ ich Justin wissen das ich draußen war, allerdings noch eine Weile hierbleiben würde. Selbst wenn meine Eltern nicht darauf bestanden hätten, hätte ich selbst keine Lust dazu gehabt zur Academy zurück zu gehen. Zumindest nicht für den Moment.

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Cassandra
Ich lächelte meinen Schatz verliebt an. "Dann los", stimmte ich ihm zu, gab ihm noch einen Kuss auf die Wange und dann gingen wir schon nach oben. Ich war froh, dass er zu mir gehen wollte. Ich fühlte mich in seinem Zimmer nicht unwohl oder so, aber ich fand die Vorstellung von einem anderen Mann in den gleichen vier Wänden einfach seltsam. Zu meinem Glück war Basil in der Hinsicht meistens verständnisvoll. Ich konnte ja verstehen, dass er auch mal bei sich schlafen wollte, aber ich wollte mich im Endeffekt auch nicht verbiegen.
In meinem Zimmer angekommen, lüftete ich erstmal und zog mir etwas bequemes an. "Möchtest du einen Film sehen?" fragte ich, als ich meine Arme um seinen Hals legte um mich an seine Brust zu schmiegen.

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Arizona Deveraux
Nate wurde weggebracht und ich stand da, fühlte mich betäubt und nicht ganz bei mir. Ich versuchte Nates Worte und wie er sie gesagt hatte zu verarbeiten. Was war mit mir los, dass ich solche Schwierigkeiten hatte meinen Freund zu verstehen? Dann hatte er auch noch gesagt, dass er mich nicht hatte mit reinziehen wollen, das war doch totaler bullshit! Wenn es etwas gab dass ich hasste, dann waren es Geheimnisse weil man jemanden angeblich beschützen wollte. Ich wollte ihm helfen, aber wie sollte es gehen, wenn er mir nichts erzählte. Was mir auch besonders zu schaffen machte, war wie er mich angesehen hatte...das würde ich so schnell nicht mehr vergessen. Ich ließ mich seufzend auf den Stuhl sinken und stützte den Kopf in die Arme. Am liebsten würde ich heulen, aber das wollte ich vor meinem Vater und in einem Vernehmungszimmer der FRU nicht. Ich war wieder so aufgewühlt ... Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen, ich war hin und her gerissen. "Nate wird mindestens noch bis morgen oder übermorgen in Untersuchungshaft bleiben müssen. Bis dahin sollten wir alle befragt haben und dann wird ein Verfahren begonnen an dessen Ende er dann freigesprochen wird oder nicht, das kann nochmal eine Woche dauern. Bis dahin, rate ich dir, nicht als Vater sondern allgemein, halte dich von ihm fern. Konzentriere dich auf dein eigenes Leben und lass Nate Freiraum, er hat hier genug zu tun." kam von Tom und ich sah ihn einen Moment ungläubig an. Ich brauchte einen Moment um seine Worte zu verstehen, mein Schädel drohte zu platzen. Ich dachte einen Moment darüber nach, woher Tom sich das recht nahm mir zu sagen ich solle mich von meinem Freund fernhalten, aber dann kam ich zu dem Entschluss, dass er recht hatte. Ich konnte das hier gerade nicht durchstehen. Ich war jetzt, nach einem Nachmittag schon fertig und wusste nicht wo mir der Kopf stand, mal ganz davon abgesehen, dass ich Unterricht schwänzte und es schon dunkel war, ich hatte die Schule komplett vergessen. "Komm, wir fahren wieder zurück zur Academy." Ich verließ mit Tom den Raum und ging wieder den Flur entlang, blieb dann aber stehen. "Bring mich nochmal kurz zu Nate, ich muss ihm was geben."
Als ich die kleine Zelle betrat, lag Nate auf einem schlichten Bett und sah nicht mal auf, bestimmt dachte er ich sei ein Agent. "Du hast gesagt ich soll gehen, wenn ich dich für einen Mörder halte, aber ehrlich gesagt weiß ich nicht was ich denken soll. Ich weiß nicht was die nächsten Tage passieren wird und vermutlich ist es besser ich lasse dich in Ruhe und wir kümmern uns um unsere eigenen Probleme." sagte ich mit ruhiger, aber dennoch erstickter Stimme. Ich machte noch einen Schritt rein, bewusst, dass mein Dad draußen stand und aufpasste, und griff dann in meinen Nacken, um den Verschluss der Kette zu lösen. Ich hätte nicht gedacht, dass es sich so schwer anfühlen würde und endgültig, obwohl ich nicht vor hatte Schluss zu machen. "Weißt du manchmal passt zwischen zwei Personen alles, außer der Zeitpunkt. Vielleicht ist jetzt nicht unsere Zeitpunkt." Ich hielt ihm die Kette hin und schluckte den Kloß in meinem Hals herunter, Nate sagte immer noch nichts und ich wollte auch einfach nur die Sache hinter mich bringen. "Wenn das hier alles rum ist und zwischen uns immer noch alles passt, kannst du sie mir wieder geben, aber bis dahin verdiene ich sie nicht." Ich drehte mich um, sobald er die Kette hatte und ging zur Tür, sah ihn über die schulter nochmal einen Moment an und ging schnell aus der Zelle, bevor die Tränen nur so über meine Wangen strömten und ich kaum mitbekam wie Tom mich zu seinem Wagen brachte.

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Nate Hampton
Wahrscheinlich wusste ich zum ersten Mal wirklich nicht was ich sagen sollte. Ich wollte sie überhaupt nicht als Verräterin hinstellen, ich hätte auch nie dieses Wort benutzt. Es kam mir nicht mal in den Sinn. Aber als sie davon sprach, das ich sie angeblich nicht gut genug kannte, da konnte ich das nur zurück geben. Sie müsste gar nicht meine Seite hören, wenn sie mich gut genug kannte. Sie würde dann einfach wissen, dass ich zu so etwas nicht in der Lage wäre.
Es machte mich wahnsinnig, wie sie da so stand, auf mich runter sah, aber viel schlimmer waren ihre Tränen. Ich hasste es Mädchen weinen zu sehen, ganz besonders Arizona, aber ich konnte mich auch nicht dazu bringen aufzustehen und zu ihr zu gehen. Dafür war der Abstand, der zwischen uns herrschte, zu präsent. Er hing wie eine Mauer zwischen uns.
"Ich werde es dir gegenüber nicht noch mal sagen, also hör gut zu und achte darauf, dass deine Gabe das mitbekommt" sagte ich, wieder ruhig, vielleicht wieder etwas zu leise für mich. "Ich habe zu keinem Moment versucht, ihn umzubringen. Ich habe auch nicht versucht irgendjemanden umzubringen. Würde ich alles für meine Geschwister tun, wie du gesagt hast? Ja, richtig. Aber das war aus einer anderen Situation heraus. Ich dachte, Sila wäre schwer verletzt und ich habe versucht, sie zu schützen. Dafür war es mir egal, wer vor mir stand, ich wusste nicht mal, wer das genau war. Weder ich noch einer der anderen hat zuerst angegriffen" gab ich ihr also das, was sie hören wollte, weshalb sie offenbar hier war. "Und ich habe dir nichts gesagt, weil du erstens genug eigene Sorgen hattest, offenbar mehr als mir bewusst war und zweitens wollte ich verhindern dich in irgendeiner Weise mit hinein zu ziehen, denn ich hätte es mir nicht verziehen wenn sie dich auf irgendeine Art und Weise schuldig für das gemacht hätten, was nun mal im Moment die Situation ist. Ich habe ausnahmsweise Mal bloß versucht das richtige zu tun und hier sitze ich jetzt" fügte ich noch hinzu. Ich fühlte mich ... leer? Keine Ahnung, aber es fühlte sich nicht gut an. An sich wäre es nie ein Thema gewesen mit Arizona darüber zu sprechen was passiert war, aber das war anders. Wir waren in einem Besprechungszimmer der FRU und das hier war keine Unterhaltung, sondern eine Befragung zur Feststellung, ob ich die Wahrheit sagte.
Die ganze Zeit war mein Blick auf dem Tisch gerichtet gewesen, doch jetzt sah ich wieder zu Arizona auf. "Zufrieden?" fragte ich leise, als dann auch schon die Tür geöffnet wurde und Agent Grimes mit zwei weiteren rein kam. "Sehr zufrieden, danke. Deine Zeit mit ihm ist rum Arizona, tut mir leid" meinte Grimes, woraufhin mich die zwei anderen an den Armen nahmen und meine Hände im Rücken wieder in Handschellen legten. Währenddessen, hatte Grimes sich an Arizona gewandt, leise, aber natürlich hörte ich es trotzdem. "Ich würde es für besser halten wenn du dich erst mal von ihm fernhältst" hörte ich ihn sagen. Ich wusste noch immer nicht woher er sich das Recht nahm ihr sowas überhaupt zu sagen, aber was sollte ich schon tun? Das einzige was ich gerade tat war mich so zu drehen, das ich Arizona wenigstens noch ansehen konnte. Aber dann wurde ich schon weg gezogen, aus dem Raum, sodass ich sie schnell aus meinem Blickfeld verlor. Ich wurde in ein Zimmer gebracht, dass nicht direkt wie eine Zelle war, aber einfach gehen wann ich wollte konnte ich natürlich auch nicht.

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Arizona Deveraux
Ich dachte seine Enttäuschung darüber, dass ich ihm meinen Vater verschwiegen hatte, hätte mir weh getan, aber dieses grinsen....dieses grinsen in das ich mich verliebt hatte jetzt in so einer distanzierten und kalten weise zu sehen...das tat verdammt weh. Er glaubte tatsächlich ich sei hier um ihn auszufragen, um der FRU zu helfen? Kannte er mich als solch eine hinterlistige Person? Ich hatte ihn nie so hintergangen, ich wollte doch bloß aus seiner Sicht, von ihm, von meinem geliebten Freund, wissen was ihm passiert war, weil ich mir sorgen machte und ihm helfen wollte wo ich konnte. Stattdessen glaubte er ich sei ein Spitzel für meinen Vater...das war doch alles so scheiße! Und dann ließ er mich nicht mal zu Wort kommen, obwohl was er erzählte wirklich Sinn ergab. Wieso hätte das Anderson Rudel das Risiko eingehen sollen, ihren potenziellen Anführer in den angriff zu schicken? Das war viel zu gefährlich.... Während Nate und ich uns also ununterbrochen in die Augen sahen, verletzte er mich schon wieder. Natürlich spürte ich dass er verletzt war, aber daran war er selbst schuld, wenn er mich nicht mal erklären ließ. Wieso dachte er dass?! Wieso zur Hölle dachte er ich sei hier um über ihn zu urteilen oder ihn als Mörder dastehen zu lassen? Alles was ich wollte war seine Perspektive, aber er hatte mich schon als Verräterin abgestempelt, statt mich als Hilfe und seine eigentliche Freundin zu sehen. Das machte mich sauer, aber wieder kam ich nicht dazu, er schnitt mir das Wort ab und plötzlich war die Wut verpufft und alles was ich fühlte war ein Stich und ein Druck in meiner Brust. Seine Stimme war so leise und damit so verletzlich...und dann gab er mir den Rest. Als er tatsächlich sagte, dass ich gehen sollte wenn ich ihn für schuldig hielt, schossen mir die Tränen in die Augen und ich holte tief Luft, bloß um dann den Kiefer zusammen zu pressen und ihn direkt anzusehen. "Wow, ich weiß nicht was mich mehr verletzt, dass du denkst ich frage dich nur aus, weil Mein Vater mich als Spitzel einsetzst oder, dass du einfach so denkst ich würde dich für einen Mörder halten." es war lauter heraus genommen als beabsichtigt und ich musste aufstehen, ich konnte nicht länger regungslos ihm gegenüber sitzen, also fuhr ich mir übers Gesicht und sah auf ihn herunter. "Ich bin hergekommen um deine Version zu hören, aus deinem Mund. Ich hab heute so viele verschiedene Sachen gehört, so viele mögliche Motive und Anschuldigungen, dass ich bloß von dir die Wahrheit wollte. Stattdessen steckst du mich mit deinen Gegnern gleich in eine Schublade." Ich kaute auf meiner Lippe herum und ging ein paar mal auf und ab, diese Spannung machte mich verrückt. Schließlich blieb ich wieder hinter meinem Stuhl stehen und sah zu ihm runter, in diese Augen...und die Tränen kamen von ganz allein. "Halte ich dich für einen Mörder? Nein. Halte ich dich für jemanden der für seine Geschwister durchs Feuer gehen würde, der seine Schwester vor einer Zwangsheirat beschützen würde, um jeden Preis? Ja, ja das tue ich." sagte ich erstickt und holte zitternd Luft. Eine Weile sah ich ihn einfach nur durch meine Tränen verschwommen Augen an und fühlte wieder die Kluft zwischen uns. Mein Blick glitt zu der Kette um seinen Hals und dann zu meiner. Wir waren an einem Scheideweg, schon wieder. Wir konnten hier gemeinsam raus gehen oder allein und gerade sah es eher nach letzterem aus.

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Nate Hampton
Ich reagierte nicht sofort auf Arizona, da ich selbst noch Zeit brauchte mich zu beruhigen. Außerdem, sie mochte ja recht damit haben, dass sie Situation gelinde gesagt ungünstig war, aber das interessierte mich nicht. Einen kurzen Moment blitzte die Erinnerung an den Tag auf, als ich Arizona mit in das Tal genommen hatte und sie mir von ihrem Vater erzählte. Damals hatte ich versprochen ihm eine reinzuhauen, sollte ich ihm je begegnen. Ganz offensichtlich war dieses Versprechen ernst gemeint und ich würde mich auch nicht dafür entschuldigen.
Langsam drehte ich ich mich zu ihr um, bevor auch ich mich wieder hinsetzte und sie erneut einen Moment bloß ansah. Mein typisches, schiefes Grinsen legte sich leicht über meine Lippen, doch es war in keinster Weise mit Freude oder ähnlichem verbunden. "Ich werde sicherlich nicht hier sitzen und mich von meiner Freundin ausfragen lassen. Alles was ich bereits gesagt habe ist wahr. Und es ist kein besonderer Vollmond gewesen, es ging lediglich darum das wir unser Revier gesichert haben. Das sie jetzt mit so einer Scheiße kommen ist nicht meine Schuld. Ich frage mich so oder so schon wieso es noch niemand für komisch gehalten hat das ausgrechnet nur die Nachfolger in die offensive gegangen sind. Bei meinem Vater galt die ausdrückliche Regel das seine Kinder geschützt werden sollten und wir um jeden Preis vermeiden sollen einen Angriff zu starten, eben damit wir nicht angreifbar sind und die Blutlinie gefährden, also das genaue Gegenteil von dem was die anderen gemacht haben. Sie stürzen sich auf uns, um anschließend als Opfer herauszugehen. Sehr schlau, wirklich, das muss ich ihnen lassen. Aber das interessiert dich wahrscheinlich genauso wenig wir jeden anderen hier auch, denn würdest du mir glauben, würdest du nicht hier sitzen und mich so ansehen" erklärte ich, ruhig, ohne meinen Blick auch nur eine Sekunde von ihr zu nehmen. Ich würde es nicht laut aussprechen, aber es tat weh. Es tat wirklich weh ihr ansehen zu können, dass sie sich nicht sicher war, was sie glauben sollte. "Glaubst du mir Arizona? Oder glaubst du wirklich das ich ein potenzieller Mörder bin?" hakte ich nach, leiser. "Denn wenn du das glaubst ... dann will ich das du gehst" fügte ich hinzu und ich schwöre, bei Gott, das ich noch nie etwas hatten sagen müssen, das mir so schwer fiel wie das hier. Aber ich würde mir, selbst von Arizona, nicht sagen lassen das ich zu soetwas in der Lage wäre. Egal wie ich manchmal drauf sein mochte ... ein Mörder war ich nicht.

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Arizona Deveraux
Die Luft hier drin war komisch, als würde ihr der Sauerstoff fehlen und ein kleiner Funke könnte reichen, um alles hier drin zum explodieren zu bringen. Ja es war vermutlich die falsche Situation im nach metaphorischen vergleichen zu suchen, aber ich war noch nie in so einer Situation gewesen. Wie verhielt man sich, wenn der Freund wegen schwerer Körperverletzung verhaftet war und der zuständige Agent auch noch der Vater war? Das wusste Nate noch gar nicht, aber das war jetzt auch nicht die Priorität, ich wollte wissen wie es ihm ging und die letzte Nacht aus seiner Sicht hören. Leider kam ich nicht zum sprechen, denn bevor ich es verhindern konnte, waren Nate und mein Vater in einem Wortgefecht verstrickt, während ich immer noch damit zu kämpfen hatte, dass Nate glaubte ich bräuchte meine Gabe, um zu wissen ob er die Wahrheit sagte. Nein so war das doch nicht, aber klar es war hilfreich und bei so vielen Anschuldigungen konnte ich jede Hilfe gebrauchen. Nicht dass ich mich überhaupt erklären konnte, denn schon hatte Tom rausposaunt, dass er mein Vater war. Die Sekunden danach, wie Nate mich schweigend ansah und seine Enttäuschung über mich die ich spürte, waren erdrückend und ich konnte ihm nicht mal in die Augen sehen. Ich konnte nicht mal was sagen, denn was sollte ich auch? Dass es mir leid tat, dass ich es ihm nicht gesagt hatte? In den letzten Tagen war genug anderes los, außerdem war Tom auch noch da, wenn Nate wieder auf freiem Fuß war. Ich riss meinen Blick wieder von der Tischplatte los, als Nate plötzlich aufstand, langsam und immer noch schweigend und ich wusste, dass man sich bei ihm sorgen machen musste, wenn er sich so verhielt, also stand ich ebenfalls auf. Während den nächsten Sekunden war es so still, dass ich bloß meinen schnellen Herzschlag hörte, bevor ein Geräusch von Knochen die aufeinander trafen die Stille durchbrach. Es war so schnell gegangen, dass ich nicht mal irgendwie hätte eingreifen können und ja, ich hatte den Bruchteil einer Sekunde darüber nachgedacht meine Gabe gegen meinen eigenen Freund zu benutzen. "Nate hör auf!" rief ich entsetzt und machte einen Schritt um den Tisch herum, traute mich aber nicht weiter, weil ich nicht wusste ob die beiden sich gleich schlagen würden. Was Nate dann sagte....es war vermutlich gut gemeint und er wollte mich nur beschützen, aber er hätte sich wirklich keine beschissenere Situation aussuchen können, ausgerechnet jetzt dem Agent eine zu knallen! Mit angehaltenem Atem und angespannt wie ein Bogen beobachtete ich die beiden und war tatsächlich einen Moment beeindruckt, aber auch erschrocken, als Tom drohte ihn einzusperren. Verdammt konnten die beiden jetzt mal auseinander gehen! So hatte ich mir garantiert nicht vorgestellt, dass mein Vater und mein Freund sich kennenlernen, aber deswegen waren wir auch nicht hier. Natürlich sah und spürte ich die Reue in Toms Augen, denn Nates Worte hatten gesessen, aber ich wollte und konnte mir jetzt über ihn keine Gedanken masollenOhne etwas zu sagen ging Tom dann und die unangenehme stille kehrte zurück, als er die Tür hinter sich zuzog. Nate und ich standen beide noch immer an der selben stelle, von der kürzeren Seite des tische getrennt, aber es war mehr als das. Ich hätte mich ihm jetzt in die Arme werfen sollen, mich freuen dass er unversehrt war, aber etwas hielt mich davon ab, etwas stand zwischen uns und ich sprach einfach aus, was mir als erstes in den Kopf kam. "Bist du verrückt?! In deiner Situation einen Agent zu schlagen, obwohl dich Gewalt erst hier her gebracht hat?" Wie er vorhin betonte auch ich die Frage etwas zu laut und gereizt, aber ich hatte meine Gefühle gerade absolut nicht im Griff. Und doch sobald ich ihn ansah, zog sich meine Brust schmerzhaft zusammen und ich spürte eine emotionale Erschöpfung, die mich auch wieder schwer auf den Stuhl fallen ließ. Gut, dann war ich jetzt also mit fragen dran. "Wieso hast du mir nicht erzählt, dass dieser Vollmond anders sein wird, wieso begibst du dich so in Gefahr und was ist letzte Nacht wirklich passiert?" sprudelte es aus mir raus, fragen die mir seit Toms Telefonat heute mittag im Kopf herum flogen und die unbedingt beantwortet werden mussten, sonst würde ich noch wahnsinnig.

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Nate Hampton
Ich saß bestimmt schon seit einer Stunde allein in diesem scheiß Raum und es kam einfach keiner um mir zu sagen was jetzt passierte. Nicht das ich für gewöhnlich besonders daran interessiert war mit jemandem zu reden, aber das hier war dann doch wieder eine andere Situation.
Vor der Tür konnte ich immer wieder mal Stimmen hören, Schritte die gemacht wurden aber für eine viel zu lange Zeit passierte einfach nichts, bis sich schließlich die Tür öffnete. Ich wusste, dass die nächste Person die zu mir kommen sollte, dieser Grimes war, damit hatte ich also gerechnet, aber mit Arizona? Ich ließ sie keine Sekunde aus den Augen, während sie durch die Tür kam und sich mir gegenüber an den Tisch setzte. Ich bekam nicht mal richtig mit wie sie sich an Grimes wandte, erst als er meine Hände los machte sah ich einen Moment zu ihm auf. "Was machst du hier?" fragte ich sie schließlich. Am liebsten wäre ich um den Tisch gegangen und hätte sie an mich gezogen, aber ich riss mich zusammen. "Sie ist hier weil sie dich sehen wollte. Außerdem könnte sie dir möglicherweise mit ihrer Gabe helfen" erklärte Agent Grimes, bevor Arizona auch nur dazu kam irgendwas zu sagen. Für einen winzigen Moment warf mich sein Satz aus der Fassung, doch schnell hatte ich mich wieder gefasst und sah zu meiner Freundin. "Du bist hier um mich auszufragen, um herauszufinden ob ich die Wahrheit sage? Dafür brauchst du inzwischen deine Gabe, ja?" fragte ich, vielleicht etwas zu scharf als beabsichtigt. Aber das man ausgerechnet Arizona dazu holte um mich möglicher Lügen zu enttarnen ging nicht einfach so an mir vorbei. "Wieso überhaupt ausgerechnet du?" hakte ich nach, doch wieder kam sie nicht zu Wort. "Sie wollte mich nicht ohne sie zu dir gehen lassen" seufzte der Kerl, was mich genervt aufschauen sah. "Und was bitte hatten sie bei Arizona zu suchen?" - "Nur ein bisschen Zeit mit meiner Tochter verbringen, wenn du es genau wissen möchtest" antwortete er. Ich konnte hören, dass auch er langsam genervt war, führte sich aber natürlich vollkommen ruhig auf. Und auch ich wurde einen Moment vollkommen ruhig, was sehr, sehr schlecht war. Mein Blick wanderte von ihm zu Ari und blieb eine gefühlte Ewigkeit bei ihr. Ihr Vater? Wieso hatte sie mir nichts davon erzählt? Es sah nämlich nicht danach aus als hätten sie sich heute das erste mal getroffen, so wie sie miteinander sprachen!
Ich sog einmal tief die Luft ein, bevor ich langsam aufstand und mich Grimes gegenüber stellt. Auch ihn musterte ich eine gefühlte Ewigkeit, bevor ich gar nicht anders konnte, als ihm eine reinzuhauen und zwar so richtig ins Gesicht. Sein Kopf flog zur Seite und er tat automatisch einen Schritt zurück, um sein Gleichgewicht zu halten. "Oh ja, sie trauen sich was sie Ihre Tochter zu nennen nachdem sie zu feige waren sie auch als solche aufzuziehen" murmelte ich, während ich über meine Fingerknöchel strich. Grimes hatte sich inzwischen wieder aufgerichtet und sah mich wütend an, machte jedoch keine Anstalt mir irgendwie zu nahe zu kommen. "Den nehme ich hin" meinte er. "Aber noch ein mal und ich buchte dich für den Rest deines Lebens ein. Und solltest du Hand an Arizona legen-" - "Sie haben ihr Recht, mich auf Grund ihrer Tochter zu bedrohen, veloren, als Sie damals gegangen sind" unterbrach ich ihn, bemüht dabei nicht wieder wütend zu werden. Aber was dachte er auch wer er war?! Sein Blick blieb einen Moment bei mir, offenbar hatte ich einen Nerv getroffen, bevor er sich an Arizona wandte. "Du hast fünf Minuten mit ihm" sagte er, dann ließ er uns allein.

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Basil Skander
Wir kamen am Ende unseres Spaziergangs an und wir blieben stehen. "Gehen wir zu dir", meinte ich und lächelte sie an. Sanft drückte ich ihre Hand und wir machten uns auf den Weg zu ihr. "Immerhin habe ich ja inzwischen auch schon ein paar Sachen bei dir deponiert", meinte ich und zwinkerte ihr zu. Wir stiegen die paar Treppen hinauf und lächelte leicht. Cassandra war wirklich das Beste, was mir jemals passiert war. Ich wüsste gar nicht, was ich nun ohne sie tun würde. Sie hatte mir auch geholfen, besser von mir zu denken. Das war zwar immer noch nicht gut, aber es war viel besser.

Save your advice, 'cause I won't hear. You might be right, but I don't care.

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Arizona Deveraux
"Aber er hat sie doch beschützt, wieso versteht das niemand!" rief ich aufgebracht und tigerte weiter auf und ab durchs Wohnzimmer. Sila war jetzt auch schon eine Weile bei Tom draußen und ich drehte durch. "Das ist kompliziert, Arizona. Er war der zukünftige Rudelanführer, das macht es so viel komplizierter. Sie werden es so hinstellen, als hätte Nate die Führung haben wollen, als hätte er es mit Absicht auf ihn abgesehen." Justin half mit den Erklärungen nicht gerade, er machte mir nur noch mehr Angst. Mittlerweile war es fast schon abend und es sah noch lange nicht so aus als würde es ein Ende geben. Im Haus wuselten noch mehr, mir unbekannte Rudelmitglieder, aber wir, Justin und die Geschwister, blieben immer im Wohnzimmer auf der Couch und rätselten weiter. "Oh verdammt." murmelte Asher plötzlich und vergrub sein Gesicht in den Händen. "Was ist?" hakte Luna nach und wir sahen alle Asher gespannt an. "Es wäre eine Anschuldigung, dass Nate das Rudel übernehmen wollte, was durch Mord strengstens verboten ist, aber es gibt noch eine. Er hat sich geweigert Silvia zu heiraten, also würde die nächste mögliche Vermählung auf den Sohn jüngsten Sohn des Anderson Rudelführers fallen, der sich mit der ältesten Tochter unseres Rudels verloben muss und das wäre Sila." Nach seinen Worten herrschte eine unglaubliche stille zwischen uns und ich ließ mich erschöpft weiter in den Sessel sinken. "Es stimmt. Dad hat vor ein paar Tagen mit ihm darüber gesprochen." sagte Mike, der zu uns stieß. "Es ist nur eine Frage der Zeit bis sie auch auf die Idee kommen, wenn sie es nicht schon sind." gab auch Luna hinzu. Verdammt, verdammt, verdammt! Es gab bis jetzt keine Beweise, dass Nate Sila nur beschützt hatte, es waren nicht genug Wölfe dabei gewesen und wenn doch, dann waren ihre Aussagen zweifelhaft, weil sie gegeneinander aussagten. Und jetzt....jetzt wusste ich auch nicht was ich denken sollte. Ich hielt Nate für keinen Mörder, natürlich nicht, aber dass er seine Schwester beschützte war typisch er. Er liebte seine Geschwister, besonders Sila, aber würde er für sie sogar über Leichen gehen? Jemand töten, damit sie nicht auch zu einer Hochzeit gezwungen wurde? Ich verstand es nicht, weil ich wieder mal kein Plan von den Traditionen oder Rängen der Werwölfe hatte, das war so frustrierend! Alle erhoben sich plötzlich, als Tom rein kam, erhoben sich alle und ich sah ihn gespannt an. "Ich bin fürs erste fertig, gleich kommt ein Kollege und befragt die anderen Rudelmitglieder die nicht direkt involviert sind und zur Familie gehören. Ich fahre jetzt Nate noch befragen und Bericht ablegen. Arizona komm." Endlich, es ging zu Nate! Ich sprang auf und wollte ihm hinter her, aber Sila hielt mich nochmal fest. "Du darfst mit? Sie werden dich nicht zu ihm lassen und wieso nimmt Agent Grimes dich mit?" Ja das musste bestimmt für sie richtig unfair aussehen, aber ich hatte einen kleinen Vorteil von dem sie noch nicht wussten. "Weil Agent Grimes mein Vater ist." Wieder betroffenes schweigen, bis Mike es brach. "Dein Dad ist ein Cop?" Ich seufzte. "Wusste ich bis vor drei Tagen auch nicht. Also ich versuche so viel wie möglich rauszubekommen und melde mich dann."
Die Zentrale der FRU lag eine halbe Stunde vom Anwesen weg in Austin. Wir gingen durch einen Seiteneingang rein und durch Sicherheitschecks, aber keiner stellte Fragen über mich, zumindest erst mals nicht. Es sah auf den ersten Blick aus wie ein normales Polizeirevier, nur waren manche der Agents eben etwas komisch. Außerdem war das meiste des Gebäudes unterirdisch, denn wir fuhren mit einem Aufzug fünf Stockwerke runter und kamen in einen langen Flur, jetzt kamen uns zwei Männer entgegen. "Grimes, wer ist das?" Oh verdammt, gleich würden sie mich rausschicken, niemals würden sie mich zu jemand lassen, der wegen schwerer Körperverletzung beschuldigt war. "Das ist meine Tochter. Sie hat Fähigkeiten die uns bei der Befragung von Mr. Hampton helfen werden, außerdem kennen sie sich aus der Schule, vielleicht wird sie etwas aus ihm rausbekommen." erklärte Tom total sachlich und mit einem befehlsgebenden Ton. Ich musterte die beiden Männer und sie mich. "Eigentlich ist es untersagt jemanden zu ihm zu lassen, aber einen Versuch ist es wert, aber es sieht schlecht für den Burschen aus. Von Kontaktmännern wissen wir, dass in der Jungend schon Probleme zwischen Mr. Hampton und Jackson Anderson gab und Mr. Hamptons Vorstrafenregister wegen Schlägereien ist Meilen lang." erklärte ein Vampir und die beiden Agents verschwanden in einem Büro. Mich als Spitzel für die Polizei darzustellen war wirklich eine schlaue Taktik, aber ich wusste gerade nichts mit mir anzufangen. Was ich über Nate erfuhr... das alles zusammen... Gott, das war so verwirrend! Ich wusste nicht was oder wem ich glauben sollte, aber vermutlich sollte ich mir erst mal Nates Seite anhören. Wir gingen in einen kleinen Raum und konnten von dort in den nächsten sehen, dort saß Nate an einem Tisch, die Hände in Ketten. Der Anblick schmerzte mich wirklich und ich schluckte schwer. "Alles was ihr sagt wird aufgenommen, vergesst das nicht." erklärte mir Tom und ich nickte. Dann verließen wir den Raum wieder und Tom ging zuerst in den Raum neben an, ich schluckte nochmal und folgte ihm dann. Allein schon Nates Anwesenheit, ließ mich etwas aufatmen, ich nicht beschreiben wie, aber seine Gegenwart ließ mich besser fühlen, auch wenn es eine scheiß Situation war. Ich sah ihn also direkt an und setzte mich ihm gegenüber auf den Stuhl. Zwischen uns lagen seine Hände immer noch angekettet und ich würde so gern nach seiner Hand greifen, aber mein Arm war zu kurz um über den Tisch zu reichen. Ich sah Tom an und machte eine Kopfbewegung auf Nates Hände. "Könntest du sie einen Moment losmachen? Bitte, ich hab ihn fast zwei Wochen nicht gesehen. Du kannst auch hier bleiben und aufpassen." Tom rang mit sich, aber er konnte mir, seiner Tochter, dann doch nichts ausschlagen und befreite Nates Hände.

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Nate Hampton
Ich sah den Typen vor mir ungläubig an. Das konnte doch alles nicht wahr sein!
"Okay, lassen sie es mich noch mal zusammenfassen" fing ich ruhig und sachlich an, was also hieß, das ich weiter über 180 war und wahnsinnige Mühe hatte mich zu beruhigen, vor allem weil ich schon seit Stunden hier festsaß. "Die Andersons dringen mit ihrem Rudel in unserem Revier ein, greifen uns an, verletzen unsere Mitglieder, die sich nur verteidigt haben, genauso wie ich und ich werde dafür möglicherweise eingebuchtet?" fragte ich rhethorisch, wobei ich gegen Ende hin lauter wurde. "Sind sie vielleicht auf den Kopf gefallen?! Der Wichser hat meine Schwester schwer verletzt und nur weil ich versuchte habe sie zu schützen muss ich dafür zahlen?!"
"Mr. Hampton, ich verstehe das Sie aufgebracht sind aber vieles spricht gegen Sie. Ich rechne es Ihnen hoch an, dass Sie Ihre Schwester schützen wollten, aber sie ist bei weitem nicht so schwer verletzt wie sie behaupten, weshalb wir nicht zu hundert Prozent davon ausgehen können das Sie die Wahrheit sagen darüber wie alles abgelaufen ist. Wir wissen aber, dass Sie es waren, der den nächsten Rudelanführer so schwer verletzt hat, dass er noch gerade so mit dem Leben davongekommen ist. Die Andersons gehen jetzt natürlich davon aus, dass sie versucht haben sich ihr Rudel unter den Nagel zu reißen. Nicht, dass das unsere Angelegenheit ist, aber wenn man Sie dafür des Mordes beschuldigt ist es das doch, denn es ist seit sehr langer Zeit verboten sich durch Mord ein Rudel zu holen" fing der Futzi schon wieder an und am liebsten hätte ich ihm ins Gesicht gespuckt. "Ich habe aber kein Interesse daran ihr Rudel zu führen und ich wusste auch nicht wer da vor mir gestanden hatte, ich weiß nur das ich ihn bekämpfen musste" versuchte ich es mit zusammengepressten Zähnen erneut. Ich war in meinem ganzen Leben wahrscheinlich noch nie so wütend gewesen. Mir einen Mord anhängen! Da erschien mir die Tatsache, das mein Vater mich verheiraten wollte wie eine Komödie.
Der Arsch sah mich einen Moment nur weiter an, bevor sich die Tür öffnete und ein weitere hinein kam. "Grimes möchte mit dir sprechen, er ist der Meinung du kannst nicht mehr von ihm herausfinden" sagte er, ohne mich zu beachten. Wahrscheinlich beobachtete dieser Grimes mich durch den Spiegel direkt neben der Tür, wozu sonst brauchte ich einen Spiegel hier drin. Bestimmt nicht um mir meine Haare zu richten, was ich eh nicht konnte, da meine verdammten Hände an den Tisch geschnallt waren. So eine Scheiße! "Ich komme sofort" versicherte Mister Vollpfosten, dann drehte er sich wieder zu mir. "Sie bleiben hier, bis wir alle ausführlich befragt haben, die in der Nacht bei Ihnen gewesen waren und dann schauen wir weiter" meinte er, dann ging er auch schon. Ach, ich sollte also Tage lang an einen Tisch gekettet bleiben. Die FRU war doch der größte Misthaufen.

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Cassandra
Ich freute mich wirklich sehr auf die gemeinsame Nacht mit meinem Liebling. Ich konnte kaum drum herum, nicht blöd zu grinsen und mich immer wieder an Basil zu schmiegen. Nur das war relativ schwer, wenn wir um den See herum liefen.
"Lass uns zurück gehen. Willst du zu mir oder zu dir?" fragte ich lächelnd und küsste seine Wange. Dann machten wir uns langsam auf den Weg zurück zur Academy. Ich freute mich wirklich auf die Zweisamkeit mit meinem Liebling. Ich konnte es einfach kaum erwarten nochmal mit ihm Liebe zu machen. Ja, vielleicht war ich im Moment wirklich etwas unersättlich. Und daran war ganz allein er Schuld.

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Arizona Deveraux
Desto näher wir dem Anwesen der Hamptons kamen, desto unruhiger wurde ich und als Tom versuchte mich zu beruhigen, ließ ich es ausnahmsweise zu. Als wir vor dem Tor hielten und warteten, dass es geöffnet wurde, konnte ich sehen dass innen viele Autos standen und an der Tür Leute wild herum diskutierten. Am liebsten wäre ich aus dem Wagen gesprungen und den Rest gerannt, aber ein Auto das uns entgegen kam, lenkte meine Aufmerksamkeit auf sich, es war ebenfalls ein schwarzer Mercedes, der gleiche in dem ich saß. Als das Auto an uns vorbei fuhr, erkannte ich im Bruchteil einer Sekunde Nate auf dem Rücksitz und rief seinen Name, obwohl es total unsinnig war. "Da ist Nate! Warte wo bringen sie ihn hin?! Ich muss mit ihm reden!" plapperte ich verzweifelt und bestimmt wie eine gestörte und drehte mich auf dem Sitz, um dem Auto hinterher sehen zu können. Schnell und ohne große Mühe, schickte ich Nate meine Gefühle, seit dem einen mal in der Dusche konnte ich sie ihm spüren lassen. Vielleicht würde er fühlen, dass ich da war und, dass ich ihn liebte, er war nicht allein, während ich hier verzweifelte. Tom hingegen war die Ruhe Selbst, solche verfahren anscheinend gewohnt und seine Ruhe machte mich rasend. "Sie bringen ihn in die Zentrale. Er wird wegen schwerer Körperverletzung oder im schlimmsten Fall wegen Mord beschuldigt." -"Er, was?!" Es ging direkt Um Nate?! Ich dachte bloß seine Familie wäre beteiligt, ich hatte nicht gewusst, dass er es gewesen war! "Wieso hast du nichts gesagt! Wieso hast du nicht gleich gesagt, dass er beschuldigt wird?!" Tom hielt den Wagen vor dem Haupthaus an und seufzte. "Weil ich gewusst hatte, dass du durchdrehen würdest." Oh und wie er da recht hatte. Ich wollte gerade wieder den Mund aufmachen, aber er kam mir zuvor. "Arizona hör zu. Das ist eine offizielle Befragung, du dürftest überhaupt nicht hier sein. Ich weiß dass es schwer ist, aber bitte misch dich nicht ein und halte dich im Hintergrund. Je schneller ich alle befragt habe, desto schneller können wir in die Zentrale." Ich stieß die Luft aus, die ich angehalten hatte und nickte, dann stieg ich vor ihm schon aus. Auf dem Weg zum Wagen waren schon Nates Eltern, die mich überrascht ansahen, aber kein Wort sagten, da Nates Mutter ihren aufgebrachten Ehemann unter Kontrolle halten musste, der schon anfing auf Tom einzureden. Ich entdeckte an der Tür zu Nates Haus aber schon Sila, Justin und die Zwillinge, sodass ich zu ihnen eilte. "Arizona, was machst du hier?" fragte sie verheult und ich schlang die Arme um sie, das konnten wir beide gerade gebrauchen. Über ihre Schulter hinweg sah mich Justin fragend an. "Woher?-" - "Lange Geschichte, aber erst will ich wissen was passiert ist? Ich dreh durch, Nate geht seit gestern nichts ans Handy und und..." Ein Schluchzen entwich meiner Kehle, aber ich weinte nicht. Ich war ja nicht direkt traurig, eher besorgt und ich verstand die Welt Welt nicht mehr. Justin warf noch einen Blick auf Tom und die Hamptons, die ins Haupthaus gingen, dann legte er den Arm um ich und Sila und schob uns beide in Nates Haus. Wir ließen uns im Wohnzimmer nieder und Sila fing wieder an zu weinen. "Es tut mir so leid Arizona! Wenn ich besser aufgepasst hätte, wäre es nie so weit gekommen, dann hätte er mich nicht beschützen müssen." Ich runzelte die Stirn und verstand nur Bahnhof, also setzten sich auch die anderen und fingen an die Ereignisse der letzten Nacht komplett zu schildern.

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Nate Hampton
"Nehmen Sie sofort die Hände von meinem Sohn!" rief mein Vater aufgebracht, während zwei Typen von der FRU erst in mein Haus gestürzt kamen und mich dann an dem Armen gepackt hinaus zerrten. Okay, ja, der Vollmond war deutlich schlechter veraufen als erhofft aber was hatte ich tun sollen? Dieser dumme Wichser hätte Sila noch richtig verletzt wenn ich nicht was getan hätte! Und außerdem lebte er noch, wieso also gleich so ein Aufstand?!
Mein Vater baute sich vor mir und den Typen auf, seine Augen leuchteten grell gelb. Es war auch nicht sehr schlau wenige Stunden nach Vollmond hier aufzutauchen und mich des möglichen Mordes zu beschuldigen. "Sir, gehen sie uns aus dem Weg. Nate wird des Mordes beschuldigt und ein Mann liegt schwerverletzt im Krankenhausin unserer Zentrale, wir haben also keine Wahl als ihn mitzunehmen" versuchte einer der beiden in seinem dämlich neutralen Agententon meinem Vater weiß zu machen, aber jetzt wurde auch ich wieder wütend. "Haben Sie vielleicht mal darüber nachgedacht mich zu fragen wie das bagelaufen ist?! Ich hab niemanden umgebracht! Ich hab es auch nicht versucht, ich habe lediglich meine Schwester beschützt!" fuhr ich den Agent rechts von mir an, während ich versuchte ihm meinen Arm zu entziehen. Natürlich mussten sie Werwölfe schicken, alles andere wäre wirklich dämlich gewesen. "Wir haben bloß die Anweisung sie mitzunehmen, Agent Grimes ist für Ihre Befragung verantwortlich" wandte sich nun ein anderer Typ an mich, bevor er sich meinem Vater zuwandte. "Sie und ihr Rudel bleiben hier bis Agent Grimes hier war um mit Ihnen darüber zu sprechen wieso Sie vom Anderson-Rudel angegriffen worden sind. In der Zwischenzeit nehmen wir Nate mit in unsere Zentrale, wo er bleibt, bis wir alles klären konnten. Ich würde Ihnen also raten ruhig zu bleiben" sagte er nun zu meinem Vater, der aussah, als würde er dem Kerl gleich den Kopf abbeißen. Aber das wäre wahrscheinlich nicht besonders schlau. "Ist schon okay, geh und schau nach Sila. Ich komm schon klar, die können mir nichts anhängen" versicherte ich meinem Vater und überraschenderweise sah er mich tatsächlich einen Moment ruhig an und nickte schließlich. Auch ich nickte kurz, dann wurde ich aber zu einem Auto geführt und auf die Rückbank gesetzt. Natürlich nicht ohne meine Hände in Handschellen zu legen. Zugegeben, ich wurde nicht zum ersten mal von Bullen mitgenommen, egal welche Art von Bullen, aber das hierwar doch etwas anderes. "Da ist Grimes" hörte ich von vorne einen der beiden murmeln, während wir vom Gelände fuhren. Ich sah das Auto zwar, bekam aber nicht mehr das Gesicht des Typen zu sehen, da ich zu spät nachgesehen hatte. Seufzend lehnte ich mich zurück und schloss die Augen. Der Tag konnte ja nur besser werden.

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Arizona Deveraux
Am nächsten Tag schaffte ich es tatsächlich über meinen Schatten zu springen und willigte ein mit Tom nach Fallen in ein Eiscafé zu gehen. Er fragte nach meiner Kindheit, meiner Mum und später auch nach Nate. Über meine Mum gab es nicht viel zu erzählen, außer dass sie eben mit mir überfordert gewesen war und mich deswegen auf die Academy geschickt hat, aber so war es besser für uns beide. Tom erzählte auch noch etwas über sich, wie er aufgewachsen war und dass er nach meiner Mum nochmal geheiratet hatte, eine Hexe, aber es hatte auch nicht gehalten. Wäre auch komisch gewesen wenn ich plötzlich auch noch eine Stiefmutter hätte. Dann sprachen wir noch über Nate und Tom war ebenfalls überrascht, dass ich mit einem Werwolf zusammen war, aber er meinte das positiv, er fand es erfrischend und war beeindruckt, dass wir in unserem alter eine Beziehung hatten die sich gegen Werwolftraditionen durchsetzte.
Den ganzen Tag über hatte ich nur einmal von Nate gehört, er war mit Vorbereitungen für den Vollmond beschäftigt. Er hatte nicht gesagt, dass es Probleme geben könnte, aber selbst ich fügte eins und eins zusammen. Sie hatten Streit mit einem anderen Rudel, war Vollmond da nicht die Gelegenheit um zurück zuschlagen? Hoffentlich passierte nichts.
Am nächsten morgen, dem Tag nach Vollmond, schrieb ich direkt Nate.
Hey. Wie war Vollmond? Gehts dir gut? Ich liebe dich :*
Da heute Montag war, musste ich anders als gestern wieder in den Unterricht und bis zur Mittagspause hatte ich immer noch keine Antwort von ihm. Stattdessen wartete Tom vor dem Klassenraum auf mich und ich verabschiedete mich von Mia. "Hast du Lust dir etwas zu essen zu holen und mit an den See zu kommen?" Es war eine ganz normale Frage und er lächelte sogar, trotzdem dachte ich einen Moment darüber nach. Er wollte mich kennenlernen und bis jetzt lief es gut...wieso nicht. "Ähm ja okay." Also holten wir uns auf dem weg raus in der Mensa Sandwiches. Natürlich blieb es nicht unbemerkt, dass ich von einem FRU Agent begleitet wurde und dementsprechend fing das getuschel auch an. Für Mandy war das ein gefundenes​ fressen, aber tatsächlich war sie überhaupt nicht da und auch zwei weitere Werwölfe fehlten. Ja klar es war nach Vollmond, aber bis zur Mittagspause waren meistens alle wieder zurück....komisch. Was die anderen dachten wusste ich nicht, vielleicht dass ich etwas angestellt hatte oder dass ich wegen meiner Gabe eine Gefahr darstellte, jedenfalls würde ich es morgen bestimmt hören. Draußen am See hatte wir uns gerade an den Steg gesetzt, als Toms Handy klingelte. Er sah drauf und schaute plötzlich etwas finster. "Da muss ich ganz kurz dran gehen." Er entfernte sich etwas und ließ währenddessen meine Füße über dem Wasser baumeln, bis Tom etwas lauter wurde und ein Name mich aufhorchen ließ. "Anderson....hm. Ja, ja. Gibt es keinen anderen Agent der das machen kann? Drei Stunden von hier?" fing ich ein paar fetzen auf und dann drehte er sich um und sah mich besorgt an. Ich hatte bei dem Namen Anderson schon aufgehorcht und drei Stunden von Hier....Nate! "Ja im Ordnung, ich fahr hin." Damit legte Tom auf und ich ging ihm schon entgegen. "Ist bei den Werwölfen etwas vorgefallen?" Er nickte und räusperte sich. "Ähm ja. Ich darf eigentlich nicht über Fälle sprechen, aber ich mache mal eine Ausnahme da du meine Tochter bist und es um deinen Freund geht. Es gab kämpfe zwischen dem Hampton und Anderson Rudel letzte Nacht. Es wurde niemand getötet, aber es gab einen schwerverletzten, der im Krankenhaus liegt. Es ist noch nicht klar ob er durch kommt, aber so oder so müssen die Details des Vorfalls aufgenommen werden. Da ich praktisch in der Nähe bin, soll ich das machen." Oh mein Gott! Ich hatte so eine Vorahnung gehabt, dass dieser Vollmond anders sein würde. Was wenn Nate verletzt war! Meldete er sich deswegen nicht? Ich verspürte eine ungeheure Angst. "Ich muss Nate anrufen!" hektisch holte ich mein Handy raus und hielt es mir schon ans Ohr. "Arizona-" unterbrach mich Tom, aber am anderen Ende der Leitung ging direkt die mailbox dran, verdammt sein Handy war aus. Sofort kam mir eine andere Idee. "Kann ich mit?" fragte ich deswegen und natürlich stieß ich da auf Widerstand. Er schüttelte den Kopf, "Das ist eine offizielle Befragung, das geht nur die beteiligten und die Familie an." "Aber ich bin seine Freundin, sogar seine Lebenspartnerin, was bei Werwölfen eine große Sache ist, bitte nimm mich mit. Ich mache mir sorgen und könnte bestimmt auch mit meinen Gaben helfen, es muss ja auch niemand erfahren." bettelte ich tatsächlich. Er seufzte und rang noch einen Moment mit sich, aber ich spürte, dass ich ihn schon hatte. "Na gut, aber frag Holiday ob es in Ordnung ist, wenn du die letzten beiden Stunden verpasst."
Holiday war kein Problem gewesen, also saßen wir eine halbe Stunde später in seinem Wagen und ich fuhren zu den Hamptons. Vor etwas mehr als zwei Wochen waren Nate und ich erst hier lang gefahren... Ich rief ihn weiterhin an, quatschte ihm auf die Mailbox, aber keine Antwort. Ich wusste dass er nicht tot war, aber nicht zu wissen was war, war auch scheiße.

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Nate Hampton
Es war die Jagd meines Lebens. Ob es so gut war, wollte ich mal nicht behaupten. Ich wurde ununterbrochen von Justin und Conner flankiert, während wir unsere Runden um das Revier drehten. Natürlich war es viel zu groß um alles nur zu dritt abzusichern aber wir waren ja auch nicht zu dritt. Wi waren Dutzende, wie viele genau wollte ich gar nicht wissen. Mir war nie bewusst gewesen wie groß das Rudel meines Vaters war, es war schon beeindruckend. Und heute waren noch nicht mal alle hier, weil nicht alle hier oder in der Nähe lebten.
Der Vollmond war schon vor stunden angebrochen, aber noch immer war es ruhig. Dennoch gingen wir alle davon aus, dass es nicht dabei bleiben würde. Genau genommen, wurden Meine Jungs und ich gerade zurück gerufen, von meinem Vater. Doch soweit kamen wir leider gar nicht, denn unser Gegener hatte es geschafft in unser Revier zu dringen. Ich wusste nicht wie sie das geschafft hatten und gerade wollte ich eigentlich auch nur zu sehr darüber nachdenken. Was, wenn jemand verletzt wurde? Wenn jemand umgebracht wurde? Okay, weg mit diesen Gedanken, gerade hatte ich so oder so wichtigeres zu tun, denn mehrere Werwölfe hatten sich uns genährt und gingen direkt zum Angriff über. Auch ich machte keinen Halt davor, obwohl wir nur zu dritt waren und sie deutlich mehr. Aber ich würde sicherlich nicht weglaufen und ich wusste das Justin und Conner genauso dachten. Zähne wurden in Seiten gebohrt, Pranken rissen sich gegenseitig nieder. Ich hörte Justin neben mir aufjaulen, ein schmerzhafter Laut, doch bevor ich ihm zur Hilfe kommen konnte tat es schon jemand anderes. Natürlich erkannte ich Luna und Asher sofort, vor allem als Werwölfe erkannte man das sie Zwillinge waren. Sie kämpften als wären sie eins, eine EIgenschaft die ich beneidete. Gemeinsam halfen sie Justin und rissen seinen Angreifer zu Boden, machten ihn Kampfunfähig. Die einzige Regel, die wir für diese Nacht hatten, war es, für keinen einzigen Mord verantwortlich zu sein und daran hielten wir uns auch. Aber gerade hatte ich das Gefühl das es dem Gegener nicht ganz so ernst damit war. Ich wusste ja auch nicht ob sie sich überhaupt daran hielten, so wie wir, aber für gewöhnlich wollte man wirklich nicht den Rat, geschweige denn irgendeinen Trottel der FRU im Nacken haben.
Es kamen immer mehr dazu, nicht nur von meinem RUdel, sondern auch vom gegnerischen und wenn man nicht genau aufpasste, verlor man schnell die Übersicht darüber wer zu einem gehörte. Leider verlor ich nach einem tiefen Biss in meine Seite für einen Moment die Orientierung, weshalb ich den Schädel nicht kommen sah und Meter weit zur Seite geschleudert wurde. Als er wieder angreifen wollte, warf sich ein dunkelblonder, fast hellbrauner Wolf dazwischen und wurde zu Boden gerissen. Von allen, die es hätten sein können, musste es Sila sein und genau deshalb brannte auch eine Sicherung bei mir durch, als ich sie schmerzerfüllt brüllen hörte. Ich konnte mich nicht daran erinnern jemals so schnell wieder auf den Beinen gewesen zu sein, doch schon stand ich schützend über ihr und vergaß für einen Moment die einzige Regel an die ich mich halten musste. (Also Nate verletzt jemanden sehr stark aber er überlebt es, nicht vergessen^-^)

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Arizona Deveraux
Nachdem ich Nates Stimme jetzt mal wieder gehört hatte, vermisste ich ihn wieder umso mehr. Eine Woche hatte ich jetzt überstanden, war nur die Frage wie lange er noch dort blieb.
Ich erreichte gerade den Seiteneingang der Academy, als Justin die Tür aufstieß und ich fast in ihn reinlief. "Oh, gut dass ich dich treffe." sagte er und schulterte eine Sporttasche. Ich zog die Augenbrauen hoch, da ich nicht erwartet hätte, dass Justin sich jemals freuen würde mich zu sehen. "Was gibts?" Nachdem er mein Gesicht gemustert hatte, zog er die Augenbrauen hoch. Sah man mir so sehr an, dass ich geheult hatte? Er sah mich fragend an, ich sagte bloß "Ich hab mit Nate telefoniert." Besser er glaubte ich hatte total mädchenhaft geheult, weil ich meinen Freund vermisste, als dass er merkte, dass etwas wirklich nicht stimmte und es Nate petzte. "Ich fahr jetzt zu den Hamptons, morgen ist Vollmond und das Rudel muss noch einiges besprechen, großes treffen wegen den Andersons und so. Schaffst du es zwei Tage niemand zu quälen?" fragte er mit einem kleinen schmunzeln. Wow, was war hier los? Musste ich mir sorgen machen, hatte er gerade einen Schlaganfall oder war auf Drogen? Ich verdrehte die Augen und seufzte. "Ich hab es bisher auch geschafft und du warst dabei keine große Hilfe." Jetzt verdrehte er die Augen. "Ich bin auch nicht deine Mami. Aber mal ernsthaft, pass auf dich auf kleine Fee." Damit drückte er kurz meine Schulter und ging weiter. "Pass auf Nate auf." rief ich noch und er streckte bloß einen Daumen in die Luft. Wow, das war eine ziemlich schräge Unterhaltung gewesen und bewies nur, in was für einer komischen Situation wir uns befanden.
Nachdem ich auf meinem Zimmer gewesen war und wieder normal aussah, ging ich mit fünfzehn Minuten Verspätung in den Unterricht. Holiday sah mich mehrmals besorgt an, dementsprechend überraschte es mich nicht, als sie mich nach der Stunde bat noch kurz da zu bleiben. "Wieso hast du mich mit ihm einfach so allein gelassen?" warf ich ihr vor und sie sah mich mitfühlend an. "Ich bin immer da wenn du reden möchtest, aber das geht mich nichts an. Er wollte dich kennenlernen, weil es ihm leid tut, er wollte sehen wie seine Tochter sich entwickelt hat. Möchtest du ihm nicht noch eine Chance geben? Du musst nicht viel sagen, aber lass ihn sich doch einfach mal erklären." Daran hatte ich auch schon gedacht und ich wollte auch wissen wieso er damals gegangen war, aber gleichzeitig wusste ich, dass es keine Erklärung gab die es rechtfertigen konnte, dass er seine Frau mit einem zehn Monate alten Kind alleine ließ. "Okay, ja ich werd ihm zuhören. Ist er noch da?" fragte ich nicht gerade begeistert, eher erschöpft. "Ja ist er, er ist in Burnetts Büro und arbeitet, geh rüber und frag ihn einfach wann er Zeit hat. Und wenn du später zum Training kommst, ist das auch okay." Na toll, ich musste also auch noch selbst zu ihm gehen, wie ein reudiger Hund. Also ging ich den Flur entlang und klopfte an der Tür gegenüber von Holidays Büro. Nach einem herein trat ich ein und fand Agent Grimes am Schreibtisch über Akten sitzend, er sah überrascht auf und versuchte sich dann an einen lächeln. "Ich hatte nicht erwartet, dass du je wieder mit mir reden würdest." kam von ihm und ich machte dir Tür zu und setzte mich dann ihm gegenüber auf einen Stuhl. "Freuen sie sich nicht zu früh. Also, ich höre ihnen zu. Versuchen sie mir zu erklären warum sie damals gegangen sind, aber bitte kein kitsch von wegen wie sie meine Mutter kennengelernt haben oder wie sehr sie sie geliebt haben, sparen sie sich das bitte." machte ich ihm klar und er legte seinen Stift weg, und lehnte sich ebenfalls zurück. Ein kleines lächeln spielte um seine Lippen, als würde er sich über mein Temperament oder meine Worte amüsieren. "In Ordnung, aber nur wenn du aufhörst mich zu siezen. Ich erwartete nicht dass du mich Dad nennst, aber nenn mich doch Tom." Ich nickte, "Fein. Also Tom, rede." Ich gab ihm eine Chance, hoffentlich würde ich es nicht bereuen.
Nach zwei Stunden verließ ich das Büro wieder und war ziemlich aufgewühlt. Er hatte mir einiges erklärt und über sich erzählt, um mich war es gar nicht oder kaum gegangen. Er hatte meine Mutter verlassen, weil er sie nicht in die Welt der Übernatürlichen hatte einbinden wollen und weil sein Job bei der FRU eine Familie nicht zuließ, er durfte keinem Menschen von seiner Arbeit erzählen und auf solchen Geheimnissen hätte eine Familie nicht beruhen können. Ich war nicht geplant gewesen, das wusste ich, aber er hätte doch wenigstens passiv an meiner Erziehung teilhaben können, um mir die Übernatürlichen Sachen zu erklären. Er hatte sich damit gerechtfertigt, dass er mir eine normale und menschliche Kindheit schenken wollte, tja das hatte nicht funktioniert. Alles in allem war ich sogar froh es zu wissen und ich verstand ihn sogar, naja teilweise, aber verzeihen konnte und würde ich ihm nicht. Besonders, dass er erst jetzt auf die Idee kam mich zu suchen, darauf hin hatte er gemeint, dass er geglaubt hatte ich würde auf eine normale High School gehen und ein menschliches Leben führen. Tja, nix da. Am Ende hatte er von mir noch was wissen wollen, aber ich hatte ihm nur gesagt, dass ich etwas nachdenken musste, ob ich ihn weiter kennenlernen wollte und mich morgen melden würde. Er war noch ein paar Tage hier. Jetzt hatte ich noch eine Stunde bis zum Abendessen, also würde ich wenigstens kurz mal zu Holiday gehen und ein paar Übungen machen. Am liebsten würde ich bloß ins Bett gehen und mich an Nates Brust kuscheln, aber leider ging das ja nicht.

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Nate Hampton
Ein kleines Seufzen entglitt meinen Lippen. "Ich weiß. Wir hören uns, machs gut Süße" meinte ich schließlich und wartete noch einen Moment, dann legte ich auf. Ich ließ das Handy neben mich ins Kissen fallen und schloss für einen Moment die Augen, bevor ich wieder aufstand und mich umzog. Ich konnte draußen schon die vielen Leute hören, die Autos die auf den Hof fuhren. Alles Mitglieder des Rudels, was hieß, das Justin auch bald eintreffen sollte, worüber ich wirklich erleichtert war. Morgen war Vollmond und ich war überraschen ruhig, im Gegenteil zu meinem Vater. Er war im Alarmmodus und sammelte alle zusammen die er aufbringen konnte. Ich hatte keine Ahnung wie sowas für gewöhnlich lief, ich konnte mir auch nicht vorstellen das sowas häufiger vorkam. Ich wusste nur wie man ein Rudel an sich riss und ich ging davon aus, dass mein Vater versuchte genau das zu verhindern, denn das Anderson's Rudel wollte unser Revier. Es würde dieses mal also nicht einfach nur ein Vollmond sein, sondern ein Kampf und wir mussten unser Oberhaupt schützen. Da ich so oder so jeden Vollmond auf Streit aus war, traf sich das ganz gut.
Ich ging zum Fenster rüber und sah runter, ich sah Mike und Asher zum Haupthaus zugehen, vertieft in einer Unterhaltung. Beide sahen ernst aus, besonders Mike, immerhin hing auch seine Zukunft davon ab, schließlich sollte er später Vater's Platz einnehmen. Man würde es also auch auf ihn absehen, aber auch auf Asher und mich. Hauptsache, die männliche Blutlinie auslöschen. Man konnte ruhig behaupten, dass wir das zu ernst nahmen, aber wenn jemand so traditionell war wie unser Gegenüber, dann war das berechtigt.

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Basil Skander
Ich grinste bei ihrer Idee und erwiderte den Kuss, den ich bekam. "Das fühlt sich gut an", erwiderte ich und lächelte sie an. Es fühlte sich alles gut an, wenn wir beieinander waren. Dann hatte ich oft das Gefühl, als könnte gar nichts mehr schief gehen. Als würden wir alles miteinander durchstehen. Aber würden wir das tatsächlich? Ich würde jedenfalls nie im Leben von ihrer Seite weichen. Unsere Finger waren ineinander verschränkt, während weiter dem See entlang liefen. Ich schüttelte den Kopf und lächelte sie an. "Nein, deine Idee hört sich gut an", erwiderte ich und drückte ebenfalls kurz die Hand. Die Runde war fast schon vollendet und ich sah zu Cassandra. Das Mondlicht spiegelte sich leicht in ihrem blonden Haar. Sie war einfach nur wunderschön. Ich wusste es nicht, womit ich so eine wundervolle Frau verdient hatte. Aber das war nun geschehen und ich würde sie nie mehr hergeben.

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Arizona Deveraux
Als ich ihn auf die Kette ansprach, wurde er eine Weile still. Ich wusste dass er noch da war und fragte nicht nach, sondern ließ ihn überlegen. Immerhin war ich auch etwas abwesend, von daher verstand ich, dass er auch mal Zeit brauchte. Natürlich fragte ich mich, ob etwas vorgefallen war, weil er so lange darüber nachdachte, aber ich drängte ihn nicht, immerhin hatte ich ihm auch nicht alles erzählt. Vielleicht hatte die Kette ja für Streit gesorgt? Aber das würde er mir sagen oder? Umso mehr überraschte es mich, dass anscheinend niemand sich daran störte, dass er mir die Kette gegeben hatte, dabei hätte ich von seinem Vater den meisten widerstand erwartet. "Wirklich? Das freut und beruhigt mich." Anscheinend lief es wirklich gut bei ihm und seiner Familie und das ließ mich einen Moment meine eigenen Probleme vergessen, bis er mich daran erinnerte, dass ich zurück musste, weil die Pause gleich vorbei war. Ich sah kurz auf die Uhr, in fünf Minuten würde es wieder klingeln, die Frage war bloß, ob ich die letzten zwei Stunden auch noch schwänzen sollte oder nicht. "Ohja, hast recht. Okay, dann schreib ich dir später irgendwann oder du meldest dich, du weißt ich bin immer für dich da." Das wusste er, aber ich erinnerte ihn immer wieder daran, er sollte sich mir anvertrauen, auch wenn ich es andersrum gerade nicht tat. Mit dem Handy noch am Ohr stand ich auf und machte mir daran zurück zu laufen. Vor dem Unterricht würde ich noch auf mein Zimmer müssen und mein Gesicht sowie Haare nach dem heulen in Ordnung bringen, ich würde also so oder so zu spät kommen. Aber ich hatte eh bei Holiday Feenkunde und Mia wusste auch bescheid, also war es halb so wild.

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Nate Hampton
Zu hören, das justin tatsächlich ein Auge auf Arizona hatte, tat gut zu hören. Genau bei solchen Angelegenheiten merkte ich immer wieder wieso er überhaupt mein bester Freund war, vollkommen egal was für ein Arsch sein konnte. Das er in den letzten Tagen nicht viel mit irgendwem gesprochen hatte wusste ich tatsächlich und das lag nicht etwa an Arizona. Seine Familie war Teil unseres Rudels und natürlich bekam er dementsprechend alles mit, so wie jedes Mitglied. Die Stimmung war wirklich angespannt, vor allem jetzt vor Vollmond, aber ich würde Arizona nichts davon erzählen. Sie schien selbst genügend zu tun zu haben, da sollte sie sich auch noch nicht darüber sorgen was hier bei mir los war.
Als sie aber fragte, ob ich was zu der Kette gesagt bekommen hatte, war ich es kurz der in Gedanken sank. Natürlich hatte man mich darauf angesprochen, ich hatte es ja auch nicht gerade versteckt. Von meinen Geschwistern kam nichts negatives, ganz im Gegenteil. Sie freuten sich. Bei meinen Eltern allerdings war das zuerst auf Widerstand gestoßen. Eine Diskussion darüber hatte es auch gegeben, bis ich es aufgegeben hatte und gegangen war. Überraschenderweise kam mir meine Mutter aber hinterher, hatte sich mit mir hingesetzt und in Ruhe darüber gesprochen. "Hör mal Nate. Ich weiß, du denkst deinem Vater sind die Traditionen wichtiger aber das stimmt nicht. Er selbst hat nicht die Frau geheiratet die für ihn gewählt wurde und das, weil er mich so sehr liebt. Es ist natürlich etwas anderes, weil deine Freundin eine Fee ist. Aber das Prinzip ... das verstehen wir alle sehr gut, er selbst am besten. Und das hat er jetzt auch verstanden. In den letzten Tagen seid ihr euch näher gekommen als in den letzten Jahren und das ist ihm sehr wichtig, wichtiger als Traditionen. Deshalb möchte er auch nicht mehr das du dich dem beugst was er will, sondern das tust was du für richtig hältst" hatte meine Mutter zu mir gesagt und lange wusste ich nicht was ich darauf hatte antworten sollen. Aber das war der Tag gewesen an dem auch ich meinem Vater entgegenkam und das hatte im Endeffekt den Streit beim Abendessen ausgelöst. Weil mein Vater hinter mir stand.
"Na klar hat jemand was gesagt. Alle haben was gesagt. Aber niemand hat mich darum gebeten sie abzunehmen, geschweige denn versucht sie mir abzunehmen oder mich dazu zu bringen sie von dir zurück zu verlangen. Was das angeht ist bei mir also alles in Ordnung" versicherte ich ihr schließlich. Ich wollte ihr schon gerne alles erzählen, aber lieber dann wenn ich sie Wiedersehen konnte. "Musst du nicht wieder in den Unterricht?" fragte ich sie leise nach einem kurzen Blick auf die Uhr. Ich wollte nichts lieber als weiter ihre Stimme zu hören, aber sie vom Unterricht abhalten wollte ich auch nicht.

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Arizona Deveraux
Ich war schön blöd wenn ich gedacht hatte Nate würde nichts merken, aber er würde nie darauf kommen was wirklich los war und ich wollte es auch nicht. Ich musste erst mal selbst damit klar kommen, bevor ich es ihm erklären konnte. Bis jetzt wusste ich nicht mal ob ich Agent Grimes glauben sollte, ob ich ihm einen Chance geben sollte oder ob ich ihn zur Hölle schicken sollte. Leider half es auch nicht, dass ich Nate sagte, dass ich ihn vermisste, denn als er es erwiderte, verspürte ich einen Stich in der Brust und ich schloss leicht gequält die Augen. Als er weiter nach hakte, seufzte ich kurz, was er bestimmt auch hörte. "Nein, es ist alles gut, naja zumindest so wie die letzten zwei Wochen schon. Ich bin erschöpft, die Gabe macht mir noch zu schaffen, aber dafür kann Holiday nichts." versuchte ich ihn zu beruhigen, auch wenn ich wusste, dass der letzte Satz nur ein Scherz war. Er brachte mich tatsächlich etwas zum kichern, als er nicht wollte, dass ich mir wehtat, wenn ich gegen Mandy vorging. "Als ob ich mir wehtun würde, ich hab meine Gabe und sogar Justin, auch wenn dieser in den letzten Tagen nur zwei Worte mit mir gewechselt hat, aber er wirft in der Mensa immer ein Auge auf mich. Ich werde nichts gegen sie machen und mir Stress einhandeln, wenn sie anfängt, bekommt wenigstens sie den Ärger." War nur eine Frage der Zeit, bis sie zurück schlug. Jetzt mit dem plötzlichen auftauchen meines Vaters, war Mandy nicht mehr mein größtes Problem, aber sollte Nate das ruhig weiterhin glauben. "Hat eigentlich jemand was gesagt, dass du die Kette trägst?" wechselte ich wieder von mir zu ihm, aber die Frage war mir schon länger im Kopf herum gegangen.

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Nate Hampton
An meinem Stirnrunzeln hatte sich auch dann nichts geändert, als Arizona schließlich doch noch antwortete. Es macht mir sorgen wie sie sich anhörte. "Hey" murmelte ich leise ins Handy rein, während ich mich auf mein Bett warf. "Ich vermisse dich auch" sagte ich schließlich. Okay, dann hatte ich es doch laut ausgesprochen, und? Ihr gegenüber war das ja auch okay. Als sie wieder nichts sagte, seufzte ich. "Du magst mir wahrscheinlich nicht sagen was bei dir los ist, oder? Nimmt Holiday dich zu hart dran mit deinen Fähigkeiten? Soll ich mich mal mit ihr unterhalten?" fragte ich sie. Der letzte Satz war eher um sie aufzumuntern, ein kleiner Scherz, denn ich brauchte Arizona nicht neben mir zu haben um zu wissen wenn etwas nicht stimmte. "Oder hat Mandy irgendwas gemacht? Hier steht eh jeder auf Kriegsfuß mit ihr und ihrer Familie also hindert dich niemand daran sie ruhig mal ein bisschen anzupacken, natürlich nur solange du dir selbst nicht wehtust!"

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Arizona Deveraux
Schon ein komischer Zufall, dass Nate ausgerechnet jetzt anrief, als würde er über hunderte Kilometer Entfernung fühlen, dass es mir gerade richtig dreckig ging. Eigentlich sollte ich mich freuen, ihm mein Herz ausschütten und ihn um Rat fragen, aber ich wüsste gar nicht wo ich anfangen sollte, würde sowieso nur in Tränen ausbrechen und vermutlich hatte er mehr Schwierigkeiten als ich. Doch als er anfing zu erzählen, stellte sich heraus, dass seine Familie direkt wohl nicht das Problem war. Das überraschte mich tatsächlich. Sie kamen mit seiner Entscheidung klar? War war mit den Traditionen, dem Familienstolz? Stattdessen hatten sie jetzt wohl Probleme mit der anderen Familie, mit der sie sich zusammen schließen sollten. Als er sagte, dass er mich bei sich haben wollte, schluckte ich, aber der Kloß den ich seit zwei Stunden in Hals hatte, ging nicht weg und jetzt seine Stimme zu hören ohne dass er da war, machte es nicht besser. Wieder traten mir die Tränen in die Augen und meine Gefühle drohten mich zu überrollen, aber ich biss die Zähne zusammen, damit die Tränen nicht überquollen. Ich brauchte ein paar Minuten um mich wieder zu fangen, währenddessen vergaß ich total Nate zu antworten, was aber auch besser war, sonst hätte er mir angehört, dass ich weinte. Als er dann aber nachfragte, schluckte ich erneut und räusperte mich. "Klar ich bin noch da, ich vermisse dich nur schrecklich." vielleicht würde er sich somit meine Stimme erklären. "Die Andersons, das ist Mandys Familie oder? Die haben bestimmt schon Pläne geschmiedet was sie mit dem gemeinsamen Gebiet, dass sie dann durch euch bekommen hätten, anstellen, kein Wunder dass sie verärgert sind." Ich war wirklich gut darin von mir abzulenken, aber ich kümmerte mich lieber um seine Probleme, als ihn mit meinen zu belasten.

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Nate Hampton
Ein kleines Lächeln legte sich auf meine Lippen als ich Arizonas Stimme hörte. Ich vermisste sie wahnsinnig. Nicht, dass ich das jemals laut zugeben würde, aber eine Tatsache war es trotzdem. Dementsprechend bekam ich nicht sofort mit das ihre Stimme irgendwie belegt klang. "Na Süße. Soweit schon, zumindest was die Familie selbst angeht. Fall nicht schockiert um aber meine Eltern akzeptieren tatsächlich meinen Entscheidung, allerdings hat das jetzt den nächsten Streit ausgelöst, mit den Andersons" fing ich an zu erzählen, während ich nach oben in mein Zimmer und weiter ins Bad ging. "Halb so wild also. Die meiste Zeit bin ich eh für mich allein aber da wünschte ich mir das du da wärst" fügte ich noch hinzu. Mein Handy lag inzwischen mit Lautsprecher auf der Ablage unter dem Badezimmerspiegel, damit ich mir in Ruhe mein Shirt ausziehen und eine Katzenwäsche nehmen konnte. Es vergingen gefühlt Minuten, da hatte Arizona noch immer nichts gesagt, weshalb ich mein Handy wieder in die Hand nahm und ans Ohr legte. "Ari?" fragte ich stirnrunzelnd. "Hey, bist du dran? Ist alles okay?" hakte ich nach. Zurück in meinem Zimmer sah ich mich einen Moment um. Es war der reinste Saustall und obwohl ich im Grunde genügend Zeit hatte, hatte ich kein Bock mich damit zu beschäftigen. In der Academy war ich ordentlich aber hier war ich es irgendwie nie. Vielleicht ein Überbleibsel meiner Rebellenzeit als ich noch hier gewohnt hatte. Vermutlich bloß Gewohnheit.

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Arizona Deveraux
Nach fünf Tagen, hatte Mandy immer noch nicht zurück geschlagen und ich hatte sie fast vergessen, wären da nicht immer die feindlichen Blicke, wenn ich ihr oder einem ihrer Anhängsel über den Weg lief. Nicht, dass es mich großartig kümmerte, ich war mit anderen Dingen beschäftigt, vor allem damit nicht in den nächsten Bus zu steigen und quer durch den Staat zu fahren, um Nate sehen zu können. Ich vermisste ihn wirklich, besonders nachts, aber auch allgemein über den Tag hinweg, ich hatte selbst im Unterricht gewusst, dass er in der letzten Reihe war und seine Anwesenheit hatte mich beruhigt, das könnte ich jetzt nur zu gut gebrauchen. Denn gerade wurde ich per Durchsage in Holidays Büro gerufen, was für sofortiges gemurmel in meinem Geschichtskurs sorgte. Ich selbst war auch überrascht, aber nicht verschreckt, denn Holiday war nicht gerade angsteinflößend, aber dann kam mir ein andere Gedanke. Was wenn Nate etwas passiert war? Also war ich doch dementsprechend nervös, als ich klopfte und dann herein trat, aber sie war nicht allein. Am Schreibtisch ihr gegenüber saß ein Mann im Anzug, sofort erkannte ich ihn als jemanden von der FRU, ich hatte ihn die letzten Tage ein paar mal flüchtig mit Burnett gesehen. "Oh entschuldige, ich warte draußen." Wollte gerade wieder die Türe zu ziehen, aber Holiday hielt mich auf. "Nein Arizona warte." Sie und auch der Agent erhoben sich, ich musterte ihn kurz, sah dann aber wieder zu Holiday, sie wirkte etwas...nervös? "Das ist Agent Tom Grimes von der FRU, er hätte ein paar Fragen an dich." An mich?! Oh verdammt, mir rutschte das Herz in die Hose und ich sah ihn wieder an. "Warum? Ist was mit Nate, steckt er in Schwierigkeiten? Oder ist es wegen Mandy? Hat sie mich angezeigt oder so?" plapperte ich wild vor mich her, bis der Agent mit einem kurzen lachen mich unterbrach. "Du hast nichts zu befürchten Arizona, bitte setzt dich." sagte er und ich spürte so ein prickeln in meinem Hinterkopf, das Gefühl bekam ich immer, wenn Holiday versuchte mir beruhigende Gefühle zu schicken. Andere spürten das nicht, aber einige Feen, besonders mit emotionalen Gaben, merkten es, ich konnte mich dagegen verschließen, so wie die mentale Mauer die ich hochziehe, um nicht die Gefühle der Leute um mich herum zu spüren. Als ich jetzt die Augenbrauen hochzog, um sein Muster zu checken, war ich mir eh schon sicher, dass er Fee war. Ich sah ihn etwas skeptisch an, Holiday bewegte sich währenddessen zur Tür. "Ich lass euch dann allein." Wow toll, schon saß ich hier fest. "Bitte setzt dich." wiederholte er und ich ließ mich leicht beunruhigt auf der kleinen Couch nieder, während er einen Stuhl herum drehte um mir gegenüber zu sitzen. "Also, was wollen sie?" fragte ich direkt, denn damit, dass er mich hatte beruhigen wollen, hatte er sich etwas unbeliebt gemacht. Sobald er sich setzte, musterte er mich ebenfalls und seufzte dann. "Es gibt keinen schonenden Weg wie ich das eröffnen kann. Burnett hat mir her gerufen, weil mal wieder der jährliche Bericht und damit die Überprüfung der Schülerakten ansteht, also bin ich über deine gestolpert, insbesondere deinen Nachnamen. Deveraux ist kein häufiger Name, zumindest nicht in Texas." Verwirrt zog ich die Augenbrauen zusammen. "Was wollen sie mir damit sagen?" Ich fixierte ihn weiterhin, ließ meine mentale Mauer fallen und versuchte direkt in seine Gefühle zu sehen, das war mir mittlerweile ein leichtes. Er schien es zu spüren, denn ich traf wie auf einen leichten Widerstand, als würde er sich sträuben, aber dann ließ er nach. Bevor ich mich jedoch genauer darauf konzentrieren konnte, wieso er nervös war, redete er weiter. "Dann bin ich deine genauen Daten durchgegangen und die Adresse stimmt auch. Ich weiß das hört sich jetzt verrückt an, aber ich sehe das Haus und das Gesicht deiner Mutter immer noch vor mir und ich bereue es jeden Tag, dass ich euch verlassen habe." Wow, was?! Was?! Mein Herz setzte aus und kurz danach mein Gehirn, ich musste ihn wie eine Irre anstarren und auch wenn ich es schon zusammengesetzt hatte, musste er es wohl laut aussprechen. "Ich bin dein Vater, Arizona." (haha starwars :D) "Das ist ein schlechter Scherz oder?" brachte ich als erstes heraus und dann lachte ich einfach, jep bei mir war definitiv eine Sicherung durchgebrannt. Er schien über meine Reaktion nicht sonderlich überrascht, als Agent hatte er wohl oft mit labilen Leuten zu tun. "Nein leider nicht und ich würde nicht hier sitzen, wenn es mir nicht ernst wäre und es mir leid tut." -"Ihnen leid tut?! Was tut ihnen leid? Ich weiß doch nicht mal ob sie wirklich mein Vater sind!" schleuderte ich ihm entgegen und war dabei aufgesprungen. Wieder spürte ich das kribbeln und wich vor ihm zurück, naja soweit es die Couch eben erlaubte. "Und hören sie auf mich beruhigen zu wollen!" Jetzt war er überrascht. "Das spürst du? Wenn du das merkst, dann fühle nach ob ich Lüge! Holiday hat mir von deinen ausgeprägten Gaben erzählt." Das ließ ich mir nicht zweimal sagen, ich sah also in seine Gefühle und suchte und suchte, aber ich fand nichts was nach einer Lüge oder einem Scherz oder ähnlichen aussah, dabei wäre das viel einfach als mit der Wahrheit umzugehen. "Du hast die selben Augen wie früher, die Augen deiner Mutter..." - "Halten sie die Klappe! Reden sie nicht so von meiner Mutter!" schrie ich ihm entgegen, in mir raste es, ich verstand nichts mehr und wollte am liebsten auf ihn einschlagen. Er stand ebenfalls auf, ich war kurz davor ihm mental wehzutun, aber er sagte wieder etwas und der Satz ließ mich wieder trocken lachen, gleichzeitig verpuffte meine Wut auch und ich fühlte mich plötzlich verletzlich. "Es tut mir leid, Arizona." Wie er meinen Namen sagte, das machte mich irgendwie krank. Wer gab ihm das recht dazu? "Was tut ihnen leid? Dass sie jetzt erst auf die Idee kommen ihre Tochter zu suchen? Dass sie 17 Jahre nicht da waren, an keinem Geburtstag oder sonst etwas wichtigem? Dass sie feige waren und abgehauen sind, als ich ein paar Monate alt war? Oder dass ich nie von meiner Mutter akzeptiert wurde, weil ich anders war und mich nie zuhause gefühlt habe, nie einen Vater hatte, der mir die Welt des Übernatürlichen erklärt hat?" Mittlerweile liefen mir die Tränen über die Wangen und ich blinzelte heftig, um wieder klar sehen zu können, er sah auf den Boden und konnte mir nicht mal in die Augen sehen. "Sie haben nicht das recht jetzt einfach hier so aufzutauchen, denn nichts, gar nichts auf der Welt, kann die letzten 17 Jahre gut machen." Damit verließ ich stürmisch das Büro, auch als holiday mich rief, verließ durch einen Seitenausgang die Academy und rannte ich den Wald, um mich unter einen Baum zu setzten und mir die Seele aus dem Leib zu heulen. Wie konnte er jetzt hier auftauchen und alles umwerfen, gerade jetzt wo Nate nicht da war und meine Emotionen durch die Gabe eh labil waren? Was wollte er?!
Nach zwei Stunden klingelte es zur Mittagspause und ich saß immer noch unter der Tanne, hatte den Kopf an den Stamm gelehnt und die Augen geschlossen. Ich war mehrere Szenarien durch gegangen wie ich mit meinem Vater - nein halt, den Titel verdiente er nicht - wie ich mit Agent Grimes umgehen sollte, als ein paar Minuten später mein Hand klingelte. Erst wollte ich nicht ran gehen, weil es bestimmt nur Holiday war, aber dann entschied ich mich um und Gott seid dank war es Nate. Ich räusperte mich jedoch nochmal und holte tief Luft, er sollte nicht hören dass ich geweint hatte, besser ich behielt es erst mal für mich, bis ich wusste was ich mit der Situation anfangen sollte. "Hey Babe, ich freu mich deine Stimme zu hören. Alles in Ordnung?" fragte ich also so neutral wie möglich. Bestimmt hatte er die seelische Unterstützung gerade nötiger als ich.

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Nate Hampton
Die Stimmung war angespannt. Überraschenderweise lag das aber nicht mal ausschließlich an mir, wenn überhaupt. Naja gut, es lag schon an mir, oder zumindest an meinen Entscheidungen, aber den Streit angezettelt, welcher jetzt herrschte, das hatte ich nicht. Die Anderson's, also die Familie, dessen Tochter ich heiraten sollte, war gestern zum Abendessen da gewesen um darüber zu sprechen was an Silas Geburtstag passiert war. Mich interessierte das ehrlich gesagt nicht aber da die letzte Woche relativ friedlich mit meinen Eltern verlaufen war, wollte ich ihnen keinen Ärger machen, zumal ich ihr Versprechen hatte das sie beim Abendessen nicht erneut irgendwas dummes zu tun. Ich war mir natürlich nicht sicher gewesen, ob sie sich auch daran halten würden, aber genau das hatten sie getan und genau genommen sogar noch mehr. Denn als die Andersons versucht hatten mich schlecht zu reden, war mein Vater ziemlich laut geworden. Meine Familie mochte zwar nämlich traditionell sein, aber da waren die Andersons noch viel schlimmer. Sie waren fast schon exentrisch, was die Traditionen anging, da hatte ich mit meinen Eltern fast noch Glück das sie die Traditionen zwar ehrten, aber auch in manchen Situationen ablegten, wenn es der Familie gut tun würde. Dementsprechend hatte mein Vater beim Abendessen auch gesagt das es keine Hochzeit gebeten würde und das es auch kein Bündnis mehr geben würde, wenn sie sich nicht auf ein friedliches Miteinander der beiden Rudel einigen konnten.
Da das für unser Gegenüber offenbar tatsächlich nicht möglich war ... tja, jetzt ging es darum sein Revier zu markieren. Jedes Rudel hat einen gewissen Bereich, in dem er sich frei bewegen und jagen kann (zumindest traditionell betrachtet) und natürlich versucht nun mein Vater und sein Rudel klar zu machen, dass wir hier zuerst waren. Ich hielt das ja für bescheuert aber sollten sie ruhig mal machen.
Ich kam gerade vom Joggen zurück, die Sonne hing schwer vom Himmel und brannte auf Texas runter. Es war also Mittag, was hieß, das Arizona MIttagspause haben sollte, also versuchte ich sie direkt zu erreichen als ich wieder Zuhause war. Die meiste Zeit hatten wir geschrieben, aber gerade wollte ich wirklich gerne ihre Stimme hören.

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Cassandra
Ich grinste ihn verschmitzt an, als er mich Schatz nannte. Es klang irgendwie untypisch, schließlich nannte er mich sonst eher Baby oder Babe. Und ich musste sagen, dass mir alle drei Kosenamen wirklich gut gefielen.
"Ach was, Liebling, es geht schon. Ich möchte eine Runde spazieren gehen und dann gehen wir zurück ins Zimmer, nehmen eine warme Dusche, kuscheln uns ins Bett und gehen anschließend kalt duschen", trällerte ich vor mich hin und gab ihm noch einen Kuss auf die Lippen. Ich liebte es, Basil in jeder möglichen Situation einfach zu necken und mit ihm das Gefühl von vollkommenen Vertrauen zu teilen. Dafür liebte ich ihn gleich noch ein Stück mehr, denn ich hatte nie jemandem so sehr vertraut wie Basil.
"Oder hast du andere Ideen?" fragte ich lächelnd und drückte seine Finger.

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Basil Skander
Wir kuschelten eine ganze Weile und genossen einfach die Nähe von dem anderen. Bald würden wir dies nicht mehr tun können. Ich seufzte leise und nickte dann. Ich spürte die Kälte nicht mehr, aber sie sehr wohl. "Natürlich, Schatz", erwiderte ich und stand ebenfalls auf. Nachdem ich neben ihr stand, nahm ich ihre Hand und wir gingen den See entlang. Es war wirklich sehr schön hier und vor allem waren wir hier alleine. Ich drückte sanft ihre Hand. "Geht es mit der Kälte oder möchtest du lieber wieder ins Zimmer? Ich kann dir sonst auch schnell etwas holen gehen", bot ich ihr an und zog sie an mich, damit ich kurz meine Lippen auf ihre legen konnte.

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Arizona Deveraux
Als ich von Nate endlich eine Antwort bekam, war es schon nachmittags nach dem Unterricht und ich gerade auf dem Weg zu Holidays Büro, um weiter mit meiner Gabe zu üben. Ich hielt kurz an, um die Nachricht zu lesen und musste lächeln, ganz automatisch und bestimmt total hirnrissig. Nate würde tatsächlich darauf verzichten, dass ich sein Geschenk trug, das Symbol seiner Liebe zu mir, damit ich keinen Ärger bekam....keine Ahnung wieso ich davon so gerührt war, aber aus meinem lächeln wurde sogar noch ein grinsen.
Vorsicht Nate, so selbstlos kennt man dich gar nicht, nicht sentimental werden. Und nichts auf der Welt wird mich dazu bringen die Kette auszuziehen, ganz besonders nicht Mandy.
So wichtig wäre sie wohl gern, dass ich solche wertvollen Geschenke von Nate vor der Schule versteckte, bloß weil sie ein Problem damit hatte. Apropos Problem, genau davor stand Nate wohl gerade. Er musste mit seinen Eltern zu abend essen und ja, ich konnte mir sehr gut vorstellen wie das lief. Ich hatte zwar seine Eltern nur kurz kennengelernt, aber diese kurzen Momente hatten gereicht um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Das packst du schon, ihr müsst euch aussprechen, deswegen bist du doch dort. Und nein, hier ist nicht wirklich was passiert, außer dass Burnett Verstärkung von der FRU hat, vielleicht bahnt sich was an. Bin dann im Training, ich liebe dich, bis später.
Es war nie ein gutes Zeichen, wenn jemand von der FRU da war, aber solange es mich nicht betraf, konnte es mir total egal sein. Ich konzentrierte mich besser auf meine Gabe und darauf nicht noch etwas gegen Mandy zu unternehmen, während ich auch noch damit klar kommen musste, dass ich Nate vermisste. [Ich lass dich dann doch springen, hast ja gesagt wie weit und so :D]

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Nate Hampton
Erst als es so langsam schon später Nachmittag wurde, machten Sila und Luna sich auf den Weg in ihre eigenen Häuser, sodass ich mich mental noch etwas darauf vorbereiten konnte das ich mit meinen Eltern zu Abend essen musste. Es würde so oder so in eine unangenehme, angespannte Stimmung umschlagen, irgendjemand würde versuchen ein Gespräch in Gang zu bringen und ein anderer würde das unterstützen, aber nichts würde etwas daran ändern können das mein Vate und ich uns wahrscheinlich gegenseitig finster ansehen würde. Yeah.
Ich hatte nicht mal die Nachricht von Arizona mitbekommen und antwortete deshalb auch erst so spät. Es wunderte mich nicht das sie direkt Stress bekam, aber genau deshalb hatte ich ja Justin darum gebeten ein Auge auf sie zu haben und auch wenn man es nicht glauben wollte, wusste ich, das er es tun würde.

Lass dich bloß nicht von ihr ärgern, das ist es nicht Wert. Und auch wenn es mir persönlich nicht gefällt, aber du musst die Kette nicht tragen wenn du das nicht möchtest.

schrieb ich und überlegte ob ich ihr das tatsächlich versichern wollte, denn ich wollte eigentlich nicht das sie die Kette ablegte, aber ich wollte auch nicht das sie deshalb Ärger bekam.

Muss gleich zum Essen ins Haus meiner Eltern, kannst dir also vorstellen wie es läuft. Ist bei dir noch etwas aufregendes passiert?

fragte ich, da inzwischen ja schon wieder ein paar Stunden vergangen waren seit ihrer Nachricht. Dann packte ich das Handy in meine Hosentasche und ging nach oben in mein Zimmer.

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Arizona Deveraux
Während dem Unterricht konnte mir Mandy nichts tun und Gott sei dank hatte ich auch nicht viele Fächer mit ihr zusammen. Andererseits würde sie mir dann in der Cafeterie etwas antun, wo die ganze Schule es sehen konnte, das wäre typisch Miststück. Als ich zwischen zwei Stunden auf mein Handy sah, hatte ich eine neue Nachricht von Nate. Es brachte mich zum schmunzeln, dass er mich kleine Fee nannte. Früher hatte mich das tierisch genervt, aber jetzt fand ich es einfach nur süß und vertraut, was mich ihn wieder vermissen ließ.
Mandy und ihr Zickenrudel haben die Kette schon gesehen und nein sie war nicht glücklich und ja ich konnte mir einen Kommentar nicht verkneifen. Wie läufts bei dir?
Ich erwartete nicht, dass es gut lief, aber es war noch morgen, vielleicht lag er noch im Bett und drückte sich. Ich wünschte ihm jedenfalls viel Glück und hoffte, dass es zu keiner Katastrophe kommen würde.
In der Mittagspause ging ich schon etwas angespannt in die Cafeteria und auch Mia sah zum Tisch der weiblichen Wölfe, an dem Mandy saß. Sie bemerkte uns beim vorbeigehen, bestimmt witterte sie meinen Geruch oder so, denn sie drehte sich um und sah hasserfüllt, mit leicht orange glühenden Augen zu mir, drehte sich dann aber wieder weg. Sie war nicht blöd, sie würde nicht total öffentlich einen Streit provozieren. Ja ich hatte das letzte Woche getan, aber Holiday hatte meinen Ausrutscher auf meine Gabe geschoben und die Strafe dafür aufgehoben, solange ich mit ihr trainierte, damit sowas nicht wieder vorkam. Also würde ich nicht als erste anfangen, sollte sie sich schuldig machen. "Sie wird dich quälen wollen, sich etwas richtig fieses ausdenken, etwas wofür Holiday sie nicht dran bekommt, das ist dir doch klar?" fragte Mia, als wir die Mensa wieder verließen. Ich seufzte bloß, denn das war mir auch schon durch den Kopf gegangen. "Ich weiß, aber ich hab keine Angst vor ihr. Nate muss mich nicht mehr beschützen, ich hab meine Gabe und werde sie einsetzen wenn es sein muss. Bis dahin ist sie mir egal, ich hab mit Schule und Gabentraining schon genug um die Ohren, als dass ich mich auch noch auf ihre Rachepläne vorbereiten kann." Auf dem Weg zurück in den Teil der Academy mit den Klassenräumen, kamen wir an Holiday Büro vorbei, wo Burnett sich mit einem Mann in Anzug unterhielt. Obwohl ich nur seinen Rücken sah, wussten Mia und ich, dass er von der FRU war. Diese Männer waren immer gleich angezogen und ihr auftauchen bedeutete nie etwas gutes. Entweder steckte jemand von der Academy in Schwierigkeiten oder die ganze Schule hatte ein Problem. Na toll, jetzt wo Nate weg war, passierte an dieser langweiligen Schule endlich etwas.

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Cassandra
Glücklich schmiegte ich mich an meinen Liebsten und genoss seine Nähe. Ich wusste, dass er mich niemals hier draußen nehmen würde. Dafür war uns unsere Privatsphäre viel zu wichtig. Außerdem brauchte ich es im Moment auch nicht aufregend oder voller Gefahren. Ich wollte gerade nur mit Basil zusammen sein und im Bett lief es -meiner Meinung nach-, fantastisch.
Ich fing nach einiger Zeit an zu frösteln. "Lass uns etwas spazieren gehen", bat ich ihn leise und küsste sanft seinen Hals. Sanft richtete ich mich schließlich auf und fuhr mir durch mein Haar. Ich strahlte meinen Mann verliebt an und freute mich so sehr auf die letzten Tage die wir zusammen hatten bevor der Alltag uns wieder einholte.

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Nate Hampton
Ich war früh wach, denn schlafen ging irgendwann auch einfach nicht mehr. Stattdessen wollte ich mich richtig auspowern, weshalb ich in eine dunkelrote, knielange Jogginghose und Sportschuhe sprang und mich dann auf den weg nach draußen machte. Mit meinem Handy in der Hand und den angeschlossenen Kopfhöhren auf den Ohren ging ich los. Es war nur logisch das unser Gelände direkt an einem riesigen Wald grenzte. Ich kannte ihn in- und auswendig und machte mir deshalb auch nicht die Mühe auf irgendwelchen Wegen zu bleiben.
Der guten Ausdauer eines Werwolfs war es zu verdanken, das ich gut eine Stunde joggen gehen konnte ohne das mir auch nur ansatzweise die Puste ausging. Aber schließlich ging die Sonne auf und ich machte mich wieder auf den Rückweg zu meinem Haus, wo ich duschen ging und anschließend in der Küche was frühstückte. Ich ließ mir für alles mehr als genügend Zeit, einfach nur um noch nicht rausgehen zu müssen. Das noch niemand hier aufgetaucht war wunderte mich eh, doch gerade als ich diesen Gedanken zu Ende gebracht hatte, klopfte es schon. Dank meinem Geruchssinn konnte ich Sila hinter der Tür ausmachen. "Komm rein" meinte ich gelangweilt, da öffnete sich auch schon die Tür und sie setzte sich zu mir an die Frühstückstheke. "Hast du Lust mit mir zu spielen?" fragte sie mich ruhig, während sie wieder aufstand und sich einen Kaffee einschenkte. "Fangen oder Verstecken?" stellte ich eine Gegenfrage, obwohl mir sehr wohl bewusst war was sie meinte. Dementsprechend verdrehte sie auch die Augen. "Nate" fing sie an, doch ich unterbrach sie. "Du schaffst es sicher auch alleine eine neue Komposition aufzustellen" sagte ich. Ich hatte sie noch nicht mal angesehen, ich widmete mich lediglich meinem Frühstück. Wieder seufzte sie, sagte aber nichts. Stattdessen ging sie im Wohnzimmer ans Klavie und fing an zu spielen. Natürlich bekam sie mich weich, aber bevor ich zu ihr ging, zückte ich meine Handy und öffnete den Chat mit Arizona.

Na kleine Fee? Wie lief dein Morgen?

tippte ich und schickte ab, bevor ich alles weg räumte und mich schließlich zu Sila ans Klavie setzte. Sie zeigte mir ein neues Stück, allerdings war es noch nicht fertig und sie meinte auch, dass das, was sie bisher hatte, noch nicht gut genug war, also taten wir was wir in solch einer Situation immer machten: sie spielte ihr Stück und ich stimmte mit einer Improvisation ein, bis wir eine Melodie fanden die uns beiden gefiel und Sila anfing sie niederzuschreiben. Wir verbrachten viel Zeit damit, bis auch Luna irgendwann kam und sich ebenfalls daran beteiligte. So verging die Zeit schnell, allerdings war mir das nicht unbedingt recht, da wir heute Abend bei unseren Eltern im Haupthaus zusammen essen würden. Ich war meinem Vater seit Sila's Geburtstag nicht mehr begegnet.

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Arizona Deveraux
Sobald Nate weg war, wurde mir mal wieder schlagartig bewusst, wie wichtig er mir war und wie viel Platz er in meinem Herzen einnahm und das obwohl wir uns erst seit circa drei Monaten näher kannten und etwas mehr als einen Monat zusammen waren. Vielleicht galt, was Nate über die Liebe die Werwölfe empfanden sagte, auch für Feen? Wir waren die Wesen die immer was mit Gefühlen zu tun hatten, ich insbesondere, vielleicht waren meine Gefühle dann auch einmalig und für immer? Stirnrunzeld ging ich wieder rein und schüttelte den Kopf. Ich war zu jung um mir darüber Gedanken zu machen, auch wenn ich die Kette trug, die ich unweigerlich anfassen musste.
Als ich am nächsten morgen aufwachte, nach langer Zeit mal wieder in meinem Zimmer mit Mia, war Nates Nachricht das erste was ich sah und es beruhigte mich. Hätte er nicht geschrieben, hätte ich das in genau diesem Moment getan.
Hast mich nicht geweckt, obwohl ich nicht gerade gut geschlafen habe. Ich vermisse dich & liebe dich auch. Wird Zeit sich dem Tag zu stellen, Kopf hoch <3
Es war komisch gewesen ohne ihn zu schlafen und zu wissen, dass er auch nicht in der Mensa sein würde. Apropos Mensa. Beim Abendessen hatte ich die Kette unter meinem Shirt getragen, weil ich keine Lust hatten nach dem Abschied direkt wieder Probleme zu bekommen, aber jetzt als ich mich fertig machte, legte ich sie bewusst übers Shirt. Mia sah mir über die Schulter in den Spiegel, ich hatte ihr gestern abend von der Bedeutung der Kette erzählt. "Und du bist sicher, dass du sie schon zeigen willst? Das wird dir den morgen ordentlich versauen." Ich zuckte mit den Schultern und strich mir meine Haare hinter die Ohren. Sie waren mittlerweile so lang, dass die längeren Haare die kürzen Seiten verdeckten, ich konnte sogar einen Mittelscheitel tragen und das hieß ganz klar eins: ich musste dringend zum Frisör. "Früher oder später muss ich sie so oder so zeigen, also lieber gleich. Und wenn es jemandem den Tag versaut, dann Mandy und das ist es mir wert." Nein ich wollte sie nicht provozieren, aber ich machte kein Geheimnis daraus, dass es mich freute wenn sie sich ärgerte. Beim Frühstück in der Mensa verhielt ich mich ganz normal, ich wollte ja keine Show abziehen und es lief total gut. Für alle hier drin war die Kette einfach nur ein hübscher Kristall, der zufällig die Form eines Zahns hatte. Mein Freund war ein Werwolf, es war also nicht weit entfernt, dass er mir etwas schenkte, dass mich an ihn erinnerte. Die Werwölfe allerdings wussten was sie bedeutete, wenn auch nicht sofort. Ich wusste nicht ob die ketten in jeder Familie gleich aussahen, aber als ich mich anstellte und zwei von Mandys Freundinnen an mir vorbei gingen, warfen sie mir nicht nur verächtliche blicke zu, sondern sahen auch die Kette, die stolz auf meinem Dekollté lag. Sie fingen dann an zu tuscheln, aber das war nichts neues. Außerdem konnten sie sich doch gar nicht sicher sein, ob es diese eine Kette war, vielleicht mussten sie Nates Gegenstück dazu sehen. Nachdem Frühstück jedoch, wurde ich eines besseren belehrt, als ich vor dem Klassenraum wieder auf Mandy traf. Sie stand in der Tür, sodass mir nichts anderes übrig blieb als mich an ihr vorbei zu drängen, das ließ sie natürlich nicht so leicht zu. Sie erkannte die Kette sofort, vermutlich weil sie um den Hals ihrer Cousine hängen sollte oder am liebsten um ihren eigenen. Ihre Augen verengten sich und sie presste die Lippen zusammen, was mich zum grinsen brachte. "Oh du willst bestimmt wissen woher ich diese Kette habe, ich sags dir." Ich beugte mich im vorbeigehen etwas näher an ihr Ohr, damit es nicht alle hörten, sie hatte als Werwolf sowieso ein besseres Gehör. "Aus dem Ich-hab-einen-Freund-der-mich-mehr-als-irgendwelche-veralteten-Traditionen-liebt-Laden." Böse grinsend wisch ich zurück und ging zu meinem Platz, bevor sie kontern konnte, denn eins war klar: Das war noch nicht zuende.

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Nate Hampton
Ich musste ein wenig lächeln, als sie so püber Justin sprach. Sie hatte ja nicht ganz unrecht aber ich wollte trotzdem auf Nummer sicher gehen. Als sie mich küsste, versuchte ich es so lange wie möglich hinzuzögern, aber mir war bewusst dass das nicht ging und ich mich außerdem wahrscheinlich ziemlich albern benahm. Ich ging doch bloß nach Hause verdammt! Ich seufzte über mich selbst als wir uns lösten und sah dann dabei zu wie Arizona einen Schritt zurück trat, was mir wirklich gar nicht gefiel. Bei ihren nächsten Worten lächelte ich wieder erneut. "Mach ich" versicherte ich, dann drehte ich mich aber mit einem letzten Blick zu ihr um und ging. Ich war kein Typ für große Abschiede, also tat ich es auch nicht.
Als ich bei Mike ankam versuchte er direkt mir gut zuzureden, doch ich ignorierte ihn einfach und setzte mich auf den Beifahrersitz. Meine Tasche landete hinten auf der Rückbank. Mein Blick blieb auf Arizona gerichtet, die noch immer da stand und zu mir rüber sah, bis Mike den Wagen vom Parkplatz direkt auf den Highway lenkte. Ich lehnte mich tief in den Sitz zurück, während ich mein Handy und meine Beats zückte und anfing laut Musik zu hören. Mike's Seufzen hörte ich trotzdem noch, doch ich reagierte nicht darauf. Ich schloss einfach die Augen und wartete darauf, das wir ankamen.
Da Mike mich ziemlich spät abgeholt hatten, kamen wir auch erst gegen Mitternach bei unserem Familiensitz an. Das bekam ich aber auch nur mit, weil ich angestupst wurde, denn ich war während der Fahrt ein wenig weg gedämmert. Als ich jetzt die Augen öffnete, beugte sich Sila aus der geöffneten Tür mit einem Lächeln zu mir, allerdings schob ich sie direkt weg und stieg aus. Ich machte mir auch nicht die Mühe die Kopfhöhrer abzunehmen oder die Musik leiser zu machen, ich griff lediglich nach meiner Tasche und verzog mich direkt in mein Haus. Ich konnte es einfach nicht fassen das ich schon wieder hier war und jetzt auch noch ohne Arizona. Genervt ging ich nach oben, warf meine Tasche aufs Bett und mich hinterher, bevor ich mein Handy aus meiner Hosentasche zog.

Bin angekommen. Tut mir leid falls ich dich geweckt hab.
Ich liebe dich, gute Nacht.

Mehr schrieb ich nicht, da mir auch gerade nicht mehr einfiel. Ich wollte eigentlich bloß, dass sie hier war. War sie aber nicht, weshalb ich mich zusammenriss und aufrappelte, um mich im Bad fertig zu machen. Danach warf ich mich müde ins Bett und schlief auch direkt ein. Nicht das ich gut schlief, aber es reichte schon das ich überhaupt schlief.

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Basil Skander
Ich musste ein bisschen grinsen. "Ich kann ja nichts dafür, wenn dich das schon anmacht", meinte ich und grinste sie an. Sie küsste meinen Hals entlang und ich schloss beruhigend die Augen. Ich seufzte leise und musste wieder ein bisschen grinsen. "Das würde ich doch niemals tun", erwiderte ich und musste ein bisschen lachen. Ich drückte sie ein bisschen an mich heran und atmete tief ihren Duft ein. Sie kuschelte sich danach enger an mich heran und behielt die Augen geschlossen. Ich wollte jetzt schon nicht, dass die Schule wieder anfangen würde. Lieber wollte ich, dass die Schulferien weitergehen würden.

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Cassandra
Es war einfach herrlich ihn zu küssen. Ich konnte mir nichts schöneres vorstellen als mich Tag für Tag, den Rest meines Lebens in seine Arme zu schmiegen, mich von ihm lieben zu lassen und ihm all meine Liebe zu schenken. Ich war unfassbar froh, ihn zu haben und ihn auch für mich gewonnen zu haben.
Als er an meiner Unterlippe zog, grinste ich schelmisch und gab ihm noch einen Kuss auf seine sinnlichen Lippen. "Hm... Hör auf mich anzumachen", schnurrte ich und löste meine Lippen von seinen. Sanft küsste ich seinen Hals entlang und vergrub anschließend mein Gesicht an seiner Halsbeuge. "Nicht in der Öffentlichkeit, Baby. Das kannst du vergessen", neckte ich ihn und kuschelte mich enger an ihn, genoss einfach das warme Gefühl in meiner Magengegend, welches ich immer empfand wenn wir zusammen waren.

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Basil Skander
Ich wusste nicht, ob sie es verstand. Aber ich fühlte mich einfach zu unsicher. Ich könnte es mir nicht verzeihen, wenn ihr irgendwas passieren würde. Ich würde mich dafür selbst verfluchen. Sie erwiderte meinen Kuss und drängte sich ein bisschen enger gegen mich. Nur zu gerne legte ich meine Arme um sie und zog sie noch ein bisschen enger auf meinen Schoss. Ich knutschte gerne mit ihr. Wer tat das schon nicht gerne mit seiner Freundin? Ausserdem würden wir uns sowieso bald wieder weniger sehen und dann wollte ich diese Situation noch ein bisschen mehr geniessen. Ich fuhr mit der Hand sanft unter ihr Shirt, aber liess diese auf ihrem Bauch liegen. Ich wollte sie nicht hier draussen verführen. Ich wollte nur gerne ihre warme Haut an meiner spüren. Manchmal fragte ich mich, ob ihr meine kühle Haut nichts ausmachte. Sie war so viel wärmer wie ich. Ich seufzte leise auf und schob die Gedanken beiseite. Jetzt zählten nur sie und ich und nichts anderes. Ich zog spielerisch an ihrer Unterlippe und ein Lächeln legte sich auf meine Lippen.

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Cassandra
Ich seufzte leise und ließ mich von seinem Geruch und seiner Liebe einlullen. Ich hoffte nur, dass Basil irgendwann mehr Vertrauen in sich selbst fand. Ich glaubte nämlich nicht, dass er sich nicht beherrschen konnte. Seine Instinkte waren zwar da und auch ausgeprägt, allerdings glaubte ich nicht, dass er sich nicht beherrschen konnte. Er verfiel schließlich nicht in einen Blutrausch wenn er Blut aus dem Becher trank.
"Ich liebe dich auch", flüsterte ich und erwiderte seinen Kuss. Sanft drängte ich mich enger an ihn und küsste ihn etwas inniger. Solche Momente liebte ich zwischen uns, wenn wir einfach nur zusammen waren, knutschten und den Rest der Welt abstellten. Das konnten wir beide wirklich, wirklich gut. Diese Momente waren allerdings begrenzt, schließlich würde die Schuld bald wieder anfangen und dann war es fertig mit der Ruhe.

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Basil Skander
Sie löste sich von mir langsam und ich biss mir auf die Lippe. Ich hoffte jetzt nur, dass ich damit den Abend versaut hatte. Ich erwiderte den sanften Kuss und strich ihr über die Wange. "Ich weiss und das freut mich auch. Nur... ich vertraue mir selbst nicht, was dieses Thema angeht", versuchte ich es ihr zu erklären und lächelte sie schwach an. Ich erwiderte den nächsten Kuss, den ich bekam und zog sie wieder ein bisschen enger an mich. Ich wollte jetzt diese Zeit hier mit ihr geniessen. Es würde nicht schaden, wenn wir ein bisschen romantische Stimmung zwischen uns hatten. Wenn die Schule anfing, hätten wir sowieso wieder weniger Zeit für solche Sachen, aber auch für uns selbst. Ich seufzte leise und strich mit dem Daumen sanft über ihre Unterlippe, während ich ihr in die Augen sah. "Ich liebe dich, Cassandra", murmelte ich leise und ersetzte mein Daumen mit meinen Lippen.

Save your advice, 'cause I won't hear. You might be right, but I don't care.