Live your life [RPG]

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Live your life [RPG]

Alohaaaaaaaaaa, das ist dann wohl MEIN RPG [ѕσℓαηgє]!
Wendet euch bei Fragen an mich! Die Steckbriefe und alles weitere müsst ihr an mich schicken!*-*thihi

Steckbriefe findet ihr alle in der Gruppe!
Infos werden im RPG selbst oder in der Gruppe gepostet. Bitte beachtet das =)

        Live your life RPG

        Das Leben ganz einfach…?

Ich fand, dass so ein RPG mal wieder kommen sollte =)
Hier habt ihr die freie Wahl wer ihr sein wollt und was ihr tun wollt. Lasst eure Charaktere die verschiedensten Sachen durchleben! Der Alltag ist doch das Wichtigste! Ihr könnt eine Liebesstory schreiben oder doch vielleicht ne Modelgeschichte? Wollt ihr euren Charakter vielleicht mal von ganz unten nach oben arbeiten lassen? Hier geht es nicht um Vampire oder Wölfe. Um Feen oder um sonst etwas Übernatürliches. So was gibt es hier nicht. Hier geht es allein um das echte Leben.;)

Im Text findet ihr einige Verlinkungen. Diese sollen euch ein wenig zeigen wie man sich etwas vorstellen kann. ABER ihr könnt gerne Sachen dazu erfinden. Es soll nur als Hilfe sein. Bis auf wenige Punkte [Die Schulen von außen und einige Orte im Park] ist alles frei gestaltbar. Bitte übertreibt nicht! Es ist keine Fantasiestadt >.< muss schon möglich sein=)


          Blueville…..

…..ist eine sehr große Stadt. Nicht nur ein Strand (Auch mit solchen Abschnitten lässt die Stadt zu einem beliebten Ort für die Einwohner oder Urlauber sein. Auch der See, der die Stadt in der Mitte teilt und gleichzeitig alle Viertel mit einander verbindet, scheint der Stadt einen Reiz zu geben. Was ich mit Viertel meine? Ganz einfach. Jede Stadt, also auch Blueville, hat so ihre Plätze die von einem bestimmten Status geprägt sind. Wie in New York, Chinatown oder das Getto. In vielen verschiedenen Bereichen findet man die unterschiedlichsten Kulturen. Da wäre das berühmte reiche Viertel, wo die Menschen sich kaum darum Sorgen machen ob sie am nächsten Tag noch genug zu essen haben. Oder das Viertel in dem jede Familie gerne wohnen würde, da die Gegend so sicher und ruhig scheint, zum Beispiel wie bei Desperate Housewifes die berühmte Wisteria Lane. Oder die Blockhäusern die man so kennt. Das Ghetto geprägt von den Menschen die kaum was haben und täglich darum kämpfen, dass sie das Leben bestehen und nicht nach der nächsten Ecke erschossen werden. Gibt es noch mehr Viertel die euch einfallen? Dann lasst sie raus.

        Um was geht es denn jetzt hier genau?

Spielt eine real life story! Lasst euren Chara durch das Leben gehen. Ihn durch den Alltag durch kommen. Ob reich oder arm. Berühmt oder unbekannt. Verbrecher oder brave Kirchentochter.


        Kleine Anregungen für euch

Eine Stadt wie wir sie kennen. Aber irgendwie auch nicht. Sie ist besonders. Denn hier könnt ihr alles rein erfinden dass ihr so kennt. Ob ein Freizeitpark, oder eine riesige Mall. Ein Schwimmbad oder ein Hallenbad oder ein großes Kino. Hier gibt es 4 Schulen! Die Mädchen Schule, die Jungenschule, die gemischte Schule und was nicht fehlen darf, die private Schule. Lasst euren Gedanken freien lauf. Aber denkt daran, dass es hier ein REAL LIFE RPG ist!

        Die Schulen & der Park

Bis auf die gemischte Schule, kann man in den anderen 3 auch studieren. Der Unterricht läuft ab wie in jeder Schule! Fächer könnt ihr euch aussuchen.

  • Die Schulen
    Außer der gemischten Schule hat jeder der anderen Schulen eine Uniformpflicht. Die Mädchenuniform, die Jungenuniform und die Uniformen für die private Schule. Die gemischte Schule ist für die Schüler, die es sich nicht leisten können auf extra Schulen zu gehen. Währenddessen die anderen Schulen für Schüler sind, deren Eltern eine ausgeprägter Ausbildung für ihre Kinder wünschen. Der Unterricht läuft normal ab. Ihr könnt jedoch Schulaktivitäten frei planen. Bei den Mädchen/Jungen & privaten Schule ist es so, dass man besondere Fächer hat. Auch diese könnt ihr euch ausdenken. Es ist so, das ihr dort mehr in bestimmten Punkten, die ihr euch aussuchen könnt, gefördert werdet. Die private Schule ist für die reichen Schüler! Nicht jeder wird ein Stipendium bekommen. Das wird nicht so oft vorkommen! Die Schulen liegen NICHT neben einander! Die Mädchenschule ist in der Nähe vom Park. Die Jungenschule liegt abseits von der Innenstadt. Die private Schule ist mitten in der City und hat den besten Platz um gesehen zu werden. Die gemischte Schule befindet sich etwas in der Nähe der Mädchen Schule. Sie liegt jedoch weiter weg vom Park in der Nähe des Strandes.
  • Der Park
    Ist die Zentrale der ganzen Stadt! Er befindet sich genau in der Mitte und verbindet dadurch die gesamten Gebiete mit einander. Im Park treffen also alle auf einander. Er ist wirklich verdammt groß! Man findet dort einen Skaterplatz, eine Bühne für Konzerte, einen See mit einem Steg und einige kleine Tretboten oder Schiffen und Kanus. einige chiller Plätze oder große Plätze die nur aus Wiesen/Bäumen/Blumenwiesen bestehen. Es gibt einige verschiedene Grillplätze und Toiletten Häuser. Auch verschiedenen Kiosks. Und vieles mehr! Seid kreativ. Er ist einfach der Ort, an dem die meisten Generationen oder Menschen aufeinander treffen, die sich normalerweise niemals treffen würden. Der große Park ist das Wahrzeichen der Stadt und wird dadurch immer in Takt gehalten. Der Park ist also der beliebteste Ort von allen. Jedoch könnt ihr auch außerhalb vom Park euch Sachen wie einen Skaterplatz vorstellen.

Steckivorlage:

Name in HoN: Wie heißt ihr in Houes of Night?
Name im RPG: Wie soll euer Charakter heißen?
Geschlecht: weiblich oder männlich?
Alter: Wie alt ist dein Charakter?
Aussehen (Link): Link ist erforderlich!
Charakter: Beschreibt die Persönlichkeit
Hobbys: Was macht er oder sie am liebsten?
Geschichte: Wie ist seine Lebensgeschichte?
Sonstiges:Besondere Merkmale? [Ob am Körper oder Gegenstände die man immer dabei hat?]

Mitglieder -> Steckbriefe

»Solange
»Skyfall
»Aѕнeѕ
»Miss Fabulous
»crazy_perfect
»B.salvatore
»ɢedαɴĸeɴloѕ
»Wamberly
»Sonnentänzerin
»Luxaa
»Luane
»Shairen
»Nyx_unsere_Nacht
»colourful.death
»Cassie.
»Harmony.
»Susilicious
»twn3
»Angelbird
»Sweedel
»Camille
»Limit of Soul
»Rebellious
»Chubi
»Nymeria
»Satan.
»Mirabella.


          Regeln

Die Grundgesetzlichen Regeln sind hier zu finden --> Grundsätzliche RPG Regeln

  • Kein Spam
  • Steckis an ѕσℓαηgє
  • Keine Beleidigungen es sei denn sie gehören zum RPG
  • Wenn jemand Probleme hat bei mir melden
  • Achtet auf eure Grammatik und eure Rechtschreibung. Auch mir passieren mal Fehler.. aber man kann wenigstens versuchen verständlich zu schreiben!
  • geschrieben wird in der Ich- Form und nicht anders!
  • Gesprochenes wird so wie hier geschrieben
  • Gedankensätze //Werden so// geschrieben
  • privates [wird so] oder (auch so) geschrieben
  • Bei Schwangerschaften/Hochzeit oder Tot müsst ihr MICH fragen!!!
  • Wer länger als 3 Tage nicht on kommen kann sagt mir Bescheid, damit ich euch eintragen kann als Entschuldigt!
  • Schreibt mind. 2x pro Woche. Wenn ihr länger nicht on seid dann gebt mir Bescheid!
  • Wer keine Lust mehr auf einen Charakter hat soll Bescheid sagen aber nicht einfach nicht mehr on kommen, das nervt und wird nicht geduldet!!
  • Es wird immer der Name eures Charas über den Post geschrieben!!
  • Jugendfrei schreiben! D.h. kein Sex im RPG!
  • Kein Ein-Satz-Post -.-! Sprich, es werden mehr als 4 Sätze verlangt!
  • Wer seine Namen ändert, dies mir aber nicht sagt, hat keine Erlaubnis in meinem RPG zu posten bis er mir bescheid gegebenen hat. Sorry Leute aber ich hab absolut keine Übersicht wenn ihr 1000 unnötige Male euren Namen ändert! Es nervt mich und es nervt eigentlich fast ALLE RPG Besitzer -.- Ihr habt keine Ahnung wie oft sich darüber beschwert wird!
  • Have Fun♥

Diskussion

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Isabella 'Izzy' Walters
Nicht nur ein Fan - was sollte das denn nun heißen? Ich hatte nicht gekreischt, na und? Es gab doch verschiedene Arten von Menschen, und von Fans. Ich musste doch nicht kreischend vor ihm zu heulen beginnen, oder gar zusammen brechen und in Ohnmacht fallen nur weil ich ihn sah um mich sein Fan nennen zu können. Ich fand seine Musik gut - ja das tat ich auch immer noch. Seine Musik war nun einmal ein Teil meines Lebens gewesen, und war es selbst heute noch - nachdem er nicht mehr in der Öffentlichkeit oder im Studio zu sehen war. "Ich fand deine Musik nicht gut, Andy. Wir sind früher immer umgezogen, weshalb es nur wenige Dinge gab die konstant in meinem Leben waren, aber deine Musik war eines der Dinge. Du kannst froh sein das ich dir nicht um den Hals gefallen bin, denn glaub mir ich hab darüber nachgedacht", er hatte wahrscheinlich nicht einmal eine Ahnung was in meinem Kopf vor sich gegangen war. Ich war ihm nicht um den Hals gefallen, ich war nicht umgefallen oder hatte gekreischt und zu weinen begonnen - wie hätte ich denn dann aber auf seinen Bruder gewirkt? Dann hätte ich den Job wohl nicht bekommen, auch wenn ich mir gerade nicht wirklich sicher war ob sein Bruder mich überhaupt noch dort putzen lassen wollte nach dem was gerade alles los war. Ich hatte den Job nun einmal gebraucht um endlich auf mein Ziel eines eigenen Studios hinarbeiten zu können. "Mit Freund kann ich aber leben. Ich dachte nämlich wirklich nicht das ich jemals jemanden wie dich Freund nennen darf", lachte ich und zuckte die Schultern. Menschen wie er waren für normalsterbliche wie mich nun einmal nicht wirklich erreichbar. Natürlich hatte ich es noch einmal um einiges einfacher Sänger oder dergleichen kennenzulernen, immerhin hatte ich bereits an einigen Auftritten mitgewirkt und hatte Kontakte die vielleicht einfach nur darauf warteten das ich mich umentschied. Ich tanzte mein Leben lang, und kannte Leute, das ich Andy aber jemals einen Freund nennen dürfte hätte ich wirklich niemals gedacht. Um ehrlich zu sein wusste ich aber auch nicht so ganz ob wir nachdem alles geklärt war und die Situation sich beruhigt hatte, wirklich noch mit einander reden würden. Im Moment waren wir dazu gezwungen, irgendwann später aber wären wir nicht mehr dazu gezwungen. Es war doch genauso wie mit einer oder einem Exfreund - irgendwann verlor man den Kontakt vollkommen, obwohl man sich sagte das man im Guten auseinander gegangen war. Genauso wie er jetzt sagte das er Emma Watson nur das Beste wünschen würde; wann hatte er das letzte Mal wirklich mit ihr gesprochen? "Das sagt man doch über jeden Ex. Ich würde jetzt auch kein schlechtes Wort über meinen Ex verlieren, wir haben aber schon eine ganze Weile nicht mehr gesprochen", und ich konnte mir nicht vorstellen das sich das änderte nur weil man von den Medien verfolgt wurde. Die Tatsache machte es aber wohl sehr viel schwerer jemanden zu finden der wirklich an der Persönlichkeit interessiert war, und nicht etwa am Ruhm und dem Geld. Das er aber auch noch behauptete das seine roten Haare Frauen abschreckte, verstand ich nicht. Natürlich gab es Dinge die über Ginger gesagt wurde, aber diese Dinge stimmten doch nicht gleich. Vor allem aber übertrugen sie sich nicht gleich auf ihn, nur weil er rote Haare hatte. Ich konnte mir nicht vorstellen das er jemals erlebt haben sollte das eine Frau wegen seinen Haaren weggerannt war. "Du hast damals scheinbar nicht nur dein Gehör verloren, sondern auch deinen Verstand", schüttelte ich den Kopf. Ich hob meine flache Hand etwas an, schloss ein Auge und beugte mich etwas zurück um seinen Kopf zu verdecken. Kurz betrachtete ich ihn, schob die Hand etwas tiefer und zuckte lachend die Schultern. "Muss ich mir ernsthaft die Haare rot färben um dir zu beweisen das die Haarfarbe niemanden weniger attraktiv macht?" Ich könnte es auch sehr viel einfacher machen und einfach rausgehen und jeden fragen was er über dieses Thema dachte, um ihm die selbe Antwort ein weiteres Mal zu geben - könnte ich einfach so rausgehen ohne überrannt zu werden.

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Leandrew "Andy" Nashfield
Ich schaute auf, als sie meinen Worten zustimmte. Gut, sie hatte also nicht wirklich geglaubt, dass ich sie einfach so im Stich lassen würde, wenn es meinen eigenen Arsch retten würde. Nein, wir würden einen Weg finden, der für uns beide angemessen war, sonst würden wir einfach abwarten und die Medien sich von allein beruhigen lassen - was wirklich eine ganze Weile dauern könnte. Ich würde ihr sicher keinen Schaden dadurch zufügen, auch wenn mein Manager es für die beste Lösung hielt. "Du bist nicht nur ein Fan. Du hast nicht gekreischt, als du mich erkannt hast. Du fandest meine Musik gut. Das war's. Als Person bin ich für dich nur der Bruder deines Bosses und nach all dem Scheiß... vielleicht ein Freund?" Sie hatte sich ganz anders verhalten als die meisten meiner Fans es taten. Ihre Tanzlehrerin war ein gutes Beispiel. Isabella war ganz ruhig geblieben, so als ob sie es gar nicht stören würde wer ich war. Für sie war ich einfach nur der Bruder ihres Bosses gewesen, der mit dem Verlust seines Gehörs nicht klar kam. Bisher hatte sie sich nie so aufgeführt oder mich angehimmelt. Sie war... eben einfach normal. Ich führte eben nur ein nicht ganz so normales Leben. "Na ja, sie ist auch nur ein Mensch. Klar, sie ist hüsch, talentiert und berühmt, aber mir war sie einfach... zu still. Wir beide - das hat einfach nicht gepasst. Wir sind gute Freunde geblieben und ich wünsche ihr das Beste." Lebte man so wie ich, würde man irgendwann begreifen, dass Promis auch nur Menschen waren. Genauso wie ich. An Emma Watson ist nichts so viel anders als an einer normalen Frau. Nur kannte sie eben jeder. Ich hatte anfangs eigentlich immer gesagt, dass ich nichts mit diesen großen Persönlichkeiten anfangen würde, aber so war das eben. Sie war auf einmal erreichbar für mich gewesen und wir hatten uns ein wenig ineinander verliebt. Es hatte nicht geklappt, aber das hatte bisher keine meiner Beziehungen länger als ein Jahr. Ich legte den Kopf schief und kratzte mich kurz an meiner tätowierten Brust, ehe ich den Stift wieder nahm. "Es gibt Frauen, die rote Haare sehen und schreiend davon laufen. Außerdem ist meine Haut ziemlich hell und meine Wimpern sind fast weiß. Würde ich die Haare nicht in meine Stirn kämmen, hätte mein Gesicht - bis auf den Möchtegern-Bart - so gut wie keine Struktur. Schulterabwärts sehe ich nicht schlecht aus. Daran kann ich aber auch etwas ändern. Was mein Gesicht betrifft... du hast dich vermutlich einfach nur daran gewöhnt, weil es dich auf dem Cover meiner ersten CD anschaut." Ich war nicht unbedingt hässlich, das wusste ich, aber orangene Haare kamen eben oft nicht gut an und ich verstand auch wieso. Für einen Ginger... war ich eigentlich ganz ansehnlich, aber es gab wesentlich besser aussehende Kerle als mich.

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Isabella 'Izzy' Walters
Möglicherweise war es nicht fair ihm gegenüber zu denken das er seinen Manager wirklich einfach machen lassen würde, ohne dabei auch nur ansatzweise darauf zu achten was mit mir passiern würde. Er war nicht der Typ Mensch der einfach Leck Mich sagte, und andere Menschen im Stich ließ, und das wusste ich obwohl ich ihn bis vor kurzem nur aus der Entfernung beobachtet hatte, und noch nicht einmal im Traum daran gedacht hatte ihn jemals persönlich zu kennen. Ich wusste das es nicht fair war, weil er mir bis jetzt immer hatte helfen wollen - er ließ mich ja sogar hier wohnen bis sich die Situation irgendwie wieder etwas beruhigt hatte, und meine Wohnung nicht etwa von irgendwelchen fremden Menschen belagert wurde. Um ehrlich zu sein sollte das schon Grund genug für mich sein zu denken das er -oder sein Manager- eine Lösung für uns finden würde, die nicht auf meine Kosten gehen würde. Das hatte er immerhin schon bewiesen als er mich ins Auto gezerrt hatte, um mich nicht etwa auf der Straße stehen zu lassen - obwohl ich nicht so ganz sicher war ob es denn nun war weil er mich dort nicht stehen lassen hatte wollen, oder weil er gedacht hatte das ich irgendetwas ausplaudern könnte was die Welt noch nicht wusste. Er war mir nichts schuldig, und um ehrlich zu sein verstand ich wirklich nicht so Recht weshalb er dachte mir helfen zu müssen. Natürlich saßen wir hier beide im selben Boot, und uns wurde vorgeworfen eine Beziehung zu führen, das taten wir aber nicht, und aus diesem Grund müsste er mir nicht helfen. Ich schmunzelte. Er würde keine Lösung wählen die mir schaden würde, lieber würde er in diesem Bunker hier bleiben und abwarten. Ich zuckte die Schultern und lehnte mich zurück. "Ich könnte es dir noch nicht einmal übel nehmen. Ich bin nur ein Fan, und du mir so ziemlich nichts schuldig. Immerhin war es meine Tanzlehrerin die dachte es wäre eine tolle Idee ganz Twitter wissen zu lassen wo du bist." Und eigentlich war es doch auch meine Idee gewesen ihn einzuladen. Wirklich Schuld war aber wohl niemand daran, sondern einfach nur die Paparrazzi die völlig verrückt geworden waren - und die Fans die das Tanzstudio beinahe überrannt hatten als sie erfahren hatten wer sich im Innerne befand. Und genau so fühlte ich mich gerade auch. Etwas überrannt von Menschen die mit mir zur Schule gegangen waren, die aber nie wirklich meine Freunde gewesen waren. Ich hatte nur wenige Freunde, und auch wenn ich zu allen nett gewesen war -zumindest so gut ich nun einmal konnte- zählte ich sie doch nicht gleich zu meinen Freunden. Seufzend ließ ich meinen Kopf auf die Tischplatte sinken und schloss die Augen. Ich war doch noch nicht einmal so interessant das man irgendwelche Dinge über mich drucken müsste. Es gab wirklich sehr viel wichtigere Dinge als mein Leben oder was ich bis jetzt getrieben hatte. Erneut landete ein Post-It-Zettel vor meiner Nase und ich hob den Kopf. Offiziell hatte er nur Emma Watson gedatet. Und zwei normalsterbliche - oh wow. "Nur Emma Watson? Nur? Dafür würden andere töten", lachte ich und zog die Augenbrauen hoch. Er nannte Emma Watson nur? Das er aber wirklich nur mit drei Frauen ausgegangen war, wirkte für mich fast schon unmöglich. Keine Katy Perry und Co. Nur drei Frauen. Und wieder behauptete das er froh darüber war wenn er überhaupt jemanden abbekommen würde - immerhin war er ein Ginger. In Dublin sollte es ernsthaft jemanden geben der Frauen damit aufriss sich als jemand auszugeben der er nicht war. Ich lachte auf und verdrehte die Augen. "Ach komm, du siehst doch gar nicht so schlecht aus wie du immer sagst. Wenn ich mir die Haare jetzt rot färbe, würde es mich doch nicht weniger attraktiv machen", das war jetzt aber auch ein komischer Vergleich. Es gab immer einen Unterschied zwischen gefärbten roten Haaren und Menschen wie ihm. Er sah aber doch wirklich nicht so schlecht aus wie er sagte.

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Leandrew "Andy" Nashfield
Ich schaute auf und hob die Augenbrauen. Das dachte sie? Dass ich meinen Manager so handeln ließ, nur weil ich derjenige war, der ihn bezahlte? Sie war doch nur wegen mir so tief in diese Scheiße hineingeraten. Nur wegen mir landete sie in den Medien und hatte keine Privatsphäre mehr. Nur wegen mir würde sie verfolgt und genervt werden. Das hier war alles irgendwie meine Schuld, da ich zu den ungünstigsten Momenten vor die Linse gekommen und sie dummerweise dabei gewesen war. Glaubte sie wirklich ich wäre so herzlos und würde mich nur um mein Wohl kümmern und dabei nicht darauf achten wie es der Person dabei erging, die ich mit hineingezogen hatte? "Du brauchst dir deshalb keine Sorgen machen. Ich bezahle ihn zwar, aber ich bestimme in erster Linie auch. Ich werde sicher keine Lösung wählen, die dir schaden würde, das weißt du doch, oder? Bevor ich deine Situation verschlimmere, bleibe ich lieber hier in meinem Bunker und verstecke mich weiterhin." Ganz sicher würde ich sie mit all dem nicht im Stich lassen. Für wen hielt sie mich? Ich war zwar irgendwie ein Promi und natürlich wollte ich diese Situation retten und wenden, aber doch nicht auf Kosten anderer. Vor allem nicht auf Kosten derer, die selbst nicht freiwillig mit mir feststeckten. "Dann wirst du damit rechnen müssen, dass gewisse Dinge in der Zeitung auftauchen werden. Ich denke aber, dass viele Leute wissen, dass nicht alles stimmt, was von irgendjemandem erzählt wurde. Ohne Beweise wird dir niemand etwas anhaben. Solltest du irgendwelche Probleme durch all das hier haben, werde ich mein Möglichstes tun, um dir da irgendwie zu helfen." Ich würde sie nicht hängen lassen. Wenn ich etwas tun konnte, würde ich das auch. Sie war damit ganz sicher nicht allein. Gut, ich merkte gerade, dass meine Beispiele wohl nicht sonderlich ermutigend waren, denn als sie mich nach den echten und den unechten Frauengeschichten fragte, schluckte ich und runzelte leicht die Stirn. "Wirklich offiziell gedated habe ich nur Emma Watson und zwei normalsterbliche Frauen in meinem gesamten Leben. Alle anderen Geschichten waren bloß freundschaftliche Treffen unter Kollegen. Ich bin nicht so der Aufreißertyp wie alle behaupten. Ich bin immerhin ein Ginger. Wir sind froh, wenn wir überhaupt eine abkriegen, oder? Ich hab gehört in Dublin soll ein Typ rumrennen, der sich als mich ausgibt und damit jede Menge Frauen rumkriegt. Ich nehme es ihm nicht mal übel."

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Isabella 'Izzy' Walters
Oh wow. Andy schien ja wirklich nicht die Hoffnung aufgeben zu wollen dass man das hier irgendwie noch retten konnte. Ich wollte ihm ja wirklich glauben, und irgendwie hoffte ich ja selbst noch das sein Manager keine Probleme damit hätte die Medien davon zu überzeugen dass das alles nur ein dummes Missverständnis gewesen war. Ich wusste jedoch auch dass es so einfach wohl nicht werden würde - ich war nicht dumm, und mein Vater hatte mir ohnehin schon früh gelernt nicht alles zu glauben was ich las, sah oder hörte. Klatschzeitschriften glaubte ich ohnehin nichts, und selbst bei ernst gemeinten Nachrichten glaubte ich nicht einfach alles was ich zu hören bekam. Ich wusste -genauso gut wie Andy- das man nicht alles glauben konnte was man irgendwo sah, ich wusste aber auch das sein Manager wohl einfach nur ihn aus der Sache ziehen würde, und wenn das bedeutete mich ins Wasser zu werfen würde er es wohl auch tun. Sein Manager war Andy loyal gegenüber, und nicht etwa seinen Fans. Andy bezahlte ihn, und aus diesem Grund würde er sich eine Lösung hierfür überlegen. "Ganz genau. Du bezahlst ihn, und ich denke nicht das dein Manager sich sonderlich viel daraus macht was letzten Endes mit mir ist. Er wird sich wohl eher Gedanken darüber machen wie er dich aus der ganzen Sache bekommt", was mit mir passierte wäre egal. Am Ende könnte er einfach hergehen und behaupten die Beziehung hätte nicht geklappt, und die Medien würden erst einmal darüber nachdenken weshalb diese Beziehung -die es nie gegeben hatte- denn nun nicht geklappt hatte. Nach kurzer Zeit hätte ich wieder meine Ruhe, klar, aber bis dahin müsste ich immer noch abwarten und hoffen das es nicht mehr sonderlich lange dauerte. Ich seufzte leise und legte den Kopf etwas nach hinten. "Andy das sind Leute die mit mir zur Schule gegangen sind. Ich bin zwar oft umgezogen, aber ich war nicht unbedingt die graue Maus", natürlich würden sie diesen Leuten glauben. Und natürlich würden irgendwelche Geschichten in den Medien auftauchen, die diese Leute etwas ins Rampenlicht stellen würde. Gott, wieso mussten sich eigentlich immer wieder Menschen finden die dachten alles für etwas Ruhm tun zu müssen? Ich rieb mir über die Stirn und schmunzelte. Mit Katy Perry war er nie ausgegangen? Die Medien hatten ihm ohnehin verdammt viele Frauengeschichten untergejubelt. "Sonst noch welche deiner Freundinnen die ich von der Liste streichen kann, weil sie nur Gerüchte waren?" Ziemlich viele wahrscheinlich, und auch wenn ich jetzt wirklich nicht geglaubt hatte dass er alle paar Wochen oder Tage eine neue Frau gefunden hatte mit der er sich gut verstand, war doch nun wirklich nichts falsches daran wenn ich ihn danach fragte - wenn ich schon die Chance hatte. Er musste mir ja noch nicht einmal antworten wenn er nicht wollte.

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Leandrew "Andy" Nashfield
Sie schlief immer gut? Das war bemerkenswert. Mich hielt es oft wach. Entweder weil mich Schlagzeilen beunruhigen, weil ich mein altes Leben vermisste oder aber einfach, weil ich Panik hatte. Wenn ich die Augen schloss, war ich immerhin beinahe komplett sinnestaub. Wenn ich nichts sah und auch nichts hörte, war ich jedem hilflos ausgesetzt. Würde jemand in mein Haus einbrechen, wäre ich im Schlaf so gut wie tot. Früher hatte ich deswegen oft Nächte lang wach gelegen, heute aber kamen diese kleinen Angstzustände nur noch eher selten vor. Es wurde besser, auch wenn ich mich an meine Taubheit vermutlich nie einfach so gewöhnen könnte. Das konnte wohl keiner, der einmal gehört hatte, oder? Ich jedenfalls nicht. Ohne mein Gehör war ich nicht mehr der Selbe. Ich war kein Singer-Songwriter mehr, sondern bloß ein Mann, der gescheitert war. Es fühlte sich an, als hätte ich versagt und das plagte mich mittlerweile genauso sehr wie meine Taubheit. "Ich bezahle ihn dafür. Er wird sich etwas einfallen lassen müssen. Die Wahrheit wird uns keiner glauben. Notfalls haben wir eben eine Beziehung. Die können wir dann genauso öffentlich beenden. Er wird sich schon -" Der kleine Klebezettel war vollgeschrieben, sodass ich ihn seufzend vom Block zog und auf den Tresen klebte, ehe ich den nächsten beschrieb. "- eine Lösung finden." Ich schaute auf und hörte mir an, was sie an dieser ganzen Sache am meisten beunruhigte. Achso das war es also. Leute, die glaubten sich nun in den Mittelpunkt schieben zu können. "Die Presse ist nicht dumm. Sie werden recherchieren, aber wenn diese Person dir irgendwann auch mal begegnet ist, werden sie die Storys wohl abkaufen. Tut mir sehr leid, das ist es, was man als erstes in der Branche lernt." Ja, das beruhigte sie nicht. Eher im Gegenteil, aber so war das leider nun mal, wenn man eine Person der Öffentlichkeit war. Wobei sie ja eigentlich keine solche Person war... "Ich zum Beispiel habe nie Katy Perry gedated, obwohl es alle Medien geschrieben haben. Wir waren nur zusammen einen Milchshake trinken und haben Songs geschrieben.", erklärte ich ihr, um ihr zu zeigen, dass viele dieser Storys, die in den Medien berichtet wurden auch nicht echt waren. Damit musste man leider leben. Ändern konnte man es nicht. "Ich werde mit meinem Manager alles dafür tun, dass deine Privatsphäre so weit es geht geschützt bleibt, okay? Notfalls zahlen oder klagen wir, wenn die Zeitungen zu weit gehen." Ich würde mich schon darum kümmern. Irgendwie...

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Isabella 'Izzy' Walters
Ich müsste Lügen, würde ich behaupten dass das hier nicht vollkommen verrückt war. Ich war sein Fan - einer von vielen, und ganz plötzlich steckte ich mit ihm in dieser Situation, und das nur weil ich die Möglichkeit genutzt und nicht etwa wie eine Verrückte vor ihm zu kreischen und heulen begonnen hatte. Ich war mir zwar nicht sicher ob es -in diesem Moment- nicht doch besser gewesen wäre, wenn ich einfach wie ein verrückter Fan zu kreischen begonnen hätte, um ehrlich zu sein aber konnte ich ohnehin nicht so wirklich sagen was ich denn nun von all dem hier halten sollte. Es war scheiße - so richtig übel, immerhin saß ich jetzt so ziemlich hier fest und das ohne auch nur ansatzweise irgendwelchen Wert für die Öffentlichkeit hatte. Ich war nicht interessant für sie, dieses plötzliche Interesse das die Medien an mir zu zeigen schienen war lediglich aus einem einzigen Grund: wegen Andy. Ich war nur aus diesem einen Grund interessant für sie; weil sie alle irgendwie verrückt geworden waren und dachten das da etwas zwischen ihm und mir lief, obwohl da nichts war. Ich hatte ihn doch bis vor kurzem noch nicht einmal persönlich gekannt, sondern war einer der vielen Fans gewesen die einfach zu seinen Konzerten gekommen waren, und die letzte Zeit über immer gehofft hatten das er doch wieder zurück in die Öffentlichkeit kommen würde. Hätte er sein Gehör nicht verloren, hätte ich ihn wohl auch niemals persönlich kennengelernt. Dann wäre er weiterhin der rothaarige Singer-Sonwriter zu dessen Songs ich liebendgerne tanzte, und dessen Musik ich liebte wie sonst keine andere. Dann wäre ich aber auch einfach nur ein Gesicht in der Menge für ihn gewesen, und auch wenn ich gerade wirklich nicht sagen konnte ob ich froh über den Verlauf der Dinge sein sollte oder nicht, war ich doch irgendwie froh darüber das ich ihn persönlich kennenlernen hatte können. Wer lernte seinen Lieblingskünstler nicht etwa gerne kennen? Ich wäre verrückt würde ich mir wünschen die Zeit zurückdrehen zu können, um ihn nicht zu treffen - lediglich die Tatsache das wir uns nun bei ihm zuhause vor Menschen versteckten die dachten es wäre besonders witzig auf Leitern zu klettern um Bilder zu bekommen. Ich sah zu dem kleinen Stück Papier das er auf die Theke klebte und nickte. "Ich schlafe immer gut", und das war noch nicht einmal gelogen. Es gab nur wenige Dinge die mich wirklich wach hielten, oder mir den Schlaf raubten - so wie die ersten Auslandsaufenthalte meines Vaters zum Beispiel. Mittlerweile merkte ich zwar immer noch das ich mir Sorgen machte und nicht so gut schlief wie gewohnt, mittlerweile aber hatte ich keine Probleme damit etwas Schlaf zu bekommen wenn mein Vater nicht zuhause war. Ich lehnte mich an die Theke, und las den nächsten Zettel. Er würde den Paparrazzo verklagen, und sein Manager wäre in einer Stunde hier. Wenn ich wollte könnte ich mit ihnen sprechen und eine Lösung finden - oh und wie ich dabei sein würde. Ich wollte schließlich wissen was sein Manager tun wollte, und da nur Andy ihn zahlte lag es wohl ohnehin auf der Hand das er wohl sehr viel mehr auf sein Image aufpassen würde als auf mich. "Ich weiß ja wirklich nicht wie er die Leute beruhigen will", lachte ich etwas und schüttelte den Kopf. Um ehrlich zu sein hatte ich wirklich keine Ahnung wie er es tun wollte. Immer noch etwas schläfrig ließ ich mich auf einen der Stühle sinken und schmunzelte. Andy würde seine Alarmanlage ausbauen lassen, und würde dafür sorgen das ich vor den Fotografen sicher war. Und ich könnte hier bleiben bis sich alles beruhigt hatte. Ganz ehrlich machte ich mir noch nicht einmal darüber sonderlich Gedanken. Schlimmer aber waren die Sorgen das ich aufwachen würde, und irgendwelche Leute aus meiner Schulzeit die Chance nutzen um Dinge über mich auszuplaudern und dabei selbst etwas Ruhm abbekommen würden. Die Leute würden zwar vor meiner Wohnung sein, aber so verrückt das sie einbrechen würden, waren sie doch hoffentlich nicht oder? "Uhm .. ich mach mir um ehrlich zu sein mehr Sorgen das ein paar Leute denken plötzlich Dinge über mich verbreiten zu müssen", es gab nun wirklich keine Dinge die unglaublich schlimm waren, und die irgendwie gegen das Gesetz verstießen, aber ich war nicht sonderlich interessiert daran das die gesamte Welt plötzlich Dinge über mich wusste die sie nichts angingen. "Ich meine man hat gestern schon gesehen das einige Leute denken meine Freunde spielen zu müssen. Ich meine, ich weiß ja wer meine Freunde sind, aber die Welt nicht", die Welt wusste so ziemlich nichts über mich. Und das war auch gut so - ich war nicht interessiert daran.

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Leandrew “Andy” Nashfield
Ich wusste wirklich nicht wie ich all das wieder gut machen sollte. Sie hatte mir immerhin eine Chance gegeben herauszufinden, ob ich meine Leidenschaft weiter ausführen konnte und was tat ich als Gegenleistung? Ich zog sie mit in diese Problematik hinein. Durch den Besuch im Tanzstudio hatte ich herausgefunden, dass es vielleicht wieder möglich war Musik zu machen. Ich war all dem einen großen Schritt näher gekommen. Ihr Tipp hatte mir wirklich geholfen und nur wegen meiner Unachtsamkeit – und dem Pech, dass ausgerechnet Isabellas Tanzlehrerin ein verrückter Fan war, der mit meiner Anwesenheit prahlen wollte – war Isabella nun in dieser Situation. Nur wegen mir steckten wir so tief in der Scheiße. Ich hätte nicht mitten am Tag ins Studio gehen sollen und ich hätte damit rechnen müssen, dass sich Fotografen für den Schnappschuss ihres Lebens auch verhaften lassen würden. Jetzt wusste ich es besser. Sowas würde ich nicht erneut passieren lassen. Deswegen sorgte ich vor. Alle Rollos im Erdgeschoss waren heruntergelassen. So weit, dass die schmalen Sonnenstrahlen durch die kleinen Lücken fielen und den Raum zu dem künstlichen Licht zusätzlich erhellten, aber so konnte kein Objektiv uns hier drin erwischen. Gott, ich kam mir vor wie eine Zielperson. Seufzend drehte ich mich um, damit ich das Rührei aus der Pfanne in eine Schüssel geben konnte, als ich Isabella auf der Treppe stehen sah. Sie trug – genau wie ich – noch die Klamotten, in denen sie geschlafen hat. Andere Klamotten hatte sie ja aber auch nicht hier. Ich hob kurz die Hand, um sie zu begrüßen, ehe ich das Rührei umschüttete und mir dann diese hässlichen gelben Post-its aus der Schublade nahm. „Hast du wenigstens gut geschlafen?“, fragte ich sie und heftete das Papierchen auf die Theke. „Ich schätze du hast die Schlagzeilen gesehen. Ich werde den Typen verklagen. Mein Manager kommt in einer Stunde. Wenn du möchtest kannst du mit uns darüber sprechen und wir suchen zusammen eine Lösung.“ Wieder klebte ich das Papier auf die Theke, da es vollgeschrieben war. „Jetzt essen wir aber erstmal. Ich werde dafür sorgen, dass du vor den Paparazzi sicher bist. Ich werde meine Alarmanlage ausbauen lassen. Dann ist es hier sicher und du kannst bleiben, bis es sich beruhigt.“, schlug ich vor. In ihrer Wohnung würden sie sie aufspüren und – ihr Vater war bei der Army hin oder her – auch dort wäre sie nicht unbedingt vor diesen dreisten Leuten sicher. Ich hatte im Gegensatz zu ihren Eltern immerhin Erfahrung mit den Medien. Ich hatte zwar Fehler gemacht, aber ich würde das auch wieder ausbügeln können.

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Isabella 'Izzy' Walters
Chaos war das einzige Wort das diese Situation gerade annähernd beschreiben konnte. Woher hatte ich bitte wissen sollen das mein Leben so ziemlich auf den Kopf gestellt werden würde, nur weil ich Andy vorgeschlagen hatte dass er doch im Tanzstudio versuchen konnte herauszufinden ob er irgendwann die Möglichkeit hatte wieder Musik zu machen oder nicht. Vielleicht hätte ich nachdenken sollen, und ihn nicht etwa an einen Ort einladen an dem er ziemlich sicher auf Menschen treffen würde die ihn erkennen würden, vielleicht hätte ich aber auch einfach erwartet das er selbst gut genug wusste das er nicht einfach so am frühen Nachmittag durch die Gegend spazieren konnte ohne dabei erkannt zu werden. Er war es doch gewohnt überall erkannt, verfolgt und fotografiert zu werden. Ich hatte um ehrlich zu sein auch wirklich gedacht das er einfach nur abends im Tanzstudio auftauchen würde - vielleicht hatte er aber auch gedacht das am frühen Nachmittag, an einem Donnerstag, nicht sonderlich viele Menschen dort sein würden, sondern viel mehr auf der Arbeit festsaßen und nur darauf warteten der Hölle zu entkommen. Ich seufzte leise, drehte mich zur Seite und scrollte weiter. Die Bilder waren wirklich überall aufgetaucht, und die Schlagzeilen machten es auch nicht wirklich sehr viel einfacher irgendetwas zu leugnen oder zu sagen das alles einfach nur ein Missverständnis war. Ein weiteres Mal leuchtete die Nummer meiner Mutter auf mein Handydisplay auf. Ich setzte mich auf, und hob ab. "Ich dachte schon du weichst uns aus", trällerte meine Mutter. Ich lachte etwas auf und legte den Kopf in den Nacken. Sie dachte doch nicht wirklich das ich ihnen auswich. "Du hast uns nicht erzählt das du einen Freund hast, Isabella", oh das klang ja schon einmal nicht gut. Ich rieb mir über mein Gesicht und seufzte. "Weil es auch keinen Freund gibt, Mom. Hätte ich einen Freund, hätte ich es euch schon längst erzählt", antwortete ich ihr. Nun lachte sie auf "Dein Vater wäre ziemlich froh darüber wenn er ihn kennenlernen könnte. Er will wissen wer seine Tochter so plötzlich in die Medien gebracht hat." Uhm .. okay. "Kann ich dich zurück rufen? Andys Manager taucht hier bald auf, damit wir irgendwie eine Lösung für das Chaos finden", und ich hatte die Befürchtung das es wirklich nicht ganz so einfach sein würde wie ich gestern noch gedacht hatte. "Wenn ihr etwas braucht, ruf einfach an ja?" Natürlich wollten sie irgendwie helfen, um ehrlich zu sein glaubte ich aber wirklich nicht das meine Eltern irgendwie helfen könnten. Vor allem wollte ich nicht das sie auch noch verfolgt und fotografiert wurden - obwohl ich doch nur wegen Andy fotografiert wurde. Ich schob die Bettdecke zurück, streckte mich und legte schließlich auch schon auf. Schnell schrieb ich meiner Chefin eine SMS, bekam auch binnen Sekunden eine Antwort das es ohnehin besser wäre wenn ich nicht für unglaublich viel Stress sorgen würde - Stress konnte sie ohnehin nicht gebrauchen. Andy war schon eine ganze Weile nicht mehr im Schlafzimmer, da ich selbst schon eine Weile wach gelegen hatte aber einfach nicht aufgestanden war. Als ich die Treppe herunter kam roch ich aber auch schon das Essen, schmunzelte und sah mich etwas um. Scheinbar wollte er wirklich auf Nummer sicher gehen, denn die Rollos waren an allen Fenstern heruntergelassen und ließen kein Sonnenlicht herein. Deprimierend, dachte man darüber nach das er wahrscheinlich nicht so hatte leben müssen bevor ich ihn dazu überredet hatte die Musik noch einmal zu versuchen. "Morgen", sagte ich leise und räusperte mich. Oh wow. Das hier war völlig absurd.

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Leandrew “Andy” Nashfield
Als wäre es so einfach! Wie konnte Isabella so ruhig sein? Ich war das alles hier gewohnt. Ich lebte schon seit einigen Jahren in der Öffentlichkeit und wurde fotografiert, wenn ich es nicht wollte. Mein Leben war bereits so gut wie öffentlich. Isabellas Leben war es, das hier beeinflusst wurde. Innerhalb eines Tages hatte die Presse Bilder von uns bekommen wie wir Händchen hielten und wie sie auf meinem Schoß saß – im Bett. Offensichtlicher ging es ja nicht mehr! Auch, wenn es nicht so war, glauben würde uns niemand. Ich wusste wirklich nicht wie mein Manager das lösen sollte, auch wenn Isabella mir gut zuredete, dass das schon werden würde. Sie hatte keine Ahnung wie skrupellos diese Menschen sein konnten, oder? Dabei waren sie schon auf mein Grundstück und in meine Privatsphäre eingedrungen. Selbst eine Person der Öffentlichkeit durfte in ihrem eigenen Heim nicht derartig belästigt werden. Mit den Aufnahmen meiner Überwachungskamera und seinem Foto würde ich ihn problemlos anzeigen können. Aber bis dahin wäre es bereits zu spät und er hätte es veröffentlicht. Zuerst müssten wir uns also darum kümmern. Mein Manager würde außer sich sein. Bei all den Schlagzeilen, die ich am nächsten Morgen im Internet fand, war mir selbst zum Heulen zumute. Damit war klar, dass ich nie mehr wieder so ein ruhiges Leben führen könnte wie die letzten Monate. So schnell würden sie nicht das Interesse verlieren. Nicht nur die Gerüchte über neue Musik, sondern auch eine Liebschaft. Sie würden mich überall hin verfolgen. Nicht mal mehr hier zu Hause war ich sicher. Ich ließ den Kopf auf die kühle Küchenablage sinken und klappte den Laptop zu. Ich war am Arsch! Mein Manager würde mich umbringen! Frustriert zog ich den Stick mit den Aufzeichnungen der letzten Nacht aus dem Fach und packte ihn zusammen mit einigen Artikeln in einen Kuvert, den ich für die Besprechung später auf dem Tisch liegen ließ. Isabella lag immer noch oben. Ich hatte sie nicht wecken wollen. Das bisschen Ruhe sollte ich ihr noch gönnen, bevor sie aus allen Wolken fallen würde. Ich machte also einfach Frühstück für uns beide. Natürlich immer noch nur in den Pyjamahosen, aber diesmal waren alle Rollos heruntergelassen. Ich kam mir vor wie in einem Bunker. Aber genau diesen Zweck erfüllte mein Haus gerade.

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Isabella 'Izzy' Walters
Er würde schon etwas sagen wenn ich ihm zu nahe trat, oder? Ich schätzte ihn nun wirklich nicht wie den schüchteren Typ Mensch ein, der es nicht schaffte zu sagen wenn etwas zu intim oder dergleichen wurde. Er ließ mich ja aber auch in seinem Schlafzimmer schlafen, obwohl er mich auch einfach ins Wohnzimmer hätte schicken können. Ich war mir aber auch ziemlich sicher dass die Schlafcouch hier sehr viel gemütlicher sein würde als das Sofa im Wohnzimmer. Hätte ich aber gewusst dass die Paparrazzi uns sogar hier her folgen würden, hätte ich mich wohl doch wirklich bei meinen Eltern versteckt. Dann hätten sie auch gar keine Chance weitere Fotos von uns zu machen, und das hier konnte man ja wohl wunderbar verdrehen und als etwas darstellen das es so gar nie gegeben hatte! Grelles Licht erhellte plötzlich den Raum, meine Augen spielten für einen Moment verrückt und sogleich wurde ich von Andy zur Seite geworfen. Fragend hob ich den Blick, woher sollte ich aber auch bitteschön wissen dass dort vor dem Fenster ein Paparrazzo saß der dachte hiermit schön viel Geld zu verdienen? Ich blieb still liegen, fast schon so als hoffte ich das man mich dadurch gar nicht erst sehen würde. Oh Scheiße. Verdammte Scheiße, das konnte doch nicht deren Ernst sein! Er hatte verdammt nochmal gesagt das hier niemand herkam! Das Fenster riss Andy zwar auf, aber scheinbar war der Paparrazzo bereits weg. Vorsichtig drehte ich mich auf den Bauch, schob mich dann auch gleich ganz hoch und sah Andy an der wild auf seinem Handy herumtippte als könnte er dadurch irgendetwas stoppen. Es war doch bereits klar was mit diesen Bildern passieren würde. Oh Scheiße, das hier würde doch nicht ganz so schnell wieder in Ordnung sein wie ich gedacht hatte. Sein Handy landete auch schon im Bett, ich aber schob mich hoch und verzog das Gesicht. Er konnte doch jetzt nicht einfach die Wand verprügeln nur weil es nicht ganz so klappte wie er wollte. Ich schloss schweigend das Fenster und warf einen flüchtigen Blick hinaus. Hoffentlich tauchte nicht noch einmal einer von denen auf. Und hoffentlich wäre das hier schnellst möglich wieder vorbei. Ich wollte nämlich kein Leben wie er, in dem man mich erkannte und verfolgte - dazu hätte ich die Möglichkeit, aber das wollte ich nun einmal nicht. "Dein Manager wird es schon klären. Und wenn nicht .. machen wir eben Schluss", ich zuckte schmunzelnd die Schultern. Wenn die Leute doch schon dachten das da etwas zwischen ihm und mir lief, dann wäre es wohl nicht so schwer ihnen zu zeigen das es zu Ende war. "Wir gehen einfach schlafen, und morgen klärt dein Manager alles", was sollte denn auch noch schlimmer werden? Dann hatten sie eben ein Foto von uns, das rein gar nichts bewies. "Und ich glaube nicht das es sonderlich gesund ist Wände zu schlagen. Vor allem wenn du noch Gitarre spielen willst", sagte ich. Kurz sah ich ihn noch einmal an, kletterte dann aber auf die Schlafcouch und zog die Decke über mich. Hey, vielleicht würde die Welt morgen wirklich wieder ganz normal aussehen, und ich würde einfach wie gewohnt arbeiten gehen können. Ich schob mein Kissen etwas zurecht, sah Andy schmunzelnd an und schloss die Augen. Vielleicht würde die Welt morgen anders aussehen, oder aber ich unterschätzte die Macht der Medien gerade wirklich extrem. Zu meinem Bedauern tat ich aber auch genau das - hätte ich gewusst das ich am nächsten Morgen mit unzähligen unbeantworteten Anrufen, unbekannten Nummern am Display, Nachrichten von Freunden und Leuten die nicht zu meinen Freunden zählten, wäre ich möglicherweise nicht ganz so optimistisch gewesen. Nicht zu vergessen waren aber die ganzen Klatschzeitschriften die das Bild des Paparrazzo gedurckt hatten, und nun sehr viel mehr in das hier interpretierten als eigentlich war. Und jetzt hatten wir wohl gerade wirklich ein Problem. Oh Scheiße.

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Leandrew “Andy” Fieldman
Wow, das hier war wirklich seltsam. Sie saß auf meinem Schoß und hatte mich eben mit einem Kissen verprügelt! Schmunzelnd sah ich zu ihr auf. Das war ja verrückt! Störte es sie gar nicht, dass ich halb nackt war und ansonsten nur meine Pyjamahose trug? Wie schon gesagt, durch meine unzähligen Tattoos fühlte ich mich nicht nackt und hatte deshalb wie selbstverständlich meine gewohnte Schlafaufmachung getragen. Immerhin hätte ich mich sowieso unter die Decke gelegt. Ich war nicht davon ausgegangen, dass es sie stören würde, wenn ich in meinem Bett nur Stoffhosen trug, aber ich hätte auch nicht erwartet, dass es ihr so wenig ausmachte, dass sie sich sogar auf mich setzte und ab und zu mit ihren Fingern oder ihrem Oberschenkel meine nackte Haut an meinen Hüften streifte. Mich störte das nicht. Ich hatte offensichtlich eine sehr hohe Schamgrenze, aber von ihr hätte ich es eben einfach nicht geglaubt. Das hier war aber auch nichts Sexuelles. Absolut nicht. Sie hatte mich mit dem Kissen verprügeln wollen. Das hier war rein freundschaftlich. Und selbst das war seltsam, da wir uns ja eigentlich kaum kannten. Und dennoch hatte ich ihr mehr anvertraut als meinen Brüdern! Sie hatte mich sprechen gehört, sie hatte mich zum Singen gebracht, sie war mit mir in der Zeitung gelandet. Oh und apropos Zeitung: Natürlich war das noch nicht alles gewesen. Gab man den Paparazzi erstmal den kleinen Finger, rissen sie sich um den ganzen Arm. Dazu überschritten sie sogar rechtliche Grenzen. Sie waren nicht dazu befugt mein Grundstück zu betreten, sich bis an mein Schlafzimmerfenster zu schleichen, mit einer Leiter an meiner Mauer hochzuklettern und mit grellem Blitzlicht Fotos von mir im Bett zu schießen. Aber das Verbot hielt sie natürlich nicht auf. Nein. Gleißendes Licht erhellte den Raum für einige Sekunden, ich hörte das Klicken des Fotoapparates nicht, aber ich wusste sofort, was es war. Leider zu spät. Schnell drehte ich uns beide um, warf Isabella in die Kissen, ehe bereits ein zweites Mal der Raum ausgelichtet wurde. Dann sprang ich auf, lief zu dem Fenster und riss es auf, als der Paparazzo bereits flüchtete. Er lief quer durch meinen Garten, sprang gekonnt über meinen Gartenzaun und war weg. Knurrend schlug ich mit der Faust gegen die Wand neben dem Fenster und schnappte mir mein Handy vom Bett, begann wie wild eine Nachricht an meinen Manager zu schicken. Das würde er wohl kaum wieder richten können. Jetzt würde diese Story breit getreten werden. Ruhig würde es in den nächsten Monaten definitiv nicht mehr für mich oder Isabella werden. Scheiße! Ich schickte die Nachricht ab, schmetterte das Handy schnaubend gegen die gepolsterte Lehne des Bettes und fuhr mir aufgebracht durch die roten Haare.

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Isabella 'Izzy' Walters
Natürlich war es einfach nur eine Willenssache ob ich mich mit meinem Vater anlegen wollte um Andy vor dem sicheren Tod zu beschützen, oder nicht. Er dachte aber doch hoffentlich nicht wirklich das mein Vater ihn köpfen würde, oder irgendetwas dergleichen - mein Vater wusste schließlich das Andy mindestens genauso wenig für dieses kleine Problem das wir im Moment hatten, konnte - es war nun wirklich nicht so als hätte er es sich so ausgesucht. Mein Vater war möglicherweise immer etwas beschützerisch, etwas was er aber auch bei meiner Mutter war, ich konnte aber nicht behaupten das er jemals wirklich auf meine Freunde losgegangen war, oder gedroht hatte sie zu köpfen. Weshalb sollte er aber auch? Sah ich Andy mittlerweile schon als einen Freund an? Oh wow. Ich war einfach nur ein Fan gewesen, und mittlerweile saß ich sogar schon auf seinem Schoß und zog ihn für die Situation auf in der wir uns gerade befanden. Wirklich übel konnte er es mir aber hoffentlich nicht nehmen, immerhin versuchte ich einfach nur das Beste aus dem ganzen Chaos hier zu machen. Und ihm schien es ja nun auch nicht unbedingt etwas auszumachen. Wenn doch würde er ja wohl auch etwas sagen - oder Siri, denn auch wenn er gerade noch gesprochen hatte benutzte er auch schon wieder sein Handy um zu kommunizieren. Er war gerne gemein? Vor allem zu kleinen Mädchen wie mir. Ich lachte auf und zog die Stirn in Falten. Ich glaubte ihm das sogar noch, auch wenn ich wusste das er es wohl kaum ernst meinte. Aber hey, ich war wohl genauso schlimm, immerhin war ich auch sehr gerne gemein. Ich lehnte mich etwas vor. "Das kleine Mädchen kann für ganz viele Probleme sorgen, pass also besser auf was du sagst", antwortete ich breit grinsend und zuckte unschuldig die Schultern. (Oh wow der ist kurz, sorry XD)

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River Wintour
Es ging mir gut. Das sollte es zumindest, denn eigentlich war doch alles in Ordnung. Es ging mir gut. Ich war gesund, frei und tat genau das wonach mir war. Ich war bei Jax, und wurde von niemandem davon abgehalten hier zu sein, oder gar verurteilt oder für verrückt erklärt. Es sollte mir gut gehen, es sollte. Genau das tat es aber nicht. Ich hatte das Gefühl als würden all diese Probleme und Sorgen die ich diese Nacht abgeworfen hatte einfach zurückkehren und mich ausfüllen. Als würden sie sich genau dort einnisten, wo sie auch vor dieser Nacht gewesen waren. Ich hätte wissen müssen das er es nicht schaffen würde mich alles vergessen zu lassen. Das konnte er nicht, egal wie sehr er es versuchen würde, und egal wie unglaublich sicher und gut ich mich in seiner Nähe fühlte. Er schaffte es nicht meinen Kopf zu beruhigen, weil da doch diese ständige Angst war doch erwischt zu werden. Weil da diese ständigen Sorgen waren das man uns erwischen und trennen würde, das ich nicht mehr zu ihm dürfte. Mit einem Mal war es mir wieder bewusst, und mit einem Mal verstand ich erst Recht was ich getan hatte als ich Jackson aus diesem Krankenhaus geholt hatte - ich bereute es nicht, keine Sekunde. Es machte mir jedoch Angst das sie ihn wohl für immer wegsperren würden, würden sie uns finden. Ich würde versuchen es irgendwie auf meine Kappe zu nehmen, zu behaupten das es meine Idee gewesen wäre, aber er hatte Recht wenn er behauptete das sie wohl eher ihm glauben würden als mir. Weil ich noch nie auch nur irgendwie aufgefallen war, und nie auf die Idee gekommen war das Gesetzt zu brechen, und es nun doch getan hatte. Und Jax hatte nun einmal eine Vergangenheit, die möglicherweise noch nicht einmal bekannt war. Vorsichtig hob ich die Hand und deutete auf eine der Taschen auf der Rückbank, in die ich etwas Essen gestopft hatte bevor ich zu Jax ins Krankenhaus gefahren war um ihn dort raus zu holen. Ich atmete tief ein und schloss ein weiteres Mal meine Augen. Nur für einen Moment, und nur um nicht doch noch das Gesicht zu verlieren. "Ich wusste nicht so Recht was ich mitnehmen kann", erklärte ich leise und schob mich schließlich von der Matratze hoch. Ich streckte mich, strich mir die Haare aus dem Gesicht und kletterte auch sogleich auf den Fahrersitz. Vielleicht brauchte ich einfach nur etwas zu tun, etwas worauf ich mich konzentrieren musste, und was mich von meinen Sorgen ablenkte. Ohne noch ein weiteres Wort zu sagen entriegelte ich das Auto, startete den Motor und fuhr vom Parkplatz. Das hier musste bald aufhören. Das alles, die Gedanken und die Probleme, die Sorgen. So konnte man doch nicht leben!

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(Wenn jemand Lust hat - ich habe eine Idee für eine Story :D Einfach melden wer Interesse hat)

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Dinario „Dino“ Marquéz
„Ich verstehe es nur einfach nicht. Ich habe mit eigenen Augen gesehen wie mein Bein abgeschnitten wurde. Mir sollte mehr als bewusst sein, dass es nicht mehr da ist. Ich weiß das, aber… trotzdem habe ich Schmerzen in einem Bein, das nicht mehr existiert.“ Es war, als würde man mir wieder und wieder das Bein abhacken. Zuerst die höllischen Schmerzen, dann die Erkenntnis, dass mein Bein weg war, nur noch ein Stumpf übrig war. Es war einfach scheiße! Ich wollte gar nicht darüber reden. Nein, ich beschäftigte mich am Tag genug mit dieser Behinderung. Solange sie hier war, wollte ich vergessen. Ich wollte nur ein paar Stunden nicht über meine Verstümmelung nachdenken. Also ließ ich sie sprechen. Über ihren Alltag, in den sie schon wieder zurückgefunden hatte – na ja, oder in den man sie wieder zurück gehen hatte lassen. Ich hing hier immer noch fest und selbst nach der Reha, würde ich keinen Alltag mehr haben. Ich würde mir wieder Jobs in irgendwelchen Geschäften oder Läden suchen. Modeln würde ich wohl nicht mehr können. Selbst wenn mich irgendjemand mit Prothese nehmen würde – ich genierte mich doch sogar vor Lucie, wie sollte ich da auf Plakaten abgebildet werden? Ich wollte nicht, dass tausende oder gar Millionen Leute auf meine Prothese starrten. Okay, andere Gedanken! Ihr Alltag. „Gut, dass du Freunde hast, die das alles für dich auffangen. Es tut Mia sicher gut, wenn sie momentan mehr arbeitet. Sie versteht nicht ganz wieso ich eine Auszeit wollte. Sie akzeptiert es, aber sie versteht es nicht und macht sich deshalb vermutlich ziemlich fertig.“, murmelte ich und zupfte an den tauben Fingern meiner rechten Hand. Selbst wenn ich sie drückte, spürte ich nichts darin. „Was meinen Dad angeht… Ich glaube ich muss ihm bald Bescheid sagen. Irgendwann wird er meine Arbeit sehen wollen und in Zukunft wird es wohl keine Tickets mehr für ihn geben. Es aufzuschieben macht keinen Sinn.“, stellte ich fest. Ich würde so schnell und auch generell keine Modenschauen mehr laufen. Meine Modelkarriere war vorbei. Wenn ich meinem Dad das erklärte, würde er wissen wollen wieso. Ewig konnte ich es nicht verheimlichen. „Na ja, du kannst mir deine Entwürfe ja mal zeigen. Vielleicht kann ich deine Blockaden ein wenig lösen. Oder aber du versuchst einen Urlaub, ja. Ich denke das wäre auch nicht schlecht.“ Urlaub klang toll. Wasser, Strand, Wald… Oh ja, das würde ich auch gern tun. Tatsächlich lud sie mich sogar ein, doch ich schürzte nur leicht die Lippen und hob unter der Decke ein wenig den Stumpf an. „Wenn du mich dann im Rolli herumschiebst…“ Wie sonst sollte das funktionieren? Für die Prothese war mein Stumpf noch zu wund und empfindlich. Ich dürfte nicht damit laufen, selbst wenn ich es könnte. Außerdem würde es noch länger dauern den Umgang mit diesem Blechding zu lernen. Ich seufzte und schaute ihr dabei zu wie sie anfing mein Patientenzimmer aufzuräumen und umzugestalten. Ich knirschte leicht mit den Zähnen, als sie von Mia anfing. „Ich wollte sie nicht verletzen. Ich kann… sie momentan nur nicht hier gebrauchen. Ich will nicht, dass mir irgendjemand hierbei zusieht. Ich brauche die Zeit für mich, um das irgendwie auf die Reihe zu kriegen. Außerdem möchte ich Nähe gerade sowieso soweit es geht vermeiden. Ich fühlte mich in meinem eigenen Körper wieder einmal nicht wohl und das soll niemand merken.“, erklärte ich ihr leise, als müsste ich mich rechtfertigen eine Auszeit von meiner Freundin zu nehmen. Ich schaute hoch zu dem Traumfänger, den sie aufhing und seufzte. „Hey, sag nicht Vodoozeugs dazu! In meinem Heimatland glaubt man wirklich daran, okay? …Danke.“

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Hab zwei weibliche Charaktere frei, wer schreiben möchte, gerne melden :)

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Lucie Hayes
Ich lächelte und wusste, was er meinte, ich hatte von vielen Veteranen, denen es nicht anders ging gehört, dass sie ihr verlorenes Körperteil immer noch spürten. Es war sicher merkwürdig und irgendwie tat es mir auch leid, dass er an Phantomschmerzen litt sowie an den Albträumen. „Ich weiß was du meinst, ich kenne ein paar Freunde von meinem Vater, die das gleiche durchgemacht haben. Sie sagen das es am Anfang echt merkwürdig war, aber mit der Zeit würde es aufhören und man würde sich an alles gewöhnen.“, murmelte ich nur und zuckte die Schultern, da ich es mir natürlich vorstellen konnte ein Bein zu verlieren. Erfreulich war es ja auch nicht, doch ich war mir sicher, dass Dino alles gut meistern würde mit der Prothese.
„Puh…also eigentlich ist alles wie immer, nach Wochen der Belagerung sind meine Brüder wieder zurück in ihr Einsatzgebiet gegangen und meine Mutter konnte ich auch überzeugen mir etwas Freiraum zu geben. Ich wusste gar nicht, dass Familienzeit so anstrengend sein kann, meine Brüder waren wirklich Nervensägen und ziemlich überfürsorglich.“, sagte ich und seufzte. „Mit der Arbeit läuft guuuut...“, murmelte ich und neiget den Kopf. „Mia übernimmt ziemlich viele meiner Shootings und Darcy kümmert sich um den organisatorischen Kram. Eigentlich mach ich kaum was, ich war nicht mal auf meiner letzten Modenschau. Außerdem musste ich deinen Vater anlügen und sagen, dass mit den Karten etwas dazwischengekommen ist. Denn sonst hätte er sicher irgendwie von dem Absturz erfahren. Es hat sich angefühlt, als würde ich einen Welpen treten.“, gestand ich ihm und stand auf um die Tasche auszuräumen, denn die DVDs und Bücher würden sicher auch ein bissen mehr Heimlichkeit in sein Zimmer bringen. Ich hatte mich früher jedenfalls immer etwas wohler gefühlt. „Was das designen angeht…es ist kompliziert und irgendwie auch schwer, die Entwürfe gefallen mir irgendwie nicht, doch mir muss bald etwas einfallen, für die nächste Kollektion. Ich habe Darcy auch gesagt, dass ich vielleicht die nächste Saison aussetzte, ist zwar schlecht fürs Geschäft, doch ich will auch keinen Müll designen. Ich habe mir auch überlegt, ob ich zu einem Feriengrundstück fahren soll. Es ist eine einfache kleine Hütte am See und umgeben von Wald, wahrscheinlich gar nicht so schlecht um abzuschalten.“
Ich war zwar noch nie der Camper gewesen, doch es würde mich ablenken und ich hätte meine Ruhe, auch von Paparazzi und den ganzen Stress mit dem Therapeuten. „Wenn du fitter bist, kann ich versuchen dich für einen Tag zu entführen und dich mitnehmen. Ich denke die Ruhe würde dir sicher gefallen und der See.“ Vielleicht würde ihm ein Tapetenwechsel. auch ganz guttun, es wäre immerhin etwas anderes und er könne auch mal seine Ruhe von den Ärzten haben. „Ich habe übrigens mit Mia geredet, sie hat ziemlich geweint. Sie hat nicht verstanden wieso du eine Pause wolltest und das Ganze. Ich habe versucht es ihr zu erklären und sie hat es einigermaßen verstanden, jedenfalls hoffe ich das.“ Ich hatte noch ein paar Snacks eingepackt, die er sicher im Laufe der Zeit essen würde, noch ein paar Drinks die ich in den Kühlschrank stellte und eine Art Traumfänger. „Das habe ich mal in Spanien gekauft von einer Voodoo-Tante, sie meinte es würde böse Träume fernhalte.“ Ich wusste nicht ob es funktionierte, es war eine süße Idee, also hing ich es über sein Bett an die Stelle an der eigentlich ein Bild hängen sollte. „Möchtest du ein bisschen rausgehen oder etwas essen? Der Park soll ebenfalls ganz schön sein habe ich zumindest gehört."

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Liah
„Heute?“ fragte ich meinen Bruder, der gerade auf meiner Couch saß und sich genüsslich wie ein hungriges Tier über seine Pizza her machte. „Ja, heute“ antwortete er mit vollem Mund. Es war kaum verständlich was er da sprach. Nicht wenn man nicht genug Übung hatte. Dann schluckte er, trank von seiner Flasche noch schnell ein Schluck Cola und wandte sich mir zu „Wieso denn nicht? Du hast doch gesagt dass du ihn uns präsentieren willst. Und heute sind wir alle in der Bar.“ Erklärte er mir. Die Person die er meinte war Asher. Zwischen ihm und mir war nichts mehr passiert. Aus unseren aufkommenden Gefühlen und den Dates war einfach nichts geworden. Ich wusste nicht mal warum. Es war einfach alles plötzlich ziemlich abgekühlt. Und das auf beiden Seiten. Was mich betraf war die Sache klarer geworden. Wie schon mein lebenslang, war ich nicht der Typ der sich verliebte und an eine Zukunft zusammen glaubte. Ich war nicht bereit mein Leben aufzugeben und nur noch die Freundin von jemand zu sein. Das war ich nicht und da war ich mir sicher. Das war nun auch schon einige Wochen her. Unsere Treffen hatten sich zudem auch verringert, da ich dadurch weniger Zeit opfern wollte bzw. konnte und mehr auf die Arbeit gesprungen war. Denn irgendwie fühlte es sich unangenehm an zu oft und zu lang mit Asher zusammen zu sein. Meistens entwickelte ich ein merkwürdiges Gefühl und fand auch die Sprüche über die hübschen Frauen an der Bar nicht mehr so herausfordernd. Das lag nicht an ihm. Er war noch genauso wie vorher und ich mochte ihn noch genauso. Aber meine Empfindlichkeit war anders geworden. Dem wollte ich dadurch aus dem Weg gehen. Dennoch war er mir auf eine Art wichtig geworden. Da Liam das ziemlich merkwürdig fand und noch immer fest der Überzeugung war das Asher und ich es versuchen wollte, hatte er auch auf mich eingeredet. Nur um ihn glücklich zu machen hatte ich vorgeschlagen das er ja auch einmal mit ihm was unternehmen konnte. So würde Asher auch noch neue Leute Kennenlernen. „Okey, aber die Regeln sind klar. Ihr haltet ihn aus den Geschäften raus“ forderte ich ein. Er nickte „Ja, aber auch nur fürs erste Liah. Du weißt genau das er uns eine Menge neuer Türen eröffnen könnte. Wir stehen schon ziemlich gut aber mit ihm, könnten wir noch einmal Perspektiven erreichen.“ Ich schüttelte den Kopf „Liam! Asher hat ein gutes Leben. Das sind die Regeln.“ Ich wandte mich von ihm ab. „Ich muss los.“ Er nickte „Bis später“. Ein paar Minuten später befand ich mich in der Stadt. Es war geplant mich mit Asher zu treffen. Zuerst würden wir ein wenig durch die Stadt schlendern. Und später dann in die Bar. So hatte ich es mir zumindest gedacht. Er ahnte ja noch gar nichts von seinem Glück meinen Bruder persönlich gegenüber zu stehen. Ich bin am großen Brunnen vor der Eisdiele. schrieb ich Asher in einer SMS.

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Dinario "Dino" Marquéz
Erschrocken hielt ich in der Bewegung inne und hielt mich mit meinem linken Arm so gut es ging am Rolator fest. Ich fühlte mich plötzlich furchtbar entblößt. Jetzt, wo meine Decke mehr da war, konnte sie meinen Stumpf sehen, der knapp unter meinem Hemd herausschaute. Klar, da war immer noch der Verband, aber irgendwie fühlte ich mich eben nackter, obwohl man unter der Decke auch problemlos hatte erkennen können, dass dort ein erheblicher Teil meines Körpers fehlte. Jetzt aber stand ich und es war noch offensichtlicher, dass dort kein ganzes Bein mehr war, sondern nur ein kurzer Stumpf. Langsam griffen mir die Schwestern unter die Arme und schoben mich zurück auf das Bett, auf dem ich mich bloß mit der linken Hand abstützen konnte, während die andere nutzlos neben mir hing. "Hey...", begrüßte ich Lucie nun und schaute den zwei Schwestern kurz nach, ehe wir beide auf schon allein im Zimmer waren. Ich rutschte auf der Matratze schwermütig und mit nur einem Arm als Hilfe zurück und lehnte mich an die aufgestellte Matratze, ehe ich die Decke notdürftig und völlig verknäuelt über meine Beine zog. Mit einer Hand war das gar nicht mal so leicht. Schließlich schaffte ich es nur mein Becken und den Stumpf zu bedecken. Der Rest der Decke lag in einem Knubbel neben mir. Ich schluckte und nickte leicht. "Ja, das wäre nicht schlecht gewesen. Wenn ich keinen Besuch erwarte, mache ich die Übungen, die ich schon machen kann. Wir wollten gerade schauen, ob ich schon allein aufs Klo.... hüpfen kann. Allerdings ist es wohl nicht so schlimm, wenn ich noch ein paar Stunden länger in den Beutel pinkle.", murmelte ich und kratzte mich ein wenig im Nacken, ehe ich zu ihr aufsah. Sie legte mir einen Stoffbeutel aufs Bett und ich hob den Henkel leicht an, im hineinzusehen. "Dankeschön. Du hast recht, ist ganz schön ätzend. Allerdings werde ich mich daran wohl gewöhnen müssen." Es war nicht so, dass ich es hier hasste. Sicher hätte es mich von der Einrichtung her schlechter treffen können, hätte Lucie da nichts gedreht, aber wohl fühlte ich mich nicht. Das würde ich mich aber vermutlich an keinen Ort mehr. Ich seufzte und rieb mir mit einer Hand über das Gesicht, als sie sich hinsetzte. "Ähm... soweit ganz gut.. Ich wache nachts oft auf. Entweder wegen der Bilder vom Absturz oder von schmerzen. Der Stumpf verheilt nicht so gut wie erwartet und dazu kommen die Phantomschmerzen. Es... fühlt sich so an, als wäre mein Bein noch da. Ich kann es spüren. Mein Gehirn projiziert das Gefühl der Decke auf meiner Haut auf meinem linken Bein, auch auf die andere Seite. Es ist so, als wäre es noch da, ich könnte es nur nicht bewegen. Manchmal habe ich deshalb Schmerzen in meinem Bein. Also... es ist nicht da und das ist nicht echt, aber... es fühlt sich verdammt echt an. Die meisten Nächte wache ich davon auf. Das ist ganz schön nervig. Ich weiß, dass sie nicht da sind, aber trotzdem..." Ich schüttelte nur den Kopf und seufzte tief. "Egal. Lass uns nicht darüber sprechen, okay? Erzähl mir von dir. Was passiert da draußen so? Läuft es mit der Arbeit? Also dem designen und den Models?" Ich würde hier 24/7 von Ärzten betreut und sprach nur über mein Bein oder meinen Arm. Ich brauchte Abwechslung, Ablenkung. Ich wollte es vergessen können. Nur für einen Moment.

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Lucie Hayes
Ich war schon etwas früher gegangen als geplant, einerseits, da es mir körperlich wieder gut ging und andererseits, weil ich wusste, was passieren würde, wenn Dino seine Verlegung in die Spezialklinik erfuhr. Er war im Moment zu stolz und würde hoffentlich später verstehen, wieso ich, das getan hatte. Immerhin war es die beste Klinik für Veteranen, mein Vater hatte mit seinen Kontaktmännern gesprochen, sowie ich mit der Krankenkasse. Sie würden einen Teil der Kosten übernehmen, doch den Rest hatte ich bezahlt. Es war immerhin für Dinos Gesundheit, außerdem hatte Geld einen ganz anderen Wert für mich, als für Dino. Die paar tausend Dollar, waren nichts, fast wie fünf Dollar die man sich ab und zu lieh. Es war also kein großes Ding für mich und ich hoffte er würde damit klarkommen. Dennoch hielt ich es für clever auf etwas Abstand zu gehen, bis er in der Klinik ankam und sich soweit beruhigt hatte. Ich war immerhin noch beschäftig mich Zuhause wieder richtig wohlfühlen, meine Brüder waren nach einer Woche wieder zurückgeordert worden, mein Vater hatte nur mit mir geskypte immerhin konnte er nicht so schnell beurlaubt werden, er hatte dafür viel zu viel zu tun als Kapitänleutnant. Ich war ihm nicht böse, sondern ganz froh, auch ich wurde von allen in Watte gepackt oder mit Samthandschuhen angefasst. Auf einerseits, war es schön meine Familie um mich zu haben, aber sie gingen mir auch ganz schön auf den Keks. Nicht nur, das ich nicht durch die Alpträume schlafen konnte, ich hatte das Bedürfnis zu schreien und konnte es nicht. Ich wollte mich nicht erinnern, auch wenn meine Therapeutin mich damit konfrontieren wollte. Denn wenn ich mich erinnerte, würde ich es verarbeiten können und ich könnte endlich wieder schlafen. Ich glaubte zwar nicht daran, denn irgendwie wurde es nur noch schlimmer, sodass ich die meiste Zeit nur noch wach im Bett lag und versuchte, die Bilder aus meinen Kopf zu verbannen.
Nun trug ich mein bestes Makeup um meine Augenringe zu verdecken und sah am PC um nach weiteren Spezialisten zu suchen, die eventuell Dino bei seinem Arm helfen konnten. Immerhin war dieser vielleicht noch ein bisschen zu rennten, also telefonierte ich rum, spendete ein bisschen Geld an Organisationen und versuchte mich teilweise an neuen Designen. Irgendwann kam auch Mia, welche sich bei mir ausheulte, aber auch gleichzeitig fragte wie es mir damit ging, immerhin hatte sie auch von dem Baby gehört. Ich versuchte sie soweit zu trösten und erzählte ihr, das ich ab und zu mit Dino redete und ihr berichten würde wie es ihm ging. Zuerst verstand sie es nicht wieso er mich sehen und mit mir sprechen konnte, aber nicht mit ihr. Doch ich erzählte ihr nur, dass es vielleicht daran, lag dass wir beide in dem Flugzeug saßen und beide etwas verloren hatten. Wir beide mussten mit dem Schrecken leben. Ich erzählte ihr nicht von meinen Träumen und wie ich aufwachte und weinte, um mein Baby und Dino. Niemanden erzählte ich von den Schuldgefühlen oder Ängsten, ich wollte nicht, dass sich sorgen machten. Immerhin war, dass alles nur vorrübergehend, bald würde alles aufhören und ich würde wieder normal schlafen und leben können.
Ich packte ein paar DVDs, Bücher ein und sonst noch Sachen, die man im Krankenhaus gebrauchen konnte. Dann machte ich mich mit meinem Chauffeur auf den Weg zur Rehaklinik und sagte dem Fahrer das er mich erst in ein paar Stunden abholen sollte, immerhin wollte ich ein bisschen mit Dino quatschen, auch wenn er sicher böse war. Ich lief also die Gänge hinunter, und erkundigte mich nach seinem Raum. Es war im Erdgeschoss und wie eine Art Hotelzimmer eingerichtet, es war groß und gemütlich, es hatte eine Multimedia-Anlage, ein wundervolles Bad und gutes Essen. Wenn es ihm besser ging konnte er auch schon Sport machen in einer Trainingshalle. Außerdem würden die Ärzte ihm helfen können, sie hatten bisher jeden aufgepäppelt und Dino war stark. Er würde das schaffen, da war ich mir sicher.
Ich eilte also die Gänge entlang und klopfte kurz an seine Zimmertür, welche ich gleich darauf öffnete und sah wie Dino gerade erste Übungen zu stehen. „Oh…hi…“, sagte ich nur und blieb mit meiner Tasche stehen. Die Schwestern sahen sich an und halfen Dino wieder sich zu setzten. „Wir kommen später wieder, Mr. Marquéz.“, sagte beide und verließen das Zimmer. „Tut mir leid, dass ich einfach reingeplatzt bin. Vielleicht hätte ich anrufen sollen.“, murmelte ich und seufzte dann. Ich ging zum Fenster und legte die Tasche auf einen Stuhl ab, „Ich habe dir ein paar DVDs mitgebracht und Bücher, ich dachte mir es könnte echt langweilig werden manchmal. Ich meine ich kenne das von damals in den Rehakliniken, die langen Wartezeiten, können ganz schön ätzend sein.“, murmelte ich und setzte mich auf den freien Stuhl. „Und wie geht es dir?“, fragte ich interessiert, überschlug die Beine und nahm mir etwas von dem Wasser, welches auf dem Tisch stand.

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Dinario "Dino" Marquéz
Wir hatten in den kommenden Tagen noch so einige Diskussionen über Mia gehabt. Ich war immer noch der Meinung, dass ich in den nächsten Monaten kein guter Freund oder generell eine Rolle in einer Beziehung spielen konnte und wollte. Ich musste mich auf die Reha konzentrieren und jeder, der mir dabei zusah, war Last für mich. Ich wollte so nicht gesehen werden. Es war nicht so, dass ich mich schämte - immerhin hatte ich mir das alles nicht freiwillig ausgesucht - aber ich fühlte mich verdammt unwohl in meiner Haut und die wenigen und kurzen Besuche von Lucie in meinem Krankenzimmer - welche übrigens auch die einzigen Besuche waren - waren schon schwer genug für mich. Ich konnte niemanden gebrauchen, der neben mir stand und sagte, dass alles gut wurde. Ich wollte das nicht hören. Ich wollte mich auf mich konzentrieren. Nur auf mich. Außerdem... ich betrug meine Freundin seit Monaten mit einer anderen. Was war denn das für eine Beziehung? Sicher hätte Mia es ohne mich sowieso besser. Und dennoch ließ ich mich von Lucie - dem Mädchen, mit dem ich meine Freundin ja betrog! - dazu überreden es noch einmal zu versuchen. Ich rief sie also an, entschuldigte mich für mein Verhalten und bat sie darum Abstand zu halten. Ich erklärte ihr, dass ich allein sein wollte, mich allein auskurieren wollte und eben einfach Zeit für mich brauchte. Sie verstand das zwar, fragte aber bereits wann ich nach Millaville verlegt wurde. Sie verstand das nicht so ganz. Es hatte lang gedauert ihr schonend zu erklären, dass ich nur eine Auszeit von unserer Beziehung wollte, bis alles wieder war wie vorher. Sie sagte zwar, dass sie das verstand und mir natürlich den nötigen Freiraum gab, doch ich glaubte, dass sie am Telefon geweint hatte. Allerdings war ich mir nicht ganz sicher. Ich fühlte mich dennoch schrecklich, als ich auflegte und mir die Schläfen massierte. Viel Ruhe bekam ich jedoch nicht. Die Tür öffnete sich und mein Arzt kam hineinmarschiert. "So, Mr Marquéz. Kleine Planänderung. Wir haben wohl vergessen es Ihnen mitzuteilen. Sie werden ja morgen nach Millaville zurückverlegt, allerdings nicht in das städtische Krankenhaus wie es ursprünglich geplant war. Da es in gewisser Weise ein Arbeitsunfall war, werden sowohl ihre Krankenkasse, als auch ihr Arbeitgeber für die Schäden und Rehabilitation aufkommen. Sie haben eine wirklich gute Krankenversicherung, Mr Marquéz. Nicht viele haben das Glück in eine spezialisierte Rehaklinik zu kommen. Dort wird man Sie sicher schnell wieder aufpeppeln und auf die Beine bringen.", meinte er und grinste, reichte mir die Unterlagen zum Unterschreiben und verließ den Raum dann wieder. Stirnrunzelnd überflog ich den Vertrag. Ja, ich hatte eine gute Krankenversicherung - dank Lucie, die sie für mich abgeschlossen hatte, als ich bei ihr unter Vertrag gekommen war - allerdings schloss sie Kosten für spezialisierte Kliniken nicht ein. Für Kur, Krankheitsfälle und auch Reha, ja, aber diese Klinik war extra darauf spezialisiert vor allem Kriegsveteranen schnell wieder fit zu machen. Dafür kam die Krankenkasse natürlich nicht auf! Vor allem nicht allein. Irgendetwas musste sie also gedreht haben und das passte mir gar nicht. Glaubte denn hier niemand, dass ich das auch ganz allein schaffen konnte? Grummelnd unterschrieb ich den Vertrag, weil ich in wenigen Stunden ja bereits fertig gemacht werden sollte und ich es bis dahin sowieso nicht klären könnte. Lucie hatte das sicher mit Absicht gemacht, damit ich keine Zeit mehr hatte ihr - zwar wirklich großzügiges, aber unangebrachtes - Angebot abzulehnen. Ich wurde also ins Rehazentrum verlegt und musste für den Flug mit dem Hubschrauber sogar wieder unter Drogen gesetzt werden, da ich beinahe erneut eine Panikattacke bekommen hatte. Ein Opfer eines Flugzeugabsturzes in einen Helicopter zu setzen war schon eine beschissene Idee. Aber anders hätten sie mich nicht weg bekommen, da der Unfall nur wenige Wochen her war und ich noch nicht aufstehen durfte. Ja, genau - immer noch nicht! Mittlerweile hatte ich meinen ganzen Körper wund gelegen. Das blieb zum Glück aber nicht mehr lange so, denn keine zwei Tage in der Klinik, ließ man mich endlich aufstehen und eigenständig zum Klo gehen - na ja, hüpfen. Ich musste nach all den Wochen natürlich wieder üben. Mit einem Bein musste ich nun mein Gewicht, vor allem aber das Gleichgewicht halten. Ich rutschte also an die Bettkante, ließ das eine Bein aus dem Bett baumeln und lehnte den Stumpf über die Bettkante, der unter meinem Krankenhaushemd unter weißem Verband herausschaute. Der Rolator stand vor mir, links und rechts von mir zwei Schwestern, als ich mich langsam auf meinen Fuß stellte und mich mit den Armen hochdrückte. Natürlich öffnete sich in genau diesem Moment die Tür und Lucie platzte rein. Natürlich genau bei meinem ersten Versuch nach Wochen wieder zu stehen.

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Lucie Hayes
Ich seufzte und sah auf meine Hände, die in meinem Schoß lagen. Er hatte ja recht, er würde sicher länger brauchen um wieder voll funktionstüchtig zu werden. Außerdem wollte ich mich nicht mit ihm streiten, sollte er schmollen. Es war sein gutes Recht sauer zu sein, ich wäre es auch und ich verstand auch, dass er nicht von der Zukunft reden wollte, doch irgendwann musste er einsehen, dass es ein Leben danach gab. Dennoch ging ich nicht weiter darauf ein und ignorierte für den Moment, dass er ein ganz schönes Arschloch war. Ich hoffte nur, das er wusste, dass es Models gab denen ebenfalls einer ihrer Gliedmaßen fehlten. Außerdem, war er dadurch auch nicht entstellt. Dino war immer noch eine Sahneschnitte, doch mit Sicherheit, sah er das ganz anders. Meine Brüder würden ihn immer noch als potentielle Gefahr sehen, auch wenn sie wüssten, dass er jetzt eine Prothese tragen würde und seinen Arm nicht mehr bewegen konnte. Er hatte einen Schwanz und mit mir geschlafen, das zählte nur für die beiden, da war es egal, dass er als Mädchen geboren wurde. „Okay, wenn sie wüsste, was wir alles getan hätte, dann wärst du sicher tot, vor allem wenn sie wüssten, dass du mit meiner besten Freundin zusammen bist. Doch dann würde ich auch ärger bekommen und das will ich definitiv vermeiden, denn der eiserne Gürtel steht mir nicht wirklich. Aber sie hätten dich wie jeden anderen Kerl behandelt, egal ob du mal ein Mädchen warst.“, sagte ich nur und hoffte, dass das nie mit uns ans Licht kommen würde, es war jetzt eh nicht mehr wichtig. Unsere Affäre war zu Ende. Er musste sich auf seine Gesundheit und Reha konzentrieren, außerdem hatte er Mia, der ich es gönnte mir Dino zusammen zu sein. Vielleicht war es sogar besser so, dass es jetzt vorbei war. Irgendwann wäre etwas schiefgegangen, das wusste ich und so waren wir immer noch Freunde. Ich würde ihn wie eine gute Freundin es tun würde unterstützen, auch was seine Eltern anging, ich verstand, dass er ihnen nicht jetzt unter die Augen treten wollte. Als er jedoch andeutete sich von Mia zu trennen, riss ich die Augen auf, „Trenn dich nicht von ihr, die Situation ist scheiße und -ja, Mia wird dir vielleicht nicht allzu viel Freiraum lassen, doch ich kann sie ja auf mehrere Shootings schicken, sie könnte ein paar von meinem Übernehmen, ich werde eh erst einmal nicht arbeiten gehen. Somit ist sie beschäftigt, du solltest sie nicht so sehr von dir stoßen, das hat sie nun auch nicht verdient.“, sagte ich hastig und dachte an Mia die sicher am Boden zerstört wäre. Ich verstand ihn zwar, dass es anstrengend war und Mias Verhalten auch nervte, doch für sie war, das auch ein ganz schöner schlag, er würde sie irgendwann auch verstehen. „Handle nicht zu voreilig, ich verstehe dich zwar, aber Mia auch. Wenn du willst kann ich auch mit ihr reden, wenn du willst?“, sagte ich und zuckte mit den Schultern. Es war sicher merkwürdig, doch vielleicht konnte ich sie überzeugen immerhin hatte ich den Absturz auch erlebt und konnte ihn besser verstehen, als sonst jemand.
„Na gut, wie du meinst, bleibt mehr für mich übrig.“, sagte ich und hörte meinen Magen knurren. Ich hatte lange nichts mehr gegessen, das Krankenhaus essen bekam ich nicht runter, egal, welche mühe sie sich machten. Ich war einfach zu verwöhnt und auch empfindlich. „Cool, wenn du willst kann ich dich ein paar Mal besuchen kommen, ich muss auch nachdem ich hier raus bin zum Psychodoc, doch das müssen wahrscheinlich alle.“, sagte ich und stand dann auf. „Ich muss jetzt los, wenn ich nicht im Bett liege, wenn meine Brüder wiederkommen, werden sie mich wirklich fesseln. Außerdem, darf ich eigentlich noch nicht allein rumfahren.“, sagte ich und setzte mich in den Rollstuhl. „Wir sehen uns, Dino.“, sagte ich beim rausrollen und eilte den Gang hinunter um vor meinen Brüdern im Zimmer zu sein. Außerdem würde ich noch ein paar Anrufe machen müssen, um Dino in eine Spezialklinik in Millaville zu bringen. Von allein würde er nicht dahin verlegt werden, vor allem weil der Aufenthalt nicht ganz billig wird, doch er musste das ja auch nicht wissen. Das war das mindeste, dass ich tun konnte, nachdem wir wegen mir den Flug verpasst hatten und das Flugzeug in dem wir sitzen mussten abgestürzt war. Irgendwie musste ich mein Gewissen doch beruhigen können.

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Arielle Stonem
Oh wow. Hätte ich gewusst dass Illion ein so energiegeladener Mensch war hätte ich mich wohl irgendwie darauf vorbereitet unglaublich viele Dinge von ihm zu hören, in denen ich mir noch nicht wirklich sicher war. Es war nicht etwa das ich nicht mit ihm zusammenarbeiten wollte, schließlich wirkte er auf mich wirklich unglaublich proffessionell, vor allem aber hatte er scheinbar wirklich Freude an seiner Arbeit. Viel mehr aber lag das Problem wohl einzig und alleine an mir. Ich hatte keine Ahnung ob ich diese Ausstellung wirklich auf die Beine stellen wollte, oder ob ich nicht doch noch eine Weile warten wollte um mir ein paar mehr Gedanken zur Ausführung und dergleichen machen zu können. Es gab so viele Dinge von denen ich nicht wusste wie ich sie mir vorstellte, und auch wenn es mir wirklich nicht an der Fantasie fehlte, hatte ich nun einmal nicht das benötigte Wissen um ein Event wie dieses einfach so zu planen oder wirklich zu wissen worauf ich zu achten hatte. Deshalb hatte ich mich ja erst mit Illion in Verbindung gesetzt - um einen Eindruck zu bekommen worauf ich mich einließ, und was ich mir denn nun wirklich vorstellte. Im Moment jedoch kam es mir vor als wäre Illion auf einem Level, und ich irgendwo sehr weit hinten und nicht in der Lage wirklich nachzukommen. Es beruhigte mich aber ungemein zu wissen dass ich mich nicht jetzt sofort entscheiden müsste, und jetzt sofort einen Vertrag mit ihm eingehen müsste. Es gab mir in diesem Moment nämlich wirklich das Gefühl als wären meine Zweifel vollkommen in Ordnung und völlig normal, obwohl ich mir ziemlich sicher war das die meisten Menschen einfach nur ein paar schöne Worte gesagt bekommen mussten um sich für ein Event zu entscheiden. Er würde zuerst herausfinden wollen ob wir überhaupt auf einen gemeinsamen Nenner kommen würden, und erst dann würde ich einen Vertrag sehen? "Es wäre meine erste Ausstellung. Ich will das es etwas Besonderes für die Menschen wird, und das es sich Richtig anfühlt. Wenn es heißt das ich noch etwas warten muss ist das für mich vollkommen in Ordnung", oh wow das klang wohl irgendwie sehr viel komischer als gedacht. Diesen Satz hatte ich aber wirklich schon sehr viel öfter und in anderen Zusammenhängen ausgesprochen - auf Fragen weshalb ich mich nicht etwa einfach so auf jemanden einließ der mich in einer Bar oder dergleichen ansprach. Sonderlich oft kam es nun wirklich nicht vor, da ich einfach nicht oft in diesen Situationen anzutreffen war. Ich befand mich generell nicht sonderlich oft außerhalb meines Loftes und traf andere Menschen. Ja, es gab Situationen und Dinge die ich tat. So wie im Park sitzen und die Menschen beobachten, oder aber mit den Kindern der Nachbarschaft Fußball spielen - möglicherweise lebte ich ja wirklich in meiner eigenen kleinen Blase, aus der ich mich von nichts und niemanden holen ließ. Ich nickte knapp lächelnd und strich mir die Haare zurück. "Ich denke nicht das ich mich wirklich entscheiden könnte wenn ich jetzt einfach etwas Zeit bekomme. Hast du heute Abend etwas vor?" Okay das klang nun noch komischer. "Ich meine, du musst die Bilder sehen, und desto früher du sie siehst, desto besser oder nicht? Und bis heute Abend sollte ich es schaffen mir ein paar Gedanken darüber gemacht zu haben was ich mir denn nun vorstelle", erklärte ich und zuckte etwas mit den Schultern. Vielleicht hätte ich aber auch einfach daran denken sollen dass er die Bilder sehen musste um irgendwie damit arbeiten zu können, und hätte sie abfotografieren sollen.

the way she tells me,
I am hers and she is mine
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(@Schreibpartner. - sorry Leute! Bin mal wieder seit einer gefühlten Ewigkeit krank.... -_- könntet ihr eure Posts neu posten?)

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Letizia Isabella

Ich konnte Dean ganz gut verstehen, dass es sich für seinen Sohn mehr wünschte. Wer wünscht sich nicht mehr? Jeder wünscht sich mehr. Niemand war mit seinem Leben zufrieden, egal wie reich man war. Geld macht eben auch nicht glücklich. Das war wahrscheinlich das Problem meiner Familie. Meine Großmutter war eine verbitterte alte Frau, sie hatte nur viel Geld auch nicht glücklich gemacht. Meine Eltern waren zwar mit mir hier her in die USA geflüchtet, jedoch konnten wir uns ihr auch nicht entziehen. Die war hier eben so präsent wie in Schottland. Ich konnte mich noch ganz gut an meine letzte Beziehung erinnern. Sie war der Grund, warum die Beziehung in die Brüche ging. So war es bis jetzt immer. Wenn ich einen Kerl wirklich gemacht hatte und ihn wirklich meiner Familie vorstellte, hatte es bis jetzt immer meine Familie versaut. Aber das konnte ich auch ganz gut verstehen. Ich würde auch nicht unbedingt freiwillig etwas mit meiner Familie zu tun haben. Aber die Familie konnte man sich auch nicht aussuchen. Es war nicht so, dass ich auch schöne Momente mit meiner Familie verbracht hatte. Ich liebte meine Eltern über alles. Aber meine Familie in Schottland war eben ein bisschen strenger. Hier mussten wir nicht darauf achten, dass wir über all beobachtet werden könnten. So war es hauptsächlich in Schottland. Aber diese Gedanken schob ich erst mal zu Seite. "Ich bin mir sicher, dass du deinen Sohn auch so glücklich machen kannst. Jeder wünscht sich mehr. Es geht eben immer ein bisschen besser." sagte ich lächelnd und sah wieder in die Sterne. Ich lächelte leicht, als Dean meinte, dass ich sicherlich keine gute Fee brauchen würde um meinen Wunsch wahr werden lassen zu können. Ja, das konnte auch nur sagen, weil er meine Familie nicht kannte. "Vielleicht sollten wir das Thema wechseln. Wir sind hier schließlich auf der besten Party des Jahres." scherzte ich lächelnd und stand auf. Ich hielt ihm meine Hand hin und sagte: "Komm. Ich zeige dir etwas." Der Empfang hier war ja wirklich nicht wirklich spannend und hier draußen wurde es langsam auch ein bisschen kühl. Deshalb wollte ich ihm mein altes Zimmer zeigen. Sowas konnte ja manchmal doch ein bisschen amüsanter sein. So könnte ich ihm Bilder von Schottland zeigen und von meiner Familie.

Einmal um die Welt und wieder zurück!

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Dinario "Dino" Marquéz
Ich wusste, dass sie versuchte mich damit irgendwie aufzuheitern, aber es scheiterte gewaltig. Ich wollte jetzt nichts davon hören wie super manche Menschen damit umgehen konnten, wie groß ihr Kampfgeist war und wie stark sie waren. Ich fühlte mich verdammt nochmal beschissen und ich wusste genau, dass mein Selbstvertrauen so schnell nicht zurückkehren würde. Ich hatte so lange darauf hingearbeitet den Körper zu bekommen, in dem ich mich wirklich wohl fühlte und das war mit einem Schlag nun nicht mehr der Fall. Und daran würde ich absolut nichts mehr ändern können. "Schön, dass es bei ihm geklappt hat. Ich glaube aber kaum, dass ich so schnell auf die Beine komme, Caprice mich zurücknimmt oder ich gar meinen Job behalte. Ach und Kinder werde ich auch nie haben können." Wow, ich verhielt mich wirklich wie ein kleines Arschloch. Klar, ich sagte es nicht böse oder so, aber ich gab ihr damit deutlich zu verstehen, dass ich sowas jetzt gar nicht hören wollte. Ich wollte nicht über die Zukunft nachdenken, weil ich genau wusste, dass sie nicht so rosig aussah. Deswegen wollte ich nichts davon hören. Nein, ich verdrängte es lieber fürs erste und lenkte auf ein anderes Thema hin, das mir momentan wesentlich besser lag. "Na ja, alles, was sie mit mir angestellt hätten, hätte ich ja auch verdient. Ich hab... echt ganz schön schmutzige Dinge mit dir abgezogen und außerdem habe ich eine Freundin... Vielleicht hätten sie mich aber verschont, wenn ich ihnen gesagt hätte, dass ich mal ein Mädchen war." Wow hatte ich das gerade wirklich gesagt? Als ob ich das irgendwelchen Fremden anvertrauen würde... Eher würde ich mich von ihnen heftig verprügeln lassen. Ich seufzte und schloss kurz die Augen, als sie sich auf meine Bettkante setzte und nun uneingeschränkte Sicht auf mich hatte. Ich fühlte mich unglaublich unwohl in meiner Haut. Am liebsten würde ich einfach abhauen, aber das ging ja nicht mit nur einem Bein. Wow, das alles würde mein Leben noch stark beeinflussen. "Ich werde ihnen schreiben, wenn ich mich mit all dem hier abgefunden habe. Sage ich ihnen jetzt Bescheid und halte sie fern, machen sie sich nur unnötig Sorgen. Es reicht vollkommen, wenn sie es erfahren und alles halbwegs in Ordnung ist." Meine Mutter hatte kein Recht darauf es zu erfahren. Sie würde noch behaupten es wäre meine Schuld, weil ich mich Gottes Plan widersetzt hatte. Mein Vater allerdings... er würde es sicher verstehen, wenn ich es ihnen erst später sagte. Ich wollte nicht, dass sie sich genauso verhielten wie Mia, denn damit konnte ich nicht umgehen. Sie wusste nicht wie sie sich verhalten sollte. Ich wusste es doch selbst nicht! Alles, was Mia tat, war mich noch mehr zu überfordern. Sie heulte und ich sollte sie trösten? Ich bekam das nicht auf die Reihe! "Ich glaube nicht, dass sie mir so viel Freiraum geben kann... Ich will sie nicht um mich haben, wenn ich selbst nicht weiß wie ich mich verhalten oder mit all dem umgehen soll. Ich kann das einfach nicht gebrauchen. Ich weiß, dass das grausam von mir ist, aber ich will nicht, dass sie in meiner Nähe um mich weint. Ich bin nicht tot und sie macht es mir nicht gerade leicht selbst damit fertig zu werden. Wenn ich sie um eine Auszeit bitte, wird das mindestens ein paar Monate dauern. Ich denke unter all den Umständen..." Wow, sprach ich gerade wirklich mit der besten Freundin meiner Freundin darüber mit ihr Schluss zu machen? Ich atmete tief durch und schüttelte den Kopf. "Nein, vergiss es." Gott, das alles hier setzte mich so sehr unter Druck! Erschöpft ließ ich meine linke Hand wieder auf das Bettlaken sinken und schaute zur Decke hin, wich ihrem Blick unbewusst aus. Selbst wenn sie nur über Pizza sprach. "Nein danke... Ich krieg das Pizzastück mit einer Hand nicht vernünftig hoch." Ich konnte ja nicht einmal die Kartoffelecken hier essen ohne etwas fallen zu lassen, weil ich mit links kaum Kontrolle hatte. Ich seufzte. "Sie verlegen mich nach Millaville, ja. Dort werde ich vermutlich noch ein paar Wochen bleiben, bis die Wunden und Nähte soweit verheilt sind. Dann fang ich dort die Reha an." Eine ziemlich nervenaufreibende und schweißtreibende Reha, die mir noch das ein oder andere Mal den Verstand rauben und mich ausrasten lassen würde. Frustration war es, die mein Leben seit dem Absturz bestimmte und das würde sich so schnell auch nicht wieder ändern.

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Lucie Hayes

Ich wusste nicht was ich sagen sollte, ihm erging es eindeutig schlimmer als mir und ich jammerte hier rum, weil ich einmal Hilfe brauchte, beim Waschen. Ich kam mir so schlecht vor, weil ich darüber jammerte und er in noch viel größeren Schwierigkeiten war als ich. „Meine Brüder hatten einen Freund, Thomas. Sie sind zusammen aufgewachsen und alle drei zur Navy gegangen. Bei einem Einsatz, verlor Thomas auch sein Bein. Er war gerade mal 24 und hoffte auf eine Beförderung, die er nun vergessen konnte.“, fing ich an. „Er hat in halbes Jahr gebraucht bis er wieder laufen konnte, in einem Vierteljahr ist er ins Camp gegangen, hat trainiert um fit zu werden, er hat seine alte Stelle wiederbekommen, wurde ein Jahr später befördert und wurde jetzt beurlaubt, da seine Freundin bald das Baby bekommt.“, sagte ich und sah ihn an. Ich hoffte, er verstand was ich damit sagen wollte, dass er das hier überstehen würde, dass er es über sich ergehen lassen musste, egal wie erniedrigend es war. Denn irgendwann würde er wieder laufen können, ins Leben zurückfinden und auch wenn er stark sein wollte, brauchte er erst einmal Hilfe. „Als ich ein Teenager war, hatte ich eine Herz-OP, da musste ich auch in einen Beutel pinkeln, war nicht sehr schön da gebe ich dir recht. Aber manche müssen das ihr ganzes lebenslang und dann denke ich immer, dass die paar Wochen im Krankenhaus, doch nicht so schlimm waren, wie ich dachte.“ Ich wollte ihm kein schlechtes Gewissen machen, doch manche hatte es auch schlimmer erwischt.
Als er meinte, meine Brüder wären cool, zog ich eine Braue hoch, „Wenn meine Brüder von dir gewusst hätten, hätten sie dasselbe sicher auch mir dir getan. Außerdem…ein bisschen tut Val mir auch leid, er war zwar ein Idiot aber ich denke, er wusste es nicht besser. Hoffentlich findet er irgendwann jemanden, der über sein idiotische Verhalten hinwegsehen kann.“, sagte ich nur und hievte mich aus dem Rollstuhl auf sein Bett, sodass ich ihn mir besser ansehen konnte, denn ich mochte es nicht, dass er mich nicht ansah, während ich mit ihm sprach. „Ich kann das verstehen, aber ich würde dir dennoch raten mit deinen zu reden. Nicht gleich und sofort, aber bald, sie haben ein Recht darauf es zu erfahren. Du könntest ihnen auch sagen, dass du Zeit für dich brauchst, dass sie nicht herkommen sollen. Aber vielleicht solltest du ihnen Schreiben…so musst du nicht mit ihnen telefonieren und sprechen.“, schlug ich vor und zupfte meine Jogginghose zurecht. „Tja und was Mia angeht…sie ist besorgt, hat Angst und weiß nicht was sie tun soll. Alle wissen nicht was sie tun oder sagen sollen, nichts was sie tut bringt dir dein Bein oder mein Baby zurück. Egal was sie machen, wir werden die Bilder nicht mehr aus dem Kopf kriegen. Wir werden nie wieder die alten sein und ich werde mich nie wieder in ein Flugzeug setzten…doch ich bin mir sicher, dass wir irgendwie lernen können damit zu leben. Wir brauchen nur Zeit und die müssen dir Mia und mir meine Familie geben.“, sagte ich leise und presste die Lippen einander, um den bösen Bilder zu verdrängen. „Du solltest mir ihr reden, sie wird es verstehen und dir Zeit geben. Zwar wird sie es nicht mögen, aber akzeptieren. Und irgendwann wird sie dich in später Zukunft auch wegen deinem Arschloch verhalten anschnauzen, das verspreche ich dir!“ Mia würde ihm das geben, was er brauchte, da war ich mir sicher, sie würde ihn unterstützen auch wenn das hieß, dass sie im jetzt erst einmal in Ruhe lassen musste.
„Meine Brüder schmuggeln Pizza ins Krankenhaus, wenn du willst kann ich dir nachher etwas rumbringen…ich bin leider kein Fan vom Krankenhausessen.“, schlug ich vor und ließ meine mit Schrammen übersäten Beine vom Bett baumeln. „Ich werde in ein paar Tagen entlassen, dann fahren mich meine Brüder zurück nach Millaville. Sie meinten es wird wie ein kleiner Road-Trip. Weißt du wie lange du noch hier bleibst? Oder wirst du verlegt in ein Krankenhaus in Millaville? Ich denke mal, dass du da auch die Reha anfangen wirst?“, fragte ich neugierig und drückte sanft seine starke Hand.

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Dinario "Dino" Marquéz
Enttäuscht senkte ich den Blick auf unsere Hände, stellte mir vor wie meine Finger sich um ihre schlossen, doch meine Sehnen und Muskeln arbeiteten nicht. Ab dem weißen Verband um meinen Oberarm, hatte ich absolut keine Kontrolle mehr über meinen Arm und meine Hand. Das Gefühl darin würde nie wieder zurückkehren. Ich würde mit der rechten Hand nie wieder Wärme spüren oder gar Rauheit oder glatte Oberflächen. Mit dieser Hand würde ich keine Dinge mehr vernünftig halten können. Dieses verdammte Blech hätte sie sie mir genauso gut abschlagen können - wie auch mein Bein. Ich schloss die Augen, als ihre Finger über meine Handfläche strichen. Ich spürte absolut nichts davon. Sie hätte mir einen Nagel durch die Handfläche schlagen können und ich hätte es nicht gespürt. Sie wechselte also die Seite und als ihre Hand nun meine linke langte, konnte ich meine Finger um sie schließen und sie leicht drücken. Besser. Hier hatte ich wesentlich mehr Kontrolle. Ich schluckte hart und schaute bloß zu ihr. Seit ich hier war - bereits im Flugzeug hatte ich es getan - vermied ich es an mir herunterzusehen. Ich wusste, was dort los war, aber der Anblick würde mir nicht gefallen und ich sah immer wieder all das Blut und mein abgetrenntes Bein im Wald vor meinem Auge aufblitzen. "Laufen... hm... schon seltsam wie selbstverständlich man diese Fähigkeit nimmt. Bis der Stumpf verheilt ist... werden Wochen vergehen und bis ich so eine hässliche Metallprothese bekomme sicher noch ein paar. Ich weiß nicht, wann ich das nächste mal wieder laufen kann und darf.", murmelte ich und starrte an die Decke. "Sie lassen mich hier nicht einmal auf Klo gehen. Ich pinkle in einen verdammten Beutel. Ich denke ich weiß wie sich das anfühlt.", grummelte ich leise. Auch gewaschen worden war ich. Das war das Demütigendste, was ich in meinem ganzen Leben hatte ertragen müssen und das bei der Mutter, die ich hatte! Uff. Ich sollte wirklich aufhören darüber zu reden. Auch Lucie ging es schlecht! Ja, sie hatte noch all ihre Gliedmaßen und körperlich würde sie wieder fit werden, aber sie hatte ein Kind verloren. Ich glaubte, dass das sehr viel mehr an ihrer Psyche zährte als sie es vielleicht zugeben wollte. Ich seufzte leise. Reiß dich zusammen, Dino. Niemand muss wissen wie scheiße es dir geht und wie sehr das alles an meinem Selbstbewusstsein nagte. "Ich glaube ich mag deine Brüder jetzt schon. Wenn sie Val kastrieren, wäre ich gern dabei. Er ist ein Idiot." Okay, ich fand langsam einen Weg das alles einfach zu verdrängen. Solange ich hier im Bett lag und den Blick geradeaus richtete, hatte ich das schon im Griff. Na ja, bis mich Lucie auf meine Eltern ansprach und ich die Lippen aufeinanderpresste. "Na ja, sie... leben in Spanien. Sie haben von dem ganzen Flugabsturzdings sicher nichts mitbekommen und wenn doch, haben sie sicher nicht daran gedacht, dass ich drin gesessen haben könnte. Sie wissen es also gewissermaßen noch nicht und ich habe ehrlich gesagt auch nicht vor sie so bald aufzuklären. Vor zwei Tagen war Mia bereits hier und... ich war ein ziemlicher Arsch. Ich hab mir ziemlichen Scheiß ausgedacht, damit sie wieder nach Hause fliegt. Ich will jetzt keine Gesellschaft haben. Ich will.. einfach eine Weile allein und für mich sein. Erst muss ich selbst damit klar kommen und dann.. kann ich vielleicht auch meine Eltern anrufen. Bis dahin allerdings wird es ziemlich schwer Mia weiter auf Abstand zu halten, ohne sie zu verletzen." Wow, das war ehrlich gewesen. Dass ich mich Lucie so problemlos anvertrauen konnte, war mir wirklich nicht bewusst gewesen. Mit ihr darüber zu reden war so viel leichter. Fast so, als könnte sie mich verstehen, obwohl sie das absolut nicht konnte. Niemand konnte das.

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Lucie Hayes
Ich konnte es sehen, die Bettdecke, war durch die Hitze nicht allzu dick und ich wusste, dass die Hälfte seines Beines fehlte. Immerhin hatte ich die Blutung soweit gestillt, dass er die Stunden, in denen wir auf den Notarzt und die Feuerwehr gewartet hatte, mit höllischen Schmerzen überleben konnte. Er sah immer noch blass aus und müde, doch ich fühlte mich genauso, der Absturz machte mir zu schaffen, die Fehlgeburt und auch Dino. Ich konnte nicht glauben, was passiert war die ganzen Tote, die Schreie und das Blut überall – ich bekam Albträume und schlief schlecht oder auch überhaupt nicht, denn sobald ich die Augen zu machte sah ich die Schreckensbilder. Ich wusste nicht ob es Dino genauso ging, denn er hatte mit weitaus mehr zu kämpfen, als ich. Er hatte sein Bein verloren und somit war sein ganzes Leben zusammengestürzt in einem Moment. Natürlich würde er wieder laufen können, er würde lernen müssen mit seinem halben Bein zu leben, dennoch war es unfair. Ich hatte nur einige Kratzer und Prellungen körperlich abbekommen, das schlimmste war es jedoch mein Baby zu verlieren. Ich wusste, dass es in seinen Augen vielleicht nicht so schlimm aussah, immerhin war ich gesund, könnte immer noch Kinder bekommen und war nicht wie er gezeichnet fürs Leben.
Ich lächelte ihn schwach an und strich über seine Hand, bevor ich auf die andere Seite ging und meine Hand in seine legte. „Mir haben sie auch erst gestern erlaubt ein aus dem Bett zu gehen. Laufen ist momentan noch tabu, meine Brüder würden mich am liebsten ans Bett fesseln.“, sagte ich und lachte leise. „Alle fassen mich mit Samthandschuhen an, das nervt ab und zu, du glaubst nicht wie unangenehm es war, als meine Mutter und die Schwestern mir beim Waschen helfen musste.“, sagte ich und seufzte, denn natürlich wusste er wie das war, die Schwestern mussten ihm anfangs und immer noch bei allem helfen. Es war sicher unangenehm für ihn, er war nicht gern schwach und nach allem was er in seinem Leben durchmache musste, war das sicher der Horror, er hatte seinen Körper verloren. Ich wollte nicht sagen, dass es mir leidtat, denn das würde es auch nicht besser machen. Ich wusste nicht, was ich sagen konnte und was nicht, denn mir war klar, dass er sich noch nicht ganz mit der neuen Situation abgefunden hat. Irgendwie fühlte ich mich auch schuldig, wegen mir hatten wir den späteren Flieger genommen, wegen mir hatte er nun sein Bein verloren und seinen Traumkörper. Ich fand ihn zwar immer noch heiß, aber ich wusste, dass er es momentan anders sah. „Ich habe mit Val Schluss gemacht, er ist hierher geflogen und hat auch von dem Baby erfahren und der Fehlgeburt. Ich glaube meine Brüder haben ihm sogar gedroht, dass sie ihn dem Schwanz abhacken, wen er mir zu nahekommt.“, sagte ich und verschränkte unsere Finger ineinander. „Ich glaube, sie dachte immer noch, dass ich Jungfrau wäre, ich durfte mir einen Vortrag über Verhütung und den ganzen quatsch anhören.“, sagte ich leise und sah auf unsere Hände. Ich wusste, dass jetzt alles anders sein würde. Er würde lange zur Reha gehen, er brauchte Mia und seine Eltern dabei, die ihn unterstützten. Ich würde es auch tun, um meinen eigenen Schmerz zu vergessen. Immer wenn die Träume kamen oder wenn ich daran dachte, dass dieses kleine Würmchen nicht mehr da war, dann dachte ich daran, wie ich ihm helfen könnte. Es lenkte mich ab und auch die Schuldgefühle erdrückten mich nicht. Ich hatte mir mehrere Spezialisten rausgesucht und auch Kliniken, ich hatte Stichpunkte gemacht, was ich sagen konnte und nicht. Dennoch, nachdem aufhörte irgendetwas zu tun, sah ich sie wieder, die Bilder und sie machten mich fertig, auch die Übungen und Tricks der Psychologin halfen mir nicht. Ich seufzte und strich über seinen Handrücken, „Wo sind eigentlich deine Eltern? Ich habe sie noch nicht gesehen?“, fragte ich beiläufig und strich ihm ein paar Strähnen aus der Stirn, welche mich ein bisschen störten.

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Dinario "Dino" Marquéz
Scheiße, mein Bein! Wo war mein Bein?! "Mr Marquéz, beruhigen Sie sich! Ihr Blutdruck ist viel zu hoch, Sie sind doch frisch operiert!", versuchte die Schwester mich zu operieren. "Wo ist mein Bein? Was habt ihr mit meinem Bein gemacht?!", brüllte ich und versuchte ihre Hände wegzuschlagen, aber nur einer meiner Arme schien wirklich arbeiten zu wollen. "Mr Marquéz, Sie sind abgestürzt. Ihr Bein wurde dabei -" - "Ich weiß, was passiert ist! Ich will wissen, was ihr mit meinem Bein angestellt habt!", schrie ich diese arme Schwester an. Ich steckte mitten in einer Panikattacke. Ich konnte mich nicht kontrollieren. Eine zweite Schwester kam in den Raum gestürmt und schien Hilfe bieten zu wollen. "Ihr Bein konnten wir nicht mehr anbringen. Es war bereits tot.", wimmerte die arme Schwester, die ich seit gerade mal fünf Minuten anbrüllte, sie aber dabei ziemlich fertig gemacht hatte. Ich spürte die Spritze in meinem Arm kaum, war viel zu fixiert darauf von dieser Schwester Antworten zu bekommen. Als das Piepen der Geräte hinter mir langsamer wurde, verschwomm meine Sicht. "Mr Marquéz, wir mussten ihr Bein entsorgen.", erklärte nun die zweite, ältere Schwester. Sie schien das hier schon öfter durchgemacht zu haben. Sie hatte verstanden, was ich wissen wollte. "Ihr habt es weggeschmissen... Aber das war mein Bein! Das war doch nicht bloß totes Fleisch.", nuschelte ich und wimmerte, als mein Körper ins Bett zurücksackte und meine Augen nach hinten rollten. Weg war ich wieder. Später erfuhr ich dann, was passiert war. Durch den massigen Blutverlust hatte ich einen Tag zuerst im künstlichen Koma gelegen. Sie hatten meinem Körper Zeit gegeben sich zu regenerieren, neues Blut zu bilden. Ein paar Infusionen und Blut hatte ich auch bekommen. Dann erst hatten sie mich langsam aufwachen lassen und dann war ich in eine winzige Panikattacke verfallen. Das war nicht gerade schön gewesen. Für keinen der Beteidigten, also setzten sie mich auf Beruhigungsmittel. Das war auch besser so, denn so war ich in der Lage den Worten der Ärzte zu folgen, als sie mir erklärten wieso sie mein abgetrenntes Bein nicht mehr hatten anbringen können. Allerdings war das nicht alles. Es reichte nicht, dass man mir einen Teil meines Körpers genommen hatte. Es reichte nicht, dass mein Körper, auf den ich all die Jahre hingearbeitet hatte, nun zerstückelt war und ich wieder bei null anfangen konnte. Nein, das Metall hatte zwei meiner Sehnen in meinem Oberarm durchtrennt und sie gequetscht. Ich konnte den Arm noch knicken, wenn ich in Reha gehen und es trainieren würde, aber meine rechte Hand würde genauso wie mein Bein nie wieder so funktionieren wie sie es ursprünglich mal getan hatte. Momentan war mein Arm tatsächlich bloß Fleisch, das an meinem Körper hing. Ich konnte nichts damit machen. Er war wie gelähmt. Das war wirklich viel. Viel zu viel auf einmal. Ich hatte innerhalb eines Tages so viel verloren. Mein Bein, meinen Arm, mein unbeschwertes, endlich glückliches Leben, meinen Job, meine Karriere, ja sogar mein Selbstbewusstsein. Das hier... würde mein Leben extrem ändern und es würde mich die nächsten Monate - vielleicht sogar Jahre - immer und immer wieder auf den Boden bringen und verzweifeln lassen. Zwei Tage nach dem Absturz kam dann auch Mia. Sie hatte in Mailand ein spontanes Shooting gehabt und hatte deshalb nichts von dem Absturz mitbekommen, bis man sie erreicht hatte. Natürlich hatte sie sich sofort in einen Flieger gesetzt.. Ich würde diese Teufelsdinger nie wieder betreten. Schluchzend war sie ins Zimmer gekommen, hatte meinen Stumpf unter der Decke gesehen und noch mehr Rotz und Wasser geheult. "Oh Gott, Dino! Dein Bein.. Was ist nur passiert?", wimmerte sie und lehnte sich schuchzend über mich, vergrub ihr Gesicht an meiner Brust. Selbst ziemlich emotionslos tätschelte ich ihren Rücken und schaute über sie hinweg an die Wand. "Wir kriegen das schon irgendwie hin. Ich werde dir natürlich dabei helfen wieder laufen zu lernen. Oh Gott, es tut mir so leid, was passiert ist!" Ihre Worte machten mir irgendwie Angst. In den kommenden Wochen würde ich vieles nicht mehr allein tun können. Ich war nicht bereit dazu mich dem zu stellen. Schon gar nicht, wenn mich dabei jemand beobachtete. Also hatte ich sie erstmal darum gebeten meine Klamotten zu holen. Da wir kurz über Mexiko abgestürzt waren, würde das eine ziemlich lange Reise für sie werden. Sie hatte hier neue Klamotten kaufen wollen, doch irgendwie bekam ich sie überzeugt auch mal nach ihrem Kater zu sehen und dort auf mich zu warten, da ich sowieso in ein anderes Krankenhaus verlegt werden würde, weil mein Aufenthalt sicher länger dauern würde. Tatsächlich hatte ich sie einfach nur loswerden wollen. Ich wollte irgendwie einfach nur allein sein und mich mit der Situation erst allein zurecht finden. Deswegen hatte ich auch meine Eltern noch nicht angerufen. Ich wollte es niemandem erklären, ich wollte niemanden sehen, ich wollte nicht, dass irgendjemand mich so sah, doch das würde sich wohl nicht vermeiden lassen. Das Zimmer war öffentlich. Die Schwestern und Ärzte sahen jeden Tag dabei zu wie ich im Bett lag und aus dem Fenster sah, versuchte mit meiner linken Hand die Gabel zu führen und nichts von meinem Mittagessen zu verschütten. Und auch Lucie wurde dieser Anblick nicht erspart. Sie schien das Bedürfnis haben zu wollen nach mir zu sehen. Zu gern wäre ich noch länger für mich gewesen, doch auch in der kurzen Zeit, hatte ich gelernt wie ich vor anderen damit umgehen konnte. Ich akzeptierte es nicht, ich leugnete es. Das war ein Fehler und das wusste ich auch. Anders jedoch konnte ich damit nicht umgehen. Ich wusste nicht wie ohne dabei völlig am Ende und verzweifelt zu wirken. Ich atmete also tief durch und drehte den Kopf etwas. Heute war mir nicht nach Sonne zu Mute gewesen, also hatte ich die Jalousien herunterfahren lassen, sodass es nun ziemlich düster hier drinnen war. Bis eben hatte ich außerdem auch noch geschlafen. Sie fuhr an meine rechte Seite, hatte damit freie Sicht auf die Bettdecke, unter der mein Stumpf sich abzeichnete und schob ihre Hand in meine rechte. Ich spürte ihre Finger nicht. Weder ihre Wärme, noch ihre weiche Haut. Ich schluckte nur und hob den Blick von unseren Händen, versuchte mich an einem Lächeln. "Hey...", flüsterte ich nur und drehte den Kopf in dem Kissen so weit, dass ich sie ansehen konnte. "Geht schon. Ich habe mich nach dir erkundigt, aber sie lassen mich noch nicht aus dem Bett.", erklärte ich ihr leise. Sie sollte nicht denken, dass ich nicht an sie gedacht hätte. Das hatte ich ja immerhin sogar zwei Sekunden nachdem mein Bein abgetrennt worden war. Noch immer kamen mir die Bilder vor Augen, wenn ich daran dachte. Ich zuckte jedes Mal unweigerlich zusammen. "Ich würde deine Hand halten, aber ich kann meine Finger nicht bewegen. Willst du nicht... auf meine andere Seite fahren?" Dann könnte ich sie auch spüren und ihre Hand drücken.

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Lucie Hayes
Ich würde von einem summen geweckt und es wurde immer lauter, bis ich es als die Stimme meiner Mutter ausmachen konnte. „Ich habe gesagt ich wollte einen Café Latte mit Sojamilch und nicht fettarmer Milch!“ „Es tut mir leid Mrs. Hayes, doch etwas anderes hatten sie im Krankenhaus nicht.“, sagte eine weiblich zitternde Stimme. „Dann gehen sie eben zum nächsten Starbucks und holen mir einen Café Latte mit meiner scheißverdammten Sojamilch!“, fauchte meine Mutter und schmiss irgendwas gegen die Wand. Daraufhin hörte ich nur wie die Tür auf und zu ging und die andere Frau, vermutlich Mums Assistentin aus dem Zimmer flüchtete. Ich sah mit noch müden Augen, wie Mum am Fenster stand und nach draußen sah, in der einen Hand hielt sie ihr Black Berry und mit der anderen verdreckte sie ihre Augen unter dem Blazer von Chanel, bebten ihr schmalen Schultern und ich hörte ein leises schluchzen, bevor das Telefon klingelte und sie sich verstohlen die Tränen von den Wangen wischte und ein holpriges „Hayes am Apparat“, murmelte. Ihre Augen waren rot, das konnte durch die Spiegelung im Fenster erkennen, sie hatte anscheinend viel geweint.
„Okay…ja ich bin bei ihr.“, murmelte sie ins Telefon und fuhr sich durch die Haare. „Wann seid ihr da?“, fragte sie und schien dann nur noch etwas wie „Hm…ja…bis gleich…“, zu murmeln. Als sie sich zu mir umdrehte, wurden ihre Augen groß und sie kam in ihren High Heels zu mir gerannt, setzte sich auf den Stuhl neben mir, drückte den roten Knopf und nahm meine Hand. „Oh Liebling…alles ist gut.“, wisperte sie und weinte, leise. „Mama…“, haucht ich nur und spürte ebenfalls Tränen in meinen Augen, sowie den Kloß in meinem Hals. „Keine Sorge ich bin hier, Liebes. Bleib ganz ruhig, gleich kommt der Arzt und deine Brüder sind auch bald hier.“, wisperte sie und strich mir zärtlich übers Haar.
Wenige Minuten später, kam auch schon ein mitte-dreißigjähriger Arzt herein, er schenkte mir ein warmes Lächeln. „Sie sind wach, das ist gut. Haben Sie irgendwelche Schmerzen?“, fragte er, doch ich schüttelte nur den Kopf. Er setzte sich auf den Stuhl neben meinem Bett und eine Schwester fummelte an ein paar Geräten herum. „Können Sie sich noch erinnern was passiert ist?“ Ich nickte mit Tränen in den Augen und legte meine Hand auf den Bauch. „Es tut mir leid, durch den Absturz kam es bei ihnen zu einem Schwangerschaftsabbruch.“, sagte er leise und ich spürte wie Tränen über meine Wangen rollten, während meine Mutter meine andere Hand hielt. „Sie haben ein paar Prellungen und Kratzer angekommen, wir behalten sie noch bis Freitag im Krankenhaus um sicher zu gehen, dass keine Spätfolgen auftreten, außerdem brauchen sie Ruhe.“, erklärte er und sah zu meiner Mutter. „Ich werde in einigen Stunden noch einmal ihn sehen, falls sie irgendwas brauchen, rufen sie einfach nach einer Schwester.“ Ich nickte nur und sah ihm dabei zu wie er aus der Tür verschwand und ich nun allein mit meiner weinenden Mutter sah. „Oh Liebling, es tut mir so leid…“, hauchte sie und strich über meine Wange. Ich wusste sie sprach vom Baby und es war merkwürdig, dass dieses Würmchen nicht mehr da war, dass es keine Chance hatte leben zu können. Meine Mutter hielt mich in ihren Armen und weinte mit mir, bis ich nicht mehr weinen konnte und einschlief.
Als ich das nächste Mal aufwachte, wurde ich von einem Lauten schnarchen geweckt und dachte fast schon ich würde neben Dino aufwachen, als ich meine Brüder John und Leander in zwei viel zu kleinen Sesseln schlafen sah. Sie hatte noch ihre Navy Uniform an und zwei große Taschen waren aufeinandergestapelt. Anscheinend waren sie vom Flughafen direkt ins Krankenhaus geflogen. Ich setzte mich auf und sah mich nach Mom um, welche jedoch nicht im Zimmer war.
„Sie ist nach Hause gefahren und holt ein paar frische Sachen.“, sagte Lee, der mich verschlafen ansah und dann zu mir kam und mich an sich drückte. Mein ganzer Körper zitterte und ich krallte mich an meinen Bruder, den ich seit Monaten nicht mehr gesehen hatte und schniefte. „Hey tu ihr nicht weh.“, fing dann John an, der sich ebenfalls zu uns gesellte und mich in eine Umarmung zog, einen Kuss auf den Kopf hauchte und meine Tränen von der Wange wischte. „Was machst du nur für Sachen, Lucie?“, flüsterte er und gab mich wieder frei. „Wir hatten eine scheißangst um dich…und dass mit dem Baby tut uns leid. Mum hat es uns erzählt. Außerdem steht draußen ein Typ der behauptet dein Freund zu sein. Ich hoffe für dich, dass das ein dummer Scherz ist, denn den werden wir hier sicher nicht reinlassen oder jemals wieder in deine nähe.“, sagte Lee und verschränkte die Arme vor der Brust. Ich lächelte schmal und murmelte dann, „Ich wollte eh mit ihm Schluss machen, tut euch also keinen Zwang an.“, sagte ich und fühlte mich nach den paar wachen Minuten wieder unheimlich müde. „Sag mir was mit Dino ist. Wie geht es ihm?“, fragte ich und sah wie meine Brüder sich verwirrt anstarrten. „Er war ein Freund von mir und saß auf dem hinteren Sitz…sein Bein…es wurde durch den Absturz und abgetrennt. Ich will wissen wie es ihm geht.“, sagte ich und meine Brüder nickten nur. „Keine Sorge wie Fragen eine Schwester okay?“ Ich nickte nur und glitt danach wieder in einen Traum indem ich immer und immer wieder abstürzte.
Gegen Ende der Woche durfte ich mit dem Rollstuhl etwas rumfahren und suchte nach Dinos Zimmer. Ich bat eine Schwester mich hineinzulassen und sah wie in seinem Zimmer lauter Blumen standen und Luftballons, sowie ebenfalls ein Rollstuhl. „Dino?“, fragte ich leise und sah nicht besonders viel, da die Jalousien unten waren. „Ich bin’s Lucie?“, flüsterte ich und rollte in die Nähe des Bettes, stieß mit dem Rollstuhl gegen eine Vase und fluchte laut. „Sorry…“, murmelte ich leise und blieb stehen. „Wie geht es dir?“, fragte ich und suchte auf dem Bett nach seiner Hand.

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Dinario "Dino" Marquéz
Nein... Nein, das alles hier war doch nicht ernsthaft passiert! Langsam ließ das Adrenalin nach. Mein Blut hörte auf in meinen Ohren zu rauschen und die Schmerzen setzten ein. Mir war ein Bein abgetrennt worden! Das bekam ich jetzt zu spüren. Auch, wenn es gerade absolut nicht passte. Hier waren Menschen gestorben. Überall lagen Leichen. Ich hörte Leute schreien, weinen und verzweifelt beten. Ich saß bloß da, stemmte die übrige Hand in den Sitz mir gegenüber und hielt den Blick nach vorn gerichtet. Ich konnte nicht nach unten sehen. Ich wollte.. wirklich nicht sehen wie es unter mir aussah. Dort war zu viel Blut. Ich spürte es. Ich spürte den Schmerz, spürte meine schwindende Kraft. Und trotz allem musste ich mich zuerst nach Lucie erkundigen. Sie trug ein kleines Leben in sich, das so empfindlich war. Und scheinbar war das hier einfach zu viel gewesen. Ich hörte Lucie schluchzen und wusste es, noch bevor sie mir die Situation schilderte. Sie hatte Schmerzen, überall war Blut. Sie hatte eine Fehlgeburt gehabt. Mitten hier im Flugzeugwrack. Angespannt presste ich die Lippen aufeinander und kniff die Augen zusammen. Ich wollte jetzt keinen Ton über meine Lippen bringen. Sie sollte einfach nach vorn sehen und ruhig bleiben. Das war jetzt das wichtigste. Doch natürlich hörte Lucie nicht auf meine Anweisungen. Das tat sie nie und wäre diese Situation nicht so ernst, hätte ich darüber gelacht, doch das konnte ich gerade nicht. Sie drehte sich um und ich konnte förmlich sehen wie die Farbe auch aus ihrem Gesicht wich. Im Gegensatz zu mir, glitt ihr Blick sofort herunter zu meinem Beinstumpf, der auf der Metallplatte lag. Was danach folgte, konnte ich ihr nicht verübeln. Sie kotzte. Wäre ich nicht in dieser misslichen Lage und hätte Panik ohne Ende, hätte ich es ihr vermutlich gleich getan, doch ich hatte zu viel damit zu tun mich festzuhalten, ruhig zu bleiben, damit ich nicht unnötig viel Blut verlor. Der Meinung schien auch Lucie zu sein, denn als sie plötzlich über ihre Rückenlehne kletterte und sich auf dem Boden abstützte, der eben durchgebrochen und mein Bein abgetrennt hatte, schien sie wohl völlig irre geworden zu sein. Scheiße, sie konnte hier doch nicht so herumklettern, wenn das Flugzeug so instabil war, dass es Leuten Gliedmaßen abtrennte. Dennoch verdankte ich ihr durch diese waghalsige Aktion vermutlich das Leben, denn als sie den Gürtel um meinen Stumpf fest zurrte, hatte ich zwar die Schmerzen meines Lebens, aber es verminderte die Blutung zumindest lang genug, sodass ich die nächste Stunde wach blieb. Ich hatte Lucie aufgefangen, als sie ohnmächtig geworden war und nun saß ich seit einer Stunde hier. Mit abgetrenntem Bein, zwei durchbohrten Leichen neben mir und einer bewusstlosen Frau in meinen Armen, die eben noch eine Fehlgeburt erlitten hatte. Die meisten Passagiere hatten sich bereits nach draußen gerettet. Ein älterer Mann nahm mir Lucie ab und zu dritt versuchten sie mich mit dem Sitz zusammen aus dem Wrack zu heben, doch der scharfkantige Boden hatte sich zu sehr in meinem Sitz und Bein verfangen, als dass sie mich hätten rausholen kommen. Eine mite sechzig Jährige Frau war es, die dann die nächste halbe Stunde auf Lucies altem Sitz saß und mir alte Geschichten aus ihrer Jugend erzählte, damit ich wach blieb. Von allen überlebenden war ich derjenige mit den Schlimmsten Verletzungen. Der splitternde Flugzeug hatte die Übrigen alle getötet. Es lief darauf hinaus, dass ich von allen um mich herum ziemlich viel Unterstützung erfuhr. Die Unverletzten kümmerten sich um die Verletzten, mir griffen nachher fünf Menschen unter die Arme, als die Feuerwehr mich endlich freigeschnitten hatte. Nach Zwei Stunden war ich also endlich wieder aus diesem Flugzeug raus und lag auf einer Trage, keuchte und wimmerte, zitterte und schwitzte. "Mein Bein! Bitte nehmen Sie mein Bein mit!", krächzte ich bloß immer wieder. Tatsächlich fand es auch jemand. Mit abgetrennten Bein wurde ich also ins Krankenhaus eingeliefert. Allerdings hatte es zwei Stunden in der Erde und im Dreck gelegen. Schon als ich auf der Fahrt endlich bewusstlos wurde, war mir klar gewesen, dass sie es vermutlich nicht mehr wieder annähen konnten. Ich glaubte eher, dass ich noch im Krankenwagen verbluten würde. Vielleicht wünschte ich es mir auch einfach. Ich wollte nicht aufwachen und erfahren, was dieser Absturz mit meinem Körper angestellt hatte, auf den ich Jahre lang hingearbeitet hatte.

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Lucie Hayes
Ich hatte Angst vorm Fliegen, schon seit ich klein war und obwohl es zu meinem Job gehörte, hatte ich mich nie richtig dran gewöhnen können. Doch nach dem heutigen Tag würde ich nie mehr fliegen! Es ging alles so unfassbar schnell, das ich gar nicht begriff, geschweige denn sah wie das Flugzeug auseinanderfiel. Ich klammerte mich an die Maske und schloss die Augen, hörte die kreischenden Passagiere und spürte wie mein Magen sich umdrehte. Als wir landeten oder als das Flugzeug stehen blieb, traute ich mich das erste Mal die Augen auszumachen. Mein Sitznachbar hing leblos in seinem Sitz ein Metallstück hatte sich in seinen Schädel gebohrt. Die Stewardes, die mir meinen Orangensaft bringen wollte, war durch die Luft geschleudert worden, ihre Gliedmaßen waren entweder verdreht oder lagen irgendwo im Flugzeug verteilt. Eine Mutter schrie, „NEIN!! NEIN! WACH AUF! LIEBLING, WACH AUF! MAMIE IST HIER! ALLES WIRD GUT!!“ Doch der ungefähr sechsjährige Junge wachte nicht auf, seine Augen waren starr gen Himmel gerichtet. Fassungslos sah ich das Bild, das ich mir bot an und legte meine Hand auf den Bauch. Oh Gott, irgendwas stimmte hier nicht, ich spürte einen heftigen Schmerz in meinem Unterleib und sah, dass sich auf meinem weißen Kleid ein Blutfleck bildete, der nicht durch irgendeine Verletzung entstand. „Nein…“, hauchte ich und spürte die Tränen in meinen Augen. „Mein Baby…“ Ich holte hektisch Luft, saß ganz still da. Das durfte nicht wahr sein, gerade als ich dachte, dass alles gut werden würde, dass das Baby meine Zukunft wäre, verlor ich es. Ich wusste, dass es erst der dritte Monat war, dass es noch ein Würmchen war. Doch ich hatte es geliebt, ich hatte seinen leisen Herzschlag gehört und mich auch gefreut. Aber nun, wusste ich, dass irgendwas nicht stimmte, das es kein Baby mehr geben würde.
Gelähmt vor Trauer und Panik hatte ich kein einziges Mal an Dino gedacht, erst als ich seine Stimme hörte, fiel es mir wieder ein und ich fing automatisch an zu weinen. „Dino…“, schniefte ich und schluchzte laut. Ich war erleichtert, dass er am Leben war, das es ihm gut ging…jedenfalls glaubte ich das. „Mein Baby, Dino…irgendwas stimmt nicht...“, rief ich schluchzte erneute, als ich auf das Blut sah. „…überall ist Blut…so viel Blut.“, presste ich hervor uns spürte das feucht an meinen Schenkeln klebte. „Es tut weh…es tut so weh…“, jammerte ich und drehte mich zu ihm um. Auch wenn er mich gewarnt hatte, ich musste sein Gesicht sehen, musste mich vergewissern, dass es ihm gut ging. Doch der Anblick der sich ihr bot, war grauenhaft, ich sah wie Menschen aufgespießt, zerquetscht oder zerteilt wurden. Dino war bleich und hatte Kratzer in seinem Gesicht, sein Arm war zwischen von den Sitzen eingequetscht, sein Nachbar tot, doch das, was mich wirklich den Atem anhalten ließ, war sein Bein oder das was von ihm übrige war.
Ehe ich mich versah, reiherte ich auch schon auf den Fußboden, wischte mir den Mund ab und tat es nochmal. Dabei traten mir Tränen in die Augen und ich lehnte mich wieder an. „Oh Gott…Dino…Oh Gott…Es tut mir so leid.“, sagte ich und schluckte die Tränen hinunter, bevor ich hektisch zu meinem Nachbarn sah ihm den Gürtel auszog und sein Shirt zerriss. Dann schnallte ich mich ab, ich musst irgendwas tun, sonst würde Dino sterben. Deshalb hievte ich mich aus dem Sitz und obwohl ich es nicht tun sollte, stützte ich mich so ab, sodass ich auf den Gang trat und vorsichtig über den aufgebrochenen Spalt trat. Meine Beine machten nicht mehr mit, sodass ich kroch und mich erst vor Dino aufrichtete. „Hier beiß darauf.“, sagte ich als und gab ihm ein verknotetes dickes Shirt. „Das wird weh tun…aber die hoffentlich das Leben retten. Da er eine Shorts trug, konnte ich den Gürtel einfach um sein Bein schlingen, dann zog ich so fest ich nur konnte und hackte die Öse ein. Das sollte reichen um die Blutung zu stillen und ihm mehr Zeit zu verschaffen.
Erschöpft ließ ich von ihm ab, stützt durch Lehne und versuchte Luft zu holen. Ich war müde, hatte Schmerzen und mein Baby verloren, hatte Tote gesehen Mütter im ihre Kinder weinen gehört oder Kinder um ihre Eltern. So sehr ich auch versuchte einen klaren Kopf zu bewahren, vor meinen Augen tanzten Sterne, meine Beine gaben nach und sackte einfach zusammen.
Als ich das nächste Mal aufwachte, sah ich nur grelles Licht oder hörte ein gleichmäßiges piepen und fing an zu weinen.

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Dinario "Dino" Marquéz
Es würde sicher nicht leicht werden. Natürlich wünschte ich mir, dass es nicht so wäre und Lucie nicht schwanger wäre, aber dafür war es nun wohl zu spät. Es war nicht mein Kind und ich hatte kein Recht da mitzureden. Dennoch würde ich so tun, als wäre es mein Kind. Ich würde es so aussehen lassen, als hätte ich Lucie ausversehen geschwängert und würde mich deswegen mit ihr zusammen darum kümmern. Wie ich das Mia erklären sollte, wusste ich nicht. Doch sie wusste, dass Lucie und ich sehr gute Freunde waren und sicher würde sie auch von mir verlangen Lucie zu helfen. Mia war einfach so ein guter Mensch, sie würde all das verstehen und mich in meinen Entscheidungen vermutlich noch bestärken. Scheiße, womit hatte ich Mia verdient? Und wie konnte ich dieses perfekte Wesen bloß hintergehen? Aber wie könnte ich auch nicht? Lucie war genauso perfekt. Scheiße, ich wollte einfach zu viel. Ich hatte keine der beiden verdient und das wusste ich auch. Ich seufzte und packte unser Gepäck auf das Band am Check-In Schalter. Ab morgen würde alles wieder normal laufen. Das dachte ich zumindest. Falsch gedacht. Dieser Flug würde alles ändern. Jetzt, wo ich mich an das Fliegen endlich gewohnt hatte und es zu meinem Job dazuzählte, würde man mein Vertrauen brechen. Und zwar gewaltig. Nach diesem Tag würde ich nie wieder in ein Flugzeug steigen. Meine ersten Turbulenzen damals waren hart gewesen, doch sie waren nichts im Gegensatz zu dem, was diesmal passierte. Das Flugzeug ruckelte, die Zeichen zum Anschnallen leuchteten auf. Es breitete sich eine Unruhe aus. Vier Stunden war der Flug gut gegangen, dann jedoch gerieten wir in eine Wetterfront und ehe wir uns versahen, fiel eine der Turbinen aus. Wir mussten Notlanden. Mitten im Nirgendwo. Unter uns war nur Wald und der nächste Flughafen zu weit weg, um ihn mit der beschädigten Maschine zu erreichen. Wir verloren schnell an Höhe, die Atemmasken fielen von der Decke und von dort an brach Panik aus. Ich hörte Leute schreien, Kinder weinen und auch ich bekam Angst. Eine Notlandung erschien nicht allzu schlimm. Das passierte eben mal. Allerdings waren wir viel zu schnell. Im Sinkflug rasten wir auf den Boden zu, der Pilot zog die Nase des Flugzeugs bereits hoch, doch als die Tragflügel in die Bäume krachten, war es zu spät. Der Rumpf des Flugzeugs brach unter dem Druck und der Last, die defekte Turbine fing Feuer und im Handumdrehenwar das Flugzeug in zwei Teile gerissen worden. Das Heck lag hunderte Meter weiter hinter uns, es hatte früher stoppen können. Es war, als würde ich das alles nur von außen mit ansehen. Ich konnte weder reagieren, noch schreien. Es war, als wüsste ich, dass ich hierbei draufgehen würde. Das Wrack schien nicht langsamer durch den Wald zu rasen, mähte die Bäume mit den Trgflächen bloß um und dann rammte die Nase des Flugzeugs direkt in einen Felsen. Durch den Ruck, verzog sich der Rumpf des Flugzeuges und direkt vor mir brach der Metallboden, der uns vom Maschinenraum trennte, auf, sodass das scharfkantige Metallnach vorn Schoss und mein Sitz nach vorn kippte, bis die Metallplatte sich direkt durch mein rechts Bein schob. Oberhalb des Knies hatte sich die Metallplatte durch die Geschwindigkeit problemlos durch mein Fleisch geschnitten, hatte meinen Oberschenkelknochen durchgebrochen und steckte nun in der Metallverankerung vom Sitz. Mein Bein, das eben noch Teil meines Körpers gewesen war, fiel durch das Loch am Boden und landete unter mir im Wald. Selbst jetzt konnte ich nicht schreien. Mir war gerade ein Körperteil abgetrennt worden, doch ich verzog keine Miene, schluckte nur und hob den Kopf von dem blutigen Bild, das sich mit bot. Kreidebleich musste ich feststellen, dass mein Arm ebenfalls von dem Metall zwischen Armlehne Wand festgeklemmt worden war. Ich steckte hier fest. Okay. Ruhe bewahren. Ich würde hier vermutlich verbluten, aber das war gerade nicht der einzige Gedanke, der mich wie ein Blitz traf. Olivia. Sie saß wegen der späten Buchung der Tickets bloß direkt vor mir. Der Mann links neben mir war von dem Metallblech direkt in den Bauch getroffen worden. Er war ohnmächtig, vermutlich aber auch tot. "Liv...", keuchte ich und holte tief Luft. "Alles okay? Geht es dir gut?" Scheiße, hoffentlich war sie unverletzt. Der Boden war erst hinter ihrem Sitz aufgebrochen und nach oben geschossen. Die restlichen Reihen des Flugzeugs schienen noch vergleichsweise unversehrt. Hier und da waren Äste durch die Scheiben geflogen und hatten Leute getroffen, aber Olivia saß ganz still in ihrem Sitz. "Dreh dich bloß nicht um, okay? Bleib einfach sitzen. Bleib ganz ruhig sitzen.", forderte ich sie auf. Scheiße, sie war schwanger! Diese Babys waren so früh doch verdammt empfindlich. Allein vom Sturz von einer Treppe, könnten diese kleinen Dinger... "Liv, sprich mit mir!" (Oh mein Gott, es tut mir leid, der ist SO schlecht und unlogisch xD Hatte aber keine Ahnung wie ich es sonst schreiben sollte xD)

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Lucie Hayes

In wenigen Monaten, würde ich einen hochschwanger durch die Gegend laufen und vermutlich ein Baby aus mir herauspressen. Fürs erste was, dass erschreckend genug, das was danach kam, würde sicher schlimmer werden. Es war zwar nicht so, dass ich keine Kinder mochte, doch ich hatte nicht geplant allzu schnell ein Kind zu bekommen. Immerhin war ich gerade in meinen Besten Jahren. Ich war erfolgreich, konnte mir alles leisten und hatte eine Affäre mit dem festen Freund meiner besten Freundin. Ein Kind passte gar nicht in meinen Plan, doch ich glaubte kaum, das ich darum herumkam und irgendwie machte mir Dino auch Hoffnung - darauf, dass mein Kind nicht ganz so verkorkst werden würde.
„Ich weiß es ist oberflächlich, aber wie du weiß, verdiene ich mir mit meinem Aussehen auch meinen Lebensunterhalt. Zwar bin ich mir ziemlich sicher, dass die Fotografen um meinen Babybauch reißen werden, aber naja das danach macht mir sorgen. Ich meine eine Geburt und Kaiserschnitt, das ist nicht mal so schlimm. Doch das Kind großzuziehen ist, das ist es was mir angst macht.“, sagte ich und fuhr mir durch die noch vom Sex zerzausten Haare. „Dein Optimismus ist wirklich Bewunderns Wert. Ich meine du hast Recht, ich kann immer noch designen und habe viel Zeit. Vielleicht könnte ich ja auch eine Kinderkollektion machen. Ich will nicht das mein Kind in Caprice Sachen rumlaufen muss.“, sagte ich amüsiert und hatte das erste Mal keine Angst vor der Zukunft und dem Kind, denn ich würde immer noch meiner Leidenschaft nachgehen können und neues Terrain betreten. Irgendwie würde alles sicher gut werden, mein Kind nur das Beste bekommen, auch wenn es Val als Vater hatte. „Er wird wie ein kleiner Welpe sein und sich freuen, doch irgendwann wird es ihm zu viel und er haut ab. Val ist viel zu jung und da ich mich von ihm trenne – keine sorge ich kneife nicht – wird er eh nicht bleiben.“, murmelte ich leise und sah zu Dino hoch. Ich legte meine Hand an seine Wange und strich ihm dann ein paar lose Strähnen hinters Ohr. „Danke, das du nicht wegrennst, ich wüsste nicht was ich machen würde ohne dich.“, gestand ich ihm und lächelte sanft. Die Vorstellung von Dino, der mit mir das Kinderzimmer einrichtete und shoppen ging war wirklich schön. „Ich wünschte Val wäre nicht der Vater des Kindes…“, murmelte ich leise. Ich wünschte mir viel eher, dass es Dinos Kind wäre. „Ich denke, ich werde ich ganz schön in Beschlag nehmen müssen, wenn es ein Junge wird, du kannst dir sicher vorstellen, wie gern ich Ball spiele oder Fußball. Außerdem muss man ihm bestimmt zeigen wie man sich später rasiert…“, sagte ich und lächelte traurig. Ich stellte mir gerade vor, wie Dino Vals Vaterrolle übernahm, was ziemlich bizarr war unter unseren Umständen. „Tja und wenn’s ein Mädchen wird, muss einer ja die Typen zusammenscheißen und ich glaube du würdest angsteinflößender sein, als meine Wenigkeit.“
Natürlich konnte ich nicht verlangen, der so etwas wie ein Ersatzvater für sie werden würde, das war unmöglich. Er führte sein eigenes Leben und würde irgendwann eigene Kinder bekommen, mit Mia. Ich konnte ihn ja nicht so in Beschlag nehmen oder? „Du wirst irgendwann sicher ein guter Vater werden, davon bin ich jetzt schon überzeugt.“, sagte ich und zog die Stirn kraus, „Aha ich bin also eine Mutter die du gern vögeln würdest. Ich entdecke ganz neue Seiten an dir Dino. Hast du irgendwelche dreckigen Fantasien oder willst du es Mommy einfach weiter besorgen?“, raunte ich in sein Ohr und hauchte einen Kuss auf seine Wange, bis ich ihn zu mir runterzog, um ihn drängender Küssen zu können. Ich wusste nicht ob ich je genug bekommen könnte von ihm, der Gedanke unsere Affäre jemals Enden zulassen, war unvorstellbar. Es machte mir Angst, wie sehr ich das genoss, wie viel er für mich bedeutete und das es irgendwann enden musste. Ich wusste es würde gefährlich werden, die Eifersuchtsattacke hatte es gezeigt, dass hier würde nicht nur eine normale Affäre sein, am Ende würden unsere Gefühle einem von uns das Herz brechen und davor hatte ich Angst. Denn wenn ich ihn verlieren würde, dann auch als Freund und das konnte ich nicht zulassen. Morgen hatten wir den ganzen Tag für uns, bis wir abends nach Hause fliegen würden. Ich wollte die restliche Zeit genießen, also kletterte ich auf seinen Schoß und fuhr über seinen durch trainierten Oberkörper. Für heute war ich noch nicht fertig mir ihm...das sich unser Leben für immer verändern würde, in wenigen Stunden, hätte ich nicht erahnen konnten.

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Leon Sergan
Etwas medizinisches. Sie war also sehr sozial veranlagt, atte ich so das Gefühl. Sie war so eine, die gerne Menschen um sich hatte und ebenso gerne half sie diesen Menschen wahrscheinlich. Das war nicht so mein Ding. Ich war eher ein Eigenbrötler. Ich blieb lieber unter mich. Vielleicht lag das auch daran, dass sich viele von mir abwandten, wenn sie wussten, wie ich mein Leben so lebte. Viele fanden es einfach nur schwach, wenn sie herausfanden, dass ich einfach nicht von den Drogen loskam. Ich fuhr mir durch das Haar und zuckte bei ihrer Frage die Schultern. Es schien ganz so, als wolle sie nicht mehr über sich reden. Aber ich mochte es auch nicht, wenn man zu viel über mich redete. Ich war überhaupt kein Vorbild. Ich war eher das Gegenteil. Ich war eher so der Typ, auf den die Eltern von Kinder zeigten und die Eltern in den Kindern sagte, dass man so enden würde, wenn man sich im Leben nicht anstrengte. "Ich habe keine Pläne", meinte ich und zuckte die Schultern. Ich hatte mal Pläne gehabt, aber ich hatte inzwischen selber gemerkt, dass ich diese nie verwirklichen kann. "Ich werde wohl weiter als Maler arbeiten, bis ich alt bin und das vergnügen habe, pensioniert zu werden", fügte ich hinzu und lächelte sie ein bisschen an. Ich fuhr mir durch das Haar, bevor ich einen Schluck von meinem Kaffee nahm.

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Dinario „Dino“ Marquéz
Das war wirklich überraschend gewesen. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass sie mir das beichten wollte. Als sie angefangen hatte zu sprechen, hatte ich eher geglaubt, dass sie „mit mir Schluss machen“ würde. Wir waren zwar nicht zusammen, aber wir hatten eine Affäre und auch das konnte man beenden. Nachdem ich am Anfang des Wochenendes so besitzergreifend und eifersüchtig am Strand gewesen war, hatte ich eher geglaubt, dass ihr das zu viel wurde und es zu sehr in die Tiefe ging. Ich hatte wirklich geglaubt, dass ihr diese Aktion zu gefühlsgebunden gewesen war und sie nun keine Lust mehr auf mich hatte. Ich war froh, dass es nicht so war. Ich war allerdings nicht so froh, dass Lucie stattdessen ein Kind von Val, ihrem noch viel jugendlichen und dümmlichen Lover. Ich schmunzelte leicht, als ich meinen Unterarm neben ihrem Kopf abstützte und so ein wenig über ihr war, um sie ansehen zu können. „Du machst dir also Gedanken um dein Aussehen? Glaub mir, nichts kann dich entstellen. Ein Babybauch schon mal gar nicht! Und ich denke selbst eine kleine Kaiserschnittnarbe ist weg zu retuschieren.“ Davor hatte sie auch Angst? Oh man… Das waren sicher die Hormone. Sie war doch sonst nicht so unsicher. „Also die Leute, die ich kenne, sagen ein Kind ist eine Bereicherung im Leben. Du wirst das schon hinbekommen. Wenn du deine eigene Mode designst und vermarkten kannst, wird Kindererziehung doch ein Klacks!“ Die Modebranche war so viel stressiger als ein Vorstadtleben. Sie würde es wohl irgendwie hinbekommen müssen. Immerhin wollte sie nicht adoptieren und damit blieb ihr nur diese Option. Lucie als Mutter… Sie würde noch ein ganzes Stück erwachsener und verantwortungsvoller werden. Anders als ihr Lover. Ich presste die Lippen zusammen und nickte. „Ja, das kann ich verstehen. Er ist noch nicht reif genug dafür. Erzählen solltest du es ihm aber trotzdem. So vernarrt wie er in dich ist, wird er das vermutlich auch noch gut finden und einen auf Daddy machen wollen.“, murrte ich und verdrehte die Augen. Val hatte wirklich keinen Funken Verstand. „Hey! Wag es bloß nicht ihn zu heiraten, nur weil du schwanger bist! Wir leben in anderen Zeiten, okay? Alleinerziehende sind heutzutage ganz normal. Außerdem hast du Freunde, die dir helfen, okay? Ich bin zwar nicht der Vater, aber wenn Val über alle Berge ist, bin ich da und übernehme was ich nur kann. Ich geh mit dir Babyzeug kaufen, streiche das Zimmer in Pastelltönen und lass mir im Kreissaal auch die Hand von dir brechen. Du bist nicht allein damit, also komm bloß nicht auf die Idee den Idioten nur weiter zu behalten, weil du denkst du hättest sonst keinen oder weil das Kind einen Vater braucht.“ Ich würde liebend gern diese Rolle übernehmen, wenn sie mich darum bat. Ich würde immerhin selbst nie Kinder haben können. Ich grinste leicht, als sie wieder so unsicher darauf hinaus wollte, was mit uns nun geschehen würde. „Hey… durch das Würmchen da in dir bist du praktisch zur Milf geworden.“, witzelte ich und lächelte sie charmant an. „Keine Sorge, ich verliere mein Interesse nicht an dir, nur weil du schwanger bist. Wir können so lange weitermachen wie du möchtest und wenn die Zeit gekommen ist, werde ich eben nur noch dein Kumpel sein und dir mit dem Würmchen helfen, wenn du es möchtest. Du sagst wo es lang geht, ich folge dir.“

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Lou Anderson

Ehrlich gesagt hatte ich mir noch nicht so wirklich Gedanken darüber gemacht, was ich machen sollte, wenn alles etwas anders kam, als ich es mir vorstellte. Jetzt wo er es mich fragte, merkte ich, dass ich mir da vielleicht wirklich mal Gedanken drüber machen sollte. Allerdings war ich auch jemand, der sich nur schwer von seinen Zielen abbringen ließ und deswegen wollte ich in gewisser Weise auch gar nichts davon wissen. "Mh, ich weiß nicht. Ich denke dann würde ich mir vielleicht einen ganz normalen Job suchen. Irgendwas Medizinisches, sowas was ich früher gemacht hab." Langsam merkte ich, dass ich schon ziemlich viel von mir erzählt hatte und eigentlich noch gar nichts von ihm wusste. Und eigentlich mochte ich es auch nicht die ganze Zeit über mich zu reden und in Mittelpunkt zu stehen. "Und was ist mit dir? Was hast du für Pläne?" Ich versuchte freundlich zu klingen und ihn nicht in die Ecke zu drängen oder so, aber ich wollte echt dringend mal das Thema wechseln.

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Leon Sergan
Ich zuckte bei ihren Worten die Schultern. Vielleicht wäre es das. Vielleicht wäre es wirklich besser, wenn man Optimist und Realist wäre. Aber ich hatte genügend Momente in meinem Leben erlebt, um zu wissen, dass es nichts brachte, wenn man sich falsche Hoffnungen machte. Es hiess ja nicht, dass ich deswegen mein Leben nicht aufgeben würde. Aber ich machte mir einfach keine Hoffnungen mehr, dass wir diesen Tumor irgendwie überleben würden. Der Tod nagte schon sehr nahe an meiner Mutter und es würde ihr nichts helfen würde. Ich wusste, dass der Tumor auch mich irgendwann erwischen würde. Das war wohl der Grund, wieso ich in regelmässigen Abständen ins Krankenhaus gehen musste, um mich durchchecken zu lassen. Doch ich wollte mir den Abend heute nicht deswegen versauen lassen.
Ich musste leise lachen und sah sie an. "Ja, da hast du wohl damit Recht. Nur ist es bei mir nicht darum gegangen, dass ich mit möglichst vielen Frauen Sex gehabt hatte", erwiderte ich und lächelte sie an. Mir war es nur darum gegangen, dass ich meinen Gedanken und meine Schmerzen vergessen konnte. Bei ihren nächsten Worten biss ich auf meine Lippen. Wenn sie wüsste, dass meine Mutter hier im Krankenhaus lag und um jeden Atemzug kämpfte, hätte sie das wohl auch nicht mehr gewusst. Ich seufzte leise und sah kurz auf die Seite. Sie musste nicht sehen, wie sehr sie mich mit diesen Worten getroffen hatte. Sie konnte ja nicht wissen, dass es ein heikles Thema war. Zum Glück redeten wir allgemein nicht viel über das Thema Familie. Weder über meine noch über ihre. Ich hatte so das Gefühl, dass sie auch nicht unbedingt über ihre Familie reden wollte. Sie lehnte ihren Kopf an meine Schulter und es fühlte sich ungewohnt, aber sehr schön an. Ich musste leise auflachen und fuhr mir durch das Haar. "Na ja, stell mich nicht so hin, als wäre ich der perfekte Traummann für jede Frau", meinte ich und grinste sie an. "Du hättest vermutlich aber auch nichts dagegen, wenn dein Freund ein Sixpack hätte", sagte ich und zwinkerte ihr zu. Doch sie hatte Recht. Geld spielte nicht immer die wichtigste Rolle. Natürlich war es gut, wenn man man genug Geld hatte und man sich keine Sorgen darüber machen musste. Schlussendlich aber gab es viel wichtigere Dinge.
"Nein, du musst mich nicht loben", erwiderte ich und grinste sie an. "Spass, ich bin nicht so ein eingebildeter. Ich weiss nicht, ob es den Frauen wirklich so gut gefallen hat, aber das hoffe ich doch jedenfalls", meinte ich und grinste sie an. "Also gehst du wohl davon aus, dass ich immer derjenige gewesen bin, der gegangen ist?", fragte ich sie und musste ein bisschen lachen. "Glaub mir, einmal wirst du noch ein gebrochenes Herz haben. Fast niemand konmt drum herum", sagte ich und fuhr mir durch das Haar.
Ich musterte sie und wir liefen weiter durch den Park. Anscheinend hatte ich sie aber ein bisschen zu offensiv gemustert. Ich schaute sie perplex an, als sie mich plötzlich fragte, ob ich sie küssen wollte. Nun musterte sie mich und ich kam nicht umhin, dass mein Blick auf ihre Lippen glitt. Ich schürzte die Lippen und sah dann kurz weg, bevor ich sie wieder ansah - aber dieses Mal in die Augen. "Ja..., das würde ich gern", sagte ich dann zögerlich. "Aber das wäre vermutlich keine gute Idee", meinte ich und zuckte die Schultern. "Und wie sieht es bei dir aus?", fragte ich und grinste sie an. "Würdest du mich gerne küssen?", fragte ich sie. Immerhin waren wir nur ein Jahr auseinander und sie war attraktiv. Ausserdem hatte sie mich auch gefragt, also hatte ich wohl das gleiche Recht sie ebenfalls zu fragen.

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Lucie Hayes

Über seine Reaktion, war ich mehr als nur überrascht, eigentlich hätte ich gedacht der mich anschreien würde oder zumindest sauer wäre? Doch Dino tat nichts dergleichen, er sah zwar geschockt an, redete jedoch ruhig, verurteilte mich nicht und rannte ebenso wenig davon. Sofort löste ich mich aus meiner steifen Haltung und versuche mich zu entspannen, immerhin war die größte Last fürs erste abgefallen. Ich hatte es ihm erzählt und er war nicht ausgerastet, doch wieso sollte er auch? Er war nicht der Vater und irgendwie waren es ja auch nicht seine Probleme. Für mich war im Moment ihn nicht zu verlieren bzw. unsere Affäre! Sie war zwar mehr als falsch und ich sollte mich hassen, doch ich brauchte das…ich brauchte ihn. Bei ihm hatte ich, das gefühlt mich fallen lassen zu können, es ging auch nicht nur um Sex, wir waren wirklich gute Freunde und ich genoss seine Gesellschaft. Doch ich hatte eben Angst, dass sie dies durch dieses Baby ändern würde.
„Ich habe irgendwie Angst vor dem Ganzen, ich werde aussehen wie ein Elefant, ich muss das Kind entweder aus mir rauspressen oder habe eine wunderschöne Kaiserschnittnarbe! Außerdem weiß ich nicht wie ich mir einem Baby umgehen soll, ich meine ich bin nicht bereit so viel Verantwortung zu übernehmen…mein ganzes Leben verändert sich dadurch!“, sagte ich und raufte mir die Haare. Ich wusste gar nicht wie er so ruhig bleiben konnte und wünschte mir auf einmal das Ganze auch lässig sehen zu können. „Das Baby werde ich behalten, zum Abtreiben ist es eh zu spät und irgendwie würde es sich auch falsch anfühlen. Ich könnte es auch nicht weggeben, es ist immerhin mein Kind.“ Ich glaubte kaum, dass ich es über mich bringen würde, das Kind wegzugeben, es war ein Teil von mir und ich würde mich immer fragen, was wäre, wenn…und darauf hatte ich keine Lust. Ich würde dieses Kind bekommen und behalten, auch wenn ich eine Scheißangst hatte. Als er nach dem Vater fragte biss ich mir auf die Unterlippe und hatte das Gefühl gleich weinen zu müssen, „Ja ich schätze Val ist der Vater, es würde jedenfalls hinkommen…doch er weiß es noch nicht. Ich habe es bisher noch keinem erzählt. Du bist der erste…“, flüsterte ich und sah ihn vorsichtig an, versuchte seine Mimik in der Dunkelheit zu lesen – gab jedoch auf. „…ich weiß, dass ich es Val erzählen muss, er hat ein Recht darauf es zu wissen. Es ist nur so, ich will nicht das er es weiß, ich will nicht, dass er der Vater ist.“, gestand ich ihm und fühlte mich fruchtbar. Mein Kind hatte das Recht zu wissen wer sein Vater war und auch Val sollte wissen das es sein Kind war. „Val ist 21 Jahre alt und ein halbes Kind, er fängt seine Karriere gerade erst an und außerdem wollte ich mich in ein paar Wochen eh von ihm trennen. Er ist zu anstrengend und ich wollte eh nichts Festes, doch das kann ich jetzt vergessen. Ich weiß nicht was ich machen soll, was die richtige Entscheidung ist.“
Verzweifelt hielt ich mir die Hände vors Gesicht und versteckte meine wässrigen Augen. Ich wollte nicht schwach sein, ich konnte mir das nicht mehr leisten. Von nun an musste ich rational denken, was das Beste für das Kind war und das schloss eben ein, Val von der Schwangerschaft zu erzählen und ihm die Chance zu geben ein Vater zu sein oder nicht. Ich konnte jetzt schon die Schlagzeilen sehen oder meine Mutter hören, die mir immer gesagt hatte, das ich aufpassen sollte. Und jetzt ist es passiert, war schwanger und würde wahrscheinlich alleinerziehende Mutter werden. Zwar hatte das kleine Ding, sicher den genetischen Jackpot gewonnen, dennoch wünschte ich mir, das Val nicht der Vater wäre. Ich konnte ihn zwar im Bett ganz gut leiden, doch er war zu jung und ungestüm.
Ich holte tief Luft und blinzelte die Tränen weg, „Auch, wenn du nicht der Vater bist, dachte ich mir, das du es weißt. Ich meine wir schlafen miteinander irgendwann wäre es sicher aufgefallen…außerdem sollten auch wir überlegen was wir tun.“, sagte ich leise und legte unbewusst eine Hand auf meinen noch flachen Bauch. „Wir haben eine Affäre und ich wollte einfach wissen, wie das mit uns weitergeht? Sollen wir aufhören? Ich meine ich bin wie gesagt schwanger, ein Baby wächst in mir heran und das ist richtig gruselig. Ich dachte, dass es dir unangenehm wäre und du die Affäre lieber beenden würdest. Also hast du irgendwie auch ein Recht es zu erfahren.“, versuchte ich zu erklären und schloss die Augen. Ich hoffte, dass es kurz und schmerzlos sein würde, wen er mich abserviert. Ich hatte immerhin jetzt schon Stimmungsschwankungen und würde sicher Rotz und Wasser heulen, wie wäre es, wenn er es erst in ein paar Monaten erfahren hätte? Dann wäre es schlimmer gewesen und ich brauchte ihn, da er mein bester Freund war und weil ich das allein und mit Val sicherlich nicht durchstehen würde…mein Leben war so verkorkst…konnte es noch schlimmer kommen? Ich glaubte kaum...

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Hab zwei weibliche Charaktere frei, wer schreiben möchte, gerne melden :)

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Dinario "Dino" Marquéz
Ich wusste, dass ich keinerlei Schamgefühl besaß. Meine Freundin saß zu Hause in Millaville und wartete sehnsüchtig auf meine Rückkehr und ich vergnügte mich hier mit ihrer besten Freundin. Das war echt scheiße! Das wusste ich. Ich würde in die Hölle kommen - laut meiner Mutter allein schon wegen der Tatsache, dass ich die Existenz, die Gott mir gegeben hat, verleugne. Das hier aber würde mich definitiv in die Hölle bringen. Aber es fühlte sich so richtig und gut an. Wie konnte es da falsch sein? Nun mal im Ernst: Alles mit ihr war so leicht un unbeschwert. Gut, heute hatte ich ein bisschen Stress mit den Strandboys gehabt, aber im Endeffeckt hatten sie dann doch keine Chance gehabt. Diese Eifersucht war nicht gut und das wusste ich, aber tun konnte ich dagegen nichts. Ich fühlte mich wohl bei Lucie. Mehr als das... Es war unbeschreiblich. Das, was wir hatten war besonders, vielleicht sogar einzigartig und ich wollte es nicht verlieren. Deswegen war es auch nicht schlimm, oder? Das zwischen uns war perfekt und das bewiesen die Stunden, die wir miteinander verbrachten auch immer wieder. So wie der heutige Abend. Ich war absolut fertig, am Ende meiner Kräfte. Das Shooting war schon anstrengend gewesen, aber Lucie hatte wirklich noch den Rest aus mir herausgeholt. Wirklich unglaublich! Es wäre der perfekte Abend gewesen, wäre ich einfach nur noch neben ihr eingeschlafen, aber Lucie hatte da wohl andere Pläne. Ich war fast eingeschlafen, als ich ihre leise Stimme hörte. Verschlafen öffnete ich meine Augen wieder und schmatzte leise, seufzte, als ihre Finger die Muster auf meine Brust malten und schloss die Augen wieder, blieb aber wach. Sie wollte noch etwas reden. In Ordnung. Allerdings war ihr Gestottere danach ein wenig besorgniserregend. Über was wollte sie mit mir reden, dass sie so nervös wirkte? Unsicher öffnete ich wieder ein Auge und versuchte sie in der Dunkelheit ein wenig zu mustern. Sie wollte mir etwas sagen? Es war nichts Schlimmes? Oh Gott, war es wegen dem Volleyballspiel am Strand? Hatte ich es übertrieben? Fühlte sie sich unwohl? Sie war schwanger. Puh, nichts wegen mir! ...Halt! Sie war schwanger?! Es schien eine Weile zu dauern, bis ich das realisiert hatte und ich die Augen aufriss. Sie war schwanger! Was?! Von mir konnte das Kind unmöglich sein. Ich würde niemals in meinem Leben eigene Kinder zeugen können. Es... es war von ihm, oder? Okay, ruhig bleiben. Das war kein Grund für mich gleich auszuflippen. Ich hatte damit eigentlich nichts zu tun. Vorsichtig stützte ich mich auf die Unterarme auf und drehte mich zur Seite, sodass ich mich über sie lehnen konnte. "Wovor hast du denn Angst? Du kriegst das schon hin, immerhin bist du eine starke Frau, Lu. Ich meine... du wirst es nicht abtreiben, so wie ich das verstehe. Weißt du denn, was du danach tun wirst? Ich meine... willst du es adoptieren oder... behalten?" Die Frage war, hatte sie Angst vor der Geburt oder vor der Veränderung in ihrem Leben? Was hatte sie geplant? Wie sollte es weitergehen? Sie hatte gedacht ich sollte es wissen... "Weiß dein Lover es schon? Immerhin wird er wohl der Vater sein.. Ich... kann immerhin ja keine Kinder zeugen. Eigentlich habe ich damit also nichts zu tun, ich habe kein Recht... da irgendwie mitzureden oder so, richtig? Das ist eine Sache zwischen dir und ihm." Auch wenn mir das nicht passte. Es wäre mir irgendwie lieber, wäre es mein Kind. Val war ein Spinner und er würde ein gräßlicher Vater sein, würde sich Lucie entscheiden es zu behalten. Er würde wohl kaum in der Lage sein sie während der Schwangerschaft vernünftig zu unterstützen. Ich an seiner Stelle würde alles tun, damit es Lucie und dem Kind gut ging - ob wir es behalten würden oder nicht - immerhin würde ich dann auch Verantwortung tragen. Doch so war es nicht. Es war nicht mein Kind und damit hatte ich kein Recht mich da einzumischen oder irgendetwas zu unternehmen. Ich konnte nur... da sein. Für Lucie. Egal, für was die beiden sich entscheiden würden. Wie viele Männer wären im Gegensatz zu mir froh an diesem Punkt nicht der Vater zu sein? Was stimmte bloß nicht mit mir, dass es mich irgendwie nervte? (Habs vor dem Duschen gemacht xD Bin jetzt aber weg)

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Lucie Hayes
Das Shooting lief wunderbar, Caprice hatte ihre versprochenen Bilder und durch den Sport war ich zu ausgepowert um mich am Set, gleich über Dino herzumachen. Zwar sah er schon rattenscharf aus und ich konnte die ganze Zeit anstarren und anfassen. Nachdem wir uns allerdings umgezogen hatten und im Taxi saßen, kam es über mich, etwas in mir fing an zu brodeln und mein Magen machte Purzelbäume. Deshalb zog ich Dino im Hotel auch gleich in meine Suite und riss ihm regelrecht die Klamotten vom Körper. Küssend und eng umschlungen schafften wir es irgendwie ins Schlafzimmer und tobten uns regelrecht aus. Es hatte mich irgendwie scharfgemacht, das er vorhin bei den Volleyballtypen so eifersüchtig war. Eigentlich, sollte es mich eher besorgen, denn wir waren kein Paar, das zwischen uns war nur Sex es war nur eine Affäre, doch es gefiel mir, wenn er so besitzerfreiend war…jedenfalls ein bisschen.
Als ich am Ende schwer atmend in seinen Armen lag, war ich befriedigt und gut gelaunt. Einen besseren ausklang in den Feierabend gab es nicht, es war leidenschaftlich, stürmisch und verboten, doch das war mein geringstes Problem. Denn obwohl alles in meinem Leben gut lief, gab es die eine Sache, die ich schon viel zulange vor mich hinschob, weil ich es nicht wahrhaben wollte. Es hatte alles vor einigen Wochen angefangen, mir war dauernd schlecht gewesen, ich hatte Kopfschmerzen bekommen und generell fühlte ich mich seltsam. Zwar musste ich nicht kotzen oder fing an Sachen zu Essen die in der Regel total ekelig waren, dennoch war ich zehn Tage überfällig und wusste langsam was mit meinem Körper los war. Ich hatte fast jeden Schwangerschaftstest gekauft doch jeder einzelne war positiv, was mich verzweifeln ließ. Als ich dann auch noch zum Arzt rannte und den Fleck auf dem Monitor gesehen hatte, war ich erst recht in Tränen ausgebrochen, nun waren schon einige Wochen vergangen und obwohl ich schlank war, konnte man wenn man genau hinsah erkennen, dass ich ein kleines Bäuchlein hatte. Es war nicht viel, vielleicht sah es so aus, als hätte ich Blähungen oder zu viel getrunken und gegessen…doch immerhin viel es mir auf und irgendwann auch den anderen. Ich hatte eine Hand auf Dinos Brust gelegt und strich über seine kleinen Narben, ich wusste, dass ich es ihm sagen musste. Außerdem, war da noch Wahl mit dem ich eigentlich keine Familie gründen wollte, doch weg machen lassen konnte ich es auch nicht. Ich hatte Angst, nicht nur um meine Zukunft, sondern auch davor, zurückgewiesen zu werden, besonders jetzt da Dino und ich eine Affäre angefangen hatten.
Ich presste die Lippen fest aufeinander und stützte mich auf den Ellenbogen. Draußen, war es schon dunkel und so konnte ich nicht ganz Dinos Gesicht sehen, was mich aufatmen ließ. „Dino? Du bist du noch wach oder?“, fragte ich und sah wie er müde die Augen öffnete. Ich strich mir nervös das Haar aus dem Gesicht, „Ich…ich muss dir etwas sagen…“, fing ich an und wollte mich am liebsten verkriechen. „…es ist nichts Schlimmes, also…naja kommt darauf an, wie man es betrachte.“, brabbelte ich weiter und zeichnete Kreise auf seiner Brust. „Also, das Ding ist…es ist…Hm…wie soll ich das sagen…ich bin schwanger.“ Ich sah ihn nicht dabei an, sondern konzentrierte mich auf die Kreise. „Ich meine du brauchst schon mal keine Angst haben, dass es von dir ist…“, fing ich an zu scherzen, verzog dann aber doch das Gesicht, da es mir sogar lieber wäre, wenn er der Vater wäre und nicht Val. Immerhin musste Val der Vater sein? „…ich denke es ist von Val…was jedoch auch nicht schön ist.“, gestand ich ihm und ließ mich in die Kissen fallen, um die Decke anzustarren. „Ich habe Angst…die Ärztin meine ich bin schon in der elften Woche…man kann sogar schon mehr als einen Fleck erkennen…“, murmelte ich leise und zog mir die Decke bis zum Hals. „Ich dachte du solltest, das wissen…“, fügte ich noch hinzu und lag regungslos neben ihm.

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Dean McAllen
Wenn sie wüsste, was uns schon alles wiederfahren ist und wie schwer es war alleinerziehend zu sein. Es war unglaublich schwer, zwar hatte ich Glück, das Nate so ein einfaches Kind war, dennoch hatte er beide Eltern verdient und mehr Aufmerksamkeit. „Danke, aber man kann es immer so viel besser machen, ich meine wir sind zwar glücklich, doch manchmal wünsche ich mir einfach mehr für ihn.“, sagte ich und lächelte vorsichtig. Es wäre cool magische Kräfte besitzen zu können, um Krankheiten zu heilen, doch auch sehr unrealistisch, das musste ich eingestehen. Ihr anderer Wunsch jedoch verwirrte mich, „Ein normales Leben? Hast du nicht schon ein normales Leben? Ich meine ich bin mir ziemlich sicher, dass du irgendwann glücklich verheiratet sein und Kinder haben wirst. Wieso sollte es denn anders sein? Liz du bist jung und hast noch so viel vor dir ich bin mir sicher, dass dein Wunsch auch ohne gute Fee in Erfüllung gehen wird.“ Ich konnte mir nicht vorstellen, wieso sie sich so etwas wünschen musste, ich war mir sicher, dass sie ein Bilderbuch Leben führen würde. Erfolgreich als Ärztin, ein gutaussehender und gutverdienender Mann und zwei oder mehrere hübsche Kinder die in einem großen Haus mit Garten herumtollten. Genauso würde ich ihren Lebenslauf einschätzen, sie würde das Glück mit Löffeln essen, doch damals kannte ich ihre Familie, noch nicht.

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Neve Carter
„Das ist irgendwie traurig, ich meine vielleicht ist eine Mischung aus Realist und Optimist gar nicht so schlecht?“ Ich hatte meist nichts anderes als die Hoffnung, denn die Realität war mir zuwider, viel eher wollte ich optimistisch sein und hoffen, dass mein Drecksack von Vater Tod umfiel. Ich wollte nicht mein ganzes Leben aufgeben, nicht wegen diesem Arschloch, der mich als Besitz pfändete und an einen Sohn eines anderen Mafiosos verheiratete! Lieber würde ich sterben, als mich so zu erniedrigen.
„Wenn du ohne Sex eine rebellische Phase hat, waren entweder Drogen, Alkohol oder Prügeleien und Geldwäsche im Spiel. Da ist doch Sex die bessere Variante?“, sagte ich und stellte mir Jeremio mit einer Wodkaflasche und einem Joint in der Hand vor. Irgendwie wollte das alles nicht zusammenpassen, denn er war so ordentlich akkurat und wirkte auf mich wie ein harmloses Küken. Dass er ein Streber war, konnte man sich besser vorstellen und auch wenn, dann wäre er der mitabstand attraktivste Nerd gewesen und mit Sicherheit hätte ich ihn auch gedatet. „Ich hätte gern Kinderfotos gesehen, du warst sicher süß, vielleicht sollte ich mal deine Mutter fragen, ich wette, dass sie tausend von Fotos hat!“ Natürlich würde ich, das nicht machen, er war mein Boss und irgendwie kam es mir so vor, als wäre das Thema Familie, irgendwie tabu, deshalb hörte ich auch lieber auf irgendwelche Witze zu reißen.
Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter und seufzte, „Du bist ein echter Gentleman, anscheinend auch im Bett, Jeremio.“ Ich musste kurz lächeln und spürte das Blut in meinen Wangen, denn wenn ich daran dachte, was sich unter dem Anzug versteckte und wie gern ich ihn erforschen würde, wurde mir ganz heiß. Ich wollte wissen, wie sich seine warme Haut und harten Muskeln anfühlten oder auch seine Lippen. Er hatte Lippen mit denen er sicher gut küssen konnte, verdammt sicher würde heute Nacht nicht so leicht schlafen können, wenn ich ihn vor meinen Augen hatte. Für das Erlebnis würde ich sogar gegen meine eigenen Regeln verstoßen. „Hm, naja es stimmt schon, man darf sich nicht zu sehr auf den perfekten Typ konzentrieren, ich denke man lernt im Laufe einer Beziehung auch die Macken des Anderen zu lieben. Aber ich denke, das jeder einen Typ hat den er favorisiert, ich meine, wenn ich mir jemanden suche, dann sollte er schon erfolgreich sein und kein fauler Sack. Ein Sixpack oder ein totales Muskelpacket muss er nicht sein, ein bisschen was von allem ist gut. Sonst müsste ich wahrscheinlich supersportlich sein und hätte die ganze Zeit Minderwertigkeitskomplexe.“, sagte ich und zuckte die Schultern. „Das Geld ist mir eigentlich egal, es wäre nicht schlecht, wenn er genauso viel oder mehr verdienen würde, doch ich würde ihn auch mögen, wenn er nicht so viel verdient oder mit Geld hätte. Das ist nicht wichtig, finde ich.“
„Und was dich angeht, muss ich dir wirklich sagen wie toll du bist oder willst du nur Komplimente haben? Ich meine du sagst ja selbst, das du im Bett ziemlich gut bist und die Frauen wirklich sprachlos von deinen Fähigkeiten waren? Die anderen Sachen, die Frauen an dir bewundern muss ich dir nicht aufzählen, nicht das dir alles zu Kopf steigt.“, sagte ich und schüttelte amüsiert den Kopf. Wäre ich er, würde ich aber auch fragen, wieso ausgerechnet ich die besten Qualitäten als perfekter Partner hätte. „Ich kann mich dir nicht mit gebrochenen Herz vorstellen, eher eine arme Frau die nun unendlich traurig ist.“, gestand ich ihm und zuckte die Schultern. „In meinen Beziehungen, war ich nie verliebt gewesen, ich mochte die Kerle und wir hatten Spaß zusammen, doch wenn wir uns getrennt haben, empfand ich das als nicht so schlimm. Wir waren danach meistens immer noch Freunde, außerdem habe ich meistens Schluss gemacht, was auch daran liegen könnte, dass ich noch keinen Herzschmerz ertragen musste.“
Ich merkte natürlich wie er mich musterte und konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, er war süß, anständig und mein Boss. Er wirkte so erwachsen, obwohl er nur ein Jahr älter war als ich. Komisch wie sich die Rollen verteilten und das unser Gespräch eigentlich völlig unangebracht wäre. Doch irgendwie ließ ich mich das erste Mal seit Wochen fallen, entspannte mich und dachte nicht mehr an die Ermordung meiner Eltern oder meinem Mafioso-Vater, der uns suchte. Völlig gelassen schlenderten Jeremio und ich durch den Park, bis ich mich von ihm löste. „Sag mal, würdest du mich gern küssen?“, fragte ich gerade heraus und musterte sein schönes Gesicht.

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Letizia-Isabella

Ich lächelte leicht, als Dean meinte, dass es eine schwierige Frage war. "Die schwersten Fragen sind immer die interessantesten Fragen." meinte ich lächelnd und hörte ihm zu, als er mir von seinem größten Wunsch erzählte. Er wünschte sich, dass Nathan glücklich aufwuchs. Das er eine schöne Kindheit und Jugend hatte. "Ich glaube dieser Wunsch wird in Erfüllung gehen. Er hat doch schon eine schöne Kindheit. Klar, du hast nicht so sehr viel Zeit. Aber du bist trotzdem ein toller Vater. Du tust schließlich so viel für ihn" sagte ich lächelnd. Ich arbeitete nun schon eine ganze Weile mit Dean zusammen und bekomme das ja mit, also sagte ich das nicht nur um ihn irgendwie aufzumuntern. Ich hatte es ja sogar schon mit eigenen Augen gesehen, als ich bei den beiden war, weil wir dort arbeiten mussten, weil Nathan krank war. Dean war so ein Vater wie man ihn sich für seine Kinder wünschte.
Ich musste leicht lachen, als Dean mich nach meinen größten Wunsch fragte. Er fragte, ob ich mir Superkräfte wünschte um so viele Kinder wie möglich zu heilen. "Wenn das gehen würde, würde ich mir natürlich solche magischen Kräfte wünschen. Aber ich muss sagen, dass es nicht mein größter Wunsch ist. Mein Wunsch ist es ein normales Leben zu haben. Glücklich zu sein, vielleicht auch einen tollen Mann haben und Kinder. Aber die Sache mit dem Mann ist ein bisschen kompliziert, also auch die Sache mit den Kindern. Da kann mir wahrscheinlich nicht mal eine gute Fee helfen." sagte ich leicht unsicher lächelnd. Ja, Männer zu finden war in meiner Situation sehr schwer. Die es dann wirklich ernst mit mir meinen, hauen spätestens ab, wenn sie meine Familie in Schottland kennen lernen, aber das konnte ich auch ganz gut verstehen. Wenn ich könnte würde ich wahrscheinlich auch abhauen.

Einmal um die Welt und wieder zurück!

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Jeremio Tiyam
"Bin ich eigentlich auch, da hast du dic nicht getäuscht", erwiderte ich und grinste sie an. Sie knuffte mir in die Seite und weil es leicht kitzelte, wich ich automatisch ein bisschen auf die andere Seite aus. "Ich denke, meistens nur realistisch oder eben sogar pessimistisch. Selten habe ich aber manchmal auch ein bisschen Optimismus. Aber nur für andere Personen, nicht für mich selbst", erklärte ich es ihr und lächelte sie an. Danach musste ich leise auflachen. "Nur weil man eine rebellische Phase hatte, heisst das noch lange nicht, dass man eine männliche Schlampe war. Man kann auch ohne Sex eine rebellische Phase haben", sagte ich und grinste sie breit an. Ihr Arm legte sich um meine Taille und es fühlte sich aussergewöhnlich gut an. Ich seufzte leise und sah sie dann an. "Natürlich war ich nicht so ein Streber und hatte nie Frauen. Aber ich hatte mich mehr mit anderen Sachen beschäftigt", meinte ich und zuckte die Schultern. Alkohol und Drogen waren damals Thema Nummer eins für mich gewesen. Hauptsache ich hatte einfach alles um mich herum vergessen können. Hauptsache ich hatte vergessen können, dass meine Schwester nun nicht mehr lebte. Hauptsache ich hatte vergessen können, dass ich und meine restliche Familie auch an diesem Tumor erkranken könnten und uns dann das gleiche Schicksal treffen würde. Sie klopfte mir auf das rechte Schulterblatt und ich sah sie an. "Ich habe keine Kinderfotos von mir bei mir zuhause oder im Büro, also kann ich dir wohl auch keines zeigen", meinte ich breit grinsend. Ich lauschte ihren Worten und danach dann kurz darüber nach. Sie hörte sich wirklich so an, als hätte sie vielmehr mit schlechten Jungs zu tun gehabt, als mit den guten. "Also ich habe jedenfalls nur Sex mit einer Frau, wenn ich sie will und sie mich auch. Nicht nur für das einseitige Vergnügen", meinte ich und sah sie an. Es war nicht so, als würde mich dieses Gespräch kalt lassen. Ich konnte sie mir leider zu gut nackt unter mir oder ober mir vorstellen. Ich wusste wie ihr Körper aussah, wenn er noch ein bisschen von Unterwäsche bedeckt war. Ich würde ihr zeigen können, was man alles anstellen kann, wenn beide sich gegenseitig wollten. Doch ich glaubte, dass diese Lust, wenn man es so nennen konnte, nur auf Einseitigkeit beruhte. Ausserdem war ich ihr Boss. Natürlich lag es auch daran, dass sie eine attraktive Frau war, aber vielleicht lag es auch daran, dass ich einfach zu lange keinen Sex mehr gehabt hatte und wenn dann so eine attraktive Frau bei dir arbeitete und man sie sogar schon in Unterwäsche gesehen hatte..., dann konnte man schon auf unartige Gedanken kommen.
Das Gespräch über Sex ging weiter und ich musste leise auflachen. "Ich habe kein Bild darüber, wie ich mir die perfekte Frau vorstelle. Ich lasse mich gerne überraschen und wenn man sich zu sehr auf dieses Bild versteift, verpasst man die wirklich perfekte Frau nur noch. Oder liege ich etwa falsch?", fragte ich sie und grinste sie an. "Es muss wohl eine kleine Mischung aus beidem sein. Ein bisschen versaut, aber nicht übertrieben", erwiderte ich und grinste sie an. "Wie sieht dein perfekter Mann aus? Sixpack, Muskeln, viel Geld?" Ich lachte leise auf, denn es war nur als Witz gemeint. "Nein, das glaube ich nicht. Sie waren wohl eher so überrollt von meiner Fähigkeit und ihrem Höhepunkt, dass sie gar kein Wort mehr raus gebracht haben", ich zwinkerte ihr bei diesen Worten zu, bevor ich anfangen musste zu lachen. "Wieso wäre ich der perfekte Mann? Nur weil man gut im Bett ist?", hackte ich sogleich nach. Ich war neugierig, wie sie über mich dachte. Beim Thema Herzschmerz schürzte ich die Lippen. "Ja, vielleicht. Weil es nicht das Gleiche, wie wenn du wirklich eine Beziehung geführt hast, als wenn du dich explizit auf einen Bad Boy eingelassen hast", erwiderte ich und sah sie an. Sie wollte anscheinend alles über mich wissen und daher ging die Fragerei auch schon weiter. Nicht dass es mich stören würden, aber würden wir uns am Montag nicht komisch fühlen, wenn wir wieder ins Büro gehen würden? "Ja, mir wurde schon das Herz gebrochen. Jedoch hatten wir beide eingesehen, dass es keinen Sinn mehr machte, das alles weiterzuziehen und es nur noch schlimmer machen würde. Und dir ist also noch nie das Herz gebrochen worden?" fragte ich und grinste sie an. Da war ich jetzt aber neugierig auf ihre Antwort. Kurz glitt mein Blick übber ihr Gesicht. Sie war wirklich total hübsch. Sie war lustig, war offen und sie war eine verdammt attraktive Frau. Kurz blieb mein Blick an ihren Lippen hängen. Doch gleich danach sah ich wieder weg. Sie war meine Angestellte und das hiess, dass ich meine Finger von ihr lassen sollte.

Save your advice, 'cause I won't hear. You might be right, but I don't care.

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Neve Carter
Ich zog eine Braue hoch und betrachtete ihn neugierig, „Aha…das Schicksal also…ganz schön hohe Töne…ich hätte nicht gedacht, das du an so etwas glaubst. Ich meine ich halte dich eher für einen Realisten/Pessimisten“, sagte ich und knuffte ihm in die Seite. Ich meinte es nicht böse gemeint, doch Jeremio kam mir eben eher verschlossen vor, doch er war ja auch mein Boss. Das Thema über das wir gerade debattierten, war eigentlich ein totales NO-GO und ich wusste auch ehrlich nicht wie ich aufhören sollte, denn es machte echt Spaß mit ihm. Er war lustig und in Sachen Sex schien er ja einiges zu wissen, obwohl ich mir das ehrlich nicht vorstellen konnte, dass er eine Rebellenphase hatte.
„Weißt du, um ehrlich zu sein, kann ich mich dir nicht als männliche Schlampe vorstellen…als damit meine ich eher, dass ich mir nicht vorstellen kann wie du Frauen verschlingst wie einer der sogenannten Bad Boys!“ Ich sah ihn entschuldigend an und legte einen Arm um seine Taille, da ich zu klein war um seine Schultern zu erreichen. „Falls du einen Beweis hast, dass du wirklich mal etwas weniger…strebermäßig warst, dann bin ich ganz offen. Und wenn wirklich mal ein Nerd warst, wäre ich dir sehr verbunden mir ein Foto zu zeigen!“, verklickerte ich ihm und klopfte auf sein rechtes Schulterblatt. Ich fuhr mir durch das braune offene Haar und seufzte leise, während ich neben ihm herging und meine Füße durchs feuchte Gras huschten. Als ich über seinen gemeinsamen Höhepunkt nachdachte, zog ich nur skeptisch die Augenbrauen zusammen, er konnte mir so viel erzählen wie er wollte, doch ich glaubte nicht an den Cosmopolitan Scheiß. „Hm…ich würde gerne glauben das es einen gemeinsamen Höhepunkt gibt. Ich meine ich weiß das zum Sex meistens zwei Parteien vorhanden sein sollten und natürlich sollten sie auch beide aufeinander abfahren…doch ich glaube die meisten denken nur an die eigene Befriedigung, doch es ist schön zu hören, dass du noch an den gemeinsamen Höhepunkt glaubst... - wenn ich den richtigen gefunden haben, dann gebe ich dir bescheid.“, sagte ich und zuckte die Schultern, denn mit Sicherheit würde ich nicht bald herausfinden ob Cosmopolitan mir wirklich nichts vorgaukelte und Männer wirklich nicht nur Egoisten waren.
„Das mit den Bad Boys ist einfach so eine Sache, wie gesagt, wir wollen doch alle, dass was wir nicht haben können und das verbotene und gefährliche zieht uns magisch an, wenn man sich auf so einen Typen einlässt spielt man mit dem Feuer. Ob ein es einen unattraktiv macht weiß ich nicht, ich würde eher sagen naiv, doch wenn man gut ist lernt man aus seinen Fehlern, wenn nicht ist man ein hoffnungsloser Fall. Was ist denn mit dir? Ich meine wie sieht deine perfekte Frau aus? Ein braves Mädchen mit dem du nur Blümchensex haben kannst oder do eine Frau die zu der verbotenen Kategorie gehört?“, fragte ich neugierig und schnalzte mit der Zunge. Irgendwie konnte ich mir Jeremio nicht mit einem wilden Mädchen vorstellen, eher mit einem Bücherwurm, sie trinken zusammen Tee und das aufregendste was sie machen wäre kuscheln und Händchenhalten. „Vielleicht waren die Mädchen die du flachgelegt hast auch einfach zu freundlich um es dir zu sagen? Nicht das ich diene Fähigkeit als Liebhaber in Frage stellen will, doch es ist schwer zu glauben, dass du ein Alleskönner bist und super fantastisch im Bett. Ich meine, so etwas gibt es doch nicht, denn dann wärst du der perfekte Mann…und das ist unvorstellbar.“, ich zuckte entschuldigend mit den Schultern. Denn dann wäre er die perfekte Kombi er war erfolgreich, attraktiv, gut im Bett und auch noch ziemlich smart, dass alles in einer Person zu finden war wie ein Sechser im Lotto. „Ich denke, ich will meine zärtliche Seite entdecken, wenn der Typ mir danach, das Herz bricht, ich meine dann ist er nicht besser, als einer dieser Arschlocher, dann wäre ich genauso wie die Frauen die in einer Bar heulen oder etwa nicht?“, fragte ich ihn, denn den Herzschmerz konnte ich nicht gebrauchen. „Hat dir schon einmal jemand so richtig das Herz gebrochen oder warst du derjenige der die Frauen abserviert, denn so wie du dich gerade präsentierst, bist du nicht der Typ, den eine Frau freiwillig verlassen würde!“ Er konnte mir also schlecht vormachen, das er verlassen wurde von einer Frau, das war fast unmöglich!

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