Live your life [RPG]

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Live your life [RPG]

Alohaaaaaaaaaa, das ist dann wohl MEIN RPG [ѕσℓαηgє]!
Wendet euch bei Fragen an mich! Die Steckbriefe und alles weitere müsst ihr an mich schicken!*-*thihi

Steckbriefe findet ihr alle in der Gruppe!
Infos werden im RPG selbst oder in der Gruppe gepostet. Bitte beachtet das =)

        Live your life RPG

        Das Leben ganz einfach…?

Ich fand, dass so ein RPG mal wieder kommen sollte =)
Hier habt ihr die freie Wahl wer ihr sein wollt und was ihr tun wollt. Lasst eure Charaktere die verschiedensten Sachen durchleben! Der Alltag ist doch das Wichtigste! Ihr könnt eine Liebesstory schreiben oder doch vielleicht ne Modelgeschichte? Wollt ihr euren Charakter vielleicht mal von ganz unten nach oben arbeiten lassen? Hier geht es nicht um Vampire oder Wölfe. Um Feen oder um sonst etwas Übernatürliches. So was gibt es hier nicht. Hier geht es allein um das echte Leben.;)

Im Text findet ihr einige Verlinkungen. Diese sollen euch ein wenig zeigen wie man sich etwas vorstellen kann. ABER ihr könnt gerne Sachen dazu erfinden. Es soll nur als Hilfe sein. Bis auf wenige Punkte [Die Schulen von außen und einige Orte im Park] ist alles frei gestaltbar. Bitte übertreibt nicht! Es ist keine Fantasiestadt >.< muss schon möglich sein=)


          Blueville…..

…..ist eine sehr große Stadt. Nicht nur ein Strand (Auch mit solchen Abschnitten lässt die Stadt zu einem beliebten Ort für die Einwohner oder Urlauber sein. Auch der See, der die Stadt in der Mitte teilt und gleichzeitig alle Viertel mit einander verbindet, scheint der Stadt einen Reiz zu geben. Was ich mit Viertel meine? Ganz einfach. Jede Stadt, also auch Blueville, hat so ihre Plätze die von einem bestimmten Status geprägt sind. Wie in New York, Chinatown oder das Getto. In vielen verschiedenen Bereichen findet man die unterschiedlichsten Kulturen. Da wäre das berühmte reiche Viertel, wo die Menschen sich kaum darum Sorgen machen ob sie am nächsten Tag noch genug zu essen haben. Oder das Viertel in dem jede Familie gerne wohnen würde, da die Gegend so sicher und ruhig scheint, zum Beispiel wie bei Desperate Housewifes die berühmte Wisteria Lane. Oder die Blockhäusern die man so kennt. Das Ghetto geprägt von den Menschen die kaum was haben und täglich darum kämpfen, dass sie das Leben bestehen und nicht nach der nächsten Ecke erschossen werden. Gibt es noch mehr Viertel die euch einfallen? Dann lasst sie raus.

        Um was geht es denn jetzt hier genau?

Spielt eine real life story! Lasst euren Chara durch das Leben gehen. Ihn durch den Alltag durch kommen. Ob reich oder arm. Berühmt oder unbekannt. Verbrecher oder brave Kirchentochter.


        Kleine Anregungen für euch

Eine Stadt wie wir sie kennen. Aber irgendwie auch nicht. Sie ist besonders. Denn hier könnt ihr alles rein erfinden dass ihr so kennt. Ob ein Freizeitpark, oder eine riesige Mall. Ein Schwimmbad oder ein Hallenbad oder ein großes Kino. Hier gibt es 4 Schulen! Die Mädchen Schule, die Jungenschule, die gemischte Schule und was nicht fehlen darf, die private Schule. Lasst euren Gedanken freien lauf. Aber denkt daran, dass es hier ein REAL LIFE RPG ist!

        Die Schulen & der Park

Bis auf die gemischte Schule, kann man in den anderen 3 auch studieren. Der Unterricht läuft ab wie in jeder Schule! Fächer könnt ihr euch aussuchen.

  • Die Schulen
    Außer der gemischten Schule hat jeder der anderen Schulen eine Uniformpflicht. Die Mädchenuniform, die Jungenuniform und die Uniformen für die private Schule. Die gemischte Schule ist für die Schüler, die es sich nicht leisten können auf extra Schulen zu gehen. Währenddessen die anderen Schulen für Schüler sind, deren Eltern eine ausgeprägter Ausbildung für ihre Kinder wünschen. Der Unterricht läuft normal ab. Ihr könnt jedoch Schulaktivitäten frei planen. Bei den Mädchen/Jungen & privaten Schule ist es so, dass man besondere Fächer hat. Auch diese könnt ihr euch ausdenken. Es ist so, das ihr dort mehr in bestimmten Punkten, die ihr euch aussuchen könnt, gefördert werdet. Die private Schule ist für die reichen Schüler! Nicht jeder wird ein Stipendium bekommen. Das wird nicht so oft vorkommen! Die Schulen liegen NICHT neben einander! Die Mädchenschule ist in der Nähe vom Park. Die Jungenschule liegt abseits von der Innenstadt. Die private Schule ist mitten in der City und hat den besten Platz um gesehen zu werden. Die gemischte Schule befindet sich etwas in der Nähe der Mädchen Schule. Sie liegt jedoch weiter weg vom Park in der Nähe des Strandes.
  • Der Park
    Ist die Zentrale der ganzen Stadt! Er befindet sich genau in der Mitte und verbindet dadurch die gesamten Gebiete mit einander. Im Park treffen also alle auf einander. Er ist wirklich verdammt groß! Man findet dort einen Skaterplatz, eine Bühne für Konzerte, einen See mit einem Steg und einige kleine Tretboten oder Schiffen und Kanus. einige chiller Plätze oder große Plätze die nur aus Wiesen/Bäumen/Blumenwiesen bestehen. Es gibt einige verschiedene Grillplätze und Toiletten Häuser. Auch verschiedenen Kiosks. Und vieles mehr! Seid kreativ. Er ist einfach der Ort, an dem die meisten Generationen oder Menschen aufeinander treffen, die sich normalerweise niemals treffen würden. Der große Park ist das Wahrzeichen der Stadt und wird dadurch immer in Takt gehalten. Der Park ist also der beliebteste Ort von allen. Jedoch könnt ihr auch außerhalb vom Park euch Sachen wie einen Skaterplatz vorstellen.

Steckivorlage:

Name in HoN: Wie heißt ihr in Houes of Night?
Name im RPG: Wie soll euer Charakter heißen?
Geschlecht: weiblich oder männlich?
Alter: Wie alt ist dein Charakter?
Aussehen (Link): Link ist erforderlich!
Charakter: Beschreibt die Persönlichkeit
Hobbys: Was macht er oder sie am liebsten?
Geschichte: Wie ist seine Lebensgeschichte?
Sonstiges:Besondere Merkmale? [Ob am Körper oder Gegenstände die man immer dabei hat?]

Mitglieder -> Steckbriefe

»Solange
»Skyfall
»Aѕнeѕ
»Miss Fabulous
»crazy_perfect
»B.salvatore
»ɢedαɴĸeɴloѕ
»Wamberly
»Sonnentänzerin
»Luxaa
»Luane
»Shairen
»Nyx_unsere_Nacht
»colourful.death
»Cassie.
»Harmony.
»Susilicious
»twn3
»Angelbird
»Sweedel
»Camille
»Limit of Soul
»Rebellious
»Chubi
»Nymeria
»Satan.
»Mirabella.


          Regeln

Die Grundgesetzlichen Regeln sind hier zu finden --> Grundsätzliche RPG Regeln

  • Kein Spam
  • Steckis an ѕσℓαηgє
  • Keine Beleidigungen es sei denn sie gehören zum RPG
  • Wenn jemand Probleme hat bei mir melden
  • Achtet auf eure Grammatik und eure Rechtschreibung. Auch mir passieren mal Fehler.. aber man kann wenigstens versuchen verständlich zu schreiben!
  • geschrieben wird in der Ich- Form und nicht anders!
  • Gesprochenes wird so wie hier geschrieben
  • Gedankensätze //Werden so// geschrieben
  • privates [wird so] oder (auch so) geschrieben
  • Bei Schwangerschaften/Hochzeit oder Tot müsst ihr MICH fragen!!!
  • Wer länger als 3 Tage nicht on kommen kann sagt mir Bescheid, damit ich euch eintragen kann als Entschuldigt!
  • Schreibt mind. 2x pro Woche. Wenn ihr länger nicht on seid dann gebt mir Bescheid!
  • Wer keine Lust mehr auf einen Charakter hat soll Bescheid sagen aber nicht einfach nicht mehr on kommen, das nervt und wird nicht geduldet!!
  • Es wird immer der Name eures Charas über den Post geschrieben!!
  • Jugendfrei schreiben! D.h. kein Sex im RPG!
  • Kein Ein-Satz-Post -.-! Sprich, es werden mehr als 4 Sätze verlangt!
  • Wer seine Namen ändert, dies mir aber nicht sagt, hat keine Erlaubnis in meinem RPG zu posten bis er mir bescheid gegebenen hat. Sorry Leute aber ich hab absolut keine Übersicht wenn ihr 1000 unnötige Male euren Namen ändert! Es nervt mich und es nervt eigentlich fast ALLE RPG Besitzer -.- Ihr habt keine Ahnung wie oft sich darüber beschwert wird!
  • Have Fun♥

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Lou Anderson

Als er meinte, dass er hoffte, dass dieses Treffen nicht so enden würde, wie das letzte zuckte mein Mundwinkel ein bisschen nach oben. "Ich werde mir Mühe geben." Ich sah kurz zu Ian und dann wieder zurück zu ihm und überlegte, wann ich am besten Zeit hatte. Ich wollte auch nicht zu lange mit dem Treffen warten. "Also wenn du möchtest, ich hätte später noch ein bisschen Zeit oder wenn du noch etwas bleiben möchtest und dir das zu kurzfristig ist, können wir auch morgen gehen. Wir waren sowieso fast fertig." Ich merkte, dass Ian die ganze Zeit etwas misstrauisch drein sah. So als wüsste er nicht so recht, ob ich das Richtige tat. Man musste auch zugeben, der Typ machte nicht gerade einen sympathischen Eindruck, aber ich wollte ihm dennoch eine Chance geben.

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Schaut mal her rein:
Seelen RPG
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Lucie Hayes
„Oh mein Gott wieso hast du mir nicht erzählt das du einen Freund hast?“, fragte Mia als wir zur Bar ging und Drinks bestellen. „Er ist nicht mein Freund…er ist lediglich ein Spielzeug…ein Zeitvertreib, während ich in Paris bin.“, knurrte ich genervt und sah ihr zerknirschtes Gesicht. Auch wenn ich ihr nicht böse sein konnte, immerhin meinte sie es ja nur gut, war meine Stimmung schlagartig gesunken. Ich hatte keine Lust mich mit Valentino herumschlagen zu müssen. „Gib ihm doch eine Chance er ist so süß und ganz verrückt nach dir? Eine dauerhafte Beziehung wie die von mir und Dino könnte dir auch nicht schaden, Lucie.“, sagte sich und lehnte sich an die Bar während wir warteten. Ich verdrehte nur die Augen, wenn sie nur wüsste, was Dino und ich getrieben hatten, als sie schön in London auf ihn gewartet hatte, dann wäre diese Beziehung nicht mehr so perfekt.
„Ich brauche keine Beziehung, Mia. Ich bin glücklich, ich will nichts Festes! Ich will dieses Leben. Ich will einfach frei sein, mich austoben und Spaß haben. Das bin ich!“, sagte ich nun etwas lauter, denn ich wusste sie fand meinen Lebensstil nicht gerade schön. Sie machte sich sorgen um mich und das war süß, doch unsere Beziehung war schon lange vorbei, sie brauchte mich nicht verkuppeln, ich war auch ohne jemand an meiner Seite glücklich. „Mensch Lucie, das kann doch nicht dein ernst sein, seit wie vielen Jahren bis du schon allein? Hm? Du weißt es selbst nicht, es ist nicht gesund so zu leben…und Valentino wirkt anständig und nett, außerdem versteht er sich mit Dino sieh nur, sie unterhalten sich! Es wäre doch cool auf Doppeldates zu gehen.“, sagte sie und war mir einen hoffnungsvollen Blick zu. Ich seufzte nur, wieso verstand sie mich nicht, ich wollte kein langweiliges Leben, so wie Dino und sie. Naja zumindest wollte ich es jetzt noch nicht, ich konnte nicht ahnen, dass ich meine Meinung so drastisch änderte. Aber für das jetzt, wollte ich einfach nur etwas Lockeres.
„Ich will nicht mit dir und Dino auf Doppeldates, mit Valentino! Selbst der Spa Tag ist eine dämliche Idee! Denkst du wirklich Dino hat darauf Bock?“, fauchte ich und schämte mich zur selben Zeit ich wusste sie meinte es nur gut. „Sag das nicht, natürlich wird es ihm Spaß machen. Ich meine wir unternehmen dann mal wieder etwas zusammen? Tja und du lernst Dino besser kennen, ich meine ihr versteht euch schon gut aber, ich will Zeit mit euch beiden verbringen Dino und dir. In letzter Zeit kam Dino einfach immer an erster Stelle und…naja ich will nicht das du denkst, du bist mit nicht wichtig.“, brabbelte sie und sah auf ihre Hände.
„Mia, hör mir zu, mir macht es nichts aus, dass du viel Zeit mit Dino verbringst, er ist dein Freund und ich freue mich für dein Glück. Ich bin nicht eifersüchtig (jedenfalls war ich es noch nicht), tja und wenn du mit mir Zeit verbringen willst sag es einfach. Doch bitte Plan keine bescheuerten Trips, die nur du toll findest. Ich will nicht von irgendwem die Feste Freundin sein, ich will einfach nur ich selbst sein und Single. Ich brauche niemanden okay?“, knurrte ich und bezahlte den Barkeeper, als ich sah das Mia gerade ziemlich nah am Wasser gebaut war. „Ach komm schon fang nicht an zu weinen Mia, du weißt doch wie ich das meine.“, sagte ich genervt und sah Dino auf uns zu kommen. Na klasse, das hatte mir gerade noch gefehlt.
Da ich keinen Nerv hatte mich jetzt auch noch mit Dino auseinanderzusetzen, nahm ich einfach Valentinos und meine Drinks und ging zum Tisch, ich konnte jetzt kein Drama ertragen. Also setze ich mich neben Valentino und stellte seinen Drink vor ihn auf den Tisch. Er sah nur hoch und grinste mich an, „Danke, Babe.“, sagte er und gab mir einen Kuss. Ich schenkte ihm mein bestes Fake-Lächeln und nahm einen großen Schluck von meinem Whisky. Wie ein Honigkuchenpferd, lächelte er und legte einen Arm um meine Hüfte, bevor er mir ins Ohr flüsterte was er heute mit mir anstellen würde. Ich schluckte und versuchte und versuchte einfach keine Szene zu machen, ich würde Valentino erklären, dass das mit uns nichts ist und werden wird. Tja und obwohl es schön gewesen wäre mit ihm noch ein bisschen weiter zwanglos Spaß zu haben würde ich ihm sein Herz brechen müssen. Ich meine er war ein Newcomer und er war frische 21 Jahre, er war drei Jahre jünger als ich, er war noch ein Baby in der Modelbranche. Ich glaubte zwar, dass er wirklich an mir interessiert war, immerhin bemühte er sich sehr…in allen Aspekten…unser Arrangement, welches für ihn ernster war als für mich. „Weißt du ich mag deine Freunde, ich denke Dino und ich verstehen uns ziemlich gut. Wir werden wahrscheinlich morgen zusammen trainieren und ihr Mädels lasst euch verwöhnen. Das wird Klasse.“, sagte er und sah dann zu Dino und Mia. Er schenkte ihnen sein unwiderstehliches Lächeln, „Wie habt ihr euch alle eigentlich kennengelernt? Lucie ist immer sehr schweigsam was das angeht!“

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Neve Carter
Wir bewegen uns zur Musik und ich musste wirklich zugeben, dass es mir gefiel und es überhaupt nicht so merkwürdig war wie ich dachte. Es fühlte sich gut an, seine Hände auf meinen Körper, die Nähe…Gott was dachte ich da, er war mein Boss, eigentlich war das ein No-Go für jeglichen Körperkontakt!
„Ja du siehst auch nicht gerade wie ein Partytier aus…“, sagte ich und beugte mich näher zu ihm sodass ich nicht so schreien musste. „Aber jetzt hast du ja mich…und ein bisschen mehr Freizeit. Was tust du eigentlich, nach der Arbeit? Ich kann mir nicht vorstellen, dass du ein Couch-Portato bist“, meinte ich und lächelte ihn an. Ehrlich mit dem Aussehen musste er doch mindestens viermal die Woche ins Fitnessstudio. Ich konnte ihn mir nicht als Serienjunkie oder Junggeselle vorstellen. Ob er auch von zuhause arbeitete? Als er jedoch…so gesehen auf mein Angebot einging, mich ihn für den nächsten Clubabend zu stylen zog ich überrascht die Augenbrauen hoch. „Gut…ich hoffe jedoch das du nicht nur Anzüge in deinem Schrank hast, denn dann würde es etwas schwer werden etwas Passendes zu finden.“, sagte ich und lehnte mich unbewusst näher an ihn. Ich schob es auf die Masse der Menschen die mich…dazu drängte mich an die Brust meines Bosses zu schmiegen. Es war ja nicht so das ich ihn verführen sollte, wie es Ashs Plan gewesen war.
„Hm, das ist wohl die Stelle an der ich lügen sollte um das guten Ruf, von mir nicht zu zerstören oder?“, sagte ich und schüttelte lachend den Kopf. „Aber, nein…früher //vor dem Tod meiner Eltern// bin ich öfters feiern gegangen. Hier trifft man neue Leute und es war auch einfacher mit den anderen Studenten Freundschaften zu schließen, doch das feiern wird einem irgendwann überdrüssig…und außerdem war mir das Studium wichtiger und durch die viele Arbeit hatte ich auch dafür nicht mehr Zeit.“, gestand ich und zuckte die Schultern. „Ich denke, wahrscheinlich bin ich von uns beiden eher der Serienjunkie, dessen bester Freund Netflix ist.“, murmelte ich und biss mir auf die Unterlippe. Ich hatte vielleicht doch ein bisschen viel getrunken und eine etwas zu lockere Zunge bekommen. Eigentlich wollte ich nicht etwas über mich preisgeben, sondern etwas über hin erfahren. „Jetzt bist dran, hast du irgendwelche Hobbies außer Arbeiten, höchstwahrscheinlich ins Fitnessstudio gehen und keine Ahnung Sex mit deiner festen Freundin zu haben?“, fragte ich ganz locker. Natürlich war das der Beste Weg gewesen ihn zu fragen ob er Single war.

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Dean McAllen
Ihre Familienverhältnisse mussten wahrscheinlich schrecklich sein, ich konnte mir nicht vorstellen, dass es noch schlimmere und steiferer Partys als die hier gab! Ihre Familie hatte ihre Prinzipien und dazu gehörte anscheinend nicht ins Negative Licht der Presse oder Verwandten zu rücken. Ich schluckte als ich mir die Geschichten anhörte, die es in sich hatten, ich hätte ebenfalls nicht gedacht, dass diese Leute solche geheimnisse haben. Aber das hier war die High Society und vielleicht sollte ich mich deshalb doch nicht so wundern.
„Ich fühle mich wie in einer Folge Gossip Girl um ehrlich zu sein.“, murmelte ich und lächelte kurz. Doch wenn ich darüber nachdachte, war mein Leben auch nicht ohne, zwar nicht so ausgefallen wie das von den reiche Snobs, doch ich würde auch ein Tratsch Material anbieten. Meine Story war nicht so dreckig, wie das von den meisten, doch wahrscheinlich würde ich von allen total mitleidig angeguckt werden. Tja und das konnte ich am wenigsten gebrauchen.
„So und was machen wir jetzt? Ich kann leider nicht mit dem Tratschen mithalten. Ich treffe zu wenig…Menschen um Gerüchte verbreiten zu können.“, sagte ich und zuckte die Schultern. Denn ich hatte wirklich keine Ahnung wie man sich hier amüsieren sollte. Ich meine ich wollte nicht mit alten Schrullen flirten und mich volllabern lassen. Ich meine keinen davon interessierte mein Leben, sondern nur mein Ruf, Geld und Gesellschaftsstand. Ich wurde als heißer alleinerziehender Vater eingestuft und war somit nicht ganz uninteressant…doch was brachte mir das in solche einer oberflächlichen Gesellschaft?

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Dejan High

Ein Typ, so mitte 20 kam, und löste Alisha ab. Sie nahm schnell ihre Sachen und kam um die Theke. Ich musterte sie von oben bis unten. Die Arbeitskleidung war hier wirklich grenzwertig. Ich zog meine Jacke aus und hing sie ihr über die Schultern. Sie schenkte mir ein lächeln als Dankeschön. "Gegenfrage. Du kennst nichmal meinen Namen und kommst mit zu mir?" ich grinste und wir kämpften uns durch die Menge nach draussen. Es war nicht kalt. Ein wenig frisch, aber aushaltbar. Ich hatte meinen Wagen direkt vor dem Laden geparkt. "Meine Autoschlüssel?" ich wandte mich Alisha zu. "In deiner Hand." sie zeigte auf die Schlüssel. Ich nickte verlegen. "Wenn ich dich nicht hätte." grinsend öffnete ich die Autotür und stieg ein. Wir brauchten nicht lage. Vielleicht 15 Minuten höchstens. Ich war froh in meinem Haus anzukommen. Ich hatte es vermisst. Ich öffnete die Haustür und machte eine Einladende Geste. "Willkommen in meinem Reich." wir gingen durch den langen Flur, in die Küche. Ich schaltete die Lichter ein und schaute mich suchend nach einem Joint um. Alisha übernahm die Rolle des Gastgebers für mich, wofür ich ihr sehr dankbar war. "Willst du etwas trinken oder so?" fragte sie das Mädchen dessen Namen ich noch immer nicht kannte. Ich wollte die Sache gleich mal klären und lehnte mich an die Theke, zündete den Joint an und sagte grinsend:"Also ich bin übrigens Dejan, nur um das mal klarzustelln"

lachend geht die welt zugrunde.

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Brooklyn "Poppy" Carlson
"Oh es muss dich auch nicht interessieren, damit ich es dir unter die Nase reiben kann.", erwiderte ich nur und grinste ihn unbeirrt und frech an. Er konnte versuchen, was er wollte, ich wollte jetzt gute Laune haben, also hatte ich jetzt gute Laune. Es brachte mir doch nichts jetzt Trübsal zu blasen, auch wenn ich keine Ahnung hatte wie ich demnächst über die Runden kommen sollte, wenn mir fünfzig Dollar im Monat fehlten. Vielleicht musste ich mir eine noch ranzigere, noch kleinere Wohnung suchen, doch ehrlich gesagt wusste ich nicht, ob sowas existierte und ob man dann noch darin leben konnte. "Ja, wirklich kaum zu glauben. Er ist ein richtiger Miesepeter!", stellte ich fest und musterte ihn dabei von der Seite, als könnte er mich weder hören, noch sehen. Ich verstand gar nicht wieso er das jetzt so raushängen lassen musste. Wieso hatte er miese Laune? Weil er in einem Stripclub war und Joints rauchte? Wie zufrieden wäre ich in seiner Situation bloß? Er hatte sicher ganz andere Sorgen als ich! Zum Beispiel darüber, ob ich ihn für einen guten Autofahrer hielt, denn er schien es mir nochmal sagen zu müssen, sodass ich nur schmunzelte und schwieg. Ich war nicht leichtgläubig. Ich musste Dinge sehen, damit ich sie glauben konnte. Ich hörte, dass sie planten zu gehen und so wollte ich mir meinen Rucksack nehmen und in meine winzige, ungeheizte Wohnung verschwinden, als ich ganz spontan plötzlich eingeladen wurde. Ich hob eine Augenbraue und schaute erst zu ihr, dann zu ihm und wieder zurück zu Alisha. "Er kennt nicht einmal meinen Namen und du lädst mich zu ihm nach Hause ein? Hm... okay. Ich wurde sowieso eben aus meinem Drittjob gekündigt und habe es nicht so eilig nach Hause zu kommen." Mein Gott, der Abend konnte eigentlich nur besser werden und wenn es scheiße wurde, konnte ich immer noch verschwinden. Zwar zu Fuß, aber wenigstens durch weniger gruselige Gassen, wenn er - wie ich befürchtete - in einer der besseren Viertel hier wohnte und nicht ausgerechnet wie ich im Ghetto.

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Dejan High

Ich wandte mich zu dem Mädchen. "Liebes, es ist nicht so als würd ich dir nichts zutraun, aber du musst es mir nicht so unter die Nase reiben, denn es interessiert mich nicht." sagte ich stur. Okay. Ich konnte wirklich unhöflich sein, weenn ich schlechte Laune. Ich dachte mnachmal einfach nicht darüber nach, ob die Dinge die ich sagte anderen Menschen vielleicht zu schaffen könnten. Alisha lachte. "Glaub mir er ist okay, er ist wirklich nur schlecht gelaunt." wie konnte dieses Mädchen immer so positiv bleiben. Lachen als wäre die Welt ein Paradies. "Naja.. ich wohn nicht direkt bei ihm, ich wohn eigentlich alleine, aber bin ständig nur bei ihm. Er kann gute Gesellschaft abgeben, auch wenn man es kaum glaubt." sie grinste das Mädchen an. Ich warf mein Feuerzeug nach ihr, und sie fing es geschickt auf. "Ich bin eine hervorragende Gesellschaft" motzte ich nur beleidigt. Alisha lachte und ich wandte mich dem Mädchen zu. "Und ich bin auch ein hervorragender Autofahrer." sagte ich grinsend. Und das war eigentlich sogar nicht einmal gelogen. Ich konnte echt nicht schlecht Autofahrn. Naja, eigentlich so wie jeder andere auch. Nur das ich in jedem Zustand fahren konnte. Ich schaute auf die Uhr. Es war bereits 2:25 Uhr. Alisha folgte meinen Blick. "In 5 Minuten hab ich Schluss, dann machen wir einen Abgang." sie wischte die Theke mit dem Lappen. "Komm doch noch mit, also solang du nichts anderes vorhast." sie wandte sich zu dem Mädchen. Alisha schien sie zu mögen, und ich vertraute Alishas Geschmack. Und wie Selbstverständlich lud sie andauernd irgendwelche Menschen zu mir nachhause ein. "Offenes Haus für jeden." ich machte eine einladende Geste. Ich stand auf und schnappte mir meine Autoschlüssel. "Auf gehts." murmelte ich.

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Brooklyn "Poppy" Carlson
Ich seufzte und legte beide Unterarme auf die Theke, obwohl ich genau wusste, was auf dieser Oberfläche hier manchmal so abging. Alisha machte ihren Job wirklich gut. Bei unserem anderen Barkeeper vor ein paar Wochen hatte die Theke immer geklebt wie Sau. Es war widerlich gewesen. Jetzt hatte ich fast schon keine Angst mehr mir irgendwelche Krankheiten einzufangen, wenn ich mich hier anlehnte. Ich schaute Alisha dabei zu wie sie den Gin Tonic kurz zusammenmischte und ihn mir dann rüberschob. Ich drückte ihr das Geld direkt so in die Hand, da ich nicht vor hatte noch länger als für dieses Glas hier zu bleiben. Leisten könnte ich mir das sowieso nicht. Erst recht nicht, nachdem ich gekündigt worden war. Aus einem verdammten Babysitterjob! Ich nippte am bitteren Getränk und seufzte, als Mister Arrogant sich herumdrehte und sich doch ernsthaft fast entschuldigend vor mir verbeugte. Es war so gespielt, dass wohl selbst ein Blinder es hätte sehen können. Ich verdrehte nur die Augen und trank von meinem Glas ab. "Ich würde es dir ja beweisen, aber es wäre nicht richtig meinen... Retter in der Not zu bestrafen.", sagte ich mindestens genauso gekünstelt und leerte das Glas, ehe ich herunter zu meinem Rucksack sah. Eben war ich schon einen ganzen Kopf kleiner gewesen als er und jetzt ohne die High Heels war ich sicher noch ein ganzes Stück kleiner. Natürlich traute er mir also nicht viel zu. Ich kam mit den Füßen ja nicht einmal richtig auf den Boden, wenn ich hier so auf den Barhockern saß! "Schwer das zu glauben. Bis jetzt wirkt er auf mich sehr anstrengend.", sagte ich zu Alisha und tat fast so, als wäre er überhaupt nicht hier. Er schien sich aber sowieso auf den Weg machen zu wollen, denn er fragte nach den Schlüsseln, sodass ich Alisha mit hochgezogenen Augenbrauen ansah. "Ihr wohnt zusammen? Oh mein Beileid!", sagte ich und grinste schief, ehe ich zu ihm hoch sah und tadelnd den Kopf schüttelte. "Und bekifft auch noch Auto fahren!", stellte ich fest und grinste. Ich war wohl der letzte, den das störte, aber einen Spaß konnte ich mir dennoch daraus machen. Wie gesagt, wir waren beide scheiße drauf, aber ich ließ das nicht so raushängen wie er. Dass ich ihn also aufzog hatte er mehr oder weniger verdient.

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Dejan High

Ich saß da, rauchte meinen Joint und unterhielt mich mit Alisha. Ich blendete die Unruhe des Ladens hinter mir aus. Ein Zug, noch einer. Ich spürte das vertraute und geliebte brennen in meiner Kehle. Viel besser als Alkohol. Was nicht hieß das ich nicht trank. Jedoch wirklich ziemlich selten. Ich mochte die Wirkung einfach nicht so gern wie die vom Gras. Ich nahm eine Person die sich neben mich auf den Barhocker fallen ließ war. Im Augenwinkel erkannte ich das Mädchen von eben. Auch das noch. Sie hatte jetzt nicht mehr ihre Arbeitsklamotten, sondern einen schwarzen Pulli und eine Jeans an. Alisha schenkte mir noch ein grinsen und glitt dann mit schauspielerischer Bewegung zu dem Mädchen hinüber. Gin Tonic. Sie sah nicht grade alt genug aus um sich Alkohol kaufen zu dürfen. Eher so wie..18, oder 19. Keines Falls 21. Andererseits arbeitete sie in einem Stripclub, also schien das für die Leute hier eh keine Rolle zu spielen wie alt sie war. Angeber? ich hörte wohl nicht richtig. Legte es denn jetzt hier jeder auf meine Schlechte Laune an? Konnten die Leute es nicht einfach mal gut sein lassen. Ich nahm einen Zug von meinem Joint und versuchte mich nicht weiter aufzuregen. Heute war einfach nicht mein Tag. Zuerst die Sache mit dem Job, dann der Streit mit Alisha. Ganz zu schweigen das ich immer noch keinen Auftrag angenommen hatte, und ich wusste das ich das in wirklich früher Zukunft tun sollte, wenn ich nicht von Alishas Zorn umkommen wollte. Lustig fand ich jedoch das man direkt als Angeber abgestempelt wurde, wenn man nicht so tat als würde man Respekt zeigen und einfach nicht beeindruckt von dem gegenüberstehenden war. Ich drehte mich kurz zu ihr, legte meine Hände wie zu einem Gebet zusammen, neigte meinen Kopf vor ihr. "Tut mir ganz aufrichtig leid, natürlich hättest du das alles alleine schaffen können, weil du so groß und stark bist. Nächstes mal werde ich dir die Chance geben." sagte ich gespielt und drehte mich dann wieder zu meinem Joint um ohne ihr weiterhin irgendeine Beachtung zu schenken. "Er hat nur schlechte Laune, eigentlich ist er nicht ganz so unausstehlich." Alisha lachte. "Glaub mir wenn ich dir sage, dass es nicht in meiner Interesse war da ne große Show für Aufmerksamkeit zu machen. Der Kerl hat nur das bekommen was er verdient hat." sagte ich ohne sie anzuschauen. Ich nahm noch einen Zug und drückte den Stümmel im Aschenbecher aus. Gleich darauf holte ich mir eine Kippe raus und zündete sie an. "Kleine, hast du den Hausschlüssel dabei? Ich hab meine vergessen." wandte ich mich Alisha zu. Sie kramte in ihrer Jackentasche und zog kurzehand ein Schlüsselbund hervor. "Tadda." machte sie grinsend. "Autoschlüssel hast du?" fragte sie. Ich dachte kurz nach, nickte dann.

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Brooklyn "Poppy" Carlson
Wow, ganz schön arrogant... Ich hatte die Situation eigentlich nur etwas auflockern wollen, aber er schien sich angegriffen zu fühlen und ließ den Macho raushängen. Glaubte er ich hätte dem Typen keine reinwürgen können, wenn ich die Hände frei gehabt hatte? Pah! Er kannte meine Familie nicht... Ich ließ mich von ihm nicht runterziehen und ging zurück in meine Kabine, wusch die vom Chef geforderten Tonnen an Makeup von meinem Gesicht und schmiss mich wieder in meine eigenen Klamotten. Ein paar Jeans und ein schwarzer Hoodie, der am Saum schon ziemlich ausgefranzt war. Er war auch alt, aber in meiner Lage waren Klamotten nicht so locker leicht zu bezahlen. Ich war froh, wenn ich die Miete zusammengekratzt bekam ohne zu verhungern. Ich seufzte und schaute auf mein Handy. Drei unbeantwortete Anrufe von Libby - der Mutter, deren Sohn ich heute noch babysitten sollte. Dass sie anrief konnte nichts Gutes bedeuten. Ich rief sie also zurück, nur um wenige Minuten später ziemlich mies gelaunt zu sein. Scheinbar war ich nicht gut genug als Babysitterin und ich war ersetzt worden. Das waren circa fünfzig Dollar weniger im Monat für mich. Das machte einen verdammt großen Unterschied für jemanden wie mich. Ich würde mir also wieder etwas anderes suchen müssen. Frustriert schnappte ich mir meinen ausgewaschenen Rucksack und verließ die Kabinen. Meine Schicht war zwar zu Ende, aber ich wollte jetzt nicht nach Hause in meine Bruchbude zurück. Ich hatte gehofft heute im Libbys Gästezimmer schlafen zu können. In einem richtigen Bett und nicht auf irgendeiner dünnen Matratze. Ich ging zur Theke und entschloss mich dazu meinen letzten Fünfer für einen Drink auszugeben. Ich setzte mich an die Theke und schaute zu Alisha, die gerade mit dem Typen redete, der mir eben geholfen hatte diesem ekelhaften Kerl zu entfliehen. Alisha sah zu mir rüber, lächelte und kam her, um meine Bestellung aufzunehmen. "Gin Tonic." Jeder, der hier arbeitete wusste wie alt ich war, aber da ich auch in einem Stripclub arbeiten konnte, konnte ich auch Alkohol trinken. "Der Angeber gehört zu dir?", fragte ich grinsend und laut genug, dass auch er es hören konnte. Hey, ich hatte miese Laune, da konnte ich mich doch ruhig an ihm ein wenig aufheitern, oder?

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Arielle Stonem
Ich hatte nicht damit gerechnet dass ihm meine Idee gefallen würde. Im Gegensatz zu ihm hatte ich wenig Ahnung davon ob es wirklich funktionieren würde ein altes Stück in ein neues Gewand zu stecken indem man lediglich das Bühnenbild und die Kulissen an die moderne Zeit anpasste. Ich wusste nicht ob es Sinn ergeben würde, scheinbar aber wäre das eine Möglichkeit den Schülern das zu geben was sie bereits gewohnt waren, ohne ihnen die Herausforderung eines alten Textes zu nehmen. Vielleicht wäre es eine riesige Katastrofe, und das Stück war nicht dazu geeignet damit auf diese Art und Weise herum zu spielen, Mr. Wylde jedoch schien überzeugt davon zu sein. Es wäre eine künstlerische, verspielte Art Hamlet aufzuführen, und den Zuschauern etwas zu geben was sie möglicherweise nicht erwartet hätten. Meiner Meinung nach klang meine Idee nach einer guten, meiner Meinung nach war die Welt jedoch auch einfach viel zu grau und eintönig um als wirklich Faszinierend zu gelten. Ich wollte dieser grauen, langweiligen Welt nun einmal etwas bunte Farbe zurück geben, und das hier schien mir die perfekte Lösung dafür zu sein, schließlich hätte dieses Stück auch Publikum. Und auch wenn ich nicht dafür benannt werden würde der Welt etwas Farbe zurück geschenkt zu haben, wäre ich mehr als nur zufrieden mit mir, wenn Mr. Wylde sich auf meine Ideen einlassen würde. Auf seine Begründung hin weshalb er mir freie Hand lassen würde lachte ich etwas auf. Er besaß keinerlei artistisches Talent, er konnte nicht zeichnen und auch nicht malen. Er nannte mich ja sogar Profi in diesem Gebiet! Kopfschüttelnd sah ich ihn an. "Vielleicht besitzen Sie kein artistisches Talent, jedoch ist das hier Ihr Projekt, und auch wenn Sie mich darum gebeten haben Ihnen meine Ideen darzulegen, entscheiden Sie wie Sie Ihr Stück denn nun haben wollen", zumal ich manchmal, wenn man mir wirklich so ziemlich alles erlaubte, über das Ziel hinaus arbeitete und etwas völlig anderes dabei herauskam. Das war wohl einfach meine Art die Welt zu verzaubern und für mich zu gewinnen. Oder aber meine verdrehte Art und Weise die Dinge zu sehen und anzupacken. Dennoch hatte er Recht. Wer wäre er wenn er mir Vorschriften machen würde, wie ich meine Arbeit zu machen hatte? Auf meinem eigenen Gebiet - ich würde ihm schließlich auch nicht vorschreiben wie er seine Schüler zu unterrichten hatte. Oder wie er ein Stück vorzutragen hatte. Ich gab ihm hier lediglich künstlerische Ideen auf die er entweder eingehen konnte, oder die er einfach verneinen konnte. Diese Ideen schienen Mr. Wylde aber zu gefallen, schließlich nickte er mehrmals und sah interessiert meine Skizzen an während ich ihm erklärte wie ich es mir denn nun vorgestellt hatte. Anstatt weiter mit mir darüber zu diskutieren was denn nun eigentlich gemacht werden würde, oder aber weitere Fragen darüber zu stellen was in meinem Kopf vor sich ging, fragte er lediglich wann alles fertig sein könnte. Es ging wirklich schnell diesen Mann zu überzeugen, für gewöhnlich brauchte ich immer ein paar Anläufe ehe sich jemand auf meine Ideen einließ. Die meisten Menschen mit denen ich jedoch zutun hatte, wenn ich denn nun wirklich etwas auf Auftrag annahm, waren Geschäftsmänner und -Frauen die irgendwie alle ihren ganz eigenen, engstirnigen Kopf hatten. Ich lehnte mich wieder zurück und lächelte. Es war eine angenehme Überraschung dass er meine Vorschläge so offen annahm, und nicht etwa darauf bestand dieses Bild zu bekommen. "In zwei einhalb Wochen, wenn alles gut Läuft in zwei", antwortete ich auf seine Frage. Ich arbeitete schnell, vor allem aber arbeitete ich unglaublich viel und oft an Dingen, die mich interessierten, und das hier wurde gerade zu etwas für das ich mich scheinbar wirklich interessierte. "Wie groß darf ich mir die Bühne vorstellen?" Es wäre wohl wirklich angebracht diese Kleinigkeiten noch zu klären bevor ich mich an die Arbeit machen würde. [Damit du nicht großartig suchen musst wenn du dann Zeit hast :'D]

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Dejan High

Ich schaute sie Stirnrunzelnd an. Ich hatte wirklich schlechte Laune, und diesem Typen da eben einen reinzuwürgen tat echt gut. Trotzdem war meine Stimmung noch immer am Arsch. Dieses Getue von wegen Ich halt so viel aus, und Das könnte ich auch selber konnte ich grade wirklich schlecht abhaben. Ich war einfach nur genervt und hatte kein Bock mich hier weiter mit ihr rumzuschlagen. "Jaja komm ist klar, dann kannst du es nächstes mal auch selbst machen." Ich schenkte ihr ein wohl erkennbares unechtes lächeln und drehte mich um. Sie verschwand in ihrer Kabine und ich ging wieder Richtung Bar. Vielleicht hätte ich netter sein solln. Nein, nett genug das ich ihr den Arsch gerettet hab -wortwörtlich. Ich schob mich durch die Menschenmenge und fing mir dabei die Blicke vieler. Die Türsteher hatten den Pädophilen Titten Grabscher anscheinend schon rausgeworfen, denn von ihm war weit und breit keine Spur mehr im Laden. Ich ließ mich auf den Barhocker nieder, zündete mir den nächsten Joint an und schaute hoch zu Alisha. "Schöner Schuppen ist das hier." sagte ich Stirnrunzelnd. Sie lachte leise, was mir auch ein grinsen auf mein Gesicht zauberte. Sie schaffte es immer wieder mich zum lächeln zu bringen. Egal wie meine Laune war. Wenn sie lachte, wusste ich das alles wieder okay wird. "Danke." sagte sie. "Irgendwer musste ja dazwischen gehen." ich nahm einen langen Zug und aschte ab.

lachend geht die welt zugrunde.

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River Wintour
Glück war etwas, das man sich selbst nehmen musste. Man musste selbst dafür sorgen dass man ein Leben führte, mit dem man zufrieden war. Die Welt war nicht dafür zuständig, ebenso wenig wie die Menschen um einen dafür sorgen würden das man glücklich war. Es lag an einem selbst alles dafür zu geben, und wenn man das nicht verstand oder dachte dass man Glück nicht verdient hatte, würde man niemals aus diesem grauen Alltag kommen. Genau das dachte er aber. Er dachte dass er nicht verdient hatte glücklich zu sein, und egal wie sehr ich versuchte ihm klar zu machen dass er nicht Recht hatte, und dass er selbst dafür verantwortlich war ob er nun glücklich war oder nicht, er würde mir nicht glauben. Er glaubte seinem Vater, weil ihm dieser all seine Gedanken aufgezwungen und eingeprügelt hatte, und gelegentlich hatte er ihn auch vergraben und unter der Erde gelassen, um ihm zu zeigen dass er das Leben nicht verdient hatte. Fragend neigte ich den Kopf etwas zur Seite, schüttelte dann aber auch schon den Kopf. Es würde mein Leben nicht beeinflussen, wenn er glücklich wäre. Spätestens wenn ich von hier weg wäre, würde er in den Knast wandern. Dachte ich wirklich dass mir etwas an seinem Glück lag? "Ich will dir nicht helfen weil ich meinem Bruder nicht helfen konnte", antwortete ich ihm. Es war eine Lüge, die wahrscheinlich selbst ein Blinder mit Krückstock erkennen würde. Ich wollte ihm helfen weil ich es bei meinem eigenen Bruder nicht gekonnt hatte; es war aber nicht der einzige Grund. Es gab einige Gründe, die er wahrscheinlich doch nie verstehen würde. Sobald ich frei war, wanderte er in den Knast. Das hieß er wollte mich wirklich wieder zurück bringen, sobald es mir besser ging. Und dann würde ich ihn verraten, ob ich wollte oder nicht spielte dabei keine Rolle. Ich könnte nicht weiterhin behaupten dass ich in Italien gewesen war um zu Fotografieren, weil es keinerlei Fotografien dazu gab. Stattdessen war ich in Mitten eines Waldes gewesen, ohne auch nur irgendwie zu wissen wo genau ich denn nun eigentlich war. Ich seufzte leise. "Ich esse nicht viel", zumindest nicht mehr. Das war etwas, das sich die letzten Monate über geändert hatte. Früher war ich gerne bei meinen Eltern aufgetaucht um mit ihnen zu essen, war gerne mit Freunden ausgegangen oder hatte meine Zeit in der Küche verbracht; heute aber tat ich das nicht mehr. Weil der Hunger vergangen war, und ich nichts mehr essen wollte. Nur so viel, wie nötig. Kurz lachte ich auf als er meine Frage beantwortete, ob er wusste weshalb ich mit dem Fotografieren begonnen hatte. Weil ich verdammt begabt war, und es schon seit Klein auf mein Wunsch gewesen war. Er wusste wirklich sehr viel mehr, als ich über ihn. Trotzdem war es nicht ganz das, was ich damit aussagen wollte. "Weil ich den Menschen etwas von meinem Glück abgeben will. Weil ich es schon früher nicht ausgehalten habe wenn die Menschen um ich schlechte Laune haben, oder denken dass Leben ist scheiße", erklärte ich und zuckte die Schultern. Ich hatte es schon früher nicht gemocht wenn ich jemanden gesehen hatte, der geweint hatte, wütend war oder Ähnliches. "Dabei spielt es keine Rolle ob es jemand Fremdes war, oder ob ich ihn kannte", fügte ich hinzu und musterte ihn.

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Jackson „Jax“ McCoy
Ich schaute zu ihr hoch und weg von den Lebensmitteln, die im Gefrierschrank lagerten. Natürlich glaubte ich das. Sie wollte mir helfen, weil ich sie an ihren Bruder erinnerte und er nicht mehr da war. Ich erinnerte sie an die schlechten Sachen an ihrem Bruder. Sie hatte es bei ihm nicht gut machen können, also wollte sie es bei mir. Weil sie einen ziemlich ausgeprägten Beschützerinstinkt und ein Helfersyndrom hatte. Sie hatte es verpasst ihrem Bruder beizustehen und zu helfen, also wollte sie es mit mir wieder gut machen. Ehrlich gesagt konnte ich mir das nur so erklären. „Denkst du das denn nicht? Glaubst du wirklich du willst mir helfen, weil dir etwas daran liegt, dass ich glücklich bin? Es würde dein Leben nicht beeinflussen und unnötig wäre es sowieso. Sobald du frei bist, wandere ich sowieso in den Knast.“ Spätestens dann würden sie auf mich aufmerksam werden und all meine Vergehen und kleineren Verbrechen aufdecken. Nicht zu vergessen, den Mord in den Slums damals. So oder so würde es am Ende für mich kritisch ausgehen. Ich nahm noch ein paar Scheiben aus dem Beutel und schloss die Gefriertruhe wieder. „Von einer Scheibe Brot und zwei Eiern wirst du aber doch nicht satt. Es gibt erst am frühen Abend wieder eine gesamte Mahlzeit.“, erinnerte ich sie und steckte zwei der insgesamt vier Scheiben schon in den Toaster, damit sie auftauten. „Weil du verdammt begabt bist und es seit klein auf dein Wunsch ist?“ Das waren definitiv zwei Gründe wieso sie mit dem Fotografieren angefangen hatte. Sie war talentiert und es war immer ihr Wunsch gewesen. Zumindest hatte ich das irgendwo einmal gelesen. Auf ihrer Facebook Seite vielleicht? Oder hatte ich es vielleicht irgendwo aufgeschnappt, als ich ihr gefolgt war? So oder so war es vermutlich nicht die Antwort, auf die sie hinaus wollte, wenn sie es auf unsere vorherige Unterhaltung bezog. Wieso hörten wir nicht einfach auf zu diskutieren? Ich würde sowieso niemals glücklich werden und sie würde irgendwann merken, dass die Welt nicht so sorglos war wie sie sie bisher erlebt hatte. Ich würde aber genauso wenig begreifen, dass nichts vorbestimmt war und jeder seinen eigenen Weg gehen musste. Wir redeten einfach aneinander vorbei.

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River Wintour
Menschen hatten in meinem Leben schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Meine Mitmenschen glücklich zu sehen, ihnen irgendwie ein Lächeln auf die Lippen zaubern zu können und zu wissen dass ich es gewesen war, die das erreicht hatte, war schon immer irgendwie mein größer Wunsch gewesen. Ich wollte meine Mitmenschen etwas fühlen lassen, wollte sie glücklich machen, oder ihnen das Gefühl der Melancholie vermitteln, vielleicht wollte ich sie auch meine eigene Wut spüren lassen wann auch immer es zu viel für mich wurde. Deshalb hatte ich mich für die Fotografie entschieden; weil ein Bild so viel mehr aussagte als tausend Worte. Ein Bild konnte einem das Gefühl vermitteln, Gutes getan zu haben; man wurde glücklich dadurch diese Fotografien anzusehen. Oder man versank im ewigen Kreislauf der Trauer, der Melancholie und des Lebens, weil das abgebildete Motiv einen zu sehr an etwas erinnerte das von der Grausamkeit zerstört worden war. Man konnte so unglaublich viele Gefühle in den Menschen hervorrufen, indem man ihnen einfach nur ein einziges Bild zeigte, und mein Wunsch war es immer gewesen die Menschen glücklich zu machen. Egal ob ich sie kannte, egal ob ich wusste wer sie waren oder ob sie völlig Fremde am anderen Ende der Welt waren - ich wollte sei berühren, und ihnen etwas Glück in ihr Leben bringen. War das denn so Falsch? War es so Falsch von mir diesen Wunsch bereits seit Kindestagen an in mir zu tragen, und ihn nun auszuleben? War es Falsch von mir ihm helfen zu wollen, glücklich zu werden? Dabei spielte es noch nicht einmal eine Rolle ob er mich so unglaublich oft an meinen eigenen Bruder erinnerte oder nicht, dabei war es völlig egal ob er mich einfach so aus meinem Leben gerissen hatte - der Wunsch den Menschen etwas Glück in ihr Leben zu bringen trug ich immer noch in mir. Die letzten Monate aber war dieser Wunsch immer mehr in den Hintergrund gestürzt. Nicht weil ich ihnen nicht mehr helfen wollte, viel mehr aber weil ich mir selbst nicht helfen konnte. Weil mich die Gefühle tagtäglich übermannten und so sehr auf mir herumtrampelten, dass ich keine glücklichen Bilder mehr hatte machen können - weil es mir selbst nicht gut ging. Ich verarbeitete meine Gefühle, meine Gedanken und all die Dinge die in meinem Leben passierten in diesen Bildern. Sie spiegelten irgendwie meine Seele wieder, zeigten den Menschen meine tief versteckten Gedanken und Gefühle, die ich selbst nicht aussprechen wollte. Und dennoch wollte ich Jax helfen. Wieso? Es war eine gute Frage - wieso wollte ich ihm so sehr helfen, dass ich übersah dass er mich entführt hatte und hier fest hielt, dass er mir jegliche Möglichkeit mit der Außenwelt zu kommunizieren genommen hatte? Er sprach seine Befürchtung aus. Ich wollte ihm nicht helfen, weil ich wollte dass es ihm gut ging. Ich wollte etwas wiedergutmachen, was ich bei meinem Bruder nicht hatte tun können. Er sprach es nicht direkt aus, und trotzdem wusste ich wie er seine Worte meinte. "Du glaubst ich will dir nur wegen meinem Bruder helfen", stellte ich trocken fest. Vielleicht hatte er sogar Recht, und es war ausschlaggebend dafür gewesen dass ich nicht die Beine in die Hand genommen hatte als ich es gekonnt hätte - ich wollte ihm aber nicht nur deshalb helfen. Nicht nur wegen meinem Bruder, und den ähnlichen - oder gleichen - Gedanken die er hatte. "Weißt du wieso ich mit dem Fotografieren begonnen habe?" fragte ich ihn und beobachtete ihn während er auch schon aufstand und meinte er würde neues Brot toasten. Ich hatte nicht unbedingt gemeint das ich mehr zu Essen brauchte, ich wollte das er selbst etwas aß und mir nicht nur dabei zusah. "Ich meinte nicht wegen mir Jax, du sollst auch etwas Essen", ich könnte wohl fürs Erste nicht einfach so unglaublich viel essen. Selbst jetzt könnte ich noch abhauen? War das sein Ernst? Natürlich könnte ich einfach weglaufen, ihn hier einschließen und durch den Wald irren, ich war aber nicht dumm. Vielleicht war das einer der unzähligen Gründe weshalb ich es nicht tat. Weil ich wusste dass ich nie im Leben alleine im Wald überleben würde, nicht so lange bis man mich hier fand, und das könnte lange dauern - hatte er selbst gesagt.

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Jackson "Jax" McCoy
Sie schwieg. Scheinbar war der Streit zu Ende. Na ja, es war kein wirklicher Streit gewesen. Eher eine Art Auseinandersetzung, die schier nicht enden wollte und auch nie würde. Wir würden das wohl einfach nie klären können. Wie auch, wenn jeder felsenfest von seiner Meinung überzeugt war? Wieso interessierte es sie überhaupt? Ich war nur ihr Entführer. Ich sollte nur hier neben ihr existieren und ihr den Raum bieten, den sie brauchte, um wieder fit zu werden. Sie sollte sich keine Meinung über mich bilden und sie sollte auch nicht darüber nachdenken, ob ich vielleicht ein guter Mensch war. Es sollte ihr wirklich egal sein. "Und wieso willst du mir helfen? Ich meine... es sollte dir echt egal sein, was mit mir passiert und grundsätzlich glaube ich wäre es dir das auch. Es wäre dir egal, ob ich am Kern einer Weintraube verrecken würde, es macht keinen Unterschied. Du willst das alles doch nur ändern, weil ich deinem Bruder in einigen Dingen vielleicht ähnele." In meinem Standpunkt nämlich. Sie wollte mir nur helfen, weil die ihm nicht hatte helfen können, doch das wollte ich jetzt nicht laut vor ihr aussprechen. Er war der Grund für ihren Drang mir zu helfen. Nicht etwa ich selbst als Person. Das hätte niemals funktionieren können. Ich seufzte, als sie mir die Scheibe Brot hin hielt. Ich nahm sie an, nickte und ging wieder zum Gefrierschrank. "Ich toaste neues. Wie viel brauchst du?", fragte ich sie und zog die Schublade auf, um meine portionierten verderbbaren Lebensmittel zu überblicken. "Das stimmt, du hättest fliehen können. Ich war durch das Fieber nicht ganz klar, aber du bist trotzdem hier geblieben. Und auch jetzt könntest du noch abhauen. Ich vertraue dir und das könntest du ausnutzen, aber du tust es nicht. Wieso auch immer." Ich verstand es nicht. Wieso sie nicht weglief, doch natürlich war es gut für mich. Ich vertraute ihr was das anging jetzt ein wenig und ich wollte sie auch nicht mehr anketten. Ich war froh darum, auch wenn ich es mir absolut nicht erklären konnte wieso sie freiwillig hier bei mir blieb und nicht zumindest versuchte abzuhauen.

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River Wintour
Vielleicht nahm ich diese ganze Situation einfach viel zu persönlich. Vielleicht nahm ich seine Gedanken, die Tatsache dass er sich selbst in seinem Kopf ständig mit den Worten seines Vaters und jeglicher unnötiger Vollidioten beschäftigte, obwohl ich mir hier wirklich Mühe gab ihm zu zeigen dass er etwas Besseres verdient hatte, einfach viel zu persönlich. Er kannte mich nicht, oder viel mehr ich ihn nicht. Und trotzdem machte ich mir Gedanken darüber wie es sich anfühlen würde eine weitere Person an die Grausamkeit des Lebens zu verlieren. Es schmerzte, mein Magen zog sich alleine bei dem Gedanken daran schmerzlich zusammen und ich musste schwer schlucken, um nicht den letzten Rest meines Mageninhaltes auszukotzen; obwohl ich schon länger nichts Richtiges mehr gegessen hatte. Letzten Endes hatte ich mich mit meinem Hungerstreik einfach nur selbst bestraft, denn jetzt wo ich die Eier in der Pfanne roch, und das Essen hinter mir bruzeln hörte, spürte ich wie leer mein Magen eigentlich war. Bis auf Wasser und einer Kleinigkeit hatte ich die letzten Tage wirklich nicht viel zu mir genommen, ein Wunder dass ich nicht mit unglaublichen Magenschmerzen aufgewacht war. Für gewöhnlich kam es nämlich genau dazu: ich bekam unglaubliche Magenschmerzen, wann auch immer ich nicht genug aß, und diese gingen irgendwann über in dieses bedrückende Gefühl das mir erzählte dass ich besser jetzt etwas Essen sollte, oder später halb an Bauchkrämpfen sterben sollte. Ein Hungerstreik hätte mich wohl irgendwann nur ins Grab gebracht, oder aber Jax hätte mich irgendwann dazu gezwungen endlich etwas zu Essen; ich war mir nämlich ziemlich sicher dass dieser Mann mir nicht dabei zusehen würde, wenn ich hungerte, nur um dann doch nicht zurück in die Stadt zu kommen. Knapp hob ich den Blick und nickte, als er mir das Frühstück auf den kleinen Tisch stellte, auf der auch schon die Kamera lag, mit der ich vorhin noch aus dem Camper gegangen war um etwas frische Luft zu schnappen; bevor er wütend geworden war, weil ich .. ich hatte keine Ahnung wieso er so verdammt wütend geworden war. Leise stand ich vom Boden auf, und ließ mich auf die schmale Bank am Tisch sinken, auf dem mein Frühstück stand. Ich betrachtete den Teller für einen Moment, nahm die Gabel und schob die Eier etwas herum. Ehrlich gesagt wusste ich nicht so Recht, was ich mir denn überhaupt dabei dachte ihm helfen zu wollen. Ich sollte ihn hassen, verabscheuen und der Polizei vor die Füße werfen. Der Geruch des Essens stieg mir ein weiteres Mal in die Nase, und mein Magen knurrte als wolle er mir sagen dass cih endlich etwas essen sollte. Ich schmunzelte leicht, und nahm einen Bissen, ehe ich den Blick von meinem Frühstück auf Jax richtete, der nun dort weitermachte wo ich gerade aufgehört hatte. Ich wusste dass es mir leicht fiel zu sagen, dass er es einfach vergessen sollte, und seinen Vater aus seinem Kopf verbannen sollte. Ich wusste dass ich es mir so viel einfacher vorstellte als es war, aber trotzdem wollte ich dass er seinen Vater endlich vergaß. Das er sein Leben lebte, wie er wollte ohne dabei von den Geistern seiner Vergangenheit eingeholt zu werden. Wie aber sollte ich dem Dunkelhaarigen helfen, wenn ich nicht wusste was ihm helfen würde? Schweigend sank mein Blick wieder. Ich wusste nicht was ich denn noch dazu sagen sollte. Ich wollte ihm doch helfen, und ich wollte dass er seinen Vater vergaß, hatte aber keine Ahnung wie. Erneut nahm ich einen Bissen, spürte meinen Magen jubeln und seufzte innerlich. War es das was ich befürchtete? Dass er so enden würde, wie mein Bruder? Weil er genauso dachte wie er, es aber aussprach? Ich glaubte nicht dass er sich das Leben nehmen würde; das wollte ich nicht glauben. Aber er hätte auch nichts dagegen wenn sein Leben plötzlich zu Ende wäre. Weil ihm nichts an seinem eigenen Leben lag. Erneut schwieg ich, zog die Beine auf die ohnehin schon schmale Bank und aß weiter. Mir fehlten die Worte, und er war es gewesen der gesagt hatte das wir nicht weiter darüber reden sollten. Im Augenwinkel vernahm ich seine Bewegungen, bis er den Mülleimer zur Seite stellte und das Kehrblech daneben wegstellte. "Ich .. weiß Jax, und ich will dir wirklich helfen ihn irgendwie aus deinem Kopf zu bekommen, aber ich weiß nicht wie. Ich habe keine Ahnung wie ich dir helfen kann", außerdem wollte er meine Hilfe nicht. Er wollte dass ich hier glücklich wurde, damit ich irgendwann wieder in mein altes Leben könnte, um dort weiter zu machen wo ich aufgehört hatte, nachdem ich vom Tod meines Bruders erfahren hatte. Es hatte wirklich einen Zeitpunkt in diesen letzten Monaten gegeben, an dem ich gedacht hatte die Welt würde mich irgendwann abstoßen. Das Leben aber ging weiter, anders als erwartet lebte jeder einfach so weiter als wäre nichts passiert, sie wussten es aber auch nicht. Knapp schüttelte ich den Kopf, einerseits um meine grauen Gedanken zur Seite zu schieben, vor allem aber um ihm zu zeigen dass ich nicht nur hier war weil er mich aus meinem Leben gerissen hatte. Nicht nur. "Ich hätte weglaufen können. Mehrmals", erinnerte nun ich ihn und hielt ihm eine Scheibe Brot entgegen. Er hatte gesagt er würde sich noch etwas zu Essen nehmen, trotzdem fühlte ich mich komisch wenn ich hier vor ihm saß und aß, während er .. arbeitete.

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Jackson "Jax" McCoy
Ich nahm einen Teller aus dem oberen Regal und verzog beim Anblick der durchschlagenen Tür. Ich sollte sie bald ersetzen. Ich würde das schon selbst wieder hinbekommen. Dafür würde ich nicht in den Baumarkt oder irgendein Möbelgeschäft fahren. Ich hatte sicher noch ein paar Bretter bei der Hütte herumliegen, die ich zuschneiden und an die ich die Scharniere anbringen konnte. Es passte zwar nicht ganz in die weiße Küche hier herien, aber es sah ja außer mir niemand. Na ja, River jetzt schon, aber ich glaubte nicht, dass sie das sonderlich stören würde. Ich nahm den Teller also heraus, stellte ihn neben die Pfanne und packte die gebratenen Eier auf den Teller. Dazu legte ich dann noch zwei Scheiben Brot, die ich aus dem Gefrierschrank holte und toastete. Danach holte ich noch Butter und Aufschnitt aus dem Kühlschrank und packte alles auf den kleinen Tisch. "Das Frühstück ist fertig. Setz dich und iss solange es noch warm ist. Ich räume so lange weiter auf und nehme mir etwas Brot." Jetzt gerade wollte ich mich erst um das Chaos hier kümmern, das ich angerichtet hatte. Ich bückte mich also, nahm den Eimer und begann erst die großen Scherben wegzuräumen - das hieß: die Reste davon. River hatte schon ziemlich viel beseitigt, sodass ich mir das Kehrblech nahm und mich an die kleinen, feinen Teile machte. "Das sagst du so einfach. Ich höre ihn immer in meinem Kopf. Ich kann da nicht einfach weghören." Glaubte sie das hätte ich nach meinem Ausriss von Zuhause nicht versucht? Glaubte sie wirklich das wäre so einfach, wenn ich es heute noch zuließ, dass mein Verstand mich fertig machte? Wenn ich das gekonnt hätte, würde ich mich heute nicht mehr davon quälen lassen, sondern auch das sein, zu was mich alle machten. Ich würde meinen Vater ignorieren und wirklich alles wegnehmen, was mir nicht zustand. Ich würde das Leben leben, obwohl es nicht mir gehörte. So aber konnte ich es nicht. Ich konnte das nicht verhindern! Ich schaute auf, als sie mir erklärte wieso sie das alles vermutlich so aufregte. Wegen ihres Bruders? Da war es? Ich erinnerte sie mit all dem an ihren Bruder? An schmerzhafte Erinnerungen, die sie hier versuchen sollte zu vergessen und zu verarbeiten? Ich schluckte hart. "Ich werde mir nicht das Leben nehmen, falls du das befürchtest... Vielleicht denke ich wie er, aber ich bin nicht wie er.", sagte ich leise und presste die Lippen aufeinander. Vielleicht war es nicht das, was sie beunruhigte, aber zumindest das konnte sie dann schon einmal ausschließen. "Er ist praktisch anwesend. In meinem Kopf und er übertönt alles..." Ich seufzte leise und stellte den Mülleimer und das Kehrblech wieder weg, als das größte Chaos soweit entfernt war. "Ja, du bist hier. Aber nur, weil ich dich hergeschliffen habe.", erinnerte ich sie leise und setzte mich auf die Bettkante.

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River Wintour
Wegzulaufen wäre die wohl einzig richtige Lösung in dieser Situation. Die Beine in die Hand zu nehmen, ihm den Rücken zuzudrehen und einfach wegzulaufen. Egal wohin - ich hätte schon früher weglaufen sollen. Es wäre normal gewesen, und er hätte doch schon damit gerechnet. Er hatte mich entführt, an die Wand gekettet und irgendwann auch an sich selbst, nur um mich schließlich durch den Wald zu zerren weil er so sehr wollte dass es mir gut ging. Dabei spielte für ihn noch nicht einmal seine eigene Gesundheit eine Rolle; nicht einmal die Tatsache dass er mit dem Kopf hätte aufschlagen, sich das Genick hätte brechen und sterben können, als er meinen Sturz abgefangen hatte, um mit Schmerzen zu ersparen. Ich .. verstand ihn nicht. Kein bisschen, nicht im Geringsten. Er war ein völlig fremder Mensch, der sich so sehr um mein Wohlergehen sorgte, dass er mich aus meinem eigenen Leben riss weil er dachte dass es sonst niemanden interessierte - und eigentlich hatte er Recht. Niemanden der Menschen, mit denen ich täglich zutun gehabt hatte, hatte auch nur Ansatzweise alles versucht um mir mein Geheimnis zu entlocken. Meine Eltern hatten irgendwann aufgegeben mich anzurufen, weil sie dachten dass es das Beste wäre mir etwas Zeit zu geben, meine Freunde nahmen meinen Arbeitswahn hin und letzten Endes interessierte es wirklich niemanden genug was denn nun eigentlich los war; außer ihn. Und er war ein Fremder, nannte mich Blume als wäre ich irgendein zerbrechliches, kleines Ding das vor den Grausamkeiten des Lebens beschützt werden musste, um irgendwann wieder fröhlich blühen zu können. Er war wütend, genauso wie ich, anders als ich war er aber wütend weil ich ihm hier Dinge an den Kopf warf die der Wahrheit entsprachen. Ich war aber wütend, weil er so von sich dachte, wie er es nun einmal tat. "Dann hör auf auf ihn zu hören, und glaub mir! Dein Vater ist nicht mehr hier!" Und trotzdem war er immer noch in seinem Kopf, und würde selbst in einigen Jahren wahrscheinlich immer noch dort sein. Er war hier alleine, und irgendwie doch nicht. Meinte er das Ernst? Ihm war wichtig was ich von ihm dachte? Und trotzdem wollte er mir nicht glauben? Trotzdem konnte er mir einfach nicht glauben, was ich ihm sagte? Ich wollte ihm nicht glauben? Was? Was wollte ich ihm nicht glauben? Das er mir helfen wollte? Das glaubte ich ihm doch! Ich atmete tief ein, schloss meine Augen für einen Moment und rieb mir über die Stirn. Ich sollte dass hier nicht so sehr an mich ran lassen. Ich sollte es nicht so sehr mit meinem Bruder vergleichen, ich sollte ihm nicht einfach zutrauen sich das Leben zu nehmen, und mir einen Brief zu hinterlassen wie mein Bruder es getan hatte. Vorsichtig richtete ich meine Aufmerksamkeit für einen Moment Jax zu, begann dann aber auch wieder die Scherben einzusammeln und schwieg für einen Moment. Es wäre besser nicht weiter darüber zu sprechen, wir wussten aber wohl Beide dass dieses Thema doch auch weiterhin ein Streitthema bleiben würde. Egal wie oft wir uns einfach nur anschreien würden. "Tut .. mir leid. Ich schätze von dir diese Dinge zu hören, mit dem Wissen dass mein Bruder genau so gedacht hat, ich meine .. du erinnerst mich an ihn, obwohl er seine Gedanken nie ausgesprochen hat", seufzend schüttelte ich den Kopf und hob den Blick, ehe ich wieder etwas über den Boden rutschte und die Trümmer wegwarf, die er bei seinem Ausbruch hier verteilt hatte. "Ich verstehe einfach nicht wieso du mir nicht glauben willst, oder es nicht kannst. Er ist nicht hier, und ich weiß dass du seine Worte immer noch in deinem Kopf hast, aber ich bin doch hier! Ich bin hier und gebe mir Mühe dir zu zeigen dass du etwas Besseres bist als dein Vater dir immer gesagt hat", und ich sagte es ihm noch nicht einmal nur. Ich zeigte es ihm doch auch.

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Brooklyn "Poppy" Carlson
Gott, wenn ich könnte, würde ich dem Dreckskerl selbst eine verpassen. Ich war mit drei Brüdern aufgewachsen, ich konnte mir verteidigen! Zu gern hätte ich ihm meine zarte Faust in seine dämliche Hackfresse geschlagen und ihm die Nase zermalmt, aber leider hätte ich dann einen Anblick Preis gegeben, den ich mit meinen Händen gerade versuchte zu schützen. Er hielt immerhin mein Tshirt in seinen wurstigen Fingern. Ich knirschte mit den Zähnen und trat noch einen Schritt zurück, während ich die Arme weiterhin vor meine Brust presste. Ich stand nur noch im Höschen in einem öffentlichen Club. Die Arme vor die Brust zu halten war nur natürlich. Dennoch nervte es mich dem Kerl nicht geben zu können, was er verdient hätte. Ich versuchte ihn abzuschütteln, doch seine widerlichen Hände klebten bereits auf meiner nackten Haut, als einer der anderen Gäste endlich mal auf die Idee kam einzugreifen. Ich schnaubte, als sich ein Mann zwischen uns stellte. Ich schüttelte den Kopf etwas, warf somit meine naturroten Haare nach vorn und verdeckte damit noch ein wenig mehr nackte Haut. Alle anderen Gäste schauten nur dabei zu wie der Kerl, der mir zur Hilfe geeilt gekommen war, dem Typen endlich die Faust ins Gesicht drückte, die er verdient hatte. Ich grinste währenddessen nur zufrieden. Es gab also doch so etwas wie Gerechtigkeit. Ich schmunzelte, als ich seine blutende Nase und die kleine Plaztwunde direkt an seinem Jochbein sah. Na also, da konnte jemand wenigstens gut zuschlagen. Der Mann nahm mich schließlich am Ellenbogen und führte mich ein wenig weiter abseits, wo er mich dann fragte, ob alles okay war. Ich zog die Augenbrauen nur zusammen und schaute ihn fragend an. "Sehe ich so aus, als könnte ich das hier nicht vertragen?", fragte ich ihn skeptisch. Ich war kein Weichei oder eine Tussi, die direkt anfing bei sowas zu heulen. Ich schaute an ihm vorbei nochmal zu dem Typen hin und grinste. "Hättest ruhig etwas fester zuschlagen können, aber es ist akzeptiert. Danke. Ich hätte natürlich auch zugeschlagen, aber meine Arme waren leider verhindert.", meinte ich und nickte mit dem Kinn herunter zu meinen Armen, die vor der Brust verschränkt waren. "Alsooo... vielen Dank, Mister Panzerfaust, ich gehe mich dann mal wieder anziehen.", meinte ich, grinste ihm nochmal kurz zu und drehte mich dann um, damit ich schnell zurück in meine Kabinen kam.

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Jackson "Jax" McCoy
Sie war sauer auf mich. Wieso eigentlich? Weil ich mich nicht für etwas Besseres hielt? Weil ich mich nicht überschätzte und die Dinge lieber kritisch sah? Ich wusste wo ich stand und was ich durfte und was nicht. War es wirklich das, was sie so sehr störte? Dass ich an der Meinung, die ich über Jahre erfahren und nun auch selbst entwickelt hatte, festhielt? Wie wollte sie mir denn das Gegenteil beweisen? Natürlich lebte ich nicht gerne so! Wer tat das schon? Aber... es war nicht gerade leicht ihr einfach so zu glauben, nur weil sie als erste in meinem Leben etwas anderes behauptete als der Rest der Menschheit. "Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass ich wirklich versuche dich zu verstehen?! Ich will es. Ich will dir glauben und denken, dass ich hier gewollt bin, aber es geht verdammt noch mal nicht! Egal wie sehr ich mich bemühe dir zu glauben, ständig ist er in meinem Kopf und redet es mir aus. Er ist immer hier und verbietet mir dir zu glauben, erklärt mir das Gegenteil. Weißt du eigentlich wie schwer das ist? Zwei Menschen gleichzeitig zuzuhören, die das komplette Gegenteil vom anderen behaupten? Ich will dir glauben - du weißt gar nicht wie sehr ich einfach nur normal sein will - aber es geht nicht! Weil er immer da ist, um mir das Gegenteil zu sagen!" Wie sollte ich da irgendwem glauben? Dann auch noch ausgerechnet ihr und nicht der Stimme, die mir das seit Jahren erklärte und deren Aussagen sich immer bewahrheitet hatten? Zu gern wäre ich normal und hier gewollt, aber bisher hatte es einfach nie danach ausgesehen. Ich fuhr mir mit dem Handrücken über die Stirn und drehte die Eier in der Pfanne um. "Es ist mir wichtig, was du über mich denkst, okay? Es ist wirklich toll, dass du denkst ich hätte mehr verdient und dass du willst, dass ich glücklich bin - mehr habe ich im Leben nie gewollt - aber es ist nicht so einfach wie es für dich vielleicht wäre. Du willst mir ja auch nicht glauben. Lass uns also einfach nicht mehr darüber reden. Bitte. Es ändert doch sowieso nichts. Selbst wenn ich dir glauben würde... was sollte ich dann tun? Ich würde immer noch allein hier im Wald leben. Es würde nichts ändern." In die Öffentlichkeit konnte ich so oder so nicht.

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Dejan High

Ich lehnte mit beiden Armen auf der Bartheke und schaute nur hinab. Es war unfassbar laut hier drinnen, doch trotzdem herrschte schweigen zwischen Alisha und mir. Wir stritten uns eigentlich nie. Und mit nie, meinte ich nie. Klar gab es manchmal kleine Auseinandersetzungen, aber das war nie weiter etwas dramatisches oder so. Doch diesmal schien sie echt angepisst auf mich zu sein. Sie wusste wie stur ich war. Und sie wusste das ich nie ankommen würde, auch wenn mir selber bewusst wäre das ich einen Fehler gemacht hätte. Sie wusste aber auch das sie nuneinmal sie war, und keiner meiner Regeln bei ihr galten. Sie war meine einzige Schwäche im Leben, kaum vorzustelln wie andere Menschen gleich mit mehreren lebten. Alisha hatte für gewöhnlich immer recht. Und ja ich wusste ich musste uns einen neuen Job besorgen. Aber ich wollte keinen Dreck, und keiner konnte mich dazu bringen. Ich nahm einen letzten Zug vom Joint und drückte ihn dann im Aschenbecher vor mir aus. "Hör zu Alisha" ich schaute auf. Sie bediente grade zwei Männer, die ihr dem Anschein nach nicht wiederstehen konnten auf die Brüste zu schauen. "Eigentlich will ich gar nicht darüber diskutieren" sagte sie nur genervt und schiebte den Männern ihren Scotch vor die Nase und schenkte ihnen einen lächeln. "Ich hab echt viel zu tun und es ist mir egal was du von meinem Job hältst, ich hab wenigstens einen." sie wandte sich mir zu. Ich wusste das es gemein war was ihr gesagt hatte, jedoch konnte ich es nicht mehr Rückgängig machen. "Es war nicht so gemeint okay?" sagte ich nur. "Weißt du was das schlimme ist Dejan? Es geht nicht darum das du keinen Job hast, weil du keinen bekommst, es geht darum das du nicht ein einziges mal über deinen Schatten springen kannst und dich einfach nur für das aller beste hälts für den kein Angebot gut genug ist." sie wischte wütend die Theke ab. Ich hatte diese Diskussion satt. Es würde eh zu nichts führen. Sie hatte ihre Meinung, und ich meine. Und an diesen Klammerten wir wie verrückt. "Ich werd mich um einen Job kümmern okay?" beendete ich das Thema. Sie wollte grade ansetzen und noch etwas sagen, als Unruhe hinter mir ausbrach. Ich hörte ein Mädchen schreien. Ich drehte mich um. Nur wenige Meter entfernt stand ein Mädchen, um genauer zu sein, dass eine einzige attraktive Mädchen was mir schon zuvor aufgefallen ist. Sie hielt sich ein knappes kleidungsfetzen vor die Brüste und schreite den Kerl an, der ihr ihre Klamotten wohl vom Leib gerissen hatte. Der Kerl stand auf und fasste mit seinen Händen an ihre Taille und wollte sie an sich ziehn. Das reichte mit Sicherheit. Mit nur zwei Schritten war ich zwischen den beiden, packte den Mann an seiner Jacke und warf ihn wieder auf seinen Stuhl. Er war wahrscheinlich so mitte 30. "Hast du nicht gehört was sie gesagt hat? Lass deine Finger bei dir." der Mann lachte nur, und das war mein Stichpunkt. Ich schlug zu. Mit meiner Faust in sein Gesicht. Ich hörte es Knacksen und konnte dabei nicht sagen ob es meine Hand oder sein Gesicht war. Ich verstand diese ganzen Arschlöscher nicht, die immer glaubten alles und jenes anfassen zu dürfen. Was dachten sie sich eigentlich dabei. Ich hasste es. Ich hasste diese Typen so sehr. Als ich so in sein blutendes Gesicht schaute musste ich grinsen vor zufriedenheit von meinem eigenen Werk. Ich drehte mich zu dem Mädchen um und führte sie weg von den ganzen Blicken die auf sie gerichtet waren. Unruhe brach aus, aber ich achtete nicht mehr darauf. "Alles in Ordnung bei dir?" fragte ich und schaute sie das erste mal richtig an.

lachend geht die welt zugrunde.

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River Wintour
Jedes Mal lief es darauf hinaus dass wir uns doch nur irgendwelche Dinge an den Kopf warfen. Ich hielt ihm vor dass er mich einfach so entführt hatte und damit bewiesen hatte wie krank er eigentlich war, und er hielt mir vor dass ich keine Ahnung davon hatte wie er gelebt hatte, geschweige denn von der Tatsache ob er denn nun wirklich ein guter Mensch war oder nicht. Jedes Mal, egal wann wir denn nun dieses Thema durchkauten, landeten wir an diesem Punkt, manchmal dauerte es lange und andere Male war es einfach nur wenige Minuten nachdem wir überhaupt begonnen hatten darüber zu sprechen. Es war nervenaufreibend, aufwühlend und vor allem verletzend. Es verletzte ihn, und es verletzte mich. Konnte er nicht einfach einsehen dass ich Recht hatte? Konnte er nicht einfach verstehen, dass die Menschen die ihm das Gefühl gegeben hatten dass er das Leben nicht wert war, nicht mit sich selbst klar kamen und andere Menschen runterziehen mussten um irgendwie durch den Tag zu kriechen? Kurz zuckte ich zusammen, als er mich anfuhr dass er keine Ahnung von Menschen hatte. Weil er in einem verdammt einsamen Waldstück lebte, aus dem ich wahrscheinlich nicht einmal mit viel Glück verschwinden könnte. In diesem Moment aber wollte ich wirklich einfach nur die Beine in die Hand nehmen und laufen. Ich war es leid, diese Situation und die Tatsache dass er mich ständig mit seiner Art hinunter zog. Wenn er wollte dass ich irgendwie glücklich wurde, musste er mich entweder gehen lassen oder seine eigene Laune zumindest etwas anheben. "Oh jetzt bin also ich verrückt? Ich bin verrückt weil es mir nicht egal ist was mit den Menschen um mich passiert? Ja? Habe ich dich richtig verstanden? Ich bin verrückt?!" fauchte ich und warf erneut eine der Scherben in den Mülleimer. Ich war verrückt! Er nannte mich hier die verrückte, weil mir nicht egal war wie es ihm ging. Ich stieß genervt den Atem aus, und wünschte mir gerade wirklich dass wir einfach im Bett hätten liegen bleiben können. Dieser Morgen war so unglaublich angenehm gewesen, und was war jetzt? Die Hölle! Das hier war die reinste Hölle, und ich hatte das Gefühl als wäre ich daran Schuld. Ungläubig drehte ich mich langsam zu ihm um, ließ mich nun gänzlich auf den Boden sinken und biss mir auf die Lippe. Gott ja er hatte viel erlebt, Dinge die wirklich scheiße waren, aber das hatten andere auch! Er tat ja gerade so als wäre mein Versuch etwas schlechtes, als würde ich gar keine Rolle spielen. Wahrscheinlich tat ich es aber auch nicht. "Und was ist mit mir, huh? Bin ich so verdammt beschissen oder was? Ich gebe mir Mühe! Ich versuche dir zu helfen, aber jedes verdammte Mal wenn ich denke dass du irgendwie versuchst es zu verstehen wirst du mir irgendetwas vor und willst dass ich dich in Ruhe lasse! Jedes verdammte Mal stößt du mich weg, weil .. keine Ahnung warum, weil du mir einfach nicht glauben willst!" Ich gab mir hier Mühe obwohl ich ihn hassen sollte, und trotzdem hasste ich ihn nicht. Ich hasste ihn nicht, und ich wollte ihm wirklich helfen. Ich wollte das es ihm gut ging, stattdessen aber stieß er mich jedes Mal von sich. Kurz sah ich ihn noch an, drehte mich dann aber wieder den Scherben zu und sammelte sie im Mülleimer. Und ich versuchte wirklich mich zu beruhigen, um nicht unvorsichtig zu werden oder zu sein, auch wenn mich dieser Mann einfach nur wütend machte. [Gute Nacht :D]

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Jackson "Jax" McCoy
Wieso artete das nun wieder so aus? Wieso schnitten wir dieses Thema immer und immer wieder an, obwohl wir doch beide wussten wie es endete? Wir brüllten uns an und ich versank am Ende wieder in Erinnerungen oder schlimmstenfalls in Flashbacks, die ich nicht kontrollieren konnte. Ich musste mich zurückhalten, mich beruhigen. Ich war noch zu aufgekratzt wegen dem Ausraster eben. Ich wollte keine weitere Katastrophe verursachen und das wurde wirklich schwierig, wenn sie immer lauter wurde und Sachen sagte, die ich einfach um nichts in der Welt einfach so glauben konnte. Was sollte ich denn tun? Ihr glauben, mit nehmen, was ich wollte und damit andere Leute unglücklich machen? Denn darauf lief es doch hinaus! "Natürlich weiß ich nichts von Menschen! Ich leben in einem verdammten einsamen Waldstück, River! Was glaubst du wie viele Menschen dieses Privatgrundstück am Tag betreten? Du bist der einzige Menscht seit Jahren, mit dem ich gesprochen habe. Ich weiß nichts über Menschen, okay?! Zufrieden?!", knurrte ich zurück und stellte mich an die Spüle, um die Pfanne aus dem Händeschrank zu nehmen und sie auf die Herdplatte zu knallen, die ich anstellte und auf höchste Stufe stellte. "Soll ich etwa riechen können, dass du so verrückt bist dich mit meiner Psyche zu beschäftigen?", zischte ich und schlug zwei Eier in der Pfanne auf, während ich ihr weiterhin nur den Rücken zukehrte und sie nicht weiter ansah. Ich wollte das hier nicht wieder so groß und schlimm werden lassen wie den Streit zuvor. Dann würde ich für nichts mehr garantieren können und ich wollte sie wirklich nicht verletzen! Niemals... "Ja, mein Vater hat Scheiße gebaut, aber er hat genau das Gleiche gesagt wie jeder andere in meinem verkackten Leben auf, River! Sag mir nicht es ist Zufall, dass mir all diese Scheiße passiert! Es ist kein Zufall, wenn ich bisher all die Jahre gequält wurde!" Wieso sollte es sich ändern? Es musste ja offenbar so sein, oder? Immerhin hatte ich bisher immer so leben müssen. Ich knirschte nur mit den Zähnen, als sie zickig sagte, dass sie das mit den Scherben schon hinbekommen würde. Ich wollte nur nicht, dass sie sich verletzte. Durfte ich mir das jetzt nicht einmal mehr wünschen? Ich seufzte und rieb mir über das Gesicht, ignorierte die pochenden Kopfschmerzen und schüttelte nur leicht den Kopf. (Bin dann jetzt pennen :x )

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River Wintour
Das hier war wie eine Achterbahnfahrt. Eine Sekunde hatte ich Angst vor dem Fall, im nächsten Moment fühlte ich mich so unglaublich groß dass ich der Welt entgegentreten wollte um jedem zu zeigen wie unglaublich schön das Leben sein konnte, und dann gab es die Momente in denen ich Jax einfach nur schlagen wollte, weil er diese verdammte Sturheit besaß die er wohl niemals aufgeben würde. Ich wollte ihm helfen? Fragte er mich das gerade wirklich? Er hatte sie doch nicht alle. Dieser Mann war so verdammt weltfremd dass es schon fast unwirklich erschien. "Nein! Natürlich nicht! Ich versuche hier nur gerade mir selbst irgendetwas vorzumachen! Gott hast du überhaupt eine Ahnung von Menschen? Jax ich versuche doch die ganze Zeit über nur dir zu helfen!" fuhr ich ihn an. Irritiert rieb ich mir die Stirn und atmete tief ein. Das hier war nicht gesund. Wirklich, das hier konnte einfach nicht gesund sein - von einer Sekunde auf die Nächste wütend zu werden, konnte nicht gesund sein. Oh ja, natürlich hörte er mir zu, glaubte mir aber nicht. Ich sagte doch, ich könnte ebenso gut mit einer verdammten Wand sprechen. Er hörte mir nämlich nicht zu. "Oh ja, was spricht gegen mich? Was, huh? Dein Verstand? Der, den dir dein verdammter Drecksvater eingeprügelt hat, weil er nicht mit der Tatsache umgehen konnte dass das Leben kein beschissener Ponnihof ist? Der Mann der auf dich hätte aufpassen müssen, aber es nicht konnte weil er sich selbst irgendwie besser fühlen wollte und einfach auf ein Kind losgegangen ist! Gott wach doch endlich auf Jax, dein Vater hat verdammt nochmal nicht Recht!" Er glaubte mir nicht. Ich wusste wirklich nicht, weshalb ich mir die Mühe machte überhaupt noch irgendwie zu versuchen ihn davon zu überzeugen dass ich Recht hatte. Er würde mir selbst in Jahren nicht glauben, weil ich alleine war. Weil ich einfach nur jemand war, dem er nicht glauben konnte - weil ich ihn nicht kannte. Jedes Mal, wirklich jedes verdammte Mal wenn ich versuchte ihm zu helfen und dachte dass er möglicherweise irgendwie begann zu verstehen was ich ihm sagte, stieß er mich wieder vor den Kopf und behauptete dass ich doch einfach nur völlig durchdrehte und keine Ahnung hatte. Und jedes Mal entschuldigte er sich dafür zu existieren, und mich aufzureden. Er war nicht hier um mich aufzuregen, ich sollte mich erholen und meine Zeit nicht mit ihm verschwenden. Wütend biss ich die Zähne zusammen, presste die Lippen fest aufeinander und zupfte an meinem T-Shirt um ihn nicht etwa gleich zu schlagen. Wie konnte er nur so von sich selbst denken?! Und nun wollte er wieder etwas beseitigen, für das er nicht verantwortlich war. Eigentlich müsste sein Vater hier am Boden herumkriechen, so aber machte ich es, weil ich am nähesten an das kam was der Auslöser für seinen Ausbruch gewesen war. Und er ließ mich, erstaunlicherweise. Nicht ohne mir noch einen gut gemeinten Rat zu geben. "Ich kann die Scherben schon aufheben ohne mich zu schneiden", antwortete ich ihm genervt und zog den Mülleimer neben mich. Es nervte mich, machte mich fertig und ich hatte keine Ahnung wie ich mit diesem Mann umgehen sollte. Ich wollte ihm helfen, aber er ließ mich nicht. Keine verdammte Sekunde seines Lebens dachte er dass ich Recht haben könnte.

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Jackson "Jax" McCoy
Sie war sauer. Schon wieder. Ich sah es ihr doch an. Ich beobachtete sie seit Monaten und lebte nun schon einige Tage mit ihr hier auf engstem Raum. Ich kannte sie genug, um zu wissen, wann sie wütend war. Zum Beispiel jetzt, weil ich sah wie sich ihre Nasenflügel so niedlich leicht aufblähten und die Falte zwischen ihren Augenbrauen auf ihrer Stirn erschien. Nicht zu vergessen die kleine Ader, die an ihrer Schläfe hervortrat. Sie sah nicht übermäßig erzürnt aus, sie war immer noch wunderschön und all diese süßen Details machten sie nur noch liebenswerter. Nur zu schade, dass ich ihre Liebe niemals verdienen oder gar bekommen würde. Ich atmete tief durch und hoffte das irgendwie wieder gut machen zu können. Ich hob dennoch die Augenbrauen, als sie sich so aufregte. "Du willst mir helfen?" Das versuchte sie damit? Sie redete mit mir, wollte mir Dinge erklären, die ich anders sah und wollte mir damit helfen? Das hatte ich nicht verstanden. Wie auch? Nie hatte mir jemand helfen wollen. Es hatte mich aber auch noch nie jemand vom Gegenteil meiner Meinung überzeugen wollen. "Ich höre dir zu, ich kann dir nur nicht glauben, wenn alles gegen dich spricht.", flüsterte ich zurück. Ich hatte sie nicht frustrieren wollen. Woher hatte ich wissen sollen, dass sie versuchte mir zu helfen? Wobei auch immer... Ich wusste wirklich nicht wie sie mir helfen wollte oder was ihre Hilfe bewirken sollte. Dass ich glücklich wurde? Ich konnte mir nicht vorstellen wie. Mein Vorshclag mit der Hütte schien ihr zu gefallen. Damit sie mir aus dem Weg gehen konnte..? Ich schluckte. "Tut mir leid. Du musst dich nicht mit mir abgeben, wenn du nicht willst. Mach dein Ding und erhol dich, für mehr bin ich nicht hier." Mehr hatte ich nie von ihr verlangt. Sie gab sich mit mir ab. Ich sagte doch, dass ich alle um mich herum unzufrieden machte. Wieso also hatte sie nicht von Anfang an auf mich gehört? Ich schaute auf, als sie mir plötzlich die Scherben abnahm. Zuerst wollte ich sagen, dass sie mir das überlassen sollte, damit sie sich nicht schnitt, doch dann fiel mir ein, dass sie schon einmal wütend gewesen war, weil ich sie vor Schmerz hatte beschützen wollen und ich biss mir von innen auf die Wange, um mich zurückzuhalten ihr zu widersprechen. "Schneid' dich nicht.", riet ich ihr also nur leise und richtete mich auf. Es passte mir gar nicht sie hier arbeiten zu lassen, aber wenn sie das wollte und brauchte, um sich zu erholen, musste ich sie lassen. Nur deshalb hatte ich sie immerhin hergeholt, oder?

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River Wintour
Ich könnte mit einer Wand reden. Er war der wohl sturste Mensch, dem ich jemals begegnet war. Er ließ keine Sekunde von seiner Meinung ab, dass er irgendwie doch nur all die schlechten Dinge des Lebens verdient hatte, weil er nicht existieren sollte. Weil er eigentlich eine Verschwendung von Luft war, und er einzig und alleine dafür sorgte dass die Welt aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Und es nervte so unglaublich, dass er ständig im Selbstmittleid versank und dabei so tat als wäre es nicht etwa das, was er gerade machte. Er schwamm doch schon in dieser ekelhaften Grütze! Natürlich war es schrecklich, und ich glaubte auch wirklich nicht dass ich mir irgendwie vorstellen konnte wie es war sich zu fühlen, wie er sich sein gesamtes Leben lang gefühlt hatte, aber dennoch war ich es schon jetzt leid ständig zu versuchen ihn von etwas zu überzeugen, das er mir doch nicht glauben würde. Selbst wenn ich es ihm einprügeln würde, wäre es doch nichts von Nutzen. Weil ich alleine war, und mittlerweile wirklich nicht mehr glaubte dass er jemals aufgeben würde so von sich selbst zu denken. Er war so verdammt versessen darauf dass er nicht existent hätte sein sollen, dass er es jedes Mal als Ausrede dafür benutzte, weshalb er nicht etwa glücklich sein durfte. Ich biss die Zähne zusammen, um nicht etwa irgendetwas zu ihm zu sagen dass ich in nur wenigen Minuten bereuen würde, denn auch wenn er gesagt hatte dass er in Ordnung war glaubte ich es ihm nicht. Ich wollte ihm nichts an den Kopf werfen, auch wenn ich wusste dass ich das Recht dazu hatte. Ich wollte ihm doch helfen, aber er ließ mich einfach nicht! Er stieß mich jedes verdammte Mal von sich, weil er es ja nicht wert war Hilfe entgegen zu nehmen, die ich für irgendjemand anderes benutzen könnte. Und wieder tat er es! Versank so in seinem Selbsthass, dass er sich doch sowieso wieder nur damit beschäftigen konnte dass er mich damit in den Abgrund stoßen könnte. Genervt verdrehte ich die Augen. Mittlerweile wusste ich dass er seine Worte ernst meinte. "Warum mache ich mir hier überhaupt irgendwie Mühe dir auch nur irgendwie zu helfen? Ich könnte genauso gut mit einer Wand reden, die würde mir wenigstens noch zuhören! Meine Worte spielen hier doch sowieso keine Rolle. Ernsthaft, ich habe keine Ahnung warum du mich hier her geholt hast, und jetzt fang nicht wieder an mit diesem Scheiß von wegen du willst mir helfen", dieser Mann regte mich einfach nur noch auf. Einerseits wollte ich ihm helfen, andererseits aber wollte ich einfach nur noch von hier weg, weil ich wusste dass ich hier doch sowieso nicht glücklich werden könnte. Weil er es nicht zuließ! Wie sollte ich bitte glücklich werden, wenn mich Menschen umgaben die mich ständig runterzogen? Hatte er schon einmal daran gedacht!? Hütte. Hatte er gerade wirklich Hütte gesagt? Umzug? War das sein Ernst? "Ja, vielleicht wäre eine Hütte gut. Dann könnte ich dir wenigstens irgendwie aus dem Weg gehen", murrte ich genervt. Ich strich mir entnervt über die Stirn, ging wieder in die Hocke und nahm ihm die Scherben ab. "Mach Frühstück", sagte ich zu ihm, nahm den Mülleimer den er völlig zerbeult hatte und warf die Scherben hinein.

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Jackson "Jax" McCoy
Ich schaute auf und hob eine Augenbraue. Man sollte mich vermissen? Wieso glaubte sie das? Was glaubte sie denn sollte passieren, dass mich jemand vermissen könnte? Für mich war das vollkommen absurd. Nie hatte ich Liebe erfahren oder bekommen. Niemand hier würde meine Abwesenheit überhaupt bemerken, oder nicht? Wer sollte sich schon um mich kümmern? "Etwas, was nicht existiert, hat auch keine Bedeutung, oder? Ich lebe mitten im Wald, ganz allein, hier ist niemand und niemand weiß, wo ich bin. Hier vermisst mich ja auch niemand. Ob ich nun tot oder lebendig in den Wäldern lebe und einsam bin, es macht keinen Unterschied und den wird es auch nie geben." Es kannte mich niemand und die, die mich kannten, vermissten mich nicht, sondern waren eher froh, dass ich endlich weg war. Sie würden vermutlich noch auf meinem Grab tanzen, wenn es jemals eines für mich geben würde. Ich schaute zu ihr und seufzte leise, als sie meinte, dass sie lieber an etwas Schönem kaputt ging als immer unglücklich zu sein. "Und ich soll das Schöne sein, an dem du zerbrichst? Dann hätte ich noch ein Leben zerstört. Das ist auch alles, was ich kann. Leute mit mir ins Verderben zu ziehen. Spar dir das lieber für jemanden auf, der es wert ist mit ihm in den Abgrund zu fallen." Würde sie mit mir wirklich fallen wollen? Wohl kaum. Es gab bessere Partner, für die man sich ins Verderben stürzen würde. Ich war nicht der richtige Kandidat dafür. "Ich muss aber dafür sorgen, dass es dir gut geht. Nur deswegen habe ich dich doch hergeholt und bisher mache ich das nicht sonderlich gut. Ich mache dir nur Frühstück und räume auf. Ich denke es wird sowieso Zeit in die Hütte umzuziehen.", dachte ich laut nach und schnappte mir ein paar der großen Scherben schon vom Boden. (Sorry, ich kriegs nicht besser hin -.-)

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Dyllan Hayes
Das es schwer schien Ärzte zu finden war kaum zu übersehen. Jetzt verstand ich auch wieso ich gerade in dieses Krankenhaus geschickt wurde und war dementsprechend auch wirklich froh hier zu sein. Ich nahm mir die Freiheit eine der Akten an mich zu nehmen und sie durchzublättern. Natürlich musste ich die eines Mädchens mit Krebs erwischen. Während ich mir die Aufzeichnungen durchlas, fing mein Kopf natürich direkt an zu Arbeiten und dementsprechend bekam ich Ayla's Frage nicht sofort mit, aber irgendwann drang sie doch zu mir durch und ich sah zu ihr auf. "Ein Kaffee wäre nett, danke" sagte ich lächeln, bevor ich wieder in die Akte sah. Allerdings legte ich sie auf die Seite und griff nach einer anderen. Automatisch fing ich an die Fälle nach Wichtigkeit zu sortieren, was natürlich nicht hieß das nicht alle wichtig waren. Das waren sie durchaus, nur musste der eine oder andere Patient eben schneller behandelt werden. So musste sich Ayla aber wenigstens nicht mehr damit rumschlagen, ihr Schreibtisch war voll genug mit anderen Sachen. Ich sah wieder auf, als sie mir eine Tasse Kaffee hinstellte und nahm direkt einen Schluck, bevor ich mich an sie wandte. "Haben Sie später vielleicht etwas Zeit mir den einen oder anderen Patienten zu zeigen, damit ich mir selbst ein Bild davon machen kann?" fragte ich sie. Natürlich wollte ich sie nicht von ihrer Arbeit abhalten, ihr geschweige denn noch mehr auflegen, nur konnte ich an meinem ersten Tag schon noch etwas Hilfe gebrauchen.

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River Wintour
Vielleicht wollte er mich als naiv ansehen, als jemand der ständig nur das Gute im Menschen sah, ich weigerte mich jedoch lediglich die schlechten und grausamen Dinge dieser Welt zu sehen. Wie sollte ich tagtäglich aus dem Bett kriechen, mit dem Wissen dass ich doch wieder nur auf schlecht gelaunte Menschen treffen würde, die einzig und alleine ihr eigenes Wohl in Gedanken mit sich trugen, und dabei alles und jeden von sich stießen? Das konnte ich nicht. Nicht weil ich naiv war, viel mehr aber weil ich nicht tagtäglich unglücklich sein wollte, weil ich doch nur vollkommen alleine durch die Welt lief. Ich glaubte an das Gute im Menschen, weil ich glaubte dass es einem irgendwann einmal das Leben retten könnte. Manchmal musste man einfach ein Risiko eingehen, und jemandem vertrauen von dem man gehört hatte dass er früher - oder auch heute noch - Schwierigkeiten machte. Manchmal musste man einfach ein Risiko eingehen, und dieses Risiko war ich gewillt zu begehen. Täglich, einfach nur um am Ende des Tages behaupten zu können gelächelt zu haben, weil ich Lächeln hatte wollen und nicht einzig und alleine aus der fälschlichen Höflichkeit die so manch einer an den Tag brachte. Vielleicht wollte Jax mich als naiv betiteln, und vielleicht hatte er damit sogar etwas Recht: ich glaubte viel zu sehr an das Gute im Menschen, als dass ich an die Risiken denken wollte. Ich blendete all die negativen Gedanken aus, weil ich glücklich sein wollte. Was aber war falsch daran? Was war falsch daran, ein glückliches Leben zu wählen? Er musste nichts anderes tun. Er musste das Glück wählen, zulassen dass ihm auch einmal Dinge passierten die ihn glücklich machen könnten - dabei spielte es noch nicht einmal eine Rolle ob er sich selbst als zu zerbrochen ansah, und am liebsten weggeworfen werden wollte. "Wieso kann man dich nicht auch vermissen? Wieso sollte es nicht möglich sein dass du irgendwann Bedeutung für jemanden hast?" Weil er es nicht zulassen wollte. Weil er Angst davor hatte gesagt zu bekommen dass er doch nicht gut genug war. Weil er dachte, dass irgendwann ein Zeitpunkt kam an dem man verstand das er nicht hätte existieren sollen: wegen seinem Vater. Sein Vater hatte ihm sein Leben zerstört, ihn so sehr beeinflusst dass es schon schier unmöglich erschien ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Wie sollte ich, eine Frau die noch nicht einmal ihren eigenen Bruder hatte retten können, jemanden wie ihn davon überzeugen können dass er des Lebens wert war? Ich seufzte leise, ließ den Kopf etwas in den Nacken sinken und schloss die Augen. Natürlich dachte er so. Natürlich dachte er dass ich zu gut für diese Welt war, weil ich jemandem wie ihm verzieh. Knapp schüttelte ich den Kopf, ehe ich Jax wieder ansah. "Lieber gehe ich an etwas schönem zu Grunde, als täglich etwas mehr in der Dunkelheit zu versinken." Er bewegte sich etwas, richtete sich wieder auf als wolle er mir damit zeigen dass es ihm wieder gut ging, obwohl wir doch beide wussten dass dem nicht so war. Es ging ihm nicht gut, und trotzdem wollte er dafür sorgen dass es mir gut ging. Weil er ein guter Mensch war, der sich um mein Wohlergehen sorgte, obwohl er es nicht musste. Er würde jetzt endlich Frühstück machen, das ich draußen essen könnte, und er würde hier alles beseitigen. "Du musst dir nicht für alles die Schuld geben, oder denken dass du dafür verantwortlich bist dass es mir gut geht Jax", kurz sah ich ihn noch an, ehe ich mich ebenfalls bewegte und von seinem Schoß aufstand. Um ehrlich zu sein wollte ich nicht dass er mir jetzt Frühstück machte, und er hier alles wieder in Ordnung brachte. Weil er sich doch nur die Schuld dafür gab, und sich selbst dafür verantwortlich machte, obwohl er nichts dafür hatte können. Ich hatte ihn provoziert, und ich war Schuld daran dass er ausgeflippt war - sein Vater aber hatte ihn erst so weit getrieben.

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Jackson "Jax" McCoy
Sie hatte recht. Ich würde mir für alles die Schuld geben, wenn ich könnte. Leute wie ich waren nun mal für das Ungleichgewicht in der Welt verantwortlich. Sobald ein Mensch existierte, der nicht hier sein sollte, geriet all das durcheinander und das endete in totalem Chaos. Ich zum Beispiel hatte meinem Vater die Frau genommen und einen Menschen getötet, der ohne mich noch am Leben wäre. Ohne mich wäre jemand anderes heute noch bei seiner Familie. Ich hatte keine Familie. Mich vermisste niemand, ihn schon. Ich seufzte leise und senkte nur den Kopf. Sie war zu gutherzig, um mir zu glauben. Sie hatte ihre eigene Meinung, doch ich hatte immerhin recht. Ohne mich wären mehrere Leute heute glücklich. Mein Vater, der Mann, den ich getötet hatte und seine Familie. Ich hatte all das kaputt gemacht. Nur ich. Da konnte man mir nicht erzählen, dass ich nicht die Schuld daran trug. Flashback hin oder her, es waren meine Hände gewesen, die diesem Mann das Leben genommen haben. Ich rieb mir über die Stirn, während sie mir von der Vase ihrer Oma erzählte. "Das ist wirklich süß, aber diese Vase hatte eine Bedeutung für jemanden. Sie hätte man vermisst." Ich seufzte leise, als sie ihre Hand an meine Wange legte und mir sagte, dass ich für sie nicht unnütz war. Das war wirklich nett von ihr. Es erwärmte mir mein geschundenes Herz, aber dennoch hielt mich ein Teil von mir ab ihr zu glauben. "Du bist zu gut für diese Welt, meine kleine Blume. Selbst mir verzeihst du... Daran wirst du irgendwann selbst kaputt gehen.", flüsterte ich traurig und tätschelte sanft ihre Hand auf meiner Wange, ehe ich tief durchatmete und mich aufrichtete, um langsam zurück auf die Beine zu kommen. "Ich mache dir jetzt endlich dein Frühstück. Du kannst es draußen essen - dort sollte noch ein Stuhl stehen - und ich sammel den Mist hier auf."

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River Wintour
Natürlich hatte ich es nicht wissen können. Wie auch? Er hatte mir zwar gesagt dass er an Alpträumen und Flashbacks litt, dass nicht er sondern die Erinnerung mich geschlagen hatte, aber wer dachte früh morgens schon an diese Dinge? Wer dachte generell an diese Dinge? Ich hatte es wissen können, weil er mich davor gewarnt hatte, und trotzdem hatte ich keine Sekunde meines Lebens hier daran gedacht dass er möglicherweise wirklich Probleme haben könnte. Bis auf die Alpträume, die ich bis jetzt bereits zwei Mal miterlebt hatte, und den kurzen Ausrutscher seinerseits, der möglicherweise auch einfach von ihm hätte kommen können weil ich mich nun wirklich wie ein undankbares Gör benommen hatte, hatte er keinerlei Anzeichen gezeigt dass er irgendwie Schwierigkeiten hatte. Nein - ich hatte es nicht wissen können, dass diese Flashbacks in diesem Ausmaß über ihn einbrachen; ich hatte aber wissen können dass es irgendwann vielleicht dazu kommen würde. Ich hätte mich möglicherweise sogar darauf vorbereiten können, stattdessen aber war ich viel zu sehr damit beschäftigt gewesen einfach so zu tun als wäre das hier das normalste der Welt. "Ich will jetzt nicht mit dir diskutieren wessen Schuld das hier ist Jax, du wirst mir doch sowieso nicht Recht geben, einzig und alleine weil du dir wahrscheinlich für alles die Schuld geben würdest", er wusste das ich damit Recht hatte. Er würde sich für Gott und die Welt, wahrscheinlich sogar für den dritten Weltkrieg die Schuld geben, würden ihn nur genügend Menschen schief ansehen. Weil er dachte dass er nichts weiter als den Tod verdient hatte, und selbst der war zu gut für ihn. Und wieder waren wir bei dem Thema, das wir seit ich hier her gekommen war bereits unzählige Male durchgekaut hatten, und trotzdem hatte es rein gar nichts gebracht. Er dachte immer noch dass er nicht existieren hätte sollen, weil sein Vater es ihm wortwörtlich eingeprügelt hatte nachdem seine Mutter weggelaufen war. Ich seufzte leise. Das war seine Ansicht, er dachte man könnte ihn genauso wegwerfen weil er doch ohnehin nur noch ein Haufen Scherben war - genauso wie der Teller den ich zu Boden geworfen hatte, und mit dem ich ihn bedroht hatte obwohl ich schon von Anfang an gewusst hatte das ich ihn nicht verletzen hätte können. Weil ich zu feige war, irgendjemandem weh zu tun, nur um meine Freiheit zu erlangen. "Meine Oma hatte früher eine Vase auf ihrem Esstisch stehen, die mein Vater nach ihrem Tod bekommen hat. Irgendwann haben meine Brüder und ich einmal im Haus Fangen gespielt, obwohl mein Vater gesagt hat wir sollen draußen laufen. Dabei ist die Vase auf den Boden gefallen und zerbrochen. Wir hatten Angst dass er wütend sein würde, weil wir etwas zerstört haben an dem ihm so viel lag, er aber hat uns einfach nur etwas Superkleber gegeben und gesagt wir sollen die Vase zusammen setzen. Bis heute steht die Vase noch auf unserer Kommode, obwohl sie zerbrochen ist. Man wirft nicht einfach etwas weg, was kaputt gegangen ist, und erst Recht nicht Menschen", ich schmunzelte bei der Erinnerung an das hässliche Ding, in dem seit unzähligen Jahren keine Blumen mehr zu sehen gewesen waren, und von dem immer noch einige Stücke fehlten - und trotzdem hatten wir sie aufgehoben. Kaum hob Jax seinen Kopf, öffente ich die Augen und sah ihn an. Erneut stellte er mir die Frage, die ich vorhin schon nicht beantworten hatte können, und auf die ich selbst jetzt nicht antworten wollte. Wieso sollte ich Recht haben, obwohl so viele Menschen das Gegenteil behaupteten? "Genauso gut kannst du fragen wieso sie Recht haben. Weil sie es dir früher gesagt haben als ich? Weil ich alleine bin? Nur weil man alleine in seiner Meinung ist, und verdammt viel Gegenwind bekommt, bedeutet dass nicht dass die Mehrheit Recht hat", das hier war doch etwas ganz anderes. Sanft legte ich meine Hand an seine Wange und lächelte etwas. "Mir ist egal was dir die Anderen gesagt haben, was sie dir eingeprügelt haben oder was weiß ich noch, du bist keine Verschwendung von Luft, und du hast Existieren sollen. Sonst wärst du doch schon längst nicht mehr hier", er musste doch verstehen dass ich meine Meinung ebenso wenig ändern würde wie er es tun würde - er hielt sich für nicht berechtigt zu leben, ich aber dachte nicht so. Das würde ich nie.

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Jackson "Jax" McCoy
Ich wollte den Kopf gar nicht mehr anheben. Was würde ich ab jetzt in ihrem Gesicht sehen, wenn ich ihr in die Augen sah? Wie würde sie mich jetzt sehen? Ich wollte nicht das Weichei sein, für das sie mich jetzt wohl halten musste. Ich hatte gewimmert und war zusammengebrochen wie jemand, der nichts aushielt. Mein Leben lang hatte ich gelitten - unter der Hand der anderen und auch unter meinem Verstand und meiner gebrochenen Psyche, die mein Vater so geformt hatte, dass sie sich gegen mich stellte. Nie war ich wirklich glücklich gewesen, ich hatte keine Kindheit gehabt und ich war auch nicht behütet aufgewachsen. Schmerz und Verzweiflung waren mein Alltag, also war ich das alles hier gewohnt. Manchmal aber überkam mich das alles einfach. Ich konnte ncht alls aushalten, deshalb war auch ich manchmal schwach. Während mein Vater mich aber deswegen verprügelt hätte, saß River auf meinem Schoß und streichelte meinen Nacken, als könnte sie mir damit meine Schmerzen nehmen. Ich presste die Lippen aufeinander und schüttelte leicht den Kopf, meine Stirn immer noch an ihrer Schulter, da ich mich nicht wagte sie anzusehen und zu merken, dass sie mich für schwach und absolut unfähig für sie zu sorgen hielt. "Du konntest es nicht wissen.", flüsterte ich zurück. Wenn einer von uns Schuld an diesem Desaster hier hatte, dann ja wohl ich. Ich hatte sie entführt und all die Scheiße gebaut. Ich hatte den Flashback gehabt und hier alles zerlegt und ich hatte sie auf all das hier nicht genügend vorbereitet. "Lohnt es sich eine alte, hässliche Vase wieder zusammenzukleben? Was kaputt ist, kann man genauso gut auch einfach wegschmeißen. Es würde vermutlich nicht mal jemandem auffallen, huh?" Ich lebte im Wald, komplett allein. Niemand würde mich vermissen oder gar merken, dass meine Leiche hier von Bären aufgefressen wurde. Ich seufzte leise und hob den Kopf nun doch an, um sie anzusehen. "Mein Leben lang wurde mir beigebracht, dass ich hier nichts zu suchen habe. Jeder hat so gedacht, wieso solltest du recht haben und der Rest der Menschheit nicht?"

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River Wintour
Sehr wahrscheinlich würde ich irgendwann in - vielleicht nicht ganz so ferner - Zukunft verstehen, dass das was ich hier versuchte, völlig sinnlos und absoluter Schwachsinn war. Ich wollte jemandem helfen, der mich entführt hatte, weil er sich selbst dazu gezwungen fühlte so mit Menschen umzugehen; weil er dachte dass er mir nur so helfen könnte, da er nie im Leben normal mit mir hätte umgehen können. Wo genau das Problem lag - ich hatte keine Ahnung. Vielleicht wollte er sich nicht mit anderen Menschen abgeben, weil es die Gefahr gab dass er von seinen Erinnerungen heimgesucht wurde, und er als jemand völlig Verrücktes angesehen werden würde. Vielleicht wollte er keinerlei Mitgefühl oder Mitleid bekommen, weil er dachte dass er es einfach nicht verdient hatte, und um ehrlich zu sein: ich wollte ihn nicht bemitleiden. Das würde ihm genauso wenig helfen, wie mir das Mitleid der anderen geholfen hätte, wenn sie wüssten weshalb ich die letzten Monate so völlig anders gewesen war als sonst immer. Mitleid war etwas, womit man nichts anfangen konnte, so absolut und rein gar nichts. Es brachte einen nicht weiter, fügte einem lediglich irgendwie Schmerzen zu und tat dabei so als wäre es notwendig. Ich wollte ihn nicht bemitleiden, weil ich wusste wie schmerzhaft, vor allem aber wie falsch es sein könnte. Wie gespielt es doch eigentlich wirkte, weil man doch nur dastand und wusste dass der Gegenüber keinerlei Ahnung davon hatte, wie man sich fühlte. Und trotzdem wurde so getan als hätte jeder Ahnung davon was in einem vor sich ging. Weil Mitgefühl und Mitleid einem lediglich das Gefühl vermittelte, das man doch nichts zu Stande bekam, und das man nichts weiter als ein Haufen Elend war. Jax nahm die Schuld auf sich, tat so als wäre einzig und alleine er daran Schuld dass wir nun hier am Boden hockten und nicht so Recht wussten wie wir denn nun eigentlich mit der Situation umgehen sollten. Ich wusste, dass ich wahrscheinlich einfach hätte gehen sollen, oder wenigstens schon aufstehen hätte sollen als ich gemerkt hatte dass er wirklich beruhigt war - zumindest in dem Grad, in dem man nun einmal ruhig sein konnte wenn man gerade beinahe völlig in eine Erinnerung gezerrt worden war die Schmerzen verhieß. "Aber ich hätte aufhören müssen, als du es mir gesagt hast", wiedersprach ich ihm. Wahrscheinlich wusste er bereits, das ich nicht einfach so aufgeben würde, und ihm die Schuld hierfür geben würde. Ebenso wie ich ihm nicht einfach so Recht geben würde, ohne irgendwie zu versuchen ihm klar zu machen dass er besser war als das hier. Als der Schmerz und der Selbsthass. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich meinen Bruder an genau diese Dinge verloren hatte, und wahrscheinlich war auch das der Grund dafür weshalb es so verdammt weh tat ihn von sich selbst so sprechen zu hören, als wolle er sein Leben einfach so beenden - oder als hätte er kein Problem damit es von jemand anderen genommen zu bekommen. Vielleicht aber mochte ich ihn auch irgendwie, zumindest ein kleines bisschen, schließlich saß ich immer noch hier obwohl ich schon längst hätte fliehen können. Ich hatte bereits mehrmals die Chance dazu gehabt ihn hinter mir zu lassen, und immer noch war ich hier. Knapp hob ich meinen Kopf an, und legte mein Kinn an seinen Hinterkopf, während ich immer noch beruhigend über seinen Nacken strich. "Etwas was kaputt ist, kann man aber wieder reparieren. Es wird vielleicht nicht so wie es einmal war, aber das spielt doch bei dir sowieso keine Rolle. Für dich kann es nur besser werden, aber dazu musst du es auch zulassen und nicht der Ansicht sein dass du es nicht verdient hast, dann gibst du dem ganzen nämlich keine Chance", ich wusste jedoch schon jetzt dass er es niemals zulassen würde. Weil er eben so von sich dachte, und diese Gedanken nicht einfach so abzustellen waren. Man konnte sie nicht einfach verdrängen, weil sie einen doch nur wieder einholten.

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Jackson "Jax" McCoy
Ich fühlte mich zum ersten Mal wieder in meine Kindheit zurückversetzt. Ja, ich durchlebte diese Einnerungen immer und immer wieder, aber immer waren sie aus der Sicht meines Vaters oder eines Außenstehenden, wenn ich träumte. Ich sah mich als Kind, aber ich fühlte mich nicht wie ein Kind. Mein Herz brach immer und immer wieder und auch die körperlichen Schmerzen meiner Kindheit waren präsent, aber seit meiner Flucht vor meinem Vater fühlte ich mich eigentlich doch stärker und erwachsen, aber gerade... Ich hockte auf dem Boden, River auf meinem Schoß und sie tröstete mich wie einen kleinen Jungen, der sich vor den Schatten unter seinem Bett fürchtete. Ich hatte nicht gelogen. Ich hatte keine Angst vor dem Tod oder körperlichen Schmerzen. Meine geschundene Seele aber vertrug keinen Schmerz mehr und fürchten tat ich meinen Vater bis heute. Nicht auszudenken, was geschehen würde, wenn er mich finden würde. Ich kniff die Augen zusammen und verdrängte den Gedanken. Ich wollte nicht daran denken. Es würde mir einfach den Rest geben und meine sowieso mickrige Existenz komplett zerstören. Auch ich war nur ein Mensch und hielt nur eine bestimmte Menge an Schmerz und Qual aus. Irgendwann machte auch ich schlapp und brach. Einen dieser Momente hatte River gerade miterleben müssen, wofür ich mich mehr als nur schämte. "Was kannst du schon dafür? Du konntest das alles nicht wissen und ich hätte darüber nachdenken sollen, dass das früher oder später passieren musste. Es ist also eher meine Schuld.", flüsterte ich zurück und seufzte einmal tief. Ich könnte jetzt schon wieder ins Bett fallen und dort erneut schlafen. Allerdings hatten wir immer noch nicht gegessen und langsam fühlte ich mich wirklich schlecht bisher nicht dafür gesorgt zu haben. "Ich bin doch sowieso schon kaputt. Es hat bisher niemanden interessiert und du brauchst auch nicht mit mir umzugehen wie mit einem rohen Ei. Du kannst kaum mehr kaputt machen als sowieso schon zerbrochen ist. Hör einfach auf mich, wenn ich dir sage, dass du aufhören solltest, dann kriegen wir das schon hin. Du hast ja recht und solltest die Wahrheit nicht vermeiden, nur weil sie mir vielleicht weh tun könnte. Ich weiß das alles und es ist nicht das erste Mal, dass man mir das sagt."

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River Wintour
Überfordert war wohl das einzige Wort, dass meine Gefühlslage in diesem Moment auch nur annähernd beschreiben konnte. Ich war überfordert, total und vollkommen. Wie sollte ich wissen wie ich mit diesen Dingen umgehen sollte? Wie sollte ich wissen was Jax dazu bringen könnte irgendwelche Geister zu hören die längst vergessen in der Vergangenheit sein sollten, und trotzdem wahrscheinlich täglich irgendwie für Probleme sorgten. Ich kannte ihn nicht, etwas was er mir heute bereits gesagt hatte weil ich ihm gesagt hatte das er kein schlechter Mensch war, er aber hatte gesagt dass ich nicht genug über ihn wusste um mir eine Meinung bilden zu dürfen. Und er hatte Recht, dennoch hatte es mich wütend gemacht, weil er doch genau das selbe getan hatte - und noch so viel mehr. Trotzdem saß ich nun auf seinem Schoß, streichelte ihm beruhigend über den Nacken und lehnte meine Wange an seinen Hinterkopf, während er selbst die Stirn an meiner Schulter hatte. Ich seufzte innerlich, hatte das Gefühl als könnte diese Situation jederzeit wieder in etwas umschwingen, was nicht sein sollte. So war es doch vorhin auch gewesen. Er hatte etwas gesagt, was ich nicht hatte hören wollen, und danach war die Situation binnen weniger Sekunden völlig umgeschlagen. Der Camper war Zeuge davon, und um ehrlich zu sein wollte ich seine Fingerknöchel nicht unbedingt sehen - auch wenn die Schränke hier nur dünne, leichte Gegenstände waren, hatte er trotzdem darauf eingeprügelt als wäre es nichts weiter. Er entschuldigte sich. Wofür? Dafür dass er gerade beinahe durchgedreht und völlig ausgeflippt wäre? Das er den Camper zerlegen hatte wollen, und so ziemlich für Chaos gesorgt hatte? Das wir jetzt am Boden saßen, von Scherben, Bruchstücken und zertrümmerten Gegenständen umgeben? Nichts davon war der eigentliche Grund weshalb er sich entschuldigte. Er hatte nicht gewollt das ich ihn so sah, hatte mich deshalb weggeschickt - und weil er gedacht hatte dass er mich verletzen würde, wenn er wirklich nicht mehr die Kontrolle hätte. Er hatte mich bereits geschlagen, oder die Erinnerung, was wohl davon zeugte dass ich wirklich zum falschen Zeitpunkt etwas sagte. "Nicht dafür", antwortete ich leise. Er konnte nichts dafür dass er so leben musste, und erst Recht nicht dafür dass ich in Situationen wie diesen einfach nicht verstand wann genug war. Weil ich nicht verstand wann es wirklich Ernst wurde. Ich verstand es nicht, vor allem aber verstand ich ihn nicht. Weil es nicht normal war dass jemand von Menschen heimgesucht wurde, die einem die Kindheit schwer gemacht hatten. Weil ich selbst eine viel zu schöne, unbeschwerte Kindheit gehabt hatte, als irgendwie etwas davon verstehen zu können wie er sich denn fühlen musste, wenn er doch wusste dass ihn so ziemlich jeder in seinem Leben gehasst hatte; einfach nur weil sie sich selbst mindestens genauso sehr hassten, und sich dadurch etwas besser gefühlt hatten einem Kind das Leben schwer zu machen. Fragend zog ich die Augenbrauen zusammen, denn um ehrlich zu sein verstand ich nicht wirklich was er meinte dass ich es ihm sagen musste. Ich musste einfach auf ihn hören; ihm vertrauen. Ich hatte recht ihm diese Dinge an den Kopf zu werfen, er hatte einfach nur Angst davor mir weh zu tun, wenn er die Kontrolle verlor. Er wollte mich nicht verletzen. Das hatte er mir bereits mehrmals gezeigt. Es gab Momente in denen er nichts dagegen unternehmen konnte, und dann gab es Momente in denen ich ihm alles an den Kopf werfen könnte, weil er es verstehen würde. "Tut mir leid. Ich .. wollte nicht dass das hier passiert", und trotzdem war es wahrscheinlich ziemlich gut, denn so hatte ich eine Ahnung was mich hier erwarten würde. "Ich passe besser auf, okay? Ich will dich nicht verletzen", weder körperlich noch wollte ich ihn an Dinge erinnern die irgendwie Schmerzhaft waren.

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Odette lelouch

Lächelnd nahm ich seine Hand und schlüpfte aus dem Helm. Sein kommentar sorgte automatisch dafür, dass ich mri durch die Haare fuhr. Ich schüttelte sie kurz aus und strich sie wieder glatt. ,,Na wenn du sagst, dass das so geht, dann werde ich das wohl oder übel so hin nehmen und dir vertrauen." Ich folgte ihm hinein und besahdie Karte. ,,ich nehme ein Medium Steak mit Pommes und dunkler Soße. Dazu bitte ein süßen Rotwein. Danke." Lächelnd reichte ich dem Kellner wieder die karte und sah dann zu James. ,,Und, kommst du oft hier her oder hast dud urch die Schule nicht so viel Zeit großartig raus zu gehen?" Damit kannte ich mich ja nun nicht großartig aus. ,,Irgendwie ist das für mich schon ganz besonders. ich kenne es garnicht, mit anderen Schülern Unterricht zu haben. Ich bin immer alleine. Der Lehrer kommt zu uns nach hause, fragt mich ab oder beginnt einfach den Stoff herunter zu rattern und ich muss dabei mitschreiben. Teilweise ist das echt anstrengend und meine Eltern mussten shcon dreimal den Lehrer wechseln, weil die lehrer es mit mir nicht mehr ausgehalten haben." Lachte ich. Ja, mein talent dafür Menschen zu vergraulen war wirklich groß. Sehr zum Beileid meiner Eltern. ,,Was willst du eigentlich später mal machen? Sowas wie dein Vater zur zeit macht?" Mir war schon jetzt klar, dass ich niemals sowas wie meine Eltern machen wollte. Büroarbeit und so...das war alles nicht meins.

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James "Jem" Harvey
Ein Grinsen huschte über mein Gesicht als sie meinte sie sei ja schon fertig. Natürlich sah sie umwerfend aus, aber von meiner Schwester wusste ich, dass immer noch da was zu holen und dort wen zu verabschieden gab wenn man bei solchen Veranstaltungen überall wen kannte. Aber sie zeigte mir wieder einmal, dass sie anders war als die Anderen und das brachte mich zum Lächeln. Ich folgte ihr nach draußen wo sie nach meinem Auto suchte. Ein wenig schüchtern zeigte ich nur auf mein schwarzes Motorrad und ging mit ihr darauf zu "Ja das ist meines. Keine Angst es ist kinderleicht." Ich gab ihr den zweiten Helm den ich mitgebracht hatte und setzte auch meinen auf. Dann schwang ich mich auf das Motorrad. Sie setzte sich hinter mich und legte sogleich ihre Hände um mich. Unwillkürlich spannte ich meinen Bauch an und ein lächeln huschte über mein Gesicht. So ein Motorrad hatte schon seine Vorteile. Die fahrt über versuchte ich mich ganz auf die Straße zu konzentrieren doch ihre Arme, und ihr an mich gedrückter Körper lenkten mich immer wieder ein wenig ab. Es war Wahnsinn zu zweit zu fahren und sie machte sich ganz gut. Sie ahmte meine Bewegungen nach was das fahren mit Mitfahrer wesentlich einfacher machte als ich es in Erinnerung hatte.
Ich fuhr uns zu einem Restaurant von dem ich wusste, dass es wahnsinnig gute Stakes machte und noch dazu guten Wein hatte. ich stellte das Motorrad direkt vor dem Restaurant ab und schwang mich hinunter. Ich reichte Odette eine Hand und half ihr auch hinunter. Ich nahm ihr den Helm ab und grinste ein wenig "Die Frisur steht dir" meinte ich und begutachtete ihre Haare. Der Helm hatte sie ein wenig verwuschelt und sie sah richtig süß so aus. Ich verstaute die Helme und bot ihr meinen Arm an "Komm, gehen wir hinein." Drinnen bat ich um einen Tisch für zwei und wir wurden an einen Tisch direkt am Fenster platziert von wo au man einen richtig netten Ausblick hatte. "Bestell dir was auch immer dir freude macht" meinte ich als der Kellner kam. Sie sollte essen was sie wollte wenn es sie glücklich machte. Und Stake machte eigentlich immer glücklich soweit ich das beurteilen konnte. Naja zumindest mich

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Odette Lelouch

Ich lachte etwas. ,,Sie sind trotzdem schön, danke."
Die Idee mit dem Essen war wirklich sehr gut von ihm. Wenn ich könnte würde ich ein ganzen Bären allein verschlingen. Also hüpfte ich von der Treppe und auf ihn zu. ,,Da wirst du nicht lange warten müssen, da ich bereits fertig bin. Oder sehe ich so schlimm aus, dass man denkt ich müsste mich noch washcne oder so?" Zog ich ihn etwas auf. ,,Und das mit dem Essen ist eine sehr gute Idee. Immerhin hatte ich heute noch keine ordentliche Mahlzeit." Eilig lief ich ein Stück vorraus. ,,Also...wo hast du geprakt?" Ich besah einige der Autos. Irgendwie war keines dabei, dass ich wirklich als sein Auto vorstellen konnte. Shcließlih deutete er auf das motrrad. ,,Du fährst das?" Bei sienem fragenden Blick zuckte ich nur mit den Schultern. ,,Hätte das nur nicht gedacht." Ich besah den Helm etwas kritisch, setzte ihn jedoch auf. ,,Vielleicht sollte ich dich darüber aufklären, dass ich noch nie auf einem Motorrad saß." Nervös biss ich mri auf die Lippe. Was, wenn ich das Gleichgewicht falsch verlagerte und wir umfallen würden? Da er mir jedoch Mut machte, ließ ich mir nichts anmerken und schwang mich hinter ihn. Meine Arme legte ich einfach aus einem Reflex um seinen Oberkörper. Immerhin sah man das doch sowieso immer, dass man das so machte. Innerlich musste ich mri sogar etwas eingestehen, dass es mir egfiel, mich so an seinen Rücken zu schmiegen...auch wenn ich mir das wharscheinlich nicht so schnell eingestehen würde, doch es kribbelte leicht in meiner Magengegend. Komm schon, Odette. Du kennst den Kerl kaum. Reiß dich zusammen, so toll ist er ja nun auch nicht! Es fiel mir osgar leichter als gedacht, das Gleichgewicht zu halten. Ihc musste mich nur den Bewegungen von James anpassen. Es war fast wie beim Tanzen. Wir kamensicher am Ziel an. Ich besah das Restaurant. Es war ien spanisches, auf welchem vorne ein riesiger Stier als Emblem klebte. Beim Spanier gab es wirklich die betsen Steaks und allein bei der Vorstellung began mein Magen zu knurren....

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Jackson "Jax" McCoy
Jetzt, wo all das abgeebbt war, schämte ich mich nur noch. Ich war vor ihr vollkommen durchgedreht. Spätestens jetzt sollte sie wissen wie gestört ich und meine Psyche wirklich waren. Ich glaubte nicht, dass es jetzt noch irgendwie so werden könnte wie vorher. Ich wollte gar nicht in ihr Gesicht sehen. Was musste sie jetzt wohl von mir denken? Sie musste wirklich glauben ich wäre ein Psychopath, wenn sie es nach der Entführung nicht schon geglaubt hatte. Ich hörte Stimmen in meinem Kopf, die gar nicht wirklich da waren. Sie musste mich für absolut verrückt halten. Die Momente der Nähe - wie eben das Beisammensein im Bett - würde ich ab jetzt wohl auch vergessen können. Sicher würde sie mir freiwillig nie wieder so nah kommen. Gott, es war mir so unangenehm, dass sie all das mit angesehen hatte. Lieber hätte ich den Camper hier zerlegt und sie hätte draußen gewartet. Ich drehte meinen Kopf leicht, sodass meine Stirn auf ihrer Schulter ruhte und ich den Boden ansehen konnte. Ich wollte mich wirklich nur noch verkriechen. Ich schloss die Augen, als ihr Daumen über meinen Nacken strich. Ich hatte mich wieder beruhigt, war dem Flashback nochmal um ein Haar entkommen, wieso sie mich also immer noch fest hielt und sich nicht schon längst gelöst hatte, war mir unerklärlich. Befürchtete sie immer noch, dass ich sie verletzen könnte? "Es tut mir leid..." Ich hatte ihr wirklich keine Angst machen wollen. Ich hatte sie aber gebeten raus zu gehen und sie war selber geblieben. Sie hätte auf mich hören sollen, dann wäre das alles hier nicht passiert. Okay, dann wäre der Camper jetzt vermutlich komplett zerstört und ich würde irgendwo blutverschmiert in der Ecke liegen, weil die verdammten Scherben hier überall herumflogen, aber sie hätte das alles nicht mit ansehen müssen. "Es gibt Vieles, was es auslösen kann. Ich schätze... du musst einfach auf mich hören, wenn ich sage, dass du gehen musst. Ich weiß, dass du recht hast und du hast recht damit es mir an den Kopf zu werfen, aber ich habe zu große Angst dir weh zu tun, wenn ich mich nicht unter Kontrolle habe. Du kannst es mir sagen, du musst es mir sogar sagen, aber in manchen Momenten... mischt sich mein Verstand mit ein und dann ist es zu gefährlich, wenn du in meiner Nähe bist.", erklärte ich ihr leise und kniff die Augen kurz zusammen. "Jetzt zum Beispiel könntest du mir alles an den Kopf werfen. In manchen Momenten bin ich einfach nicht... stabil genug, um die Wahrheit zu hören und zu vertragen." Jetzt war ich zwar auch alles andere als psychisch stabil, aber ich war körperlich so am Ende, dass ich keinen weiteren Flashback aushalten würde.

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James "Jem" Harvey
Ich wartete schon einige Zeit, was mich nicht sonderlich wunderte da sich die Tänzer ja umziehen mussten und sicher auch noch über alles mögliche sprachen. Ich lehnte mich gemütlich gegen eine Wand, die Blumen in einer Hand, die andere in in die Hosentasche gesteckt. Ich hatte tatsächlich eine Anzugshose an aber nur ein Hemd dazu weil es meiner Meinung nach viel zu warm für den Rest war, auch wenn das meinem Vater nicht sonderlich gefallen hatte. Als dann endlich die Tür aufging und Odette hinaus kam war das erste was ich sah ihre Lange Beine die von der Schulter eines Types baumelten den ich ebenfalls als Tänzer von vorhin erkannte. Sie schienen sich zu amüsieren und ich zwang ebenfalls ein Lächeln auf meine Lippen. Ich kannte sie zwar noch nicht wirklich aber es störte mich doch irgendwie Odette so mit einem anderen Typen zu sehen, vor allem wenn er so aussah wie der. Er schien zu bemerken dass ich auf Odette wartete und setzte sie ab, erst da bemerkte ich sie mich. Sie lächelte zufrieden und ich sagte "Deine Eltern haben meinen Vater gefragt ob wir nicht kommen wollen." erklärte ich ihr meine Anwesenheit. Mein Blick huschte immer wieder zu diesem großen Tänzer der mit ihr hinausgegangen war. Er wirkte wirklich nett und schien sich gut mit Odette zu verstehen. Inner lich zuckte ich die Schultern und versuchte mich wieder auf Odette zu konzentrieren. Sie nahm die Blumen wobei ich sagte "Die sind eher spontan besorgt da ich bis kurz davor gar nicht wusste, dass ich schon jetzt hier her komme." Wenn ich daran dachte was für schöne Bouquets sie wahrscheinlich bekommen hat wirkte mein spontan gepflückter Blumenstrauß ja geradezu lächerlich. Der Tänzer nahm die Blumen und brachte sie nach hinten. Mir entging nicht dass Odette ihn mit einem Kuss auf die Wange verabschiedete. Ich runtztelte kurz die Stirn setzte aber wieder ein schüchterne lächeln auf als sie sich mir zuwandte. Mittlerweile fiel es mir auch schon viel leichter sie an zu lächeln ohne rot zu werden. Zumindest momentan. "Ich hatte mir gedacht ich warte hier auf dich bis du fertig bist und dann fahren wir zuerst was essen und dann weiter in den Park, immerhin wollte ich doch an deinem Bild weiter malen." ich formulierte es mehr als eine Frage als einen Plan setzte dann noch hinzu "Ich dachte mir, dass du sicher hungrig sein wirst nach deiner Vorstellung und ich verspreche dir auch du darfst soviel Stake oder was auch immer essen wie du möchtest" Ich grinste einen Moment und musste an das Geschäftsessen denken. "Und lass dir ruhig deine Zeit, ich warte draußen vor dem Eingang auf dich bis du fertig bist."

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River Wintour
Wie konnte ich einem Menschen dabei helfen, nicht in Panik zu verfallen, wenn er ohnehin schon völlig in seinem eigenen Kopf und seinen eigenen Gedanken verschlungen war? Wie sollte ich ihm helfen, wenn ich noch nicht einmal wirklich etwas über ihn wusste - ich hatte keine Ahnung womit ich ihn tiefer in die Erinnerung treiben würde, und womit ich ihm helfen könnte. Ich hatte doch noch nie in meinem Leben auch nur darüber nachdenken müssen, was ich in so einer Situation tun oder sagen sollte! Es überforderte mich so vollkommen, dass ich noch nicht einmal mehr eine Ahnung hatte ob es eine gute Idee war hier zu bleiben, obwohl Jax mich bat hinaus zu gehen und ihn alleine zu lassen. Ich wollte ihn nicht alleine lassen, weil ich wusste dass er lediglich noch mehr Schmerz verspüren würde als ohnehin schon. Dieser Mann verwirrte mich, von einer Sekunde auf die Nächste veränderte sich seine Laune, stieg an oder sank bis weit unter die Erde - wortwörtlich. Alles was ich über diese Erinnerungen wusste, war dass es schmerzhafte Erlebnisse seiner Vergangenheit waren, Dinge die ihm sein eigener Vater angetan hatte weil er so unglaublich viel Hass für Gott und die Welt übrig gehabt hatte, dass er seinen eigenen Sohn dafür bestrafen hatte wollen dass er am Leben war. Weil ihm seine Frau weggelaufen war, und ihren Sohn nicht mitgenommen hatte. Leise atmete ich ein. Sein mir nur zu bekannter Geruch, den ich bereits vor wenigen Minuten in der Nase gehabt hatte, stieg mir ein weiteres Mal in die Nase und kitzelte mich. Ich hoffte dass er sich beruhigte, wollte dass er durch meine Anwesenheit irgendwie verstand dass er nicht etwa in Gefahr war, und dass er keinerlei Schmerzen mehr verspüren würde. Weil ich ihm nicht weh tun wollte, und es auch niemals tun würde. Weil sein Vater nicht hier war - und er beruhigte sich wirklich. Nur langsam, aber dennoch. Die Zeit hatte ich ohnehin schon längst vergessen, und dieser Moment fühlte sich bereits so viel länger an als er eigentlich war. Vorsichtig legte ich meine Arme ein weiteres Mal um seinen Körper, legte meine Hand in seinen Nacken und schloss die Augen. "Es ist alles in Ordnung Jax. Wir sind hier alleine, nur du und ich", flüsterte ich leise an seinem Ohr. Seine Haare kitzelten meine Wange. Ich wusste nicht, ob er mir überhaupt noch in die Augen sehen würde. Wahrscheinlich nicht, zumindest nicht nachdem was hier gerade passiert war. Er wollte stark sein, wollte wirken als hätte er vor nichts und niemandem Angst. Er hatte aber gelogen. Er hatte noch Angst vor seinem Vater. Er hatte Angst vor Schmerzen; weil er sie nicht spüren wollte. Weil er eigentlich ein ruhiges, friedliches Leben leben wollte - hier in der Wildnis, in der ihm kein Mensch begegnen könnte. Er hatte gelogen, und ich hatte es ihm geglaubt, würde es ihm aber dennoch nicht vorhalten. Nicht jetzt, und ganz bestimmt auch nicht später. Jeder hatte Angst! Er musste meinetwegen nicht so tun als hätte er keine, als hätte er keinerlei Probleme. "Du musst mit mir reden Jax, wenn du willst das ich hier glücklich werde dann musst du mir sagen was ich tun darf und was nicht. Ich will nicht das du alle paar Tage am Boden liegst, dir irgendetwas brichst oder den Camper zerstörst weil ich etwas gesagt oder getan habe, das dich an etwas erinnert", sagte ich leise und strich sanft mit meinem Daumen über seinen Haaransatz im Nacken. Wahrscheinlich war es zu viel verlangt, immerhin war ich der verdammte Grund weshalb er hier plötzlich alles kurz und klein geschlagen hatte. Gott, das hier war einfach so verdammt verwirrend und so verdammt falsch. Ich sollte wütend sein, ihn anschreien und mit Dingen nach ihm werfen weil er mich hierher gebracht hatte. Stattdessen aber machte ich mir Sorgen, Vorwürfe und versuchte diesem Mann irgendwie zu helfen, obwohl ich keine Ahnung hatte wie.

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Jackson "Jax" McCoy
Ich hielt das nicht mehr aus! Ich konnte nicht mehr. Ständig hörte ich ihn in meinem Kopf, hörte seine Worte, spürte seinen Hass und die Kälte. Ich war nur selten wirklich allein. Eben, als wir zusammen im Bett gelegen hatten und einander einfach nah gewesen waren. Dieser Moment war gut gewesen. Ich hatte nur an sie denken müssen. Jetzt, wo ich aber genauer darüber nachdachte, hörte ich ihn in meinem Kopf. Er brüllte mich an und niemand außer mir konnte es hören. Es tat so weh. Jeder Zentimeter meines Körpers schmerzte und ich sackte zu Boden, zog die Beine an und verkeilte meine Finger in den zu langen Haaren. Das alles bildete ich mir nur ein. Es war ein blöder Scherz meines geschundenen Herzens und meines Verstandes, den mein Vater geformt hatte wie er ihn wollte. Er trieb mich zurück in die Erinnerung. Ich konnte seine Stimme nicht ausblenden, die mich immer und immer weiter in die Erinnerung zurück schubste, die dafür sorgte, dass ich meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle hatte. Ich würde River verletzen und es mir nie wieder verzeihen. Ich könnte sie umbringen! So wie es mein Vater sich nie getraut hatte bei mir durchzuziehen. Hätte er es doch einfach getan. Dann wäre das alles hier vorbei. Ich selbst würde nie diese Entscheidung treffen. Es war feige. Ich musste diesen Schmerz spüren. Ich musste bestraft werden. Dem auszureichen war feige! Ich atmete viel zu schnell und panisch, als River ihre Finger zwischen meine schob und sie aus den Haaren löste. Nun hielt mich nicht einmal mehr der echte Schmerz in der Realität. "Nicht, bitte geh einfach!", wimmerte ich und kam mir in diesem Moment so erbärmlich vor wie schon lange nicht mehr. Ich dachte nach dem Ausriss bei meinem Vater hätte ich meinen Stolz gefunden, aber gerade war davon nichts mehr zu sehen. Ich wollte nur, dass sie sich in Sicherheit brachte, damit ich der Stimme nachgeben konnte. Ich wollte mir das nicht mehr anhören. Ich wollte die Erinnerung erleben und danach völlig fertig zusammensacken und es vergessen, es verdrängen; so wie immer. Ich wollte ihr nicht weh tun, wieso provozierte sie es? Sie war hier, ja. Sie brachte sich damit in Gefahr! Nur sie war hier, mein Vater nicht. Er war weg. Ihn hatte ich hinter mir gelassen. Sie aber war hier. Ihre Stimme war real. Nur ihre Stimme, die zwischen all dem Wirrwar wirklich echt war. Sie drängte meine Beine zur Seite, kletterte dann über sie und setzte sich auf meinen Schoß, sodass sie direkt vor mir saß und ihre Stirn an meiner lag. Noch nie hatte ich mich einem Menschen so verbunden gefühlt. Mein Herz schmerzte in meiner Brust, aber es war eher so, als würde es sich ausdehnen. Als würde man seine wunden Muskeln nach einem langen Lauf dehnen und danach ausruhen. Es war ein guter Schmerz, den ich so noch nie wahr genommen hatte. Ich drehte meinen Kopf leicht zur Seite, beugte mich vor und legte ihn auf ihre Schulter, während die Bilder vor meinem Kopf langsam ruhiger wurden und ich bald darauf wieder klar sah. Dann war es wieder still. So als wäre der Sturm bis eben gar nicht echt gewesen. Ich blieb einfach so sitzen. Und ich war fertig. Absolut erschöpft und emotional am Ende. Das alles hierverwirrte mich. Ich kannte das hier nicht. Zuneigung, Nähe, Vertrauen... Es war neu und es machte mir einfach Angst. War es nicht das gewesen, was ich immer gesucht und gewollt hatte, obwohl ich wusste, dass ich es nicht durfte? Wieso bloß war es dann so schwer?

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Odette Lelouch

Wenn die Vorstellung vorbei war, war es jedes mal eine kleine Erleichterung. Ich lief eilig in die Kabine, schlüpfte in meine Jeans und mein Top. Roberto und ich wollten nach der ganzen Anstrengung noch schnell etwas nach hinten gehen und etwas plaudern. ALso nahm ich mir meine Chucks und meine Lederjacke, lief zum EIngang. Roberto brauchte sowieso länger. Solange konnte ich mich noch um mein Haar kümmern. Ich löste diesen unangenehmen strengen Dutt.Sofort fielen meine Locken übe meine Schultern. In genau diesem Moment kam Roberto auf mich zu. Er war einfach ein Gott. Perfekte Muskeln, perfektes Gesicht, perfektes Auftreten. Schade, dass er schwul war...sonst hätte ich definitiv etwas mit ihm angefangen. Doch so waren wir richitg gute Freunde. Mit einem breiten Grinsne im Gesicht kam er auf mich zu. ,,Etwas frische Luft gefällig?" Er grff mich und legte mich über seine Schulter als wäre ich nichts. Dann lief er lachend mit mir nach draußen. Ich begannn ebenfalls lachend auf seinem Rücken zu boxen. ,,Roberto, komm schon. Ich hab doch zwei gesunde Beine." draußen angekommen hielt er inne. ,,Süße, ich denke du hast Besuch." Er stezte mich ab, sodass ich mich umdrehen konnte. Sofort kam James in mein Blickfeld. Innerlich beruhigte ich mich selbst. ,,Hey, was für eine Überraschung. Wie kommt es, dass du zur Vorstellung gekommen bist?"
Mein Blick glitt weiter auf die Blumen in seiner Hand. ,,Für mich? Das ist aber lieb, danke." Ich nahm sie ihm ab. Roberto war es, der is emir aus der Hand nahm. ,,Gib her, ich bringe sie zu den anderen. Die kann ich ja dann wieder deinen Eltern geben." ,,Danke dir." ich gab ihm einen kurzen kuss auf die Wange und sah ihm noch nach, ehe ich mich an James wandte. ,,Und, was hast du geplant?"

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(kein Problem ;)
James "Jem" Harvey
Ich war den Schultag über recht abgelenkt bis ich endlich eine SMS bekam. Odette hatte geantwortet. Und sie hat zugesagt. Ich wusste einen Moment gar nicht was ich antworten sollte doch schrieb dann "Wann und wo soll ich dich abholen?" antwortete ich nur. Als ich mir ihre Nachricht dann nocheinmal durchlas musste ich grinsen. Sie hatte mich Meister genannt. Wie auch immer sie auf das kommt ich fühlte mich geschmeichelt.
Als ich mich in der Mittagspause immer noch lächelnd darüber zu meinen Freunden an den Tisch setzte um zu essen, zogen sie mich wegen meiner guten Laune auf obwohl sie nicht wirklich wussten wieso. Nicht dass ich es ihnen verraten hätte - dann hätten die Scherze wohl nie ein Ende gefunden. Als Odette mir dann antwortet wo ihre Aufführung war und wann ich sie holen sollte steckte ich mit einem zufriedenen Lächeln mein Handy weg und konnte mich den Rest des Tages, mehr oder weniger, auf die Schule konzentrieren.
Als ich Heim kam saß mein Vater überraschender Weise im Wohnzimmer am Sofa und surfte an seinem Laptop. Ich grüßte ihn nr im Vorbeigehen doch er lie mich anhalten. Er informierte mich darüber dass wir heute Abend zu einer Veranstaltung gehen würden und ich zumindest ein Hemd anziehen sollte. Ich nahm es zur Kentniss und zuckte die Schultern. Uhrzeitmäßig wird es sich locker ausgehen Odette dann noch abzuholen also fügte ich mich stillschweigend meinem Schicksal. Erst am Abend, bevor wir losfuhren und ich fragte wo das denn ist klingelten Alarmglocken bei mir. Ich checkte nocheinmal mein Handy. Ich hatte mich richtig erinnert. Anscheinende gingen wir zu Odettes Vorführung. Mit einer Mischung aus Vorfreude und auch ein wenig Nervosität nahm ich mein Motorrad und fuhr zum Veranstaltungsort. Ich war froh dass mein Vater nicht darauf bestand mit ihm im Auto zu fahren weil er wohl sonst meinen komischen Gemütszustand bemerkt hätte. Obwohl - wahrscheinlich eh nicht, oder es wäre ihm nicht wichtig genug gewesen. Solange ich da war wenn er es wollte und das machte was er wollte war er zufrieden und glücklich.
Wir trafen Odettes Eltern Vor der Vorführung doch ich hielt mich großteils zurück. Wir folgten ihnen zu Plätzen in der ersten Reihe wo ich neben meinem Vater platz nahm. Als die Vorstellung begann und Odette auf die Bühne kam war ich gefangen. In ihrem Ballettkleid sah sie so schön und so anders aus. Ich konnte meine Augen nicht von ihr lösen. Ich beobachtete sie die ganze Vorstellung hinweg. Als die Vorstellung zu Ende war entschuldigte ich mich von meinem Vater und Odettes Eltern und bahnte mir einen Weg aus der Menge, draußen ging ich einmal um das Haus herum bis ich zu einem von der Stadt gepflanzten Blumenbeeten kam. Ich pflückte, klamm heimlich und sowas von unerlaubt, einige blaue Blumen. Es war kein großartiger Strauß aber immerhin.
Ich huschte wieder hinein und schlich mich zu den Ausgängen wo die Darsteller herauskommen würden und wartete dort auf Odette. Unsere Eltern hatte ich gottseidank seit ich mich von ihnen getrennt hatte nicht mehr gesehen.

~ Träme können wahr werden, wenn man nur hart genug dafür arbeitet. ~

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Odette Lelouch

Mein Blick fiel nach dem Ballettunterricht auf mein Handy. Ich hatte eine SMS von einer unbekannten Nummer. Mein erster Reflex war es, diese einfach zu löschen und anschließend weiter zu machen doch mir fiel James ein, welcherja meine Nummer hatte. Beim Lesen des Inhaltes wurdeauch klar, dass sie von ihm war. Ich dachte kurz nach, ehe ich ihm eilig eine Antwort schrieb.
Ja, klar gerne. immerhin brauchst du ja noch die Details. Irgendwelche Wünsche, Meister? Ich hab heute Abend eine Aufführung aber danach hab ich Zeit. Wie sieht es bei dir aus? Mir blieb jedoch nicht viel Zeit, weiterhin auf mein Handy zu gucken, da unsere Tanzlehrerin bereits wartete, dass wir fortfahren konnten.
Ironischerweise tanzten wir heute Abend Schwanensee und natürlich musste ich Odette spielen. Wer hätte das gedacht?
(Ich greife jz mal etwas vor, ich hoffe das ist okay ;) Notfalls ändere ich das nochmal, wenn es dich stört das er sie bei der Vorstellung überrascht ^^)
Kurz vor der Vorstellung brach im hinteren Bereich ein reiner Wahn aus. Alle rannten wild durcheinander, schlüpften in Kleider. Ich besah nochmals mein Kleid. Eigentlich so garnicht mein Stil, ich war eher für den schwarzen Schwan zu haben dochw as sollte man machen. Ich zupfte nchmals alles zurecht, ehe ich hinter die Bühne ging. Die Musik begann leise zu spielen. Ich tippelte mit meinem breitesten Lächeln auf die Bühne. In der ersten Reihe erkannte ich sofort meine Eltern und, zu meiner großen Überraschung, saß James mit sienem Vater daneben. Hatten meine Eltern sie eingeladen? Ich wusste nichts, ließ mir jedoch nichts anmerken und ließ mich einfach vom Rhytmus der Musik leiten. Ein Schritt nach dem anderen.

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Leon Sergan
Ich hatte damit gerechnet, dass sie gehen würde. Ich hatte damit gerechnet, dass sie weiterhin Spass mit ihrem Freund haben würde. Doch ich hatte nicht damit gerechnet, was sie sagte. Einen Kaffee trinken gehen? Das letzte Mal, als wir zusammen einen Kaffee getrunken hatten, hatte sie mich so ziemlich abgeblockt? "Na gut, wenn das Gespräch nicht wieder so endet wie das letzte Mal", erwiderte ich. Ich wollte nicht so ein Treffen machen, wenn sie nach einer Frage, sich sofort zurückzog. Dann verbrachte ich meine Freizeit lieber anders. Ich wusste nicht, ob sie das verstehen würde. Immerhin hatte sie ein schönes Zuhause, einen Vater, der auf sie aufpasste und noch vieles mehr. Ich hatte all das nicht. Ich seufzte leise und fuhr mir durch das Haar. "Wann hast du denn Zeit?", fragte ich dennoch und sah ihr in die Augen. Sie war eigentlich nicht von schlechten Eltern, aber sie war einfach zu schüchtern und zu verschlossen. Ich war jedoch trotzdem gespannt, wie dieses Treffen mit dem Mauerblümchen ablaufen würde.

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River Wintour
Ich konnte nicht wirklich sagen, ob ihm meine Anwesenheit hier überhaupt irgendetwas brachte, außer nur noch mehr Schmerzen. Möglicherweise hielt es ihn davon ab jetzt sofort auf die Arbeitsplatte, die Wände oder die Schränke einzuprügeln als könnten ihm diese Schmerzen irgendetwas geben, ich war mir aber schon jetzt ziemlich sicher dass ihm meine Anwesenheit hier nur noch mehr Schaden zufügte als ich wollte. Ich hatte nicht gewollt, dass er in diese schrecklichen Erinnerungen zurück verfiel, nur weil ich ihm etwas an den Kopf warf das er schon längst wusste. Ich hatte doch nicht wissen können dass ihn meine Worte irgendwie zurückwerfen würden, wie hätte ich auch? Er wollte nicht dass ich hier war, weil er sehr wahrscheinlich davon ausging dass er mir irgendwie weh tun würde - weil er wusste, dass er mich schon einmal geschlagen hatte. Und auch wenn ich seine Hand immer noch auf meiner Wange spüren konnte, wenn ich mich daran erinnerte, hatte ich gerade in diesem Moment mehr Angst um ihn, als um mich selbst. Weil er schon so lange damit leben musste, und weil er sich wahrscheinlich während dieser Erinnerungen schon so oft selbst verletzt hatte. Ich biss mir auf die Unterlippe, schluckte schwer und zog die Augenbrauen zusammen. Er wollte mich nicht hier haben. Er wollte nicht dass ich hier war, weil er mich verletzen könnte - vielleicht auch, weil er nicht wollte dass ich ihn so sah. Weil er stark wirken wollte, das tat er aber doch schon lange nicht mehr. Seine Fassade hatte doch schon zu brökeln begonnen, als ich das erste Mal gesehen hatte dass es Momente gab in denen er nicht er selbst war. "Ich gehe nicht", wiedersprach ich ihm und schüttelte den Kopf. Ich würde nicht gehen, selbst wenn es bedeuten würde dass erneut durch den Camper geschleudert werden würde, weil er vor Wut schwarz sah. Er gab seinem Vater Recht, sagte dass es doch stimmte. Gott, was hatte ich bitte getan dass er gerade so verstört war? Ich sollte nachdenken bevor ich irgendetwas sagte! Was? Ich verstand nicht, was er mir sagen wollte, ob er hier nicht gerade irgendwie versuchte sich selbst im klaren zu werden was passierte und was sein Vater tun könnte. Und dann ging er auf Abstand. "Jax", hauchte ich leise und sah ihn an. Zusammengekauert saß er am Boden, das Gesicht versteckt und die Hände in seinen Haaren vergraben als könnten ihm diese Schmerzen irgendwie ablenken. Ich sollte nicht gehen, er wollte aber das ich raus ging. Sein Vater würde mich verletzen, weil er mich einfach genommen hatte. Weil ich nicht hier her gehörte. Er sollte aufhören. Mein Magen zog sich schmerzhaft zusammen, und auch wenn ich wirklich versuchte ihm zu helfen wusste ich nicht, wie ich das anstellen sollte. Ich hatte keine Ahnung was genau ihn zurück geworfen hatte, geschweige denn - doch. Ich hatte ihm an den Kopf geworfen dass er mich entführt hatte. Das ich nicht hier sein sollte, und dass er sich einfach ein Recht heraus genommen hatte das nicht bei ihm lag. Und sein Vater hatte ihm gesagt dass er keinerlei Rechte besaß. Dass er Nichts war, noch nicht einmal Luft verdient hatte. Diese Einsicht half mir dennoch kein bisschen weiter. Leise ließ ich mich zu ihm auf den Boden sinken. Ich griff nach seinen Händen und schob meine Finger zwischen seine, sodass er seine Haare loslassen musste. "Ssch, Jax es ist alles in Ordnung", flüsterte ich leise und schob seine Beine etwas zur Seite. Vorsichtig kletterte ich über die Scherben zu ihm, strich ihm die Haare aus der Stirn. "Konzentrier dich einfach auf meine Stimme. Es ist alles in Ordnung, er tut dir nichts, und er kann mir nichts tun. Ich bin hier, okay? Ich bleibe hier", flüsterte ich leise an seinem Ohr. "Du bist sicher hier. Hier ist niemand außer dir und mir, und ich gehe nicht", erneut legte ich meine Hände an seine Wangen. Ich wollte ihm so gerne helfen, wollte wirklich dass er endlich aus diesem Zustand ausbrechen konnte. Sein Kopf, es war sein Verstand der gerade seine Tricks mit ihm spielte. Ich schob ihn langsam etwas zurück, kletterte auf seinen Schoß und legte meine Stirn an seine. "Du bist in Sicherheit. Hier passiert dir nichts", wiederholte ich meine Worte leise und schloss die Augen. Er sollte nicht vor mir weglaufen, weil er Angst hatte mich verletzen zu können. Er sollte noch nicht einmal großartig nachdenken, schließlich war es sein Kopf der ihm diese Schmerzen zufügte. Sein Verstand, der darauf gedrillt war das er nichts verdient hatte.

wir sprechen zu viel,
und fühlen zu wenig
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Jackson „Jax“ McCoy
Jetzt – nur jetzt – musste sie doch einmal auf mich hören, meiner Meinung sein und sich selbst schützen wollen. Wieso auch sollte sie mit einem verrückten Typen, der gerade durchdrehte und nicht ganz bei Sinnen war, in einem winzigen Camper eingesperrt sein. Jeder Mensch, der halbwegs klar im Kopf war, würde meinen Rat annehmen und mich hier einschließen, warten bis es abgeklungen war und danach erst wieder in den Camper steigen. Wieso also sie nicht? Konnte sie nicht einmal einfach vernünftig sein und sich um sich selbst kümmern? Sie sollte hiermit nichts zu tun haben und dennoch stellte sie sich direkt in meine Schusslinie. Sie machte es mir wirklich alles andere als leicht das alles zurückzuhalten. Sie berührte mich, stand direkt vor mir, aber ihre Worte… waren so ganz anders als das Gefühlschaos in meinem Herzen gerade. Sie lenkte mich in eine Richtung. Mein Herz beruhigte sich langsam wieder, aber mein Kopf kämpfte dagegen an. Ich hatte Scheiße gebaut, ich musste bestraft werden. Flashback. Ich erkannte wie wenig ich hier her gehörte. Flashback. Ich nahm mir, was ich wollte, genoss es jemanden bei mir zu haben und übertrieb es. Flashback. So war mein Leben doch schon immer abgelaufen. Ich drehte den Kopf weg, drückte gegen ihre Hände, die mich zwingen wollten sie anzusehen. „Nein, bitte. River, lass es. Geh raus, bitte!“, wimmerte ich und kniff die Augen zusammen. Ich wusste nicht, ob ich ihren Anblick jetzt ertragen konnte oder er mich zurückwarf, weil ich sie nicht verdient hatte. Ihre Nettigkeit nicht, ihre Aufmerksamkeit nicht, ihre Anwesenheit am aller wenigsten. „Aber er hat recht!“, keuchte ich und versuchte mich von ihr wegzudrehen, doch ich war wie erstarrt. Die Stimme meines Vaters in meinem Kopf hatte doch recht. Genauso wie River recht hatte. Sie beide waren einer Meinung. Wir drei waren es. „Aber er tut dir etwas! Er tut dir weh, weil ich dich einfach genommen habe. Du gehörst hier nicht her. Er sagt du musst weg. Du musst mich verlassen, so wie es jeder tut. Verlass mich nicht, oh bitte geh nicht weg! Du musst, du solltest. Ich kann nicht mehr! Bitte, geh einfach raus. Lass mich allein!“, wimmerte ich völlig durcheinander und atemlos. Ständig sprach mein Vater in meinem Kopf. Er hörte gar nicht auf mir in den Verstand einzureden. Ich fasste mir an den Kopf, zog an meinen Haaren und ging in die Knie. „Er soll aufhören. Bitte, er soll still sein.“, brüllte ich, um ihn zu übertönen und vergrub das Gesicht an den Knien. Ich hielt das nicht mehr aus. Ich konnte nicht mehr dagegen ankämpfen.

Always. ∞ ϟ 9¾ ♔ ⚯͛ △⃒⃘ ➵ ♆

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River Wintour
Ehrlich gesagt hatte ich ihm nicht so wirklich geglaubt; vielleicht aber war ich auch einfach naiv gewesen und dachte dass es nicht so schlimm sein könnte. Nun aber sah ich erst das wirkliche Ausmaß des Lebens, das er zuvor geführt hatte. Erst jetzt sah ich das volle Ausmaß der Behandlung, die er von seinem Vater bekommen hatte - die Schmerzen in seinen Augen, den Hass den er auf sich selbst verspürte weil ihm der Mann der auf ihn hätte aufpassen müssen, gesagt hatte dass er nichts wert war. Und Jax hatte es ihm geglaubt, glaubte selbst heute noch dass er das Leben nicht verdient hatte - und er hatte selbst heute noch Probleme mit seinem Vater, obwohl er ihn sehr wahrscheinlich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Sein Vater war wütend gewesen, hatte nichts als Hass verspürt und um seinem miserablen Leben zu entkommen hatte er das getan, was so viele andere Menschen nun einmal taten: auf die Schwächeren eintreten, bis sie am Boden lagen, und selbst dann hörten sie nicht auf. Sein Vater hatte ihn umbringen wollen, dafür bestraft dass er überhaupt am Leben war, und nun dachte Jax wirklich, dass er nichts wert war. Dass er das Leben nicht verdient hatte, weil man es ihm schon vom Kindesalter an gesagt hatte. Wahrscheinlich sollte ich vor Angst zittern, die Beine in die Hand nehmen und weglaufen, stattdessen aber versuchte ich gerade wirklich ihm zu helfen. Weil ich nicht wollte dass er wegen mir Schmerzen hatte, egal ob körperliche oder die in seinem Kopf. Ich sah, wie unglaublich schwer es ihm in diesem Moment fiel nicht wieder in die Erinnerung zu verfallen, und trotzdem kämpfte er dagegen an weil er mich nicht verletzten wollte. Das hatte er mir schon gesagt - er wollte mich nicht verletzen. Das war das letzte, was er wollte. "Sieh mich an Jax, bitte", vorsichtig drehte ich seinen Kopf wieder etwas in meine Richtung, und schob mich damit in sein Sichtfeld. "Ich habe keine Angst. Er ist nicht hier", natürlich sah Jax das anders, und ich log wenn ich sagte dass ich keinerlei Angst hatte, ich würde es ihm jedoch nicht sagen. Nicht jetzt, und auch nicht später. Ich war Schuld daran dass er überhaupt in diese Erinnerung zurückgeworfen worden war. Sanft strich ich mit meinen Daumen über seine Wangen, und sah ihn an. "Konzentrier dich auf mich, okay? Auf meine Stimme. Hör ihm nicht zu", ich sollte seiner Bitte, oder viel mehr seinem Wunsch, wahrscheinlich besser nachkommen und ihn einfach alleine hier lassen, um ehrlich zu sein hatte ich aber mehr Angst davor dass er sich selbst ernsthaft verletzen könnte, als vor den Schmerzen die er mir möglicherweise zufügen könnte. "Ich bin hier. Er kann dir nichts mehr tun. Ich passe auf das er dir nichts mehr tun kann, okay?" Ich wollte diesem Mann wirklich helfen, so wie er mir helfen wollte. "Es ist alles in Ordnung", wiederholte ich und trat noch einen Schritt näher an ihn, in der Hoffnung ich könnte ihn wirklich irgendwie davor retten gleich ein weiteres Mal auszuflippen.

wir sprechen zu viel,
und fühlen zu wenig