Diese Leseprobe eröffne ich für Bella1995.
Lina und das große Geheimnis
Kapitel eins
„Lina, wenn du jetzt nicht aufstehst verpasst du deinen Zug und ich kann dich heute nicht zur die Schule bringen, “ sagte meine Mutter leicht an genervt. Oh nee, heute ist ja wieder Schule. Ich stöhnte. „Ach Mama, mir geht es nicht gut, kann ich heute nicht zuhause bleiben?“ „Nein Lina, du gehst heute in die Schule.“ „Wie ich diese Frau manchmal hasse, “ sagte ich so leise, dass sie mich nicht hören konnte.
„Bitte Elena, warum denn nicht?“ fragte ich bettelnd. „Es ist ganz einfach zu verstehen, hast du schon was von der Schulpflicht gehört, ja hast du, das weiß ich. Auch wenn du schon zehn Jahre in der Schule bist, du machst mir die zehnte Klasse zu Ende und am besten die elfte auch noch, kapiert? Und Außerdem, sobald ich dir deinen Willen lasse, ziehst du dich doch sowieso an, weil du plötzlich ein schlechtes Gewissen bekommst.“ meckerte sie mich leicht gestresst an. „ Ja, ich habe es kapiert“, sagte ich lahm.
Man, immer das gleiche, wenn meine kleine Schwester Lee etwas will, bekommt sie es und das ist nicht nur ein pubertierendes Geschwafel, denn so ist es immer.
Auch wenn sie vielleicht Recht hat, ich würde ein schlechtes Gewissen bekommen und mich anziehen, aber ausprobieren kann man es ja, oder nicht???
Aber trotzdem. Ist das immer so, bei kleineren, mit schönen blauen Augen, blonden schulterlangen Haaren, ach die schönen blonden Löckchen nicht zu vergessen, dass die alles bekommen was sie wollen? Sie sieht genauso aus wie meine Mutter, als sie noch klein war. Und ich, Ich habe gar keine Ähnlichkeiten mit meiner Familie, noch nicht mal mit meinen Großeltern, Mütterlicher und Väterlicher Seite, das ist so deprimierend. Ich habe lange glatte rotbraune Haare, Schoko-braune Augen, volle schöne Lippen, meine Haut ist hell (aber so richtig hell) und ich kann solange in der Sonne bleiben wie ich möchte, meine Hautfarbe verändert sich kein kleines bisschen. Ich glaube wenn ich jetzt noch glitzern würde so wie die Vampire aus Twilight würde ich austicken. Aber wenn ich von Elena oder Maik wissen will warum ich anders bin als die anderen aus meiner Familie, meinen sie andauernd, dass ich es irgendwann erfahre, aber jetzt noch zu jung dafür sei und immer antworte ich „ Mann, ich bin 16 Jahre alt und ich glaube, dass ich jetzt langsam das Recht dazu hätte, zu wissen, was mit mir los ist, meint ihr nicht auch?!“
Immer wenn ich dann das Thema vertiefen möchte gucken sich Maik und Elena, so heißen meine Eltern, blöd an und wechseln schnell das Thema. Das schlimmste ist, das es auch noch ein Geheimnis gibt und mich keiner einweihen möchte.
Wie ich das hasse.
Ich guckte zu meiner Mutter, als sie mich traurig anschaute und dann meinte „Lina ich meine es nicht böse, aber ich möchte das du wenigstens ein guten Abschluss bekommst bevor du...“ sie sprach ihren Satz nicht zu Ende und so versuchte ich sie weiter zu drängen.
„Bevor ich was, Mum?“ Ich soll meine Eltern zwar mit dem Vornamen ansprechen, da sie dieses "Mum" oder "Dad" nicht gerne hören, aber ich mach es trotzdem.
(Wieder zurück zu Elena!!!)
Elena setzte sich kurz auf mein Bett und nahm mich das erste Mal nach einiger Zeit wieder in den Arm. Doch dann sagte sie plötzlich, nein sie versprach es mir, „Lina es wird nicht mehr lange dauern dann wird sich alles verändern und du wirst alles mit ganz neuen Augen sehen.“ Dann ging sie schnell aus meinen schönen großen Zimmer und sagte mir schnell was beim Gehen:
„ Warte heute Abend nicht auf uns, wir kommen erst sehr spät nach Hause, ich muss jetzt zu Arbeit. Maik bringt gleich Lee in den Kindergarten, und du steh jetzt endlich auf. Ich hab dich lieb, meine süße. Bis Morgen, “ den Rest schrie sie, und dann war sie weg, ohne dass ich etwas erwidern konnte.
Was war das denn? So war sie bis jetzt noch nie. Ach egal. Ich stand jetzt erst mal auf und ging ins Bad. Das Haus ist wirklich nichts Besonderes, fand ich, aber meine Freunde meinen, dass ich wirklich Glück haben muss, schön, reich intelligent. Die sind so in meinen Sachen verliebt, dass ich mich manchmal frage, was sie mehr lieben, ihre Freundin persönlich oder eher die Sachen ihrer Freundin.
Aber ich weiß, dass meine Freunde alles für mich machen würden und ich weiß, dass sie wissen, dass das auf Gegenseitigkeit beruht. Aber Mara und Claire, meine zwei besten Freundinnen müssen die neunte Klasse wiederholen, da die Zeugnisse von ihnen nicht gerade Super ausgefallen sind.
Tja, jetzt muss ich dadurch und ich bin ja trotzdem nicht alleine, mein bester Freund Flo, der sich schon ziemlich lange nicht mehr bei mir blicken gelassen hat, also Florian geht mit mir ja noch durch die Hölle. Auf jeden Fall weiß ich das Claire und Mara sich andauernd fragen, wie ich das schaffe, jeden Tag außer Haus zu sein, nie zu lernen und nur durch das Zuhören alles zu merken und zu verstehen, aber ich weiß es selber nicht, leider.
Komischer weise dachte ich jetzt auch noch an Hannah, meine ALLER BESTE Freundin, die vor drei Jahren Umgezogen ist. Wir haben mittlerweile nur noch ganz wenig Kontakt, aber sie hat mir nie ihre Adresse gegeben, sodass ich sie anrufen oder ihr ein Brief schreiben hätte können.
Dabei betrachtete Ich mich im Spiegel und überlegte was ich machen soll (nicht mit Hannah, denn sie würde sich noch früh genug melden, sie ruft mich nämlich immer dann an (ihre Nummer steht immer auf unterdrückt), wenn ich sie am meisten brauch). Aber als nächstes machte ich mir meine Haare, wusch mich und putzte mir meine Zähne.
Am Ende zog ich mir ein tolles, schönes, kurzes Kleid an und eine Leggings darunter und mal wieder sah ich wunderschön aus. Ich hasse es so schön zu sein, vor allem, weil ich immer ungewollt die Aufmerksamkeit auf mich zog.
Es waren wirklich sehr viele Jungs auf meiner Schule die mich begehrten und verehrten, aber es war noch nie der richtige dabei, also auf Deutsch, ich hatte noch nie einen festen Freund.
Ich nahm mir meinen Rucksack aus der Ecke, wo ich ihn immer nach der Schule hin schmeiße, und ging runter in die Küche. Mein Vater saß schon am Tisch und Frühstückte mit Lee. „Guten Morgen ihr zwei, habt ihr gut geschlafen??“ Fragte ich gut gelaunt und machte mir schnell ein Brot für die Schule. Mann, warum bin ich gut gelaunt ich hatte doch gerade noch schlechte Laune, fragte ich mich leise!
„Wir haben gut geschlafen, und du Lina?“
„Gut, gut.“ Als ich das sagte, guckte mein Vater mich misstrauisch an, und meinte dann „Komisch, als ich heute Nacht kurz bei dir im Zimmer war, sah das aber ganz anders aus!“ „Boa Maik, du weißt genau das ich das nicht mag wenn man mich im Schlaf beobachtet, “ sagte ich wütend. „Ich habe dich nicht beobachtet, große. Ich wollte nur Wissen ob mit dir alles in Ordnung ist und als ich merkte dass du schlecht schläfst habe ich dich kurz geweckt, aber du hast mich gar nicht mitbekommen. Wie auch immer ich glaube, du musst jetzt los, oder?“ Die Küchenuhr zeigte fünf vor halb acht an und mein Zug kommt um fünf nach halb acht. Ich stöhnte.
„Jupp, ich muss gleich los. Ich hab von Elena gerade erfahren dass ihr heute später wiederkommt und ich soll nicht auf euch warten, aber wo ist Lee heute?“ „Lee wird um eins von Marie im Kindergarten abgeholt und die zwei gehen dann in den Zoo“, sagte er und biss von seinem Brot ab.
Ach ja Marie, unsere Babysitterin. Die hat sogar schon auf mich aufgepasst, und daher weiß ich auch, dass es immer wieder toll ist, mit ihr irgendwohin zugehen. Ihr fällt immer was Neues ein, was sie mit uns machen könnte. Das waren immer tolle Stunden, wenn sie auf mich aufpassen musste, aber jetzt bin ich schon zu alt für eine Babysitterin und gehe immer nach der Schule mit irgendwem in die Stadt oder mache anderen Kram.
„Ach so, okay ich bin jetzt weg, Dad.“
„Ähm Lina?!“ Ich war gerade an der Tür angekommen, als mein Vater mich nochmal zurück rief. „Ja Maik, was gibt es denn noch, ich verpasse mein Zug!“ sagte ich leicht angesäuert.
„Pass auf dich auf, okay!?“ „Was habt ihr heute alle? Ihr tut ja alle so, als ob das mein erster Schultag wäre, hallo ich bin in der Zehnten nicht mehr im der Grundschule!?“
Er schaute schnell weg und redete schnell mit Lee und ignorierte mich. „Na toll, es wird ja immer mysteriöser“ rief ich laut und verschwand schnell aus dem Haus.
Lg und seid gesegnet...Zoe...

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