The Hamptons [Revenge] RPG

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The Hamptons [Revenge] RPG

Aloha, dieses RPG eröffne ich für Troian.

THE HAMPTONS ʸᵒᵘʳ ᶤᵐᵖʳᵉˢˢᶤᵒᶰ

Hier geht es zur offiziellen Gruppe!

Unsere Geschichte:
In einer Reihe von Millionen-Dollar-Strandhäusern und den reichsten Familien der Nation herrscht eine Fülle von Leben, die Menschen verändert - und du hast die Möglichkeit in den Hamptons, an Barbecues, Partys und gesellschaftlichen Ereignissen sowie dem restlichem puren Luxus teil zu haben. Doch sei auf der Hut, auf den Hamptons scheint jeder Bewohner etwas zu verstecken und etwas zu wissen was nicht ans Licht kommen soll. Deine Nachbarn sind nicht die die sie vorgeben zu sein. Die bekanntesten Leute auf der Insel ist die Familie Grayson, die nicht davor scheuen zu prahlen was sie alles an Vermögen besitzen. Werde Teil an dem Leben der New Yorker Halbinsel und vielleicht bekommst du ja sogar ein Ehrennamen und darfst in das Geheimnis der mysteriösen Ereignisse der Familie Greyson schnuppern oder aber du versucht dir dein eigenes Leben auf zu bauen und dich aus allem fern zu halten. Versuchst die Typischen Probleme wie Geldsorgen oder Probleme im Liebes Leben zu meistern. Eines sei gesagt: Ruhm, Macht, Ehre, Geheimnisse und Gerüchte können Menschen verändern. Die Hamptons sind groß und die Graysons haben ihre Finger überall im Spiel.

Euer Geheimnis:
Was verbirgt sich hinter eurer Person? Die Hamptons sind bekannt als einer der Reichsten Insel New Yorks und so sind auch dessen Bewohner. Doch nicht alle sind die die sie vorgeben zu sein. Hinter der scheinbaren Glitzerwelt stecken auch ihre Schattenseiten. Wie seid ihr an euer vermögen gekommen? Zum Beispiel war auch Daniel Grayson der Sohn der Familie für eine bestimmte Zeit im Knast da er wegen Körperverletzung eingebuchtet wurde. Im Gefängnis lernte er jede Menge Leute kennen denen er durch die Verbindung seines Vaters ohne sein Wissen Geld zu kommen ließ. Vielleicht seid ihr eine von ihnen und nutzt die Gelegenheit um euch in der Sonne auszuruhen nachdem ihr in den Genuss der Freiheit gekommen seid. Vielleicht arbeitet ihr Illegal auf der Insel als Stripper oder Drogen Dealer. Ein verloren geglaubtes Mitglied einer der High-Society Familien oder du bist ein verwandter/bekannter der Familie Grayson. Denn auf den Hamptons ist nicht alles so glamourös wie es scheint. All dies sind Geheimnisse die euren Namen unrein waschen könnten. Und wer will schon in der Nahrungskette ganz unten stehen?

Geschichte der Serie:
Emily Thorne ist für den Sommer zurück auf die Hamptons gekehrt und mietet das leer Stehende Haus neben der hoch angesehenen Grayson Familie. Was niemand weiß, Emily war schon mal in den Hamptons wo sie noch ein kleines Mädchen war. Was niemand ahnt: In Wirklichkeit ist Emily Throne: Amanda Clarke, dessen Vater für ein Verbrechen das er nicht begangen hatte festgenommen und ihm im Gefängnis dafür das Leben genommen wurde. Sie wurde dauerhaft von ihrem Vater durch eine Nervenklinik getrennt und sah ihn nie wieder. Amandas Vater im Gefängnis zu Tode verurteilt durch gefälschte beweise von Victoria Grayson. David Clarke hinterließ seiner Tochter eine Kiste mit Beweisen die seine Unschuld belegten, die ein gewisser Nolan Ross ihr überreichte. Amandas Vater wusste das der Tag seines Todes vor ihrem Neunzehnten Geburtstag einbrechen würde. Amanda nutze ihren Aufenthalt in der Klinik in dem sie mit einem Mädchen Namens Emily Throne die Identität tauschte um verdeckt zu bleiben. Doch nun, wo Amanda als Emily zu den Hamptons zurückgekehrt ist, hat sie sich den Vorsatz Rache an denjenigen zu nehmen die sie und ihren Vater damals ungerecht behandelt haben. Ganz oben auf ihrer Liste stehen die Graysons. Victoria Grayson, die Mutter in der großen Familie und die Frau die Amandas Vater liebte und ihn dann für einen 'Mord' den er nicht begannen hatte verriet. Als Emily ihrer Pläne immer weiter versucht in Bewegung zu setzen merkt sie nach und nach wie viel Wut doch in ihr Steckt und das sie auch bereit wäre über Leichen zu gehen. Doch nicht nur ihre Feinde stehen ihr im Weg sondern auch ihre Freunde (wie z.B. die Porters aus ihrer Kindheit) Eines steht für Amanda jedoch steht fest, sie steht zu der Unschuld ihres Vaters, auch wenn er sie in einen Brief gebeten hatte zu verzeihen.

„Das ist keine Geschichte über Vergebung...es ist eine Geschichte über Rache..!“ - - Amanda Clarke / Revenge 01x01

Charakter aus der Serie:
Victoria Grayson → FREI
Aiden Mathis → FREI
Emily Throne/Amanda Clarke →FREI
Nolan Ross → Troian
Amanda Clarke/Emily Throne → FREI
Conrad Grayson → FREI
Tyler Barrol → Little J.
Lydia Davis → FREI
Charlotte Grayson → FREI
Ashley Davenport → FREI
Declan Porter → FREI
Daniel Grayson > crazy_perfect
Patrick Osbourne → crazy_perfect
Padma Lahri → FREI
Jack Porter → crazy_perfect
Dav id Clarke → FREI

Aktive Mitglieder(zul. Aktualisiert 22.09.2017)
Troian.
Chord Heard
Nolan Ross
Cassian Winters
Harmony
Leah Jenkins
Derek Castaneda
crazy_perfect
Jack Porter
Patrick Osbrone
Daniel Greyson
colourful.death
Lillian Adams
.invisible.
Christian Hale
Nikki Carson
Miss Fabulous
Chloé Lookwood
Elizabeth 'Liz' McDarren
Sternenkind.
Faith Barrol

Steckbriefvorlagen:
...für selbst gemachte Charaktere, die in das Leben der Hamptons eintauchen:
Name: [Wie heißt ihr im HoN?]
Name im RPG: [Wie soll euer Charakter heißen. Vor/Nachname ?]
Geschlecht : [Männlich oder weiblich ? ♂ / ♀]
Alter: [Wie alt ist euer Charakter?]
Aussehen : [Bitte mit Real Life Link]
Charakterzüge/Art/Verhalten: [Beschreibe den Charakter deines Charas in Sätzen!]
Hobbys: [Was macht eurer Chara so in der Freizeit ?]
Etwas wissenswertes über die Familie?:[Reich/Arm/Allein lebend/ usw..]
Vorgeschichte : [Was hat er /sie bis jetzt schon alles erlebt?]
Sonstiges:[Besonderheiten Talente oder Merkmale seinen Charas?]
Hat dein Chara ein Geheimniss?: (Muss nicht ausgefüllt werden! )

Regeln:
- natürlich gelten zuerst einmal die Allgemeinen RPG-Regeln
- mindestens einmal in der Woche im RPG schreiben/melden
- in Ich-Form schreiben
- Namen eures Charas oben drüber
- Sachen die nicht zur RPG gehören bitte in Klammern (…)
- Gedanken bitte so //….// oder in kurviger Schrift
- Gesprochenes wird so „…“
- keine Beleidigungen und kein Streit, außer im RPG zwischen Charakteren
- Wenn ihr längere Zeit nicht on kommen könnt, sagt bescheid. Wenn ihr euch länger als einen Monat unentschuldigt nicht mehr meldet wird euer Chara wieder frei.
- Und zu Guter Letzt: Spaß haben.

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• Gemma Rouge.

Meine Augen glitten zwischen den beiden umher. Lex hatte sicher irgendwo hier eine Waffe platziert und ich würde garantiert nicht zulassen, dass er dort ankam. Stattdessen liefen wir weiterhin um den Tisch herum. Lillian und ich, wie zwei Raubkatzen die jeden Augenblick übereinander herfielen. Ich konnte mir vorstellen, dass sie sich von mir bedroht fühlte. „Komplizierte Geschichte Adams. Glaubst du denn wirklich ihr seid die einzigen die ein Auge von Archibald geworfen haben? Ich glaube nur für die Sache für die ihr ihn braucht ist er so gut wie nutzlos.“ Ich legte leicht provozierend den Kopf schief und grinste. Lex machte eine zu Ruckartige Bewegung worauf ich erneut meine Hände nach oben hob. Auch Lillian konnte wenn sie wollte nach der Waffe greifen. Sie würde eh nicht abdrücken auch wenn sie mich so sehr hasste. Sie griff über den Tisch, rutschte über den Tisch als sie meinen Arm greifen konnte und hielt mich in einem einigermaßen Festen Griff. Bravo, das hatte ich ihr gar nicht zugetraut. Herausfordernd sträubte ich mich ein wenig gegen sie. „Und was machst du jetzt? Du willst mich doch nicht erschießen Lillian bitte wem willst du hier etwas vor machen“, gab ich zynisch von mir und lachte gekünstelt auf. „Glaubt mir oder nicht, ich kann helfen. Und ich bin nicht hier um einen Krieg los zu brechen.“ Sämtliche Regungen fielen beinahe aus meinem Gesicht und ich schaute sie ernst und versteinert an. Als sie immer noch nicht reagierte verlieh ich meiner Stimme ein wenig mehr Druck. „George kann nichts tun. Er hält euch höchstens hin.“ Erneut zerrte ich an Lillians Griff bis sie mich unsanft los lassen musste da ich sie sachte von mir stieß. „Reg dich ab. Ich arbeitete nicht mehr für das A.I.M. Sie haben aussortiert“, stellte ich knapp fest und schüttelte mir mit einer sanften Kopfbewegung das falsche blonde Haar aus dem Gesicht. Ich begann sehr viele Perücken zu tragen seit dem alles in meinem Leben den Bach herunter gegangen war. Man war so gut wie nirgendwo mehr sicher. Wollte Lillian mich jetzt die ganze Zeit über nur böse anstarren oder wollte sie mir zuhören? „Niemand außer mir weiß von euch oder George. Sie haben Mitarbeiter um die Ecke gebracht. Mein Schicksal überlasse ich aber nicht irgendwelchen Spinnern vom Staat die irgendetwas vertuschen wollen.“ Es war immer noch eine Reine Enttäuschung wenn ich daran zurück dachte. Ich hatte so viel für diese Firma und das Projekt gegeben. Ob es jetzt richtig gewesen war oder nicht. Doch sie hatten mich einfach so fallen gelassen und ausgestoßen. Meine eigene Familie. „Ich habe noch etwas Ehre über die will ich nicht einfach so über den Haufen werfen.“ Lex kramte in einer der Schubladen, kam mit einem Art Seil um die Ecke, packte mich und stieß mich auf einen der Stühle „Was wird das Großer? Fesselspiele?“ Lex sah mir nicht einmal in die Augen stattdessen begann er wirklich mich am Stuhl fest zu binden. Gelangweilt verdrehte ich die Augen ohne auch nur eine Anstalt von mir zu geben mich zu wehren. „Halt die Klappe“, murrte er wütend. Ich drehte meinen Kopf zu Lillian und zog eine Augenbraue in die Höhe. „Deine Freunde sind immer gleich so aggressiv. Ihr solltet wirklich an eurem Sozialverhalten arbeiten. Aua“- Lex zog die Seile ziemlich fest. Nun saß ich also hier, umgeben von zwei Idioten die mich anstarrten wie sie panische Angst vor mir hatten. Wenigstens etwas was mir sagte das ich meinen Job damals beim A.I.M gut gemacht hatte. „Super jetzt stehen alle um mich rum. Was machen wir jetzt lustiges?“, fragte ich und seufzte frustriert. „Nur so in den Raum geworfen, ich wäre bereit mich normal zu unterhalten.“

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Lillian Adams
Eigentlich hatte ich gar nicht vorgehabt, so unglaublich viel Zeit mit Lex zu verbringen. Nicht weil ich nicht wollte –natürlich verbrachte ich gerne Zeit mit ihm!– sondern weil ich nicht den ganzen Tag dort draußen herumlaufen wollte, und möglicherweise von irgendjemandem erkannt wurde. Ich war nicht wie Lex und konnte einfach so meine sieben Sachen packen und von hier verschwinden. Da war Chord und Dan und Vince und Clint, ich konnte sie nicht einfach mitschleppen weil ich zu egoistisch gewesen war, um darauf zu hören was wir alle wussten. Wir konnten es uns einfach nicht leisten, ewiglange Spaziergänge in der Stadt zu machen, konnten uns nicht leisten in irgendwelchen Restaurants für Probleme zu sorgen oder einfach nur essen zu gehen, ohne auf Nummer sicher zu gehen. Um ehrlich zu sein war ich aber auch einfach zu müde, um bis spät nachts durch die Stadt zu laufen, dennoch kamen wir erst gegen drei Uhr nachhause. Es schliefen wahrscheinlich schon alle, und um ehrlich zu sein tat es mir fast schon leid das ich ihnen wieder einmal die Arbeit aufgedrängt hatte, auf meinen Sohn aufzupassen. Ich war seine Mutter, also musste ich mich auch um ihn kümmern. Selbst wenn ich es nun schon die letzten zwei Jahre getan hatte, und das ganz ohne ihre Hilfe - sie sollten nicht auf den Kleinen aufpassen müssen, wenn ich doch eigentlich selbst vorgehabt hatte, diesen Tag mit ihm zu verbringen. Müde schlüpfte ich aus meinen Schuhen, rieb mir übers Gesicht und sah Lex für einen Moment nach als dieser auch schon in der Küche verschwand. Er hatte gesagt das er nicht lange hier bleiben würde, dass er Dinge zu erledigen hatte, und ich würde ihn ganz bestimmt nicht aufhalten. Nicht ich. Seufzend schob ich mir die Haare über die Schultern, schaltete das Licht in der Küche ein und .. blieb stehen. Was zur Hölle? Augenblicklich spannte ich mich an, biss die Zähne aufeinander und starrte sie an. Was zur Hölle tat sie hier? Wir hatten uns verdammt nochmal versteckt! Sie sollte gar nicht erst wissen, dass wir hier waren! Vor allem aber hatte ich wirklich keine Ahnung, was sie hier wollte. "Das war kein Date", stellte ich trocken fest. Oh wow - selbst in einer Situation wie dieser hatte ich noch den Drang festzustellen, dass wir einfach nur Freunde waren. Kein Ärger? War das ein Witz? Sie war hier, natürlich wollte sie Ärger! "Was willst du hier, Gemma?", knurrte ich und trat einen Schritt zur Seite, gefolgt von ihr sodass immer noch der Tisch zwischen uns war. Nur zur Sicherheit - oh ja was wollte sie hier?! Ich sah zur Tür, sie hatte bitte was? Fast schon im selben Atemzug aber erklärte diese dumme Schnepfe auch schon, dass sie nur Witze machte. Oh ja tolle Witze! "Du schießt nicht. Du willst etwas", stellte ich fest und trat erneut einen Schritt um den Tisch, ehe ich mich darüber streckte um nach ihrer Waffe zu greifen. Sie würde nicht schießen, weil sie ganz genau wusste dass das alle hier im Haus plötzlich in der Küche stehen würden. Vor allem aber war sie nicht Grundlos hier. Nein, sie würde verdammt nochmal nicht schießen. Ich bekam ihren Arm zu greifen, zog etwas an diesem und rutschte über den Tisch zu ihr, griff mit der zweiten Hand nach der Waffe. "Was willst du hier, Gemma?!", wiederholte ich meine Worte und spuckte ihr ihren Namen beinahe ins Gesicht. Sie sollte verschwinden. Und wir mussten von hier weg, wenn sie schon hier war.

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• Gemma Rouge.

Es schien ewig zu dauern bis die Beiden nach Hause kamen. George zurück zu verfolgen war ein Kinderspiel. Es war meine Aufgabe das Ganze im Auge zu behalten und das obwohl ich nicht mehr beim A.I.M angestellt war. Ich musste echt zugegeben das Lillian sich eine Nette kleine Hütte ausgesucht hatte. Kein Wunder das sie so von der Bildfläche verschwunden waren. Doch den Schritt mit George hätten sie nicht gehen sollen. Lange hatte ich überlegt was ich tun sollte. Ich hätte sie schließlich einfach so übergeben können. Doch wenn man ehrlich war, entsprach das einfach nicht meinen Regeln. Das A.I.M. hatte mich gegen Vereinbarung einfach so hängen gelassen und sogar meinen Namen durchsickern lassen. So etwas verstand ich nicht unter Loyalität, schließlich hatte ich alles für sie getan. Sie mieden mich und nahmen mir alles was ich mir aufgebaut hatte. Mein Ziel war es also mir das natürlich zurück zu holen. Also tat ich dies auch auf meine eigene verdrehte Art und Weise. Es war mittlerweile drei Uhr. In der Hütte war es mehr als still. Nachdem ich mir also Zugang verschafft hatte saß ich in der Küche und wartete darauf das Lillian mit ihrem Freund nach Hause kam. Wir hatten eine Menge Dinge zu bereden und ich war mir mehr als sicher, dass man sich sehr gut gegenseitig helfen konnte. Als sich die Tür öffnete und die beiden endlich eintrudelten, verhielt ich mich solange Still bis jemand in die Küche kam. Blitzartig und doch leise drückte ich meine Hand auf seinen Brustkorb schlug ihn somit gegen die Wand und richtete gleichzeitig die Waffe an Schädel um ihm zu verstehen zu geben das er ja keinen Mucks von sich geben sollte. Es war ihr kleiner Muskulöser Freund Lex. Er sollte es gar nicht erst Probieren, ich war schneller wie er auch wenn er vielleicht Stärker war. „Wenn du irgendetwas sagst, puste ich dir schneller den Schädel weg als du ihren Namen rufen kannst. Versuch es erst gar nicht“, hauchte ich und fuhr mit meinen Fingern über seine Weiche Wange. Erst als Lillian das Licht anschaltete und unbekümmert die Küche betrat setzte ich mein süßestes Lächeln auf und gab Lex zu verstehen, dass er sich einmal um den Küchentisch bewegen sollte damit ein gewisser Abstand zwischen mir und Lillian lag. „Hay“, begrüßte ich sie als hätte ich heute nach einer langen Zeit mal wieder eine gute Freundin getroffen. Als Lex sich zu mir wand um mich zu entwaffnen, wich ich elegant aus und stieß ihn gegen den Küchentisch. Er stolperte in Lillians Richtung als ich die Waffe auf die beiden richtete. „Ich hab schon gedacht ihr kommt gar nicht mehr von eurem Dream Date.“ Als der Runde Küchentisch ganz zwischen uns stand blieb ich stehen. „Ist nur zur Vorsorge wir wollen doch keinen Ärger oder?“ Langsam erhob ich die Hände und nahm die Waffe somit aus der Richtung der Beiden. Auf Lillians Blick bildete sich ein grinsen auf meinen Lippen. Es war zu köstlich wie sie mich ansah. Glaubte sie wirklich sie hatte eine Chance gegen mich? „Ich glaube ich verbringe zu viel Zeit mit den Falschen Freunden“, ich warf Lex einen verführerischen Blick zu. Kaum zu glauben wen sie hier alles so versteckte. „Was?! Ich hab Chord geknebelt, Dan vergiftet, den Alten ausgeknockt und den Wonder Twin- wir wollen nicht drüber reden. Vince ist kein Klotz am Bein wenn ihr versteht was ich meine.“ Natürlich war das Ganze nur Spaß. Sie schliefen. Ich hatte mich so leise bewegt das keiner es mitbekommen hatte das ich hier war. Lachend richtete ich die Waffe wieder auf Lillian als sie Anstalten machte sich zu bewegen. „Entspann dich. Das war nur Spaß.“ Mein Lachen löste sich als ich die Augen verdrehte. „Gott seid ihr Verklemmt.“

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Lillian Adams
Mir war klar, dass ich zu oft zu viel nachdachte. Nachdenken war jedoch der einzige Grund dafür, dass ich überhaupt noch hier saß. Einzig und alleine die Tatsache, dass ich ständig einen Plan brauchte um mich wirklich sicher zu fühlen, hatte mich bis jetzt am Leben gehalten. Nicht weil ich besonders gut darin war zu kämpfen, oder weil ich besonders gut darin war irgendwelche Leute davon zu überzeugen das es besser für sie wäre, mich nicht etwa zu verpfeiffen oder aber gleich zu töten. Ich war nicht gut in diesen Dingen, ich war gut im Menschen belügen und betrügen, das war jedoch so ziemlich alles was ich konnte - zumindest, was den Umgang mit Menschen anging. Hier musste ich nicht ständig nachdenken, und das wusste ich, mir fiel es jedoch immer noch schwer einfach aufzuhören mir Gedanken zu machen. Es war mir schon während der letzten zwei Jahren schwer gefallen, weil ich immer noch so paranoid gewesen war und darauf gewartet hatte, dass die A.I.M zurückkam. Und nun wusste ich, dass es sie immer noch gab - so wie uns auch. Wir hatten sie ein Mal überlebt, mit verdammt viel Glück und einiges an Hilfe, die wir heute nicht mehr hatten. Und das machte mir Angst. Vergessen. Wusste Lex überhaupt, was er da von mir verlangte? Ich runzelte die Stirn und seufzte leise. Er verlangte das Unmögliche von mir. Ich konnte diese Dinge nicht einfach so vergessen, vor allem nicht in letzter Zeit. Nun war mir klar, dass wir möglicherweise nicht für immer sicher sein würden, das wir irgendwann wieder auf Probleme treffen würden. Vorgesorgt war, das wusste ich –ich wusste auch, das Clint und Chord hier überall Waffen versteckt hatten– das machte es wenigstens ein klein wenig besser. Das sie sich aber einfach so nach draußen begaben ohne irgendwie aufzupassen, obwohl mittlerweile fast schon sicher war dass diese dämliche Organisation immer noch irgendwo herumspukte, bereitete mir Sorgen. Chord war nicht mehr so wie früher - ja er hielt sich fit, aber das hieß nicht das er es mit zehn trainierten Männern aufnehmen konnte, die ihn umbringen oder mitnehmen wollten. Und er war derjenige, der jeden Morgen das Haus verließ um joggen zu gehen. Vielleicht war weglaufen aber auch ein ziemlich guter Weg um diesen Leuten zu entwischen, immerhin konnten sie nicht in allem gut sein, oder? Ich nickte leicht. "Ich weiß das sie ihm helfen", das war ja auch nicht die Frage. Die Frage war, ob sie noch etwas für Vince tun konnten. Ich hatte die selben Worte zu Chord gesagt, um ihn zu beruhigen und ihm zu zeigen das alles wieder gut werden würde, weil er .. nicht daran glaubte. Mittlerweile aber blieb uns einfach nichts anderes mehr übrig als abzuwarten und zu hoffen. Fragend runzelte ich die Stirn und sah zu Lex. Er wollte bitte was tun? Auf die guten alten Zeiten - ja, auf die guten alten Zeiten, die gab es aber doch schon lange nicht mehr. Oh jetzt wollte er also Essen gehen. Ihm war aber schon klar das es hell war, die Leute schauen würden, und wir sehr wahrscheinlich schneller von der Polizei erwischt werden würden, als wir weglaufen konnte, oder? "Du weißt hoffentlich das dort draußen jeder Polizist nach uns sucht, oder? Wir können nicht einfach irgendwohin gehen um uns einen schönen Tag zu machen Lex", das konnten wir schon lange nicht mehr, und Chord und ich würden uns wohl auch nicht mehr trauen raus zu gehen um ein paar schöne Stunden miteinander zu verbringen. Es war ein einziges Mal passiert, und nun wussten wir das es zu gefährlich war. Obwohl es das fast schon spannender und einladender machte. "Aber wenn uns irgendjemand schief ansieht, gehen wir, klar?", er würde doch sowieso kein Nein gelten lassen. Also konnte ich auch ein paar Regeln ins Spiel bringen.

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• Lex Howard.

Familie. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass ich zusätzlich auch noch in diese Schräge Reihe passte. Meine Vorstellung von Familie war ein wenig Kleiner gehalten. Gerade weil Chord und ich uns nicht leiden konnten und das aus einem ziemlich guten Grund. Klar würde das irgendwie Funktionieren, aber ganz so leicht war das ganze denn auch wieder nicht. Weil jeder von uns verschieden war. Lillian hatte sich in ihrem Leben einfach einen zu schrägen Haufen an Menschen zusammen gesucht die alle mehr als Normal Dinge von einem Abverlangten. Chaoten. Wie würde mein Alltag aussehen wenn ich hier anstelle von einem Motel aufwachte? Mhh. Daran durfte ich gar nicht erst Denken. Denn das allein sein war in der Tat eines der wenigen Dinge, die ich an meinem Dasein als "Einsamer Wolf" hasste. Ich stellte nichts über meinen Job oder den Dingen die ich nachging, aber wenn es um Lillian ging, war ich bereit alles aufzugeben war ich hatte. Für sie würde ich versuchen irgendwie normal zu werden. In ihrer Nähe alleine war die Versuchung schon viel zu Groß. Als Lillian erneut von Riever anfing, schnappte ich leicht nach Luft und stieß sie an. Vielleicht mochte das mit George stimmen, aber wieso vergoldete Lillian so viele Gedanken daran? So viele Gedanken an diesen Riever Kerl- sie sprach ihn beinahe in jeder freien Minute an. Was gäbe ich nicht alles dafür wenn ich einmal in ihren Kopf hätte schauen können. Ich wollte alles Löschen und ihr all diese Schrecklichen und Grausamen Bilder nehmen. Ich wollte einfach wissen woran sie den gesamten Tag lang so dachte. "Vergiss das doch mal. Du hast selbst gesagt, hier sind wir sicher." Ich lächelte knapp und rutschte noch ein wenig näher zu ihr. "Er wird Vincent helfen, da bin ich mir sehr sicher. Dan und George machen einen Guten Job." ich machte eine kurze Pause und strich ihr mit dem Daumen über den Handrücken. "Wie wäre es wenn wir heute etwas schönes machen? Jetzt wo ich noch hier bin? Du und ich? Auf die Guten alten Zeiten?" In ihrem Gesicht konnte ich ablesen das sie irgendetwas suchte was sie vorschieben konnte. Wahrscheinlich weil sie verdeckte das sie besorgt war wegen Vince und allem- und mir versuchte vorzumachen das es zu Riskant war. Doch gerade ich setzte jeden Tag einen Fuß vor die Tür und wusste auch worauf man achten musste. "Ich will nur raus. Lad dich zum essen ein. Ein wenig reden und an die Luft. Einfach ein wenig unter Leute." Ich drückte ihre Hand für einen kurzen Augenblick und grinste auf. "Ich akzeptiere gar kein Nein damit das mal klar ist."

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Lillian Adams
Was sollte das denn nun wieder heißen? Was für ein Gesicht zog ich denn bitte? Ich sah ihn doch einfach nur an! Lachend verdrehte ich die Augen, atmete tief ein und wieder aus ehe ich Lex wieder ansah. Hatte ich ehrlich einen eigenen Gesichtausdruck der mich verriet, wenn ich mir zu viele Gedanken oder Sorgen machte, oder war das einfach nur eines der vielen Dinge die nur Lex erkannte, weil er mich wohl sehr viel besser kannte als sonst jemand? Er und ich kannten uns schon so unglaublich lange, und egal in was für Schwierigkeiten ich gesteckt hatte, war er da gewesen um mir zu helfen. Selbst wenn das bedeutet hatte, dass er für mich irgendwelche dämlichen Lügen erzählen musste. Ich schmunzelte etwas. Lex kannte wohl Dinge und Seiten an mir, die sonst niemand kannte. Noch nicht einmal Chord wusste diese Dinge über mich, Chord wusste jedoch ohnehin sehr wenig was meine Vergangenheit anging. Er kannte mich - das tat er wirklich, aber so viel wie Lex wusste er nicht über meine Vergangenheit. Vor allem aber kam er nicht ansatzweise an das, was Lex und ich hatten: Lex war dabei gewesen, zumindest bei sehr vielen dieser Dinge, von denen ich Chord lediglich erzählen konnte. Vielleicht war diese Tatsache ein weiterer Grund dafür, weshalb ich mir Sorgen machte, dass er möglicherweise doch draufgehen könnte. Er jagte etwas, das man nicht jagen sollte. Er legte es drauf an, verletzt zu werden, wenn nicht sogar getötet. Oh ja natürlich hatte er die letzten zwei Jahre überlebt, das hieß aber verdammt nochmal nicht das er auch die nächsten zwei Jahre unverletzt überstehen würde. Irgendwann kam immer dieser eine Schlag, der einen zu Boden brachte. "Deshalb erzählst du es mir ja auch nicht", immerhin hatte er bereits gesagt das er mir nicht sagen würde, was er die letzten zwei Jahre über getan hatte. Und das respektierte ich - ich würde ihn nämlich wirklich Köpfen, würde er mir erzählen das er sich ständig in Probleme begab, nur um den Namen Howard reinzuwaschen. Es war nicht seine Aufgabe, er musste sich doch ohnehin vor der Welt verstecken, niemanden interessierte es was man ihm alles vorwarf. Gut, die gesamte Welt interessierte es, aber wir liefen doch auch nicht dort hinaus und begaben uns in Probleme, um unsere Namen reinzuwaschen! Seufzend nickte ich, wandte meinen Blick wieder der Decke zu und biss mir etwas in die Lippe. Ja mir war klar gewesen, das Lex nicht sonderlich lange hier bleiben würde. Das er es aber wirklich so eilig hatte wieder von hier zu kommen, hätte ich nicht gedacht. "Ich weiß", ich hatte es gewusst, immerhin hatte es verdammt lange gedauert bis er überhaupt hier aufgetaucht war. "Dir ist aber hoffentlich auch klar, dass du jederzeit hier her kommen kannst. Außerdem funktioniert es schon so. Du setzt dich einfach hin und bist Teil der Familie. Das warst du doch sowieso schon die ganze Zeit", deshalb lebten wir doch auch alle hier. Weil wir eine große, chaotische Familie waren, die nur das Beste für einander wollten und auf einander aufpassten. Egal was kommen würde. Ich nickte lächelnd und sah kurz zum kleinen Bett, in dem Bryan tief und fest schlief. "Im Moment sind wir sicher", und das würde sich auch nicht ändern wenn Lex hier wäre. Was erwartete er denn bitte? Das die A.I.M hier auftauchte, weil er hier war? Er wurde doch –genauso wie wir– nur von der Polizei gesucht. Mehr gab es da doch nicht, das war auch der Grund weshalb ich nicht verstand weshalb er dachte es sei egoistisch von ihm hier zu bleiben. Wir waren sicher, und das wäre er auch, wenn er hier bleiben würde. Selbst wenn er sich dazu entscheiden sollte, weiterhin den Geistern nachzujagen die er suchte. "George hat uns von Riever erzählt", ich drehte den Kopf wieder zu Lex und zuckte die Schultern. "Er weiß mehr als wir alle zusammen, deshalb ist er auch hier. Weil er Vince vielleicht helfen kann. Hoffentlich", ich wollte mir um ehrlich zu sein gar nicht erst vorstellen wie die Welt aussehen würde, würde George Vince nicht helfen können. Es würde für Probleme sorgen. Für verdammt große Probleme.

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• Lex Howard.

Gespielt setzte ich eine Schmoll Lippe auf und grinste in mich hinein. Alleine so Kleinigkeiten mit ihr zusammen hatten mir wirklich gefehlt. Sie wusste gar nicht wie viele Eigenarten sie hatte. Ich konnte es in in ihrem Gesicht ablesen das es sie beschäftigte, da konnte sie sagen was sie wollte. "Nunja, es fällt dir vielleicht nicht auf aber du machst das berühmte Lillian Adams: "ich mach doch gar nichts Gesicht, das sehr wohl verrät das gerade etwas nicht in Ordnung ist. Beziehungsweise das dich gerade im Augenblick etwas sehr beschäftigt." Ich presste meine Lippen aufeinander und verkniff mir ein grinsen. Auf ihre Worte, legte ich meinen Kopf schief. "Ich werde nicht sterben", stellte ich klar als sei ich nie wirklich in Schwierigkeiten. Ich lachte auf. Nur Lillian schaffte es so etwas mit Leichtigkeit zu sagen aber auch mit einem Hauch "ich bring dich um wenn du mich belügst und Stirbst." Kaum zu glauben das ich heute wirklich hier neben ihr auf dem Bett saß und morgen schon wieder um die Häuser zog. Fakt war für mich: Ich konnte nicht bleiben. Egal wie sehr ich es mir wünschte, ich hatte da draußen noch einiges zu erledigen und das hatte Priorität. "Ich habe die letzten zwei Jahre überlebt. Mir geht es gut. Vielleicht ein paar Kratzer. Du bist die einzige die mich höchstwahrscheinlich umbringen wird, wenn ich erzähle, was ich alles angestellt habe." Als sie meine Hand ein wenig umfasste, breitete sich ein warmes Gefühl auf meiner Haut aus. Am liebsten hätte ich mich einfach so neben ihr gefallen gelassen und die Augen geschlossen. Nur für dieses eine mal. Ein mal wollte ich mich Zuhause fühlen und alles um mich herum einfach vergessen. Bei keinem anderen Fühlte ich mich so wohl als bei ihr. Kurz kam mir der Gedanke ob sie überhaupt wusste das ich wieder gehen würde. Ich würde sicherlich nicht hier bleiben und sie in solch eine Gefahr begeben. "Dir ist doch hoffentlich klar, dass ich nicht hier bleiben kann", begann ich vorsichtig und mied es sie dabei anzusehen. "Versteh mich nicht Falsch, ich würde liebend Gerne hier bleiben und mich einfach hier hinsetzten und Teil von eurer Familie sein, aber ich glaube nicht das das so Funktioniert." Sie hatte es selbst gesagt, ich ging darauf und jagte irgendwelchen Geistern hinterher und ich war mir sicher das es in Zukunft auch erst einmal so bleiben würde. Wenigstens für solange, bis ich Antworten hatte. "Ich will euch nicht in Gefahr bringen und alles andere von mir wäre Egoistisch. Im Augenblick seid ihr Sicher. So soll es auch bleiben."

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Lillian Adams
Was würde passieren, würden sich diese Menschen wirklich wieder dazu entscheiden, uns das Leben zur Hölle zu machen? Wir hatten es schon einmal durchgestanden, noch einmal jedoch konnten wir das nicht. Wir waren nicht mehr so wie früher, und auch wenn ich mir ziemlich sicher war, dass jeder hier ganz gut auf sich aufpassen konnte und jeder hier alles für den Rest tun würde, konnte ich nicht behaupten wirklich guter Dinge zu sein, dass wir ein weiteres Mal eine Attacke der A.I.M überleben würden. Eine weitere Attacke würden wir nicht überleben, und einen weiteren Verlust würde ich nicht überleben. Schluckend drehte ich den Kopf etwas und sah zu Lex. War das sein Ernst? Er würde dafür sorgen, dass nichts passieren würde - er persönlich würde darauf achten, dass nichts auf uns zurückschlug falls ihm doch etwas passieren würde. Das waren keine sonderlich positiven Aussichten für die Zukunft, immerhin sagte er mir gerade das es doch sein könnte, dass ihm etwas passierte. Und das wollte ich nicht. Scheiße, konnten wir nicht einfach ein normales Leben führen? Konnten wir nicht jetzt, nach so langer Zeit, einfach nur ein normales Leben führen, wie jeder andere Mensch in dieser Stadt es ebenfalls tat? Ich runzelte die Stirn und lachte leise auf. "Ich mach doch gar nichts", ich machte doch auch wirklich nichts! Ich sah ihn noch nicht einmal wirklich an, oder auf irgendeine besondere Art und Weise. "Du meinst falls du stirbst, passiert uns hier nichts?" Das konnte er doch nicht Ernst meinen. Er konnte doch nicht schon davon sprechen das uns hier nichts passieren würde, falls er starb oder irgendetwas der Gleichen passierte. Seufzend drehte ich den Kopf wieder etwas, sah zur Decke und drehte meine Hand etwas, um seine zu umfassen. Er war gerade erst hier aufgetaucht, nachdem ich ihm so lange aus dem Weg gegangen war, jetzt konnte er nicht wieder darüber nachdenken zu gehen. Das konnte er nicht - Clint brauchte seinen besten Freund doch ebenfalls. (Sorry XD)

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• Lex Howard.

Als Lillian das A.I.M. ansprach zögerte ich mit meiner Antwort. Die ganze Nummer schien sie doch noch sehr zu beschäftigen. Dabei hatte ich gedacht sie hatte mit allem abgeschlossen. Nach Bryan. Ich sah zu dem kleinen der in seinem Bettchen schlief und setzte mich langsam zu Lillian auf die Matratze. Sie anzulügen wäre das dämlichste was ich in der Situation tun konnte, doch blieb mir etwas anderes über? "Naja..", begann ich und zögerte. "Ich denke sie waren nie weg und sind einfach nur verdammt Gut darin, sich zu verstecken." Vorsichtig kam ich Lillian etwas näher und ließ mich neben ihr in die Kissen sinken. Ich sah an die Decke und runzelte die Stirn. "Ich glaube nicht das sie wieder kommen werden um euch etwas anzutun. Die Menschen da draußen haben davon mitbekommen und ich bin nicht einzige der das A.I.M. sucht. Sie sind verwundbar und wären wirklich dämlich wenn sie das Risiko eingehen würden." Ich warf Lillian einen Blick zu um zu sehen wie es ihr damit ging wenn ich so darüber sprach. Der Gedanke daran was passieren würde wenn wirklich ein Kerl aus der Organisation auftauchen würde war Furchtbar. Besonders wenn ich an Gemma dachte. Dieses kleine Brünette Miststück das Chord Flausen in den Kopf gesetzt hatte. So oft fragte ich mich, mit wie vielen Männern sie dies schon getan hatte nur um diese dann zu verdrehen und Menschen töten ließ. Lillians Worte ließen mich wieder aufsehen und holten mich aus meinen Gedanken. War das gerade ein Geständnis das sie sich um mich Sorgte? "Soll das ein Witz sein? Mich kriegt man nicht einfach so klein, dass weißt du doch." Sachte drehte ich mich zu ihr auf die Seite und ließ meine Augen für einen kurzen Augenblick auf ihr Ruhen. Wenn man Lillian so ansah, konnte man förmlich sehen wie sehr ihr Kopf rauchte. Sie machte sich wieder einmal über alles und jeden Sorgen und vergaß dabei ganz sich selbst. Dabei war es okay auch mal an sich selbst zu denken. "Hör mal zu. Lillian. Ich verspreche dir, dass ich nicht zulassen werde das euch jemand etwas antut. Du wirst keinen Menschen mehr verlieren müssen den du liebst. Dafür Steh grade und ich werde dafür Sorgen das egal was ich tue- es niemals, zu euch zurück führen wird. Solange ich lebe. Wenn etwas passieren sollte, werdet ihr sicher sein." Mit einem aufbauenden lächeln im Gesicht nickte ich ihr zu. Ich nahm meine Hand und legte sie sanft auf ihre. "Und jetzt hör auf mich so anzusehen, das macht mich verrückt. Ich kenne dieses besorgte Gesicht all zu gut."

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Samantha Williams

Einige Tage vergingen und ich versuchte Christian so gut wie es ging aus dem Weg zu gehen. So langsam schien Christian wirklich verstanden zu haben, dass er mir nicht überall hin folgen musste und ich ihn auch in Ruhe ließ, wenn er das auch bei mir machte. Aber dieses Mal konnte ich mich nicht zusammen reißen. Christian war wirklich bis in die Nacht hinein weg und als er wieder kam und sich in sein Zimmer schleichen wollte, fing ich ihn unten im Flur ab und machte das Licht an. Doch als das Licht anging kam sein Gesicht zum Vorschein. Ich war zuerst ein bisschen geschockt und dann machte ich mir sogar ein bisschen Sorgen. Hatte er sich geschlagen? Was war passiert? Als ich aus meiner kurzzeitigen Schockstarre erwacht war, sah ich ihn an und fragte: "Was ist passiert?" Seine Bitte, dass er einfach ins Bett wollte, ignorierte ich gekonnt. Ob es etwas mit seinem Bruder zutun hatte? Ich hatte in den letzten Tagen öfter bemerkt, dass sein Typ hier umher geschlichen war und wahrscheinlich auch Christian abgefangen hatte. Hatte das sein Bruder gemacht, weil Christian ihn nicht mehr helfen wollte? "Damit kannst du nicht einfach ins Bett gehen, dass muss versorgt werden." sagte ich schließlich. Er hatte ein blaues Auge, was schon ziemlich übel aussah, aber so wie er lief und jetzt da stand, hatte er auch noch andere Schmerzen. Er wurde sicherlich getreten und dabei sind sicherlich seine Rippen verletzt worden. Kaum zu glauben, dass ich mir einmal Sorgen um Christian machte, obwohl er mir sowas schlimmes angetan hatte.

Einmal um die Welt und wieder zurück!

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Lillian Adams
In diesem Haus konnte man tun und lassen, was man wollte. Meist verbrachten Chord und Clint ihren Tag damit, zu trainieren oder die Gegend zu erkunden. Dan und Vince ließen sich nicht wirklich mehr oft blicken, und um ehrlich zu sein konnte ich es verstehen. Ich .. wusste nie so wirklich etwas mit mir anzufangen. Anfangs hatte ich die Freiheiten genossen, die wir hier hatten, mittlerweile aber hatte ich fast schon das Gefühl als wäre ich hier die langweiligste Person überhaupt. Normal war kein Leben für mich. Für niemanden in diesem Haus hier war es das Richtige, und das wussten wir wohl alle, mittlerweile aber blieb uns einfach nichts anderes mehr übrig als uns anzupassen und unter dem Radar zu leben. Seufzend drehte ich mich zur Seite, sah zu Lex der in der Tür stand und lächelte. Es überraschte mich schon gar nicht mehr zu wissen das Chord und Clint draußen waren. Ich setzte mich auf, rutschte etwas zur Seite und schmunzelte. Lex war nicht anders als Chord und Clint, zumindest nicht was das Trainieren anging. Dafür aber tat er es aus anderen Gründen. Er tat es nicht, weil er sich fit halten wollte, sondern weil er es musste. Weil er ein anderes Leben lebte als wir alle hier. Er jagte Geistern hinterher, und um ehrlich zu sein verstand ich ihn. Ich lehnte mich an die Wand, klopfte auf den Platz neben mir auf dem Bett. "Denkst du sie kommen irgendwann zurück?" Ich war nämlich beinahe sicher, dass –wenn es die A.I.M wirklich noch gab– sie irgendwann wieder auftauchen würden. Und um ehrlich zu sein hatte ich fast schon Angst vor diesem Tag, denn das würde erneutes Weglaufen bedeuten. Schmunzelnd schüttelte ich den Kopf, ehe ich ihn an die Wand lehnte und die Augen schloss. "Du musst vorsichtig sein, okay? Ich will nicht noch jemanden verlieren", nicht nachdem ich schon Bryan verloren hatte. Bryan war alles gewesen, was ich gehabt hatte, und er war gestorben weil er auf mich aufgepasst hatte. Weil ich nicht aufgepasst hatte, und er mich einfach weggeschubst hatte. Und selbst heute machte ich mir noch Vorwürfe. Deshalb hatte Bryan seinen Namen bekommen. Weil ich auf ihn aufpassen würde, selbst wenn ich dafür mein eigenes Leben geben müsste. Das war ich meinem Bruder schuldig.

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• Lex Howard.

Lillian nahm ihre Tasse und verschwand ins Haus. Meine Augen hingen dabei an ihr und beobachteten jeden Schritt den sie ging. Bis sie hinter der Tür verschwand. Clint und ich blieben sitzen und sahen uns für einen kurzen Augenblick einfach nur an. An Clints Blick konnte ich merken worauf er hinaus wollte. Warnend sah ich ihn an und verzog das Gesicht. "Was?", fragte ich. "Oh Lexi." Er klopfte mir auf die Schulter und erhob sich. Wahrscheinlich beabsichtigt nicht Richtung Haus. Statt dessen setzte er sich einfach auf die Schaukel und schaukelte ein wenig hin und her. Chord verschwand. Er blickte noch einmal zu uns, ehe er in der dichte der Natur verschwand um Joggen zu gehen. Es war auch besser wenn er nicht hörte worüber wir gesprochen hatten. Es war ein einigermaßen Gutes Zeichen das ich Chord ein wenig überlegen war. Er gewöhnte sich an das normale Leben. Normal war für Chord aber trotzdem Relativ. Ich warf Clint ebenfalls noch einmal einen Blick zu ehe ich ebenfalls ins Haus verschwand. Zögernd ging ich die Treppen hinauf und öffnete die Tür zu Lillians Zimmer. Als ich sah das sie im Bett lag, zögerte ich ehe ich sachte an die Tür klopfte. "Oh ähm, störe ich dich?", fragte ich vorsichtig und blieb im Türrahmen stehen. Mein Blick glitt durch den Raum. Der Kleine schlief und es war kaum zu glauben wie Groß er geworden war. Ich konnte mich noch gut daran erinnern als Lillian mir gesagt hatte das sie Schwanger war. Zunächst wusste ich gar nicht was ich sagen sollte. Es war etwas was ich mir nie im Leben hätte vorgestellt. Sie und Chord. Es war klar das ich es sowieso nie gegen ihn ankam. Er hatte etwas was sie wollte und brauchte. Etwas, was ich nicht hatte. Eine Art Bann. Sie hatte mir von der Schwangerschaft als erstes Erzählt. Es war einfach ein gutes Zeichen gewesen, dass unsere Freundschaft doch die der anderen in irgendeiner Art und Weise übertraf. Sie war verzweifelt und wusste nicht wohin mit sich doch ich hatte gewusst das sie eine Perfekte Mutter abgeben würde für den Kleinen. Als sie sich aussetzte und mich müde ansah, lächelte ich nur sanft. "Chord ist laufen und Clint ..... trainiert." Was hätte ich sagen sollen? Wahrscheinlich wollte Clint uns auch einfach ein wenig Zeit füreinander geben. Und genau das machte ihn zu einem wirklich guten Freund. Wir hatten uns eine lange Zeit nicht mehr gesehen und ich sehnte mich einfach danach Zeit mit Lillian zu verbringen und sie einfach um mich zu haben auch wenn wir uns über Dinge unterhielten, die nicht gerade das passend waren. Gerade weil wir Freunde waren störte es unsere Beziehung nicht.

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Lillian Adams
Der Staat war Teil dieser ganzen Verschwörung, und wir waren –neben all den anderen Menschen– einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Wir spielten keine sonderlich große Rolle, keinen wirklich wichtigen Part in dieser ganzen Sache. Es war dumm gelaufen, unsere Eltern hatten einige dumme Entscheidungen getroffen, deren Konsequenzen nun wir tragen mussten. Und um ehrlich zu sein konnte ich selbst heute nicht wirklich sagen, ob wir bereits damit fertig waren, die Konsequenzen zu tragen. Irgendwann würde noch etwas kommen, irgendwann würde die A.I.M wieder auftauchen und uns völlig zerstören, weil wir nicht vorbereitet wären. Vielleicht sollte ich doch wieder mit Chord trainieren, vielleicht sollte ich mir ein Beispiel an ihm nehmen und Sport nicht aus dem Weg gehen. Wir mussten vorbereitet sein, wenn diese Leute wieder auftauchten und unser Leben einfach auf den Kopf stellten. Vor allem aber wollte ich meinen Sohn verteidigen können, ohne dabei auf jemanden hoffen zu müssen, der mir helfen konnte. Vielleicht war es nicht einfach nur paranoid von mir gewesen, all die Jahre auf etwas zu warten – ich hatte mir ja sogar eine Waffe besorgt, und das schießen gelernt, um fähig zu sein meinen Sohn beschützen zu können, sollte jemals etwas passieren. Ich ließ den Kopf etwas nach vorne sinken, rieb mir über die Stirn und atmete laut aus. Ich hatte es satt ständig über diese Organisation nachdenken zu müssen, wollte einfach nur ein normales Leben führen, aber das wurde uns einfach nicht gewehrt. War endlich etwas Ruhe, traf doch wieder ein Meteor die Erde und zerschmetterte jeglichen Fortschritt den wir in Richtung eines normalen Lebens gemacht hatten. "Ich störe euch nicht länger beim .. Morgensport", oder wie auch immer man das hier denn nun nennen wollte. Schmunzelnd sah ich zu Chord, ehe ich Clint und dann auch Lex ansah, meine Tasse nahm und damit wieder im Haus verschwand. Es war verrückt darüber nachzudenken wie unglaublich sich unsere Leben verändert hatten, und wie eingeschränkt wir wegen dieser ganzen Sache eigentlich lebten. Wir versteckten uns, als hätten wir wirklich etwas Falsches getan, obwohl es eigentlich alles einfach nur eine dumme Verschwörung war, und der Staat jemanden hatte finden müssen der die Schuld untergeschoben bekam. Schweigend stellte ich meine Tasse in der Küche ab, kletterte die Treppen hoch und ließ mich wieder auf meine Matratze sinken. Bryan schlief immer noch, wahrscheinlich war das aber auch einfach nur kein Wunder, immerhin waren die letzten Tage verdammt anstrengend gewesen. Seufzend ließ ich mich auf den Rücken sinken, schob meinen Arm übers Gesicht und schloss die Augen. Etwas Ruhe, etwas Normalität. War das denn zu viel verlangt? Wahrscheinlich musste ich diesen Riever selbst finden, um genau das zu bekommen. Vielleicht sollte ich mit George sprechen, immerhin schien dieser mehr zu wissen, als er erzählen wollte.

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• Lex Howard.

Da war wohl jemand schneller als ich. Sie wusste schon von Jim Riever. Auch wenn ich zu gerne gewusst hätte woher sie das ganze wusste, beließ ich es einfach nur nickte sanft. Jim Riever. Der Kerl der A.I.M. geleitet hatte. Der, der alle Aufträge aufgegeben hatte und der der alle auf dem Gewissen gehabt hatte. Alleine wenn ich diesen Namen hörte zog sich alles in mir zusammen. Auch wenn es keine sonderlich gute Idee war mit den beiden darüber zu sprechen hielt ich es nicht für Falsch die beiden wenigstens ein wenig aufzuklären. Aber wo fing man da am besten an? Ich presste meine Lippen aufeinander und zögerte für einen kurzen Augenblick. Ungern wollte ich den beiden etwas erzählen, was sie nur Blut lecken ließ oder sie verunsicherte. Während ich sprach nahm ich meinen Blick von den beiden. "Unter anderem. Um ehrlich zu sein verschafft mir das ganze Schlaflose Nächte. Es scheint alles gar nicht mehr aufzuhören. Je mehr ich herausfinde umso mehr Namen fallen. Es ist Erschreckend. Zu Beginn hatte ich geglaubt, dass es sich hierbei nur um ein Böse Vermutung handelt, aber es scheint alles durch und durch eine Entscheidung vom Staat gewesen zu sein. Sie haben das ganze Finanziert. Es steckten so unglaublich viele Menschen mit in der Sache drin. Beinahe die ganze Stadt und jetzt will keiner davon wissen. Sie haben sich mit Riever zusammen getan. All diese Versuche an Menschen und Tote. Sie haben Jim Riever und seine abscheulichen Ideen finanziert als sei es eine Lebenswichtige Notwenigkeit. Es mussten so viele Menschen dafür ihr Leben lassen. Es scheint kaum aufzuhören, egal wo man hinschaut. Ihr glaubt gar nicht wie viele Menschen verschwunden sind. Ich rieb mir die Schläfen und seufzte. "Jim Riever haben wir dem ganzen Spaß zu verdanken. Also werde ich ihn Finden." Entschlossen sah ich auf. "Es ist meine Aufgabe." Und daran hielt ich fest. Ich schüttelte mich kurz und sah die beiden nun an. "Aber hey. Das ganze klingt nach Spaß und ihr wisst beide das ich schlecht darin bin einfach nur rum zu sitzen und so zu tun als würde da draußen nichts mehr passieren." Denn dann würde ich mich nur selbst belügen. Ich musste versuchen das beste zu tun was ich kannte. Das was in meiner Macht stand. Die kurze Ruhe die zwischen uns eintrat, verriet mir das Clint und Lillian nichts mehr mit dem Thema zu tun haben wollten. Doch ich konnte mir vorstellen das sich ein kleiner Teil von Lillian doch dafür interessierte. Schließlich hatte das ganze auch einen kleinen Teil ihres alten Lebens ausgemacht. "

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Lillian Adams
Weshalb war ich nicht überrascht, dass Lex wirklich der Ansicht war, er müsste diese Sache alleine hinter sich bringen? Ich nahm es ihm noch nicht einmal übel, weil ich sehr wahrscheinlich genauso gehandelt hätte. Ich wollte niemanden in meine Angelegenheiten ziehen, tat es jetzt auch nicht mehr und das obwohl ich wusste das es völliger Schwachsinn war so zu denken. Wir waren Freunde, oder viel mehr wie eine Familie, und eine Familie half sich nun einmal wenn nötig. Deshalb waren wir wohl auch alle irgendwie in diese ganze A.I.M Sache gerutscht, vielleicht lag es aber auch einfach daran das wirklich jeder hier irgendwie etwas mit dieser Gruppe Menschen zutun hatte. Dafür hatten unsere Eltern gesorgt, die Menschen die eigentlich auf uns hätten aufpassen sollen. Nun aber war es irgendwie .. anders. Ich wusste nicht einmal mehr wirklich, was ich von meinen Eltern denken sollte. Sollte ich sie hassen? Vielleicht tat ich das ja auch, immerhin hatten sie mir mein gesamtes Leben etwas vorgelogen, um ehrlich zu sein war ich ihnen aber irgendwie auch dankbar. Ich hatte die Menschen kennengelernt, die ich nun meine Familie nennen konnte, und das nur wegen ihnen. Vor allem aber hatte ich, bis vor ein paar Jahren, ein so viel schöneres Leben geführt als ich in der Gegend in der ich die ersten Jahre meines Lebens gewohnt hatte, jemals hätte führen können. Ich verstand weshalb Lex dachte, er müsste diese ganze Sache alleine aufklären, weil er es seinem Vater schuldig war, und es ihm versprochen hatte. Ihm war jedoch hoffentlich klar das wir helfen würden, wenn nötig. Und wenn die Anderen nicht meiner Meinung waren, und sich lieber raushalten wollten, konnten sie es gerne tun - ich würde Lex helfen, wenn er nur um Hilfe bat. Ich stellte meine Tasse zur Seite, streckte meine Beine aus und legte den Kopf in den Nacken. "Du meinst Reiver, oder?" George hatte seinen Namen genannt, und wusste wahrscheinlich sehr viel mehr über ihn als sonst jemand. Vielleicht wusste er ja sogar, wo er sich verstecken könnte. Lex wollte ich es vorerst jedoch nicht sagen. Ich konnte auch einfach behaupten, ich hätte es in der Zeitung gesehen, oder irgendetwas dergleichen. "Du suchst nach ihm", stellte ich trocken fest und runzelte die Stirn. Natürlich suchte er nach ihm. Genau das hatte er doch eben noch gesagt. Das er nach jemandem suchte, der ihm sehr viel verraten konnte, und Jim Reiver war dieser jemand. Er galt aber auch vom Erdboden verschluckt.

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• Lex Howard.

Oh Vince. Ich hoffte nur vom ganzen Herzen, dass er das ganze heil überstand. Niemand hatte es verdient unter solchen Umständen um sein Leben zu kämpfen. Was Lillian also sagte war nicht überraschend. Mit der Antwort hatte ich gerechnet. Vince würde es nicht unbedingt besser gehen. Wahrscheinlich würde es auch noch ein wenig länger dauern als eine Nacht. Auf Lillians Frage sah ich sie an. Das war mir auch klar gewesen. Früher oder Später würden wir darüber sprechen und es war mir lieber wenn es jetzt passierte als wenn wir das ganze versuchten zu verheimlichen oder gar nicht anzusprechen. Ich fragte mich wie empfindlich sie auf diese Tatsache reagierte. Ja, ich hatte noch sehr viel Zeit mit dem A.I.M. verrbacht nachdem sich unsere Wege getrennt hatten. Ich zögerte kurz ehe ich Antwortete. Im Endeffekt würde es auch eh nichts bringen wenn ich anfangen würde zu Lügen nur um sie zu beschützten. So wie ich Lillian kannte, war sie in der Lage sich selbst zu schützen. "Naja. Nicht wirklich herausgefunden. Ich bin an der Sache dran, drücken wir es so aus." Ich hielt für einen kurzen Augenblick inne und lehnte mich ein wenig nach hinten."Es gibt schon sehr viele Dinge die ich heraus gefunden habe, aber es ist nichts wirklich Relevantes. Eigentlich bin ich auf der Suche nach gewissen Personen die mir viele Fragen beantworten können." Es war nichts was sich lohnte um sie in diese Sache mit rein zu ziehen, soviel stand schonmal fest. Das überraschte sie doch aber hoffentlich nicht. Clint sah mich an und zog eine Augenbraue in die Höhe. "Du jagst den Dämonen doch wohl nicht immer noch hinter her?", fragte er. "Sie wollen nicht gefunden werden. Das ist doch offensichtlich. Wir sollten das ganze vergessen." Zu meinem Wunder klang Clint nicht unbedingt interessiert an der ganzen Sache. Sie sollten die Sache Ruhen lassen. Sie würden sich nur in noch Größere Schwierigkeiten bringen. "So leicht ist das ganze nicht. Ich wäre Froh wenn es so wäre. Ich mache das ganze aus einem Grund. Ich habe es meinem Vater versprochen. Im Namen meines Vater bin ich es den Howards Schuldig mich mit der Sache auseinander zu setzten." Clint zuckte die Schultern. Ein richtiger Grund war es bestimmt nicht und wahrscheinlich würde er für die beiden auch nicht Reichen. "Ich will euch in die ganze Nummer auch gar nicht rein ziehen. Je weniger ihr wisst umso besser ist das ganze. Das ist mein Bier nicht eures. Genau deswegen ist es bestimmt auch nicht so Klug hier zu bleiben. Ich brauche Bewegung. Ich würde nur Probleme machen egal wie gerne ich auch hier bleiben würde." Entschuldigend blickte ich die beiden an. "Jetzt schaut mich nicht so an! Ich hab das ganze unter Kontrolle. Ihr müsst euch keine Sorgen machen", wand ich mich aus der Sache heraus und versuchte es mit einem Lächeln zu überspielen.

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Lillian Adams
Müde zu sein war wohl mittlerweile Dauerzustand. Entweder ich trank so viel Kaffee, dass ich die Müdigkeit selbst am Abend nicht mehr spürte, oder aber ich trank zu wenig Kaffee um das Gefühl zu haben jede Minute wieder einschlafen zu können, obwohl mir bewusst war das ich wohl nicht einfach so einschlafen würde. Ich war oft früh morgens wach, war mir fast schon sicher das es keiner der Anderen wirklich bemerkte; wenn sie nicht gerade selbst wach waren. Sie wussten zwar das ich mittlerweile ziemlich früh aufwachte, meist aber blieb ich einfach im Bett liegen und .. tat nichts. Zumindest nichts wirkliches, außer nachzudenken. Ich sah zu Clint, der sich neben mich setzte und zuckte die Schultern. Die Zwei arbeiteten an ihrer Beziehung? Indem sie sich prügelten, oder so taten als ob? Das hier sah aber gerade noch nicht einmal mehr danach aus als würden sie so tun als ob, sie hielten sich zurück aber das war auch schon alles. Ich hatte schon gesehen wie sie auf einander losgegangen waren, und damals hatte es ganz anders ausgesehen als das hier. Das hier war Kindergarten. Leise lachend verdrehte ich die Augen, hob meine Tasse an meine Lippen und trank einen Schluck. Nein, es lag nicht am Anblick dass ich schon so früh wach war. "Hatte einen Krampf im Bein", log ich, denn die Wahrheit wollte ich gerade nicht aussprechen. Nicht, wenn jeder hier vielleicht für eine Weile vergessen konnte dass es die A.I.M immer noch gab, und das sie uns möglicherweise irgendwann finden würden. Ich musste mir wohl einen Weg überlegen, wenigstens Bryan vor diesen Menschen zu retten, wenn es wirklich jemals dazu kommen sollte das unser Leben den Bach runterging - ein weiteres Mal. Das war es auch, was mich so unglaublich lange wach gehalten hatte. Und die Tatsache das ich nicht wirklich wusste, was denn nun mit Vince los war und ob er die nächsten Nächte überstehen würde. "Er schläft noch. Ich meine .. er ist nicht unbedingt der Flummi von früher, aber schlechter geht es ihm auch nicht", und im Moment konnten wir auch nichts weiter tun als abzuwarten was George herausfand und tat. Und darauf ob die Behandlung anschlagen würde. Fragend runzelte ich die Stirn und trank erneut etwas Kaffee. Er wusste nicht wirklich ob er hier bleiben wollte. Ob es eine gute Idee war - nein. Er dachte, es sei keine gute Idee hier zu bleiben. Warum? Weil wir schon so viele Leute in diesem kleinen Häuschen waren? Einer mehr spielte nun auch schon keine Rolle mehr, und Lex gehörte nun einmal zu dieser Familie. Es war seine Entscheidung, ob er hier bleiben wollte oder nicht. Ich würde ihn nicht zwingen; ich würde mich jedoch freuen, würde er noch länger hier bleiben. "Du hast noch etwas über die A.I.M herausgefunden, oder?", fragend sah ich zu Lex und hoffte einfach darauf, dass Clint und Chord meine Frage überhören würden. Ich wollte alles wissen, was Lex wusste - alles, was man über die A.I.M erfahren konnte. Ich wusste, dass er die Vergangenheit nicht hatte ruhen lassen können, und weiter nach Antworten gesucht hatte. Und er hatte Recht: ich mochte den Gedanken nicht, dass er sich in Gefahr begab. Ich mochte den Gedanken aber auch nicht, dass die A.I.M dort draußen noch herumtanzte und wartete, dass sich alles wieder beruhigt hatte, um dort weiterzumachen, wo sie aufgehört hatten.

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• Lex Howard.

Ich drehte mich zu Lillian und sah ihr dabei zu wie sie sich auf die Veranda setzte. "Der Kreis hat sich schon gebildet und ich gehöre auch nicht dazu, keine Sorge", kam Clint mir zu vor und setzte sich neben seine Schwester. "Die beiden pfeilen momentan an ihrer Beziehung. Da sollten wir uns alle nach außen vornehmen. Aber mal was anderes: Wieso bist du schon um diese Uhrzeit wach?", fragte er und sah seine Schwester herausfordernd an. "Das liegt doch wohl etwa nicht an dem sonderbaren Anblick am frühen Morgen?" Clint warf mir und Chord einen merkwürdigen Blick zu. Ich wusste worauf er Anspielte, aber ich kannte Lillian und wusste das sie so ein Mädchen nicht gewesen war. "Gut das du so Optimistisch bist", kommentierte ich. Als ob es so leicht werden würde, das Chord und ich uns verstehen würden. Das wusste selbst Chord. Ich fragte mich wie lange es überhaupt dauerte bis Chord und ich ein "Ernstes" Wort miteinander sprechen würden was Lillian betraf. Es war so dämlich das es so ein Theater war, aber ich konnte mir vorstellen das Chord genauso wie ich wusste was Phase war. Wahrscheinlich bemerkte es jeder außer Lillian selbst was ich für Gefühle hatte. Nahm ich an. Sie war meine beste Freundin und ich war mir sicher das wenn sie es merken würde, sich vieles zwischen uns ändern würde. Oder vielleicht ließ ich es auch einfach viel zu offensichtlich nach außen hin deutlich. Eine wirklich Peinliche Angelegenheit eigentlich. Ich fragte mich wann ich selbst überhaupt noch einmal die Chance haben würde mit Lillian über meine Gefühle zu reden. Ich zögerte als Chord sich wieder dem Training zu wandte und einfach so tat als würden wir ihm nicht zusehen. Ich setzte mich zu Clint und Lillian auf die Treppe. "Wie ist Vincent durch die Nacht gekommen?", fragte ich und sah Clint und Lillian an. Gestern hatte ich mich ziemlich zurück genommen. Ich hatte nicht vorgehabt einfach hier aufzukreuzen und alles durcheinander zu werfen. Sie hatten Strukturen und sicherlich so etwas wie einen Plan. Vor allem war Vincent nicht unbedingt einer von den Leuten die mir nahe standen. Er war eher der Freund von Chord oder Lillian auch wenn wir alle Zeit miteinander verbracht hatten. "Wisst ihr wenn es etwas gibt was ich tun kann, denn lasst mich helfen." Egal was es war, ich war es ihnen schuldig. Clint sah mich an. "Du bleibst doch sicher eine Weile oder?" Eine Gute Frage. Kurz Blickte ich zu Lillian. Wenn ich sie fragen müsste, wusste ich was sie sagen würde. Doch war das wichtig? Wenn es nach mir ginge würde ich nicht unbedingt hier bleiben. Ich war mir sicher, dass sie hier genug zu tun hatten auch wenn sie es nicht bewusst zugeben würden. Keiner von ihnen. Doch eine Person mehr hieß mehr Arbeit und eine Person mehr auf die sie achten mussten. Zwar war ich nicht unbedingt einer der Menschen der so was brauchte, aber ich wusste was das für alle in diesem Haus hieß. "Naja ähm.Ich weiß nicht....um ehrlich zu sein....", ich strich mir meine Braunen Haare aus dem Gesicht und suchte nach den Richtigen Worten. War es unhöflich es einfach abzulehnen? Jetzt, nachdem Lillian und ich uns gerade erst wieder getroffen hatten. "Ich weiß nicht ob das ganze so eine Gute Idee ist", teilte ich den beiden mit und sah wieder zu Chord der fleißig Trainierte und sich nicht von seinen Zuschauern beirren ließ.

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Lillian Adams
Anfangs hatte ich ja wirklich gedacht das sich mein Leben vielleicht noch zum Besseren wenenden könnte. Ich hatte wirklich geglaubt möglicherweise noch diesem ganzen Karma-Ding entwischen zu können, wahrscheinlich konnte das aber einfach niemand, und erst Recht nicht Leute wie ich die es gar nicht erst verdient hatten. Weshalb sollte ich ein angenehmes, ruhiges Leben verdient haben? Ich hatte Chaoten um mich, die mir den Tag versüßten und noch nicht einmal merkten das sie mir wahrscheinlich ungemein damit halfen, einfach nur sie selbst zu sein, das hieß aber noch lange nicht das mein Leben sich auch nur irgendwie verändert hatte. Nicht in die Richtung in die ich gehofft hatte, als ich verschwunden war. Die Vergangenheit holte einen nun einmal immer wieder ein, und es brachte nichts wenn man davon lief. Es gab immer einen Punkt, an dem man stehen blieb um einfach nur Luft zu holen, und plötzlich war man doch wieder genau dort, wo man nicht sein wollte. Die Tatsache das nun aber –fast– Alle hier waren, und –fast– gesund waren, machte es beinahe schon erträglich. Ich hatte meine Freunde um mich. Meine Familie. Und sie würden nicht verschwinden, sie würden mir nicht genommen werden. Nie mehr wieder. Müde rieb ich mir über das Gesicht, lehnte mich an die Küchentheke während der Kaffee durchlief und das Haus mit angenehmen Wachmach-Trank aufweckte. Kaffee war mit die einzige Möglichkeit für mich wirklich wach zu werden. Ich streckte den Kopf etwas, sah zum Fenster hinaus und schmunzelte. Natürlich waren sie schon dort draußen. Wo sollten sie denn sonst sein? Chord war nicht mehr im Bett gewesen, als ich aufgewacht war, Lex nicht mehr auf dem Sofa und Clints Tür war auch schon offen gewesen. Ich lachte leise, füllte meine Tasse mit Kaffee und begab mich mit dieser hinaus auf die Veranda. Ich wollte gar nicht wissen, wie lange sie nun schon hier draußen trainierten. Mittlerweile glaubte ich ja fast schon dass Chord es einfach nur als Ausrede benutzte, um sich blaue Flecken und sonstiges zuzufügen. Bei Lex wusste ich es nicht, er hatte gesagt das er versucht hatte den Menschen zu zeigen was die Wahrheit war, das hieß jedoch wohl auch das er immer noch mit der Vergangenheit zu kämpfen hatte. Wortwörtlich. Und Clint verstand ich im Moment ohnehin nicht. Vielleicht hatte er einfach das Gefühl er müsste sich irgendwie fit halten, vielleicht aber wollte er einfach nur bereit dazu sein zuzuschlagen wenn nötig. Vorsichtig ließ ich mich auf die Treppen der Veranda sinken, streckte meine Zehen ins Gras und spürte die Feuchtigkeit meine Füße kitzeln. "Muss ich mir Sorgen machen das sich hier ein Club bildet in dem Leute wie ich nichts zu suchen haben?" Leute wie ich, die von Sport nicht viel hielten. Ja ich hatte mit Chord trainiert, aber auch nur kurz und um wenigstens etwas Zeit mit ihm zu verbringen. Mittlerweile verbrachte er doch auch gar nicht mehr so unglaublich viel Zeit damit sich körperlich auszulaugen, sodass ich mich nicht zwingen musste mit ihm mitzuhalten. Ich legte meine Hände um meine heiße Tasse, streckte mein Gesicht der Sonne entgegen und schloss die Augen. Manchmal glaubte ich morgens um diese Uhrzeit fast schon, dass die Welt endlich ein klein wenig Frieden gefunden hatte.

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Christian Hale:
Ich wusste nicht wie ich darauf kam, aber es erschien mir allmälich so als ob Sam meine Zügel ein wenig lockerer nahm. Die Freie Zeit die ich hatte, konnte ich aber trotzdem nicht genießen. Die Geschichte mit Paul ließ sich nicht einfach so vergessen oder aus der Welt schaffen. Es wurde sogar noch schlimmer mit allem. Paul blieb aufdringlich, lauerte mir ein weiteres auf und drohte mir. Danach rettete ich ihn aus den Fängen einer üblen und bekannten Stadt Gang und ließ mich für ihn windelweich verprügeln. Paul hatte größere Scheiße an der Hacke als ich es dachte!! Mit angebrochenen Rippen, einer blutenden Lippe und einem blauen Auge schleppte ich mich also Nachts in das Haus der Williams und wollte nichts sehnlicher als in mein warmes Bett und schlafen. Es war mitten in der Nacht und ich war fertig mit allem. Doch als ich gerade durch den Flur schlich, betätigte auf einmal jemand den Lichtschalter. Es war Sam. Natürlich. Zum Schutz meiner Augen erhob ich eine Hand und seufzte. "Sam jetzt nicht bitte. Ich will nur ins Bett okay." Ich verlieh meiner Stimme einen leicht bittenden Ton und wollte langsam an ihr vorbei die Treppen hinauf gehen.

Alec Martinelli:
Wir warteten und warteten. Solange, bis Mitch ausversehen so trottelig wie er war mit jemanden zusammen stieß der eigentlich zu dem Club gegenüber gehörte. Ich schenkte der Sache keine große Beachtsamkeit, bis Mitch aufrief: "Oh mein Gott, wenn das nicht mal die kleine Norah ist." Mein Mund wurde augenblicklich staubtrocken. Ich drehte mich um und blickte in mitten das Gesicht von Norah. Warum hatte Mitch das getan? Er wusste doch wie es zwischen mir und Norah abgelaufen war. Ich wollte sie nie wieder sehen! Das ganze mit ihr und mir hatte sich erledigt. Viel mehr gab es da nicht zu sagen. Ich hatte die Stadt verlassen. Norah war eines der Gründe warum ich dies getan hatte. Mein Herz schlug mir bis zum anschlag. Vor allem als mir auffiel wie sie gekleidet war. Das war ein kleines bisschen viel aufwand für ein normales Party Outfit. "Wann ist denn euer ofizieller glückliche Tag?", entgegnete Mitch den beiden als sie stehen blieben. Glücklicher Tag? Wow. Da war Mitch wohl etwas besser in der Materie als ich es war. Norah hatte also vor wieder zu Heiraten. Super. Toll. Ich freute mich. Wirklich. Nicht! Was war das für ein Kerl an ihrer Seite? Dieser blieb einfach stehen und musterte mich, als hätte er in mir irgendetwas wieder erkannt. "Alec Martinelli." , entgegnete er mir als hätte er in mir einen Guten Freund entdeckt. Trotzdem hatte seine Stimme etwas an sich was mich glauben lassen ließ, das er mich am liebsten umbringen wollte. Gut zu wissen, das man sich kannte. Denn ich kannte ihn absolut nicht. Sein Gesicht war mir mehr als Fremd. Er reichte mir die Hand vorauf ich nur einen leicht verwirrten Gesichtsausdruck zu Norah gleiten ließ. "Ja", antwortete ich nur und drehte mich wieder unbekümmert von den beiden weg. Mitch hingegen bemerkte anscheind nicht wie unwohl mir die Sache war. Ich betete gerade einfach nur das diese Absurde Situation so schnell wie nur Möglich in Luft auflösen könnte.

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• Lex Howard.

Obwohl ich angeblich „zuhause“ war hatte ich furchtbar geschlafen. Vince ging es schlechter und es fühlte sich an, als ob jeder sichhier Hilflos fühlte. Um ehrlich zu sein würde ich mich wahrscheinlich nur zusätzlich aufdrängen. Die Zeit schien nicht sonderlich passend für mich. Um Vier Uhr morgens begann meine innere Uhr trotz der wenigen Stunden Schlaf. Wie immer begann ich also mit meinem morgendlichen Training. Im provisorisch benutzte ich einen alten Box sack der in der Ecke vor dem Haus lag. Die morgendliche Kälte war nur ein weiterer Ansporn seine Muskeln zu beanspruchen. Die Tür der Veranda wurde aufgestoßen und Chord kam die Stufen herunter. Ich war wohl nicht der einzige in diesem Haus der sich noch mit Kampfarten und Training auseinander setzte. Ich fragte mich wie Lillian dies fand. Es überraschte mich nicht, dass er noch versuchte in Form zu bleiben. Er kam auf mich zu und warf mir schnippisch ein Handtuch entgegen. Reflexartig fing ich dieses auf. „Zeig mal was du kannst hast Howard.“ Wow. Für mich klang das ganze mehr als eine Herausforderung als eine sanfte Aufforderung. Irritiert sah ich in seine Richtung ehe er auch schon nach mir schlug und ich ruckartig auswich. Ein Schlag, ein Tritt. Erneut und erneut. Beim nächsten Schlag packte ich seine Hände, hielt seinen Schlag somit auf und in Sekunden schnelle und drehte sie so, dass er in meinem Griff steckte und ich die Kontrolle über ihn hatte. Ich drückte ein wenig von meinem Gewicht auf seinen Rücken auf den ich seine Hände presste. „Bist also immer noch am Trainieren hm?“, stellte er grinsend fest als ich den Griff fester zog und er gezwungen war etwas in die Knie zu gehen. Ich zuckte die Schultern. „Man muss was tun um fit zu bleiben.“ Der nächste Angriff kam so schnell das ich gar nicht reagieren konnte. Chord zog mir die Beine unter den Füßen und ich knallte unsanft mit dem Rücken auf den Rasen. Da ich Chords Griff nicht auflöste zog ich ihn mit mir und er landete unsanft über mir. Gerade als er ausholen wollte zu einem Schlag, grinste ich. „Zu nah“, kommentierte ich, als er schnippisch auflachte. Ich nahm Schwung und verhinderte somit seinen Schlag, als ich über ihm Gebeugt war. Nun hatte ich erneut die Überhand. „Du bist langsamer geworden“, stellte ich fest. Ein Pfiff ertönte hinter mir worauf ich von Chord abließ und mich wieder aufstellte. Schlagartig klopfte ich mir den Grasfleck von den Hosen. Es war Clint. „Na wen haben wir denn da so Früh am Morgen? Die Olsen Twins haben sich gemeinsam aus dem Haus geschlichen. Da wird man ja glatt eifersüchtig. Ich sollte mir ein T-shirt zulegen I ship Chorlex oder Heardex wie Herzschmerz der nie zu sich findenden Liebe.“ So Vorlaut wie immer, doch gerade war ich einfach nur froh das er überhaupt mit mir redete. „Gut das du deinen unlustigen Humor behalten hast. Und ich dachte schon ich hab was ausgefressen“, langsam kam ich auf ihn zu.. „Schlechter Zeitpunkt gestern. Ich hab Momenten eine kleine Familienkriese“, er deutete Richtung Haus und ich nickte leicht. Verständlich. Ich schlug Clint locker gegen die Schulter. Schockiert musste ich feststellen, dass sie steinhart war. „Oh Mann Clint. Was zum Teufel“, er hatte definitiv zugelegt. An Muskeln. „Wie willst du das erklären?“, fragte ich und er zuckte unbeeindruckt die Schultern. „In dieser Familie musst du mindestens einen Sixpack besitzen um in der Rangordnung ganz oben zu stehen. Irgendwer muss Kitty ja seinen Job streitig machen.“ Ich wusste nicht ob ich es gut oder schlecht finden sollte das Clint sich so in die Sache rein hing. Er hatte sich mächtig verändert. Damals war er einfach nur ein Strich in der Landschaft gewesen. Clint fuchtelte kurz vor meinem Gesicht rum. „Was ist das da? Ist das ein neuer Trend den ich nicht verstehe? Im Ernst deine Haare führen ein Eigenleben. Lass mich sie schneiden. Kurz und schmerzlos.“ Ich wich zurück und schüttelte irritiert den Kopf. Nicht das es mir wichtig war, aber ich hatte größere Sorgen als eine neue Frisur. Ich schlug mit meiner Faust auf Clints Handfläche. Ich konnte gar nicht sagen wie erleichtert ich war das zwischen uns alles in Ordnung war. Lillian und er war alles was ich noch besaß.
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• Cassian Winters.

Ich verzog das Gesicht. Leah schien wohl nicht sonderlich begeistert zu sein. Wenigstens kam das so rüber. "Wow. Harte Worte für so ein zierliches Blondchen", murmelte ich leise und sah auf sie herab. Mir war es egal was sie von meiner Brille hielt um ehrlich zu sein. Ich fuhr mir durch die Haare und ließ mich auf der Liege neben ihr nieder. Ich warf ihr noch einmal einen Blick durch meine Brille. Um ehrlich zu sein fand ich das ich schon mehr Style hatte als Cedric. Cedric war eben der Kerl der immer in Schlafanzüge und irgendwelchen Klischee Haften Outfits herum lief. Furchtbar. "Warte mal auf den Tag an dem du Alt wirst Schönheit. Es wird dich wie der Blitz treffen." Auf meinem Gesicht erschien ein kleines lächeln. Ich nahm die Brille ab und ließ meine Hände wieder sinken. "Klar war ich schon beim Optiker. Ich denke es wird nichts daran ändern das du mein Gesicht in diesem Zustand ab jetzt wohl so ertragen musst."

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Lillian Adams
Das wollte ich nicht wissen. Oh. So war es also. Er war immer noch damit beschäftigt Dingen nachzujagen, die er schon längst hätte vergessen sollen. Er jagte Geistern hinterher, in der Hoffnung irgendwann einmal auf einen von ihnen zu treffen und etwas zu bewirken. Das konnte er aber nicht. Man erwischte Geister nicht, und das wusste ich ebenso gut wie er. Selbst wenn sie alle dachten, dass ich doch ohnehin nicht so viel Ahnung hatte wie sie, einfach nur weil sie mir etwas zuschrieben das ich auch nicht war. Ich mochte es nicht, unterschätzt zu werden. Erst Recht nicht, wenn es meine Freunde waren die diese Meinung teilten und meinten, ich wäre nicht halb so schlimm wie sie. Gott, dieses ganze Chaos war doch erst wegen mir ausgebrochen. Schmunzelnd nickte ich. Ja, ich kannte dieses Gefühl. Manche Dinge bereiteten mir auch immer noch schlaflose Nächte. Sehr oft sogar. "Ich habe einfach eine Auszeit gebraucht", oder aber ich hatte einfach nur alles vergessen wollen. Geklappt hatte es aber nicht. "Aber es ging mir die ganze Zeit über gut, keine Sorge", und das war die Wahrheit. Mir war es nie schlecht gegangen. Ich hatte alles gehabt, was ich mir nur irgendwie hatte wünschen können, und noch so viel mehr. Lex aber hatte in Motels gelebt, war von einem Ort zum nächsten gezogen und das, ohne die Hamptons jemals wirklich zu verlassen. Es zog uns wohl einfach alle irgendwie hier her. Ob er hier schlafen konnte? Augenblicklich nickte ich. Natürlich konnte er hier schlafen. Trotzdem schien er nicht wirklich sicher zu sein ob er sehr viel länger als diese Nacht hier bleiben würde. "Du weißt dass du jederzeit hier her kommen kannst, oder? Wir haben vielleicht nicht unbegrenzt Platz, aber wir sind deine Freunde. Und Freunde sind für einander da", er war unser Freund. Wir waren seine Freunde. Und wir würden schon irgendwo einen Platz finden, um ihm noch ein Bett zu organisieren. Wir hatten doch die letzten Wochen ohnehin so viel mehr Betten organisieren müssen als zuerst gedacht. "Du bist nicht aufdringlich. Denk erst gar nicht an so etwas", das war Schwachsinn. Ich wollte nicht das er dachte, er würde sich aufdrängen. Das tat er doch gar nicht! Himmel - wir waren Freunde. Beste Freunde, um genauer zu sein. Weshalb dachte er bitte, dass er hier nicht hin gehörte? Er war genauso Teil dieser Gruppe, wie jeder andere hier im Haus. Bis auf George. Ihn hatten wir nur geholt, um Vince zu helfen. Nickend setzte ich mich auf die Armlehne des Sessels und schürzte die Lippen. "Schlechter? Ihm geht es .. mies. Wir dachten gestern alle er würde sterben", und das war noch nicht einmal gelogen. Ich hatte ernsthaft gedacht, er könnte sterben. Und Chord sowieso - er hatte ja verdammt nochmal Panik bekommen! Verstanden hatte ich es aber auch. Ich erhob mich wieder, lief zur Tür hinter der Chord und George verschwunden waren und deutete Lex mir zu folgen. Oder er konnte zu Clint gehen, immerhin hatte er von diesem keine verdammte Begrüßung gehört. Ich schob die Tür zum Zimmer auf, sah kurz zu George der Vince untersuchte und genau das tat, wonach wir gefragt hatten, ehe ich neben Chord stehen blieb. "Alles gut?" Was für eine Frage war das bitte? Sein bester Freund war dabei hier vor seinen Augen zu sterben, wenn er nicht bald Hilfe bekam die auch wirklich etwas brachte. Und George war hoffentlich diese Hilfe.

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• Lex Howard.


Eine Lange Geschichte. Was wenn sie diese gar nicht hören wollte? Vielleicht jagte ich Dingen hinterher die sie einfach ruhen lassen wollte. Ich befürchtete das sie dies so sah. Doch es war mein Job. Es gab nichts in meinem Leben außer Lillian das mich die Sache anders sehen ließ. „Das willst du gar nicht wissen“, gestand ich schmunzelnd. „Ich hab mir die Hände schmutzig gemacht und der Welt geholfen die Wahrheit zu glauben anstelle von den Lügen die durch die Runde gehen.“ Ich hielt es für unnötig zu erwähnen, dass ich auch schon im Knast gesessen hatte. „Ich suche Informationen über meinen Vater. Manche Dinge bereiten mir einfach schlaflose Nächte.“ Und nicht zu wissen wo Lillian war, war zugegeben einer dieser Dinge. Sie hatten mir schlaflose Nächte bereitet. Sie war nicht so wie ich oder Chord. Lillian war unschuldig und ich hatte auch nie auch nur einmal daran gezweifelt, das sie nicht auch einen Plan gehabt hatte. Auch wenn ich nie verstehen würde, warum sie gegangen war. Waren wir ihr denn nicht genug? War ich ihr nicht genug? „Ich hab lange nach dir gesucht. Ich wollte nur Sichergehen das es dir gut geht. Doch als ich noch nicht einmal nur ein Zeichen von dir gefunden habe, hab ich geglaubt das du auch nicht gefunden werden willst und es dir gut geht. Es gab wenigstens auch keine Anzeichen darauf das es nicht so ist. Selbst hab ich die Hamptons nicht verlassen. Ich war in den Motels am anderem Ende der Stadt.“ Es zog mich einfach hier her. Solange wie Lillian hier war würde ich diese Stadt nicht verlassen. Es verband uns zu viel hier. „Kann ich heute hier schlafen?“, fragte ich und schenkte ihr einen kleinen Fragenden Blick. Vielleicht war es für sie offensichtlich, aber ich war mir in der Tat noch nicht sicher ob ich bleiben wollte. Ob ich hierher gehörte? Das Haus war voll und ich könnte mir vorstellen dass sie ohne mich schon bereits genug zu tun hatte. Außerdem musste ich noch Dinge erledigen von denen ich glaubte dass Lillian sie wahrscheinlich nicht verstehen könnte. „Ich schlaf auch auf der Couch“ dann so wie es hier aussah konnte ich mir vorstellen dass sie nicht unbedingt noch einen Platz für mich frei hatten. „Ich will mich aber auch nicht aufdringen oder so.“ Das war das letzte was ich wollte. „Was ist mit Vince? Geht es ihm noch schlechter?“ Ohne das sie antworten musste konnte ich es mir denken. Vince war es von Anfang an nicht gut gegangen. Es war nur eine Frage der Zeit, dass hatten wir alle agewusst.

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Lillian Adams
Es war verrückt das Lex plötzlich einfach vor unserer Haustür gestanden hatte. Gut, eigentlich hatte er sich nicht einmal wirklich in die Nähe des Hauses begeben, da er einfach nur an seinem Auto gewartet hatte bis .. selbst jetzt wusste ich nicht, weshalb er nicht einfach geklopft hatte. Hatte er es überhaupt vorgehabt, oder hatte er einfach nur ein paar Minuten so dastehen und beibachten wollen, bevor er doch wieder verschwand weil er .. ich wusste nicht, was er gedacht hatte. Ich glaubte nicht das er Angst gehabt hatte. Weshalb sollte er Angst haben? Das ich wütend war und ihn doch nicht sehen wollte, weil er so lange auf sich hatte warten lassen? Weshalb sollte ich das sein? Sein Leben sollte nicht darauß bestehen jedes Mal zu springen, wenn ich nach ihm rief, und genau das hatte er auch nicht getan. Er hatte sich Zeit gelassen, und um ehrlich zu sein verstand ich es auch. Zumindest ein klein wenig. Es war in Ordnung, immerhin hatte ich einen guten Grund gehabt - zumindest glaubte er das. Nein. Nein, eigentlich hatte ich keinen guten Grund gehabt. Ich war einfach gegangen, weil ich es nicht mehr ausgehalten hatte, und weil Chord einfach so verschwunden war. Und ich hatte gedacht, er würde nie mehr wieder zurückkommen, an all die Dinge die wir alle nun schon durchgemacht hatten, hatte ich aber nicht ständig denken wollen. Also war ich gegangen und hatte die einzigen Menschen, die diesen Abgang nicht verdient hätten, zurückgelassen und damit verletzt. Trotzdem glaubte er das ich schon länger hier war. Länger als die Zeit, die wir nun schon in diesem Häuschen lebten. "Ich bin noch nicht lange hier", wahrscheinlich dachte er dass ich nun schon all die Jahre hier mit Chord verbracht hatte, das stimmte aber nicht. Schmunzelnd zuckte ich die Schultern. "Zuerst war ich damit beschäftigt jemand zu sein der ich nicht bin. Und dann war da plötzlich wieder Chord, und seitdem sind wir hier", das klang aber nun auch nicht sonderlich kurz. Ich lachte leise auf, sah mir über die Schulter zu den Zimmern in denen die Jungs sich versteckten oder einfach nur etwas zutun hatten und nickte. Sie hatten gute Arbeit geleistet, ja. Sie passten auf mich auf und das obwohl sie es nicht mussten. Jetzt jedoch wusste ich dass es die A.I.M immer noch gab, wahrscheinlich würde ich kein Auge mehr zu bekommen. "Wo warst du die ganze Zeit? Ich meine .. es ist schon eine ganze Weile her seit wir uns das letzte Mal gesehen haben", Gott das hier entwickelte sich gerade wirklich zu einem dieser peinlichen Wiedersehen nach zwanzig Jahren, an denen man mit Menschen über das Leben philosophierte und diskutierte die man schon längst vergessen hatte. Lex aber hatte ich nicht vergessen, und ich wollte ihm nicht das Gefühl geben als hätte sich etwas geändert. Er war immer noch einer meiner besten Freunde, und würde es selbst in Zukunft noch sein.

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• Lex Howard.

Egal wie viel Zeit vergangen war, es fühlte sich einfach noch genauso an wie damals. Ich ließ Lillian aus meiner Umarmung und spürte erneut wie mein Herz in meine Hose rutschte. So stand ich vor ihr. Vor meiner besten Freundin die mein Leben bedeutete. Ein Kerl, der blind eine LG bedienen konnte und sich vor dem wichtigsten Menschen in seinem Leben in die Hose machte. Es war kein Wunder, das alle andere Beziehungen die ich versucht hatte gänzlich gescheitert waren. Ich musste mir eingestehen das es immer noch sie war und mich fühlen ließ wie ein schusseliger Junge in der High School Zeit. Wie sollte man da ein vernünftiges Wort heraus bekommen? Himmel, wie es mich gerade selbst störte. Konnte ich mich nicht einfach zusammen reißen? Ich konnte ihr nicht länger als drei Sekunde in die Augen sehen ohne dämlich zu grinsen. "Das ist okay, ich denke du hast einen Guten Grund gehabt. Dir scheint es hier gut zu gehen, das ist die Hauptsache. Ich hab mir nur Sorgen gemacht." Ich rieb mir Nervös den Ellenbogen und zuckte die Schulter um das Thema abzuschwenken. Erneut lächelte ich leicht. Dieses mal jedoch nur um das Thema abzumildern. Das letzte was ich wollte war Streiten. Gerade jetzt nicht. "Wir sollten das einfach vergessen." Denn so lief das bei guten Freunden. Sie akzeptieren und respektierten die Entscheidungen der anderen. Ich wünschte mir gerade einfach nichts sehnlicheres mit Lillian allein zu sein. Nicht weil ich mich aufdrängen wollte, nein- weil ich sie gerade im Augenblick einfach brauchte. Weil ich nicht wollte das irgendetwas zwischen uns stand. Doch wahrscheinlich ging das nicht. Chord war hier und so wie es geklungen haben musste Vince wahrscheinlich auch. "Du sieht echt gut aus. Die Auszeit hier hat dir echt gut getan. Scheint als ob die Jungs hier fleißige Arbeit leisten." Trotzdem hatte ich das Gefühl das ich zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt gekommen war. Clints Vater war hier und das musste etwas wichtiges bedeuten. Ich hatte wahrscheinlich eine Menge verpasst. Ich wusste nicht ob ich noch hier in das Bild passte.

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Lillian Adams
Diese ganze Situation war mir irgendwie unangenehm. Ich wusste nicht so wirklich, weshalb Chord so plötzlich keine Sekunde Zeit verlieren wollte, Vince zu helfen und ins Haus zu gehen. Er hatte nicht zwingend den Eindruck gemacht, als wäre er sehr gestresst. Er wollte seinem besten Freund helfen, natürlich, jedoch war er nicht schneller gefahren als erlaubt –und nötig– gewesen war, und selbst als wir zum Treffpunkt gefahren waren hatte es nicht so gewirkt als wolle Chord schnell zur Sache kommen. Und nun wollte er doch keine Zeit verlieren. Ich verstand es nicht so Recht, versuchte ihn gerade aber auch gar nicht zu verstehen. Es wollte doch gerade ohnehin nichts so wirklich glatt gehen, da ich viel zu viele Gedanken in meinem Kopf hatte. Ich war mir nicht sicher, jedoch glaubte ich das es an Lex Anwesenheit lag. Chord und Lex hatten sich doch ohnehin noch nie sonderlich gemocht –so wie eigentlich ziemlich alle hier ein Problem mit Chord hatten– weshalb es mir noch nicht einmal wirklich komisch vorkam. Dennoch hatte Chord mir wenigstens etwas Zeit mit Lex gelassen, dieses Mal aber wollte er mich noch nicht einmal verarbeiten lassen, dass dieser hier aufgetaucht war, nachdem ich ihm vor Wochen bereits geschrieben hatte. Scheiße, es waren Wochen vergangen und ich hatte geglaubt er hätte aufgegeben nach mir zu suchen - es waren fast zwei Jahre vergangen, seit wir uns das Letzte Mal gesehen hatten, und nun stand er plötzlich hier. Natürlich konnte ich es nicht glauben, und natürlich brauchte ich einen Moment um diese Nachrichten zu verstehen. Das verarbeitete man nicht einfach so von einer Sekunde auf die Nächste. Das war auch der Grund, weshalb ich Chord und George vorschickte um nach Vince zu sehen. Ich würde nachkommen, hatte ich Chord versichert. Ich brauchte nur einen Moment. Einen Moment um klar zu kommen, und um wirklich zu verstehen das Lex hier war. Und ich wollte nicht das er dachte, ich würde mich nicht freuen das er hier war. Die Umarmung draußen hätte ihm das aber wohl schon zeigen sollen. Scheinbar aber war es nicht genug gewesen. Erneut kam er auf mich zu, zog mich in seine Arme und drückte mich an sich. Ich lachte leise auf, legte meine Arme ebenso um ihn und legte meinen Kopf an seiner Schulter ab. "Ich bin froh das du hier bist", und das war ich wirklich. Gott, ich war froh das er hier war. Er war doch einer derjenigen, die mich schon für so unglaublich lange begleiteten. Selbst vor dieser ganzen A.I.M Sache hatten wir bereits die verrücktesten, dümmsten Dinge durchlebt. Und er hatte mich zu sich aufs Hausboot geholt, weil ich einfach nur von allem weg hatte wollen, als Chord wieder einmal verschwunden war. Bis sich die Beiden dazu entschieden hatten, das Hausboot auseinander zu nehmen und sich zu prügeln, bis das Blut floss und die Knochen gebrochen waren. "Es tut mir leid das ich mich so lange nicht gemeldet habe", wie sah das hier denn aber bitte auch für Lex aus? Ich lebte hier mit Clint und Vince und Dan und Chord. Und das schon eine ganze Weile, nur Lex war nicht hier gewesen. Bei ihm hatte ich mich verdammt nochmal aber auch erst vor ein paar Wochen gemeldet, auch erst nachdem Dan mir ein schlechtes Gewissen eingeredet hatte. Oder viel mehr: das schlechte Gewissen das ich vergraben hatte, wieder hervorgezaubert hatte.

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• Lex Howard.

Lillian schob mich und Chord ins Haus nachdem sie den alten Mann vorgeschickt hatte. George Archibald. Natürlich kannte ich ihn. Von Namen her, mein Vater hatte ihn damals ebenfalls gekannt. Eigentlich verrückt wie sich unsere Eltern damals alle gekannt hatten und dies an uns weiter gegeben hatten. Wenn auch nur Flüchtig. Sie hatten mit all der Sache angefangen. Clint verschwand in einer der Türen im Haus. Ich wusste das etwas mit Clint nicht stimmte, so kannte ich ihn nicht. Irgendetwas schien ihn zu beschäftigen und so wie immer hatte er nur diese eine Sache im Kopf und konnte kaum auf sein Umfeld achten. Er schien nicht reden zu wollen. Ich musste ihn nicht fragen um zu wissen das es sich um seinen Vater handelte. Es lag so viel Zeit zwischen all den Sachen die passiert waren. Ich würde die Richtige Situation abwarten. Vielleicht war es ja ganz passend das ich da war. Ich kannte Clint wie kein anderer. Doch darum ging es gerade nicht. Clint würde die Zeit bekommen die er brauchte bis er reden wollte. Im inneren der Hütte staunte ich nicht schlecht. Die Alte Holzhütte war größer als sie ausah und hatte echt etwas gemütliches. Eine kleine gemütliche Einrichtung, anders als ich es kannte von dem Leben das ich führte. Kaum zu glauben das wirklich fast zwei Jahre vergangen waren. Ein wenig unbeholfen stand ich im offenen Türrahmen der Küche und sah zu Lillian und Chord. Es war seltsam für mich zu bemerken wie sehr Chord sich unwohl fühlte wie ich in ihre Richtung sah. Ich musste kein Genie sein das es an meiner Anwesenheit lag und wie Lillian mich ansah. Erst als Lillian vorschlug das Chord mit George nach Vince sehen, bewegte dieser sich. Widerwillig. wahrscheinlich wollte Lillian nur noch einmal kurz mit mir allein sein. Ich bewegte mich trotzdem nicht von der Stelle und sah in Lillians Richtung als Chord in einem anderem Raum verschwand. Ich wollte irgendetwas sagen doch es fiel mir mehr als schwer die richtigen Worte zu finden. Statt dessen bewegte ich mich mit langsamen Schritten erneut auf sie zu und zog sie noch einmal in meinen Arm.

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Lillian Adams
Er war doch gekommen. Wochenlang hatte er mich warten lassen, Wochenlang hatte er sich nicht ein einziges Mal bei mir gemeldet oder hatte irgendein Zeichen gegeben, dass er doch noch hier auftauchen würde, und nun stand er doch hier. Live und in Farbe, und trotzdem hatte ich das Gefühl, dass er nicht geklopft hätte, wären wir nicht nur durch Zufall gerade erst nachhause gekommen. Er hätte nicht geklopft, vielleicht hatte er schon des Öfteren hier draußen gestanden und hatte darauf gehofft, dass ihn jemand entdeckte. Vielleicht aber hatte er wirklich einfach nur bis jetzt gebraucht um sich darauf vorzubereiten mir nicht etwa gleich den Kopf abzureißen. Lex aber war nicht wütend auf mich. Er schien mir nicht wütend zu sein, viel mehr war er .. froh hier zu sein, und zu sehen dass es mir gut ging. Die gesamte Zeit über hatte er nach mir gesucht, hatte keine Sekunde aufgehört zu suchen - zumindest hatte Dan das gesagt, als er mir ein schlechtes Gewissen hatte einreden wollen, sodass ich Lex anrief oder mich wenigstens bei ihm meldete. Nur ein Lebenszeichen von mir gab, sodass dieser Chaot nicht mehr ganz so frustriert und kopflos herumlief. Knapp schüttelte ich den Kopf und presste die Lippen fest aufeinander. Warum entschuldigte er sich bitte bei mir? Ich war doch abgehauen - ich hatte alles und jeden hinter mir gelassen und beinahe zwei Jahre so getan, als wäre ich jemand der ich nicht war. Lex hätte sich doch eigentlich denken können, dass ich in alte Muster zurück verfiel. Vorsichtig ließ ich Lex los, und sah zurück zum Auto. Was? Wollten sie jetzt wirklich dort stehen und uns beobachten? Ernsthaft? Clint sagte wieder nichts. Wow, um ehrlich zu sein gab er mir gerade nur noch mehr das Gefühl das er über irgendetwas sprechen musste. Was war bitte los mit ihm? Clint und Lex waren doch früher auch immer so unglaublich gute Freunde gewesen, und jetzt kam noch nicht einmal eine Begrüßung? Fragend sah ich von Clint zu Lex, der aber wohl selbst nicht so ganz Bescheid wusste. Und kaum hatte Chord verstanden, dass ich mich darüber freute das Lex hier war, zog er mich etwas zur Seite und sprach das eigentliche Thema wieder an: Vince. Ich runzelte die Stirn und sah Chord an. Ja, wir sollten uns um Vince kümmern, aber diese wenigen Minuten konnte er mir doch wohl lassen um die Tatsache das Lex nun doch hier war, zu verstehen. Ich nickte leicht und sah zurück zum Auto, an dem nun George stand als hätte er keine so wirkliche Ahnung was los war. Gott, diese Situation wurde gerade wirklich nur noch komisch. "Wir kümmern uns um Vince. Er wird wieder gesund, okay?" Als hätte er Panik das Vince sterben könnte - natürlich war das einer der Gedanken dahinter, weshalb Chord gerade stresste, aber der eigentliche Grund weshalb er sich gerade so benahm war wohl ein ganz anderer. Ich seufzte leise und rieb mir über die Stirn. "Du bist unsere einzige Chance, also komm nicht mit schlechten Nachrichten", sagte ich zu George und schob diesen vor und ins Haus. Beim Vorbeigehen jedoch packte ich Chord und Lex jeweils an einem Arm und zog sie ebenfalls mit ins Haus. Lex würde jetzt ganz bestimmt nicht auch schon wieder verschwinden, und Chord .. war nun einmal Chord. Das hier war gerade um ehrlich zu sein fast schon unangenehm.

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• Lex Howard.

Als sich Lillian und mein Blick trafen kam es mir vor wie ein Moment der in der Zeit stehen geblieben war. Es fühlte sich nicht an, als hätten wir uns zwei Jahre nicht gesehen, es kam mir vor wie eine endlose Ewigkeit. Sie hatte sich kaum verändert. Mein Herz schlug schneller und ich wollte nichts sehnlicheres als sie in meine Arme schließen. Beinahe Gleichzeitig bewegten wir uns aufeinander zu, doch Lillian war etwas schneller. Mit einem Ruck zog Lillian mich zu sich in die Arme und es gab Augenblich nichts auf der Welt was ich mir sehnlicher gewünscht hätte. "Um Himmel sei Dank das es dir gut geht", murmelte ich und schloss ebenfalls meine Arme um sie. Ich hatte keine Ahnung wie lange wir in der Umarmung gestanden hatten, irgendwann wurde mein leicht klammernder Griff ein wenig lockerer. Am liebsten hätte ich sie nie wieder los gelassen. Ich hatte vergessen wie gut es sich anfühlte in ihrer Nähe zu sein. Ihr Geruch, ihre Stimme- ihr ganzes Wesen. "Ich dachte ich seh dich nie wieder. Es tut mir leid." Ich schluckte schwer und spürte wie trocken mein Mund gewesen sein musste. Dieser Gedanke fiel mir immer so unglaublich schwer. Alleine bei dem Gedanken blutete mein Herz. Es war mir egal das sie damals einfach so gegangen war, die hauptsache war, das sie wieder hier war. Bei mir, irgendwie. Wie konnte ich ihr etwas übel nehmen was sie selbst getan hatte nur um sich selbst zu schützen? Ein Räuspern machte auf sich aufmerksam, es war Chord der mit einem älteren Herren an der Seite am Auto gelehnt stand. Auch Clint stand dort und sah mich an. "Hey", gab ich von mir worauf Clint sich Wortlos auf das Haus zu bewegte. Chord nickte mir nur zu und fasste Lillian an den Arm. Er zog sie ein Stück mit und beugte sich zu ihr. "Wir sollten uns Vince kümmern." Wie ein Herzliches Wilkommen fühlte sich das hier nicht unbedingt an.

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Lillian Adams
Mir war nicht bewusst gewesen, dass Clint ein so großes Problem mit George hatte. Ja, er hatte nicht sonderlich erfreut geklungen, als wir mit der Idee angekommen waren, dass wir ihn zur Hilfe holen sollten, aber das hier war etwas ganz anderes. Vielleicht sollte ich ihn fragen, was denn nun eigentlich passiert war - wahrscheinlich würde er aber ohnehin nur wieder abwinken und sagen ich solle mir keine Gedanken darüber machen, weil es nichts war. Wir wussten wohl alle, dass das eine fette Lüge war, denn das hier war nicht Nichts. Er wollte diesen Mann ja noch nicht einmal ansehen, geschweige denn sonderlich lange mit ihm sprechen oder im selben Raum sein. Er flüchtete, als müsste er bloß weit weg kommen. Und so wie ich Clint kannte, würde er mit mir auch nicht sprechen. Das war wohl etwas, worin er nicht sonderlich gut war. Worin niemand hier wirklich gut war - wir sprachen einfach viel zu wenig über unsere Probleme, vielleicht wussten wir aber auch einfach nur alle, dass es ein dummer Spruch war das Reden es besser machte. Reden machte es nicht besser. Zumindest nicht wirklich. Ich sprach oft mit Bryan, er aber hörte ja noch nicht einmal wirklich zu. Manchmal aber glaubte ich doch, dass er jedes Wort von dem verstand, was ich ihm sagte. Seinem Blick zu folgen zumindest folgte er meinen Worten jedes Mal - deshalb hatte ich es mir angewöhnt mit ihm zu sprechen, wenn er ohnehin schon schlief, und nicht merkte wenn es um etwas ging, dass ich ihn eigentlich nicht wirklich hören lassen wollte. Die gesamte Fahrt über wurde geschwiegen. Kein Wort durchbrach die unangenehme Stille, und alles was ich bemerkte waren die Blicke von George, der wohl selbst nicht so Recht wusste ob er etwas Zeit mit Clint bekommen würde, oder ob Clint sich letzten Endes weigern würde. Um ehrlich zu sein glaubte ich nicht, dass Clint auch nur ansatzweise vorhatte Zeit mit George zu verbringen. Zumindest sah er nicht danach aus wirklich Interesse daran zu haben. Ich seufzte leise, stieß die Tür auf und kletterte aus dem Auto. Wieso waren diese Treffen eigentlich immer so spät abends? Mittlerweile wurde es nachts wirklich schon kalt, und das obwohl Chord und ich noch vor kurzem im Meer geschwommen waren. Nachts. Warm war es aber auch nicht zwingend gewesen. Ich sah zu Chord und nickte knapp. Es würde alles wieder gut werden. Das hatte ich ihm versprochen. Vince würde gesund werden, und wir würden alle wieder etwas zur Ruhe kommen. Und irgendwann wäre alles wieder besser. Schockiert blieb ich in meiner Bewegung stehen, legte meine Hand an die Autotür und blinzelte etwas. Was zur Hölle? War das sein Ernst? War das sein verdammter Ernst? Ja - ich hatte ihm eine SMS geschrieben, und ihm die Addresse genannt, aber er hatte sich noch nicht einmal ein einziges Mal gemeldet oder etwas von sich hören lassen. Gott. Es war nicht angebracht von mir, wütend auf ihn zu sein. Ich war verschwunden, und er hatte Jahre nach mir gesucht - er sollte wütend sein. Stattdessen aber stand er allen ernstes Live und in Farbe vor mir, und das obwohl ich wirklich gedacht hatte, es würde ihn doch nicht mehr interessieren was mit mir war. Ich schluckte schwer, vernahm im Augenwinkel eine Bewegung. "Du .. bist doch gekommen", obwohl ich schon gedacht hatte, dass ich ihn nie mehr wieder sehen würde. Dan hatte Recht gehabt - ich war es Lex schuldig, wenigstens mit ihm zu sprechen. Danach konnte er selbst noch entscheiden ob er noch etwas mit uns –mir– zutun haben wollte. Meine Beine setzten sich in Bewegung, ehe ich verstand was ich tat. Mit einem Ruck zog ich ihn an mich, schlang meine Arme um ihn und atmete schwer aus. Er war allen ernstes hier her gekommen. Nach Wochen, die er mich warten hatte lassen. Das war wohl seine Rache dafür, dass ich einfach abgehauen war ohne auch nur irgendwelche Zeichen zu hinterlassen, denen er folgen konnte. "Es tut mir leid", flüsterte ich leise und schluckte schwer. Eine Entschuldigung würde das alles hier, und meinen Ausflug in ein anderes Leben –für fast 2 Jahre!– auch nicht wieder gut machen.

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• Chord Heard.

George hörte auf in seinen Dokumenten zu kramen als er gefunden hatte was er suchte. Er hielt ein Dokument in unsere Richtung und lächelte. "Das A.I.M. schafft es gut Dinge so aussehen zu lassen, als seien sie nie passiert. Das was ich weiß ist das es mehrere Einrichtungen gab und sie ganz schön viele Forschungen gemacht haben. Wie Tierversuche, nur mit Menschen.Natürlich bewegen sie sich in diesem Staat auf sehr dünnen Eis und müssen Dinge vernichten und abtauchen. Es war ein Wunder, dass sie sich so lange in New York gehalten haben." Ohja. Da kamen doch glatt Erinnerungen hoch. Diese Menschen wollten Gott spielen und glaubten das sie mehr als wichtig für die Menschheit wären. Dabei waren sie einfach Furchtbare Menschen. Erst jetzt griff ich nach dem Artikel. Ein Mann war darauf zu sehen. Mittleren Alters und mit einer ganz schönen Arroganz die er nach außen hin präsentierte. "Der Typ ist der Verursacher der ganzen Nummer. Wahrscheinlich habt ihr ihn noch nicht getroffen. Jim Reiver. Doch auch er gilt wie vom Erdboden verschluckt. Besonders jetzt wo man ihm nachweisen kann das er in der Sache mit drin steckt." Das passt ja zu dem Kerl, er sollte bloß aufpassen das ich ihn nicht mal in die Finger bekam. "Ich werde mit euch kommen", meinte er knapp und stellte sich vor uns auf als sei er bereit sich etwas zu stellen. "Alles was ich möchte ich ein wenig Zeit mit meinem Jungen." Er sah einmal kurz bittend zu mir doch ich zuckte nur die Schultern. "Das liegt nicht in meinem Ermessen." Ich packte ihn vorsichtshalber an den Schultern und ging mit ihm gemeinsam Richtung Tür. Dort bot sich ein beinahe Herz zerreißendes Bild. Wie ein kleiner Junge schlug Clint mit einem Stock auf eine Dornenhecke ein und reagierte erst als wir in Reichweite waren. Er machte sofort eine Drehung Richtung Auto und stieg in den Wagen. Gemeinsam mit Lillian brachte ich George zum Wagen. Wir setzten ihn hinten auf einen der Sitze und ich stieg auf den Fahrersitz. Da Clint neben mir saß musste Lillian nun also hinten bei George sitzen. Es herrschte eine beinahe Erdrückende Stille. "Wie stark ist eurer Freund erkrankt? Wieso glaubt ihr, dass ich euch helfen kann?" Wir wussten es doch selbst nicht. Doch jemanden zu Treffen der so viel Ahnung hatte von allem, musste noch mehr wissen als nur das. "So wie wir gehört haben sind sie nicht auf den Kopf gefallen und kennen sich gut im Medizinischen Wesen aus." George gab ein Naserümpfendes Geräusch von sich und ließ sich in seinen Sitz sinken. "Das war vor Jahren Junge, ich glaube ich kann Mittlerweile kaum mehr einen Skalpell halten."Clint sprach ohne sich zu seinem "Vater" umzudrehen. "Du wirst es einfach machen müssen, eine andere Chance haben wir nicht." Ja, George war die einzige Chance die wir hatten und ich hoffte bei Gott das er in der Lage war Vince so gut es ging gemeinsam mit Dan zu helfen. Ich würde mir nie verzeihen wenn Vince etwas passierte.


• Lex Howard.


Ich stieß die Tür meines Motel Zimmers auf und warf meinen Rucksack auf das Sofa. Ich lebte von einem Motel ins andere. Zwei Wochen war ich bis heute jedoch fort gewesen. Ohne Handy, ohne alles. Erst jetzt zwag ich mich aus meiner Jacke und spürte den Schmerz an meiner rechten Schulter. Sie war wahrscheinlich ausgekugelt. Ich stolperte zum Waschbecken und wusch mir das angetrocknete Blut von den Fäusten. Es war nicht meins. Es gehörte einem Informanten. Jemand der wusste wo Jim Riever steckte. Anders wie die anderen die beinahe Spurlos verschwunden waren, kümmerte ich mich immer noch um die alten Geschehnisse. Es war als wäre ich einzig und allein aus diese Grund auf der Welt. Einzig und allein darin war ich gut. Sie kriegten mich nicht. In den Jahren in denen ich von den anderen getrennt war, hatte ich schon zwei mal im Knast gesessen- aber auch nur weil ich es wollte. Weil ich diese Pause gebraucht hatte. Ich war ihnen immer ein schritt voraus. Warum mich die Sache nicht in Ruhe ließ? Es waren die Namen und die Lüge die der Öffentlichkeit aufgetischt worden war. Lillian Adams und Chord Heard waren angäbliche Mörder. Das A.I.M laut Medien eine harmlose Organisation mit Medikamenten Forschung. Den Krebs zu heilen. Doch was sie wirklich waren, wurde vom Staat unter den Tisch geschert. Wie viele Leute sie umgebracht hatten. Schon von Anfang an war klar gewesen, dass sie vom Staat unterstützt worden waren und an Menschen herum zu experimentiert wurde. Illegal. Alleine schon für meinen Vater tat ich alles. Für die Familienehre. Der Name Howard wurde benutzt. Vom A.I.M.. Dabei wollte er nur alles verhindern. Dafür hatte er sein Leben lassen müssen. Genau deswegen hatte er mich weggegeben und Trainieren lassen. Für mich war das Thema noch lange nicht beendet. All die Menschen die das A.I.M entführt hatte oder sie getötet, sie wurden angebeblich von Chord Heard umgebracht. Doch ich wusste es besser und ich würde es nicht einfach so in dem Raum stehen lassen. Da draußen gab es bereits Familien, dessen Verwandte verschwunden waren und die nicht an einem Mord glaubten. Diesen Menschen konnte ich wenigstens etwas wieder geben. So etwas wie Rache und Genugtuung. Ich lehnte mich an den Türrahmen und schlug meine Schulter mit einem Mächtigen Ruck dagegen. Sie renkte sich mit einem lauten Knacken ein. Ich nahm mein Handy und schloss es an das Stromkabel. Ich hatte eine Nachricht. Von Unbekannt. Das konnte nur Lillian sein. Komm nach Hause. Wow. Wie theatralisch. In mir schloss alles kurz.. Irritiert setzte ich mich an meinen Rechner und gab die ID des Handys ein. ♁N46°14.11182′ E008°00.92670′. Es war nur eine Stunde von hier entfernt. Sie war noch in den Hamptons. Da es zu Riskant war zu antworten, schnappte ich sofort meine Sachen, nahm meinen Rucksack und stieg in den Wagen. Ein wenig Versteckt fand ich ein Haus hinter einer Großen Waldfläche, versteckt und fern ab von der Straße. Es war alles dunkel. Ich fuhr den Wagen an die Seite und stieg aus. Ich lehnte mich gegen den Wagen und atmete tief ein. Es brannte Licht. Was war so schwer daran einfach zu klopfen? Warum zum Teufel fühlten sich meine Beine so schwer an? Oder mein Herz?? Es war mitten in der Nacht. Wahrscheinlich wäre es nicht so gut einfach hier aufzukreuzen. Die SMS war Wochen Alt gewesen. Sie würde es sicher nicht wollen. Was wenn sie Glücklich war? Ohne mich? Sie hatte es über ein Jahr nicht gewollt. Warum jetzt? Alleine der Gedanke an ihr Lachen, das ich Tagelang im Ohr hatte oder das Lächeln das sie mir immer zu geworfen hatte. Ich konnte es sehen. Doch was war ich wenn sie bereits mit Chord eine Familie hatte. Eine Familie zu der ich nicht gehörte. Sie würde Glücklich mit Chord sein und wer war ich? Nie hatte ich die Chance gehabt es ihr zu sagen. Auch wenn sie es wahrscheinlich nicht hören wollen würde.

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Lillian Adams
Mit einem Mal verstand ich, weshalb Clint ein Problem damit hatte, dass wir hier waren. Er kannte George, hatte für so lange Zeit bei ihm verbracht und gelebt, und wir kamen einfach hier her weil wir dachten er würde einfach so mit uns mitkommen - und er schaffte es, vom eigentlichen Thema abzulenken. Er war gut darin, verdammt gut um ehrlich zu sein, denn erst als ich auf dem Hocker neben ihm saß und gebannt auf die Dokumente die er durchsuchte, sah merkte ich es selbst. Innerlich fluchte ich, weil ich mir mehr von mir selbst erhofft hatte. Verdammt, er war gut! Wenigstens Chord ließ sich nicht von ihm ablenken, oder von der Tatsache beirren das dieser Mann immer nett zu mir gewesen war, selbst wenn er es eigentlich nicht hätte sein müssen. Ich hob meinen Blick und sah zu Chord, biss dabei die Zähne aufeinander. Ich verstand weshalb Clint nicht wollte, dass wir hier Smalltalk betrieben, und uns mit George austauschten. Vielleicht aber auch nicht wirklich, und ich lag dabei vollkommen falsch. Ich schob mich wieder von meinem Hocker, sah zu George und nickte zur Tür raus. "Du musste mitkommen", hoffentlich machte ihm das klar, dass wir nicht hier waren um mit ihm über die Freunde von Chords Freunde zu sprechen, oder über sonst irgendetwas. Dennoch wollte ich wenigstens später nachfragen, was er denn nun damit meinte. Wie viele Leute hinter uns standen und an eine Verschwörung glaubten. Das hatte er doch gesagt - Clint hatte uns gewarnt, diesem Mann nichts zu glauben und einfach nicht darauf einzugehen, aber weshalb sollte er lügen? Was hätte er denn davon? Das hieß dann wohl keine weiteren schönen Abende in Clubs oder am Strand mehr. Das konnte ich Bryan nicht antun, selbst wenn ich es genossen hatte einfach nur Lillian zu sein, und nicht etwa die Mutter eines kleinen Jungen, dessen Vater nicht wirklich wusste wie er mit der ganzen Situation umgehen sollte. Ich seufzte leise, nickte ein weiteres Mal zur Tür ehe ich mich bei George einhakte und diesen einfach mitzog. Vielleicht wollte er nicht mitkommen –ziemlich wahrscheinlich sogar, wir waren die Most Wanted– aber er hatte keine andere Wahl. Wir hatten keine andere Wahl, und wir wussten nun einmal das er uns helfen konnte. "Was weißt du über die A.I.M?" Es gab sie also immer noch. Sie waren irgendwo dort draußen und meine Angst, dass sie uns irgendwann doch wieder finden sollten, war berechtigt. Scheiße. Wie zur Hölle sollte ich nach diesem Wissen bitte noch ein Auge zubekommen? Sie waren dort draußen und warteten doch nur darauf, dass wir einen Fehler machten, oder das sie uns fanden oder das sie uns alle in die Luft sprengen konnten. Und ich hatte gedacht, die Zeit in der wir Angst hatten müssen, wäre endgültig vorbei. Zumindest vor der A.I.M, vor der Polizei hatte ich nämlich –um ganz ehrlich zu sein– nicht wirklich Angst.

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Christian Hale:
Ich wusste nicht wie ich darauf kam, aber es erschien mir allmälich so als ob Sam meine Zügel ein wenig lockerer nahm. Die Freie Zeit die ich hatte, konnte ich aber trotzdem nicht genießen. Die Geschichte mit Paul ließ sich nicht einfach so vergessen oder aus der Welt schaffen. Es wurde sogar noch schlimmer mit allem. Paul blieb aufdringlich, lauerte mir ein weiteres auf und drohte mir. Danach rettete ich ihn aus den Fängen einer üblen und bekannten Stadt Gang und ließ mich für ihn windelweich verprügeln. Paul hatte größere Scheiße an der Hacke als ich es dachte!! Mit angebrochenen Rippen, einer blutenden Lippe und einem blauen Auge schleppte ich mich also Nachts in das Haus der Williams und wollte nichts sehnlicher als in mein warmes Bett und schlafen. Es war mitten in der Nacht und ich war fertig mit allem. Doch als ich gerade durch den Flur schlich, betätigte auf einmal jemand den Lichtschalter. Es war Sam. Natürlich. Zum Schutz meiner Augen erhob ich eine Hand und seufzte. "Sam jetzt nicht bitte. Ich will nur ins Bett okay." Ich verlieh meiner Stimme einen leicht bittenden Ton und wollte langsam an ihr vorbei die Treppen hinauf gehen.

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• Chord Heard.

George Augen hingen nur auf Lillian nachdem Clint den Raum verlassen hatte. Als sie ihm die Hand reicht, umfasste dieser sie feste als sei es das letzte was er noch hatte um aufrecht zu stehen. Er sah sie einfach nur an und hörte ihr zu. So intensiv wie uns schon lange keiner mehr zugehört hatte. Jemand, der uns wirklich helfen wollte von außerhalb. "Oh Liebes, das dieser Tag kommt hab ich mir schon gedacht. Wie kommt ihr aber auf den Gedanken das gerade ich euch mit irgendetwas helfen kann? Nicht, das ich es nicht versuchen würde", fragte er worauf ich leicht fragend mein Gesicht verzog. Mein Blick glitt zwischen den beiden umher. Wieso hatte Clint gemeint das er uns nicht freiwillig helfen würde? Er wirkte sehr besorgt und erfreut Lillian wieder zu sehen. George sah zu mir als Lillian weiter sprach und ließ erst jetzt Lillians Hand los. Erst jetzt bemerkte ich ebenfalls das er leicht zitterte und sehr schlecht lief. Wahrscheinlich war es nur etwas mit der Hüfte. Das machte ihn wahrscheinlich Älter als er es überhaupt war, schließlich hatte er noch kein einziges Graues Haar. Er ging an mir vorbei und zündete eine Art Öllampe an die dem Raum etwas Licht schenkte. Erst jetzt erkannte man den Schlafsack in der Ecke der von Flaschem umstellt war. Hatte Clint nicht gesagt, dass George ein Betrüger war? Wo war all sein Vermrögen wenn er in so einem Lock wie diesem hier lebte? "Ihr müsst wissen, ich bin viel rum gekommen in letzter Zeit und habe sehr viel von euch in den Medien gehört." Er schenkte uns einen warnenden beinahe Väterlichen Blick ehe er sich wieder seiner Sache zu wandt. "Vor allem von dir Heard. Die Freunde deines Vater zerreißen sich auf der Suche nach dir." George begann in seinen Papieren herum zu kramen. Die Freunde meines-? Was? Woher wusste er bitte davon?? "Wie bitte- die was-?" George kannte meinen Vater doch gar nicht. Wie kam er bitte darauf? "Setzt euch doch bitte. Irgendwo hin", George riss einen riesigen Papierstapel neben Lillian zu Boden und klopfte auf den jetzt frei gewordenen Hocker. "Ich würde euch ja gerne irgendwas anbieten aber ich habe gestern leider kein frisches Wasser geholt ich-" Ich erhob die hand und unterbrach ihn hasch. "Was ist mit den Freunden von meinen Eltern?! Woher wissen sie davon?" Ich mochte ein wneig harsch klingen, aber bei dem Thema verging es mir beinahe komplett. "Junge, ihr seid da draußen in der Society berühmter als Lindsey Lohan betrunken am Steuer. Ihr wärt überrascht wie viele Leute hinter euch stehen und an eine Verschwörung glauben. Dieses A.I.M hat sich in Luft aufgelöst, ebenso viele Leichen die ihr angeblich...nunja, wie sagt man so schön: um die Ecke gebracht haben sollt. Der Namen deines Vaters steht überall. New York befindet sich in einer Kriese. Ihr seid die Most Wanted überall." George kam also mehr aus dem Haus wie wir. Gut zu wissen das das nächtliche Ereignis von Lillian und mir doch sehr Gefährlich gewesen war. Wenn er die Wahrheit sprach. Lillian und ich bekamen von da draußen ja so gut wie gar nichts mehr mit. "Wie geht es dir und Clint? Fasst ihr Fuß? Braucht ihr Geld?" Gerade als Lillian antworten wollte griff ich dazwischen. "Ihre Hilfe, wie wir bereits sagten. Sie werden mit uns kommen müssen." Ich wusste nicht ob ich der Sache hier so gut trauen konnte. Was wenn an der Sache die Clint sagte doch was dran war? So leicht würde ich mich bestimmt nicht um den Finger wickeln lassen.

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Lillian Adams
Ich hatte kein gutes Gefühl dabei, George Archibald einfach so zu vertrauen und dorthin zu kommen, wo er uns haben wollte. Nein. Eigentlich dachte er, dass er lediglich Clint treffen würde, dieser hatte immerhin eine ziemlich reife Leistung geleistet. Leute zu belügen und zu betrügen lag wohl nicht einfach nur mir natürlich, sondern jedem in diesem Haus. Ich hoffte nur, dass Bryan es niemals lernen würde. Nicht weil ich Angst hatte, dass er so enden würde wie wir –das würde ich nicht zulassen– sondern weil ich wohl nicht wusste was ich tun würde, würde mein eigener Sohn mir einfach eiskalt ins Gesicht lügen. Bryan war auch der einzige Grund weshalb ich darüber nachgedacht hatte, George Archibald doch nicht zu uns zu holen. Ich wollte nicht, dass er in all das hier gezogen wurde, und wenn dieser Mann bei uns auftauchen würde, wäre es wohl doch genau das was passierte. Bryan wäre nicht einfach nur noch ein Kleinkind in Mitten einer Gruppe Chaoten, sondern ein Kleinkind das in etwas gezogen wurde, dass nicht Kleinkind-Gerecht war. Ich hatte dennoch nichts weiter dazu gesagt, und schweigend darauf gehofft das jeder damit einverstanden war, die einzige Hoffnung Vince ein längeres Leben ermöglichen zu können, zu uns zu holen. Und jeder war damit einverstanden gewesen, Clint war jedoch wirklich der schwierigste Fall gewesen zu überzeugen. Schweigend betrachtete ich die Regale und Dinge, die den gesamten Raum ausfüllten. Um ehrlich zu sein wollte ich gar nicht erst wissen, was das alles hier denn überhaupt war - Gott scheiße, musste er mich so erschrecken!? Ich zuckte zusammen, stieß den Atem aus und sah zu George, der aus dem Schatten trat. Er war also doch hier gewesen und hatte gewartet - und uns sehr wahrscheinlich nicht zu Dritt erwartet. Er hatte sich verändert. Sehr sogar, mit all den Jahren die nun aber vergangen waren, hatte ich es beinahe schon erwartet. Er war alt, und heute sah man es ihm –anders als früher– auch wirklich an. Sein Gesicht hatte Falten, sein Körper sank etwas in sich zusammen und trotzdem waren das immer noch die selben, fast schon gütigen Augen die mein Leben lang immer auf mich aufgepasst hatten. Er war nie böse gewesen, hatte mir nie weh getan, und trotzdem wusste er wahrscheinlich so viel mehr über A.I.M als wir alle zusammen. Wahrscheinlich war er selbst ein Teil von ihnen gewesen, und versteckte sich deshalb nun wie ein feiger Köter in irgendeinem abgelegenen Häuschen. Wir taten aber auch nichts anderes. Wir versteckten uns und hofften darauf, dass uns niemand fand. Langsam setzte ich mich in Bewegung, sah zu Clint der George einfach von sich schubste und –um ehrlich zu sein– tat mir der Mann leid. Ich wusste nicht was vorgefallen war zwischen ihnen, und ich traute mich auch nicht wirklich nachzufragen, Clint aber hatte Dinge angedeutet, und das reichte mir aus um zu wissen das der Mann den ich als George Archibald kannte, nicht gleich der Vater war den Clint die Jahre über gehabt hatte. Ich seufzte leise, sah zu George und drückte für einen Moment seine Hand, ehe ich zur Tür sah durch die Clint auch schon verschwunden war. "Wir brauchen deine Hilfe", um ehrlich zu sein brauchten nicht wir seine Hilfe, sondern Vince. "Wenn dir irgendetwas an Clint liegt, kommst du einfach mit und sorgst dafür das unser Freund nicht stirbt", wahrscheinlich wollte George gar nicht erst mitkommen, eine andere Wahl hatte er aber nicht. Er konnte so mitkommen, oder aber wir würden ihn einfach mitnehmen. So oder so, würde er uns helfen müssen. "Bitte. Du hast immer dafür gesorgt das ich gesund war, und das es mir gut ging", ich sah George mit gerunzelter Stirn an. Er nickte knapp, und um ehrlich zu sein hatte ich es mir fast schon ein klein wenig schwerer vorgestellt ihn zu überzeugen mitzukommen. Ich hatte ja fast schon geglaubt ich müsste hier zu irgendwelchen Tricks greifen, scheinbar aber war es wirklich genug gewesen, Clint einfach mitzunehmen und zu erwähnen. Ich sah zu Chord. Eigentlich wollte ich wirklich nicht, dass Clint dort draußen herumstand und .. miese Laune hatte. Ich wusste das er George nicht zwingend in seiner Nähe haben wollte, und ich konnte es ja fast schon verstehen, aber ich wusste nicht was passiert war. Anscheinend aber war wirklich etwas schlimmeres passiert, denn so wie Clint sich gerade benahm, hatte ich ihn noch nicht oft erlebt.

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• Chord Heard.

Dank der Zustimmung der anderen holten wir nun also wirklich Clints Vater in die Sache. Unwissend ob das ganze gänzlich schief gehen könnte, rief Clint seinen Vater an und log für uns. Clint behauptete, dass er sich in letzter Zeit nicht gut fühlen würde und völlig Hilflos durch die Gegend eilte. Er log wie gedruckt und wie immer war es erschreckend, wie gut er am Telefon nach Luft geschnappt hatte und beinahe heulend zusammen gebrochen wäre. Wir hatten ihn einfach nur angestarrt. Kaum hatte Clint aufgelegt, war seine Mine wieder wie versteinert. So, wie er es immer gemacht hatte. Genau aus diesem Grund war es damals eine wirkliche Herausforderung gewesen ihm zu vertrauen. Klar tat mir Clints Dad leid, aber anders hätten wir ihn wohl auch nicht bekommen, George würde sich niemals umsonst aus seinem Versteck wagen. Clint war auch der einzige mit der Meinung das George uns sicherlich über den Tisch ziehen würde sobald er den wahren Grund heraus finden würde. Diesen Zweifel konnte ich gut zustimmen. Auch wenn ich in Clints Augen sah das es mehr war als das. Es war Hass- ein anderer Hass wenn man den Namen Archibald aussprach. Ich hoffte nur Clint fasste Fuß und drehte nicht durch wenn wir ihn nach Hause holten. Wir hatten keine Ahnung mit welchen Mitteln er sich gewaschen hatte. Schließlich war er nicht ohne Grund einfach so vom Boden Verschwunden. Der Treffpunkt war ein altes abgelegenes Stückchen Land auf dem ein kleines Häuschen stand indem George wohl unter kommen sein musste. Um genau Mitternacht. Um überhaupt an den Alten heran zu kommen mussten wir Clint mitschleppen. Dieser war mehr als ungeduldig und nicht unbedingt begeistert. Vielleicht klappte die Guter Cop, Böser Cop Masche. Lillian schien sich sogar ein wenig zu freuen ihn zu sehen. Als wir das Grundstück betraten musste ich schon zugeben das das ganze etwas sehr einsames hatte. Es brannte kein Licht und die Natur hatte jeden begehbaren zentimeter zugewuchert. Die Fenster waren zugenagelt. "Sicher das dein Alter dich nicht verarscht hat? Sieht aus als wäre hier Jahre keiner mehr gewesen."Vorsichtig lugte ich durch die schlecht vernagelten Fenster. Clint jedoch ging an mir vorbei, auf die Tür zu und trat diese mit einem Ruck aus seine Angeln. "Ich bin mir sicher," kommentierte er kurz, sah mich an und leuchtete mit seiner Taschenlampe in den Raum. Durch das Licht seiner Lampe konnte man jedes einzelne Staubkörnchen durch die Luft wirbeln sehen. "Ladys First." Mit einem grinsen sah Clint mich und Lillian an. Ich verdrehte die Augen und nahm mir den Vortritt. Es sah so leer aus. Es war ein einzelner großer Raum mit so vielen Regalen das man kaum einschätzen konnte wie groß der Raum eigentlich war. Alles war vollgepackt mit irgendwelchen Dingen. Unter uns knackte der Boden da Glasscherben ihn bedeckten. So etwas wie ein Sofa oder ein Bett gab es jedoch nicht. Nur noch eine weitere Tür. "Ich hab ein wirklich ungutes Gefühl hier." Clint leuchtete in jede Ecke des Raumes ehe er sich an eine Werkbank in der Ecke wandt. "Ich bin mir sicher das er noch vor kurzem hier war." Bierflaschen standen in einer Ecke des Raumes. Um uns herum war es so leise wie schon lange nicht mehr. " Bei allen Lieben Göttern. Lillian Adams. Bist du das Liebes?," ertönte nun eine Stimme und ein Körper bewegte sich aus dem Schatten. Ein alt wirkender zerbrechlicher Mann mit schwarzen Haaren und Vollbart kam auf uns zu gehumpelt. Das war George Archibald? Nie im Leben war das ein Krimineller oder etwas anderes in der Art. Doch ich zweifelte das er schon immer so ausgesehen hatte. Die Zeit hatte also auch ihm gut zugesetzt. George Archibald und es war schockierend wie sehr Erziehung einen Menschen ausmachte. Clint hatte sehr viele Züge von ihm. Erst jetzt lagen seine Augen auf Clint und weiche Züge breiteten sich auf dem Gesicht des Alten aus. Er schritt an mir vorbei und wollte gerade seine Arme um Clint legen, als dieser seinen Vater unsanft von sich schlug. "Beeilt ihr euch mit dem Smalltalk. Mir ist Kalt, ich warte im Auto." Mit diesen Worten verließ Clint mit eiligen Schritten den Raum und George sah schuldig in Lillians Gesicht. Er wollte auf sie zu gehen doch wahrscheinlich nicht noch mehr Ärger verursachen. Was hatte Clint bitte? So bitter schien dieser Kerl nicht zu sein wie er es behauptet hatte.

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Samantha Williams

Ich hatte wirklich damit gerechnet, dass mir Christian nichts erzählen würde und mir nur wieder einen blöden Spruch an den Kopf werfen würde, dass es mich nichts anging. Aber er erzählte mir wirklich etwas. Er meinte, dass er und sein Bruder sehr unterschiedlich waren und sein Bruder auf der Straße lebte. Ich konnte ihn sogar irgendwie verstehen, dass er nichts mit ihm zutun haben wollte. Damals als er seinen Bruder helfen wollte, wollte er es nicht und ist lieber auf der Straße gelandet und jetzt wo er sah, dass sein Bruder so einen 'guten Job' hatte, wollte er nur Kohle von ihm. Dann würde er wahrscheinlich wieder verschwinden und das Geld sinnlos auf den Kopf hauen. Ich konnte es ganz gut verstehen und würde ihm auch nicht das Geld geben. Ich trank einfach mein Glas aus und sah Christian hinter her, als er nach oben gehen wollte und sich schlafen legen wollte. Ich sagte nichts weiter dazu, denn wenn ich etwas sagen würde, dann würde ich spätestens jetzt den erwarteten blöden Spruch an den Kopf geworfen bekommen. Sicherlich hätte ich jetzt Mitleid mit ihm, wäre da nicht die Sache mit den KO-Tropfen gewesen und würde wissen, dass Christian mindestens genauso ein mieser Mensch war. Dann hätte ich nicht vor den Augen, wie mies seine Aktion war, mich damit ruhig zu stellen und es schließlich auszunutzen und mich flach zu legen. Als Christian weg war, trank ich noch einen Schluck vom Alkohol und entschied mich schließlich mich oben zu duschen, weil ich gerade im Pool war und nicht nach Chlor stinken wollte.

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Lillian Adams
Ich war das Problem. Nicht er, sondern ich. Chord war nie das Problem gewesen, er hatte mir nie das Gefühl gegeben dass etwas funktionierte oder das ihm etwas wichtig war, wenn dem nicht so gewesen war. Er hatte mir nichts vorgespielt, hatte mich nicht angelogen und tat es selbst jetzt nicht. Er sprach manche Dinge lediglich nicht aus, manchmal aber konnte ich sie in seinen Augen erkennen. Er war nicht derjenige, der sich in der Hoffnung verlief, dass er bei mir bleiben würde wenn ich mich einfach ihm anpasste und so tat, als wäre es vollkommen in Ordnung für mich. Nicht er war derjenige, der alles versuchte um ihn an mich zu binden, sondern ich. Und das wusste er wohl ebenso gut wie ich, genau das war doch schon die ganze Zeit über mein Ziel gewesen. Ihn dazu zu bringen, bei mir zu bleiben. Freiwillig, oder weil er das Gefühl hatte er wäre es mir schuldig. Mittlerweile aber war ich es leid, ständig dafür kämpfen zu müssen, dass er bei mir bleiben wollte. Er sollte nicht hier bleiben weil er ein schlechtes Gewissen hatte, er sollte nicht hier bleiben weil er dachte er sei es Bryan schuldig ein Vater zu sein der er nicht sein wollte. Ich wollte, dass er hier war, weil er selbst es so wollte. Und trotzdem stand er gerade hier und versuchte sich mir zu erklären; das Erste Mal seit einer wirklich langen Zeit. Ich hob den Blick und sah Chord an. Er versuchte sich mir zu erklären, und um ehrlich zu sein war das für mich Versuch genug um zu erkennen, dass er wirklich hier sein wollte, dass er aber einfach seine Probleme damit hatte einfach loszulassen. Er ließ die Kontrolle nicht gerne los, und wer konnte es ihm verübeln - ich wollte ebenso wenig loslassen wie er, lediglich die Tatsache das ich es konnte wenn es um ihn ging, war der Unterschied zwischen ihm und mir. Mein Mundwinkel zuckte nach oben. Es war das Erste Mal das er wirklich aussprach was in seinem Kopf vor sich ging, und um ehrlich zu sein wusste ich gerade nicht so Recht wie ich denn darauf reagieren sollte. Er entschuldigte sich gerade dafür, dass er anstrengend war - dafür, dass er mir nicht das geben konnte, was ich mir so sehr wünschte. Langsam schob ich mich von den Treppenstufen hoch, zuckte lächelnd die Schultern und blieb vor Chord stehen. "Ich weiß, dass du daran arbeitest," das wusste ich doch auch wirklich. Sanft legte ich meine Hände an seine Wangen. "Du musst mit mir sprechen, wenn dir etwas zu schnell geht. Ich meine ..ich will nicht ständig mit dir streiten, weil ich denke das du schon wieder versuchst mich irgendwie wegzuschieben, obwohl du einfach nur nicht wirklich weißt wie du mit einer Situation umgehen sollst." Woher sollte ich den Unterschied zwischen sie muss auf Abstand und scheiße ich verliere die Kontrolle erkennen? "Du musst es mir sagen, damit wir gemeinsam daran arbeiten können. Ich .. weiß, dass dir das alles nicht leicht fällt und das du deine Probleme damit hast einfach loszulassen, aber das musst du irgendwann. Es ist nicht gesund ständig alles kontrollieren zu wollen," das hatte ich selbst ebenfalls lernen müssen. Vor allem aber konnte man einfach nicht alles kontrollieren. Das müsste Chord ebenso klar sein, wie mir.

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• Chord Heard.

Was? Hatte sie gerade wirklich gesagt das ich Recht gehabt hatte mit dem was ich gesagt hatte? Frauen waren so anstrengend. Eigentlich brauchte ich für Lillian eine Gebrauchsanweisung. An einem Tag sah sie etwas so, und an einem anderem wiederum wollte sie wieder etwas ganz anderes. Das ganze Stellte wieder einmal da, wie gerne wir manchmal doch stritten. Da versuchte man sich einfach für etwas zu entschuldigen und sie nahm die Schuld auf sich. Was wollte sie hören? Ich sah doch ein, dass mein Verhalten Falsch war. Stirnrunzelnd schüttelte ich den Kopf. "Das stimmt so nicht", stellte ich klar und sie sie eindringlich an. Sie sollte jetzt nur nicht nachgeben weil sie so etwas wie Mitleid empfand da ich mich jetzt gerade nicht Wohl fühlte. Sie tat, wie sie es selbst auch schon zugegeben hatte, fast alles nur um sich mir unter zu werfen. So, damit ich ja bei ihr blieb und kein Theater machte. Doch damit musste sie aufhören. Manchmal war es auch okay wenn sie ihren eigenen Kopf durchsetzte. Das wusste ich, nur vielleicht in den betroffenen Situationen wo wir stritten dann wieder nicht. So war ich eben. Leider konnte ich diese Eigenart an mir auch so schnell nicht mehr ändern. "Gerade du bist der einzige Mensch der wohl die meisten Eigenarten und Charakterzüge von mir aushalten muss, egal wie scheiße sie sind. Du hast das Recht zu sagen wenn dir etwas nicht passt. Besonders wenn ich es bin, der dich Scheiße behandelt." Vielleicht sollte sie das ganze hier aufnehmen? Solche Dinge würde ich wahrscheinlich nie wieder so sagen. Wenigstens nicht mit eigener Einsicht. "Ich benehme mich manchmal wie ein Idiot. Ich kann verstehen das du mir manchmal nicht richtig Folgen kannst, aber in Situationen wie gestern- da", ich suchte nach den Richtigen Worten um mich nicht Falsch auszudrücken und sie wieder einmal von mir zu stoßen. "...da weiß ich einfach nicht was ich tun soll. Es war alles perfekt, bis zu dem Zeitpunkt, wo ich die Kontrolle über mich selbst verloren habe. Als du die Kontrolle über mich hattest. Ich wollte dich, ich war verloren in deinen Augen und war weg. Ich kann dir dieses Gefühl nicht beschreiben. Für dich ist es ein Rausch der Gefühle, ein Schrei nach mehr, doch so ist es nicht für mich. Zunächst nicht. Es fühlt sich nicht Richtig für meinen Körper an. weil ich dieses Gefühl mit so viel schmerz und Erfahrungen verbinde die mich verletzt haben. Ich weiß das nichts schlimmes passieren wird und du hinter mir stehst, aber mein Körper macht einfach Dicht. Hat den Drang alles mit Alkohol zu betäuben. Nur weil ich keinen Tropfen anrühre, heißt es nicht das es mir nicht schwer fällt." All diese Dinge wollte ich einfach klar stellen. Auf gar keinen Fall wollte ich jetzt mit ihr Streiten. Ich wollte legendlich mit ihr all diese Sachen vom Tisch Räumen. Die Situation mit Vince ließ mich dieses Gefühl verspüren mir diese Sachen von der Seele zu reden. Ich hoffte einfach das ich das nicht noch bereuen würde. "Und es tut mir leid, dass ich das nicht kann. Dir das nicht geben kann. Und ich kann verstehen das du manchmal Sauer oder Enttäuscht von mir bist. Das ich soviel Kraft von dir verlange das ganze hier immer noch durch zuziehen. Du musst das nicht machen, das wissen wir beide und trotzdem bist du immer noch hier. Und ich werde daran Arbeiten." Denn genau aus diesem Grund war ich auch noch hier. Ich würde meine Familie nicht einfach so alleine lassen. irgendwie bekam ich das sicherlich hin.

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Alec Martinelli:
Ich hatte kaum eine Chance gehabt, auf das was sie gesagt hatte zu reagieren. Norah verließ unsere kleine Runde schlagartig. Sie hatte davon gesprochen sich in London nieder zu lassen. Ob das wohl einen Wunden Punkt bei ihr aufriss? Anstelle davon besorgt oder neugierig zu wirken, nickte ich Darren nur zu. "Dann führt der weg euch also nach London hm?" Ich konnte nicht sagen was, aber irgendetwas an Darren war mir wahnsinnig unsympatisch. "London ist Großartig." Ich nickte. "Ist es." Auch wenn ich innerlich Große Sorge hatte. Nate und ich lebten in London. Das würde nicht funktionieren. Bis es jedoch soweit war müssten wir uns eh einen anderen Plan aussuchen. Ich musterte Darren. Er scherte ich aber noch nicht mal darum, dass Norah verschwunden war. Es ging ihr nicht sehr gut und das konnte man wirklich deutlich erkennen. Irgendtewas an ihm war einfach seltsam. Es war beinahe so, als ob er beabsichtig hatte das zu sagen nur um meine Reaktion zu sehen und um Norah zu verärgern. Ich ging einen schritt auf Darren zu um den Abstand zwischen uns etwas aufzuheben."Mal im Ernst, ganz unter uns Männer. Ist alles cool zwischen uns oder ist das was zwischen mir und Norah war ein Thema? Ich habe so gut wie gar nichts von Dir gehört." Fragend sah ich ihn an. Jetzt war ich nämlich mal damit dran unruhe zu stiften. Wenn Darren mir so auf den Schlips trat, wollte ich das auch. "Klar wieso? Alles cool", antwortete er stumpfsinnig ohne mir dabei in die Augen zu sehen. Ich streckte mich ein wenig und sah zu der Tür, durch die Norah gerade verschwunden war. "Willst du nicht nach ihr sehen?", fragte ich und sah in seine Richtung. "Sie packt das. ihr ging es heute morgen schon nicht so gut." Ohja, das war es bestimmt, Idiot. Kaum zu glauben das Norah jetzt mit so einen Typen abhing. Was wollte sie mit so einem? Sollte mir das schmeicheln oder mir zeigen wie leicht ersetzbar ich war. "Das glaube ich euch sofort, so eine Hochzeit kann wirklich stressig sein, ich glaube da gehen die Hormone auch mal mit einem Durch. " Es musst eeinfach an den Hormonen liegen, anders konnte ich mir das sonst gar nicht vorstellen.

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NORAH BRIANNA HALLIDAY

Anders als bei Alec und mir damals, unterstützen meine Eltern mich vollkommen wenn es um Darren ging. Das lag natürlich auch daran, dass Darren selbst die rechte Hand von meinem Vater war. Ich weiss noch. Zwischen Alec und mir hatte es vom ersten Moment an gefunkt.. Wir kamen uns schliesslich näher, doch zu diesem Zeitpunkt war uns noch nicht bewusst gewesen, dass wir die Sprösslinge zwei verfeindeter Mafia-Familien waren.Ein Zufall sorgte schliesslich dafür, dass ich die Wahrheit herausfand: Nach unseren ersten vier Wochen Beziehung planten wir ein Wochendendtrip nach Miami, Florida. Als Alec im Hotel unsere Reservierung bestätigte, hörte ich zum ersten Mal seinen Nachnamen. Martinelli. Es war verrückt, wenn ich im Nachhinein an diesen Tag zurück denke, erinnere ich mich vor allem daran, dass ich mir immer wieder diese Frage gestellt hatte - wieso habe ich mich nie nach seinem vollen Namen erkundigt? Uns wurde schliesslich bewusst, das wir die Sprösslinge zweier verfeindeter Mafiafamilien waren - die Hallidays und die Martinellis. Anstatt ein romanisches Wochenende miteinander zu verbringen, war ich am gleichen Tag nach einem grossen Streit zurück nach New York geflogen. Viele unschöne Dinge waren zwischen uns gesagt worden. Am nächsten Abend stand Alec wieder vor meiner Tür. Es hatte in strömen gregenet und er hatte wie ein begossener Pudel ausgesehen. Wenn ich heute an jenem Abend zurückdenke, finde ich, dass dieser Moment in meinem Leben aus einem kitschigen Liebesfilm hätte stammen können. Alec sagte mir, dass er mir vertraute und mit mir zusammen sein wollte, egal was unsere Familien dazu sagen würden. An diesem Abend kamen wir endgültig zusammen. Unser Liebesglück konnten wir noch ein Jahr geheimhalten bis mein grosser Bruder uns zusammen erwischte. Und ab diesem Moment lief alles den Bach runter. Wie gerade jetzt. Gespannt wartete ich auf Alec's Antwort. Wo war er die letzten zwei Jahren gewesen? "Ahn London! Ja, London soll wirklich grossartig sein. Nach der Hochzeit wollen wir uns dort niederlassen.", meldete sich Darren zu Wort und liess mir wieder keine Möglichkeit zu Wort zu kommen. "Nicht wahr, Liebes?", grinsend stiess er mich an. Ich reagierte erst darauf nicht, weil mir das einfach zu viel wurde. Darren ging mir gerade mächtig auf die Nerven. Wie wagte er es, so etwas zu sagen, wenn er doch genau wusste, dass dies ausdrücklich nicht mein Wunsch war. "Entschuldigt mich schnell...", ich wand mich von Darren und den anderen ab und lief so schnell ich konnte Richtung Hinterausgang. Es war mir egal, dass ich vielleicht für eine Szene sorgte. Ich brauchte einfach sofort frische Luft.

n/v
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Lillian Adams
Mir war durchaus klar, dass wir nicht einfach darüber entscheiden konnten, ob wir etwas hier her holten, dass wohl jeder irgendwie vergessen wollte. Archibald bedeutete Erinnerungen an die Vergangenheit, und alles was jeder in diesem Haus wollte, war diese Dinge zu vergessen. Und ich verstand es - Gott, ich verstand es so viel besser als manch anderer. Alles was ich für mein Leben wollte, war die Dinge die wir erlebt hatten, endlich hinter mir lassen zu können, um ein normales Leben führen zu können. Eines in dem wir nicht etwa ständig an irgendetwas erinnert wurden, eines in dem wir nicht ständig stritten weil irgendetwas daran erinnerte wie es einmal gewesen war. Der einzige Grund, weshalb wir nun hier waren, war jedoch die Vergangenheit und all die Dinge, die wir gemeinsam durchgestanden hatten. Und ich war froh darum, denn so hatte ich nun einmal die Menschen kennengelernt, für die ich augenblicklich mein Leben geben würde. Ich liebte sie, jeden einzelnen dieser Chaoten, und wollte sie nicht loslassen müssen, geschweige denn jemals verlieren. Vince jedoch verloren wir gerade, und wenn wir nicht wirklich bald schon etwas taten, wäre es zu spät. Das wusste wohl jeder hier; vor allem Vince. Frische Luft. Ja, frische Luft klang wirklich gut. Nickend folgte ich Chord, sah Dan kurz aufmunternd an und drückte seine Hand im vorbeigehen. Ihm ging das ganze mit Vince wohl sehr viel näher, als er zeigen wollte. Vor allem da er nun einmal wusste, wie es wirklich um ihn stand; er wollte es uns nur nicht sagen, weil er niemandem noch größere Sorgen bereiten wollte. Erneut zog ich meine Jacke enger um mich, streckte meinen Hals etwas und atmete tief ein. Frische Luft tat wirklich so verdammt gut, dass ich wahrscheinlich schon viel früher hier heraus kommen hätte sollen. Wow - was? Augenblicklich sah ich zu Chord, runzelte die Stirn und musterte ihn von hinten. Es tat ihm leid was er gestern gesagt hatte? Es überraschte mich, dass er sich entschuldigte, denn für gewöhnlich sprachen wir einfach nicht mehr darüber und taten so, als sei es nie passiert. Er entschuldigte sich gerade aber wirklich, und zwar dafür das er mir vorgeworfen hatte, dass ich ihn verändern wollte - wie jeder andere auch. Und eigentlich hatte er ja doch Recht gehabt. Ich schüttelte lediglich den Kopf, ließ mich auf die Stufen sinken und streckte die Beine. "Du hattest doch Recht", und das wusste er wohl selbst. Ich knirschte die Zähne, betrachtete meine Finger und zuckte die Schultern. "Du hattest doch Recht. Ich meine .. ich wünsche mir immer, dass du das alles einfach hinter dir lässt, und dabei merke ich noch nicht einmal wirklich dass ich ständig versuche dich zu verändern", und ich wollte es ja nicht wirklich tun. Ich wollte ihn nicht verändern, nicht wirklich zumindest - oder nicht mit Absicht. Ich wollte einfach nur, dass er mich auch wollte. Und dass er verstand, wie wichtig er mir war, und dass er mir vertrauen konnte.

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• Chord Heard.

Wie Absurd der Gedanke doch war. Es würde wahrscheinlich Ewig dauern bis wir diesen komischen Kerl fanden. Soweit ich wusste wollte George Archibald nämlich nicht gefunden werden. Wie so viele Leute aus unserer Vergangenheit und wir selbst. Er wusste das das alles früher oder später auf ihn zurück fallen würde, genau aus diesem Grund neigte er wahrscheinlich auch dazu sich zu verstecken. Es war schön wenigstens einen kleinen Lichtblick zu haben. Der Schrecklichste Gedanke war das Vincent sterben würde ohne das wir etwas dagegen unternommen hatten. Vielleicht war George ja wirklich eine Greifbare Chance für uns. Ich nickte vorsichtig und erhob mich. "Ich glaube wir sollten alle gemeinsam darüber entscheiden. Das letzte was wir hier im Haus gebrauchen können ist Streit. Wenn Daniel eine Minute Zeit hat sollten wir darüber reden." Lillian und meine eigene verdrehte Meinung war nichts gegen die von Daniel. Ich nahm den Kaffee den Clint mir auf die Komode gestellt hatte. Er war noch einigermaßen warm. "Ich gehe ein wenig raus an die Luft." Denn eigentlich musste ich um ehrlich zu sein wieder ganz schön viel an Gefühlen raus lassen indem ich joggte. "Ich glaube das brauche ich gerade drigend." Ich sah Lillian an und gab ihr zu verstehen das sie mich auch begleiten könnte wenn sie es gewollt hätte. Vielleicht brauchte ich dieses mal auch einfach ein wenig Gesellschaft und gar nicht mal unbedingt Sport. Ein Sparziergang druaßen tat es wahrscheinlich auch. Gemeinsam mit Lillian verließ ich Vince Zimmer und schloss die Tür leise hinter mir. Dan wurde auf uns aufmerksam, nickte nur einmal und löste uns ab indem er sich in Vince Zimmer gesellte. Draußen war es mittlerweile Stock duster und das einzige was zu hören war, waren die Grillen als wir nach draußen traten. Es wirkte auf mich so als würde selbst die Welt hier draußen von der Stimmung im Haus mitbekommen. Auch war es sehr viel kälter geworden. "Es tut mir leid was ich gestern gesagt habe", meinte ich beinahe aus heiterem Himmel und ging die Veranda Stufen herunter ohne Lillian anzusehen. "Das mit dem das du mich angeblich verändern willst. Wenn es etwas positives gibt an dieser ganzen Sache hier, denn bist du das." Ich blieb stehen und genoss die Frische Luft die um meine Nase wehte. Der Moment kam mir perfekt vor um mich bei Lillian zu entschuldigen auch wenn ich wusste das sich mein Verhalten nicht immer entschuldigen ließ. Manchmal benahm ich mich einfach komplett daneben und wie ein Arschloch! "Ich bin verdammt schlecht in sowas", gab ich zu und ich drehte mich zu Lillian. Ratlos streckte ich die Arme von mir. "....Entschuldigen und so einen Scheiß meine ich." Aber auch das war wahrscheinlich nichts neues für sie. Überraschte sie überhaupt noch irgendetwas was ich tat? Wahrscheinlich nicht. Für Lillian war ich doch ein offenes Buch.

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Lillian Adams
Archibald war wohl jemand, mit dem ich in meiner Zukunft nichts mehr zutun haben wollte. Nicht weil er ein schlechter Mensch war, denn dem war nicht so, aber weil er meiner Vergangenheit angehörte und ich diese nicht mit in meine Gegenwart oder Zukunft bringen wollte. Es wäre schon schwer genug Bryan zu erklären wer Clint, wer Dan und Vince waren, weshalb wir hier alle in diesem Haus lebten und weshalb wir so unglaublich eng miteinander waren. Es wäre schwer genug ihm zu erklären, woher ich all diese Menschen kannte, und woher ich Chord kannte - irgendwann würde er es wissen wollen, oder aber jemand anderes würde es wissen wollen. Jemand aus unserer Umgebung, denn ewig könnten wir Bryan nicht verstecken und von der Welt beschützen. Ich wollte nicht, dass Archibald etwas von Bryan erfuhr, vor allem aber wollte ich eigentlich nicht, dass Archibald irgendetwas von diesem Haus hier erfuhr. Er sollte in der Vergangenheit bleiben, es war aber wohl die einzige Möglichkeit um überhaupt irgendetwas für Vince tun zu können. Ich nickte leicht. "Er .. war immer nett zu mir", und das wusste Chord bereits. Ich war mit ihm nicht auf Kriegsfuß, wie es jedoch mit Clint stand wusste ich nun einmal nicht. Ich konnte ja noch nicht einmal sagen ob er George nicht sehen wollen würde, ob er nicht vielleicht plötzlich mit Bryan hier auftauchen würde, und das obwohl ich nicht wollte das er von meinem Sohn erfuhr. Oh - Chord dachte auch, dass er uns vielleicht helfen konnte? Dan konnte es nicht, weil er nun einmal nicht genug Ahnung davon hatte, was Vince denn nun fehlte, und was ihn dazu gebracht hatte. George Archibald aber schon, schließlich war er oft genug in diesen Dokumenten aufgetaucht, und hatte sich doch auch immer um mich und Clint gekümmert! Clint käme schon damit klar, dass dieser Mann wieder in unserem Leben auftauchen würde, und es wäre doch auch nicht für immer. Oder? Vince würde doch wieder gesund werden, wenn wir Hilfe von ihm bekamen, und dann wären wir Archibald wieder los. Seufzend wandte ich meinen Blick Chord zu und zuckte die Schultern. Warum fragte er mich, ob ich damit klar kommen würde? Ja, es war Vergangenheit, und davon verdammt viel, aber das hieß nicht dass ich damit nicht klar kommen würde. "Wenn es Vince hilft, spielt es keine Rolle was mit Clint oder mir ist", denn genau darum ging es. Vince zu heilen, und ihm ein gesundes - gesünderes - Leben zu ermöglichen. Weil er es nicht verdient hatte, elendig zu leiden. Er hatte es nicht verdient, und könnte Archibald dabei helfen ihn zu retten, wäre es mir das wert. Vor allem war er nun einmal Chords bester Freund, und gerade zeigte er doch so viel mehr Gefühle als er sich selbst immer zuschrieb.

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• Chord Heard.

Waren wir schon so verzweifelt, dass wir die Hilfe von jemanden aus unserer Vergangenheit annehmen mussten? Archibald. Lillian hatte mir so viel von ihm erzählt. So viel Positives, obwohl ich mir über ihn schon meine eigene Meinung gebildet hatte. George Archibald war wohl der letzte dessen Gesicht ich sehen wollte. Alles was mit unserer Vergangenheit zutun hatte. Klar, ich hatte nicht wirklich viel mit ihm persönlich zu tun, aber er war einer der Menschen der all das was passiert war einfach so verleugnet hatte. Sein Name war defintitiv bei mir hängen geblieben und er stand ganz oben bei mir auf der Liste der Leute die mir gestohlen bleiben konnten. Er hatte Gewusst das er Geschwister voneinander fern hielt. Er wusste was besonderes an Lillian war. Alles hatte er geleugnet. Klar, auf der einen Seite wollte er sich nur um Lillian kümmern. Ich wollte ihm auch gar nicht unterstellen, dass er das vielleicht nicht doch aus Liebe zu ihr getan hatte, aber irgendetwas an diesem Typen war Faul. Er hatte sie schließlich Groß gezogen, als Lillian noch bei ihren leiblichen Eltern gelebt hatte, bis sie ihre eigene Wege gegangen war, aber trotzdem glaubte ich zu wissen das etwas mit dem Kerl nicht stimmte. Er war nicht unbedingt der Vater des Jahres zu Clint und hatte vieles, unter anderem das mit Lillian wahrscheinlich auch nur wegen Geld getan. "Der Archibald? George Archibald?", fragte ich skeptisch und verzog das Gesicht. Sicher sprach sie hier von Clints Leiblichen Vater. Vielleicht hatte Lillian mit dem Ansatz ja gar nicht so unrecht. Konnte es sein, dass er doch mehr wusste als er es uns zeigte? "Der Kerl, der in Millionen von Dokumenten auftaucht, die mit eurer Kindheit zu tun hat? Der, der sich die Taschen mit Geld voll geschlagen hat und dann spurlos verschwunden ist?" Ohjeh. Ich seufzte und fuhr mir erneut mit den Händen durch das Gesicht. Wir mussten ziemlich verzweifelt sein wenn wir das taten. "Vielleicht ist die Idee gar nicht so doof. Er schien mehr zu wissen über die ganze Sache, als eure wahren Eltern", murmelte ich. Meine Gedanken kreisten einfach viel zu sehr um die ganze Sache. Wahrscheinlich wäre es eh überstürzt jetzt eine Entscheidung zu treffen aber es ging hier um Vince leben. Es gab im unserem Leben eben nicht viele Menschen dessen Hilfe wir mit einbeziehen konnten. Ohne George gab es noch Lex und Mr. Howard- , der irre Professor und Lex Vater, falls dieser überhaupt noch lebte. Wir waren von lauter verrückten umgeben wenn wir unseren Bekanntenkreis so unter die Lupe nahmen. "Clint wird darüber nicht sehr begeistert sein. Aber ich glaube wir haben keine andere wahl." Ich war mir mehr als sicher das Clint bereit war diese Hürde für Vincent zu meistern. "Kommst du denn auch damit klar? Das ist ziemlich viel Vergangenheit für beide von euch." Das letzte was wir hier brauchten waren zwei hysterische Adam-Zwilling die sich gegenseitig an die Gurgel gingen.

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Lillian Adams
Chord hatte nicht reden wollen. Was hatte ich mir denn auch gedacht? Das er plötzlich zu sprechen begann, und das völlig ohne Grund? Er sprach nicht über seine Gefühle, oder seine Gedanken - das hatte er noch nie. Vor allem aber jetzt tat er es nicht, und um ehrlich zu sein konnte ich ihn verstehen. Ich konnte ihn verstehen, weil ich selbst nicht so wirklich wusste, was ich denn überhaupt sagen könnte oder sollte, um das ganze hier besser zu machen. Wahrscheinlich gab es keine Worte, die diese Situation hier besserten. Es gab keine Worte für diese Situation, und trotzdem stand ich neben Chord und dachte, Clint hätte Recht damit gehabt dass er reden wollte. Schweigend ließ ich meine Hand wieder sinken, schob sie in meine Jackentasche und sah zu Vince der tief und fest zu schlafen schien. Gott. Ich wollte mir gar nicht vorstellen, wie es ihm gerade ging. Ich wollte es gar nicht wissen - es musste ihm scheiße gehen, und wahrscheinlich hatte er vorhin ernsthaft gedacht seine Zeit wäre abgelaufen. Und alles was wir hatten tun können, war dabei zuzusehen wie ihm die Luft ausging und er Blut hustete und spuckte. Weil wir selbst keine wirkliche Ahnung davon hatten, was denn nun wirklich mit Vince los war. Ein Problem mit den Lungen, natürlich, aber wie schlecht stand es wirklich um ihn? Kopfschüttelnd sah ich wieder zu Chord. "Schon gut, konnte sowieso nicht wirklich schlafen", es war eine Lüge, denn nach dieser Situation war ich doch wieder eingeschlafen - einfach nur weil ich viel zu müde gewesen war, um meinen Gedanken nachzuhängen. Besonders gut hatte ich aber nicht geschlafen. Seufzend zog ich meine Jacke enger und sah wieder zu Vince. Es musste doch wenigstens irgendetwas geben, dass wir tun konnten. Irgendetwas, oder irgendjemanden, Chord hatte jedoch Recht. Zu wem könnten wir denn bitte gehen? Wer würde uns denn helfen wollen? Es gab niemanden - und in ein Krankenhaus konnten wir auch nicht einfach so marschieren um Hilfe zu bekommen. Natürlich könnten wir, irgendwie wäre das wohl aber so ziemlich die dümmste Idee, die man haben konnte. Es wäre wie Selbstmord, nur das wir Vince in die Arme der Polizei tragen würden - etwas das er nicht überleben würde - und wir sehr wahrscheinlich ebenfalls geschnappt werden würden. Ich wusste ja noch nicht einmal, was für Beweise diese Leute gegen uns haben wollten. Ich konnte nicht einmal genau sagen, weshalb sie uns überhaupt suchten. Für eine ganze Weile stand ich einfach nur da und beobachtete Vince, da ich keine Ahnung hatte was ich Chord sagen sollte. Vince würde sterben, würde er keine Hilfe bekommen, und Dan konnte ihm diese Hilfe einfach nicht geben. Wahrscheinlich könnte es nicht einmal ein Krankenhaus. "Wir können Archibald fragen", vielleicht wusste er doch mehr als er immer zugeben hatte wollen. "Ich meine .. er wusste doch das Clint nicht sein Sohn ist, und vielleicht kann er helfen", ob wir ihm nun vertrauen konnten oder nicht, wusste ich dennoch nicht. Woher sollte ich das aber auch wissen? Er war zwar immer gut gewesen, war immer nett zu mir gewesen und hatte mir geholfen, er hatte aber auch gelogen. Verdammt oft sogar. Und ich wusste nicht, wie das Verhältnis zwischen Clint und ihm denn nun war.

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• Chord Heard.

Der Gedanke das Dan nichts mehr für Vince tun konnte war beängstigend. Er hatte es zwar nicht Wort wörtlich zu uns gesagt, aber ich konnte es in seinem Gesicht ablesen. Und was würde passieren, wenn Daniel absolut gar nichts mehr für Vince tun könnte? Es war der Furchtbarste Gedanke von allen. Es ließ mich alles spüren was ich hätte verhindern hätte können damals. Doch so Feige wie ich war hatte ich nichts getan. Was hatte ich mir bei dem Gedanken denn gedacht? Das Vince das ganze einfach so überstand. Ohne auch nur einen Kratzer? Ich war Dumm das Gedacht zu haben. Er war eben nicht wie wir und würde auch nie so ein Mensch werden. Genau aus diesem Grund hatte er es nicht verdient einfach so zu sterben. Verdammter Mist. "Hey", murmelte eine leise Stimmte als die Tür sich öffnete. Anders als bei Clint sah ich dieses mal jedoch gleich zur Tür. Lillian kam neben mir zum stehen und sprach davon das ich gewollt hätte zu reden. Mit einem sachten Kopfschütteln gab ich ihr zu verstehen das es jedoch nicht so war. Das letzte was ich wollte war reden. So wie ich mich kannte, würde reden alles nur noch sehr viel schlimmer machen. Sogar mit der Gesellschaft- auch wenn es Lillian war- konnte ich wahrlich wenig Anfangen. Wahrscheinlich würden wir uns eh nur wieder in die Haare kriegen. Das war das letzte was ich wollte, nachdem ich ich auch noch unseren Schönen Abend ruiniert hatte gestern. "Clint sollte dich nicht wecken", murmelte ich. Lillian wirkte verschlafen und genau wie wir alle sehr mitgenommen von dem was hier passiert war. Auf Lillians Berührungen zog sich ein weiterer Teil in meinem Körper zusammen. Ich wollte mich ihr entziehen, doch war im Augenblick einfach viel zu Müde. Ich schluckte den Kloß in meinem Hals herunter und schob mir den Mundschutz von den Lippen. "Schöner Gedanke. Aber wer soll uns helfen? Wer wird uns helfen? Wir könnten noch nicht einmal in ein Krankenhaus mit ihm gehen." Ich presste meine Lippen zusammen. War das in dieser Situation ein egoistischer Gedanke? Wer sagte, dass wir nicht in ein Krankenhaus gekonnt hätten? Vince hätte eigentlich in ein Krankenhaus gemusst und egal wie Kriminell er war, sie würden ihn auch behandeln und versuchen sein Leben zu retten. Nur was danach mit ihm passieren würde, war etwas anderes. Danach würden wir wahrscheinlich einen Guten Freund verlieren. Und die Zeit die er dort war, müsste er alleine durchstehen. Oder wir lieferten uns alle einfach aus. Doch das musste etwas sein, womit wir einfach Leben lernen mussten richtig? Weil es anders einfach nicht mehr funktionierte. Wir hatten die Wahl. Ich ließ meine Hände auf meinen Schoß sinken und nickte leicht. Er wird wieder.. war das was ich mir gerade am sehnlichsten wünschte. Unserer Freundschaft zu liebe.

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Lillian Adams
Wie lange es gedauert hatte, bis ich Bryan wieder zum Schlafen gebracht hatte, wusste ich nicht. Eine ganze Weile, denn kurz nachdem sich alles wieder irgendwie beruhigt hatte, und ich mit Bryan nach oben ins Schlafzimmer gegangen war, hatte ich doch nicht einfach schlafen können. Und Bryan hatte darunter leiden müssen. Er war es aber auch immer, mit dem ich darüber sprach was in meinem Kopf vor sich ging, und das obwohl er mir doch keine Antwort geben konnte oder würde. Ich wusste das ich totaler Schwachsinn war, mit einem Kleinkind darüber zu sprechen was für Chaos in meinem Kopf herrschte, vor allem wollte ich nicht das er dachte, dass er mir schlecht ging, denn dem war nicht so. Es ging mir gut. So gut wie es mir in einer Situation wie dieser hier nun einmal gehen konnte. Bryan sollte nicht darunter leiden müssen, dass ich mit meinen eigenen Gedanken nicht ganz klar kam, und trotzdem tat er es. Morgen wäre er wahrscheinlich viel zu müde um auch nur ansatzweise etwas tun zukönnen, womöglich würde er nicht einmal wirklich spielen wollen, weil er schlechte Laune von den ständigen Unterbrechungen seiner Nacht hatte. Und ich konnte es ja auch verstehen, immerhin machte ich es nicht besser, indem ich ihn noch eine ganze Weile wach hielt, nur um mich mit ihm abzulenken. Zumindest für eine Weile, denn irgendwann hatte ich ihn doch wieder in sein Bett gelegt, damit er schlafen konnte. Erst als er tief und fest schlief, und ich für ein paar Minuten dabei beobachtet hatte, ließ ich mich wieder auf mein Bett sinken und rieb mir über die Stirn. Das alles hier wurde so unglaublich viel, und so unglaublich .. unübersichtlich, dass ich nicht einmal mehr wirklich sagen konnte was ein Problem war. Chord wollte nicht mehr, mehr oder weniger. Vince konnte nicht mehr, mehr oder weniger. Dan war selber wahrscheinlich mit den Nerven am Ende, Clint spielte weiterhin den rücksichtsvollen Bruder, der zurücksteckte nur damit es mir gut ging, und wollte ja sogar mit Bryan in ein Hotel ziehen bis sich alles beruhigt hatte. Zuerst hatte ich nicht gewollt, dass er meinen Sohn einfach in ein Hotel mitnahm, um dort von uns allen Abstand zu gewinnen, genau darum ging es Clint aber auch gar nicht. Er wusste wie wichtig mir war, dass Bryan eine Familie hatte, und in dieser aufwuchs. Hier ging es lediglich darum, ihn gesund zu halten, und dabei möglicherweise dafür zu sorgen dass etwas Ruhe in dieses Haus kehrte. Denn im Moment war es nicht so. Im Moment herrschte ein Sturm, und das schon seit einer ganzen Weile ohne wirklich abzuschwächen. Ich zuckte etwas zusammen, als ich eine Hand an meiner Schulter spürte. Scheinbar war ich eingeschlafen, hingelegt hatte ich mich aber wohl kaum, denn mein Nacken sagte ziemlich laut Hättest-du-dich-hingelegt. Müde blinzelte ich Clint entgegen, verstand zuerst nicht so Recht was er von mir wollte, bis mein Kopf sich langsam daran machte seine Worte zu analysieren. Chord? Vince? Was war denn jetzt wieder los, dass Clint mich wecken musste? Wie spät war es denn überhaupt? Ich nickte leicht, rieb mir über mein müdes Gesicht und lief leise die Treppe hinunter, während Clint bei Bryan blieb. Für einen Moment blieb ich nur stehen und sah zur Tür, hinter der Chord scheinbar auf Vince aufpassen wollte. Oder ihn einfach nur beobachtete, weil er sich schlecht fühlte. Schweigend öffnete ich die Tür einen Spalt, schob mich durch diesen und sah zu Vince. Scheinbar waren es seine Organe die mittlerweile so sehr beschädigt waren, dass Dan nicht mehr wirklich wusste was er tun könnte. Was hieß das? Vince starb? War das der Fachausdruck für Ich-kann-ihn-nicht-mehr-retten? "Hey", murmelte ich leise und kam neben Chord zum stehen, wandte meinen Blick von Vince und sah den Blonden an. "Clint meinte, du würdest vielleicht reden wollen", oder schweigen. Meinetwegen konnte er auch einfach schweigen. Dann würde ich eben einfach hier neben ihm stehen und ihm dabei zusehen, wie er Vince beim schlafen beobachtete, bis er mit mir sprach. Sanft schob ich meine Finger in Chords Haare und zuckte lächelnd die Schultern. "Er wird wieder. Dan ist gut, und wenn er ihm nicht helfen kann, dann suchen wir eben jemanden der es kann", wir würden doch nicht einfach zusehen wie unser Freund starb. Vor allem würde ich nicht zulassen, dass noch jemand wegen uns starb. Wegen mir. Wegen A.I.M. Nicht Vince, und auch niemand anderes. "Er wird wieder", versprach ich Chord leise und nickte, um ihm zu versichern dass ich mein Versprechen auch wirklich ernst meinte. Er würde wieder werden.

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• Chord Heard.

Ein wenig Hilflos saß ich gefühlte Stunden später nach dem Horror Szenario bei Vince am Bett. In einem dunklen Zimmer. Total in meinem Stuhl zusammen gesunken sah ich ihm einfach nur beim Schlafen zu. Ich stand komplett über mir und hatte das Zimmer seit Stunden nicht verlassen. Geschweige mich bewegt. Dan hatte darauf bestanden das ich so etwas wie einen Mundschutz trug wenn ich so lange bei ihm blieb, auch wenn ich es als totalen Schwachsinn abstempelte. Was sollte passieren? Vince schlief seid diesen Stunden. Wahrscheinlich hatte er noch nicht einmal bemerkt, dass ich hier war. Er hatte sich beruhigt doch schien total kraftlos und war nicht mehr ansprechbar. Niemand von uns hatte gesehen oder darüber gesprochen, dass sich sein Zustand verschlechterte. Wie immer. Jetzt lag er einfach nur da und Daniel hatte keinen blassen Schimmer was mit ihm los war. Es schien seine Organe zu betreffen. Oh Vince.. Dabei wollte ich ihm so viele Dinge sagen- im Augenblick. Auch wenn ich nicht gut in sowas war. Ob das an dem Gespräch mit Lillian lag? Ich konnte nicht immer den Starken spielen? Genau das hatte sie gesagt. Wenn sie nur wüsste wie sehr Vince die einzige Familie hatte die ich hatte. Wie sehr ich mir manchmal nur wüsste ihr all das in mir zu erklären. Dieses Gefühl das sich gerade jetzt wie Trauer anfühlte, Trauer und Wut auf mich selbst weil ich wieder einmal nicht da war. Nicht, um irgendetwas von dem hier zu verhindern zu können. So wie ich mich immer fühlte wenn ich zum Beispiel mit Lillian stritt. Weil ich immer selbst Schuld war. Weil ich gut darin war Dinge zu verbocken. Es passierte einfach immer wieder und ich war verdammt schlecht darin das zuzugeben. Doch wie sollte man einem anderen Menschen all das erklären, wenn man selbst keine Ahnung hatte? Ich wusste nicht wie lange ich diese Ausrede immer noch benutzen wollte denn Lilllian hatte es selbst gesagt, mir würde nichts passieren. Vielleicht war es ein gutes Zeichen diese Gefühle im Augenblick zu fühlen. Dieses Gefühl was an mir nagte und mich gerade im Augenblick über alles um mich herum nachdenken ließ. Wahrscheinlich war ich doch nicht so Tot von innen wie ich es immer glaubte. Und Lillian wusste das auch, schon lange. Auch wenn mir das Angst machte. In meine Jacke eingekuschelt ließ ich mich noch mehr in den Stuhl sinken und beobachtete wie sich Vince Brustkorb hob und senkte. Es klopfte leise an der Tür, ehe diese sich für einen kleinen Spalt öffnete. “Hey Kitty“, vernahm ich Clints leise Stimme. „Du hockst schon seit Stunden hier. Wie wäre es mit einem Kaffee und frische Luft?“ Er reichte einen Kaffeebecher in meine Richtung. Dennoch hielt ich es nicht unbedingt nötig darauf zu reagieren. Ich spürte wie Clint nach den Richtigen Worten suchte ehe er mir den Kaffee einfach auf die Kommode stellte. Mein Blick lag immer noch auf Vince. „Ich werde für eine Weile mit dem Kleinen in ein Hotel gehen.“ Nun hatte Clint meine Aufmerksamkeit. Langsam glitt mein Blick zu ihm. „Es hat gedauert Lillian dazu zu überreden, aber ich glaube du brauchst sie im Augenblick hier und das das so vorübergehend am besten ist.“ Wenn Lillian es nicht wollte, musste sie nicht hier bleiben war das erste was durch meinen Kopf stieg doch ich schaffte es gerade so zu nicken. Die Sache wurde immer schlimmer hier. Jetzt nahm ich Bryan auch noch seine Mutter. Ein müdes und kaum erkennbares nicken. Ich hatte gerade absolut keine Lust über irgendetwas zu diskutieren. Ich atmete ruckartig aus und fuhr mir mit meiner Hand durchs Gesicht. Clint kam auf mich zu. Ein wenig unbeholfen erhob er seine Hand und legte sie mir zögerlich auf die Schulter. Er räusperte sich etwas und suchte lange nach den Richtigen Worten.„Ich weiß ich bin vielleicht die letzte Person der du glaubst weil wir absolut nichts gemeinsam haben, aber wir stecken hier zusammen drin. Wenn du reden willst, dann bin ich auch da. Ich weiß das Lillian manches nicht unbedingt versteht deswegen (…),“ er brach ab um mir zu verstehen zu geben das er das was er sagte auch so meinte. Unsere Blicke trafen sich. Seit wann war Clint so nett? Gerade zu mir? Bis vor kurzem hatte ich wirklich geglaubt er hasste mich. Die ganze Sache hier machte uns nur noch durcheinander als wir ohnehin schon waren. „Bilde dir darauf aber ja nicht ein, dass ich dich mag. Und kein Wort zu Lillian, sonst werde ich dafür sorgen, dass du und meine Schwester in Zukunft in getrennten Zimmern schlaft.“ Er lächelte leicht und auch ich erhob um Millimeter meine Mundwinkel. „Es ist fast Mitternacht. Ich werde Lillian mal wecken. Vielleicht wollt ihr reden.“ Clint verschwand wieder aus dem Zimmer und Dunkelheit überkam den Raum als die Tür zufiel. Erneut lag mein Blick auf Vince und wie sich sein Brustkob hob und senkte.

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Alec Martinelli:
Selbst wenn mir eigentlich einleuchten sollte, warum Darren mich auf seiner eigenen Hochzeit mit meiner EX haben wollte , hatte ich wirklich keinen blassen Schimmer was genau er damit bezweckte. Provitierte er noch mehr davon wenn ich da war? Tat er es etwa doch wegen der Aufmerksamkeit? Gekonnt überspielte ich nach außen hin all diese Fragen die in meinem Kopf herum lungerten. Das ganze machte es für mich schließlich auch nur leichter. Norahs Aussage nach, hieß das wohl auch, das ihre Eltern die Hochzeit voll und ganz nach allen Seiten abesegneten. Anders als bei Norah und mir damals. Zu unserer Zeit hatten sie nur die Meinungsverschiedenheiten in ihrem Kopf. Jetzt schien die Familie wohl endlich einen Hampelmann gefunden zu haben, der dass tat was genau sie wollten. Armer Idiot. Aber das machte das alles für die beiden natürlich auch um vieles leichter. Wirklich Romantisch würde die Geschichte zwischen denen wohl aber nicht mehr werden. Sie hatten sich also auf der "Arbeit" kennen gelernt. Wenn man das so beschrieben konnte. Klang für mich so, als hätten ihre Eltern sich für sie einen Schönen Vollidioten ausgesucht. Einen, der gerade einfach mal so parat stand. Wo warst du all die Zeit?", kam es nun von Norah. Ich versuchte sogar herauszuhören, wie sehr sie diese Frage aus Interesse stellte anstelle von ihren leitenden Gefühlen. "Ich?", ich lachte auf und kratzte mich leicht unbeharglich am Kinn. Was sollte ich ihr erzählen? Das ich mich mit ihrem Kind in London niedergelassen hatte? "Geschäftsreise...ich war hier und da. Hab ein bisschen von der Welt gesehen. Du kennst das ja, immer unterwegs. Man hat halt nie wirklich Ruhe. Hauptsächlich arbeite ich nun in London. Großartige Stadt. Steigende Aktien. Viel Arbeit." Ich musterte Norahs Gesicht um ihre Reaktion abzuwarten, doch sie musste mir ja glauben. Sie wusste die Wahrheit nicht und allzu unrealisitisch war das was ich gesagt hatte ja gar nicht.

(Soooory, das kann gut sein :D)

Christian Hale:
Am liebsten hätte ich meine Sorgen in der ganzen Hausbar der Familie ertränkt. Hatte es etwas zu sagen, dass Paul hier aufgekreuzt war? Ich hoffte nur das es nicht in zu Ernsten Schwierigkeiten steckte. Angespannt exte ich das Glas und kippte mir sofort nachschub nach. Ein wenig unbeholfen ließ ich mich auf einen der Küchenstühle nieder und starrte an eines der gruseligen Portaits an der Wand. Als ich eine Stimme neben mir vernah, schüttelte es mich und ich sah auf. Kurz überlegte ich was so Falsch daran gewesen wäre es Sam zu erzählen, bis mir wieder in den Sinn kam, wie viel Macht sie doch in letzter Zeit über mich hatte und das meine Exisstenz an einem sehr dünnen faden hing. Ich seufzte: "Wir sind zwei unterschiedliche Typen", fasste ich es in seinem Satz kurz und überlegte wie man das Verhältnis zwischen mir und meinem Bruder am besten erklären konnte. "Wir leben unterschiedliche Leben und damit kommt er nicht klar. Lange Geschichte, kurzer Sinn: Ich wollte ihm damals helfen, doch er lässt niemanden an sich heran. Er lebt seid dem auf der Straße. Wenn er nicht schon mit beiden Beinen im Knast steht." Ich nahm meinen Blick von dem Bild und verzog das Gesicht als ich merkte wie intensiv Sam mich ansah."Kannst es ja aufschreiben. "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" oder sowas, damit du gleich meine ganze Familie in den Dreck ziehen kannst." Ich erhob mich und nahm die Flasche die ich bereits angebrochen hatte in die Hand. "Falls es dir nichts ausmacht lege ich mich jetzt schlafen. Das Geld für die Flasche lege ich morgen auf den Tisch." Ich erhob zur Verabschiedung die Hand und ging auf die Treppe zu. Das mit Paul musste ich vergessen.

Always remember to smile.