The Acting Debut (RPG)

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The Acting Debut (RPG)

Hey hoo =) Dieses RPG eröffne ich für Laufmasche - Fragen, Steckis etc. an sie.

HIER findet ihr die Gruppe zum RPG.

Story
Wir schreiben das Jahr 2010.
Ein gutes Jahr für die Schüler an der Schauspielschule TAFE in Südaustralien. Jährlich schaffen es nicht mehr als 40 verschiedene junge Leute an der Schule angenommen zu werden, meist auch nur die reichen und schönen, immerhin verdient sich die Schule an ihnen ihr Geld. Die TAFE gilt als eine der besten und angesehensten Schauspielschulen auf der Welt, auch in diesem Jahr finden Auswahlprüfungen statt, wer wird sie wohl meistern?
Der Druck, unter dem die angehenden Schauspieler/innen stehen, ist enorm hoch. Da wird schon mal die ein oder andere Pille eingeworfen um dem Stress zu entkommen und der ein oder andere Schluck Alkohol zu viel getrunken um Spaß zu haben, schließlich sind es auch nur Menschen.
Wie in jeder guten Geschichte muss es auch hier die bösen Jungs geben, sie sorgen immer wieder für Intrigen, Lügen und Skandale, jedoch werden diese immer nur in der Schule weitergegeben, es scheint so, als würde kein gesprochenes Wort welches in der Schule fällt je hinter die Türen der TAFE gelangen, was gut für den ein oder anderen zu sein scheint. Immerhin ist nicht alles aus Gold was glänzt.
Doch auch die Lehrer scheinen es faustdick hinter den Ohren zu haben, es spricht sich herum dass der ein oder andere sich schon mal an Schülern vergriffen hat. Oder war es vielleicht umgekehrt und die Schüler machen die Lehrer verrückt?
Was ist mit dir? Wirst du dem Druck standhalten können und die Schule meistern? Oder wirst dran kaputt gehen und zum Schluss in'ner Klinik landen?

Die TAFE :

Eine Schauspielschule in Südaustralien, hier wirst du ganz besonders unter Schauspiel und Tanz unterrichtet Doch natürlich gibt es noch andere Fächer. Eine Ausbildung dauert 3 Jahre und ist ziemlich anspruchsvoll, in der Schule stehen dir angrenzende Häuser zur Verfügung die genutzt werden können sofern man nicht zu Hause bleiben kann/will/darf. Der Unterricht beginnt um 8 Uhr morgens und endet erst um 15 Uhr nachmittags, auch Samstag ist Unterricht jedoch nur von 9 bis 14.30 Uhr.
Danach haben die Schüler und Lehrer Freizeit und können machen was sie wollen. Geregelte Bettzeiten gibt es an dieser Schule nicht da keiner der Schüler unter 19 Jahre sein darf.

Stundenplan

Mo. Di. Mi. Do. Fr.

  1. Tanz
  2. Körper – Stimm Training
  3. Improvisationstheater
  4. Theatergeschichte
  5. Gesang
  6. Schauspiel
  7. Pause (1. Std.)
  8. Bühnenkampf

Sa.

  1. Fechten
  2. Körperschule
  3. Schauspiel
  4. Bühnenkampf
  5. Pause (30. min.)
  6. Sprecherziehung
  7. Musik

Charaktere :
Schüler/innen
Sie dürfen nicht jünger als 19 und nicht älter als 21 sein, wenn sie auf die Schule aufgenommen werden. Entweder leben sie in der Schule oder zu Hause bei ihren Eltern. Meist sind es Kinder reicher Eltern, da ihnen der Platz gekauft wird oder aber man hat ein Stipendium und ist wirklich durch sein Talent auf dieser Schule.

Lehrer
Die Lehrer auf der Schule dürfen nicht jünger als 27 und nicht älter als 45 sein. Viele der Lehrer wohnen auch in der Schule. Einfach weil es für die meisten praktischer ist. Außerdem können sie folgende Fächer unterrichten.

  • Schauspiel
  • Tanz
  • Fechten
  • Musik
  • Bühnenkampf
  • Improvisationstheater
  • Theatergeschichte
  • Sprecherziehung
  • Körperschule
  • Körper – Stimm Training

Kein Lehrer darf mehr als 3 Fächer unterrichten.

Steckbriefvorlage :

(bitte auch Lehrer spielen, ich weiß, dass es mit Schülern mehr Spaß macht, aber ohne Lehrer geht’s leider nicht.)

HoN Name : Wie heißt ihr im HoN?
Rollen Name: Wie soll euer Chara heißen?
Geschlecht : Ist euer Chara männlich oder weiblich?
Alter: Wie alt ist euer Chara?
Schüler/in oder Lehrer?: Was seid ihr?
Aussehen (Link): Wie seht ihr aus?
Wie kam er/sie auf die Schule?: Reiche Eltern oder Stipendium?
Klasse: 1. 2. o. 3 Klasse
Charakter/Eigenschaften ( 4 – 6 Sätze sollten reichen) : Welche Eigenschaften besitzt euer Chara?
Stärken : Was sind eure Stärken?
Schwächen : Was sind eure Schwächen?
Geschichte : Was hat euer Chara alles vorher erlebt?
Extra Informationen : Ihr wollt noch etwas sagen? Hier ist Platz!
Fach (nur für Lehrer) : Welche Fächer unterrichtet der Lehrer?

Regeln ! :
- Erstmal gelten die  Allgemeinen RPG Regeln !
- Nochmals Steckbriefe, Fragen etc. bitte nur an mich.:)
- Keine richtigen Beleidigungen, es sei denn sie gehören zum RPG – aber auch dann, keine zu harten !
- Keine MarySues !
- Es wird in der Ich – Form geschrieben. Gesprochenes in „ - “. Gedachtes in ' - ' und Sachen die nicht ins RPG gehören bitte in ( - )
- Achtet bitte auch auf Groß- und Kleinschreibung. Damit das Geschriebene auch gut rüber kommt und es nicht zu monoton klingt.
- Versucht nicht all zu viele Rechtschreibfehler mit reinzubringen. Ein paar sind voll ok, aber man sollte nicht überlegen müssen, was der andere gerade geschrieben hat.
- Bitte zwei – bis dreimal die Woche im RPG vorbeischauen :)
- Falls wer in den Urlaub fährt, wegen Schulstress nicht on kommen kann etc. möge doch bitte mir, einem anderen Mitspieler oder gleich im RPG schreiben.
- Bitte immer Bescheid geben wenn man off geht, ein einfaches 'muss off, bye' reicht.
- Keine zu kurzen Sätze. Mehr als 5 wären schon schön.
- Wenn jemand gegen die meisten Regeln immer wieder verstößt und er sich nach mehrmaligem Ermahnen noch immer nicht dran hält wird er aus dem RPG gelöscht !

Diskussion

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Ich würde jetzt wirklich Haschbrownies mit meiner Lehrerin essen. Das war absolut schräg! Legte ich es aber anders aus, klang es ziemlich gut. Sie war eine ziemlich heiße, lockere und unglaublich witzige Frau, zu der ich eine gute Beziehung hatte. Freundschaftlich gesehen. Wären wir wirklich nur Freunde, wäre das hier super! Leider aber war sie blöderweise in der Position meiner Lehrerin und damit war es ziemlich mies. Ja, ich sollte das hier nicht tun und ich sollte mir zumindest Sorgen machen, doch ich konnte nicht. Dafür genoss ich diesen Moment viel zu sehr. Ich packte mein kleines Küchlein aus und riss mich zusammen es mir nicht ganz in den Mund zu stecken wie ich es sonst getan hätte. Ich aß es in zwei Teilen, wie sie, und benahm mich. Ich lachte leise, als sie mich wegen dem Brownie fragte, ob ich nicht doch schwul war. "Frag nicht wie viele Versuche ich damals gebaucht habe, um die nicht verbrennen zu lassen. Glaub mir, es braucht viele Angaben, damit die so werden.", erklärte ich ihr grinsend. Ich stand wirklich neben dem Backofen, wenn sie drin waren. Anfangs hatte ich sogar einmal das Mehl vergessen und den Teig total flüssig in die Form gegossen. "Nein, ich werde nicht zum Weichei, keine Sorge. Sonst würde ich das Zeug ganz sicher nicht mit dir nehmen." Tatsächlich war es stimmungsabhängig. Manchmal lachte ich pausenlos und ohne Grund, manchmal bekam ich riesigen Hunger und manchmal saß ich einfach in der Ecke und war fasziniert von allem, was mir zwischen die Finger kam. Ich schob meine Hände in die Hosentaschen und lief eine Weile einfach neben ihr her, während wir zu ihrer Wohnung gingen. Es war schade, dass der Abend beinahe zu Ende war, aber ich war mir sicher, dass der Rückweg für mich ganz lustig werden könnte. Tatsächlich merkte ich bereits wenige Minuten später wie meine Laune sich ohne Grund anhob.

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Olivia Môntesano
Während ich an seinem Auto lehnte und wartete, versuchte ich nicht zu sehr über die ernsten Worte von der Fahrt nachzudenken, aber natürlich war das nicht so leicht. Also hatte ich recht gehabt mit meinen Vermutungen, außer mir wusste wirklich niemand von seiner Krankheit hier, er war komplett alleine. Es schien mir nicht so, dass er hier viele Freunde hatte, dann wohnte er alleine und mit einem Mädchen hatte ich ihm auch noch nicht gesehen...er schottete sich komplett ab, nicht mal seine Eltern wussten es! Er war Krank, vielleicht sogar schwer krank und nicht mal seine Familie wusste es, das verriet einiges über die Bindung. Klar ich verstand seine sorgen wegen des Stipendiums, aber wenn er doch einen Collegefonds hatte und wohlhabende Eltern, konnte er die kosten selbst zahlen, falls die Schule so herzlos war und ihm sein Stipendium nehmen würde. Gerade als ich wirklich anfing zu grübeln, war er wieder unten und ich versuchte wieder lockerer zu werden und nicht über so ernste Themen, die mich auch noch nichts angingen, nachzudenken. Wie gut, dass Leo genau das richtige hatte um mich zu entspannen und alles nicht so ernst zu nehmen. Grinsend nahm ich das kleine eingepackte Küchlein und stieß mich vom Auto ab. "Was kein Silbertablett?" fragte ich und stieß ihn mit der Schulter an, als ich schon die Richtung zu meiner Wohnung einschlug, dabei packte ich den Brownie aus und biss hinein. Mal ganz davon abgesehen, dass man den unterschied zu normalen Brownies schmeckte, waren sie echt verdammt gut. Ich stöhnte genüsslich und sah dann zu ihm rüber. "Wow, das ist großartig! Sicher nicht schwul?" hakte ich grinsend wieder nach und biss erneut ein Stück ab, damit war der brownie auch schon verputzt und es war nur eine Frage der Zeit bis die Wirkung anfing. "Du wirst aber nicht paranoid oder sentimental wenn du high bist? Ich weiß nicht wie ich damit umgehen sollte." Wenn es so wäre würde er nicht mit mir die Brownies essen oder?

Im Hafen sind Schiffe am sichersten, aber dafür sind Schiffe nicht gebaut.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Gut sie war also genauso verrückt wie ich, wenn sie mit ihrem Schüler wirklich Haschbrownies essen wollte. Es war so verdreht! Ich wusste, dass die locker war und wir uns richtigen Ärger einhandeln könnten, weil ich drauf einging und immer weiter vordrang, aber das hier war wirklich heftig. Selbst für uns beide. Doch wir waren beide der gleichen Ansicht. Bei den Dingen, die wir allein heute schon zusammen gemacht hatten, machte das nun auch keinen Unterschied mehr. Mein Gott, wir schliefen ja nicht miteinander! (Haha...) Hätte ich zu dem Zeitpunkt schon gewusst wie der Abend denn nun enden würde, hätte ich vermutlich aber auch nicht sehr viel dran geändert. Ich fuhr zurück in Richtung meiner Wohnung und erklärte ihr derweil aus welchen Gründen ich nicht auf dem Campus wohnte wie ich es früher getan hatte. Wenn man etwas zu verstecken hatte, waren Mitbewohner nun mal nicht so leicht. Es sei denn sie waren eingeweiht, da hatte Olivia recht. "Er wusste nicht Bescheid. Er dachte ich hätte freitags abends einfach zu viel gesoffen. Ich hätte es ihm aber auch nicht gesagt. Das Risiko wäre zu groß. Niemand weiß es. Wenn die Schule das rausfindet, verliere ich mein Stipendium. Wenn meine Eltern es wissen, vermutlich auch." Es gab also genügend Gründe es niemandem mitzuteilen. Der einzige Nachteil: ich war absolut und vollkommen allein damit. Aber das war ich gewohnt. Ich hatte nie sonderlich viel Unterstützung bei etwas bekommen, was meinen Eltern nichts brachte. Eine tragische Geschichte vom krebskranken und verstorbenen Sohn wäre wohl alles, was sie dann von mir hätten. Krankheiten waren eine Macke. So hatten sie es ja auch bei Annabella gesehen. Ich hielt den Wagen an und schaute zu ihr rüber, als die Tür bereits wieder zufiel. Stirnrunzelnd stieg ich aus und verdrehte die Augen, als sie ihre Tasche selber trug. Nun gut. Ich wollte nun auch nicht aufdringlich sein. Ich hechtete schnell die Treppen hoch, schloss auf und schmiss die Tasche in eine Ecke, ehe ich zwei Brownies aus der Küche holte und wieder zu ihr herunter lief. "Bitte sehr, die Dame. Ich hoffe doch es mundet Ihnen.", griff ich die Vornehmlichkeit von heute Nachmittag wieder auf und reichte ihr einen kleinen, in Alufolie eingepackten Brownie. Die hatten es echt in sich. Das kleine Stück reichte alle mal...

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Olivia Môntesano
Es war vermutlich total unmoralisch das zu machen, aber wir hatten doch sowieso schon fast alle Grenzen und regeln überschritten, also was machte das jetzt noch? Wir trafen uns schon außerhalb des Unterrichts, wussten private Dinge übereinander und waren heute ausgegangen, da machte ein kleiner Haschbrownie jetzt auch nichts mehr aus. Stattdessen glaubte ich, dass es Spaß machen könnte. Natürlich reagierte jeder anders auf Gras, manche wurden nachdenklich oder emotional, andere lachten wie verrückt, wieder andere waren entspannt und kümmerten sich nicht viel. Letzteres traf auf mich zu, ich wurde lockerer, manchmal auch etwas angeturnt, letzteres passierte heute Hoffentlich nicht. "So sehe ich das auch." stimmte ich grinsend zu und drehte mich auf dem Sitz etwas herum, sodass ich Leo ansehen konnte, während er fuhr und von seiner Wohnung erzählte. Ja das klang logisch, auch wenn mich seine Erklärung nur wieder daran erinnerte, was er wohl durch machte. Er sah so normal aus, wie er hier saß und in der Schule, da konnte der Krebs den er hatte nicht so schlimm sein oder? Bestimmt war es nicht lebensbedrohlich, dann würde er doch nicht seelenruhig zur Schule gehen und tanzen? Zu gerne wüsste ich, was er genau hatte. Seit Mia auch von Krebs betroffen war, dachte ich öfter darüber nach und ich musste gedanklich immer wieder an den schwachen Leo bei der Chemo denken... Bevor ich zu sehr in Gedanken versank, lächelte ich ihn leicht an und nickte. "Ja das würde mich als Mitbewohner auch manchmal stören, aber wenn derjenige bescheid weiß, würde er es bestimmt verstehen." Ich wollte damit nicht andeuten, dass er mit Leuten über seine Krankheit reden sollte, aber wenn vielleicht ein paar mehr es wüssten, wäre er nicht so alleine. Als wir nur eine Querstraße von meiner Wohnung anhielten, war ich überrascht, dass es so nah war. Ich schnallte mich ab und sprang grinsend aus dem Auto, um schneller am Kofferraum zu sein als er. Dort holte ich meine Tasche raus und hängte sie mir um, bevor er Anstalten machte, dann nahm ich auch seine raus, gerade als er auch ankam und drückte sie ihm grinsend in die Hand. Den Kofferraum schloss ich und lehnte mich mit überschlagenen Beinen dagegen. "Ich warte hier." sagte ich bloß, da ich es für keine gute Idee hielt, wenn ich mit in seine Wohnung kam, außerdem wollte ich nicht noch weiter in seine Privatsphäre eindringen, wir hatten genug Grenzen überschritten.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Der Abend neigte sich dem Ende zu und ich trauerte dem ein wenig hinterher. Es hatte Spaß gemacht mit ihr so viel Verrücktes zu unternehmen. Klar, das hier war nur ein Fake-Date und ganz sicher würde es auch bei diesem einzigen bleiben, sodass wir Montag wieder die halbwegs normale Schüler-Lehrer-Beziehung aufnehmen würden, aber genau das fand ich schade. Das hier gefiel mir und es war mir bewusst, dass ich es nur heute Abend genießen konnte. Also natürlich versuchte ich das Ende ein wenig hinaus zu zögern. Ob es nun durch einen Film oder einen Haschbrownie für unterwegs war, war mir ziemlich egal. Morgen würde ich zwar die Chemo bekommen, aber dort interessierte es niemanden, wenn sie im Blut etwas Gras fanden. Hey, ich hatte Krebs! Wenigstens diese weichen Drogen ließen sie mir. Nicht, dass ich ständig bekifft dort auftauchen würde. Bis morgen wäre sowieso alles wieder raus und man würde nur noch Reste finden, über die keiner etwas sagen würde. Und Olivia hatte Wochenende und schien von der Idee ziemlich begeistert. Ich grinste bloß und schüttelte den Kopf. Es war seltsam. Wer aß schon Haschbrownies mit seiner Lehrerin? Das war einfach nur verrückt! "Hey, wir haben Leute bestochen und ein illegales Autokino eröffnet. Ich denke nicht, dass ein wenig Hasch das Zünglein an der Waage sein wird." Ich stieg aus, nahm alles vom Dach und verpackte Beamer, DVD-Player und die DVDs wieder im Kofferraum und stieg wieder auf den Fahrersitz, ehe ich die Türen schloss und den Motor startete. Tatsächlich war ich nun ziemlich neugierig. Wie sie wohl auf Hasch reagierte? "Früher habe ich auf dem Campus gewohnt, ja, aber seit ich jedes Wochenende verschwinde und alles vollkotze, habe ich mir eine eigene kleine Wohnung von meinem Collegefond genommen, da ich den wegen dem Stipendium ja nicht mehr brauche.", erklärte ich ihr und zuckte leicht die Schultern. Mein Mitbewohner war anfangs nicht besonders angetan gewesen, da er gedacht hatte ich hätte zu viel gesoffen. Jetzt beschwerte sich keiner mehr und ich konnte zu Hause in Ruhe schlafen, mich ausruhen und die Putzeimer und Kloschüsseln mit meinem Mageninhalt füllen.

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Olivia Môntesano
Ich sagte nichts mehr dazu, dass er mit seiner Vermutung über mich schon wieder richtig lag, war ich für ihn so leicht zu lesen? Ich weinte tatsächlich nicht bei Liebefilmen, klar fand ich Geschichten rührend und fühlte mit, ich war ja nicht gefühlskalt, aber richtige Tränen hatte ich noch nie vergossen. Wieso auch? Die meisten Geschichten waren ausgedacht und unrealistisch und selbst wenn, nichts davon hatte bisher so sehr auf mich zu getroffen, dass ich mich hatte hinein versetzen können. Nur gut, dass man bei dem Film jetzt das gar nicht musste, denn er war einfach so lustig, dass man sofort alles verstand und sich nur fragte, wer sich so eine schwachsinnige Geschichte ausgedacht hatte. Ja gut, ich hatte die Spannung im wagen an gewissen stellen auch gespürt, genauso wie seinen Blick auf meinen Beinen und verdammt wollte ich sein, dass es mir irgendwie gefiel ihn zu reizen und seinen Blick auf mir zu haben. Ja vermutlich gehörte ich in die Hölle, weil es fast so aussah als würde ich einen Schüler verführen. Als der Film zu Ende war, drehte ich mich etwas zu ihm um und wartete, was er jetzt vor hatte. Wieder mal ließ er mich entscheiden und grinste am Ende wieder so hinreißend. Ich grinste zurück und biss mir auf die Unterlippe, während ich überlegte. "Mal sehen: Noch einen Film sehen, was man immer tun kann oder mit einem Schüler Süßes mit Drogen essen?" gespielt ernst tippte ich mir aufs Kinn und grinste dann wieder in seine Richtung. "Also da wir sowieso heute gar nicht hier gemeinsam hier sein sollten, ist es jetzt auch egal oder? Außerdem lieeeebe ich Brownies." Ich nahm also wieder meine Füße runter, setzte mich ordentlich hin und schnallte mich an. Dann fiel mir etwas anderes ein: Ich wusste gar nicht wo er wohnte. "Wohnst du auf dem Campus?" sollte das so sein, ließ ich mich besser nicht mit ihm zusammen dort blicken, denn die jungen Leute waren da bestimmt noch unterwegs, aber es konnte auch sein, dass er eine kleine Wohnung um den campus herum hatte, dort wohnten einige wohlhabende Schüler oder auch Lehrer, unter anderen mein Exfreund.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Als sie ihre Vermutung wieso ich auch Schnulzen ausgesucht hatte, kund tat, hob ich beide Augenbrauen und sah sie verwundert an. Das dachte sie? Dass ich sie trösten wollte, wenn sie wegen der Schnulze heulte? Sie hatte gerade eine Trennung hinter sich. Die Schnulze war also nur der Vollständigkeit wegen dabei und nicht, weil ich glabte, dass sie sich Liebesdrama noch auf der Leinwand - beziehungsweise an der Fabrikhalle - ansehen wollte. "Ich hätte dich nicht für so ein Mädchen eingeschätzt. Du fühlst vielleicht mit, aber ich denke nicht, dass du jemand wärst, der Rotz und Wasser heult.", vermutete ich und schaute sie eine Weile lang stumm an. "Oder?", fragte ich unsicher nach. Vielleicht lag ich damit auch absolut falsch. So wie sie mit ihrer Vermutung über meine Absichten. "Und glaub mir, wenn ich dir sage, dass ich dich wirklich nicht trösten will. Ich würde es tun, aber ich bin wohl der schlechteste Tröster, den du hättest erwischen können." Ich hätte vermutlich bloß daneben gestanden und unbeholfen zugesehen. Vielleicht hätte ich auch ihren Rücken ein wenig getätschelt, aber wie gesagt, ich war wirklich schlecht darin. Deswegen war ich mit der Komödie wirklich zufrieden. Humor lag mir eher, auch wenn manche sich durch meinen Stumpfsinn angegriffen fühlten. Ich schaute allerdings nur kurz auf die Leinwand, denn als sie ihre Füße auf die Armatur legte, rutschte ihr eng anliegendes schwarzes Kleid hoch und zeigte noch mehr von ihrem Bein, als mir lieb war. Zu gern hätte ich meine Hand an ihren straffen, festen Oberschenkel gelegt und sie zu mir gezogen, doch ich riss mich zusammen. So Gedanken sollte ich nicht einmal haben. Scheiße, ich schaute schon viel zu lang hin. Leugnen konnte ich es dementsprechnd nicht mehr, also ging ich damit in die Offensive. Meine Taktik, um mich nicht zu blamieren. "Oh absolut nicht.", sagte ich grinsend und zwang mich dazu wieder zum Bild zu sehen und den Film zu verfolgen. "Es ist sogar irgendwie illegal...", stimmte ich ihr zu und schürzte leicht die Lippen, sagte dann aber nichts mehr dazu. Der Film schien genau richtig für uns beide zu sein. Er war lustig und thematisierte kein Thema, das sich auf uns zurückführen ließ. Naja, die Sexszenen waren... merkwürdig. Nicht unbedingt schlecht merkwürdig, aber ich war mir der Spannung zumindest bewusst und wusste, dass sie nicht da sein sollte. Nach der dritten dieser Szenen, fühlte ich mich schon ein wenig verarscht, doch dann war der Film zu Ende und ich war eigentlich auch ganz froh drum. Nicht, weil das Date sich dem Ende neigte, sondern weil ich jetzt noch ein wenig Zeit hatte mit ihr zu sprechen. Während des Filmes hatte ja keiner wirklich geredet. "Möchtest du noch einen Film sehen oder soll ich dich nach Hause bringen? Ich hätte bei mir in der Wohnung übrigens tatsächlich noch ein paar Haschbrownies übrig. Wir könnten sie holen und ich begleite dich zu Fuß heim.", stellte ich fest und grinste schief. Ich erwartete nicht, dass sie annahm, aber nachdem sie eben so darüber gesprochen hatte, wollte ich es ihr nur anbieten.

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Olivia Môntesano
Natürlich hielt ich Leo nicht für schwul, nicht dass ich was gegen homosexuelle hatte, aber jemand der schwul war, hätte sich mir im Club gegenüber nicht so verhalten. Und abgesehen davon dass er vielleicht eine romantische Ader hatte, war er viel zu männlich und anziehend auf Frauen, ja ich konnte nicht leugenen, dass ich ihn körperlich ansprechend fand, aber professionel wie ich war schob ich das natürlich schön in den Hintergrund meiner Gedanken, auch wenn er es einem manchmal echt schwer machte. Allein schon seine Augen! Dieses helle braun, das zur Pupille hin immer heller und golden wurden, solche hatte ich noch nie gesehen.... Okay zurück zur Film Auswahl, bevor meine Gedanken noch einer Schulze Konkurrenz machen könnten. Ich lachte, als er versuchte seine Filmauswahl auf den Verkäufer zu schieben. "Ja ist klar, das hätte ich jetzt auch gesagt. Eigentlich hast du doch bloß gehofft, dass ich bei einer Schulze weine, damit du mich trösten kannst, ist das nicht die selbe Masche wie wenn ein kerl mit einem Mädchen Horrorfilme sieht?" Das war doch immer das Klischee, dann konnte der Mann den großen Beschützer spielen und die Frau konnte sich an ihn kuscheln. Wieso tat man sowas? Um alte Instinkte zu zeigen oder in rollen aus der Steinzeit zu schlüpften, in der die Frau die schwächere war? Ich fand das ja total dämlich und Horrorfilme sowieso nicht gruselig. An Leos Ziel angekommen, stieg ich auch aus, um mich mal umzusehen und dabei zuzusehen wie er alles auf dem Dach seines Autos aufbaute. Fasziniert beobachtete ich jedes mal wenn er sich streckte, wie ein Stück gebräunter Bauch zu sehen war und biss mir auf die Lippe, stieg dann lieber wieder ein, bevor ich mir noch andere Bilder ausmalte. Tatsächlich war die Wand vor uns gut gewählt und man erkannte darauf das Bild scharf und deutlich. Wir ließen beide die Türen offen, sodass man den Ton gut hörte und ich verstellte so den Sitz, dass ich bequem hatte und legte meine Füße aufs Armaturenbrett, sodass mein Kleid etwas hoch rutschte, ich aber darauf achtete, dass alles wichtige bedeckt war. "Ich hoffe du hast nichts dagegen" fragte ich lächelnd und grinste dann bei seinen Worten. "Nein, es ist toll. wirklich, auf sowas wäre ich nie gekommen. Aber ganz legal ist es vermutlich nicht oder?" Es waren ja nur wir beide, aber soweit ich wusste brauchte man eine gewisse Lizenz, wenn man Filme in der Öffentlichkeit zeigte und durften wir überhaupt auf dem Gelände hier sein? Naja, egal, ich fand es jedenfalls sehr besonders. Da ich den Film 'Why him' noch nicht kannte, hatte ich auch nicht gewusst, dass es darin drei Szenen gab die mit Sex zu tun hatten, was irgendwie für eine komische Atmosphäre sorgte, wenn ich daran dachte, dass Leo mein Schüler war. Also sah ich währenddessen starr nach vorne und biss mir auf die Lippe, während ich bei anderen Szenen wieder Tränen lachte.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Das Restaurant war scheinbar ebenfalls ein Treffer gewesen. Es beruhigte mich. Ich hatte mir wirklich sorgen gemacht mit dem Abend heute nicht landen zu können. Das hieß... dass es ihr vielleicht nicht gefallen könnte. Aber es war gut gegangen. Das erleichterte mich wirklich. Jetzt könnte ja nicht mehr allzu viel schief gehen. Den Film würde sie aussuchen, ich würde nur alles anschließen. Dabei konnte nicht mehr viel schief geben. Ich schloss den Wagen auf und schaute zu ihr rüber, als die mich fragte, ob ich schwul war. Mir war klar, dass es nur ein Witz gewesen war, dennoch hob ich beide Augenbrauen. Etwa nur wegen dem Restaurant am Strand und den Witzen über Schnulzen? "Doch. Stockschwul. Frauen wie dich finde ich absolut abstoßend.", sagte ich trocken, stieg ein und grinste dann im Auto sitzend breit. Natürlich war es nicht so. Absolut nicht. Oh Gott, als die die Filme in meinen Schoß legte, fiel es mir fast schwer weiter konzentriert Auto zu fahren. Ich spannte mich leicht an, um mich zu konzentrieren, als sie sich jedoch entschied und die restlichen DVDs aus meinem Schoß nahm, streiften ihre Finger für eine Sekunde meinen Schritt und ich presste die Lippen aufeinander, um nicht scharf Luft zu holen. "Hey, das mit Bumblebee war wirklich tragisch, okay! Und Nicholas Sparks hat der Typ in der Videothek mir empfohlen!", verteidigte ich mich und schüttelte den Kopf, ehe ich abbog, da ich dort eine gute Halle vermutete. Eine alte Keksfabrik müsste dann hinhalten. Ich hielt an, stieg aus, packte den Beamer und den DVD-Player auf das Dach und schloss es an die Steckdose. Dann schob ich ihren Film herein und stieg zurück ins Auto, ließ die Tür auf, damit wir den Ton hören konnten. "Tut mir wirklich leid, besser geht es nicht. Aber der Bildschirm ist immerhin größer als im Kino!"

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Olivia Môntesano
Bis jetzt gefiel mir der abend echt richtig gut, auch wenn es sich hier im Restaurant wirklich sehr wie ein echtes Date anfühlte, besonders da das alle um uns herum bestimmt dachten. Die meisten hier waren Pärchen und turtelten herum, wir sahen bestimmt genauso aus. Von außen sah man den Altersunterschied oder unsere Positionen nicht, wir mussten ganz normal wirken. Einen kurzen Moment bedauerte ich sogar, dass Leo mein Schüler war, denn er war wirklich ein guter Kerl, mit dem ich auch tatsächlich richtig ausgehen würde, da war mir das Alter egal, nur erlaubte es mein Beruf eben nicht. Und ich bekam ein leicht schlechtes gewissen, als ich die Preise auf der Karte sah, die er als Schüler sich doch nie unter normalen Umständen leisten konnte. Hatte er auch jemand bestochen? Oder war er wie die meisten auf der TAFE wohlhabend? Ich wusste dass er mit einem Stipendium da war...könnte ich ihn doch einfach fragen, aber als seine Lehrerin kam ich mir da einfach sehr unwohl vor. Naja, daran konnte man nicht ändern und ich sollte es einfsch genießen, dass es so leicht war mit ihm zu reden. Wir tauschten uns etwas über unsere Herkunft aus, blieben aber ziemlich oberflächlich und verrieten keine allzu persönlichen Dinge, denn wir versuchten nach wie vor die Grenze zu wahren, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass sie heute abend und auch letzte Woche im Club, etwas verschwamm. Also unterhielten wir uns wie Freunde und ich erfuhr von seiner Schwester und davon dass er aus Australien war, aber das wusste ich durch deine Akte schon, nicht dass ich das verraten hätte. Und er bestätigte, dass seine Eltern wohlhabend, wenn auch verklemmt waren, sodass sich mein gewissen wegen des teuren Essens etwas legte. Ich erzählte oberflächlich von meiner Mutter, die mich alleine aufgezogen hatte und ebenfalls leidenschaftliche Tänzerin war, sowie von meinem Vater in Brasilien, dass überraschte Leo übrigens sehr. Ja ich hatte öfter gehört, dass ich nicht wie dir typische Brasilianerin aussah, weil ich nicht braun genug war und blond, aber es gab auch blonde Brasilianerinnen und hinzu kamen die Gene meiner Mutter. Ich merkte davon eigentlich auch nicht viel, außer dass ich eben etwas brauner war und ziemlich schnell braun wurde, hätte ich mehr Zeit um mich in die Sonne zu legen. Als wir dann fertig mit dem essen waren, wartete ich am Wasser bis Leo bezahlt hatte und wir gingen den selben Weg wieder zurück, er blieb wieder lieber im Sand, ich genoss dir Erfrischung. An der selben stelle zogen wir unsere Schuhe wieder an und am Wagen sah ich übers Dach hinweg zu ihm rüber. "Du bist aber nicht schwul oder?" fragte ich gespielt ernst, wieder als Andeutung darauf, dass er solche halbwegs kitschigen Ideen hatte und vorhin im Spaß gesagt hatte, dass er ja vielleicht sogar bei liebesfilmen weinte. Das bezweifelte ich natürlich, nicht weil er ein Macho war oder keine Gefühle zeigen konnte, sondern weil er vermutlich gar nicht auf diese Art Filme stand, ich tat das zuminest nicht. Im Auto bat ich ihn, kurz bevor er losfuhr, darum mir die Filmauswahl doch schon mal zu geben, dann konnte ich auf dem Weg schon mal überlegen. Tatsächlich drückte er mir zehn DVDs in die Hand und ich balancierte sie auf meinem Schoß, legte dann die Hälfte sogar grinsend bei Leo, da sonst alles durch den Wagen fliegen würde. Es war wirklich alles mögliche dabei. Alle Transformes Teile, Scary Movie, Why him, Kill the Boss 2, aber auch tatsächlich Schnulzen. "Aha, Nicolas Sparks, hab ichs doch gewusst." lachte ich und hielt 'Mit dir an meiner Seite hoch'. "Also ich will was lustiges sehen, nicht dass du noch bei einer Schnulze weinst oder wenn Bumblebee die Beine abgerissen werden, dass wäre wirklich sehr unattraktiv." ärgerte ich ihn und nahm die nahm die Filme wieder aus seinem Schoß, dass ich dabei kurz seinen Schritt streifte war unvermeidbar, aber im Club waren wir uns auch schon viel näher gekommen und ich versuchte mir einfach nichts anmerken zu lassen. Oben auf den DVD Stapel legte ich also 'Why him' und sah durchs Fenster, dass wir mittlerweile durchs Industriegebiet fuhren, vermutlich suchte er die passende Wand, um darauf den Film zu sehen.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
"Aber das kränkt mich jetzt! Du traust mir viel zu wenig zu. Vielleicht heule ich ja sogar bei Schnulzen!", sagte ich und griff mir theatralisch an die Brust, genau dorthin, wo mein Herz war, das sie mir angeblich durch minderen Glauben an mich gebrochen hatte. Ich seufzte und folgte ihr, als sie zum Wasser ging, blieb jedoch neben ihr stehen anstatt ebenfalls ins Meer zu treten. Es war spät abends und kein Hochsommer. Das Wasser war definitiv zu kalt und ich war eben einer dieser Kerle, die sich dann anspannten und stocksteif im Wasser stehen blieben. Den Anblick wollte ich ihr nicht unbedingt antun. Gut, ich wollte mir selbst die Kälte auch nicht antun. Aber egal! "Ich habe einige Filme im Kofferraum liegen. Hab in der Videothek alles querbeet ausgeliehen. Irgendetwas muss also dabei sein, das dich interessiert und das du noch nicht gesehen hast. Von Komödien, über Schnulzen zu Scifi habe ich alles dabei. Ich wusste ja nicht, was du gern magst. Aber ich gucke alles mit dir.", erklärte ich ihr, während ich ihr deutete sich in den Strandkorb zu setzen, den ich reserviert hatte. Ich ließ ihr den Vortritt und setzte mich dann neben sie. Wir schauten direkt aufs Meer, als ich ihr die Karte reichte, wir beide bestellten und danach erstaunlich kurz auf unser Essen warteten. Gut, dafür stimmte der Preis aber auch... Als Student mit Stipendium hatte ich nicht viel Geld, als Sohn meiner Eltern aber schon und das passte mir eigentlich gar nicht, aber heute hatte ich meinen Collegefond - den ich dank des Stipendiums nicht brauchte - ein wenig angerührt. Bloß ein kleines bisschen. Das fiel bei den Unmengen gar nicht auf. Ich begann ein wenig Small Talk mit ihr, versuchte sie ein bisschen näher kennenzulernen - scheiße das war ja genauso wie bei einem echten ersten Date... Fuck. Ich fand heraus, dass ihr Vater Brasilianer war und sie deswegen so gern tanzte und dass sie eigentlich gar nicht unbedingt hier aus der Nähe kam. Ganz schön interessant. Wie eine Brasilianerin sah sie nicht aus, allerdings fiel mir nun doch auf, dass ihre Haut schon ein wenig gebräunter war als die der Durchschnittsaustralier hier. Ich erzählte ihr auch ein wenig von mir. Davon, dass ich aus dem Norden Australiens kam und meine Eltern Schnösel waren, die gern mit dem, was sie hatten angaben. Ich erzählte ihr, dass ich eine Schwester hatte, aber nicht, dass die behindert und von meinen Eltern deshalb nicht akzeptiert und weggeschickt worden war. Ich erzählte ihr nicht, dass meine Eltern mich nie geliebt hatten und ich bloß ein Ausstellungsstück gewesen war. Das ging einfach zu tief und war zu persönlich für die Lage, in der wir eigentlich stecken sollten. Lehrer und Schüler nämlich...

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Hae-Sung "Rian" Kang
Ich hatte ihn vermisst. Seinen Geruch, seine Stimme, seinen Körper, seine Nähe, das Gefühl das er mir tagtäglich gegeben hatte wenn ich mir abends in diese Wohnung geschlichen hatte nur um ein paar schöne Stunden mit ihm zu verbringen. Ich hatte so viele Dinge vermisst, ohne auch nur ansatzweise zu merken dass überhaupt etwas fehlte, das mich glücklich gemacht hatte und immer noch die Macht dazu hatte genau dieses Gefühl in mir auszulösen. Ich hatte ihn vermisst, ohne es zu merken, und auch wenn ich es gewesen war die unsere Beziehung beendet hatte bevor sie überhaupt richtig beginnen hatte können, und obwohl ich ihn dadurch verletzt hatte, gab er mir diese Chance. Die Chance meinen Fehler einzugestehen, und ihn mit ihm einfach zu vergessen, oder aber so zu tun als wäre es nie wirklich passiert. Als wären die letzten paar Monate gar nicht passiert, denn in diesem Moment fühlte ich mich in die Nacht vor seiner Abreise zurückversetzt. In die Nacht, in der ich nicht gewusst hatte was ich fühlen sollte, in der er mir aber doch so viel Sicherheit gegeben hatte dass ich wirklich geglaubt hatte das wir es schaffen können so unendlich lange getrennt zu sein. Letzten Endes hatte ich aufgegeben, ohne auch nur ansatzweise darüber nachzudenken es sonderlich lange zu probieren. Im Moment aber spielte das alles keine Rolle. Im Moment schrie mir nicht etwa mein Verstand Dinge entgegen an die ich mich halten musste, um als etwas dargestellt zu werden das ich nicht war. Im Moment waren da einfach nur er und ich, und das unglaubliche Verlangen und die Sehnsucht danach all die Monate hinter uns zu lassen und uns endlich wieder nahe zu sein. Ich wusste das es möglicherweise nicht einfach so werden würde wie früher, ich war mir sogar ziemlich sicher dass es nicht mehr so werden würde, schließlich ging ich nicht mehr hier zu Schule und war gerade dabei richtig durchzustarten. Seine Lippen auf den meinen zu spüren ließ es jedoch in genau diesem Moment so wirken als wären wir in der Zeit zurück gesprungen. Ich atmete tief ein und hob meinen Blick um Rodrigo anzusehen. Wahrscheinlich wusste er noch nicht einmal, wie viel er mir eigentlich bedeutete - für ihn hatte ich ja sogar meine Gesangskarriere - wenn man es denn nun so nennen konnte - abgebrochen. Weil ich einen verdammten Fehler begangen hatte, und ihm irgendwie hatte beweisen wollen das es mir leid getan hatte, und selbst heute würde ich es wieder tun. Vorsichtig ließ ich meine Finger über seinen Bauch wandern und atmete tief ein. Dieser Moment fühlte sich an als wären die letzten Monate nie passiert. Ich richtete mich etwas auf und sah Rodrigo an. "Es tut mir leid das ich Schluss gemacht habe .. und das ich dich verletzt habe, wieder einmal", ich schob ihm einige schwitzige Strähnen aus der Stirn und biss mir auf die Unterlippe. "Versprichst du mir etwas?" Vorsichtig drehte ich mich etwas zur Seite. Im Bett wäre es sehr viel einfacher ihn richtig anzusehen, um ehrlich zu sein störte mich die Tatsache das wir immer noch am Sofa lagen kein bisschen. "Wenn ich dich .. wieder verletzen sollte, versprichst du mir das du es beendest und mich rauswirfst? Ich will dich nicht immer wieder verletzen", das war das letzte was ich gewollt hatte. Und dennoch hatte ich ihn nun schon so oft verletzt, das ich noch nicht einmal wusste ob er überhaupt verstanden hatte das ich es hasste mich für etwas zu entschuldigen. Bei ihm aber hatte ich mich nun schon so oft entschuldigt, wie bei sonst niemandem. Weil er mir wichtig war. Und weil ich nicht wollte das er wütend war, oder nichts mehr mit mir zutun haben wollte. (Ich dachte ich spring lieber Mal XD Hoffe es ist in Ordnung :'D)

the way she tells me,
I am hers and she is mine
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Rodrigo da Moura Brandão
Sie hatte Recht gehabt. Ich hatte ein Leben in Ruhe gewollt. Weg von der Öffentlichkeit. Weg von Stars und Sternchen. Weg von der Presse und den ewigen Blitzen der Kameras. Doch dann war sie in mein Leben getreten und alles hatte sich von Grund auf verändert. Meine Prioritäten hatten sich grundlegend verändert. Das Leben in Ruhe war mir inzwischen total egal. Das einzige was für mich zählte, war herauszufinden, wie ich Hae-Sung zurück in mein Leben gewinnen konnte. Ich wollte sie wieder an meiner Seite wissen. Ich wollte für sie sorgen und nicht für sie da sein. Und nicht irgendein anderer Typ. Nur schon der Gedanke brachte die Eifersucht in mir zu lodern. Ich konnte vorstellen, dass sie mir nicht glauben wollte, als ich sagte, dass ich sie seit dem ersten Moment gewollt hatte. Aber erstens hatte ich sie mit meinem Verhalten zurück auf den Boden holen und vielleicht hatte ich mit meinem Verhalten auch nur ihre Aufmerksamkeit versucht zu kriegen - was sich als voller Erfolg herausgestellt hat. Sie erwiderte den Kuss ohne zu zögern und das gab mir nur noch ein besseres Gefühl, dass das hier auf irgendeine komische Weise richtig war. Natürlich gab es bessere Wege. Ein besserer Weg wäre es gewesen, wenn sie nie meine Schülerin gewesen war. Aber das war sie nun nicht mehr und daher konnte ich eigentlich tun und lassen, was sie wollte. Ich seufzte leise und zog sie ohne zu zögern auf meinem Schoss. Es fühlte sich immer noch so gewohnt an wie vor einem Jahr. Sie war immer noch genau leicht - fast ein bisschen zu leicht, sie hatte immer noch die gleichen Kurven und den gleichen verführerischen Duft, der mir das Hirn vernebelte. Kaum war sie auf meinen Schoss, schmiegte sie ihren Körper an meinen und ein warmes, begehrendes Gefühl breitete sich in mir aus. "Und ich dich erst", murmelte ich leise, bevor ich den Kuss nur noch mehr vertiefte. Ihre Hände glitten unter mein Shirt und ihre Finger hinterliessen ein brennendes Gefühl auf meiner Haut. Sie zog mir das Shirt auf den Kopf und ich liess es ohne zu zögern zu. Wieso sollte ich auch? Das war es, was ich die ganze Zeit gewollt hatte. Ebenso schob ich langsam ihr Shirt hoch und zog es ihr ebenfalls aus, bevor ich meine Arme wieder um sie legte. Wieder fanden unsere Lippen zueinander. Hätte ich kein gebrochenes Bein, würde ich sie jetzt in mein Zimmer tragen. Doch so lange mussten wir entweder laufen oder mit dem Sofa vorlieb nehmen. Denn ich wollte dieses Ganze hier gerade nicht unterbrechen. Meine Hand vergrub sich in ihrem langen Haar und mit einer Hand öffnete ich ihren BH. Ich schob die Träger von ihren Schultern und diese Hand umfasste auch sogleich ihre Brust. Wir hatten schon immer ein riesiges Verlangen gegenüber von dem anderen gehabt. Das alles hatte sich in den letzten paar Wochen, Monate, in diesem Jahr unglaublich angestaut. Wir brauchten jetzt keine Worte. Wir brauchten nur die Lippen von dem anderen und die Haut des anderen zu spüren und wir konnten alles um uns herum vergessen.

Save your advice, 'cause I won't hear. You might be right, but I don't care.

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Olivia Môntesano
Die Dusche nach dem Sport tat mir echt gut und ich schlüpfte schnell wieder in mein Kleid und Band mir dir haare zusammen. Nur gut, dass ich von vornherein nicht viel makeup getragen hatte, also blieb nur die wasserfeste Wimperntusche. Ich zog jetzt also wieder meine hohen Schuhe an und verstaute alles, Leo nahm mir die Sachen dann wieder ab und ich war irgendwie froh darüber, dass es so leicht war mit Leo. Er kümmerte sich um alles und ich genoss es, dass jemand sich so viel Mühe um mich machte. Der Grund war mir immer noch ein Rätsel, aber ich dachte nicht zu viel darüber nach. Sobald die Taschen wieder im Auto waren, folgte ich ihm eine kleine Straße entlang, die direkt zwischen Häusern und anderen Hallen zum Strand führte. Ich hatte gar nicht gewusst, dass es auf dieser Seite der Stadt auch einen Sandstrand gab, aber es wunderschön hier. Man konnte von hier bis zur anderen Seite der Stadt sehen, komplett die Uferpromenade entlang. Ich erwiderte sein grinsen und sah noch weiter aufs Wasser, als er seine Schuhe auszog, tat ich es ihm gleich und zog die Keilabsatz sandalen aus, sodass ich direkt wieder zwölf Zentimeter kleiner war als er, aber daran war ich ja gewohnt, es war sonst ja auch immMädchenAls er meine Schuhe haben wollte, schüttelte ich den Kopf. "Ich kann meine Schuhe selbst tragen, Leo. Ich bin vielleicht eine Lady, aber das bekomme ich noch hin." neckte ich ihn und lief schon grinsend Richtung Wasser davon, sodass er mir die Schuhe nicht mehr abnehmen konnte. Ich stieg zu den knocheln ins Wasser und kicherte, weil es doch etwas kühl war und man sich daran gewöhnen musste, aber dann genoss ich den Sand zwischen den Zehen und strich mir eine Strähne aus dem Gesicht, die sich von der Meeresbrise aus meinem Zopf gelöst hatte. "Sonnenuntergang am Strand...ziemlich kitschig... Hätte ich nicht von dir gedacht." sagte ich in Leos Richtung, dessen locken im Wind wirklich lustig aussahen, besonders da sie nach der Dusche nicht mehr gestylt waren, aber das gefiel mir insgeheim. Wie es sich wohl anfühlte mit den Finger dadurch zu fahren, sich darin fest zu Krallen...Jep, mein Kopf machte gerade wieder seine eigenen Sachen, also lenkte ich mich lieber ab, indem ich mit dem Fuß etwas Wasser in seine Richtung spritzte. "Also essen und danach Autokino? Was für einen Film hast du denn geplant?" fragte ich neugierig, während wir am Ufer entlang gingen und ich schon das Restaurant sehen konnte, vor dem eine Menge Strandkörbe standen und verschiedene Lampions, Girlanden und Fakeln eine wirklich schöne Atmosphäre schafften. Als wir nun näher dran waren, erkannte ich, dass vor jedem Strandkorb ein Tisch stand und die Leute darauf aßen. Sowas hatte ich ja noch nie gesehen, aber gerade weil es so neu war, fand ich es ziemlich interessant. Woher Leo nur all diese Orte hier kannte? War er hier aufgewachsen oder lebte schon länger hier? Das wusste ich ja gar nicht... Ich würde ihn beim essen mal fragen. (Du springst dann das essen? Kannst ja einbauen, dass sie darüber reden wo sie her kommen :D)

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Ich hatte einen Volltreffer gelandet. Nein, ich hielt sie nicht für kindisch. Auf keinen Fall. Sie war eben einfach wie ich. Ich hatte gern Spaß und die Dinge, die Kinder so taten, machten eben meistens Spaß. Deswegen machten sie sie ja auch. Nur bei uns Erwachsenen war das nicht gern gesehen. Das konnte ich absolut nicht verstehen. Ja, okay, es sag vielleicht etwas lächerlich aus, aber was war so unseriös daran Spaß zu haben? Es war nicht fair und genau darum ging es heute Abend. Sie sollte Spaß haben und nicht darüber nachdenken, was man von ihr denken könnte. Das hier war einfach ein kleiner Rückblick in die Kindheit und auch wenn ich sowas als Kind nie hatte tun dürfen, liebte ich es. Ich war nicht allzu gelenkig und ehrlich gesagt, war ich etwas unkoordiniert, als ich mich an den Salti probierte, aber ich lernte dazu und stieß mir nicht ständig den Kopf an, sodass meine Haare sich vom Trampolin aufluden und abstanden. Wir wechselten zur Battlebox und da gewann sie. Ja, Gleichgewicht war auch nicht mein Ding. Das hatte sie im Nachhilfeunterricht schon gelernt. Nun versank ich also bis zu meinen Hüften in Schaumstoffwürfeln, die mich begruben. Ich bekam sie nicht weggeschoben, wenn ich meine Beine bewegen wollte. Man müsste sie aus den Würfeln heben und wo anders wieder hineinlassen, aber so viel Beinfreiheit bot mit meine Gelenkigkeit nicht, weshalb ich mehr oder weniger feststeckte und jammerte, bis mich Olivia lachend an meinen Händen aus dem Becken zog und wir uns beide duschen und umziehen gingen. Ich föhnte meine Haare kurz, sodass sie schnell wieder trocken und doch wieder sehr wuschelig aussahen, ehe ich mein "schickes" Outfit wieder anzog. Es war schicker als sonst, aber ich hatte schon Schlimmeres getragen. Ich verstaute unsere Taschen wieder im Kofferraum, dankte TJ, der schon total zugedröhnt hinter der Kasse saß, und ging dann mit ihr die kleine schmale Seitengasse herunter, bis uns der Sand unter die Füße kam. Dann grinste ich, hielt an und zog mir erneut die Schuhe aus. Sie würden sich nur mit Sand füllen. Also stopfte ich die Socken in die Schuhe und krempelte meine schwarze Jeans bis über die Knöchel hoch. "Gib mir deine Schuhe, ich trag sie bis zum Restaurant." Es war nicht weit, aber es lohnte sich das kühle Meerwasser ein wenig zu genießen. Außerdem war es ein spezielles Restaurant. Es bestand aus einem kleinen Haus am Strand und aus einer Hand voll Strandkörben, in denen das Essen serviert wurde. Es wurde im Haus gekocht und dann am Strand serviert. Bei der Reservierung hatte ich wirklich noch Glück gehabt...

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Olivia Môntesano
Das letzte mal, dass ich trampolin gesprungen war, war auf dem achten Geburtstags meiner Großcousine, vor zwei Jahren, gewesen. Meine Cousine hatte ein eigenes Trampolin im Garten gehabt, aber natürlich hatte ich da nicht so oft oder lange drauf bleiben können, weil die achtjährigen spielen wollten und eine sechsundzwanzig jährige störte da eben. Was denn? Ich war eben lebensfreudig und gerne kindisch, man musste sich mal amüsieren können. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass nur ein paar Minuten entfernt so eine Halle stand, dann wäre ich hier schon längst mal gewesen. Ja gut, Finn hätte ich echt überreden müssen, weil er das vermutlich langweilig gefunden hätte, er war eher der kulturell erwachsene Typ, obwohl er nur zwei Jahre älter war. Ich drehte mich um, als Leo von hinten zu mir kam. Ich strahlte ihn an, als er sich nach mir erkundete. "Es ist der Wahnsinn." grinste ich und wollte am liebsten sofort los legen, aber in dem Kleid war das etwas ungünstig, außer ich wollte Leo unbedingt meine Unterwäsche zeigen, was ich nicht wollte oder besser gesagt, nicht sollte. Ich zog mich also schnell in den gezeigte umkleiden um, und war vor Leo schon auf einem der Trapoline. Wir machten uns beide warm und dann versuchte ich mich an einem Salto, was überraschender auch klappte. Leo hingegen brauchte ein paar Anläufe, was mich natürlich sehr amüsierte, aber letztendlich schaffte er es und wir kämpften darum wer mehr hintereinander schaffte. Es ging vier zu fünf für ihn aus, aber dafür stieß ich ihn später vom Schwebebalken und lachte fast ununterbrochen eine Stunde. Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß gehabt und mich so kindisch verhalten können, ohne dass mich jemand für gestört hielt. Jetzt lagen wir beide in einem Becken voller Schaumstoffwürfel und ich warf ihn mit einem ab. "Okay Gleichstand, damit kann ich leben." lachte ich und wischte mir den Schweiß von der Stirn. Ich hatte mich köstlich ausgepowert, würde natürlich trotzdem noch länger hier bleiben, aber er hatte andere Pläne. Ich kletterte also aus dem Becken und wischte mir mit dem Rand meines Shirts den Schweiß ab, dann grinste ich wieder auf ihn runter. "Ich sollte vermutlich wirklich duschen gehen, nicht dass mein Gestank deine Pläne noch zerstört."

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Sie sah das Schild an der Tür und dachte sich vermutlich ihren Teil. Bei ihrer Vermutung lachte ich leise. Okay, sie hatte ein wenig Höhenangst. Das war nicht weiter schlimm. Wir würden ja nicht hoch springen. Aber ich würde es mir für das nächste mal merken. Äh... Nein. Nein, es würde kein nächstes Mal geben! Ich würde es mir also nicht merken. Das war nicht nötig. Immerhin müsste ich kein zweites actionreiches Date planen. Das hier war nur, um ihr zu beweisen, dass man sich bei soetwas auch anstrengen und kreativ sein konnte, wenn die Frau es einem wert war. Ich wollte ihr lediglich etwas demonstrieren und dabei gelegentlich selber ein wenig Spaß haben. Ich folgte ihr, da sie nun wohl doch neugierig geworden war und bereits vorrannte. Ich grinste nur, als sie innen stehen blieb und sich umsah. TJ kam uns währenddessen schon entgegen und hatte sofort nur Augen für Olivia. Natürlich, in dem Kleid... ich konnte es ihm nicht übel nehmen. Sie ging bereits durch, um endlich herauszufinden, was wir hier machen würden, während ich meine Tasche auf den Tisch stellte und die Dose herausholte. "Nochmal danke, dass du die ganze Halle für uns reserviert hast. Du weißt, dass ich das auch bezahlt hätte.", erinnerte ich ihn. Ich hätte jedes Ticket bezahlt, das er heute Abend versäumt hätte, aber der Brownie-Vorschlag war von ihm gekommen. "Nein, Mann, passt schon. Die Halle hab ich von meinem Alten übernommen und die läuft gut, aber deinen Shit von damals hab ich echt vermisst, Alter. Deine Haschies waren die Besten!" Ich hob nur grinsend eine Augenbraue und nickte leicht, ehe ich unsere Taschen nahm und Olivia in die große Halle folgte. Ich blieb hinter ihr stehen, während sie sich umsah. "Und? Ist das hier okay für dich? Ich dachte es könnte dir vielleicht gefallen." Jeder machte doch manchmal gern noch kindische Sachen, oder? Trampoline machten Spaß und zwischen all den Kindern hätte ich es niemals gemacht, aber wir waren allein. Wir hatten praktisch einen kompletten Indoorspielplatz für uns allein. Wer konnte das in seinem Leben schon mal behaupten? "Okay, also die Mädchenumkleiden sind dort hinten. Ich zieh mich da vorn um. Wir treffen uns dann genau hier, wenn wir fertig sind?" (Das kannst du ja springen oder ein bisschen im Schnelldurchlauf schreiben, wenn du magst? :D)

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Olivia Môntesano
Ich hatte gar nicht gewusst, dass Leo mich so beobachtet hatte oder sich so viel von mir gemerkt hatte. Es war süß und irgendwie auch etwas überraschend, dass er mich so genau analysiert hatte, um etwas zu finden, dass mit gefallen würde. Ich verstand immer noch nicht ganz wieso er sich wegen mir so viele Mühe machte, vielleicht war das einfach seine Natur. Dass er ein guter Kerl war, hatte ich mittlerweile auch verstanden und dazu auch noch ein sehr charmanter, witziger und schlagfertiger Freund, wie attraktiv er war stand ja schon lange fest.
Unten am wagen verdrehte ich grinsend die Augen, als er mir tatsächlich die Tür aufhielt, das hatte Finn nie gemacht, aber auch nur weil ich es lächerlich fand. "Das volle Gentlemen Programm, was?" fragte ich belustigt und schnallte mich an. Wir fuhren ein Stück an den Stadtrand und die Gegend war mir eigentlich unbekannt, umso weniger konnte ich mir etwas vorstellen, als Leo den wagen auf einen großen Parkplatz vor einer Halle parkte. Okay da wir ja etwas mit Sport machten, war eine Halle nicht sonderlich überraschend, und ich sah mich um, um ein Schild oder so zu finden. Alles was ich entdeckte war die Aufschrift "Jumphouse" Die zum Eingang zeigte. Etwas mit springen? "Wir machen aber kein Turmspringen oder Indoor Bungeejumping oder? Ich hab nämlich leichte Höhenangst." Das war nicht gelogen. Wenn ich Sport machte, dann etwas wobei ich nicht einige Meter tief fallen konnte, um mir beim Aufprall alle Knochen zu brechen. Neugierig ging ich schon mal vor und folgte der Beschilderung zum Eingang, an der Tür hing ein Zettel "Heute wegen privater Veranstaltung früher geschlossen". Ich sah zu Leo, als uns durch die Glastür schon ein Mann sah und uns die Tür öffnete. Er lächelte uns an und umarmte dann Leo sehr männlich und so gut das mit unseren Taschen eben ging. "Leo, alter Freund, schön dich zu sehen." Er sah zu mir und ich konnte mir schon denken was er daraus schloss, aber ich lächelte einfach nur etwas ahnungslos zurück und schüttelte ihm die Hand, als er sie mir hinhielt. "Ich bin TJ und du meine Schöne?" Aha so einer war er also. "Olivia." sagte ich nur und folgte den Jungs dann nach innen. Der Eingang wirkte normal, aber ich entdeckte schon die ersten Bilder und wusste nun was mich erwartete. Trampoline und...Schaumstoffbäder? Es sah auf jeden Fall nach Spaß aus und ich warf einen Blick in die Halle, während die Jungs den Rest besprachen. Das hier sah eigentlich nach so etwas wie einem Indoorspielplatz für kleine Kinder aus, aber ich war ebenfalls total begeistert. Ich sprang gerne Trampolin, leider hatte ich es seit Jahren nicht mehr gemacht und es sah einfachen nach Spaß aus, ja das Kleinkind in mir erwachte sofort, dabei war ich hier auch noch die ältere.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Sie schien wirklich absolut keine Ahnung zu haben, was ich mit ihr vorhatte. Ja, Sportsachen waren nötig, aber Schuhe trug man dort eher nicht. Ich schulterte also ihre Tasche, ging auf den Flur und wartete, bis sie die Haustür abgeschlossen hatte, ehe ich begann die Treppen herunterzugehen. "Nein, wirklich durchschaubar bist du ganz sicher nicht... Aber ich kenne dich nun eine Weile und deine Verhaltensweisen lassen doch ziemlich darauf schließen wie du privat so bist. Ein bisschen quirrlig, gern aktiv, lustig, manchmal etwas verträumt und irgendwie immer gut gelaunt. Na ja... fast immer. Wenn du an Finn denkst bis du mies drauf, aber das ist okay." Ich konnte verstehen wieso sie dann schlecht drauf war. Sogar ich hatte dann schlechte Laune, wenn ich an ihn dachte und daran, dass er so dumm war eine Frau wie Olivia ziehen zu lassen und sich eine andere zu suchen. Er musste schon Miss Universe daten, um das allein äußerlich irgendwie zu rechtfertigen. Außerdem glaubte ich nicht, dass irgendeine Frau so locker drauf war wie Via. Keine hatte bisher so mit mir Witze gerissen und sich nicht gekränkt gefühlt. Via wusste wie ich es meinte. Es war, als würde sie mich absolut verstehen. Es war seltsam, dass Finn das alles hatte fallen lassen. Idiot... "Das beruhigt mich zu wissen.", meinte ich schmunzelnd. Wenn es ihr nicht gefallen hätte, hätte ich nochmal alles umschmeißen können, aber es war gut, dass es ihr gefiel. Also schien ich ja doch irgendwie ein Auge für sowas zu haben. Zumindest ein wenig. Ich schloss den Wagen auf, steckte ihre Tasche in den Kofferraum und hielt ihr die Tür auf - was übrigens absolut lächerlich war wie ich fand, aber sie würde heute das komplette Programm bekommen - bevor ich selber einstieg, den Wagen startete und zu unserem ersten Standpunkt fuhr. Das Jumphouse hier ganz in der Nähe. Es war komplett bedeckt mit einzelnen und auch längeren Trampolinbahnen, die teilweise auch die Wände hoch gingen. (https://trampolinhallen.de/files/images/news/jump-house-neue-bereiche.jpg) Dazu gab es kleine Challenges, in denen man sich gegenseitig von einem Schwebebalken in Schaumstoff schubsen musste oder über einen rotierenden Stab hüpfen musste. (https://www.jumphouse.de/wp-content/uploads/xJUMPHouse_Koeln_SurvivalJUM...) Außerdem noch drei verschiedene Parcours. (http://www.express.de/image/24818840/2x1/940/470/e2574d9c7f4a7bda0ce66bd...) Es hatte mehr etwas mit Spielen zu tun, aber ich glaubte, dass es ihr sehr wohl Spaß machen würde. Die meisten waren als Kinder das letzte Mal Trampolin gesprungen - und deshalb hatte ich den ganzen Laden auch heute gebucht, damit wir allein und nicht umzingelt von Neunjährigen waren - und wir würden sicher unseren Spaß bekommen, wenn ich mich dabei auf die Fresse legte Salti zu versuchen. Es war nicht für jeden etwas, aber ich hoffte, dass es ihr genauso viel Spaß machen würde wie mir. Wenn nicht könnten wir den Teil genauso gut auch überspringen. Ich war also etwas nervös, als wir vor der von außen sehr unscheinbaren, großen Halle anhielten und ich unsere beiden Taschen auslud.

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Olivia Môntesano
Sollte ich es schlimm finden, dass er einen Teil unseres Abends mit Haschbrownies erkauft hatte? Er hatte jemanden bestochen eine Örtlichkeit offiziell früher zu schließen und das eigentlich durch Gras. Die bessere Frage war ja woher Leo das Gras dafür hatte, aber es war nicht schwer an der Hochschule hier an Gras zu kommen, ich und einige andere Lehrer wussten das, aber solange die Schüler ihre Pflichten erfüllten, die Schule keinen schlechten Ruf bekam und die Eltern schön brav zahlten, interessierte das niemand. Ich persönlich hatte nichts gegen Gras solange man es selten nahm und sein Leben noch auf die Reihe bekam. Ich war ja auch jung und hatte es in der Schule auf Partys abundzu mal probiert, es machte mich locker. Seit zwei Jahren hatte ich aber bestimmt nicht mehr gekifft, ob es schlau war mit einem Schüler das zu machen? Naja, ich würde sehen ob er tatsächlich welche übrig ließ. Immer noch wusste ich nicht was er genau mit den Brownies erkauft hatte, aber als er meine Sportschuhe wieder aus der Tasche zog war ich echt verwirrt. Was für eine Sportart machte man barfuß? Tanzen und Yoga war das einzige was mir einfiel, aber das hielt ich für sehr unwahrscheinlich. Schmunzelnd sah ich dabei zu wie er mir die Tasche abnahm, wieder ganz der Gentleman, und hörte mir mit einem kleinen schmunzeln an, wie er auf das heutige Date gekommen war. Ich hätte ihn nicht verurteilt, wenn er wirklich eine romantische Ader gehabt hätte oder auf Liebesromane stand, auch Kerle durften das, aber ich hätte es garantiert nicht erwartet. Ich öffnete die Wohnungstür und wartete bis er draußen war, währenddessen dachte ich über seineWorte nach. "So viel weißt du doch gar nicht über meinen Charakter oder bin ich so durchschaubar?" fragte ich amüsiert und zog die Tür hinter mir zu. Was wusste er denn schon? Außer dass ich einem Kerl hinterher trauerte, der schon über mich hinweg war, ich tanzen liebte und eine Freundin hatte, die Krebs hatte, wusste er doch nicht sehr viel. Aber ich wollte ihn mal beruhigen. "Also bis jetzt hört sich das was du gesagt hast, sehr gut an." gestand ich grinsend und biss mir etwas auf die Lippe, ehe wir gemeinsam nach unten gingen. Ich war leicht angespannt, falls wir einen Lehrer treffen sollten, aber dann würde ich mir einfach eine Ausrede einfallen lassen.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Ich sah sie an, als sie auf meine Planung für den heutigen Abend reagierte. Sie wirkte sprachlos. War das gut? Sie sagte erstmal nichts, sondern starrte mich nur an, als wäre ich geistesgestört. Doch nicht die richtigen Ideen gehabt? Wir könnten auch nur essen gehen! Ich wollte es ihr gerade vorschlagen, wenn sie all das doch nicht machen wollte, doch da fing sie bereits an zu reden und sofort musste ich grinsen. Oh natürlich war sie empört. Als Lehrerin musste sie das auch sein. Dass sie sich allerdings ein paar mit mir reingepfiffen hätte, ließ mich sie belustigt ansehen. Oh wirklich? "Ich habe sie in der High School damals gemacht, aber seitdem eigentlich nicht mehr. Der Besitzer dieses... Ortes ist ein alter Mitschüler von mir und ich habe ihn damit bestochen, damit er heute Abend offiziell schließt. Ich habe ihm zwar eine Schüssel versprochen, aber es fällt sicher nicht auf, wenn ich vorher zwei herausnehme." Im Autokino spätestens könnten wir sie ja essen. Blöderweise würde ich dann nur noch zurück fahren müssen... Vielleicht würde ich ihr auch einfach einen geben, allerdings hielt ich das für keine so gute Idee, wenn sie allein einen nahm, also vielleicht am Ende des Abends, wenn wir bei mir parkten und ich sie zu Fuß zu ihrer Wohnung begleitete. Auf dem Weg könnten wir auch noch etwas Spaß damit haben. Ich sah ihr nach, blieb aber brav im Flur stehen, als sie ihre Sachen für heute Abend zusammensuchte. Als sie zurück kam, schaute ich kurz in ihre Tasche und nickte. "Die Sportschuhe wirst du nicht brauchen.", erklärte ich ihr und biss mir kurz auf die Unterlippe, da ich wirklich nicht gut darin war Überraschungen für mich zu behalten und ich am liebsten jetzt schon damit rausgeplatzt wäre. Ich nahm die Schuhe heraus, stellte sie in den Flur neben die Kommode und nahm ihr dann die große Trainingstasche ab. Wie gesagt, ich würde den Abend so gestalten, als wäre sie wirklich mein Date und mein Date würde ich keine großen Taschen tragen lassen. Ich hob den Blick, als sie mich fragte wie ich darauf gekommen war. "Na ja, ich... habe darüber nachgedacht, was dir vielleicht gefallen könnte, habe im Internet geforscht und geschaut, was am besten zu deinem Charakter passt. Ich weiß nicht, ob ich damit komplett richtig liege, aber es wäre unser erstes Date und beim zweiten hätte ich dann mehr gewusst." So wie Finn es hätte lernen können. Klar war Pizza toll, aber ich glaubte, dass mein Plan für heute etwas origineller war. "Okay, los jetzt, sonst schaffen wir nicht alles."

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Olivia Môntesano
Oh ich hätte doch besser ein anderes Kleid angezogen oder etwas, dass mehr meiner haut bedeckte, denn ich sah Leos Blick, ihm gefiel was er sah und ich konnte nicht leugnen, dass es mir gefiel wie er mich ansah. Dadurch fühlte ich mich sexy und geschmeichelt, es war ja nicht verboten sich hübsch anzuziehen, ich hatte ja sonst keine Gelegenheit dazu. Anscheinend würde ich es erst später tragen können, denn ich behielt mit meiner Vermutung recht, wir würden was sportliches machen. Die meisten Mädchen hätten da wohl keine list drauf, sich anzustrengen und zu schwitzen fänden sie bei einem Date nicht so toll, aber ich hatte absolut kein Problem damit, wir hatten ja auch Nachhilfe zusammen. Was er da erzählte, ließ mich meine Augenbrauen immer weiter hochziehen und es verschlug mir letztendlich komplett die Sprache. Ich starrte ihn an, während er so hinreißend und irgendwie spitzbübisch grinste. Er hatte sich so viel Mühe gemacht? Und das obwohl er bei mir nicht landen würde, also war die Mühe eigentlich umsonst... Wieso? Und wie kam er auf so tolle Ideen? Ich verglich ihn natürlich sofort mit Finn und er verlor haushoch. Gut, am Strand waren wir auch schon gewesen, dort gegessen hatten wir jedoch nicht und das Autokino, sowas wäre mir nie in den Sinn gekommen. Heutzutage gab es kaum noch Autokinos. Sobald ich mich also gefangen hatte, verschränkte ich die Arme und verengte die Augen etwas. "Als deine Lehrerin bin ich enttäuscht dass du mit Drogen zu tun hast und diese indirekt vertickt hast. Als deine Freundin bin ich enttäuscht, dass du keine Brownies mit gebracht hast." Ich kicherte und drehte mich dann um, um den flur runter in mein Schlafzimmer zu gehen. "Okay, Bikini, Sportsachen, Duschgel." zählte ich nochmal auf und suchte die Sachen schnell zusammen. Eine kurze Sporthose, ein Top und ein schwarzer Bikini waren schnell gefunden, im Bad holte ich mein Duschgel, Shampoo nahm ich jetzt nicht, aber dafür noch einen Haargummi, ein Handtuch und Sportschuhe. Da ich dann doch nicht alles in der Hand halten wollte, warf ich die Sachen schnell in eine Sporttasche und legte meine schwarze Clutch oben drauf. Zurück mit der Tasche beladen, kehrte ich zu ihm in den Flur zurück und grinste. "Okay, ich glaub ich hab alles für deine Überraschung." Ich schnappte meinen Schüssel von der Kommode neben ihm und sah ihn dann einen Moment ernst an. "Wie bist du auf den heutigen abend eigentlich gekommen? Hast du sowas schon länger im Kopf und nur noch nicht die richtige Frau getroffen oder hast du zu viele romantische Filme gesehen? Vielleicht auch ein paar zu viele Nicolas Sparks Bücher gelesen?" fragte ich mit einem schmunzeln, weil es mich schon interessierte. Eigentlich ging man davon aus, dass Kerle nicht so romantisch veranlagt waren...vielleicht war ich ja auch ein Versuchskaninchen und er würde, wenn es heute gut lief, später eine Frau die es wert war auch so ausführen.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Scheiße. Musste sie selbst in so einem schlichten Kleid perfekt aussehen? Das Kleid legte sich perfekt um ihre Hüften und ihre Brüste. Ihre Kurven waren dadurch definitiv betont. Der glatte, anliegende Stoff ließ mich ziemlich gut erahnen wie sie darunter aussah. Sie war zierlich, aber auch irgendwie sportlich dabei. Ihre Beine wirkten durch den Kontrast zum schwarzen Kleid endlos lang und als ich mich verbeugte, hatte ich wirklich Mühe mich gesittet zu verhalten. Ruhig, Leo. Du bist ein Gentleman und sie dazu noch deine Lehrerin. Das hier war kein richtiges Date und du solltest ihr definitiv nicht zu nah kommen. Nicht heute. Nicht in diesem Kleid. Als ich mich wieder aufrichtete, richtete ich meinen Blick ganz vornehm in ihre Augen und lächelte. "Oh glaub mir..." Mein Blick glitt doch irgendwie herunter zu dem Kleid, doch ich ließ es gekonnt so wirken, als würde ich das gesamte Kleid betrachten und nicht nur ihre Beine und den gar nicht mal allzu tiefen Ausschnitt, der mich aber trotzdem faszinierte. "Das Kleid ist perfekt. Aber leider erst für den zweiten Teil des abends, also wirst du definitiv etwas mitnehmen müssen. Ich hab eine große Tasche für uns im Auto, also musst du dein kleines Täschchen nicht vollstopfen, keine Sorge.", sagte ich und trat schnell in die Wohnung und schloss hinter mir die Tür. Wo das Bad war, wusste ich. Das und der Flur waren aber die einzigen Räume, die ich von dieser Wohnung gesehen hatte und das sollte auch besser so bleiben. "Du brauchst Sportsachen und eventuell einen Bikini. Wir fahren zuerst zu einem Ort, der mich nur für uns beide für heute Abend ein paar Haschbrownies, die ich in meiner High School Zeit gemacht habe, gekostet hat. Die wollte ich eigentlich nie wieder machen, aber das war es mir wert, wenn wir dafür besagten Ort für uns ganz allein haben. Es ist eine Überraschung, aber dort wirst du Sportsachen brauchen und dich danach vermutlich auch duschen wollen. Nur als Vorwarnung. Danach dachte ich, laufen wir zu Fuß am Strand entlang zum Restaurant, wo ich uns einen Tisch reserviert habe und danach machen wir im Industriegebiet unser eigenes Autokino. Beamer und Filme habe ich alle im Auto liegen.", erklärte ich ihr und lächelte schief. Ich hoffte wirklich ihre Geschmack zu treffen, aber eigentlich war von allem etwas dabei. Sie würde bei der ersten Aktivität ordentlich auspowern können, danach ruhig am Strand entlangspazieren und gut essen. Autokino danach war ein wenig origineller. Vor allem, weil es illegal war eins mitten an der Wand einer Industriehalle selbst zu machen. Ich hoffte wirklich es würde ihr gefallen. So oder so würde es wohl sehr spät werden heute, aber am Wochenende hätte ich leider nicht die Kraft gehabt das alles im Laufe eines ganzen Tages durchzuziehen.

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Olivia Môntesano
Den ganzen Freitag musste ich über das bevorstehende Fake-Date mit Leo heute abend nachdenken. Ja es war keine große Sache, er wollte mich damit bestimmt nur aufmuntern und mir vielleicht auch zeigen, dass ich wegen Finn etwas melodramatisch war, wäre da nicht die Tatsache, dass ich seine Lehrerin war. Wir sollten außerhalb des Unterrichts nicht mal miteinander befreundet sein, geschweige denn private Dinge über einander wissen oder in einem Club miteinander tanzen und schon gar nicht auf ein Date gehen. Ja mein gewissen rebellierte und ich war sogar einmal kurz dabei Leo zu suchen und ihm abzusagen, aber dann dachte ich mir, dass er vielleicht schon etwas vorbereitet hatte und dass ja eigentlich nichts dabei war, solange wir großartigen Körperkontakt vermieden. Nachdem ich also meine Unterrichtsvorbereitung erledigt hatte, fing ich an mich fertig zu machen. Da ich absolut keine Ahnung hatte wo es hin ging und was mich erwartete, zog ich eben einfach ein schlichtes anliegendes schwarzes Kleid an, dass bis zur Hälfte meiner Oberschenkel reichte und dessen Ausschnitt für ein offizielles​ erstes Date nicht zu gewagt war, immerhin ging es hier nach wie vor um einen Schüler. Dazu zog ich bequeme Keilabsatzschuhe an, auf denen ich schmerzfrei laufen konnte, falls er sowas wie einen Spaziergang im Sinn hatte. Ich legte gerade noch meine leicht gewellten Haare zurecht, als es Punkt sieben an der Tür klingelte. Wow, auf die Minute genau, beeindruckend. Überrascht grinste ich und öffnete die Tür, wo es mir erst mal die Sprache verschlug, ich dann aber grinsen musste. Er hatte sich schick gemacht und das sah wirklich viel zu gut aus. Das Hemd saß an den richtigen stellen perfekt und seine Haare ließen ihn irgendwie älter wirken...wieso musste ich schon wieder an Christian Grey denken? Er riss mich aus meiner Fantasie, als er sich verbeugte und ich lachen musste. Ich zog die Augenbrauen hoch und zeigte auf mein Outfit. "Was ist denn daran unpassend? Das kleine schwarze geht immer?" Ich seufzte gespielt theatralisch und ging aus der Tür damit er rein kommen konnte, er musste sich nicht unnötig lange im Flur aufhalten und noch gesehen werden. "Also da musst du leider schon etwas genauer werden. Sportbekleidung, bequeme Bekleidung, kein Kleid oder Schwimmsachen?" Da er anscheinend aufwendigere Pläne hatte, musste er mir schon ein wenig verraten was ich mitnehmen sollte. Ich war auf alles vorbereitet, ob Sport oder schwimmen, obwohl ich nicht wusste ob es gut für uns war, wenn wir uns gegenseitig fast nackten sahen, aber ich war für jeden Spaß zu haben.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Das war verrückt. Ich führte meine Lehrerin aus. Ich bereitete ein Date für sie vor und wollte sie ausführen! Das war krank, oder nicht? Es war absolut seltsam. Ich sollte das nicht tun und dennoch war ich der Meinung, dass es nötig war. Ich musste es ihr zeigen, sonst würde sie es wohl niemals verstehen. Pizza essen und Kino waren die Standarddates, über die sich zwar jede Frau freute, die aber absolut nichts mit Einfallsreichtum oder Mühe zu tun hatten. Ich fand einfach, dass Finn sich nicht genug Mühe gegeben hatte. Olivia war eine unglaubliche Frau und sie hatte so viel mehr verdient als diesen Standard. Wenn sie sich bloß damit zufrieden gab, stimmte doch etwas nicht. Definitiv sollte man ihr zeigen welche Möglichkeiten Finn gehabt hätte und die er nicht ergriffen hatte. Ich plante also alles durch und machte mich bereit ihr ein Date zu planen, das die verdient hätte. Eines, das ihr gerecht werden würde. Tatsächlich zog ich mich sogar etwas schicker an. Gut, ich trug eine schwarze Jeans und ein weißes Hemd, außerdem waren meine Haare nicht so durcheinander wie sonst, aber einen Anzug trug ich nun nicht. Ich stand pünktlich vor ihrer Tür, zählte auf der Uhr die letzte Minute ab und klingelte um Punkt sieben ihr an ihrer Haustüre. Ja, ich stand im Lehrerwohnblock, aber es war Freitag Abend und entweder brüteten die Lehrer über Unterrichtsstoff oder aber sie hatten frei. Es würde uns schon keiner sehen, richtig? Als die Tür sich öffnete, grinste ich sie schief an und verbeugte mich kurz spielerisch. "Guten Abend, die Dame. Ich fürchte ich muss sie bitten passende Kleidung mitzunehmen." Ich hatte heute Abend viel mit ihr vor, aber ich würde sie schon dazu bringen Spaß zu haben. Sie musste mir nur vertrauen, wenn ich sie bat Sportsachen mitzunehmen. (Oh sorry xD von Wartezimmer aus ._.)

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Olivia Môntesano
Oh was taten wir hier? Wir stritten über meine Beziehung und Finn, das war ja schon nicht gut uns überschritt eine gewisse Grenze, da Leo als mein Schüler meine Privatsphäre nichts zu interessieren hatte, aber es wurde noch schlimmer. Vielleicht spinnte ich rum, indem ich sagte er solle mir zeigen, was ich verdiente, denn eigentlich wusste ich das. Ich war keine naive Frau, ich wusste meinen Wert, aber wenn er hier so große Töne spuckte und glaubte so viel zu wissen, dann konnte er es auch beweisen. Es würde mich ablenken und vielleicht sogar lustig werden, es war ja nur gespielt und nichts dahinter. Außerdem interessiere es mich Wirklich, wie er sich anstellen würde. Wie würde er eine Frau ausführen? War er der romantische und kitschige Typ? Ich verschränkte die Arme und sah ihn weiterhin an, als er zustimmte und nickte dann. "Na da bin ich mal gespannt." seuftze ich und nahm wieder meine Tasche, hängte sie mir um. Ich war schon auf dem weg zur Tür, während ich überlegte ob ich Freitag Zeit hatte. "Um sieben? Du holst mich gentlemanlike an meiner Wohnung ab oder ist das zu riskant? Soll ich irgendwo hinkommen?" Ein Minuspunkt war das ja schon, weil er oder wir beide gesehen werden konnten, aber das musste er bedenken. Was dachte ich mir auch dabei mit einem Schüler auszugehen, auch wenn es nur Fake war? Ja gut, bei mir und Leo waren es andere Umstände, wir wussten Dinge voneinander die sowas wie eine Freundschaft haben entstehen lassen, aber wir mussten nach wie vor aufpassen wer uns wo sah und falsche Schlüsse ziehen konnte.

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[Hat jemand einen Charakter frei? Ich würde mir super gerne einen machen :)]

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Oh scheiße Leo, was hast du getan? Ich sollte mich echt nicht in die vergangene. Erziehung meiner Lehrerin einmischen. Egal wie gern ich die hatte und ihr helfen wollte. Das war sicher nicht der richtige Weg. Ich beleidigte ihren Exfreund. Eine miese Idee. Ich kannte ihn ja kaum. Die wenigen Eindrücke, die ich von ihm im Vertretungsunterricht und auf dem Flur hatte erhaschen können, hatten jedoch gereicht um mich ein schlechtes Urteil bilden zu lassen. Er wirkte arrogant, eingebildet und besserwissend. Gut, ich benahm mich ähnlich, aber bei mir war es eher gespielt. In mir drin war ich dennoch ein guter Kerl. Bei Finn war ich mir da nicht so sicher. Ihn hatte die Trennung scheinbar ja nicht mitgenommen, wenn er so schnell bereits eine andere datete und sie dazu noch an ihrem Jahrestag ausführte. Nein, Finn war kein guter Kerl und er hatte Olivia definitiv nicht genug geboten. Sie war so eine tolle Frau, sie hätte mehr verdient als diesen Macho. Nicht unbedingt mich, ich war sicher nicht der richtige, aber ich war mir sicher, dass sie merken würde, was sie verpasst hatte, wenn ich es ihr zeigte. Und sie forderte mich heraus. Ich schluckte und hob die Augenbrauen. Sie wollte mit mir auf ein Fake-Date? War das ihr ernst? Der Spruch war eher hypothetisch gewesen. Allerdings würde sie mir wohl nicht glauben, wenn ich ihr bloß leere Versprechungen machte. Ich fuhr mir durch die immer noch leicht verschwitzen Haare und nickte bestimmt. "Na gut. Ich führe dich aus und danach wirst du froh sein den Typ los zu sein. Kino und Pizza essen wird die absolut nicht gerecht. Das hat nichts mit Mühen zu tun. Ich sage... nicht, dass ich der bessere Kerl bin, aber ich kann dir zumindest zeigen, was dir zugestanden hätte.", erklärte ich mich kurz, bevor sie das noch falsch verstand und glaubte ich würde sie abgraben oder sonst was. "Gut, dann zeige ich es dir. Freitag?" Das Wochenende über war leider für die Chemie belegt, aber wir hatten Freitag ja beide früh Schluss. So hätte ich außerdem auch genug Zeit alles vorzubereiten.

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Olivia Môntesano
In welche Richtung ging das hier gerade bitte? Er hatte zuerst wissen wollen was mir im Kopf herum ging und dann bildete er sich ein Urteil darüber und glaubte zu wissen wie unsere Beziehung gelaufen war? Was passierte hier nur? Ich hatte sicherlich keine Lust mit ihm zu streiten und ihn davon überzeugen zu müssen, dass meine Beziehung mit Finn gut war, denn es konnte ihm egal sein! Trotzdem konnte ich nicht verhindern, dass ich über seine worte nachdenken musste. Hatte Finn sich Mühe gegeben? Ja eigentlich schon. Er hatte mich ausgeführt oder wir waren zu Hause geblieben und hatten pizza bestellt, dabei gemütlich einen Film gesehen. Was wollte Leo hier bewirken? Dass ich nach Fehlern suchte, nach schlechten Erinnerungen, weil es mir so leichter fallen würde über Finn hinweg zukommen? Ja es wäre bestimmt einfacher wenn ich Finn hassen könnte, das wusste ich doch auch, aber das konnte ich eben nicht, da konnte Leo noch so sehr versuchen seinen Namen in den Dreck ziehen, aber er konnte die guten Erinnerungen eben nicht aus meinem Kopf löschen. Was er dann sagte war so absolut unerwartet, dass es mir die Sprache verschlug. Ich starrte ihn einfach nur an und klappte den Mund wieder zu, den ich schon geöffnet hatte, um ihn weiter anzufahren. Er hatte gerade wirklich gesagt, dass er sich sicher war, dass er mir geben könnte, was ich seiner Meinung nach verdiente? Keiner von uns sagte in diesem Moment etwas, die Worte hallten noch in der Luft nach und ich sah ihm einfach nur weiterhin in dir Augen. Er glaubte ich wollte es nicht wahrhaben? Er bezeichnete mich also schon wieder als naiv oder dumm, aber mich ließen seine Worte nicht in Ruhe. Das hier war verrückt! Wie konnte er sowas sagen? Wie konnte er zu mir behaupten, dass er glaubte besser zu sein als mein Exfreund? Und die bessere Frage, wieso tat er das? Das hier war falsch, sowas von falsch und moralisch verwerflich und deswegen konnte ich auch nicht glauben, was ich als nächstes sagte. "Fein, Beweis es. Beweis mir, dass es da draußen noch gute Kerle gibt, damit ich die Hoffnung nicht aufgebe. Vergiss für einen abend, dass ich deine Lehrerin bin und führe mich aus wie ich es angeblich verdiene." forderte ich ihn auf. Oh vedammt....

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Ja, na gut, ich hätte mich wirklich nicht einmischen sollen. Ich hätte das Ende des Unterrichts hinnehmen und gehen sollen. Alle Schüler waren froh, wenn sie früher Schluss hatten, oder? Bloß ich scheinbar nicht. Nein, ich unterhielt mich mit meiner Lehrerin danach noch. Scheiße, das alles hier war total verdreht. Das mit Olivia war verdreht! Sie war heiß und ich hatte sie gern, okay? Wieso war sie auch so nett und locker? Wieso war sie so ziemlich alles, was das perfekte Mädchen ausmachte? Sie war älter als ich und meine Lehrerin. Sie war gerade aus einer Beziehung heraus. Das waren die einzigen Gründe, die mir einfielen, dass ich nicht länger an sie denken sollte. Scheiße, ich war nicht verknallt oder so, sie... gefiel mir eben einfach gut und als Freund kümmerte ich mich eben um ihr Wohlergehen. Was der Typ da mit ihr machte war aber eben einfach nicht in Ordnung. Was ich hier tat aber genauso wenig, denn ich durfte mir kurz darauf eine Standpauke anhören. Ja, sie war wütend. Ich mischte mich ein, aber ich konnte es ja auch nicht lassen. "Nein, ich habe keine Ahnung und ich sage auch nicht, dass du naiv warst. Liebe macht eben... seltsame Dinge mit jemandem, okay? Aber du widersprichst mir auch nicht, wenn ich sage, dass er nicht genug für dich getan hat. Dass er nicht einfallsreich war dich beeindrucken zu wollen oder dir etwas Gutes zu tun." Sie sagte lediglich, dass ich mich nicht einmischen sollte. Damit gab sie mir ja beinahe recht, oder? Ich seufzte. "Nein, ich war nie verliebt, aber ich weiß, was Liebe ist und das obwohl ich nur sehr wenig davon erfahren habe, okay?" Eigentlich hatte mich bisher niemand je geliebt. Meine Eltern nicht, keine Frau. Ich war allein gewesen. Aber ich liebte meine Schwester über alles und sie würde ich auf Händen tragen, wäre sie hier. Ich verdrehte die Augen, als sie meinte, dass ich doch nichts über romantische Dates wusste. "Ach jetzt komm mal runter. Nur weil du einen Scheißkerl erwischt hast, heißt das nicht, dass jeder so ist. Du willst es doch nur nicht wahr haben. Ich hätte dir ganz sicher das Date geben können, das dir gerecht geworden wäre. Und wenn du das erlebt hättest, würdest du auch begreifen, dass du definitiv mehr verdient hättest als das, was Finn dir gegeben hat." Ich konnte nichts dafür, sein Name brannte mir praktisch auf der Zunge, als ich ihn aussprach. Aber ich war mir sicher. Ich hätte es besser gemacht und wenn sie wüsste, was ein Mann für sie tun konnte und auch tun sollte, würde sie dem Typen nicht mehr hinterhertrauern.

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Hae-Sung "Rian" Kang
Mir stockte der Atem, und mit jeder Sekunde die verging hatte ich das Gefühl ein kleines bisschen mehr zu ersticken. Das hier, diese Situation und all dieses Chaos das dieser Mann in mein Leben gebracht hatte, schien mich schier verrückt zu machen, und ließ mich nicht eine Sekunde einen klaren Gedanken fassen. Stattdessen waren da ständig tausend Gedanken, die alle gleichzeitig gedacht werden wollten, und unzählige verschiedene Gefühle die alle auf einmal nach meiner Aufmerksamkeit riefen. Ich hatte Angst, verspürte eine Sehnsucht nach ihm die ich noch nie in meinem Leben verspürt hatte, dachte darüber nach wie sehr er mich hassen würde wenn er wegen mir unglücklich sein würde weil er zurück in die Öffentlichkeit müsste, und dennoch versicherte er mir das es keine Rolle spielte. Es spielte keine Rolle mehr, weil sich seine Wünsche verändert hatten, und anstatt der Ruhe wollte er nun mich. Mich, und alles was das beinhaltete und mit sich brachte. Er wollte mich, und dabei war ihm vollkommen egal ob er wieder zurück in die Öffentlichkeit und das Blitzlichtgewitter treten müsste. Scheiße. Ich hatte gedacht, wenn er diese Worte erst einmal aussprach würden all meine Zweifel, und dieses ganze Chaos in mir einfach verschwinden, jedoch hatte ich mich getäuscht. Ich hatte gedacht dass er mit seinen Worten einfach alles von mir schieben könnte, und irgendwie dafür sorgen würde das ich mich wohl fühlte - und das tat ich auch. Ich fühlte mich wohler, jetzt da ich wusste dass er mich ebenso wollte wie ich ihn, jedoch waren all diese Gedanken und Gefühle nicht einfach verschwunden oder hatten sich in Luft aufgelöst. Da war immer noch dieses Chaos, und da waren immer noch all diese Gedanken die ich nicht denken wollte. Er hatte es immer geschafft mich die Welt einfach nur für einen kurzen Moment vergessen zu lassen, hatte es immer geschafft irgendwie dafür zu sorgen das ich alles um mich herum vergaß und einfach nur bei ihm war und die Zeit genoss, in diesem Moment jedoch waren da immer noch all diese Gedanken die mir entgegenschrien das es besser wäre einen Schlusstrich zu ziehen, und einfach aufzugeben was hier jemals zwischen uns gewesen wäre. Sanft berührte seine Hand meine, als er seine Finger mit meinen verflocht, und mit einem Mal schien es doch wieder besser zu werden. Mit einem Mal schien alles ein klein wenig erträglicher. Er hatte mich immer gewollt, schon seit dem ersten Augenblick. Ganz konnte ich es ihm nicht glauben, schließlich hatte er mich gehasst, wie so ziemlich jeder andere Mensch dem ich in meinem Leben begegnet war, und dennoch sagte ich nichts. Er gab mir noch nicht einmal die Chance dazu, stattdessen legte sich sein Arm um mich, und seine Lippen fanden die meinen. Er küsste mich. Er war es, der mich küsste. Mein Herz machte einen Sprung, ehe es heftig gegen meine Brust klopfte. Nicht ich küsste ihn, sondern er mich. Ich hatte gar nicht gewusst wie sehr man so ein Gefühl vermissen konnte. Ich hatte nicht gewusst, wie sehr ich einen Menschen vermissen könnte, denn außer meiner Mutter hatte ich in meinem Leben noch nie jemanden verloren. Und außer ihr, war mir noch nie jemand wirklich wichtig gewesen. Rodrigo aber war es. Er war mir wichtig, und ich liebte ihn in diesem Moment dafür das er es so wirken ließ als wären die letzten Monate über gar nicht erst passiert. Ohne zu zögern erwiderte ich den Kuss, ließ mich von ihm auf seinen Schoß ziehen und schmiegte meinen Körper an seinen. Seine Finger die meine Haut berührten hinterließen ein angenehmes Kribbeln unter meiner Haut. "Ich habe dich so sehr vermisst", flüsterte ich leise an seinen Lippen und vergrub meine Hände in seinen Haaren. Ich hatte ihn vermisst. Seinen Geruch, seine Arme, seine Nähe, einfach alles. Und ich hatte es noch nicht einmal gemerkt, weil ich zu beschäftigt damit war mir selbst und der Welt etwas vorzulügen. Und um ehrlich zu sein wusste ich nicht wie ich der Welt das alles hier erklären sollte, im Moment jedoch spielte es keine Rolle. Im Moment war es mir völlig egal, und alles war zählte war er und ich. Wir. Sanft wanderten meine Hände seinen Körper hinab, und ich schob das schwitzige T-Shirt das er noch vom Training anhatte hoch, ehe ich es ihm über den Kopf zog. Er konnte sich nicht vorstellen wie sehr ich dieses Gefühl vermisst hatte. Und er konnte sich nicht vorstellen wie glücklich er mich in diesem Moment machte.

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Olivia Môntesano
Kurz nachdem ich all das gesagt hatte, nachdem ich die wirren Gedanken in meinem Kopf in ein paar kurze Sätze gefasst hatte, bereute ich es. Ich hätte es besser nicht gesagt, denn Leo war mein Schüler und es ging ihn nix an. Unser Verhältnis war eh schon komisch, ich machte es noch schlimmer und bestimmt überforderte ich ihn einfach nur. Verdammt! Es half nicht dass Leo Finn jetzt auch noch beleidigte, es machte nix besser. Er glaubte ich hatte was besseres verdient? Woher wollte er das wissen? Er hatte doch keine Ahnung! Er wusste nichts von mir oder Finn oder davon wie unsere Beziehung gelaufen war. Moment, wieso verteidigte ich das? Finn war wirklich ein Arsch gewesen, er hatte nicht mal ordentlich erklärt, warum er nicht mehr mit mir zusammen sein wollte. Das war doch scheiße! Alles! Besser ich hätte Leo nix erzählte, ich brauchte nicht noch mehr miese Gedanken von jemand anderem, ich hatte selbst schon genug. Ich wollte nur noch hier weg, aber er beugte sich zu mir runter und ich musste ihm in die Augen sehen. Seine Worte machten es aber nur schlimmer, sodass ich ihn wütend anfunkelte. "Red nicht so! Du hast keine Ahnung klar! Also hör auf es so aussehen zu lassen als hätte ich mich naiv unter meinem wert verkauft und mich in einen Player verliebt!" Ja ich war lauter geworden, bereute es aber ebenso wieder und seufzte nur. "Du warst nie verliebt oder? So richtig, meine ich. Er war gut zu mir, wir haben zusammen gewohnt, ich war glücklich. Ich verstehe nur das wieso nicht, okay? Und als ob du was von romantischen Dates weißt, sowas gibt es vielleicht in Filmen, aber bleib mal realistisch." Meine Stimme war wieder leiser und klang nur noch erschöpft, das hier brachte doch nichts. Er war mein Schüler, von ihm konnte ich keine Hilfe erwarten, also weshalb gab ich mir überhaupt Mühe?

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Rodrigo da Moura Brandão
Ich seufzte leise und schüttelte den Kopf. Sie verstand es einfach nicht. Vielleicht wollte sie es auch einfach nicht verstehen. "Kannst du dir vielleicht vorstellen, dass mir das inzwischen keine Rolle mehr spielt? Ja, ich wollte meine Ruhe und die habe ich auch bekommen. Doch jetzt will ich nur dich. Du bist das Einzige, was ich haben will", erwiderte ich und sah sie an. Ich wollte nur sie haben. Alles andere spielte für mich keine Rolle mehr. Sollten doch die anderen denken, was sie wollten. Das war mir egal. Das einzige was zählte war, dass ich sie wieder an meiner Seiten haben würde. Aber das hatte ich leider nicht alleine zu entscheiden. Sie musste dies ebenfalls entscheiden und genau das wollte sie nicht tun. Und auch wenn ich das nicht wollte, so musste ich sie nun dazu zwingen. Ihr Blick sah fast schon ein bisschen geschockt aus, als ich ihr sagte, dass sie sich nun entscheiden müsste. Ich tat es nicht gerne. Aber ich konnte auch nicht weiterhin in dieser Ungewissenheit leben. Sie musste sich entscheiden, ausser sie würde mich weiterhin quälen wollen. Ich seufzte leise auf und fuhr mir durch das Haar. Sie stattdessen schob meine Hand wego, hielt sie aber noch fest. Doch sie musste mich nun festhalten. Ich konnte nicht weiter zulassen, dass sie sich immer wieder versuchte herauszuwinden und zu flüchten. Wiederholte sie ihre Worte. Und was hiess das denn nun? Wie entschied sie sich? Ich musste eine richtige Antwort von ihr haben. Keine vage Antwort. Wieder wiederholte sie ihre Worte, aber sie fügte noch etwas hinzu. Ich seufzte leise und verschränkte ihren Finger mit meinen, auch wenn sie meine Hand losgelassen hatte. "Ich habe dich immer gewollt. Schon seit dem ersten Augenblick und daran hatte sich nichts geändert", erwiderte ich und sah ihr fest in die Augen. Ich liebte sie. Nur wusste ich nicht, ob es schon der richtige Moment war, um ihr das zu sagen. Sie hatte sonst schon Druck und ich wollte diesen nicht verschlimmern. Sie hatte sich entschieden. Und meine Entschiedung war schon lange gefallen, ich hatte nur noch auf ihre Antwort gewartet. Ich legte meinen Arm um sie und zog sie näher an mich heran. Ohne zu zögern legte ich meine Lippen auf ihre und zog sie nur noch näher an mich heran. Sie hatte gesagt, dass sie mich wollte. Genau das würde ich ihr jetzt geben. Sie konnte mich haben, so lange ich wollte. Ich würde hier garantiert nicht verschwinden. Zum Glück waren meine Arme nicht gebrochen, denn ohne sie könnte ich jetzt Hae-Sung nicht auf meinen Schoss ziehen. Das tat ich jetzt nämlich. Meine Hand glitt sanft unter ihr Shirt und ich seufzte sehr zufrieden auf. Ich hatte ihre weiche Haut so lange nicht mehr auf meiner Haut gespürt und es war ein unglaublich befriedigendes und zugleich erregendes Gefühl.

Save your advice, 'cause I won't hear. You might be right, but I don't care.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Ich sah doch, dass etwas nicht stimmte. Sie wich meinem Blick aus und das bestätigte meine Vermutung nur noch mehr. Etwas war passiert und ich wollte sie nicht aus diesem Raum gehen lassen, wenn ich nicht wusste, ob es etwas Ernstes war oder nicht. Ja, sie war meine Lehrerin und ich sollte mich nicht dafür interessieren, aber sie war außerhalb des Unterrichts meine Freundin - vermutlich meine einzig gute Freundin, mit der ich reden könnte, wenn ich es denn jemals tun wollen würde. Nie würde ich irgendjemandem mein Herz ausschütten, außer meiner kleinen Schwester, die ich mit meinen Problemen aber niemals belasten wollte. Das galt für mich. Olivia aber war nicht wie ich. Sie war kein Einzelgänger und sie konnte mit mir reden, auch wenn es vielleicht komisch war mit mir darüber zu reden. Ich hätte ihr als nächstes vorgeschlagen sich jemanden zu suchen, mit dem sie reden könnte, doch da ließ sie ihre Tasche auch schon fallen und seufzte. Sie wollte darüber reden. Gut... Nicht gut. Ihr Exfreund? Oh shit. Vielleicht hätte ich ihr doch eher vorschlagen sollen mit einer Freundin darüber zu reden. Ich durfte mich da definitiv nicht einmischen. Und dennoch konnte ich mich nicht raushalten. "Via, dein Freund ist ein Arsch. Allein schon im Unterricht. Wie du es mit ihm ausgehalten hast, ist mir ein Rätsel.", sagte ich ihr nun ehrlich. Ich hatte nur wenige Begegnungen mit ihrem Ex gemacht, aber die hatten gereicht, um mir ein Urteil über ihn zu bilden. Meine Augenbrauen schossen in die Höhe, als sie weitersprach. "Du gibst dir die Schuld daran, dass er sich direkt die nächste greift? Scheiße, Via, du hast echt Besseres verdient als diesen Ficker. Sorry, aber genau das ist er." Ich schüttelte bloß den Kopf und duckte mich leicht, um ihren Blick einzufangen, den sie gesenkt hatte. "Du merkst es nicht mal, oder? Dass es gut ist, dass du den Scheißkerl los bist. Ich glaube nicht, dass ihr jemals ein Date hattet, das dir würdig war. Kino, Pizza essen... Hat er sich überhaupt Mühe gegeben?" Sicher hatte er mit ihr seine Standardmasche abgezogen. Die üblichen Dates, Vögeln, bis er genug hatte und sich dann die nächste schnappen. Solche Typen kannte ich und es fiel mir jedes Mal schwer zu glauben, dass es Mädchen gab, die darauf reinfielen. Bei Olivia jedoch brach es mir das Herz. Sie hatte diesen Mistkerl geliebt und er hatte ihrvermutlich bloß vorgegaukelt es zu erwidern, um von ihr zu bekommen, was er wollte. Das konnte keine Liebe gewesen sein. Nicht, wenn er nach wenigen Monaten alles beendete und sich jetzt bereits eine Neue gesucht hatte.

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Olivia Môntesano
Ich hatte gedacht ich hätte meine Wut auf Finn im griff, immerhin war ich heute nicht ausgerastet und hatte ihm eine Szene gemacht, sondern war ruhig geblieben. Tja, anscheinend hatte ich es auf andere Art kompensiert und an Leo ausgelassen, was wirklich nie meine Absicht gewesen war. Ich hatte es heute anscheinend echt übertrieben und selbst jemand gesundes hätte gelitten, ich wollte mir nicht vorstellen was sein geschwächter Körper da hatte durch machen müssen. Also kam zu meiner Wut und Enttäuschung auch noch ein schlechtes Gewissen hinzu. Also war es am besten aufzuhören und ihn sich ausruhen zu lassen, ich würde nach Hause gehen uns vielleicht am Boden einer Weinflasche die Lösung finden. Ich wich ihm also komplett aus und ging zur Tür der Lehrerunkleide, wo ich bloß meine Tasche nahm und so schnell wie möglich hier raus wollte, aber eine Hand an meinem Oberarm hielt mich zurück, sodass ich mich nicht mal wehrte, weil ich emotional zu erschöpft war. Ich drehte mich also zu Leo um, spürte seinem Blick auf mir, während ich irgendwo auf seine Brust sah, bloß nicht in seine Augen. Als er das erste mal fragte was los war antwortete ich nicht, sondern biss mir nur auf die Unterlippe, aber er ließ nicht locker. Ich seufzte und sah nun hoch in sein Gesicht. Keine Ahnung ob es sein grinsen war oder die Tatsache wie er mich Via nannte, aber ich gab nach. "Es...Finn." Ich wusste nicht wie oder wo ich anfangen sollte. Erneut seufzend entwand ich mich seinem Griff, ließ die Tasche fallen und fuhr mir durch die Haare. "Heute wären wir ein Jahr zusammen gewesen, 12 beschissene Monate hat er es nicht mal mit mir ausgehalten und dann sitzt er heute glücklich wie ein Hönigkuchenpferd mit einer anderen in einem Café." Ich regte mich vermutlich umsonst auf, aber mein Körper hatte da ganz genau seine Taktik. Ich wurde wütend, um zu verhindern dass ich weinte und das war mir echt lieber. Verzweifelt sah ich zu Leo hoch, auch wenn ich ganz genau wusste, dass er mir hierbei nicht helfen konnte. "Liegts an mir? Hatten wir von vornherein ein Ablaufdatum? Bin ich zu anstrengend? Ich....ich verstehs einfach nicht." Zum Ende hin wurde ich immer leiser und knabberte jetzt wieder grübelnd auf meiner Unterlippe herum.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Was zur Hölle war denn nur los mit ihr? Vor einer Woche noch hatte sie den Nachhilfeunterricht abbrechen wollen, weil sie Angst hatte mich zu überfordern und heute scheuchte sie mich herum, als wäre ich unkaputtbar? Sagte mein beinahe nassgschwitztes Tshirt, mein hochroter Kopf und meine wegen der Seitenstiche leicht gekrümmte Haltung nicht alles? Ich konnte nicht mehr und dass es nicht klappte, machte mich wahnsinnig! Aber anstatt mir zu helfen, mir Tipps zu geben - wofür wir beide ja eigentlich hier waren - ließ sie es mich nur wieder und wieder machen und ich legte mich am laufenden Band auf die Fresse. Erst als ich dreist ihre Anlage auf Pause stellte, kam sie aus ihrer Träumerei wieder heraus. Ich erwartete kein Mitleid von ihr und ich wollte auch nicht, dass sie Rücksicht auf den Pingpongball großen Tumor in meinem Kehlkopf nahm, aber sie könnte mich behandeln wie einen Schüler und nicht wie Hulk. Ich war zwar fit und trainiert, aber auch ich war nicht so energiegeladen - mit der Chemo in meinem Körper erst recht nicht. Ich schaute sie verwundert über ihr Verhalten bloß an, als sie sich in die Nase zwickte und die Anlage einfach herunterfuhr. Sie wollte aufhören? Sonst machte sie nie vorher Schluss. Irgendetwas stimmte da doch nicht. Als sie ihre Sachen nahm und an mir vorbei gehen wollte, hielt ich sie an ihrem Oberarm zurück und runzelte leicht die Stirn, als ich sie musterte. Die kleine Sorgenfalte auf ihrer Stirn machte mich skeptisch. "Was beschäftigt dich?" Irgendetwas stimmte nicht mit ihr und sie war ganz außer sich. Bloß zeigte sie es nicht nach außen hin. "Komm schon, Via, ich kenn dich nun schon lang genug, um das zu bemerken. Rede mit mir darüber. Vielleicht kann ich dir dann auch verzeihen, dass du mich heute so gequält hast.", sagte ich sanft und grinste sie jungenhaft an. Es würde ihr sicher gut tun ihre Sorgen loszuwerden.

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Olivia Môntesano
Nach dem abend mit Leo, war seit langem wirklich mal wieder entspannt. Ich hatte Spaß gehabt, gut ich war dann alleine im Bett gewesen und hatte gewisse Bedürfnisse dann doch selbst stillen müssen, aber dafür hatte ich viel mehr Spaß im Club gehabt, als ich erwartet hatte. Es war sogar ganz lustig gewesen, dass Leo sich nicht an mich ran gemacht hatte, wie sonst jeder andere kerl und nur das eine von mir wollte, sondern dass er wirklich ein Freund gewesen war. So hatte ich den Krankenhausbesuch mit Mia Sonntag nachmittags auch ganz gut überstanden und sie mit meiner guten Laune etwas angesteckt. Sie war natürlich überrascht, dass es mir so gut ging und sofort glaubte sie natürlich ich hätte einen neuen kerl am Start, aber ich erklärte ihr schnell, dass es nicht so war und ich bloß eine nette Bekanntschaft gemacht hatte. Eine ziemlich scharfe und charmante Bekanntschaft, die mein Schüler war, aber das behielt ich mal für mich. Meine Laune wurde noch besser, als der Arzt uns beiden verkündete, dass die Chemo anschlug und die Zysten sich zurück bildeten, sodass sie in ein bis zwei Monaten keine Chemo mehr brauchen würde. Dann konnten sie ihr auch Brustimplantate einsetzen und sie konnte sich - ich zitierte Mia - "endlich wieder wie eine Frau fühlen". Ich freute mich wirklich für sie und auch am Montag morgen hielt meine Laune an, bis ich beim Frühstück auf den Kalender sah. Das Datum brannte mir praktisch in den Augen und meine Laune sank an den Gefrierpunkt. Ja es sollte mir eigentlich nichts ausmachen, wir waren getrennt, weil es ihm zu ernst geworden war und er sich noch ausleben wollte, aber ich würde nie das Datum vergessen, an dem wir offiziell zusammen waren. Er war meine erste große Liebe gewesen, ich war mit ihm sogar zusammen gezogen...ich hatte mir eine Zukunft mit ihm vorstellen können... Tja er hatte das anders gesehen. Ich konnte nicht leugnen, dass ich irgendwo noch Gefühle für ihn hatte, auch wenn unsere Trennung über zwei monate her war, aber ich wollte ihn nicht zurück. Ich trauerte unserer glücklichen gemeinsamen Zeit vielleicht noch etwas nach, aber ich würde im nicht hinterher weinen und ihn anbetteln mich zurück zu nehmen. Dafür besaß ich zu viel Würde und Selbstwertgefühl. Ich raufte mich also wieder auf, verdrängte Finn aus meiem Kopf und vertiefte mich in die Arbeit an der TAFE. Bis zum Nachmittag lief alles wie üblich, dann kam der nächste Rückschlag und nun sank meine Laune sogar unter den Gefrierpunkt. Da wollte ich mir einfach bloß einen Kaffee holen bevor ich zur Nachhilfe ging und ging mal wieder in das Café hier auf dem Campus, weil ich keine Lust hatte das Gelände zu verlassen und wen sah ich natürlich sofort? Finn mit einer anderen Frau, Händchen haltend an einem Tisch. Er sah glücklich aus und lachte viel....in dieses Lachen hatte ich mich damals verliebt...jetzt schenkte er es einer anderen. Ob sie auch nichts ernstes wollte? Wie lange würde er sie behalten, bis er sich wieder ausleben wollte? Es stach mir in der Brust, dass er einen anderen Frau gegenüber genauso glücklich wirkte wie noch vor zwei Monaten bei mir. So schnell ging das also bei ihm? Verbittert ging ich also zurück im die Tanzfakultät, aber auch nach dem aufwärmen bei lauter Musik ging es mir nicht besser. Dementsprechend war ich mit dem Kopf woanders als Leo dazu kam und konnte mich nicht ordentlich auf ihn konzentrieren. Wir machten an der HipHop Choreo weiter und ich bemerkte nur nebenbei wenn er etwas nicht packte und rief ihm befehle zu oder stachelte ihn an, unbewusst machte ich damit meiner Wut Luft, aber in Gedanken war ich eigentlich kaum da. Was hatte die blonde Frau, was ich nicht hatte? Sah sie es etwas auch locker? Wollte sie keine Beziehung sondern nur Sex? Was verdammt nochmal verlangte Finn von einer Frau? Er hatte Schluss gemacht, weil er noch jung war und noch mehr sehen wollte, aber wieso war er dann mit mir zusammen gezogen? Und war "mehr sehen" nicht einfach nur ein Euphemismus für "mehr Frauen unverbindlich vögeln"? Während all diese Fragen in meinem Kopf herum schwirrten, wurden sie von lauter und schneller Musik unterlegt, aber plötzlich war diese weg und ich fuhr hoch, stützte mich nicht mehr auf der Anlage ab und starrte den Boden an, sondern Leo, der plötzlich neben mir stand und die Anlage aus gemacht hatte. Ich wollte gerade den Mund aufmachen und ihn anfahren, aber dann kamen seine Worte in meinem Kopf an und ich bekam ein schlechtes gewissen, weil ich meine Wut an ihm ausgelassen hatte. Sein Körper war von der Chemo gestern bestimmt noch geschwächt und ich jagte ihn hier herum. Ich schloss kurz die Augen und zwickte mir in die Nasenwurzel. "Nein, tut mir leid." seufzte ich und drehte mich wieder zur Anlage. "Ich bin heute nicht ganz bei mir, am besten lassen wir das für heute, ich hab dich genug gequält." Ich drückte hier und da an der Anlage ein paar Knöpfe und fing an sie herunter zu fahren. So konnte ich mich sowieso nicht konzentrieren und das brachte dann uns beiden nix.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Der Abend war wirklich schön gewesen. Ich hatte für ein paar Stunden vergessen können, dass ich mehr oder weniger todkrank war und am nächsten Tag wieder durch die Hölle ging. Tatsächlich war ich gar nicht allzu verkatert, als ich am nächsten Tag die Chemo bekam. Dennoch war ich ziemlich ausgetrocknet und fertig. Ich saß bloß da, schlief eine Weile, trank Wasser ohne Ende und kotzte es kurz darauf einfach wieder aus. Das ganze Wochenende lag ich diesmal flach und war nicht mal in der Lage gewesen mir etwas vernünftiges zu Essen zu machen, um wieder zu Kräften zu kommen. Vom Zwieback, das ich das ganze Wochenende über immer mal wieder angelutscht hatte, abgesehen, bekam ich meine erste richtige Mahlzeit erst in der Schule wieder. Frühstück in der ersten Pause nach dem Geschichtsunterricht. Ich aß und trank ein wenig, kam wieder zu Kräften und nahm die Tabletten unauffällig wenn keiner hinsah. Den Tag über sammelte ich mich langsam wieder ein wenig und war sogar ziemlich fit, als ich mich umgezogen hatte und wieder genug Wasser hatte, dass meine Haut nicht mehr trocken und aschfahl aussah. So scheiße wie es mir ging, war es wirklich ein Wunder, dass es noch keiner bemerkt hatte, aber wie gesagt: Wirkliche Freunde hatte ich hier nicht und die, die ich hatte, waren Arschlöcher und kümmerten sich einen Scheißdreck um mich. Die waren nur bei mir, weil ich gut mit Mädchen umgehen konnte und ihnen somit ein paar Dates verschaffen sollte. Ich wusste auch nicht genau wie die sich das vorstellten. Ich ging zum Nachhilfeunterricht und hoffte eigentlich darauf, dass die Stunde ein wenig ruhiger verlief, nachdem wir Freitagabend so viel Spaß hatten und uns so gut verstanden hatten. Leider sah die Realität ein bisschen anders aus. Ich wusste ja, dass ich von ihr verlangt hatte mich nicht so rücksichtsvoll und mitleidig zu behandeln, aber sie war echt hart an diesem Tag. Sie stand an der Anlage, rief mir die Anweisungen zu und sah allerdings ziemlich abwesend aus. Sie merkte wohl nicht einmal, dass die Aufgaben mich ziemlich forderten. Es waren anstrengende, komplizierte Bewegungen, die sie da von mir verlangte und sie bemerkte mein Versagen nicht einmal, ließ es mich nur wieder und wieder machen, während sie Löcher in die Luft starrte und einfach nur... völlig neben der Spur aussah. Die Musik lief weiter, als ich irgendwann aufhörte, weil ich wirklich nicht mehr konnte. Ich stemmte die Hände schnaufend in die Hüften und hielt mir die Seite, da sich darin ein Stechen ausgebreitet hatte, als ich sie so ansah. Sie bemerkte nicht einmal, dass ich einfach aufhörte. "Olivia!", rief ich ihr über die laute Musik zu, aber sie reagierte gar nicht wirklich. Ich seufzte und schlurfte zu ihr rüber, um die Anlage auszustellen, sodass sie sofort hochfuhr und wieder im Hier und Jetzt ankam. "Gott, was ist denn los mit dir? Du weißt doch, dass ich den Scheiß nicht kann, den du da von mir verlangst. Gib mir Tipps, aber lass mich das nicht immer und immer wieder wiederholen bis ich kotze." Nach der Chemo und bei der Anstrengung wäre das gar nicht mal so unwahrscheinlich.

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Olivia Môntesano
Man musste Leo lassen, dass er wirklich ein Gentlemen war, durch und durch. Er war beim tanzen anständig gewesen, er lieh mir seine Jacke und brachte mich nach Hause. Wüsste man nicht, dass ich seine Lehrerin war, sah der abend eigentlich wie ein Date aus. Gut bei einem Date hätte man sich vermutlich geküsst und ich konnte nicht leugnen, dass er schöne Lippen hatte, aber wie er gesagt hatte, wir besaßen Moral und Anstand. Er wahrte die Grenze jetzt wohl auch, indem er mich hier unten an der Tür verließ, statt wirklich bis oben vor meine Wohnungstür zu gehen. Es wäre aber auch zu riskante, dass er einen Lehrer im Treppenhaus treffen konnte, selbst zu dieser späten Stunde und dieser dann falsche Schlussfolgerungen schloss. Bei seinem Spruch grinste musste ich grinsend die Augen verdrehen und köpfte währenddessen seine Jacke auf. "Das würde mir nie passieren, immerhin bin ich hier diejenige mit den besseren Körpergefühl." erinnerte ich ihn neckend und stand nun quasie wieder halb nackt vor ihm, als ich ihm die Jacke zurück reichte. Er nahm sie besser jetzt mit, was sollte ich denn auch mit ihr und wenn ich ihm die Jacke in der TAFE zurück geben musste, könnte jemand fragen stellen. "Nochmal danke." Ich verschränkte die grinsend die Arme, weil ich jetzt doch fror, also machte ich schon ein paar Schritte nach hinten, während wir beide irgendwie unentschlossen wirkten. Das war so ein klischeehafter Moment am Ende eines Dates, wenn man nicht wusste wie man sich verabschiedete. Gab man sich einen Kuss? Umarmte man sich? Bei uns überschritt beides eine Grenze, also ging ich weiter zur Tür, hielt seinen Blick jedoch fest. "Danke dir auch." sagte ich sanft, dann jedoch räusperte ich mich, stellte mich aufrechter hin und legte einen gespielt ernsten Blick auf. "Wir sehen uns übermorgen in Unterricht, Mr. Westfield und seien sie pünktlich!" erinnerte ich ihn und versuchte meine Miene aufrecht zu erhalten, als ich dann aber die Tür zum Treppenhaus öffnete, musste ich lachen doch lachen und sah nochmal über die Schulter zu ihn, dann verschwand ich endgültig im Haus und schaffte es heil nach oben in meine Wohnung, wo ich mich bis auf die Unterwäsche auszog und einfach so ins Bett fallen ließ. [Jetzt bist du dran mit springen :D]

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Hae-Sung "Rian" Kang
Noch nie in meinem Leben hatte ich so große Angst vor meinen eigenen Gedanken und Gefühlen gehabt wie in diesem Moment. Ich hatte Angst, weil ich einfach nicht wusste was genau ich denn nun eigentlich für diesen Mann fühlte, und auch wenn ich mir nicht ständig Gedanken darüber machen wollte gelang es mir einfach nicht. Weil ich nicht wusste wie ich etwas Ordnung in meine Gedanken und Gefühle bringen sollte. Ich wusste noch nicht einmal ob Rodrigo überhaupt klar war wie unglaublich schwer es mir fiel meine eigenen Gefühle und Gedanken auszusprechen. In meinem Leben hatte sich noch nie auch nur ansatzweise jemand dafür interessiert was ich dachte oder fühlte, und Mr. Blake hatte mir erst Recht bewusst gemacht wie unwichtig diese Dinge für andere Menschen war. Gott, ich wünschte mir so sehr ihn unter anderen Umständen kennengelernt zu haben, oder einfach nicht nachgegeben zu haben als es darauf angekommen war. Dann wäre es nicht so schwer oder kompliziert, und ich würde mir möglicherweise nicht so unglaublich viele Gedanken darüber machen. Gedanken über etwas, was ich doch ohnehin einfach nicht ändern konnte. Weil ich nicht die Macht dazu besaß, und keine Ahnung hatte wie ich es denn ändern könnte. Ich hatte etwas falsches gesagt. Natürlich hatte ich etwas falsches gesagt, wie hatte ich auch etwas anderes erwarten können? Ich schluckte und schüttelte knapp den Kopf. Natürlich verstand ich das er es tun würde, wenn das bedeutete das wir zusammen sein könnten. Natürlich verstand ich es, und es ging auch in meinen Kopf. Aber er verstand einfach nicht das ich nicht der Grund dafür sein wollte das er sein Leben, das er bis jetzt gewählt und genossen hatte, einfach gegen ein Leben in der Öffentlichkeit eintauschte obwohl er sich dagegen entschieden hatte als er die Chance gehabt hatte. Weil ich schon einmal versucht hatte daraus einen Vorteil zu gewinnen. Und weil ich mir das Recht herausgenommen hatte ihn für meinen eigenen Vorteil zu benutzen, obwohl ich nicht wirklich etwas gewonnen hatte. "Ich will doch nur nicht der Grund dafür sein das du deine Ruhe wegwirfst, obwohl das alles ist was du eigentlich wolltest", weil er mich niemals zu etwas zwingen würde, das ich nicht wollte. Ich schloss für einen Moment die Augen und atmete tief ein. Vielleicht benutzte ich es auch einfach nur als Ausrede, ja vielleicht tat ich das. Wieso? Weil ich Angst hatte? Oder keinen Fehler begehen wollte? Was wusste ich denn! Ich hatte keine verdammte Ahnung warum ich es mir so schwer machte ihm einfach meine Gefühle zu gestehen, und einzusehen das da mehr als einfach nur verliebt sein war. Fast schon geschockt hob ich den Blick und sah Rodrigo an. Er wollte jetzt wirklich das ich mich sofort entschied? Entweder ich entschied mich dafür, und es wäre für ihn in Ordnung in die Öffentlichkeit zurück zu kehren, oder aber ich entschied mich gegen ihn und zog einen Schlusstrich, und brauchte nicht mehr zurück kommen. Ich presste die Lippen aufeinander, als sich seine Hand um mein Kinn legte und er mich zwang ihn anzusehen. Ich hatte doch keine verdammte Ahnung! Vorsichtig legte ich meine Hand um sein Handgelenk, und schob seine Hand weg. "Ich will dich", wiederholte ich meine Worte leise. Ich wollte ihn. Ich hatte ihn gewollt als er in Amerika gewesen war, so sehr das ich es einfach nicht ausgehalten hatte in der Unwissenheit zu leben, wann er denn nun wieder zurück kam - noch dazu hatte ich keine Ahnung gehabt, wie sich mein Leben binnen dieser Monate verändern würde. Ich war in Europa gewesen, und er in Amerika. Und wir waren Beide eine unglaublich lange Zeit weg gewesen, und nun saßen wir doch wieder hier und .. hatten wohl doch irgendwie beide nicht damit abgeschlossen. "Ich will dich, wenn du mich auch noch willst", sagte ich leise und ließ seine Hand los. Er ließ es so klingen als wäre das hier meine Entscheidung, obwohl eigentlich er derjenige war der jedes Recht dazu hätte mich einfach rauszuwerfen. Ich hatte Schluss gemacht, und ihm noch nicht einmal wirklich einen Grund genannt. Und nun ließ er es doch so klingen als wäre es meine Entscheidung ob ich ein Leben, oder vielleicht auch einfach nur ein paar Jahre mit ihm haben wollte. Obwohl es seine Entscheidung sein sollte. Weil ich ihn verletzt hatte, und nicht etwa er mich.

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Rodrigo da Moura Brandão
Sie küsste mich. Schon wieder. Und auch wenn ich sie am liebsten ins Schlafzimmer geschleift hatte und unartige Sachen mit ihr angestellt hatten, so mussten wir zuerst einmal über all das Reden. Ich konnte nicht weiterhin in dieser Ungewissenheit leben. Sie musste sich entscheiden. Sie konnte nicht immer wieder vorbeikommen und mich immer wieder küssen, aber dabei nicht sagen, was in ihr vorging. Ich seufzte leise und sah sie an, während ich ihr das sagte. Ich musste es wissen. Ich konnte sehen, wie sie sich unsicher auf der Unterlippe biss. Sie musste sich jetzt entscheiden und sie musste sich so entscheiden, dass sie sich dabei auch ganz sicher war. Denn das war sie momentan nicht. Sie war sich sehr unsicher. Sie hätte schon längst eine Entscheidung treffen sollen, doch sie war immer wieder davon gelaufen. Doch nun musste sie sich entscheiden, denn ansonsten würde ich es tun. Ich würde es tun, indem ich einfach aus ihrem Umfeld verschwinden würde. Wenn ich nicht gefunden werden wollte, dann würde man mich auch nicht finden. Ich hatte es geschafft vor der ganzen Öffentlichkeit zu verschwinden. Dann würde ich es erst recht vor ihr verschwinden. Ich wartete auf ihre Antwort und auch wenn ich sie nicht unter Druck setzen wollte, so wollte ich unbedingt ihre Antwort hören. Schlussendlich kamen ihre Worte. Sie flüsterte fast schon, doch ich konnte sie sehr gut verstehen. Sie wollte mich. Nur mich. Ich seufzte leise und fuhr mir durch das Haar. Bei ihren nächsten Worten biss ich mir auf die Lippe. Verdammt. Musste sie immer wiedr alles hervorholen? "Wie oft muss ich dir das noch sagen? Ich würde für dich alles tun. Ich würde für dich auch wieder in die Öffentlichkeit gehen. Es ist mir scheiss egal, ob ich wieder an der Öffentlichkeit wäre und man mich sehen würde. Das einzige, was für mich zählen würde, wäre dass wir zusammen sind! Aber das scheint einfach nicht in deinen verdammten Dickschädel hineingehen wollen", erwiderte ich und sah sie fast schon ein bisschen gekränkt an. Ich wandte den Blick ab und sah die Wand. "Ich weiss gar nicht, ob du das verstehen willst. Vielleicht benutzt das auch nur als Ausrede", meinte ich und vergrub das Gesicht in den Händen. "Du muss dich jetzt und hier entscheiden", sagte ich und wandte ihr den Blick zu. "Entweder entscheidest du dich für mich und du musst dann wissen, dass ich mich nicht scheue an die Öffentlichkeit zurückzukehren. Oder du ziehst endgültig... einen Schlussstrich", sagte ich und sah ihr in die Augen. Meine Hand legte sich um ihr Kinn, damit sie mich ansehen konnte und nicht wieder den Kopf abwenden konnte. Ich wusste ganz genau, wie gerne sie sich versuchte aus der Situation rauszuwinden oder einfach nur wieder zu flüchten. Doch dieses Mal konnte ich es nicht mehr zulassen. Sie würde mich kaputt machen. Sie hatte mich schoon gekaputt gemacht und ich würde und konnte nicht zulassen, dass sie dies noch weiterhin tat. Wenn sie nicht wollte, dann würde ich von hier verschwinden. Ich könnte nicht hier unterrichten, wenn alles an Hae-Sung erinnerte.

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Hae-Sung "Rian" Kang
Sehr wahrscheinlich hätte Mirabell mich zurückhalten sollen, anstatt mir zu sagen dass ich mit ihm sprechen musste um alles endlich zu klären. Sie hätte mich zurückhalten müssen, anstatt mir Mut zu machen hier her zu kommen um mit ihm zu sprechen. Wir wussten doch, das ich nicht gut darin war meine Gefühle auszusprechen. Ich hatte noch nicht einmal wirklich eine Ahnung was ich denn nun eigentlich fühlte. Ich war verliebt in ihn, wollte ihm nahe sein und nicht ständig fragen müssen ob es auch in Ordnung wäre - ich wollte nicht zurück gewiesen werden. Nicht von der Welt, und ganz bestimmt nicht von ihm. Ich wusste aber das es nicht so einfach sein konnte, so war es in meinem Leben noch nie gelaufen. Gott, was dachte ich mir eigentlich dabei ihn schon wieder einfach zu küssen? Ich wusste doch verdammt nochmal das er Abstand von mir wollte! Ich wusste es doch, und dennoch küsste ich ihn ein weiteres Mal, in der Hoffnung er würde meine Gefühle verstehen, und ich müsste nicht aussprechen was ich dachte. Es funktionierte jedoch nicht so, das tat es doch nie. Es war eine Lüge, würde ich behaupten das ich nicht glücklich war als ich merkte das er mich näher an sich zog, und mein Herz wieder einmal heftig in meiner Brust schlug. Fast so als würde es gejagt. Rodrigo jedoch löste sich von mir, und ich hatte beinahe schon die Befürchtung das er mir ein weiteres Mal an diesem Tag sagen wollte dass ich ihn in Ruhe lassen sollte. Stattdessen aber stellte er mir eine Frage - was wollte ich? Wieder einmal stellte er mir die Frage, was ich wollte. Und ich wusste es nicht, weil ich zu viel wollte und doch irgendwie nichts. Weil mein gesamtes Leben einfach nur noch im Chaos versank, und ich keinerlei Kontrolle darüber hatte wie es denn nun eigentlich verlief. Ich war gefangen in diesem Labyrinth meiner eigenen Gefühle und Gedanken, hatte keinerlei Kontrolle darüber was andere Menschen von mir hielten und dazu kam noch die Angst davor das man mich möglicherweise doch noch zurückweisen würde. Was wollte ich? Erfolgreich sein, und ein Leben führen in dem ich glücklich sein konnte. Freunde, auf die ich mich verlassen konnte, wann auch immer ich sie brauchte. Ihn. Ich biss mir unsicher auf die Unterlippe, schluckte schwer und wandte meinen Blick ab. Ich könnte ihm eine Antwort geben, die er auch hören wollte, denn auch wenn ich Schluss gemacht hatte, hatte sich einfach nichts daran geändert das er derjenige war den ich wollte. Er, und nicht Clyde. "Dich. Ich will dich", flüsterte ich leise. Ich traute mich nicht ihn anzusehen, da ich doch schon jetzt wusste was er sagen würde. Weil ich Schluss gemacht hatte, und weil ich Schuld daran war das er lieber Abstand von mir wollte als mich in seiner Nähe zu wissen. "Ich weiß aber dass das nicht mehr passieren wird. Ich habe Schluss gemacht, und du willst sowieso nicht in die Öffentlichkeit", das alles waren doch einfach nur dumme Ausreden. Ausreden weshalb es nicht klappen könnte, aber nicht zwingend nicht klappen könnte. "Ich .. es .. tut mir leid wenn ich dich verletzt habe, und ich wollte nie das es .. so endet, aber ich habe keine Ahnung hiervon. Die einzige Beziehung die ich jemals hatte war erfunden und einfach nur für die Öffentlichkeit", murmelte ich leise. Ich zuckte die Schultern, und löste mich vorsichtig aus seinem Griff, da ich ohnehin nur noch darauf wartete dass er mich rauswarf - aus seiner Wohnung, und aus seinem Leben.

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Jan de Camp
Ich wusste nicht, was sich Tiziana dabei gedacht hatte. Doch, ich wusste es und ich war damit überhaupt nicht einverstanden. Sie wollte mich verkuppeln – mit Mickey. Ich hätte wohl besser nichts gesagt. Ich seufzte leise und wusste nicht recht, was ich denn nun hier im Club tun sollte. Ich hatte auf einen anderen Abend gehofft. Tiziana amüsierte sich stattdessen prächtig und ich wollte ihr dabei nicht im Weg stehen. Sie sollte ihr Leben geniessen, wenn sie es konnte. Ich konnte es nicht, da ich mich nicht für die Mädchen interessierte. So vertrieb ich meine Zeit in den oberen Lounges, während ich immer mehr von dem Whisky trank. Was sollte ich denn auch sonst tun? So würde mir der Abend vielleicht wenigstens ein bisschen erträglicher werden. Ich liess meinen Blick durch den Club schweifen und insgeheim sah ich mich nach Mickey um. Ich konnte mir nur zu gut vorstellen, wie sich sein Shirt über seinen muskulösen Oberkörper spannte. Verdammt, ich hatte schon gesehen, wie er oben ohne aussah. Er sah verdammt gut aus. Zu gut fast schon. Zu gut um schwul zu sein. Das war definitiv so. Da konnte Tiziana noch so viel sagen. Ich wusste nicht, ob ich ihr das glauben sollte. Doch ich fand ihn nicht.
Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als ich eine Bewegung in meinem Umfeld sah. Ich hob meinen Blick und sah Mickey, der selber irgendwie nicht recht wusste, wo er denn hin sollte. Ich wusste nicht recht, was ich sagen sollte, bis er die Stille unterbrach. Mein Blick glitt kurz hinunter auf die Tanzfläche, bevor ich ihn wieder ansah. „Nein, das ist nicht so mein Ding“, erwiderte ich wahrheitsgetreu und sah ihn an. Mit Tiziana vielleicht schon, aber alleine? Nein danke. Wieso sollte ich mich überhaupt an Mädchen ranschmeissen, wenn sie mich nicht interessierten? Manchmal ekelten sie mich mit ihrem Verhalten sogar an. Wie sie sich präsentierten und versuchten aufreizend zu wirken, aber dadurch nur billig und schlampig hinüberkamen. „Und du? Wieso bist du nicht da unten?“, fragte ich ihn und sah ihn an. Ich konnte mir vorstellen, dass dies voll sein Ding sein konnte. Obwohl er das letzte Mal diese aufdringliche Blondine ziemlich hart abblitzen hatte lassen. Ich seufzte leise und fuhr mir durch das Haar. Meine Hand griff wieder nach dem Whisky Glas und ich nahm wieder einen Schluck aus dem Glas. Ich spürte den Alkohol, doch vermutlich werde ich ihn noch mehr spüren, wenn ich aufstehen würde und nicht mehr sitzen würde. Tiziana hat gesagt, dass er gleich wäre wie ich. Dass er ebenfalls schwul war. Doch ich konnte es einfach nicht glauben und deshalb versuchte ich es auch gar nicht herauszufinden. Es war zu gefährlich. [Natürlich habe ich nicht vergessen, wo wir waren xD]

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Rodrigo da Moura Brandão
Ich wurde einfach wieder mal nicht schlau aus ihr. Ich liess sie jedoch hinein. Ich würde es nicht über das Herz bringen, sie abzuweisen. Das konnte ich einfach nicht. Ich seufzte leise und ging zu meinem Sofa. Ich hatte sehen können, wie sie ihre Augenbrauen zusammengezogen, als ich gesagt hatte, dass ich ins Fitness gegangen war. Sie sagte jedoch nichts dazu. Ich hörte, wie sie leise die Tür schloss und ihre Schritte näher auf das Sofa zukamen. Sie.. sie hatten Schluss gemacht? War ich daran schuld? Sie sollte dies nicht tun, nur weil sie sich von mir unter Druck gesetzt fühlte. Das wollte ich gar nicht. Sie sollte einfach nur ihr Leben leben. Die einzige Entscheidung, die sie treffen musste, war er oder ich. Aber sie konnte nicht mit ihm zusammen sein und gleichzeitig mich immer wieder aufsuchen. Weil ich viel zu tiefgründige Gefühle für sie hatte. Das ging einfach nicht. Sie würde mich damit nur selber zerstören und daher hatte ich gesagt, er oder ich. Für mich war es einfach klar gewesen, dass sie sich für Clyde entscheiden würde. Weil er ihr das Leben geben konnte, welches sie immer hatte leben wollen. Er hatte ihr das Leben in der Öffentlichkeit geben können. Dennoch hatte sie nun mit ihm Schluss gemacht. Oder sie beide. Wie auch immer. Ich wurde aus den beiden nicht besonders schlau. Sie setzte sich neben mich und ich betrachtete sie. Sie fing an, aber brach dann wieder ab. Wieso konnte sie nicht einfach einmal sagen, was sie fühlte? Ich musste es wissen. Sie konnte nicht immer schweigen und nie sagen, um was es wirklich ging. Sie musste sagen, was sie dachte und was sie fühlte. Sie musste sagen, was sie wollte. Ansonsten würden nur immer wieder im gleichen Punkt stehen und trotzdem nicht wissen, mit was wir es zu tun hatten. Sie richtete sich auf und ihre Lippen kamen immer näher. Auch wenn ich wusste, dass wir zuerst darüber reden sollten, liess ich es zu. Ihre Lippen trafen auf meine und ich schloss die Augen. Ich war einfach zu schwarz, um zu widerstehen. Ich konnte ihr widerstehen. Ich konnte ihr nicht nein sagen. Dafür war ich einfach zu schwach. Ich legte einen Arm um ihre Taille und zog sie näher an mich heran. Gott, es fühlte sich einfach jedes Mal wieder unglaublich an. Der Kuss dauerte an, aber doch unterbrach ich ihn dann wieder einmal, bevor es noch weitergehen konnte. Ich löste mich ein bisschen von ihr, jedoch nur so weit, damit ich ihr in die Augen sehen konnte. „Was willst du? Sag mir, was du willst“, murmelte ich leise ganz nahe vor ihren Lippen und sah sie an. Ein Kuss reichte nicht. Ich brauchte ihre Antwort. Ich musste wissen, was sie wollte. Ich könnte nicht weiter in dieser Ungewissheit leben. Es machte mich kaputt. Ich wusste, dass sie ihr Leben nicht aufgeben würde, nur damit sie eine Beziehung mit mir eingehen konnte. Ich seufzte leise und lehnte mich ein bisschen zurück. Ich würde keine Dummheit begehen. Ich würde nicht mit ihr schlafen, so lange ich nicht wusste, was mit uns war. Und auch wenn sich jeder Muskel und jeder Nerv sich nach ihr verzehrte, so gab ich nicht nach. Sie hatte damals Schluss gemacht und hatte sich dazu entschieden, ein Leben ohne mich zu verführen – oder wohl doch nicht ganz. Sie sollte sich jetzt einfach entscheiden, wen und was sie wollte. Ich würde es nicht länger ertragen, zwischen ihren nicht gefallenen Entscheidungen zu stehen. Es würde mich nur selbst zerstören. Ich hatte schon ein gebrochenes Bein. Ich musste nicht noch mehr gebrochene Sachen in meinem Leben haben.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Was hatte sie sich dabei denn bitte gedacht? Sie lief mit bauchfreiem Top und kurzen Shorts einfach in einen Club, tanzte dort und schwitzte offensichtlich auch ein wenig und wollte dann so nach Hause laufen? Es wäre sicher kein riesiger Umstand gewesen eine Jacke mitzunehmen und sie an der Garderobe abzugeben. Das wäre besser für sie gewesen, denn ihre Beine waren immernoch nackt. Gut, meine Jacke ging ihr bis zur Hälfte der Oberschenkel, sodass es ein wenig so aussah, als würde sie nichts weiter als das tragen, aber das reichte mir nicht aus, um sie warm einzupacken. Als ich den obersten Knopf geschlossen hatte, sah ich erst auf und bemerkte ihr Lächeln, das absolut nicht mehr so aussah wie das dreckige Grinsen, das zwischen uns mittlerweile Standard geworden war. Das hier war... anders. Ging ich zu weit? Das hier war eine ganz unschuldige Tat gewesen. Ich wollte nur nicht, dass sie krank wurde. Das war... nicht schlimm oder? Ich ging einen Schritt zurück, als sie in meiner Jacke posierte und meine Fantasie sich wirklich ausmalte sie wäre darunter nackt. Oh shit. Mein Mundwinkel zuckte leicht und ich nickte. "Natürlich. Aber ich sehe in deinen Kleidern sicher auch hinreißend aus.", meinte ich nur und schüttelte schmunzelnd den Kopf, ehe ich meine Hände in die Hosentaschen grub und einfach eine Weile stumm neben ihr her lief. Es war keine unangenehme Stille. Ganz im Gegenteil. Die Zeit verging für mich wie im Flug, ehe wir ankamen und ich vor der Tür zum Treppenhaus stehen blieb. "Wehe du fällst jetzt die Treppen runter. Dann wären meine ganzen Mühen dich gut nach Hause zu bekommen, umsonst gewesen.", witzelte ich und lächelte verhalten, ehe ich zur Tür sah und die Lippen ein wenig aufeinanderpresste. "Dann... Gute Nacht." (Bin jetzt gleich im Zoo :3 Kann also erst heute Abend spätestens ab 6 wieder antworten :3)

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Olivia Môntesano
Sollte ich mir Gedanken machen, dass es irgendwie komisch war, wenn ein Schüler mich nach Hause brachte? Klar, ich hatte auch ziemlich aufreizend mit ihm getanzt und wir machten ständig zweideutige Kommentare, aber mich nach Hause zu bringen wirkte so...ernst. Als würde er mich von einem Date nach Hause bringen oder ähnlichen, dabei war ich hier doch sogar die ältere. Ich hatte kein Problem damit, alleine nach Hause zu kommen, ich hatte es nur eine Viertelstunde zu Fuß von hier oder fünf Minuten mit einem Taxi, aber Leo bestand darauf und ich erwiderte sein lächeln dankbar. Ich hatte nie daran gezweifelt, dass er kein guter Kerl war. Ja er klopfte zwar immer Sprüche, aber er war kein Macho oder ein Draufgänger, er war....ach ich sollte eigentlich gar nicht so viel darüber nachdenken.
Jep, ich hätte besser meine Klappe gehalten und das Thema Krebs nicht weiter ausgebreitet, was dachte sich mein betrunkenes Gehirn nur dabei? Nur gut, dass ich ihn nicht direkt irgendwas gefragt hatte, das wäre peinlich geworden, ja wirklich schräg. Ob ich ihm überhaupt von Mia hatte erzählen sollen, ob sie da was dagegen hätte? Naja jetzt war es eh zu spät und er ging auch nicht darauf ein, als wir dabei waren den Club zu verlassen. "Ja das ist es." stimmte ich nur zu, obwohl ich wohl viel weniger Ahnung hatte als er. Draußen angekommen traf mich die kühle Nachtluft und ich atmete tief ein. Drinnen war die Luft schrecklich gewesen, voll mit Schweiß, Alkohol und furchtbar stickig, da genoss ich den Temperaturunterschied hier draußen gerade sehr. Mein erhitzter Körper konnte etwas runter fahren, der Schweiß würde bald trocknen, dabei hatte ich noch deutlich weniger an als Leo. Er trug ein schwarzes T-Shirt mit V-Ausschnitt und eine tief sitzende Jeans, eine Jacke hatte er anscheinend auch mitgenommen, obwohl er diese bisher bestimmt nicht gebraucht hatte. Ich beneidete Männer immer, die bloß in einem schlichten T-Shirt und einer Jeans so gut aussehen konnten, ich meine das T-Shirt zeigte genug von seiner trainierten Brust, dass man sich nur vorstellen konnte was einen unter dem restlichen Stoff erwartete und die Hose saß so perfekt auf seinen Hüften, dass ich zu gern wissen würde - Okay, stopp! Wo kam dass den jetzt her? Vermutlich weil keiner von uns was sagte, während wir schon Richtung Schule gingen, also verschränkte ich die Arme, weil es doch etwas frisch war. Leo bemerkte das anscheinend sofort, wieder ganz der Gentlemen hielt er an und ich tat es ihm gleich. Überrascht beobachte ich wie er mir seine Jacke um die schultern legte, das war wirklich nett, aber als er sich dann vor mich stellte und sie mit den Worten auch noch anfing zu zuknöpfen...entweder es war der Alkohol, aber irgendwo in meinem Bauch zog sich vor Rührung etwas zusammen. Ich sah zu ihm hoch und musste unweigerlich lächeln, während er konzentriert die Knöpfe schloss. Als er fertig war lächelte ich immer noch. "Danke." sagte ich sanft und schlüpfte mit den armen in die Ärmel. Grinsend legte ich meine Hände kurz in die Hüften und posierte. "Steht mir viel besser als dir, oder?" Ich kicherte, weil ich bestimmt total albern aussah, da die Jacke mir viel zu groß war. Als wir dann weiter gingen musste ich daran denken wann das letzte mal ein Kerl mir seine Jacke gegeben hatte....natürlich war es Finn gewesen, verdammt. Schnell verscheuchte ich ihn wieder aus meinen Gedanken und den Rest des Weges verbrachten wir schweigend. Am Rand des Campus angekommen wo die Lehrerwohnungen lagen, hielt ich unten vor der Tür an. Leo kannte das hier ja schon, als er mir vor knapp zwei Monaten beim tragen meiner Umzugskartons geholfen hatte. Damals hatte er sogar darauf bestanden sie auch noch hoch zu tragen, heute würde es aber reichen wenn er mich hier verabschiedete.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Es war schade, dass der Abend letztendlich doch so schnell vorbei gegangen war. James war früh gegangen und hatte mich hier allein sitzen gelassen. Die letzten zwei Stunden hatte ich nun mit Olivia verbracht und dennoch fühlte es sich nur wie wenige Minuten an, die ich mit ihr hatte teilen können. Also ja, ich wollte gar nicht gehen. Am liebsten wäre ich geblieben, hätte die gane Nacht noch diese Scherze mit ihr gerissen, aber es ging nicht. Die Chemo morgen würde mich so oder so verdammt fertig machen. Ich würde einen Kater haben, würde dehydriert sein und eben noch die Chemo bekommen. Also konnte ich nicht auch noch den Schlaf riskieren. Zumindest den brauchte ich doch. Es war sowieso schon spät und ich wollte es mir nicht noch schwerer machen. Ich stellte das leere Shotglas also wieder hin und stand langsam auf, als sie auf ihr Handy sah. "Klar, mach ich." Ich würde sie schon sicher nach Hause bringen. Ich könnte es mit meinem Gewissen gar nicht vereinbaren, wenn sie jetzt allein gehen würde. Selbst, wenn sie Taxi fahren würde. Es gab ziemlich viele Spinner dort draußen. "Ich spreche zwar manchmal wie ein Bauer, aber auch in mir steckt ein guter Kerl, Via, ob du es glaubst oder nicht.", erklärte ich ihr und lächelte sie sanft an. Ich ging mit ihr zur Garderobe, holte meine Jacke ab und verließ mit ihr zusammen den Club. Währenddessen erzählte sie mir von ihrer Freundin. Brustkrebs. Oh, das war bitter. Sicher nicht leicht für eine Frau, aber es gab ja Implantate, die von manchen Krankenkassen übernommen wurden. Dann sahen die Brüste vielleicht sogar noch besser aus als zuvor, waren eben bloß nicht mehr zum Stillen geeignet und man musste diese Hormontabletten nehmen. Ja, es war nicht leicht, aber man konnte damit leben. Zumindest konnte ihre Freundin das scheinbar. "Das ist scheiße." Krebs war scheiße. Was sollte ich auch anderes dazu sagen? Ihr von meinen Leiden erzählen? Das wollte ich gar nicht. Sie wusste bloß, dass ich Krebs hatte und hatte mich danach bereits anders behandelt. Wie mitleidig würde sie dann erst sein, wenn sie erfuhr, dass ich vielleicht das verlor, was mir auf dieser Welt so viel bedeutete und Spaß bereitete? Ich ging los in Richtung TAFE und bemerkte bereits nach den ersten paar Metern, dass die Temperatur heute Abend stark gesunken war. Es war kalt. Mein Blick glitt herüber zu ihr. Sie stand da in kurzen Shorts und bauchfreiem Tshirt. Außerdem war sie vom Tanzen noch leicht verschwitzt. Ich hatte es mit meiner Jeans und dem Tshirt da noch deutlich besser. Also gab ich ihr meine alte College-Jacke und legte sie um ihre Schultern. "Du erkältest dich noch.", kommentierte ich nur leise und schloss die Druckknöpfe vorn an der Jacke.

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Olivia Môntesano
Ich sagte nichts mehr zu seiner Antwort auf meine bitte gewisse Themen einzugrenzen und wo oder wie er Kontrolle hatte, denn allein schon bei dem Wort Kontrolle kamen auch wieder Bilder hoch. Ich konzentriere mich also lieber darauf nicht zu lachen und den Tequila wieder auszuspucken, so wie er das Licht verzog bei der Erwähnung von Mrs. Foster. Tja, er hatte damit angefangen. Sobald ich mich vom ersten Shot erholte hatte, griffen wir gleichzeitig nach dem zweiten, führten die Reihenfolge wieder durch und kippten auch den runter. Ich genoss noch kurz das brennen und spürte dann schon die Taubheit, die sich in meinem Körper ausbreitete. Ich wurde langsam wieder etwas träge, was hieß wenn ich nicht ordentlich weiter trank, dass mein Alkoholpegel wieder runter ging und ich ausnüchterte. Das passierte besser nicht, denn ich hatte keine Ahnung wie es nüchtern zwischen uns sein würde. Naja anscheinend würden wir wohl sowieso nicht mehr lange die Gesellschaft des anderen genießen, denn er wollte demnächst gehen. Ich war einen Moment überrascht, dass er einfach so von seiner Chemo morgen sprach, aber ich versuchte mich schnell wieder zu fangen und mich eher darauf zu konzentrieren, dass er mich nach Hause bringen wollte. Ich lächelte also nickend und zog mein Handy aus meiner Hosentasche. Ich sah schnell auf die Uhr und hatte auch zwei Nachrichten von Vicky und Lily, die wissen wollten ob es okay war wenn sie gingen. "Ähm nein, meine Freundinnen gehen gerade, also wäre es wirklich sehr nett von dir wenn du mich begleitet. Ganz der Gentlemen was?" grinsend lehnte ich mich an die Theke und sah ihn an. "Ich muss morgen auch wieder ins Krankenhaus, aber nachmittags. Ich begleite eine Freundin, sie hat brustkrebs. Sie haben ihre Brüste bereits abgenommen, aber er hat leicht nach innen gestreut, also muss sie auch eine Chemo machen." erzählte ich. Keine Ahnung wieso ich das tat, vielleicht weil wusste wie sich Mia fühlte? Oder weil ich vielleicht hoffte, dass er sich mir anvertraute? Es war vermutlich eine schlechte Idee gewesen das Thema noch auszubreiten, denn es vemieste eindeutig die Stimmung. Aber er wollte eh gehen, also konnte ich es doch wagen? Mehr als nichts dazu sagen konnte er ja nicht.

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Leopold "Leo" Ares Westfield
Okay, das ging scheinbar doch etwas zu weit. Hätte ich es nicht sagen sollen? Aber es stimmte ja. Und sie konnte wohl kaum leugnen, dass es anders herum nicht so war, oder? All diese Scherze über Sex und die beinahe immer weilende Zweideutigkeit in unseren Unterhaltungen, kamen ja nicht von irgendwo her. Nein, sie fand mich auch attraktiv, da war ich mir sicher. Vielleicht war sie nicht der Typ für One Night Stands - und das war absolut okay, weil ich auch absolut keinen von ihr wollte, da wir beide Dinge riskieren würden, die wir liebten - aber sie mochte mich, das konnte sie nicht abstreiten. "Oh hey, also beschwert habe ich mich ganz sicher nicht!", korrigierte ich sie. Eine Beschwerde hätte ganz anders ausgesehen. Sicher nicht so! "Und du kannst mir glauben, wenn ich dir sage, dass ich mehr Kontrolle habe als du dir vielleicht vorstellst." Ich war nicht schwanzgesteuert. Gut, es konnte ihn vielleicht nicht immer alles komplett kalt lassen, aber ich konnte mich soweit zurückhalten, dass es keiner sonst mitbekam. Und wenn es erstmal soweit war, konnte ich mich sehr zügeln. Aber sicher musste sie das gar nicht wissen. Das sollte sie nicht wissen... Gott, der Alkohol! Und dennoch trank ich mehr und streute mir Salz auf meinen Handrücken. "Oh Gott bitte nicht Mrs Forster!", wimmerte ich, leckte schnell das Salz von meinem Handrücken und kippte den blöden Tequila herunter. Danach biss ich in die Zitrone und saugte den Saft aus ihr heraus. So sauer war das Zeug doch gar nicht. Zufrieden grinste ich und schüttelte nur den Kopf, nahm mir aber direkt den zweiten Shot. "Allzu lange kann ich nicht mehr bleiben. Hab morgen früh Chemo. Aber ich bring dich noch nach Hause. Ist ziemlich spät und dunkel draußen. Na ja, es sei denn du willst noch länger bleiben." Sie sollte heute lieber gut nach Hause kommen. So weit wohnte sie von hier ja nicht weg...

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Olivia Môntesano
Das war ein gefährliches Theme, ziemlich heikel, ein Drahtseilakt auf der Grenze zwischen uns, oder besser gesagt zwischen der Rolle des Lehrers und Schülers, die wir eigentlich einnehmen sollte. Er gab mir auch noch recht! Das hieß doch quasi, dass er jetzt sofort mit mir ins Bett gehen würde, wenn ich nicht seine Lehrerin wäre und wir beide ein gewissen hätten oder? Wieso reizte mich das? Ich hatte bis jetzt schön die schmutzigen Gedanken verdrängt, naja gut die meisten davon und es war während dem tanzen oder auf seinem Schoß nicht gerade einfach gewesen, aber jetzt bildete sich unweigerlich eine Szene in meinem Kopf und ich schluckte. Nur gut, dass ich das Thema mit unsere Bestellung schnell beendete, bevor wir endgültig einen Fehler machten. Ich brauchte schnell Alkohol, um die Gedanken zu vertreiben, aber er blieb auf der Schiene, anscheinend gefiel ihm das. Das war ja eigentlich auch okay, solange wir die Themen Bett oder abschleppen aus ließen. Ich zog die Augenbrauen hoch und schüttelte grinsend den Kopf. "Das hättest du wohl gern, aber Themen wie 'lecken' und 'Haut' sollten wir wohl besser etwas eingrenzen, nicht dass sich wieder jemand beschwert, weil ihn davon abhalte komplett entspannt zu sein." sagte ich betont, grinste genauso dreckig und nahm ihm den Salzstreuer ab. Ich leckte über meinen Handrücken und streute dann Salz darauf, reichte es dann ihm und wartete bis er auch so weit war. In die rechte Hand nahm ich meinen Shot, in die Hand mit dem Salz die Zitrone. Ich hielt ihn ihm entgegen und konnte das grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht wischen. "Auf mein passables tanzen, deine tolle Stimme und...oh Mrs. Foster" prostete ich ihm zu, leckte meinen Handrücken ab, kippte den Shot runter und bevor das brennen in meiner Kehle einsetzten konnte, biss ich in die Zitrone. Vor Säure verzog ich das Gesicht und musste lachen. "Wer hat sich den scheiß mit der Zitrone nur ausgedacht?" fragte immer noch lachend und stützte mich wieder auf der theke ab.

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